Nr. 78 Freitag den 2 April L8GG Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. BwrtAUt Schulsiraße 7. Erscheint iLgttch mit »«Snshme >e3 Montsr-S. awan—wmii uh iimw iif W » treiO vierteljährlich 2 Marl 2V Pf. mit Vri?q«tM. >urch die Posi bezogen vierteljährlich 2 Mark ÖO Pf. Bekanntmachung. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1886 findet an den nachgenannten I. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 27. April, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Wach, Allendors a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen und Hausen; Mittwoch den 28. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern und Lich; Donnerstag den 29. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Muschenheim, Münster, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 30. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 1- Mai, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung. II. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Montag den 3. Mai, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Tagen statt und zwar : Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda und Odenhausen; Dienstag den 4. Mai, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Queckborn, Reinhardshain, Mddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. III. Zn Gießen im Saale des alten Rathhauses. Mittwoch den 5. Mai, Vormittags von 7% Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen; Donnerstag den 6. Mai, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1884 und 1885), sowie derjenigen der Gemeinden Großen-Buseck und Hattenrod; Freitag den 7. Mai, Vormittags von 7% Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1886) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar, Oppenrod und Reiskirchen; Samstag den 8. Mai, Vormittags von 73/» Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck. Montag den 10. Mai, Vormittags von 7% Uhr an: Loosziehung (auch der in Grünberg Gemusterten). ; Besondere Bestimmmrgen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meldung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogthum Hessen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Hessen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogthum Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1866 geboren sind; ferner Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1885 bezw. 1884 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausland bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loosungsscheine mitzubriugen. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter, Zurückstellung in Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission einzufinden. Noch nicht eingereichte ZurückstellungSansprüche sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubringen und die Verhandlungen baldigst >— unter allen Umständen vor Beginn des Ersatzgeschäftes — an die Ersatz-Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. 53. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s «, so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisie des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweijen. Das Vorhandensein von Epilepsie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Ersatz-Commission das Loos. . t „„ , ____ 6) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige auf Grund der ihnen bereits zugegangenen Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, . daß die Letzteren ’/2 Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungs- , Geschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. . . Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, ober wenn er sich in gerichtlicher Hast befindet, jo ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. . Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militär- dienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Freitag, den 30. April im Rathhaus zu Lech, , Dienstag, deu 4. Mai im Gasthaus zum Rappen in Grunberg, Samstag, den 8. Mai im Saale des alten Rathhauses zu Gi-tz-n .. ... die Klasfifieirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr und der Ersatz-Reserve 1. «laste rucksichtlich ihrer häuslichen nd gmerMchen V rh^ .ff f Reservisten und Landwehrmänner, sowie die Ersatz-Reservisten 1. Klasse, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung -*« d.. M* WAS» ÜSIW* Sieben, den 30. Marz 188b. Bechtold, Regierungsrath. Gießen, am 27. März 1885. Betreffend.- Die Aufbringung der Krankenversicherungsbeiträge für vermögenslose Waisenlehrlinge. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Srotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreise-. Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz mittelst Verfügung vom 29. Februar d. I. zu Nr. M. I. 2256 die Uebernahme der aus arme' Waisenlehrlinge säbst entfallenden Krankenversicherungs-Beiträge auf die Kaffe der Großherzoglichen Landeswaisen-Anstalt genehmigt hat, theilen wir Ihnen das Nachstehende zur Bemessung mit : 1) Für die Folge ist bei dem Abschlüsse von Lehrverträgen für vermögenslose Waisen ein besonderer diesbezüglicher Paragraph in der nachstehenden Fassung beizufügen: „S 6. Dem Lehrmeister werden zwei Drittel der von ihm nach g"setzlicher oder statutarischer Vorschrift für den Lehrjungen zur Gemeinde- Krankenversicherung oder zu einer Orts-, Betriebs-(Fabrik-) Bau - oder Innungs-Krankenkasse in Gemäßheit des § 51 des Reichsgesetzes vom 15. Juni 1883 eingezahlten Krankenversicherungsbeiträge aus der Kaffe der Großh. Landeswaisen-Anstalt vergütet". 2) Die Lehrmeister sind anzuweisen, die Nachweise über Bezahlung der Krankenversicherungsveiträge alljährlich, beziehungsweise bei Beendigung der Lehrzeit bei den Großh. Bürgermeistereien einzureichen. 3) Die Bürgermeistereien haben diese Nachweise, aus welchen sich der Name des als Waisenlehrling zu bezeichnenden Lehrjungen, Name und Wohnort ' des Lehrmeisters, Betrag der vollen nach § 51 des Krankenversicherungsgesetzes eingezahlten Versicherungsbeiträge und die Zeitabschnitte, für welche diese Beiträge geleistet worden sind, ergebe« regelmäßig mit den attestirten Quittungen über die Unterstützungen für die Lehrlinge der Großh. Landeswaisenkasse zu übersenden. 4) Aus vermögenslose Waiserlehrlinge, welche einer eingeschriebenen oder auf Grund landesrechtlicher Vorschrift errichteten Hülfskaffe angehören, finden diese Vorschriften keine und aus bereits bestehende Lehrverhältniffe nur dann Anwendung, wenn der Lehrmeister auf Ergänzung des mit ihm abgeschloffenen Lehrvertrags in der angedeuteten Richtung ausdrücklich anträgt und die Ergänzung des Vertrags die Genehmigung Großherzoglicher Provinzial-Direction Starkenburg erhalten hat. _______Dr. Brekmann.__ Betreffend: Das Behüten der Wiesen. Gießen, am 30. März 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglicherr Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen Sie daraus aufmerksam, daß das Behüten der Wiesen nach der Wiesen-Polizei-Ocdnung für den Kreis Gießen vom 1. April an untersagt ist. Sie wollen die Schäfer hierauf aufmerksam machen und die Feldschützen strengstens anweisen, etwaige Uebertretungen zur Anzeige zu bringen. Die Gendarmerie ist gleichfalls angewiesen, Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot zur Anzeige zu bringen. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 31. März. Die zweite Kammer wird, soweit bis jetzt bestimmt, am Mittwoch nach Ostern, 28. April, wieder zusammentreten. Darmstadt, 31. März. Das Grobherzogliche Regierungsblatt Nr. 7 «rthält: 1. Allerhöchste Verordnung, den Verkehr mit explosiven Stoffen betr. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. In Ausführung des Gesetzes vom 2. Juni 1880, den Verkehr mit explosiven Stoffen betreffend, und mit Bezug aus die Bestimmung des Artikels 2 daselbst, haben Mir, in Gemäßheit eines Beschlusses deS Bundesraths vom 5. November v. Js., zur Verhütung der Gefährdung militärischer Puloer- Transporte verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Artikel 1. Wagenführer, Schiffsfübrer, Reiter unb^nbere Personen haben den an sie von den Begleit-Commandos militärischer Auver-Transporte behufs Verhütung der Gefährdung der Transporte gerichteten Aufforderungen zu Handlungen oder Unterlaffungen — insbesondere zu langsamem Vorbei- passiren, zum Ausweichen, zum Unterlassen von Tabakrauchen, zum Auslöschen von Feuer — ungesäumt Folge zu leisten. Artikel 2. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmung des Artikels 1 werden — unbeschadet des nöthigenfalls von den Begleit-Commandos zur Anwendung zu bringenden unmittelbaren Zwanges — nach § 367 Nr. 5 des Strafgesetzbuchs bestraft. 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Verpflichtung der Forstwarte und Jag^schützen aus den Forst-, bezw. Jagdschutz durch das Landgericht der Provinz Rheinheffen betreffend. Flensburg, 31. März. Bei der Reichstagsnachwahl im hiesigen Wahl- kreise erhielt Gottburgsen (nat.-lib.) 7320, der Däne Johannsen 4145 und der Socialdemokrat Heinzel 2256 Stimmen. Nußland. Petersburg, 31. März. „Sivet" bezweifelt die Richtigkeit der Meldung der Blätter, daß der bulgarische Agitator Zankow durch das russische Consulat in Schutz genommen sei. Es sei ganz unbegründet, Zankow als Ruffensreund zu bezeichnen.__ Reichstag. E. R. Berlin, 31. März 1886. Der Reichstag setzte heute die zweite Beralhung des Gesetzentwurfs betreffend die Derlängerung des Socialistengesehes fort. Abg. Dr. Hänel (dfr.) erklärte, seine Partei werde für den Antrag Windthorst eventuell stimmen und trotzdem das Gesetz im Ganzen ablehnen. Er sei von jeher ein entschiedener Gegner des Gesetzes gewesen; mit Herrn Stöcker polemisire er nicht, Herr Stöcker habe ein unerreichtes Talent der Aufreizung, er sei der Bebel der religiösen Intoleranz und des Staatssocialismus; bei seiner Gottähnlichkeit müsse jener ja ein Anhänger aller Ausnahmegesetze sein und alle verdammen, die nicht seiner Meinung seien. Die Culturentwickelung sei kein Kampf mechanischer Mächte, sondern die gesammte Menschheit stehe auf einem idealen Boden. Die belgischen Ereignisse haben keine Conclusivität mit der vorliegenden Frage, gegen solche Ausschreitungen würde auch ein Socialistengesetz nicht helfen. Das Gesetz ist ein Element der Demoralisation des deutschen Volkes gewesen, es habe den Klassenhaß geschürt. Ohne die Selbstthätigkeit des Bürgerthums, das durch das Gesetz in eine gefährliche Ruhe eingelullt werde, würde die Nation zu Grunde gehen. Abg. Frhr. v. Hcrtling vertrat den Standpunkt desjenigen Theils des Ecntrums, der für die Verlängerung des Gesetzes auf zwei Jahre stimmen wird. Er sei Anhänger des Grundsatzes: Gleiches Recht für Alle, aber nur denjenigen gegenüber, welche sich innerhalb des gleichen Rechts stellen wollen. Die Socialdemokraten aber rütteln an den Fundamenten unserer Gesellschaftsordnung. Der Atheismus der Massen sei die Gewissenlosigkeit der Massen und es sei nicht zu dulden, daß die Arbeiter den Agitatoren, welche sich mit den Fetzen einer gewissen Wissenschaftlichkeit brüsten, überlassen werden. Abg. Bebel ruft: Sie sind ein Verläumder! Sie Verläumder! und erhält dafür einen Ordnungsruf. Abg. Dr. Marquardsen (natlib.) erklärte, auch seine Partei halte das Gesetz nicht für eine dauernde Institution, aber durch die Windthorst'schen Anträge würden die der Regierung gegebenen Waffen stuinpf gemacht. Abg. Bebel lehnte in einer persönlichen Bemerkung jeden Vergleich seiner Person mit Herrn Stöcker, wie ihn Abg. Hänel gezogen habe, ab, eS beleidige ihn dies, da Herr Stöcker mit Berechtigung eines Falscheides beschuldigt sei. „216g. Stöcker erwiderte Herrn Hänel, der ihn den Bebel der Intoleranz genannt, er, Hänel, sei der „Sabor des Fortschritts", was den Abg. Sabor (Socdem.) veranlaßte, Herrn Stöcker eine der verächtlichsten Erscheinungen des öffentlichen Lebens zu nennen, wofür der Redner bei großer Erregung des Hauses einen Ordnungsruf erhielt. Der Antrag Windthorst, das Verbot von Versammlungen im Voraus aufzuheben, wurde darauf mit 146 gegen 135 Stimmen angenommen. Die weiteren Para- araphen gelangen gleichfalls zur Annahme. In der Abstimmung über die Gesammtheit der bisher angenommenen Anträge crgiebt sich für dieselbe eine Majorität von 164 gegen 142 Stimmen. Während dieser Abstimmung tritt Fürst Bismarck in den Saal. Es folgt die Discussion über die Anträge auf Verlängerung des Socialistengesctzes auf 2 Jahre und der Regierungsvorlage (Derlängerung auf 5 Jahre). Rach einigen Erklärungen der Abgg. Graf Ballest rem und Meyer kJena> bespricht Fürst Bismarck die gestrige Rede des Abg.Bebel, mit der er den Fürstenmord' für zulässig erklärt hat. Wir müssen also jetzt fragen, ob wir die eventuellen Meuchel- mordsgelüfte auf 5 Jahre, 3 Jahre oder 2 Jahre binden sollen. Wollen Sie das Gesetz auf 2 Jahre bewilligen, so werden wir damit zufrieden sein müssen, sollten Sie eine noch kürzere Frist bestimmen wollen, so leben wir lieber ein Jahr lang ohne dieses Gesetz, dann wird das Bewußtsein der Nothwendigkeit des Gesetzes größer werden und wir sprechen uns dann lieber ein Jahr später. Abg. Bebel bestreitet die Folgerungen, die der Reichskanzler an seine gestrige Rede geknüpft habe; er habe nur gesagt, wenn wir in Deutschland zu russischen Zuständen kämen, würde er sich nicht mehr an das Gesetz gebunden fühlen. Jetzt haben wir solche Zustände nichts und keine Partei darf revolutionär mit Gewalt vorgehen. Meine Bedeutung in der Partei wirb überschätzt, dieselbe wird sich auch ohne mich weiter entwickeln. Man wirft uns vor, die Monarchie zu bekämpfen. Ist denn das so ungeheuer, wo in Europa 40 Millionen der Republik angehören ? Redner polemisirt dann gegen den Abg. Stöcker, der sei kein Vertreter der Milde und Demuth, sondern ein fanatischer Zelot. (Der Präsident ruft den Redner zur Ordnung.) Die Stöcker'sche Partei ist zurückgegangen, unsere Partei ist gewachsen. Wir werden den Staat endlich zwingen, die socialistische Gesellschaft zu schaffen. Fürst Bismarck hält seine vorherigen Bemerkungen über die Bebel'sche Rede an der Hand des Stenogramms derselben aufrecht. Wäre diese Bebel'sche Aeußerung außerhalb des Parlaments gefallen, er würde unbedingt dem Staatsanwalt verfallen. Das Programm der Socialdemokratie ist das der Negation, wie es etwa Goethe feinem Faust in den Mund legt. Die Abschaffung der Ehe steht nicht im socialdemokratischen Programm, sagt Herr Bebel; — in diesem Programm steht überhaupt nur der Fürstenmord. Ich habe nicht die Eivilche cingebracht, ich war damals krank und beurlaubt (Bewegung linksl, als ich dann zurückkam, konnte ich es nicht rückgängig machen, ohne einen neuen Minister zu ernennen. Nachdem sich Abg. Bebel nochmals gegen die Auslegung seiner Worte verwahrt, wird zur Abstimmung geschritten und die grundlegende Bestimmung, wonach die Verlängerung des Gesetzes in dem Wortlaut der Regierungsvorlage auf 2 Jahre beschlossen wird, mit 173 gegen 146 Stimmen angenommen. Nächste Sitzung Donnerstag. Telegraphische Depeschm. Wolff's telegr. Correspon-errr-vrrrearr. Berlin, 31. März. Abgeordnetenhaus. Der Antrag Bachem auf Herabsetzung des städtischen Wahlzensus wird von Fritzen, Mosler, Fuchs und. Zelle beeürwortet und von Schreiber, Seyffardt, Oertzen und Eynern bekämpft. Bachem befürwortet die commisfarische Berathung. Dieselbe wird mit 127 gegen 119 Stimmen abgelehnt, die zweite Lesung erfolgt sonach im Plenum. Das Haus erledigte schließlich Petitionen ohne allgemeines Interesse. Morgen Ansiedelungsgcsetz. , — Das Herrenhaus nahm ohne Debatte den Gesetzentwurf, betreffend die Erweiterung des Staatsschuldbuchs an und erledigte in längerer, aber unerheblicher Debatte den Staatshaushaltsetat pro 1886—87 nebst den dazu gehörigen Gesetzentwürfen. — Die kirchenpolitische Commission des Herrenhauses lehnte in der gestrigen Abendsihung die Anträge des Bischofs Kopp mit 13 gegen 5 Stimmen ab. Die von dm Eommissionsmitgliedern geäußerten Ansichten gehen dahin, daß für eine ander- weite Beurtheilung erst Klarheit über die Annahme der Anzeigepflicht genommen werdm müsse. — Die „Post" will wissen, daß die kirchenpolitische Vorlage als gescheitert anzusehen sei, die Curie beantwortet das weitere Entgegenkommen der preußischen Regierung mit neuen Forderungen anstatt auch nur mit einem einzigen versöhnlichen Schritte. — Der „Kreuzzeitung" zufolge erklärte der Cultusminister, daß er sich bat S-"' die B j,j, jon der wird- red)t «SÄ KK" $trrW *jt Uib Sr-ttS/ oi- ein Posten ermorde " Tournar,, wlrtn, noN,n Mm »Ä „adi W5 Kt Arbeitern in Antm beende'. . ,< Selgrad, ul Minister verbleiben - @ara|d)c lehnte ab und mied Innung an und bea Konstautn dringend, von fein, Mchle. in gleichen Newqork, am 14. bis. M. strandet. Lammt! ist wahrscheinlich. - Die S gesucht morden. Vak», ,31. beladenes Schiff. Bcknn Diem 29. N AMstriMNtz MWrm t 1. ab bt\ Londorf in werden, öol; 1886. Papiermiihl Freiherrl. I ®ite gut ? Nti fr" r Graf, 1 Dienstag Nachmitla tollen auf Wettersel Reichert vit. über da Nelhen qel 662 Mei die ( «993 Meter Wiesei Meter sind, * btn b «sch sann Mhr SBaiier. ■ Lmbachl 2410 I r 1888. rz 1886. Äyr btt «Ät iSe*Rbet ■L* Mtott “Wte, fit * di° X?' fe" ^"i^rz«Kchrr ’««1. SIptit an zu bringen. Jßerg(eid) | einer !§ beleidige ihn dies, Micron} genannt, r verächtlichsten Er- ’ci großer Erregung im Voraus aufzu- Tic weiteren Para- lber die Gciammtheit Majorität von 164 Saal. Es folgt die »cs auf 2 Zähre und b Myer (>a> : den Mrstcnmortv itntueUm Meuchel- ^oüm Sic das Mm, iottten Sie ahr lang ohne dieses größer werden und [er an seine gestrige। ed zu russischen Zu- . Men. Jetzt haben i Gewalt vorgehen, ch auch ohne mich ;il Ist denn das Redner polemiftrt v Teuiuth, sondern Die Stöckerhchc i sen Staat endlich die Bevel'sche Rede eheliche AclWM ,ali verfallen. M Goethe seinem Faust atischenProglamw, Fürslenmord. urlaubt (Scwegnns if ohne einen nem seiner Worte «p Dimung, mon^ch rlage auf 2 IW flUf HerabsehE Ä beeürw^ *n,blS* s> -sA M Aopp'schm Anträgen gegenüber zur Zeit passiv verhalte. — Dasselbe Blatt meldet, l Schlözer sei nach Berlin berufen und gestern eiligst abgereist; es werde also weiter verhandelt. PariS, 31. März. Die gestern Abend von belgischen Republikanern hier beabsichtigte Versammlung ist untersagt worden. Die Veranstalter wurden verhaftet und werden über die Grenze gebracht. Paris, 31. März. In Folge des allgemeinen Strikes in Decazeville wird die Ausdehnung des Strikes auf Eranzac und das Kohlenbecken im Departement Gard befürchtet. Da einige der Banden der belgischen Strikenden sich der Grenze nähern, wurden sofort Maßnahmen getroffen, um allen Eventualitäten zu begegnen. Unter anderen wurden Truppen requirirt, die Zolllinie zu verstärken. DaS Departement Nord ist vollkommen ruhig. London, 31. März. Das Unterhaus nahm nach kurzer Debatte in zweiter Lesung die von der Regierung unterstützte Bill an, wodurch den Polizisten das Wahlrecht gewährt wird. — (Reuter-Meldung aus Buenos Ayres von heute.) Es ist die Nachricht von einem blutigen Zusammentreffen zwischen den Negicrungsttuppen Uruguays und den Aufständischen eingelaufen, worin letztere siegten. Charleroi, 31. März. Ein heute hier eingetroffener Redaeteur des Pariser socialistischen Blattes „Cri du Peuple" wurde verhaftet und an die Grenze gebracht. Kleinere Banden Strikender durchziehen bettelnd und Drohungen ausstoßend die Umgebung; viele wurden verhaftet. — Aus Dinant wird der Ausbruch eines Strikes in den dortigen Merinofabriken gemeldet. Gegen dreihundert Arbeiter feiern, sonst herrscht Ruhe. — Die Arbeit wurde fast überall wieder ausgenommen. Die Bürgergarde wurde bis auf Weiteres beurlaubt. Mons, 31. März. Ein Bataillon Linientruppen ging nach Anderlues ab, wo ein Posten ermordet wurde. Tournai, 31. März. Die Arbeit in den umliegenden Fabriken ist fast überall eingestellt. Die Strikenden, welche in Calonne zu einer Berathung zusammengetreten waren, nahmen bald eine drohende Haltung an; sie zerstörten die Telephonverbindung zwischen Crevecoeur und Allain, setzten sich in der Stärke von achthundert Mann nach Barges in Bewegung und verübten auf dem Wege zahlreiche Zerstörungen von Eigenthum. Tournai, 31. März. Heute Nachmittag ist zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in Antoing ein Arrangement zu Stande gekommen. Der Strike ist beendet. Belgrad, 31. März. Der König nahm die Demission des Cabinets an. Die Minister verbleiben im Amte bis zur Neubildung des CabinetS. — Garaschanin, vom Könige mit der Neubildung des Cabinets beauftragt, lehnte ab und wiederholte sein Gesuch um Entlassung. Der König nahm die Entlassung an und beauftragte Ristlc mit der Cabinetsbildung. Konstantinopel, 31. März. Die Pforte ersuchte den Fürsten von Bulgarien dringend, von seinen Einwendungen abzustehen. Die Pforte ersuchte gleichzeitig die Mächte, in gleichem Sinne in Sofia auch fernerhin vorstellig zu werden. Newyork, 31. März. Der Hamburger Dampfer „Europa", Eapitän Kessel, am 14. dfs. Mts. von Hamburg abgegangen, ist während Nebels bei Longisland gestrandet. Sämmtliche Personen sind in Sicherheit, die Wiederabbringung des Dampfers ist wahrscheinlich. — Die Stadt Key West ist gestern von einer größeren Feuersbrunst heimgesucht worden. Baku, 31. März. Auf der Rhede explodirte ein mit Benzin und Petroleum beladenes Schiff. Ein Schiffer und 12 Matrosen sind umgekommen. Lokales. Gießen, 1. April. Heute Nacht entstand in einem mit 8 Pferden beladenen Waggonbaus dem hiesigen Bahnhofe Feuer, welches in dem Stroh so rasch um sich griff, daß der Wärter kaum mit heiler Haut davon kam, 7 Pferde aber zum Theil schwer verletzt der hiesigen Veterinäranstalt übergeben werden mußten. Das eine Pferd entsprang auf dem Bahndamm und wurde am Rodberg von dem um 2 Uhr 30 Min. von Cassel kommenden Zuge todtgefahren. Die Thiere gehören einem Düsseldorfer Pferdehändler, und waren mit noch anderen 8 Stück zum Frankfurter Pferdemarkt bestimmt. Wie man uns ferner mittheilt, entstand das Feuer durch das Umfallen einer brennenden Stearinkerze in das Stroh. Fahrlässigkeit des Wärters scheint also obgewaltet zu haben. Der Pferdehändler wird heute Nachmittag hier eintreffen. — Ein gestern Abend in dem Hause Nr. 23 am Wiesecker Wege ausgebrochener Kaminbrand konnte von den Bewohnern desselben rasch gelöscht werden. Vermischtes. Melsungen, 27. März. Unser Städtlein ist in eine gelinde Auflegung versetzt In der Familie eines hiesigen Arbeiters ist ein kleiner Weltbürger erschienen, dessen Kopf und Hals schwarz sind, während der übrige Theil des Körpers die normale Farbe zeigt. Abergläubische, mrd es giebt deren sogar bei uns, wollen in dem seltsamen Naturschauspiel ein Zeichen des Himmels von tiefer Bedeutung erblicken, nur wissen sie nicht genau, ob sie das schwarze Köpflein mit kirchenpolitischen Angelegenheiten oder mit der Colonialpolitik der Regierung in Verbindung bringen sollen oder was sonst dahinter stecken mag. Daß Vater und Mutter von diesem schwarzweißen Sprößltng nicht sehr erbaut sind, ist begreiflich; übrigens befindet sich derselbe wohl. (C. A. Ztg.) Gchiff-nachrichten. Bremen, 31. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhein, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 14. März von Bremen und am 16. März von Southampton abgegangen war, ist am 26. März, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 31. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Eider, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. März von Bremen unb am 21. März, 2 Uhr Nachmittags, von den Needles abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. — sPostalisches.) Neuerer Bestimmung zufolge dürfen künftig Postkarten als Formulare zu Drucksachen behufs Versendung gegen ermäßigtes Porto nicht mehr verwendet werden; ebenso sind andere offene Karten, welche die Bezeichnung „Postkarte" tragen, von der Beförderung gegen die Drucksachentaxe ausgeschlossen. Bis Ende September dieses Jahres soll es jedoch dem Publikum gestattet sein, den vorhandenen Vorrath von derartigen Karten im Versendungsverkehr innerhalb des ReichspostgebietS aufzubrauchen. Vom 1. October ab ist eine weitere Verwendung von Karten mit der Bezeichnung „Postkarte" als Drucksachensendungen nicht mehr zugelassen. Allkatholischer Gottesdienst. Sonntag den 4. April findet um 11 Uhr in der Stadtkirche altkatholischer Gottesdienst statt. Es wird zugleich Gelegenheit zum Empfang des heiligen Abendmahls gegeben werden- Bekanntmachung. Die am 29. März l I. abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 5. April l. I. ab bei Freiherr!. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Holzüberweisung: 7. April 1886. Papiermühle, am 31. März 1886. Freiherr!. Oberförsterei Rabenau. Ebel. 2416 Versteigerung. Dienstag den 6. April d. I., Nachmittags 2 Uhr anfangend, sollen auf dem Gemeindehause zu Wetterseld die zum Concurs über den Nachlaß des Müllers Karl Reichert zur Sträuchesmühle, sowie über das Vermögen der Wittwe desselben gehörigen Immobilien, als: 662 Meter Hofraithe und Mühle, die Sträuchesmühle (Mahlmühle), und 17993 Meter Garten-, Acker- und Wiesenland, wovon ca. 6090 Meter um die Mühle belegen sind, unter den bei der Versteigerung bekannt gernacht werdenden Bedingungen öffentlich versteigert werden. Die sämmtlichen Gebäude befinden fich in sehr gutem baulichen Zustand und die Mühle hat das ganze Jahr Wasser. Laubach, am 31. März 1886. Der Concursverwalter. 2410 Göbel. Eine gut erhaltene Bierpumpe mit Kessel, Pumpe und Einrichtung für flüff. Kohlensäure, 2 AuS, schankkrahnen und 2 Stech- Hahnen billig abzugeben. Näheres bei Graf, Mechaniker. 2402 Ällgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge von Zinsen aus der Schottischen Stiftung haben bis zum 10. April bei Herrn Armenkasserechner La über zu erfolgen. Gießen, am 31. März 1886. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. A. Bramm. Holzversteigerung. Montag den 3. und Dienstag den 6. April 1886 sollen in dem Stadtwald zu Hungen, in den Districten Heckenwald, Buchwald, Galgenwald, Hubbach und Herborn nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 1. Brennholz. Scheiter Knüppel Reiser Stöcke R a u m m e t e r. Buche 250 100 236 (erste Durchforstung) 258 277 (Astreisig), Eiche 9 109 213 54 Nadel — — 42 Weichholz — — 238 — 2. Bau- und Werkholz. 55 Nadelstämme von 14—29 cm Durchmesser und 2—17 m Länge, 36 Buchen-Stangen von 11—14 cm Durchmesser und 4—6 m Länge, 174 Nadel-Stangen von 7—13 cm Durchmesser und 5—15 m Länge. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, am ersten Tage im District Heckenwald, am zweiten Tage im District Galgenwald. Am ersten Tage wirv nur Brennholz versteigert, das Bau- und Werkholz kommt am zweiten Tage Nachmittags zur Versteigerung. Hungen, am 26. März 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. 2405 Hchverfteigerung in der Freiherr!. Oberförsterei Rabenau. Es werden versteigert: Freitag den 9. April l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, aus dem District Ampel: Scheiter Knüppel Reiser Stöcke Rm. Rm. Rm. Rm. Buche 57 277 856 62 Eiche 22 26 204 36 Lspe 2 8 84 — Zusammenkunft: Vorm. 9 Uhr an der Wolfskaute auf der Straße von Rüddingshausen nach Hungen. Papiermühle, am 31. März 1886. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Ebel. 2417 Holzversteigerung. Donnerstag den 8 April soll im Winneröder Wald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 112 Rm. Vuchenscheitholz, 204 „ Buchenprügel, 134 „ Buchenstockholz, 7 „ Eichenprügel, 4 „ Eichenftockholz, 26 „ Nadelscheitholz, 140 „ Nadelprügel, 44 „ Nadelstockhch, 59,74 Festm. Nadel-Stamm- und Stangenholz. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im Gutshofe. Winnerod, am 31. März 1886. 2409 Zimmer'sche Försterei. Jeikgeöotenes. 2406 Eine Parthie zurückgesetzte Kinderhütchen verkaufe bedeutend unter dem Einkaufspreise. ______________I. Kaan jr., Kreuz. 2421 Ein in bester Lage der Stadt gelegenes Geschäftshaus mit flotter Metzgerei ist Krankheitshalber auf mehrere Jahre zu verpachten event. zu verkaufen. Anfragen bittet man unter Chiffre A. B. 12 postlagernd Gießen zu richten.___ In Eispackung heute eingetroffen: la. Zander und Hechte, große Schollen, Helgoländer Schellfische, frisch gewäff. Stockfisch. Freitag: Cabliau. A. Hoch Aaclif., 2w Hamb. Mchhandlung. Möbeltransport Helnr. 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Äp M die CornmW wu Menmgtn zumeist nad Penstonssätze erhalten alle benen für die Thrilnahme gerechnet ist und die in \ Abschied genommen habe - Das Abaeordn Gesetzes und nahm nach Verfügung stellt, in öe Etaalsregierung auffuso strungs-Effolge vorzulege vorher mit 218 gegen 1 Wlifllm stch Rauchhau Mal Mn die Ar filier des Landtages Wn, das deutichr tung feine Vrraniastun M*m6 in den! ^chulmmaltung und) Fortsetzung nm Concursmasse Ausverkauf 3MT von Schuhwaaren -we Neustadt 20 Neustadt 20 werden von Sonntag den 28. dss. an sämmliche vorräthige Herren-, Damen-, Kinder Stiefel und -Schuhe, Pantoffeln, Reitstiefel re. rc. aus der Concursmasse zu vorliegenden Taxpreisen mit 5% in dem seitherigen Geschästslokale Neustadt 20 durch den Unterzeichneten verkauft la. Gummischuhe mit 25% unter Taxe. 2179 Louis Rothenberger. Der Ausverkauf bleibt von Freitag 4 Uhr bis Sonntag Morgen geschloffen. 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K. 1216 aufgeben. Stefanie Keyfer. — Von E. von Hartmann Fortsetzung der Artikel über gesellschaftliche Fragen. — Beiträge von Niemeyer und anderen Aerzten über Gesundheitspflege. — Erlebnisse eines Dienstmädchens. — Schilderungen und Berichte aus dem deutschen Schutzgebiet in Ostafrika von dem Afrikareifenden Clemens Dcnhardt- Man abonnirt in ollen Buchhandlungen und bei der Post. Probenummern überall umsonst und frei, auch durch bie Expedition in Berlin, SW., Defsauerftr. 12. Das Familienblatt ist zu beziehen in Wochen-Nummern, vierteljährlich 2 JL; oder in Heften zu 50 H. Auch in Oktav-Format (Salon-Ausgabe),, monatlich ein Heft zu 75 H. Den zum 1. Avril neu eintretenden Abonnenten wird der bis dahin erschienene Theil des Romans Ulanen lisbe von H. Schobert umsonst nachgeliefert. — Von ferneren Beiträgen seien hervorgehoben: „Unter der Blume". Ein Kapriccio von 2310 Ein kräftiger Bursche von 15 bis 18 Jahren in ein hiesiges Colonial- waaren-Geschäft gesucht. Wo ? sagt die Exped. d. Bl. 2425 Sofort möbl. Zimmer, womögl. mit Cabinet, nahe der Klinik gesucht. Offerten in der Expedition ds. Blattes abzugeben.__ 2415 Einen tüchtigen Lchmiedgesettcn sucht H Thomas, Neuenweg 18. Verpackung von Glas, Porzellan rc. ohne Umladen wird ebenfalls unter Garantie übernommen und halte ich mich bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 860 H. WeidenhauS. 2420 Ein Acker, 1538 Klafter haltend, am Läusertsroder Weg unter günstigen Bedingungen zu verkaufen oder zu verpacht. Näh. bei Chr. Lony, Bierbrauerei. 2./4. 8 Uhr. ©bl. Cons. s Theater in Gießen. Im Saale des Herrn Gühlholtz (Case Leib). Freitag den 2. April 1886 « Letzte Vorstellung im Abonnement. 8^ Benefiz "QMS für Fran Herrmann-Zhm. Novität! Novität! PAPAGE1VO. Schwank in 4 Akten von Rud. Kneisel. Anfang 8 Uhr. Zu dieser Vorstellung ladet höflichst ein 2424 Anna Herrmann-Jhm. M Genehmig' Gemeinde Großen-- Der s- g'Kldr jtbtr Art, nicht befahren Ausnahme von bei starkem Froste ic.) ( Uebertretungen Gießen, am Hierdurch beehre ich mich mitzutheilen, daß ich mit dem heutigen Tage mein Geschäft nach DiirmMtidG Schulstraße 1 | verlegte. Ich bitte hiervon Vormerkung zu nehmen und zeichne Hochachtungsvoll Chr. Daudt.