'^r mtiu ,et9e6>enDer gen markt- 3886 I*. Gegenstände tue Mainzer-^ * *23, i'ODie A 6000 , 2500 . 1500 „ 1000 , 800 - 600 md 372 im isfion. Ikr 279 Drittes Blatt Sonntag den 29. November L8TA Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ne«' Dlbt, «. Vtv" 5098 Metzlar. ( 8312 Iler, lischt 7w*ä Um, ®* (N-B"nch- • länb. »«!ra i,digst!«"" D - * in di- ®TP* Cchulftraße 7. ■.■ nach der Vornahme von Reparaturarbeiten geschehen, bei denen eine Verschleppung von Pilzsporen stattgefunden hat, was bei der mikroskopischen Kleinheit der Sporen, von I denen 4 Millionen in einem Cubikmillimeter Platz haben, leicht unbemerkt geschehen I ' kann. Von Wichtigkeit ist die. Feststellung der beiden Gelehrten, daß der Hauptgrund I . für die Ausbreitung des Hausschwamms unsere heutige schnelle Bauweise ist. Um für I V. -as in einem Bau angelegte Capital Zinsverluste zu vermeiden, wird mit der größten I | Schnelligkeit der Rohbau aufgeführt und unbekümmert darum, ob die Jahreszeit es I t gestattet, der innere Ausbau und die äußere Verputzung des Baues gleichzeitig in An- I [ griff genommen, ehe noch die Wände und die Balken Zeit gehabt haben, auszutrocknen. I I Sind durch das Füllmaterial, wie häufig der Fall ist, oder durch Verwendung mit I Sporen behafteten Holzes Pilzsporen in ein solches rasch erbautes Haus gekommen, so I I wird nur kurze Zeit vergehen und der Schwamm hat sein Zerstörungswerk vollendet. I f Unter den Dielen, wo das Holz von feuchtem Mauerwerke umgeben ist, beginnt der I । Schwamm seine licht- und luftscheue Thätigkeit von innen nach außen und eines Tages I | bricht die Diele ein oder die Täfelung stürzt von der Decke. Dem Maurer, dem I , Zimmermann, dem Tischler und Maler wird dann die Schuld dafür aufgebürdet. Und I doch trägt die Hauptschuld nicht der,Einzelne, sondern unsere moderne Bauweise, die I i es den Handwerkern fast unmöglich macht, die Sorgfalt zu beobachten, welche bei dem I I Bau eines Hauses erforderlich ist. Erst wenn das bauende Publikum sich aus den I Forschungen der Gelehrten die Lehre zieht, daß der Schnellbau das sicherste Förderungs- I mittel des Hausschwammes und also auch auf dem Gebiete des Bauwesens das Billigste I das. Theuerste ist, wird eine durchgreifende Besserung zu erwarten sein. Hildesheim, 22. November. Heber die Verhaftung des Militärlieferanten I Wollank und der Zahlmeister gehen der „Freis. Ztg." aus zuverlässiger Quelle folgende I L Nachrichten zu: „Die Unterfuchungen haben einen bedeutenderen Umfang angenommen, I als anfänglich erwartet wurde. Bereits 60 Zahlmeister, Zahlmeisteraspiranten, Feld- I roebel u. dergl. befinden sich in Haft. Besonderes Aufsehen hat es erregt, daß auch ein I höherer Beamter darin verwickelt ist, der den Lieferanten Wollank veranlaßt haben soll, | ihm ein Darlehen zu geben. Die verschiedenen Mittheilungen der Presse, wonach bei I dem Concurse eines Stettiner Kaufmannes verdächtigende Thatsachen ermittelt wären I oder ein Angestellter im Geschäft eines Armeelieferanten eine Denunciation erlassen I hätte, sind sämmtlich unrichtig. Der Verdacht ist durch einen Brief des jetzt verhafteten I Fr. Wollank, Inhaber des Militärlieferantengeschäfts F. Wollank, Berlin, Elisabeth- I ufer 44, an einen Zahlmeister entstanden, in welchem er diesem Belohnungen ver- I sprachen hat, wenn er ihm zur Erlangung einer bestimmten Lieferung behilflich sein I wolle. Dieser Brief ist von dem Adressaten verlegt, in die Acten der Menage-Com- I Mission und dadurch in die Hände des Präses der Commission gerathen, der ihn sofort | ,<_) V 1 Partie trübe gewordene Damenhemden zum halben Preise. 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