Simmet fto ZS! '> ■: 1 ““Her ' v- 16 Neiget >An«Lr ""d ainfettio". "°°nkl-id-A° Schadt, r ft ^lt erfram Ö 5» Sonnenftraüe ?! 4 süML. * )u Gießen ---Eengefeld. h'9t jteuenroeg 58. MM, Gieße». -U-MrmW» faÄ von in geb. ftdultitt Familie M i«t Hausfrau in «< dstädtcheugeM tenuntW-^ >ie e$P6LL”“ ät $** )ecüiromie Mort M Lr, @rWW#i SFÄSä*= -«WaWS ,z 6 n Schnelldampfern des lilschen Lloyd man die Reife en nach Amerika > Tagt» | es bei brai eral-Agentm ill Dersekow, back a, M, Safe- *•#>* Oivt., & ÄZÄ D^MPß'E- yS^I •r EE'LiEWI au der “|Ä||r SZE. v i N,». 122 Samstag den 30. Mai 188S Kiehmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. t Schulstraße 7. „ 3 t an j. fi Brei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringers Erscheint täglich rmt «uSnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pi. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Nachdem der Rheinischen Viehversicherungsgesellschast in Cöln die Erlaubniß zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum ertheilt worden ist, so wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. . , J Gießen, den 28. Mai 1885. Großherzogliches Krersamt Gießen. p Dr. Boekmann. _ _ — Betreffend: Aufsicht über das Faffelvieh. , Gießen, am 29. Mar 1885. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der nachbenannten Orte. Die Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere und -Zuchteber durch die von dem landwirthschastlichen Bezirks-Verein gewählte Commrfston wrrd an fol8en^n ^“se" V,,.. in Daubringen, Mainzlar, Treis a. d. Lda., Allendorf a. d. Lda, Staufenberg Ruttershaufen Dollar und Wieseck. DonnerÄaa den 4. Juni: in Gießen,'Heuchelheim, Allendorf a. d. Lahn, Groß-Linden, Lang-Gons, Lechgestern und Klemlinden. SawStaa än 6. Juni: in Alt-Buseck, Trohe, Rödgen, Grob-Buseck, Beuern, Bersrod, Winnerod und Reiskirchen. LieE n di7Bullen-und Eberhalter anweisen, zur ftaglichen Zeit zu Hause zu bleiben und die Thiere der Commission bei deren Eintreffen der Transportkosten Entscheidung erfolgen werde- vr. Boekmann. MMt!.' 11 ■ H ■ ■ --- ---- Politische Ueberstcht. 29. Mai. Die Besserung im Befinden des Kaisers ist bisher Aetig und regelmäßig fortgeschritten und steht in diesen Tagen die vollständige Wiederherstellung des greisen Monarchen mit Sicherheit zu erwarten. Es durfte alsdann wohl auch der Veröffentlichung der diesjährigen Reise-Dispositionen des Kaisers entgegengesehen werden, über welche bis jetzt noch nichts Bestimmtes zu erfahren aeweien ist» Was die Angelegenheiten der inneren Politik anbelangt, so ist hierüber so gut wie gar nichts Neues zu melden. Dies gilt auch von der braunschweigischen Thronfolge-Frage, welche durch den vorläufig noch beim Justiz- ausschusie des Bundesrathes ruhenden preußischen Antrag, den Herzog von Eum- berland von der Thronfolge in Braunschweig auszuschließen, zum Brennpunkt der inneren Politik geworden ist. Es kann nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß die verbündeten Regierungen durch ihre Vertreter im Bundesrathe dem erwähnten Anträge zustimmen werden, nachdem der leitende Bundesstaat in so scharfer und präciser Weise darauf hingewiesen hat, welche stete G^ahr der welfische Prätendent auf dem Throne von Braunschweig für das Reich bilden würde. In Braunschweig selbst ist der Antrag Preußens von der Landesversanlmlung und von der Bevölkerung mit Genugthuung begrüßt worden und man hegt daselbst das feste Vertrauen, daß diese für das Land so wichtige Angelegenheit nunmehr einen Ausgang nehmen werde, wie er den wahren Interessen des braunschweigischen Landes entspricht. - Der bekannte Conflict des Sultans von Zanzibar mit der deutsch, afrikanischen Gesellschaft, welcher dadurch acut geworden ist , daß der Sultan eine Abtheilung seiner Soldaten in das der Gesellschaft rechtmäßig gehörende Gebiet hat einrücken lassen, dürste für diesen Herrscher einen unangenehmen Ausgang nehmen. Aus den Kriegsschiffen „Prinz Adalbert , „Srosch" und „Elisabeth" soll ein Geschwader geblldet und bet Zanzibar zusammengezogen werden. Hoffentlich genügt diese Demonstration, um den Sultan von Zanzibar zum Einlenken zu bewegen, anderseits würde er wohl in empfindlicher Weise erfahren, daß die Reichsregierung nicht gesonnen ist, von ihm die deutschen Jntereffen verletzen zu lasten. In Oesterreich steht die gesammte Politik unter dem Zeichen der Wahlmänner-Wahlen zu den Reichsrathswahlen. Die Wahlresultate laufen verhältnißmäßig langsam ein, was aber bisher über dieselben bekannt ist lautet mcht sehr ermuthigend für die deutsch-liberale Partei und wird letztere allem Anscheine nach die Zeche bezahlen muffen. In Ober-Oesterreich und Salzburg sind die Wahlen der Landgemeinden überwiegend, in Nieder-Oesterreich und Steiermark theilweise zu Gunsten der Klerikalen oder, wie sie sich im Gegensätze zu den Deutsch-Liberalen zu nennen pflegen, der Deutsch-Conservativen, ausgefallen ; außerdem kommt in den steiermärkischen Landgemeinden ein guter Th eil oer'Wahlerfolge auf die Slovenen. Auch in Böhmen und Mähren ist die Stellung der Deutsch-Liberalen nicht brillant; hier haben sie es neben den Czechen und Klerikalen mit einem mindestens ebenso gefährlichen Feinde zu thun, der Zwietracht in den eigenen Reihen, und diese wird den Heberaten Deutsch- Oesterreichern in der gegenwärtigen Wahlcampagne noch manche unangenehme Ueberraschung bereiten. , ,, . ,, Mitten in die großartigen Vorbereitungen hinein, welche man in Paris zum Leichenbegängnisse Victor Hugo's trifft, fällt als schriller Mißton die Kunde von dem blutigen Zusammenstöße, zu welchem es wahrend .ber Pfingstfeiertage zwischen den Pariser Communards und der Polizei gekom- men ist. Anlaß zu diesem beklagenswerten Vorgänge gab eine auf dem Pore la Chaise, dem großen Pariser Kirchhofe, am Pfingstfonntage stattgefundene Kundgebung der Communards an den Gräbern ihrer erschoßenen Genosien. Es wurden hierbei revolutionäre Embleme entfaltet, deren Entfernung die Polizei gebot und da die Communards diesem Bei langen nicht Folge leisteten, so kam es zwischen beiden Parteien zu einem förmlichen Gefechte, in welchem die Communards wie die Polizisten zahlreiche Verwundete hatten; das Gerücht, es seren auch mehrert Communards hierbei getödtet worden, hat sich indessen nicht bestätigt; die THeilnehmer an der Kundgebung wurden schließlich zerstreut. Dieser Vorfall erregte unter den Communards und den Anarchisten große Erbitterung, die sich in einer Maffen-Demonstration bei dem am Dienstag stattgefundenen Begräbnisse des Commune-Mitgliedes Amouroux äußerte. Demselben wohnten ca. 4000 Personen, darunter die Majorität des radikalen Gemeinderathes von Paris, bei und wobei eine Menge Reden im anarchistischen Sinne gehalten und wiederum die revolutionären Zeichen und Flaggen hervorgefucht wurden, ohne daß die Polizei diesmal etwas dagegen einwandte. Diese ganzen Vorfälle haben natürlich in Paris große Aufregung hervorgerusen und auch m der^Deputirten- kammer wurde speciell der Zusammenstoß aus dem Pöre la Chaise lebhaft erörtert, wobei die Abgeordneten der äußersten Linken das angeblich provoca- torische Verhalten der Polizei scharf tadelten. Die Verhandlung endete indessen mit einem Vertrauensvotum für die Regierung. Trotzdem werden sich für dieselbe noch manche unangenehme Folgerungen aus diesen Vorfällen ergeben; so hält man die Demission des Ministers des Innern, Allain Targa, jur wahrscheinlich und im Uebrigen tadeln selbst gemäßigt-republikanische Organedie mcon- sequente Haltung der Polizei, welche an dem einen Tage Die Entfaltung revolutionärer Flaggen verbot, dies aber an oem andern stillschweigend gestattete. Jedenfalls haben die erwähnten Vorgänge die anarchistische Gefahr, von welcher die französische Hauptstadt fortwährend bedroht ist, wieder einmal m den Vordergrund gerückt und klar vor Augen gestellt. Das Schwergewicht der in Rom jüngst zusammengetretenen internationalen Sanitäts-Conserenz ruht einstweilen in der gewählten technischen Commission. Dieselbe hielt am Dienstag eine Sitzung, m welcher dre Frage der Quarantäne-Maßregeln erörtert wurden, wobei sich tiefgehende Meinungs-Verschiedenheiten der Commissions-Mitglieder zeigten. Der Rietet ber Vereinigten Staaten sprach der Quarantäne zur See rundweg Existenz- Berechtigung ab, während der türkische und der dänische Delegrrte erklärten, daß ihre Regierungen die See-Quarantäne aufrecht erhalten wurden. Wetter behauptete der erste Delegirte Indiens, daß die Cholera jemals von Indien nach Europa verschleppt worden sei, eine Behauptung, welcher Rochard einer der fran Mischen Delegirten, entschieden widersprach, und dies wohl mi, RerU. Dir Arbeiten der Commission dürften sich unter diesen Umstanden in die MiW ziehen. Wie ein römisches Telegramm meldet, hat die technische Commission schließlich beschlossen, die Quarantäne-Frage vorläufig beiSette zu taffen und genehmigte den Antrag Brouardel's auf Errichtung von Musterhafen und Constatirung der allgemeinen Gesundheits-Verhältnisse m den Hafen. Darmstadt, 28. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: t . , , „ , 3 m ,x. , , Am 20 Mai den Kreisveterinärarzt des Kreisvetermaramtes Reichelsheim, Heinrich Renner, zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Dieburg, mit dem Wohnsitze zu Dieburg, mit Wirkung vom 1- Juni l. Js. an, zu ernennen; Univerfitäts - Chronik. Marburg, 27. Mai. Wie wir hören, wurde als Nachfolger des verstorbenen Geh. Rath Professor Dr. Duncker Herr Professor Drt Kaiser in Berlin zum ordentlichen Professor an der hiesigen Universität ernannt. an dems. Tage den Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Dieburg, Georg Ludwig Br Lisch zu Groß-Umstadt, auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Juni l. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, 28. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute den Hauptmann Freiherrn Röder v. Diersburg vom Garde-Schützen- Bataillon (Lichterfelde) und den Kammerrath Weber aus Laubach. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondeirz-Bureau. Berlin, 28. Mai. Die Stadtverordneten-Versammlimg verhandelte heute über die Anfrage Virchow's und Genossen, betreffend die Gültigkeit des Mandats des aus- aewiesenen (socialdemokratischeu) Stadtverordneten Ewald. Sie nahm den Antrag Singer an, zu erklären, daß das Mandat Ewald's durch dessen Auswerfung nicht er- ledrgt , 28. Mai. Die hiesigen Tischlergehülfen haben, obschon die Meister deren Forderungen möglichst entgegenkamen, die Arbeit eingestellt, weil sich die Meister weigerten, die von den Gesellen vorgelegte, von den Vertretern des Fachverems unterzeichnete Werkstätteordnung, sowie den Lohntarif ebenfalls zu unterzeichnen. Sigmaringen, 28. Mai. Der Erzbischof von Freiburg, Dr. Orbm, hat die Abhaltung öffentlicher Gebete in Hohenzollern für den erkrankten Fürsten an- geoidne^ Die hier tagende Generalversammlung thüringer Bauern beschloß, eine Adresse an den Reichskanzler Fürsten Bismarck zu richten, in welcher sie Namens des thüringer Bauernstandes ihren Dank für das Wohlwollen des Reichskanzlers ausdrückt und die Ueberzeugung ausspricht, daß der erhöhte Getreidezoll dem Reiche und den Communen erböhte Einnahmen schaffen und der schwer darnieder- liegenden deutschen Landwirthschaft einige Hülfe bringen wird. Sodann wird in der Adresse behufs Herbeiführung einer durchgehenden Besserung um Einführung der Doppelwährung in Gemeinschaft mit den maßgebenden Culturstaaten gebeten. Paris, 28. Mai. ' Wie verlautet, beabsichtigt die Regierung, aus Grund der von mehreren Präfekten erstatteten Berichte, die Frage des öffentlichen Gebrauchs, von Emblemen generell zu regeln und den Kammern einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die diesbezüglichen Befugnisse der Regierung genau bestimmt und das Verbot des Gebrauchs von auftührischen Fahnen auf ganz Frankreich ausdehnt. Madrid, 28. Mai. Die Deputirtenkammer hat den am 10. d. M. abgeschlossenen Vertrag, betr. einige Abänderungen des Tarifs A. des deutsch-spanischen Handelsvertrags ohne Diskussion genehmigt. _ Lima, 28. Mai. Die Regierungstruppen errangen über die gruppen Caceres bei Huancayo einen großen Sieg. Caceres ist verwundet. Rom, 28. Mai. Die technische Commission der Sanitäts-Conferenz vottrte dre von Proust beantragten Maßnahmen, als: Die Regierung überwacht die Desinfection der Gegenstände und die Beaufsichtigung der Personen vor Abgang und während der Durchfahrt des Schiffes. Betreffs der Desinfection wird eine Subcomrmssion zur Prüfung speciell der für das Rothe Meer zu Reffenden Maßnahmen ernannt. *.,*0*^ «°n Ste# iiMiicste>5 sforn: 5^ •SSg; Sammlung cßg] SLSiS Lethe sich ausdruckt nid)t wGuleuMn eu fiat in leinen Besprea Historiker AM puffen lasten. ® aller derer verdient, c Zeiten und Voiker ve äußert sich folgendem Mlmgene Werk zeichr kein trockener MM 5unsiMckmleidck die ben stoss bloß bt innige^ Sichversenkev ts, uns zum Erfasse: besprochene Werk Verlagshandlung, ot Ungarn, Böhmen, ' genießt." SchiffSnachrichten. Bremen, 27. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampiel Nürnberg, Capt. A. Jaeger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1--. jW von Bremen abgegangen war, ist am 24. Mai, 2 Uhr ^Nachmittags, wohlbehalten * Newyork angekommen. z n Bremen, 27. Mai. Mr transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfe Hohenzollern, Capt. A. Meier, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am io. JJ- von Bremen abgegangen war,' ist am 26. Mai, 2 Uhr Morgens, wohlbehalte: Iiewyork angekommen. , Bremen, 27. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.fi Der Postoanpe Werra, Capt. I. Barre, vom Mrddeittschen Lloyd in Bremen, welcher am von Bremen und am 18. Mai' von Southampton abgegangen war, ist heute d w- Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Lokales. Gießen, 29. Mai. Wie die „Darmstädter Zeitung" meldet, empfingen Seine Königliche Hoheit der Großherzog, bei seiner Anwesenheit am Mittwoch, im Gasthaus zum Einhorn dahier die Herren Geheimebaurath Prof. Dr. v. Ritgen, Steuerrath Süfsert, Domänenrath Schliephake, Steuer-Jnspector Peters und Baurath Walter. c r Gießen, 29. Mai. In der geftrigen Stadtverordneten-Versammlung wurde zunächst der von Großh. Direction des Realgymnasiums und der Realschule vorgelegte Bericht über den Bestand dieser Schulen verlesen. Nach dem Berichte besuchen im Ganzen 573 Schüler die Anstalten, wovon auf das Realgymnasium 258, auf dre Realschule 262, auf die Vorschule 153 entfallen. — Die vom Herrn Stadtbaumeister vorgelegten Pläne für das Schlachthaus werden in der Hauptsache genehmigt. Das Schlachthaus, welches zum großen Theil auf Grund der Einsichtnahme mustergültiger Anlagen in anderen Städten ausgeführt werden soll, _soll, was dessen räumliche Ausdehnung betrifft, so angelegt werden, daß eine Vergrößerung erst einzutreten hat, wenn die Einwohnerzahl der Stadt sich um vermehrt und ist bei Stellung der Baulichkeiten zu einander darauf Rücksicht genommen, daß jeder einzelne Bau beliebig vergrößert werden kann. Die große Schlachthalle für Hornvieh wird eine Lange von 21,60 Mtr., eine Breite von 11,50 Mtr. erhalten mit einem Durchgang von 2,50 Mtr., der an diese Halle stoßende Bau für die Kaldaunenwäfche hat eine Länge von 9,50 Mtr., eine Breite von 7,50 Mtr., 4 Mtr. Stockhöhe und 3 Mtr. Dachhöhe. Das Schweineschlachthaus wird in einer Länge von 9Mtr. und einer Breite von 8,10 Mtr. angelegt werden. In diesem werden zwei große Brühbottiche aufgestellt, außerdem befindet sich noch ein Reservebottich in einem anderen Gebäude. Das Pferdeschlachthaus erhält eine Länge von 4 Mtr. bei einer Breite von 3 Mtr. Für das Maschinenhaus, in welchem die zum Betrieb der Wasserleitung rc. nöthigen Maschinen aufgestellt werden, wird in einer Ausdehnung von 7 Mtr. Länge, bei 4,24 Mtr. Breite und 5,55 Mtr. Höhe angelegt. Vorgesehen ist ferner ein Verwaltungsgebäude, Wohnungen für Aufseher u. dgl. — Die Stallungen, mit denen entsprechende Futterböden angelegt werden, sind so anzulegen, daß in dem Stall, für Großvieh 20 Stück, in demjenigen für Kleinvieh 50 Stück und in den Schweineställen 60 Stück untergebracht werden können, auch ist Stallung für 2 Pferde vorgesehen, desgl. entsprechende Remisen für Wagen und sonstige Fahrzeuge. Das ganze Etablissement wird mit einer Mauer umzogen. — Das Gesuch des Herrn Fr. Textor um Erlaubniß zur Höherlegung des städtischen Wegs vor der Hardt wird genehmigt. Die Beschwerde des Herrn Heinrich Schön wegen Verweigerung der Erlaubniß zur Erbauung eines Hauses am Nahrungsberg soll bei Großh. Ministerium, an welches sich Gesuchsteller gewendet, nicht befürwortet werden, weil das zu bebauende Grundstück nicht an einer vorgesehenen Straße liegt. Gießen, 29. Mai. Sicherem Vernehmen nach waren gestern Mittag mehrere Herren von der Eisenbahn-Direction Hannover zur Besichtigung der hiesigen Bahnhofs- Anlagen hier anwesend. Die Herren nahmen auch Augenschein von dem in der letzten Zeit so oft genannten Bahnübergang bei der Rüsing'schen Wirthfchaft. Gießen, 28. Mai. (Turnerisches.) Der Gau Hesfen wird jetzt auch zwei akademische Vereine zu seinen Mitgliedern zählen. Es haben sich die akademischen Turnvereine von Marburg, „Hasso Guestfalia" und „Philippina", in den Gau Hessen angemeldet. — Die Fahrpreisermäßigung, welche von Seiten der Direction der Oberh. Eisenbahnen zum 14. Gauturnfest am 11. bis iacl. 13. Juli cr. in Lich bewilligt ist, bezieht sich nur auf die mit Festkarten versehenen Turner, und zwar so, daß die an gen. Tagen gelösten einfachen Billets nach Lich gegen Vorzeigung der Festkarten zur freien Rückfahrt berechtigen. Außerdem wird am Sonntag den 13. Juli, Abends 10 Uhr 15 Min. ein Extrazug Lich-Gießen abgelassen werden. — Der Allgemeine Kranken-, Sterbe- und Unterstützungskasseverein, e. H., hat in seiner gestern Abend stattgehabten Generalversammlung die Auflösung beschlossen, weil die seitherigen Satzungen mit denen des Reichsgesetzes nicht mehr conform gehen , und bei einer etwaigen Abänderung viele Mitglieder in ihren feit langen Jahren erworbenen Rechten geschädigt würden. Mit dem 1. Juni werden die Zahlungen eingestellt. Gießen, 29. Mai. Das nächsten Mittwoch den 3. Juni dahier wie alljährlich stattfindende Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission wird außer dem Festgottesdienste, in welchem wieder ein früherer hessifcher Landsmann, der Vereinsdirector Zinßer aus Leipzig, predigen wird, interesfante Referate über den Kampf wider die Trunksucht von Pfarrer Fuchs aus Beerfelden und Dr. Pfannmüller, Arzt am Landeszuchthause Marienschloß, bringen. Beide Herren sind in hervorragendem Maße berufen, in dieser für unser Volkswohl so wichtigen Frage ihr Urtheil abzugeben, der letztere durch seine Stellung, die ihn: reichlich Gelegenheit bietet, die verwüstenden Wirkungen der Trunksucht zu beobachten, der erstere durch eingehende literarische Beschäftigung. Eine Beiheiligung aller Derer, welche mit dem Deutschen Verein gegen Mißbrauch geistiger Getränke in Beziehung stehen, wäre besonders erwünscht. DasH '»ufcn’“"9'« I Verwischtes. Berlin, 25. Mai. Bei dem Brand des Hohenzollern-Museums ift von den vielen Einzelheiten glücklicherweise kein einziger Gegenstand vernichtet worden oder fortgekommen. Tie Beschädigungen, die das Wasser herbeigeführt hat, werden beseitigt sein, noch ehe die betroffenen Räume des Museums, welche den vierten Theil des ganzen ausmachen, baulich wiederhergestellt sein iverden. Die Verwaltung glaubt, daß der Besuch der unversehrt gebliebenen Räume in wenigen Tagen dem Publikum wieder gestattet werden kann. Dillenburg, 27. Mai. Ein Akt der brutalsten Roheit wurde auf unserem Friedhöfe verübt, indem in der Nacht vom Freitag zum Samstag 20 der schönsten Denkmäler von rohen Menschen umgeworfen und zertrümmert wurden; die Stadtgemeinde hat eine Belohnung von 300 auf die Namhaftmachung der Thäter ausgesetzt, was aber noch keinen Erfolg erzielt hat, doch ist es Jederinanus sehnlichster Wunsch, diese Schandtthat entdeckt zu sehen, zumal vor einiger Zeit einem hiesigen Bürger 15 der schönsten in Blüthe stehenden Obstbäume entrindet wurden und somit dem Verderben preisgegeben waren. Auch diese Schändlichkeit ist noch nicht entdeckt. — Am zweiten Pfingstfeiertage wurden in den benachbarten Orten Sechshelden und Eibach zwei Leute durch Messerstiche schwer verletzt, dem einen wurde das Auge ausgestochen und der andere ist so zugerichtet, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. — In Frohnhausen dagegen wurde an demselben Tage ein junger Mann in einer Schlägerei so mißhandelt, daß derselbe heute früh gestorben ist. Bonn, 27. Mai. Die diesjährige Synode der deutschen Altkatholiken ist heute früh Uhr durch Bischof Reinkens nach einem feierlichen Gottesdienste in der Gymnasialkirche eröffnet worden. 68 Abgeordnete aus allen deutschen Staaten (25 Geistliche und 43 Laien) sind erschienen. Die Berathungen, die im Musiksaale der Universität abgehalten werden, nahmen einen glatten Verlauf. , Von den bisher be- rathenen Gegenständen der Tagesordnung wurde der erste (Einführung von Schulbüchern mit officiellem Character) abgelehnt, der andere (das im Auftrage der vorigen Synode von Pfarrer Thürlings in Kempen ausgearbeitete liturgische Gebetbuch) angenommen. Die Beratungen werden heute Nachmittag fortgesetzt. Von den er- chienenen Sypodalen erwähnen wir außer den hier ansässigen Spitzen der Altkatholiken Bischof Reinkens, Generalvicar Prof. Knoodt, Geh. Justizrath Prof. Dr. v. Schulte u. a. die Herren Professoren Michelis aus Freiburg, Weber aus Breslau, Landtagsabgeordnete Dr. Deidesheim aus München, Geheimrath Kühlwetter aus Köln. In der gestrigen geselligen Vorversammlung in den neuen Räumen der Lesegesellschaft, die ehr zahlreich besucht war, herrschte die lebendigste Stimmung. Prof. Giesen begrüßte in gewohnter geistvoller und beredter Weise die Gäste. Pfarrer Gatzenmeier aus München brachte dem Prof. Knoodt ein Hoch, dieser dem Prof. Weber, der feinerseits wieder auf den Bischof Reinkens toastete. Von besonderer Wirkung war die Rede des Professors Michelis, der, auf die auf denselben Tag fallende Jubiläumsfeier Gregors VII. Bezug nehmend, die Reformbewegung der Altkatholiken als die erste aus dem praktischen Leben, und nicht, wie die früheren, aus dem Klosterleben hervorgegangenen bezeichnete. , (Köln. Ztg.) Hagen, 26. Mai. Heute Morgen ist die demBahohofe Werl-gegenüberliegende Papierfabrik durch eine Kesfelexplosion vollständig zertrümmert worden, hierauf in Brand gerathen. und bis auf wenige Ueberreste zerstört. Leider sollen der Besitzer der Fabrik und 5 Arbeiter verunglückt sein. Paris. Unweit der Pariser Sternwarte befindet sich ein Springbrunnen, welcher von den Gestalten der vier Welttheile, Europa, Asien, Afrika und Amerika, welche einen Globus tragen, gebildet wird. Eines Morgens waren die Anwohner des Platzes sehr erstaunt, eine fünfte Gestalt unter der Weltkugel zu gewahren. Als einigt sich näherten, Härten sie vom Brunnen her mehrfach rufen: „Ich bin Oceamen/ Und siehe da, die fünfte Gestalt regte sich. Die herbeigeeilten Polizisten nahmen dieselbe in Obhut. Es war ein ehrsamer Koffermacher, Deschamps, welcher am Vorabend im Rausche den Plan gefaßt hatte, den vom Künstler vergessenen fünften Welttbeu zur Stelle zu bringen. Blos mit Hemd und Unterhose bekleidet, bestrich sich Deschamps tüchtig mit flüssigem Kleister und wälzte sich dann in den Federn seines Kopt- kissens, die natürlich massenhaft an ihm kleben blieben. In dieser Ausrüstung hatte er sich zu den vier Welttheilen gestellt. Wie lange Deschamps dort gestanden, konnte nicht ermittelt werden. Er war ganz steif gefroren, da die Nacht besonders kalt gewesen. Deschamps, der offenbar an Irrsinn leidet, wurde vorerst nach Hauie gebracht. c Newyork, 23. Mai. Der Capitän des hier gestern Abendsangekommencn Dampfers „City of Berlin" von der Jnman-Linie meldet, daß sein Schiff am 19. ö. um 3 Uhr 35 Min. Morgens im 43« 30' nördlicher Breite und 49° 80' westlicher Lange gegen einen ungeheuren Eisberg rannte, wodurch er seinen Burgspriet und feine Figur sowie den dazu gehörigen Apparat cinbüßte, während der Bug cingehieben und du eisernen Platten der Verdeckplanken und die eisernen Geländer zerbrochen wurden. Große Massen Eis fielen auf das Vordercastell-Verdeck, durchschlugen die Holzbekleiduug und fielen in den Kielraum. Zur Zeit der Collision herrschte ein dichter Nebel miv das Schiff fuhr sehr langsam. Unterhalb der Hauptverdecklinie wurde kein Schaom angerichtet. Um V» nach 4 Ubr fetzte die „City of Berlin" ihre Reise langsam fort und um 6 Uhr 24 Min. Abenos fuhr sie bei einem zweiten Eisberge und um 8 litt 50 Min. bei einem dritten vorbei. Der erste und der dritte Offizier waren zur Z°t des Zusammenstoßes auf der Brücke. Der angerichtete Schaden wird auf Lftr. 5M geschätzt. Das Schiff wird hier ausgebessert werden. Die Passagiere befanden sich n größter Bestürzung und die Retttmgsboote wurden in Bereitschaft gehalten; es wutte jedoch kein Leck entdeckt, auch wurde Niemand verletzt. — Der Attorney-Generu Garland hat entschieden, daß die Kopfsteuer von 1/2 Dollar, welche die in den Vei- einigten Staaten ankommenden Einwanderer zu enttichten haben, sich auch an Touristen bezieht. , . New-Aork, 20. Mai. Professor Robert Odlum, ein berühmter Schwimm-r aus Washington, sprang gestern Nachmittag von der hiesigen East-River-Brückc um fand dabei feinen Tod. Die Höhe vom Mittelpunkt der Brücke bis zum WasferfMM beträgt 40 M. Es gelang Odlum beinahe während des ganzen Sprunges semn Körper aufrecht zu halten, aber zuletzt erlitt der Körper eine Wendung und er saM mit einer Seite aufs Wasser. Odlum machte den verhängnißvollen Sprung,, u» Berühmtheit zu erlangen. Er hatte unlängst die Erlaubniß der Behörden nachgeium, von der Brücke zu springen; diese, wurde aber verweigert, und die Polizei ward angewiesen, ein wachsames Auge auf ihn zu haben. Gestern wurde indeß durch eme b^ die Aufmerksamkeit der Polizei von der Brücke abgelenkt, während Odlum Sprunge anschickte. Mehrere seiner Freunde, die sich in einem Dampfer auf dem befanden, zogen ihn ans dem Wasser. Er lebte nur, bis das Ufer erreicht war, sMY bann wenige Worte und starb unter großen Schmerzen. f . — (Die Rache ist süß.1 A.: „Ich verstehe Dich nicht, dieser Mensck lu Dich zeitlebens so geärgert, und jetzt gibst Du ihm Deine Tochter zur Fran. ' B.: „Nur ruhig. er bekommt meine Frau zur Schwiegermutter, das ist meve Rache!" MMg btn von Vormiff sollen im allen 9 werden'. Mnremdck, ve Sieinhanerardell Schlofferarbell Wastererarbeit (srbauffiHhmg Sieben, ben 27 GW Bürger, 3954 A. Br Dienstag b , Nachmitt loUen aus dahiesigev mobilien des Bern Flur 1/167 94 M Wolkenga H XXV/107 1; der Wartb ■ XXVl/77 3 den Glintl Inr. gesterner! "Mietend versteia Gießen, den 29. g 3992 Äingtzg j »nm, KL *&« des -A Sters 3990 ielimber ÄfejJ s«Ss ÄFy*,i w Äierfc L-S'^ >ZÄ «tfÄfiSl ijo^ J *" ,,.«d =S?EtoJ |enbmÄ^I '«WÄAA» I ncrt wurden- ! Ä« ’** -stej* i$SSfc "as Auge ausgchch-i . J W wird LTJ meiner Schiel . W Wolifaift J ®otte§bien(te in J i en putschen Staaten ä ?usiksaale VA 'r x\‘ Von den bisher M Mlfuhrung von (5te; I tm Auftrage der vonj ! üturgische Gebetbuch) i ' ortgefeht. Von den all n Sitzen der Mkatholitü [ 'ath Prof. Dr. u. Schn!! ! r aus Vreslau, Landtag! 4 ühlmttcr aus Köln. M i ien der Lesegesellschaft, tÄ- lg- Prof. Giesen beM Pfarrer Gatzenmeier ® j !rof. Weber, der seiner^ 1 Wirkung war die Rede Ä rbiläMsfeier Gregors vn • 3 die erste aus dem m »sterleben herworgegangcrr! (Köln. Zig.) 1 ofe Werl-gegenüberlieM . nmert worden, hieran!''. »■ rder sollen der Besitzer H | sich ein Springbrunr. sien, Afrika und W- \" i waren die Anwohner s V zu gewahren. Als tip ren: „R bin Oceack tcji giften nahmen ips, welcher am Äor^1 ME Mw Weich, »i Estrich //<>' mdmFedemME dieser *5 W*S-' >i- N°Ä ‘ Ede vorerst nach F [teilt ÄÄ wW« bai fein * .””1 „b 49- 80' Surgfpnet ®^ "3': -n.,A »innftiieben “iS chten W1 sSss sMik Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 29. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 14, Luft 21. L. Chr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Eyangelische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. Sonntag Trinitatis, 31. Mai. Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2V2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre für die Gymnasiasten und Stadtschüler, Vormittags 11 Uhr, in der Friedhofskapelle, Pfarrer Dingeldey. Katechismuslehre für die Realschüler, Vormittags 11 Uhr, in der Kleinkinderschule, Pfarrer Dr. Naumann. Katechismuslehre für die Mädchen, Vormittags 8 Uhr, in der Kirche, Pfarrer Am Mittwoch, den 3. Juni, feiert in hiesiger Stadtkirche der Verein für innere Mission in Oberhessen fiin Jahresfest; der Festgottesdienst beginnt Vormittags 10 Uhr. Die am 1. Pfingstfeiertage für die Lutherstistung erhobene Kirchenkollekte betrug 26