Nr. ZO Freitag den 5. Februar LS8G O O M f HZ IT IE lF i WM / ITOiOl gz h l7 B fe B7 B JL näL / fi B 4 H7 1 i i II7 1 t-Wik-V Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »»,... »w ••.«« - -—- >-- LÄL .""säs* jgjjip.f । ■ i— ■«■ «MiMnmPBMrowMMMBMWMBraMBaMnaMioBMMMWBMi w ii> 11111 ■ >Bamzm^HtuM>aaM«raBgBM»awpwnBa«jmu; ffXffwaawMBmMwgaKEWFyiraEnfajaagz^raik/r?^ Amtlicher Hheit. Betreffend: Revision der Hypothekenbücher. An sammtliche Ortsgerichte des Amtsgerichtsbezirks Gießen. Wir werden in Kürze mit Revision der Hypothekenbücher beginnen und fordern Sie daher auf, die seit der letzten ReVision vorgenommenen Einträge in Spalte A und B einer sorgfältigen Durchsicht und Vergleichung mit den amtsgerichtlichen Verfügungen zu unterziehen und die dabei in Bezug ans die Form sich ergebenden Anstände, wie beispielsweise: fehlende Unterschriften, Auslaffung von Worten und dergleichen, alsbald zu beseitigen — wir verweisen hierbei auf § 9 der Ortsgerichts-Jnsiruction vom 1. December 1861 — nicht minder auch sich davon zu überzeugen, daß die Einträge und Löschungen in dem Ramen-Verzeichniß und in dem topographischen Pfandregister nach Vorschrift vollzogen worden sind, und daß die Acten sich in Ordnung befinden. Gießen, am 3. Februar 1886. Großherzogliches Amtsgericht. Stammler. Politische Ueberstcht. Gießen, 4. Februar. Dem Bundesrathe ist nunmehr der längst erwartete Antrag Preußens auf Verlängerung des Socialistengesetzes zugegangen. Derselbe bringt insofern eine Ueberraschung, als er die Verlängerung des Socialistengesetzes nicht auf 2 oder 3, sondern aus 5 Jahre, also bis zum 1. October 1891, ausspricht. Die Begründung ist kurz gehalten und stützt sich im Wesentlichen darauf, daß das Gesetz sich als ein dringendes Bedürsniß und trotz der dringenden Einwände dagegen sich als heilsam erwiesen habe. Besonders sei nicht zu verkennen, daß die revolutionäre Strömung in der socialdemokratischen Partei unter dem Ein- slusse des Socialistengesetzes erheblich zurückgedrängt worden sei und das Bestreben innerhalb der Partei, sich positiv an den socialpolitischen Ausgaben zu betheiligen, an Ernst und Umsang gewonnen habe. Der Zeitpunkt liege noch fern, wo man das Gesetz ausheben dürfe; wenigstens könnte man es nicht, ohne der revolutionären Bewegung plötzlich einen weiten Spielraum zu schaffen. In Begründung des Antrags aus Verlängerung des Socialisten- Ge setz es bis zum 30. Sept. 1891 wird weiter ausgesührt: „Den Gegnern des Gesetzes sei es nicht gelungen, in der Nation den Glauben an die ersprießlichen Wirkungen desselben zu erschüttern; es ließe sich auch nicht behaupten, daß düse Wirkungen bereits derart und dauernd fühlbar hervorgetrelen seien, daß aus den Fortbestand des Gesetzes verzichtet werden könnte. Die erhebliche Vermehrung der Reichstags-Abgeordneten, welche der socialdemokratischen Fraktion angehören, sowie die Ermordung des Polizeiraths Rumpfs seien Momente, welche für den Fortbestand des Gesetzes sprächen. Der Einwand, daß diese Momente gerade zeigten, daß das Socialistengesetz weder das Anschwellen der socialdemokra- tischen Bewegung, noch die anarchistischen Attentate zu verhindern vermocht habe, sei nicht stichhaltig; man könne das Gesetz nicht darum schon verwerfen, weil man den erwarteten Erfolg nicht vollständig damit erreicht habe; man müsse daneben erwägen, daß gegenüber den Zuständen, in welche Deutschland ohne den Erlaß des Gesetzes vom 21. October 1878 durch eine völlig ungehinderte Entfaltung der zu Tage getretenen Umsturzbestrebungen gerathen sein würde, Deutschlands heutige durch dieses Gesetz und seine energische Handhabung geschaffene Lage ungeachtet des nur theilweise erreichten Zieles immerhin als eine sehr hoch anzuschlagende Verbesserung betrachtet werden müsse. Man werde nicht sehlgehen, wenn man annähme, daß, was die socialdemokratische Bewegung an Breite gewonnen, sie an Intensität und revolutionärer Energie wenigstens zum Theil eingebüßt habe. Die socialdemokratijchen Wähler verlangten von ihren Vertretern heute eine ernsthafte Betheiligung an den Aufgaben der legislativen Gewalten, namentlich die zur gesetzgeberischen Lösung der socialpolitischen Probleme führten. Man muffe an der Hoffnung festhalten, daß vor dem Ernste dieser Ausgaben die revolutionären Tendenzen auch bei der Parteileitung in den Hintergrund treten würden, oder, wenn dies nicht geschähe, daß die ihren Führern blindlings folgenden Massen zu der Einsicht gelangen würden, daß auf dem Wege einer gewaltsamen Aenderung der bestehenden staatlichen und gesell- fchastlichm Einrichtungen kein Heil zu erwarten sei. Noch sei aber dieser Zeitpunkt nicht gekommen, und die verbündeten Regierungen könnten daher eine Verantwortung dafür nicht übernehmen, jetzt durch Verzicht auf die Fortdauer des Gesetzes den Agitatoren der Umsturzpartei wieder die Wege frei zu machen." Die energischen Worte des Fürsten Bismarck gegen den Polouismus anläßlich der Polendebatten im preußischen Abgeordnetenhause haben auch in Deutsch-Oesterreich ein begeistertes Echo gesunden. Die deutschliberale wie die osficiöse Presse feiert den nationalen Gedanken, von welchem die Reden Bismarck's durchglüht waren; freilich geschieht dies in sehr verschiedener Weise. Die Wiener Regierungsorgane thun hierbei so, als ob er in Oesterreich gar keine Polen gäbe, als ob man hier von den Sonderbestrebungen der galizischen Polen gar nichts wüßte, während bte deutsch-liberalen Blätter den großartigen nationalen Zug in den Ausführungen Bismarck's zu einem Vergleich mit den polenfreundlichen Gesinnungen des Grasen Taaffe benutzen. Wie sehr übrigens die Worte des Kanzlers auch in Den Kreisen Der deutschliberalen Mitglieder des öfterreichisch-m Abgeordnetenhauses gewirkt haben, beweist der Beschluß des deutschen Clubs desselben, dem Fürsten Bismarck für seine Worte bei den Polendebatten die Zustimmung und Anerkennung des Clubs auszudrückm. Fürst Bismarck wird über diese Ovation der parlamentarischen Vertreter des liberalen Deutschthums in Oesterreich um so mehr erfreut sein, als aus ihr hervorgeht, daß man in diesen Kreisen die herbe Kritik des Kanzlers j Aber die „Herbstzeitlosen" nicht länger mehr nachempfindet. 1 Die „Kreuz-Zeitung" bestätigt heute, daß es in der Absicht liegt, unter Auflösung des Regimentsstabes und Hinzusügung von zwei neuen Bataillonen das bisherige Eisenbahn-Regiment von zwei Bataillonen in eine Brigade von vier Bataillonen zu verwandeln. Die Nothwendigkeit dieser Maßregel liegt aus der Hand, da allgemein erkannt ist, daß ein kräftiger Angriffskrieg mit den großen Armeemassen der Gegenwart nur noch auf dem Untergründe der eisernen Verkehrswege durchzuführen ist und daß die Truppenoerschiebung, die ganze Verpflegung wie der Munitionsersatz nur dann gesichert sind, wenn die Bahnen den Raum überwinden und die Mittel des Krieges und die Erzeugnisse des Landes den sich vorwärts wälzenden Kolossen rechtzeitig nachführen. Daß zu dem Zwecke manche Bahnen neu zu beleben und mit neuen Strängen zu durchziehen sind, liegt aus der Hand, und ebenso, daß eine durchgebildete Truppe vorhanden sein muß, um diesen vielseitigen Anforderungen in einer Zeit gerecht zu werden, welche die neueste Kriegssührung so kurz wie möglich bemißt; jede Stärkung Mer Truppe kommt der deutschen Schlagkraft und damit der Stärkung des deutschen Reiches zu Hülse. Herr Gladstone hat bei seinen Bemühungen, das neue eng* lische Cabinet zu Stande zu bringen, von einigen seiner politischen Freunde c-ne empfindliche Zurückweisung erfahren. Vor Allem ist es von Lord Hartington, dem früheren Krtegsminister unter Gladstone, entschieden abgelehnt worden, in das neue Ministerium einzutreten, und zwar weist Lord Hartington bei seiner Weigerung ganz offen auf die irische Politik Gladstone's hin, die Hartington nicht billigt. Aus diesem Grunde haben es auch Lord Derby, Lord Selborne und Sir Reynold James und andere angesehene Mitglieder der libe-> raten Partei abgelehnt, in dem neuen Cabinet Portefeuilles zu übernehmen. Es mag dies für den Ches der englischen Liberalen unangenehm fein, um so mehr wird er sich aber nun Persönlichkeiten aussuchen, die bereit sind, mit ihm durch Dick und Dünn zu gehen, auch was die irische Frage anbelangt. Bezüge lich letzterer hält jetzt Mr. Gladstone nicht, länger mehr hinter dem Berge; durch seine Special-Organe läßt er es offen verkünden, daß den Iren wirklich ein eigenes Parlament in Dublin zugestanden werden soll. Dasselbe soll allerdings nur rein irische Fragen behandeln unter der Bedingung, daß für die. Aufrechterhaltung der Integrität des britischen Gefammtstaates und der Rechte der Krone ausreichende Garantien gegeben werden. Wird aber Herr Parnell,. der „ungekrönte König" von Irland, Willens und im Stande sein, diese „ausreichenden Garantien" zu geben? Fürst Nikita von Montenegro ist am Montag Abend von Paris nach Petersburg abgereist. Der Umstand, daß der Beherrscher der Czernagorzen während seines Pariser Aufenthaltes mit Herrn Grvvy, Herrn de Freycinet und anderen distinguirten Persönlichkeiten conferirt hat, ist die Ursache zu allere Hand Muthmaßungen gewesen, die alle darauf hinlaufen, daß Fürst Nikita m Paris auch politische Zwecke verfolgt habe. Vielleicht hat der montenegrinische Herrscher Herrn de Freycinet gar ein Bündniß zwischen Frankreich und dem Fürstenthum der „Schwarzen Berge" angetragen ? Dem Manchester „Guardian" zufolge findet aus der Flotte Li-Hung-- Tschangs in China ein großerDeutschen-Schub statt. Alle dort angestellten Deutschen, der Admiral Sebelin (?) eingeschloffen, sollen durch Engländer ersetzt werden. Da Li-Hung-Tschangs eigener persönlicher Rathgeber ein Deutscher ist, so wird der Beschluß auf einen unmittelbaren Befehl von der Central-Regierung in Peking zurückgesührt. Die Peking „Gazette" hat auch den Wortlaut der Absetzungs-Urkunde gegen den früheren Gesandten am Berliner Hofe, Li-Fong- Pao, veröffentlicht. Sein Verbrechen bestand bekanntlich in der Bestellung der Kriegsschiffe auf der Stettiner Werste. Es heißt in dem Schriftstücke: „Li-Fong-Pao, welcher einen Knops zweiten Ranges trägt, ist eine Person von gemeinem Charakter und verderbtem Betragen. Er ist Schüler in der Kunst selbstsüchtiger Handlungen und seine Miffethaten sind häufig der Gegenstand allerhöchsten Tadels gewesen. Wir befehlen, daß er entlassen und nie wieder in amtlicher Eigenschaft beschäftigt werde." Li-Fong-Pao soll aus Peking nach Schanghai entflohen sein- England. London, 3. Februar. Das Cabinet ist noch nicht endgiltig gebildet und es sind mehrere Veränderungen in der Vertheilung der Posten zu gewärtigen. Die officielle Ministerliste soll morgen veröffentlicht werden. In Betreff des Portefeuilles des Aeußern schwankt die Wahl noch zwischen Roseberry und Kimberley. — Wie die „Times" erfährt, enthält die bulgarisch-türkische Abmachung folgende Punkte: Beide Parteien anerkennen den Berliner Vertrag als zu Kraft bestehend, ausgenommen da, wo er vurch die neue Abmachung modisicirt wird. Das organische Statut wird revidirt, gewiffe türkische Dörfer Ost-Rume- ltens bleiben der Pforte unterthänig, Alexander wird zum Gouverneur von Ost-Rumelien für 5 Jahre ernannt und seine Ernennung wird nach dem Belieben des Sultans erneuert, ohne die Nothwendigkeit einer weiteren Berufung an die Mächte. Der Fürst verpflichtet sich, die Türkei zu vertheidigen. x Darmstadt, 3. Februar. (Zweite Kammer der Landstände.) In der heutigen Sitzung der II. Kammer stand die Vorlage der Großh. Negierung wegen Errichtung eines chemischen Laboratoriums für die Landesuniversität in Gießen, sowie wegen des Baues einer Dienstwohnung für den Direktor dieses Laboratoriums zur Berathung. Die Negierung hatte für ersteres den Betrag von 2900()0 X, sowie für die Dienstwohnung des Direktors die Summe von 34200 X angefordert, wogegen der 2. Ausschuß der Kammer bezüglich dieser beiden Punkte nur 213600 X einschließlich der in demselben unterzubringenden Direktorwohnung und der Beschaffung des geeigneten Bauplatzes zu verwilligen beantragte. Die Kammer schloß sich dem Ausschußantrag ohne Debatte einstimmig an. Bezüglich der Vorlage des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz und der Finanzen über Errichtung neuer Gebäude für die medizinische Klinik, für das pathologisch-anatomische Institut und für die gynäkologische Klinik nebst Entbindungsanstalt, sowie die Einrichtung des seither als Entbindungsanstalt benutzten Gebäudes für den Zweck des physiologischen Instituts an der Landesuniversität hatte die Regierung die Summe von 1441800 X, außerdem 54000 X. für Zinsen während der Bauzeit und 171400 X für Einführung der Dampfluftheizung und zugehörigen Ventilation in der medizinischen und gynäkolsgischen Klinik gefordert. Der Ausschuß beantragt jedoch, da die Nothwendigkeit dieser Neubauten anerkannt wird, die Summe von 1094600 X: als Pauschsumme mit der Beschränkung zur Disposition zu stellen, daß Ersparnisse, die durch Abgebote erzielt werden, nur zur Deckung von Aufgeboten über die Voranschläge oder zu Fundamentirungsarbeiten verwendet werden dürfen; ferner unter der gleichen Beschränkung für Einrichtung der Heizung mit Ventilation in der medizinischen und gynäkologischen Klinik 154260 Jt im Höchstbetrag zu bewilligen. Nachdem Herr Geh. Staatsrath Knorr mit warmen Worten für die Bewilligung der Regierungs-Vorlage eingetreten war und die an der Klinik herrschenden Mißstände ausführlich erläutert hatte, sprachen für den Ausschußantrag die Abgg. Pogt, Schröder, Schade, Tecklenburg. Abg. Ulrich wünscht bei Ausführung der Bauten nur einheimische Arbeiter verwendet zu haben und bittet Großh. Negierung in diesem Sinne eine Verfügung zu treffen. Abg. Metz, der sich ini Einverständniß mit der Regierungs-Vorlage befindcr, empfiehlt, da eine Beschleunigung des Baues geboten erscheine, das Engagement eines besonderen Baumeisters. Herr Ministerial-Rath Horst erklärt sich Namens der Negierung mit dem Wunsche des Abg. Metz einverstanden. Nach längerer Debatte, in der Abg. Franck vorschlägt, die augeforderte Summe von IJ/2 Million auf mehrere Bauperioden zu vertheilen, und Präs. Kugler Vorsicht bezüglich der Heizungs- und Ventilationsanlagen anempsichlt, wurde der Ausschußantrag mit allen gegen 2 Stimmen (Franck, Stephan) angenommen. Der erste Antrag des Abg. Schade und Genossen: die Tagegebühren und Transportkosten der Kreisschulinspectoren künftig au§ der Staatskasse zu zahlen wird gemäß eines bezüglichen Ausschußantrags abgelehnt, dagegen der zweite Antrag, dahin gehend, die Reisekosten und Tagegebühren des Kreisschulinspectors und der übrigen Mitglieder der Kreisschulkommission auS der Staatskasse zu zahlen, mit der Modisikaton angenommen, daß nur die Kosten und Gebühren der Schulinspectoren und des Vorsitzenden der Kreisschulcommission der Staatskasse zur Last fallen. Zur Berathung stehen noch die Anträge 1) der Abgg. Ohly und Wolfs kehl, die Vorschule für das Gymnasium zu Darmstadt mit dieser Anstalt zu vereinigen und die entstehenden Kosten auf den Staat zu übernehmen, 2) des Abgeordneten Metz (Gießen) und des Abg. Reinhart (Worms) bezüglich der gleichen Vereinigung der Anstalten in Gießen und Worms. Der Ausschuß hatte sich in eine Majorität und eine Minorität gespalten, von denen erstere beantragte, ad 1 die Großh. Regierung zu ermächtigen, die zu Darmstadt, Gießen, Worms und Bensheim bestehenden Vorschulen als organisch mit den Gymnasien verbundene Staatsanstalten zu erklären, ad 2 diese Anträge für erledigt zu erklären, wogegen die Minorität sämmtliche Anträge abgelehnt wissen will. Für de» Antrag der Majorität sprechen die Abgg. Metz (Gießen) und Wolfs- keh l (Darmstadt), letzterer weist besonders auf die schlechten Zustände des Darmstädter Gymnasiums bin und ersucht die Regierung, die in Bearbeitung befindliche Vorlage wegen Ausführung eines Neubaues möglichst zu beschleunigen. Geh. Staatsrath Knorr erklärt, daß die Negierung nach vorgenommener Prüfung den Neubau eines Gymnasiums zu Darmstadt für unumgänglich nöthig halte und der Kammer demnächst entsprechende Vorlage machen werde. Auch könne fie sich der Nothwendigkeit der Uebcrnahme der Vorschule durch den Staat nicht verschließen. Wegen vorgerückter Zeit wird die Verhandlung abgebrochen und in morgiger- Sitzung fortgesetzt. Reichstag. E. R. Berlin, 3. Februar 1886. Der Reichstag berieth heute in erster Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen. Abg. v. Franckenstetn ((Str.) erkannte an, daß die gegenwärtige Vorlage in einigen Punkten den Wünschen des Hauses nachgebildet sei; gut sei es, daß die Bestimmung der Versicherungspflichtigkeit der Familienangehörigen fortgefallen sei. Bedenklich finde er es aber, daß der Entwurf die Fortbildung eines Gesetzes sei, das erst im October v. I. in Kraft getreten, für welches also Erfahrungen nicht vorliegen. Das Gesetz gehe zu sehr in'S Detail und werde sich, da eS allzu centralistisch angelegt sei, sich in Deutschland schwer einbürgern. Der Reichstag müsse die Grundsätze auf- stelleu, aber die Details könnten der Landesgesetzgebung überlassen werden. Abg. Schrader (dfr.): Der Ausschluß der Familienangehörigen von der Ver- sicherungspflicht sei nicht zu billigen, da eine Scheidung der Betriebe mit und ohne Familienangehörige nicht möglich. Die Anwendbarkeit der theuren Berufsgenossenschaften auf den landwirthschaftlichen Betrieb sei 311 leugnen, die Möglichkeit der Ueber- tragung der Geschäfte der Berufsgenossenschaften an die Organe der Selbstverwaltung sei eine Bankerotterklärung der Berufsgenossenschaften. Der mit der Vorlage beschrittene Weg sei möglicherweise für die Industrie gangbar, für andere Kreise nicht; deshalb werde seine Partei, wenn einmal die Frage zu entscheiden sein werde, ob nicht ein anderer Weg einzuschlagen sei, ihrerseits mit positiven Vorschlägen hervortreten. Staatssekretär v. Bötticher: Nach den bisher erzielten Resultaten der Unfallversicherungsgesetze erscheine der beschrittene Weg keinesfalls unrichtig. Für höhere Kosten, als sie bei der Privatversicherung beständen, sei heute noch kein Beweis zu führen. Für die ländlichen Arbeiter werden sich die Kosten pro Kopf auf etwa 40 & belaufen. Ein Verzicht auf berufsgenossenschaftliche Thätigkeit liege in der Gestaltung der getadelten Möglichkeit nicht. Die Regierung habe keineswegs zugegeben, daß die Socialreform in's Stocken gerathen sei, es solle nur mit der Alters- und Invalidenversicherung gewartet werden, bis möglichst weite Kreise von der Unfallversicherung umfaßt sein würden. Eine allzu große Belastung des NeichsoersicheruugsamteS sei nicht zuzugeben. Abg. Buhl (nat.-lib.) verlangt die obligatorische Versicherung aller Arbeiter der Landwirthschaft, die VerwaltungSkosten müßten mit den Entschädigungssätzen in Ueber- Linstimmung gebracht werden. Abg. Frohme (Scdm.) macht erhebliche Bedenken gegen die Vorlage geltend und spricht sich besonders nicht nur für die obligatorische Versicherung der Kranken sondern auch der von einem Unfall Betroffenen aus. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. v. M a l tz a h n - G ü l tz und v. Helldvrf wird die Vorlage an eine Eommission verwiesen. Nächste Sitzung morgen. Telegraphische Depesche«. Wolss'r telegr. Correspondenz • Brrrrarr« Berlin, 3. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte die Einnahmen und Ausgaben der directen Steuern unverändert. Im Laufe der Debatte erklärte der Finanzminister gegenüber mehrfachen Aeußerungen über die Nothwendigkeit der Wiederaufnahme die Steuerfinanzreform in Preußen, die frühere Vorlage wegen der Reform der directen Steuern habe Punkt für Punkt der vorher vom Hause beschlossenen Resolution entsprochen, die Regierung habe aber darauf eine volle Absage erhalten und werde die Vorlage in dieser Session nicht wiederbringen. Die Kapitalrentensteuer war ein Erfarderniß für die Steuerreform, so lange die Grundgebäudesteuer aufrecht erhalten wurde, verlor aber den Eharacter des Komplements, nachdem die ganze oder die theilweise Aufhebung der Grundgebäudesteuer in Aussicht genommen sei. Ferner sprach der Minister die Hoffnung aus, der Reichstag werde das Branntweinmonopol bewilligen, für dessen Erträgnisse die Negierung ihr Programm entwickele. Die Negierung habe mit dem Programm keine unerfüllbaren Versprechungen gemacht. Vom Volke werde der Regierung zugestimmt. Dessau, 3. Februar. Der Erbprinz von Anhalt ist gestern Abend in Cannes gestorben. Colmar, 3. Februar. In der Berufungssache der Fabrikanten Schaller und Bergmann gegen die kaiserliche Tabaksmanufaktur zu Straßburg hat das hiesige Ober- landesgericht ein bedingtes Endurtheil gesprochen, wonach die Marke der schwarzen Hand den FabrikantenSchaller und Bergmann zustehen soll, wenn dieselben den Eid leisten, daß sie sich diese Marke zum eigenen Gebrauch und nicht zur Verhinderung des Gebrauches durch die Manufaktur, angeeignet haben. Pefth, 3. Februar. Die Bahnlinie Bruck-Wien hat ihren Verkehr wegen Schnec- sturm beute Nachmittag eingestellt. Paris, 3. Februar. Es bestätigt sich, daß Artaud, der heute einen Mvrd- versuch gegen den Gutsbesitzer Montauzan unternahm, geisteskrank ist. Der Oheim des Thäters, Hausmann, hatte bereits vor der That mit einem Advocaten conferirt, uni die Stellung Artaud's unter Vormundschaft herbeizuführen. Paris, 3. Februar. Der Kriegsminister ordnete heute weitere Verlegungen von Cavallerie - Regimentern an. — Patrimonio wurde zum Minister - Residenten Frankreichs in Eettinje ernannt. — Der Plan einer allgemeinen Ausstellung im Jahre 1889 auf Grundlage der Mitwirkung einer Garantiegesellschast ist festgestellt. Von dem auf 40 Mill, bemessenen Garantiekapital werden 20 von dieser Gesellschaft, 12 vom Staate, 8 von der Stadt Paris beigesteucrt. Bukarest, 3. Februar. Der König empfing heute die Telegirten der Friedensverhandlungen. Die erste Sitzung derselben findet morgen im Gebäude des Finanzministeriums statt. Petersburg, 3. Februar. Ter Fürst von Montenegro, der heute Abend hier erwartet wird und dessen Aufenthalt hierselbst etwa 8 Tage währen dürfte, nimmt im Winterpalais Absteigequartier. General k la suite Fürst Orloff - Denissoff reist dem Fürsten bis Wirballen entgegen und bleibt demselben während seines hiesigen Aufenthalts beigegeben. Odessa, 3. Februar. Die Rhede von Kertsch ist zugefroren. Konstantinopel, 3. Februar. In dem Rundschreiben, mit welchem die Pforte den Mächten das türkisch-bulgarische Uebereinkommen mittheilt, wird gleichzeitig die Einberufung einer Conferenz behufs Ratification desselben angeregt. — In Anbetracht, daß in Battaglia neuerdings 11 Eholerafälle vorgekommen, ist für Provenienzen ans Venedig vom 31. Januar ab wiederum eine 48stündige Observation angeordnet worden. Athen, 3. Februar, lieber die Antwort Griechenlands auf die Eollectivnote der Mächte wird noch bekannt: Die Negierung hält es für überflüssig, ihren Standpunkt, welcher bereits früher den Großmächten zur Kenntniß gebracht fei, von Neuem darzulegen; sie lehnt die Verantwortung für die Folgen eines eventuellen Conflicts ab; sie weift ferner darauf hin, daß sie jedes Hinderniß, welches der freien Verwendung ihrer Seestreitkräfte in den Weg gelegt werden würde, als unvereinbar mit der Unabhängigkeit des Staates, mit den Rechten der Krone und den politischen Interessen des Landes werde ansehen müssen. Washington, 3. Februar. Die Gemahlin des Staatssecretärs Bayard ist gestorben. Lokale-. 6. Giessen, 4. Februar. (Sterblichkeit in Gießen.j Die Zahl der Todesfälle in unserer Stadt während der verflossenen Woche blieb auf demselben mäßigen Punkte, wie in der unmittelbar vorhergehenden, nämlich auf 7. Bei 5 erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal, Eitervergiftung, Blasenentzündung, Zuckerruhr je einmal. Ein Kind im Alter von 4 Monaten erlag Krämpfen, ein Kind im zweiten Lebensjahre der Lungenschwindsucht. Giessen, 4. Februar. Sicherem Vernehmen nach feiert der hiesige Turnverein fein diesjähriges Winterfest am Samstag, den 27. Februar d. I. in Stein's Etablissement. Das Programm werden wir später veröffentlichen und können wir nur heute die Mitglieder darauf aufmerksam machen, daß der Vorstand in Betreff des Arrangements etwas Außergewöhnliches bieten wird, um seinen Mitgliedern einen recht vergnügten Abend zu bereiten. Aas Paradies und die Peri- Dichtung aus Latta Rookh von Th. Moore, Musik von R. Schumann. VI. *** Der vom Eomponisten so geschmackvoll umgewandelte Nomanzenstyl konnnt gleich im ersten Gesänge der Peri: „Wie glücklich sie wandeln" zu vortrefflicher Verwendung, um die namenlose Sehnsucht nach dem verlorenen Paradiese mit einfachen, aber erschöpfenden Mitteln auStönen zu lassen. Die Verheißung des Engels: daß Pcri's Schuld getilgt sei, wenn sie des Himmels schönste Gabe darbringe, erfüllt ihr aanzes Wesen mit glühender Hast, welche sich vornehmlich in der Begleitung zu dem darauf folgenden Recitativ kundgibt. In der von indischem Feuer durchdrungenen Arie läßt sie alle Schätze an sich vorüberziehen und mit der wehmüthigen Gewißheit, daß nichts unter ihnen, welches ihr als die geforderte Opfergabe würdig erscheint, entschwebt sie unseren Augen. Wir finden sic alsdann auf dem Schlachtfelde wieder, wo sie über dem Leichnam jenes edlen Jünglings, der den Tyrannen und Unterdrücker seines Vaterlandes mit dem Pfeil durchbohren wollte, und da er ihn fehlte, unter feiner Hand fiel. Das letzte Tröpflein Blut, das dem Heldenherzen entquoll, bevor sich der freie Geist auf schwang, nimmt sie und unter dem Jubelgesang: „Sei dies mein Geschenk" steigt sie empor zu den Pforten Edens, „denn heilig ist das Blut, das für die Freiheit verspritzt vom Heldenmuth. Sei dies dein Geschenk, willkommen dorten." Aus dieser Sentenz entwickelt sich ein fugirter Schlußchor. Aehnlich wie Händel trachtet Schumann auch nach einer mächtig schallenden Verarbeitung des Themas. Der zweite Theil erhält einen ähnlichen Verlauf wie dcr erste. Wieder erscheint Peri vor Edens Thor, wird zttrückgewiesen und auf ihrem wiederholten Fluge durch die Welt ergreift fie die zweite vermeintliche Gabe für den Himmel. Im Jubel hierüber schließt also auch der zweite Theil, wie der erste, so daß der dritte wiederum wie der erste und zweite beginnt. . Der Peri verkündet der Chor der Engel: „Viel heiliger muß die Gabe sein, die dich zum Thor des Lichts läßt ein." Trauernd steigt sie zur Erde nieder, tun im Lande der Pest die zweite Gabe zu finden. Eine Braut, nicht das schreckliche Gift, nicht den Tod schauend, eilt zu ihrem Geliebten, der bereits von der Krankheit ergriffen ist und will mit ihm vereint leben oder sterben, ein schneller Tod führt beide zu ewiger Vereinigung. Peri singt ihnen das Grablied, weich, süß und wehmüthig und, indem der Chor einstimmt, schwingt sie sich wieder aus nach den Pforten des Paradieses mit dem letzten Seufzer reiner, wahrer Liebe. So schließt der zweite Theil des Oratoriums, —- 2,59 Par. Zoll. Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre . Höchste .' . . . Temperatur in Gießen. Januar 1886. Vermischte-. Darmstadt, 1. Febr. (Postpersonalnachrichten.) Gestorben ist der Ober-Post- directionssecretär Reuning in Heppenheim (Bergstr.). Frankfurt a. M., 1. Februar. Seit einigen Tagen wurden drei Knaben tm Atter von 14—16 Jahren vermißt. Gestern Mittag erhielt nun die Familie des einen Jungen aus Bremen die telegraphische Miltheilung, daß die Ausreißer dort fest- genommen worden seien. Der eine von ihnen trug 5800 JC, in seinem Rock eingenäht, bei sich. Das Ziel ihrer Reise sollte Australien sein. Aus Ostfriesland. Bekanntlich werden in Ostfriesland durchschnittlich die höchsten Altersstufen menschlichen Lebens erreicht; nicht selten findet man hier Leute, die in einem Lebensalter von 80 bis 90 Jahren noch int Vollbesitz geistiger wie physischer Kraft sind und ohne allzugroßc Erschöpfung noch stundenlange Wegstrecken zurückzulegen vermögen. Zu den ältesten Leuten hier zu Lande zählt die Hebamme Wittwe Martje Janssen in der Gemeinde Logar. Dieselbe hat am 2. Februar d. I. ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. 67 Jahre lang hat dieselbe den Dienst als Hebamme versehen, von dem sie sich vor drei Jahren erst in den Ruhestand zurückzog. Ihrer Ehe sind 12 Kinder entsprossen und diesen scheint der Familiensegen ebenfalls nicht ausgeblieben zu sein, denn die alte Frau zählt gegenwärtig bereits 165 Familienglieder. Sie lebt mit ihrer ältesten 80jährigen Tochter zusammen, deren beider Pflegerin eine 25jährige Enkelin ist. Handel und verkehr. Limburg, 3. Februar. Rother Weizen 13.90, weißer Weizen «X 00 00, Ksrn v/t 10 00, Gerste v*L 8.00, Hafer JL 6.40, Kartoffeln ä 100 Pfund JL 0.00, Erbsen ä 100 Pfund JL 00.00. Frankfurt, 3. Februar. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter 4.50—5.50, Eier das Hundert JL 5.50—8.00, Butter per Pfund 1.00 bis 1.30, Weißkraut per Stück 15—20 Rothkraut per Stück 20—30 Kohlrabi per Stück 3—5 H, Ochsenfleisch per Pfund 55—70 Kuh- u. Rindfleisch 50—60 Kalbfleisch 45—65 H, Schweinefleisch 65—70 Hammelfleisch 55—70 1 Hahn uVL 0.70-1.80, 1 Huhn Ji. 1.00—2.50, 1 Ente JL 3.00-3.50, 1 Gans JL 6.00—8.50, 1 Taube 40-60 4, Welsche «X 5.00—12.00. Niederschlag an 19 Tagen .... 2,59 „ im Mittel früherer Jahre an 16 Tagen 1,72 — 12,8 0R. - 0,05 „ - 0,37 „ + 6,5 „ 814 Schwarz. Lol; Beigeordneter. Raummeter Februar berg. 126 55 2 37 1886. 122 75 29 am 30. Januar Buchen 105 Eichen — Nadelholz — Weichholz — Dienstag Wellen 5910 980 1900 1810 190 57 26 20 den 9« Wellen 1600 3320 4290 Buchen Eichen Kiefern im „Höler" und „Kellersberg". Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Garbenteicher Weg am Kellers- Holzverfteigerung Lm Gießeiwr Stabtwald Bühner, Gr. Gerichtsvollzieher. Districten Stolzenmorgen und stockswäldchen nachverzeichnetes versteigert werden: A. Brennholz. Brennholz-Versteigerung in der fürstl. Merförsterei Lich. Montag den 8. Februar in den Districten „Meilbach" und „Riedwald". Zusammenkunft Virgens 10 Uhr auf der Hattenröder Straße an der Stadtwald-Grenze. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Kienstsg den 9. Februar L I, Nachmittags Uhr, bringe ich im Saale des Cafe Leib dahier zur Versteigerung: a. zwangsweise: 1 fast neuen großen Theater-Vorhang, 8 Coulissen, 6 Sof- siteu, 1 Prosceniumsdecoration; d. freiwillig: verschiedene Theatergarderobestücke (Herren -Masken-Anzüge). Gießen, den 1. Februar 1886. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Rau m meter Iagiwerpachtung. Montag, den 8. Febr. I. I.. Nachmittags um 2 Uhr, soll die der Gemeinde Trohe zustehende . Jagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Trohe, am 4. Februar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei daselbst. Scheith. Prügelh. Stockh Reish. Nmtr. Nmtr. Rmtr. Wellen Eichen 1997/io 91-Vio 1249/io 3400 Nadel - — - 3200* *) Durchforstungsholz. B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 10 Nadelstämme mit 1,28 Festm., 2 Erlenstämme „ 1,50 „ 239 Fichten - Derbstangen mit 7,08 Festm., 2550 Fichten-Reisstangen mit 29,17 Festm. Die Zusammenkunft ist auf der Ehaussee nach Rödgen an den Ochsen- iviesen. Gießen, am 2. Februar 1886. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Heß, Montag den 9. Februar 1886, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den ' Zoll- Lich, 725 Wimmenauer, Forstrath. Prima Hcrrm-Hcmden, Prima i)ameibficmÖen außergewöhnlich billig verkaufen zu können. Einen Posten Einen Posten Herren-«. Damcn-Wasche. Durch einen günstigen Gelegenheitskauf bin ich in der Lage Hrrberge zur Heimat. Nachdem die Zeichnungen von Geld für den Neubau unserer Herberge nahezu vollendet sind, theilen wir mit: 1. daß die als Geschenk gezeichneten Beträge, soweit sie nicht alsbald baar entrichtet worden sind, im Laufe der nächsten Woche erhoben werden, wobei ein eigenhändiger Vermerk in der Liste als Quittung dient; 2. daß die gezeichneten Darlehen auch vor dem 1. März bei Herrn Fabrikant E. Kau ff mann, Mcenstr. 25, eingezahlt werden können, und von dem Tag der Einzahlung an verzinst werden. 692 Der Vorstand. Ph-Ellinger 307 Pferdemist zu ver- | 811 Ein gewandtes Dienstmädchen Darmstädter Haus. I gesucht. Bahnhofstraße 39 1, 810 Ein Haufen Pferdemist zu verkaufen im D— Corsetten. Den Rest der noch vorhandenen Reisemuster verkaufe ich, um rasch damit zu räumen, staunend billig. 25, 30, 40, 50, 60 Darmstadt, Steinackerstraße 12. 20,000 Stück im Betrieb, wovon im Großherzogthum Hessen 160. Ermässigte Preise. Geringster Gasverbrauch. Jede gewünschte Auskunft ertheilt der alleinige Vertreter der Gasmotorenfabrik Deutz 820 Invenlur-AiisverkauL Bis zum 20. Februar gebe sämmiliche Lagerwaare zum Einkaufspreise ab. Besonders mache auf mein reichhaltiges Lager in Leinen-, Bett- und Baumwollwaaren, Tisch- und Handtücherzeugen, fertiger Wäsche, Tricotagen, Normalhemden, Mla- nellhemden, schwarzen Cachemirs rc. und Gardinen in reicher Auswahl aufmerksam und lade zu zahlreichem Besuche ergebens! ,em. Herrn- Müller- Canstructinnen von 1/3, 1/2, 1, 2, 3, 4, 5. 6, 8, 10, 12, 16, 20, und mehr Pferdekräften. 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Engel, 813 Gerichtsvollzieher in Gießen- Aeifgeöotmes. 816] Frifch geschlachtetes Ochsen- fteisch, pr. Pfund 50 bei Balth. Malkomesius, Oekonom, Neustedt 35. BaWlumm in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. 806 Ph. EHinger. Neue Apfelfpallen. türkische Zimtfchen, feinste Gemüsnudel und Maccaroni empfiehlt 209 C. Roth.. Fleischpepton Dr. Koch’s und Kemmerich’s. Medicinal-Drogcrie von 809 Otto Schaaf, Seltersweg 39. 472 Eine gut erhaltene Speise- u. Wohnstmmer- einrichtung wird wegeli Veränderung preiswürdig ab- gegeben. Näheres bei Möbeltransporte ' Müller, Löwengasse. Zur BMIsob empfehle eine große Parthie Spitzen in weiß und creme, enorm billig. Volünt-Spitzen in allen Breiten. Blumen, Bänder,Rüschen Handschuhe in allen Längen, Strümpfe in allen Farben, von 25 an. Tücher u. Ball-Umhänge verkaufe zu herabgesetzten Preisen. liolsert Maas, Seltersweg 18. NB. 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Karten a Mk. 1.20 sind von heute ab bei Herrn Gustav Gerhardt und (Abends an der Casse) zu haben. Geheimkartcn werden bei Herrn G. Mook, Photograph, Neuen Baue, ausgegeben. Den Mitgliedern ist freier Zutritt nur gegen Borzeigen der Mitgliedskarten gestattet. Der Vorstand!. Im Saale öes Cafe Mb. Donnerstag den 4. und Freitag den 5. Februar 1886, Abends 8 Uhr, j¥uf 21! Grosse brillante IVur T!! Spiritistische Sitzungen mut mysteriöse Soiree» (nicht zu verwechseln mit schon gesehenen) Spiritismus, Klopfgeisterei, Illusion, Magie u. f. w., gegeben vorn wtttberühmten Professor Epstein , . Kais. Ruff. Hof-Prestid igitateur u. Spiritist, der dre Ehre hatte, bereits vor allen gekrönten Häuptern Europas sich zu produzieren. Preise der Plätze: Im Vorverkauf bei Herrn Friseur G- Gerhardt ytummcrirter Platz 1,25, nickt mnnrnerirter Platz 75 Kassenpreise: I. Platz _______________________1,50, n. Platz JL 1,-, Gallerie 50 690 Giessener Zitherkranz. W M as ken ball im Saale dess Cafe Leib. Eintrittskarten sind ä 1 20 bei den Herren Daniel Heil, Lindenplatz, Friseur Stier, Schulstraße, sowie bei dem Vereinsdiener M. Müller zu haben, an der Casse ä 1 50 Geheiwkarten können vom 1. März ab von Mittags 12 bis 2 Uhr bei Herrn Hopfner, Lindenplatz 4, in Empsang genommen werden. 798 3 PtZ Acker Land in der Nähe der Stadt zu pachten gesucht. Näheres _______Westanlage 15, Hinterhaus. 796 Ein Hausmädchen, das nähen und bügeln kann, wird baldigst zu miethen gesucht von Frau Dr. Boekmanu, Gartenstr. 21. Kochirr Zum Eintritt am 1- März wird eine tücytige zuverlässige Köchin mit besten Zeugnissen und Empfehlungen gesucht von Frau Carl Buderus, 792______________Ludwigstraße 68. 797 Ein reinliches Mädchen nimmt Laufdienst an- Zu erfragen bei I. Unverzagt, Steinstraße. Ein gutes Wagen- u. Ackerpferd wegen Theilung zu verkaufen. Krofdorf. 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