Bseu, Wmluiij Muat (r. um boll, ’ftanb, Pleire und fä S .Chemil£er und ^Uchnuche Schale das Sommer. , 'n'. Pro8ramtn8 'omr$ta$ g nehmen. kÜavd. en w ▻ slraje< Nr. 53 Donnerstag den 4. Marz i8S6 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «»«««> Schu'ftraß- 7. Er'ch-m' «»«'ich mit »«-"«hm- M »-««.«-. ffÜrch'bl-VW^ 2"“wTT ..................... 11MMMMMMMM—IMMKWM MB WC jM KJI HIT M11 ll I .....................W1 WH B« MII Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Fahrbarmachung der Kreisstraßen bei Schneefall. Gießen, am 3. März 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wie in unserem Amtsblatt Nr. 4 vom 20. December 1883 näher ausgeführt, geschieht das Schneeräumen auf den Kreisstraßen auf Kosten des Kreises; es ist jedoch bei jedem größeren Bedarf von Arbeitskräften das erforderliche Aufgebot an Arbeitern — nöthigensalls mit Androhung von Zwang in Gemäßheit des § 360, pos. 10 des R.Str Ges. — von Ihnen zu veranlassen, desgleichen auch die Ausführung der Arbeit durch Sie, aber womöglich im Einvernehmen mit den Straßenwarten und Bezirksbauaussehern, zu leiten, während die Auszahlung der Löhne auf Grund Ihrer Bescheinigung nur vorlagsweise aus der Gemeindekasse zu erfolgen hat. Für Berechnung des Lohnes empfehlen wir einen Satz von 15—20 Pfennig pro Arbeitsstunde, wobei wir von Ihrer Gewiffenhaftigkeit erwarten, daß Sie jeden unnützen Aufwand von Mitteln im Interesse des Kreises und seiner Gemeinden vermeiden werden. > vr. Boekmann. Betreffend: Frühjahrs-Control-Versammlungen. Gießen, am 2. März 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lassen. Dr. Boekmann. Gießen, den 27. Februar 1886. Bekanntmachung. Die diesjährigen Frühjahrs-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: I. Im Bezirke -er I. Compagnie (Gießen). 1) Zu Gießen am 2. April 1886, Vormittags, im Oswald'schen Garten und zwar um 7 Vs Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, sowie sämmtliche zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 83/< Uhr für sämmtliche Wehrleute der Infanterie, um 10 Uhr für sämmtliche Reservisten und Wehrleute der übrigen Waffen. Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mit Schiffenberg und Herrnwald), Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod. 2) Au Lollar am 3. April 1886, Vormittags, neben dem neuen Bahnhofsgebäude und zwar um 9 Uhr für fämmtliche Reservisten, sowie zur Disposition dec Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 10 Uhr für sämmtliche Wehrleute aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Heibertshausen), Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 3. April 1886, Nachmittags, an dem Vahnhose und zwar um 12Vs Uhr für sämmtliche Reservisten sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um IVt Uhr für sämmtliche Wehrleute aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg (mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle), Hattenrod, Harbach (mit der Kolbenmühle und Sommermühle), Kesselbach (mit der Rabenau'schen Papiermühle), Lauter (mit der Arztmüyle, Bingmühle, Georgetthammer, Strellesmühle und Walkmühle), Lindenstruth, Londorf (mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte), Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen (mit Appenbörnerhof), Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen (mit Bolln- bach, Veitsberg und Wirberg), Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain (mit dem Hainer-Hof), Winnerod. II. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich). 1) Zu Hungen am 10. April 1886, Vormittags 11% Uhr, am Friedhose für sämmtliche Reservisten und Wehrleute sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen. Rabertshausen (mit Ringelshausen), Rodheim (mit Hof Graß), Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. 2) Zu Lich am 10. April 1886, Nachmittags, am Bahnhose und zwar um 3 Uhr für sämmtliche Reservisten sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, um 4 Uhr für sämmtliche Wehrleute aller Waffen. Hierher gehören die Orte: Albach, Allendorfa.d.Lahn, Birklar,'Dorf-Gill, Eberstadt (mit Arnsburg), Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen, Hausen, Hof-Gill, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich (mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen) Münster, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannsckasten des Beurlaubtenstandes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen, welche zur Reserve und Landwehr gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz - Behörden entlassen sind. Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen.darauf bezügliche Gesuche spätesten- 8 Tage vor den betreffenden Control- Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. Es wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen sind. Frhr. v. Röder, Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur. Politische Usberficht. Gießen, 3. März. Ein Unfall, welcher den Kaiser beim letzten Hosboll im königlichen Schlosse betroffen, ist glücklicherweise ohne ernstere Folgen für den hohen Herrn geblieben. Die Verletzung besteht lediglich in einer ganz leichten Schürfung der linken Hüfte und wurde dadurch herbeigeführt, daß der Kaiser, als er die Frau Kronprinzesstn zu Tasel führte, auf dem' glatten Parketboden strauchelte. Die gewohnte Thätigkeit des greisen Monarchen hat durch das Vorkommniß keinerlei Unterbrechung erlitten, nur erscheint hierdurch für einige Zeit ein etwas ruhigeres Verhalten gebot«n. In dieser Woche soll die Berufung der Abteilungen des preußischen Staatsrathes für Inneres und für Landwirthschaft erfolgen. Die Abthei- lungen werden bekanntlich Beschlüsse hinsichtlich der Jmmediat-Commission zu fassen haben, welche zur Ausführung der Ansiedelung deutscher Bauern in den gemischt-sprachigen Landestheilen eingesetzt werden soll. Die Absicht geht dahin, die Commission so einzurichten, daß ihr ein mit weiten Vollmachten versehener verantwortlicher Vorsitzender gegeben wird, dem die Mitglieder berathend zur Seite stehen. Die Commission würde unmittelbar unter dem Gesammt-Ministe- rium stehen und nicht etwa unter den einzelnen Fachministern. Zwei erlauchte Sprossen des österreichischen Kaiserhauses haben am Sonntag ihre Vermählung gefeiert — Erzherzog Karl Stephan, und Erzherzogin Maria Theresia. Dem Trauungsacte, welcher in der Hosburg.Pfarrkirche unter Gegenwart einer überaus glänzenden Versammlung, (in ihrer Spitze das Kaiserpaar und sämmtliche in Wien anwesenden Mitglieder des Kaiserhauses, vollzogen wurde, ging am Samstag die Verzichtserklärung der Braut auf die ihr aus ihrer Geburt zukommenden Rechte vorher. Die kaum 10 Minuten in Anspruch nehmende Ceremonie fand in der Geheimen Rathsstube der Hofburg statt. Der Kaiser verlas die ihm vom Oberstkämmerer Grafen Trautmannsdorff überreichte Schrift, welche die Begründung des Verzichts Enthält, woraus der Minister des Aeußern und des Kaiserhauses, Gras Kalnory, vortrat und die Renunciations - Eidesformel verlas. In dieser Eidesformel erklärt die Erzherzogin, daß sie auf alle privat- und staatsrechtliche Ansprüche, die ihr vermöge ihrer Geburt zukommen, zu Gunsten aller derjenigen Personen, welche ihrem Gemahl in der Thronfolge vorangehen, verzichte. In einer besonderen Clausel wird aber erklärr, daß ste auf die ihrem Gemahl zu- .stehenden Successionsrechte nicht verzichte. Alsdann verlas die Erzherzogin die Eidesformel mit lauter, klarer Stimme und unterschrieb nun die Verzichts- Urkunde, welche auch von ihrem Bräutigam unterzeichnet wurde, womit der einfache Act sein Ende erreicht hatte. Die erwartete Kunde von der Unterzeichnung des serbisch- bulgarischen Friedens-Vertrages in Bukarest war bis zum Montag nicht einge- troffen. Jndeffen taffen die neuerlichen friedlichen Dispositionen, namentlich der serbischen Regierung, zu denen auch Die Verfügung des Kriegsministers gehört, wonach alle weiteren Lieferungen für die Armee einzustellen sind, nicht daran zweifeln, daß dem Fliedensschluffe keine wesentlichen Hinderniffe mehr entgegen» stehen. (Rach den neuesten Depeschen soll die Unterzeichnung des schlaffes bereits stattgesunden baben.) • Deutschland. Karlsruhe, 1. März. Ueber das Befinden des an Gelenkrheumatismus erkrankten Erbgroßherzogs wird ärztlicherseits bekannt gegeben, daß, während bis zum Freitag die Erkrankung mäßig verlaufen war, die Temperatur sich alsdann steigerte und bis heute, unter Anhalten höheren Fiebers, successive die größeren Gelenke des Körpers befallen wurden. Complicationen sind nicht vorhanden, namentlich ist das Herz vollständig frei. Dänemark. Kopenhagen, 2. März. Das zwischen Kiel und Korsör fahrende Postdampsschiff ist wegen Eises verspätet eingetroffen, die Eisenbahn-Verbindung zwischen hier und Korsör ist in Folge sehr starken Schneefalles Stockungen ausgesetzt. — Die Dampfschifffahrt zwischen Korsör und Kiel ist vorläufig eingestellt. Telegraphische Depeschen. Wolff'K telegr. «korrekvonveirz.Brrrearr. Berlin, 2. März. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute eine Reihe von Petitionen ohne allgemeines Interesse und erklärte die Wahlen von Stephanus, Pflueg rind Seyfarth, sowie, entgegen dem Anträge der Commission, auch diejenige des Abg. Jacobs für giltig. Morgen Etat und kleinere Vorlagen. - Dem Bundesrathc ging ein Gesetzentwurf ru, welcher den Anspruch des Statthalters der Reichslande auf Pension und Wartegeld nach den bezüglichen für den Reichskanzler geltenden Vorschriften regelt. — Die Commission des Reichstags zur Berathung des Unfallversicherungsgesetzes für land- und forstwirthschaftliche Arbeiter lehnte diejenigen Paragraphen, welche die Genossenschaften berechtigen, Vorschriften über die Verhütung von Unfällen zu erlassen, ab. Die Bestimmungen über die Ueberwachung der Betriebe durch Beauftragte der Genossenschaften, sowie über die Aufsichtssührung durch das Reichsoersicher- ungsamt, wurden angenommen, ebenso der Antrag, daß gegen Entscheidungen der Landesversicherungsämter in allen Entschädigungs-Streitfragen das Rechtsmittel der Revision binnen 4 Wochen eingelegt werden kann und zwar soll als Revisionsinstanz das Reichsgericht gelten, nicht, wie Abgeordneter Maltzahn-Gültz wollte, das Reichs- versicherungsamt. Berlin, 2. März. Der Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Sansibar zählt 24 Artikel. Es ist ein Meistbegünstigungsvertrag, auf 15 Jahre gültig, in deutscher, englischer und arabischer Sprache abgefaßt und deutscherseits von Admiral Knorr unterzeichnet. Reichsangehörige dürfen in Sansibar bewegliches und unbewegliches Vermögen erwerben, die Eingangszölle betragen 5pCt. vom Werth und für Spirituosen 25pCt.; transitirende über See durch die Häfen des Sultanats ein- und ausgehende Güter bleiben zollfrei. Ein Specialtarif zählt 19 Landesproducte auf, für welche der Sultan einen Ausfuhrzoll von 5 bis 30pCt. vorn Werth erheben darf. Der Vertrag regelt das Zollverfahren und das Verfahren bei Streitigkeiten. Bei Zollvergehen sind für Reichsangehörige nur deutsche Consuln competent. Der Vertrag tritt am 19. August 1886 in Kraft. München, 2. März. Die Kammer der Abgeordneten genehmigte dem Ausschußantrage entsprechend den jährlichen Zinszuschuß für die Pfälzer Bahnen mit 950,000 JL Ferner wurde nach Befürwortung durch die Abgeordneten Buhl und Herz einstimmig der Antrag Baumann angenommen, welcher bezweckt, ein Verbot für den Verkauf von Kunstwein als Naturwein durch den Bundesrath herbeizuführen. Der Minister des Innern, v. Feilitzsch, erklärte, die Regierung werde, wenn diese Frage im Bundesrath zur Erörterung gelangen sollte, den Antrag Baumann und die heutige Diskussion berücksichtigen. Braunschweig, 2. März. Der Landtag hat nach dreistündiger lebhafter Debatte sämmtliche Anträge auf Nestaurirung der Burg Dankwarderode, ungeachtet der dringenden Befürwortung von Seiten der Regierung, in regierungsseitig beantragter namentlicher Abstimmung abgelehnt und zwar die Eommissionsanträge mit 23 gegen 21 Stimmen, die Regierungsvorlage selbst mit 25 gegen 19 Stimmen. Baden-Baden, 2. März. Die Kaiserin von Oesterreich ist in Begleitung der Erzherzogin Valerie heute früh 10 Uhr aus Wien mittelst Extrazuges zu 6wöchentlichem Aufenthalte hier eingctroffen und hat ihr Absteigequartier in der Villa Wilhelma bei Messmer genommen. Paris, 2. März. Im heutigen Ministerrath bestätigte Freycinet, daß das Einvernehmen zwischen Serbien und Bulgarien hergestellt sei. — Nachrichten aus Decazeville zufolge ist die Lage dort eine unveränderte, weder die Gesellschaft noch die Arbeiter zeigen sich geneigt, nachzugeben. Die Negierung beschränkt sich auf eine neutrale, lediglich aus Bewahrung der öffentlichen Ordnung gerichtete Haltung. Paris, 2. März. Deputirtenkammcr. Der Deputirte Baron Soubeyran inter- pellirte hellte wegen Errichtung einer Zolllinie zwischen der Türkei und Ostrumelien und bezeichnete solche als nachtheilig für den französischen Handel, sowie dem Berliner Vertrag zuwiderlaufend. Eonseilpräsident Freycinet erwiderte, er habe bereits gegen diese Verletzung des gedachten Vertrages protestirt und sich mit den andern dabei in- teressirten Regierungen wegen geeigneter Schritte zur Abhilfe in's Vernehmen gesetzt. Erhoffe auf eine baldige Lösung dieser Frage. Die Kammer nahm die von Soubeyron vorgeschlagene und von dem Eonieilpräsidenten acccplirte Tagesordnung an, welche besagt, daß die Kammer auf die Energie der Regierung, dem Berliner Vertrage Achtung zu verschaffen und den französischen Handel zu schützen, zähle. Paris, 2. März. Einer Nachricht aus Hanoi von gestern zufolge besetzte eine Truppenabtheilung unter Jamont Vanbaucham, 60 Kilometer von' Laokaii. Dieselbe marschirt weiter auf Laokaii. Die Forderungen der chinesischen Commissäre scheinen die Arbeiten der Grenzabsteckungs-Commission zu verzögern. London, 2. März. Unterhaus. Holmes, irischer Generalsiscal des vorigen Cabinets, kündigt an, er werde den Antrag auf Eintritt in die Debatte über den Civiloerwaltungs-Etat durch einen Untcrantrag bekämpfen, worin erklärt wird, das Haus sei mcht gewillt, das Budget der irischen Civilverwaltung zu diskutiren, bis es von der Regicrungspolitik für Aufrechterhaltung der socialen Ordnung in Irland Kenntniß hat. London, 2. März. Der bei Holyhead gescheiterte Dampfer „Missouri" hatte keine Passagiere, sondern nur Vieh an Bord; derselbe wird wahrscheinlich bei der nächsten Hochfluth wieder flott gemacht werden. Rom, 2. März. Beim Empfang des Cardinal-Collegiums anläßlich des Jahrestages der Krönung betonte der Papst die Nothwendigkcit der Eintracht der Katholiken Denen gegenüber, welche diese Eintracht stören und schwächen wollen und beklagte die unwürdige, mit jeder Unabhängigkeit unverträgliche traurige Lage des päpstlichen Stuhles. Der Papst verwies auf das anonyme Schreiben aus Wien (Prozeß Dorides)^ sowie auf die Straflosigkeit solcher Machinationen, die dazu führen, daß nichtige Vor- wände und gemeine Bosheiten ausgebreitet würden, um unter Drohungen Haß gegen den Vatikan zu schüren. — Cardinal Angelo Jacobini ist gestorben. Belgrad, 2. März. Die gestern hier, sowie im ganzen Lande vorgenommencn Gemeindeausschußwahlen sind durchweg günstig für die Regierung ausgefallen. Bukarest, 2. März. sTelegramm der „Agence Havas".j Der serbische Dele- girte für die Friedensoerhandlungen, Mijatowic, erhielt heute ein Telegramm des. Ministers Garaschanin, in welchem derselbe mittheilt, daß die serbische Regierung den neuen von der Türkei vorgeschlagenen Artikel annchme. Madjid Pascha und Geschoss erhielten entsprechende Mittbeilungen ihrer Negierungen. Man erwartet, daß der Friedensvertrag bis morgen fertiggestellt sein wird. Bukarest, 2. März. In der heutigen officiellen Sitzung der Friedensconfercnz wurde ein Einvernehmen über sämmtliche Fragen erzielt.__ Lokales. Gießen, den 3. März. Heber die gestern Abend im Cafö Schnell stattgehabte außerordentliche Generalversammlung des Turnvereins erhielten wir nachstehenden Bericht: Die gestern Abend in der Restauration Schnell abgehaltene außerordentliche Generalversammlung des hiesigen Turnvereins war trotz der schlechten Witterung sehr stark besucht. Rach längerer Discussion, in welcher die Vertreter des Vereins bei dem am Sonntag, den 28. Februar c. stattgefundenen Gauturntag das Gebahren und das Treiben der Majorität dieses Gauturntags in rein sachlicher Weise der Versammlung kundgegeben hatten, beschloß die Versammlung einstimmig,' d. h. mit 135 anwesenden Stimmen, den Austritt des Turnvereins Gießen aus dem Gau Hessen. Die Anwesenden ermächtigten sodann den Vorstand, diesen Austritt „unmotivirt" dem Gau-Ausschuß anzuzeigen und weitere Schritte in dieser Angelegenheit zu thun, welche zur geeigneten Zeit der Oefsentlichkeit übergeben werden sollen. Heute sei nur noch bemerkt, daß alle Stimmen aus dem Verein aufforderten, die falschen Gerüchte, welche von gewisser Seite in hiesiger Stadt colportirt werden, mit aller Entschiedenheit zurückzuweisen und wurde jedem Mitgliede des Vereins warm an's Herz gelegt, die wahren Interessen und die Ehre des Vereins in jeder Beziehung hoch zu halten. Gießen, 3. März. Trotzdem wir bereits heute den 3. März schreiben, so ist die Witterung eine solche, daß man glauben sollte, wir steckten noch int tiefsten Winter. Selbst Matheis, der Eisheilige, welcher in diesem Jahre Gelegenheit hatte, an seinem Gedenktage das Eis zu brechen, versagte seine Hülfe, im Gcgentheil mir sitzen seit zwei Tagen in einer Schneefülle, wie solche die bekannten „ältesten Leute" sich nicht ihrer zu erinnern vermögen. Gestern Abend und heute Nacht schneite es mit einer Unverdrossenheit, als sollten wir auf Jahre damit versorgt werden. Im Gebirge, wie z. B. auf der Rabenau, wo der Schnee fast den ganzen Winter gelegen und jetzt neuen Zuwachs erhalten, muß derselbe meterhoch liegen. Daß unter solchen Umständen die Communikation Noth leidet, bedarf nicht der Erörterung. Sehr traurig ist dieser erneute Schnee auch für die armen Thiere. Wild und Vögel leiden sehr darunter und es därf wohl wieder die Bitte erlaubt sein, der armen hungernden und frierenden Vögel zu gedenken._________________________________________________ Vermischtes. —. Grünberg, 2. März. Von schwerem Mißgeschick ist innerhalb weniger Tage die hiesige angesehene Familie Peppier heimgesucht. Vor einer Woche verstarb- Fabrikant Peppler, gleich darauf verschwand dessen Bruder und Geschäftscompagnou (man vermuthet, daß derselbe flüchtig gegangen) und heute früh wurde der Vater Beider, der Rentier Peppler dahier, in seinem Schlafzimmer mit drei Schußwunden todt gefunden. Der allgemeinen Annahme nach liegt ein Selbstmord vor und hat es den Anschein, daß die erwähnten traurigen Familienereignisse und vielleicht auch noch die nicht ganz geklärten geschäftlichen Verhältnisse es gewesen sind, die den alten Mann zu diesem Schritt veranlaßten. Leisewald b. Büdingen, 2. März. Ein trauriger Vorfall hat sich gestern hier zugetragen. Ein herrschaftlicher Förster war Hierselbst auf der Marderjagd und glaubte auch unter dem Dachsims eines Hauses ein solches Thier zu sehen. Er schießt darnach und — durch den Kopf getroffen ist der 13jährige Heinrich Gast. Der Junge half dem Förster in diesem Hause nach den Mardern sehen und ist so durch Unvorsichtigkeit einem frühen Tode verfallen. Der Schmerz der Angehörigen sowie die Bestürzung des Försters ist schwer au schildern. — (Anstellungen in den deutschen Kolonien betr.) Die deutschen Behörden und namentlich das Auswärtige Amt in Berlin erhalten aus den verschiedensten Theilen des Reichs und auch aus dem Auslande fortgesetzt zahlreiche Gesuche um Anstellung, Verwendung und Ansiedelung in den unter deutschem Schutze stehenden überseeischen Gebieten, um kostenfreie Beförderung nach denselben, um Zulassung zum Militärdienst daselbst, sowie um Belehrung und Auskunftsertheilung über die dortigen Verhältnisse. Es ist daher wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß das Reich Stellen in den Schutzgebieten nicht mehr zu vergeben hat und daß Unterstützungen an Auswanderer um so weniger gemährt werden können, als überhaupt nicht die Absicht besteht, eine Auswanderung nach jenen Gebieten zu lenken. Auch- steht in den Kolonien fein Militär und bietet sich daher auch keine Gelegenheit, daselbst der Militärpflicht zu genügen. Die Behörden befinden sich somit nicht in der Lage, den Gesuchen der erwähnten Art irgend welche Folge zu geben und können sich auch nicht auf eine Korrespondenz mit den zahlreichen Gesuchstellern einlassen. Mainz, 27. Februar. sEinbruch.j In verflossener Nacht wurde das Schaufenster des Uhrmachers und Juweliers Plenck auf der Ludwigsstraße gewaltsam erbrochen und dort 200 Ketten, Ringe, Uhren und Medaillons gestohlen. Zur Hinrichtung des Herbst, die in Bälde bevorsteht, sind von Seiten der Bürgermeisterei bereits 12 Personen, darunter eine Anzahl Stadtverordneter, bestimmt worden, um dabei zugegen zu sein. Diese Anordnung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen. — Durch einen Gerichtsvollzieher wurde heute Morgen dem Herbst das abweisende Ne- visionsurtheil des Reichsgerichts in Leipzig zugestellt; den Empfang des Actenstückes mußte Herbst persönlich in seiner Zelle unterschreiben. Auch bei dieser Gelegenheit trug derselbe eine ziemliche Gleichgiltigkeit zur Schau. Aus Württemberg, 27. Februar. Ein entsetzliches Brandunglück hat in der Nacht zum 26. Februar in Calmbach bei Wildbad 5 Menschenleben zum Opfer gefordert. Die beklagenswerthe Wittwe Barth rettete nur mit Mühe das nackte Leben und cm Kind, wahrend ihr Maim, Schneider und Nachtwächter Barth, 40 Jahre alt, und 4 Kinder im Alter von 15, 12, 9 und V/i Jahren, den Feuertod erlitten. Tas 5jährige Kind und die arme Fran stehen nun augenblicklich völlig entblößt und bedürfen schneller Hilfe. Wie wir vernehmen, nimmt das Comptoir des „Pforzheimer Anzeiger" in Pforzheim milde Beiträge gern entgegen und befördert dieselben an die Unglückliche. Frankfurt a. IN. Ein hübscher junger Mann war bei Meldung einer Zahlung von 60,000 Jt. verurtheiit worden, einem nicht minder hübschen Mädchen das gegebene Heirathsoersprechen einzulösen. Da ihm die Zahlung der hohen Summe unangenehmer schien, als die Erfüllung seines Versprechens, so wird er mit der Geliebten in einigen Tagen vor den Altar treten. -N Hut Sm Is W’Ä „es." biene- KMt« ht ben ®N nJ Otahag beteilte*" a@ie6en, b« 3. $ 'M Wch Die auf Donners anberanmte Hotzver mtinbcroalb zu G' Mist W* vegen nicht abgeha Grohen-BchL1 HrM.Mgemeis Ste: Bekannt Die auf ben 4. 'beraumten Holzvet ■wegen eingetrefenei statt, sondern werden den II- und 12.! stimmte Zeit abgeha Staufenberg, am GloM. Mgermch Vog> von Morgens soll in dein Langs roalb folgendes Ho den: 95 Nintr. Buche, 125 „ ; 650 „ Buche reifer ISO „ tzichei _ Holz. Der Anfang i iveg. Großh. Bürgen , Brei Berste! ii öm Donnerst«» **»« beit -hnMtQ8pitSfl,p| Mtbew ectflJ SM *: J 12339 Rmtr. ] «inrödtr » I Sorten, ®.,r ■ ®r* -,1 Mcal W tun9 au Ä.W ^9 in “•*5% ;Ä ^nrcö ^tgehllbte 1 roir nachtehkndm "c °"ßerordkntliche tm Witterung tyr £ Vereins bei dem '"ebabreii und da; Vcrianmiung iut 135 anroefoiben n|en. stritt Mmotiviit' Gelegenheit zu tbun, len. Verein aufforderten, t calporrirt werden, ! ^es Vereins warm in jeder Beziehung ÄS- .^r serbische Del,. 3*iVärani111 L^g'erung dm ***• baßi (r ^iedensconferenz ; schreiben, so ist die im tiefsten Winter, it balle, an seinem 1 wir sitzen seit zwei “ sich nichl ihrer zu 3 mit einer Unver- Gebirge, wieI. !en und jtft neuen tyn llmitflnbcn die traurig ift dieser idir darunter unö und frierende« innerhalb weniger ner Woche verstarlr ■•■•’"cbäii5iempaflnon j wurde der Valn drei Lchustwunden >rb vor und Hal A vielleicht auch noch )ie den alten Maim ifl bat sich gestern er UtarderMd und a sehen. 6r schievt Ter junge ift i( bürd; UnWP igcn sowie die r i Tie deutschen l:en aus den eiehl '0btrelche S- - dcuiichein Schuhe bmielben, um M nsiserlheillmg uba ;u machen, dast ‘ glr ÜtorSMP* XV\*- 8 nid t m der » b können sich alI$ L das SM- -ewaltsa-n w 1 Zur zr Väraermeisierer Heitimnninflen- 'w&fl*** rti «>3*4 -rE i Gingesandt. Gießen, 3. März. Nachdem das Concert vom vorigen Sonntag in Ihrem geschätzten Blatt seine wohlverdiente Anerkennung gefunden hat, sei es gestattet, die öffentliche Aufmerksamkeit auch.auf einige Punkte hinzulenken, bezüglich derer uns im Interesse deskunstliebenden Publikums eine Aenderung durchaus wünschcnswerth erscheint. Vor Allem halten wir es für unzweckmäßig, um nichts zu sagen unbillig, daß fast sämmtliche Plätze in dem größten Saale, den Gießen aufzuweisen hat, als Sperrsitze verkauft waren; die große Masse derer, die mit JL 2.50 sich den Eintritt erkauft hatten, mußte daher stehen. , Wir sind der Ansicht, daß für Stehplätze das Eintrittsgeld mit der genannten Summe zu hochgegriffen sei; jedenfalls steht dann der Preis eines Sperrsitzes (J4 3.50) nicht im richtigen Verhältniß zum Preis der Stehplätze, sondern müßte wesentlich höher angesetzt werden. Ferner möchten wir die Frage amegen, ob nicht doch — so lange Gießen einen eigenen Eoncertsaal nicht besitzt — der Saal des Gesellschaftsvereins den Vorzug verdienet Wir meinen, daß jedenfalls schon viel gewonnen märe, wenn solche Störungen, wie sie durch Bierverzapfen am Büffet während des Concerts stattfanden, künftighin in Wegfall kämen. Schließlich glauben wir noch darauf Hinweisen zu sollen, daß es als eine bedauerliche Untugend erscheint, wenn ein Theil des Publikums aus unberechtigter Ungeduld vor Beendigung des Eoncerts sich zum Weggehen rüstet und hierdurch den ruhigen Genuß des Schlußtheils beeinträchtigt. X. Temperatur in Gießen. e Februar 1886. Niederste.......— 10,0 »R.- Mittlere.......— 1,21 „ Mittel früherer Jahre.....4- 0,68 „ Mittel 1845 .......— 5,9 „ Höchste.......' . + 4,2 „ Mederschlag an 7 Tagen .... 0,86 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 1,49 „ „ Bekanntmachung. Die auf Montag den 8. März 1886 in den Distrikten Heingesboden und Oberhag ausgeschriebene Holzversteigerung wird wegen des eingetretenen bedeutenden Schneefalles nicht abgehalten. Gießen, den 3. März 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Sramin.__1557 Holzversteigerung. Die auf Donnerstag den 4. März anberaumte Holzversteigerung im Ge- meindcwald zu Großen- Buseck, Distrikt Eichwald, kann Hinderniffe wegen nicht abgehalten werden. Großen-Bufeck, am 2. März 1886. Großh. Bürgermeisterei Großen-Vuseck. __________Stephan.______1537 Bekanntmachung. Die auf den 4. und 5. März anberaumten Holzversteigerungen finden wegen eingetretenem Schneefall nicht statt, sondern werden die Versteigerungen den 11. und 12. März um die bestimmte Zeit abgehalten. Staufenberg, am 3. März '1886. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. ___________Vogel.________1559 Holzversteigerung. Donnerstag den 11. März, von Morgens 10 Uhr an, soll in dein Langsdorfer Gemeindewald folgendes Holz versteigert werden: 95 Nmtr. Buchen-Scheitholz, 125 „ „ Knüppel, 650 „ Buchen-, Eichen- u. Nadelreifer, 180 „ Eichen- und Buchen-Stock- holz. Der Anfang ist am Nonnenröder- weg. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler. 1538 Brennholz- Verfteigerung in dem Licher Gemeindeimld. Donnerstag den 11. März werden in den Distrikten Fichtenkopf, Maurerkasperskopf, Kronau u. Klein- häuserberg versteigert: 12 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 218 „ „ Knüppel, 119 „ Eichen-, Nadel-u.Weich- Holz-Knüpptt, 12339 Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Wellen, 243 Nmtr. Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft findet statt am Hattenröder Vicinalweg, beim Pflanzgarten, Morgens 9 Uhr. Lich, den 2. März 1886. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 1542 100 Ceotner Kleehey verkauft 1554 Ang. Schlesstnger. Allgemeiner Anzeiger. Montag dm 8. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des verstorbenen Herrn Dr. Königer, Grirnberger- Straße 29, verschiedene Möbel, Daus- u. Mihcngeräthe versteigert, nämlich: Sopha mit Stühlen, Tische, 1 ovaler Tisch, Spiegel, Bettstellen, Bettwerk, eine fast neue Sprungfedermatratze, Nachttischchen, 3 Schränke, 1 Küchenschrank, Notenpult u. s. w., eine Stanzmaschine, ferner eine Geige (Stainer 1701). Im Auftrag: F. Hoffmann. Näheres bei Louis Rothenberger, Neuenweg 22. 1534 Arbeilsvergebuis^ Die Ausführung nachstehender Lieferungen und Arbeiten in den Bade- Häusern dahier, nämlich: 1. die Erneuerung einer Bleirohrleitung, veranschlagt zu vH. 681.50 H 2. Reparatur und Erneuerung von Hahnen und Ventilen, veranschlagt zu............ 1171.50 „ soll auf dem Submissionswege vergeben werden- Die Bedingungen liegen vom 2. ds. Mts. ab zur Einsicht der Interessenten offen und schriftliche Angebote sind längstens bis zum 10. März d. I., Vormittags 11 Uhr, versiegelt und frankirt und mit der Aufschrift „Arbeitsangebot^ versehen dahier einzureichen. Die Eröffnung der eingelaufeneu Offerten findet im Termin in Gegenwart der erschienenen Submittenten statt. Bad Nauheim, den 1. März 1886. Großherzogliche Badedirektion Bad Nauheim. 1543 Jaegr r. Für bevorstehende Saison ist mein Lager in Regenmänteln, Promenades, Umhängen und Jaquets reichhaltigst fortirt und empfehle solche bei soliden Stoffen und eleganter Ausführung zu billigst gestellten festen Preisen. Anfertigung nach Maß in kürzester Zeit ohne Preisaufschlag. 1354 S. Weimersheim Nachfolger. Um wegen Geschaftsverlegung etwas zu räumen, verkaufe bis zum 1. April sämmtliche vwräthigen Papiersorten, Schreibund Zeichenmaterialicn, Lederwaaren, Gesangbücher, Gratulationskarten u. s. w. zu bedeutend ermäßigten Preisen. 1485 ______JaEOws ESook. Markt 12. Für Monat März habe ich einen Verkauf von zurückgesltzterr Gebrauchs- und Luxus-Artikel angesetzt und empfehle darunter besonders 1467 Tafel- emd liaffee-Service sowie alle Sorten Gläser zu bedruteud ermäßigten Preisen. fWutanät, Marktstraße 17. Umzugshalber verkaufe sämmtliche Herren-, Knaben- und Kinder-Filzhüte und -Mützen zu bedeutend ermäßigten Preisen. 1037 Max Sepp, Marktstrchk. Vergebung von Bauarbeiten. Die nachstehenden, zum Neubau eines Schulhauses in TreiS a. d. Lumda erforderlichen Arbeiten sollen Montag den 18. März d. I., Nachmittags l1/? Uhr, auf Grofh. Bürgermeisterei daselbst iin Wege mündlichen Abstreiches an den Mindestsordernden vergeben werden, und zwar: veranschl. zu Erd- u. Maurerarbeiten 5216,39 vH. Steinyauerarbeiten 1890,89 „ Zimmerarbeiten: a) Holzlieferung 2037,08 „ b) Handarbeiten 2094,56 „ Dachdeckerarbeiten 754,99 „ Spenglerarbeiten 183,30 „ Schlosserarbeiten 143,60 „ Kostenvoranschlag, Pläne und Bedingungen sind auf Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lumda einzusehen; weitere Auskunft ertheilt Bezirksbauaufseher Senßselder in Gießen. Gießen, am 1. März 1886. Der Kreisingenieur: Gnauth. 1547 Aus dem Nachlaß der Fräulein A. tiessner kommen heute Donnerstag den 4. Mär;, Nachmittags 2 Uhr, zur Versteigerung: 1550 Weißzeug, Kleidung, Wettzeug und Gold- und Silbersachen. JellgeSotenes. Bei Gastwirth Ruth zu Goßfelden, Station der Cölbe-Laaspher Bahn, sind sechzig gutgefleischte, schwere vierbreitige Hammel zu verkaufen._______ 1544 ypitzwegericlf-libons KJ^uoii V. Schmidt & Söhne, Wien, als bewährtes Hausmittel von großem Erfolg gegen Husten, Heiserkeit, Rauhheit im Halse rc. empfiehlt I riedr. Seibel. Die außerordentliche Verbreitung dieser Bonbons hat eine große Zahl Nachahmungen hervorgerufen, weshalb gebeten wird, auf den Namen Schmidt & Söhne zu achten. 683 Frisch emgetroffen: Englische Austern, Weftrsalm i. Ausschnitt, Mainhechte u Zander, Schellfische billigst bei 1556 A. Hoch Macht, Hamburger Fischhandlg. BKackeai-Scliube Handarbeit, für Knaben und Mädchen, in größter Auswahl, zu den billigsten aber festen Preisen 1416 L. Süß, Marktstraße 9. Aermietßurrgen. 1533 Eine Wohnung, 3—4 Zimmer, im Nebeuhaüse zu vermielhen. 1553 Ein kleine Wohnung im 2. Stock zu vermicthen und gleich zu beziehen. Hammstraße 7. Hermischte Anzeigen. 1531 Ein Kaufmann, der mit allen Comptoir-Arbeiten vollständig vertraut ist, auch mit bestem Erfolg gereist hat, sucht anderweitiges dauerndes Engagement auf einem Comptoir. Gefl. Off. bef. die Exped. d. Bl. «ud X. 12. 1532 Für ein Manufactur- und Kurz- waarengeschäft wird auf sofort eine gewandte Verkäuferin gesucht. Näheres in der Exoed d. Bl.________ Jen geehrten Damen zeigen hiermit ergebens! an, daß wir bei unserer Speeialität Schirme nunmehr auch die Niederlage einer der LMM größten und besten Fabriken in äK Corsetts %m|U^übernoinmcn haben, und sind wir in der Lage, auch in diesem Artikel durch große Auswahl, vorzügliche Qualitäten und billigste Preise uns das Vertrauen unserer geehrten Kunden zu erwerben. Anfertigung nach Maaß, sowie Nepa- riren und Waschen der Corsetts wird schnellstens und billigst besorgt. Geschwister Lorsch, Seltersweg, 1338 im Hause des Rechtsanwalts Labroissc. Obcrhesslsche Gesellschaft für Natur-u. Heilkunde. Der von Herrn Prof. Dr. Ludwig für heute angekündigte Vortrag findet wegen plötzlich eingetretener Verhinderung des Vortragenden nicht statt.________1549 Ein nüchterner zuverlässiger Pferde- rnechl kann eintreten beim 3558 Ritterwirth, Steinbach. Kalb. -Verein. Donnerstag den ü. März, Abends 8Vr Uhr, im VircinbloKal (Grüirbergkrflrsßr 10) Vortrag. 1532 Recht zahlreichem Besuche sieht entgegen Der Vorstand. Einem geehrten Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich die Brauerei des Herrn Pauli übernommen habe, dieselbe unverändert weiter betreibe und werde ich bemüht sein, stets einen guten Stoff zu liefern. Achtungsvoll 1555 Peter Bück, Langsdorf. Geschäfts Empfehlung. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich am hiesigen Platze ein Thon- und Steingulwaareniager errichtet habe und empfehle eine reichhaltige Auswahl in allen hier einschlägigen Artikeln bestens. 1548 Wilh. Wagner, Wallthorstraste 22 Vorzügliches Export-Bier ans der Brauerei von Leschhorn's Nachfolger, Frankfurt a. M. per ganze Flasche 23 halbe Flasche 12 empfiehlt 52 Heinrich Hiesselbach, „Zur Stadt Kassel". 1551 Ein Ackertnecht gegen guten Lohn nach Auswärts gesucht. Zu erfragen __Mäusburg 8. 1562 Ein junges Mädchen von 15 bis 16 Jahren wird gesucht. ___________Wallthorstraße 44, parterre. 15ßl 2 bis 3 tüchtige Schreiner- gefetterr, sowie ein Lehrling werden gesucht^C. Kockerbeck. a üo." * ^15 01 Sa S 2 •Zoe. Die Nr- 22 enthalt: Textlich: Sphinx. (Fortsetzung.) Roman von Doris Freiin von Spaettgen. — Polen und Deutsche. — Die Lazareth- dcpesche. Aus dem Seemaunsleben. Von Chr. Benkard. — Am Familientisch: Zu unseren Bildern. — Das Begräbniß der Wittwe Capet. — Die Photographie und die Himmelskunde. — Nechtsrath. — Moderne Schachspieler. — In unserer Spielecke. Bildlich: Schmarotzer. Von Heinrich Schaumann. — Zur Polenfrage: Die Ausbreitung der Polen in Preußen. — Warm genug? — „Wittwe Capet". Todtengräber mit dem Sarge der Marie Antoinette auf dem Madelaine- kirchhofe. Von S. v Schubert. — Bernhardiner Hund in seiner Heimath. Radierung von E. Bosch- — William Edwart Gladstone. Mit einer illustrirten Beilage: Vor der Schenke. — Umschau in fernen Landen. 1545 Ein junger Mensch als Harrs- burfche gesucht. Näheres tn der Exped- d- Bl. . ^1535^ Für mein Manufacturwaaren- geschäft suche einen Lehrling pr- sofort oder zu Ostern. H. Kaetz Nachfolger, Gießen. 1541 Sogleich oder zum 1- April wird ein Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Anmeldungen Kirchenplatz 11, 1 Etage. 1379 Für eine Sommerwirthsckaft wird pr-1. April l- I ein angehender Kellner mit guten Zeugnissen gesucht- Wo? sagt die Exped- d- Bl- Thüringer Kuostfärberei Königssee. Z5 Runstsärberei und chemische Wäscherei ZZ für getragene Garderobe jeder Art, Möbelstoffe, Federn, Sammete rc. rc. Musterkarten der neuesten hochmodernen Farben der Saison und Annahmestelle bei 689 Geschw. lleerz, Neuenweg 7. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unsers geliebten Gatten, Vaters und Schwiegervaters Wilhelm Lindenstruth sagen wir Allen unfern innigsten Dank. Gießen, den 3. März 1886. 1540 Die trauernden Hinterbliebenen. Wilhelm Wick heute nach kaum vollendetem 24. Lebensjahre sanft verschieden ist. 1539 Um stille Theilnahme bitten Wetzlar, 1. März 1886. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 4. März er., Nachmittags 31/? Uhr, vom Sterbehause, Silhöferstraße, aus statt. Freunden und Bekannten hiermit die. traurige Mittheilung, daß unser innigst geliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel 1546 Ein braves Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht Stein's Garten. (Sfl & 1 & a s We F S Mit den neuen Schnelldampfern des lloröörutfdjrn Lloyd kann man die Reise von Vremen nach Amerika machen. Näheres bei dem General'Agenten M. Abraham, Mainz, und dessen Slgenten r 575 Carl Loos, Gießen, Kirchenplatz. Hermann Vogt, Reichelsheim. Heinrich Stobmann, Sellnrod. Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst» besteckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk: Dr. Retan’s Sei bst- bewahrung. 80. Slufl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehen durch das Verlags-Magazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie durch jede Buchhandlung. 45 2 große Aecker zu pachten gesucht- Näheres 1308 Wilh. Krämer. Frankfurt a. M. Kataloge u. Kosten- Anschläge gratis u. franco. Prinzip: Reelle, pünktlichste und billigste K Bedienung. / Annahme von Annoncen filr sämmtl.Zeitungen d.Welt. 1384] Schüler des Gymnasiums oder Realgymnasiums finden liebevolle gute Pension. Wo? sagt die Exped- d- Bl. □ 5./3. ©blig. Tons 6 Ahr Bef II. Gr. 7 Jlljr A»f. I. Gr i»6o Theater in Gießen. Direction: I. Herrmann. Im Saale des Herrn Gühlholtz (Cafe Leib). Freitag den 5. März 1886, Anfang 8 Uhr. Novität von Moser. Die Leibrente. Schwank in 5 Akten von G- v. Moser. Zug- und Kassenstück des Wallner- kheaters zu Berlin. Kassenöffnung 7»/, Uhr— Anfang 8 Uhr. Ende 10S2 Uhr. Näheres die Zettel. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt u. 1 Beilage. 5Bon ben •” ^en SJerlamml äiS“ laqe die Aufmerksam Doge dieser Woche Versügung, doch ern Interesse. Am Moi Würfen mehr witerge in dritter Berathunc Gesetzentwurs über I itajme icn Sauenbi Dienstag beschäftig Wahlprütungen. 9 seine Sitzungen w nichts besonders B die Ausmerlsamkeit terefie aus die Ge »elche jedensalls i füllen wird. In Reichs Schluß der Sesüon ES ifl indessen noch fertig werden wird, zudem verlautet jetzt den Aundesrath unl §S sicht ru wünschet N oft# schon eil gegen frühere Sessio Ardeitsmaterials mi herabdrüäen. Dem Bund dem Deutschen M an Stelle des am 1 ichlossenen Vertrage! jenem und den zu! trägen eine Reihe 1 ders diejenigen Herl Se'eitigung jmifJ vertragsmäßige Fjl Met haft einer I Maaren und M N einem anbetl i« den Hasel H°^ngelder auferl 7 SchiffsahrtSwI W vorbehalten. 1 r 3n dieseI in WieZ .^svachsen des J findet 1 fc** *’l l einlrl ä™-1“ phlrH S SÄHlt. öl & I CT® i:*«1 ReÄI Th-i,ARW -®°l f*„ Ml ? b” I t&i Wei einen ■ <”«4 bl