188$ Freitag ;fii 27. Februar Rr. 49 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Brdi vrertetjährlich 2 Warf 20 Pf. mit Bringertech», Durch bte Poft btjogm Viertel jährlich 3 War! 50 Pf Erscheint täglich mit «-«nähme WH MonlagS. 0un«n t vchulstratze 7. *««8irtn Si*f8W in, «« teuOtne, Hier. EWZ freien Jft- Mm Äuskunfl ertH mnn Kar! Schuld Lahnkies Sorte stets aus meir.- am Rodberg vonätb. Borten werden schnellster rfen. rn wird aus Wunsch besor: i. Ehr. Sübfamcn. sucht für eine ruhige Sam I Juni ein Logis, 6-7 ßir ör, außerhalb der Stadl. unter Nr. 874 an die suche zu Ostern ein «im welches ftut xixi\dxn i Trau vo« Ponmttku. Tranksutterstrch V 7 'HI quetts chm Laden. , etoa 3 K'fX* SglsT- ftftän^maeAn^^ fan^r 1 unter tnr ohne Sfr »SS#»-; Hartmann, ZchÄ-r -d- yt«5 » Z „„.„LS.U™.‘“äxx**•?**■ vom 21. Februar 1885. Gießen, am 26. Februar 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. liriWo, und Uh^ Grobherpglich.» «ml^richt Gicbm. ________ JeanqsooriT• ___ . 11 -■ । l - - - Politische Ueberficht. Gießen, 26. Februar. Ehe Kladüone der Führer der englischen Politik wurde, hat er seinem liorgänaer Lord Beaconsfield (Disraeli) die schlimmsten Dinge vorgeworfen. 7lach Gladstone war Beaconsfields Politik diejenige eines „ratenden Thoren enb eines hülstofen Greises auf dem Dache, der am Größenwahn leide. 3iun, Lht fitzt in London auf dem Regierungsstuhle auch ein Greis, der sich nicht zu Helsen weiß und dieser Greis beißt — Gladstone. Er, der früher als Oppo- litionS-Mitglied die ganze politische Welt narren zu können glaubte, wird jetzt von ihr gründlich genarrt und Jedennann weiß es, nur Herr Gladstone nicht. Im Sudan stehen die Dinge, Dank der verkehrten Politik Eng- lands, außerordentlich kritisch. Die englischen Streitkräfte müssen sich vor den- zemgen des Mahdi nordwärts zurückziehen, das ist eine offene Thalsache, wenn die Engländer sie auch zu bemänteln juchen. Vor zwei Jahren sagte Gladstone noch: Was geht uns der Sudan an, mag dort herrschen, wer will, wir de« ichränken uns aus Egypten. Als aber der Mahdi mächtiger wurde, da schickte Gladstone Wen General Gordon nach dem Sudan, um mit Gute, List oder Gewalt den Mahdi unschädlich zu machen. Run ist Gordon tobt, Khartum gefallen und die Macht des Mahdi im Steigen, also haben in den letzten Jahren die Engländer in Folge von Gladstone S eigensinniger Schaukelpolitik Ün Sudan Alles verloren und in Egypten in ihrer schwierigen Stellung auch nicht ein Haar breit gewonnen. Dazu kommt, daß trotz aller Widerrufe Ruß- land doch jetzt die Gelegenheit benutzt, um, wenn auch nicht gerade in Indien emzufallen, so doch seine Stellung in Central-Asien zu erweitern und die letzten Etappen und Thore, die nach Indien führen, in Besitz zu nehmen. England nahm bekanntlich vor drei Jahren einen Theil von Afghanistan in Besitz, um der Ausbreitung Rußlands in Central-Asien zuvorzukommen. Rußland ist nun leit jener Zeit bemüht, dem englischen Schachzuge einen neuen entgegenzusetzen und entweder im Bertragswege mit bewaffneter Hand das auch dem Emir von Afghanistan tributpflichtige Herat oder vorläufig auch nur Penjdeh zu gewinnen. Die russische Regierung soll sogar dem Emir von Afghanistan im Geheimen em Bündniß und Hülse gegen England angetragen haben, wenn der Emir ein- willige, daß Rußland Herat in Besitz nehme. England, welches vor einigen Jahren Afghanistan bekämpste und sich in dessen östlichen Grenzländern festsetzte, darf sich nicht darüber beklagen, wenn Rußland nun Afghanistan gegen England auszuspielen sucht, das ist lediglich politische Klugheit. — Im Hinblick auf die tragikomische Thalsache, daß der leitende Staatsmann Englands in der auswärtigen Politik von einem Fehler in den andern gefallen ist und zum großen Thelle die Verlegenheiten Eiiglands im Sudan, Egypten und Central-Asien verschuldete, hat sich nunmehr im englischen Parlamente auch die Opposition von rechts und der äußersten Linken zu einem Entrüstungssturme gegen die Glad- sione'sche Politik ermannt, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß noch im Lause der Woche Gladstone zum Rücktritte veranlaßt wird. Ob nun freilich der Nachfolger Gladstone'S England bald aus den Verlegenheiten ziehen wird, bleibt eine andere Frage, denn bie Erbschaft Gladstone s ist ein wahrer politischer Rattenkönig, verwickelt, verfahren und widerwärtig im höchsten Maße. Der deutsche Colonial-Verein hielt am Sonntag seine zweite General-Versammlung in Berlin ab. Aus den Verhandlungen ist der Beschluß bervorzuheben, eine Kanzlei behufs Ertheilung von Auskunft über die Verhältnisse überseeischer Länder zu errichten, was im Interesse der Auswanderer, die Deutschland alljährlich verlassen, ohne eine mehr als oberflächliche Kenntniß von den Zuständen in der neuen Heimath zu besitzen, sicherlich mit Genugthuung zu begrüßen ist. Die zwischen der Pforte und der ottomanischen Bank geschehene Vollziehung des Vertrages wegen der Orientbahn-Anschlüsse ist in den handelspolitischen Kreisen Oesterreich-UngarnS mit besonderer Genugthuung auf- qenomtnen worden. Es erscheint dies auch begreiflich, denn abgesehen von den Ländern der Balkan-Halbinsel selbst werden in erster Linie der Handel und die Industrie des Kaiserstaates die Votthelle aus den Schienen-Berbindungen des äaä. scheu Meeres und des Bosporus mit Mittel-Europa ziehen und an der Handelswelt Oesterreich-Ungarns liegt es, sich bei Zeiten auf die Constellationen vorzubereiten, welche sich aus diesen Schienen-Verdindungen von selbst ergebe«. Ob freilich die bekannte Saumseligkeit der Pforte bei Ausführung von Verträgen sich nicht auch in dem mit der ottomanifchen Bank getroffenen Abkommen zeigen wird, bleibt vorerst abzuwarten. , ‘ 9 Vom ungarischen Unterhause ist am Montag bie Vorlage wegen der Oberhaus-Reform mit 233 gegen 157 Stimmen auf Grundlage der epecial- bebatte unter Ablehnung sämmllicher Gegenanträge angenommen worden, fcerr Tisza, der ungarische Ministerpräsident, kann hiermit einen entscheidenden Erfolg in feiner inneren Politik verzeichnen, da mit der Durchführung der Oberhau«- Nesorm einer der Hauptpunkte seines Programms zur Erledigung Klangt. In den letzten Tagen haben in Paris wiederum anarchijtijche Kundgedungen stattgefunden, indem dort am Samstag eine Socullisten-Verfamm- lung und am Sonntag ein großes Anarchisten- und Arbeiter-Meeting abgehalten wurden. Zu letzterem war auch eine englische Arbeiter-Deputation erschienen » in beiden Versammlungen fehlte es nicht an den üblichen hochtrabenden Heden, an Protesten und Resolutionen; zu größeren Ruhestörungen kam es indessen nicht, nur von den Teilnehmern der Samstag-Versammlung wurden etwa 1. der Hauptschreier verhaftet. . .. . Nach Meldungen schweizer Blätter kennt letzt der lchwe.zenich« Bunbesralh bie Namen der beiben Anarchisten, welche den BundeSpa ast n Bern in bie Lust sprengen sollten. Da« Attentat soll lediglich m Folge de. Umstanbe«. baß die betr. Individuen sich mit unter deni-mgen Anarchisten b- sanden. welche letzthin au» der Schweiz au«gew>esen worden stnd, vereitelt worben sein. Weiter wird berichtet, daß dem Bunderrathe bie ersten Warnungen über da« beabsichtigte Attentat von einem Mitoerlchworenen zugegangenselemdeme« jedensall« vor den Folgen desselben gebangt habe E« geht tdio hlerar^zur Evidenz hervor, daß bie internationalen Dynamit.Verbruderungen nuht scheuen sogar die „freie Schweiz» zum Felde ihrer verbrechenschen Operationen zu machen; er heißt demnach auch für bie schweizer Behörden: caveani ionsules. Zur Russisicirung de« Deutschthumr in den Ostseeprovinzen ist soeben ein weiterer Schritt geschehen. Der "^ue" Zett zu,olge »st bestlmnN worden, daß die dem Ministerium der Innern refforttrenden deutschen Schiften in den Oftseeprovinzen in russische Stadtschulen und «re.rschu^n mit rus sch r und deutscher Unterrichtrsprache umgewandell werden sollen. Vielleuht wird m nicht gar zu langer Zeit die deutsche Unternchtrsprache dem Rusnichen gänzlich da« Felo räumen muffen und dann wäre allerdings die Axt an bie Wurzel be« Deutschthumr in den Oftseeprovinzen gelegt. , . . . mnr. Die griechische Ministerkrisi« ist unerwartet rasch beigelegt wor den, indem der birherige Ministerpräsident Tricupi» auch ferner an der L-v>d- der Geschäfte verbleibt- demselben ist von der Devutirtenkammer em Streuen* Votum ertheilt worden Durch ein königlicher Dekret wird Auftotung de^ selben angeorvnet; bie Neuwahlen finben am 19. April, der Zui neuen Kammer am 25. Mai statt. _ —L Darmstadt, 2o. Februar. Zweite gkwäß Art. 9 der die Kammer heute zur Budgetberathung übergiog, wählte ort 9 laflaperiobe Geschäftsordnung die beiden Präfideutea für die übrige Dauer der tanoi y dmch »cclamafon wieder. über die ordentlichen AuS- I« Fortsetzung der Beratbung und Beschlnßfonung vv bem Ausschuß- gaben der Finavzveriode I880-88 ward Kap. 33, DOn 157,757 X 42 crntrag gemäß ohne Debatte angenommen, also die etngestM. . K,nfnrn erhob sich eine lebhafte Debatte, in- Bei Kap. 34, »Katholische Kirche ,gg ^indtaoe beantragt hatte, die dem der Ausschuß nach Maßgabe der B^chlüsie vo derer^L«» g für benBischof Uun\ Beträge,nur dann ju Matnz und für den ^^^of zu F ^^hl zu Mainz und der erzbischöfliche L 5n8Äa^”8 SiaatSgehalte von Geifttichen Stuhl zu Freiburg wiednbesetz^r stutz 'und vag ordnung-mäßig beftrllte undischadit der h-rkömm-. ltchcn Ansprüche der Jvtercolarkiisse. Abg. Wasserburg schob die Schuld an der Nichtbesetzung des BischofsstuhleS der Regierung zu, indem dieselbe noch auf demselben Standpunkt wie im vorigen Landtage stehe und die Hand nicht zu dem von ultramontaner Seite avgestrebten Frieden biete. Es sei das größte Unrecht, daß man die Mittel für den Bischossftuhl rn Mainz abermals vorenthalte und man werde die Folgen solcher Maßregeln erst spater kennen lernen- Seitens der Regierung erklärte Staatsminister Finger, Exc., daß, so lange die katholische Kirche sich nicht herbulasse, die von der Regierung für gut befundenen, allgemein bekannten Vorschläge zur Erledigung dieser Angelegenheit nicht anjuerfcnnen und nicht erst die Hand dazu biete, diese Sache endgültig zu regeln, die Regierung so lange die Herstellung deS bischöflichen Stuhles in Mainz nicht genehmigen werde. Die sehr hitzige Debatte, an welcher sich noch die Abgeordneten Frank, Rack«, Wolz, sowie v. Rabenau, Jöckel und List bethetligten und in der, wie schon in früheren Jahren, wenig Ueberemstimmung der beiden Parteien zu Tage trat, führte schließlich zur Annahme des obigen AuSschußontrags. Bet Kap. 35, „Landeßunioersität", genehmigte die Kammer die angesorderte Summe abzüglich des FunktionSgehaiteS des Kanzlers im Betrage von 310 3t 29 $ und zwar unter Beibehaltung der schon bet voriger Budgetberathung feftgtsitzttu Bedingungen. Ein von verschiedenen Mitgliedern des Finanzausschusses etngebrachter Antrag aus Regelung der Verhältnisse bezüglich des UnioersitätSsonbS zu Mainz wurde auf Verlangen der Regierung an den Ausschuß zur Berathung und Beschlußfassung überwiesen. Bezüglich deS Kap. 36, „Technische Hochschule", fand der Antrag der Majorität deS Ausschusses ohne wesentliche Debatte mit 25 gegen 16 Stimmen Annahme und ist somit auch der Lehrstuhl der Pharmacognoste entgegen dem Vorschlag der Minorität gesichert. Morgen Vormittag Fortsetzung der Berathung. ■ --------■------...... ....... . .....■■■■■■, , , Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspondenr> Bureau. Berlin, 25. Februar. Seine Majestät der Kaiser confertrte Nachmittags mit dem Fürsten BiSmarck. — Als Nachfolger des sächsischen Gesandten Nostitz nennt die „Nationalzeitung" den Grafen Wilhelm Hobenthal. — Die „Post- hält die Nachricht von der Ernennung Handjery's zum Regierungspräsidenten ausrecht. — Im Herrenhause sand die Berathung für die KreiS- und Provinzialordnung für Hesiev-Nassau statt. Der aus die Bildung zweier besonderer Provinzen, Hessen und Nassau, abz.elenden Anträge von Lottchtus und Matuschka wurden abgelehnt. Art. 1 und 8 der Prooinzialordnung, sowie die gesammte Kreisordnung, ausgenommen die Paragraphen 30 bts 33 (Polizeiverwaltung des Landkreises Frankfurt), worüber die Berathung ausgesetzt, wurde wesentlich nach der Regierungsvorlage angenommen. — Fortsetzung morgen. — Im Abgeordnetenhause wurde heute der Cultusetat bis zum Titel Universität nach den Anträgen der Commisston erledigt. Bei Titel Prüsungscommtsstonen stellte der Minister einen baldigen Erlaß einer neuen Prüfungsordnung in Aussicht. Bei dem Titel Universität Berlin begründete Enneccerus den Antrag der Commission, die für einen Professor der Dermatologie geforderten 3900 3t zu bewilligen, deren Absetzung Stern beantragt hatte. — Forschung morgen Vormittag 11 Uhr. Brüssel, 25. Febr. Heute früh haben weitere 3000 Arbeiter der Kohlengruben zu Nocceham, Wasmes, Paturages und Anaregnon die Arbeit eingestellt. Die Zahl der Strikenden beträgt gegenwärtig etwa 9000. London, 25. Februar. Das heute publicirte Blaubuch über Neu- Guinea und die andern Südjee-Jnseln enthält eine Depesche des englischen Bot- fchasters in Berlin, Malet, an Lord Granville vom 24. Januar über eine Unterredung mit dem Fürsten Bismarck. Fürst Bismarck bezog sich in derselben aus einen Erlaß, welchen er am 5. Mai v. Js., an den Grasen Münster gerichtet, in welchem er auf den großen Werth hinwies, den er der Colonial^age, sowie den freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands zu England beilege. Fer- nür wird darin bemerkt, daß England beim Beginn der deutschen Colonial- Unternehmungen Deutschland wichtige Dienste hätte leisten können, für welche Deutschland seine Bemühungen, zu Gunsten Englands in seine Interessen näher heimwärts berührenden Fragen, angeboten haben würde. Wenn eine Verständigung mit England über die schwebenden Fragen nicht erzielt werden könnte, so würde Deutschland sich mit Frankreich aus derselben Basis, aus der es jetzt England zu begegnen sich bestrebe, arrangiren. Fürst Bismarck fügte hinzu, leider sei es ihm nur gelungen, allgemeine freundliche Versicherungen des Wohlwollens zu erlangen, die Angesichts späterer Ereignisse von geringem Werthe waren. Aus die Frage Malet's nach den Wünschen, die Deutschland in Betreff der jetzt von England vorgenommenen Annexionen in Neu-Guinea oder betreffs Zululand habe, erwiderte Fürst Bismarck, daß er in Folge der Verständigung, die er mit Frankreich in Folge des Mißlingens einer Verständigung mit England vereinbart habe, nicht in der Lage sei, die Frage jetzt so aufzunehmen, wie er im Mai v. Js. erklärt, habe. Granville richtete hieraus am 2. Febr. eine Depesche an Malet, in welcher er erklärte, die Mißverständniffe seien der Plötzlichkeit zuzuschreiben, mit welcher die britische Regierung Kenntniß davon erhielt, daß Deutschland von seiner traditionellen Politik in Betreff der Colonisirung abgewichen sei. Die Meinungen, welche eine Aenderung in der Haltung des Fürsten Bismarck England gegenüber erzeugt hätten, könnten nur Ursachen beigemessen werden, für welche die britische Regierung nicht verantwortlich sei. Daß Deutschland in engere freundschaftliche Beziehungen zu Frankreich trete, könne kein Gegenstauo des Bedauerns für England sein, aber die britische Regierung würde eine Erkaltung der Freundschaft Deutschlands sehr beklagen, namentlich wenn solche aus einer irrigen Austastung von den Anschauungen und Zielen der britischen Regierung und den Gesinnungen des britischen Volkes basirte. Lord Granville verwahrt sich dagegen, daß England sich aus Deutschlands Colonial-Bestrebungen eisersüchtig gezeigt hätte oder daß es wünsche, diesen Bestrebungen hinderlich zu sein. Aus den übrigen Depeschen des Blaubuchs geht hervor, daß Deutschland am 4. December von England die Versicherung erhielt, daß die Unabhängigkeit Samoas und Tongas respectirt werden würde, vorausgesetzt, daß Deutschland die gleiche Zustcherung mache. Die deutsche Regierung versichert sodann Lord Granville, oaß ste nicht beabsichtige, die Unbhängigkeit dieser Inseln zu beeinträchtigen. Das Blaubuch schließt ab mit einem Telegramm Derby s vom 18. Febr an den Gouverneur von Neu-Seeland, welcher beauftragt wird, den britischen Consul auf Samoa anzuweisen, eine Bewegung zu Gunsten einer englischen Annexion Samoas weder zu unterstützen, noch derselben Vorschub zu leisten. Paris, 25. Februar. Der Handelsminister Rouvter erhielt beute, als er die ""ließ, von einem Individuum zwei heftige Faustschläge, brachte aber den angrdfer ju Falle. Letzterer ist ein entfernter Verwandter Rouvierö, der den Minister lange Zelt mit Stellen- und Geldgesuchen verfolgte. Derselbe wurde verhaftet d-r Gerung ÄÄt. “ "°°°" 2 dnC b,t Ä06len-Un®UÄflaÄe3r(n",Ue‘Wn,!S ®ampfet aum »»« Technikum Mittweida ™ r£?nißr5 Kohlrabi 3-0 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 22.00—30.00 ^L, Rothkrant pr St 20 30 a' 6* 3t 1.50-2.00, 1 Ente^ 2.00-4.50, 1 Taube 40-60 Z Hahn ^ 1 90 2 50 Gans 3t 6-10.00, Welsche 3t 5.00-10.00. " ** ^-2.50, - ^mbnrtz, 2ö Februar Rother Weizen 3t 15 80, weißer Weizen 3t 00.00, Wen“1 M0%fuÄ'00.00 ' ■* Kartoffeln ä 100 Psnnd M 0.00, DM Hkünberg soll in den Mrcte jranto'" verzeiMs Ä uei Lcheilb- Prügc Naumm Schn 66 1*^ Eicken - . ' ferm Wal 119 EicheMmm \ Wazmhol; ge Fchm- unb 9 Bchenstangen Inhalt- Die 3uiannnenfui 9 Uhr aus her Macher Hose statt; Stangenholz foinnit mittags, im Dißrict Aerßeigerung. Lich, den 23, Feb 1252 Wiwmen W 9 5,1 Hch-Mß 3>n Sidjer eta mich s Donnerstag - Bnnnhchiuhru' Wt, GäMeide unb ‘ 'M BucheEc 8. i. .. „ feiern« 214 duchenDMn 2540 MebMeit ’ . geißlet), 5" Biichli, «W , Sabel- d Fttitag de ®?“! un 1,40 Htajiämw t Durchs 25 ■ uw ;?2'96 M 86 NniSämme», 18 j Nm. *ii; buchen, Qni J?1 v L "■ \ fÄ%tt4nÄiStüi:' dmntn 18294?t“*1* sMsS® ' * Jfsa a®atotanb S“."1«' tu W«wÄ&! '^chtwrise M(.r Bekamilmachung. Im Firmenregister hiesigen Amts- gerlchtL wurde heute folgender Eintrag vollzogen. Wilhelm Schneider von ltzrünberg betreibt daselbst seit Monat August o. I. eine Uhren-, Kolb- und Silberwaarenhandlung unter der Firma W Schneider. Grünbcrg, den 25. Februar 1885. Der Gerichtsschreiber Großhkrzogl. Amtsgericht- Grimberg. Diebner. 1344 |tUS“"b S4n«„fiiin ■WSAZS Holzversteigerung in brr fürfll. ^brrförftcrri Lich. Dienstag den 3. März ■ofl m den Districten „Mühlberg", ,-rondorn" und „Konzebühl" nach- -erzeichnete- Holz versteigert werden: 80, i»e%v übtrfitlflt Wn bte Ec.nische $)0(tCr, 'n*80 W• Upp» btt > ocnonb das Staat? ram«. tptfn und wirkte uon M ! m&rJr der Beglkiter bd Wt 1881 kehrte Schulthertz :en, um Midtctn zu faibtten >nd der Frische tinti >5; i, gedenkt er demvüchst u )eimath, als prakt'scher »rz, der ültchm Hochschule brt rem Grade die Ausvmk'M. e Plorector der Unionfiiäi, )brrhaupt des akademischni es ihm vor Allem oblltgti eht finden HSufii Sttzuuge« ult dieser Frage bcschüsttg-r 'baut werden, deren Star: \bt wenn trößllib fo ju |i< (Ö nad) btm Subilllum bn fifättybäube einer gründ ein wütblyt Itz M btn Wo*1: nbs von ihr gkgrüain nten erbeten werden, t« 1 ju zahlreicher BetheiliM sür Ohrenkravkhetten is edtctvischen Fakultät dasrit- aselbst, ist zum außnordnü >orden. rf’As» "wtfe ' Ä“!"*, !«*» »SW- 8 Kinder-Concert, veranstalt. Jijrtrf eingeladen, aber olle Ä die KtndersMP 0M «ÄSÄg* Ä®** (rffjnti, J»»"* sjjuk'rnf MM; *b'L 16«»" SSySB -* hlin!" cdjeitb- Prügelh. Stockh. NeiSh. 31 a u m m e t e r Wellen buchen 66 173 61 2290 Eichen - 9 4 6250 ferner: j 19 Eichenstämme und -Stangen, zu Wagnerholz geeignet, mit 12,41 Feftm. imb 9 Buchenstangen mit 0,43 Festm. Inhalt. Die Zusammenkuust findet Morgens 'i Uhr aus der Gießener Straße beim Macher Hose statt; das Stamm- und Stangenholz kommt jedoch erst Nach- mittags, im District „Konzebühl", zur ^Versteigerung. Lich, den 23. Februar 1885. 17252 Wiwmenauer, Forstrath. Holz-Versteigerung. Im Licher Stadtrvald, Distrikt .Langeirbuchen" wird versteigert: Donnerstag hin 5. März Brennholz in den Distrikten Eisen- fiute, Gänsweide und Vangenbuchen 7 Rm. Buchen-Scheiter, 8 „ „ Knüppel, 34,G „ Kiefern- „ 214 Auchen-Wellen, 2.540 Nadel «Wellen ( in Haufen auf- geschichtet), 6,7 Rm. Buchen-Stocke, 295,7 „ Nadel- „ b. Freitag den 6. März Bau- Werk und Nutzholz 645 Fichtenstämme von 13—41 Ctm. Durchm., 25 Mtr. Länge, — 272,96 Festm., 186 Kiefernstämme von 12—25 Ctm. Durchm-, 18 Mtr. Länge = 42,30 Festm. Unter den Fichtenstämmen befindet sich sehr schönes Schnittholz, die Kiese rnstämme eignen sich zu Bau- und Grubenholz. Die -Zusammenkunft ist jedesmal 'Morgens 10 Uhr in den Langenbuchen, auf dem Burkhardsjelderweg. Lich, am 25. Februar 1885. ($rofcb- Bürgermeisterei Lich. Walz. 1342 Seilgt'öolt'ilt's. Hulfenfrüchte jefijr gut kochend, empfiehlt zu den billigsten Preisen H. F. Nassauer. 1353__________Kreuz 6.___________ Sammetrester ttrbiflc und schwarze, ;u .^Iciberbcinkcn, finb wieder vorrätbig bei J-ö)___fiu g u 9 rieff e. ' Ein inmitten der Stadt gelegenes Haus mit Hofraum lir billig ;u oerfaufen. Näheres ttstcrweg 10. Jtffgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Actr.: Die llnfallversicherung Wegen der in obiger Sache zu erlassenden ortsüblichen Bekanntmachung wird auf die Bekanntmachung Großherzoglichen ikräsamtü Ziehen vom 23. Februar 1885, Nr. 47 des „Gießener Anzeiger", Bezug genommen. Gießen, den 25. Februar 1885. 1337 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. P. bl B.: Keller, BetgeorbWter._____________________________ Alice-'Berein. iv. vort rag: „Heinrich Heine“ von Herrn lllealgnmnalialleljrer Dr. Mensch Heute, Freitag den 27. Februar, 7 Uhr im großen Saal des Gymnasiums. Einlaßkarten ä 1 jl in der Ferber'sch«m Buchhandlung und Rudolph' scheu Musikalienhandlung. 1273 Der Vorstand. Walllhorstr. 44 kirtiM Walllhorstr. 44 übernimmt unter Zusicherung prompter Bedienung zu billigen Preisen die Anfertigung von Zeichnungen und Kostenanschlägen über Wohn gebäude, Läden re., liefert Gutachten, statische Berechnungen von Bauconstructivnen u. dgl. 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Preisangabe unter M. 42 Postamt 2.__________________ ' 1258 Gin braves Mädchen mit guten Aeugniffen, wird für Hausarbeit auf möglichst bald gesucht. — Zu erfragen bei Frau Schirmer, im Sppenheimer'scheu Hause, Wavthorstraße. 1333 1—2 Pensionäre finden in einer Familie gute Aufnahme. Näheres in der Exp. d. Bl. Franz Schubert. Herzogenberg. Rob. Franz. unter gefälliger Mitwirkung der Concertsängerin Frau Schubart- Tiedemann und der Herren Bernhard Cossmann (Cello), L Uzielli (Clavier) und Fritz Bassermann (Violine), Professoren an D r. Hoch's Conservatorium in Frankfurt a. M. 1. Trio B-dur 2. Lieder für Sopran mit ClaVierbegleitung: a) „Der Kranz“ .... b) „Stille Sicherheit“ . . . | c) „Lieber Schatz sei wieder gut mir“ \ Gießener (£oncert=beretn Fünftes Coiwert (im 93. Vereinsjahr) Kammermusik-Abend am Sonntag den 1. Mürz 1885 Abends präcis 5 Uhr, im grdssen Saale des Gesellschaftsvereins FROG-RAMM. von 1340 Butzbach, Griedel und Gambach, den 25. Februar 1885. Die Beerdigung findet Freitag den 27. Februar, Nachmittags 4 Uhr, statt- Todes-Anzeige. Heute Nacht 2 Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unser lieber unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Herr Postmeister Dmiiei Bender in seinem 83. Lebensjahre. Um stille Theilnahme bitten Moritz Bender. Auguste Bender, geb. Bender. Ludwig von Bouchenröder, Rittmeister a. D., Georg Bender. Wermiethungen. 1338 Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen- Frankfurterstratze 82. 1339 Ein möblirtes Zimmer zu ver- m iethem Marktstraße 34. 1334 Der 2. Stock, 5 Zimmer u. Zubehör, vom 1. April ab anderweit zu ver- miethen. 144 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Bahnhofstraße 24. 1177 Parterre-Wohnung, 8 Zimmer Zubehör und alle Bequemlichkeiten, per Mai zu vermiethen. __H Beiter, Süd-Anlage 7. 32 Der seither von Herrn Wolf Katz bewohnte Lade« mit Logis ist pr. 1. April 1885 anderweitig zu vermiethen. L. Textor, im Darmstädter Haus. Die Beerdigung findet statt Freitag den 27. Februar, Nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Grünbergerstraße Nr. 33. 1347 Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige hiermit die traurige Mittheilung an Verwandten und Freunde, daß mir mein guter Sohn Wilhelm Köhler, Maschinist im vollendeten 38. Lebensjahre gestern Abend durch den Tod entrissen wurde. Um stilles Beileid bittet Die tieftrauernde Mutter. Gießen, am 25. Februar 1885. 3. Variationen über ein Thema von Schumann für Clavier, Violine und Cello 4. Lieder für Sopran mit Clavierbegleilung: a) „Auf Flügeln des Gesanges“ b) „Der Nussbaum“ .... c) „Meine Liebe ist grün“ etc. . 5. Trio G-dur op. 112 „ Iwan Knorr. „ Mendelssohn. „ R. Schumann. „ J. Brahms. „ Joachim Raff. Der Concertllügel von Blüthner ist aus Herrn Wilh. Rudolph in Giessen. dem Pianofortelager von Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Ri cker’schen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der W. Rudolph’ sehen Musikalienhandlung a J4,. 2,50 (Sperrsitz ä JL 3,50) zu haben. 1345 Danksagung Familie Uhl 1343 Für die uns in so reichem Maße erwiesene Theilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir herzlichsten Dank. Lehrmädchen werden in ein hiesiges Putzgeschäst gesucht. 954 Zu erfragen in der Exped. d. Bl- Tüchtige Weitzzengnäherinnen werden gesucht. 1350 M. Kann, Lindenplatz. I. Dchrnrdt, Grünbergerstraße 8. 1335 2 gut möbl-Zimmer zu vermiethen. I* Schmidt, Grünbergerstraße 8. 1186 Ein kleines Logis sofort zu vermiethen. Bahnhofstraße 32- 1197 Im Hause Kirchenplatz 12 sind Wohnungen — oder auch der ganze Raum an ruhige Familien zum 1. April oder sogleich zu vermiethen. Näheres in der Apotheke. ____ 776 Zu vermiethen: 6 Zimmer, bei £tage, Gartenstraße, auf 1. Mai. Gaqnoin. 1179 Möblirtes Zimmer, sowie ein Mansardenzimmer vermiethet K. Haas, Wallthorstraße 31. 939 Im Darmstädter Haus, Eingang Lindengasse, ist pr. 1. März ein geräu- miges Logis zu vermiethen.__ 1264 Eine Wohnung, 4—5 Zimmer nebst Zubehör, zu vermiethen. ______Seltersweg 31. 148 Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Kabinet pr. 1. Febr. zu vermiethen Lndw. Orth, Neuen Bauen 11. 226 Der dritte Stock, 5 resp. 7 Zimmer bis 1. April zu vermiethen. H* Bepler, Ludwigsstraße 12. 839 Ein Familienlogis mit 5 Zimmern und Zubehör bis 1. Mai zu vermiethen. Philipp Bauer II., Bahnhofstr. 57. 1224 Ein schön möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Steinstr. 51, 2. Stock. 1362] Logis, 3—4 Zimmer, zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl. vermischte Anzeigen. 1348 Ein Mädchen sucht AuHhüls- stelle für Küche und Hausarbeit auf sofort. Frau Hüttenberger, ________Vermiethbureau, Westanlage 15. 1351] Ordentliche Arbeiter fönneit Logis erhalten. Sonnenstraße 14. Mahnung gesucht. § Ein Beamter sucht zwei fein möblirlt Zimmer in freundlicher Lage zu miethen. Offerten wolle man an Henn Äreiö5 diener Egly (Brandplatz 9) richten. 1355 Ein zuverlässiges Dienstmädchen gesucht.Lahnstraße 11. Das Waschen, Färben und Fayouiren der Strohhiite nach neuesten Mustervorlagen besorg! rasch und billig 1341 J. ]Fangmann* 1312 Eine ordentliche Lauffrau ob;r Mädchen gesucht. Schillerstraße 14. 1018 Ein Lehrling mit guten Sch»l- kenntnissen von einem hiesigen en-gros- Geschäft gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl.______ _ 955 Einen Lehrling sucht Georg Böger, Mechaniker. Nedaction: A- Scher-da, — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr- Ehr. Pi etsch) in Gießen- Jer Ko«ß wneten Zebäudes ter iitr Wg-t- g- WAiM Sebingungen erteilt, @iefeeit, i Nicht Br°d Mv Aenden, wie ' Me arbeit mu| üitch jion immer Wm unb Settel Mck zm Arbeit 5n einer An SlrbMotonien y Prionen Mer rr meibentbeiU mit E finö nun vonviege Arbeiten Mündet, ölen bie H/K b Stabten fänridfiingi itnnde dir Arbeiten Mtzer? 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