"lch bitt lflbe Utlb ’e> Kaufen hnft 6146 "«schüft, »ekKjm, w durck & «nb8trt X in Siem: randiosis eifer- ifti. . Mts.^ r Schulbil- gelchäft ge- r Nr- 599& Leib, n fand. eche», ,it Kio- -um fo< ucht. aeditiov 6012. we gesucht. 4 , für ein t» «»>»' em to»‘ rt gefu* *"** it io kausett it Angabe dort resp. । rc. unter ‘HoS. !. der mit >n,n tllNN' 'nt J108 toetitneÜ It. ,, M7- (30^ Nr. 202 Mittwoch den 1. September 1886. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. enreo«: Schulfiraß« 7. Erscheint «»glich mit «««nahm- de« Montag». frel\r'£eIla!rii$ 2 N mlLB’?T*£S"- Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 60 Pf. Amtlicher Hh ei l. Bekanntmachung. Für die Dauer der Krankheit eines Feldschützen soll ein Hülfsschütze gegen Remuneration bestellt werden. Qualificirte Personen wollen fich al-bald bei der unterzeichneten Behörde melden. Gießen, am 31. August 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __I. V.: Kraemer.______________________________________________ Bekanntmachung. Das Bureau der diesseitigen 1. Bezirks-Kompagnie Gießen befindet fich jetzt Licherstraße S. Gießen, den 27. August 1886.Frhr. v. Röder, Oberst und Bezirks-Kommandeur. Deutschland. Darmstadt, 30. August. Se. Königl. Hoheit der Grobherzog haben Nllergnädigst geruht: Am 7. August den Königlich Württembergischen außerordentlichen Prozessor Dr. Theodor Rördltnger zu Tübingen zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes-Universität, insbesondere für das Lehrfach der Forstwisienfchaft, mit Wirkung vom 1. October d. Js. an, zu ernennen. Bre-lau, 30. August. Die Theilnehmer an der 33. General-Versammlung deutscher Katholiken wurden gestern Abend vom Grafen Ballestrem begrüßt, der ein Hoch auf den Kaiser und den Papst ausbrachte. Ein päpstliches Breve mit dem apostolischen Segen ist der Versammlung zugegangen. Die heutige erste Hauptversammlung war von etwa 3000 Theilnehmern, darunter Windthorst, besucht. Herr v. Heereman, Vicepräsident des Abgeordnetenhauses, wurde zum Präsidenten gewählt. Hesterreich. Pesth, 30. August. Heute sand die feierliche Eröffnung der neuen Kavallerie-Kaserne in Gegenwart des Kaisers, des Erzherzogs Josef, des Prinzen von Coburg, der Mitglieder des Ministeriums (außer Tisza), des Kriegsmini- sters Bylandt-Rheydt, der Generalität und der Spitzen der Civilbehörden statt. Der Oberbürgermeister betonte in der Begrüßungsrede die Rothwendigkeit des patriotischen Einvernehmens zwischen Civil und Militär. Der Kaiser sprach den Wunsch aus, daß die braven Soldaten in den Räumen der neuen Kaserne sich wohl fühlen und neue Kräfte für die Erfüllung ihrer Pflichten gegen Thron und Vaterland schöpfen möchten. Der Opserwilligkeit der Hauptstadt sprach der Kaiser seine Anerkennung aus. ImnkreiH. Paris, 30. August. Der berühmte Gelehrte Chevreul, welcher morgen in sein hundertstes Jahr tritt, nahm heute an der Sitzung der Akademie Theil, woselbst ihm eine sehr warme Ovation bereitet wurde. Dem Feste, welches morgen zu Ehren Chevreul's stattfindet, werden zahlreiche Deputationen beiwohnen. — Ein Telegramm der „Defince" aus Rom meldet: „Der Papst nahm ben Vorschlag Frankreich» an und beschloß, nach China einen zeitweiligen Legaten zu senden, der die Aufgabe hat, im Einoerständniß mit der chinesischen Regierung und der französischen Gesandtschaft die Bedingungen zu studiren, unter denen eine spätere dauernde Vertretung des heil. Stuhles eingerichtet werden könnte. Zum Legaten soll Agliardi designirt sein. Telegraphische Depesche«. üBoM'S ttlwr. «orr-sporrdem - Vorrats Dresden, 30. August. Der König von Portugal ist heute Abend 6 Uhr hier «ingetroffen und am Bahnhofe, auf welchem eine Ehrencompagnie aufgestellt war, von dem Könige, den Prinzen Georg, Johann Georg und Max von Sachsen, sowie dem Prinzen Leopold von Bayern empfangen worden und begab sich mit demselben mittelst Equipage nach Pillnitz, woselbst er bis zum Donnerstag zu verbleiben gedenkt. Wien, 30. August. Der „N. Fr. Pr." zufolge sandle gestern der König von Serbien ein in warmen Ausdrücken abgefaßtes Begrüßungstelegramm an den Bul- garerrfürsten nach Rustschuk, worin er seine Freude und Befriedigung über die Rückkehr des Fürsten ausdrückt. Wien, 30. August. Die „P. E." erklärt die Meldung einiger Abendblätter, daß Kalnoky morgen in Franzensbad eintreffe, für unrichtig. Kalnoky, welcher sich heute zum Jubiläum nach Budapest begeben wollte, mußte seine Absicht wegen einer Fußocrletzung aufgeben. — Aus Rustschuk meldet dasselbe Blatt: Die provisorische Negierung mit Stambulow an der Spitze legte die Regierungsgewalt in die Hände des Fürsten zurück. Karaweloff, welcher der in Sofia gebildeten Regierung angehörte, trat gleichfalls zurück. London, 30. August. Einer Reuter-Meldung zufolge wurden bei der gestrigen totalen Sonnenfinsterniß durch Professor Thorpe gute photometrische Beobachtungen gemacht. Capitän Darwin und Dr. Schuster machten eine gute Aufnahme der Corona. — Die meisten Morgenblätter sprechen ihre Befriedigung über die Rückkehr Alexander's nach Bulgarien aus, verhehlen jedoch nicht die Besorgniß, die Rückkehr I könnte Verwickelungen herbetführen. — „Morning-Post" glaubt, die Verwickelungen 1 würden sich wesentlich vermindern, wenn Rußland bei seinem weiteren Vorgehen in der Orientfrage dem gemeinsamen Einvernehmen der übrigen Mächte sich gegenüber befände. Ein entschlossenes Verhalten der Großmächte werde dies ohne Nothwendiakeit des Appells an die Mafien herbeiführen. Mittel - Europa sei der Situation müde welche den Handel lähme, große Rüstungen nothwendig mache und die ganze Welt in Ungewißheit und Besorgniß wegen der Zukunft erhalte. — „Times" vermuthet Alexander sei auf den ihm durch den Gesandten White übermittelten Rath der englischen Regierung nach Bulgarien zurückgekehrt, und meint, alles deute darauf hin daß der russische Kaiser und seine Rathgeber geneigt feien, vorläufig wenigstens die vollendeten Thatsachen anzuerkennen. Siwosto, 30. August. Fürst Alexander ist um 4 Uhr heute früh auf der Nacht von Rustschuk weitergefahren und um 8 Uhr Vormittags hier eingetroffen. Der Empfang war auch hier ein überaus enthusiastischer. Die Menge spannte die Pferde aus und zog den Wagen nach der Kirche, wo ein Tedeum ftattfand. Der Fürst wird in einer Stunde nach Tirnowo abreisen, woselbst er erst Abends eintreffin dürfte. Bukarest, 30. August. Das ministerielle Journal „Vointza nationale" findet die Ursachen der allgemeinen Sympathien für den Fürsten Alexander vor Allem in der richtigen Würdigung der Rolle, wozu der Fürst von Bulgarien berufen sei, sowie in der lebhaften Sehnsucht nach Erhaltung des Friedens. Europa sei wahrhaft der in regelmäßigen Zwischenräumen wiederkehrenden Wirren auf der Balkanhalbinsel müde Aus diesem Grunde gewähre es dem Fürsten jene Sympathien und unterstütze alle Elemente, welche einen Faktor der Ordnung und des Fortschritts auf der Balkanhalbinsel zu schaffen vermöchten. Wenn nicht alles täusche, sei der Fürst von Bulgarien in den Augen Europas ein solcher Faktor. Auch „Etoile roumaine" bezeichnet es als im Interesse des Friedens für dringend geboten, die Rechte des Fürsten, der auf seinem Throne jetzt fester als bisher sei, nicht in Frage zu stellen. Bukarest, 29. August. Fürst Alexander wurde bei seiner Ankunft hier am Bahnhof von dem Ministerpräsidenten Bratiano sowie den anderen Ministern und dem englischen Gesandten White begrüßt. Auch die hier weilenden Bulgaren waren zum Empfange des Fürsten auf dem Bahnhof erschienen. — Seitens der provisorischen bulgarischen Regierung ist der Minister des Auswärtigen Natchewitch zur Begrüßung entsandt worden. Der Fürst und sein Bruder unterhielten sich mit mehreren Persönlichkeiten einige Zeit. Sowohl bei der Ankunft wie bei der Abfahrt wurden dem Fürsten von der zahlreich versammelten Menge Ovationen dargebracht. Petersburg, 30. August. Der Kaiser empfing den seine Accreditive überreichenden Gesandten von China, Liuchiufun, welcher sich darauf der Kaiserin vorstellte. — Die Herzogin von Edinburg reifte gestern auf das Landgut des Großfürsten Sergius im Moskauischen ab. Giurgewo, 30. August. Der Bulgarenfürst wurde bei seiner Ankunft von einer rumänischen und einer bulgarischen Deputation empfangen. An dem Halteplatz war eine Ehrencompagnie aufgestellt, welche dem Fürsten die militärischen Ehren erwies. Der Fürst schritt auf die von Stambulow geführte bulgarische Deputation zu, begrüßte dieselbe und umarmte Stambulow, während die aus der Umgegend, namentlich aus Rustschuk in großen Massen nach Giurgewo gekommene Volksmenge unausgesetzte Hurrahs und Hochs auf den Fürsten ausbrachte. Schiffe, Boote und Barken auf der Donau waren festlich beflaggt, viele Schiffe und die Geschütze von Rustschuk feuerten Freudenschüsse ab. Rach kurzem Aufenthalt bestieg der Fürst die Nacht, welche ihn am 23. ds. nach Reni gebracht hat und fuhr nach Rustschuk hinüber. Bet seiner Ankunft in Rustschuk wurde Fürst Alexander auf der Landungsbrücke von der bulgarischen Deputation, an deren Spitze Stambulow sich befand, nochmals bewillkommnet und unter unausgesetzten Freudenkundgebungen der Bevölkerung in den fürstlichen Konak geleitet. Sofia, 30. August. Zwei aufständische Bataillone mit 8 Batterien begaben sich von Sofia nach Radomir. (Dieser Ort liegt südlich von Sofia in der Richtung nach Küstendil). Rustschuk, 30. August. Die Landung des Fürsten Alexander erfolgte unter Salutschüssen und stürmischen Freudenkundgebungen. Die Stadt ist festlich geschmückt und beflaggt. Der Fürst wurde zunächst vom Metropolitan und dem Consularcorps begrüßt, sodann von Stambulow Namens des Bulgarenvolkes bewillkommnet, welches die Verräther verabscheue und die Negierungsgewalt wieder in die Hände des Fürsten lege. Der Fürst erwiderte, er sei überzeugt, das Bulgarenvolk wende ihm fortgesetzt sein Vertrauen zu und er werde sein Leben dessen Wohlfahrt widmen. Es verlautet, der Fürst begebe sich morgen früh um 4 Uhr nach Sistowo, dann nach Tirnowo, Philippopel und schließlich nach Sofia. Chicago, 30. August. Gestern Abend schlug der Blitz in das in einer Vorstadt belegene Dynamit- und Pulver-Magazin der Firma Laflin und Rand und sprengte dasselbe in die Luft. In Folge der durch das Dynamit verursachten Explosion (das Pulver hatte sich nicht entzündet) wurden fast alle Fenster in der Stadt zertrümmert, acht andere benachbarte Magazine zerstört, zwei Menschen getödtet und mehrere verletzt. Tirnowo, 31. August. (Privat-Depesche.) Fürst Alexander ist gestern Abend 6 Uhr hier eingetroffen, auf dem ganzen Wege und hier von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Die Weiterreise nach Philippopel erfolgt voraussichtlich heute. Lokales. Siehe«, 31. August. [40. Stiftungsfest des Gießener Turnvereins.^ Daß die Gießener Feste zu feiern verstehen, ist bekannt und daß die Gießener Turner diese allgemein vaterstädttsche Eigenschaft in nicht geringem Grade besitzen, unbestritten. Das Samstag und Sonntag in Stein's Garten gefeierte 40jährige Stiftungsfest des Turnvereins hat von Neuem jene Erfahrung bestätigt. Ausgezeichnet war die Veranstaltung, glanzvoll der Verlauf des ganzen Festes. , Zur Vorfeier fand am Samstag Abend ein Commers in Stein's großem Saale statt. Derselbe wurde um 9 Uhr durch den Krauße'schen Turncrmarsch eröffnet, welchem die Festouvertüre von Frank folgte, worauf der 1. Sprecher des Vereins, Herr Uhl, das Wort zur Festansprache nahm. Nachdem derselbe die Erschienenen begrüßt, gab er einen kurzen Abriß aus der Geschichte des Vereines, insbesondere der Gründung desselben im Jahre 1846, gedachte her Gründer und publicirte die Ernennung von 4 Ehrenmitgliedern. Zu solchen wurden „wegen 40jährtger treuer Mitgliedschaft" ernannt die Herren Stadtverordneter Julius Hoch, Buchdruckereibesitzer Fr. Pietsch, Rentner I. Ronstadt und Rent- mutmann Karl Schmitt. Weiterhin dankte Redner dem Herrn Bürgermeister Bramm und den Herren Stadtverordneten für deren Erscheinen und für die Sym- Vathien, welche sie dem Verein gegenüber schon so vielfältig bethätigt hätten. Er schloß mit einem „Gut Heil" auf das Blühen, Wachsen und Gedeihen des Vereins. Von den weiteren Reden und Toasten wollen wir nur einige hervorheben. Herr Bürgermeister Bramm sprach den Dank der Stadtverordnetenversammlung und deren Anerkennung der Verdienste des Vereins aus und verlieh dem Wunsche Ausdruck, es möchten alle Theilnehmer am Commerse, insbesondere aber die älteren, das 50. Stiftungsfest in gleicher Frische und Gesundheit erleben. Herr Landtagsabgeordncter und Stadtverordneter Hanstein toastete auf die Frauen und Jungfrauen. Herr Kaufmann C. Wenzel führte den Zuwachs, den der Verein in jüngster Zeit erfahren, darauf zurück, daß er „frisch in der Wahrung seiner Rechte, frei in der Vertheidigung der Wahrheit" gewesen sei und forderte denselben auf, an seinen bewährten Principien sestzuhalten. Herr Bäckermeister W. Löb er toastete in schwungvoller Rede auf den Turnverein Lich, Herr Postsecretär Meyer, Präsident des Kriegervereins, auf die deutsche Turnerei. Herr Bruchhäuser dankte dem Vorstände für seine mühevolle und schwierige, aber erfolgreiche Thätigkeit im Interesse des Vereins und der Sache. Den Glanzpunkt bildeten die vier von einem 120 Mann starken vierstimmigen Chor vorgetragenen Lieder: 1) „Das ist der Tag des Herrn", dirigirt von Herrn Musiklehrer Bauer, 2) „Sturmbeschwörung", dirigirt von Herrn Bauer senior, 3) „Die Nacht", dirigirt von Herrn Cantor Steiner, 4) „Das deutsche Lied", dirigirt von Herrn Registrator Kaufmann. Dieselben ernteten ungeheuren Beifall, der sich nach jedem Liede in stürmischer Weise kundgab. Der Vorsitzende des Vereins feierte in beredten Worten die Macht des Gesanges und die Leistungen der vereinigten Vereine unb ihrer bewährten Dirigenten. Der Chor war gebildet aus den Mitgliedern der Gesangvereine Bauer'scher Gesangverein, Bürgergesellschaft, Liederkranz und Sängerkranz. Jeder einzelne Verein erfreute die Festoersammlung noch mit dem Vortrage eines weiteren Liedes. Auch diese wurden ausgezeichnet zu Gehör gebracht. Herr L. Roloff declamirte zwei nette Gedichte in Wetterauer Mundart. — Verschiedene Commerslieder waren in das Programm eingeflochten. — Bet einem vorzüglichen Glase Bier dauerte die „Session" bis zum frühen Morgen. Für den Sonntag war zunächst Wettturnen der Zöglinge des Vereins vorgesehen; dasselbe dauerte von 9—12 Uhr Vormittags. Es wurde recht schönes geleistet. 13 Preise, bestehend in Diplomen, wurden an 19 Turner ausgegeben. Den 1. Preis erhielt Jean Köhler, den 2. Adolf Katz, den 3. Hermann Eise, den 4. Christian Zimmer und Adam Dietz. Während des Turnens wurde von den Zuschauern ein regelrechter Frühschoppen gemacht, zu dem die ganze Kapelle des hiesigen Regiments aufspielte. Nachmittags 2Vi Uhr bewegte sich ein stattlicher Zug von Oswaldsgarten aus durch Neustadt, Schulstraße und Neuen Bäue nach dem Festplatze. Diese Straßen waren reichlich beflaggt. Auch sonst waren viele Privat- und alle Communalgebäude festlich geschmückt. Am Zuge betheiligten sich außer dem hiesigen Turnverein die Turnvereine von Hungen. Lich und Wieseck, sowie die den Männerchor bildenden Gesangvereine. Nach der Ankunft in Stein's Garten gönnte man sich eine Weile Rast. Der 1. Sprecher hielt die Festrede. Dieselbe gipfelte in einem „Gut Heil" auf das Gedeihen des Vereins, des Lahn-Wettergaues und der deutschen Turnerfchaft. Zugleich ersuchte Herr Uhl die Gesangvereine um nochmaligen Vortrag der herrlichen Lieder. Zu unserer großen Freude wurde diesem Ersuchen auch nachher entsprochen und zwar wiederum in vorzüglichster Weise und mit glänzendstem Erfolge. Nach der Festrede führte der Turnwart des Vereins, Herr Gg. Stoff er, mit feinen activen Turnern eine sehr schön zusammengestellte Gruppe combinirter Freiübungen vor, worauf das Wettturnen für hiesige und auswärtige Turner begann. An demselben nahmen 40 Turner Theil. Die Leistungen waren gut, einzelne ausgezeichnet; die Turnenden wurden vielfach von den Zuschauern mit lautem Beifall belohnt. Das Resultat ist folgendes: Preis Punktzahl Preis Punktzahl 1. 65 Christ, Wieseck, 9. 53V2 Bender, Gießen, 2. 591/r Heuser, Gießen, 10. 521/2 Muth, 3. 59 Marx, „ 11. 52 K. Rodenhausen, Wieseck, 4. 58 Vs Kohler, „ 12. 5IV2 Ph. Rodenhausen, „ 5. 58 Daubert, Wieseck, 13. 471/2 Neidel, „ 6. 55V2 Haubach, Gießen, Unverzagt, Gießen, 7. 54V2 Vater, Lich, 14. 47 Hofmann, Lich, Moser, Wieseck, Gutbub, Gießen, Lindenberger, Gießen, 15. 46‘/2 Vaubel, „ 8. 54 Kreutz, „ Neidhöser, „ Um 8V2 Uhr fand im Saale ein Schau fechten statt. Der Fechtmeister, Herr 1. Universitätsdiener Hofmann, bezweckte mit demselben, ein Bild zu geben von der Art und Weise, wie das erst seit Kurzem unter die Unterrichtsgegenstände des Vereins aufgenommene Fechten unter seiner Leitung betrieben wird. Die Hebungen bestanden in Schul- und Contrafechten auf Florett, Säbel und Schläger und wurden sauber durchgeführt. Nach 9 Uhr begann der Aufmarsch zum Fackelreigen, welchen Turnwart St off er im Anschluß an den 1883er Turnermarsch von Krautze trefflich zusammengestellt hatte. Die Schlutzstellung, welche das vierfache F zeigte, gelang sehr gut. Der Reigen erzielte einen durchschlagenden Erfolg durch die exacte Ausführung und die einfach schöne Kleidung der Mitwirkenden. Eine äußerst sinnige Anerkennung überraschte dieselben, als sie nach der Beendigung des Reigens im unteren Theile des Gartens unter Absingung eines Turnerliedes die Fackeln verbrannten. Von annoch unbekannter Hand waren nämlich für Turnwart und Turner 2 Körbchen hübscher Blumensträuße gesandt worden. Nachdem noch um 10 Uhr die Preisvertheilung vorgenommen war (die 20 Sieger erhielten Diplome, die 12 ersten auch Eichenkränze), kam — das „Tanzbein" zu seinem Rechte. Natürlich zeichneten sich auch hier die Turner in besonderem Grade aus, jedoch mit der Einschränkung, daß den ersten Preis die Turnerinnen (gemeinsam) erhielten. Vom frühen Mittag bis zur späten Nacht waren sämmtliche Räumlichkeitendes Stein'schen Etablissements bis auf den letzten Platz besetzt. Jedes Eckchen konnte Dank des vortrefflichen Arrangements ausgenutzt werden. Dem Festwirth Stein -ollen wir dafür und für die wirklich prompte Bedienung unsere vollste Anerkennung. An der nöthigen Stimmung, einem respectabeln Durst (es sind beiläufig über 50 Hectoliter des allerdings vorzüglichen Stöffchens der hiesigen Actienbrauerei vertilgt worden) und dem nach zuverlässiger Erfahrung eines hiesigen Beobachters „zum Kriegführen und Festefeiern" in erster Linie dreifach nöthigen schönen Wetter (siehe die Festzeitung „Guck emal häi"! fehlte es nicht. Reizend war das Bild, welches der taghell erleuchtete Garten mit der tausend- köpfigen bunten Menge bot. Im Ganzen — des Fest war wunderbar schön. Möge es dem Turnverein vergönnt sein, noch lange erfolgreich für seine Sache zu wirken -unb noch viele solche Feste zu feiern. Gieße«, 31. August. Der Kriegerverein Gießen wirb auch in diesem Jahre am Sedantag die Denkmäler an den Gräbern der im Jahre 1870/71 dahier gestorbenen und auf dem Friedhof beerdigten Krieger mit Kränzen schmücken. Am 2. September Nachmittags halb 5 Uhr wird der Verein mit Fahne und Musik still auf den Friedhof marschiren, woselbst nach einem Choral Herr Pfarrer Naumann (auch ein Ritter des eisernen Kreuzes) eine entsprechende Rede halten wird. Da die Einwohner Gießens sich jedes Jahr an dieser pietätvollen wie patriotischen Feier in großer Anzahl beteiligt haben, verfehlen wir nicht hierdurch darauf hinzuweisen. Gieße«, 31. August. Gestern Nachmittag lief in Lollar ein 3jähriges Mädchen unter die Pferde eines hiesigen Fuhrwerks. Das Kind wurde derart verletzt, daß der Tod alsbald eintrat. Den Fuhrmann soll keine Schuld treffen. Vermischtes. Vilbel, 30. August. Gestern Morgen badeten mehrere 'junge Leute in der Nidda; ein des Schwimmens unkundiger Bursche (August Hartmann aus Butzbach) gerieth unvorsichtiger Weise in eine tiefe Stelle und versank. Angestellte Rettungsversuche eines in der Nähe Badenden waren erfolglos. Wetzlar, 30. August. Wie man dem „Wetzl. Anz." erzählt, hat sich in dem Orte Hochelheim ein bedauerlicher Unglücksfall zugetragen. Zwei Kinder — Ge- chwister — waren auf dem Felde mit Kartoffelausmachen beschäftigt; dabei soll das- eine der beiden Kinder das andere aus Unvorsichtigkeit mit dem Karst derart wider den Kopf geschlagen haben, daß es sofort tobt nieberftürjte. Braunfels, 29. August. Gestern Nachmittag um 4 Uhr wurde der Gerichtsvollzieher Schliephake von hier in feiner Wohnung erschossen aufgefunden. *** Berlin. Im Schaufenster der Herren Oscar Bräuer & Co., Friedrich- kraße 198/99, hier, ist augenblicklich auf kurze Zeit der Hauptgewinn zweiter Ziehung )er Weimar'schen Ausstellungs-Lotterie zur Schau gestellt. Derselbe besteht in einer ilbernen Tafelgarnitur im Werthe von 40 000 JL aus der bekannten Kunstwerkstatt von L. Posen Wwe. in Berlin und Frankfurt a. M. Er ist zusammengesetzt aus einem prächtigen Tafelaufsatz, aus Leuchtern, Schalen, Jardinidren, Compotschalen, Flaschen, Salzfässer und Flaschenteller, sowie aus einer completen Theegarnitur, alles in den Formen bester, moderner Renaissance aus- gcführt. Die Weimar'sche Ausstellungs-Lotterie, genehmigt in fast allen Staaten des deutschen Reiches, hat den doppelten Zweck: durch Ankauf guter Werke dem deutschen Kunstgewerbe Absatz zu schaffen, und durch Verbreitung wirklich guter Arbeiten den Sinn für das Schöne und Gediegene im Volke zu heben. — Die Ueberschüsse der Lotterie werden zum Ankauf alter und neuer mustergültiger Arbeiten verwendet, die tu der unter dem hohen Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Sachsen stehenden „Ständigen Ausstellung für Kunst und Kunstgewerbe in Weimar" dem Kunsthandwerker Vorbilder bieten. In völliger Würdigung dieser Bestrebungen hat die Großherzoglich Sächsische Regierung einen Commissar für die Ausstellung ernannt, unter dessen Aufsicht die Gewinne für die Lotterie angekauft werden. Dadurch ist dem Publikum Sicherheit geboten, daß die Gewinne auch völlig den angesetzten Werth haben und daß die Basis des ganzen Unternehmens eine solide ist. Die Gewinne — 15000 kommen in diesem Jahre zur Verloosung — werden den Gewinnern gänzlich kostenfrei zugesandt. Ludwigshafen, 30. August. Gestern wurde in dem benachbarten Mutter- tadt einem Bauersmann, der seine Frau mit dem Revolver bedrohte, von dem erwachsenen- Sohn der Revolver entrissen; der Sohn schoß dem Vater durch das Herz, so daß dieser sofort tobt blieb. (Fr. Z.) Wien, 30. August, 12 Uhr. Ein großer Eisenbahn-Unfall ereignete sich gestern Abend 8Vt Uhr nächst der Südbahnstation Mödling. Mit dem Lokalzug, welcher 500 Meter vor der Station Mödling stehen blieb, weil der Bahnkörper in Mödling nicht frei war, stieß der 5 Minuten später von Vöslau abgelassene Nachttrain zusammen. Der Lokomotivführer des zweiten Zuges hatte zu spät das Haltesignal bemerkt und fuhr mit ganzer Dampfkraft auf. Die 3 letzten Waggons dritter Klasse des stehenden. Zuges, in welchen 60 Personen sich befanden, wurden zertrümmert; 5 Personen wurden getöbtet, 21 schwer verwundet. Es waren sämmtlich Ausflügler, welche von dem Besuche ihrer Angehörigen in der Sommerfrische zurückkehrten. Auch mehrere Kinder befinden sich unter den Getödteten und Verwundeten. Es spielten sich herzzereißende Scenen ab. Die Verwundeten wurden in Mödling und Baden untergebracht. Die Besorgnisse in der Stadt waren sehr groß, da ungeheuerliche Gerüchte furfirten unb alle Züge große Verspätung hatten. Lokomotivführer unb Heizer wurden verhaftet. (Nach einem zweiten Telegramm sind 7 Personen getöbtet und 22 schwer verwundet.) — Unter den fünf Tobten beim Moedlinger Eisenbahnunglück befindet sich auch der bekannte 41 Jahre alte Claviervirtuos Emil Smietanski, dessen Leiche heute Nachmittag von seiner jungen Gattin agnoscirt wurde. Der Schuld habende Maschinenführer Truka soll betrunken gewesen sein. Die Zeitungen sind voll von grauenhaften Details. (Fr. Z.)______ Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. „Rugia", 8. August von Hamburg, 22. August in New-Aork angekommen. „Teutonia", 24. Juli von Hamburg nach Westindien, 22. August in Colon angekommen. „Francia", 23. August von St. Thomas nach Hamburg. „Lessing", 12. August von New-Aork, 23. August in Hamburg angekommen. „Rhenania", 21. August von Hamburg nach Westindien, 24. August von Havre weitergegangen. „Thuringia", 6. August von Hamburg nach Westindien, 25. August in St. Thomas angekommen. „Gellert, 22. August von Hamburg nach New-Aork, 25. August von Havre weitergegangen. „Westphalia", 25. August von Hamburg nach New-Aork. „Allemannia", 9. August von St. Thomas nach Hamburg, 26. August von Havre weitergegangen „Polynesia", 26. August von Hamburg nach New-Aork. „Rugia", 26. August von New-Aork nach Hamburg. „Hungaria", 8. August von St. Thomas, 27. August in Hamburg angekommen. „Borussia", 24. August von Hamburg nach äßeftinbien,. 27. August von Havre weitergegangen. „Polaria", ab Hamburg, 24. August in New- Aork angekommen. „Wielanb", 15. August von Hamburg, 27. August in New-Aork. angekommen.__ handel und Berke-,. Gießen, 31. August. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.80-0.90, Hühnereier 2 St. 11-0 H, Enteneier St. 5-6 Käse pr. St. 4-9 4, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,50 6t8 0,70 A Hühner per Stück X 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück JL 0.45—0.75, Ente« per Stück «4L 1.00—1.50, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch. 52—56 H, Schweinefleisch 54—60 H, Hammelfleisch 50—66 Kalbfleisch 46—50 Kartoffeln per 100 Kilo 3.00—4.50, Milch per Liter 12—18 H, Zwiebeln per Gentner 4.00—5.00. Frankfurt, 30. August. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer v4L 16,75—17,00, fremder JL 17,50—19,25, Roggen eff. hies. 13,50—13,75, fremder 14,00—14,25, Gerste effectio hiesige und Wetterauer JL 13,50—14,50, fremde JL 00,00—00,00, Hafer eff. hies. JL 12,50—13,00, fremder JL 00,00—00,00. Frankfurt, 30. August. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Anges trieben waren 348 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 427 Kühe und Rinder, ca. 223 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 66—68, 2. Qual. JL 58—63, Kühe unb Rinder 1. Qual. 54—56, 2. Qual. 45—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 60—65 H. 2. Qual. 50—55 $ per 1 Pfund Schlacbtgewidot. Kirchliche Anmgen der evangel. Gemeinde. G o t t e s d i e n st. Donnerstag, den 2. September, Vormittags 9Vr Uhr, zur Feier des Sedantages Festgottesdienst in der Stadtkirche, Pfarrer Dr. Naumann. Die zu erhebende Kollekte fft für die Kaiser-Wilhelm-Stiftung für deutsche Jnva- liden bestimmt. ___________________________________________________________________ Temperatur ider Lahn. Am 31. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17V?, Luft 25° R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger M. Homberg er. 6172 H. Enders. 6138 6181 Der Kirchenvorstand. 6029 von empfiehlt eingetroffen bei 6177 2E Zmelschm reife, frische, Lieferung v. 5. Septbr. ab. reife, fnlcye, xiteferung v. d. öeprur. av. suchen sofort regelmäßige Abnehmer [5999 Lotzbach & Hagenbruch in Erfurt. 1 Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Alle 14 Tage ein Heft von 24 Seiten größt Folio. 6158 Earl Lenz, Neustadt 6. । men’ sellschast. uigekommen. mgefomintn. August von August von „Thuringia, angrkommtn. paore weiter- Allemannia, litergegangen. . August von 21. August i Hestindicn, just in »5 ’n M-Aork- Grummctgras- Vcrsteigcrung. Das diesjährige Grummetgras In Austrag: Hoffmann, OrtsgerichtsmanN. 2tuk in *e ^ettungsr f'J ® btnt ■ r Tk- ■ °n soll te ^rt wiber er Gerichts > Friedrich- i । m einer unftroerfftatt 1 Leuchtern, sowie aus lstsance aus- ktaaten des deutschen Arbeiten den 'nschüsse der : Wet, die in Herzogs von in Weimar" Sächsische Aussicht die n Sicherheit B bit Safis werdenden itn Mutter- erwachsenen ; io dah dieser ! (5t. 3-) t |id) gestern welcher 500- p iödling nicht i zusammen. lemtrti unb 'S l'tdjcnbtn, fonen wurde von dem »rere Kinder i erzzereißende chracht. Die ; ursirten und en verhaftet. verwMdet.) befindet sich 1 dessen Leiche iulb habende iiid voll von rJJ___ Aeikgeöotenes. Reines Kornbrod (4 Pfd. zu 48 6 Pfd. zu 72 Möbelversteigerung. Dienstag den 7. und Mittwoch den 8. September, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung des Herrn Kreisarztes Medizinalrath Dr. Glafor, Ludwigstraße 14, die zu dessen Hinterlaffenschaft gehörigen Möbel, als: Sopha's, Seffel, Stühle, Tische, Spieltisch, Schreibtisch, Seeretär, Kleiderschrank, Küchenschrank, Kommoden, Waschtisch, Nachttische, Spiegel, Bilder, Figuren, Lampen, 1 Standuhr, Bettladen, theilweise mit Einlage, Bettzeug, sehr schöne Vorhänge, Teppiche, Küchengeräthe, feines Porzellan, Bütten, Züber, Weißzeugkiste re. versteigert. Bekanntmachung. Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der israel. Religionsgemeinde Gießen für 1885/86 liegt 8 Tage lang zur Einsicht aller Bethelligten aus dem Bureau des unterzeichneten I. Vorstehers offen. Gießen, den 1. September 1886. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. rp«« ca 4-9* £ 0,505» .0.75, E ».Bett«®* 3,75, E 450, ft* ’L w TMb-r- i M “J? Grssvcrstkigerung. Dienstag d. 7. Septbr. d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das diesjährige Grummetgras von den dem Marienstist Lich zustehenden circa 1OO Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, 30. August 1886. 6154 Winheim. Grummetgras- Vcrstcigerung. Nächsten Mittwoch den 1. September, Vormittags 10 Uhr, foll das Grummetgras von den hiesigen Pfarrwiesen in der Dorfeld'- schen Wirthschast versteigert werden. Wieseck, den 30. August 1886. Oeffentliche Kunstausstellung in Giessen. Unter Bezugnahme auf die unterm 19. Juli d. I. geschehene Aufforderung zur Gründung eines Kunstvereins für das ganze Großherzogthum Hessen bringen wir hiermit zur Anzeige, daß es uns durch günstige Umstände gelungen ist, mit dem heutigen Tage den Anfang einer Reihe von Kunstausstellungen zu machen und zunächst mit den Werken eines leider früh verstorbenen ausgezeichneten Architecten und Maler«, des Profeffors G. Adolf Gnauth zu Nürnberg. Bei Gelegenheit der am 18. September dieses Jahres hier in Gießen stattfindenden Versammlung des Mittelrheinischen Architekten- und Ingenieur- Vereins ist, wie üblich, auch eine Ausstellung von Zeichnungen, Plänen und Entwürfen vorbereitet worden. — Durch die Güte unseres ausgezeichneten Kreisingenievrs, des Herrn Gnauth, ist es uns vergönnt worden, die Ausstellung der Zeichnungen und Gemälde aus dem Nachlaffe seines verstorbenen Bruders schon vom 1. September an auch dem größeren Publikum zugänglich zu machen, und zwar in den Räumen des Instituts für Kunstwissenschaft im hiesigen Schlöffe, geöffnet Morgens von 11 bis 12 Uhr, und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr täglich. Für die Mitglieder des Hessischen Kunstvereins ist der Eintritt unentgeltlich, für Nichtmitglieder gegen 50 Pfennig. Der Gegenstand der einzelnen Blätter ist auf denselben bemerkt. Eine kurze Lebensbeschreibung des Künstlers ist in den Ausstellungsräumen vorhanden Das kunstliebende Publikum Gießens wird hierdurch zu recht zahlreichem Besuche eingeladen Gießen, den 1. September 1886. Im Namen des Vorstandes: Dr. H. v. Nitgen, Geheimerath. den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll nächsten Donnerstag d. 2. September versteigert werden. Der Anfang ist zu denjenigen bei Wieseck des Vormittags um 10 Uhr in dem Dorsel d'scheu Garten und des Nachmittags um 4 Uhr zu denjenigen bei der Badenburg auf der Badenburg. Wieseck, am 30. August 1886. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 6167 Grummetgras Versteigerung. Donnerstag den 2. September, Morgens 9 Uhr, soll das Grummetgras von den Wiesen der Herren I. H. Busch Erben, Söllhelm Spruck, Medicinalrath Dr. Kehrer, Dr. Melchior, Ehr. Jughard, Dr. Vogt, Daniel Ebel Erben, L. Labroiffe Erben, Fritz Schwan in Wetzlar, von den Meinigen und noch verschiedenen anderen meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Neuenwegerthor und Nachmittags 2 Uhr auf der Stefansmark. Gießen, den 27. August 1886. 6096 Müller. -dir d-s S*3* Bekanntmachung. Die Erben der Christine Georg Wagners Wittwe von Lollar haben in dasiger Gemarkung verkauft: an Georg Bierau Eheleute zu Lollar Fl. XI Nr. 64; an Friederich Frank Eheleute von dort Fl. V/67 und V/68; an Friederich Geißler Eheleute von dort Fl. IX Nr. 76; an Gerhard Schupp II. Eheleute von dort Fl. V Nr. 178, VII/340, IX/129,5, IX/129. Da die Quittungen unvollständig sind, werden Alle, welche glauben Ansprüche an die Kaufschillinge bilden zu können, aufgefordert, solche so gewiß binnen 2 Monaten hier geltend zu machen, als sonst die Zahlung als geschehen angesehen und die zur Löschung des beschränkt erforderliche Verfilzung erlassen werden wird. Gießen, den 28. August 1886. Großherzogliches Amtsgericht. Langsdorfs. 6156 «6 oVlOti .Fahne Uhk V ‘"‘“'n Mobiliar-Versteigerung. Mittwoch den 1. September Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause der Frau Appel, Liebigstraße AI: Möbel aller Art, insbesondere einige Klei- verschränke, Sopha's, Tische, Stühle, Kommoden, Bücherbänke, Nachttische, kleine Schränkchen, Bettladen, Bettwerk, alte Oelgemälde, Fischglocke, Blumen- u. Cigarrenständer re. sowie Herrenkleider, Hemden, Strümpfe, Unterkleider u. s. w. versteigert. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur Kenntniß, daß die Stadtverordneten-Versamm- lung in ihrer Sitzung vom 26. August er. genehmigt hat, daß das 1. und 2. Ziel Communalsteuer zusammen und die übrigen Ziele einzeln in Beitreibung gesetzt werden. Es kann daher das in diesem Monat fällig gewesene 3. Ziel der Communalsteuer pro 1886/87 in den ersten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, den 30. August 1886. Der Stadtrechner: Deutsches MmiUenbuch. tjn^itett 35. Jahrgang (1887). größt Folio. Mehr als ein Drittcljahrbundert hat sich jetzt die .Jllustrirte Welt" einen Ehrenplatz unter den deutschen Zeitschriften behauptet und der eben beginnende fünf- unddreißigste Jahrgang verspricht alle seine Vorgänger zu übertreffen. Aus dem reichen Inhalt des ersten Heftes ragen vor allem zwei große spannend geschriebene Romane : „Der Oberförster von Margrabowo* von Adolf Streckfuß und „Nummer 97* von A. Duroy-Warnatz hervor, denen sich eine reizende Novelle „Miska, der Husar* von George May anschließt, sowie eine ganze Reihe größerer und kleinerer Artikel unterhaltender und belehrender Art aus allen Gebieten des Lebens, der Haushaltung, Gewerbe, Technik, ferner eine Arbeitsschule für Mädchen, Spiele für Knaben, endlich Rezepte, Schach, Näthsel u. s. w. Eine große Zahl prächtiger Illustrationen ziert das Heft, ja sogar eine herrliche, farbige Kunstbeilage ist dem ersten Heft beigegeben. Trotz dieser Fülle des Gebotenen kostet die „Jllustrirte Welt" nur 30 Pfennig pro Heft, (also wöchentlich eine Ausgabe von bloß 15 Pfennig) . ein Preis, wie er in Rücksicht auf Reichhaltigkeit des textlichen und illustrativen Inhalts wohl einzig dasteht. Abonnements r _ .. nehmen alle Buchhandlungen, Journal-Expeditionen und Postanstalten zu jeber Zeit entgegen- _____________________ _ 6014 ^Keinen verehrten Kunden fowie Hem piefigen Publikum die ergebene Anzeige, daß fick daS Waarenlager von meinem Abzahlungsgeschäft von jetzt Ziaplansgafie 18 (Hüte! Rothenberger) befindet. _ W. Kohler A. Koch. Hachf. Hamburger Fisch- u. Delicatessenhandl. Tabak und Cigarren aus den ersten Fabriken bezogen, empfiehlt 6169 Carl Bieler, Kreuz 6. Arischen Ochsengaumensalat empfiehlt 6178 A. Koch Nachfolger, Hamburger Fisch- u. Delikatessenhandl. Ein gutes Zugpferd steht zum Verkauf. 6148 Dammstraße 1. Mein reich sortirtes Lager in rohen & gebrannten Kaffees halte einem verehrlichen Publikum bestens empfohlen. Besonders mache aus einen ss. gebrannten Java pr. Pfd. 100 Pf., aufmerksam. [6171 Karl Bieler, _________________Kreuz 6.___________ la. große holl. Vollhäringe, feinste Brabander Sardellen, neue Rollmöpse u. Sardinen, ruff. Caviar, Kieler Sprotten u. Bücklinge in ftischen Sendungen ally0 LJ5 K"*' Eß Restauration von Ph. Kreiling (Zum Gambrinus). Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum üierdurch die ergebene Mittheilung, daß ich am heutigen Tage in meinem schönen und geräumigen Locale ein großes Orchestrion aus der renömmirten Fabrik von Philipps & Ketterer in Vöhrenbach aufgestellt habe. Dieses prächtige Instrument ist von Sachverständigen als ein wahres Kunstwerk sowohl in Bezug auf technische Ausführung wie auf Fülle und Reinheit des Tones bezeichnet worden und verdient als besonderer Vorzug des Werkes hervorgehoben zu werden, daß der bei derartigen kleineren Werken auffällige und nicht ansprechende Orgelton bei diesem Instrument vollständig vermieden ist. Neben kleineren Musikstücken als Tänze, Lieder rc. spielt dasselbe auch Opern-Ouvertüren, Arien, Potpourris in vorzüglichster Weise und entspricht somit auch höheren Ansprüchen als man sonst an derartige Musikwerke zu stellen gewohnt ist. Dieses zur geneigten Kenntnißnahme bringend zeichnet mit aller Hochachtung 6180 Fh. Kreiling, Restauration?. Gambrinus. Geschäfts-Eröffnung. Verehrtem Publikum von Stadt und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen in meinem elterlichen Hause Kreuz 6 unter der Firma Carl Bieler Lolonialwaaren-, Tabak- und Tigarrenhandlung mich etablitt habe. Unter Zusicherung reellster und promptester Bedienung bei soliden Preisen halte ich mich bei Bedarf bestens empfohlen. Gießen, den 1. September 1886. 6168 Hochachtend Carl Bieler. Geeehw. Heerz. Neuenweg 7. 03 0t cs QktavwÄl Qwrtc w* V.W&, S y gärberti —J ^tisignag — eU* €U . Ö m &XS«. fa«w»w< ftafw cm CO 1O