scheint täglich mit »uönk^me brt Montagö Bure«« : Schulstraß» 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqcrlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. Operationen der französischen Truppen in Tongking stellte. Ferry erklärte jedoch, datz in Tongtmg kein militärischer M'tzersolg zu verzeichnen sei und ersuchte die Kammer, die Verhandlung über die genannte Interpellation auf einen Monat zu verschieben. welchem Antrag die Kammer auch zustimmte. Hoffentlich wirb Herr Ferry zu diesem Zeitpunkt mit der Nachricht von größeren Erfolgen der jranzösischen Massen aus Formosa und in Tongkinq vor da» Parlament treten können, da der offfciöse „TemvS" schreibt, daß General Briäre de l'Jsle und Admiral Courbet nach Eintreffen der letzten Verstärkungen über zusammen 40,000 Mann, incl. der annamitischen TirailleutS, verfügen würden. — Ein Telegramm aus Hongkong meldet, daß dem franzöujchen Pan- zerschiffe „Triomphante", welches in Hongkong eingelausen war, um jede Verletzung der Neutralität zu verbindern, die Erlaubniß hierzu aus Befehl der eng- scheu Negierung von den Behörden verweigert worden sei. Es stellt biet mindestens einen scharfen Depeschenwechsel -wischen Paris und London in Aussicht. ,f , Die italienische Regierung hat nch endlich über ihre Colonml- pplitik in eingehendster Weise vernehmen laffen. Es geschah büß in der DienstagS-Sitzung der italienischen Deputirtenkammer, in welcher zunächit der Minister des Auswärtigen, Mancini, darauf hinwies, daß angenchts der modernen Entwickelung und colonialen AuSdehmmg aller Mächte die früheren gegen die Colonialpolitik gerichteten Theorien hinfällig geworden leien und daß Italien in dem Kampfe der Civilisation gegen die Barbarei nicht unthatig bleiben könne. Die Regierung wolle eine coloniale Politik in bescheidenen Grenzen unter Respectirung der liechte anderer Rationen treiben und würden die zu machenden Versuche durchaus im Verhältnis zu den Kräften Italiens stehen Nachdem der Minister dargelegt, wie schon seit langer Zeit der ^deg nach dem Rothen Meere als wichtig für das Gedeihen Italiens anerkannt worden wäre, wandte er sich zu dem Verhältnisse Italiens zu England und führte aus, wie das gegenwärtige italienische Cabinet eine sich aus gemein- same Jntereffen beider Staaten stützende Freundschaft Italiens zu England herzustellen gewußt habe, ohne doch der Allianz mit den Centralmächten zu entsagen. Italien werde am Klothen Meere den Schlüssel zuni wirksamen '-Schutz des Gleichgewichts am Mittelmeere finden; sollte irgend eineMacht dieses Gleichgewicht zu stören suchen, so würde sich Italien entichieoen dagegen zur Wehre setzen. Schließlich appellirte der Minister an die Kammer behufs warmer Unterstützung der colonialen Politik der Negierung, erklärte aber gleichzeitig, daß sich dieselbe auch einem entgegenstehenden Kammervotum zu tonen wissen werde. Der Kriegsminister Mcotti führte aus, daß unter Um- ständen noch ein Bataillon nach Assab geschickt werden würde und wies au, den in der Armee wie im ganzen Lande herrschenden Enthusiasmus tun, welcher beweise, daß in der italienischen Ration die Begeisterung für große Unternehmungen noch nicht erloschen sei. Im weiteren Verlaufe der Sitzung genehmigte die Kamuier die Eisenbahnconventionen bis Art. 41. Jenseits des Canals steht man noch vollständig unter den: Eindrücke der jüngsten Attentate der Dynamik-Verschwörer in London. Die Entrüstung über diese erneuten Frevelthaten der Dynamitarden ist in ganz England ungeheuer und wird möglicher Weise die englische Regierung veranlassen, höchst ernste und außerordentliche Schritte gegen das verbrecherische Treiben der Fenier zu thun. Jedenfalls könnte sie hierbei aus die entschiedene Unterstützung der Unionsregierung rechnen, da dieselbe ja zur Zeit nut Gesetzen gegen ben fe» brauch von Sprengstoffen vorgeht und daß außerdem der amerikannche ^enot seine Entrüstung über die Londoner Attentate ausgelvrocken bat.______________. Politische Ueberficht. Gießen, 30. Januar. 5?er für den 3». Januar angesetzt gewesene Subscriptions-Ball am tüiieilidjrn Hose ist aus den 3. Februar verschoben worden, da der Kaiser an demselben iheilzunchmen wünscht und ist hieraus der er,ieuliche cdM w stehen, t«B bet hohe Herr bi« zu dem genannten Zeitpunkte wieder vollständig berge- sE ^"parlamentarische Bedrängniß, welche sich aus dem Zu« sauimenlagen des Reichstages mit dem preußischen Abgeordnetenhause ergiedt, wild bett wie hier gleich lebhaft empfunden und beide Parlamente aroesten eiiriast um wenigstens mit den Etatsberathungcn in möglichst kurzer Zeit zu Ende zu kommen. Jedenfalls wird indessen da« Abgeordnetenhaus m-.t der Tascussion über den Etat noch eine geraume Weile zubringen und was den Reichstag anbelangt, so ist nickt mehr baran zu benken, daß derselbe, wie urspiünglich in Aussicht genommen war, sich etwa gegen den 1U Februar vertagen könnte. Er ist gerade im Reichstage eine Menge nicht zur Sache gehöriger astvrochen es sind zu viele Doclorfragen ausgeworfen, zu viele akad. Erörterungen «epstoge» woid.n, wodurch sich die Erledigung der driiffMdstm Arbeiten, wie zumal der Etatsbcrathung, in bohcm Grob» verzogerthat, Slnen verhaltmß. mäßig glatten Verlaus hat die Specialberathung des Etats der Zolle und Ser« brauch«steuern genommen, wenigstens sprang hierbei die DrScmfion nicht am west abgelegene Gebiete über, wenngleich sich an einzelne Positionen, rote bie Tabak- steuer Rübenzuckersteuer und Branntweinsteuer, eingehende Debatten knüpften. Bei letztgenannter Position, welcher die Sitzung vom Dienstag zum größten Tbeile gewidmet war, lagen zwei Anträge vor, von denen der ^ne, von nalto- nalläberaler Seite ausgehende und vom Abg. Buhl vertretene, stch aus Erhöhung der Branntweinsteuer bezog, während der andere, welcher von den Fre>conser- vativrn emgebracht und vom Abg. Uhden vertreten, war, vorschlug, die Frist für dir Entrichtung der Branntweinsteuer von sechs auf neun Monate zu verlängern. Bei den Bei Handlungen über die genannten Anträge kamen naturgemäß eine' Reihe specieller, bie SpintuS-Jndustrie betreffende, Fragen zur Erörterung, ür welche in weiteren Kreisen schwerlich ein tieferes Jntcreffe vorhanden sein durste. Eine Frage von allgemeinerem Interesse war die, ob durch eine Erhöhung der Branntweinsteuer dem sich leider immer mehrenden Branntwein-Consum in Deutschland wirksam entgegengetreten würde, in welchem Smne sich die Adgg. Bnbl (nat.-lib.l, Fürst Hatzfeldt (sreicons.s und v. Schalscha (Centr.) äußerten, währeuo bie Abgg. Heine (foc.-bent.) und Dirichlet (sreis.) der Meinung waren, daß nur durch die Beschaffung billigeren Bieres der Branntwein-Consum all- niäliq bekämpft werden könne. Schließlich wurde der Antrag Uhden m die Commission verwiesen, während über bett Antrag Buhl erst in dritter Lesung Beschluß gefaßt werden soll. Der Titel „Branntweinsteuer" wurde unverändert genehmigt und der Rest des Etats der Zölle und Verbrauchssteuern debattelos edebigt. ,. Prinz Wilhelm von Preußen vollendete am Dienstag sein 20. Lebensjam, aus welchem Anlaß im lrouprinzlichen Palais zu Berlin am Rachmittag des genannten Tages Familieistasel stattsand. In Berlin ist am Dienstag der sehr zahlreich besuchte 13. deutsche üandelstaq vom Seh. Commerzienralh Delbrück eröffnet worben. Aus den Be- ratbunaen fei hervorgehoden, daß bie vom stänbigen Ausschüße des Handelstages voraeschlagene Resolution, welche den von der Reichsregierung gemachten An- sang einer praktischen Colonialpolitik im Interesse der deutschen Industrie und bes deutschen Handels sreubig begrüß!, einstimmig und unter lebha tem Beifall der Versammlung angenommen wurde. Der Vorsitzende wies auf die große Bedeutung dieses Beschluffes bin, welcher beweise, daß sich die Versammlung bei dieser Frage von allen oie Einzelnen trennenden Differenzen freigemacht habe und daß auch Diejenigen, welche mit den wirthfchastlichen Maßnahmen des Reichskanzlers nicht einverstanden feien, mitgestimml und so ihren -ank sur diese große Tha! de» Reichskanzlers ausgedrückt hätten, Die Berliner Congo-Conferrnz hat in den letzten Wochen nur durstige Lebenszeichen von sich gegeben und so läßt sich auch über den Schluß der Conscrenz zur Zeit nichts Näheres angcben. Mittlerweile hat aber die praktische Lösung Der Cougo Frage außerhalb des Rahmens der Berliner Con- serenz entschieden Fortschritte gemacht, indem in den Verhandlungen Frankreichs mit der afrikanischen Gesellschaft wegen Abgrenzung der beiderseitigen Gebiete am Congo ein tast vollständiges Einvernehmen aus den bekannten Grundlagen erzielt worden ist. Dagegen wird von Paris aus die von der „Times" gebrachte Nachricht, daß auch zwischen Frankreich und Portugal ein lieberein« famuien bezüglich des Congo getroffen worden sei, als unbegründet bezeichnet. In Frankreich hat das parlamentarische Leben nach zweiwöchentlicher llnterbrechung am Dienstag seine Fortsetzung gefunden, und zwar zunächst mit der Wiedereröffnung der Deputirtenkammer. Dieselbe ist unter dem Eindrücke des glänzenden Erfolges. den die Ersatzwahlen zum Senate der Regierung und der ministeriellen Partei gebracht haben, vor sich gegangen und Präsident Briffon versäumte denn auch nicht, bie Kammer — natürlich nur bie republikanische Majorität - zu diesem Resultate zu beglückwünschen. Dte Schlappe, welche Admiral Courbet jüngst auf Formosa erlitten, scheint die regte- rungrfreundliche Stimmung nicht verändert zu haben; zwar versuchte von bona, vartistlscher Seite der Deputirte Bauvry dÄffon, diese Affaire gegen das Eabinet Ferri, aurzubeuten, indem er eine Interpellation hierüber und über die Darmstadt, 29. Januar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Am ^24^ Jmiuar die Großh. Oderlandes-Gerichtsräthe Otto $ift o r und Wilhelm Pfannmuller zu Mitgliedern bes Verwaltungs-Gerichtshose» zu " ^Darmstadt, 29. Januar. Dem Hosdall, welcher gestern Abend int Großh. Palais stattsand, wohnten bei: Se. Königl. Hoheit ^r Grobherzog, Ihre Königl. Hoheit bie Prinzessin Karl, Ihre Großh. H°he>t d'e Prinzeffin Irene Ihre Großh. Hoheiten die Prmzen Heinrich und Wilhelm, ee Großh Hoheit der Prinz Alexander nebst Durchlauchtiger Gemahlin, der Prinzessin von Battenberg, Se. Erlaucht der Graf und Ihre Durchlaucht^ Gräfin zu Erbach-Schönberg, Se. Durchlaucht^er Fürst zu ^^m« -ich, - - Durchlaucht der ftürft zu Pfenburq-Büvmgen, Se. Erlaucht der G-as^m Herren der Hofgesellschaft. Im Ganzen waren etwa 390 Einladung« Karten gälte in den Affemblöe-Zimmern versammelt hatten, betraten i SeJMmgL gelegenen ^ervirt . . sLeibgarde-) Regiment Nr. 115 hatte die Musik-^elle gestellt, Hosgartner. Di^mnn dü Ausschmückung der Ball-Loeali. täten und des Treppenhauses aus« Geschmackvollste geleitet. 2« Samstag den 31. Zannar l®85 Wehener Anzeiger Amts- und Anzeisitblatt für dm Kreis Gießen. Berlin, 29. Januar. [Reichstags Dis weitere Derathung drS Antrag- der llsäfsifchen Aogeorvnetm auf Aufh.bung deS sog. Diktaturparagraphen hat heute noch ganze Dauer der Sitzung tn Anspruch genommen. Gegen den Antrag sprachen Abg. v- Hammerftein, Dr. Bötticher und in gew'sier Weise auch Frhr. v. Stauffen- derg, für dm Antrag tue elsäß. Abg. Guerber, Zorn v. Bulach, W ndthorst und in seinem Schlußwort Wintercr, der sich insoweit durch die Debatte befriedigt erklärte, alS dadurch Gelegenheit geboten sei, die Beschwerden vor dem Lande kundzuthun. Unter Berücksichtigung des Hinweises des Abg. v. Stauffenberg, daß die ganze deSfallsize Ges'tzzebung revisionsbedürftig sei, wurde dieser Antrag von dem Antragsteller zurückgezogen. Aus dey Reden des TageS heben wir Folgendes hervor: Abg. v. Stauffenberg erkannte an, daß die Elsäffer ein frtedl'cheS, den Gesetze folgendes Volk feien; es fei also eine solche Ausnabmebefugniß nicht angemessen; aber die Entwickelung der Dinge habe gezeigt, daß die Protestpartei an Boden gewonnen habe. Gerade die Candidutur des Herrn Ulrfci habe bet den letzten Wablen zuerst Erfolg gehabt. Der Reichstag Labe in dieser Frage keine Klarheit. Wollte der Landetzausschuß dem Anträge Kable zustimmen, so würde der R-tchZtag fein Nein nicht aufrechterhalten können. Abg. Windthorft meinte, daß alle Berliner Blätter verboten werden müßten, wenn man an sie den Maßstab legen wollte, wie es im Elsaß geschähe. Wenn ein Blatt geschrieben habe, waS hier als eine so große Schandtat angesührl worden fei, daß der Katechismus als die festeste Grundlage der Politik betrachtet werden müffe, so könne er bte Betrachtung dieses Blattes für seine Person nur acceptiren und der Regierung tu Elsaß Lothringen anempschlen, die zehn G.bote recht fleißig zu studtreu und danach die Bevölkerung zu regieren. Abg. v. Hammerstetn (conf.) findet, daß die Antraasteller für die Nothwendig- fett der Aushebung der Bestimmungen keinen Beweis erbracht hatten; je mehr die Agitation für die Revanchepolitik Boden gewinne, desto mehr berühre es den Diktatur- paragrophen. Am Schluß der Sitzung machte der Präsident bekannt, daß dis Abgeordneten Woermann und Mcyer (Bremen) aus der DampfersubventionS - Commission ausge- schieden sind. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correfpondeuz - Bureau. Berlin, 29. Januar. Drm heutigen Hosball im königlichen Schlöffe wohnte die Kaiserin, der Kronprinz und die Kronprinzessin bei. Wien, 29. Januar. Im Unterhause beantragte Kraus, die Regierungs- Vorlage über die Dotation der katholischen Seelsorge der Geistlichkeit aus dem Religionssonds vor der Gebühren-Novelle zu berathen, als ersten Berathungs- Gegenstand aus der nächsten Tagesordnung. Gras Clam-Martinitz beantragte, für die beiden Vorlagen die Reihenfolge beizubehalten, wie sie ist. Der Antrag Kraus wurde mit 130 gegen 126 Stimmen angenommen. Londsn, 29. Januar. Die Königin ernannte den Oberst Stewart zum General- Major unv ließ dessen Truppen durch den General Wolseley ihre Befriedigung und ihren Dank aussprechen. — „Daily Telegraph" bringt in einer 2. Ausgabe ein Trlegramm aus Ham- bad vom 28. d. M-, wonach Araber am 27. Januar die Colonne unter General Earle angegriffen habe, aber durch Cavallerie und das Kameelreitercorps zurückgeschlagen wurden. L tztere besctzten darauf das bisher im Besitze der Truppen des Mahdi befindliche Dors Warag; der Feind zog sich tn der Richtung auf Birti zurück. — Ein Telegramm des Generals Wolsetty aus Korti von heute meldet: Die Genesung des Generals Stewart macht günstige Fortschritte, es ist Hoffnung auf eine baldige Genesung desselben. Rom, 29. Januar. In der heutigen Kammersitzung erwiderte Mancini aus eine Anfrage Crispi'S wegen der Meldung der „Agence Haoas" von einem englisch- italienischen Vertrage betreffs der cgypttscheu Angelegenheiten, ein derartiger Vertrag bestehe nicht. Der Minister erklärte wiederholt, die Beweise von Loyalität und aufrichtiger Freundschaft, die Italien England gegeben, hätten zu der Ueberzeugung geführt, daß Italien innerhalb der möglichen Grenzen mit einer wohlwollenden Parallelaction vorgehen könne, um Englands Ausgabe zu erleichtern. Es sei dies eine neue Garantie zur Vervollständigung des Programms des Friedens und des ConservatiS- mus, welches den Hauptzweck her Allianz Italiens mit den Centralmächten bilde, von welcher Politik diejenige Italiens ihre Richtung erhalte. Crispt entgegnete, er wolle die Thatsachen abwarten, würde aber einen Vertrag mit England gegenwärtig nicht für opportun halten. Die Kammer setzte hierauf die Berathung des Vertrags mit der Etsenbabngefellschaft für das Mittelemrermtz bis Art. 31 fort. Paris, 29. Januar. Dem Journal „Paris" zufolge hätte die Regierung beschlossen, den Mächten, insbesondere England, anzuzeigen, daß die französischen Befehlshaber angewiesen seien, neutrale Schiffe, welche versuchen würden, die Blokade von Formosa zu durchbrechen, auf das Genaueste zu durchsuchen. Madrid, 29. Januar. Der vormalige spanische Botschafter bei der Gurte, Cardenas, ist zum Botschafter in Paris ernannt worden. Riga, 29 Januar. Gestern Abend brannte in der Jakobstadt die griechisch- orthodoxe Kirche total nieder, dem Feuer ging eine starke Detonation voran. Lokales. - Gießen, 30. Januar. Gestern Mittag schlich sich ein Stromer in eine Wohnung tm 2. Stocke eines Hauses der Weidengasse durch die Küche, Vorplatz und 2 Zimmer. In einem der letzteren stahl er eine goldene Damenuhr mit Kette im Werthe von 50 JC und entfernte sich schleunigst damit. Der Dieb wurde alsbald noch tm Besitze der Uhr in der Stadt betroffen und verhaftet; ferner war derselbe im Besitze einer Arm fpange, welche er gefunden haben will. Obige Notiz möge zur Beachtung derer dienen, welche die Stromer in letzter Zeit häufig der Polizei gegenüber verbergen und das Betteln derselben in Abrede stellen, wodurch das Gesetz machtlos wird. Vermischtes. O. K. Frankfurt a. M-, 29. Januar- Julius LieSke, der muihmaßliche Mörder deS PoltzelraihS Dr. Rumpff, hüllt sich, nach Art des f. Z. in Parts Hingerichteten Mörders Campi, fortgesetzt in tiefes Schweigen. Einer Correspondenz des „B. B. C " zufolge ist er stets an Händen und Füßen gefesselt. Mehrere Male wurde er Nachts aus dem SÄlafe gerüttelt, um ihn zu einer Aeußerung zu veranlassen, jedoch hatte dies bisher keinen Erfolg. Mehrere Berichterstatter auswärtiger Blätter, des „Börsen-Courier", „Berliner Tageblatt" und anderer Journale wurden vor hiesig« s Polizeipräsidium geladen und ihnen eröffnet, daß sie sich einet Brihülfe des Mörders insofern schuldig gemacht hätten, als sie durch Publikation theilweise höchst unsachlicher Berichte die Untersuchung verzögert hätten. Mainz, 24. Januar. Dem „M. A" wird geschrieben: Aus Bubenheim bei Bingen kommt heute die Nachricht hierher, daß daselbst gestern Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr ein Reisender von zwei Strolchen überfallen, feiner Baarschaft im Be trage von ca. 1200 JL beraubt und ermordet worden sei. Von den Verbrechern verfolgt und angegriffen, habe sich der Reifende energisch zur Wehr gesetzt und einem derselben auf den Kopf geschlagen, worauf dieser einen Revolver auf ihn abgefeuert habe, der ihn in den Kopf traf und feinen Tod zur Folge hatte. Der eine von der Strolchen, welcher btn Schuß abgegeben, entfloh, während der andere feftgenommen und der Polizei überliefert wurde. Wie wir nachträglich erfahren, soll sich der Vorfall zwischen Bubenheim und Engelstadt zugetragen haben. Worms, 24. Januar. [Fürsorge für Arbetterwittwen.j Nach der „W. Z." ist in dem Etablissement der Firma Cornelius Heyl heute folgende Bekanntmachung erlassen worden, die für den Arbeiterstand von Interesse ist: „Nachdem in den Fabriken der unterzetchneten Firma die Fürsorge für invalid gewordene Arbeiter, für Kranke rc- seit Jahren in ausreichender Weise geordnet ist und Die hierauf bezüglichen Einrichtungen den Betheiltgtett dir wünschenswerthe Hülfe ein- tretenden Falles gebracht haben, erscheint ls nützlich und erwünscht, die für die Wittwen der Arbeiter bestehende Kasse nicht nur reicher zu dotiren, sondern auch der Art zu erweitern, daß die zahlreichen Arbeiter, welche eine entsprechende Anzahl von Jahren in >en Diensten der Firma stehen, besondere Berücksichtigung erfahren. Zu dem Zwecke erhöht die Firma bis auf Weiteres das der Wittwenkaffe zufließende Jahreseinkommen auf 10,000 JL, vorbehaltlich der Bekanntgabe der oben angedeuteten Einzelheiten. Worms, 24. Januar 1885. Cornelius Heyl." — [Selbe saßen auf einer Bank.j AuS feinem Gesichtsausdrucke war deutlich zu lesen: „Es war um ihn geschehen." — „Willst Du mein fein?" fprach er und versuchte sie etwas näher an sich zu ziehen. Sic blieb frtf sitzen und rückte nicht. — „Ich will ein guter Mensch werden und olle meine schlechten Gewohnheiten aufgeben," sagte er bringend. — Keine Erwiderung. — „Will nie mehr hinten." fuhr er fort. — Der Gegenstand feiner Verehrung blieb gefühllos. — „Und m'r das Rauchen abgewöhnen." — Keine Antwort. — „Und daS Spielen lassen." — Kalt wie zuvor. — „Will nie ohne Dich ausgehen!" — Sie schüttelte nur mit dem Kovfe. — „Und Dir morgen einen Diamantring schenken!" Da hob die Maid die gesenkte» Augen zu den seinen empor und ihr Köpfchen an seine Schulter lehnend, flüsterte sie bebend: „O, Alfred, w-e bist Du so l’eb?* Uno so saßen sie da und saßen — träumend — sinnend — denkend an den Diamantrtng und er — wo in der HergottS- welt er einen hernehmen sollte. — [Ein gut erzogener Ehemanns Frau: „Sag', Mann, was bedeutet das: „Der durchschnittliche Personenstand einer acmtfrintfcben Familie ist 5,04?" Erkläre mtt's an unserer Familie." — Mann: „Hm . . . Die 5 bist Du natürlich und da wir vier Kinder haben, ist auch die 4 erklärt." — Frau: „Nun, und Du?" — Mann: „Ich bin die 0!" _________________ a. jatWGnfagyaaoj. 'M —m i iwnri iwa—n—maMBi Eingesandt. Darmstadt, 28. Januar. Dem Beschlüsse deS Delegirtentags deS Rhein-Main-Gastwirtheverbandts gemäß hatte der erwählte Ausschuß, bestehend aus den Herren Reinem er—Darmstadt für Starkenburg Ganß—Mainz für Rheinhessen und Weigand—Gießen fücOberheffen am 28. d. Mts. Audienz bii Sr. König!. Hoheit dem Großherzog und überreichten btefelbcn eine Adresse, in welcher die Wünsche der Wirthe Hessens niedergelegt waren. Se. König!. Hoheit unterhielt sich mit den Vertrete n des Verbandes auf das leutseligste und wurden bewfdben in ca »/^stündiger Unterredung die Ungerechtigkeit und Einseitigkeit der hessischen Weinsteuer dargelegt. Es ersahen die Verbandsvrrtreter mit F enden, baß der Landesherr sich durch Erkundigungen über die nachtheilige« Folgen dieses Gesetzes für den Gastwirthsstand, Weinprodvcenten und minderbemittelten Weinconsumenten vertraut zu machen suchte und will derselbe dieser gerechten Sache seine ganze Aufmerksamkeit widmen und sein Wohlwollen schenken; e8 glauben die Bethetligten aus dieser Audienz die Hoffnung schöpfen zu dürfen, daß die hessische StaatSregierung sich mit der Abschaffung dieses für die interesstrten Kreise so drückenden Gesetzes eingehend beschäftigen wird. Es ist ja begreiflich, daß sich ein Finanzgesetz, auch wenn dasselbe Netto nur ca. 200,000 JL. einbringt, nicht über Nacht abschaffen läßt, doch sind wir der Ansicht, daß die hessische Regierung und Stände cs den Betheiligten schuldig sind, tn dieser dieselben schon seit Jahren beunruhigenden Sache noch in dieser Landtagsfission Gerechtigkeit zu Theil werden zu laffen. Theater. Die „Neuesten Nachrichten" berichten: Die neueste Posse aus der Feder Leon Treptow's, „S chü tzenlis ’I", die seit dem ersten We.yuachtsfetertag allabendlich die Räume des Central-Theaters bis auf den letzten Platz füllt, zeigt eine glückliche Hand und ein sicheres Auge für das Actuelle und Bühnenwirksame. Daß der Dialog etwas grobkörnig und die Witze handfest sind, ist durchaus kein Vorwurf für den Autor, der für eine volksthümlrche Possenbühne arbeitet; Treptow weiß sehr wobl, was packt und amüftrl und hat mit glücklichem Griff die durch F. y. Kaulbach'S keckeS Bild rasch populär gewordenen Gestalt der „SchützenliS'i" zur Hauptfigur eines MÜnchenerisch-Berlinischen Possevquodlibets verwendet, das dem Ämüsementsbedürfnitz vollauf genügt. Nochmals sei das Märchen „Aschenbrödel" dm Kleinen bestens empfohlen. Die Ausstattung zu diesem Stück ist sehr hübsch und die dazugehörigen reichen Costüme vom Leipziger Stadttheater erworben. Schiffsnachrichten. Bremen, 29. Januar. [Per transatlantischen Telegraph! Der Postdampfer Habsburg, Capt. Fr. Pfeiffm, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Januar von Bremen und am 14. Januar von Southampton abgegangen war, ist am 27. Januar 2 Ubr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und BerSehr. — [Postalisches.^ Um dem Publikum die Möglichkeit zu gewähren, ix dringenden Fällen Packele stets mit der nächsten sich darbietenden Be- sördernngs-Gelegenheit zur Absendung zu bringen, wird vom 1. F-bruar ab, zunächst versuchsweise, Die Einrichtung getroffen, daß Die Postanstalten, soweit als thunlich, gewöhnliche Packetsendungen zu solchen Postbesörderungs-Gelegen- heiten, welche außerhalb oder kurz nach Beginn der für den Verkehr am Schalter bestimmten Dienststunden, sich darbieten, auch außerhalb der Schalterdienststunden annehmen. Bedingung dabei tfi daß bis Packete von den Absendern nach Maßgabe der Bestimmung im $ 11& Abs. II der Postordnung als „dringende Sendungen" bezeichnet sind; auch soll die ausnahmsweise Annahme solcher Senoungen nur in dem Falle beansprucht werden können, wenn zur Zeit der E nl^eferung ohnehin ein oder mehrere Beamte bei der Postanstatt tn Wahrnehmung von Dienstgeschästen anwesend sind. Für derartig außerhalb der Postschalterzeit eingditferte Packete ist vom Aufgeber außer btm Porto und den Gebühren für dringende Vackdsendungen (P. 0.811a Abs. HI), mithin neben der besonderen Gebühr von 1 eine Einlieferuugsgebühr von 20 Pfennig für jede Sendung zu entrichten. Die Schlutzzett für die Annahme von »dringenden^ Packetsendungen vor Eröffnung des Schalters und nach Beendigung des Schalterdienstes ist bei dem hiesigen Hauptpostamt in der BahnhofSstraße auf 30 Minuten vor Abgang jeder Poft dezw. jedes Transports nach dem Bahnhofe festgesetzt. Während deS Schalterdienstes werden dringende Packetsendungen sowohl beim Hauptpostamts wie bet der Stadtpostavstalt bis 5 Minuten vor Abgang der Posten zur Beförderung angenommen. Für die Auflieferer dringender Packetsendungen bet Schatterschluß ober wahrend der Nachtzeit ist am Eingang zur Schalterhalle des Hauptpostamts in der Bahnhofstraße eine Nachtglocke angebracht. Kirchliche Anzeigen der Stadt Metzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Septuagesimä, 1. Februar. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche: fällt aus. Montag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostclaesch. Kap. 28. Pfarrer Dr. Naumann. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 1. bis 7. Februar besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Sonntag Septuagesimae. Von 7 Uhr an Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 4^ Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr. Samstag Abend 540 Uhr- 5 Htvi« yWfe mit b,M ^Ät* •*»Ä 1 und Du?' 81 Januar, -ft« "> »Oh,;, ® üi-ndj", be8 ouf öoi Imt. W«Wdt uni Z»r stch bur4 "machen such,! "amen und fein Haffaun- Schaffung bftfei n wird. @g • ca. 200,000 jl d°ß die hessische Heldin schon seit zu Dheii der Frdrr 2»on ertaß allabendlich Ißt eine glückliche Datz der Dialog Vorwmf für den veitz sehr wobl, A. Kaulbach - Hauplfigur eine» üsewentSbedürsntg bestens emvsoblcn. )tn reichen Costüme t Gießen Der Wbanvpfa M, todd)tt am abgegangen war, gekommen, zu gewübren, ix »rbietenden Be» )om 1. A-bruar ab, Mai, soweit al« örderungS-Gelegen' hr am Schalter bt‘ lterdiensißundm vern nach NMabe »ende Sendungen tungen nur in dem n ohnehin ein oder Geschäften anwesend lckite 'st -M M> unqen ikfekttNgsgevupr ^etsmdungen vor SÄ SÄ* ftffÄ ^sdienst- b(rÄlNi*14"* 7. F-W- >*“ ,d--hE^ Mittag 3 Allgemeiner Anzeiger. Rosentbal'S EorsettS in de» neuesten Talons. Cokes n 1.05 Nußcokes für Ttubcuhci',uiig. zerkleinert II n ii Bei 41 Kirchenplatz 9 II 750 ii 14000 I Verbrauch-gegenstände: Aenesie 5v circa II 34. ii 36 ämmtliche Bürsteuwaaren. $ 3 n n S» Elsoffer. 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Laudeszuchthaus-Direction. fst „ Apfelspalten Türk, pstanmen Kaffee, roher, Nudeln, Pfeffer, ganzer, Neis, Thee, Zucker, gedörrteZwetscheu Gerstengrütze, Gerstenmehl, Hafergrütze, Noggenmehl, Weizengrütze, Weißmehl, Kalbfleisch, Nindfleisch, Nierenfett, Schweinefleisch, Speck, ger-, Schweineschmalz, ausgel. deutsches, Handkäse, Milch. Eegenwärtigcr Preis in der Gassabrik: StückcokeS . . ......Mk. -.95 pr. Gtr, 150 m Lampendochte, versch. Breite, 85 stellten Preisen 528 •Jo*. Hark, Schulftrasze 5. \Herzog!.- Baugswerkschule Holzminden^ | damit verbunden Maschinen-,Mühlenbau- n. Miillerschuleji winters 4. Kov. Vorunt. 6. Oct. Pensionat. Dir.: G. Hxannann. ßs billigst 674 L. Kattrein stlbkihklsilitit kilcnlralmtn. Tie nnbefamiteri Eigentbümer bei im Jahre 1884 auf ber Dahn, in den Wagen und Darteräumen gefundenen Gegenstände werden auigeforbert, biefelben bei herunter: rcichnetenTiensMelleabzunehmen.wibrigen- tqUo anders über biefelben verfügt werben wirb. 681 Gießen, den 29. Januar 1885. Tic MagazinSverivaltnn-. Wo kauft billigsten u Mliill Für Maskenbälle 6. Februar 1. 3. auf dem Bureau I empfiehlt alle Arten unserer Oeconomen einzusehen und a"! ^3 _ in Offerten, versehen mit der Ausschrn'l Besatzartikel Weizenstroh (Masckinendrusch) wird täglich verkauft bei 664 Rudolf Burg, Arnsburg. M. am. Dampfiipfel » M- so Dien-tag den 3. und Mittwoch den 4. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Nathhause zum Zweck der lausenden 2trasienunter> Haltung für das Etatsjahr 1885/86 versteigert werden: Am ersten Tage die Pstasterreparaturen, die Lieferung von Basaltsteinen, das Anfahren und das Kleinschlagen derselben. Am zweiten Tage das Fördern von Lahnkies, das Anfahren von Lahn- und Grubenkies, sodann die Straßen-Handarbeiten- Gießen, den 28. Januar 1885. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 632 A. Bramm. Hoizdersteigerung. Freitag den 6. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald, Abtheilung Finkenholz, nachverzeichnetes Holz versteigert werden-. 1) 36 Rmtr. Buchen-Scheit, 2) 42 „ Eichen-Scheit, 3) 97 „ Buchen-Knüppel, 4) 80 „ Eichen-Knüpvel, 5) 2350 Wellen Buchen-Neisig, 6) 3100 „ Eichen-Neisig, 7) 600 „ Nadel-Neistg, 8) 42 Nmtr. Buchen-Stöcke, 9) 101 „ Eichen-Stöcke, 10) 11 Eichen - Stämme mit 8,17 Festmeter, von 19 bis 54 Eeutimeter Durchmesser und 4 bis 8 Meter Länge. Zusammenkunft im Holjschlag bei Nr. 1. Leihgestern, den 29. Januar 1885. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. 665 Montag den 2. Februar und an den folgenden Tagen, jedesmal Mittags 2 Uhr, werden in dem W. Th. Wittlich'scheu Laden, Marktstraße 32, die zur Coneurs- masse desselben gehörigen (folonial- und Kurzwaaren gegen Baarzahlung versteigert und kommen insbesondere am Montag zuerst die Tabake, Eigarretten ?c. und am Dienstag zuerst die Kurzwaaren, als Zwirn, Schnur, Litzen re. zum Aus- gebot. Gießen, den 26. Januar 1885. Hoffmann, 624 Eoncursverwalter. Hasen frisch geschossen, ü Stück 3 Jl., und zu haben bei 649 Wildhändler Ebel. Keilgeöotenes. Ein £x Bernhardiner Hund IV2 Jahr alt, treu, Verhältnisse halber zu verkaufen. 655 Neustadt 55. Feinste Cigarren, Cigarretten u. Cigarrettentabak empfiehlt billigst 65 C. Roth. Empiehleeine neue Sendung 83er Rheinwein, pr. Schoppen 40 Pfg, über die Straße 35 Pfg. Jfür Neinheit wird ^arantirt. Ph, Bauer II., 452 Bahnhofstraße, Altdeutsche Weinstube. Für MsvkknMe enipfehle Samwete, AtlaS, Mareetin, Bänder, Spitzen, Federn und Blumen in allen schönen Warben und namentlich zu sehr billigen Preisen, fditoarjen Lammt von SO Pfg. pr. Meter an 675 JL. Fangmann. Aecht it. Maccaroni * w. 45 4 „ IlO- in Paqueten i. 1 Pfd. 50 „ sst. Eiergemnsenudeln » M- 45 „ „ Manschetnndeln „ « » „ Dandnudeln „ 30 „ „ Ichnitt-Maccaroni „ 38 „ „ Panier-Mehl „ 35 „ „ Zternnudeln - 30 „ „ Mennudeln, gelb und weiß „ 29 „ „ Eierfadennudeln 45 „ „ Eiergraupen 40 „ empfiehlt 513 S. Elsoffer. Aecdte Frankl. Würstchen frisch einßetroffen bei 669 L. Halkhof. Eene Salzheringe, 84er Fang, in schönster Wciare, versende das Postfaß ooii^n. 10 Pfd- mit Inhalt von 40—50 Stück garantirt zu 3 JL frei Postnachnahme P. Protzen, Croeslin a. d. Ostsee, 236 Neg.-Bez. Stralsund. 185 Ein rentables Haus mit Garten wegzugshalber billig zu verkaufen. 3ii erfragen in der Erped. d. Bl. Seidensammete und Baumwollensammete in vorzüglichen Qualitäten empfiehlt zu billigsten Preisen 483 A. Fangmann. Ih’e Dämpf-Kaffee - Brennerei von A. Zimts sel.Wwe., bringt ihre Spezialitäten Gebt. Java-Kaffee’s Berlin, Bonn 6egr. 1831. in empfehlende Erinnerung. t s! Alleinige Niederlage in Giessen bei Herrn J. M. Sehulhof, in Lieh bei Herrn H. Zimmer VII., in Fron hausen bei Herrn M. Loe- wenstein I, in Gladenbach bei Herrn J. Schles- singer. 34 in Londorf bei Herrn G. Braun, Ja ü. F’ohr9 Sorrntnstraße 23 empfiehlt in ganz neuer Sendung / Damen-u.KinderkrageD, Rüschen, weiß und farbig, sowie eine Parthie Rüschen - Reste von 5 H an, farbige Bonden, farbige Wollfpitzen rc. zu den billigsten Preisen. 596 Alick-Verkin ;u Gießen. II. Vortrag: lieber die Entwickelung der Telegraphie, (mit Experimenten) von Herrn Dr. Molly, Dienstag den 3. Februar, Abends 7 Uhr, im großen Laal des Gymnasiums. Eintrittskarten für Familien und einzelne Personen für alle Vorlesungen, sowie Karten für eine Vorlesung ä 1 Jt. sind zu haben in der Ferber'schen Buchhandlung und der Nudolph'schen Mmikalienhandlung. 660 Der Vorstand. Metallarbeiter-Kranken- und Sterbekasse. Z Die Mitglieder obiger Kasse, sowie die Mitglieder der Schuhmacher-, Schneider- und Tapezierer-Krankenkaffe werden auf Sanurtay Abend präcis S Uhr zu einer Generalversammlung aus Aony's Bierkeller eingeladen. Tagesordnung: Gründung eines Sanitätsvereins (resp. Doktorkasse). Um zahlreiches Erscheinen bittet die Kommission de^vcreinigten Krankenkaff, n. Eingetretene Verhältnisse veranlaßten, daß der auf den 7. Februar vorgesehene Masken - Ball nunmehr auf Mittwoch den 11. Februar im Cale Leib 679 661 mittags 3 Uhr, statt. Die schwer gebeugte Tochter Anna Kirstein. Für die vielen Beweise aufrichtiger wahrer Theilnahme bei dem Dahinscheiden meiner mir unersetzlichen guten Mutter spreche ich meinen tiefgefühltesten Dank aus. Gießen, den 29. Januar 1885. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten statt jeder besonderen Anzeige die traurige Nachricht, daß heute Mittag 12 Uhr unser lieber Gatte, Vater, Bruder und Schwager Johannes Schmandt» Sattler, nach langem Leiden sanft verschieden ist. ' Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Steinberg, den 29. Januar 1885. Die Beerdigung findet Sonntag den 1. Februar, Nachverlegt werden mußte. Dies zur vorläufigen Kenntnißnahme der verehrt. Mitglieder. 644 Der Vorstand 676 Es wird ein solider, tüchtiger WiHh als Pächter für eine in nachweislich bestem Betriebe sich befindliche Restauration gesucht. Näheres bei VSilh. Krämer. 604 In unmittelbarer Näbe be§ Gymnasiums und deS Neälgymnasimus finden Knaben Pension in einer Bcamtenfamilie. Gute Verpflegung, gewissenhafte Erziehung und Beaufsichtigung bei den Schularbeiten wird zugesichert. Wohnung in freier und gesunder Lage. Pensionspreis mäßig. Gefl. Anfragen unter Nr. 640 befördert die Erped. d. Bl- 573 Ein junges Mädchen, am liebsten vom Lande, welches gute Zeugnisse besitzt, gesucht. Näheres in der Epped- d. Bl- Eisen, Messing, Zinn, Kupfer, Blei, Lumpen, Knochen, Werg (Heede), alle Akten, Geschäftsbücher, Briefe unter Garantie des Einstampfens, weiße Glasscherben ?c. werden zu den höchsten Tagespreisen angekauft. 657 Neuen weg ^2. Lehrlings-Gesuch Für ein größeres Fabrik- gefchäft tiu hiesigem Platze wird ein mit entsprechenden Borkenntniffen versehener junger Mann zu alsbaldigem ! Eintritt in die Lehre gesucht. Selbstgeschriebene Offerten wolle man in der Expedition dsS. Blattes unter Jit, 430 n rede rlegen.4 3 0 659 Für ein hiesiges größeres Geschäft ein junger Mann in die Lehre gesucht Gefl- schriftliche Offerten unter Nr. 659 befördert die Exped- d. Bl. 662 Für eine hiesige ruhige Familie, ohne Kinder, wird ein braves, reinliches Mädchen gesucht, welches kochen kann, die Hausarbeit gründlich versteht und gute Zeugnisse besitzt. Auskunft ertheilt Frau Mütter, ________Vermiethsbureau, Löwengafse. 658 Gesucht ein Mädchen, welches kochen kann und Waschen und Putzen versteht. Näheres in der Exped. d- Bl- Braunkohlen, sowie Blaunkohlen-Briketts, 83 Pfg. vr. Centuer. 369 Emil Lots. Mernnetßuugen. 654 Ein freundl- möbl. Zimmer mit Cabinet billig zu vermiethen bei Frau Pfarrer Uhrig, Wolkengasse 11, H. St. 668 Zwei Wohnungen, jede enthält eine Stube, Küche, Bodenkammer u. Keller, zu venniethen- Mühlgasse 21-__ 680 Grünbergerstr. 31: 3—4 Zimmer rc. zu vermiethen. 672 .Ein elegant möblirtes Zimmer mit Cabinet für 2—3 Monat billig zu ver- miethew Neuenweg 22. 64 Ein Logis von 3—4 Zimmern mit Gartcnantheil zu vermiethen bei Just. Unverzagt,_©teinstraße._ 70 DieParterre-Wohnung in meinem Hause, bestehend auS 7 Zimmern mit Zubehör, ist, per 1. April 1885 beziehbar, zu vermiethen. D. Katzenstein, Wilhelmstr. Nr. 1. 320 Die von Herrn Rechtsanwalt Katz in der Stadt Cassel bewohnten Zimmer sind per 15. März zu vermietheu. Näheres bei W. Katz im Darmstädter Haus. Ein Familienlogis mit allem Zubehör zu verm. Jacob Dörr, Mühlgasse. 374 Kleines Familienlogis zu ver- uziethen. Franksurterstr. 103. 386 Zwei Zimmer, auf Wunsch mit Küche rc-, an eine Dame zu vermiethen von Dr. Ploch. 574 Der zweite Stock zu vermiethen. Grünbergerstraße J4. 262 Durch Wegzug des Herrn Lux ist der zweite Stock meines HauseS vom 1. April ab anderweit zu vermiethen. Julius Rottz, Nord-Anlage, Weserstraße 1. 32 Der seither von Herrn Wolf Katz bewohnte Laden rnit Logis ist pr. 1. April 1885 anderweitig zu vermiethen. L. Textor, im Darlnstädter Haus. ~244~$cv V^öller'sche Laden mH Logis, eveiH. auch Vas ganze Saus, Sonnenttratze 23, ist per 1. April zu vermietheu. Näheres bei h. Fuhr, Sonnenstratze 25. Wermilchte Anzeigen. 670 Eine Pelzmütze auf der Lahn gefunden worden. Abznholen bei Dienstmann Minter. 671 Ein in Küche und Hausarbeit grüudlich erfahrenes Mädchen zum Eintritt am 25. März gesucht. Frau August Mayer, Südanlage 22. 666 Ein Mädchen, in Küche u. Hausarbeit gründlich erfahren, das gute Zeugnisse besitzt, sucht Stelle in einem kleinen Haushalt. Näheres Vahnhofstraßc 77. Apotheker. Ein Lehrling aus guter Familie, mit erfordert. Real- oder Gpmnas.-Bildung, findet Aufnahme und tüchtige Ausbildung. Lehrgeld wird nicht beansprucht. Eintritt pr. 1. April. 677 Universit.-Apotheke zum gold Engel. L. A. Doering. Stadt-Theater. Sonntag den 1. Februar 1885, Nachmittag 4 Uhr: Kindervorstellung bei ermäßigten Preisen Auf vielseitigen Wunsch wiederholt. Mit neuen Coslümen: Aschenbrödel oder: Der gläserne Pantoffel. Eine Komödie für große und kleine Kinder in „6 Bildern, nach dem gleichnamigen Märchen bearbeitet v. Ios eph He inrich. Kassenöffnung 3 Uhr. — Anfang 4 Uhr. Abends 1\2 Uhr: Novität! Novität! Schützenlist. Posse m. Gesang in 4 Akten L. Treptow. Musik von G. Steffens. Cassenöffnung 7 Uhr. — Anfang ‘/28 Uhr. Alles Nähere die Zettel- Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh lachen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.