Samstag den 4 December 1886. nzerger 79« Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit VringerUckn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark M) P». Erscheint täglich mit Ausrahme des MontagS. Vareerar Schulstraße 7. ^er Haus. [7965 7317 am der ff n 5 ä ä s H 9 chmfti’9 ÜL— eine Woche bemessen sei. Der erste Verhandlungstag des Reichstages über den Etat hat bereits einen scharfen Angriff der sreistnnigen Opposition aus die gesammte Finanz- und Steuerpolitik der Reichsregierung gezeitigt, den der Abg. Rickert als General'Redner seiner Partei unternahm und bildete die Rede des genannten Abgeordneten offenbar den Mittelpunkt der gesammten Dienstags-Verhandlung. Dieselbe war von dem neuen Staatssecretär im Reichsschatzamte, Dr. Jacobi, mit einem kurzen Ueberblick über die gegenwärtige ungünstige Finanzlage und einer Betrachtung der hauptsächlichsten Positionen des Etats-Entwurfes für 1887/88 eröffnet worden. Da die Einzelheiten des letzteren schon längst bekannt find, so konnte die Rede des Staatssecretärs natürlich nur wenig Neues bieten und ist da lediglich heroorzuheben, daß die Deckung der Mehrausgaben durch eine neue Anleihe im Betrage von ca. 70 Mill. JL erfolgen soll. Bei dem Stande der Reichsfinanzen konnte die Aufgabe des Herrn Jacobi, die Etats- Uebersicht darzulegen und die Sache möglichst vom günstigsten Standpunkte aus zu betrachten, kaum eine beneidenswerthe genannt werden und der Regierungs- Vertreter selber verhehlte auch gar nicht den mißlichen Stand der Finanzfrage. Er gab zu, daß die Einnahmen besonders aus der Zuckersteuer und den tndi- recten Steuern hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien und daß selbst die Post- und Telegraphen-Verwaltung Minder-Einnahmen zu verzeichnen habe. Dagegen rechnete Herr Jacobi für das laufende Jahr auf Mehr'Einnahmen ander Salzsteuer, der Branntweinsteuer und der Viehsteuer; mit einigen allgemeinen Bemerkungen schloß der neue Staatssecretär seine recht nüchterne Rede. Dem Eingeständniffe des Schatzsecretärs gegenüber von der im Allgemeinen wenig erfreulichen Finanzlage des Reiches hatte ter Redner der freisinnigen Partei, Herr Rickert, leichtes Spiel mit seinen Angriffen aus die gesammte Steuer- und Finanzpolitik der Regierung. Das Resultat dieser Politik sei — führte der Redner aus — daß das deutsche und preußische Volk seit 1879 eine Last von 170 Millionen neuer Steuern aufgebürdet erhalten habe, während die versprochenen Steuer-Erleichterungen nur Phantasiegebilde geblieben seien. Eingehend kritisirte dann Herr Rickert den gegenwärtigen Etat und hob die Fehlbeträge in den Einnahmen aus der Zuckersteuer, den Getreidezöllen und der Post- und Telegraphen.Verwaltung hervor. Der Militär-Etat gab dem Redner Gelegenheit zu Betrachtungen über die steigenden Militärlasten in Europa und über das Verhältniß Frankreichs zu Deutschland. Bei letzterem Punkte nahm er Anlaß, die gegen seine Partei erhobene Beschuldigung, daß sie anderen Parteien an patriotischem Fühlen nachstehen, entschieden zurückzuweifen und unter lautem Beifall des Hauses versicherte der freisinnige Redner, daß sich seine Partei in dem Bestreben, die Wehrkraft Deutschlands zu stärken, mit den übrigen Parteien vollkommen eins wiffe; nur fei die freisinnige Partei hierbei bestrebt, der Finanzkraft des Volkes Rechnung zu tragen. Auf die Militär-Vorlage einzugehen, vermied indeffen Herr Rickert und meinte er, er wolle sich eine Besprechung derselben auf ein ander Mal auffparen. — Dieser Fülle scharfer Angriffe traten regierungsseitig der Generalpostmeister Dr. Stephan und der preußische Finanzminister v. Scholz entgegen, wobei sich jedoch ersterer aus die Richtigstellung der Rickert'schen Auslassungen über die Minder-Einnahmen der Postverwaltung beschränkte. Dagegen bekämpste Herr v. Scholz in ausführlicher Rede die Darlegungen Rickerfs und gipfelten die Bemerkungen des Finanzministers im Großen und Ganzen darin, daß es der freisinnigen Partei nicht zukomme, der Regierung die Schuld für das angebliche Fiasco der Zoll- und Steuerpolitik aufzubürden, denn gerade die freisinnige Partei habe durch ihre stete Opposition die gegenwärtige Situation mit verschuldet. Als letzter in der Reihe der Redner am Dienstag sprach noch Namen» der Nationalliberalen Herr v. Benda. Derselbe gab seinem Bedauern über die mißliche Finanzlage Ausdruck, erkannte aber gleichzeitig an, daß es sich um die Deckung dringend noth- wendiger Bedürsniffe handle und bedauerte hierbei, daß die Steuerprojecte der Vorjahre gescheitert seien, sowie daß die Regierung sich nicht zu einer neuen Bearbeitung de» Branntweinsteuer-Projectes entschlossen habe. Schließlich sprach Herr v. Benda unter allseitigem Beifalle die Ueberzeugung au», daß bei Be- Billigung von Mitteln zur Aufrechterhaltung der nationalen Ehre und Selbstständigkeit keine Partei zurückbleiben werde. Auffällig ist, daß in dem ersten Verhandlungstage über den Etat die Militär frage kaum gestreift rooroen ist. Dies scheint darauf hinzu- deuten, daß zwischen den einzelnen Parteien Verhandlungen über eine Verständigung über die Militär-Vorlage stattfinden, wie denn ja verlautet, daß man sich Nr. 283. Telegraphische Depeschen. tBolfl’6 Ultet. GorttfPonfrttta.SBMWi. Berlin, 2. December. Seine Majestät der Kaiser nahm 93»rmitt ) . Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 35, Nassau 14, Thüringen 2, Baden 3, Bayern 5, Oldenburg 1, Sachsen 3. Von Preußen auf die Provinzen: Brandenburg 3, Hannover 1, Hessen (Nassau) 15, Posen 1, Ostpreußen 1, Schlesien 5, Sachsen 3, Rheinland 9, Westfalen 2, Elsaß-Lothringen 1, Amerika 2, Russisch-Polen 1, Oesterreich 1, Schweiz 1. Abgegangen sind im Laufe des Monats November 42. Davon gingen auf eigenen Wunsch 32, durch eigenes Bemühen in Stellung 2, durch Entlassung 3, durch Entlaufen 1, in ihre Familie 1, zum Militär 2, durch Requisition der Behörde 1. Abgewiesen wurden 14. Verpflegungstage wurden 2931 geleistet. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 468 Colonisten. Dortelweil, 30. November. Am vergangenen Donnerstag Miltag ereignete sich bei der hier in Thätigkeit befindlichen Dreschmaschine ein bedaueruswerlher Unglücksfall. Nachdem das Haltesignal zur Mittagspause ertönt war, wollte ein mit dem Einlegen der Frucht beschäftigter Arbeiter noch ein Bündel zusammengelesener Aehren in die Maschine bringen. Zu diesem Zwecke half er ein wenig mit dem Fuße nach. Doch der Fuß wurde von der Trommel erfaßt und so das Bein bis zum Knie buchstäblich zermalmt. Sicherlich hätte der ganze Körper dasselbe Schicksal gehabt, wenn nicht in Folge des ungeheuren Widerstandes der Treibriemen gefallen und dadurch der Dreschwagen zum Stillstand gekommen wäre. Der Unglückliche wurde in's Bezirks- Irankenhaus zu Vilbel gebracht, wo sofort zur Amputation des Beines geschritten wurde. Nachts um 12 Uhr erlöste ihn der Tod von seinem schweren Leiden. Der Verunglückte ist aus dem Kreis Schotten gebürtig und stand im 21. Lebensjahre. (Wett. B.) m D ^armftabt.' L December. sPostpersonalveränderungen.] Versetzt sind der Postmeister Danzinger von Nidda nach Osthofen, der Postsecretair Rispel von Friedberg (Hessen) nach Nidda zur Verwaltung des Postamts in letzterem Orte, der Postsecretair Bredel von Mamz nach Offenbach (Main). Angestellt ist der Postassistent Schupke in Offenbach (Main). Ernannt ist der Telegraphenassistent Maurer in Darmstadt rum Ober-Tele- graphenassistenten. In den Ruhestand treten der Postmeister Metzger in Osthofen und der Postverwalter Rebscher in König. △ Aus Rheinhessen, 1. December. Die neue Verbindungsbahn zwischen Nheinheffen und der bayrischen Pfalz, die für Rheinhessen wie die bayrische Pfalz gleich wichtige Eisthalbahn ist jetzt bis nach Offstein fertiggestellt und fand gestern in Anwesenhest mehrerer Reglerungsvertreter die Probefahrt statt. Außer den hessischen Ortschaften roelc^e die Bahn berührt, wird bis zu deren vollständigem Ausbau zunächst die Sucfer- fabr f Offstein einen großen Vortheil von der Bahn haben, indem das Schienengeleise sozusagen an der Hausthür von der Fabrik vorübergeht. Die Eröffnung der Balm wird voraussichtlich den 4. December stattfinden. r; Opp enh eim,1 December. Heute Nachmittag fand hier die im vorigen Jahre verschiedener Umstande halber ausgefallene zwölfte Hauptversammlung des ^U,^^crd?§r tllr Großherzogthum Hessen statt. Dieselbe war von etwa 50 Mitgliedern besucht, den Vorsitz führte Herr Geh. Oberschulrath Greim aus Darmstadt. Außerdem waren von Vorstandsmitgliedern anwesend die Herren Kreisthierarzt 0r. Schäfer und Director Dr. Boßler von Darmstadt, von Ausschußmitgliedern die Herren Oecononuerath vr. Weidenhammer (Darmstadt), Kreisschulinspector Schäffer Mroß-Gerau), Kreisschulinspector Krämer (Bingen) und Notar Wolf (Ober-Ingelheim) Nach Begrüßung der Erschienenen durch den Vorsitzenden und Verlesung des Protokolls der im December 1884 in Hungen abgehaltenen elften Hauptversammlung folgte der Vortrag des Rechenschaftsberichts für 1885 und 1886 durch den wegen Ueberhäufuna nut Amis- und Berufsgeschäften die Aemter eines Vercinssecretärs und Redacteurs der Zeitschrift niederlegenden Herrn Kreisthierarzt Dr. Schäfer, dem die Versammlung durch Erheben von den Sitzen die verdiente Anerkennung für seine elfjährige ersprieß- liche Thätigkeit bezeugte. Der zum Nachfolger in den genannten Aemtern gewählte Herr Director Dr. Boßler legte alsdann die Nechnungsablage für 1884 und 1&5 sowie den von dem Rechner erstatteten Kassenbericht für 1886 vor, die keinerlei Ein' wand fanden. Ebenso einstimmig erfolgte darauf die Genehmigung der Voranschläge für 1886 und 1887, sowie die statutenmäßige Erneuerung des Ausschusses der durch das Loos als ausscheidend bezeichneten Mitglieder. Schließlich wurden noch den Ausschußanträgen entsprechend für 64 Gensdarmen und Polizeibeamte Geldprämien im Gesammtbetrage von 237 JL bewilligt und nach einer kurzen Erörterung der in Bezug der Tierquälerei bei den Wettrennen aufgeworfenen Frage die Versammlung von dem Vorsitzenden geschloffen. Gladenbach, 29.Novbr. Der im hiesigen Arresthaus seit dem 24. September d. I. in Untersuchungshaft befindliche Schuhmacher Johannes Förster aus Hermannstein hat seinem Leben durch Erhängen in seiner Zelle heute Morgen ein Ende gemacht Derselbe war verdächtig, den Schreiner Welker in Hermannstein in der Nacht vsm 23. zum 24. September er. auf dem Heimwege aus dem Wirthshause durch Messerstiche ermordet zu haben. Auch sollte demselben, wie wir hören, ein Meineidsoerbrechen zur Last gelegt und sollte morgen nach Marburg gebracht werden. Johannes Förster ein Mann inmitten der fünfziger Jahre, ist wohlhabend, verfügt über ein bedeutendes Kapitalvermögen und hinterläßt eine Frau, aber keine Kinder. Langenselbold, 30. November. Verflossenen Mittwoch wurde, der Kl Pr. zufolge, in unserem Walde ein junger Mann tobt aufgefunden und das Geruchi verbreitete sich hier und in der ganzen Umgegend, daß derselbe von drei Burschen ermordet worden sei. Dieser traurige Vorfall ist aber, wie wir erfahren, ein ganz anderer. Der freiwillig dienende Musketier Wilhelm Merk von Hanau, welcher vor etwa vierzehn Tagen von seinem Regiment (97.) desertirte und am folgenden Tage sich in Offenbach als „Kunststückemacher" in einer- Wirthschaft producirte, hat durch einen tiefen Schnitt in den Hals feinem Leben ein Ende gemacht. Das Motiv dieser schrecklichen That ist folgendes: Merk wollte am 13. November seinen Kameraden welche auf der Hauptwache waren, Branntwein bringen und ging deßhalb in einen in der Nähe befindlichen Laden, um denselben zu holen. Das Gewünschte wurde ihm erst nach langem Befragen verabreicht, nachdem M. angegeben, er gehe in die Kaserne Die Ladenbesitzerin?, welche sich überzeugen wollte, ging ihm nach und sah, wie er den Branntwein auf die Hauptwache beförderte. Auf die Bemerkung der Ladenbesitzerin, sie wolle ihn anzeigen, antwortete der Soldat erschrocken: „Thun Sie jetzt was Sie wollen, ich bin jetzt unglücklich", und ging seines Weges fort. Von da an war der Unglückliche verschwunden. Frankfurt a. M., 1. December. Gestern Nachmittag ist es den Bemühungen der Polizei gelungen, Denjenigen zu ermitteln und festzunehmen, welcher das schändliche Attentat am Rödelheimer Sandwege gegen die einundachtzigjährige Wittwe aus Bockenheim verübt hat. Der Thäter ist ein Arbeiter aus Rödelheim; derselbe wurde von der mißhandelten Frau nicht allein auf das Bestimmteste roiebererfannt, fonbern hat auch bereits seine That vor bem Amtsrichter eingeftanben. Lübwigslust, 29. November. Das mörberische Attentat eines Realschülers auf einen Schulkameraben bilbet seit einigen Tagen bas Gesprächsthema in unserer sonst so stillen zweiten Residenzstabt bes Laubes. Zwei Pensionäre in ber Pension des Realschuldirectors Sonnenburg, welche schon längere Zett miteinanber grollten, gerieten bieser Tage in Streit, ber rasch in Thätlichkeit überging. Fast gleichzeitig zückten beide Schüler die Messer aufeinander und in demselben Augenblick lag auch schon ber eine, ein Mexikaner, blutüberströmt am Boben. Der Messerstich Halle alsbald den Tod zur Folge. Die gestern vorgenommene Section der Leiche ergab, daß der Stich bis in's Herz gedrungen war. Der ©etöbtete ist ber einzige Sohu feiner Eltern; er wirb auf bem hiesigen katholischen Friebhof begraben werden. Von ber Verhaftung des Attentäters hat man gegen Hinterlegung einer Cautton von 5000 X Abstand genommen. Brüssel, 27. November. Als der Expreßzug, der um 3V- Uhr in der Frühe aus Ostende abgeht, beute Morgen um 8 Uhr 37 Minuten in Verniers eintraf, bemerkten die Postbeamten, daß die englische Post beraubt worden fei. Die gejammte, aus England kommende und nach Deutschland, Oesterreich-Ungarn und dem Orient bestimmte Correspondenz wird bei bem Abgang aus Ostenbe in wohlverschlossenen Waggons untergebracht. Früher begnügte man sich mit bem Bleiverschluß, feit ungefähr zwei Monaten jeboch werben biefe Waggons mit sehr starken und schweren Vorhängeschlössern zugeschloffen. Als die Postbeamten bei ber Ankunft in Verviers bas Umlaben ber Corresponbeuz für ben Transit vornehmen wollten, bemerkten sie, daß statt des neuen vorschriftsmäßigen Vorhängeschlosses ein anderes den Wagen schloß, bas von Weitem gesehen und bei Nacht leicht mit einem richtigen verwechselt werden konnte. In Gegenwart von Zeugen schritt man sofort zur Oeffnung des Wagens. Derselbe enthielt 80 bis 90 Felleisen, die aus starken Lcdersäckeu bestehen. 22 von diesen waren ausgeschnitten worben unb enthielten nur noch bi; gewöhnliche Corresponbeuz, bagegen waren alle chargirten Senbungen, sowie bie Avisscheine, welche diese begleiten, herausgenommen worden. Man stellte sogleich Nachforschungen an, da aber bie Avisscheine fehlen, kann man nur vermuthen, baß etwa 140 bis 150 djargtrte Briefe geraubt worden, ohne baß man über bie oerschwunbenen Werthe bis jetzt trgenb welche Angaben hätte. Die Säcke mit ben gewöhnlichen Briefen und sonstigen Briefsenbungen würben intakt befunben unb mit bem Expreßzug, ber um 1 Uhr von Verviers abfährt, roeiterbeförbert. Der Raub ist wahrscheinlich unterwegs ausgeführt worben, wie vermutbet wird, von Dieben, die schon in Ostende vor dem Abgänge des Zuges Wittel und Wege gefunden, das Vorhängeschloß zu öffnen oder zu erbrechen und sich in bem Wagen einzuschließen, wo sie dann mit aller Muße zu Werke gehen konnten. Bis jetzt fehlt jedoch jede Spur von den jedenfalls außerordentlich kühnen Räubern. Ihre Entdeckung wäre im Interesse der Sicherheit des Posttransitverkehrs durch Belgien driugenb zu wünschen. (F. Z.) Wir batten Gelegenheit, das neueste Musteralbum der Firma Seyffert Sohn in Greiz (Wollwaarenfabrikation) zu sehen, welches eine große unb sehr geschmackvolle Auswahl ber mobernften Damenkleiderstoffe enthält und zwar zu recht mäßigen Preisen. Es dürste sich darin ohne Zweifel für das bevorstehende Weihnachtssest manches Empsehlenswerthe bieten. 1 > • ■ A. Stamm. 8676 ► V in in vorzüglicher Qualität billigst bei C. Roth. 8683 Don Um direct irnportirt Wallnüffe, Haselnüsse, KracbWan-eln, Tafelrosinen, Tafelfeigen, Apfelsinen Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre . Arrac, Rum, franz. Cognac, — 3,0 OR. + 4,43 „ + 2,63 , wurde, der,I. und das Gerücht drei Burschen erfahren, ein ganz mu, welcher vor ’ lofgenbtn Tage cirte, hat durch Motto bitfer len Kameraden, ilb In einen in wurde ihm tx\\ in die Nerne . und futz, wie cluntz der Ladem „Thun Sie letzt, itt. Von da on Höchste .... Niederschlag an 17 Tagen Katholische Gemeinde. 2. Sonntag des Advents. 4- 10,0 „ an li ^ugcil .... 1,88 Par. Zoll, im Mittel früherer Jahre an 16 Tagen 1,97 „ „ - lKrankfurter Berficherungs-Gefettschaft gegen Wafferleitungs. GlhLdeN^ Laut der im Jnseratentheil publichten Bekanntmachung hat dre Gesill- fchaft ihren Geschäftsbetrieb auch am hiesigen Platze eröffnet und zu ihrem Haupt- Agenten Hierselbst Herrn A. von Jungenfeld ernannt. Das Unternehmen erschließt eine neue Versicherungs-Brauche, dre sich voraus- ffchtlich sehr rasch im Publikum einbürgern wird, da Wasserleitungsschädcn bekanntlich nicht nur sehr häufig vorkommen und mitunter recht empfindliche Kosten verursachen, sondern meistens auch noch höchst unangenehme Differenzen zwischen den Hausbesitzern und Miethern einerseits und den einzelnen Miethsparteien andererseits Hervorrufen, Weil Niemand der schuldige Theil sein will. Ein Versicherungsschutz gegen derartige unvorhergesehene Verluste und Fatalitäten, wie solchen die gedachte Gesellschaft nt umfassender Weise gewährt, wird sonach von den Hausbesitzern wie Miethern gewiß freudig begrüßt und gerne benutzt werden, zumal die dafür zu entrichtenden jährlichen Prämien, wie der Prospect betont, fest und mäßig sind. Nicht minder wichtig erscheint uns die von der Gesellschaft getroffene weitere Einrichtung, daß sie gleichzeitig die Gontrolirung und^Instandhaltung der leitunas-Anlagen mitübernimmt, so daß die versicherten Hausbesitzer und Miether sich um die Reparaturen aller Art nicht mehr zu kümmern haben. Das ist einerseits für Las Publikum sehr bequem, andererseits sehr beruhigend, da die Gesellschaft infolgedessen genau dasselbe Interesse wie der Versicherte selbst hat, alle erforderlichen Reparaturen rasch und gründlich vorzunehmen und für gute Instandhaltung der Wasfer- leitungs-Anlagen jederzeit besorgt zu sein. u ,uu.. Die Gesellschaft ist im Besitz der staatlichen Concession, ihr Grundkapital betragt -Eine Million Mark. Temperatur in Gießen. November 1886. AeilgeSstcnes. la. ächte Franks. Würstel, Gothaer Wurst- u. Fl"sck- Rvaaren empfiehlt in ganz frischer Sendung 0. 6. Kleinhenn. 8680 Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 3« Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr Samstag Abend 450 Uhr. Nußkohlen, la. melirte Kohlen, Stückkohlen, Hesfcnbr. Hammsr- Braunkohlen, Briketts, klein gem. Holz empfiehlt billigst 8681 Emil Lots. Kirchliche Anzeige« der Stabt Gieße». Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 2. Adventssonntag, 5. December. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den 6. December, Abends 8 Uhr, Bibelftunde in der Kleinkinderschule, Markus Kap. 3, von Vers 7 an, Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag den 9. Dezember, Abends 8 Uhr, 2. Adoents-Wochengottes- dienst; der Advent des Herrn in der Gegenwart zu den Seinen, Pfarrer Dr. Nau- mann- t Am 3. Adventssonntag, den 12. December, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Ab end gottes dienst, 5 Uhr, gehalten werden. Die am 1. Adventssonntag für die Kirchenkasse erhobene Ktrchenkollekte betrug 25 10 Die Pfa rr g e sch äste in der Woche vom 5. bis 11. Dezember besorgt Pfarrer Dingeldey. neuer bester Waare, empfiehlt 8675 Emil Fischbach. Renten- u. Lebensversicherung» Anstatt !» Darmstadt. Von heute ab bis End e December werden die Renten an jedem Dienstag und SamStag, Vormittags von 9-12 und Nachmittags von 2—4 Uhr, in meiner Wohnung (Bahnhofstraße 64) gegen Einhändigung der 1886er Coupons ausbezahlt; auch können Nachzahlungen geleistet werden- Gießen, den 4. December 1886. Der Bevollmächtigte: I. PH. Müller. Bekanntmachung. Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkaffevereins zu Gießen werden zu einer Hauptversammlung auf Ireitag den 17. December d. I.» Nachmittags 3Vr Uhr, In das Sparkassehaus eingeladen. Tagesordnung: 1) Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1885. 2) Bewilligung von Unterstützungen. 3) Gehaltserhöhungen des Controleurs und der Gehilfen des Rechners. 4) Ergänzungswahl der Mitglieder des Ausschusses. Gießen, am 27. November 1886. Der Director des Spar- und Leihkaffevereins. Haberkorn. Fostkeller. Heute Abend: 8173 Saure Nieren m. Kartoffel«. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Kommerzienraths Georg Karl Gail sind für das Jahr 1887 an zwei bedürftige dahier wohnende Familien oder allein stehende Personen Unterstützungen von je 200 JL zu vergeben. Bewerbungen haben bis zum 15. d. Mts. bei der unterzeichneten Behörde zu geschehen. Gießen, den 1. December 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. -frmcksmlerNersicheriingk-geselWasl oegcii Masserfeilimgs Schäden. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir Herrn A. von Jungenfeld in Giesten eine Haupt - Agentur unserer Gesellschaft übertragen haben. Frankfurt a. M., den 1. December 1886. Frankfurter Dersiekerungs Gesellschaft gegen Wasserleitungs-Schäden. Unter Bezugnahme auf vorstehende Annonce empfiehlt sich die unterzeichnete Haupt - Agentur zum Abschluß von Versicherungen gegen WafferleitungS - Schäden. Die obengenannte Gesellschaft . versichert Gebäude, Mobilien und Hauögeräthe, sowie Waarenläger aller Art gegen den Schaden, welcher durch Ausströmen von Wasser aus der in den Versicherungs-Lokalitäten befindlichen Wasserleitung entsteht. Ferner ersetzt die Gesellschaft ihren Versicherten solche Schäden, welche durch Mitbewohner, bezw. durch das eigene oder fremde Dienstpersonal rc. aus gleicher Ursache an den versicherten Gegenständen herbeigesührt werden. Desgleichen kommt die Gesellschaft ihren Versicherten' für Schadensersatz-Ansprüche auf, die von dritter Seite aus einem derartigen Wasserleitungs-Schaden gegen sie erhoben werden sollten. Gleichzeitig erstreckt sich die Versicherung auf die Controlirung sowie Instandhaltung der Wasserleitungs-Anlagen und Uebernahme sämmtlicher Reparaturen auf Kosten der Gesellschaft. Das Aufthauen eingefrorener Rohrstrec^en, bezw. ganzer Leitungsstrecken, sowie die Beseitigung von Verstopfungen in den Closets, Abflußrohren re. wird ebenfalls auf Kosten der Gesellschaft bewerkstelligt. Die Prämien sind billig und fest, die Versicherungs-Bedingungen liberal, die Schaden-Regulirungen prompt und coulant. Nähere Auskunft ertheilen die sämmtlichen Agenten sowie die Haupt-Agentur Giessen: A von Iungenfeld. NB. Offerten von tüchtigen und soliden Agenten nimmt die Haupt- Agentur jederzeit entgegen. 8674 | Ein Garten auf der Weiserde, vorn Nachlaß des Balth. Dick, zu verkaufen- Näh. Weidengasse 10. Bekanntmachung. Montag den 6. dS. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, laßt die Unterzeichnete in ihrer Behausung versteigern: Eine neunjährige braune Stute, zugfest gefahren, sowie sämmtliches Pferdegeschirr, einen fast „ neuen ern- Ivännigen Wagen mit Zugehor, eine bock- träcktige Kuh, einen Svazier-Wagen mit Chaisegefchirr, zwei Hinterpfluge einen reuen Haferkasten und eine soff neue ^°Eberstad^' am 1- Dezember 1886. 8663 Kaurad Köhrig Wwe. Iuin ZU W 2 KreisthL Mitgliedern bi( Kector Protokolls ^folgte bei ,cn ueberhansun- unb Nedacteui; ^Versammlung Mrige eripde^ Tn Wt und 1885, vle keinerlei ; m Voranschläge Busses der durch 'n noch den Auz- Geldprämien im W der in Bezug armlung von dem CM.) em 24. September :r aus Hermann- einEnde gemach,, a der Nacht uem use durch Messer- lieineidsverbrechen Zohannes Förster, r ein bedeutendes 7 Uhr an Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austhcilung der h. Communion. V,10 Uhr: Hochamt und Predigt- 2 Uhr: Advents-Andacht. dm BmühaM sicher das schänd' ihrige Wiltme auS r derselbe wurde ererkannt, sondern eines Rcalschülers Zlhema >n unserer re in der Mon itdnanber grollten. Fast glerchM ugenblick lag ou6 esserstich halte als- - Reiche ergab, daß in -Sohn l-'n" ^on der werden. a ittoH von 50W * Mindnr'E nfunf bemertten te«. °-d tiL, 1i®»1 ggertb£ 115 w«VÄ ÄS li Pie olof/rtst» Ma ll Die vielfachen Anfragen erwidernd, sowie einem hochgeehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß unser photogr. Atelier erst Mitte Februar n. ,j. stöffnet^TO t^^^ ^doch unsere provisorische Einrichtung so getroffen, daß vom Sonntag den 5. December d. J. photogr. Aufnahmen stattfinden. ! Künstlerisch« Ausführung! Billigst« Preis« ! Für Militair 8 Vifitbilder 3 JL Blitzaufnahmen: Vs Seeunde Belichtung«,rit. Verarößerungen von kl. Bildern bis zur Lebensgröße. Specialrtät: Unv^gang- licher Collodiumdruck! Empfehlen Photographien als sehr paffendes Weih- ch-.e. 3i. 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