"keile,, V ‘ ■ *1 auf Jr'tree^Pfäi ras - ; sion 10 W 1 Giessen, -iaWereins. 01 d-r Stabtnriffion ers. ipf wiber die TmkjuA unb Dr, PjannmiUlll lAseffen im Hotel zu n find vor Beginn m . zu beziehen. de Ausschuß: Schlosser. Stamm. UÜZS Both Lony ;5. ichen Blumen- unsern Hetze- Wg. in Putzgeschäft s- r Theihabme unserer lieben -erniutter e mitt« Mr« 123 Erstes Blatt. Sonntag den 31. Mai KK9K Kießmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ____- ----------------—*---------------------- W«r-O«r vchulstraße 7. Erscheint täglich mit A«Sn«hme des Montags. vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlch«. LJL iiimi !!■■■—■ «■iwsiMii _____________„ Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Bf. --!—LLJ.i. ■■■■■ "■MMiimn m — wi ■hihbh Amtlicher Hheil. Gefunden: 2 Taschentücher, 2 Paar Stiefel, 1 gesticktes Umhängetuch, 1 Rodhacke, 1 Portemonnaie mit Inhalt. Zugelaufen: 1 schwarzes Hündchen, ließen, am 30. Mai 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ____________I. V.: Kraemer. bewußtloser Zustand, gegen Mitternacht trat Unregelmäßigkeit in den Athembewea- ungen mch in der Herztätigkeit ein.. Gegen Morgen fiel der Patient in einen natürlichen Schlaf. Darmstadt, 28. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 15 enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, den zwischen Hessen und Preußen wegen Regulirung der Rheinstrecke zwischen Mainz und Bingen abgeschloffenen Staatsvertrag betreffend. Vom 16. Mai 1885. 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die neue territoriale Eintheilung der Baubezirke in der Provinz Oberheffen betreffend. ■ Der Großherzogs Königl. Hoheit haben die neue territoriale Eintheilung der Baubezirke in der Provinz Oberheffen in folgender Weise zu genehmigen geruht: 1) Der Baubezirk Gießen umfaßt die Gemarkungen des Kreises Gießen . mit Ausschluß der Gemarkungen Allertshausen, Hof Appenborn, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Groß« und Klein- Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain; 2) Der Baubezirk Alsfeld umfaßt a. sämmtliche Gemarkungen des Kreises Lauterbach, b. die Gemarkungen des Kreises Alsfeld mit Ausnahme von Appenrod, Arnshain, Atzenhain, Bernsburg, Bernsfeld, Bleidenrod, Büßgeld, Burg-Gemünden, Dannenrod mir Reu-Ulrichstein, Deckenbach, Ehringshausen mit Oberndorf, Elpenrod, Erbenhausen, Ermenrod, Flensungen, Gleimenhain, Gontershausen. Hainbach, Heimertshausen, Höingen, Homberg, Ilsdorf, Kirschgarten, Kirtorf, Lehnheim, Lehrbach mit Schmitt-Hof, Maulbach, Merlau, Rieder-Gemünden, Rieder-Ofleiden, Rieder-Ohmen, Ober-Gleen, Ober-Ofleiden, .Ober-Ohmen, Otterbach, Rülfenrod, Ruppertenrod, Schadenbach, Hof-Wäldershausen, Wahlen, Wett-Saasen und Zeilbach. 3) Der Baubezirk Friedberg umfaßt sämmtliche Gemarkungen des Kreises Friedberg und die Enclave Steinbach. 4) Der Baubezirk Grünberg umfaßt a. Die oben unter 1 und 2 als nicht zu den Baubezirken Gießen und Alsfeld gehörig aufgeführten Gemarkungen der Kreise Gießen und Alsfeld, b. folgende Gemarkungen des Kreises Schotten: Altenhain, Betzenrod, Bobenhausen, Feldkrücken, Hof Flensungen, Freien- Seen, Götzen, Gonterskirchen, Groß-Eichen, Helpershain, Höckersdors, Ilsdorf (Solms-), Klein-Eichen, Köddingen, Kölzenhain, Lardenbach, Laubach, Laubacher Wald-Gemarkung, District 1—III, Meiches, Ober - Seibertenrod, Rebgeshain, Ruppertsburg, Schmitten, Sellnrod, Hof Stockhausen, Stumpertenrod, Ulrichstein, Unter-Seibertenrod, Wetterseld und Wohnfeld. 5) Der Baubezirk Nidda umfaßt a. sämmtliche Gemarkungen des Kreises Büdingen und b. die nicht dem Baubezirke Grünberg zugewiesenen Gemarkungen des Kreises Schotten. Diese Allerhöchste Entschließung wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, unter dem Ansügen, daß die neue Organisation der Kreis-Bauämter mit dem 1. Juni l. Js. in's Leben treten wird. Telegraphische Depesche«. Wolffs telegr. «Korrespondenz - Brrrearr. Berlin, 29. Mai. Der Kaiser, dessen Befinden nach einer gut verbrachten Rächt besser ist, wohnte mit der Großherzogin von Baden am Fenster des Palais dem glänzenden Huldigungszuge der Drechsler-Innung bei, die begeisterten Begrüßungen der Festtheilnehmer vielfach durch Verneigen erwidernd. < — Vom kaiserlichen Palais begab sich der Festzug der Drechsler-Innung nach dem Hause des Reichskanzlers, wo der Obermeister Meyer ein begeistert aufgenommenes Hoch auf den Einiger Deutschlands und den Wiedererwecker des deutschen Handwerks ausbrachte. Der Reichskanzler dankte herzlichst mit einem Hoch auf die alte Innung, welche durch, heilbringendes Wirken Glück und Segen in das Handwerk hineintragen möge und sprach den Wunsch aus, daß die Ehre des alten Namens den Heranwachsenden wetc) ein Vorbild bleibe. Es folgten erneute Hochrufe, sodann defilirte der Zug vor Reichskanzler. — Der Fahnenweihe der Drechsler-Innung wohnte Staatsminister v. Bötticher welcher den Festgruß des Kaisers überbrachte. Den Obermeistern Meyer und Brandes wurde der Kronenorden 4. Elasse überreicht. Mit einem Festmahle auf „L.woli" schloß die Jubelfeier. , — Im Befinden des Kaisers ist Besserung eingetreten und insoweit fortge- ichntten, als die Beschwerden sich seltener und in geringerem Grade fühlbar gemacht v«ben. Der Kaiser arbeitete gestern mehrere Stunden. . _ — Auf Grund einer Ermächtigung des Bundesraths setzte der Reichskanzler öie Zolltarifsätzc für Kraftmehl, Puder, Stärke, Stärkegummi, Kleber, Arrowroot, AZo, Sagosurrogate und Tapioka auf 14 Procent in Kisten und auf 9 Procent in Hassern, für Nudeln und Maccaroni auf 18 Procent in Kisten fest. . Sigmaringen, 29. Mai. Das vom Leibarzt Dr. Koch herausgegebene Bul- ttiln über das Befinden des Fürsten besagt- Seit gestern früh 9 Uhr herrschte k Wien, 29. Man Wie Dorn's „Volkswirthschaftliche Wochenschrift" erfährt, werden Vorbereitungen getroffen, um die in Brasilien und den La Plata-Staaten bestehenden oste^eichisch-ungarischen Consularämter zu vermehren und daselbst neue Con- iulate zu errichten. Der nächsten Delegation solle die. Koftenvorlage zugehen - Demselben Blatte zufolge werde die Zolltarifnovelle dem Reichsrathe wieder vorgelegt; vorher beabsichtigt die Regierung, Gutachten der Handelskammern etnzuholen. . m — Die „Polit. Eorresp." meldet uns Konstantinopel, daß eine aus Vertretern der Morte und Oesterreich - Ungarns bestehende Commission zur Berathung des neuen Handelsvertrags ihre Thätigkeit bereits begonnen hat. r-c^udon, 29. Mai. In . unterrichteten Kreisen heißt es, der Gang, den die englisch -rufst sch en Verhandlungen in der letzten Woche genommen, sei ein solcher, daß gewisse bisher vorgelegene Differenzen als beseitigt erscheinen und der Abschluß der Verhandlungen früher eintreten dürfte, als bis jetzt angenommen werden konnte. Petersburg, ?9. Mai. Meldungen der Blätter zufolge, ging dem Reichsrathe ein von der unter dem Grafen Pahlen tagende Commission entworfenes Regulativ zu welches sich imt dem Eintritt der Juden in die Universität, die das Gymnasium ab' solvirt haben, beschäftigte. Für dieses Regulativ sei die Dringlichkeit beantragt Rom, 29. Mall In der technischen Commission der Sanitäts-Conferenz wurde der Antrag des ersten österreichischen Delegirten genehmigt, wonach jedes Schiff, welches aus einem verdächtigen Hafen ausläuft und für den Pasfagiertransport bestimmt ist, entsprechender Weise für die Jsolirung der Cholerakranken eingerichtet sein muß ebenso wurde der Antrag Proust, betreffend die Art der Jsolirung der Cholerakranken an Bord, einstimmig genehmigt. Hierauf wurde der. Antrag der Subcommission verlesen welche die zu treffenden Maßnahmen zu skizziren beauftragt war. Rach diesem Anträge wird fedes aus dem äußersten Orient kommende Schiff einer ärztlichen Jnspection bei der Aickunft im Rothen Meere und dem Suez-Canale unterworfen. Wenn das Schiff verseucht ist, werden die Passagiere ausgeschifft, welche einer fünftägigen Quarantame unterzogen werden. Die hänfen müssen isolirt einem Arzte übergeben werden. Die Commission beschloß, die Frage, betreffs die Pilger nach Mekka, der genannten Subcommisston zu überweisen, welche durch einen zweiten indischen und einen türkischen Delegirten verstärkt wird. Lokales. _ Gießen, 30. Mai. Von den Wiesecker Straßenhelden, welche das von der ^anzmufik in Wieseck heimkehrende Dienstmädchen überfielen und ganz bestialisch mißhandelten, sollen bereits sechs hinter Schloß und Riegel gebracht sein. Vermischte-. Lahr, 26. Mai. Die Eröffnungsfeier des ersten deutschen Reichswaisenhauses hat gestern, begünstigt vom schönsten Wetter, hierselbst stattgefunden. Aus allen Gauen des Deutschen Reiches, von Nord und Süd, von Ost und West waren Gäste erschienen Vertreterinnen und Vertreter von Fechtschulverbänden und Vereinen, die durch treue und fleißige Arbeit dazu beigetragen haben, das herrliche Werk der Menschenliebe in's Leben zu rufen. Durch die mit Fahnen in den deutschen und badischen Farben, mit ®2li?an^en und Kränzen, mit Birken- und Tannenreis geschmückten Straßen bewegte sich der stattliche Festzug, gebildet außer von den Festgästen, sowie den hiesigen Repräsentanten und Freunden der Sache von den hier bestehenden Vereinen, sowie der Feuerwehr unter Vorantritt der Stadtkapelle, deren heitere Marschklänge mit dem Trommelschlag der Tambours des Turnvereins abwechselten, um 11 Uhr Vormittags vom Bahnhofe, dem Versammlungsplatze, hinauf zu der Höhe des Altvaterberges, an besten Lehne der hehre Bau des Reichswaisenhauses sich erhebt. Auf der Terrasse vor demselben nahmen die Theilnehmer am Festzuge sodann Aufstellung und nachdem das Orchester den Choral „Te deum laudamus“ geblasen, begrüßte der erste Vorsitzende des Verwaltungsraths des Reichswaisenhauses, Herr Buchdruckereibesitzer Moritz Schauenburg, von der mit einem Baldachin überdachten Freitreppe des Hauses aus die ^estoersammlung mit warmen und herzlichen Worten des Dankes für Alle, die dazu beigetragen, daß die Eröffnung des ersten deutschen Reichswaisenhauses bereits letzt nach wenigen Jahren, ermöglicht sei. „Mit Namen" — so sagte der Redner — will ich nur einen Mann nennen, meinen hochverehrten Freund Albert Bürklin. Wenn ichnicht gewußt hätte, daß er es versteht, das, was er in seinem treuen deutschen H^zen fühlt, so auszusprechen, daß es auch zum Herzen dringt, ich hätte es nicht wagen können, das Werk amuregen." Auch dafür sei er dankbar, so fuhr er fort, daß schon jetzt auch in Mecklenburg und Dessau, in Magdeburg und Schwabach Reichs- waisenhauser errichtet würden, die ihre Enfftehung der von Lahr ausgegangenen Anregung verdankten. Mit einem dreimaligen Glückauf für das segensreiche Unternehmen schloß der Redner seine Ansprache. Nach Absingung einer Hymne seitens des Evangelischen Kirchengesangvereins und dem Vortrage eines Prologs durch eine junge Dame, Fräulein Emma Kramer, hielt (odann Herr Kreisschulrath Bauer die Festrede, in der er in herrlichen, wahrhaft ergreifenden Worten das einzuweihende Haus als eine Stätte der Duldung, der Versöhnung und des Friedens kennzeichnete, und die bereits anwesenden 11 Waisenknaben dem Waisenhausvater und der Waisenhausmutter übergab. Nach einigen Gesangsvorträgen und der Declamation eines Waisenknaben, schloß der officielle Weiheact mit dem vom Orchester intonirten Choral „Nun danket Alle Gott". Nim tonnten die Festtheilnehmer nach Herzenslust an die Besichtigung des- Reichswaisenhauses und seiner Umgebung gehen. Das an der Lehne des „Altvater'- Berges", wie erwähnt, in einer Höhe von 70 Metern über der Stadt Lahr in überaus' anmuthiger und romantischer Lage prangende Haus, ein ehemaliger Herrensitz, ist über 100 Fuß lang und massiv aus Sandstein gebaut. Eine Freitreppe führt zu den im Hochparterre gelegenen Räumen. Auf der linken Seite des mit bunten Thonplatten gepflasterten Flurs liegen die Wohnzimmer des Waisenhausvaters und seiner Familie, rechts sind die Speise- und Arbeitszimmer der Zöglinge, zwei weite unb hohe, luftige und helle Räume. Daran schließt sich, nach der Hinterfront zu gelegen, die Küche. In der Bel-Etage, in die man auf einer breiten nnd bequemen, mit eisernem Geländci: -versehenen Steintreppe gelangt, befindet sich an den beiden Enden des Corrrdors je -rin Schlafsaal für 25 Knaben; neben jedem derselben ein Aufsrchtszimmer, von welchem aus man durch ein Fenster den zugehörigen Schlafsaal übersehen kann;, in der Mitte ist noch ein Gemach, das als Krankenzimmer benutzt werden soll. Aus der entgegen; aesetzten nach hinten gelegenen Seite des Corridors befindet sich das gemeinschaftliche Waschzimmer mit Wasserleitung und Ausguß. In derselben Weise ist der zweite Stock eingerichtet, mit dem einzigen Unterschiede, daß der un ersten Stock als gemeinschaftliches Waschzimmer dienende Raum hier als Krankenzimmer benutzt werden soll. Im darüber befindlichen Dachstock sind geräumige Trocknenspeicher und Waschekammern. Zwischen Haus und Berg breitet sich der schöne, große Hof aus mit Baumen, Stallungen, Remisen, Scheune, Heuboden 2c. Hinter dem Hofe an der Berglehne empor zieht sich 'zu beiden Seiten der herrliche Park, durchzogen von sich kreuzenden Fußwegen und Treppenaufgängen, neben denen Pavillons und lauschige Platze zum Ausruhen emladen. Vor dem Hause dehnt sich auf einer 30 Fuß hohen Quadermauer eine breite Terrasse mit Blumenbeeten und einem Springbrunnen aus, zu beiden Seiten nut mächtigen Kastanienbäumen bepflanzt; unter der Terrasse zieht sich ein Gemüsegarten mit Rebenstück und Obstbäumen, mit Spargelbeeten und Spalieranlagen hm. Von dieser Terrasse aus hat man eine entzückende Aussicht über die zu Füßen im Thale liegende freundliche Stadt Lahr, auf die imposante Berglandschaft, die im Hintergründe rechts nut den Vogesen abschließt. Zu dem Neichswaisenhaus gehören un Ganzen 13 Morgen Land. Davon kommen allein auf den Park 5 Morgen. So sieht die Stätte aus, an welcher für arme Waisenknaben aus allen Th eilen des Deutschen Reiches ohne Unterschied der Confession durch opferwillige Menschenliebe ein Heim geschaffen worden ist. Viel ist gethan, doch noch mehr bleibt zu thun, um das geschaffene Werk für alle Zeit sicherzustellen. Darum Inutz noch wacker weitergefochten und im Eifer nicht nachgelassen werden, bis der eneg erfochten, d. h. eme Summe zusammengebracht ist, deren Zinsen für die Bestreitung der alljährlich erforderlichen Ausgaben dauernd ausreichen. Daß dies Ziel in nicht zu ferner Zeit erreicht WC:be' Sßfe feSrübrtaenä die Neichswaisenhaus-AngelegenheU selbst den höchsten Kreisen am Herzen liegt, das bekundet das Antwortstelegramm ^r. K. H. des, Großherzogs von Baden auf eine ihm beim Festdiner übersandte Begrüßungsdepesche. Die interessante Draht-Antwort lautet: . 1CQI. Schloß Baden, 25. Mai 1885. An die Herren Albert Bürklin und Moritz Schauenburg. Die freundlichen Grüße, welche Sie mir im Namen der Festversammlung bei Einweihung des Reichswaisenhauses übermittelt, sind mir sehr erfreulich und verpflichten mich zu aufrichtigem Dank, den ich Sie ersuche, Ihren Auftraggebern freundlichst zu übermitteln. Möge die schöne Absicht der Gründung des Waisenhauses zur vollen Geltung gelangen. Friedrich, Großherzog. Frankfurt a. M., 27. Mai. In unserer Stadt verweilt seit einigen Tagen der Quellenfinder Herr Josef Beraz aus München, um in der Umgegend Wasserquellen zu suchen. Wie aus mehreren Blättern und aus einer Reihe von Zeugnissen, welche Gemeindebehörden, Gutsbesitzer, Geistliche u. s. w. ausgestellt, zu ersehen, sist es dem Herrn häufig gelungen, „durch eine feinen Nerven innewohnende magnetische Kraft das Vorhandensein unterirdischer Quellen, sowie deren Tiefe und Starke, ja selbst auch deren Richtungen nach einem kurzen Blick über das Terrain sofort zu bestimmen." c r , . t • Aschaffenburg, 25. Mai. Bei der gestern tn dem nahen ^chwnnheim stattgefundenen ersten heiligen Kindereommunion nahm auch ein Mädchen des dortigen Wingertsmannes Sauer Theil, das ohne Hände und Füße zur Melk ge- München, 27. Mai. Nach der „Schweiz. Bauzeitung" hat Prof. Bauschinger Hierselbst eine Reihe von interessanten Versuchen über die Feuersicherheit von gußeisernen Pfeilern im Vergleich mit Säulen aus Schmiedeeisen, Stein, Ziegeln und (Zementbeton gemacht. Das Berliner Polizei-Präsidium hat, infolge der bet einem Brande gemachten, schlimmen Erfahrungen mit gußeisernen Säulen die Verwendung solcher Pfeiler beim Bau von Wohnhäusern verboten, dagegen Säulen aus Schmie-^, eisen und Klinkern in .(Zementmörtel gestattet. Gußeiserne Pfeiler dürfen nur verwendet werden, wenn sie mit einem durch eine Luftschicht von der Säule getrennten, nicht entfernbaren Mantel aus Schmiedeeisen versehen werden. — Prof. Bauschinger hat nun mit den in der Baupraxis üblichen Gewichten belastete Guß- und schmiedeeiserne Säulen zuerst auf 300«, dann auf 600° und schließlich bis zum Glühen erhitzt, um sie dann, wie es beim Löschen brennender Gebäude vorkommt, durch einen falten Wasserstrahl rasch abzukühlen. Dabei zeigte sich, daß die gußeisernen Säulen, obschon beim Glühendwerden starke Durchbiegungen derselben vorkamen und sich beim Anspritzen Querrisse bildeten, ihre Belastung trugen, während die schmiedeeisernen Säulen schon vor der Glühhitze stark verbogen wurden und beim Anspritzen sich derart krümmten, daß an ein Wiederaufrichten derselben nicht zii denken war. In Wirklichkeit würden sie unter ihrer Belastung zusammengebrochen sein. Hieraus zog Pros. Bauschinger den Schluß, daß die gußeiserne Säule, trotz aller Risse und Durchbiegungen, die Belastung immer noch zu tragen vermöge, was bei der schmiedeeisernen Säule nicht der Fall ist. Bei der Untersuchung von Pfeilern aus Stein, Ziegeln und (Zementbeton haben sich die letzteren am besten bewährt. Betonpfeiler widerstanden einem ein bis drei Stunden andauernden Feuer; auch solche aus gewöhnlichen Ziegeln, sowie Klinker in Cement- mörtel, zeigten große Widerstandsfähigkeit, während die natürlichen Steine, Granit, Kalk- und Sandstein sich nicht als feuersicher bewährten. Berlin, lieber eine Blutthat geht der „9t. A. Z." folgender betaitlirte Bericht zu. Der amtliche Polizeibericht vom 22. d. M. meldet in seiner bekannten lakonischen Kürze: „Am 21. d. M. Vormittags wurde eine Frau in dem Hause Gneisenaustr. 19 in ihrem Bette todt aufgefunden." Die auf private Veranlassung seitens der Behörde eingeleiteten Recherchen haben nun ergeben, daß zweifellos ein Mord vorliegt. Der Sachverhalt ist, soweit bisher festgestellt, folgender: Die Hälfte der dritten Etage des genannten Hauses wird von einem Fräulein B. bewohnt, die vor Kurzem nach Karlsbad gereift war und ihre Wirthschafterin, eine vierunddreißigjährige, von ihrem in Dalldorf geisteskranken Ehemann feparirt lebende Frau Johanna Weber zur Beaufsichtigung der Wohnung zurückgelasfen hatte. Hausbewohnern war es am Dienstag und Mittwoch der vergangenen Woche aufgefallen, daß man die Frau nirgends sah, man schritt daher am Donnerstag Vormittag, da auf wiederholtes Klingeln und Klopsen nicht geöffnet wurde, im Beisein eines Schutzmannes zu einer gewaltsamen Qeffmmg der Wohnung. Den Eintretenden trat ein penetranter Leichengeruch entgegen und fand man nach einer längeren Durchsuchung der Wohnung die 2C. Weber im Schlaf-Zimmer als Leiche im Bette liegen. Die bereits stark in Verwesung übergegangene Leiche lag auf der Matratze des Bettes, während die Kissen über den Körper gedeckt waren. Da äußere ■ Anzeichen für eine gewaltsame Tödtung zu fehlen schienen, so wurde angenommen, daß Lie Frau am Schlagfluß verstorben sei und ihre Ueberführung in die Morgue wurde angeordnet. Die von Verwandten des abwesenden Fräulein B. vorgenommene Durch- luchung der Wohnung ergab, daß 70 J4 Wirthschaftsgeld und ein Sparkassenbuch -fehlten; inzwischen ergab auch die am Samstag vorgenommene gerichtliche Qbduction, daß die W. nicht eines natürlichen Todes gestorben, sondern zweifellos erdrosselt worden fei. Die seitens der Behörde während der Feiertage fortgesetzte Untersuchung hat bis Lur Stunde noch keinen bestimmten Anhalt über den oder die Thöter ergeben. Der Verdacht lenkt sich, einem Gerücht zufolge, auf einen jungen Menschen, der während 'der Öfterfeiertage, als Fräulein B. ebenfalls verreist war, wiederholt in dem Haufe Hesehen worden war. Handel und Verkehr. Gießen, den 30. Mai. Auf dem heutigen Markt kosteter Butter per Pfund JL 0.65—0.80, Hühnereier pr. St- 4—5 X Enteneier St. 5—0 X Gänseeier 10—00 X Käse pr. Stück 4-9 Käsematte 3-0 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,60—0,80 H, Hühner per Stück vH 1.00—1.70, Hahnen pr. Stück jH 1.20-1.80, Enten per Stück JL 2.00-2.30, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 X Hammelfleisch 64—70 H, Kalbfleisch 50-54 H, Kartoffeln per 100 Kilo vH 3.00-4.00, Milch per Liter 12—16 H, Lwiebeln per (Zentner vH 9.00—10.00, Kirschen per Pfund vH 0.50—0.60. Das Vorkommen von Viehseuchen im Grohher?ogihum Hessen während des Monats April 1885. Rotzkraukheit: In Hainstadt, irn Kreise Offenbach, wurde am 23. April das bisher als der Ansteckung verdächtige unter polizeilicher Beobachtung gestellte Pferd auf polizeiliche Anordnung getötet, nachdem sich bei demselben kurz zuvor die Erscheinungen des Hautrotzes eingestellt hatten. Als der Ansteckung verdächtig stehen noch unter polizeilicher Beobachtung: Zwei Pferde eines Besitzers in Klein-Krotzenburg und drei Pferde eines Besitzers in Seligenstadt, im Kreise Offenbach, und ferner noch 7 Pferde in Gießen, wobei bemerkt wird, daß im Laufe des Berichtsmonats zu den früheren 6 Pferden noch ein weiteres ermittelt wurde. Neue Rotzfälle kamen im Monat April nicht vor. Milzbrand wurde festgestellt am 4. April in Echzell und am 8. April in Bösgesäß, im Kreise Büdingen, am 10. und am 20. April in Holzhausen, im Kreise Friedberg, am 12. April in Udenhausen, im Kreise Alsfeld, am 27. April in Muschen- heirn, im Kreise Gießen, und an demselben Tage in Nieder-Moos, im z^reise Lauterbach, bei je einem Rindviehstücke. Das am 20. April in Holz Hausen und das in Nieder-Moos erkrankte Thiex wurden getödtet. Alle übrigen Seuchenfälle wurden an frepirten Thieren festgestellt. Lu ngenseuche. Die in Hitzkirchen, im Kreise Büdingen über zwei der Ansteckung verdächtige Kühe angeordnete polizeiliche Beobachtung wurde wieder aufgehoben. In Kelsterbach, im Kreise Groß - Gerau, befinden sich noch in einem Stalle eine Kuh als der Seuche und zwei Rinder und eine Kuh als der Ansteckung verdächtig und in einem Nachbarstalle die Kuh eines weiteren Besitzers unter Sperre, bezw. polizeilicher Beobachtung. Die Maul- und Klauenseuche in Fauerbach, im Kreise Friedberg, wo sie am 30. März l. I. feftgefteHt wurde, ist wieder erloschen. (Zonftatirt wurde die Seuche am 2. April in Rüsselsheim und am 15. April in Büttelborn, im Kreise Groß - Gerau, ferner am 14. April in Stadecken, im Kreise Mainz. In Büttelborn ist die Seuche bereits wieder erloschen. Der Bläschenausschlag in Münchleusel, im Kreise Alsfeld, in Queckborn, im Kreise Gießen, und in Hausen, im Kreise Offenbach, ist wieder erloschen. Con- ftatirt wurde die Seuche in Alsfeld am 24. April und in Leusel, im Kreise Alsfelds am 29. April. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Wenings, Dauernheim, Bergheim, Wallernhausen, Ranstadt, Eckartsborn, Mittel-Gründau und Lorbach, im Kreise Büdingen, in Eudorf, Eulersdorf und Ruppertenrod, im Kreise Alsfeld, in Hörgenau, Maar und Engelrod, im Kreise Lauterbach, in Ulrichstein, Michelbach und Burkhards, im Kreise Schotten, und in Villmgen und Ringelshausen, im Kreise Gießen. Auszug aus dm Staudesamtsregisteru des Standesamts Gießen. Aufgebote. Mai: 28. Schutzmann Friedrich Heinrich Bernhard Krause zu Gießen mit Anna Elisabethe Agnesia Seeger, Tochter des Kellners Johann Seeger zu Michelstadt. Eheschließungen. Mai: 23. Postschaffner Georg Friedrich Reiber mit Anna Katharine Kutt, Tochter des verstorbenen Taglöhners Johann Konrad Kutt zu Gießen. 26. Gerichts- Aeceffist Wilhelm Grünewald mit Henriette Wilhelmine Sophie Pascoe, Tochter des Berg-Ingenieurs Samuel Pascoe zu Gießen. 26. Kaufmann Salomon Eahn zu Remagen mit Rosalie Katzenstein, Tochter des Holzhändlers Susmann Katzenstein zu Gießen. 29. Cigarrenmacher Philipp Weiß mit Elisabethe Bebling, Tochter des Tag- lohners Jacob Bebling zu Gießen. Geborene. Mai: 16. Dem Kaufmann Wilhelm Hanstein eine Tochter, Emma Luise Wilhelmine Theodore. 17. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Schon ein Sohn, Wilhelm Emil. 17. Dem Architect Ludwig Huhn ein Sohn, Heinrich Konrad Friedrich. 20. Dem Dienstmann Heinrich Münker ein Sohn, Heinrich Johannes. 20. Dem Heizer bei der Oberhessischen Bahn Heinrich Waag eine Tochter, Emma. 22. Dem Cigarrenmachcr Johannes Gilbert ein Sohn, Adolf. 22. Dem Gerichts-Assessor Theodor Seeger ein I Sohn. 23. Dem Hauptmann und Compagniechef im II. Großh. Hessischen Infanterie- Regiment (Großherzog) 9 h:. 116 Franz von Porembsky eine Tochter. 23. Dem Postschaffner Johann Adam Krämer ein Sohn, Ludwig Franz. 23. Dem Stations- s Aspiranten Wilhelm August Nusag zu Cassel ein Sohn. 23. Dem Schuhmachermeister Heinrich Seidewand eine Tochter, Elisabethe Georgine. 24. Dem Schlosser Karl Christian Klaus eine Tochter, Margarethe Luise. 24. Dem Locomotivheizer Johann Heinrich Kurz eine Tochter, Franziska Friederike (Zrnftine Elise. 24. Dem Handels- i mann Isaac Walldorf eine Tochter, Anna. 26. Dem Taglöhner Ludwig Zehner Zwillingskinder, eine Tochter, Anna Margarethe und ein Sohn, Ludwig. Gestorbene. Mai: 22. Der Musketier im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Karl Jöckel, 22 Jahre alt. 22. Sophie, 1 Monat alt, Tochter des Flaschenbierhändlers Alois Blum. 22. Bertha Alexandra Sophie Auguste Keller, 40 Jahre alt, Tochter des Buchdruckereibesitzers und Beigeordneten Wilhelm Keller. 23. Schneider Friedrich Best, 31 Jahre alt, von Kleinrechtenbach. 24. Privatmann Heinrich Schmidt, 75 Jahre alt. 24. Landwirth Wilhelm Münch, 48 Jahre alt, von Wetzlar. 25. Hermine Lony, geb. Reiber, 71 Jahre alt, Wittwe des Oeconomen Georz Heinrich Lony. 25. Anna, 20 Jahre alt, Tochter des Schuhmachers Heinrich Heine. 27. Fabrikarbeiter Philipp Weigel, 55 Jahre alt, von Heuchelheim. 27. Landwirth Georg Roos IV., 78 Jahre alt, von Echzell. 27. Sophie Weber, 10 Jahre alt, von Hirzenhain. 27. Arbeiter Friedrich Adolph, 21 Jahre alt, von Wetzlar. 29. Heinrichs 4 Monate alt, So Im des verstorbenen Taglöhners Heinrich Schmidt V. 29. Marie Schneider, geb. Reichard, 46 Jahre alt, Ehefrau des Weichenstellers Gotthard- Schneider. Auszug aus dm Kirchenbücher« der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 23. Mai. Georg Friedrich Reiber, Postschaffner zu Gießen und Anne Katharine Kutt, Tochter des zu Otterbach verstorbenen Taglöhners Joham - Konrad Kutt. Den 26. Mai. Wilhelm Grünewald, Gerichts-Accessist zu Gießen und Henriettr | Wilhelmine Sophie Pascoe, Tochter des Berg-Ingenieurs Samuel Pascoe zu Gießen Den 29. Mai. Philipp Weiß, Cigarrenmacher zu Gießen und Elisabethe Bebling Tochter des Taglöhners Jakob Bebling zu Gießen. Getaufte. Den 24. Mai. Dem Kleiderhändler Gustav Kautz ein Sohn, Theodor Gustav, geboren den 14. April. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Herzberger ein Sohn, Friedrich Carl, Johannes, geboren den 25. März. Denselben. Dem Schlosser Ludwig Kreuter ein Sohn, Ludwig August Heinri- Carl, geboren den 27. März. Denselben. Dem Weißbinder Carl Nicolay eine Tochter, Hermine Marie, g. zweite! v »»gesetzt Echoen, de w ft SW U V Nr ^aglöhner Ludwig M Ludwig. *W SiA Krause zu Gießen mit ll Seeger zu Michelstabt, Anna Katharine ftmt, i Gießen. 26. Gerichte phie Pascoe, Tochter brä ann Salomon Cahn m Susmann Katzenstein in ebling, Tochter des Tag- i Tochter, Emm Luise hon ein Sohn, Wilhelms onradFriedrich. 20.T®. 20. Dem Hetzer bei brn j >2. Dem AgaireMch nfanteriAimentl®* *nat alt, , (Sophie Wte Sr -ordneten Wilhelm M* ‘SÄ* »»' **• N« ®«tbe gm „ , ö °uvor du GH sr-S «LA h ' polizeiliche Friedberg, .o su u und am 15, Avril m Stadecken, imtok Meld, in Queckborn, wieder erloschen. Com Pel, un Kreise Alsfeld, Wenings, Dauernheim, Mdau mrd Lorbach, im .im Kreise Alsfeld, in *n, Michelbach unb Ingelshausen, im Kreise i d e. ßiieficn und pöß?,s -st inSaM2’ . » 6* ^*1 ..... ..... e* s- I P/ 2 O" I ssor Theodor Seeger m »W* - Tochter. Mn* ■ n. 23. Dem W&- , Dem SchuhmachMchtiar 24. Dem Schlößer M Locomottoheizcr Mm ; Mse. 24. Dem Hanb^ Denselben. Dem Ccconomen Wilhelm Kitz ein Sohn, Wilhelm Philipp Carl, -geboren den 30. April. Denselben. Dem Photographen Heinrich Sauer eine Tochter, Luise, geboren Len 16. Mai. Denselben. Dem Cigarrenmacher Heinrich Schäfer II. ein Sohn, Friedrich Emil, geboren den 23. März. _ Denselben. Dem Wirth Ludwig Schrnitt II. ein ^ohn, Carl Johann, geboren Len 1. Mai. Den 25. Mai. Dem Apothekenbesitzer Max Krause eine Tochter, Frieda Auguste Agnes Luise, geboren den 11. Februar. Denselben. Dem Bremser-Diätar Heinrich Haas ein Sohn, Carl, geboren den 31. März. Denselben. Dem Bahnarbeiter Jakob Arnold ein Sohn, Carl Heinrich, geboren Len 3. April. Denselben. Dem Maurer Daniel Weißenstein ein Sohn, Friedrich, geboren Len 4. Mai. Denselben. Dem Kutscher Johann Adam Burk ein Sohn, Wilhelm August Ludwig, geboren den 23„ April. Denselben. Dem Cisenbahn-Bureaugehilfen Johann Wahl eine Tochter, Lina Elisabethe, geboren den 11. April. Denselben. Dem Schuhmacher Jakob Gilbert ein Sohn, Carl Jean, geboren Len 18. April. , „ Den 26. Mai. Dem Eisenbahn-Werkmeister Oskar Klose eine Tochter, Erneftme Auguste Marie, geboren den 29. April. Denselben. Dem Werkführer Wilhelm Junker eine Tochter, Elisabethe, geboren Len 20. April. . Denselben. Dein Perrondiener Heinrich Schäfer eine Tochter, Katharrne Marie Friederike, geboren den 28. April. Denselben. Dem Ausläufer Wilhelm Martin Klappert eine Tochter, Anna, geboren den 21. Mai. Den 27. Mai. Dem Professor an der Universität Dr. Eugen Woldemar Bostroem eine Tochter, Eva Agnes, geboren den 3. März. Denselben. Dem Postschaffner Johann Adam Krämer ein Sohn, Ludwig Franz, geboren den 23. Mai. Beerdigte. Den 23. Mai. Carl Jäckel, Musketier, lediger Sohn des Landwirths Georg Jäckel II. zu Lanzenhain, alt 24 Jahre, starb den 22. Mai. Den 24. Mai. Bertha Keller, ledige Tochter des Buchdruckereibesitzcrs und Beigeordneten Wilhelm Keller, alt 40 Jahre, starb den 22. Mai. Den 26. Mai. Heinrich Schmidt, Uhrmacher, alt 75 Jahre, starb den 24. Mai. Den 27. Mai. Wilhelm Münch, Oeconom aus Wetzlar, lediger Sohn des zu Wetzlar verstorbenen Gutsbesitzers Balthasar Münch, alt 48 Jahre, starb den 24. Mai. Den 28. Mai. Hermine Lony, grb. Reiber, Wittwe des Oeconomen Georg Heinrich Lonv, alt 71 Jahre, starb den 25. Mai. Denselben. Anna Heine, ledige Tochter des Schuhmachermeisters Heinrich Heine, alt 20 Jahre, starb den 25. Mai. Brodpreise vom 31. Mai bis 14. Juni 1885. der Bäcker HI 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod .... 56 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 25 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 22 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 44 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei L. Schneider, K. Haas, L. Keil 66 Gießen, den 30. Mai 1885. der Brodverkäufer H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 2 „ (4 „ ) „ .....56 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 25 2 , (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei I. Blitz lKornbrod) 45 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 22 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 44 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 68 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 30. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 151/?, Luft 18 im Schatten. L. Ch r. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. i mm wr »KasEBSfetnnunaFia w, hww Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Aus dem Licher Stadtwalde können Fichten-Stöcke, per. Rmtr. zu JL 1,50, abgegeben werden. Lust- Iragende wollen sich an unterzeichnete Stelle wenden. Lich, den 29. Mai 1885. Großh. Bürgermeisterei Lich. ____________Walz.________4042 Verpachtung. Mittwoch den 3. Juni l. A, Mittags 12 Uhr, wird auf dem Rathhause zu Rieder- Bessingen die Fischerei in dem Junkengraben, der Wasch und Alten - Lach auf 9 Jahre öffentlich verpachtet. Rieder-Bessingen, d. 27. Mai 1885. «Gr. Bürgermeisterei Rieder-Bessingen. Horst. 4010 Die Rösser'schen Vormünder beabsichtigen den Rösser'schen neugebauten Hof mit lebendem und lobtem Inventar, nebst zwei Ge- meindenutzenantheilen, Hundert Kasseler Acker Land und einer Dreschmaschine zur Hälfte, zu verkaufen oder zu verpachten. Termine hierzu sind erster auf den IS. Juni, zweiter auf den 22. Juni d. I. angesetzt. Kirchners, den 22. Mai 1885. Die Bormünder: 4019 Gerhardt und Luh. Jeikgeöotenes. Von heute ab Mitziuger Bier, Brauerei Gottsr. Gaßmann, in der Restauration. Koch, Seltersweg. [4011 4015 35 Festmeter Fichten-Bau- stärnme hat in einzelnen Parthien oder im Ganzen zu verkaufen Peter Bruun II. 4015 zu Heskem b. Marburg. Hamburg. Fischhandlung. In Eispackung trafen ein: Rhein-Salm, pr. Pfund X 2,50, Weser-Salm, „ „ 2,00, Lachs-Forellen, „ „ 1,50, Seezungen, „ „ 1,00. Lebende u. gekochte Hummer u. Krebse. Neue Jsländ. Matjes-Heringe, pr. Stück 12 ,5?, ger. Störfleisch, pr. Pfund X 1,20, neue Holländ. Voll-Heringe, große pr. St. 5 H, kleine pr. St. 4 ff. marinirt pr. St. 6 u. 7 Speckflundern, Bücklinge, pr. St. 5 Aal in Geläe, Rollmöpse, Sardinen, Caviar empfiehlt Ä. Koch. 4050 Vorzügl. Aeplelwel« 4048] in der Pulvermühle. | Casseler Pferde- und Cquipagen-Perloosung. I ■a QESff' Ziehung ». Juni 1S85. Hauptgewinne im Werthe von JL 10,000 , 6000 , 5000 rc. b Loose a 3 Mk. durch den Unterzeichneten und dessen Verkaufsstellen: | $ In Gießen bei Jul. Wallach und C. Lehrmund, in Gladenbach bei g g G. Schneider. 4029 l?s Herrn. Ulende, Cassel. General-Debit Dampf-Dreschmaschinen und Iocomobilen Speeialität von Heinrich Lanz in Mannheim. Garnituren des Schlagleisten-Systems von 4, 6 u. 8 Pferdekrästen- Garnituren des Stiften-Systems (Patent) von 2V2, 3, 3 V2 u. 4 Pferdekrästen. Ein neuer Katalog mit ermäßigten Preisen und zahlreichen Attesten ist soeben erschienen und wird auf Verlangen franco zugesandt. 4018 Blitzubleiter-Aulugeu nach streng wissenschaftlichen Principien, worüber die ausgiebigsten Zeugnisse erster Fachgelehrten und Interessenten vorliegen, liefert unter mehrjähriger Garantie billigst das electro-technische Institut. Hermann Süss, Marburg und Greiz. NB. Es werden auch Prüfungen von bestehenden Anlagen auf deren Leitungsund Leistungsfähigkeit besorgt und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß Anlagen sowie auch Prüfungen auf Dampfessen während deS Betriebes, ohne jede Betriebsstörung, ausgeführt werden- 4016 Frottir-Hand- und Badetücher empfiehlt in größter Auswahl und billigsten Preisen, Herrenhemden von J'L 2,50 an per Stück 4041 Jos. Mark, Schulstraße 5. 3PESEE II o o 'S» tF K gä SO Soo ® ft ■P-tlTi ri1 V M 1 .01H; Ulli! iiiw M Ä WM Herren und Knaben Hemden Anfertigung nach Maß auch in jeder Weite vorräthig, sowie Kragen, Manschetten, Hemden» Einsätze, Borhemden, Taschentücher, stets das Neuestem Shlipsen, Hosenträgern, Glace- und Sommer-Handschuhen, empfiehlt zu bMgen Preisen 2840 H« Hiibeamen« Anglo-Swiss Conöensirte Kid . Gleich beste gewöhnl. Milch f. alle betr. Zwecke, spez. auch als Kindemahrg. Detail in Apotheken, Droguerien, Spezerei- 05 hdlg., etc. Verzeichniss der Grossisten zu beziehen bei der Anglo-Swiss Condensed Milk Go., CHAM, Schweiz. Herzog). Baugewerkschnle Holzminden, dainitverbunden Maschinen-, Mühlenbau- u.Müllerschnle. WiM«« Sommers. 14.April. Winters.I.Iot. Pensioaat. Dir.: S.BaannwD. HHK 60 Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'sehen Druckerei lFr. Cbr. Pietsch) in Mienen. Die heutige Rwumer enthält 2 Blätter und 1 Beilage. Ausstellung von Schülerinnenarbeiten. Den verehrten Eltern meiner Schülerinnen, sowie Freunden meiner Schule zur gefl. Nachricht, daß ich kommenden Donnerstag den 4. und Freitag den 8. Juni, Vormittags von 9—12 und Nachmittags von 2—6 Uhr, im Saale des Hotel „Zum Einhorn'" die von meinen Schülerinnen im Winterhalbjahr gefertigten Arbeiten ausstelle und zu deren Besichtigung freundlichst einlade. Hochachtungsvoll Lina Möser. NB. Der Unterricht beginnt demnächst wieder am 8. Juni.__________ Von heute ab wohne ich Bleichstrasse Nr. 11, T Stock. 4055_______________Laub @r, Armenkafserechner. Wirthfchafts-Dröffnung. Den Bewohnern Gießens und der Umgegend zur gefl. Nachricht, daß ich unterm Heutigen Grüubergerstratze, im L o r enz S t end erffchen Hause eine Restauration nebst Gartenwirthschast eröffnet habe. Unter Zusicherung bester Speisen und Getränke bitte ich um recht zahlreichen Besuch. Achtungsvoll 4043____ __Fh. Schneider. Thierschutz-Verein. Ausschuss-Sitzung Montag den 1. Juni, Abends 8 Uhr, im Safe Schwinn. Tagesordnung: Allgemeine Angelegenheiten.4020 Wermiethungen. 4012 Ein möbl. schönes Zimmer zu vermiethen-_____________Seltersweg 35. 4014 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen^ Bahnhofstraße^ 48, parterre. _ 3643 Die Hälfte der Parterre-Wohnung per 1. August oder September, sowie der mittlere Stock, bestehend aus 7 Zimmern, 2 Kabinetten, Küche nebst Zubehör, sofort zu vermiethen. C. Brandes Wwe., Frankfurterstr. 43. 4032 Eine freundliche Familienwohnung von 3 Zimmern und Zubehör auf 1. Juli zu vermiethen. W. Ferber, Buchhändler. 4051 Der 3. Stock meines Hauses, Bismarckstraße, bestehend ans 7 Zimmern mit sämmtlichem Zubehör, ist per 1. August eventuell auch früher zu vermiethen. Eduard Otten». 4044 Ein Logis, mit oder ohne Laden, sofort zu vermiethen. Bismarckstraße 6. 4031] Kleines Logis, sofort beziehbar, zu vermiethen. Näh, in der Exp. d. Bl. 4025 Ein Familienlogis zu vermiethen. ____Grünbergerstraße 41. _ 4024 In meinem Hause in der Flügelsgasse Nr. 16 sind 2 bis 3 Familienwohnungen zu vermiethen, auch kann dasselbe unter guten Bedingungen verkauft werden. ____________C. Best, Schreinermeister. 4027 In bester Lage der Stadt (Neustadt) ist ein neueingerichteter Laden, event. ganzes Haus, mit Schlachthaus o. Lagerraum, zu vermiethen. Näheres bei Wilh. Plank, Bahnhofstraße 18. Das seither von Herrn Bahnmeister Sircoulomb bewohnte Logis ist, per 15. Juli anderweit beziehbar zu veriniethen. 4040 Frankfurterstraße 75. 4036] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Pension, zu veriniethen. Lindenplatz 7. 4035 Ein Junge, der die Bäckerei erlernen will, unter günstigen Bedingungen gesucht.__________Carl Steinberger. Reingehaltene ExeMplare von Nr. 103, 108, 109 deS „Gießener Anzeiger" 1883 werden von der Expedition zurückgekauft. Für Hauswirthe. 4022 Zur Begründung eines feinen Geschäftes wird zum 1. September d. I. in der besten Geschäftslage der Stadt Gießen (entw. Markt ob. Bahnhofstr.) ein schöner Laden mit 1—2 großen Schaufenstern gesucht. Wirthe, welche einen solchen zu vermiethen haben od- geneigt sind, bis zu diesem Termin ausbauen zu lassen, wollen ihre Adr- unt- Chiffre J. K. 3094 an Rudoif Mosse, Berlin SW. einsenden. Ein grösseres Anwesen an hiesigem Platze, worin ein Fabrik- geschäft viele Jahre betrieben wurde, Maschinen noch vorhanden sind, welches sich zu verschiedenen neuen Fabrikationen eignet, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen, event. mit Wohnungen, Magazinen, Lagerräumen 2C. zusammen oder getrennt zu ver- miethen durch I. Blitz. 4009 4013] Zapsjuuge gesucht. Restauration Koch, Seltersweg. Maschinenstrickerei von Carl Pietsch II. Anfertigung aller Arten Strümpfe, Socken, Beinlüngen, Jacken, Kniewärmer, Damenwesten, wollener u. baumwollener Herren - Unterhosen, Damen- und Müdchen-Unterröcke. Anstricken von Strümpfen und Socken. Vermischte Anzeigen. 4033 Ein braves Mädchen, welches bürgerlich kochen und alle Hausarbeiten verrichten kann, sucht auf 25. Juni d. I. ______________Frau Philipp Uhl. 4037 Ein junges Hündchen, gelblich, mit dunklem Rücken, hat sich verlaufen. Um Zurückgabe gegen Belohnung bittet __________ Emil Fischbach. 4038 Ein ordentliches Dienstmädchen pr. Johanni oder früher gesucht. ____________Bahnhofstraße o9, park- Tüchtige Rock- und Weflenarbeiter sucht I. Becker, 4053 Bahnhofstraße 8. 1000 M. Gehalt! ZL f. Caffee a. Private in jed- Stadt u. Ortschaft such. Emil Schmidt & Co-, Hamburg. [4017 4054 Ein braver Junge von 14—18 Jahren gesucht. Emil Noll, Löwengasse. 4034 Ein Mädchen, welches in einem Manufacturwaaren - Geschäft thätig ist, sucht bis zum 22. Juni in einem ähnlichen Geschäft Stellung. Nähere Auskunft ertheilt W. M. Huppert, Wallthorstraße 53. Der Verzinner ist wieder da! Alle Artikel Kupfer, Weißblech, Metall ZU verzinnen besorgt billigst 4023 I. Düpny, Seltersthor. Wiener Hof. Sonntag den 31. Mai: Grosses Militär-Concerl ausgesührt von der Kapelle des 2. Groß!). Hess Ins,-Regis, Nr. 116 unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn C Krausse. Anfang V28 Uhr. Entree 30 Pfg. SMS* Brillante Beleuchtung ■ > letten u. Handarbeiten, J ■ enthaltend gegen 2000 " HW Abbildungen mit Beschreibung, welche das ganze Gebiet der Garderobe und Leibwäsche für Damen, Mädchen und Knaben, wie für das zartere Kmdesalter umfassen, ebenso die Leibwäsche für Herren und die Bett- und Tischwäsche rc., wie die Handarbeiten in ihrem ganzen Umfange. 12 Beilagen mit etwa 200 Schnittmustern für alle Gegenstände der Garderobe und etwa 400 Muster-Vorzeichnunaen für Weiß- und Buntstickerei, Namens- Chiffren rc. Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. — Probe-Nummern gratis und franko durch die Expedition, Berlin W. Potsdamer-Straße 88; Wien I, Operngasse 3. 4030] Tüchtige Arbeiter können Kost u. Logis erhalten.________Sckndgasse 66. Altes Zinn und Blei kauft G. Mühl, Spengler 4026______________in der Neustadt. 4039 Ein Bursche, der mit Pferden j umgehen kann, wird in Dienst gesucht. Huhn, Löwengasse. 3 4021 Ein Mädchen, welches 2 Jahn in einem Ellenwaaren-Geschäft thätig mar, sucht Stellung. Vermiethfrau Rehm in Wetzlar 4045 Einen Gesellen sucht Max Simon, Schuhmacher, _______________Wallthorstraße 22. 4028 Zu Johanni ein Dienstmädchen gesucht. Frankfurter Straße 37, _____________________1 Treppe hoch._____ 2315 Mädchen, welche die Maschinm- strickerei erlernen wollen, finden dauernde und lohnende Beschäftigung. _________________W. Seuling ^ Photographische Anstalt von Franz Gerbode G-IESSEBT Kaplansgasse (nächst dem Kreuz). Anfertigung von Photographien in jeder Art und Grösse. 1813 Aufnahmen bei jeder Witterung. » von ausgekämmtem VfrB Haar werden a 1 A ÄF 5 schön und dauerhaft {ÄjF ' I angefertigt von 500 Fr. 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April Bad Nauheim; an t Kaspar Magel zu M Darmstadt der Main L Mai her H-fkirch 6| Mar der Assistent DarmstM , Aus Südden tMtm, früchtereichm ?d«t,chm (01mh8 »Wabe StecL m im ersten ReiA «i» SienatW M« Iststärke ^mi luNi-em » i> «ollen E **! d bst*" Nb tzE-u>-r 111 weil & W&W u®.( j