'ähnlich G 12. ii. Sintmtr mit uon, zu ver- bineHv^, 'Ues Zimmer ! vermieten, se 5,2 Tr. gcräumjgcK Korridors hen. eben 29). vermiet^. £_31, pari. vkmielken- - 6,2 St. Zimmer zu siveg 67 L izm. i flute Auf- estraße 11. ist aus dem d durch die igt verloren ie Belohnung M. 1OO Samstag den 1. Mai 1866 iehencr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. SchukIra». 7. Ersch-mt mit M M.nt.«». Sj^' Amtlicher Hheit. Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Gießen, am 29. April 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglr-chen Bürgermeistereien beziehungsweise die Localpolizeibeamten. Unter Bezugnahme auf § 368, pos. 2, des Reichsstrafgesetzbuchs und resp. Art. 80 des Feldstrafgesetzes empfehlen wir Ihnen, in Ihren Gemeinden zur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffentlich aufzufordern, daß gegen Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 30. k. Mts. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie die Vertilgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbesitzer anzuorduende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, so daß die Säuberung bis zum 30. k. Mts. überall vollständig aus- Heführt ist. Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368, Nr. 2 des Straf-Gesetz-Buchs zu erheben. Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeindekosten alsbald veranlassen. Dr. Boekmann. Betreffend: Hagelschäden. Bekanntmachung. Bei dem Heranwachsen der Feldfrüchte machen wir auf die durch die Hagelversicherungsgesellschaften gebotene Gelegenheit zur Versicherung gegen Hagelschäden unter dem Anfügen aufmerksam, daß das Collektiren wegen Hagelschäden nicht statthaft ist. Gießen, am 29. April 1886. Großherzogl. Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. oder Seal» legung unb in ich. en und >rficher- lFemr, I) sucht a tuch- 3157 :r. Ur. 27 M. —--- für Comp- \ ) einen Gt- tnneifaj^ «.Branche ibenen An- an die en, -rben * e, gegen irjchner. neu Einzel- ärls, en feinst^ Betreffend: Schießübungen. Bekanntmachung. An den nachfolgenden Tagen werden militärische Schießübungen stattfinden: 1. Am 3., 4., 5. und 6. Mai curr. Vorm. von 7 bis 11 Uhr gefechtsmäßiges Einzelschießen in der Sandgrube bei Wiese ck mit der Schußrichtung gegen den Hang elfte in. Das Terrain, welches an diesen Vormittagen nicht betreten werden darf, ist der Hangelsteiner Wald zwischen den beiden Straßen Wieseck- Alt-Buseck und Gießen-Daubringen, im Norden begrenzt durch den Hangelsteiner Bergrücken. 2. Am 3., 4., 5. im 6. Mai cur. Vorm. von 7 bis 11 Uhr gefechtsmäßiges Einzelschießen an der Wenkbach bei Steinberg mit der Schußrichtung von der Höhe des Stein-Gipfels h'nunter in die Wenkbachsschlucht. Das Terrain, welches hier an den genannten Vormittagen nicht betreten werden darf, reicht vom Steingipfel bis Leihgestern und wird nördlich durch die Straße Leihgestern—Steinberg, südlich durch den Weg Leihgestern-Obersteinberg begrenzt. Die Großherzogl. Bürgermeistereien der betheiligten Gemarkungen wollen dies alsbald auch noch in ortsüblicher Weise verkündigen lassen. Gießen, am 30. April 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische «eberstcht. Gießen, 30. April. Die Genesung des deutschen Kronprinzen von der Masernkrankheit schreitet erfreulich vorwärts. Der hohe Herr gedenkt nach seiner vollständigen Wiederherstellung Berlin sofort zu verlassen und fich mit den Prinzessinnen-Töchtern Sophie und Margarethe zunächst nach Homburg v. d. H. zu begeben, um daselbst einen mehrwöchentlichen Kuraufenthalt zu nehmen. Die Frau Kronprinzesstn ihrerseits beabsichtigt, in Begleitung von Prinzeß Victoria, demnächst einen Besuch am englischen Hose abzustatten. Prinz Wilhelm von Preußen ist an der Spitze einer Deputation des Officier-Corps des Garde-Husaren-Regiments am Dienstag in Stuttgart eingetroffen, um den Prinzen Wilhelm von Württemberg und dessen Gemahlin anläßlich der kürzlich stattgesundenen Vermählung des hohen Paares zu beglückwünschen. Der Reichskanzler hat die Osterfeiertage nicht, wie er ursprünglich beabsichtigte, in Friedrichsruh zugebracht, sondern ist in der Reichshauptstadt zurückgeblieben. Das unerwartete Hinscheiden des Unter - Staatssecretärs Dr. v. Möller war für den Kanzler der nächste Anlaß, am Centralpunkte der Geschäfte zu verbleiben, da Fürst Bismarck durch das Ableben dieses bewährten Beamten, der als die rechte Hand des leitenden Staatsmannes in Handelssachen galt, genöthigt ist, verschiedene Angelegenheiten, die sonst Dr. v. Möller zu erledigen hatte, selbst in die Hand zu nehmen. Außerdem ist aber der Unter- Staatssecretär im auswärtigen Amte, Gras Herbert Bismarck, seit einigen Tagen nicht unbedenklich an einer Lungenentzündung erkrankt, so daß hier der Reichskanzler ebenfalls verschiedene Geschäfte persönlich in die Hand nehmen muß, die sonst zu den Obliegenheiten seines Sohnes gehörten. Uebrigens geht es mit dem Grafen Herbert bereits wieder etwas besser. Die unerwartete rasche Rückkehr des preuß. Gesandten beim Vatikan von seinem Oster-Urlaube nach Rom — Herr v. Schlözer ist bekanntlich noch vor den Feiertagen wieder aus seinem Posten eingetroffen — hat begreiflicher Weise mancherlei Commentare hervorgerusen. Dieselben erblicken, theilweise wenigstens, in der beschleunigten Rückkehr des Gesandten nach Rom ein bedenkliches Zeichen für die weitere Gestaltung der kirchenpoliti- schen Frage — eine Combination, die indessen durchaus nicht dem wahren Sachverhalte entspricht. Die Wiederabreise des Herrn v. Schlözer von Berlin ist vielmehr durch den Umstand beschleunigt worden, daß Herr v. Schlözer dem Papste zum Osterfeste ein Geschenk unseres Kaisers, bestehend in einem ebenso I kunstvoll gearbeiteten wie kostbaren Kreuze, zu überreichen hatte und hierauf I dürste sich auch das kaiserliche Handschreiben bezogen haben, welches der preußische Gesandte dem heiligen Vater überbrachte. Uebrigens sind zur kirchenpolitischen Lage verschiedene Aeußerungen, welche Leo XIII. jüngst beim Empfange von deutschen Rompilgern gethan, zu verzeichnen und welche von dem lebhaften Wunsche des Papstes, den kirchlichen Frieden in Preußen hergestellt zu sehen, wiederum Zeugniß ablegen. Indessen vergaß Leo XIII. hierbei auch nicht, die Haltung der Centrumspartei im Reichstage und im preußischen Landtage rühmend hervorzuheben, wobei er besonders betonte, daß das Centrum auch in etwaigen neuen Kämpfen seinen Muth und seine Beharrlichkeit beweisen werde. Doch glaubte der Papst nicht, daß diese Möglichkeit eintreten werde und rieth er schließlich, die neue Kirchen-Vorlage, wenn sie auch nicht Alles gewähre, was der Kirche noth thue, mit Befriedigung und Wohlwollen aufzunehmen. Eine besondere Rolle in der Orient-Asfaire spielt das diplomatische Rendez-vous, zu welchem sich der Frühlings-Aufenthalt des Kaisers Alexander III. in Livadia in der Krim allgemach gestaltet. Die Vertreter Rußlands in Bukarest, Athen und Konstantinopel befinden sich bereits in Livadia und wahrscheinlich werden in diesen Tagen auch der rumänische Kriegsminister Angelescu und als Specialgesandter des Sultans Edhem Pascha — derselbe ist für den ursprünglich zur Begrüßung des Czaren bestimmt gewesenen, aber inzwischen erkrankten Server Pascha eingetreten — daselbst eintreffen. Besonders auffällig erscheint die Reise des rumänischen Kriegsminiflers nach der Sommerfrische des russischen Herrschers und ein vielverbreitetes Gerücht will sogar wissen, daß die Anwesenheit des Generals Angelescu in Livadia mit dem beabsichtigten Durchzuge russischer Truppen durch Rumänien nach Bulgarien Zusammenhänge. Man kann nur aufrichtig wünschen, daß dieses beunruhigende Gerücht ein baldiges Dementi erfährt. Die italienische Colonialpolitik hat nun mit der Ermordung der sämmtlichen Mitglieder der italienischen wissenschaftlichen Expedition durch die Soldaten des Emirs von Harrar ebenfalls ein blutiges Blatt in ihrer Geschichte auszuweisen. Der Expedition, die unter der Führung des Grasen Porro stand, war die Aufgabe gestellt, die Gegenden zwischen dem Rothen Meere und dem großen Seeenbecken des äquatorialen Afrika zu erforschen und zu diesem Zwecke in reichster Weise ausgerüstet worden. Letzterer Umstand scheint aber die Habsucht des Emirs von Harrar erregt zu haben, welcher sich nicht mit der Beraubung der Expedition begnügte, sondern deren Theilnehmer kaltblütig nie- dermetzeln ließ. Italien bleibt nichts übrig, als den grausamen Herrscher zur Rechenschaft zu ziehen und hielt das italienische Staatsministerium in dieser Angelegenheit am Montag eine Berathung ab. Da der Emir durch die gleich zeitige Gefangennahme der englisch ägyptischen Garnison des Fleckens Gildezza mit England in Conflict gerathen ist, jo hat die italienische Regierung in London angefragt, welche Schritte England gegen den Emir von Harrar zu unternehmen gedenke. Die am 2 3. Mai neu zu wählende italienische Deputirten- kammer wird am 10. Juni zusammentreten. Die englische Regierung hat nunmehr auf die Wiedereroberung des Sudan definitiv verzichtet. Es geht dies aus ihrer Antwortnote auf den von Mukhtar Pascha vorgelegten Plan zur Reorganisation des egyptischen Heeres deutlich hervor. Die Antwort selbst enthält die vollständige Ablehnung des genannten Planes Seitens der englischen Regierung und dies dürfte für das weitere Zusammenarbeiten Sir Drummond Wolff's und Mukhtar Pascha's in Kairo wohl schwerlich sehr ersprießlich fern. Darmstadt, 28. April. Aus Veranlassung eines Gesuchs der Angestellten der Oberheff. Eisenbahnen um Gleichstellung mit den Angestellten der Main-Neckar-Bahn hatte die zweite Kammer an Die Regierung das Ersuchen gerichtet: „eine angemessene Gehaltsaufbesserung der Oberheff. Eisenbahnbeamten in Erwägung zu ziehen." Die erste Kammer trat diesem Gesuche nicht bei und war deshalb der Finanzausschuß zweiter Kammer veranlaßt, in eine nochmalige Erwägung der Angelegenheit einzutreten. Nach dem von dem Abg. Wolfskehl erstatteten Bericht ist der Ausschuß geteilter Anficht. Die Mehrheit nimmt Anstand, eine „allgemeine" Erhöhung zu empfehlen, die Minderheit hält dagegen das Verlangen der Oberheff. Eisenbahnbeansien nach einer Ver- befferung ihrer Gehaltsbezüge, wenn auch nicht bis zur Höhe der den Main- Neckarbahn-Beamten gewährten Gehalte, doch in angemeffener Beschränkung, für nach Lage der Verhältniffe gerechtsertigt und eine Erwägung desselben durch Großh. Regierung für angezeigt. Stuttgart, 29. April. Das zu Ehren Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Wilhelm von Preußen veranstaltete Reitersest ist in glänzender Weise verlausen. Die Prinzesfin Wilhelm von Württemberg saß zwischen ihrem Gemahl und dem Prinzen Wilhelm von Preußen. Zum Schluß wurde von dem gesammten Publikum eine große Ovation dargebracht. Heute machten die preußischen Gäste Ausflüge in die Umgegend, nahmen das Dejeuner bei der Großfürstin Vera ein und werden sich zur Prinzessin Friedrich von Württemberg zum Diner begeben. Prinz Wilhelm wird dann um 7V2 Uhr Abends nach Karlsruhe abreisen. Telegraphische Depeschen. WrM'S telegr. E-s>rr-s-orrdem-B«r,ra«. München, 29. April. Den „Neuesten Nachrichten" zufolge beauftragte der König das Staatsministcrium, beim Landtage eine Vorlage über die Regelung der Verhältnisse der Cabinetskasse einzubringen, welche dahin geht, eine Staatsanleihe von sehr namhaftem Betrage aufzunehmen, deren Zinsen und Tilgung durch jährliche Abzüge von der Civilliste gedeckt werden sollen. Die „Neuesten Nachrichten" fügen hinzu, datz die patriotische Partei dem Projeete nicht abgeneigt sei, als Preis der Zustimmung aber ein Ministerium Franckenstein fordere und daß es momentan sehr fraglich sei, ob das Ministerium Lutz die Anleihe-Vorlage an die Kammer bringen werde. Wien, 29. April. Ein Telegramm des „Correspondenz-Vureaus" aus Athen meldet, die griechische Regierung suche den Schritt des französischen Gesandten zu Gunsten ihrer chauvinistischen Aspirationen auszubeuten, um durch Verbreitung angeblicher französischer Zusagen zu Gunsten Griechenlands die französische Politik, von welcher die Bevölkerung auf das Bestimmteste die Erfüllung angeblicher Versprechungen erwarte, von der Politik der anderen Mächte zu trennen und sie möglichst zu engagiren. Von den übrigen Mächten, einschließlich Rußland, werde das Vorgehen ihrer Gesandten ausdrücklich gebilligt. Graf Mouy soll von der französischen Regierung angewiesen sein, der griechischen Regierung den wahren Standpunkt Frankreichs klarzulegen, welches nicht gewillt sei, in die griechische Frage sich weiter hineinziehen zu lassen, als seine Beziehungen zu den übrigen Mächten und sein fester Wille, jede gesonderte Action zu vermeiden, es zulassen. Paris, 29. April. Gegenüber der gestrigen Antwort Delyannis' an die Bürger-Deputation meldet ein Havas-Telegramm aus Athen, Griechenland habe einfach seine Zustimmung zu der französischen Note erklärt, worin eine Mediation nicht versprochen sei. Delyannis hätte überdies erklärt, daß die Demobilisirung und die Zurückführung der Truppen auf Friedensfuß in der Antwort auf die französische Mittheilung einbegriffen gewesen sei. Delyannis habe sich laut und offen in diesem Sinne geäußert. Wien, 29. April. Wie hiesige Blätter melden, sind bei einem gestern in Mährisch-Friedland ausgebrochenen Feuer 60 Häuser, darunter die Schule und das Gemeindehaus, eingeäschert und 8 Menschen verunglückt. Haag, 29. April. Nach einer amtlichen Mittheilung zog das Cabinet seine Demission zurück. Es verlautet, die Kammer werde nicht aufgelöst, sondern es werde eine neue Revision der Wahlbezirks-Eintheilung vorgeschlagen werden. Brindisi, 29. April. Von gestern bis heute Mittag kamen hier 3 Cholera- Erkrankungen und 1 Cholera - Todesfall vor. In Ostuni 3 Erkrankungen, in Eschie 1 Todesfall. Treviso, 29. April. Der ehemalige Minister des Aeußern, Visconti Venosta, erklärt in einem Schreiben an die „Gazetta Treviso", daß er eine Candidatur ablehne und sich vom politischen Leben zurückziehe. Konstantinopel, 29. April. Ein Rundschreiben der Pforte vom 28. er. an ihre Vertreter der sechs Großmächte sagt: Nachdem die Mächte in einem Prioat- schreiben an Graf Mouy bezüglich der Abrüstung die abgegebene Erklärung Delyannis' nicht für befriedigend erachteten, überreichten dieselben in Athen ein Ultimatum, welches positive Abrüstungs-Zusicherungen verlangte. Die Pforte danke den Mächten aufrichtig für diesen kräftigen, zur Sicherung des von Allen so gewünschten Friedens und zur Sperrung jedes Ausweges für die von Griechenland bei den Mächten erhobenen, unbedingt unzulässigen Forderungen, unternommenen Schritt. Das Rundschreiben schließt, daß nur eine rasche und bedingungslose Abrüstung allein uns befriedigen und bestimmen können, auf das legitime, unbestreitbare Recht zu verzichten, für die durch die Rüstungen und die kriegerische, nicht zu rechtfertigende Haltung Griechenlands uns auferlegten riesigen Opfer Entschädigung zu verlangen. Univerfitäts - Chronik. Jena, 24. April. Herr Professor Dr. Hirzel in Leipzig hat den an ihn ergangenen Ruf als Professor der klassischen Philologie und Mitdirector des philologischen Seminars an hiesiger Universität angenommen. — Herr Hofrath Dr. Sohncke ordentlicher Professor der Physik allhier, wird einem ehrenvollen Rufe an die technische Hochschule zu München Folge leisten und zum Herbste dorthin übersiedeln. Jena, 24. April. Eines wie guten Klanges sich unsere Universität selbst in den fernsten Reichen erfreut, beweist von Neuem wieder die Thatsache, daß die Anzahl der hier ihren Studien obliegenden Japaner im nächsten Semester sich bedeutend vermehren wird. Zu den bereits an unterer Hochschule studirenden Angehörigen des -fernen Japan sind nämlich in diesen Tagen 4 neue Landsleute hinzugekommen, welchen binnen Kurzem noch zwei andere folgen werden, so daß dann die Gesammtzahl der Japaner 9 betragen wird. Dieselben gehören, wie hier noch bemerkt sein mag verschiedenen Fakultäten an. • l —, Der seit dem Tode Droysen's erledigte Lehrstuhl für Geschichte zu Berlin ^wlrd wahrscheinlich durch Professor Dr, Köhler, Secretär des deutschen Instituts für archäologische Correspondenz in Athen, besetzt werden. Ebenso ist es gelungen, den Geographen und Weltreisenden Freiherrn F. v. Richthofen, seit 188c> Professor der Geographie in Leipzig, früher in Bonn, für Berlin znrückzugewmnen; er wird den physisch-geographischen Unterricht übernehmen. — Zur fünften Säcularfeier der Universität Heidelberg wird unter dem Titel „Ruperto Carola* eine illustrirte Festchronik erscheinen; die Redactlon hat Geh. Hofrath Bartsch übernommen. Sie wird zugleich das ofsicielle Organ für alle daS Jubiläum betreffenden Mittheilungen sein und die Liste sämmtlicher Festtheilnehmer enthalten. In Wort und Bild soll sie eine vollständige Darstellung des Festes, sowie Skizzen aus der Geschichte der Stadt und Universität Heidelberg bringen -uns wird in erster Linie Denen, die das Jubiläum mitfeiern, ohne Zweifel ein hochwillkommenes Gedenkbuch werden. Vermischtes. Mainz, 27. April. (Erfindung.) Herr Dr. C. Gaßner jr. in Mainz hat ein neues galvanisches Trocken-Elemcnt construirt, welches durch feine außerordentliche Leistungsfähigkeit die zu elektrischen Schellen gebräuchlichen nassen Batterien zu verdrängen geeignet erscheint. Da das neue Element absolut ohne Flüssigkeit in einer Zinkbüchse montirt ist, so fallen all die Unannehmlichkeiten, welche die ipit Salzlösung gefüllten Batteriegläser im Gefolge hatten, hinweg, auch soll der Preis ein billiger sein. Diese neue Erfindung ist bereits in verschiedenen Staaten zum Patent angemeldet. Bingen, 26. April. Am verflossenen Montag, den 19. dss. Mts., wurde am Fuße der Burg Rheinstein, im Bürgermeistereibezirk Niederheimbach, die Leiche eines 50 bis 60 Jahre alten, zweifelsohne den besseren Ständen angehörigen Mannes im Rheine gefunden. Die äußere ärztliche Untersuchung hat ergeben, daß der Tod nicht durch Ertrinken eingetreten ist, es haben sich auch keine Spuren von Gewaltthätig- keiten vorgefunden. Der Mann ist Sonntag den 18. d. M., Vormittags, mehrfach an der Stelle und in deren Nähe gewesen, wo er anscheinend in der Nacht darauf den Tod gefunden hat, und war er hierbei in Begleitung zweier Frauenzimmer, welche die Namen „Margaretha" und „Bertha" geführt haben sollen; von diesen war eine etwa im Anfänge der 30er Jahre, klein, ziemlich corpulent, von auffallender Tracht und auffallenden Manieren, mit rothen Backen, die andere schlanker, blaß und zurückhaltender. Der Todte schien im Besitz von vielem Gelde gewesen zu sein, denn er soll ein Portemonnaie schwer mit Goldstücken gefüllt und eine schöne Uhr getragen haben, bei der Leiche wurde dagegen nur ein Zehnpsennigstück und ein einfacher Uhrschlüssel vorgefunden. Dagegen war in der Westentasche ein goldener Trauring mit der Inschrift „PH. Boesser, 25. Dec. 1852." Der Gefundene hat einen kräftigen, muskulösen, sehr wohlgenährten Körper, grauweißen, schönen Vollbart, ist 1,80 Meter groß und bat, nach seinen Händen zu schließen, nie körperliche Arbeit verrichtet. Mehrfach hatte derselbe im Verkehr mit seinen Begleiterinnen sich der englischen Sprache bedient. Die Kleidung bestand in dunkelblauem langem Gehrock (mit langen Schößen), schwarzblauem Ueberzieher, lein. Taschentuch mit altdeutschen Mustern, aschgrauen wollenen Handschuhen, grüngestickten Hosenträgern mit rothen Sternen, schwarzem halbseidenem Halstuche, braunwollenem Unterhemd, schwarzer Tuchweste, Schaftenstiefeln mit Doppelsohlen 2c. Ferner wurde bei der Leiche ein einmal coupirtes einfaches Billet zweiter Klasse „Fulda-Frankfurt a. M." gefunden. Die Begleiterinnen, von denen die eine auf der Station Trechlingshausen am Sonntag Abend 7 Uhr zwei einfache Billete nach Bingen löste, sind auffallender Weise spurlos verschwuoden. Auf der Station gab dieses Frauenzimmer an, die Gesellschaft hätte Sonntagsbillete von Frankfurt nach Bingen. Die fraglichen Personen sind in Bingen unbekannt. Hoffentlich wird es bald gelingen, diesen mysteriösen Fall aufzuklären. Alle Diejenigen, welche über die Identität des Geländeten und der beiden Frauenzimmer Auskunft geben können, werden gebeten, der nächsten Polizeibehörde schleunigst Mittheilung zu machen, auch werden die Zeitungsredactionen um Verbeitung dieser Nachricht ersucht. St. Johann a. d. S., 22. April. Den auf Grube Camphausen in der Nacht zum 18. April v. I. verunglückten Bergleuten werden drei Denkmäler errichtet: einS auf dem Friedhöfe zu Dudmeilcr, eins auf dem Friedhöfe zu Herrensohr und eins auf dem Becroigungsplatze zu Fischbach. Die Denkmäler, aus grauem Sandstein, erhalten dieselbe Gestalt und Größe (Höhe 6 Mtr.). Die feierliche Einweihung soll dem Vernehmen nach demnächst stattfinden. Berlin, 29. April. Im Processe wegen der Mittheilungen des „Berliner Tageblatts" über den angeblich in hiesigen höheren Gesellschaftskreisen r orgekommenen Diebstahl einer Brillanttaube ergab die gerichtliche Verhandlung die völlige Grundlosigkeit der verbreiteten Mittheilung. Das Schöffengericht verurtheilte wegen des dadurch begangenen „groben Unfugs" den Redactcnr des „B. T.", Perl, zu dreitägiger, den Berichterstatter Wolff zu vierzehntagiger Haft. Lemberg, 27. April. Der Brand in Lisko ist nach der „W. A. Z." gestern Nachts, als die Bevölkerung dieser Ortschaft schon in tiefen Schlaf versunken war, ausgebrochen. Ein heftiger Sturmwind begünstigte das rasche Umsichgreifen des Feuers, so daß die Bevölkerung kaum mehr in der Flucht die Rettung des nackten Lebens suchen konnte. Die Liskoer Feuerwehr war dem Brande gegenüber ohnmächtig, da sie nur zwei unvollkommene Spritzen zur Verfügung hatte. Außerdem mangelte es an Wasser, da nur zwei Brunnen in Lisko vorhanden sind. Im Ganzen wurden 290 Häuser eingeäschert, darunter 20 einstöckige. Nach eingelangten Relationen soll das Gerichtsgebäude mit allen Acten verbrannt sein; auch das Schloß des Grafen Krasicki mit der Bibliothek. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch nicht fest- gestellt. Ein Theil der Häuser war assekurirt, und zwar zumeist bei der Krakauer Assekuranz und bei der Prager „Slavia". Die Ortschaft Lisko, sowie 14 Dörfer in der dortigen Umgegend sind Eigenthum des Grafen Edmund Krasicki. Leipzig. Die Stadtverordneten genehmigten in ihrer letzten Sitzung die Schlußabrechnung über das 8. deutsche Bundesschießen, welches mit einem Deficit von 104,855 v* abschließt. Die hiesige Schützengesellschaft hat ihren Anthcil mit 15,700 * bereits an die Stadtkasse abgeführt; die auf die Stadt Leipzig entfallende Summe r rl« r noch um ^OCO JL durch den Ehrenpreis der Stadt Leipzig zum Festschreßen. . . — I» dem Orte Diesdorf bei Magdeburg fuhr am Palmsonntag ein Blitz c Kirche, als eben der Consirmationsgottesdienst beendet war, und schlug in der Vorhalle, wo die Kinder des Regens halber noch zurückgeblieben waren, 4 Knaben nieder und verletzte einige Erwachsene. Glücklicherweise waren die Kinder nicht ge- todtet, sondern nur augenblicklich gelähmt, so daß sie mit zum Theil versengten Kleidern rote tobt hinweggetragen wurden, sich später aber wieder erholten. * Gegen die Spielhölle in Monaco wird der Kampf immer nachdrücklicher. InNizza hat sich ein internationaler Verein gebildet, der eine Schrift veröffentlicht und an alle europäischen Negierungen versandt hat, in welcher diese dringend gebeten werden, den Fürsten Karl III. von Monaco zur Abstellung des Unwesens zu nöthigen. ?onoK 2°^ rmb bte nach den Akten zusammengestellten Selbstmorde von 1877 bis 1885 nut Namen, Hetmath, Todestag nebst hinterlassenen Briefen aufgeführt. Der r V.cni8=r als 1820! - Diese Ziffer spricht ober nur von den Si.sÄ Menschenleben; über die,sicherlich nach vielen Tausenden zählenden Mcusck-n. die durch ihre Spielverluste unglücklich ober gar zu anderen Verbrechen getrieben §us- ^..Seit vielen Jahrhunderten ist der sarazenischen See- räuberet, die grade an dieser Küste, entern der irdischen Paradiese, besonders schwunghaft betrieben wurde, ein Gude gemacht. Wann endlich wird nun auch jener, unter werden^i"— CtnCl $cn * Negierung geübten Räuberei das Handwerk gelegt 12 Medaillen und Diplome• o ef lunds Firma Ed. 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Gottlieb Eonrad Pfeffel, ein sehr fruchtbarer Dichter in Fabeln und versi- vizirten Erzählungen, stirbt in Kolmar, wo er zuletzt Präsident des evangelischen Consistoriums war. 1872. Eröffnung der Universität Straßburg. 1873. Eröffnung der Wiener Weltausstellung. 1878. Eröffnung der dritten Pariser Weltausstellung. LandwirthschaftlicheS. — sDie Obstbaumzucht als Kapitalanlage.^ Gesetzt den Fall, ein Landwirth pflanzt in diesem Jahre einen Acker mit 10 jungen Bäumen, von denen das Stück 2 X kostet. Bei guter Behandlung wachsen die Bäume an und nun wollen wir den Nutzen derselben in 20 Jahren ausrechnen. 10 Bäume kosten 20 X und in 20 Jahren kosten sie an Kapital und Zinsen 40 X. Nach 20 Jahren ist aber jeder Baum 20 X werth und wohl Niemand gäbe dafür einen edlen 20jährigen Baum her, weil die meisten dann in einem Jahre für 20 X Obst tragen können. Demnach ist ein solcher Acker in 20 Jahren 200 X mehr werth, als wenn keine Obstbäume darauf ständen, und er hat diesen Werth sicher bei jeder Art von Veräußerung. Nun aber haben wir von dem Obst, welches diese 10 Bäume in 20 Jahren abwersen, noch gar nicht gesprochen. Rechnen wir daher ganz gering den Durchschnittsertrag eines jeden Baumes nur auf 1 X, so sind dies in einem Jahre 10 X, in 20 Jahren 200 X. Demnach ergibt sich der Baumwcrth zu 200 X und der Fruchtwerth zu 200 X, sind zusammen 400 X. Also haben Kapital und Zinsen sich in 20 Jahren verzehnfacht, denn 40 in 400 geht zehn Mal! Das ist gewiß in einem Nebenzweig der Land- wirthschaft ein respectabler Gewinn. Wenn cs so überall ginge, würde wohl niemals ein Landmann bankerott machen. Und doch ist die Rechnung so gering gestellt morden, daß in Wirklichkeit eher das Doppelte erzielt wird, als was die vorstehende Rechnung aufstellt. Natürlich gilt das Gesagre nur von Bäumen in guten Sorten von soliden Baumschulenbesitzern. (Landw. Ztg. f. Westfalen.) Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gießen» Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 1. Mai. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser. Sonntag Quasimodogeniti, 2. Mai. Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Schlosser. Confirmation der Gymnasiasten und Stadtschüler und Feier des heiligen A bendmahls- Im Schiff der Kirche wolle man die 10 ersten Bankreihen vom Altar aus für die Angehörigen der Confirmanden frei lassen. Abenos 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Armen der Gemeinde. Montag, den 3. Mai, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinder- schule, Matth. Kap. 5, von Vers 27 an- Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag den 9. Mai, Nachmittags 2 Uhr, findet die Vorstellung und Prüfung der zu consirmirenden Realschüler statt. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 2. bis 8. Mai besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 1. Sonntag nach Ostern. (Weißer Sonntag.) Von 6 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. w Vr10 Uhr: Hochamt und Predigt; unter dem Amte Erftcommunion der Kinder. Um 3 Uhr: Festandacht und Erneuerung der Taufgelübde Seitens der Erstcommunikanten. Nach dem Gottesdienste Collecte für die Knabenanstalt zu Klein-Zimmern. Gottesdienst in der Hynagoge. Freitag Abend 6" Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 85 Uhr. Allgemeiner Anzeiger. Die Aufnahme für die höhere und erweiterte Mädchenschule findet Montag, ben 3, Mai von 9 Uhr an im Konferenzzimmer statt. Die sechsjährigen Kinder werden im Lokal Nr. 10 (zu ebener Erde, rechts vom Eingang) ausgenommen, ebenfalls zwischen 9 und 12 Uhr. Erforderlich ist für solche, die noch keine Schule besucht haben, die Verbringung eines Impfscheins, sowie die genaue Angabe des Geburtstages des Kindes wie des Namens und Standes des Vaters oder Pflegers, bei auswärts geborenen Kindern die Vorlegung des Geburtsscheins. Kinder, die schon die Schule besucht haben, bringen ein Zeugniß über den seitherigen Schulbesuch bei und, wenn sie über 12 Jahre alt sind, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung. 3266 Gießen, den 29. April 1886. Großh, Direktion der höheren Mädchenschule. Vigelius. Samstag den 1. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Güterbahnhof der Main- Weser-Bahn dahier auf Antrag der Firma Gebr- Rothschild in Friedberg 60 Csntner Malzkeime öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 29. April 1886. Bühner, 3280 Gerichtsvollzieher- Verkauf eines Fasseiochsen. Künftigen Donnerstag, als. den 6. Mai l. I., Nachmittags 1 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger 4jähriger fetter Faffelochs auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert «erden. Beuern, den 29. April 1886. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. 3289 Ieilgeöotenes. Durch gemeinschaftlichen Einkauf bei einer der bedeutendsten Handschuhfabriken sind wir in den Besitz von ca. 500 Dtz. Handschuhen in Seide, Kammgarn, Filet :c. gekommen und offeriren dieselben zu den Preisen von 3 Paar für 90 Pf. an. Die Farben sind für jedes Kleid passend zu haben. 3294 Albert Behren-, Marktstraße 32 Carl Stieber, Marktstraße 18. Harmonium ist Abreise halber sehr billig zu verkaufen. Näh, in der, Exped d. Bl. 3201 1 Kinderwagen, 3301 1 eiserne Bettstelle, 1 großer beschlagener Koffer, sämmtlich wie neu, werden billi^abge- geben.____________________LindenplA 5. 3285 Die Grasernte aus meinen Gärten ist zu vergeben. Emil Pistor I. Die Dampf-Kaffee-Brfcnnerei von A. Zuntz sel.Wwe., Bonn Gegr. 1837. Berlin Gegr. 1837. i Holst lieferant bringt ihre Spezialitäten Gebr. J ava-Kaffee’s in empfehlende Erinnerung. la. Qualität ä Mk. 1.60 Pf. pr. Pfund, guter gebr. Haushalts-Kaffee ä Mk. 1,30 Pf. pr. Pfund. 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Kinder- und Damen-Corsetten in allen Weiten. ” PH. Ettinger. Aachener und Münchener Jener - Perficherungs - Gesellschaft. Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich' aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1885: Grundkapital «X 9,000,000 — Prämien-Einnahme für 1885 7,704,438 50 Zinsen-Einnahme für 1885 „ 708,616 80 Prämien-Ueberträqe „ 5,462.121 — Uebertrag zur Deckung außergewöhnlicher Bedürfnisse (einschließlich des nach Art. 185b/239b des Gesetzes vom 18. Juli 1884 gebildeten Reservefonds von X. 900,000) . . „ 4,860,377 30 v4L 27,735,553 60 Versicherungen in Kraft am Schluffe des Jahres 1885 JL 5,043,998,001 — Gießen, den 1- Mai 1886. Agenten der Gesellschaft: LouiS Wittich, Kaufmann in Gießen. Philipp Hardt, Geometer in Groß-Linden. Secretär Groß in Lich. Hch. Bölzel II., Kaufmann in Wieseck. 3287 Vorbereitungs-Institut M Gießen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, specielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in Gymnasien, Real-, polytechnische und sonstige höhere Schulen. Für Geschäftsleute, welche sich für ihren Beruf oder ein Examen vorbereiten wollen, an den gewöhnlichen Cursusstunden theilzunehmcn aber behindert sind, ist ein Abcnd-Cursus eingerichtet. Beginn des Sommer-Semesters den 3. Mai. Der Vorsteher: Dr. Kübel) 3279 Bahnhofstrasse 45. 3281 30 Malter Kartoffeln, gute Sorte, sowie einen Wagen Grummet verkauft Ernst Jughard. 25 bis 30 Centner Dickwurz u. Kohlraben sind billig zu haben bei August Noll, Oeconom, 3295______________Seltersweg 12._______ Ein geräumiges Haus in der Lahnstraße dahier, in welchem seither Metzgerei und Wirtschaft mit gutem Erfolg betrieben wurde, ist unter günstigen Bedingungen auf sofort zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres bei dem Vormund 3261 Bernhard Henrich in Metzlar. 3269 Eine Parthie Dachschiefer und Backsteinplättchen sind billig zu verkaufen bei H. Jnderthal Großmühle. Die Vaterländische Hagel-Verficherungs-Gesellschaft in Elberfeld, gegründet mit einem Capitale von drei Millionen Mark, versichert zu billigen und festen Prämien, bei welchen nie eine Nachzahlung erfolgen kann, Bodenerzeugnisse aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden. Die Versicherungen können auf das lausende Jahr, oder auf unbestimmte Dauer, oder auf eine bestimmte Ncihe von Jahren abgeschlossen werden; für letztere wird ein entsprechender Prämien-Nabatt gewährt. Die Schäden werden in liberaler Weise regvlirt und die festgestellten Entschädigungsbeträge prompt innerhalb Monatsfrist voll ausgezahlt. Nähere Auskunft über die Versicherungs-Bedingungen und Antragsformulare bei den unterzeichneten Agenten- in Gttingshaufen: „ Alt-Buseck: „ Gießen: „ Grünberg: „ Grüningen: „ Gr.-Buseck: S. Loewenberg, W. Körber!!♦, F. Hoffmann, W. Kurtz, G. H. Bender, B. Stephan!♦, in Langgöns: Hrch. Mohr, „ Langsdorf: Hrch. Roth XI., „ Steinbach: G. Loewenberg, 3399 „ Steinheim: Carl Wolff, „ Treis a.L.: I. Becker VI., „ Wieseck PH. Hildebrand III. Pferde Rennen des Rheinischen Renn-Vereins in a, M. am 9. Mar 1886, Nachmittags 3 Uhr, am Forsthaus. Eröffnungs-Rennen . JL 400. | Flach-Rennen . . . 800. Officiers-Hürden-Nennen „ 1000. I Jagd-Rennen ... „ 1200. Grosse Steeple-Chase, Ehrenpreis, gegeben von Sr. Majestät dem Kaiser nnd König, und Mk. 1800. Die Aktionäre und Mitglieder des weiteren Vereins des Rheinischen Renn-Vereins haben freien Eintritt. Erster Platz: I Zweiter Platz . . Mk. 1.50 Pf., Für einen Herrn . . Mk. 6. Stehplatz ... 50 Pf. Für eine Dame ... », 4. I Kinder bis zu 10 Jahren zahlen zur ersten Tribüne Ji. 2, zur zweiten Tribüne (II. Platz) 50 Equipagen Jl. 6; jede Person darin muß mit einem Bittet zu dem ersten Platz versehen sein. Neiter «Ä 5. £3®" Sämmtliche Karten find sichtbar zu tragen. An den Tribünen werden keine Karten ausgegeben. Die Kassen befinden sich auf der Chauffee an der Louifa, am Sandhof, bei Niederrad und dem Forsthaus. Zur Bequemlichkeit des Publikums werden Eintrittskarten verkauft bei den Herren F. Breul, Zeil 61; W. Fnchs, Zeil 1; Christ. Ströhlein, Zeil 57; Universal'Reise'Bureau, Frankfurter Hof. Die Hessische Ludwigs- und Main-Neckar-Eisenbahn lassen an dem obenbezeich- neten Renntage die auf den betreffenden Stationen zu ersehenden Züge an den der Rennbahn zunächst gelegenen Stellen ihrer Routen sowohl zur Hin- als Rückfahrt anhalten. Im Auftrage des Direktoriums r 5272 Kappel. Kölnische Hagei-Verflcherungs-GestUschafl. Grundkapital: Neun Millionen Mark. (Voll begeben.) Baar-Einzahlung: Eiue Million 800,000 Mark. Reserven-Bestand: 23,027 Mark. Prämiensumme (1885): Eine Million 563,032 Mk. Die Gesellschaft besteht seit 32 Jahren, ihre Wirksamkeit ist in landwirthschaftlichen Kreisen überall vortheilhaft bekannt und es haben die besonderen Versicherungsbedingungen die Anerkennung des Deutschen Landwirthschafts-Rathes gefunden. Sie versichert zu festen Prämien Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden und lei st et zweifellose Gewähr für vollen und prompten Schadenersatz sowie gegen jedwede Nachzahlung. Alles Weitere ist bei den unterzeichneten Agenten zu erfahren, welche zur Aufnahme der Versicherungs-Anträge gern bereit sind- Joh. Fifcher in Gießen. E. Wollrab in Alsfeld. H. Eggott in Altenstadt. Gebr. Staudt in Bad Nauheim- C. Friedrich in Bleidenrod W. Balfer in Büdingen. A. Weickhardt in Butzbach. I. Scheuermann in Freiensteinau. Jac. Schneidmütter in Gedern. C. F. Schlenning in Friedberg. C- Nau in Großen-Buseck. F. Schade in Grünberg. Gebr- Lamm in Homberg a. d- Ohm. F. Kröll in Hirzenhain. I. Ph. Schröder in Hungen. H. Stahl in Kloppenheim. I. Mayerfeld in Kirtorf. A. Schaum VII. in Lang-Göns. Otto Steller in Laubach. D. Stöpler in Lauterbach. I. Schneider in Lich. A. Reuning II. in Nidda. M. Löbrich in Ostheim. W. A. C. Schäfer in Reichelsheim. H. Gnntrum II. in Schlitz. K. H. Freund in Storndorf. W. Wolffchmidt in Schotten. G. Herget in Vilbel. 3283 3286] Ordentliches Mädchen für Lauf- dienst gesucht._____________Südanlage 5. 3282 Ein auch zwei Pensionäre finden freundliche Aufnahme. Pensionspreis billig.______________Grünbergerstraße 4. 3276 Ein braves Mädchen kann in meiner Fabrik Beschäftigung bekommen. ______________K. Grünebaum. 3260 Auf gute erste Hypothek sind 0000 Mark zu 4% auszuleihen. Näheres in der Exped. d- Bl.__ Ein kräftiger Junge vom Lande gesucht. Wo? zu er- fragen in der Exp. d Bl. 3259 Ein gelber Kanarienvogel (Hahn) entflogen. 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Heute, Freitag den 30. beginnt das Riegenturnev. Das Turnen der Männerriege Samstag den 1, Mai er. Stofier, 3278 _______________Turnwart und geprüfter Turnlehrer. Concordia. Samstag den 1 Mai 1886, Abend- 8 Uhr, Jeier des 21. Stiftungsfestes verbunden mit Tanzunterhaltung in Stein s Garten. Sonntag den 2. MaiAusflug. Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante geb. Merkel sowie für die reichen Blumenspenden, sagen wir unsern tiesgefühlten Dank. Gießen, den 30. April 1386. ' 3292 Die trauernden Hinterbliebenen. Wermietßungen. 1323] Mehrere möblirte Zimmer zu vermiethen.__________Sonnenstraße 25. 2862] Schön möbl. Zimmer mit Ea- binet zu vermiethen. Schulstraße. Näh, zu erfr. Frankfurterstr. 11, 3. St. 3213] Möbl Zimmer mit Cabinet zu vermiethen, nahe der Aula. Bleichstr. 3. 3302] Möblirte Zimmer zu vermiethen mit oder ohne Pension. Steinstr. 50 II. 3298 Grünbergerstraße 12 großes möblirtes Zimmer zu vermiethen. 3306 Ein gut möbl. Zimmer zu ver- miethen._____________SchiUerstraße 7 11. 3305 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.__Wiener Hof 17. 3296 Zwei gut möblirte Zimmer, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. ,________________ Grünbergerstraße 39. 3291 Zwei ineinander gehende schöne möblirte Zimmer zu vermiethen. _________Heinr. Kiefer, Neuenweg. 3290 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.___________ Marktstraße 12. 3307 Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.__Asterweg 5. 3308] Möblirte Zimmer zu vermiethen.__________ Gartenstraße 29. 3293] Schönes möbl. Zimmer zu ver- miethem___Marktplatz _2._ 3275 Ein schön möbl. Zimmer zu üer;> miethen. Albert Behrend, Marktstr. 32. '3277 Ein Mansardenlogis vom 1. Juli ab zu vermiethen.____?r. Kübel. 3284 Zwei schön möbl. Zimmer 'sind zu vermiethen. Grünbergerstraße 4. 3288 Ein möblirtes Zimnu.' zu rc-'- miethen.___Westanlage 13. 3264] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______________ Sonnenstraße 7. 3271 Ein schön möblirtes Zimmer in der Nähe der Aula zu vermiethen. __________ Löberstraße 5, Hinterhaus. 3274 Ein elegant möbl. Zimmer zu vermiethen. Frau Frieffe, Kaplansgasse, i. Hause des Herrn Photograph Gerbode. 3300 Pensionäre finden gute Aufnahme. Südanlage 15 III. Ein großer Laden mit Wohnung in dem belebtesten Geschäststheil der Stadt ist mit oder ohne Geschäft zu verpachten, eventuell mit Haus unter den günstigsten Bedingungen zu verkaufen. Reflectanten belieben Anfragen unter A. L. an die Expedition d. Bl. gelangen zu lassen. 3268 Fahrplan. Abfahrt von Gießen nach: Frankfurt 2", 4°*, 5«*, 6^, 8*8», 11«, 158, 442, 76», 87. Marburg 12'°*, l29, 3*3, 8", 9"*, 11« irr* 444 Z"*, Ö55. Caffel 12*o*, 'irs, 343, 8*s, 95*•, 11«, 122 <- 444, 344 ». Wetzlar 530, 6”, 8«**, 9", 125, 12*», 4« 450, 78», 8*0 (bis Weilburg), 9° (bis Betzdorf). GmS-Covlenz 530, 8"*, 9", 12$, 4*>, 7’*. Deutz 637, 122s, 450. Fulda 6«, 11 $0, 730. Alsfeld 6*o, Uso, 5, 730. Gelnhausen 83, 12*0, 4«. Nidda 83, 12*o, 4*o, 7«. Ankunft in Gießen von: Frankfurt l13, 8, 93s», ll«, l*’*, 2«, 432, 722, 837», 1040, 125» Marburg 2“, 53**, 6«, 8*0*, 11», 43* 658», 757, 1125. Caffel 22«, 521*, 8*0*, ll-s, 43*, W 757, uw Wetzlar 7*5 (von Weilburg), 751 (von Betzdorf), 9*o, 113i, 12ss», 33*, 432, 055, 829*, 11*0, 1130. Ems-Coblenz 91U, 1259*, 33*, 6«, S3»*, 11°. Deutz HZ*, 432, 11.30. Fulda 758, iso, 429, 10. Alsfeld 759, 130, 420, 10. Gelnhausen 930, 335, ßso. Nidda 625, 930, 335 ßse. * bedeutet Schnellzug. Die fetten Ziffer die Nachtstunden. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ' ' Die heutig« Stu«mer «uthätt 1 Blatt «, i Beilage. Beilage zu Nr. 100 des „Gießener Anzeiger". Wille bestimmte innerhalb 1 Agenten. 3M Die für das Rechnungsjahr 1885/86 rückständigen Kapitalzinsen, sowie die für ersteigerte Früchte des landwirth- schaftlichen Versuchsfeldes noch nicht berichtigten Beträge sind innerhalb der nächsten 14 Tage zur Universitätskaffe zu bezahlen. Gießen, den 20. April 1886. Großherzogl. Universitäts-Rentamt. Schmitt. 3014 I. v. Dar rnlehrer. 2929 8 Uhr, ten. »rstand. ute Aufnahme, tage la Ül. fügten 3292 nd der ihitter, nit Wohmng jäftstheil der ie Geschäft t Haus unter &s Ian. ,6,n Ulllh! 8«, g-", W j«, 9***1 . 12*, WV" SßeilW T . 9», » W i9.*s ii-, * —i 7"'S Submission. Nachstehende Arbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden' veranschlagt zu Pflästerer-Arbeiten 719,50 Dachdecker- „ 365,90 „ Spengler- „ 16,20 „ Glaser- „ 41,50 „ Schreiner- „ 48,— „ Weißbinder-Arbeiten 699,— „ Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Großen- Buseck zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 3. Mai l. I-, Mittags 1 Uhr, einzureichen sind. Gießen, am 24. April 1886. Senßfelder, 3095_________Bezirks-Bauausseher. Mittwoch bcn 5. Mai, Nachmittags 4 Uhr, sollen auf dabiesigem Ortsgericht die dem Bernhard Pstichter gehörigen Immobilien Flur I Nr. 167 - 94 Meter Hofraithe in der Wolkengasse, h XXV Nr. 107 — 1313 Meter Acker auf der Warthe, „ XXVI Nr. 77 — 300 Mtr. Acker in den Günthersgräben, am . Leihgesterner Weg, freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. April 1886. Großh. ^O^sgericht Gießen- Vogt. " 3176 Aeilgeöotenes. Ein 3stockiges Wohnhaus mit Hintergärtchen, inmitten der Stadt, erboertheilungshalber billig zu verkaufen. Näheres in der Expedition d. 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Inhalt, 43 Birken-Stämme von 9,89 Fstm. Inhalt, 724 Fichten-Stangen von 45,92 Festm. Inhalt, 154 Reisstangen, auch kommen schließlich noch 1600 Buchen-Wellen zur Versteigerung. Die Zusammenkunft ist im Rothenbusch am Ettingshäuser Fußpfad Morgens 9 Uhr. Lich, den 24. April 1886. Großherzozliche Bürgermeisterei Lich Walz.3168 In Originalpackung Nr. 1 in Vi, Vr, V» Psd. ä 1,20 per n zu haben bei Vi, V« V„ V-, V< Vi, */* // H n 2689 Pfd. ti // n Ich übernahm ein Depöt der kandiert gebrannten Java- kaffee's der Dampf - Kaffee - Brennerei - Handlung en gros Robert Koux3 Frankfurt a. M. und empfehle solchen einem geehrten Publikum zur gefälligen Abnahme. Vorgenannter Kaffee wurde vom Chemiker Herrn Dr. Petersen in Frankfurt a. M. chemisch und mikroskopisch auf Reinheit geprüft und begutachtet. 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