1886 Dienstag den 3. August Nr. 177 erger «rsch«I« tiegjM ®*t B®***’« W '««***« Sch-kstr-tz« T. 8 Tagen. Wußkand. Moskau, 31. Juli. Dis „Mark. Zig." bespricht dal Verhältnis,wi- lchen Rußland und Deutschland und sagt: „Wir wünschen, daß sich Rußland in freien, freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland befinde; isdoch sollten wir eben solche Beziehungen auch zu andern Mächten, desgleichen zu Frankreich haben. Wir erachten es als gänzlich unwahrscheinlich, daß Deutschland irgend' wann Streit mit uns suchen wollte; aber wenn England, war wohl möglich ilt, mit uns im nahen oder fernen Osten collidirts, würde dar jetzige Frankreich, welches zu England fast in nicht geringerem Antagonismus steht als zu Deutschland wahrscheinlich nicht müsfiger Zuschauer des Kampfer bleiben, worüber wir zu klagen wahrlich keinen Grund hätten." Deutschland. Darmstadt, 31. Juli. Dar Grohh. Regierungsblatt Rr. 17 enthält folgende Bekanntmachung, die Wiederbesetzung der bischöflichen Stuhles zu Mainz betreffmd^dE Jllm Bischof von Mainz ernannte Herr Dr. Paulur Leo- pold Hassner am 25. d. Mt». feierlich consecrirt und eingesetzt worden, form* in die volle Ausübung der mit dem Episkopat verbundenen Rechte und Pflichten mit besagtem Tage getreten ist, so wird die» hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Darmstadt, den 26. Juli 1886. B. Grobherzoglicher Ministerium de» Innern und der Justiz. Sln«"L B.fL Berlin, 31. Juli. Der chinesische Gesandte in London, Marquis "Tseng, folgte heute Nachmittag einer Einladung des kronprinzlichen Paares zum Diner im Neuen Palais bei Potsdam. Q Bayreuth, 1. August. Franz Liszt, welcher hier an einer Lungenentzündung erkrankte, ist gestern Nacht halb 12 Uhr gestorben. Hesterreich. Gastein, 31. Juli. Die Kaiserin von Oesterreich ist heute Abend um 71/2 Uhr hier eingetroffen und in der Villa Meran abgestiegen. < Triest, 31. Juli. In Socerga, im Bezirk Capo d Jstria, find 6 Cho- lerasälle vorgekommen. Kossand. Amsterdam, 31. Juli. Der gestrige Tag und Abend sind ohne jede Ruhestörung verlausen; die Stadt hat wieder ihr gewöhnliches Aussehen. Nur in dem Stadtviertel, in welchem die Ruhestörungen stattsanden, bildeten sich einige Gruppen Neugieriger, die aber aus Aufforderung der PoUzei sich zerstreuten. Bis aus die Militärposten vor dem Polizei-Bureau und vor der Kirche auf dem Noordermarkt sind sämmtliche Truppen in die Kasernen zurückgekehrt. Das für Sonntag von der Amsterdamer Abtheilung der SocmlistewLlga angekündigte Meeting ist untersagt worden. t . — Eme heute angeschlagene Proklamation des Bürgermeisters verbietet den Vertrieb von Zeitungen oder andern Drucksachen aus den Straßen. Diese Maßregel ist durch das Gemeindegesetz vorgesehen. Ein Bataillon Infanterie ist beute in den Paffantenhuis kasernirt, in der Nähe des Viertels, m welchem1 die Unruhen stattgefunden haben. Heute fand in der Druckerei des focialistifchen Blattes „Excelsior" im Haag eine gerichtliche Haussuchung statt. Arankreich. Paris, 31. Juli. Freycinet empfing heute Vormittag Baron de Courcel, welcher heute Abend sich nach Berlin zurückbegiebt. Spanien. Madrid, 31. Juli. Der Ministerrath genehmigte den Auslieferungs- — Wie verlautet, hätte der Finanzmimster Camacha feine Demisfion gegeben. Lokale». (aus»«, i Auaust Einige Mitglieder des Radsahrvercins führten heute die Tour Llch-'aübuch^Sch-tten-Nidda-Wießen aus. .Abfahrt fand 6 Uhr 30 Mi«., Rückkehr 9 Uhr statt. Das zweifelhafte Wetter hatte eine größere Anzahl Fahrer von der Betheiligung abgehalten und soll diese schöne Tour, wie verlautet, noch einmal, gefahren werden. ____ Bad Gastei«, 1. August. Die Kaiserin von Oesterreich fuhr gestern Abend unn ittelbar nach ihrer Ankunft mit der Gräfin Mailath nach dein Badelchlofse, um dem Kaiser Wilhelm einen Besuch abzustatten. Der Kaiser befand fich gerade 'n fernem Arbeitskabinet. Die Kaiserin verweilte etwa 2o Minuten im Badeschloste. Der Kaiser begleitete die Kaiserin, bis in das Vestibüle, küßte ihr die Hand und verabschiedete sich auf ^^da-^Gastein,* L August. Seine Majestät der Kaiser Wilhelm machte heute Mittag der Kaiserin von Oesterreich in der Villa Meran einen Gegenbesuch und ver- weilte .^August.^ Der Reichskanzler Fürst Bismarck begab sich heute Vormittag kvl ^rs^Bismarck^machte den hier anwesenden Mitgliedern des Königlichen Hauses, dem Prinzen Arnulf, der Prinzessin Gisela und dem Herzog Max, ferner dm Ministern Lutz und Crailsheim Besuche und empfing deren Gegenbesuche. Der^Prmz- Regent. machte um 123/4 Uhr dem Reichskanzler einen Besuch. Zu dem Drner beim Prinzregenten waren geladen: Fürst und Fürstin Bismarck, der preußische Gesan Graf Werthern, die Minister v. Lutz und v. Crailsheim, der Genna adMant General v. Freuschlag, der Flügeladjutant v. Lerchenfeld und Geheunrath Rottenburg. Bayreuth, 1. August. Die Beerdigung Franz Liszt's findet am Dienstag Nachmittag und zwar auf den ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen auf dem hiesigen ^^Bremerhaven, L August. Das gestern Nachmittag in Ullrichs. Dock gelegte Vollschiff „Rudolph", 'Rheder Gildemeister und Ries m Bremen, ist gestern Abend LI/, Uhr umgefallen, total aufgedrochen und wrack geworden. Menschen sind hierber nicht , 1. August. Der Erzherzog und die Erzherzogin Karl Ludwig wurden bei ihrer Ankunft in Peterhof von dem Kaiser und der Kaiserin, dem Groß- fürsten-Thronfolger, sowie den übrigen Mitgliedern der kaiserlichen Familie am Bahn- Hofe, auf welchem eine Ehrenwache aufgestellt war, empfangen. Vom Bahnhofe fuhren der Kaiser mit dem Erzherzog und die Kaiserin mit der Erzherzogin nach dem großen Palais, in welchem die österreichischen Herrschaften während ihres Aufenthalts wohnen. Gegen 8 Uhr Abends fand daselbst Familientafel statt. Das „Journal de St. Petersburg" erinnert anläßlich der Ankunft des erzherzoglichen Paares ani btefreund gastlichen Beziehungen, die zwischen dem russischen Hofe und dem Erzherzog und seiner Gemahlin seit der Krönung in Moskau bestehen, und sagt. „die hohen Gaste könnten sich versichert halten, bei dem Hofe und der russischen Gesellschaft den yerz lichsten Empfang zu finden. Ihr neuer Aufenthalt in Rußland werde die bisheriger; freundschaftlichen Beziehungen noch befestigen." . London, 1. August. Gestern Abend kam es m Belfast zwischen den Orangrsten und Nationalisten zu Schlägereien, wobei von beiden Theilen mit Steinen geworfen wurde. Die Polizei war genöthigt, mit der Waffe emzuschretten. Eme Anzahl von Personen wurde verwundet, ein Knabe getödtet. Gegen Mitternacht war die Ruhe wieder ^ergestellll^ August. Der Ministerpräsident Bratiano ist nach Govora abgereist. Lrlegra-Hifche Depesche«. ZVE « Ssrr-spsnvrm • »mrra«. Berlin, 1. August. Die Hofschauspielerin Frieb - Blumauer ist gestern gestorben. Betreffend: Die Unterhaltung der Ortstafeln. ®ie^en' am 2’ * 18861 Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürg-rm-ist-r-i-n des Kreis-«. Wir erinnern Sie, soweit Sie noch im Mckstande find, an Erledigung der Verfügung vom 15. d. M. - Gießener Anzeiger Nr. 164, binnen Vermischte-. r. Langsdorf, 1. August. Am nächsten Sonntag, d. i. am 8. d. M., Nachmittags 3 Uhr, findet im „Solmser Hof" zu Hungen die erste ordentliche Versammlung des neugegründeten landwirthschaftlichen Lokalvereins Hungen statt. Auf der Tagesordnung derselben wird - nach Bekanntmachung des Vorstandes - stehen. 1. lesuug des Protokolls voriger Sitzung. 2. Vortrag des Herrn Profissor Dr Thaer Ueber künstlichen Dünger in der Landwirthschaft". — Mochten sich ^n dieser Versammlung die Landwirthe unserer Umgebung recht zahlreich betheiligen und gleichzeitig dem jungen Verein als Mitglieder beitreten. ; , . .-naHe, 30. Juli. Das hiesige studentische Corps „Borussia feiert heute m morgen fein blljähriges Bestehen. Das Fest nahm bereits 0efernbui$' ®c«tuS“n8 der von auswärts angekommenen Corpsbruder im Hofiagei, seinen AM-mg. unter den 85 aus allen Theilen Deutschlands herbeigeeilten alten Herren befindet sich au» einer der Stifter des Corps, Herr Geh. Medicmalrath Professor Dr Rüge ^us Heldeb berg" aus dem ersten Seu-ester ferner,die Herren 21 ‘Sfl^auä^aabes Landtagsabgeordneter Schmidt aus Stettin und Sanitätsrath vr. Ft »er aus Mägde bürg. Heute Vormittag sand ein feierlicher Convent auf her ^cLphc ro° .c”'e den Corpsschwestern gestiftete neue Fahne überreicht wurde. Nachdem das Mittag ss n eingenommen worden war, sand ein Umzug in 72 Equipagen du ch die S'adt, ero mt von dem Trompetereorps der Merseburger Husarm kn,Landsknecht. Costumm na» Giebichenstein statt. Abends schloß sich m dm festlich ges»mücktenNaumm de» Hosjägers der Stistungs - Commers, der an F'delitat nichts zu wünschen uv»g Heitel. Der Bürgermeister schreibt wörtlich: „Auf den Artikel Welterod in Nr. 83 des Kreisblattes theile ich Ihnen mit, daß der angebliche Landwehrmann und französische Kriegsgefangene Breidenbach nicht hier aus Welterod ist. Er hat nach Angabe hiesiger Leute in Begleitung eines Gefährten (Stromers), den Ort Welterod durchzogen, gutmüthigen Leuten dabei seine traurigen Lebensschicksale erzählt, um sie dadurch zu recht reichlichen Spenden, welche er auf diese Weise auch empfangen, zu bewegen. Bei mir hatte er sich nicht gezeigt, vielmehr es vermieden, in meine Nähe zu kommen, was mich annehmen läßt, daß man es hier wieder mit einem großen Schwindler zu thun hat. Ganz Deutschland scheint durch den betreffenden Artikel des „Rheinischen Courier" in Aufregung gekommen zu sein, denn aus allen Ecken laufen Briefe an mich ein mit Bitten um nähere Auskunft, resp. um Ausfragen des Breidenbach zu Welterod wegen Koch (eines anderen Deutschen, der sich noch in Algier befinden sollte). Leider kann ich den Kerl aber nicht ausfragen, da er am selbigen Tage nach sehr kurzem Aufenthalte hier, unbekannt wohin, weitergereist ist." — Bei den bevorstehenden Manövern ist den daran theilnehmenden Officieren eine Annehmlichkeit dadurch geschaffen, daß sie sich ohne Weiteres in den Fortgenuß ihrer gewohnten Zeitung setzen können, und zwar einfach dadurch, daß sie bei der Postanstall ihres Garnisonortes die Nachsendung ihrer Zeitung beantragen und dafür nur 50 für den vierwöchentlichen Zeitraum entrichten. Dieser Postanstalt ist das jeweilige Kantonementsquartier der Garnison bekannt, dieselbe leitet dahin mit aller Beschleunigung die Briefschaften und auch die solchergestalt nacherbetenen Zeitungen über. r r r . „„ Ehambrey, 28. Juli. Einen rührenden Beweis von aufopfernder Nächstenliebe — wenn man es so nennen darf — hat ein auf dem hiesigen Bahnhofe nistendes Rothschwänzchenpaar gegeben. Das Pärchen hat sich unter dem Dache der Bahnhofshalle ein Nestchen gebaut, wo es mit dem ihm eigenen Reinlichkeitssinne feit einiger Zeit schon für seine vier junge Vöglein emsig sorgt. Heute früh kam nun aus dem Frankenlande ein leerer Kohlenwagen hier an, der jedenfalls auf irgend einer größern Station Frankreichs längere Zeit gestanden batte, denn er barg ein Nestlein mit vier jungen Rothschwänzchen, die bei der Ankunft auf dem Bahnhofe ihren Hunger durch lautes Zwitschern kundgaben. Mitleidige Menschenseelen fingen nun wohl zu ihrer Atzung etliche Fliegen, die von den Jungen begierig verspeist wurden, aber was würde aus den armen Thierchen geschehen, wenn der Wagen nach den Saargruben weiterlief? Da kam ein Eisenbahnbeamter auf den Gedanken, das Nestchen neben das bereits unter dem Hallendach befindliche zu stellen, indem die Alten dann gewiß auch für diesen unerwarteten „Zuwachs" sorgen würden. Gedacht — gethan! Das zweite Nestchen wilrde dicht neben das elftere gestellt und bald kam das Welbcken von feinem Ausfluge zurück, Beute für seine Jungen im Schnabel tragend. Wohl mochte ihm schon das weit lebhaftere Gezwitscher der kleinen Hungrigen auffallen, staunend flatterte es vor den beiden Nestern umher, es mochte wohl zählen und wieder zählen, aber statt vier waren es wirklich acht, dazu vier viel kleiner und nackter als die eigenen Jungen. Da bemerkte es auch ohne Zweifel, auf welcher Seite die größere Noth fei und bot, nachdem es sich genugsam von allem überzeugt, den fremden Jungen die erste Nahrung. Staunend flog nun auch das Männchen zu, nach Vogelart schüttelte es vielleicht sein Köpfchen ob der Sonderbarlichkeit, aber die Fremdlinge wußten sein Mitleid rege zu machen und nach einigem geringen Zögern gab auch es den hungernden fremden Vögelchen die nöthige Atzung. Seither fliegen die Alten eifriger denn früher ab und zu, um den „achten" — ohne stiefelterliche Anwandlung — gleichmäßig Nahrung zuzutragen. Können wir Menschenkinder nicht von den kleinen gefiederten Thierchen lernen ? — Aus Melbourne wird gemeldet: Der Recrutirungsschuner Aoung Dick wurde vor einiger Zeit in der Nähe der Malayka-Jnsel von Eingeborenen überfallen und in Abwesenheit des Capitäns ein Theil der Mannschaft' erschlagen. Nach Rückkehr des Capitäns an Bord ließ er die Leiche der Erschlagenen in's Meer senken und ging darauf das englische Kriegsschiff „Opal" um Hilfe an, welches das Dorf, auL welchem die Angreifer kamen, beschoß und niederbrannte, viele Einwohner tödtete und sich dann nach der Landara-Jnsel begab, woselbst im Januar vorigen Jahres der englische Capitän Howe nebst seinem Steuermann ermordet wurde, wofür das Dorf drei Monate später niedergebrannt wurde. Da die Eingeborenen auch jetzt die Mörder noch nicht auslieferten, so wurde das Dorf abermals beschossen und durch landende Matrosen bis auf den Grund zerstört. Schis fSnachrichten. Bremen, 31. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.s Der Postdampfer Main, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. Juli von Bremen abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 31. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.s Der Postdampfer Aller, Capt. F. Hamelmaun, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Juli von Bremen und am 22. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 31. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer des Norddeutschen Lloyd „Oder", Capt. F. Pfeifer, ist auf der ersten Reise nach Ost- asien am Sonnabend den 31. Juli, einen vollen Tag vor der fahrplanmäßigen Zeit, in Colombo angekommen. Repertmr Ser vereinigten Stadttheater;u Iranksurt a. K> Opernhaus. Dienstag den 3. August: Robert der Teufel. Mittwoch den 4. August: Carmen. Außer Abonnement. Donnerstag den 5. August: Die Jüdin. Freitag den 6. August: Undine. Außer Abonnement. Samstag den 7. August: Trompeter von Säkkingen. Sonntag den 8. August: Silvana. Gchanspielhans. Dienstag den 3. August: Zum ersten Male: Unter vier Augen. Lustspiel in 1 Akt von Ludwig Fulda. Hierauf neu einstudirt: Badekuren. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Mittwoch den 4. August: Mit Vergnügen. Donnerstag den 5. August geschlossen. Freitag den 6. Augusts Madame Favart. Samstag den 7. August: Zum ersten Male wiederholt: Unter vier Augen. Hierauf: Badekuren. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Sonntag den 8. August: Neu einstudirt: Das Stiftungsfest. Vorher: Unter vier Augen. Temperatur Lahu, Am 2. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 141/2°. Luft 13° R. im Schatten. L. Ehr. Rübsamen. WecheWe WMhnen. Mit dem 1. August c. gelangen Ausnahmesätze für Steine des Spezialtarifs III zwischen einigen diesseitigen Stationen und Frankfurt a/M Ostbahnhof zur Einführung. Nähere Auskunft ertheilt unser Tarif-Bureau. 5523 Gießen, den 31. Juli 1886. ________Großherzogliche Direktion._______ Vergebung w Bamrbeiten. Die nachstehenden, zum Neubau eines Gemeindebackhauses im Orte Klein Lin den erforderlichen Arbeiten sollen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden, und zwar: 4. 5. 6. 7. 8. Zimmerarbeit Weißbinderarbeit Schreinerarbeit Glaserarbeit Schlofferarbeit V n n n n ii 76,19 170,- 330,46 121,28 59,60 48,02 61,50 veranschl. zu 1. Grab- u. Maurerarbeit JL 1211,73 2. Lungsteinlieserung 3. Backofenaufmauerung zus. v!L 2078,78 ferner wird gleichzeitig vergeben: 9. Schlofferarbeit zur Einfriedigung der Luther- linde mit JL 35,— Pläne, Voranschlag und Bedingungen sind auf Gr. Bürgermeisterei Klein-Linden emzusehen, woselbst auch die mit entsprechender Aufschrift versehenen Offerten bis spätestens zum 6. August, Mittags 2 Uhr, verschlossen einzureichen sind. Gießen, den 31. Juli 1886. I. A.: Rohrer, 5533 Bez.-Bauaufseher. Mittwoch den 4. August, Nachmittags 2 Uhr, werden auf meiner Amtsstube gegen Baarzahlung versteigert: Sopha's, Glasschränke, Kleiderschränke, Kommoden, Tische, Spiegel, Bilder, 2 Pferde, 1 Stoßkarren u. a. K-.. Geißler, 5541 Gerichtsvollzieher. All gemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. | Die Schulgelder für die Stadtknaben- und Stadtmädchenschule pro I I. Quartal 1886/87 können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: ? Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, den 31. Juli j886. Der Stadtrechner. _______________________ H. Enders. 5518 \ Hermann Katz. 4946 Gemmerich*© conti. Fleischbouillon (flüssiges Fleischpepton) 5371 Neuheiten in Sommerstoffen. Spitzenstoffe, Etamines, Grenadines in allen Farben, Crepe, Wollenmuselino, Kattune, Zephyre, Satins, empfiehlt in sehr grosser Auswahl zu billigsten Preisen smünft1« roiekfol8taU§8Ci£i<6nCk SBtobuct "ußert sich Herr Prof. Dr. I. König in cond. Fleischbouillon nur bk'ffl f •um’'« “°? bscn bekannten gleito^ctcn^baS^ni» u.ie letztere :u,,rbr»5ra,nu6!Sl e onbAr-n autf> bie Nährstoffe des Fleisches, un . zwar in Mnnh.41 entp«” ®lc empfiehlt sich daher als therapeutisches Heilmittel besonders be. Verdauungsstörungen und bei Magenleiden aller Art. cond. Fleischbouillon Me^ mit Schraube?vnNß ^ist allen besseren Deltcateß-, Colonial- und Droguen-Geschäften. ö ---n Regen - Schirme. Hochfeine Damen- und Herren-Gloria-Schirme, beste Qualitäten und feinste Ausführung, 3 50, 4.—, 5.— , Feinste feidpue Schirme 6—, 7.—, 8.—, 10.—. 5545 Fh. Ellinger. Holz Lieferung. Die Lieferung des im Etatsjahre 1886/87 erforderlichen tannen Holzes zum Feueranzünden soll im Submissionswege vergeben werden. Offerten sind bis zum 5. August L I. bei unterzeichneter Direction einzureichen. Gießen, am 29. Juli 1886. Großh. Direction der Entbindungs- anstalt. Kaltenbach. 5549 Die Lieferung von 40 Raummeter Buchen-Scheitholz soll im Submissionswege vergeben werden und sind des- fallsige Offerten bis zum 9. d. M bei Armenkasserechner La über ver- schloffen abzugeben. Gießen, am 2. August 1886. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. __________A. Bramm.__________ Drelen- Bersteigerung. Mittwoch den 4. August, von Bormittags 9 Uhr an, werden auf dem Schützensestplatze an der Grünbergerstraße mehrere tausend Dielen in allen Breiten und zu jedem Gebrauche geeignet, versteigert. 5492 Ieikgeöotenes. Em eParthie Becher für Schöpfwerke verschiedener Größe sind preiswürdig abzugeben in der Kunstmühle von 5524__Ferd, Burk. 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Auftreten der vorzüglichen Clown Mr. Wokau, Tommy, Robinson, Charley und August der Dumme in ihren urkomischen Entrees und Intermezzos. W Zum ersten Male in Gießen: "WW Neu! Le pont de Niagara! Neu! großartige Leistung am Riesen-Luft-Apparat, verbunden mit den schwierigsten Vor- und Rückwärts-Saltomortales, ausgeführt von den Herren: Director Jmmans, Henry und Alex. Preise der Plätze: Sperrsitz 1 JL. Erster Rang 60 Zweiter Rang 30 Stehplatz außerhalb der Arena 15 Kinder 10 4- Kinder unter 10 Jahren auf allen Sitzplätzen die Hälfte. Anfang der Vorstellung Abends 8 Uhr. Bei brillanter Beleuchtung des ganzen Spielplatzes. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein L. Lenhard, Geschäftsführer. W. Jmmans, Director. Morgen Mittwoch finden 2 große Vorstellungen statt. 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Die Beerdigung findet Dienstag den 3. August, Nachmittags V22 Uhr, statt. 5531 5525 Ein Kaufmann, verh, seit 20 Jahren in der Eisenbranche thätig, mit der einfachen und doppelten Buchhaltung vertraut, sucht entsprechende dauernde Stellung. Gest. Offerten sub A. B. 100 besorgt die Exped. d. Bl. 5o58 Ein in nächster Zeit aus der Lehre kommender junger Mann kann auf einem hiesigen Comptoir Beschäftigung erhalten. Gehalt 5—600 JL Selbstgeschriebene Offerten nebst Zeugnißabschrift besorgt unter X. 40 die Exp. d. Bl. vermischte Anzeigen. 5528] Laden-Gesuch. In Mitte der Stadt wird ein geräumiger Laden und Wohnung für ein Manufaktur- u. Damen- confcctions-Geschäft gesucht- Offerten mit Preisang. unt. Z. 400 postlagerndGießen. 5534 Ein Glasergehilfe auf dauernde Arbeit gesucht. C. D. Fillmanu, Kirchenplatz 15. 5540 2 0 00 Mark auf gute zweite Hypothek gesucht. Gest. Offerten sub A. 2. 14 an die Exped. d. Bl. erbeten.____________ 5548 Verloren ein gold. Armband am Sonntag. 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