Nr. 203 Samstag dm 4. September 1886 rigen. „Mädchen t Fischer, 19 1-_______ i tüchtige» frequentes tzarit ihrer J. an Haa- ortrog «{eit . ist khrist 6,«M8* Leib» Oig-n^- '^Silber ‘ 6209 )or£^ fau[eC finde» u»g w f ,alicher $6«-- «$,6U621'5 ft’’ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bttrwtti Schulstraß- 7. Erscheint täglich mit »««nahm- des Montag». 2 W- p Durch bte Post bezogen viertelzährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Gießen, den 1. September 1886. Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1887/88. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des KreiseS. Sie werden beauftragt, alsbald mit Aufstellung der Voranschläge für 1887/88 zu beginnen und dafür zu sorgen, daß deren Einsendung in dem vorgeschriebenen Termine — 15. November l. I. — an uns erfolgt. — Wir empfehlen Ihnen hierbei das Folgende: 1) Die Vertreter der Forenfen sind gemäß Art. 40, Absatz 2 der Landgemeindeordnung zur Berathung der Voranschläge einzuladen, wenn die Erhebung einer Umlage stattfinden soll, zu welchen auch die Forensen beizutragen haben. 2) Die Voranschläge derjenigen Gemeinden, in welchen das Großherzogliche Haus ein Normalsteuerkapital von 857,14 JL hat und wenn dem Fiscus- nicht infolge des Gesetzes vom 3. Mai 1858 ein Stimmrecht im Gemeinderath zusteht, sind in einem Exemplar bei Beginn der zweiten Offenlegung der betr. Großh. Oberförsterei zur Einsicht vorzulegen. Bescheinigung, daß dies geschehen, ist dem Voranschlag beizufügen. 3) Bei Berechnung der Holzerlöse sind die seitherigen Tarifpreise zu Grunde zu legen. 4) Als Beiträge zur Kreiskasse sind diejenigen Beträge einzustellen, welche pro 1886/87 angefordert wurden. 5) Das Betriebskapital darf nicht zu knapp angesetzt werden, damit Verlegenheiten der Kasse und Kassenanlehen vermieden werden. 6) Die Einsendung der Voranschläge hat jedenfalls im bestimmten Termine zu erfolgen, da wir im Interesse einer ordnungsmäßigen Budgetwirthschaft Frist nicht erthellen werden. Sollten aus besonderen Gründen einzelne Rechnungen bis zu dem Termin noch nicht gestellt sein, so ist dem § 41, Absatz 2 der Voranschlagsinstruction entsprechend die Uebersicht — Beilage 4 — aus Grund des Handbuchs zu fertigen. Im Uebrigen wollen Sie nach unserem früheren Ausschreiben, sowie nach unseren Bemerkungen und Entschließungen zu den vorhergehenden Voranschlägen verfahren. ______________________________________________________________ I. V.: Jost.___________________________________________________________________ Gießen, den 2. September 1886. Betreffend: Die Ausführung der Unfalluntersuchungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise». Nachstehend abgedrucktes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 20. Aug. 1886 zu Nr- M. J. 17688 theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und Nachachtung mit. I- Jost. Darmstadt, am 20. August 1886. Betreffend: Die Kosten der Unfalluntersuchungen. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Die Kosten, welche durch eine in Gemäßheit des § 53 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 von der Ortspolizeibehörde vorgenommene Unfalluntersuchung entstehen, sind als Kosten der örtlichen Polheiverwaltung zu betrachten und fallen als solche der Gemeindekaffe zur Last. Die durch die Teilnahme der Genossenschastsorgane in der Untersuchungsverhandlung, sowie der auf Antrag der Genossenschaft zugezogenen Zeugen und Sachverständigen und den Bevollmächtigten der Krankenkassen erwachsenden Kosten, werden nach §§ 25, 54 Abs. 2 und 45 des Unfallversicherungsgesetzes von der Genossenschaft übernommen. In Vertretung: v- Knorr. Best. Betreffend: Aufstellung der Kirchenvoranschläge. Lang-Göns, den 2. September 1886. Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen an die Kirchenvorstände des Dekanats. Sie wollen alsbald die Aufstellung der Kirchenvoranschläge für 1887/88 in die Hand nehmen. ________________________________________________________ Strack.___ Dekanatsbote. Der Dekanatsbote geht diesmal DienStag den 7. und Mittwoch den 8. September. Lang-Göns, den 2. September 1886. Dr. Strack, Dekan. Nußland. Petersburg, 2. September. Der „Regier.-Anz." veröffentlicht ein Telegramm des Fürsten Alexander an den Kaiser, welches letzterem am 18. August a. St. (30. August n. St.) durch Vermittelung des Leiters des russischen Consulats in Rustschuk zugegangen, sowie die Antwort, welche der Kaiser dem Fürsten telegraphisch nach Philippopel ertheilte. Das Telegramm des Fürsten lautet : „Sire! Nachdem ich die Regierung meines Landes wieder übernommen Habs, wage ich es, Eurer Majestät meinen ehrerbietigsten Dank auszusprechen dafür, daß der Vertreter Eurer Majestät in Rustschuk durch seine osficielle Gegenwart bei meinem Empfange der bulgarischen Bevölkerung gezeigt, daß die kaiserliche Regierung den gegen meine Person gerichteten revolutionären Act nicht billigen kann. Gleichzeitig bitte ich um die Erlaubniß, Ew. Majestät meinen Dank aussprechen zu dürfen, für die Entsendung des Generals Fürsten Dolgorukow als außerordentlichen Gesandten Ew. Majestät! Indem ich die legale Gewalt wieder in meine Hände nehme, ist es mein erster Schritt, Ew. Majestät auszusprechen, daß ich die feste Absicht habe, j-des mögliche Opfer zu bringen, um die hochherzigen Intentionen Ew. Majestät unterstützen zu können, welche dahin gehen, Bulgarien aus der schweren Krise herauszubringen, welche se gegenwärtig durchmacht. Bitte Ew. Majestät, den Fürsten Dolgorukow zu | ermächtigen, sich direct baldmöglichst mit mir zu verständigen, ich werde glücklich sein, Ew. Majestät den sicheren Beweis meiner unveränderlichen Ergebenheit gegen Ihre erhabene Person geben zu können. Das monarchische Princip nöthigt mich, den gesetzmäßigen Zustand in Bulgarien und Rumelien wieder herzuftellen. Da Rußland mir meine Krone gegeben, so bin ich bereit, dieselbe in die Hände seines Souverains zurückzugeben." Die Antwort des Kaisers lautet: „Ich habe das Telegramm Ew. Hoheit erhalten. Ich kann Ihre Rückkehr nach Bulgarien nicht guthetßen, da ich ver- hängnißvolle Consequenzen für das Land voraussehe, das schon so geprüft ist. Die Mission Dolgorukows ist inopportun geworden. Ich werde mich jeder Einmischung in den traurigen Zustand der Dinge enthalten, welchen Bulgarien wieder überliefert ist, so lange Sie dort bleiben werden. Ew. Hoheit werden zu würdigen wissen, was Sie zu thun haben. Ich behalte mir vor, zu beurtheilen, was mir das geheiligte Andenken meines Vaters, das Interesse Rußlands und der Frieden des Orients gebieten." Petersburg, 2. September. Der Redaction der „Neuen Zeit" wird geschrieben: Für Rußland gtebt es hinsichtlich Bulgariens nur zwei Wege: Entweder Occupation Bulgariens zur Beseitigung der Anarchie oder Ueberlaffung Bulgariens an die Anarchie auf unbestimmte Zett. Die Würde Rußlands läßt nicht die Möglichkeit irgendwelcher Compromiffe zu. das Palais tragen. Soldaten und Bürger nahmen den Fürsten Alexander auf ihre Schultern und unter unbeschreiblichem Jubel trugen sie ihn in das Palais, das eine Viertelstunde vom Hafen entfernt liegt. Aus allen Fenstern in der engen Straße grüßten ihn Hurrahs und Blumen. Vor dem Palais verabschiedete sich der Fürst von dem jubelnden Volke. Er ging die Treppe hinauf, während die Bevölkerung und die Soldaten vor dem Palais weiter Hurrah riefen und das Verlangen äußerten, den Fürsten nochmals zu sehen. Alexander kam auf den Balkon. Die Soldaten in der Straße sanken in die Knie und hielten flebend die Hände zu ihrem Kriegsherrn empor, Verzeihung erbittend. Der Fürst nickte den Soldaten zu und verließ bald den Balkon. Das war der erste Tag in Rustschuk. Türkei. Konstantinopel, 2. September. Der Secretär der russischen Botschaft, Neklindow, ist nach Sofia abgereist, um bett dortigen russischen Agenten Bogdanow zu ersetzen, der angeblich mit Urlaub abgereist ist. Universttät» - Chronik. — Professor Eduard Zeller zu Berlin ist anläßlich seines 50jährigen Doctor - Jubiläums von der medicinischen Fakultät der Universität Marburg zum Doctor honoris causa ernannt worden. Zeller war von 1849 bis 1862 Professor in Marburg, Anfangs als Mitglied der theologischen, dann der philosophischen Fakultät. Lokales. Gießen, 3. Septbr. Herr Kapellmeister Wilh. G. Hilge, bei allen Concert- besuchern aus früheren Jahren sowohl als vorzüglicher Piston-Virtuose als auch als Dirigent einer Artillerie-Capelle in gutem Andenken stehend, wird nächsten Sonntag zum ersten Male mit seiner jetzigen, früher unter Adam's Leitung gestandenen Capelle des 115. Regiments in Stein's Garten concertiren. Wir verfehlen nicht, hiermit noch besonders auf den bevorstehenden musikalischen Genuß aufmerksam zu machen. — Das vom Bicycle - Club Frankfurt veranstaltete Rennen, welches nächsten Sonntag in der Nähe des Forsthauses abgehalten wird, scheint nach vorliegendem Programm großartig zu werden. Es haben sich 79 Wettfahrer aus allen Theilen Deutschlands angemeldet. Bei den Rennen, an denen sich der hiesige Radfahroerein be- theiligt, concurriren um die Preise 14 Clubs und 2 Einzelfahrer, im Ganzen 27 Fahrer. Darunter Hch. Aichele, Meisterschaftsfahrer der Schweiz, Böckeler, Bremen, Hartmann, Hannover, Haage, Erfurt, u. s. w. Dir Ereignisse in Bulgarien. Einen sehr lebendigen und anschaulichen Bericht über den Einzug des Fürsten Alexander in Rustschuk entnehmen wir dem „N. W. Tgbl." Derselbe lautet: Das Schiff „Alexander" verließ Giurgewo gegen 1 Uhr, um hinüber nach Rustschuk zu fahren. Unter den Hurrahs der rumänischen Bevölkerung und den Klängen der Militärmusik setzte sich die Nacht in Bewegung. Die Vorgänge auf der Nacht während der kurzen Ueberfahrt waren sehr interessant. Es gab kein Ceremoniell auf dem Schiffe. Keine Etikette herrschte hier, sowie während des ganzen Empfanges auch nicht eine Spur von einem Zwang, von polizeilichen Maßregeln wahrzunehmen war. Der Fürst kehrt nach einer infamen Verschwörung in's Land zurück, kein Zweifel, die Attentäter haben noch Genossen im Lande. Aber trotzdem sieht man nicht die uns im Centrum von Europa so genau bekannten Polizisten-Gesichter, kein Mensch bewacht den Fürsten — das begeisterte Volk hat seine Augen auf ihn gerichtet; er ist „nur" seinem Schutze anvertraut. Der Fürst steigt in den Salon der Nacht. Stambulow, Oberst Fillew, Premier Radoslaw folgen ihm. Im Augenblicke ist der Salon gefüllt mit Menschen. Der Fürst neigt sein Ohr zu Stambulow, der viel kleiner ist, nieder und hört mit Aufmerksamkeit dem Manne zu, dessen Energie den Thron Bulgariens gerettet hat. Mit lebhaften Gesten begleitet Stambulow seine Erzählung. Es ist kein bureaukratischer, allerunterthänigster Vortrag, den Stambulow hält. Seine Hände fliegen förmlich durch die Luft, während er die Scene schildert, welche sich in der National-Versammlung von Tirnowo abgespielt hat, als die Versammlung die Contre- Revolution proclamirte und die Huldigung für den Fürsten aussprach. Lange hörte der Fürst zu. Da wird er müde, und ohne sich lange zu besinnen, setzt sich Fürst Alexander auf den Tisch des Salons. Stambulow erzählt weiter. Dann befragen Stambulow und Radoslawow den Fürsten über seine eigenen Wahrnehmungen. Die Beiden erhalten jetzt eigentlich den erften authentischen Bericht über die Vorgänge in Sofia am 21. August. Es herrscht ein zwangloser, man würde bei uns in Wien sagen gemüthlicher Ton auf dem Schiffe, welches Alerander I. zurückbringt in sein Lano. Die Conversation wird durch Kanonenschüsse unterbrochen, welche von Rustschuk herüber den Fürsten grüßen. Fürst Alexander und sein Gefolge betreten das Deck. Der Fürst blickt hinüber nach Bulgarien, jetzt wieder sein Land. Drüben ist Alles schwarz von Menschen. Den langen Donau-Quai hin zieht sich in schier endloser Zeile hie Menschenmenge. Der Berg, an dem Rustschuk lehnt, scheint lebendig geworden zu sein. Ueber zwanzigtausend Personen mögen es wohl sein, die den Berg occupirt haben. Diese Tausende brachen in ein lautes Hurrah aus, als sie den Fürsten auf dem Verdeck erblickten. Fast eine Viertelstunde lang dauerte diese betäubende Ovation, welche der Fürst mit dem Schwenken des Hutes erwiderte. Die Begeisterung der Leute kannte keine Grenzen; immer erneuert sich die stürmische Begrüßung, daß die Luft davon erzittert. Das Schiff legt an. Auf der Landungsbrücke erwarten die Vertreter der Stadt und die Mitglieder des Consularcorps den Fürsten. Der russische Consul ist in seiner grünen Uniform anwesend. Man bemerkt, daß er den dreispitzigen Hut erst lüftet, nachdem der Fürst die Landungsbrücke betreten hat und daß er der Erste ist, der sich sofort wieder bedeckt, nachdem oer Fürst, welcher ihm schweigend die Hand gereicht hat, an ihm vorbei ist. Das Volk auf dem Berge und am Quai schreit weiter Hurrah, es jubelt dem Fürsten zu, ein Blumenregen geht nieder. Da winkt Stambulow mit seinem Taschentuch — das Volk schweigt. Die Musik verstummt. Hier findet die officielle Begrüßung des Fürsten, die Uebergade der Regentschaft in seine Hände statt. Kurz, über markig spricht Stambulow. Weithin ist seine sonore Stimme vernehmbar. Er begrüßt den Fürsten „im Namen des Volkes" und übergiebt die Regentschaft Bulgariens seinem Fürsten — unserem Fürsten! ruft Stambulow und wiederholt es dreimal; „Nas Kajas!“.....Da unterbricht ihn der Fürst, indem er dem Volksmann um den Hals fällt und ihn küßt. Lange dauert die Umarmung und immer wieder küßt der Fürst den Mann, der ihm seine Treue in so hochherziger Weise bewiesen. Die Bevölkerung begleitet diese ungewöhnliche Scene mit stürmischen Hurrahs, welche während der langen Umarmung in lautes Schluchzen übergehen. Das Volk weint vor Rührung, vor Freude, vor Reue; es weint tief bewegt über die Scene, welche sich am Donau-Ufer abfpielt. Nachdem der Fürst, welcher tief ergriffen war, sich von Stambulow getrennt hatte, fährt dieser in seiner Rede fort, versichert den Fürsten der Treue des Volkes, das entrüstet sei über die Räuber, die den Fürsten gestohlen hatten und bittet ihn, das Land, das ruhig und zufrieden sei, wieder wie bisher zu führen. Neue Ovationen. Mit Mühe konnte sich Fürst Alexander Gehör verschaffen, welcher in bulgarischer Sprache Stambulow und dem Volke für die bewiesene Treue dankte und versicherte, daß er „für das Glück und den Fortschritt Bulgariens" mit allen Kräften einstehen werde. Ueber die Verschwörung ging Fürst Alexander hinweg, indem er sagte: „Was geschehen ist, das war der Wille Gottes." Nach dieser Begrüßung drängte sich das Volk um den Fürsten, welcher in’’fein Palais gehen wollte. Aber das Volk ließ es nicht zu. Es wollte seinen Fürsten in Telegraphische Depesche«. »0tVS Utaflu Torresporrdrrrs«Brrrrarr. Berlin, 2. September. Anläßlich der Sedanfeier ist die Stadt reich geflaggt. Die Kriegervereine und patriotischen Gesellschaften veranstalten zahlreiche Festlichkeiten. Mittags fand auf der Plattform des Rathhaufes eine Musik-Aufführung statt, in allen Schulen wurden Festacte gehalten, die Theater geben Festvorstellungen. Zahlreiche Vorbereitungen zur Illumination sind getroffen; auch das Rathhaus wird beleuchtet. Aus Breslau, Bremen, Weimar, Leipzig und anderen Orten liegen ähnliche Meldungen vor. Pesth, 2. September. Bei der heutigen kirchlichen Feier anläßlich der Rückeroberung Ofens wohnten die Minister, die Kardinäle, die Erzbischöfe, die Mitglieder des Reichstags, das Consularcorps, die Generalität, die Spitzen der Behörden und die Deputationen des Auslandes, an ihrer Spitze die preußische militärische Deputation, sowie die Nachkommen der Helden bet, welche bei der Wiedereroberung sich auszeichneten. Die Messe ward vom Cardinal-Primas Simon unter Assistenz der Bischöfe celebrirt. In seiner Kanzelrede wies der Cardinal-Primas auf die hohe Wichtigkeit der Ereignisse für die ganze Christenheit hin und gedachte anerkennend der Nationen, die daran theilgenommen. Die militärischen Ehren bei der Feier erwiesen mehrere Compagnien des gemeinsamen Heeres und der Honvedarmee. Die Feier schloß mit der Enthüllung der Gedächtnißtafel. Bern, 2. September. Dem Bundesrathe ist die Uebereinfunft, betreffend Organisation der internationalen Erdmessung, welche namentlich die Einrichtung eines ständigen Centralbureaus in Berlin, sowie die Dotirung der genannten Commission durch die beseitigten Staaten zum Zwecke hat, zur Annahme vorgelegt. Gleichzeitig ift die Schweiz zur Beschickung der Conferenz der europäischen Gradmessungen ein- geladen, die behufs Ausführung der im Projecte vorgesehenen Maßregeln am 20. October in Berlin zusammentreten soll. Der Bundesrath erklärte den Beitritt her Schweiz zu der Uebereinfunft und ernannte zum Vertreter an der Conferenz Professor Dr. Hirsch (Neuenburg). Sofia, 2. September. (Telegramm der „Agence Havas".] Die Gerüchte über Ruhestörungen und den Ausbruch des Bürgerkrieges in Bulgarien sind unbegründet. Cs herrscht die vollständigste Ruhe. Die Ankunft des Fürsten Alexander steht hier morgen Abend zu erwarten. Rewyork, 2. September. Weiteren Depeschen zufolge ist Charleston buchstäblich ein Trümmerhaufen. Drei Stadtviertel müssen gänzlich wieder aufgebaut werden. Die Bevölkerung ist noch unter freiem Himmel. Die meisten bei dem Erdbeben Um- geFommenen sind Neger. Die Leichname liegen noch unbeerdigt auf der Straße. Die Telegraphenverbindung ist nur theilweise hergestellt. Vorläufig ist es unmöglich, den Schaden zu beziffern. Aehnliches Unglück traf den Norden und Süden Carolinas und Georgias.__ Garbenteich, 2. September. Vor einiger Zeit starb dahier die Gattin eines jungen Mannes und verfiel derselbe in einen Zustand, der oft zu Bedenken Anlaß gab. Heute Morgen nun lief die traurige Kunde durch den Ort, daß er sich entleibt und zwar mit einem Rasirmeffer den Hals abgeschnitten hatte. Bad Nauheim, 2. September. Im Solsprudel dahier wurde heute Morgen die Leiche eines Soldaten des Infanterie-Regiments Nr. 116 aufgefunden; wie wir hören, diente er in der 8. Compagnie und hieß Pacher. Es soll unglückseliges Liebes- verhältniß als Motiv des Selbstmordes vorliegen. Neu-Ulrichstein, 1. September. (Monats-Bericht der Arbeiter-Colonie pro August 1886.] Ultimo August waren in der Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesanimt 35. Hiervon waren: Landw. Arbeiter rc. 9, Bäcker 3, Bergleute 1, Fleischer 4, Gärtner 1, Kaufleute (Commis) 1, Kellner 1, Klempner (Metalldrücker) 1, Lehrer 1, Müller 1, Schlosser 2, Schneider 1, Schuhmacher 2, Weber 1, Schreiber 3, Portefeuille-Arbeiter 1, Scheerenschleifer 1, Buchdrucker 1. Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 9, Nassau 4, Bayern 2, Württemberg 1, Sachsen 1, Thüringen 1. Von Preußen auf die Provinzen : Brandenburg 2, Hannover 2, Hessen (Cassel) 9, Schlesien 1, Rheinprovinz 2, Hamburg 1. Abgegangen sind im Laufe des Monats August 10. Davon gingen auf eigenen Wunsch 8, entlaufen 2. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 332 Colonisfen. Wetzlar, 1. September. Gestern Abend ist der Commandeur der 42. Infanterie-Brigade, Herr Generalmajor v. Stockmarr, in hiesiger Stadt angekommen. — Heute früh fand bei Rechtenbach die Besichtigung des 80. Regiments durch den Divisions - Commandeur, Herrn Generallieutenant v. Boehn, statt. — Wie wir ferner hören, wird die Ankunft des Corpsbefehlshabers Generals der Cavallerie, Frei- Herrn v. Schlotheim für die nächsten Tage in hiesiger Stadt erwartet. (W. A.) Wetzlar, 2. September. Unterhalb des Platzes, wo früher die Badeanstalt der Jäger gestanden, ist soeben ein Soldat, der Füsilier Jagemann von der 9. Compagnie des 80. Regiments, beim Baden in der Lahn im Angesichte feiner Kameraden ertrunken. Die Rettungsversuche der letzteren Hieben erfolglos. Wahrscheinlich ist der Unglückliche, welcher schwimmen konnte, von einem Krampfe erfaßt worden. Der Ertrunkene, ein Wiesbadener, diente im zweiten Jahre. Homburg, 31.August. Heute Nachmittag gegen V,3Uhr wurde unsere Feuerwehr allarmirt und rückte dieselbe alsbald mit der Landspritze nach dem benachbarten Kirdorf aus, wo großes Feuer ausgebrochen war. Es brannte die Scheuer und ein daranstehendes Gebäude der verwittweten Frau Bürgermeister Raab daselbst nieder. Das Feuer hatte sich auch auf ein danebenstehendes Wohnhaus des Schmiedemeisters Born ausgedehnt, das zur Hälfte niederbrannte und wodurch zwei Familien obdachlos geworden sind. Das Feuer soll, wie erzählt wird, dadurch entstanden fein, daß Kinder in der Scheune mit Streichhölzchen gespielt haben. Aachen, 1. September. Dem Vernehmen nach ist Seitens des Ministers des Innern die Genehmigung ertheilt worden, daß in den Städten Aachen und Burtscheid vom 1. Januar 1887 an eine städtische Brau-, bezw. Biersteuer erhoben werde. Von dem bezeichneten Termin an erfolgt ein communaler Zuschlag von fünfzig vom Hundert zur staatlichen Brausteuer und die Erhebung von 65 H für jeden eingeführten Hecto- liter fremden Bieres. — Der Stadtrath zu Gotha erläßt eine Warnung vor Ankauf eines mittelst Flugblattes von einem Fabrikanten G. Seifert in Dresden-Trachenberg empfohlenen Heilmittels gegen gichtische und rheumatische Leiden, welches nach von dem Königl. Polizeipräsidenten zu Hannover veranlaßter chemischer Untersuchung aus präparirter Schafwolle besteht, die lediglich die in derselben vorkommenden Fette, Wollschweiß und die dem Reinigen der Wolle entstammenden Seifen und Salze auffinden ließ. Der reelle Werth des Päckchens Wolle, welchem die angepriesene Heilkraft nicht innewohnt, beträgt 10 Pfennige, es wird aber vom Verfertiger für drei Mark verkauft. Winningen a. d. Mosel, 29. August. Die aus fünf Herren bestehende Commission zur Untersuchung unserer Weinberge auf das Vorhandensein der Reblaus hat nun, nachdem sie 15 Tage hier thätig war und eine Fläche von etwa 160 Hectar mit größter Gewissenhaftigkeit untersucht hat, ihre Arbeit dahier beendet. Zu unserer größten Befriedigung ist festgestellt worden, daß wir noch von diesem gefährlichen Feind verschont sind. Daß die Leitung dieser Commission einem praktischen Winzer anvertraut war, hat nicht allein die Untersuchung wesentlich gefördert, sondern auch bei den Winzern mehr Vertrauen erweckt und vielfach Gelegenheit zum Austausch gegenseitiger Erfahrungen und Ansichten gegeben. (Cobl. Ztg.) Heidelberg. Ueber den Weinconsum auf dem jüngst verflossenen Heidelberger Universitätsjubiläum ist bereits berichtet worden; nichts verlautete aber bisher über den uns Deutschen mindestens ebenso nahe berührenden Consum des Bieres. Wir können da mit recht interessanten Daten dienen. Die mit diesem Theil der Feierlichkeiten betrauten Herren des badischen Ministeriums, wohl wissend, daß bei einem studentischen Fest die „Bierfrage" eine eminent wichtige ist, sahen sich nach edlem, der hohen Feier würdigen Bierftoff um, und ihre Wahl, sicherlich nicht leicht bei so vielen guten Quellen, fiel auf das Gebräu der Brauerei G. Pfchorr in München. Trotz der nahe herangerückten Festzeit gelang es Herrn Louis Schaaff, dem Wirth zum weißen Bock (welchem ehemals Heidelberger akademischen Bürger kommt bei Nennung dieses Namens nicht manche wehmüthig-freundliche Erinnerung), rechtzeitig 6 Waggons, jeder mit 10 000 Kilo Bier beladen, von München heranzuschaffen; eine bei dem coloffalen Verkehr vor und während der Festtage wahrhaft großartige Glanzleistung, die dem Bockwirth und der mit dem schmeichelhaften Auftrage bedachten Brauerei alle Ehre macht. Ein Theil des Bieres wurde im weißen Bock, der andere Theil in einem noch gut erhaltenen Gewölbe der herrlichen Schloßruine eingekellert und ca. 9000 Kilo EiL hinzugethan. Auf dem Schloßfest liefen sich unser Kronprinz, der Großherzog voa 'Bai»en und ihr Gefolge, sowie viele hohe Würdenträger den frischen Trunk wohl munden und gelangten hier in wenig Stunden gegen 6000 Liter wm Ausschank. Noch großartigere Dimensionen nahm der Consum in der Festhalle und im weißen Bock an, -wo das Bterleben an die Glanzzeiten des Münchener Hofbräus erinnerte. Räume, Stiege, Hof und Straße vor der Quelle des edlen Nasses waren von früh bis spät so dicht beseht, daß auf letzterer während der Festzeit der Wagen verkehr stark beeinträchtigt und zeitweise ganz gehemmt wurde. Hier waren Graf Wilhelm Bismarck und viele Parlamentarier des Deutschen Reichstages tägliche Gäste und beziffert sich der Consum hier während der Festtage lediglich des Pschorrbräus auf das stattliche Quantum von 18 000 Liter. Von maßgebender Stelle wurde Herrn Schaafs das beste Lob zu Theil nnd auch die Bierbrauerei zum Pschorr hat einen neuen, großartigen Erfolg für ihr längst bekanntes vorzügliches Gebräu zu verzeichnen. — [Um den Tabak.) Die englische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft ift bezüglich der Frage des Tabaks in zwei Lager getheilt und es wurde beschlossen, die Entscheidung dem berühmten Naturforscher Professor Huxle-y zu übertragen. Derselbe hielt dann auch vor einer zahlreichen Zuhörerschaft einen Vortrag, welchem er seine persönlichen Erfahrungen zu Grunde legte. „Vierzig Jahre meines Lebens", so sagte er ungefähr, „ist der Tabak für mich ein furchtbares Gift gewesen. (Beifall von Seiten der Tabakfeinde.) In meiner Jugend, als ich Medicin studirte, versuchte ick das Rauchen. Vergebliche Mühe; bei jedem neuen Versuche zog ich den kürzeren und der Feind streckte mich zu Boden. (Neuer Beifall der Tabakfeinde.) Ich wurde Marine-Arzt und versuchte wiederum zu rauchen; abermals ohne Erfolg. Ich faßte daher einen tödtlichen Haß gegen den Tabak, und ich glaube, keine Maßregel gegen den Tabak oder die Raucher wäre mir damals zu streng gewesen. (Lebhafter Beifall der Tabakfeinde.) Vor mehreren Jahren machte ich mit ein paar Freunden eine Reise durch die Bretagne. Eines Tages, während es in Strömen regnete, befanden wir uns in einem elenden Dorfwirthshause, mit der Aussicht, längere Zeit daselbst zubringen zu müssen, da der Regen nickt aufhören wollte. Meine Freunde steckten sich ihre Cigarren an und schienen dabei trotz aller trüben Aussichten von ihrer Lage so befriedigt, daß ich mir sagte: Meiner Treu, ich will es auch machen wie sie! (Murren der Tabakfeinde.) Ich nahm eine Cigarre (Bewegung in verschiedenem Sinne) . . . . ich stecke sie an (die ganze Zuhörerschaft hängt an den Lippen des Redners) und ich fand den Genuß köstlich. (Mißbilligende Ausrufe der Tabakfeinde und Beifall der Tabakfrcunde.) Von diesem Tage an war ich zum Tabak bekehrt und ich erkläre, daß meines Erachtens das Rauchen, wenn es mäßig geschieht, eine comfortable und selbst löbliche Gewohnheit ist, deren Wirkungen ausgezeichnet sind. (Allgemeine Verwirrung der Tabakfeinde und Lachen der Tabakfreunde.) Eine Pfeife Tabak ist nicht -schädlicher, als eine Tasse Thee; man kann sich vergiften, wenn man unmäßig Thee trinkt und man kann sich umbringen, wenn man zu viel Beefsteaks ißt. So kann man sich auch krank machen, wenn man unmäßig raucht. Der Tabak aber mäßig genossen, übt eine beruhigende Wirkung aus, die ich in den meisten Fällen als eine wohlthuende betrachte. Auch ist es nicht zweifelhaft, daß der Tabak die Sitten mildere." (Triumpf der Raucher; vollständige Zerknirschung ihrer Gegner.) — [Die Postkinder.) Die deutsche Reichspost zählt zur Zeit ein Personal von rund 82 000 Bediensteten. Hiervon sind 30 000 Beamte und 52 000 Unterbeamte. -Von 30 000 Beamten sind 18 700 verheirathet und haben 41200 Kinder, also im Durchschnitt mehr als 2 Kinder für jede Familie. 11 300 Postbeamte sind noch un- .werheirathet. Es sind das fast nur jüngere Beamte, die ebenfalls sich demnächst Lebensgefährtinnen nehmen werden. Die Untcrbeamten der Post haben durchschnittlich mehr Kinder als die Beamten: während auf 30 000 Beamte 41200 Kinder kommen, beträgt die Zahl der Kinder der 52 000 Unterbeamten 123 800. Im Ganzen giebt es also im Reickspostgebiete 165 000 Postkinder. Man sieht, die Postfamilie ist eine große und sie wächst noch mit jedem Jahre. Schiffsnachrichteu. Bremen 1 Septbr. [Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Marn, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. August von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Temperatur in Gieße«. August 1886. Niederste + 2,9 0R. Mittlere 4- 13,92 „ Mittel früherer Jahre 4- 13,77 „ Höchste . 4- 23,9 „ Niederschlag an 12 Tagen .... 1,51 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,32 „ „ Kirchliche Anzeigen der Stadt Metze«. Evangelische Gemeinde. Samstag den 4. September. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey. 11. Sonntag nach Trinitatis, 5. September. Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Schlosser. Feier des heiligen Abendmahls. . t , Nachmittags 3 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Die Kinderkirche fällt aus. Montag den 6. September, Vormittags 9 Uhr, Eröffnungsgottesdienfd zur Dekanatssynode, Pfarrer Heintze aus Kirchberg. Sonntag den 12. September, findet im Vormittagsgottesdienst die kirch- kiche Ferer des Geburtstags Sr. Königlichen Hoheit des Groß- herzogs statt. Die am Sedantage im Festgottesdienste erhobene Kollette für die Kaiser-Wil- Helm-Stistung ertrug lu 85 Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 5. bis 11. September besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 12. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. , VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. w 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 6« Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 725 Uhr. Temperatur der Lahn. Am ö. September, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18°, Luft 24® R. im Schatten« L. Cbr. Rübfamen. Möbel-Versteigerung Montag den 6. September, Nachmittags 2V2 Uhr. Wegzugshalber werden in der Wohnung des Herrn Ang. Obermann, Frankfurter Straße 76, vis- a-vis dem Chausseehaus, nachverzeichnete Gegenstände versteigert: 1 schönes Waschschränkchen mit Mar- morplatte, 2thür. Kleiderschrank, kleiner Küchenschrank mit Glasaufsatz, großer Spiegel, 1 Regulator, 8 BillardqueueS mit Ständer, Bettstellen, 1 Sopha u. s. ro. Sämmt- liches gut erhalten. 6254 Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Auskunft ertheilt Herr LouiS Rothenberger, Neeuenweg 22. Montag den 6. September, Nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung der Versteigerung deS Nachlaßes deS F. La w- puS im Hause des Herrn Georg Lampus, Seltersweg 73. Möbel und sonstiger Hausrath. 6256 Montag den 6. 6. Mts. sollen durch den Unterzcichncten öffentlich versteigert werden: a. Morgens 10 Uhr, auf meinem Bureau, Bahnhofstraße 5: 1 goldene Cylinder-Uhr (Herren-llhr), d. Nachmittags 2 Uhr in der Flett'schen Hofraithe dahier: 1 Cassa, 1 gr. Waarenschrank, 3 Secretäre, 1 Garnitur Polstermöbel, 1 Pianino, einige Sopha's, Spieael-, Kleider- u. Küchenschränke u. andere Möbel, ferner 1 Wagen, 1 Hundewägelchen 1 Parthie Gartenmöbel, diverse Stücke Tuche und Buckskins. Versteigerung unter »• findet bestimmt, die unter b. voraussichtlich theilweise bestimmt statt. Gießen, am 3. September 1886. Engel, 6255 Gerichtsvollzieher. Allgemeiner Anzeiger. Darmstädter Werde- u. Fichten-Markt am 27., 28. und 29. September 1886 Preisvertheüung am 27. September, Nachmittags 3 Uhr Verloofrnig am 29. September, Nachmittags 4 Uhr, von schönen Reit- und Wagenpferden, Fohlen, einem eleganten Zweispänner mit zwei Pferden und completem Geschirr, einem Stuhlwagen mit Pferd und Geschirr, vielen Reit- und Fahrgegenständen rc. rc. Der Vertrieb der Loose ä 2 Mark per Stück ist dem Herrn L. F. Ohnacker in Darmstadt und Frankfurt a. M. im einzigen General-Debit übertragen. 6257 Der Darmstädter Pferdemarkt-Berein. Einem geehrten Publikum von Hungen und Umgegend zur gefälligen Nachricht, daß ich mich hier als praktischer Arzt niedergelassen habe und vom 5. September an in meiner Wohnung, bei Kaufmann S. Wolf, zu sprechen bin. Hungen, den 31. August 1886. 6144 CZD Größte, verbreitetste deutsche Monatsschrift, alle Gebiete umfassend. Dr. med. Wilhelm Haas, prakt. Arzt, Wundarzt nnd Geburtshelfer. A A 44 Musterhafte Gediegerr- ■ £ heil und äußerst amü- V W"sanier Inhalt durch Mltarbetter 1.Ranges verbürgt.— Jllustratronen nach Zahl und Wert ersten Ranges. Viele Kunstblätter. Wertvolle i^trabeil. Alles in Allem: Erstes Älatt für jede Familie. Rur l MK. das Heft. Wegen hoh.Aufl. bestes JnsertionSmittel.—Jetzt besonders zu beachten: Ein grandioses Panorama: „Berlin im 90. Lebensjahre Kaiser Wilhelms?^ Wasserleitungs-Anlagen, sowie Pumpen-, Bade- und Closet-Cinrichtungen liefert unter Garantie Ohr. Zimmer, Kupferschmied, Bahnhofstraße 12. Badeöfen und Wannen stets auf Lager.5687 6237 Ein vollständig gut erhaltener Backofen lWstw.) ist zum Abbruch zu verkaufen; auch wird em Lehrling angenommen __Martin Jughard, Bäckerei, Lollar. 6250 Gesucht eine reinliche Pntzfrg«. Näheres in der Exped. d. Bl- 3NF* Schlachtete heute ein dickes fettes Pferd- M. Hessler, 6240 Neuenweg 33. 6252 Eine Obstdarre (auf den Heerd zu stellen) ist billig zu haben. ______________Bahnhofstraße 57, 2 Tr. Loose zur 2. Klaffe der Baden-Badener Lotterie, Ziehung am 28 September, Darmstädter Pterde-Loose » Mk. Ziehung am 29. September, zu haben bei C. Fuhr., in der Expedition des „Gießener Anzeiger", Schulstraße 7. Wiederverkäufe» gegen reelle Provision gesucht. la. Cervelatwurst, »Pfd. so la. Ileischwurst, „ „ 40 , la. Rauchfleisch, . . so, la. gekochtes Pöckel- fleisch, „ . 40 . la. Knobtauchswürst- chen, „ Stck. io, M. K essler, 6241____________Neuenweg 33. Sammete, Peluche, Atlasse, Bänder, zu Kleider-Garnituren, empfiehlt in großer Farben-Auswahl und billigsten Preisen 5257 A. Fangmann, Jalousien neuester Eonstruction, empfiehlt zu Fabrikpreisen 4810 _____ Grnst Blödner. Neue la. Linse» eingetroffen bei Ferd. Drehes, 5888 Marktplatz 21. Wegen Verlegung meines Geschäfts (Ende dieses Monats) nach Schulstrass® im Hause des Herrn Conditor Lind. verkaufe ich fämmtliche Waareuvorräthe zu bedeutend herabgesetzten Preisen um, bevor ich umziehe, gänzlich zu räumen. Ph. Olinger, Seltersweg 71. (5X5- Brühl’sehe Druckerei E Verlag des .Giessener Anzeiger. U i (Fr. Chr. Pietsch) in Giessen, Schulstr. 7 W W p>fet empfiehlt sich zur ♦ Uebernahme ganzer Werke. Meiling Druckarbeitei als: Cireulaire, Adresskarten, Faetura’s, Druck von Zeitschriften. Mit den neuesten Schriften, Einfassungen und Maschinen ausgestattet, sind wir in der Lage, auch den weitgehendsten Anforderungen in Bezug auf geschmackvolle Herstellung der uns übertragenen Arbeiten genügen zu können. Rechnungsformulare, Avis-Briefe, Statuten, Eintrittskarten, Coneert- Programme, Widmungen, Visite- und Gratulations-Karten etc. ____WWF v-4 V" \ Zur gefälligen Beachtung. Dem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich mit meinem aus's Prachtvollste eingerichteten Riesen-Doppel-Caroussel hier befinde. Da dasselbe auf's höchst Eleganteste eingerichtet und mit allem Somfort für das Publikum ausgestattet und als eines der schönsten existirenden zu betrachten ist, hoffe ich, daß das hochgeehrte Publikum mein Streben, etwas außerordentlich Gutes zu bieten, gütigst anerkennen und mich mit recht zahlreichem Besuche erfreuen wird. Hochachtungsvoll 6239 H. Görke, Earousselbesitzer. Sonntag den 5. u. Montag den 6. September Kirchweihrest zu Mar, wozu ergebenst einladcn 6234 die Wirthe J. Schön u. F. Weinrich. Sonntag -en 5. und Montag den 6. September: Kirchweihrest zu Wort wozu ergebenst einladen 6246 die Wirthe ______Hofmann und Kahlert. 6245 Einen Lehrling sucht I 6086] Mädchen können das Weiß- Louis Lüter, Schuhmacher, Asterweg. I zeugnähen erlernen. Neuenweg 11. Stein’s Garten. Sonntag den 5. September: GROSSES (WERT ausgeführt von der Kapelle des 1. Grostb. Hess. Infanterie - (Leibgarde -) Regiments Nr. 115 unter der bewahrten Leitung des Kapellmeisters und Piston-Virtuosen Herrn Wilh. G. Hilge. Anfang 5 Uhr. Entree 40 Pfg. Ende nach 10 Uhr. Sonntag den S. u, Montag den 6* September Kirchweihfest zu Steinbach wozu ergebenst einladet 6233 6236 Arau Retter nebst Kinder. 6247 Klein-Linden, 4. Sept. 1886. Unserem Gaftwirth Die trauernden Eltern: H. Streuber u. Frau Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei ihrem schweren Verluste sagen innigsten Dank Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schweren Verluste unseres einzigen Töchterchens Minna, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen wir hiermit Allen unfern tiefgefühltesten Dank. Lollar, den 2. September 1866. Karl Balser, Gasthaus rum Einhorn. Für gut« Speisen und Getränke ist besten« gesorgt. CODODODOO □OGaOaQQQQQQQQQaaÖ □ Unserem Freund und Gastwirts 9 n Herrn 6253 M a PH. Rinn § A Zu seinem heutigen 47. Wiegenfeste O LL ein dreifach donnerndes, von der Q Frankfurter Straße bis Wetzlarer O k» Straße rollendes Hoch, daß der D ul ganze Deutsche Hof wackelt- O S Klein-Linden, 4. Sept- 1886. Q 8U Die durstige Männergesellschaft 8 im Deutschen Hof. X QoocxxaoaoaaoooooQa Eine perfekte Kleidermacherin empfiehlt sich für in und außer dem Hause. Näheres Schützenstraße 19. 6251 Vermischte Anzeigen. 6243 Ein Mann in den 40er, im Rechnen und Schreiben bewandert, sucht Arbeit als Packer oder Magazinier re. Gest. Offerten unter M. H. an die Exped- d. Bl-____________________________ 6214 Eine große auswärtige gut eingeführte Brauerei sucht für den hiesigen Platz und Umgebung einen tüchtigen Vertreter, eventuell auch ein frequentes Lokal für den Alleinausschank ihrer Biere- Gef. Offerten sub S. H. an Haa- senstein & Vogler in Frankfurt a/M. 20—30 tüchtige Maurer und Handlanger finden dauernde Beschäftigung bei 6217 JL Wagner. Lohnender Nebenverdienst bietet sich für Geschäftsleute rc-, welche nur Hof- und Gutsbesitzer besuchen,, durch den provifionSweisen Verkauf eines ganz bedeutenden Eonsum» artikelS. Offerten nebst Angabe der bisherigen Thätigkeit sub J. 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