Mittwoch den 3. November 1886 M. 2S« Erscheint IL-lich mit Lvönrhme brt Montag». Schnlstraße 7. 1791 Gießen, den 23. Oktober 1886. Betreffend: Die Herbst - Control - Versammlungen. Politische Ueberstcht. Gießen, 2. November. Der Kaiser hielt am Samstag die angesagte Jagd in der Schorf. Haide ab und kehrte noch am Abend des genannten Tages in Begleitung der fürstlichen Persönlichkeiten, die der Jagd mit beigewohnt, nach Berlin zurück. Hier verabschiedeien sich der König und der Prinz Georg von Sachsen vom Kaiser und traten nach kurzem Aufenthalte die Rückreise nach Dresden an. Der Bunderrath hielt am Donnerstag wieder eine Plenarsitzung ab, in melier, abgesehen von der Erledigung einiger minder wichtiger Angelegen. Helten die Mitglieder der verschiedenen Aurschüffe neugewählt wurden. Außer, dem gelangten die Entwürfe, betreffend die zollfreie Ablaffung verschiedener metallener, zum Schiffsbau bestimmter Materialien, dann betreffend den Servis- tarif und die veränderte Klaffeneintheilung der Orte, und betreffend die Aus- dehnunz der Unsallversicherung aus die Seeleute, an die mständigen Aurschüffe zur Vorberathung. Letzterer Entwurf schließt sich dem Vernehmen nach äußerlich an dar Unsallverstcherungigesetz vom Jahre 1884 an, enthält aber sonst be- deutende Abweichungen von letzterem, da es sich im seemännischen Berufe und den hiermit zusammenhängenden Gewerben um vielsach anders gestaltete Der- bältniffe handelt als in anderen Gewerben. Hauptsächlich ist hervorzuheben, daß die Kosten der Unfallversicherung für die Seeleute vollständig von den Rhedern resp den sonstigen Arbeitgebern der Seeleute zu tragen sind, welche Bestimmung in den Kreisen der Rheder und Schiffsherrn lebhaften Wider- ivruL erregt und wird es im Reichstage hierüber jedenfalls zu eingehenden Debatten kommen — Von weiteren Entwürfen, die dem Bundesrathe zu- gehen sollen, ist noch nichts Bestimmterer bekannt und demnach werden die oben- Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die GrotzherzogNchen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend abqedruckte Bekanntmachung wollen Sie aus ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen kaffen. * Dr. Boekmann. genannten drei Entwürfe nebst dem Etat das einstweilige Arbeitsmaterial de» Reichstags bilden. Heber den Zeitpunkt des Zusammentritts des Reichstags verlautet noch immer nichts Bestimmtes und wird man gegenüber den verschiedenen Gerüchten, welche bald dieses, bald jenes Datum nennen, einfach die officielle Bekanntmachung abzuwarten haben. Die Parteibewegung treibt recht seltsame Blüthen. Vom Vorstande des „social-conservatioen" deutschen Bauernbundes — so bezeichnet diese agrarische Vereinigung ihren politischen Standpunkt selber — ist an evangelische Geistlichen ein Circular versandt worden, in welchem dieselben ersucht werden, in ihren Pfarrbezirken Mitglieder für den genannten Verein zu werben. In höchst eigenthümlicher Weise wird diese Zumuthung wie folgt begründet: „Der Pfarrer ist unseres Erachtens der geborene Vertreter unserer großen Sache, er kann ohne Anstoß bei Hoch und Niedrig für uns sprechen und neue Mitglieder erwerben, weil es seines Amtes ist, das materielle und geistige Wohl seiner Gemeindemitglieder zu fördern/ Das heißt denn doch den geistlichen Stand geradezu in die Arena der Tageskämpfe herabzerren und wie wenig die Würde und das Ansehen des geistlichen Berufes hierbei gewinnen, zeigt das Beispiel des Hofpredigers Stöcker. Es ist bezeichnend, daß nicht nur liberale, sondern auch conservative Zeitungen das geschilderte Vorgehen des deutschen Bauernbundes entschieden verurtheilen. Der wegen angeblich h ochverrätherjscher Umtriebe verhaftete welfische Parteigänger Dr. Dedekind in Wolfenbüttel ist auf Beschluß des Oberlandesgerichts. in Braunschweig seiner Hast wieder entlassen worden. Zum schwedisch.norwegischen Gesandten am BerlinerHose I ist Cabinetssecretär A. Lagesheim ernannt worden. Ir, W u”b 8, in R» Gießener Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Migen. SS Offerten sind bei der .fchrn^^-- (Sfrtht ein 9f' teren ©tiiw --- 11 nun**/ 6610 !s Zimmer zu ver- Eurterstraße 23. möblirtti Zimmer \abMt rafit 45, mer zu vermiethen. ii Jng. Merz. blute älmmex an leihen, ebenso ein mmet. tstün, Alleeftr. 13. Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden: 1. Im Bezirke der I. Compagnie (Gießen). 1) Zu Gießen am 4. November 1886, Vormittags, im Oswald'schen Garten nnfa -war um 8 Uhr für sämmüiche Reservisten der Infanterie, um 9 Uhr für sämmtliche zur Disposition der Truppenchelle und der Ersatz-Behörden enüaffenen ManMasten aller Waffen, sowie sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und d,e am Schluffe näher bezeichneten Wehrleute enuaiienen iw i . Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mit Schiffenberg und Herrnwald), Heuchelheim, Klem-Lmden und Oppenrod. 2) Zu Lollar am 5. November 1886, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude. arfiöten die Orte • Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Heibertshausen), Großen-Buseck, Lollar y y y Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. 3) Zu Grünberg am 5. November 1886, Nachmittags 12‘A Uhr, an dem Bahnhofe. kiierber aebören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Gellshausen, Göbelnrod, Grünberg (mit der Dickelsrnühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, y y Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle), Hattenrod, Harbach (mit der Kolbenmühle und Sommermühle), Keffelbach (mit der Rabenau'schen Papiermühle), Lauter (mit der Arztmichle, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und Walkmühle), Lindenstruth, Londorf (mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte), Lumda (Groß, und Klein-), Odenhausen (mit Appenbörnerhof), Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen (mit Bolln- bach, Veitsberg und Wirberg), Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain (mit dem Hainer-Hof), Winnerod. II. Im Bezirke der LI. Compagnie (Lich). 1) Zu Hungen am 13. November 1886, Vormittags 11'/- Uhr, am Friedhöfe. Lierber gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen. Rabertshausen * y (mit Ringelshausen), Rodheim (mit Hof Graß), Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Vlllmgen. 2) Zu Lich am 13. November 1886, Nachmittags 3‘/4 Uhr, am Bahnhofe eü->rber aebören die Orte: Albach, Mendorf a. d. Lahn, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt (mit Arnsburg), Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, 5 9 99 Grüningen, Hausen, Hof-Gill, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich (mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen) Münster, Nieder-Vessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. baben aus den genannten Otten zur bestimmten Stunde sämmüiche im betreffenden Bchrke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen, welche zur Reserve gehören, zur Dispofition der TruPPentheil« beurlaubt oder -Biauofition der Ersatz-Behörden entlassen find, sowie denjenigen der Landwehr angehorigen Mannschaften, welchen eine besondere Ordre iut Gestellung bei der Herbst-Control-Versammlung vom Bezirksfeldwebel zugegangen ist. Die Ersa^Reservisten h^en nicht iu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche, welche von den betreffenden Bürgermeistereien beglaubigt sein müssen, spätesten» 8 Tage vor den betreffenden Control - Versammlungen auf dem Dienstwege emgereicht werden. Die obne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen. 9 Es wird mich bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen rn bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem Reainn der Conirol-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fottzulegen sind. . m ... , 9 SMeßlick wird noch ganz besonders darauf hingewiesen, daß sämmüiche an der Conirol-Versammlung thellnehmenden Mannschaften für den ganzen Tag, an welchem die Conirol-Versammlung staitfindei, zum aciiven Heere gehören und den Militargefetzen ^terworsen, fi^nd. Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur. 5r jf1 11 Stock ein «Ä später Uofstratzr 33. S des Herrn Damm- :u£ A dessen Woh- 0 0 Simmern rc u vermiethen. e_6jj. Mansarden Wch^g :r 11 November ju Westanlage 34. mmer zu vermiethen sen.) Wallthorstraße. mer zu vermiethen 2trins Garten, mmer zu vermiethen Gartenstraße 38. lhelmstraße Nr. 10 rte§ Zimmer zu ver- ne Exed. d. Bl. Zimmer, mit ober Nahe der Klinik zu Jn^berjKP'-L?1, es Zimmer zu ver- bergerftra^jljl^ Zimmer mit Cabinet Siibanlage 5. Dnöbl- Zionimsu lerftraße ÄerVermictM Selterswe« rsimm*V?P , WallthorstraßU8. iSFVw™*1 Sonnenstraße 20- ? In München liegt Don Jaime, der einzige Sohn des spanischen Thronprätendenten Don Carlos, schon seit Wochen am Typhus schwer nieder, dessen Keime sich der Kranke während eines mehrtägigen Aufenthalts in Venedig Helte. Die ersten Münchener ärztlichen Autoritäten sind an das Krankenlager Don Jatme's gezogen worden, aber trotzdem hat sich sein Zustand nur wenig gebessert und ist bei der zarten Constitution des Kranken eine plötzliche Katastrophe nicht ausgeschlossen. Auf dem 16jährigen Jüngling beruhen die Hoffnungen des Carlismus für die Zukunft und es ist begreiflich, daß die Blicke der carlistischen Partei mit Besorgniß nach München gerichtet sind, von wo jeder Tag die Kunde vom Ableben Don Jaime's bringen kann. Im Hotel zum „Rheinischen Hof", wo der Kranke liegt, sind der Herzog von Parma, der Jnfant Alfons und andere Verwandte des Prätendenten abgestiegen- Nach viel monatlicher Pause ist endlich der directe diplomatische Verkehr zwischen Paris und Petersburg wieder angeknüpft worden. Nicht Billot, der französische Gesandte in Lissabon, wird künftig Frankreich am russischen Kaiserhofe vertreten, wie ursprünglich gemelvet wurde, sondern de Laboulaye, der seitherige Gesandte Frankreichs in Madrid. Herr de Laboulaye ist der Sohn des berühmten französischen Rechtslehrers, der vor zwei Jahren als lebenslängliches Mitglied des Senats starb. Laboulaye bekleidete von 1875 bis 1882 den Posten des ersten Botschastssecretärs in Petersburg und kommt also durch seine Ernennung in bekannte Verhältnisse. Die Neubesetzung des französischen Botschasterpostens in Petersburg wurde namentlich durch die Ausweisung der Prinzen des Hauses Orleans aus Frankreich verzögert, denn der Czar fühlte sich wegen der verwandtschaftlichen Beziehungen der Orleans zu der russischen Kaiserfamilie durch die Ausweisungsmaßregel schwer beleidigt und wollte lange Zeit von der Frage der Wiederbesetzung des französischen Botschasterpostens absolut nichts sprechen hören. Jetzt hat er, wie die Ernennung des Herrn de Laboulaye beweist, seinen Widerstand in dieser Angelegenheit aufgegeben und vertreten Berliner Blätter die Anschauung, daß die versöhnlichere Stimmung des Kaisers Alexander gegenüber den Machthabern in Paris mit der deutschen Fürsprache zuzuschreiben sei, da der Reichskanzler, seit Herr de Freycinet durch die Entsendung Herbette's nach Berlin seine Abkehr vom Revanche-AllianZ'Programm bekunoet habe, es für gute Politik erachtete, bei der Wiederanknüpfung direkter diplomatischer Beziehungen zwischen Paris und Petersburg zu vermitteln. Inwieweit diele einigermaßen gewagt klmgende Combinatron den wirklichen Verhältnissen entspricht, muß allerdings dahingestellt bleiben. In Spanien scheinen durchgreifende Reformen hinsichtlich des Heeres in Aussicht zu stehen. Ein Decret der Köni sin-Regentin h.bt nicht weniger als 1200 Sergeantmajorstellen auf und steht wicht zu erwarten, daß die vielen überflüssigen Ossiciersstellen, namentlich in Oe.i Graden der Obersten und Generäle, nun ebenfalls bald ausgehoben werden. Die Sache hat freilich auch ihre böje Kehrseite, denn durch die Reduktion der Officiers- und Unteroificiersstillm wird die Zahl der unzufriedenen Elemente in Spanien, die zum Theile sich gerade aus der Armee rekrutiren, nur vermehrt und dies ist in dem klassischen Lache der Militärputsche nicht ohne Bedeutung. Mit dem Zusammentritt ber großen bulgarischen Nationalversammlung in Tirnowa rückt die Entscheidung in der viclverschlungemn bulgarischen Frage allmälich näher heran. Wie d eselbe ausfallen wird, läßt sich indessen auch jetzt noch nicht genau beurteilen, wenngleich nach Lage der ganzen Sache anzunehmen ist, daß die bulgarische Regierung' in ihrem oiplo- malischen Kampfe mit Rußland schließlich unterliegen muß. Die Vertreter der letzteren in Bulgarien nehme i gegen das Cabinet in (Sofia nach wie vor eine äußerst feindliche Haltung ein; General Kaulbars hat gegen die Verhängung des Belagerungszustandes über Sofia sofort in einer scharfen Note protcstirr und vom russischen Consul in Varna sind sogar ernste Maßnahmen angedroht worden, wenn die dortigen Behörden den angeblichen antirufsischen Umtrieben in einem Theile der Bevölkerung Varnas nicht steuerten. Wie bei diesem fortgesetzten Haffe, welchen Rußland den gegenwärtigen leitenden Persönlichkeiten in Bulgarien entgegenträgt, eine Versöhnung oder Verständigung zwischen beiden Parteien erzielt werden soll, um deren Zustandekommen sich der türkische Com- miffar in Sofia, Gadban Effendi, dem Vernehmen nach sehr bemüht, ist unerfindlich. Uebrinens soll Gadban Effendi, gleich General Kaulbars, ebenfalls gegen die Verhängung des Belagerungszustandes über Sofia protestirt haben und hiernach zu urtheilen, wird man den türkischen Verrnittelungsversuch-n zwischen Rußland und Bulgarien gerade keinen außerordentlichen Werth beizulegen haben. Jedenfalls ist die bulgarische Regierung gesonnen, sich nicht ein- schüchtern zu lassen, wie aus ihrer Antwort auf die jüngste Protestnote des Generals Kaulbars hervorgeht, wobei sie betont, daß sie sich erst nach der Er- renntniß von der absoluten Nothwendtgkeit zu der erwähnten Maßregel ent* schloffen habe und nur ihrer Pflicht folge. Deutschland. . ^^Estadt, 1. November. Wir entnehmen der „Darmst. Ztg." das Nach- Iteyende: Bezüglich der choleraverdächtigen Erkrankungen in Gonsenheim und Finthen rann mitgetherlt werden, daß nach den in Wiesbaden sowohl als dahier angestellten werteren Untersuchungen der eigentliche Cholerabacillus in den Leichenüberresten der in Frnthen zuletzt verstorbenen Person constatirt worden ist. Diese Thatsache hat das Reichsamt des Innern veranlaßt, das Mitglied des Neichsgesundheitsamts Regierungs- ra. a?r'£-' ft'9 a" 9,rt fen£en, um sich den Großherzoglichen Behörden za1 8,u stellen. Derselbe hat gestern mit dem Vorsitzenden der Abthellung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz für öffentliche Gesundheitspflege. G-heimcrath Jaup, zwei Beamten des Grohh. Krcisamts Mainz und dem Kreis- asststenzarzt die obengenannten beiden Orte besucht. In Gonsenheim ist kein weiterer Erkrankungsfall v°rgckomm-n, m Finthen ist am 28. v. M. eine Person an Diarrhoe erkrankt und noch in ärztlicher Behandlung; behufs besserer Absonderung wurde dieselbe 'N ein bei dem Kloster der Krankenschmestern befindliches Jsolirhaus verbracht, rin werteren Anordnungen tm sanitaispottzeilichen Interesse sand sich kein Grund, da auf Veranlassung des Großh. Kreisamis Mainz allenihalben entsprechende Desinsection uorgenommm worden war und in Häusern und auf Straßen musterhafte Reinlichkeit herrschte. Die an Ort und Stelle eingeleiteten Untersuchungen über eine etwaige Verschleppung der Krankheit aus von der asiatischen Cholera heimgesuchten Landern haben vls letzt ein Resultat mcht gehabt. , . „BEn, 31 October. Heute Abend 7 Uhr erfolgte im Ausstellungsgebäude in feierlicher Akademiesitzung der ofstcrelle Schluß der Jubiläums-Kunstausstellung, welchem unter Anderen die Minister Goßler, Maybach, Bötticher, Ministerialdirector Greiff der Polizeipräsident, der Oberbürgermeister, der Adjutant des Kronprinzen v. Kessel mehrere Stadträthe und Stadtverordnete beiwohnten. Der Präsident der Akademie' Becker, theilte in seiner Ansprache mit, daß der Kronprinz aus die Einladung sein ^eoauern ausgesprochen habe, der Schlußfeier nicht beiwohnen zu können. Der ständiae Secretar der Akademie, Zöllner, erstattete den Geschäftsbericht über die Ausstellung, wonach ein bedeutender Ueberschuß zu erwarten ist und dankte allen Angestellten der . Ausstellung für ihre treue Pflichterfüllung. Der Cultusminister betonte das vor- « zugliche Gelingen der Ausstellung, von der man wie von einem treuen Freunde weh- j müthig scheide, sprach dem Kaiser, der Kaiserin und dem Kronprinzen seinen Dank • aus und theilte die vom Kaiser verliehenen Ordensauszeichnungen (darunter der rothe Adlerorden zweiter Classe mit Eichenlaub an Professor Becker) mit und schloß die Ausstellung nut einem enthusiastisch aufgenommenen Hoch auf den Kaiser. Nelgien. Charleroi, 31. October. Zwanzig Teilnehmer der Arbeiterkundgebung wurden von dem Bürgermeister und den Schöffen empfangen und verlasen eine Adresse, in welcher das allgemeine Stimmrecht und die Amnestie verlangt werden. Der Bürgermeister erwiderte, er werde diese Wünsche den Kammern übermitteln; die Regierung sei damit beschäftigt, den Uebelständen, die sich bei der vorgenommenen Enquete herausgestellt haben, abzuhelfen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corrcsporrdenz - Bureau. Berlin, 1. November. Der Kaiser nahm Vormittags die Vorträge des Chefs des Civilkabinets, Wilmowski, sowie des Grafen Otto Stollberg entgegen, ertheilte dem für Paris ernannten neuen Militärbevollmächtigten von Hoiningen Audienz empfing darauf den Besuch des Fürsten und der Fürstin von Schwarzburg-Sondcrs- hausen, besuchte die Kunst-Ausstellung und machte auf der Rückfahrt dem Fürsten von Schwarzburg - Sondershausen einen Gegenbesuch. Um 3 Uhr empfing der Kaiser den König von Sachsen, welcher sich verabschiedete, da er um 5 Uhr nach Dresden zurückreist. Berlin. 1. November. Der Spezialetat der Post- und Telegraphenverwaltung beziffert seine Gesammteinuahme auf JL 187,480,350, also Jt. 7,189,130 höher als im Vorjahr, die fortdauernden Ausgaben aus JL 158,027,567, also Ueberschuß 29,452,783 aus welchem einmalige.Ausgaben mit Jü 4,512/270 vorweg zu bestreiten sind. Unter letzteren befinden sich für neue Postgebäude ober Erweiterung vorhandener Postgebäude in Brieg, Eisleben, Görlitz, Gumbinnen, Könitz, Myslowitz, Naumburg, Neustadt Quedlinburg, Schwedt, Soest, Weimar, Berlin, Danzig, Konstanz, Landsberg, Liegnitz und Luneburg geforderte Beträge. Berlin, 1. November. Die Konferenz der internationalen Erdmessung beendete heute ihre Arbeiten. Die nächste Sitzung der permanenten Kommission soll 1887 in Nizza staltffnden. Berlin, 1. November. Die Generalversammlung des Nationalliberalen Vereins beschloß auf Vorschlag des Parteiraths, für die Ersatzwahl im ersten Berliner Reichstagswahlkreis einen eigenen Kandidaten aufzustellen, welcher in der nächsten Versammlung vorgeschlagen werden soll. München, 1. November. Anläßlich seines Namenstags ernannte der Prinz- Regent den Minister v. Lutz zum lebenslänglichen Mitglied des Reichsraths, die Ministerialräthe Ziegler und Mayer zu Staatsräthen; ferner verlieh er das Großkreuz der bayerischen Krone dem Reichsrath Grafen Quaadt-Jsny, das Großkreuz des Michaelordens dem General Orff (Würzburg), das Comthurkreuz des Michael- ordens dem Erzbischof von Bamberg und dem bayerischen Gesandten - beim Vatikan Cetto. Kopenhagen, 1. November. Es verlautet, daß die von der dänischen und der schwedischen Regleruug gewählten Delegirten zur Prüfung des Projects eines Tunnelbaues zwischen Kopenhagen und Malmö diesem Projecte nicht haben zustimmen können Mailand, 1. November. Der deutsche Kronprinz mit Familie traf heute früh aus Monza hier etn. Die Familie setzte die Reise nach Genua fort. Der Kronprinz verblieb noch hier. 0 Brindisi, 1. November. Der preußische Prinz Friedrich Leopold, Sohn des rin vorigen Jayre verstorbenen Prinzen Friedrich Karl, hat sich heute hier nach Indien emgeschifft. London, 1. November. Der Secretär der socialdemokratischen Vereiniguna sichtete ein Schreiben an den Polizeichef Fraser, worin das Verbot betreffend den öffentlichen Auszug vom 9. November für ungesetzlich erklärt und vor morgen Abend 7 Uhr eine Mittbeilung verlangt wird, ob der Polizeichef das Verbot aufrecht halte • bejahenden Falls wird die Verantwortung für die Folgen dem Polizeichef allein zugeschoben. London, 1. November. Heute Nachmittag fand der erste Kabinetsrath seit Vertagung des Parlaments statt. — Der deutsche Botschafter, Graf Hatzseldt halte heute eine längere Besprechung mit Lord Salisbury. London, 1. November. Während der Sitzung des heutigen Kabinetsraths, die drei Stunden dauerte, verließ der Staatssekretär des Auswärtigen, Lord Jddesleigh dieselbe, um mit dem türkischen und dem italienischen Botschafter zu fonferiren London, 1. November. (Meldung des Reuter'schen Bureau.) Bezüglich der egyptischen Frage verlautet, daß die englische Regierung entschlossen sei, von der gegenwärtigen Politik nicht abzuweichen und das Land nicht der Unordnung und der Eventualität einer neuen Revolution zu überlassen, da sie von der Erwägung geleitet werde, daß sie die von allen Mächten anerfannte moralische Verpflichtung habe die öffentliche Sicherheit in Egypten aufrecht zu halten. Petersburg, 1. November. Heute war großes Diner beim deutschen Bot- ©djmeimt}, moran Herr v. Giers nebst Gemahlin, Vlangali, Generalniajor Fürst Dolgorouki und falt sämmtliche hier anwesenden ausländischen Vertreter nebst ihren Damen theilnahmen. Vermischte-. O . 27 e u- u l r ich st e i n 1 November. fMonats - Bericht der Arbeiter-Colonie pro October 188b J Ultimo October waren in der Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesammt 82. Hiervon waren: Anstreicher 3, Landwirtschaftliche Arbeiter rc. 19 Bäcker 4 Barbiere 1, Bergleute 1, Buchdrucker 1, Büchsenmacher 1, Brauer 1, Buchbinder 1' Elsendreher 1, Färber 1, Fleischer 1, Former 2, Gärtner 1, Glasarbeiter 1 Hut- macher 2, Kaufleute 1, Kellner 3, Klempner 2, Korbmacher 2, Litboaravben 1 Lackirer 1, Müller 1, Metallschleifer 1, Pflasterer 1, Schlosser 5 Schmiede»' Schneider 3, Schuhmacher 4, Schreiber 3, Steindrucker 1, Scheerenschleifer 1 Tave' zierer 1, Techniker 1, Tischler 4, Weber 3 ' p Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 24, Bayern 4. Württemberg 2, Thüringen 3, Oldenburg 1, Schweiz 1. Von Preußen auf die ^A"^nburg 2 Hannover 3, Hessen (Nassau) 26, Ostpreußen 1, Schlesien 2, Sachsen 4, Rheinland 9. ' Abgegangen sind im Laufe des Monats October 10. „ ,y Davon gingen auf eigenen Wunsch 5, durch die Colonie in Stellung 3 durch Entlassung 2. 0 ' Abgewiesen wurden 10. 3m Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt aufgenommen 399 Coloniften. Um zu verhüten, daß die Colonie ein angenehmes Winterasyl für eine gewisse Kategorie von Colomsten Werden, die beim ersten Frühlingsstrahl die Landstraße wieder Q^^nScknee aber schleunigst hierher zurückkehren möchten, wird den Leuten oster bei Zweck der Colonie klar gemacht unb es werben zum zwettemnale in der Regel nur solche aufgenommen,, die glaubwürdig nachweisen können, daß sie in ihrer von der Colonie wirklich und anhaltend gearbeitet haben. Leute dagegen, welche^ dlesseits in Stellung gebracht wurden, dieselbe wegen Trunksucht oder aus au^fgenommen^^^*^0^06« (^runbe verlassen , werden zum zweiten male nicht c , , König!. Hoheit des Großherzogs wurde am 12. September durch Besuch des Gottesdienstes gefeiert. Am Nachmittage wurde gemeinschaftlich bei ©pe°Ma“t prä^ig becorkt5“8 fletrunfen- ®ie ®el>äube wmn ^»mückt, ber 3>m Monat October wurden 1669 Verpflegungstage gewährt. , . ^Ewyork, 28 October. Ein furchtbares Eisenbahnunglück ereignete sich heute auf der Chicago- Milwaukee- und St. Paul-Bahn. Ein Güterzug lief dem Standard zufolge bei Portage,) Wisconsin, auf ein Seitengeleife, um einem Expreßzug die 4 Wwohnerzah .«b-n*”1 $5"i9l'4„,n * W* : b gieren Slblouf dieser Sw*1®“ UwnW1”51 beträten. jjur^1! Lrt in 4it SpH“®; ES ßs starben a -Altersbrand tIehirnschillkistnv Lungenschwindfuo Krebs , Organischer Herz Melsschwache Zufälligem Tod ai Ursache Krampfen _ VauchseUentzundu Mm« Vor Saue «mpW _C- Rot] 7879 Eine Pa aliejr lu verkaufen. ^^rnoinnien.M <, ^leses üerb 7882 Coi teine liefM rung ue'ert MW Mit dem 1. Ä trag IV jum Gütertarif in F die Güterexpediti Gießen, den 30 Großherzi Mag öt Nachn werben im „T K. BeSer'schei hörige Colonial Zucker, Reis, < Branntwein ii trugen, Tabak i > AllftW 789a & > ft» '>11; b|eyur8tt: «Ä‘ä oiningen AEe mq bpr^- von ■i-Äi: ssrz «itM L urt" d°st««udi Ä9' *<*bt, Lftnoäberg, Liig^ to«M bftnbtte »ffwn fall 1887 Eii-ml-nArmz "B-rlw-r atcicbg. »rate b(t $tin|: ' Rlichsrilhz, bie "leh er das @ro6; Troßkreur 'reuz des Michael- Gesandten - beim dänischen und der ects eines Tunnel- zustimmen können ilie traf beule früh • Der Kronprinz eopolb, Sohn des t M nach Indien d)tn Vereinigung t betreffend den r morgen Abend 3t aufrecht hatte; Pckzetchef allein : Kabineisrath seit as HatzW, hatte Kabimtsraths, die i, Lord Zddesleigh, u konferiren. au.) Bezüglich der sei, von der gegen; aordnung und der 1 Erwägung geleitet fflichtung habe, die ieim deutschen Bot- gali, Generalmajor, cyen Vertreter nebst klonte u jL®« vor- > leitend Munter Ut und u?» Kaiser die lrbeiter-Eolonie pro resp. stellenlos ins- - K. 19, Bäcker 4, Vl, Buchbinder 1, lasarbeiter 1, M- !, Lithographen 1, er 5, Schmiede2, enschleiser 1, W en 24, Bayerns, B Preußen aul ^Ostpreußen 1, b Stellung 3, durch nem w SÄ S**S i mochten, LM i9 September -SS- Vorbeifahrt zu ermöglichen. Da der Weichensteller' nicht schnell genug die Weiche stellte und der Expreßzug früher als erwartet heranbrauNe, aum wegen einer Curve die Weichenlichter nicht zu sehen waren, so entgleiste der Expreßzug. Die Passagiere in den Hinteren Wagen allein blieben unverletzt, aber verschiedene vordere Wagen wurden zertrümmert, und noch ehe die Passagiere gerettet werden konnten, gcriethen die Trümmer in Brand. Auf diese Weife verbrannten 13 Personen im Angesicht der geretteten Passagiere, welche den stöhnenden und schreienden Genossen keine Hilfe leisten konnten. Eine Mutter reichte ihre beiden Kinder zum Waggonfenster hinaus; die Kinder wurden gereitet, allein die Mutter verbrannte. Ein Mann mit zerbrochenen Gliedern und brennenden Kleidern wurde durch den Ventilator an der Decke eines Wagens herausgezogen — er war der einzige Ueberlebende von den Passagieren des betreffenden Wagens. Viele Passagiere wurden schwer verletzt. Unanfechtbarkeit der LebenSverstcherungspolicen. Diese Frage, welche in den letzten Monaten so lebhaft erörtert wurde, itt nun endlich zu einem Abschluß gekommen. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig bat die erforderliche Genehmigung zu den von ihr beschlossenen wichtigen Neuerungen, sowohl Seitens der Königlich Preußischen, wie der Königlich Bayerischen und der übrigen Deutschen Regierungen erhalten. Von dem Unansechtbarkeitsprinciv werden lediglich die in betrügerischer Absicht gemachten erheblichen unrichtigen Angaben ausgeschlossen; im Uebrigen wird das Princip aufrecht erhalten. Die Gesellschaft verzichtet also nach bjährigem Bestehen ihrer Policen nur die Anfechtung des Versicherungsvertrags, soweit es sich um unrichtige, nicht in betrügerischer Absicht gemachte Angaben in den Antragspapieren handelt und zahlt die volle Versicherungssumme auch dann, wenn nach Ablauf dieser 5 Jahre der Tod des Versicherten durch eigenes Verschulden, Selbst- tödtung oder Duell herbeigeführt wird. Es wäre sehr zu wünschen, daß die anderen deutschen Lebensoersicherungsgesellschaften den Weg der Reformen nunmehr ebenfalls beträten. Wöchentliche Zlebersicht der Todesfälle in der Stabt Gießen. 44. Woche. Vom 24. October bis 30. October 1886. Einwohnerzahl: 19327. Sterblichkeitsziffer (auf das Jahr berechnet): 24,2%o. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: vom 2—15. Jahr Altersbrand 1 1 — — Gehirnfchlagfluß 1 1 — — Lungenschwindsucht 1 1 — — Krebs 1 1 — — Organischer Herzkrankheit 1 1 — — Altersschwäche 1 1 — — Zufälligem Tod aus unbekannter MM Ursache 1 1 — — Krämpfen 1 — 1 — Bauchfellentzündung 1 — — 1 Summa: 9 7 1 1 Handel und Verkehr. Gießen, 2. November. ?iuf dem heutigen Marti tbfteic: Hutter per Mund x 1.00-0.00, Hühnereier pr. St. 7—8 Enteneier St. 0—0 Käse pr. St. 5—10 Äifematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen 32 H, Tauben per Paar 50 bis 60 H, Hühner ner Stück X 0 90—1.10, Hahnen pr. Stück X 0.65—1.20, Enten per Stück X 1.30—1.80, Ochsenfleisch per Wund 62—64 H, Kuh- und Rindflc.sch d4—56 H, Schweinefleisch 56—60 Hammelfleiich 50—66 H, Kalbfleisch 46—50 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—5.50, Milch per Liter 12—18 H, Zwiebeln per Centner X 3.50-4.00. Zwischen X 8100—9.50. Frankfurt, 1. November. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 16,75—17,00, fremder X 16,50—19,00, Roggen eff. hies. X 13,50—13,75, fremder X 13,25—13.75, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X 15,00—18,00, fremde X 00,00—00,00, Hafer eff. dies. X 12,50-13,00, fremder X 00,00—00,00. Schiffs - Bewegung der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gescllschaft. „Allemannia", 25. October von St. Thomas nach Hamburg. „Rugia", 24. Ocrober von Hamburg nach 9iew-Z)ork, 26. October von Havre weiter. „Albingia", 6. October von Hamburg nach Westindien, 26. October in St. Thomas angekommen. „Australia", 27. October von Hamburg nach New-Z)ork. „Westphalia", 16. October von New-Jork, 28. October in Hamburg angekommcn. „Suevia", 28. October von ötew-^ork nach Hamburg. „Slavonia", 28. October von Stettin nach New-Dork. „Borussia", 13. October von St. Thomas nach Hamburg, 28. October Lizard paffirt. „Rhenania", 9. October von St. Thomas, 29. October in Hamburg eingetroffen. „Thuringia", 24. October von Hamburg nach Westindien, 29. October in Havre angekommen. „Hammonia", 17. October von Hamburg, 29. October in Nem-Aork angekommcn. Rcpertoir der vereinigten Stadttheater zu Frankfurt a. W. Opernhaus. Mittwoch den 3. November: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Hans Heiling. Donnerstag den 4. November: Zum ersten Male: Wiener Walzer. Ballet in 3 Bildern von Louis Froppart und F. Gaul. Musik zusammengestellt von I. Bayer. Vorher: Lucia von Lammermoor. Große Preise. Freitag den 5. November geschlossen. Samstag den 6. November: Johann von Lothringen. Große Preise. Sonntag den 7. November: Königin von Saba. Große Preise. Schauspielhaus. Mittwoch den 3. November: Der schwarze Schleier. Große Preise. Donnerstag den 4. November geschlossen. Freitag den 5. November: Neu einstudirt: Flotte Bursche. Vorher: Das Recht der Frau. Große Preise. L-amstag den 6. November: Sie weiß etwas. Vorher: Unter vier Augen. Große Preise. Sonntag den 7. November: Das lachende Frankfurt. Große Preise. Montag den 8. November: Brigitta. Große Preise. Allgemeiner Anzeiger. Odechesßsche Eisenbahnen. Mit dem 1. November c. tritt der Nachtrag IV zum Oberhessisch - Bayerischen Gütertarif in Kraft, über dessen Inhalt die Güterexpeditionen Auskunft crtheilen. Gießen, den 30. October 1886. _______Großherzogliche Tirection. 7867 Freitag den 5. November, Nachmittags 2 Uhr, werden im „Darmstädter Haus" zur K. Becker'schen Konkursmasse gehörige Colonialwaaren, als: Kaffee, Zucker, Reis, Stärke rc., Liaueur u. Branntwein in Flaschen u. Schimmelkrügen, Tabak u. s. w. versteigert. Im Auftrag der Konkursverwaltung: 7895 F. Hoffmann. Aeilgeöotenes. Vorzügliches empfiehlt 7897 C. Roth,, Wallthorstraße 5. 7879 Eine Parthie alte Backsteine zu verkaufen. ______Carl Stohr I , Ludwigsplatz 5. Den Alleinverkauf von Carbolineum Marke Frank & Eo, Ottensen habe für Gießen und Umgegend übernommen. Dieses verbesserte Carbolineum ist das bewährteste Jmprägnirmittel der Neuzeit, für Holz und Mauerwelk, bester Schutz gegen Näffe u. Schwamm. 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Preußischen Ministeriums erhalten haben, verzichtet die Gesellschaft, sobald eine Versicherung 5 Jahre bestanden hat, auf die Anfechtung des Versicherungsvertrags, soweit es sich um unrichtige, nicht in betrügerischer Absicht gemachte Angaben in den Antragspapieren handelt, und zahlt die volle Versicherungssumme auch dann, wenn nach Verlauf dieser 5 Jahre der Tod des Versicherten durch eigenes Verschulden, Selbsttödtung oder Duell herbeigesührt wird. Seit Bestehen der Gesellschaft bis Ende 1885 gezahlte Versicherungssummen: 42 299172 L 1,— sind in der Univ.-Buchh. des Herrn 6 W Ferber zu haben. 9 828 523 „ 2 484 792 „ 1884: 218 682 400 „ 1885. 237 637850 „ 52 588091 „ 10 916158 , 2 605 626 „ 1886: 43 % .^^Edende der Versicherten 1887: 43 % der ord. Beiträge oder steigend nach Dividendenplan B. Größtmögliche Billigkeit, da die Ueberschüffe ohne Abzug den Versicherten durch die Dividende zusallen. 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