srr. 3 Dienstag den 5. Januar 1SSS IL Amts- und für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Vnreanr Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerUch«. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Zum 25jährigen Regierungs-Jubiläum Kaiser Wilhelms als König von Preußen. Berlin, 3. Januar. Zur Feier des Königsjubiläums ist die Stadt auf das 'Reichste beflaggt, die Straßen sind von einer festlich bewegter! Menge belebt. Insbesondere die Straße Unter den Linden, wo sich vor dem kaiserlichen Palais Tausende von Menschen angesammelt haben. Die Zeitungen bringen ohne Ausnahme begeisterte Begrüßungsartikcl, welche das Wirken des Kaisers und Königs in Krieg und Frieden preisen. Die Feier wurde durch Choralmusik eingeleitet, welche durch das Trompetercorps des Garde-Ulanen-Regiments auf der Kuppel der Schloßkapelle geblasen wurde. Ilm 10 Uhr sand Gottesdienst für die Garnison in der Garnisonskirche und der Michaelskirche, um 11% große Paroleausgabe unter gleichzeitiger Lösung von 101 Salutschüssen statt. — Die Garnisonskirche war von Militär-Deputationen und einem bistinguirten Publikum des Civilstandes überfüllt. Den Altarraum schmücken exotische Gewächse; Guirlanden umranken die Empore, die Hoflogc trägt ein Wappen aus weißen Jmortellen, mit einem W in rothen, sowie der Zahl „25" in blauen Blumen, darüber' eine grüne Krone. Divisionsprediger Wülfing hielt die Liturgie ab, Hofprediger Frommel hielt die Festpredigt unter Zugrundelegung des Psalm 79, Vers7 biö 10. Eine Militärkapelle führt die Begleitung des ChoralgcsangS aus.— Auch alle übrigen Kirchen, in denen überall Festgottesdienst gehalten wurde, waren überfüllt. DaS Geläute aller Glocken von sämmtlichen Gotteshäusern Berlins, mit welchem die Feier schon gestern Abend eingeleitct wurde, rief vom frühen Morgen an zur Kirche. Viele Häuser tragen grünen Tanncnschmnck und Guirlanden. Zahllos sind die mit ben Büsten des Kaisers und der Kaiserin, sowie mit Standbildern des Kaisers besetzten, mit Stoffen und Bändern in den deutschen und preußischen Farben dekorirten Fenster. Die Auffahrt zum kaiserlichen Palais verlief überaus glanzvoll. Als der Kaiser und bie Kaiserin sich zu Wagen ins königliche Schloß begaben, um dein Gottesdienst in der Schloßkapelle beizuwohnen, wurden dieselben von der überaus zahlreichen Menschen- inenge, die zwischen Palais und Schloß Spalier bildete, mit ununterbrochenen begeisterten Hochs und Hurrahs begrüßt. Gestern Abend waren die Mitglieder der kaiserlichen'Familie und die hier anwesenden Fürstlichkeiten zum Thee bei dem Kaiser und der Kaiserin. Heute Vormittag 10V2 Uhr gratulirten die Mitglieder der kaiserlichen Familie dem Kaiser und brachten tthm Geschenke dar. Vormittags 11% traf unverhofft der König von wachsen hierein; > derselbe begab sich sofort ins Palais und gratulirte dem Kaiser. Sodann fuhr der -König ins sächsische Gesandtschaftshotel. — Um 5 Uhr Nachmittags findet im Palais Familientafel statt. In sämmtlichen Kasernen Berlins traten heute früh 7 Uhr alle .hier garnisonirenden Truppen im Paradeanzug an. Die Negimentsmusiken bliesen den Ehoral: Nun danket alle Gott! worauf die Eommandeure patriotische Ansprachen Metten, welche mit einem Hoch auf den kaiserlichen Kriegsherrn schlossen. Die Truppen stiinmten dreimal begeistert in dies Hoch ein; das Heil Dir im Siegerkranz beschloß die feierlichen Akte. — Mittags 1 Uhr hellte sich der Himmel, der bisher von Wolken bedeckt war, theilweise auf, so daß die Sonne von Zeit zu Zeit durchbrach. — Der Kaiser und die Kaiserin erschienen kurz bevor sie sich ins Schloß begaben an dem historischen Eckfenster und ivurden von den dort versammelten Tausend und aber Tausenden mit brausenden Hochs begrüßt. (Fr. Ztg.) ** Gießen, 3. Januar. Die vom nationalliberalen Vereine veranstaltete Feier des Negierungs - Jubiläums unseres Kaisers als König von Preußen nahm einen würdigen, höchst befriedigenden Verlauf. Der Saal des „Stein'schen Etablissements" war von Damen und Herren dicht besetzt. Zunächst hielt Herr Professor vr. O ncke n die Festrede. Sie zeichnete sich durch lichtvolle Uebersichtlichkeit in der Gruppirung, leichtverständliche, aber dabei schöne und edle Sprache, durch wohlthuende Herzens- wärine und freudige Begeisterung aus. Er ging davon aus, daß das, was Kaiser Wilhelm für Preußen und Deutschland gethan, zu tief in den Blättern der Geschichte und in den Herzen seines Volkes eingegraben sei, als daß die gegenwärtige festliche Veranlassung, welche der fünfundzwanzigjährigen Regierungszeit des Kaisers gilt, eine Herzählung seiner Großthaten erforderlich machte; wie wäre es auch möglich, diese in einem kleinen Bilde zusammenzufassen und sie in ihrer ganzen unermeßlichen Bedeutung in kurzen Zügen angemessen zu würdigen? Nur an die hervorragendsten Momente in des Kaisers segensreichem Wirken woUe er erinnern. Seine Kindheit fällt in eine trübe, schmachvolle Zeit. Preußen liegt gedemüthigt und zermalmt zu den Füßen Napoleons. König Friedrich Wilhelm Hl. muß noth- gedrungen mit Frankreich ein Bündniß eingehen, jubelt aber im Geheimen über Aork's Abfall. Das Unglück des Landes bricht der Königin Luise das Herz. Da fährt auf brausendem Fittig der Geist der Freiheit durch das Land, da kommt ein großes, unvergleichlich großes Jahr, das Jahr des heiligen Kampfes von 1813. Theodor Körner's prophetisches Wort in seinem Gedicht: „Vor dem Marmor- .bilde der Königin Luise" geht in Erfüllung: Kommt dann der Tag der Freiheit und der Rache, Dann ruft dein Volk; dann, deutsche Frau, erwache. Ein guter Engel für die gute Sache! Dem Prinzen Wilhelm ist es beschieden, an den Kämpfen auf französischem Boden ruhmvollen Antheil zu nehmen. Nach menschlichem Ermessen nicht für den Thron bestimmt, wird er mit Leib und Seele Soldat; dem Heere widmet er seine besten Kräfte. Sein Bruder, eine blendende Erscheinung von hohem Fluge der Gedanken, mit glänzenden Gaben besteigt den Thron. Aber die Kaiserkrone ist seiner Hand zu schwer, er rann, er darf sie nicht annehmen, denn Preußen ist nicht gerüstet für die Kämpfe, die daraus hervorgehen würden. Auf der Zusammenkunft nut Louis Napoleon in Baden-Baden tritt der Prinz- Regent als Deutschlands Hort auf, aber ebenso entschieden vertritt er gegen die deutschen Fürsten Preußens freisinnige Entwickelung und die nationale Idee. Von hohem Interesse waren die Mittheilungen, die der Herr Redner aus der noch unedirten, für das Staatsministerium bestimmten „Denkschrift" des Prinz-Regenten über jene Zusammenkunft gab. In dem italienischen Kriege erklärte sich der Prinz-Regent zwar zur thätigen Hilfe für Oesterreich bereit, aber er verlanate auch den unumschränkten Oberbefehl. Ehe Oesterreich das zugab, opferte es lieber die Lombardei. Es folgen die Eonflictsjahre. Die fanatisirten Parteien — und wir gehörten damals alle zu ihnen! — erhoben gegen die Reorganisation des Heeres, des Königs eigenstes Werk, Widerspruch. 2)eni Könige wird es schwer, in den Kampf mit Oesterreich zu ziehen, einen Kampf, den früher selbst ein Otto von Bismarck verabscheut hatte. Größer als die errungenen Siege ist die Selbstverleugnung, mit der der Monarch denr-Landtage Versöhnung anbictet und um Indemnität für das budgetlose Regiment bittet. Der Krieg mit Frankreich bringt uns eine nationale Monarchie. In einem Briefe an ihren Vater, den Großherzog von Mecklenburg-Strelitz hatte die Königin Luise das häusliche Glück des preußischen Königshauses geschildert und zum Schluß eine Charakteristik ihrer Kinder gegeben. Von Dem jetzigen Kaiser Wilhelm sagt sie: „Unser Sohn Wilhelm wird, wenn mich nicht alles trügt, wie sein Vater einfach, bieder und verständig fein. Auch in feinem Aeußern hat er die meiste Achnlichteit mit ihm rc." Diese Eigenschaften: einfach, bieder und verständig, sie bezeichnen am besten das Wesen unseres Kaisers. Einige Tage vor seiner Confirrnation batte der Prinz in einem von ihm aufgesetzten Glaubensbekenntnisse geschrieben: „Meine Kräfte gehören der Welt, dem. Vaterlande; Ich will daher unablässig in dem mir angewiesenen Kreise thätig fein, meine Zeit auf das beste anwenden und soviel Gutes stiften, als in meinem,Vermögen steht." Was der Knabe versprochen, das hat der Mann gehalten! Dies dürfte der leitende Faden einer überall aus der Fülle des geschichtlichen Stoffes schöpfenden, gedanken- und beziehungsreichen Betrachtung sein. Reicher Beifall folgte dem Vortrage, der über eine Stunde gedauert hatte, während deren der Redner seine Hörer ganz im Banne seiner Redeweise zu halten wußte. Herr Rechtsanwalt Dr. Dittmar feierte in feinem mit Begeisterung aus- genommencn Txinkspruche den Kaiser, in dem uns, so oft wir seiner gedenken, die ganze Bedeutung seines geschichtlichen Wirkens vor die Seele tritt, in dessen Namen uns das Bild des großen Herrschers, heldenhaften Siegers und FriedenshütcrS verkörpert erscheint und den die Nachwelt noch mehr feiern und würdigen wird als bie Gegenwart es thut. Jetzt erklang von unserer Militär-Kapelle die Weise der Nationalhymne und die Versammlung sang stehend die erste Strophe derselben. Der gehobensten Stimmung folgte bald die ungezwungenste, heiterste Unterhaltung. Im Laufe des Abends wurde Sr. Majestät „von den versammelten Patrioten und Patriotinnen Gießens" ein telegraphischer Gruß ehrfurchtsvoll übermittelt. ][ Darmstadt, 3. Januar. Zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Regierungs- Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers als König von Preußen wurde heute früh 8 Uhr in der evangelischen, sowie in der katholischen Kirche Militärgottesdienst abgehalten, welchem das gesammte Offieiereorps und Deputationen von sämmtlichen hier garni- fonircnben Truppentheilen beiwohnten. In der evangelischen Kirche predigte der Tivisionspfarrer Strack, in der katholischen Dekan Beyer. Um 9% Uhr wurden: 101 Salutschüsse gelöst, zu welchem Zwecke eine Batterie des Großh. Feld-Artillerie- Negiments Nr. 25 (Großh. Artilleric-Corps) auf dem Infanterie - Exereierplatze Aufstellung genommen hatte. Um 3/412 Uhr sand auf dem Paradeplatz in Anwesenheit des Großherzogs, des Erbgroßherzogs, der Prinzen Heinrich und Alexander, sowie des Prinzen Ludwig von Battenberg Paroleausgabe für die Generale und das Offieiereorps statt. Die Schloßwache paradirte und die Musik spielte dann auf dem Platze mehrere Stücke. Eine große Menschenmenge wohnte diesem militärischen Schauspiele bei. Um 2 Uhr Nachmittags vereinte sich das gesammte Offieiereorps der Garnison im Militär casino zu einem solennen Festmahl, nachdem vorher die Mannschaften in den verschiedenen Kasernen- festlich bewirthet worden. Für heute Abend ist eine Illumination der Militärgebäude in Aussicht genommen. Frankfurt a. M», 3. Januar. Zur Feier des Negierungs-Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers hat die Stadt reichen Festschmuck angelegt, in den Kirchen fanden Festgottesdienste statt, zahlreiche Bürger und die Mitglieder der Behörden versammeln sich Nachmittags zu einem Festmahl im Zoologischen Garten. Köln, 3. Januar. Die Regierungs-Jubelfeier Sr. Majestät des Kaisers wurde heute früh mit dem Blasen von Chorälen von den Kirchthürrnen eingeleitet, hierauf fand in allen Kirchen feierlicher Gottesdienst statt, welchen im Dom der Erzbischof Dr. Crementz persönlich eelebrirte. Der Divisions - Cornmandeur v. Hilgers wohnte dem Gottesdienste im Dome bei. Mittags fand Paroleausgabe für die Öfficiere der Garnison statt, wobei von den Wällen 101 Salutschüsse gelöst wurden. An dem Feste im Gürzenichsaale nahmen gegen 500 Personen, darunter die Spitzen der Militär- und Civilbehorden, Theil, der Toast auf den Kaiser wurde von dem Gouverneur, General-Lieutenant v. Rosenzweig, ausgebracht, worauf die Versammlung die Nationalhymne anftimmte. Die Stadt ist festlich beflaggt, für heute Abend ist eine allgemeine Illumination vorbereitet. Aachen, 3. Januar. Zur Regierungs-Jubelfeier Sr. Majestät des Kaisers fanden heute Vormittag in der evangelischen Kirche, sowie im Münster und in der Synagoge zahlreich besuchte Festgottesdienste statt, von den Behörden und der Bürgerschaft ist ein Festmahl im Kurhause, von den Kriegervereinen ist eine patriotische Feier, im Stadttheater ist für heute Abend eine Festvorstellung veranstaltet. Die Häuser der Stadt sind reich mit Flaggen und Fahnen geschmückt. Weimar, 3. Jan. Anläßlich der heutigen Negierungsjubelfeier hat der Oberbürgermeister Xiamens der Stadt eine telegraphische Glückwunschadresse an Se. Majestät den Kaiser gerichtet. Hier rvurde die Feier durch Festgottesdienst und eine Kirchenparade der Garnison, sowie durch ein Festmahl und eine von hiesigen Vereinen veranstaltete festliche Versammlung begangen. Kiel, 3. Januar. Die hiesigen städtischen Collegien haben Sr. Majestät dem Kaiser und König zur heutigen Regierungsjubelfeier in einer künstlich ausgestatteten Cassette eine Glückwunschadresse übersandt. Die ganze Stadt ist mit Fahnen geschmückt, alle Kriegsschiffe haben geflaggt, von Seiner Majestät Panzerschiff „Hansa" wurde heute Mittag der Konigssalut abgegeben. Die Kampfgenossen haben einen großen FestcommerS veranstaltet, bei welchem der Marinepfarrer Langheld die Festrede hielt. . Braunschweig, 3. Januar. An dem Festbaukct zur Feier des Negcerungs- jubiläums Sr. Majestät deS Kaisers nahmen gegen 500 Personen Theil. Staatsminister Graf v. Görtz-Wrisberg brachte den Toast auf den Kaiser Wilhelm als den Wiederhersteller und Mehrer des Reiches aus, in welchen die Versammelten begeistert einstimmten. . Breslau, 3. Januar. Die Feier des Königsjubiläums Sr. Maiestat des. Kaisers ist gestern in den späten Nachmittagsstunden durch Glockengelänte aller Stadtkirchen in würdiger ernster Weise eingeleitet worden. Heute Morgen eröffnete die große Neveille der Garnison die Feier des Tages. Am Vormittag finden Festgottesdienste statt, später auf dem Palaisplatze große Paroleansgabe unter gleichzeitigem Lösung von 101 Salutschüssen, Mittags von 12 bis 1 Uhr Choralmusik vom Nath- hausthunn. Am Nachmittag halten Die Behörden offizielle Festtafeln ab. Für dem Abend sind allseitig Vorbereitungen zu einer großartigen Illumination getroffen. Die Stadt ist in prächtigstem Festgewande. . Straßburg i. E., 3. Jan. Zur Feier des Neglerungsinbllaums Sc. Majestät: des Kaisers fand heute große Wachtparade der piefigen Garnison auf dem Kaiserplatt statt, woraus die Abfeuerung von 101 Salutschüssen erfolgte. Bei dem Nachmittags im Hotel „Stadt Paris" stattgehabten Festessen, welchem der Statthalter Fürst Hohenlohe'sowie die Spitzen der Civilbehörden und der Generalität beiwohnten, brachte der commandirendc General des 15. Armeecorps, Generallieutenant v. Heuduck, den Toasr aus Se. Majestät den Kaiser aus. Wien, 2. Januar. Anläßlich der Jubiläumsfeier Kaiser Wilhelms schreib- die „Wiener Abendpost": „Gleich ihrem erhabenen Monarchen, welcher durch Ent sendung eines Specialgesandten zur Jubelfeier seines erlauchten Freundes und Vem, kündeten den Gefühlen seiner wärmsten Theilnahme Ausdruck gegeben, begleiten auch die Völker Oesterreich-Ungarns das schöne Fest im Hause Hohenzollern mit ihren herzlichsten Sympathien und aufrichtigsten Glückwünschen, von der Ueberzeugung ausgehend, daß der feste Bund der beiden Regentenhäuser nicht nur den Völkern der beiden Staaten, sondern ganz Europa Segen bringe." Wien, 3. Januar. Die Wiener Blätter nehmen durch Festartikel Theil an dem heutigen Regierungsjubiläum des deutschen Kaisers. Das „Fremdenblatt" sagt, Europa verehre in dem ehrwürdigen Monarchen einen Fürsten des Friedens. Werthvoller als dei' Lorbeer des Siegers sei ihm die Palme des Friedens geworden; die Machtstellung des deutschen Reiches in Europa, das innige Freundschaftsband des deutschen Reiches rind seines Herrschers mit unserer Monarchie und unserem Kaiser seien zur vornehmsten und stärksten Bürgschaft des europäischen Friedens erwachsen. Die Macht dieses Friedensbollwerks habe sich in mancher politischen Krise bewährt und stets war es Kaiser Wilhelm, der das Gewicht seiner alloerehrten Persönlichkeit einsetzte, um den Gefahren eines europäischen Konfliktes zu begegnen. Die Völker Oesterreich-Ungarns verehren in Kaiser Wilhelm den Freund ihres erhabenen Monarchen, den Schützer und Schirmer des europäischen Friedens. — Die „Wiener Allgemeine Zeitung" schreibt: Kaiser Wilhelm ward das Glück zu Theil, das; er nach einer ruhmgekrönten, kriegerischen Lausbahn auch noch die Rolle eines Friedensfürslen übernehmen konnte. Diese Friedensmission wie die weltbewegenden Kriegsereignisfe nnt.r seiner Regierung bilden einen Markstein nicht nur in der Geschichte Deutschlands, sondern auch Europas, und in anerkennungsvoller Würdigung begrüßen heute Völker und Fürsten den greisen Monarchen, dessen Leben als Bürgschaft des Friedens gilt. Petersburg, 3. Januar. Zur Feier des Regierungsjubiläums des Kaisers Wilhelm finden Festgottesdienste in der deutschen reformirten Kirche und in der katholischen Katharinenkirche statt. Gestern Nachmittag hatte sich Großfürst Wladimir in Preußischer Galauniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens in die deutsche Botschaft begeben und den Botschafter, General von Schweinitz, ersucht, dem deutschen Kaiser die Glückwünsche des russischen Kaisers, sowie seine eigenen, des Großfürsten zu übermitteln. Die hiesigen Zeitungen, bringen heute dem Kaiser Wilhelm gewidmete Artikel voll herzlicher Sympathie. — Das „Journal de et. Pötersbourg" konstatirt bei dem heutigen Anlasse, inmitten welcher Schwierigkeiten, Kämpfe und Wunder das Werk der deutschen Einheit durch Geschicklichkeit und Festigkeit sich vollzogen habe, und sagt, nach seiner Aufrichttmg genoß das deutsche Reich Dank der Weisheit seines erhabenen Monarchen, des Wiederherstellers des Reiches, und durch die Geschicklichkeit des berühmten Staatsmannes, in welchen Kaiser Wilhelm sein Vertrauen setzte, sowie einer in ihren hohen und soliden Eigenschaft allseitig anerkannten Armee, fünfzehn Jahre des Friedens. Das Journal erinnert sodann daran, daß der Monarch, um solche Resultate zu erreichen, unbeirrt um die Volksstimmung, stark im Bewußtsein seiner Pflicht, seinen Weg verfolgte, ohne jemals von demselben abzuweichen, und sich der Größe seiner Nation widmete, welche ihm heute aus vollstem Herzen mit Dankbarkeit vergilt. Der Ehrerbietung der deutschen Nation gesellt sich die Bewunderung der ganzen Welt. Rußland hegt die aufrichtigsten Wünsche, daß die Vorsehung dem erlauchten Monarchen, dessen Gesinnungen der Freundschaft für unsere Dynastie und unser Reich sie kennt und schätzt, noch lange Jahre gewähren möge. Die russische „St. Petersburger Zeitung" sagt, eingedenk der Verwandtschaft und Freundschaft, welche das preußische Königshaus mit der russischen Kaiserfamilie eng verbinden, sowie der vom deutschen Kaiser gepflegten Freundschaft mit Rußland nimmt letzteres den wärmsten Antheil an der heutigen Jubelfeier. Nachdem das Blatt die großen weltgeschichtlichen Verdienste Kaiser Wilhelms heroorgehoben, gedenkt dasselbe auch des Antheils, welchen Fürst Bismarck daran habe. Deutschland. Darmstadt, 31. Decbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 28) enthält: 1. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von nachträglichen Bedürfnissen der Gemeinde Höchst pro 1885/86. 2. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 3. Namensveränderung. 4. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft: Am 17. Noobr. wurde der Gerichtsasseffor Eduard Ziegler in Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alzey zugelassen; an dems. Tage wurde der Gerich-saffessor Hermann Jäger in Bud Nauheim zur Rechtsanwaltschast bei dem Amtsgericht Lorsch zugelaffen; am 12. Decbr. wurde der Gerichtsasseffor Heinrich Reh in Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alsfeld zugelassen; am 18. Decbr. wurde der Gerichtsasseffor Dr. Thedor Jourdan in Mainz zur Rechtsanwaltschast bei dem Oberlandesgericht und dem Landgericht der Provinz Rheinhessen zugelaffen; am 24. Decbr. wurde der Gerichtsasseffor Dr. Theodor Schmidt in Worms zur Rechtsanwaltschast bei dem Landgericht der Provinz Rheinheffen, Kammer für Handelssachen in Worms, zugelaffen. 5. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. 6. Dienstnachrichten: Am 22. Novbr. wurden dem Schullehrer Karl Kraußmüller zu Oppenrod und dem Schulamtsaspiranten Christian Schäfer aus Flonheim Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Steinbach, im Kreise Offenbach, übertragen; an dems. Tage wurde der von dem Herrn Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grasen von Erbach-Schönberg aus die erste Lehrerstelle an der evang. Schule zu Lützel-Wiebelsbach präsentirte Schulamtsaspirant Michael Steinmann aus Grat-Ellenbach für diese Stelle bestätigt; am 25. Novbr. wurde dem Schullehrer Johann Georg Fehr zu Falken-Gesäß die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wünschenmooö'Zahmen, — an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Delp aus Ober-Modau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rüsselsheim — übertragen; am 27. Novbr. wurde der von dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grasen zu Erbach- Schönberg aus die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen-Brombach präsentirte Schulamtsaspirant Georg Christoph Schmidt aus Groß-Zimmern für diese Stelle bestätigt; am 28. Novbr. wurde dem Schulamtsaspiranten Peter Herpel aus Eberstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kelsterbach, — am 4. Decbr. wurde dem Schulamtsaspiranten Johs. Metzler aus Hackenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hackenheim — übertragen; an dems. Tage wurde der Hülsslehrer an der Taubstummen-Anstalt zu Bensheim Johann Platz zum Lehrer an dieser Anstalt unter Belassung in der Kategorie der VolkS- schullehrer, — am 5. Decbr. wurde die Gefangenwärterin am Landeszuchthause zu Marienschloß Karoline Schwindt zur Oberaufseherin am Landeszuchthaus auf Widerruf — ernannt; am 8. Decbr. wurde der von dem Herrn Grafen zu Dsenburg und Büdingen in Meerholz aus die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Alt-Wiedermus präsentirte Schullehrer Philipp Eduard Ackermann zu Langenbergheim für diese Stelle bestätigt; am 12. Decbr. wurde dem Georg Maurer aus Lindenfels das Patent als Geometer 2. Klasse für den Kreis Bensheim ertheilt; am 20. Decbr. wurde dem Schulamtsaspiranten Albert Boßler aus Heuchelheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ruppertenrod, — am 23. Decbr. wurde der Schulamtsaspirantin Anna Friedrich aus Merlau die Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Psungstadt — übertragen. 7. Ertheilung des Diploms als Consolidations-Geometer von Seiten der technischen Hochschule: Dem Geometer 1, Klasse Philipp Hammer aus Elsheim wurde aus Grund der an der technischen Hochschule bestandenen theoretischen Prüfung, sowie der vorgeschriebenen Consolidations-Arbeit das Diplom als Consolidations-Geometer ertheilt. 8. Charakterverleihungen. 9. Dienstentlassung: Ain 22. Novbr. wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Bruchenbrücken Johann Heinrich Maul, mit Wirkung vom 1. December d. Js. an vom Dienste entlassen. (Schluß folgt.) Berlin, 2. Januar. Der Kronprinz mit dem Prinzen Heinrich besuchte gestern den Reichskanzler, ebenso Prinz Leopold. — Der Großherzog, die Großherzogin und Prinz Ludwig von Baden stnd Vormittags 11 Uhr eingetroffen. Sic wurden am Bahnhose von dem Prinzen Heinrich und der Prinzesstn Victoria empfangen. — Die Verhandlungen zwischen Deutschland und der Türkei, bett, die künftigen türkischen Eingangszölle, führten den „Berl. Polit. Rachr." zufolge zu einem befriedigenden Ergebnisse. Der neue Taris, welcher nur nach dem Abschlüsse des neuen deutsch - türkischen Handels-Vertrages und Annahme des Tarifs Seitens der anderen Vertragsmächte in Kraft treten kann, wird eine gleichmäßigere Behandlung aller Importeure als bisher zur Folge haben. Potsdam, 2. Januar. Dem heutigen Bulletin zufolge schlief Prinzessin Wckhelm Nachts einige Stunden gut. Das Fieber ist bedeutend gefallen, die Gestchrsschmerzen haben ausgehört, das Allgemeinbefinden ist befriedigend. Potsdam, 2. Januar. Der Verwaltungsrath der Hamburg-Südame- rikanischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft hat bisher keine Bestätigung der Nachricht von dem Verluste des Dampfers „Montevideo" erhalten. Der Verwaltungsrath theilt mit, der Dampfer habe am 18. December Teneriffa verlassen und könne nicht in annähernd 12 Tagen Montevideo erreicht haben. Karlsruhe, 2. Januar. Die Erbgroßherzogin ist in Königstein am Katarrh erkrankt und mußte auf ärztlichen Rath ihre Reise nach Berlin auf- geben. Der Erbgroßherzog reift heute Abend nach Berlin ab. München, 2. Januar. Der zum bayerischen Gesandten bei dem ita» lienischen Hofe ernannte Gras Moy ist heute nach Rom abgereist. Stuttgart, 2. Januar. Wie der „Staats Anz. sür Württemberg" meldet, tritt die Ständeversammlung am 19. d. Mts. zusammen- ArunLrctch. Paris, 2. Januar. Bei dem gestrigen Neujahrscmpfange im Elysäe beglückwünschte der päpstliche Nuntius den Präsidenten Greoy zu seiner Wiederwahl, sowie zum Jahreswechsel und gab dabei dem Wunsche für die Erhaltung des Friedens und die Wohlfahrt Frankreichs Ausdruck. Greoy dankte für die dargebrachten Wünsche und fügte hinzu, Frankreich könne denselben nicht besser entsprechen, als dadurch, daß es stets bemüht sei, die guten Beziehungen, in welchen es zu den Mächten stehe, auch fernerhin aufrecht zu erhalten. — Freycinet hat heute mit mehreren politischen Persönlichkeiten Besprechungen gehabt, es scheint aber bisher unentschieden, ob er die Bildung eines neuen Cabinets über-nehmen wird. — Der ,Temps" sagt, die Stellung Freycinet's innerhalb der republikanischen Partei mache ihm diese Aufgabe leichter als jedem andern. Frcy- cinct sei ein Mann der Versöhnung und Niemand verkenne die Nothwendigkeit einer solchen. — Der Gouverneur von Cochinchina telegraphirt, der Chef der Provinz Bapnon, ein Freund der Franzosen, habe einen bedeutenden Erfolg über einen Rebellenhäuptling davongetragen. England. London, 2. Januar. „Times" und „Daily Telegraph" bringen anläßlich des Jubiläums des Kaisers Wilhelm sympathische Artikel. Die „Times" sagt, das Jubiläum bilde die Krönung eines Zeitabschnittes, worin ein neues Bollwerk des Friedens, der Ordnung und der Achtung vor den Rechten Anderer in's Dasein gerufen wurde. — General Stephenson meldet aus Koshch (Egypten) vom 31. December: Die Kavallerie und die beritten gemachte Infanterie sind heute srüh nach Koyek nil- aufwärts abgegangen und werden morgen nach Said Effendi gehen. Die übrigen Truppen rücken nach Koyek vor. General Stephenson schützt die Stärke des Feinoes in dem Gefechte am 30. December auf 6000 Mann und fügt hinzu, der Feind sei vollständig überrascht worden, da sich die englischen Truppen vor.seinen Positionen befanden, ehe der Feind ihre Anwesenheit bemerkte. — Die Richtigkeit der Meldung von dem Verluste des Schraubendampfers „Montevideo" der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft wird von „Lloyds" bezweifelt. Das untcrgegangene Fahrzeug war wahrscheinlich ein fremdes Segelschiff gleichen Namens. Rußland. Petersburg, 2. Januar. Anläßlich des Regierungs-Jubiläums des Kaisers Wilhelm bringt der „Herold" schon heute einen der gesegneten Thätig- keit des Kaisers gewidmeten Artikel, in welchem der Wunsch ausgesprochen wird, daß die in drangvoller Zeit erprobte Waffenbrüderschaft Russen und Deutsche noch lange zum Heile Europas verbinden möge. Serbien. Belgrad, 2. Januar. Nach osficieller Mittheilung halten die Bulgaren, entgegen der Waffenstillstands-Convention, Bregovo mit zwei Compagnieen besetzt. Dieselben untersuchten gestern die Brücken bei Bregovo und sandten den Timok auswärts und abwärts Recognoscirungs-Patrouillen. — Das serbische Kloster Rzana im Kreise Pirot wurde von bulgarischen Truppen geplündert. Kriechenland. Athen, 2. Januar. Die Observation von venetianischen Provenienzen ist aus 5 Tage erhöht, gegenüber Triest dauert sie unverändert 48 Stunden. Spanien. Cadix, 2. Januar. Die Cholera ist in Algesiras ausgebrochen. Am ersten Tage sind 16 Todesfälle constatirt. Telegraphische Depeschm. Wolff's telegr. Eorresporrdenz - Brrr-arr. Potsdam, 3. Januar. Nach dem heute ausgegebencn Bülletin ist Ihre König- lichc Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm heute nach einer ziemlich guten Nacht vollständig fieberfrei, und sind sämmtliche Masernerscheinungen in der Rückbildung. Potsdam, 3. Januar. Se. K. Hoh. der Prinz Wilhelm hat heute Nachmittag die erste Ausfahrt gemacht. & 9. >as erk ’in ’t: il- ves A be- on »es- Aufruf mvc hiestgö ArbrüersamiLLe wrrrde von einem schweren Unglück.^' Cin- Abonnements'Einladnntt auf das neue Quartal Bekanntmachung Daheim-Erpedition in Leipzig. Bonn Gegr. 1831. 124 gestattet. empfiehlt Bleichstraße 3. Hof- lieferet, Berlin, flegr. 1837. Julius Wallach. Carl Petri. Alleinige Niederlage in Giessen bei Herrn J« M, SeteiiQbof, in Lieh bei Herrn Otto Stöckicht. Proben auf Verlangen gratis. billig abzugeben. 62 Dn Naumann, Pfarrer- Thee, ChoeoLnde, Crseno n. Vanille Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Ein Winterüberzieher, ein Wormser Ofen u. 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Wir glauben keine Fehlbitte zu thun, vertrauend auf die bekannte Opferfreudigkeit der Bewohner hiesiger Stadt. Die Unterzeichneten (sowie die Expedition dieses BlatteS) sind gerne bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 2. Januar 1886. Die Gewinnziehung der großen Nürnberger Internationalen Ausstellungs-Lotterie findet bestimmt am Donnerstag, 7.3anuatl886 statt. 5ÖOO Lewinne darunter Hauptgewinne i- W- v. 20,000 Mk„ 10,000 Mk, u. s. w. L. Müller L Co. in Nürnberg. In Gießen zu haben bei = Bad — Mineral - Brust - Pastil len der „Sodener Pastillenfabrlk" zu Bad-Soden am Taunus, bereitet unter ärztlicher LvNtroüe tun- >.n Gal^’i der QUHllso Diese, t»rrch Abdainofpng crewonnenen^ Salze sind mit der den Quellen reichlich auöströmendcn Kohlensäure gesättigt, d,e enthalten dieselben Bestandtheile al« die Heilquellen, folqlich auch deren Heilkräfte. 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Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Capitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1. Dienstag den 5. Januar 1886, 2. Mittwoch in Gießen. 1885. Kirchliche Antigen der evangel. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, 1. Jo- hannesbrief Kap. 2, von Vers 18 an, Pfarrer Dr. Naumann.___ Niederste..... Mittlere..... Mittel früherer Jahre . Höchste...... Niederschlag an 8 Tagen „ im Mittel früherer Jahre Prinzessin Goldhaar. LakmA Prinzessin G o l d h a a r. Die Jüdin. (Eleazar: Temperatur December Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr Berichtigung. In hem Festartikel betr. die Jubiläumsfeier unseres Kaisers Wilhelm in Nr. 2 d. Bl. muß es auf der ersten Seite, 2. Spalte, Zeile 10 von oben, 7. October 1858 anstatt 1848 heißen. Sehwsrzseid-ne Paille Fran^aise, Surah, Satin, merveilleux, Satin Luxor, Atlasse, Damaste, Ripse und Taffete Mk. 1.80 per Meter bis JL. 14.65 (in ca. 120 verschied. Qual.) vers. in einzelnen Roben u- Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik-Döpot 6. Henneberg (K- u- K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto. 135 Kepertoir der vereinigten Stadttheater ;u Frankfurt a. M. Opernhaus. Dienstag den 5. Januar, Nachmittags 31/? Uhr: Prinzessin Goldhaar- Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Der Troubadour- (Manrico: Herr Perotti als Gast.) Mittwoch den 6. Januar, Nachmittags 3Vr Uhr: Prinzessin Goldhaar. Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Donnerstag den 7. Januar: Neu einstudirt: Der Nattenfängcr von Hameln. Anfang 6Vz Uhr. Freitag den 8. Januar geschlossen. Samstag den 9. Januar, Nachmittags 3> 2 Uhr Außer Abonnement. ~ ~ SchausPirlharrS. Dienstag den 5. Januar: Fedora. Mittwoch den 6. Januar: Hamlet. Anfang V27 Uhr. Donnerstag den 7. Januar Ein Tropfen Gift. Anfang Vr7 Uhr. Freitag den 8. Januar: Hamlet. Anfang 1/27 Uhr. Samstag den 9. Januar: Denise. Anfang 7 Uhr. Sonntag den 10. Januar: Zum ersten Male: Schulröschen. Lustspiel in Aufzügen von N. v. Gottschall. Anfang 7 Uhr. — 14,2 °R. 0,25 „ - - 0,25 , . + 6,9 „ 0,86 Par. Zoll, an 17 Tagen' 2,05 „ „ Sonntag den 10. Januar, Nachmittags lU/z Uhr: Außer Abonnement. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr Herr Perotti als Gast.) UniverstttttS - Ehronik. Berlin, 31. December. Der Senat der königlich technischen Hochschule hat die Corps „Silesia", „Borussia", „Cheruscia", „Rheno-Guestphalia" und „Saxonia" Auszug aus dm Kirchenbücher« der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Den 27. December 1885. Dem Rmigirer Kärl Grün eine Tochter, Luise Anna, geboren den 25. November. Denselben. Dem Rangirmeistcr Balthasar Becker eine Tochter, Johanna Georgine Elisabeth, geboren den 26. November. Denselben. Dem Schlosser Georg Lenz eine Tochter, Karoline Frida, geboren den 9. November. Denselben. Dem Schmied Ernst Döll eine Tochter, Marie Mathilde, geboren den 26. November. , _ , Den 30. December. Dem Restaurateur August Friedrich Albold ein Sohn, Georg Wilhelm Ernst Max, geboren den 24. November. Ten 1. Januar 1886. Dem Hutmacher Wilhelm Schuchard eine Tochter, Johanna Margarethe Luise, geboren den 18. December. . ., ,r Denselben. Dem Schneider Wilhelm Hammel ein Sohn, Heinrich Lorenz Emu, geboren den 4. November. Beerdigte. Den 27. December. Barbara Schirmer, geb. Bender, Ehefrau des Kanzleidieners i. P. Michael Schirmer, alt 78 Jahre, gestorben den 25. December. Den 28. December. Elisabethe.Hausmann, geb. Fischer, Ehefrau desRangirers Wilhelm Hausmann, alt 27 Jahre, gestorben den 26. December. Den 30. December. Barbara Bohländer, geb. Kiehm, Wittwe des zu Illers- Hausen verstorbenen Försters Friedrich Bohländer, alt 58 Jahre, gestorben den ~^Den *2* Januar 1-886. Conrad Keßler, Taglöhner, verheirathet, alt 43 Jahre, gestorben den 30. December. Lokales. Gießen, 4. Januar. Wie wir in letzter Nummer meldeten, feierte unsere Garnison das fünfundzwamigjährige Regierungs-Jubiläum unseres Kaisers als König von Preußen durch große Parolcausgabe rc. Im Festgottesdienst in der Stadt- kirche, welche fast übervoll besucht war, feierte Herr Pfarrer Dr. Naumann in einer wahrhaft glänzenden, von echt soldatischem Geiste getragenen Predigt unseren Heldenkaiser als Soldaten, welcher Jedem als leuchtendes Kriegervorbild dienen müsse- — sConcert verein.! Die für nächsten Sonntag, den 10.Januar, in Aussicht genommene Aufführung von Bpron's „Manfred" mit Ernst Possart aus München muß, ciugetreteuer Hindernisse halber, auf Ende Februar verschoben werden. Am 17. d. M. findet deshalb ein Kammermusikabend und am 7. Februar die 'Aufführung von „Paradies und Peri" von R. Schumann statt. Einträge in bas Firmenregister des Grosth. Aw.tsgmchls Lich. I. Carl Chambre zu Lich betreibt daselbst seit dem Jahre 1871 einen Handel mit Manu- fakturwaaren und ein Makel- geschäft in Wechseln und Staatspapieren unter der Firma seines Namens. II. Die Firma L. Schambry in Lich ist erloschen. Lich, den 30. December. 1885. Großh. Amtsgericht Lich. Langermann. 115 Bekanntmachung. Die Lieferung des Bedarfs an Bier, Roggenbrot, Semme'., Zwieback, Fleisch, Butter, Eiern, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gries, Graupen, Grütze, Reis, Nudeln, Milch, Kaffee, Pflaumen, Zucker, Salz, Essig, Mehl, Kartoffeln, Zitronen, Seife, Soda, Petroleum und Brennholz für das hiesige Garnison-Lazareth soll auf das Etatsjahr 1886/87 im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Gleichzeitig sollen die Küchenabfälle, Brotreste und Knochen, die Grasnutzung im Lazarethgarten und die Reinigung der Oefen und Kochheerde für den gleichen Zeitraum verkauft und verpachtet, resp vergeben werden. Hierzu ist ein Termin auf Montag d. 11. Januar 1886, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftslocol des genannten La- zareths — Braugasse Nr. 7 — anberaumt, woselbst die Bedingungen täglich eingesehen werden können. Versiegelte, mit entsprechender Aufschrift versehene Offerten. wollen bis zu dem bezeichneten Termine kostenfrei eingereicht werden. 126 Gießen, den 2. Januar 1886. Großherzogliches Garnison - Lazareth. Holzversteigerung in der Oberförsterei Krofdorf, Donnerstag den 14. Januar 1886, 9 Uhr, bei Wirth Kahlert zu Krofdorf, District Bnchwald 14: 1 rm Hainbuchen Klafternutzholz (Kammholz); Buchen: 53 rm Scheit, 34 rm Knüppel II. Cl., 132 rm Reiser HI. Cl. Daselbst District 13, Eichen: 2 Stämme IV. Cl. mit 0,48 fm, 4 rm Klafternutzholz. Buchen: 10 rm Klafternutzholz (Kamm- und Felgenholz', 76 rm Scheit, 27 rm Knüppel I Cl, 177 nn Reiser HL Cl. District Homberg, Fichten: 290 rm Reiser. Distr. Wettenberg, Fichten: 715 rm Reiser. Distr. Forst, sichten: 505 rm Reiser. Distr. Kreuzschläge 32, Erlen: 2 Stämme III. Cl. mit 0,72 fm. Buchen: 5 rm Klästernutz- holz, 32 rm Scheit, 115 rm Knüppel J. Cl., 5 rm Stockholz, 225 rm Reiser HL Cl. Daselbst Distr. 36, Erlen: 15 Stämme Hl. u. iv. Cl. mit 4,8 fm, 3 rm Knüppel I. Cl. Eichen: 1 rm Scheit. Buchen: 52 rm Scheit, 225 rm Knüppel, 15 rm Stockholz, 448 rm Reiser HL GL Daselbst Distr. 39, Eichen: 1 rm Nutzholz II. CL. 1 rm Scheit. Buchen: 19 rm Scheit, 121 rm Knüppel I. CL, 8 rm Stockholz, 213 rm Reiser HL CL Birken: 1 rm Knüppel 1. Cl. 127 Krofdorf, den 3. Januar 1886. Der König!. Oberförster. Müller. Mittwoch den 6. b. Ms., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf meinem Bureau Kleiderschränke, 1 Buffet, 1 Gläser- real, 1 Bierapparat, 1 Glasschrank, 1 runder Tisch, 2 Strohstühle, 1 Bett, 1 Bierwagen, 1 Regulator, Bilder, sowie 1 Rind meistbietend versteigert werden. Gießen, am 4. Januar 1886. Geißler, 133 Gerichtsvollzieher. Wermietßungen. 116 Eine freundl. Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zuchehör, pr. 1. oder 15. April zu vcrmiethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Redaction: Die Beerdigung findet Statt Mittwoch den 6. Januar, Nachmittags 3 Uhr, von der Klinik aus. 131 Heute Nachmittag starb nach langem schwerem Leiden Fräulein Antonie Gessner, wovon ihre zahlreichen Freunde und Bekannten hierdurch benachrichtigt werden. Giessen, den 3. Januar 1886. 18F» Oomseäß^ Rechtsanwalt. Gefellschaftsverem. Die nach der Festkarte für das Winterhalbjahr auf den 13. Januar und 17. Februar angesagten Tanzvergnügungen sind auf Samstag den 16. Januar, beziehungsweise • Samstag den 26. Februar d. I. verlegt worden. 117 Gießen, den 2. Januar 1886. __Der Gesellschaftsvorstand. Turnverein. Dienstag den 3. d. Mts. beginnt das Turnen wieder. 114 Der Turnwart. Akademischer GesangvereiN. Von heute ab finden die Proben wieder Montags und Donnerstags zu bekannter Stunde statt. Regelmäßiger Besuch derselben ist wegen der nahe bevorstehenden Aufführung von „Paradies und Peri" unbedingt erforderlich. 137 Der Borstand. Mittwoch den 6. er., Abends S Uhr, bei Kamerad A? ir h l (Restauration Bramm). Tagesordnung: 1) Stiftungsfest. 2) Rechenschaftsbericht. 3) Statuten-Verathung. 4) Vorstandswahl. 113 ____Der Borstand. Zur gefl. Beachtung. Meinen Schülerinnen, sowie den geehrten Damen, welche auf meinen Unterricht reflectiren, zur gefl. Nachricht, daß derselbe Donnerstag den 14. Januar wieder seinen Anfang nimmt. . Anmeldungen nehme jeden Vormittag in meiner Wohnung, Wetzsteingasse 10, entgegen. Achtungsvoll Lina Slöser, 138 geprüfte Arbeitslehrerin. E. K. G-H. Nächste Pr.: Dienstag den 3 Jan.- A. 8 U. im prosten Saale des Gymn. 125 8957 Für ein größeres hie- siges Fabrikgeschäft wird ein Lehrling mit genügenden Borkenntnrffen zunr sofortigen Gintritt gesucht. Schriftliche Offerten find zu richten an die Gxp. d. Ml. 141 Zwei Glasergeselleu nimmt in Arbeit Glasermeister Luh, __Neuenweg 20. " 142 Ein Dienstmädchen sofort gesucht. _________________Marburgerstraße 65. AusMeHen: 8000 Mr. und 4000 Mk. zu 41/2°/o auf gute erste Hnpothek. 118 Näheres in der Exped. d. Bl. 132 Ein lediger, mit guten Zeugnissen verseh. Pferdeknecht ges. Näh. Exp. d. Bl. 120 Es wünscht Jemand in den Abendstunden schriftliche Arbeiten zu übernehmen. Näheres in der Exp. d. Bl. Dienstag beu 3. Januar bei Hei I. 128 Ich empfehle mich als Ofenputzew und Maurer und hauptsächlich zur Anlage von Feuerungen aller Art, welche schnell u. billigst besorgt werden. Achtungsvoll I. Faust, Neustadt 15. 134 Eine kleine Wohnung zu ver- miethen. Wallt horstraße 11. 139 Eine schöne Wohnung, bestehend aus 5 Zimmern und allem Zubehör. Bleichplatz, auf Wunsch Gartenanrheil, ist bis 1. April d. I. zu oermiethen. Schillerstraße 16 I. 143 Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen. Flügels gasse_4. 136] Möbl. Zimmer an ruhigen Herrn zu vermiethem Marktplatz 21. 122 Der ober? Stock meines Vorderhauses nebst Mansarden ist anderweit an eine ruhige Fannlie zu vermiethen und am 1. April 1886 beziehbar. Professor Dr. H. v. Nitgen. 109 Ein gut möblirtes kleines Zimmer zu vermiethen. Nordanlage Nr. 31 (neben Nr. 29), 2 Treppen hoch. Uermischte Anzeigen. 130] Doppelte Buchführung in wenigen Tagen leicht und gründlich nach 2 Briefe a v*L 1,— zu erlernen- Pro- spect gratis und franco- H. Haas, Meiningen, Georgstr. GeometLrgchilft sucht Scheld, 140 Gr. Geometer 1. Cl.. Lich Q Unserm ßuteu Freunde u. Holz- q q hauermeister q ö Herrn K. R. in Krofdorf a rj zu feinem heutigen Wiegenfeste ein 7? dreifach donnerndes Hoch, daß ganz pS Krofdorf wackelt. 129 LL Leine besten Freunde. Sf dgxxsoosaoipaaoooaao 35 Einen Lehrling sucht Fr. Weinhardt, Schreinermeistcr. 99 Ein kräftiges Dienstmädchen für Haus- und Küchenarbeit gesucht. Franksurterstraße 23. Biasenkrankheiten (auch Bettn., Stein re.), Geschlechts- kr., Schwäche, Impotenz, Frauen- krankh. re-, selbst in den verzw. Fällen, heilt sicher in kurzer Zeit. — Prosp. gratis. — F. C. Bauer, Specialarzt, Basel- El inningen '.Schweiz!123 urit Weile sagt das Sprichwort; MleohueW-nLe aber heißt es für Denjenigen, der sich noch in den Besitz von Nürnberger Loosen ä 1 Mark setzen will, da deren Ziehung unabänderlich 119 Donnerstag 7. Januar stattsindct, Loose bei dem Hauptdebit — dem Bankhaus Lud- Müller L Co in Nürnberg ausverkauft — und hier nur noch, so lange Borrath, bei den bekannten Verkaufsstellen zu haben sind. A. Scheyda- — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.