-rr. 96 Drittes Blatt Sonntag den 26. April 1885 Gießener Anzeiger Amts- und Ameiqeblatt für den Kreis Gießen. i vermieten fr 'anksurterstl. - ivohnung ju KT »rünbergtrfr.4! Wohnung in Di! in der Mviy Iber anbeiwj; kSttW ltz 5 imer, >en rc., ck Ä rttn, A!■> ___$ MichM BMI gis zuimM»1 iützensn^K, s zu veMik MMtz. fzu uWW; ju iw aimer W: ig. UE imwT?w £lttZ>* LZEiV' Sternstraße^ Zimmer |V: 3 Dr. M Brei- vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlo-n Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf- Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagK. t Schulstraße 7 nur praktischen Zwecken, d. h. der birecten Krankenpflege und Behandlung dient oder ob es zugleich eine Lehranstalt ist. Je nach diesen besonderen Zwecken wird die ganze Anlage des Krankenhauses variirt werden müssen. Bei der Frage welche Einrichtungen einem Hause zu geben sind, das als Krankenhaus dient, muß man darum einestheils trennen diejenigen Einrichtungen, die im Allgenie inen bei jeder solchen Anstalt erforderlich sind, andern- theils diejenigen, die durch den besonderen Zweck, dem das betreffende Zkrankenhaus dient, gefordert werden. In die erste i)tcibe gehören vor Allem die Lage des Gebäudes, die Bodenverhältnisse, die Ventilation, die Heizung, die Größe der Krankenzimmer rc. In die zweite Reihe gehören die bezonderen Einrichtungen, die durch die einzelnen Krankheittzsormen bedingt sind. So wünschenswerrh es auch wäre, daß an Stelle der in dem akademischen Hos- pttal untergebrachten 3 Kliniken in gleicher Weise, wie dies an den meisten deutschen Hochschulen in neuerer Zeit geschehen ist, drei .neue, den Anforderungen der Jetztzeit völlig eulsprcchende Kliniken errichtet würden, so ist doch, um die Mittel des Staats nicht allzusehr in Anspruch zu nehmen, zunächst nur d,er Reubau eines Instituts und zwar der der inneren Klinik in's Auge gefaßt. Der Grund dieser Wahl ist darin gegeben, daß, wenngleich eine Reihe der dem derzeitigen Hospital anhaftenden Mißstände alle drei Kliniken berühren, doch eine weitere Reihe von besonders schwerwiegenden Mißständen existiren^ die vorwiegend oder ausschließlich die innere Klinik treffen. Es ist in der Natur einer Reihe von inneren Krankheiten begründet, daß zu ihrer Heilung, aber auch bereits zur Verhütung der Weiterverschleppung des Krankheitsstoffes eine Reihe besonderer Einrichtungen nöthig sind, Einrichtungen, die, wie gleich hier angefügt werden mag, in dem alten akademischen Krankenhausc zu schaffen unmöglich ist. Eine eingehende Erörterung über die Frage, welche allgemeine Eigenschaften ein Krankenhaus besitzen muß, und eine daran sich knüpfende Kritik des dermaligen akademischen Krankenhauses würde zu weit führen; es wird genügen, einige der wesentlichsten Momente hervorzuheben. Als erster Punkt verdient erwähnt zu werden die feuchte Beschaffenheit des Gebäudes, die im Wesentlichen in der ermangelnden Unterkellerung ihren Grund hat. -Selbst im Hochsommer bei intensiver Hitze ist ein großer Theil der Außenseite nach denn Hofe zu vielfach feucht; in verschiedenen Krankenzimmern kommen in Folge der Feuchtigkeit Pilzvegetationen trotz Oelanstrich immer wieder zum Vorschein. Daß solche feuchte Räume nicht eine geeignete Stätte für Kranke, zumal für an schweren inneren Krankheiten Leidende sind, bedarf wohl keines Beweises, wie es denn auch weiter einleuchtend ist, daß bei solchen Verhältnissen die Bedingungen zur Weiter- crttwickettmg und Wucherung von einmal dorthin gelangten Krankheitskeimen gegeben sind. Trotz sorgfältigster Desinfection ist es mehrfach vorgekommen, daß Kranke, die wegen relativ leichter Affectionen in das Krankenhaus gekommen waren, im Krankenhause secundär von einer im Hause erworbenen schweren Infectionskrankheit, so Typhus, Erysipel, Scharlach und dergleichen mehr befallen wurden. In der Natur der Sache liegt es, daß von diesen üblen Ereignissen vor Allem die innere Klinik betroffen wurde. Als ein zweiter, dem gesummten Krankenheruse geltender, wenn auch die Insassen der einzelnen Abtheilungen je nach der ihrer Erkrankungen mehr oder minder belästigender Uebelstand muß die unmittelbare Nähe des Bahnhofes resp. Nangirhofes erwähnt werden. Es ist zweifellos, daß das beständig Tag und 'Nacht andauernde Rangiren der Züge, das schrille Pfeifen der Locomotiven die Kranken in hohem Grade belästigen muß. Kranke bedürfen jedoch vor Allem der Ruhe, und werden deshalb jetzt die Krankenhäuser stets an Plätze gelegt, die möglichst fern vom Hauptoerkehr sind. w , r . , Auch von dieser Nähe der Eisenbahn hat die innere Klimk besonders zu leiden, inid werden nicht nur die Kranken, sondern auch die Studirenden betroffen. Bei solchem andauernden Lärm ist die Untersuchung der Kranken, insbesondere die Aus- cilltation vielfach unthlinlich und wird namentlich auch dieser Länn bei den practischen Uebungsstiiiiden für die Studirenden sehr empfindlich. Als ein fernerer wichtiger Fehler des derzeitigen akademischen Krankenhauses muß die centrale Lage der Eorridore, sowie der Mangel genügender Ventilationsvorrichtüngen angesehen werden. Gute Ventilation, eure beständige Lilfterneuerung und Verdrängung der verdorbenen Luft, sind das nothwendigste Erforderniß jedes gesunden Wohnraumes, vor Allem aber eines mit allen möglichen Krankheitsstoffen geschwängerten Krankenhauses. , . .. Auch dieses Moment trifft wieder vorzugsweise die medicwische (innere) Klimk. Die Hülfsmittel zur Lufterneuerung, die die heutige Technik kennt, fehlen in dem derzeitigen akademischen Hospitale fast gänzlich und sind auch bei der centralen Lage der Eorridore, selbst mit großen Kosten, nicht in ausreichender Weise zu be- schaffen. . . < Daß die Badeeinrichtungen, zumal für eine innere Klunk, unzureichende sind, wurde bereits Eingangs erwähnt. Häufig kommt es auch jetzt noch vor, daß Bäder an einzelnen Tagen wegen der unzureichenden Wassermenge nicht verabfolgt iverden können. Grade bei inneren Krankheiten spielen nun aber Bäder der verschiedensten Art einen sehr wichtigen, durch nichts zu ersetzenden Heilfactor. Eme Beseitigung dieses Uebelstandes wäre nur durch Errichtung eines eigenen Badehauses möglich; an die Ausführung eines solchen Projekts ist indeß schon des Platzmangels auf dem derzeitigen Hospitalterrain wegen nicht zu denken. Die erwähnten Mängel machen sich, wie bereits hervorgehoben, am meisten für die innere Klinik fühlbar. Wenn sich darum schon bei der Betrachtung dieser allgemeinen Einrichtungen gezeigt hat, daß durch die jetzt herrschenden mangelhaften Einrichtungen die innere Klinik' am meisten geschädigt wird, so erfordert außerdem eme innere Klinik noch eine Reihe ganz besonderer baulicher Einrichtungen, die durch die specifische Natur der ihr zugehörigen Erkrankungen bedingt ist. Bekanntlich gehören der inneren Medicin eine große Reihe von Krankheiten zu, die dadurch ausgezeichnet sind, daß sie anstecken, sich leicht von Kranken, sei es direct, sei es mdirect, durch Kleidungs- und sonstige Gegenstände auf dritte Personen übertragen. In diese Gruppe gehören, um nur einzelne zu nennen, ^^^^.^?.^eritis, Eholera, Recurrenzfieber, Blattern, Flecktyphus und dergleichen mehr. Um die Gefahr auszuschließen, daß in einem Krankenhause ein mit einer solchen contagiosen Krankheit Behafteter die Krankheit auf andere Personen übertrage, hat man überall besondere IsolirHäuser zur Unterbringung solcher mit ansteckenden Krankheiten Behafteter Auch das akadenrische Krankenhaus besitzt ein solches Isolirhaus, das mit dem Leichenhause vereinigt ist. Auf Veranlassung der damaligen ^irectoren des akademischen Krankenhauses wurde, wie bereits erwäbnt, Ende der 60er Jahre dem Leichenhause ein zweiter Stock aufgesetzt, um dort die mtt ansteckenden Krankheiten Behafteten imterzubringen imd zu isoliren. Diese Entrichtung besteht auch fetzt noch. In der unteren Etage dieses Gebäudes ist ein durch eme kleine verschiebbare Scheidewand m Darmstadt, 23. April. Seitens der Großherzoglichen Staatsregierung ist die nachstehende Vorlage an die zweite Kammer Der Stände, betreffend die Errichtung neuer Gebäude für die medicinische Klinik, für das pathologisch-anatomische Institut und für die gynäkologische Klinik nebst Entbindungsanstalt u. 1. w., gerichtet worden. Auf Grund eingehender Prüfung der in Betracht kommenden Verhältnisse und auf Grund der Erfahrungen, die seit einer Reihe von Jahren bei den bett. Kliniken und Instituten gemacht worden sind, ist die Großh. Regierung zu der Ueberzeugung gelangt, daß es im Interesse der Landesuniversität Gießen durchaus geboten ist, an dieser Universität neue Gebäude für die medicinische (innere) Klinik, für das pathologisch-anatomische Institut, sowie für die gynäkologische Klinik und die Entbindungs- anftalr zu errichten und weiter das Gebäude, das seither als Entbindungsanstalt benutzt wurde, für die Zwecke des physiologischen Instituts einzurichten. Die nachstehenden Erörterungen werden die Rothwendigkett der bemerkten Vcuten darthun. I. Die Errichtung neuer Bauten für die medicinische (innere) Klinik. Das derzeittge akademische Hospital, in welchem sich die medicinische Klinik befindet, diente ursprünglich militärischen Zwecken; dasselbe wurde im zweiten Decennium VicseS Jahrhunderts als Kaserne gebaut und ging später in den Besitz der Universität über. Bis zu Beginn des Jahres 1880 diente nur die eine, die westliche, Hälfte des Gebäudes Kranken- und Unterrichtszwecken; die östliche Hälfte enthielt in der 1. Etage die Sammlung der Gypsabgüsse, in der 2. und 3. die Universitäts- und Senken- berg'schc Bibliothek; in der 4. Etage waren die mineralogischen Sammlungen der lüiivcrsität unteracbracht. t Erst mit dem bemerkten Zeitpunkte nach Errichtung des neuen Universitätsgebäudes, der neuen Aula, wurden die letztgenannten Institute aus den: Hospital- gebäude entfernt und die dadurch frei gewordenen Räume den klinischen Instituten üborwiesen. In dem akademischen Hospital sind drei Kliniken, die medicinische, chnurgilche itnib ophthalmologische Klinik unlergebracht. Die Parterre-Räume gehören, abgerechnet dic dort gleichfalls befindlichen Küchen- und Wirthschaftsräumc, der Augenklinik. In der 2. Etage befindet sich die medicinische, in der 3. die chirurgische Klinik während in der 4. die syphilitischen Kranken und die Krätzkranken untergebrachk sind. Weiter be- sinden sich dort noch einige Jsolirräume, sorvie die Vorrathskammern für Wäsche und sonstige Utensilien, endlich die Schlafräume des Dienstpersonals. Außer diesen! Hauptgebäude gehören zum akademischen Krankenhausc noch drei kleinere Gebäude: 1) eine hinter dem Hauptgebäude gelegene Baracke für chirurgische Lrcrnke, 2) ein Leichenhaus, dem Ende der 60er Jahre auf Antrieb der damaligen Dwectoren ein ziveiter Stock aufgesetzt worden ivar, um dort die mit ansteckenden Krankheiten Behafteten aufzunehmen und zu isoliren. Oestlich vom Hauptgebäude befindet sich endlich 3) ein kleines, zweistöckiges Ge-' bvude, in dessen unterer Etage sich zur Zeit das Laboratorium der medicini- sjhen Klinik befindet, während in der oberen drei von den Assistenzärzten des Hospitals wohnen. Dies die Räumlichkeiten, die zur Zeit den Directoren der genannten drei Mimiken zu Gebote stehen. 'Noch im Jahre 1879 verfügte jede der drei Kliniken kaum Tiber die Hälfte der Räume, die ihnen heule zugehören. 2ln Unterrichtsräumen für die medicinische Klinik waren damals nur zwei Zimmer vorhanden. Räume zu wissenschaftlichen Arbeiten, zu chemischen, mikroskopischen - Arbeiten existirten nicht. Erst 1879 mit der Berufung des derzeitigen Directors wurde - ein klinisches Laboratorium in den Parterre-Räumen des 9kebengebäudes eingerichtet; bis dahin waren diese Räume als Dienstwohnung des Hospitaloerwalters benutzt worden. Mit der Dislocirung der Bibliothek und der übrigen Sammlungen aus dem akademischen Krankenhause wurde ein wesentlicher Fortschritt erzielt. Nicht nur fehlte es vordem, wie bemerkt, an Unterrichtsräumen, auch an Krankenräumen mangelt es in recht empfindlicher Weise. Der Krankenzimmer waren so wenige, daß nur eine kleine Zahl Kranker aufgenommen iverden konnte. Nttt der Entfenmng der erwähnten Institute rvurde wenigstens Raum geschaffen; tufl von da ab konnte eine räumliche Trennung der Kranken nach Geschlechtern vor- geirommcn werden, während bis dahin Männer und Frauen auf demselben Flügel sich befanden, ein Zustand, der selbstverständlich sehr große Nttßhettigkeiten bedingte. Ebenso konnte erst mit der Erweiterung der Klinik im Jahre 1880 für jede der jbrei Kliniken wenigstens ein Badezimmer eingerichtet werden, während bis dahin das ttademische Hospital auch nicht ein Badezimmer hatte. Daß, zumal für innere Kranke, eine Einrichtung, die wie die dermalige im akademischen Hospital nur einfache Warmewasserbäder zu geben gestattet, als unzureichend erachtet werden muß, ist klar. Dampf-, Douchebäder, Bäder mit medikamentösen Zusätzen und dergleichen mehr zu geben, ist zur Zeit der medicinischen LIinik nicht thunlich. "Nicht ininder mangelhaft war bis zum Jahre 1880 die Einrichtung der Aborte. Üud) in dieser Hinsicht konnten mit der Erweiterung der Klinik, wenn auch noch ikeineswegs vollkommen ausreichende Einrichtungen, so doch die nöthigsten Vcrbesser- |urigen geschaffen werden. Desgleichen konnte nun eine Vergrößerung der Küche vor- 'jieiioinmen und manch' andere zweckmäßige Einrichtung getroffen werden. Ebenso ivurden hinsichtlich der inneren Einrichtung der Kliniken seit den letzten 5—6 Jahren m amngsache Verbesserungen herbeigeführt. Durchweg sind jetzt auf allen Kliniken gute fetten, gute Bett- und Leibwäsche, solides, wenn auch durchweg ganz einfaches Mobiliar ui den Krankenzimmern. Der Erfolg dieser Verbesserungen ist auch nicht ausgeblieben, wie am besten die , ,oon Jahr zu Jahr wachsende Zahl der dort Hülfe suchenden Kranken, darunter auch ttanken aus besseren Ständen, zeigt. Indeß, wenn auch wesentliche Verbesserungen in den letzten 5 Jahren geschaffen worden find, so bestehen doch auch heute noch zahlreiche und erhebliche Mängel, die mit keinen Mitteln zu beseitigen sind, da sie ihren Grund in der ganzen Anlage des Ge- bihibeS haben. Es ist eine bekannte Thatsache, daß als Krankenhaus nicht jedes beliebige Haus, menn es nur die nöthige Zahl der Räume hat, gewählt werden kann, daß vielmehr eine solche Anstalt ganz besonderer Einrichtungen bedarf. Daß eine vor ca. 70 Jahren krldaute Kaserne den heutzutage an em Krankenhaus zu stellenden Anforderungen nicht kn tsprechen kann, ist klar, in noch höherem Maße gilt dies aber von einem Kranken- ' ba ufe, daß zugleich als Lehranstalt für junge Aerzte dienen soll. Ein Siechenhaus, das nur Invaliden aufnimmt, wird viel weniger besonderer i Eiinrichtungen bedürfen als ein Krankenhaus; eine innere Klinik wird andere Einrichtungen erfordern als ein Krankenhaus für Augen- oder Ohrenkranke oder für chirurgische Kranke. Es ist ferner nicht gleichgültig, ob ein Krankenhaus schlechtweg zwei Hälften trennbarer Raum, deren eine Hälfte als SectionSlocal und klinischer Obductionsraum benutzt wird, während in ber anderen die Leichen auibewahrt bleiben, lieber diesem reichenhause befinden sich Die ^lolinuume, Die aus drei kleinen Zimmern bestehen. Die Treppe, die zu diesen Räumen führt, ist so schmal, daß eS unmöglich ist, itranfe auf einer Kahre dort hinaufzuschaffen. Von diesen Drei kleinen Zimmern dient eines als Zimmer für den Ära nf en Wärter, die beiden anderen für die Unterbringung der Kranken. Richt der kleinste Raum zum Äufdewalnen der schmutzigen inficirten Wasche ist vorhanden, kein Raum für die Geschirre, kein Spulraum, lein Raum zum Desinficiren u. s. w., von einem Baderaum gar nicht zu reden. Aber auch abgesehen von der sehr mißständigen Vereinigung von Leichenräumen und Isolirzimmern für Kranke in einem kleinen Gebäude und dem Mangel noth- wendiger Räume ist die erwähnte Anlage der Isolirräume in keiner Weise ihrem Zwecke entsprechend. Scheinbar ist der Kranke, weil getrennt vom Hauptgebäude ünlergebrachl, auch hier isolirt. Aber mit der einfachen Isolirung ist das Ziel, eine Weiterverschleppung des Krankengifts zu verhüten, noch keineswegs erreicht. Der Kranke ist zwar abgesperrt, aber seine Leib- und Bettwäsche, überhaupt alles, was mit ihm in Berühruna gekommen ist, muß, ohne vorher desinsteirt zu sein — denn hierfür eriftirt im Isolirbau kein Raum — in das Hauptgebäude kommen, um dort gereinigt zu werden. Eine sichere Garantie dafür, daß Insassen des Hotpitals nicht durch andere Kranke angesteckt werden, ist deshalb nicht vorhanden. Auch in Bezug auf die Zahl der Räume für Kranke ist dieses kleine Gebäude, wie die Erfahrung der letzten Jahre gelehrt, selbst bei den bescheidensten Anforderungen durchaus unzureichend. Die Erfahrung aller Epidemien hat gezeigt, daß es mir dann gelingt, den Ausbruch einer Epidemie zu verhüten, wenn man die ersten Erkrankungsfälle streng isolirt, und Alles, was mit diesen Kranken in Berührung gekommen ist, aufs Sorgfältigste deSinficirt. Was hier zur Verhütung von Epidemien nölhig ist, das ist täglich nölhig in einem Hospitale, woselbst stets Kranke zugehen, die an übertragbaren Krankheiten leiden. Pflicht der Hospitäler ist es aber vor Allem, dafür zu sorgen, daß nicht Kranke innerhalb des Hospitals noch mit weiteren Krankheiten inficiit werden. Dieser Satz gilt nicht allein für die in besonderen Isolirhäuscrn uuterzu- bringenden Kranken, sondern auch für solche Krankheitsformen, die, wenn auch nicht eine Absperrung in einem Jsolirhausc, so doch eine räumliche Trennung im Krankenhanse selbst, in besonderen Zimmern erfordern. Dahin gehören beispielsweise Masern, Keuchhusten, Rose und dergleichen mehr. Auch nach dieser Seite ist die innere Klinik durchaus unzureichend eingerichtet, da durchweg alle Zimmer birect mit einander communiciren, so daß Separirung eines Krauten in einem von den übrigen Räumen scharf abgetrennten Zimmer unmöglich ist. Ein Krankenhaus, das ja vor Allem humane Aufgaben erfüllt, muß so eingerichtet sein, daß den Kranken dort nicht neue Gefahren erwachsen. Bei den zur Zeit bestehenden Einrichtungen kann dieS aber leider für das academische Krankenhaus in Gießen nicht als ausgeschlossen erachtet werden. Die Pflicht der Humanität gebietet eS, darum Abhülfe zu schaffen, den hülfe snchenden Kranken nicht nur die Mittel zur Heilung nicht zu versagen, sondern sie vor Nachtheilen zu bewahren, dieses Ziel kann aber nur durch einen Neubau der inneren Klinik erreicht werben. Aber nicht nur humane Rücksichten sind eS, die einen den heutigen Anforderungen der Hygiene und Krankenpflege entsprechenden Neubau an Stelle des alten Gebäudes erfordern, auch mit den Pflichten des Lehramts dürfte es sich kaum vereinigen lassen, daß an der Stätte, an der die Jugend unterwiesen werden soll, nicht allein darüber, wie man die Krankheiten erkennt, fonbeni auch wie man bie unglücklichen Kranken pflegen unb warten soll, nicht Einrichtungen bestehen, bie mit bcii Pflichten beS Arztes in Wiberspruch sinb. Der Arzt hat aber nicht nur bie Pflicht, Krankheiten zu heilen, sonbern auch zu verhüten. Mehr unb mehr wirb heutzutage bie Bebentung ber öffentlichen Gcsunb- heitSpflege allgemein anerkannt. Um tüchtige Aerzte heranzubilben, ist eS deshalb bringend nöthig, baß an ber Stätte, an ber sie unterrichtet werben, alle HülfSmittel ber Krankenpflege unb Behanblung in thunlichst vollkommenster Weise gegeben sind. Wenn es schon an sich Pflicht ist, in jebem Krankenhause möglichst alle bie- jenigen Bedingungen zu schaffen, die zum Wohle unb Heile ber Kranken bienen, so ist biefe Pflicht eine hoppelte, ba wo eS gilt Diejenigen heranzubilben, bereu zukünftige Aufgabe es fein soll, für bas Wohlergehen unb bie Gesunbheit Vieler zu sorgen. Die Vortheile, bie auS einem solchen, zugleich Lehrzwecken bienenden Krankenhause erwachsen, sinb barum in keiner Weise gleichzustellen bene» von nur Heilzwecken schlechtweg bienenden Krankenhäusern. Aber um so ernster ist Darum auch bie Verpflichtung, horten all bas zu schaffen, was biesen Interessen frommt. II. Die Errichtung eines Gebäubes für bas pathologisch-anatomische Institut. Das pathologisch-anatomische Institut besinbet sich zur Zeit in hem Anatomie- Gebäube unb besteht aus einem Raum für bie Sammlung unb aus brei Zimmern. Es sinb baS biefclbcn Räume, welche vor 32 Jahren als ein befonberer Lehrstuhl für bie pathologische Anatomie noch nicht existirte, zum Zweck ber Unterhaltung bes pathologisch-anatomischen Museums in dem Anatomie-Gebänbe hergerichtet mürben, sie sollten ursprünglich nur ber Durchsicht unb Besorgung ber für bie pathologisch- anatomische Sammlung vorzubereitenben Präparate bienen. Dieselben Räume bienen heute noch zu bcmfelben Zweck, in benselben müssen aber jetzt auch alle Arbeiten aus- geführt werben, bie vom pathologischen Anatomen verlangt werben, unb sinb that- sächlich bie einzigen Räume, über bie berselbe selbstänbig zu verfügen hat. In erster Linie bienen diese Räume dem Direktor und dem Assistenten als Arbeitsräume, sie entsprechen aber in keiner Weise den Anforderungen, bie man an Räume zu stellen berechtigt ist, in heuen vorzugsweise mikroskopisch, erperimentell unb bacteriologisch gearbeitet werben soll. Nicht nur baß bas Licht, von hem für mikroskopische Untersuchungen fast Alles abhängt, in keiner Weise genügt, ist eS auch fast unmöglich, mit ftärferen mikroskopischen Systemen zu arbeiten, da, bei der Beweglichkeit unb hem Schwanken des Fußbobens, hem lebhaften Verkehr auf ber Straße bureb Lastfuhrwerke und her Eisenbahn, eine immerwährende Verschiebung her Präparate veranlaßt wirb. Experimentell kann nicht gearbeitet werben, ba in benselben Räumen zu jeher Zeit auch LeichentHcile untersucht unb zum THeil auch aufbewahrt werben müssen, wohurch ein Reinhalten ber Wunden :c. unmöglich ist. Mit den Jahren sind bie Räume so hurchseucht unb ist in ihnen eine solche Menge kleinster mikroskopischer Lebewesen angesammelt, baß es unmöalich ist, in denselben bacteriologische Untersuchungen vorzunehmen, Unter suchungsmethoden, bie in den pathologisch-anatomischen Unterricht aufzunehmen, von Tag zu Tag nothwen biger wirb. Für bie Zwecke, he neu sie bienen sollen, sinb biefe Räume burchaus ungeeignet, ein tägliches längeres Arbeiten in bemfelben ist entfchieben gesundheitsschädlich. Die Aufgabe des pathologischen Anatomen und der pathologisch-anatomischen Institute besteht aber nicht allein in her mikroskopischen Untersuchung von Leichen- thcilen, refp. chirurgisch entfernter Tbeile vom Lebenden unb ber eventuellen Ansamm hing unb Aufspeicherung solcher sogenannter Präparate in ben Museen — eine Aufgabe, bie allerdings vor 32 Jahren bei Begrünbung her pathologischen Sammlung bie icitcnbc war unb für welche Zwecke bie Räume bamals auch genügt haben mögen. Die Aufgabe bes pathologischen Anatomen unb bes pathologischen Instituts ber Jetztzeit ist jetzt eine viel höhere unb wichtigere geworben. Sie besteht in erster Linie in hem pathologisch anatomischen Unterricht, her sich darin gipfelt, bie Kluft zwischen ben Naturwissenschaften unb ben eigentlichen mcbi- cinischen Wissenschaften zu überbrücken, eine Aufgabe, bie nicht hoch genug angeschlagen werben barf. Für einen solchen, von allen Seiten als ungemein wichtig anerkannten Unter richt, ohne ben ber Arzt keinen Anspruch bat auf eine allgemeine mebicinifcbe Aus- bilbung — für einen pathologisch anatomischen Unterricht sind nun eigentlich keine Räume vorhanden. Der Unterricht in der pathologischen Anatomie und der allgemeinen Pathologie zerfällt nach dem auf allen deutschen Universitäten bisher üblichen Gebrauch in 1) sogenannte theoretische Vorlesungen: h. über allgemeine Pathologie mit mikroskopischen Demonstrationen unb Experimenten, 1>. über specielle pathologische Anatomie, vorwiegend mit I'cmonftratwnen aus ber Sammlung unb mikroskopischen Präparaten. 2) Practi'che Enrse: a. Demonstralions Enrie an frischen LeicheniHeilen, mit Zuhilfenahme mikrofkopi'cher Präparate von denselben, b. Sections-E urse, c. vractische rnikroitopische Eurse, d. selbstständige Arbeiten der Studirenden. Für die theoretischen Vorlesungen ist der allgemeine Höriaal der Anatomie vor I Händen. Der Höriaal ist aber nicht zu jeder Zeit disponibel, so daß die Röthigung I vorliegt, bie theoretischen Vorlesungen febr früh Morgens zu halten, wobei eine nufro skopiscke Demonstration, eine Vornahme der allernotbwendtgsten Experimente zu« I Vcrständniß des Vortrags so gut wie unmöglich ist. Der Hörsaal ist für anatomische I Unterrichts zwecke practiicb, für den des pathologisch anatomifcven Unterrichts dageger I ist er burchaus ungeeignet, ba burch den Bau beSfelben jede, auch die einfachste Temoo ftration erschwert wirb unb bie Ausstellung von Mikroskopen unmöglich ist. Bei einen I vorzugsweisen bemonstrativen Unterricht sinb bas schwere Httßstände. Der practisch-mikrostopifche Eurs kann nur im Sommer Semester gehaller I werden, ba ber einzig disponible Raum der Präparirsaal ist, ber dazu feiner ganze» I Einrichtung nach zu mikroskopischen Arbeiten sehr ungeeignet erscheint. Ein Raum zum selbsfftänbigen Arbeiten her Studirenden ist nicht Vorhände». I es ist daher nicht möglich, daß dieselben im Institut zur Ausarbeitung von Doetor I arbeiten angenommen werden können. Ein Raum zur Vornahme von Sccttonen, einer ber wichtigsten Räume bes pathologischen Instituts existirt in ber Anatomie nicht. Ein solcher Raum befindet sia (wie zu I bereits angeführt) in einem Nebengebäude ber Klinik. Daß burch bie räumliche Trennung sehr bcbcutenbe Unannehmlichkeiten ent stehen, ist felbstverstänblich. Weiter ist aber auch biefer Eectionsraum durchaus uny eignet, er ist zu klein und zu dunkel. Hierzit kommt noch, daß es in hohem Grabe wünfeheneroertb, ja dgrnthä nölhig erscheint, baß bas pathologisch-anatomische Institut sich in unmittelbarer Nähe der Klinik, speciell der inneren Klinik besinbet, aus welcher bie meisten Leichen zur Section geliefert werben unb mit welcher bas pathologisch-anatomische Institut über Haupt im engsten Zusammenhang sicht. III. Xie Erbauung einer neuen Entbindungsanstalt und einer gynäkologischen Klinik. Die gegenwärtige Entbindungsanstalt und gebnrtshülflich gynäkologische Klinik besteht aus einem dreistöckigen Hauptbau und einem kleinen zweistöckigen Nebenbau. diese Gebäude sind durch einen schmalen als Aufbewahrungsort für die Sammlung^ dienenden Zwifchengang oerbunben. Das Hauptgebäube würbe im 2. Decennitim biefes Iahrbnnberts erbaut. Tie Mittel zu bem Bau waren hauptsächlich durch ein Kapital von 10 000 fl. gegeben, bot des Großherzogs Ludwigs 1. Königliche Hoheit im Jahre 1790 zum Zwecke der In richtung einer Entbindungsanstalt in Gießen geschenkt hatte, und das zur Zett bn Errichtung deS Gebäudes durch Zulegung bei entfallenen Zinsen auf 18 UM NX) H angewachsen war. Das Gebäube wurde ausschließlich tür die damals höchst bescheidenen Ansprüche einer Gebäranstalt nebst Hebammenschule hergerichtet. Die Eonstruenon. bezw. ber Bauplan war aber selbst für die ausschließlichen Zwecke einer gebnrtcbüh lieben Lehranstalt ein unzweckmäßiger. Nur auS bem ersten in bas zweite etoefrorrf führt eine bequeme Treppe; aus bem zweiten in ben brüten Stock nut eine enge gewundene Treppe. Einen Abort besitzt der dritte Stock nicht. Ventilirbare Eorndore sind nicht vorhanden. Ebenso mangelt ein eigentliches Auditorium, unb die ♦"> Haupl zimmer bes ^weiten Stockes haben nur 3 Ausgänge, 2 bavon auf einen finsteren, engen Gang, burch welchen man keine Kranken tragen kann. Das Nebengedänbe ist vo» vornherein zur Directorialwobnung bestimmt gewesen unb barum nicht für bie Zwecke eines Krankenhauses eingerichtet worben. In beiben Gebäuden mangelt es an Lehrräumen, an Aiibitorien, an Zimmm für Afsistenten und Wärterinnen. . Der bauliche Zustand beider Gebäude ist fein guter und lohnt es sich jebentaU« nicht, bie Gebäulichkeiten für ein K rankenhaus herzustellen; ber ganze ursprüngliche Bauplan steht hier hindernd im Wege. Die Lage der Anstalt ist nach jeder Richtung hin unzweckmästtg. md bic moderne Gtmäkologie muß ganz andere Anforderungen an etn Krankenhaus als oie frühere Geburtshülfe stellen. Keine gynäkologische Lehranstalt kann sich aber heute der Verpflichtung entzieoen. Geburtshülfe unb Gtmäkologie zu vertreten, sie wäre sonst (onfurreniunfabtp. ben letzten 15 Jahren sinb an keiner beutschen Universität mehr Gebäranstalten, sondern nur noch gynäkologische Kliniken errichtet worben. Diese Anstalten müssen neben ben ber Pflege bei Geburtshülfe gcwidmem- Ränme enthalten für wissenschaftliche, chemische, mikroftopische unb erperlmentellc Unm suchnngen, für Sammlungen von Präparaten :c. Sic muffen geeignete Unienun bieten für gynäkologische Kranke, welche, ben verschiedensten Gefelttchattsklassen aw hörig zum großen Theile operative Hülfe suchen unb ganz anbere Ansprüche tttua als das frühere Publikum der Entbindungsanstalten; Ausstattung, Emrtchtung, theilung müssen den Anforderungen der Hospital-.rmgtene gerecht werben »nd munen bie Durchführung eines gcorbitctcn Betriebs unb georbnetcr Desmfectton nach Richtung bin erleichtern. Vor aller,! muß bic Wasserversorgung unb bic Klo,et Badeeinrichtung eine musterhafte sein. Dperationssaal, Krcißzimmer, Krankenztinm. müssen Leitungen für warmes unb kaltes Waner besitzen. Es muffen Bader für v« Tonal, für Schwangere unb Kranke oerschiebener Kategorien- vorhanden fein, l s »w bie Möglichkeit gegeben fein, einzelne Kranke unb ganze Abtheilungen vollkommen >- Wartung unb Pflege von emanber zu ifoliren unb es muß ein steter Wechsel m Benützung ber Zimmer stattfinben können. . -A. Allen biefen Anforderungen genügt die gegenwärtige Anstalt durchaus m«. Sie ist nur notbdürftig ben mobernen Bedürfnissen angcpagi, vor Allem durch o«. Benützen der früheren Directorialwohnung als grnätologische flbtbetiung. ueoei sind aber empsinbliche Lücken; ber Bettieb ist aufs Aeußerste edchmert und cs ber größten Aufopferung unb steten Aufmerksamkeit von Personal und Dtrector, Schäblichkeiten, welche sich ans den Anstaltsoerhältnissen ergeben können, lernzuoanr^ Dazu kommt ber absolut ungenügende Raum. m Früher für die Ausnahme von kaum 100 Gebärenden im Jahre sie gegenwärtig circa 200 Schwangere und Wöchnerinnen und über 300 gnnfci logische Kranke! stationär im Jahre zu verpflegen. Vor 6 -8 Jahren waren einige 30-60 gonäkologtsche Kranke zu verpflegen. ' 1882 — 153, 1883 — 175, jetzt schon rin' 1884 — 308. Und damit wäre die Entwickelung nicht abgeschlossen, wout mehr Platz für vorhanden wäre. Viele Kranke mußten schon zurückgewtefen werden, da IJr- j- ■ n mit der Sicherheit der Kranken kaum mehr vereinbare Ausnutzung ber findet, und nur der pcinlichsten Sttenge in ber ^eeinfettion itt «• *u ioer nicht schlimmere Folgen durch diese Ucberfüllung des fetzt Für die im dritten Stocke wohnenden und untergebrachten Frauev, M V*, Gefahr im Falle eines Brandes vorhanden, da die enge, gewundene Holztteppe Mc 188 bi wfw*1' Sn«, M »rW® BT&i"!.» - 1 - Mfkl rr.-- ( ' 5 ;it>ar an ff;-1 Vielehe ix»*1 ben ..tach JP^'iclö au* bet c «UtHfürbie^ 3aibcnen anderer deutscher Hochschulen vergleicht, muß zugeben, daß die Universität (ten fast durchweg zurücksteht. Wenn trotzdem in den letzten Jahren ein erfreulicher Ä-ßchwung der Landesuniversität zu verzeichnen ist, so ist das eine sichere Bürgschaft lafür, daß der Aufschwung bann ein um so größerer fein wird, wenn die Landes- iiiUDcrfitnt auch in Bezug auf ihre medicinischen Institute den Vergleich mit anderen Itutkhcn Hochschulen nicht zu scheuen braucht. Nam sorgfältiger Prüfung und Feststellung der Bedürfnisse, nach eingehender Ächonblung mit den Vorstehern der betreffenden Kliniken und Institute sind die hier Lkigefchlosscnen Pläne und Voranschläge ausgearbettet. Die reichen Erfahrungen, die bei den in neuerer Zeit an anderen deutschen Hochschulen erfolgten gleichartigen "Neubauten gemacht worden sind, wurden hierbei Benugt, wie denn' auch verschiedene dieser Neubauten vorher besichtigt worden sind. Den betreffenden Plänen unb Voranschlägen sind nähere Erläuterungen zur SMÜndung der einzelnen Bauten und Ansätze beigefügt, auf die man Bezug zu nehmen fit gestattet._________ betrage zu kündigen; die Zustimmung dazu zu ertheilen, daß die Summe von 6200 Mark, welche von dein in der Finanzperiode 1882/85 für verschiedene Umbauten in der dermaligen Entbindungsanstalt vorgesehenen Betrag von 10 330 Mark noch disponibel ist, für die Kosten der Einrichtung der dermaligen Entbindungsanstalt für die Zwecke des physiologischen Instituts Verwendung finde. Darmstadt, den 18. April 1885. vorzusehenden Zinsen des aufzunehmenden Kapitals stellt sich hiernach auf 1 448 000 «M Hieran kann jedoch der Betrag von 6200 Mark wieder in Abzug gebracht werden, welcher Bettag von der in der normen Finanzperiode für verschiedene Umbauten in der Entbindungsanstalt vorgesehenen Summe von 10 330 Mark noch disponibel, da eben mit Rücksicht auf die in Aussicht genommene Erbauung einer neuen gynäkologischen Klinik nur die durchaus nothwendigen Herstellungen mit einem Kostenaufwand von 4130 Mark vorgenommen wurden. Diese 6200 Mark tonnen nunmehr für die zu richten: Der Großh. Regierung behufs Errichtung neuer Gebäude für die medici- nischc Klinik, für das pathologisch-anatomische Institut und für die gynäkologische Klinik nebst Entbindungsanstalt^ ferner zur Einrichtung des seither als Entbindungsanstalt benutzten Gebäudes für die Zwecke des physioloaischen Instituts an der LandesuniversitätGießen, sowie zur Bestteitung der zu diesen Gebäuden erforderlichen Anlagen :c. und der Kosten der inneren Ausstattung derselben die Summe von 1 441 800 Mark rur Disposition zu stellen; In: Zustimmung dazu zu ertheilen, daß die zur Deckung dieser Summe erforderlichen Mittel im Wege des Staatscredits durch Aufnahme eines höchstens 4pEt. verzinslichen Anlehens flüssig gemacht werden; sich damit einverstanden zu erklären, daß die Tilgung des ausgenommen werdenden Kapitals in der Art erfolgt, daß die jeweilig durch den Hauptvoranschlag der Staats-Einnahmen unb -Ausgaben dazu bestimmt werdenden Mittel zum Ankauf einer entsprechenden Anzahl von Schuldverschreibungen verwendet werden und daß dem Staat — nicht aber auch den Inhabern der Schuldverschreibungen — das Recht Vorbehalten bleibt, die ausgegebenen Schuldverschreibungen auch zur Einlösung mittelst Baarzahlung der Kapital- Auswanderer kjotbere ich stets zu den billigsten Preisen, bei anc:*tannt bester Verpflegung, durch den BTordd. Lloyd aber Bremen, -sowie über Hamburg, Antwerpen, Rotterdam und Liverpool, nach allen Häsen von Nord- und Süd-Amerika und Australien. Chr. Wallenfels, Mardlplatz. Wollenspinnerei von Ad. Bender Krofdorferstraße 13. Meiner werthen Kundschaft zur gefälligen Nachricht, daß von heute ab meine Filiale — Wett-rgaffe 5 — nur dreimal wöchentlich und zwar Dien-tag, Samstag und Sonntag sowie an allen Markttagen geöffnet ist. Achtungsvoll 3022 Ad» Bender. Alogische uh rfigen Weck bie Sammle erto erbaut ? 0 si. gegeben, t, Zwecke btr t as zur Zm V auf Wffli höchst dci'W: bie Gonfte iner gebiM zweite tock nurM'f tilirdmmm unb bick W icn finMM uMM \\\ v. t)i für bie A« n, an Zimm to sich;M W W0# stg. W® chsten , die eint A en entfern: iir! erung beoSf Znstitui B »end, unzocks lebaranftalt- z HereinD' . m« , ;rnntcnSau5t: ■ irrailu«Wk iranfWv MI- -L «igndt M | djaftsf*, ' - W* f -Ä M talt »"Sf • M » K I I I I H-+++4 2904 D O 2991 bereit: 28fN I Aachen-Keipttgtr-Verllchrrungg- Actien-GeseUschast in Aachen. 10 000 000 Mk 3 000 000 „ Oocter, Seltcrswcg 57 drm Hotel Prinz Carl grgenübrr. Grundkapital Erste Emisfion Die Gesellschaft versichert zu festen und mäßigen Prämien . A. gegen den Schaden, welcher durch Brand, Blitzschlag or~ Explosion entsteht; B. Spiegel und Spiegelscheiben gegen den durch Zerbrechen oder Springen derselben entstehenden Schaden. Bei Versicherung ihres todten und lebenden Inventars genießen ht Herren Landwirthe große Vortheile. Zur Verabreichung von Antragsformularen, sowie zur Erthellung jeN. weiteren Auskunft ist der unterzeichnete Agent der Gesellschaft jederzeit gen bestehend aus 70 Personen (Specialitüten von Künstlerinnen un Künstlern), 40 eleganten Schul- und Manege-Pferden, 2 dressirtc Elephanten und Kameelen. Die Gesellschaft wird am 28» April per Errrazug hier ei. Arbeiter- Hosen, Röcke, Blousen, Westen, Hemden und Schürzen empfiehlt in großer Auswahl ,u billigsten Preisen 2053 Robert Stuhl. U ullabt 23 Gleichzeitig bringe mein großes Lager in den neuesten Damenkleiderstoffen zu sehr billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. | | ■! 1 I I I ** Besonders billig empfehle eine große Parthie Blonden und Guipurc Spitzen für Kleider- und Mantelets-Garvitur geeignet. A Fangmann. Herr Friedrich Stooss in Gietzen Weitere tüchtige Agenten werden allenthalben gegen gute Prooiston zu engagiren gesucht. Geeignete Bewerber werden gebeten, ihre Adresse v die Direction der Gesellschaft einzureichen. IVeuheitett in Somieiisdiirmeii empfiehlt in reichster Auswahl zu äußerst billigen Fabrikpreisen Die Filiale der Mainzer Scliirinfahrlk Geschwister Lorsch, Seltersweg. Kindersonnenschirme von 50 Pfennig per Stück an. Repariren und Ueberziehen der Schirme schnellstens und billigst. 2423 Neue Sendungen in DamenumhMgen und Jaqnettes find wieder eingetroffen. Baron Llebig's Hallo - fjegunilnose - Mehl, -Chocolade und -Chocolade-Pulver von Starker & Pobuda. Kgl. Hoflieferant, Stuttgart. 107 Beste blutbildende und leicht verdauliche Nahrungsstoffe für Kinder und Erwachsene, von vielen medicin. Autoritäten roarni eurpfoblen. Niederlage in Gießen bei Carl Schwaab und H. Kinkel, Conditorei. Neueste Snuuenscliirme GO 3086 I. M. 6. Held & (To., Hamburg, Grimm 22. esorgung u.yerwerthung J.BRANDT CivilJngenieur J^ÖAiggrätztr Str.131. BERLIN w für Damen und Herren eingetroffen. 2432 MeyerhofE & Goslar. Jeder Vergleich tzrrAmerik.Ärillmrl Glmg-Älirkr von Fritz Schulz juil, Leipzig. i • Vo1®- u Urbrrall vurraliq , t __ ______leicht u.iicnar.______________________«7 ZD. rrenniqe. ehtunq auf Firma o- Schutzmarke „CHolfuST Photographische Anstalt von Franz Gerhode GIESSEN Kaplansgasse (nächst dem Kreuz). Anfertigung von Photographien in jeder Art und Grosse. 1883 ______Aufnahmen bei jeder jPittfruug.______ 3062J .Oauobursctic non 16 bis 18 Jahren gesucht. Näh in der Crp. d. Bl. -lgenten und Reisende werden für den Berkaus von Caffcc an Private gegen Fixum und Provision gesucht. 7". i i auch die, welche Flechtenkranke unter Garantie gründlich geheilt Man versäume daher nicht, meine von mir zu beziehende Schrift, Preis1—, zu lesen Z (t. Rolle, M^hlenstraßc 28 196-1 Einen Lehrling mit guten Schul- kenntnisien sucht__<§. C. Sprnck. 962 Llnkanf von Vumpen, Machen, Gisen, Messing, Werg, Akten, Geschäftsbüchern :c. zum Einstamvien. Neuenweg 22 treffen und am 29. April Gala- und Parade-Eröffnungs-Vorstellung mit prachtvollem Programm geben. Alles Nähere durch Annoncen und Zettel. 3077 ßlutzk ftnft! Hochachtungsoll A. Lorch, Dircclor. Das Marmor- und Steinmetz-Gestüt van Franz Hewel Giessen Nidda GrünbergersIrasse 15 Nlhe des Friedh*- empfiehlt sich dem hiesigen und auswärtig*’ Publikum im Anferligen von Grabdenkmälern, Monumenten, Grabkreuzen,Schrifitafeh. etc sowie G-rabeinfaBBungen von allen Sorten Marmor und Sandstein zu billigsten Preisen. Waschtiscbaufsätze, Tisch- und Nachttisc* platten, sowie Reparaturen werden shnellsi' * und billigst besorgt. ?khrlings-Gesuch. In einem diesigen Manufactur- und Modewaaren^GeschLst wird ein Lehrling gesucht. 3Cbl Wo? zu erfragen in der Erved. d. Bl. 3129 Gin tüchtiger Bursche, der n Pferden umzugehen versteht, _ and einige häuSNchen Arbeiten mit übermm», auf sofort gesucht. erfrage« in > ' tz^rped. d. Vl. Siedactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der BrübPtchen Druckerei (Fr. Ehr. vl etsch) ta Wefctn. Bell Sir ernt' Durch v 3it Mileller i n contumaciam Darm Danvst ailergnfibigft get Am 23. T unb CrWÄQi bei tubmgbO das Mrrkreu; (KrvMthigen, am 25. A iiwrb d. @ro bttn ton ntlltn o. Wj bm Sofern rMlhllckeuz 2. S dem Hosjüge ■"il 1. Klaffe des - Die z w rMag den 28. 1. Verti U. Berit Hl. Bera 1) die Vor Gejetzer 2) die Va rung ei über bi Wahlen allensal Darwftal * Sntfölieht J-n Venen und b 1:1 L M. 3n: brüte Li VT-^nalion Sr. ‘iS* 1 *« Dtbeij f ^Dienftn Me 001 -• w - n c "en J Kr? *•&! «■ ttOapH ttlt L"» i; Um