Ur> los Grstes Blatt Sonntag den 2, Mai HOOG Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Wetzen. Vmws«r SHukftratze 7. Erscheint tibOllich mH «nSmchme M Msrrtsrg-. 1 Päckchen Flickstoff, 1 Vorstecknadel, 1 weißes Taschentuch, 1 Armspange, 1 Perlenkette Gießen, am 1. Mai 1886. DremischteS. . . ®ef“n^c” •',1 Sonnenschirm, 1 Bündel Kleider, 1 Medarllon, 1 Gummrball. » Vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. »tt Bri Post bezogen vierteljährlich 2 Mark '^u enorm 1651 12. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Arankreich. 30. April. Eine Depesche des ,Kemps" aus Athen meldet: ?iebefindlichen, zum Kriegsdienst ausgerüsteten Packetboote der Griechischen Schrffsahrts-Gesellschaft erhielten Befehl zur Abrüstung Die Äm 5“' roe $e ,n biefer W°ch° an die Grenze abrücken sollte,^ erhielt vi/Cy vTlUej Cyle England. .. ' ?0. April. Die „Times" bespricht die griechische Note be» 3ughd& des Ultimatums und sagt: Europa könne sich von Delyannis nicht Be- flSSVFu b/Ci Pöfun(9. b-er. f°6- griechischen Frage vorschreiben lassen; das ^ "Ä>^^ultat seiner spitzfindigen Diplomatie werde sein, daß Frankreich sich Weßni dürfte^°^ 3tuäf“^un9 ^waiger Zwangrmaßregeln an- 2sthen, 30. April. (Ausführlichere Meldung der „Agence Havas.") MOes^nu^°rt b? 0/ibchrschen Regierung auf das Ultimatum der Mächte besagt, O1.... _____ ApT.l vor Ueberreichung der Collectwnote desselben Tagetz expedrrte Note Bezug nehme, folgende Erklärungen 8ÄBÄ SÄB S?“ »sw* Ktaken. Spezzia, 29. April. Die Gruson'sche Hartgußplatte bat aucü bei der gleichen Weise wie früher erfolgten dritten Beschießung ihre außer- ordentlrche Widerstandsfähigkeit bewiesen und damit das Maximum der an fte ß^^ten Anforderungen erfüllt. Die Versuche sind damit beendet, belang'-eiche glänzen RrsustakNr?.E° finb bem ®ruWn ^-bliffem-nt durch di?s Kurland. ' 2?' .2Ipri.r- Der Kaiser verlieh Edhem Pascha den Alerander- Newsky-Orden und decorirte auch deffen Gefolge. Heute wurde Edhem Pascha von hem Kaiserpaare in Abschieds-Audienz empfangen und stattete alsdann H-rrn v. Giers und Woronzow-Daschkow Abschiedsbesuche ab. 6 Hriccherrland. , Lokale». kl. r y Mai- Verkauft wurde das Haus des Herrn Restaurateurs bauten ' 9' fiiv 50'000 ™“‘£ ™ Ä. ZippvoAL »°n-^Ehen- 30 April. Dre „Agence Havas" meldet: Die Antwort Grie- SÄ8,, c?tbaä Ultimatum besagt: Griechenland werde den gegenwärtigen ShS ,• A'E unter den Fahnen behalten, sondern zu einer graduellen Reduction des Effectivstandes schreiten. Die Regierung hoffe, hier- roerbe bte ^Eilleclivnole vom 26. Aprll als gegenstandslos angesehen Ivvlvvll* itn^ -Tu ti 'S#» W Offenbach, 30. April. DieJahresoersaminlung des Hess. Landeslebrervereins battr gestern und.heute wohl 500-600 Lehrer aus allen Theilenbei ßSSS ta SnfSS Stadt vereinigt. Dre Verhandlungen dcS ersten Tages, an denen sich nur die Dele- I Arten der wurzeln en Bezirke betheiligten und die in dem Saale der Schlosser'sckcn ^,?Ächaft stattsanden, beschränkten sich auf Erstattung der Nechenschaftsberichte über den Stand der verschiedenen Kassen des Vereins. Aus denselben aebt beroor haft hpr läBrlirfip weit über 2000 Mitglieder zählt und über mehr als 8000 T .^e&cn au§ gestellter Antrag, dem Obmann für ein ^rotttigen, wurde abgelehnt, dagegen angenommen ? Offenbach: „Dem Redactcur sein seitheriges Gehalt von 2400 JL RES" .k.^"begehalt zu gewahren",. sowie ein Antrag von Darmstadt: „Den Delegirten I Diäten aus der Hauptkasse des Verems zu bewilligen." imfovtvSi. ^??Evägte ein Commers die anwesenden Lehrer und viele Bürger A^rer Stadt im Schlosser scheu Saale, wobei unser Herr Bürgermeister Brink den Vorsitz führte. Bis nach Mitternacht blieben die Theilnehmer zusammen. Die Hauptversammlung wurde, da der Schlosser'sche Saal die Gäste nicht zu IfJyF Quöchte, in der zu diesem Zwecke sehr geeigneten neuen Turnhalle abgehaltcn. An derselben betheiligten sich auch Herr Geh. Oberschulrath Greim und Landtags- aogeoroneter Schroder aus Darmstadt, sowie die Spitzen der hiesigen Behörden. r Mchbeu Begrüßungsreden des Obmanns des Vereins, sowie des Geh. Ober- Miulraths Greim als Vertreter der hessischen Regierung, des Herrn Bürgermeisters S-k Vertreter unserer Stadt, erhielt das Wort Herr Lehrer Ruppel aus Duoelshenn zu seinem Vortrage: „Anforderungen an die moderne Schule und ihre Lehrer. So interessant sich der Vortrag im Anfänge gestaltete, trat doch in Folge allzu breiter Anlage und großer Weitschweifigkeit desselben, bei der Versammluna Langeweile und Unruhe ein. Die oom Referenten aufgestellten Thesen gelangten durch Abstimmung zur Annahme. . „ , Eine überaus glänzende Leistung war der zweite Vortrag, welcher das Thema -Kann die Schule den Erwartungen, welche gegenwärtig bezüglich der Hc» Kahl au^öie^n °°" “,r 3e°eßt rocrbEn< -"tspnch-v?" '^streni: rS."«” ^iiWumen, wie sie für" eine solche Maßregel bursch die uner- läßliche Vorsicht geboten erscheinen. Die Regierung glaube sich der Hoffnung hmgeben zu burfen, daß in Folge dieser Erklärungen die Collectipnote vom 26. April als gegenstandslos angesehen werde. ^ri.pnole vom LEZLLWZLALS« ! 1-t ^Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Berirksnerrru fchaften^in AlsÄd^N"^^ Umfragen erlassen waren, und Settens der Vertreter- |=S3~e=$==5=™=3 B-idln^n^Ä-L =lV^®“:6enS253Äb - ÄTo “* P0’50' war ss fia*» -ti & lÄ r 1¥°' Mr Weilburg 2 Karten = 4"^« Sn - «ra0'. f‘£ '^Eb-rg a d. O. 5 Karten = M 11.50, für Schotten 20 Kar n — JL. 33.50, in Summa 362 Karten — 823.10. ; 3taricn Jahre wurde der Gesellschaft eine erfreulich große Anrabk e^NÄnsi- Beiträgen zugeführt, wenn auch an den einzelnen Orten klagen ist Mitgliedern durch Todesfall, Verzug und Beitragsoerweigerung zu be- pro IS^Ä^^Ök"8^ 487 ^tg-i°d-r nut 1052.40 Beiträge.. 113 @d)iff,c6e”0^BSben ®Citrä8m n’Utben eräieIt: •« 371.06, daran aus Die Gesammteinnahmen für 1885—86 betragen: 1) ordentliche Einnahmen JL 1052.40, 2) außerordentliche „ „ 371.98, zusammen JL 1424.38. Telegraphische Depesche«. Wo»«'» Ws$. ®cstrtt,eaö«ttä. B«rra«. Stargard in Pommern, 30. April. Das im Saakiaer «reife aeleame ^bräunt 11 = <öple0et ,ft bcr »Stargarder Zeitung" zufolge bis auf 6 Häuser^Eer- D»d«NrmdM« Pauler ist gestorben. Pascha ^Lr^sek.7LcZttike°LS bC" Erkffch°n Botschafter Photiades laut ™Urbe ^eu,e Minister Robi- gestern bis heute Mittag kamen hier 2 Cholera- kKSng, ftibCsS°?ZoW?° ”M- Sn OftU1Ü b Erkrankungen, in 3?aHan= ßivöbiA^a^^kt.2[PriL $Cr n,mänif4e Kriegsminister ist hier auf der Reise nach mrtrhf_ b0. April. Die „Agence Havas" meldet: Die griechische Negierung machte bet der Natronalbank eine Anleihe von 15 Millionen. gegenwärtigen ®ffectinfianb berta unter VbeÄ “wer ST'C f" ftfirpltPTI frt Qtrttf AoHt'/tiiwnn *mw* CI a Cßu -1... r.» v . nw « . . I ^?S ist jNaufÄ^bangewach^ heims hostt man in spätestens 10 Jahren vorgehen zu können. ^cyrermnen- riMtrnid;» flimmer neffl -tfien. , Q ßberliroBL^ ST«™™!1 jelmfiroBt3 21- sS>- aä ier L-S- *?< chiE«-L bTw;!« WW,/1S ttoloNlS-, 1C1W ltttE 29). !l o| past 39- ^pril. sVerein hessischer Lehrerinnen.! Nach dem in brr gfprrfne 9im ^^ralversammluug erstatteten Jahresbericht bettugen die Einnahmen des Vereins nn letzten ^zahre insgesammt 5691 JL; verausgabt wurden für vernnslicke Paplere 6828 für Druckkosten rc. 189 «X Der Verein hat auch im zweiten Vereinsjahre erfreuliche Fortschritte gemacht. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog überwies einen bedeutenden Jahresbeitrag; Z. D. Frau Prinzessin Battenberg, Höchstwelche der Generalversammlung beiwohnte, übernahm das Protectorat des Vereins.^ Für Bensheim und ^=SbeÄn^n^6Mn CfieS" s»6ä?»'ääÄS5T.“aas LRSA««r«L- gegenroärttgen Effectivstand der Armee nicht unter ben Fahnen behalten werbe; P "' ™“,A“ru,mrwenden. Ä®er^'fth"6am Ä"CpfuSntf£ Sdjt werben »ttÄiS »gen. bB*“!»- d!- Äüd>c und allem ^Bierbrauerei, les bei ^marDraße^ NeTte Vlünsgasse 5. o Zimmer mit vernnetden. ietf)_en, 2 Zimmer, uus der schönen mitadter Hau?. I^ein elegantes -1- Juni zu ver- !t im Hinterbaus. ' meines Hauics, • Mai anderweit I. Aker. Mossene Woh- aehor, pr. 1. Juni !üth, Gartseld. rgehende Ziinmer Neuenweg 39. : große Mhnung iiethen. L_____________ Zimmer zu i>t'r- Mäusburg 15. . Zimmer zu ver- ße 10, Hl. St. Zimmer zu mr- l«m, Ächnhosstr. möblirtes Par r Äula, zll vtv udwigsttaße blirteS Zimmer, i gelegen, i)t zu rofeffor 9M. Zimmer zuH" 12, H. 2. SL. gren). Stube iltl mmethen. ;ut möbl. Zimnul AeichstM^ lirtes Zimmer^ leMaßU^. ir gehende ff” einen oder jn:I "O-Z Unter gespannter Aufmerksamkeit der Zuhörer und wiederholt vom Beifall der Versammlung unterbrochen, suchte derselbe in schönster Form die von den Feinden der modernen Schule aufgestellte Behauptung von einem durch die Schule verschuldeten Rückgang in der Moralität des Volkes zu widerlegen. Er behauptet, daß die Schule als minder einflußreicher Erziehungsfaktor überhaupt nicht für auffällige Erscheinungen im socialen Leben der Völker verantwortlich gemacht werden könne, diese vielmehr auf Rechnung der mehr oder weniger gesunden Beschaffenheit des Familienlebens, der rechtlichen, staatlichen und kirchlichen Verhältnisse zu setzen seien. Im Verlaufe des Vortrags kommt Referent auch auf die durch die Presse sattsam bekannt gewordene Aeußerung des Herrn Professors v. Treitschke über den Lehrerstand zu sprechen und bezeichnet es als bedauerlich, aber lehrreich, daß bei der öffentlichen Besprechung dieser Angelegenheit im preußischen Abgeordnetenhause nur die Mitglieder der freisinnigen Partei für den von einem akademischen Lehrer unter dem Schutzmantel der Lehrfreiheit geschmähten und verleumdeten Stand der Volksschullehrer eingetreten seien. Dies gab dem anwesenden Landtagsabgeordneten Schröder Veranlassung in der Diskussion für Herrn v. Treitschke einzutreten. Er behauptet, daß die Aeußerung desselben durch die Presse in feindlicher Weise entstellt worden sei, daß, wie ihm (Schröder) ein Hörer des Professors mitgetheilt, derselbe sich keineswegs in der erwähnten Weise ausgedrückt und daß man überhaupt von einem Manne mit der Bildung des Herrn v. Treitschke eine solche Aeußerung nicht annehmen dürfe. Herr Kahl erwiedert hierauf, daß die gesammte Presse, die pädogische wie die politische, die Aeußerung so wie Referent sie gegeben, verbreitet habe und es ihm doch sonderbar vorkommen müsse, daß nicht einer der Freunde, oder Schüler des Herrn v. Treitschke eine Richtigstellung der von größter Unkenntniß der Volksschulverhältnisse zeugenden Aeußerung desselben versucht habe und daß Referent, so lange dies nicht geschehe, seine Behauptung von einer Verleumdung des Lehrerstandes durch Herrn v. Treitschke trotz der versuchten Wiederlegung des Herrn Abgeordneten Schröder gan- entschieden aufrecht erhalten werde. (Lebh. Beifall). Rach weiterer Auseinandersetzung über die Vorschulfrage zwischen Herrn Schröder und Kahl gelangten die Thesen des letzteren unter einigen von Herrn Lehrer Funk zu Marienschloß beantragten Milderungen im Ausdruck zur Annahme. Nach Schluß der Versammlung vereinigte ein gemeinschaftliches Essen etwa 200 der Thetlnehmer wieder im Schlosser'schen Saale. 9t eu-Ulrichstein, 1. Mai. sMonats-Bericht der Arbeiter - Colonie pro April 1886.] Ultimo April waren in der Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesammt 53. Hiervon waren: Landw. Arbeiter 13, Bäcker 4, Beamte (Schreiber) 1, Buchbinder 1, Bergleute 1, Dachdecker 1, Former (Eisengießer) 2, Gärtner 1, Kaufleute (Commis) 3, Maler (Anstreicher) 3, Maurer 1, Messerschmiede 1, Müller 1, Schlosser 3, Schmiede 1, Schneider 2, Schuhmacher 3, Schüler 1, Tapezierer 1, Tischler 1, Weber 3, Zimmerleute 1, Buchdrucker 1, Essigsieder 1, Oeconom 1, Scheerenschleifer 1, Strumpfwirker 1. Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 13, Nassau 5, Baden 2, Bayern 2, Württemberg 1, Sachsen 1. Von Preußen auf die Provinzen: Hannover 4, Hessen (Cassel) 8, Posen 1, Schlesien 4, Rheinprooinz 5, Meiningen 2, Coburg - Gotha 2, Mecklenburg - Schwerin 1, Anhalt - Dessau 1, Elsaß - Lothringen 1, Oesterreich (Böhmen) 1. Entlassen wurden im Laufe des Monats April 35. Davon gingen auf eigenen Wunsch, um sich Arbeit zu suchen, 23, durch die Colonie in Stellung 3, durch eigenes Bemühen rc. 2, durch Entlassung 5, durch Krankheit (Geschwulst am Arm) 1, auf Requisition der Behörde 1. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 292 Colonisten. Offenbach, 27. April. Das „Tagbl." berichtet: Der unfern Lesern bekannte Sergeant Mödebeck, der wegen der scheußlichen Mißhandlung des Rekruten Kaltenbach (aus Kostheim) zu 7 Jahren rc. rc. verurtheilt wurde, hat vor einiger Zeit seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Alzey, 28. April. Ein Gerücht von einem Doppelselbstmord, welches bereits gestern die Stadt durchschwirrte, hat sich jetzt leider bestätigt. Det Soldat Huf aus Flonheim hat sein Mädchen, Elisabeths Ries aus Enkenbach, bei Herrn CH. Köhler in Heimersheim in Diensten, und dann sich selbst im Bornheimer Wäldchen erschossen. Was diese beiden jungen Leute zu diesem schrecklichen Entschlüsse trieb, ist noch in Dunkel gehüllt. (A. B.) — Der von Altona mit ca. 30,000 unterschlagener Gelder durchgegangene Buchhalter Isidor Sternberg ist in Bucnos-Ayres in die Hände der Gerechtigkeit gefallen. In seinem Besitze sand man noch 14,631 Jt — Unrecht Gut gedeihet nicht! Die berüchtigte Bauernfängerin Adele Spitzeder nennt nicht mehr ihr eigen, als was sie auf dem Leibe hat. Sie hat dieser Tage wiederholt in München den Offenbarungseid geleistet. — Ueber eine Hebung von 90,000 Pfund Sterling aus dem Meere, welche vor kurzer Zeit bei den Großen Canarischen Inseln erfolgte, berichten Londoner Zeitungen folgendes: Diese Summe lag eine Meile von der südlichen Grenze der genannten Inseln und war vor zwei Jahren mit dem neuen spanischen Dampfer Alfonso XII. untergegangen, welcher 100,000 Pfund Sterling in neugeprägten spanischen Fünf- Dollarstücken, die für Cuba bestimmt waren, an Bord hatte. Das Geld war beim Lloyd versichert, welcher die Summe auch auszahlte, als das Schiff unterging. Nachdem mehr als ein Jahr verflossen war, wurde Capitän Stevens mit drei Tauchern entsandt, um den versunkenen Schatz zu suchen und wieder zu heben. Sie führten diese Sendung glücklich durch, indem sie neun Kisten hoben, von denen jede 10,000 Pfd. Sterling enthielt; die zehnte Kiste konnte jedoch nicht gefunden werden und die Taucher kehrten obne dieselbe zurück. Die Gefahren und Schwierigkeiten waren außerordentlich. Das Geld befand sich im Kielraume des Schiffes. Das Verdeck mußte gesprengt werden und die Taucher mußten die Kisten, nachdem sie mit großer Mühe in den Kielraum gelangt waren, von einem Deck bis zum andern schleppen. Die Taucher legten bet ihrer neunmonatlichen Arbeit nicht nur Muth, sondern auch große Ausdauer an den Tag. Die größte Schwierigkeit hatten sie in dem ungeheueren Drucke, den das Wasser in solcher Tiefe ausübt, zu überwinden. Einmal blieb einer der Taucher Namens Lambert länger unter Wasser, als er vernünftiger Weise hätte thun sollen. Als er dann wieder an die Oberfläche kam, war er an beiden Füßen gelähmt. >)U dieser Zeit waren erst 40,000 Pfund Sterling gehoben und trotz seines Mißgeschicks suchte der tapfere Lambert wieder und wieder in die Tiefe, bis seine Bemühungen mit Erfolg gekrönt waren. Capitän Stevens und die Taucher befinden sich jetzt in London, wo die Sache große Aufmerksamkeit erregt hat. c „ — Wie That eines Wahnsinnigen.] In Bordeaux mar der „W. A. Z." zufolge der Backer Morreau plötzlich vom Wahnsinn befallen und mußte einem Irren- Hause übergeben werden. Auf dem Wege dahin rief er unaufhörlich in triumphirendem Tone aus: „Bordeaux wird durch mich Heuer merkwürdige Ostern haben'" Dies beunruhigte die Behörde, sie ließ die Ostereier gerichtlich untersuchen und es stellte sich heraus, daß dieselben sämmtlich starke Dosen von Arsenik enthielten. Diese That des Wahnsinnigen hätte entsetzliche Folgen haben können, umsomehr, als Ostereier ja in die Hände von Kindern gelegt werden und von diesen das süße Zeug sofort aufgezehrt wird. Auszug aus den Staudesamtsregisteru des Standesamts Metzen. Aufgebote. April: 24. Christian Jnderthal von Ober-Weidbach, Kaufmann dahier mit Johanna Georgine Petri von hier. 24. Karl Anton Moll, Kaufmann zu Main» mit Wilhelmine Philippine Jakobine Ritsert von Gießen. Eheschließungen. April: 26. Metzger Louis Peter Sack von Gießen und Margarethe Sckmitt von Trohe. 29. Großh. Oberförster Dr. Philipp Walther zu Grebenau und Pauline Karoline Sophie Elisabeth Heß. Geborene. April: 19. Dem Schuhmacher Franz Neumeier eine Tochter. 19. Dem Kaufmann Carl Müller eine Tochter. 21. Dem Oeconom Wilhelm Lindenstruth eine Tochter. 21. Dem Kaufmann Johann Ludwig Hartmann eine Tochter. 22. Dem Kaufmann Friedrich May eine Tochter, Anna Margarethe. 22. Dem Schneider Wernhard Brück eine Tochter, Elisabethe Henriette Margarethe. 23; Dem Gymnasiallehrer Ernst Kutsch eine Tochter. 24. Dem Weichensteller an der Oberhessischen Bahn Wilhelm Horn eine Tochter. 25. Dem Restaurateur Peter Jmmel em Sohn. 25. Dem Kaufmann August Noll II. ein Sohn. 27. Dem Anwaltsgehülfen Georg Erdmann eine Tochter. 27. Dem Schuhmacher Georg Luh eine Tochter, Emma Magdalene. 27. Dem Schuhmacher Konrad Wißner eine Tochter, Dorothea Sophie. 29. Dem Wagen-Revisor Justus Beinhauer eine Tochter, Johanna Helene Martha. 29. ^em Schuhmacher Karl Otto Enßlin eine Tochter, Aurora Eulalia. Gestorbene. April: 23. Anna Margarethe Ruth, geb. Amend, 27 Jahre alt, Ehefrau des Dienstknechts Heinrich Ruth dahier. 23. Der Candidat der Medicm Johann Gustav Emil Schmidt, 36 Jahre alt. 24. Katharine Kraft, geb. Höhn, 50 Jahre alt, Ehefrau des Schaffners a» der Main-Weser-Bahn Christian Kraft. 24. Adolf Georg Karl August Lony, 5 Monate alt, Sohn des Holzwaarenhändlers Louis Lony. 26. Heinrich Karpf, 1 Jahr alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Karpf. 27. Die ledige Haushälterin Henriette Meinhardt, 63 Jahre alt. 27. Marie Lang, geb. Merkel, 69 Jahre alt, Wittwe des verstorbenen Wirths Georg Lang. Auszug aus de« Kirchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 25. April. Ludwig Lind, Lackirer zu Gießen und Elisabeth Werner, Tochter des Werkführers Adam Werner zu Gießen. Den 26. April. Carl Dittmar, Fuhrmann zu Gießen, und Friederike Formhals, Tochter des verstorbenen Leinwebers Andreas Formhals zu Allendorf a. d. Lumda. Denselben. Friedrich Frauenhain, Sergeant zu Gießen, und Friederike Stroh, Tochter des verstorbenen Fabrikaufsehers Georg Adam Stroh zu Gießen. Denselben. Ludwig Peter Sack, Metzger zu Gießen, und Margarethe Schmitt, Tochter des Müllermeisters Christoph Schmitt auf der Bälzermühle bei Trohe. Den 29. April. Dr. Philipp Walther, Großh. Oberförster zu Grebenau, und Pauline Caroline Sophie Elisabeth Heß, Tochter des Gasanstaltsbesitzers und Beigeordneten August Heß zu Gießen. Den 1. Mai. Bernhard Salzmann, Glaser zu Gießen, und Christiane Johanna Henriette Stamm, Tochter des verstorbenen Zimmermeisters Balthasar Stamm ■ zu Gießen. Getaufte. Den 25. April. Dem Cigarrenmacher Heinrich Schäfer eine Tochter, Anna Margarethe, geboren den 26. März. Denselben. Dem Schlosser Louis Heise ein Sohn, Heinrich Carl Martin, geboren den 31. März. Denselben. Dem Maschinenführer Konrad Jockel eine Tochter, Bertha, geboren den 31. März. Denselben. Dem Schlösser Ludwig Goß ein Sohn, Ludwig Berthold Emil, geboren den 26. Januar. Denselben. Dem Schutzmann Robert Spaar ein Sohn, Robert Julius Rudolf, geboren den 17. März. Denselben. Dem Steinbrecher Wilhelm Valentin eine Tochter, Marie Katharine, geboren den 11. Februar. Denselben. Dem Schreiner Georg Pfeil eine Tochter, Elsa Lina Paula, geboren den 7. März. Denselben. Dem Kaufmann Robert Stuhl ein Sohn, Robert Johannes, geboren den 28. Februar. Denselben. Dem Schutzmann Peter Mulch eine Tochter, Anna, geboren' den 10. Februar. Denselben. Dem Schlosser Ludwig Köhlinger ein Sohn, Ludwig Otto Georg, geboren den 27. März. Denselben. Dem Tapezierer Wilhelm Böhling eine Tochter, Minna Mathilde, geboren den 22. December 1885. Denselben. Dem Schuhmacher Friedrich Schäfer ein Sohn, Ferdinand Michael, geboren den 21. März. Denselben. Dem Schuhmacher Andreas Hofmann ein Sohn, Philipp August, geboren den 6. März. f Denselben. Dem Zimmermann Johannes Kuba eine Tochter, Elisa, geboren den 13. April. Denselben. Dem Küfer und Wirth Georg Euler eine Tochter, Margarethe Susanne Henriette, geboren den 26. März. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Diehl eine Tochter, Margarethe, geboren den 21. Januar. Denselben. Dem Schreiner Johannes Leih ein Sohn, Carl, geboren de« 28. Februar. Den 26. April. Dem Güterkassier Wilhelm Dauernheim eine Tochter, Ida Luise Minna, geboren den 8. März. Denselben. Dem Schneider August Wilhelm Huthmann ein Sohn, Heinrich Carl Wilhelm, geboren den 9. Februar. Denselben. Dem Taglöhner Carl Schmehl eine Tochter, Katharine, geboren den 18. Marz. Denselben. Dem Realgymnasiallehrer Reinhard Dietz eine Tochter, Marie Katharine Susanne Auguste, geboren den 26. Februar. . , Denselben. Dem Taglöhner Konrad Schmidt eine Tochter, Emma Elise, geboren den 1. Marz. ö 5cn 28^März^' @$u$mo$er Leonhard Zimmer eine Tochter, Sophie, geboren 10 Januar Fuhrmann Konrad Pfeiffer ein Sohn, Heinrich, geboren den den ll^Februar' Schuhmacher Ernst Julius Richter ein Sohn, Carl, geboren rt^nrpÄClib91Lo: ?em Srcmfer Ernst Franz eine Tochter, Marie Susanne Caroline, geboren den 12. Februar. 6eborcn$>b?nl18n'5e®uarS*neibermeifttr ÄaäpQr 585(16 °>nS°hn, Hermann Christoph, M°t -in- Tochter, Josephine BabetLgÜste/gebmm Justus Unverzagt -ine Tochter, Luise den 17^Mär/ ®Cm Äaufmann Soui§ Walther ein Sohn, Julius, geboren 8tborm®beTn27n3a®uQmr.®e,,Mträ0Cr ®COt8 2eto Zwillingstochter, Lina und Emma, den 31®mä“en" D-'n"Schaffner Heinrich Hobel ein Sohn, Ferdinand Carl, geboren H-nri-tk°Äd°lfin-, L°?de7Z"Vt" “ ** Beerdigte. HeinrichRuff' M27 ftob ^'rau des Di-nstknech.s Rinn, Zt"28Jahre^r8b^n2L"Apr8ih' S°*' ic§ £,ai,§Burtoen ^°"n°s ~ . ?=n,eIb™- . 2°hann Gustav Emil Schmidt, Candidat der Medicin, lediger @ b De/27 Avril e Ö£6r-§ Gustav Schmidt, alt 36 Jahre, starb den 23. April. Kraft, E 48 JZre, starb L2l Apkil.8°^ ®Wr“U 8°s Schaffners Christian Stammler, geb. Erlinger, Wittwe des zu Grünberg verstorben n Schuhmachers Johannes «tammler, alt 68 Jahre, starb den 27. April. 70 Jalzke starb den 27 Aprst.8' 8 ' ^rths ®eor0 Lang, alt 27. AM."^be"' &enrictte Meinhardt, Haushälterin, ledig, alt 62 Jahre, starb den L. , Dein A Di« 29. Dein Mrni be » lf| 66tfrmi -0- Heinrich °ushältelin * alt, OarrKrL und Bevkehr. Gießen. Die Deutsche Genossenschaftsbank in Frankfurt a. M. übernahm im Verein mit dem Bankhause Jacob Grünewald hier eine 4o/o Anleihe der Gemeinde Gambach i. Hessen im Betrage von JL 150 000. Gießen, 1. Mai- Auf dem heutigen Markt kostete? Butter per Mund JH. 1.05-0.00, Hühnereier 2 Stck- 9-00 Enteneier 2 St. 11 H, Käse pr. St.. 4-8 A Kasematte 3—0 Erbsen pr. Liter 22 Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,50 bis 0,80 Hühner per Stück JC. 0-90-1.20, Hahnen pr. Stück 1.20—1.70, Enten per Stück cto. Frankfurt a. M. XXX ■ V_A stifutr- 22, fr. Aasüt. Prof; Rtcvr^e. Jraew. brlofl. Brodpreise vom 2. bis 16. Mai 1886. der Bäcker $ 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 24 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 48 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei L. Keil, I. Lein, K- Haas, L- Schneider.......63 Gießen, den 1. Mai 1886. der Brodverkäufer 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . ... 27 2 „ (4 „ ) „ .....54 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 48 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 63 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. th Werner, ^Formhals, ■ Lumda, 'rike Stroh, he Schmitt, ohe. Henau, und s und Beine Johanna llr Stamm hier, Anna Martin, ge- ha, geboren thold Emil, ius Rudolf, !Aatham, la, gebom annes, geboren den to Georg, Vlatyilbe, . Michael, ) August, ,, geboren liargarethe arethe, geboren der rchter, Ida n, Heimilh ne, geboren ; -ter, Marie | lise, geboren hie, geboren geboren den arl, gebo^ aieEaroline, r, Josephs °chl-r, * iuM*’ ' unb ©* * 9<6,t® i( Jt** n 3*^ «Ä , *fll - r& de" Bekanntmachung. Nächsten Montag und Dienstag wird der nördliche Wasserzulauf des Stadtringgrabens abgestellt. Gießen, den 1. Mai 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ________A. Bramm._____3377 Vergebung v. Hchreiner- u. Schlofferarbeitm. Die zur Herstellung von 6—8 Stück Kastenmaafien (nach vorliegendem Muster) erforderlichen Arbeiten werden Samstag den 8. Mai, Vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten im Wege schriftlicher Submission vergeben. Gießen, am 30. April 1886. Der Kreisingenieur: 3322__________ Gnauth. Mittwoch, den 8. l. Mts., Nachmittags 5 Uhr, sollen auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Wies eck Chausfir- und Pflasterer-Arbeiten veranschlagt zu 900 Nebactiyn; A, Scheyda, -- Druck und Verlag.der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthalt 3 Blätter irr 7 «benjo Kr weit Wen. Wer Miet- be empfiehlt sich dem hiesigen- und auswärtigen Publikum im Anfertigen von Grabdenkmälern, Monumenten, Grabkreuzen, Schrift-Tafeln etc. sowie Grabeinfassungeo von allen Sorten Marmor und Sandstein zu den billigsten Preisen. 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Mai, Morgens 8 Uhr. 3359 Anmeldungen wollen bei unserem Hauptlehrer, Herrn Hng, Asterweg, Vertreter zur Vermittlung elektrischer Beleuchtungs- Anlagen gegen hohe Provision sucht die Deutsche Unternehmung für elektrische Beleuchtung __________in Karlsruhe. 333S 3200 Ein solider Mann oder 2 Pensionäre können Kost und Logis erhalten. Off, unter Nr. 136 an die Exped- d. Bl. 3232 Auf sofort ein tüchtiger Kellner gesucht. Restauration Weber, • Liebigstraße-