Nr. SO» Erstes Blatt. Sonntag den 4. April L888 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. >»«MM»»iM»«»»MWMMWW»M»«»»W»»»»»WWMWMW»»WW»WW»WWWWWWMW»WWWWWPWWWWWM»W»WWMa«WMWWWM»»MWW»»»M»>MWMMW««W»»»«»M»W^^WWMMW^MWEk) Amtlicher HHeit. __ Betreffend: Die Wiesenrundgänge. Gießen, den 2. April 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien de» Kreise-. Obwohl wir wegen des Wiesengangs zu Anfang vorigen Monats kein besonderes Ausschreiben erlaßen haben, wird dieser herkömmliche und durch Art. 7 der Wiesenpolizeiordnung"vorgeschriebene Rundgang von Ihnen wohl doch vorgenommen worden sein. Wir sehen daher der Änsendung der hierüber aufgenommenen Protokolle entgegen. ___Dr. Boekmann. ___ Nr. 7 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 31. v. M., enthält: (Nr. 1641.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1886/7. Vom 26. März 1186. (Nr. 1642.) Gesetz, betreffend die Heranziehung von Militärpersonen zu den Gemeindeabgaben. Vom 28. März 1886. Gießen, am 2. April 1886 Grobherzogliches Kreisamt Gießen ___Dr. Boekmann. _____________________________________ Gefunden: 2 Hundemaulkörbe, 1 Hundehalsband, 1 Portemonnaie ohne Inhalt, 2 Regenschirme, 1 Stock, 1 Vogelkäfig, 1 Taschenmesser. 1 Deichselnagel, 1 Halstüchelchen. Gießen, am 3. April 1886. Großherzogliche» Polizeiamt Gießen. 'F resenius. Deutschland. Berlin, 1. April. In der heutigen Sitzung des BundesratheS find dem Vernehmen nach die neuen Gesetzentwürfe über die Besteuerung des Branntweins nicht zur Vorlage gelangt. So viel man hört, sind dieselben bisher nicht endgiltig sestgestellt und werden jedenfalls erst noch in der vermuthlich am Sonntag wieder stattfindenden Sitzung des Staatsministeriums zur Durchberathung gelangen. Erwägt man, daß dann noch die königliche Genehmigung zur Einbringung der Entwürfe im Bundesrath als Anträge Preußens erforderlich ist, so wird man kaum fehlgehen, wenn man annimmt, daß die Gesetzentwürfe frühestens Mitte der nächsten Woche an den Bundesrath gelangen könnten. Berlin, 2. «April. Das Abgeordnetenhaus nahm den Rest der Ansiedelungs-Vorlage durchgängig nach den Commisfions-Beschlüssen an mit Ausnahme des § 3, welcher mit einer redactionellen Aenderung Rauchhaupt's und Ritter'S angenommen wurde. Im Lause der Debatte erklärte der Regierungs-Commiffar Marcard, die preußische Agrargesetzgebung werde durch die Commissions-Beschlüsse, betr. die Rentengüter, nicht alterirt, ausgenommen daß durch das Gesetz vom 2. März 1850 die festgesetzte dreißigjährige Ablösbarkeit der Renten für den vorliegenden speciellen Fall in eine dauernde, vom Inhaber des Rentengutes abhängige Ablösbarkeit verwandelt wird. Minister Lucius trat sehr entschieden den Behauptungen Dirichlet's entgegen, daß mit der Vorlage bankerotten deutschen Gutsbesitzern geholfen werden solle und die Vorlage consessioneller Art sei. Morgen Fortbildungsschulen. Stuttgart, 2. April. Der „Staats-Anz. für Württemb." meldet, Prinz Wilhelm und Gemahlin würden nach ihrer Hochzeit am 13. April hier eintreffm, sofort nach Nizza abreisen und wieder am 26. April hierher zurück- kehren, worauf mehrere Festlichkeiten zu Ehren des neüvermählten Paares stattfinden würden. Prinz Wilhelm von Preußen hätte seine Hierherkunft an der Spitze einer Deputation von Garde-Husaren in Aussicht gestellt; derselbe erhielt eine Einladung des Königs, im Residenzschloß zu wohnen. England. London, 2. April. Im Unterhause lenkte Mac Lean die Aufmerksamkeit auf die Bestrebungen der deutschen und anderer Negierungen hinsichtlich des Handels ihrer Länder auf den Märkten des Auslandes. Er beantragt, die Regierung solle die Nothwendigkeit der Ernennung qualificirter diplomatischer Agenten in allen Hauptstädten erwägen, mit der Ausgabe, den britischen Handel zu fördern. Bryce bekämpft den Antrag und erklärt, die Regierung stelle bereits Nachforschungen an und erwäge den Plan, die Wirksamkeit diplomatischer Vertretung zwecks Förderung des Handels zu erhöhen. Die Concurrenz fremder Länder sei unzweifelhaft akut. Die deutschen Kaufleute reussirten besser, weil sie frugaler und-fleißiger seien, aber auch, weil sie eine bessere Erziehung besitzen. Daher reussirten nicht nur Deutsche, die deutsche Unterthanen, sondern auch Deutsch" ’ die britische Unterthanen seien. Der Antrag wird abstimmungslos verw ' g — Belgien. ■■r fiel, 2. April. General van der Smissen durchritt gestern den ------- nage-Bezirk und telegraphirte sodann an die Regierung „C’est lini.« u. ,,.. wurde neuerdings die Arbeit eingestellt. Gestern sanden bei meh- . reren der tzhetlnahme an dem Dynamitanschlag von Ressaix Verdächtigen Haussuchung statt. Fast an allen Orten des heimgesuchten Bezirks haben die Bürgermeister für nächsten Sonntag (Mittsasten) alle Maskeraden verboten. Auch hier in Brüssel wird der übliche Umzug diesmal aussallen. Keichrtag. E. K »erlitt, 2. April 1886. Der Reichstag berieth heute die Vorlage betreffend die Verlängeruns des Socialistengesetzes auf 2 Jahre, wie dieselbe in der zweiten Berathung angenommen worden war, in dritter Lesung. Abg. Krö b er (Volkspartei) bekämpfte das Gesetz und verlangte namentlich vom Centrum, das selbst unter Ausnahmegesetzen lebe, seine Verwerfung. Die Gleichheit vor dem Gesetze fördere die Abschaffung dieses Ausnahmegesetzes. Auf die Klage, daß die Münchener Behörde auch die Versammlungen der Volkspartei, so u. A. die Erinnerungsfeier an das Hambacher Fest verboten habe, erwiderte der Bayrische Ministerialrath Herrmann, daß dieses Verbot vollkommen berechtigt D'e Herren legen sich den Namen Demokraten bei und können folgerichtig den i^r^alöemokraten den Zutritt zu ihren Versammlungen nicht verweigern; darum sei jedenfalls das Verbot erfolgt. Abg. Kalle (natlib.) suchte aus Aussprüchen Most's, Lasselmann's, Marx' und Anderer die Uebereinffimmung der Ziele des Socialismus und des Anarchismus nachzuweisen und damit die Nothwendigkeit der Verlängerung des Gesetzes zu begründen. Abg. Dr. Bamberaer (dfr.) findet, daß der Beschluß gewiß bei Jedem feststehe» daß cs aber trotzdem nothwendig erscheine, vor dem Lande die Gründe darzulegen, welche zu dem Votum geführt haben. Die belgischen Vorgänge, welche in der kurzen Zeit seit der zweiten Lesung jetzt schon ein- ganz anderes Gesicht zeigen, seien vielfach übertrieben worden; sie seien einfach eine Folge der Arbeitseinstellung und der schlechten socialen Lage, wobei freilich das socialistische Element auch eine Rolle gespielt habe, aber in so geringem Maße, daß sogar unsere deutschen Arbeiter in den Nachbardistrictm absolut unbeeinflußt geblieben seien. Unsere deutschen Arbeiter seien weit mehr socialistisch influirt, als die belgischen; auch das leicht erregbare Temperament der Wallonen habe dazu geführt, jene Ausschreitungen zu begünstigen. Nun habe Herr ». Puttkamer gefragt, ob die freisinnige Partei glaube, die Socialdemokraten in ihren Irrlehren, durch die freie Discussion bekämpfen zu können. Wenn das so gemeint sei, ob man glaube, solchen Excessen wie in Belgien Vorbeugen zu können, so sage er Nein; er bestreite aber auch, daß ein Gesetz, wie das vorliegende, dazu im Stande sein würde. Indem Sie durch dieses Gesetz die socialdemokratischen Ideen sich weiter verbreiten lassen, vermehren Sie die Zahl derer, die fein Interesse mehr an den gesetzlichen Bestimmungen haben. Wir haben neben dem Recht der Freiheit auch die Pflicht der Freiheit und müssen daher auch die Unbequemlichkeiten des Rechts der Freiheit un§~ gefallen lassen. (Lebhafter Beifall links.) Minister v. Puttkamer: Die Auffassung des Abgeordneten Bamberger von den belgischen Ruhestörungen ist doch eine sehr eigenthümliche. Daß es bei uns ruhig, verhältnißmäßig ruhig zugeht, verdanken mir diesem Gesetz. (Widerspruch links.) Sie leugnen dies, aber die neuliche Abstimmung hat doch gezeigt, daß die Mehrheit des hohen Hauses, also die Mehrheit der deutschen Nation, diese Bedeutung des Gesetzes anerkennt. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg. v. Kar dorff (Reichsp.) polemisirt gegen die Ausführungen des Abgeordneten Bamberger und gegen Bebel's letzte Rede. Alles auf die agents provooateur» zurückzuführen, fei doch sehr bequem. Daß die Herren in ihrem Haß gegen die besitzenden Klassen zur Republik gedrängt werden, ist mir begreiflich, aber die Ausbeutung der Arbeiter durch die Arbeitgeber ist doch gerade in den Republiken am stärksten. Die Socialdemokratie findet bei uns so günstigen Boden, weil die Noth so groß, und diese ist so groß, weil das Princip der Doppelwährung verlassen worden ist. (Große, anhaltende Heiterkeit.) Die Negierung sollte ihr „non liquet* aufgeben und endlich zur Doppelwährung übergehen. Abg. Liebknecht (Soc.-Dem.) wendet sich gegen die Abgeordneten v. Hcrtling. und Kalle und weist letzterem die Unrichtigkeit feiner angeblichen Ausführungen aus socialdemskratischeu Schriften nach. Ich bin sehr wohl ein Freund des Parlamentarismus, aber des echten und wahren. Hätten wir Staatsmänner, Vie die feciale Frage des 19. Jahrhunderts überhaupt verständen und die Socialdemokratie nicht mundtodt machen würden, dann wäre die Socialdemokratie kinderleicht. In der ganzen langen Berathung ist nichts für das Gesetz vorgebracht worden, statt dessen wirft der Kanzler: nuferem Programm den Fürstenmord vor. Alle Parteien haben Fürstenmorder hervor- gcbracht, die Socialisten sind in dieser Beziehung sicherlich am wenigsten compromittirt. Treiben Sie es nur so weiter, der Krug geht so lange zu Wasser, brs er bricht. Danach wird die Debatte geschlossen und bei der Abstimmung der grundlegende Paragraph des Gesetzes, der die Verlängerung desselben auf 2 Jahre ausspricht, in namentlicher Abstimmung mit 169 gegen 137 Stimmen angenommen. Vier Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung. Vom Centrum stimmten 23 Abgeordnete für die Verlängerung, alle anwesenden Freistunigen gegen die Verlängerung; von den Nationalliberalen votirte der Abgeordnete Kraemer als Einziger dagegen. Nächste Sitzung Samstag. Zuckersteuer und Wahlprüfungen. Telegraphische Depesche«. Wolff's telesr» «orrespon-enz - Burea«. Berlin, 2. April. Se. Majestät der Kaiser empfing Nachmittags Herrn v. Schlözer, welcher Vormittags auch mit dem Reichskanzler eine längere Unter; lebung^batk. $ 2tpriI Die „Köln. Volksztg." meldet die Ernennung des reid)5: ländischen Oberschulraths Berlage zum Domprobst von Köln. . Paris, 2 April. Dre Lage der Drnge in Decazevllle ift fortdauernd eme s-hr ernste Heute Abend wurde die Ankunft des General-Procurators «rwartet. Brüssel, 2. Aprll. Die Eonferenz der Minister Bernaert, Devolder und ^bonissen nut dem Bürgermeister Bul, dem Generalprocurator Bosch, dem General Stoen und anderen Osficieren beschloß, die wegen des Wahlrechts für den 13. Ium angekündigte öffentliche Kundgebung belgischer Arbeiter zu verbieten. London, 2. April. Das „Amtsblatt" publicirt eine Verordnung des Geheimen Raths welche die Verordnung vom 5. Februar 1884 aufhebt, wonach die aus Hamburg und Bremen nach dem Hafen von Hüll gebrachten Schafe, Ziege und Schweine im Hember-Fluffe behufs Transportes nach dem Fremden - Vichwerffe umzuladen ^ann_ ^ute Nachmittag fand in Guildhall unter dem Vorsitze des Lordmayors eine von den angesehensten Handelsherrn, Bankiers, Kaufleuten der City, ohne Unterschied der Parteistellung, äußerst zahlreich besuchte Versammlung statt, die über die Resolution, welche hie Errichtung einer irländischen Legislatur in Dublin für die Interessen Englands und Irlands für nachtheilig erklärt, bcrieth. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. ,.r, _ .. — Die „Times" sagt bei Besprechung der osttumelischen Frage, wenn die Einwilligung des Fürsten Alexander zu der von den Mächten vorgeschlagenen Lösung nicht zu erlangen sei, müßten die Mächte sich bestreben, die Angelegenheit ohne seine Einwilligung zu ordnen und es ihm überlassen, die Folgen zu tragen. Petersburg, 2. April. Dem „Journal de St. Petersburg" zufolge begab sich die russische Flotte nach Syra und nicht nach Smyrna. Dieselbe beabstchtige, nach der Suda-Bay zurückzukehren und alle an die Fahrt geknüpften Eommentare seien somit hinfällig. , , , x _ Konstantinopel, 2. April. Die — wie verlautet — ablehnende Antwort des Fürsten von Bulgarien auf die Mittheilung der Pforte wurde gestern überreicht Der Ministerrath trat zur Berathung zusammen, woraus Gadbah Effendi den Auftrag erhielt, nach Philippopel und Sofia abzureisen. .. — Die Eonferenz soll am 5. ds. zusammentreten. Die Abreife Gadbah s nach Sofia ist verschoben. ____________ Lokale-. Gießen, 3. April. Herr Kofler hat in diesem Winter das von ihm ver- muthete römische Kastell bei Echzell glücklich aufgefunden und in seinen äußeren Umrissen, ebenso auch eine römische Villa daneben aufgedeckt. Der Oberhefsische Verein für Localgeschichte veranstaltet zur Besichtigung dieser interessanten Entdeckungen am Sonntag den 4. d. M. einen Ausflug nach Echzell, das von Ober-Widdersheim aus in einer Stunde zu Fuß bequem zu erreichen ift. Gießen, 3. April. Aus zuverlässiger Quelle erhalten wir die Mttthellung, daß die ordentliche Hauptversammlung hes hiesigen Turnvereins (gegründet 1847) Mitte dieses Monats im Saale des Cas6 Leib abgehalten wird. Die Fechtübungen dieses Vereins, welche in Rappiersechten, Säbelschlagen und Fleuretstoßen bestehen, nehmen am Montag den 12. d. Mts. unter Leitung eines bewährten Fechtmeisters ihren Ansang. Vermischtes. Alten-Buseck, 1. April. Bei der heute hier stattgehabten Bürgermeisterwahl (der dritten innerhalb eines Jahres) wurde Herr Beigeordneter K. Krämer, der die Bürgermeistereigeschäfte schon seit einem halben Jahre versieht, mit großer Majorität gewählt. Er erhielt 121 Stimmen, während sein Gegencandidat trotz wüthendster Agitation nur 83 erhielt. Wir können mit dem Ausgang dieser Wahl ink-Jntrreffe unserer Gemeinde nur zufrieden sein, denn Herr K. Krämer ist ein ebenso ^d^teter und beliebter als strebsamer und charakterfester Mann, und er scheint uns ganz die Persönlichkeit zu sein, die unterer von dreivierteljährigem Wahlkampf und Parteihader Herfleischten Gemeinde die so nöthige Ruhe und Frieden wieder geben kann. Erreicht er das, so Hai er seine schönste Aufgabe gelöst. UniverfitätS - Chronik. — Geh. Negierungsrath Hanisch ist nunmehr von der Universität Greifswald, der er fast 55 Jahre als Unioersilätsrichter, Syndikus, Anttshauptmann und Eurator angehört hat, geschieden. — Dr. Richard Emil Meyer, bisher einer der technischen Leiter der Höchster Farbwerke, ist zum ordentlichen Professor der Lhemie in Münch en berufen worden und hat den Ruf angenommen. Er ist ein Bruder des bekannten Göttinger Chemikers Professor Victor Meyer. — Zum Nachfolger des krankheitshalber zurücktretenden Professors Gröhe ist der Docent und 2. Assistent Virchow's, vr. Grawitz in Berlin, für pathologische Anatomie nach Greifswald berufen worden. ipaadet und Verkehr. Gießen, 3. April. Auf dem heutigen Markt kostete- Butter per Pfund X 0.90-0.95, Hühnereier 2 Stück 9-0 H, Enteneier St. 5-6 A. Käse pr. St. 5-9 H, Mfematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 22 A, Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,75 bis 1,00 Hühner per Stück X 0.90-1.40, Hahnen pr. Stück X 1.30-2.00. Enten »er SMck X 1.70-2.20, Ochsenstetsch per Mund 62-64 H, Kuh- und Rindfleisch 54-56 A. Schweinefleisch 52-60 4, Hammelfleffch 40-50 A, Kalbfleisch 45-50 A, Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—4.50, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner X 8.00-0.00. Geschichts-Kalender. 4. April. 1460. Eröffnung der Universität Basel. 1523. Katharina von Bora, nachmalige Gattin Luther's, wird mit noch acht anderen Nonnen aus dem Kloster NimptsLen befreit. 1758. Friedrich II von Preußen schließt mit England einen Bund, wonach dasselbe nicht nur die Besoldung des hannöverschen Bundesheeres von sunszig- tausmd Mann übernahm, sondern auch an Preußen jährlich 5 Mill. Thaler Hilssgelder zahlte. _____________________ In den besten Gesellschaftskreisen wird heute Widtfeldt's berühmter Magenbehagen aus Aachen anderen Liqueuren entschieden vorgezogen. 2511 Auszug aus de« Staudesamtsregister« des Standesamts Gießen. Aufgebote. März: 29. Philipp Schul, Sergeant dahier, mit Katharine Löbrich von Hattenrod. 29. Johannes Wilhelm Wagner, Feldwebel dahier, mit Katharine Hartmann von Langgöns. April: 2. Ludwig Lind, Lackirer, mit Elisabeth Werner. 2. Friedrich Frauenhain, Sergeant, mit Friederike Stroh. Eheschließungen. März: 29. Kaufmann Karl Krombach mit Marie Reuter. Geborene. März: 23. Dem Kaufmann Leopold Schlatter eine Tochter. 26. Dem Eigarren- macher Heinrich Schäfer II. eine Tochter. 26. Dem Küfer und Wirth ©eorg Euler eine Tochter, Margarethe Susanne Henriette. 27. Dem Schlosser Ludwig Köhlinger ein Sohn, Ludwig Otto Georg. 27. Dem Maurer Ernst Haubach eine Tochter. 28. Dem Postsecretär Johann Balthasar Stetter eine Tochter, Diarie Louise. 29. Dem Bürgermeisterei-Bureaugehilfen Earl Ritzel ein Sohn. 31. Dem Wirth Heinrich Kießelbach ein Sohn. April: 1. Dem Maschinenwärter Konrad Jockel eine Tochter, Bertha. 1. Dem Schlosser Louis Heise ein Sohn. Gestorbene. März: 27. Elisabethe Jung, ledig, 25 Jahre alt, Tochter des »erstorbenen Mechanikus Ehristian Jung. 27. Der Hausbursche Heinrich Goldstein, 30 Jahre alt. 29. Marie Adolfine Montanus, 7 Monate alt, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Montanus. 31. Louise Alker, geb. Rumpf, 60 Jahre alt, Ehefrau des Zimmermeisters Johannes Alker. April: 1. Johannes Werner, Schneider, 44 Jahre alt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 26. März. Christian Rau, Eisendreher und Anna Maria Eleonore Ziegler, Tochter des Eartonnagenarbeiters Heinrich Christoph Ziegler. Den 29. März. Karl Krombach, Kaufmann und Marie Reuter, Tochter des Schmieds Konrad Reuter von Pohl-Göns. Getaufte. Den 28. März. Dem Professor Dr. Adolf Birch-Hirschfeld eine Tochter, Marie Helene, geboren den 11. Januar. Denselben. Dem Schuhmacher Reinhard Konrad eine Tocher, Marie Christiane Katharine Emma, geboren den 4. März. Denselben. Dem Schreinermeister Philipp Müller eine Tochter, Anna Johanna Auguste Karoline, geboren den 17. Februar. Denselben. Dem Kaufmann Wilhelm Fritsch eine Tochter, Marie Elsa Anna Hermine, geboren den 7. Februar. Denselben. Dem Taglöhner Konrad Jäger ein Sohn, Karl, geboren den 4. März. , Den 1. April. Dem Bäcker Karl Lenz eine Tochter, Sophie Henriette, geboren den 25. Januar. Den 2. April. Dem Restaurateur Heinrich Leib eine Tochter, Anna Minna Elisabeth Katharine, geboren den 2. Februar. Beerdigte. Den 29. März. Elisabeth Jung, ledige Tochter des verstorbenen Mechanikus Christian Jung, alt 25 Jahre, starb den 27. März. Den 2. April. Christian Wilhelm Kruger, Keffelfchmied ans Gelfenkirchen, alt 17 Jahre, starb den 30. März. ' r Denselben. Luise Alker, geb. Rumpf, Ehefrau des Zimmermeffters Johannes Alker, alt 60 Jahre, starb den 31. März. Brodpreise vom 4. bis 18. April 1886. der Bäcker a 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrot) 1. Sorte 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 48 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei K. Haas, L> Keil, I. Lein . 63 Gießen, den 3. April 1886. Großherzogliches der Brodverkäuser A 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 „ ) „ .....54 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24 2 , (4 * ) Schwarzbrod 1. Sorte 48 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 , (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte — Polizeiamt Gießen. Fresenius. Allgemeiner Anzeiger. Fritz Scharmann, Hchloßgasse 15 Uhrmacher Schloßgasse 15 empfiehlt sein Lager in gol Venen und silbernen Herren- vnd Damen-Uhren, Regulateuren, Weckern und Schwarzwälder Uhren. Besonders schöne, reichhaltige Auswahl in seinen Stahl-, Nickel-, Talmi- und vergoldeten Ketten. 2480 Reparaturen unter Garantie prompt und billig. Bürger-Gesellschaft, Dienstag, den 6* April 1886, Abends 81/2 Uhr General-Versammlung im Cafe Schnell. Tagesordnung: Berichterstattung, Rechnungsablage, Vorstandswahl. 2369 Der Vorstand. Zur gefl. Kenntnißnahme, daß ab 1. Aprll mein photographisches Geschäft in Gießen in die bewährten Hände meines seitherigen Vertreters Herrn Wilhelm Becker käuflich übergegangen ist und bitte ich gütigst, das mir in so hohem Maaße geschenkte Vertrauen auch meinem Nachfolger bewahren zu wollen. Hochachtungsvoll Gustav Backofen. An vorstehende Mitteilung höfl. Bezug nehmend, und «ich der Bitte meines seitherigen Chefs anschließend, gestatte ich mir noch zu bemerken, daß das Geschäft in unveränderter Weise wie seither fortgeführt werden wird; Nachbestellungen aus frühere Ausnahmen finden ebenfalls beste Ausführung, da der Plattenbestand mit übernommen wurde. 2490 Hochachtungsvoll Wilhelm Becker. Donnerstag, d" ioti nchWd-« . J 30 Clin- T 3 bis U 2 haltend 40 2)2000 Kieinnstan- Durchmch MOOMenstan Um., dot Durchmeß Der Anfang der Morgens 10 Uhr. Langsoorj, den 3- Gronh. Bürgerineist Köbl s?-"- Mstererarb-, »S5- A. Brnw Holzverste Ieihek 2522 ••«ferbi Un in der fiönfylii förßererfii fRontaa btn 12. 2 mittag 9 Hör, bä Mr Werf. Tisiritt Buckr 3 Stämme Hl. u. IY. G 122 Rm. Klasternutzhol Länge, w Grubenbolz g Knüppel I. Gl-, 215 Rn Bucken: 6 Rm. Sckei UI- Cl. Distr. Kühbet Stämme II.—IV. 61. m Scheit, 3,92 Rm. Reise 5 Stämme III. u. IV AORm. Nutzholz II. ß I. 6L, 2892 Rm Reis» Dreispitz 41. Sieben: }.v- & mit 11,03 5m ' ® •» b Rm. Schei "bl.. 125 Rm. Rei ho z: IRnr.Knüppel I i11; Totalität, M Hochtangen IV-vil DA. 3°. Radelholll N 0,91 Sm., 81 Ä ivpalmholj>,40RmW ^mdorf, den 2. M Der Königliche ■ w Mchlt ’ MjVissni Arbeitsverstcigerungen. Mittwoch, den T l. Mts. von Vorm. 9 Uhr an, sollen im alten Rathhaussaale versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 2000,00 Steinhauerarb., „ „ 1950,86 Pflastererarb-, „ „ 3390,25 Erdauffüllung, „ „ 1333,68 Handarbeit (Grabenarbeit), veranschlagt zu 222,00 Aufräumen von Fluthgrüben, veranschlagt zu 700,00 Aufschlagen von Schutzgeländern, veranschl. zu 48,00 Gießen, den 3.-April 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 2534 Holzversteigerung. Donnerstag, den 8. April, sollen in dem Gemeindewald Langsdorf nachstehende Holzsortimente versteigert werden: i) 200 Kiefernstämme von 14 bis 30 Ctm- Durchmesser von 3 bis 14 Mtr. Länge enthaltend 40 Festmeter. 2) 2000 Kiefernstangen, enthaltend 90 Fstm. von 7 bis 13 Cmt. Durchmesser. 3) 1400 Fichtenstangen enthaltend 40 Fstm., von 5 bis 13 Cmt. Durchmesser. Der Anfang der Versteigerung ist Morgens 10 Uhr. Langsoorf, den 3. April 1886. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 2541 Holzversteigerung in der Königlichen Obersorpe re i Krofdorf. Montan den 12. April cr., Vor- mittags 9 Uhr, bei Wirth Kahl ert zu Krofdorf. Distrikt Buchwald 18. Eichen: 3 Stämme HL u. IV. El. mit 1,72 Fm., 122 Nm. Klafternutzholz (von 2—5 M- Länge, zu Grubenholz geeignet), 59 Rm- Knüppel I. El-, 215 Nm. Neiser III. El.; Bucken: 6 Rm. Scheit, 6 Rm. Reiser III. El- Distr. Kühbett 19a. Eichen: 5 Stämme IL—1V. El. mit 3,30 Fm-, 1 Nm. Scheit, 3,92 Rm. Neiser III.El.; Fichten: 5 Stämme III. u- IV. El. mit 1,49 Fm-, 220 Nm. Nutzholz IL El-, 9 Nm. Knüppel I. El-, 2892 Nm. Reifer III. El. Distrikt Dreispitz 41. Eichen: 18 Stämme III. u. IV. El- mit 11,03 Fm-, 12 Rm. Nutzholz II. El., 8 Rm- Scheit, 1 Nm. Knüppel II. El-. 125 Rm. Reiser Hl. El.; Nadelholz : I Rm. Knüppel I. GL, 52 Rm- Reiser III. El. Totalität, Dislr. 2. 3100 Nadel- holzstangen IV—VI. El- (Bohnenstangen). Distr. 3c. Nadelholz: 6 Stämme IV. El- mit 0,91 Fm., 81 Stangen I.—III. El- (Spalierholz», 40Nm-NeiserIII.El. Krofdorf, den 2. April 1886. 2498 Der Königliche Oberförster: Müller. Aeikgeöotenes. 2472] Gute Saatkartoffeln (Früh- rosen), sowie gute Etzkartoffeln __Frankfurterstraße 75. "Ausgezeichneten Aepfelwein empfiehlt 2527 H. Wissner, Zonnenstraße. Stallhasen, ,u 2522___________________Sandgasse 54. Herren- u. Damen- Unterbeinkleider und Unter-Jacken für Frühjahr und Sommer billigst bei Carl Sticher, 2506 Marktstraße 18. 2500 Ein vollstünd. Bett billia zu verkaufen.________Grünbergerstraße 15. 2 Löwengaffe 2 2502 eine Kaute Mist zu »erkaufen. Gießener Bicneiynchter-Verein. Sonntag den H. d. Mts., Nachmittags 2 Ubr: ___________Versammlung bei Felsing, Neuenweg.___________ Oberhessischer Verein für Malgefchichte. Sonntag den 4. April 1886, Nachmittags: Ausflug zur Besichtigung des Nömereastells bei Echzell. Abfahrt von Gießen nach Oberwiddersheim Mittags 12 Uhr 10 Min- Wiederankunft in Gießen Abends 6 Uhr 56 Min. 2532 ______________________________Der Ausschuß. Für die Frühjahrs - Saison empfehle eine große Auswahl in Kleiderstoffen, Mantelets, Promenaden Mäntel n. Jaguets zu ten billigsten Preisen. Gleichzeitig mache auf meine bekannten, fofiben Qualitäten schwarzer Lachemirs und Crepe aufmerksam, worin ein besonders grosses Lager unterhalte. 2510 ___August • Rur Wrstchl allein kann bei dem täglich größer werdenden Heere der Nachpfuscher die Hausfrau in den Besitz einer guten Waare bringen und bitte ich deshalb besonders darauf zu achten, daß jedes Packet meiner weltberühmten Amerikanischen ClanzÄe meine Firma und nebenstehenden Globus trägt, a Packet 20 Pfg käuflich an allen Orten in den meisten Colonialwaaren-, Drogen- und Seifen-Handlungen. Fritz Schulz jun. 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April 1886, Abends präcis 8V2 Uhrr Generalversammlung im Vereinslocal Cafe Leib. Tagesordnung: Rechnungsablage, Vorstandswahl, Allgemeine Vereinsangelegen- heiten-[2461]Der Vorstand. Pianinos billig, baar oder Raten. [2177 Fabrik Weidenslaufer, Berlin NW. Seit !«70: tZ Cealralgwch. »■ 8bw 60 F1L !■ B«uhcLU |' Oswald Hier B8BMN. Wilhtr. 25) wohlbekannt < gesund«, chemisch untersuchte. reine, «Bfsgypiiefranrös. Katar wefco •5 AmL Preis-Courant gratis o. frco. Filial« In • 2547 l 4 R“! ■cn I Glessen bei Herrn $. Elsoffer In frischen Sendungen eingetroffen: Geräucherten Nheinlachs, Lachsbücklinge, Kieler Bücklinge, Kieler Sprotten, Räucheraal und Dorsch, ruff. Caviar, Sardine« ä Fhuile, Hummer in Vi und i/2 Dosen, Appetit-Sild, Gelveaal, Anchovis-Paste, Delikateß-Anchovis, billigst bei 2542 A. Koch Hachf, Hamburger Fischhandlg. Mermietsiungen. 2492 Ein Logis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei H. L. Allendörfer, Franksurterstr. 88. 2495 illvrdanlage: 3. 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Anfang 7Vz Uhr- — Näheres die Zettel. ' Der heutigen Nummer liegt eine Extra-Beilage der Firma Mey & Edlich in Plagwitz-Leipzig bei. 2514 Kedactton: A. Dcheyda. -- Druck und Verl g der Brüh loschen Drucken! (Fr Cbr. Viets ch) in Gießen Die heutige Nummer enthält 3 Blätter. M s° S^' Betresjer Dir.Beauftrag« It April 1881 in i Aus Grund V und mit veneh Meßen nachstehende P Der Gedrauä Zuwiderhandl Gegenwärtige Hießen, m Der Stabtvorf. licherr Vertins für big f MS- Mim'flei taj nicht mehr als 100 Gewinngegenständen ju Zugleich ist dn Gießen, den Fast unmitte' ^ge die Enticheidune ruö^en »hr G0e mürbe ? mit d N .2",' m gtJ Ä?»»1 ’fere» A Säd w giMSHMch Uli Mm Hirt: Uebex ülurijl ">ih«nd bet Reich«, Rübetwiegenber »ie Nänger MU mit einer U « “»9 non feiner fe let ,m9tn. 2