isonNi *5' Mai, , öc*»w..-i ‘nwohncr). f Bezu8 dujth. ihlirf. le Simmtr liii, 3. ew ^ssischen Ho,/ iktes äiinmtr "tär Äittltr, *nyiL. ZillM Jtotbanlnge ? ^ergechrbtze 1; Zimmer, mit/ niethen. W.- -jtiiceftroyi r zu oermictb. Wrstrchtz, mmer in ruh em Riegelm) irtes flimmer Mortzratzn nöblirtes Zi/- Frankf. Slr , biirteTflST uckstraße 11in' ÄnzeigL Sonntags M : der LiebiD ihülß. KurzrvrueW' Stadl ckd« fern bxx \Ä wr. t Ux ^Tan^.' Zrutzmj^ A’f itungen tation. MM )7 besorgt W" licht lila* lame au§« -vMe>° f, UW' lj y «Kii» er von zu it den <• .jse Seaurj eschäftU lht. D-rs'^ nge f«* ,a b" t -standE ka«ilie -"S »*S K S- Str. 99 Erstes Blatt. Donnerstag den 30. April 1885 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. fflweemt «chulgraße 7. Erscheint «»«lieh mit «vsn.hme M «tont««»- J,tr‘e[iä|rli^ 2 Mark rv Pf. mit Bringerte**, Durch die Post bezogen merteliährlrch 2 Mark 56 P. RtPJlW 11II UM I n ■ I I ■! ■«■■»»■■■■■■————————mmmm,—— Arutschkand. Darmstadt, 25. April. Schluß des Inhalts des Großh. Regie- nmgSblattes (Beilage Nr. 5): 8. Charakterverleihungen: Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. April dem berittenen Oberwachtmeister Krämer im Genüd'armerie-CorpS, bei seiner Versetzung in den Ruhestand, den Charakter als Seconde-Lieutenant zu verleihen. 9. Dienstentlassung. 10. Ruhestandsversetzungen: Am 4. März wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Main- slirgen, Adam Schreiber, auf sein Nachsuchen, am 5. März wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Albig, Valentin Heilmann, auf fein Nachsuchen, am 15. März wurde der Schullehrer an der Gemeindejchule zu Bieber, Peter Stabet, auf sein Nachsuchen, am 19. März wurde der Schullehrer an der Gemein beschule zu Rüsselsheim, Christoph Wesp, aus sein Nachsuchen, am 20. März würbe der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Heppenheim, Martin Schaller, aus fein Nachsuchen — in den Ruhestand versetzt. 11. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Die evang. Psarrstelle zu Gettenau. Die mit einem coatiß. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ilbeshausen mit einem Gehalt von 900 «A; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Rülfenrod mit men Gehalt von 900 mit der Stelle ist Kirchendienst verbunden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wda mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt non 950 bis 1150 JL jährlich. Eine (die dritte) mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Michelstadt mit einem Anfangs- t von 1000 JL. von 5 zu 5 Jahren um 100 aufsteigend bis zu 1500 3)em Herrn Grasen von Erbach-Fürstenau steht das Präjentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- minbeschule zu Zell mit einem Gehalt von 900 «M. Drei Lehrerstellen zu Lampertheim: zwei an der evang. und eine an der kath. Schule mit einem «ach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemeffenden Gehalt von je 1000 li« L400 Jt. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule in Worms mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich ^messenden Gehalt von 1200 bis 2000 Jü Eine (die erste) mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rieder-Mörlen mit einem Gehalt von 900 Jl.; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; dem Eerneinderath und dem Schulvorstande zu Nieder-Mörlen steht das Präsen- taliotisrecht zu dieser Stelle, unter Zustimmung des Kreisraths des Kreises Friedberg zu. 12. Sterbefälle: Gestorben sind: Am 3. Februar der Rechnungsrath i. P. Julius Petsch Darmstadt; am 9. März der Vorstand des Central-Bureaus der Oberhessi- schn Bahnen, Rechnungsrath Reuning zu Gießen; am 15. März der Oberförster Äüil Rohr zu Nidda; an dems. Tage der Steuerrath i. P. Karl Ludw. Wilh. fcanä zu Darmstadt; am 23. März der Hosgerichtssecretär i. P. Aug. Reitz; M 27. März der Lehrer i. P. Heinrich Offenbächer zu Darmstadt. —1. Darmstadt, 28. April. (Zweite Kammer der Landstände.j Auf der lcz^ordnung stand zunächst die Interpellation des Abg. Ohly über die bei Bürger- niii'lerwahlen stattgefundenen Vorkommnisse rc., welche der Sperr Staatsminister Bißcr, Exc., dahin beantwortete, daß die Großherzogliche Staatsregierung eine 1 Mitten der bezüglichen Gesetze in Erwägung ziehen werde und Abänderung in Aus- J Mi stellen könne. Abg. Ohly wies an der Hand von Beispielen nach, in welcher schamlosen Weise 1 p be» Interessenten bei diesen Wahlen vorgegangen werde, wie nicht allein durch ! ^ibreichung von Essen und Trinken an die Wähler diese zu Gunsten des Can- 1 tätoten beeinflußt wurden, sogar auch in die Familie sei die Agitation geschleppt und 1 Beispiel bei Verlöbnissen die Bedingung gestellt worden, für den betreffenden b-Meicandidaten zu stimmen. In einzelnen Gemeinden hätten die für die Wahl- c ifljatinn verausgabten Summen eine fast erschreckende Höhe erreicht, wie zum Beispiel t m.'kreise Worms für die Wahlen mehr als 60,000 X verausgabt worden seien. Die $ r'Msanwaltschaft stehe bis jetzt jedoch diesen Wahlbeeinflussungen machtlos gegenüber das feste Zusammenhalten der einzelnen Parteien. In der Gemeinde Äön’ig seien MM der Bürgermeisterwahl die rückständigen Steuern im Bettage von über 2000 X E W worden. Bei näherer Untersuchung ergab sich, daß diese Steuern von den SMeicandidaten bezahlt worden waren; als man jedoch die Betreffenden wegen Wahl- bliEslussung belangen wollte, gab man einstimmig die Erklärung ab: Die Steuern f to nur vorgelegt, resp. als Darlehen hergegeben worden. Redner bittet aus diesen vweii dringend um Abhülfe in dieser Richtung und ersucht die Regierung, die Einst'» fang des indirecten Wahlrechts bei dieser Wahl in Erwägung zu ziehen. Abg. Büchner widersprach diesen Ausführungen, hält diese Schilderungen für 31 .ia Idmuars und glaubt, daß birecte Beweise in dieser Richtung nicht vorliegen. Wenn ri unechte Wahlbeeinflussungen vorkämen, so seien die Regierungsorgane diejenigen, Mittel genug in der Hand hätten, derartigen Vorkommnissen zu steuern. Er tz to dne Ueberzeugung, daß das bestehende Gesetz vollständig genüge und er werde aegen 1 Q Bieemflussimg des directen Wahlrechts stimmen. Abg. Schröder bestätigt die von Herrn Ohly angeführten Vorkommnisse bei d^^'st?sikrwahlen und führt an, daß im Jahre 1873 sich 37 Gemeinden in AMnh cssen für die indirecten Wahlen ausgesprochen; auch er werde bei der Gelegenheit diw Aieggierungsvorlage für indirecte Wahlen eintteten. Metz (Darmstadt), Ulrich und Jöst sprechen in längeren Ausführungen gegen 1« Ak öeichrankung des directen Wahlrechts. Herr Staatsminister Finger, Exc., weift die von Seiten des Abg. Metz (Darmstadt) erhobenen Beschuldigungen gegen die Executivbeamten zurück. Er erklärt, daß ein Vorgehen durch die Staatsanwaltschaft bis jetzt nicht möglich und daß von etwa 65 Untersuchungen, welche wegen Wahlunregelmäßigkeiten eingdeitet waren, durch das. Zusammenstehen der Parteien nur drei von einem Erfolge begleitet, in allen übrigen, aber die Wahrheit nicht zu ermitteln gewesen sei. Zahllose Meineide seien bei dieser Gelegenheit geleistet worden, ohne daß dieselben zur Anzeige kamen. Wur aus dem Kreise Lauterbach, als einzigen im Lande, hätten keine Anzeigen wegen Wahlbeeinflussungen vorgelegen. Abg. Osann führt einige Beispiele aus seiner Thätigkcit an. In der Gemeinde Mosbach hätten in der schamlosesten Weise derartige Wahlbeeinflussungen statt- gefunden. In Bürstadt und Klein-Steinheim seien bis zu 3000 von jedem Partei- candidaten bezahlt worden, ohne daß gegen dieses Treiben eine strafrechtliche Verurteilung habe ftattfiiiden können u. s. w. Auch er ist für gründliche Revision des Wahlgesetzes. Gegen Abänderung des Gesetzes erhoben die Abgeordneten Wasserburg, Jöst, Metz ((Ließen) ihre Stimmen, mährend die Abgeordneten Küchler, Heinzerling. v. Rabenau und Friedrich eine gründliche Revision für notwendig erachten. Die Diskussion erreichte sodann ihren Schluß. Ein weiterer Punkt der'Tagesordnung, die Vorlage Großherzogl. Regierung, den Gesetzentwurf, „die gewerbsmäßige Ausübung des Hufbeschlags betreffend", wird im Sinne des Ausschußantrags, welcher mit der Regierungsvorlage zusammenfiel, einstimmig angenommen. Nächste Sitzung morgen Vormittag 9 Uhr. Irankreich. Pari-, 27. April. (Telegramm der „Agence Havas.") Der diplomatische Agent Taillandier wird in Alexandrien bleiben, aber ohne jede amtliche Eigenschaft. Die diplomatischen Beziehungen zu Egypten werden erst wieder ausgenommen werden, wenn Egypten die verlangte Genugthuung zugesteht. England. London, 27. April. Der Prinz und die Prinzessien von Wales haben sich heute in Larne an Bord ihrer Dacht eingeschifft, um hierher zurückzukehren. Der P^nz hatte vorher in CarrickserguS eine Adschiedsrede gehalten, in welcher er seine hohe Befriedigung über den ihm zu Theil gewordenen Empfang und den lebhaften Wunsch aussprach, daß die Wohlfahrt Irlands sich weiter entwickeln werde. E. R. Berlin, 28. April. (Reichstag.! In Reichstagskreisen war es heute bekannt, daß das Präsidium in den letzten zwei Tagen an hundert Depeschen an säumige, d. h. unentschuldigt fehlende Abgeordnete abgesendet hat, aber gefruchtet haben diese Anforderungen nichts, denn das Haus zeigte heute wiederum eine gähnende Leere; die Zollbeglückungsarbeit wird aber selbst mit diesen geschwächten Kräften fortgesetzt; wer weiß, wie das bei der dritten Lesung werden wird, die in der nächsten Woche in Angriff genommen werden soll. Heute wurden folgende Entscheidungen getroffen: Der Zoll für Lichte wurde von 15 auf 18 JL erhöht, für Cacao in Bohnen, roh, bleibt der Zoll 35 JL, der für- gebrannten erhält eine Aufbesserung auf 45 JL, ferner wurde dem Bundesrathe die Befugniß übertragen, bei der Ausfuhr von (Konfitüren, Zuckerwerk und Cacaopräpa- raten einen Antheil von höchstens 8OpEt. desjenigen Zoll- und Steuerbetrages, herauf dem zu diesen Waarenartikeln verwendeten Rohcacao und Zucker liegt, zurückzuvergüten; für Eacaomasse, Chocolade und Ehocoladesurrogate wurde eine Erhöhung von 60 auf 80 JL beschlossen, für Kraftmehl, Puder, Stärke, Nudeln, Kleber, Sago rc. von 6 JL auf 8 JL, desgleichen für Reis zur Stärkefabrikation von 1,20 JL über die Regierungsvorlage Hinaus, die 2 JL verlangt hatte, auf 3 für Nudeln und Maccaroni wurde der Zoll von 6 festgesetzt. Bei den Droguen erfuhren einzelne Artikel Erhöhungen; für Ultramarin wurde der geforderte Zoll von 15 JL, für Oelfirniß die Erhöhung von 4 Jt auf 6 JL, ferner die Einführung eines Satzes von 3 JL für Barytweiß, mit knappen Majoritäten bewilligt. _ Eine lebhaftere Discussion ging der Neuforderung eines Zolles von 0,50 JL für Superphosphate voran. Regierungsseitig wurde dieser Zoll für unangemessen bezeichnet, da namentlich die Rübenzuckermdusttiellen auf den Bezug dieser Präparate vom Auslande angewiesen seien, auch würde, wie andererseits betont wurde, die Besteuerung dieses Artikels nicht die englische, sondern die Hamburger Industrie treffen. Eine ähnliche Opposition machte sich bei Sttontianpräparaten seitens der Abgg. Meyer, Graf Hacke und Dirichlet geltend, nicht einmal der Hinweis auf die doch so traurige Lage der Zuckerindusttie machte Eindruck auf die Beftirworter des Zolles von 2 während Freiherr v. Landsberg sogar einen Antrag auf 6 X gestellt hatte. Das Haus entschied sich für 2 X, dem Vorschläge der Commission gemäß. Für Muskattiüsse zur Darstellung von Muskatbalsam wurde Zollfreiheit bewilligt, ebenso für Thee zur The'mfabrikation, amtlich benaturirt, unter Zollcontrole auf Erlaubnißschein. Den von der Commission vorgeschlagenen Zoll für Falz-Dachziegel von 1 X, sowie laut der Regierungsvorlage für feuerfeste Steine von O,5O bekämpften die Abgg. Schrader und Brömel mit dem Hinweise, daß diese Hülfe für die Ziegel- fabrifen nur auf Kosten vieler anderen Industrien möglich fein: würde, auch die Rhederei würde durch Jmportverminderung beeinträchtigt werden. Die Stettiner Chamotte- fabrifen bedürfen eines solchen Zolles nicht und haben ihn auch nicht verlangt; nichts- oestoweniger fanden die Vorschläge die Zustimmung des Hauses. Die Anträge des Abg. Merbach auf Einführung eines Zolles für Kratzen, Kratzenbeschläge und Kratzendraht wurden, nachdem sich die Regierung dagegen erklärt hatte, zurückgezogen. Nächste Sitzung Donnerstag. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorrespondenz - Bnrea«. Eisenach, 28. April. Se. K. K. Hoheit der Kronprinz ist um 3‘/3 Uhr hier eingetroffen. Zum Empfange waren der Großherzog, die Spitzen der Civil- unb Militärbehörden auf dem Bahnhofe anwesend. Von der auf demselben versammelten. V d w ucrl einen tieferen Blick tu h lr 51 n* ■ Kttiiit Jin .lütf, imb tn p! x. R dl|f -.niand stirbt. geworden ist. Gegenwärtig ist Rußland in dirccte Berührung mit Afghanistan getreten. Das Project für die Feststellung der Grenze ist leider auf ein Hinderniß gestoßen, so daß G. SietztN ent nab bn W toVcn 10 W pribalb fltt ‘‘r.-.j) mir sein tm (jrfenntni^ Häufen unb V SltApitn im gro« * ’ tw viel bt -x-, hnfert * r AfS?1-50 z^^iwiier 71 . Vr< i ^nbliej , -V?*U 27, Mo Berste Dounetttag, w die iolgenbei Ro&nitt r»rd ir Ludwig tii !um Nachlaß eUSün^gtfiön Ate in SXöt SbcipEPo Ultittx, Lüchi 'm MW, nr toiflÄlno, 1 H iopba n H 2chreibsec Wanttifd mode, Kleide Wl Teppich dufter und «erHeigert. cämmtli^e (! L & chatten und ' ttsieigeruig vo tingesehm we 3“ der Dome, j^witbeu Aeff ■'»^brtgriu, ’W ^Nnfiänl Q Ä (31 iS?“* '*,!6ert wirb. Ärbest »en ?uen im A5 vi i!l 1 „ >>S ..‘■’n Seber's • auuiut " r Tie Euk Zauderer 45oUt5 uno Symbolik und Aberglauben. Bon Moritz Lilie. (Nachdruck verboten.! Die wissenschaftliche Kennlniß des Thierrciches gehör! zu den ältesten Zweigen der Naturgeschichte und ihre Anfänge reichen bis in's graue Alterthum umuf. ein Beweis, daß das Leben im Wesen der Thiere schon frühzeitig das besondere Unteres,e der Menschen in Anspruch nahm und den Forschungsgeist weckte. Der Wunsch, ück von denjenigen lebenden Wesen, mit denen „der Herr der Schöpfung" em und den selben Planeten bewohnte, die ihm auf Schritt und Tritt entgegentteten, denen er einen großen Theil der Annehmlichkeiten des Lebens verdankte, genallere .uenntnitz w schaffen, drängte sich ihm gewissermaßen von selbst auf, wenn auch die Bemühungen en tieferen Blick in daS Wesen und Sein dieser Mitgcscköpfe zu werfen, nickt sei» auf arge Abwege führten. t k , Die Wissenschaften, soweit sie überhaupt bcrctts eriftirten, befanden hm nrct> tn der Kindheit und von den reichen Hülfsmittcln aller Art, die dein Forscher ien: zu Gebote stehen, hatte man selbstverständlich in jener Zeit keine Ahnung. Nur der äußere Eindruck, Die unmittelbarste Beybachtung bildeten die Grundlagen, au' die sich daS Urtheil über einzelne Bertteter der Thierwelt stützte, und cS ist daher nuht zu verwundern, daß sich aus solcher Oberflächlichkeit die Menge von Frrthüinern und falschen Vorstellungen entwickeln konnte, die selbst noch bis auf unsere Tage qe f°mm%/cnn bie alten Griechen und Römer- dem gewaltigen Beherrscher deS Elonro den königlichen Adler, feiner Gemahlin, der schönen und stolzen Juno, aber den Ihau als Attribute gaben, so lassen sich für diese Göttcracstaltcn schwerlich passendere cuui bilder finden; die äußere Erscheinung dieser Repräsentanten der Vogelwelt wirkte au» hier dirett auf jene Eulturvölker ein und traf mit den Vorstellungen, welche ste ncv von den höchsten Wesen ihrer religiösen Anschauungen und deren Eigenschaften niacklen, so genau zusammen, daß sie fast unwillkürlich zu ihnen führten. . , Weissagten doch auch ihre Priester aus dem Fluge der Vogel das cmicna der Menschen, denn die Götter offenbarten durch jene dem Eingeweihten idra Willcn.^a^ Wcimni6t)0ÜC| welches für die Menschen jenes ferneren Zeitalters dem Leben der Thiere lag, verleitete sie zu Ueberschwänglickkerlen der f'eltfamften »N- Wenn Thiere, die wie Der Stier, die schlänge, die uatze, das Krokodil u. ».»• durchaus nichts Erhabenes an sick haben, göttlich verehrt wurden, so erschemt M» das jetzt schwer erklärlich und wir belächeln die Naivetät jener Volker, öu M» Rivsteriöse, das ihnen im Wesen diefer Geschöpfe entgegeutrat, für einen beweis uunnatürlicher Abstammung hielten. Aber es zeigt dies auch, daß man den schon damals großen Einfluß auf das Leben des Brenschen zufchned, ein Glaube, xj immer weitere Verbreitung fand unb selbst noch im Volksleben unserer Tage eine x deutsarne Rolle spielt. . Der Aberglaube, gleichviel in welcher Form er nch zeigt, bat nock me», Gutes gestiftet, die hier angedeutete Art aber wird für die Thierwelt nickt mm» geradezu verderblich und bildet noch einen dunklen Punkt in unserer mit Reckt vow gepriesenen Eivllisation. Es ist nickt Rohheit, Unvernunft und Egoismus, wetcun hier in Frage kommt, denn gegen diese, sobald sie sick gegen unsere Mitgc'Ek wenden, besitzen wir in unserem Strafgesetzbuch ein sehr wirksames Mittel, uno I jetzt allerwärts in'S Leben getretenen Thiersckutzvereine haben m dieser i schon BranckeS gebessert: die Ursachen des feinblidien Aufttetens ganzer Bevotterun^ klassen gegen gewisse Thiertormen liegen eben in jenem verderblichen Wahne, der wie die Erbsünde von Geschlecht zu Geschlecht fortpflanzt, und den nicht nur jeder Gebildete überhaupt, nicht nur Schule und Haus msbefoiioere rufen sind, sondern vor Allem auch daS gewaltigste Aufklarungsmittel untere. . I Für den Städter, der Jahr aus, Jahr ein in den dumpfen Brauern fei®? Wohnortes zubringen und die mit Miasmen aller Art erfüllte Luft cuwibmcnm fr gibt es kaum einen größeren Genuß, als einen Spaziergang aufs Land, wo • I Natur in ihrer gaitzen herrlichen Ursprünglichkeit umgibt. Mit.^dogen ckturt I die reine Lust und beneidet die einfachen Dorfbewohner um ihr an'pruckslo'es z. . Da fällt fein BUck auf das Thor einer Scheuer, an welchem mit ausgebreUctcn 6 . I eine Eule angenagelt ist. Wie kommt Minerva s geheiligter '^opel an , 7^.., I Ort? Der Aberglaube ist es, welcher zum Henkersknecht an Dteicm nutuicken I wurde und damit dem Landwirlhe einen fcklcchten Dienst erwies. . t Dem armen Bogel ist es ergangen rote mancher 'chwacken allen schlimmsten Zeiten des finsteren Brittelalters, des erbittenten »Fanatismus, Der «u« I Berfolgmigswuth. Eine leichte Entzündung der Augenlieber genügte, iie z 4icr I stempeln und dem Flammentode ni überliefern, die Eule aber bat. fern a. m I brechen begangen, als daß sie das Licht des LaAes scheut und Nlll ui, I ihrem dunklen Schlupfwinkel hockt. Das war für die Merncken binm r 'niianon I ein Geschöpf des SatanS zu erklären: man kannte aber ihre körperliche - 0 • und ihre Lebensweise nicht. 1 ^nt es noch nicht hat zur Ausführung gelangen können. Die eingetretene Verzögerung ist bedenklick unb hat zur (hrflreifung militariftber Braßregeln am dem streitigen ^errain geführt, welche ernste Gefahren für den Frieden, den guten Willen unb die künftige Lösung der Grenzfrage mit sich bringen. Um die Gefahr abzuwenben, hatten wir am 17. Mär; mit Rußland ein Arrangement getroffen. Dasselbe enthielt eine Verpflichtung unb einen Vorbehalt seitens Rußlands. Dieser Vorbehalt hat bei uns dasselbe Gefühl hervorgerufen, wie in dem Unter Haufe, als er von mir mitgetheilt wurde. Wir batten bas Recht gehabt, unfererfeite auch einen Vorbehalt zu machen, wir waren aber in diese Vcrpflichttlng im Sinne einer liberalen Auslegung eingetreten. W»r meinten, daß der Vorbehalt im ehrenvollen Sinne unb im guten Glauben gemacht worden fei. (Beifall.) Ich bebaure nickt, sie fo aufgefaßt zu haben und sage nicht, daß biete Auffassung eine irrige gewesen sei. Was auch gezchehen mag, ^ich werde es nie bereuen, fo gehandelt zu haben. Die Abmachung war eine in aller Form abgeschlossene. b>ir hatten baraui gerechnet, daß die Verpflichtung mit vollster Aufrichtigkeit übernommen fei, rote nur je eine von zwei Nationen feierlich adgefchloffene Abmachung und daß. wenn ein Irrthum vorgekommen, beide Mächte dann Darin wetteifern wurden, die Ursache des IrrthumS aufzuklären unb der Welt zu zeigen, wodurch derselbe veianlapt worden und wer die Verantwortung dafür trage. Der blutige Zusammenstoß am 30. März war dem am 17. März geschlossenen Uedereinkommen gefolgt. Dieser unglückliche Zusammenstoß hat deutlich gezeigt, daß von Seiten eines Theiles oder leider Theile durch Uebelwollen oder durch einen unglücklichen Zwischenfall es unterlaßen worden ist, die Bedingungen des getroftenen Arrangements zu erfüllen. Wir haben eS angesehen und sehen es noch an für die Pflicht beider Mächte und vor Allem für eine Ehrensache beider Mächte, zu untersuchen, auf welche Weife und durch wessen Fehler der Zusaminenstoß veranlaßt worden ist. Ick will durchaus nicht von vonv herein als ftststehend ansehen, daß wir im Recht sind, aber ich darf sagen, daß ich volles Vertrauen auf die Ehrenhaftigkeit und Intelligenz unserer Offiziere habe. Aber diejenigen, welche unsere Abmachung zum Lcheiterm gebracht haben, müssen ihrer eigenen Regierung und dem anderen Mitconttahenten als solche kenntlich gemacht werben. Wir find vielleicht noch nicht in voller Kenntnife aller T hatf acken, aber die T ha stacken, von denen wir wissen, erzeugen in unS einen ungünstigen Eindruck vou dem Verhalten einiger von denjenigen, die zu der anderen Pariei gehören. Ich will nicht von dem Principe der strengsten Gerechtigkeit abweichen und dem weiteren Resultate der gereckten Untersuchung nicht vorgreifen, welche wir zu verfolgen uns bemühen werden. Die Ursache deS beklagenSwerthen Zusammenstoßes ist vielleicht ungewiß, gewiß aber in. daß der Angriff ein Angriff von Seiten Der Russen war (Beifall), es ist wichtig, ui wissen, daß Rußland den Angriff prooocirt hat. Unter diesen Umständen liegt Der Fall vor, Vorbereitungen zu treffen und ich hoffe, daß das Haus nach meiner Rede auf einer Vertagung der Berathung, um Zeit zur Erwägung zu erhalten, nicht bestehen wird. Ein solches Verlangen könnte nur zur Folge haben, daß hier und anderwärts der Glaube entstünde, eS herrsche über diese Frage Unentschiedenheit im Parlament (anhaltender Beifall), während ich überzeugt bin, daß hierüber im Parlament nur cm Gefühl herrscht. Inoem sich dasselbe die volle Freiheit vorbehält, bas Verfahrin b i^en Abkommi -arttet werden schuld der Enc Frücht von d »icht bestätigen Aus dem Gelegenheit fei bö richtet. Dc lroteüorat über .-izerain" des (eine A, L” d>! pralii .x Een D St ?k« in bi5 Hl DoUrt gelang, r , N btt Waub ungiei, M4 ouftrel M %Blan Reich t r'™11- Mu "Äffen. k,., I[öngt fi E M ba6'' -2v\ .streif h Ä* Sä' ' Mia > 8ÄS,