peteii $0t: iin8« ”on»Ming. " 6,l|mann. " ®4neib!r. " ^hlNlg. " Zesivadba. vlicert " Fehler. ' ii Riebe. * ” U ... w." Ziehrer. m Maurateur. Werfe wft. nmfung 'm. 10 Ahr Gesellschaft : a. M. nschastsvorsianbes und Vorsitzenden und seiner lenderung des vom Gewiss. iien der Genossenschaft, )e der, vom Genossen- Mljrenbe Gehalter und Reiben vom Genosse- behuss Regelung bei m unb bw Beamten Ausschusses zur Vor- ;e dieAekanntmachungen 'N des provisorischen Vorstandes Il.i ection Gießen. -des Genossensjaft^nt- iamt md 1 Ersatzmann nb gebeten. MM rfamml«ö6 m Minslscck. t« Vl*tw Rr. 133 Mittwoch den 29. Juli ISS» euer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. , etuIfU.t.7. Geeint Ueü* mit des W.nt.fl», 2^Ä£” Amtlicher T 8 eit. Betreffend: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung vom 30. Aprll 1881. Gießen, am 27. Juli 1885. Das Großherzogüche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, beziehungsweise die «OrtSpolizeibeamten, mit Ausnahme von Gieße«. In Anwendung des § 80 der Ausführungsverordnung vom 1. Februar 1882 zur allgemeinen Bauordnung weisen wir Sie hiermit wiederholt an, sich bei Prüfung der baupolizeilichen Zulässigkeit aller derjenigen Bauausführungen, welche nicht der kreisamtlichen Genehmigung bedürfen, stets des Beiraths des Bezirksbauaufsehers zu bedienen, in Zweifelsfällen aber unsere Entscheidung über die zu stellenden baupolizeilichen Anforderungen einzuholen. Sodann werden Sie an die Bestimmung des Absatz 4 des § 101 der obigen Ausführungsverordnung erinnert, wonach dem Kreisamt durch die Localpolizeibehörde Anzeige von der erfolgten Rauhbaurevision genehmigungspflichtiger Bauten und Feuerungsanlagen zu erstatten und dabei zu bemerken ist, ob die Ausführung vorschriftsmäßig erfolgt ist, oder ob und welche Anstände sich bei der Revision ergeben haben und binnen welcher Frist der Bauherr diese Anstände beseitigen will. Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gieße«, 28. Juli. Wie nun ziemlich bestimmt feststeht, wird Kaiser Franz Josef bei seiner Begegnung mit Kaiser Wilhelm von der Kaiserin Elisabeth begleitet sein und ist es auf diese Weise möglich geworden, dem greisen deutschen Monarchen die beschwerliche Fahrt von Gastein nach Ischl zu ersparen. Dem Vernehmen nach werden die österreichischen Majestäten bereits in den ersten Tagen des August in Gastein eintreffen und daselbst einen mehrtägigen Aufenthalt nehmen. Gleichzeitig tauchen auch die Gerüchte von einer Zusammenkunft zwischen dem österreichischen Kaiser und dem Kaiser von Rußlad wieder mit großer Bestimmtheit auf. Im kaiserlichen Lustschloffe zu Reichsstadt in Böhmen, das immer vorzugsweise als Ort dieser Entrevue genannt worden ist, sollen bereits große Vorbereitungen für den Empfang hoher Gäste getroffen und namentlich jene Zimmer.glänzend renovirt werden, welche bei der letzten Monarchen-Begegnung benutzt worden sind. Der deutsche Kronprinz hat mit der Frau Kronprinzessin und den PrinzessinneN'Töchtern am Freitag eine längere Reise nach Süddeutschland und der Schweiz angetreten. Den ersten größeren Aufenthalt gedenken die kronprinzlichen Herrschaften in Andermatt zu nehmen. In nächster Zeit wird das Eintreffen des Fürsten Bismarck von Varzin in Berlin erwartet, da noch ein weiterer Kur.Aufenthalt für diesen Sommer in Aussicht genommen worden ist. Wie es heißt, dürfte Gastein wiederum bevorzugt werden. Das VI. deutsche Turnfest zu Dresden gehört nunmehr der Vergangenheit an, aber das Bewußtsein, daß es ein schönes, erhebendes, ein echt nationales Fest gewesen ist, was man in den gastlichen Mauern Dresden- gefeiert hat, wird in den Herzen seiner Teilnehmer sicherlich noch lange fort» leben. Bemerkenswerter Weise bildete den Grundton deffelben die herzliche Sympathie, welche den deutsch-österreichischen Turnern von Anfang bis Ende in reichstem Maße entgegengetragen wurde und die zahllosen Reden und Toaste, welche in Dresden den Turngästen aus Deutsch-Oesterreich gewidmet waren, haben unseren Stammesbrüdern in Oesterreich klar und offen dargethan, wie sehr wir in Deutschland ihr schweres Ringen um Bewahrung ihrer Nationalität zu würdigen wiffen. Es ist dies auch dankbar von den österreichischen Rednern anerkannt worden und ihren Versicherungen darf man wohl glauben, daß sich die Deutsch'Oesterreicher heute und immerdar in geistiger Beziehung Ems wiffen mit ihren StammeSgenoffen „draußen im Reiche." Dabei muß anerkannt werden, daß von den in Dresden vertretenen Deutsch-Oesterreichern kein einziges unösterreichisches oder unpatriotisches Wort gesprochen wurde und das kann ihnen nur zur Ehre angerechnet werden. Was den bekannten Zwischenfall, den ein Pesther Turnverein durch Ueberreichung eines Kranzes mit ungarischer Widmung und mit Schleife in den ungarischen Landessarben heroorgerufen hat, anbelangt, so ist es bester, die weiteren Erörterungen hierüber endlich ruhen zu lasten, da, wie es scheint, die Schuld auf beiden Seiten liegt. Die Czechen betreiben ihre Versuche, in Wien immer festeren Fuß zu fasten, mit einer merkwürdigen Hartnäckigkeit. Nachdem ihnen bereis die Errichtung zweier czechischer Volksschulen in der österreichischen Hauptstadt gelungen, haben sie nun auch die Gründung eines czechischen Vereins im deutschen Wien durchgesetzt. Das Programm desselben ist vielversprechend und umfaßt folgende Hauptpunkte: Errichtung czechischer Volksschulen und Volksbibliotheken in sämmtlichen Wiener Bezirken, Erhebung der czechischen Sprache zur zweiten Landessprache in Nieder-Oesterreich, Aufstellung czechischer Candidaten bei Gemeinde-, Landtags- und Reichsraths-Wahlen in Wien u. s. w. Man sieht, die Czechen lasten sich die Ausbeutung des vom Grafen Taaffe ausge- st-llten nationalen Gleichberechtigungs-Princips in ihrem Sinne eifrigst angelegen sein; werden doch auch Städte in Böhmen von ausschließlich deutschem Charakter, wie Reichenberg, Dux, Brüx, zur Errichtung und Unterhaltung czechischer Schulen gezwungen. Immerhin haben solche Vorgänge ebenfalls ihr Gutes, sie < kästen auch das öeutsche Ausland mehr und mehr erkennen, daß der Kampf, welchen die Deutsch-Oesterreicher führen, denn doch seine gute Berechtigung hat. In der innern französischen Politik beherrschen die Vorberei- iungen zur Wahlcampagne vollständig das Feld. Augenblicklich concentrict sich das Interesse aus die Programm-Rede, welche Clemenceau, der Führer der Radikalen, jüngst zu Bordeaux gehalten und auf den Wahlaufruf, den Ribot, das Haupt der conservatioen Republikaner, an die republikanischen Wähler in der Provinz erlassen hat. Während aber der Beifall, den man der Rede Cle- menceau's zollt, nur ein sehr mäßiger ist, hat der Wahlaufruf Ribot's in der Provinz lebhaften Anklang gesunden und viele Wahlausschüsse haben bereits ihre Zustimmung zu dem Programm der gemäßigten Republikaner gegeben. Clemenceau will nun in diesen Tagen in Marseille eine neue Rede vom Stapel lassen, um für die Sache der Radikalen mehr Stimmung zu machen. Die letzten Meldungen des Gen-rals de Courcy aus Hue lassen eine Besserung der Lage in Anam hoffen und geben der Zuversicht aus baldige Wiederherstellung der Ruhe Raum. Sehr beruhigend klingt auch die Mittheilung der chinesischen Regierung an die französische, wonach der Führer dec Schwarz-Flaggen nach China übergetreten ist und steht also die baldige Zerstreuung der im Delta des Rothen Flusses aufgetauchten Banden in Aussicht. Im Uebrigen beweist der Empfang der aus Berlin in Paris eingetroffenen chinesischen Gesandtschaft durch den Präsidenten Gr6vy und durch den Minister des Auswärtigen, Freycinet, daß die osficiellen Beziehungen zwischen Frankreich und China nunmehr in vollem Umfange wieder aufgenommen worden sind. In die fortgesetzten Verhandlungen zwischen London und St. Petersburg wegen der afghanischen Grenzsrage füllt plötzlich die Kunde von einem in Kabui, der Residenz des Emirs von Afghanistan, angeblich ausgebrochenen Ausstande hinein. In letzter Zeit sind allerdings Meldungen über Unruhen in Afghanistan wiederholt ausgetaucht, ohne daß sie sich bestätigt haben und so wird man wohl auch der neuesten Meldung einiges Mißtrauen entgegenbringen müffen. Daß eine Auflehnung der Afghanen gegen ihren Emir eine entscheidende Wichtigkeit für die russisch - englischen Verhandlungen haben würde, ist gewiß, für das Cabinet Salisbury wäre ein Herrschaftswechsel in Kabul eine schwere Verlegenheit. Uebrigens stammen all' die allarmirenden Gerüchte über Unruhen in Afghanistan aus englischer Quelle und fühlt man sich versucht, jene lediglich als Manöver zur Beunruhigung der Börse zu betrachten, welche den schmutzigen Interessen einer gewissen Clique Londoner Börsenleute dienen sollen. Fast kein Tag vergeht, an welchem der Telegraph nicht die Kunde von stattgehabten großen Bränden in Rußland brmgt. So fanden am Donnerstag in Moskau wieder drei größere Brände statt, bei denen drei Personen leicht, eine schwer verwundet wurden. Der durch dieselben angerichtete Schaden wird auf eine halbe Million Rubel veranschlagt. Es ist wohl kaum mehr zu bezweifeln, daß bei diesen fortgesetzten Schadenfeuern verbrecherische Hände betheiligt sind, denn an eine zufällige Enstehungs-Ursache bei so vielen Feuersbrünsten ist schwer zu glauben. Das nach monatelangem Leiden in voriger Woche erfolgte Hinscheiden des Generals Grant hat in der Union wieder die Erinnerung an den großen Dienst, welchen der Dahingeschiedene seinem Vaterlande durch die Besiegung der süostaatlichen Rebellion geleistet, geweckt. Die Dankbarkeit der amerikanischen Nation spricht sich in einer Proklamation aus, die Präsident Cleveland erlassen hat und in welcher er der Verdienste des Dahingeschiedenen gedenkt und befiehlt, daß die öffentlichen Gebäude 30 Tage hindurch Trauer anlegen und am Tage der Beerdigung geschloffen bleiben sollen. Die Börse wird ebenfalls am Beerdigungstage geschlossen bleiben. Pietätvoll wirst demnach die amerikanische Nation einen Schleier über die schweren Fehler, die Grant während seiner zweimaligen Präsidentschaft begangen und die seinen Namen mit der Korruption im amerikanischen Beamtenstande in engste Verbindung brachten. Dankbar gedenkt heute die große atlantische Republik nur der glänzenden militärischen Thaten Grant's, sie preist ihn als ihren Erhalter in der schweren Zeit des Bürgerkrieges und so wird auch Grant als einer der großen Männer Nord- Amerikas im Gedächtniß seiner Nation neben einem Washington und einem Lincoln fortleben. England. London, 27. Juli. (Unterhaus.) Bei der Berathung des Marine- Etats erklärte der Kriegsminister, die Untersuchung der Geschützsrage ergab die Entscheidung zu Gunsten der Hinterlader-Kanone. 575 Stück derselben werden bis nächsten März fertiggestellt werden, außerdem eine Anzahl Mttrailleusen, Außerdem sind 150 Torpedos für dieses Jahr in Aussicht genommen, aber Arrangements werden getroffen, um 250 jährlich zu beschaffen. Es ist ein Plan entworfen zum Schutze dec englischen Handelshäsen mittelft Errichtung von Freiwilligen-Corps und Genietruppen. Die ordentlichen und außerordentlichen Jahres-Ausgaben für die unterseeischen Minen betragen eine Viertel Million, der Voranschlag des Gesammt« Projectes der Vertheidigungswerke erreicht ßi/2 Millionen, wovon 900,000 in diesem Jahre votirt werden. Der Rest wird auf die nächsten 4 oder 5 Jahre vertheilt, außerdem wird eine Viertel Million auf Neservevorräthe von Kriegsmaterial verwandt. — Staats- secretär Bourke erwiderte aus eine Anfrage, die Regierung treffe Maßregeln zum Entsätze von Kaffala. Kesterreich. Wien, 27. Juli. In der verstossenen Nacht kam es im Stadtbezirke Favoriten zu einem großen Straßenkampfe zwischen Militär und Wachleuten, welche Letzteren gegen renitente Soldaten in einem Gasthause einschritten. Ein Artillerist wurde erschossen, fünf Soldaten wurden verletzt und drei Wachleute verwundet. (Fr. Ztg.) Lokales. Gießen, 28. Juli. Se. Königliche Hoheit der Großherzog hat dem Dienstknecht Philivp Spaar aus Reiskirchen, zur Zeit in Gießen, in Anerkennung der von demselben am 9. v. Mts. mit Muth und Entschlossenheit unter eigener Lebensgefahr vollbrachten Rettung des Kutschers Melchior Schneider von Gießen und der Dienstmagd Karoline Weber aus Nidda vom Tode des Ertrinkens das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Rettung von Menschenleben" zu verleihen geruht. Weiter hat Großh. Ministerium des Innern und der Justiz dem Genannten eine Geldprämie von 30 JL zuerkannt. Herr Provinzialdirector Dr. Boekmann hat die Decoration dem Genannten heute Morgen überreicht. Bei der allgemeinen Anerkennung, welche das rühmliche Verhalten des Philipp Spaar in Gießen gefunden hat, sind wir überzeugt, daß die Verleihung der so seltenen doppelten Auszeichnung mit ungetheilter Befriedigung ausgenommen werden roivb. Telegraphische Depeschen. Wolff'S tezegr. Corresponvenr-Bureau. Gastein, 27. Juli. Der Kaiser besuchte um 3 Uhr die Fürstin Hohenlohe. Keine Abendfahrt wegen des Regens. Um 8V2 Uhr war der Kaiser zum Thee bei der Gräfin Lehndorff. Heute Promenade auf dem Kaiserweg. — Der Botschafter Fürst Hohenlohe nebst Gemahlin speisen heute beim Kaiser. Der Botschafter reist morgen nach Paris zurück. Berlin, 27. Juli. Der „Kreuz-Zeitung" zufolge ist der Senatsprasident des Kammergerichts, v. Holleben, zum Oberlandesgerichtspräsidenten in Königsberg und zum Kanzler des Königreichs Preußen designirt. Görlitz, 27. Juli. Generalfeldmarschall Graf Moltke ist heute hier eingetrofsen und hat der Ausstellung einen längeren Besuch abgestattet. Wien, 27. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Rom: Das Ministerium des Aeußeren bereitet den Entwurf zu einer Eonvention mit England vor, welche Italiens Flotte die gleichen Rechte einräumen soll, welche die britische Flotte in der Ueberwachung des rothen Meeres behufs Hintanhaltung des Sclavenhandels genießt. Paris, 27. Juli. Bei ber Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibens hob der chinesische Gesandte die schmerzlichen Umstände hervor, welche die Beziehungen zwischen Frankreich und China vorübergehend getrübt und die lleberreichung des Beglaubigungsschreibens verzögert hätten. Jetzt aber, wo durch den Friedensvertrag die alten freundschaftlichen Beziehungen wieder hergestellt seien, habe die chinesische Regierung, von dem Wunsche beseelt, ihre hohe Befriedigung zu bezeugen, ihm befohlen, sofort nach Paris 311 gehen, um der Aufrichtigkeit der freundschaftlichen Gesinnungen seiner Negierung Ausdruck zu geben. Der Gesandte schloß mit der Versicherung, daß der Kaiser von China den festen Wunsch habe, einen dauerhaften und heilsamen Frieden zwischen Frankreich und China zu sichern. Grevy erwiderte, Frankreich könne sich nur ebenso wie China Glück wünschen zu der Wiederherstellung der früheren freundschaftlichen Beziehungen, die zum Vortheil beider Länder auch zu einer guten Nachbarschaft führen würden. , . London, 27. Juli. Dem Ministerium des Auswärtigen Amgen aus Egypten und aus dem Siidan weitere Nachrichten zu, welche den Tod des Mahdis als zweifellos erfcbemen^ „Daily News" wird aus Petersburg gemeldet, Lord Salisbury habe jüngst nicht verlangt, sondern nur proponirt, die russischen Truppen sollten die vorgeschobenen Positionen in der Nähe von Zulfikar räumen, um Conflicte zu vermeiden. Rußland habe in günstigem Sinne geantwortet, jedoch die Bedingung gestellt, daß die geräumten Positionen nicht von den Afghanen besetzt werden dürften. London, 27. Juli. In Chatam brach gestern, als eine große Anzahl Vergnügungsreisender sich nach dem Dampfer begab, der bei der Landungsbrücke angelegt hatte, ein Theil der Landungsbrücke ein. Gegen 80 Personen, meist Frauen und Kinder, stürzten ins Wasser. Wie viele derselben den Tod gefunden haben, ist noch 11 * Rom, 27. Juli. Der Papst präkonisirte heute 6 Cardinäle, vollzog ferner die Ernennung mehrerer Bischöfe, darunter des Grafen ^>chönborn zum Erzbischof von Prag und Bischof von Budweis. — Cardinal Nina ist gestorben. Rom, 27. Juli. In Torrecajetani (Provinz Rom) fand am 23. ds. Mts. ein großes Unglück durch Blitzschlag statt; 36 Landleute flüchteten während eines sehr heftigen Gewitters in ein Haus auf devi Felde. Der Blitz schlug daselbst dreimal ein, tödtete 13 und verletzte 13 Personen. Athen, 27. Juli. Die Kammer genehmigte einen Antrag wegen Ernennung einer Conimission zur Prüfung der Finanzoerwaltung des Cabinets Trikupis. Budapest, 27. Juli. Der Waitzner Bischof Peitler ist unter großartigem Pomp bestattet worden. t Belgrad, 27. Juli. Der Minister des Innern ist zu einer Badekur beurlaubt und wird durch den Ministerpräsidenten vertreten. — Gestern wurden die Ratificationen des belgisch-serbischen Consularoertrages ausgewechselt. Kairo, 27. Juli. Eine Depesche des Generals Grenfell meldet, er habe eine neue Nachricht erhalten, welche den Tod des Mahdi bestätige. Khalif Abdulla habe die Nachfolgerschaft des Mahdi angetreten, Aus dem Tagebuch eines alten Gießeners.*) Den 29. Juli 1821, als dem 6. Sonntag nach Trinitatis, vor heute 64 Jahren, wurde unsere neu erbaute Kirche eingeweiht, die erste Rede vor dem Altar wurde von Herrn Professor Diefenbach gehalten, die Predigt hielt Herr Superintendent Buff und die letzte vor dem Altar Herr Superintendent Palmer. Die Confirmation der Kinder, welche von Pfingsten bis nach Einweihung der neuen Kircke verschoben wurde, erfolgte den Sonntag darauf, als den 5. August. *) Wir verdanken die nachstehende und weiter folgenden auf unsere Vaterstadt bezüglichen Notizen der Freundlichkeit des Herrn Antiquars I. Rothenberger hier- selbst. D. Red. UrriverfitätS Chronik. — Der Privatdocent und erste Assistent am physiologischen Institute, Dr. Rubner in München, hat einen Ruf als außerordentlicher Professor der Hygiene nach Marburg erhalten. Vermischte*. Hungen, 27. Juli. Die vom landwirthschaftlichen Vereine der Provinz Dber- hessen für dieses Jahr in Aussicht genommene landwirthschaftliche Ausstellung und Diehpreisoertheilung findet Mittwoch den 26. August l. I. in Hmrgen statt. Mit dem Beginn des Festes werden die beiden gegen 9 Uhr Vormittags von Gießen und Gelnhausen eintreffenden Eisenbahnzüge abgewartet. Als Festmusik ist die vorzügliche Kapelle des 88. Infanterie-Regiments in Mainz gewonnen worden, welche 40 Mann stark, unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters, des Musikdirectors Baunack, den Festzug begleiten und auf dem Festplatze spielen wird. Als Festplatz sind die zu beiden Seiten der Staatsstraße von Hungen nach Nonnenroth gelegenen Triften in Aussicht genommen, welche wegen ihres steinigen Untergrundes auch bei nassem Wetter passirbar sind und bei ihrer erhöhten Lage eine schöne Aussicht ge währen. Mit der Ausgabe der Loose für die mit dem Feste verbundene Verloosung von Vieh und landwirthschaftlichen Geräthen ist bereits begonnen worden. Die Errichtung einer Festhalle ist im Gange. Man hofft, in dieser und den anstoßenden gedeckten Wirthschaftshallen int Nothfalle gegen 1500 Personen unterbringen zu können, so daß auch für den Fall eintretenden Regenwetters gesorgt ist. Auch Volksbelustigungen mannigfacher Art sind in Aussicht genommen. Ant Festabend um 10 Uhr wird ein Extrazug von Hungen nach Gießen und ebenso wird an den sonst nur bis Nidda laufenden letzten Zug ein Ertrazug von da bis Büdingen anschließen. Diese Extrazüge halten an allen Stationen. Endlich berechtigt zur freien Rückfahrt auf allen an diesem Tage gehenden Eisenbahnzügeu ein einfaches Billet, wenn man solches auf dem Festplatze hat abstempeln lassen. Näheres über die Prämiirung, Ausstellung und Verloosung wird in besonderen Programmen veröffentlicht. Da um die fragliche Zeit die Haupterntearbeiten gethan sind und die Ernte selbst in hiesiger Gegend vorzüglich ausfüllt, wird sich der Landwirth gerne einen frohen Tag gönnen. Es ist daher ein starker Besuch des Festes 31t erwarten. Nach dem, was die Stadt Hungen mifbietet, dürfte auch Niemand das Fest unbefriedigt verlassen. Köln, 27. Juli. Heute Vormittag wurden unter Aufsicht des engeren Ausschusses des Wohlthätigkeitsvereins auf dem Holzmarkt von den Hinterbliebenen der Verunglückten die aus den Trümmern geretteten Wäsckegegenstäude, Kleidungsstücke, Privat- und Werthpapiere, sowie sonstigen Werthgegenstände als ihr Eigenthum be- 3eichnet und, soweit angänglich, in Empfang genommen. Viele der Obdachlosen befinden sich im Jnvalidenhause und sind glücklich, dort ein gutes Unterkommen gefunden zu haben. Die überlebende Mutter und die Schwester der beiden verunglückten Frl. Löhr bemerkten am Unglückstage gegen 11 Uhr, als sie aus der Kirche kamen, einen fingerbreiten Riß, welcher sich durch die ganze Wand des Arbeitszimmers hinzog, einen gleichen Riß in dem Kamin. Sie begaben sich zu dem Hausherrn und machten diesem Mittheilung von ihrer Wahrnehmung und kehrten dann in ihre Wohnung zurück. Schon nach wenigen Minuten ertönte der furchtbare Krach und die entsetzliche Katastrophe war da. Man ist gegenwärtig eifrig damit beschäftigt, die auf der Wertt lauernden Trümmerhaufen und Holztheile wegzuschaffen, um die Passage am Holzmarkt sobald wie möglich wieder freigeben zu können. Photograph Bermbach hat eine Momentaufnahme von der Unglücksstätte und der nächsten Umgebung gemacht. Tas Bild, welches auch die arbeitenden Feuerwehren und Soldaten, als Wächter der Sicherheit gestellte Personen, Abfuhrkarren, Krankenwagen u. s. w. zeigt, wird verkauft; ein Theil des Erlöses ist für die durch den Unglücksfall Geschädigten bestimmt. Das Concert, welches gestern auf der Marienburg zum Besten der Beklagenswerthen gegeben wurde, erfreute sich eines guten Besuches, das von Dax ausgeführte Feuerwerk gelang ausgezeichnet und wurde sehr beifällig ausgenommen. Herr Dax hatte im Hinblick aus den guten Zweck nur die Hälfte der Kosten berechnet. Und so konnte Herr Niemann nach Abzug der Auslagen 260 at an den Wohlthätigkeitsverein abführen. Die Bonner Actien-Brauerei an der Sternengasse bietet ihren Gästen Gelegenheit, beim Besuche eiuer japauesischeu Nacht ihr Scherflein auf den Altar der Nächstenliebe zu legen. Die Dircction des Wilhelm-Theaters wird den Reinertrag der heutigen Aufführung des Feldvredigers dem gleichen Zweck zuwenden. Der Wilhelm-Garten bereitet für morgen Abend ein großes Concert vor, der Sängerkreis und der Mannerchor Concordia werden ebenfalls musikalische Aufführungen veranstalten, der Verein Vorwärts giebt eine Abendunterhaltung und noch andere Gesellschaften werden folgen. Alles hat sich in den Dienst der Nächstenliebe gestellt, um das Loos der Schwergetroffenen zu lindern. Man pflegt zu sagen: „Kein Unglück kommt allein." Diese sprichwörtliche Redensart bewahrheitet sich leider auch wieder einmal hier. Kaum war gestern die letzte Leiche, welche am Holzmarkt unter den Trümmern des Einsturzes begrabe« lag, bervorgezogeu, da ertrank im Hohenstaufenbad ein dent Arbeiterstande angehöriger junger Mann aus unserer Vorstadt Ehrenfeld. Darauf ging in vergangener Nacht mitten auf dem Rheine ein Nachen unter, in welchem sich 9 Männer aus Poll befanden. Sieben retteten sich durch Schwimmen an's Land, die beiden anderen, ein 25jähriger und ein 27jähriger, kamen in den Wellen um. Die Leute waren von der Marienburg abgefahren, um quer über den Strom nach ihrem Hcimathdorfe zu gelangen. Wie man uns mittheilt, war das Fahrzeug ein sogenanntes Dreibord. — Am Samstag Nachmittag stieß auf der Dentzer Seite ein Knabe den andern in jugendlichem Uebermuth in den Rhein. Der junge Taugenichts mußte zusehen, wie sein Kamerad ertrank. (Köln. Ztg.) — sVacante Stellen für Militäranwärtfr im Bezirke des 11. Armee-Corps.I Strecke Weimar-Gera, Dircction der Weimar-Geraer Eisenbahn-Gesellschaft zu Weimar, Weichensteller, 52 at. pro Monat und nach Anstellung freie Dienstkleidung. Station unbestimmt. — Battenberg, Königliches Amtsgericht, Canzleigehilfe, 50 bis 54 at monatlich. — Großalmerode, Bürgermeisteramt, Feldhüter, 300 JL jährlich. — Hanau, Amtsgericht, Canzleigehilfe, 5—8 $ für jede Seite Schreibwerk. — Höhr- Grenzhausen, Königliches Eisenbahn-Betriebsamt 9ieuroicb, Bremser, 50 bis 57,50 at pro Monat, nach Ablauf der Probezekt erfolgt beim Eintritt von Vacanzen etatsmäßige Anstellung mit einem Gehalte von 690 at pro Jahr und dem gesetzlichen Wohnungsgcldzuschuß; das Gehalt kann bis auf 990 at steigen, alles unter der Voraussetzung befriedigender Führung und Leistung. — Limburg (Lahn), Gerichtskasse, Kassenschreiber, 75 at monatliche Remuneration, Handel und Verkehr. Gießen, den 28. Juli. Auf dem heutiaen Markt kostete Butter per Pfund X 1.00—105, Hühnereier 2 St. 11—13 4, Enteneier St. 6—7 H, Käse pr. St. 5—9 Kasematte 3—0 Erbsen pr. Liter 20 Linsen 26 H, Tauben per Paar 0,50 bis 0,70 H, Hühner per Stuck aL 0.90—1.20, Hahnen pr. Stück at 0.50—1.20, Enten per Stück at 1.30—1.70, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 64—70 H, Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo al 5.00—7.00, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Gentner at 6.00—0.00, Kirschen per Pfund 10—15 H. Frankfurt, 27. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer at 18,00—00,00, fremder „4t 18,00—18,50, Roggen eff. hies. at 15,00—15,50, fremder at 14,75 -15,25, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer at 00,00—00,00, fremde at 00,00—00,00, Hafer eff. hies. at 14,75—15,00 fremder at 15,75—15,25. — Rüböl, eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. at 27,00. Branntwein eff. ohne Faß at 38. Frankfurt, 27. Juli. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 405 Ochsen, ca. 12 Bullen, ca. 319 Kühe und Rinder, ca. 254 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual, at 63—65, 2. Qual, at 53—55, .Kühe und Rinder 1. Qual, at 58—60, 2. Quat. at 50—55, Kälber 1. Qual. 58—60, 2. Qual. at 45—50 per 100 Pfund Schlachtgewicht. I I , ——- ■■■■■ ■ ■ ............ gg Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 28. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Luft im Schatten I6V20. L. Chr. Rübsamcn, Turn- und Schwimmlehrer.. GO« ®*ri A * * KM gE fijtant * Seit» sowie B rO 0 der c d Von hei zu haben. Sou 5477— Eine c E ut beste sehr gib laufen. Mm w rmMlt id MMN Mm in kin-Stchu rith'Host arbeitet, Äaeken,! u. s. to. 5473____ i toftgefe HchM wrättju , CI 5483 5488 $ billig zu v At Nach u. Soi weiterst nannte Fabrik Filiale Leo Fi ^efiorV^^le, r Hygiene twiste,*. Wt i. fäll», ?lI()t ■ *s&.* '>3'* «, d-s Ä. w-l-d- ? °->rd Är«h>t3 Unteronm^a eUfleRe» eine Ä Q-Ud) bei *T" U"krbrin,mÄ^'" tJi’gs LL-ZA ’l ?“5Mu"8 unb ?fr- Ü" «WeSeitbit $5 i|t daher em starker ?Wn aufbietet, dürste «fW be§ engeren Autz- &• ^^Eiebenen der Kleidungsstücke, kö LJ}1' bigenthmn be: der Obdachlosen befinden iterfommen gefunden zu verunglückten Frl. Löhr chc kamen, einen finger; 'Simmers hinzog, einen 'mi und machten diesem ibre Wohnung zmüct. d die entsetzliche Ma- M die aus der Werst ie Passage am Holzmarkt ipi) Bermbach hat eine imgebung gemacht. Tas ii, als Wächter der Sicherzeigt, wird verkauft; ein hädigten bestimmt. Tas Beklagenswerthen gegeben geführte Feuerwerk gelang Tax hatte im Hinblick ans so konnte Herr Niemann in abfuhren. Die Bonner Gelegenheit, beim Besuche diftenliebe zu legen. Tu wütigen Muffityriing de, rten bereitet für morgen Männerchor Loncordii der Verein Vorwäns :n werden folgen. Alles s der Schwergetrofsenen und " Diese fpnchwörllicbe Kaum war gestern die Einsturzes begraben lag, 1 »lrbeiterstande angehmger ing in 9 Männer aus Poll be- f die beiden anderen, cm Die Leute waren von bei ihrem - i w-fi'-toi. ii, Arinee-Corpo.I . 54/ jäMidi- - iter, W * § »» i-tzr Bf* gS-), 2ßetterouet „r star' i Mty ifehi Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Donnerstag den 30. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, läßt die Armenkasse dahier die zum Nachlaße der Jost MüllerWittwe gehörigen Mobilien, als' ,1 Kleider- schrank, 1 Commode, 1 Tisch, Stühle, Bett und Bettwerk, Weißzeug, Kleider, sowie sonstige Haus- und Küchenge- räthe gegen gleich baare Zahlung versteigern. Die Versteigerung wird in der Wohnung der Verstorbenen, FlügelSgaffe 6, abgehalten. Gießen, den 25. Juli 188d. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. o468 Aeikgeöolenes. Velocipedes. Zwei gebrauchte Velocipedes, ein Zwei- und ein Dreirad, billig abzugeben bei 5481 _______Moritz Gregori & Sohn. Von heute ab ist jeden Tag Irisches Jtornöroö 4 Pfund zu 44 Pfg» zu Haden. Sonnenstrasse 3®. 5477______I. Blitz. Eine alte frequente Bäckerei in bester Lage der Stadt ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. 5479 Näheres bei W- Krämer.___ Besondere für Arbeiter empfehle ich mein Lager in neuen und getragenen Kleidern: Joppen, Hosen, Westen in sächsisch. Halbwolle u. 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Juli, Morgens 9 Uhr, vom Sterbehause, Wetzsteingasse 30, aus statt. 5476 Programm für die XXIV. Wanderversammlung des Oberhess Bienenzüchter-Vereins Gießen am 6. August 1885. Am 3. August Abends 8 Uhr: Vorberathung des Ausschusses mit dem Local-Comite aus dem Lenz'schen Felsenkeller. Am 6. August I. Vormittags 8—10 Uhr: Besichtigung der Ausstellung und Vornahme practischer Demonstrationen an Stöcken 2c. II. Die Verhandlungen, von 10 Uhr an beginnend: a) Einleitende Berichterstattung des Vorsitzenden. b) Nechnungsablage. c) Wahl der PrämiirungS-, Ankaufs- und VerloosungS-Commission. d) Vorträge: 1. des Herrn Professor der Zoologie Dr. H. Lud - wig in Gießen, „lieber die Lebensweise einiger den Bienen verwandten Jnsecten"; 2. des Herrn Professor der Botanik Geh. Hofrath Dr. H. Hoffmann in Gießen. „Ueber den Bienenbesuch der Blüthen". III. Wahl des nächstjährigen Versammlungsortes. IV. Statutenmäßige Wahl des Vorstandes. V. Prämiirung preiswürdiger Gegenstände. VI. Honigmarkt. VII. Nachmittags 2 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagsmahl. VIII. „ von 3 Uhr: Concert der Militärcapelle des Infanterie- Regiments Nr. 116. IX. Abends: Gesellige Unterhaltung. Am *7, August Ausflug nach einem noch zu bestimmenden Orte. Das Nähere ist in dem nachstehenden Programm des Local-Comitö's enthalten. Alle Mitglieder des engeren Vereins, wie die der weiteren in Hessen, Nassau, Frankfurt a. M. und Kreuznach, und insbesondere auch alle Freunde der Bienenzucht und Gönner des Vereins laden wir hierdurch freundlichst zu recht zahlreichem Besuche der Versammlung ein. Gießen, den 1. Juni 1885. Der Vorstand: Deichert, Präsident. Auf Ansuchen des engeren Vorstandes sind Seitens der Stadt Gießen folgende Herren zu einem Localcomitö zusammengetreten, nämlich: die Herren Rechtsanwalt Baist, Landrichter Bott, Bürgermeister Bramm, Kreis-Schul-Jnspector Büchner, F. W. v. Gehren, Dr. v. Helmolt, Gasdirektor Heß, Professor Dr. Hoffmann, Rechner Sauber, Professor Dr Ludwig, Amtmann Nover, Fabrikant Patz, Dr. Ploch Bergmeister-Assistent Plock, Redacteur Scheyda, Rentner O. Schmidt, Lehrer Spitz, Professor Dr. Wilbrand, Professor Dr. Winckler, Rentner Wortmann, Conservator Zinßer, Güter-Expeditor Zöckler zu Gießen, Lehrer Kling II. zu Watzenborn und Lithograph Rau zu Wieseck. Diese, von dem lebhaftesten Wunsche beseelt, daß die diesjährige Wander- versammlung, mit welcher zugleich daS 23jährige Stiftungsfest des Vereins und das 23jährige Jubiläum des Präsidenten Herrn Pfarrer Deichert, der seit dieser Zeit zum Vorstand gehört, verbunden ist, sich zu einer recht glänzenden gestalten möge, laden hiermit zu zahlreichster Bethetligung freundlichst ein, mit der Versicherung, daß sie Alles ausbieten werden, um ihren Gästen frohe Stunden zu bereiten. Zur gefälligen Kenntnißnahme diene noch Folgendes: 1) Die Wanderversammlung nebst Ausstellung und Honigmarkt findet auf dem Lenz'schen Felsenkeller statt. 2) Alle Gegenstände für die Ausstellung und den Honigmarkt sind an Restaurateur Louis Lenz auf dem Felsenkeller dahier franco einzusenden und müssen bis zum 6. August, spätestens Vormittags 9 Uhr, da sein, andern- salls sind sie von der Prämiirung ausgeschlossen. 3) Diejenigen Aussteller, welche größeren Raum wie 1 UU Mtr. beanspruchen, werden aufgefordert, bis spätestens 31. Juli an den Unterzeichneten, unter Angabe des erforderlichen Raumes, detaillirte Angaben zu machen. 4) Es dürfen nur selbstgezüchtete Bienen und selbstgeernteter Honig, sowie tadellos gearbeitete Gegenstände der Imkerei ausgestellt werden. 5) Die Ausstellung von Schleuderhonig und Honig in Waben ist nur gestattet, wenn ersterer in Gläsern mit Pergamentpapier verschlossen ist und letzterer sich ebenfalls unter Verschluß befindet, und somit gegen den Andrang, der Bienen geschützt ist. 6) Alle Mitglieder des Hauptvereins, der Zweigvereine und der verbündeten Vereine haben gegen Vorzeigen ihrer Legitimationskarten und gegen Empfangnahme einer Schleife freien Zutritt zu der Ausstellung nnd den Verhandlungen. Nichtmitgliedern ist der Eintritt gegen Vorzeigen eines Looses oder Zahlung eines Eintrittsgeldes von 40 H gestattet, welches auch zur Theilnahme an dem am 6. August Nachmittags stattfindenden Militär-Concerte berechtigt. Wegen des Honigmarktes ist der Eintritt von 3 Uhr Nachmittags auch denjenigen Personen gestattet, welche 25 H Entree für das stattfindende » Militär-Concert, welches öffentlich bekannt gemacht wird, entrichten. 7) Sowohl am Abend des 5. August von 7 Uhr ab, als auch am Morgen des 6. August findet Empfangnahme der Gäste Seitens des Local- Comitös an den Bahnhöfen statt. 8) Nach den Verhandlungen am 6. August findet Nachmittags 2 Uhr ein Mittagessen im Verjammlungslocal statt, das Gedeck zu 2 50 H incL einem Schoppen Wein. Diejenigen, welche beabsichtigen, an demselben Theil zu nehmen, werden gebeten, dies gefälligst bei dem Eintritt in das Versammlungslocal, spätestens aber bis 10 Uhr Vormittags am 6. August in die offen liegenden Listen eintragen zu lassen. 9) Zu der nach der Versammlung stattfindenden Verloosung sind Loose ä 50 das Stück bei sämmtlichen Sectionsvorstehern und Vorständen der Zweigvereine, sowie den Mitgliedern des Local-Comitös und am Tage der Ausstellung an der Kasse zu haben. 10) Am Abend des 6. August: Gesellige Zusammenkunft in der Leib'schen Wirthschaft im Philosophenwald. Am 7. August früh: Ausflug nach Lich, zur Besichtigung der bestens anerkannten Bienenzucht-Elablisseinents der Herren Fo er st er und Keck und Spaziergang nach Kloster Arnsburg. Rückkehr von da nach Gießen. Gießen, den 1. Juni 1885. Im Auftrag des Local-Comit^s: Der Schriftführer Zöckler, Güterexpeditor. Die evangel. Gemeinden Holzbeim-Dorfgill feiern am nächstem Sonntag, den 2. August, von Nachmittags 2 Uhr an, ihr diesjähriges Mifsions- und Biebelfest in Dorfgill. Pfarrer Siedel von Oberholzklau und Missionär Eich vow Herborn haben Predigt und Mitthellung ans dem Barmer Missionsgebiet zu- gefaßt- Zu reger Theilnahme an diesem Feste laden ein 5480 Die Kirchenvorstände. I Todes-Anzeige. I I Herr Christian Leidner I welcher in unserem Geschäft thätig war, ist heute Nacht plötzlich gestorben, was wir seinen Freunden und Bekannten hiermit er» ■ geb en st anzeigen. Mettenheimer 8» Schultheis. Gießen, den 28. Juli 1885. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr, vom ■ Sterbehause, Kreuzplatz 3, aus statt. 5492 Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'.schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die 5 besonders, feilen M WendiuiS ir fojrteie Äes über dir bortic machen, bah ' bat, M aud) liehen unb fic suchen nehm' jällmfle in t schchen zu r an bai Syi OWt i Das Wnde Ve< pi unsrer! MW I Matt nii nutzende Ö ck auf g- MhoW Die con 6((ai alt,em Ar ol/i entschied auch * UTrb i hchchhr ba IMnStai dotz er schon den Sliabbu Wnng mit M LerlW Slradduig nc M Vocheil mehr a(i a Keich-poW: N" di- n, Qoitiilojt W Wen. g ’N oh 2 „V'ifoe* ,,r von um er at| emMb, . Ans & Eih, j6 " v.n?er etlüg “Heu bet Setter &■Big A-runz » kN die 'ehr