Men von außer- "N haben, wünschen rinnen- Ne 15,3. SM. eng, ÄS?:«* » »lauf rin‘“ Wagen u. s.e Uflarburg^j^ '««fr 2il Jedermmn ®«l. 8d)Ult: ln9er in Gieren, e*WQ$ zu borgen, H ■ m 7W' ‘l- in Beuern. hr«««, 9c«h<^- —^Iklplahg. ! ÄS* ; Köchin sucht als- r ,Reslauration. üller, Löwengasse. ■: hrling cnntniffcn, zum so» ein hiesiges größeres i sind zu richten an 6623 te Köchin mit gutem t (Stellung bei einer Mud) Würfen für mit guten ßeug- Näheres bei Frau | Bursche wird al§- 'ah. v l). bg.dA t mit Fimendru^ i Preisen ch I Saline e d-rseM °A Sinn' “nb S» «BZ iDS !i. W Berosi»* lauh*_-—- t an Alle? »•' S^F W* c ju Giess®"' SÄ Zeierho^" Nr. 254L Samstag den 31. October 188$ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieße». Bureau r Schulstraße T. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Preis vierteljilhrlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P*. agtM'UMata»*'iUhüu.’.,'XM«gMigatjauaMgggBncgBWBM»MWMMaMMMnBonBBenaMMMuiiHH/j»*—'‘«iwiii m nimn»—a—Ma—aw—■■■■■■■. 7r‘~~nTmTTrnnriiii]iJBiiaiijnuLiLjju.-_.LL.j.--kuMJj Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirks Gießeu. Mittwoch den 4. November, Vormittags 10 Uhr, in Gießen. Lieder 1. 6. 11. Gießen, den 29. October 1885.__ Büchner, Kreis-Schulinspector. rnirnri'iim । inioaiiiiiTMi—Mimiia—iib iiiimbii < m n ■ iimTnurnrrnrnTiM j____ Politische Ueberficht. Gießen, 30. October. Die am Donnerstag stattgesundenen Urwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause standen diesmal selbstverständlich im Mittelpunkte des allgemeinen Interesses. Einen vollständigen Ueberblick dieser ersten Wahlen, bei denen bereits die eigentliche Entscheidung ruht, während die Wahlen der Abgeordneten selbst nur mehr Formsache sind, wird man wohl erst nach einigen Tagen gewinnen können und nur aus den meisten größeren Städten dürfte die Entscheidung alsbald bekannt werden. Von diesen zieht natürlich die Haupt- und Residenzstadt Berlin die Ausmerksamkeit in besonderem Grade aus sich, nicht nur, weil hier der Kampf zwischen den politischen Parteien von jeher am schärfsten geführt worden ist, sondern auch, weil diesmal die nationalliberale Partei zum ersten Male selbstständig in den Wahlkampf eingegriffen hat. Der Ausgang dieses Unternehmens wird jedenfalls darthun,, inwieweit man künftig von der vielfach bezweifelten politischen Existenz-Berichtigung der gemäßigten Parteien in der Reichshauptstadt wird sprechen können. (Die Nationalliberalen in Berlin sind gestern total unterlegen.) Im Uebrigen läßt sich von der nunmehr beendigten preußischen Wahlbewegung sagen, daß sie sich im Allgemeinen in maßvollen Schranken bewegt hat, da große, politische Schlagworte fehlten, welche sonst die Maffen zu erhitzen pflegen; vielleicht gestattet dieser Umstand einen Schluß auf eine verhältnißmäßig ruhige und deshalb ersprießliche Session. — In Berlin sind mit vorigem Sonntag endlich auch die kirchlichen Ergänzungswahlen zum Abschluß gelangt. Das Gesammt-Resultat derselben ist ein für die Kirchlich-Liberalen nicht besonders günstiges, denn es sind etwa 107 freisinnige Kirchengemeinde - Beamte und 115 positiv-kirchliche Candidaten gewählt worden und haben die Kirchlich-Liberalen in den die Berliner Parochien vertretenden Körperschaften also nicht mehr die Majorität. In zwei interessanten Processen politischer Natur ist dieser Tage das Urtheil gesprochen worden. Der eine derselben bezieht sich auf eine Anzahl von Ausländern, welche an der vorjährigen Reichstagswahl in Danzig Theil genommen und dadurch deren Ungiltigkeit herbeigeführt hatten. Sämmt- liche vor der Danziger Strafkammer erschienene Angeklagte — 34 — wurden indessen freigesprochen, weil „das Bewußtsein der Widerrechtlichkeit ausgeschloffen erscheine." Der andere Proceß ist der sog. „Hödur»Proceß", angestrengt gegen den Vorstand des fortschrittlichen Vereins in Hörde (Westfalen) und den Nedac- teur der „Hagener Zeitung", Butz. Letzterer war wegen Beleidigung des Reichskanzlers zu 200 J4,., die übrigen Angeklagten zu je 500 »X von der Hagener Strafkammer verurtheilt worden. Dieses Urtheil hat jetzt seine Bestätigung durch die Verwerfung der von den Angeklagten eingelegten Revision Seitens des Reichsgerichtes gesunden. Die preußische General-Synode ist am Dienstag geschlossen worden, nachdem von ihr vorher auch das Relictengesetz, betr. die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Geistlichen, genehmigt worden war. In den auswärtigen Beziehungen des deutschen Reiches bildet der Streit mit Spanien wegen der Karolinen-Inseln fortgesetzt den „dunkeln Punkt." Nach wie vor lehnt Spanien die Anerkennung der deutschen Ansprüche auf diese Inseln entschieden ab, wie die spanische Antwort auf die letzte Note des Reichskanzlers vom 1. October klar besagt. Höchstens will sich Spanien dazu verstehen, die Karolinensrage einer neuen internationalen Con- ferenz, nach dem Vorbilde der Congo-Conserenz, zu unterbreiten; von der Vermittelung des Papstes ist in der spanischen Antwort-Note merkwürdiger Weise gar nicht die Rede. Obwohl erst die jüngsten Nachrichten von den Karolinen- Inseln wiederum bekunden, daß Deutschland speciell bei Besetzung der Insel Jap den Spaniern unzweifelhaft zuvorgekommen ist, so bleibt Spanien hartnäckig dabei, daß seine Ansprüche die älteren seien und legt außerdem die Bestimmungen der Congo-Conserenz in einer geradezu lächerlichen Weise zu seinen Gunsten aus. Unter diesen Umständen blebt eben nur der letzte Appell an die ja auch von Spanien im Princip angenommene Vermittelung des Papstes übrig; hoffentlich wird es letzterer gelingen, die Wolken, welche die Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien so lange schon verdunkeln, wieder zu entfernen. In Oesterreich liegt das parlamentarische Schwergewicht gegenwärtig bei den in Wen versammelten Delegationen, zu deren Gunsten der Reichsrath mit seinen Arbeiten einstweilen ausgesetzt hat. Mit der einge- iretenen Vertagung ist der kurze Sitzungs-Abschnitt des Reichsrathes, welcher am 22. September begonnen hatte, beendigt. Trotz ihrer kurzen Dauer war diese Vorsession im Abgeordnetenhause eine überaus stürmische und dem österreichischen Minister-Präsidenten dürfte es leichter um's Herz sein, sich einige Monate hindurch wieder der reichsrathslosen Zeit erfreuen zu können. Der Reichsrath wird kaum vor Ende Januar wieder zusammentreten; die nächsten Wochen gehören den Delegationen. Ende November aber sollen die Einzel- f Landtage zusammentreten und der politische Chorus in 17 Landes-Hauptstädten angestimmt werden. Die Feindseligkeit, mit welcher in Dänemark die radikale Partei der Regierung gegenübersteht und die Bevölkerung gegen die Staatsgewalt aufzuwiegeln sucht, hat in den Kopenhagener leitenden Kreisen längst den Gedanken wachgerufen, die Zügel der Regierung straffer anzuziehen. Augenscheinlich ist diesem Gedanken durch das gegen den Minister-Präsidenten Estrup begangene Attentat Leben verliehen worden. Der Staatsrath bat nämlich ein provisorisches Gesetz über die Bildung einer unter dem Kriegsminister stehenden militärisch organisirten Gensd'armerie erlassen. In den Motiven zu diesem Gesetz wird daraus hingewiesen, daß die Civilbehörden unter den jetzigen Verhältnissen in Dänemark öfter in die Lage kommen könnten, militärische Hülfe zu requiriren und es solle daher ein militärisch organisirtes Gensd'armerie'Corps errichtet werden, eigens, um die Civilbehörden in der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung, und bei Handhabung der bestehenden Gesetze zu unterstützen. Ein weiteres Gesetz bewilligt den Communen für außerordentliche Polizei-Ausgaben einen Staatszuschuß. Der gordische Knoten der Balkanfrage soll also von einer echten, wirklichen Botschaster-Conferenz — keiner bloßen „Vereinigung" — in Konstantinopel gelöst werden. Die äußeren Umstände sind diesem Beginnen nicht ungünstig, namentlich steht die Einigkeit der drei Kaisermächte außer allem Zweifel da, Italien scheint gegen ihr Programm keinen ernstlichen Widerspruch erheben zu wollen und die Westmächte haben, wenngleich mit einigen Klauseln, gleichfalls ihren Beitritt zur Conferenz erklärt. Außerdem scheinen auch Serbien und Griechenland vorläufig Ruhe halten zu wollen, zumal da erst dieser Tage die serbische Regierung auf die gemeinsame Note der Großmächte die Versicherung ertheilt hat, baff M wr Berliner Vertrag heilig sei und daß sie den Mächten vertraue. Nun, zum Losschlagen ist es ja auch immer noch Zeit! Die Rede des Kaisers von Oesterreich beim Empfang der Delegationen wird jetzt auch vom „Journal de St. Pötersbourg- in bemerkens- werther Weife glossirt. Das officiöse Blatt wünscht, daß diese Sprache in Sofia, Belgrad und Athen verstanden werde und daß die Uebereinstimmung der Cabinette sich bald auf der Konstantinopeler Conserenz bekunden möge. Die Vorbehalte einzelner Mächte würden hoffentlich bald vor der Erwägung schwinden, wie sehr eine einheitliche Action geboten sei. Das „Journal de St. Pö- tersbourg" erinnert weiter daran, wie sich derartige Vorbehalte so verhängniß- voll bei der Schiffs-Demonstration vor Dulcigno und in Egypten bei der Niederwerfung der Revolution Arabi Paschas erwiesen hätten. Diese Thatsachen seien zu neueren Datums, als daß sich die Erinnerung daran nicht ausdrängen sollte. Isrankreich. Paris, 29. October. Heute Mittag gegen 12 Uhr feuerte ein Individuum auf der Concordien-Brücke aus den Wagen des Ministers Freycinet in dem Augenblick, als der Minister aus dem Ministerrath in das Ministerium des Aeußern zurückkehrte, einen Pistolenschuß ab. Es ist Niemand verletzt worden. Der Thäter wurde verhaftet. Derselbe erklärt, Freycinet nicht persönlich zu kennen, und lehnt es ab, irgend eine Aussage über seine Person und seine Existenzmittel zu machen. Er hat das Aussehen eines Fabrik-Werksührers und scheint von Nationalität ein Italiener zu fein. Paris, 29. October. Freycinet erhielt anläßlich des Attentats im Laufe des Nachmittags zahlreiche Besuche von Senatoren, Deputirten und Mitgliedern des diplomatischen Corps. Der Verhaftete verweigert hartnäckig die Nennung seines Namens und die Angabe der Motive für das Attentat, auch wurde nichts bei ihm gefunden, was zur Feststellung seiner Persönlichkeit dienen konnte. — Die „Agence Havas" bezeichnet die hier umlaufenden Gerüchte von einer bevorstehenden Anleihe und einem neuen Einkommensteuer-Gesetzentwurf mit dem Bemerken als unbegründet, daß die Regierung keinerlei derartige Beschlüsse faßte. Griechenland. Athen, 29. October. Die Kammer nahm in zweiter Lesung die vorgelegten finanziellen Gesetzentwürfe an. Delyarmis brachte einen Gesetzentwurf ein, wonach von allen Beamtengehältern und allen sonstigen Zahlungen aus der Staatskasse 5 pCt. während der Dauer der Mobilmachung abzuziehen flnb- Von der Marine sind weitere Reserven einberufen. — Der frühere Minister Tricupis wurde, von England zurückkehrenk bei seiner Ankunft hier von einer zahlreichen Menschenmenge begrüßt und hielt eine Rede, worin er zur Wahrung der Rechte des Hellenismus aufforderte und erklärte, er werde die Regierung unterstützen. Tricupis wiederholte später in der Kammer diese Erklärung. Delyannis dankte Tricupis für dessen patriotische ! Reve. — Die Kammer hielt heute eine geheime Sitzung ab. Amerika. New Bork, 29. October. General Mc Clellan ist heute Mitternacht auf seinem Wohnsitze The Grange in New.Yersey an einem Herzleiden gestorben. _________________________________________________ Vermischtes. Mainz, 28. October. [Bum Wothe'schen Mord.j In dem Abort des Brauhauses „Bum Täubchen" wurde heute Nachmittag die Reisetasche gefunden, in welcher der Mörder die Körpertheile des Wothe aufbewahrt hat. — Der älteste Proceß in Deutschland dürfte wohl der sein, welchen die Gemeinde Burgsinn gegen die Frhrn. v. Thüngen in Thüngen, Weißcnbach, Roßbach und Burgsinn angestrengt hat, und in dem es sich um die Nutzungen handelt, die die Frhrn. von Thüngen von 1713—1848 aus den Waldungen hatten, welche durch reichskammergerichtliches Urtheil vom Jahre 1755 der Gemeinde Burgsinn zugesprochen und 1862 gerichtlich überwiesen worden sind. Am 22. September dss. Js. erfolgte rir dieser Sache die Hinterlegung der Anträge bei der Zivilkammer in Würzburg und der Antrag des Vertreters der Gemeinde Burgsinn geht dahin, die Frhrn. v- Thüngen zur Bahlung von 746,324 eventuell 658,336 Gulden und Tragung der Kosten yt »erurtheilen. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Eorrefporrdenz-Burearr. Berlin, 29. October. Der Kaiser empfing Nachmittags 3Vz Uhr den Unter; staatssecretär Bismarck zum Vortrag. ’ — Dem heutigen Festgottesdienste zur Säeularserer der französischen Colonie wohnten der Kronprinz, die Kronprinzessin, Prinzessin Victoria, die Minister v. Putt- kamer und Goßler und eine Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten, geführt von dem Oberbürgermeister Forckenbeck, bei. Letzterer überreichte eine Glückwunschadresse der städtischen Vertretung, wofür Prediger Neßler Namens der franzo- stschcn Colonie dankte. Die Festpredigt hielt Prediger Tournier, welcher die Hoch- hersigkeit, womit der große Kurfürst den „Refugiös" sein Land und seine Schatzkammer geöffnet habe, feierte und die landesväterliche Fürsorge, welche alle Hohenzollernfursten der französischen Colonie unablässig bethätigt hätten, so daß die Abkömmlinge der RetuaiLs" aller großen Geistesgüter des deutschen Volkes theilhaftig geworden feien. Mit dem Absingen der Choräle: „Eine feste Burg" und „Nun danket Alle Gott schloß die erhebende Feier, welche die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt hatte. — Bur Säcularfeier der französischen Colonie fand heule Abend im großen Saale der Philharmonie eine Festfeier statt, wobei nach einem Prolog von Fontane aus der Geschichte der Hugenotlenkriege bis zur Aufnahme der „Refugiös in Brandenburg lebende Bilder gestellt wurden. Am Schlüsse des darauf folgenden Festspiels wurde, während auf der Bühne die Colossalbüste des Kaisers und der Kaiserin, das Reliefbild des Großen Kurfürsten und die Büsten aller preußischen Könige in -magischer Beleuchtung erglänzten, von der ganzen Versammlung stehend die Nationalhymne gesungen. ~ . ... .cm f £ München, 29. October. Die Kammer nahm einstimmig den Gesetzentwurf betreffs Ausführung des Reichsgesetzes über die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung an, ferner mit großer Majorität das provisorische Fortbestehen des bisherigen Malzaufschlags, verwarf dagegen die von der Regierung beantragte Fixirung desselben. Rom, 29. October. Cholerabulletin von gestern. Provinz Palermo 35 Erkrankungen, 22 Todesfälle. Hiervon in der Stadt Palermo 18, resp. 13. Alexandrien, 29. October. Drummond Wolff ist heute Vormittag hier eins getroffen. N Pachte, iuT JÄenst ersuchen. treis-Turnseste sinket wird. DertechM reise seine volle Aus tausschuß zu schasst ichsten Kreisseste er/ ivmmen, solglich- mb in diesem Sv verlangen, daß Zen M r 2 des W i '-u-sdmb-'L | IUng ihrer BE chast inderDeuWl ssM Areis-SchristMrer> -U-! £Ä$» 5*?S «* ’ s *-•* -****» X still' SÄ ch-M l6'rn S^wV — sMetallgewerbliche Gesundheitspflege.] Bei der Ausübung der Metallgewerbe sind leider sehr zahlreiche Möglichkeiten vorhanden, daß mehr oder minder große Schädigungen der Gesundheit vorkommen. Die Lage der Arbeitsräume selber, sowie ihre innere Beschaffenheit sind in der Regel aus hier nicht zu erörternden Gründen selten der Art, daß auf die Gesundheitsoerhältnisse der in ihnen Arbeitenden völlig Rücksicht genommen werden könnte. Vieles wird oft genug, jedoch nur aus Unterschätzung der vorhandenen Gefahren oder aus Unkenntniß derselben versehen. Da es überflüssig ist, auf die Wichtigkeit besonders aufmerksam zu machen, welche für die Erhaltung der Gesundheit und der ungeschwächten Körperkraft für Jedermann hat, so mögen folgende Andeutungen und Winke für die Gesundheit, die vorhandenen Gefahren Ihunlichst zu vermeiden oder doch zu vermindern, beitragen: Schmelzen der Metalle. Beim Schmelzen der Metalle sind es besonders Dämpfe von Arsen- und Antimon-Verbindungen, welche in Betracht zu ziehen sind, vorzugsweise bei antimonhaltigen Legirungen. Zinkhaltige Legirungen geben Zink- dämpse, die, eingcathmet, gefährliche Wirkungen Hervorrufen können; noch mehr ist letzteres der Fall beim Schmelzen von Blei und Bleilegirungcn; das hierbei oft auf- trctcnde staubförmige Bleioxyd ist ein starkes Gift. Feuervergoldung und Arbeiten mit Quecksilber. Alle Arbeiten mit Quecksilber müssen mit größter Vorsicht ausgeführt werden, da die Quecksilberdämpfe schon, in geringer Menae in den Körper gelangt, gefährliche Krankheiten, anhaltendes Siechthum und den Tod hcrbeizuführen vermögen. Beizen und Aetzen. Bei den Operationen des Aetzens und Beizens entwickeln sich sehr häufig Dämpfe, welche Chlor oder Stickstoffoxyde (Stickoxyd, Untersalpetersäure, salpetrige Säure) enthalten, welche eingeathmet in hohem Grade die Gesundheit gefährden, besonders letztere Körper, die in der Regel beim Arbeiten mit Salpetersäure oder Salpetersäure enthaltenden Mischungen (Gelbbrennen) entstehen, haben bereits eine große Reihe von Todesfällen herbeigeführt. Cyankalium. Bei der in der Galvanotechnik so vielfachen Anwendung des Cyankaliums ist nie zu vergessen, daß man mit einer der giftigsten Substanzen arbeitet, welche uns bekannt sind, die nicht nur im festen oder gelösten Zuastnd in den Körper gelangend, diesen hohen Grad von Giftigkeit besitzt, sondern auch die bei gewöhnlicher Temperatur von Cyankalium-Bädern ausgehauchten Dämpfe enthalten Blausäure, von der bereits geringe Mengen sehr starkgiftige Eigenschaften besitzen. Auftreten von Kohlenoxyd. Richt selten ist es erforderlich, Arbeiten über glühenden Holzkohlen auszuführen. In solchen Fällen ist daran zu denken, daß hierbei fast stets erhebliche Mengen desselben gasförmigen Körpers entstehen, welcher im Winter bei zu frühem Schluß der Ofenklappen schon so zahlreiche Opfer gefordert hat. Jeder Metallarbeiter sollte daher folgende Regeln befolgen: 1. Alle Operationen seines Gewerbes, welche schädliche Dämpfe oder Gase heroorbringen, stets im Freien oder unter einem stark ziehenden Schlote vorzunehmen. 2. In den Arbeitsräumen thunlichst das Einnehmen von Mahlzeiten zu vermeiden; ist dies unthunlich, sich jedoch stets vorher Hände und Gesicht mit Seife tüchtig zu waschen. 3. Die Arbeitsräume sind möglichst oft zu lüften, besonders während der Mittagspausen. . (V1 4. Im Sommer ist wöchentlich mehrmals, im Winter wenigstens ein Bad zu nehmen. Derjenige, für den dies nicht thunlich ist, soll das Bad wenigstens durch ebenso häufige Abwaschungen des ganzen Körpers zu ersetzen suchen. 5. Bei Arbeiten, die durch Splitter und dergleichen zu Verletzungen der Augen führen lönnen, soll man sich thunlichst der Schutzbrillen von Glimmer bedienen. . Vorstehende Vorsichtsmaßregeln erfordern kaum Opfer von Geld und Zett und werden, befolgt, zur Vermeidung zahlreicher Gesundheitsstörungen beitragen und dementsprechend sehr oft das Eintreten eines vorzeitigen Lebensendes verhindern. [— Entl arvt.] Mehrere Zeitungen brachten in letzter Zeit folgendes Inserat „Ein älterer Pfarrer, feit vielen Jahren vollständig kahlköpfig, erhielt durch ein einfaches Verfahren sein vollständiges Haar wieder. Ich bin gerne erbötig, Gleichleidenden die Anweisung dazu gratis zu versenden. Briefe aub Pfarrer postlagernd. Berlin 29." Diejenigen Personen, welche an die bezeichnete Adresse Anfragen gerichtet hatten, erhielten eine aus Anerkennungsschreiben bestehende Broschüre mit dem Titel: „Erfolge der Haar-Conservirungs-Apparate von Edmund Büligen, ^Lolmsstraße 45, vormals in Leipzig. Durch die Anerkennungsschreiben, welche zum Theil mit gerichtlicher Beglaubigung versehen waren, ließen sich Viele, welche mit ihrem Haarwuchs unzufrieden waren, bewegen, das angepriesene Mittel anzuwenden und die Präparate, hie in Kisten zu 2 Fl. für den Preis von 12.50 JL versendet wurden, zu beziehen, natürlich ohne die geringste Wirkung durch den Gebrauch zu erzielen. Den hierüber geführten Klagen trat Büligen mit der Bemerkung entgegen, es fei Geduld erforderlich, beim ersten Male sei der Erfolg noch nicht wahrzunehmen, bei zweiter und dritter Wiederholung werde derselbe aber nicht ausbleiben. In der That haben sich auch Personen gefunden, welche trotz der Wirkungslosigkeit des Mittels eine zweite Sendung sich kommen ließen. Wie groß der Umsatz mar, geht daraus hervor, daß die Einnahmen ausweislich der Bücher in manchen Monaten 1500 Ji. überstieg. Da der 2C. Büligen wegen ähnlicher Betrügereien in Leipzig bereits zu einer hohen Gefimgniß- strafe verurtheilt worden ist, erfolgte seine Festnahme und Vorführung. kosmetischen, hhgieinischen Pflege des Teints, zur Reinigung von Hautscharfen, Beseitigung von Ausschlägen, Jucken, Hautflechten, Kops- und Bartschuppen, zur Zertheilung von Geschwülsten, überhaupt zur Erlangung eines schönen sammetartigen, weißen Teints ist unübertroffen die seit 22 Jahren mit größtem Erfolg eingeführte__ _ 437b Glycerin - Schwefelmilch - Seife aus der königl. bahr. Hos-Parsümerie-Fabrik von Wunderlich, prämiirt Nürnberg 1882. Zu haben ä 35 bei Helnr. Wallach, Marktplatz. Schwarz und Weiss seidener Atlas Mk. 1.25 Pf. tu**» bis JL 16.80 H (in je 18 verschied. Qual ) vers. in einzelnen wtner Roben u. Stücken zollfrei in's Haus das Seidensabrik-Döpöt 6. Henneberg (K- u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto- 7814 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzeu. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 31. Oktober. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey. 22. Sonntag nach Trinitatis, 1. November. Reformationsfest. Vormittags 9V-2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 5 Uhr: Professor Dr. Gottschick. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Zwecke des Gustav-Adolf- Vereins. Kinderkirche fällt aus; dieselbe beginnt wieder am Sonntag, den 8. November. Montag, den 2. November, Abends 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinderschule, Joh. Kap. 17, von Vers 1 an, Pfarrer Dr. Naumann. Anmerk. Die am Ernte-Dankfeft erhobene Kirchenkollekte für unseren Kirchenbaufonds betrug 26 JL 31 H. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 1. bis 7. November besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 23. Sonntag nach Pfingsten. Fest Allerheiligen. Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Com- munion. Um VzlO Uhr: Hochamt und Festpredigt. Um 2 Uhr: Andacht. Allerseelen. Montag den 2. November. Von 7 Uhr an: Beichte. Um u Uhr ein Todtenamt für alle Abgestorbenen. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 550 Uhr. Holzversteigerung. Montag den 2. November, Nachmitiags 1 Uhr, sollen an der Kreisstraße nach Holzheim 11 Pappelstämme, von 40—55 Ctm. Durchmesser und 6—11 Meter Länge, 5 Erlenstämme von 25—40 Ctm. Durchmesser und 6—7 Meter Länge, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße nach Holzheim beim Via- duct. Lang-Göns, den 28. October 1885. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brück el. 7807 Ieikgeöotenes. Frische Schellfische, Hecht u. Cablia« in bekannter feinster Waare wieder eingetroffen bei 7812 C. (>. Kleinheit za. Kieler Sprotten (ächte) u. Bücklinge täglich frisch eintreffend. Vorzügl. Salatkartoffeln sogenannte rothe Mäuschen, pr. Malter 5 Mart, zu haben bei Pachter Güngerrch, 7808 Großen-Buseck- Proben zur Verfügung. Allgemeiner Anzeiger. Gebrüder Stamm, Markt u. 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Fantasiestücke für Cello und Pianoforte ... „ Iff. TheiL 5. a. Rhapsodie in H-moll für Pianoforle . . „ b. Nocturne für Pianoforte „ 6. Lieder für Sopran mit Clavierbegleitung a. Murmelndes Lüftchen „ b. Es muss ein Wunderbares sein .... „ c. Serenade „ 7. a. Adagio für Violoncello „ b. Gavotte für Violoncello „ 6. Novelletten, Trio f. Pianoforte,'Violine u. Cello „ L. v. Beethoven. R. Franz. Dessauer. J. Brahms. Tartini. R. Schumann. J. Brahms. M. Schrattenholz. A. Jensen. F. Liszt. M. Bruch. W. A. Mozart. J. S Bach. N. W. Gade. Der Concertflügel von Blüthner ist aus dem Pianofortelager des Herrn Wilh. Rudolph in Giessen. Stein’» Garten Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der W. Rudolph’ sehen Musikalienhandlung ä dl. 2,50 (Sperrsitz ä dl. 3,50) zu haben. 7718 Hierdurch zur gefälligen Nachricht, daß ich für tägliche Wirth schäft zwei Zimmer eingerichtet habe und halte ich hierbei ein feines Glas Gießener Actienbier a 12 im Zapf. 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Endlich ergel welche sonst binglid, ■Smnwbiliiit $ bilbt Herwig, fie binne Nto geltend zu n «demnächst der oben e che Rücksicht aus fü Gießen, am 19. £ Großh. Ami Dr. Schc Die veriiu^v. J Eheleute vo jlden baden die M«g j I». 68, Sir. 7», Mm rich Bruck sieh! M111 L Peter axofl1 hardsftlden un auf die beiden * schilling »n fordern, nachgemsen n>- Peter Magel, 1 September 1'93, s'-it nacb Amerika fli Ieiheöoi Knaben. An Hosen, Westen, Jo- LM sssS Lonis 1 r Ne strich ’EQnaliA, f0l Bt AG»' 1 Von -besorgt. ^ird Igbütt Z-schkörs eWt ?Sla« r. I iV Elli ReA 91r.ll6, k. Krautze. e 30 Pf. 782t W 1 mer, BI Wieseth fein M»D rY 7805 Vorstands, f in Giessen. November 1885, ags 4 Uhr n-VorstewS- «lchenund smündcven. örner- 1 uni Wft rn Julius Fiala, ”, st H ft*jSU ten von Alcr put’li^er MW Ittt 1p Beilage ;u Nr. 254 des „Gießener Anzeiger". Aufgebot. Die verstorbenen Philipp Ma ?\el (Sfytleute von Burkhards- elden haben die Immobilien Gemarkung Burkhardsfelden Flur I Nr. 68, Flur I Nr. 69, Flur III Nr. 78, Flur IX Nr. 41 den Heinrich Brück Eheleuten von da angeschlagen, von diesen Immobilien steht Flur III Nr. 78 auf dem Namen des Peter Magel von Burk- hardsfelden und hatte Letzterer auf die beiden anderen Stücke Kaufschilling zu fordern, dessen Zahlung nicht nachgewiesen werden kann. Peter Magel, geboren den 1. September 1793, ist vor langer Zeit nach Amerika ausgewandert und dort angeblich verstorben; auf Antrag der vorgenannten Heinrich Brück Eheleute ergeht an denselben die Aufforderung, sich spätestens im Aufgebotstermine Donnerstag d. 17. Dezember 1885 Morgens 9 Nhr dahier zu melden gegenfalls er für tobt erklärt würde. Zugleich ergeht an dessen gleichfalls verschollene Kinder: 1. Katharina Magel, angeblich in Amerika, 2. Friedrich Magel, ledig die Aufforderung, sich spätestens in obigem Termine über Antritt der ihnen eventuell zufallenden Erbschaft des Peter Magel zu erklären, gegenfalls unterstellt würde, sie schlügen dieselbe aus. Endlich ergeht an alle Personen, welche sonst dingliche Rechte an obige Immobilien zu bilden haben, die Aufforderung, sie binnen sechs Wochen dahier geltend zu machen, als sonst demnächst der oben erwähnte Vertrag ohne Rücksicht auf sie bestätigt würde. Gießen, am 19. October 1885. Großh. Amtsgericht. vr. Schäfer. 7706 Aeilgeöotenes. 6837] Knaben * Anzüge, Buxkin- Hosen, Westen, Joppen empfehle zu außergewöhnlich billigen Preisen, ebenso Arbeitshoseu, dabei Englischleder-Hosen zu 3 und 5. Die Waaren sind größtenthcils Parthien, theilweise auch mir zum Verkauf übergeben. LouiS Rothenberger, Neuenweg 22. Samstag Abend von V27 Uhr an ist mein Geschäft offen. Strickwolle in guter Qualität, sowie Rockwolle pr. Pfd. Mk. 1.20 und höher empfehlen 6859 fweschw. Heerz, Neuenweg 7. 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