--Jifttriteä 4o Erstich! 31. 'ei” gut möblirki 26,3. st. * mit Gibintt !Mch! 1, m -ZS-" AN ä$!Ät: >f. ö Part., mx zu Dtrmitthen. Straße 6,1. Stock. oblirte Zimmr zu Gartensttaße '^9. ldergehende moblittr her Lage (wenn ge- V, mit aber ohne Lahnstraße t Zimmer, zusammen methen- . M inkfuNerstraße 82. Zimmer. ■-nimer iu utruiii' af*ML2_4' lirtes Zimmer mit btt Rtoit zu vn- it Cnptb. b- nmer, mit ober ohne >n. McestraßN^, sSirtesZ^?er Schiüerstraße WädenmitWs in der 6[P- d- «i- >bl. Zimmer, Nähe ie ö, Hinterhous, Zimmer, mit oder ltthen- b Kühne in«, nöbl. Zimmer zu Aarklplatz 2. imer. Be 27, II, Stock, mer zu oermiethen. e U, Hl. Stock. -er zu oermiethen. r Bahnhosstraße. oblirte Zimmer zu cterstraße 40111. p (S cc 9 dS K p d et x Mzeigen. litt ’tJJk. iniren der Tgs- ■)D r Benderi Nr. 249. Erstes Blatt. Sonntag den 25. Oktober 1885 Weßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. NreiO vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bring«rU^s. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart M Pf. Erscheint mit de« Mo«t«gs. ®WTNm t GchulPrahe 7. Betreffend: Volkszählung im Jahre 1885. m hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 23. October 1885. Gefunden: 1 Stück Leinwand, 1 einzelner Handschuh, 1 Farbzeichen, 1 Gasrohr, 1 Kinderschuh, 1 Schrothleiter, 1 Geldbeutel mit Inhalt, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Corallenkette, 1 Schachtel mit Kindertrompeten, 1 Vogelflügel, 1 Jacke, 1 Schultasche, 1 Sägefeile. Gießen, am 24. October 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Nachdem der Großh. Polizeirath Fresenius zn Gießen zum Vorsitzenden und die Stadtverordneten daselbst Julius Hoch, Ludwig Kauf, August Noll, Ludwig Petri II., Richard Scheel und Heinrich Vogt zu Mitgliedern der Zählungskommission sür Gießen und Schiffenberg und die dazu gehörigen Wohnplätze ernannt worden sind, so wird dies in Gemäßheit des $ 8 der „Bestimmungen für die Ausführung der Volkszählung im Großherzogthum am 1. December 1835" Nerrtschkand. Darmstadt, 23. Octtbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 25) enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That: Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben dem Hilfsbahnwärter Johann Wetzel I. in Nackenheim in Anerkennung der von demselben am 11. Juli l. J-. mit Muth und Entschlossenheit und unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des 12jährigen Heinrich Frick daselbst vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie zu bewilligen geruht. 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 3. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die zur Ausfertigung und Erledigung von Uebergangsscheinen ermächtigten Stellen betr. 4. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Groß-Gerau, die Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse für die israelitische Religions-Gemeinde Waller- ftädten, im Kreise Groß-Gerau, pro 1885/86 betreffend. Zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinde Wallerstädten pro 1885/86 ist von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die Erhebung einer Umlage von 3800 «M. genehmigt worden. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Beitrag auf 1 Jl. Normalfleuer-Kapital 5,965 H beträgt und daß die Erhebung der Umlagen in 4 Zielen, und zwar in den Monaten October und December 1885, sowie Februar und März 1886 erfolgen soll. Groß Gerau, den 14. September 1885. 5. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Büdingen, die Erhebung einer Umlage in der neugebildeten israelitischen Religions-Gemeinde Hain-Gründau mit Mittel-Gründau für 1885/86 betreffend. 6. Ordensverleihungen: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 13. October dem Major ä la suite der Kavallerie, Heyl, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihm verliehenen Decorationen, nämlich von Sr. Maj. dem König von Württemberg das Ritterkreuz 1. Klasse des Kronen- ordens und von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin das Ehrenkreuz des Greifenordens zu ertheilen. 8. Namensveränderungen. 9. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft: Am 21. September wurde der Rechtsanwalt Kaspar Klein in Alzey zur "Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen, Kammer für Handelssachen in Worms, zugelassen. 10. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft: Am 10. September hat der Rechtsanwalt Dr. Karl Eigenbrodt in Darmstadt die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg aufgegeben; am 21. September hat der Rechtsanwalt Kaspar Klein in Alzey die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alzey «ufgegeben; am 25. September hat der Rechtsanwalt Friedrich Barth tn Nidda die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Nidda ausgegeben. (Schluß folgt.) Aestcrreich. Meran, 23. October. Der gesammte Verkehr auf der Bozen-Meraner Bahn wird morgen wieder ausgenommen werden, mit den fahrplanmäßigen Zügen werden die directen Wagen zwischen Berlin und Meran, sowie zwischen Wien und Meran wieder verkehren. Dänemark. Kopenhagen, 23. October. Im Landsthing gab der Präsident Liebe seinem Abscheu über das Attentat gegen den Ministerpräsidenten Estrup lebhaften Ausdruck, welchem das Haus einschließlich der Linken zustimmte. Hierauf wurde ein offener Bries des Königs verlesen, wodurch der Reichstag bis zum 18. December vertagt wird. Telegraphische Depeschen. Wolst'S telegr. Eorrespondenz - Burra«. Berlin, 23. Oktober. Der Kaiser ist in bestem Wohlbefinden heute Morgen hier eingetroffen und wurde vom Kronprinzen empfangen. Der Kaiser begab sich vom Bahnhofe in das hiesige Palais. — Der Kaiser empfing Mittags die Besuche des kronprinzlichen Paares, des Prinzen und der Prinzessin Wilhelm und der übrigen Mitglieder des Königshauses. Nachmittags hielt Unterstaatssecretär Bismarck Vortrag. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung Richthofen's zum Polizei- Präsidenten von Berlin. . . .. t Berlin, 23. Oktober. Generalsynode. Zur Vorlage, betrestend die Drenst- vergehen der Kirchenbeamten, wird der principielle Paragraph 18, wonach die bisher lediglich dem Oberkirchenrath zustehende Einleitung des Disciplinarverfahrens künftig auch den Provinzial-Consistorien zustehen soll und die ausschließliche Zuständigkeit des Oberkirchenraths nur für die vom Könige unmittelbar ernannten Geistlichen, sowie für ftätte, wo der Kirchenbeamte wegen Irrlehre zur Untersuchung zu ziehen ist, bestehen . deiben soll, unverändert angenommen. Kleist und Andere hatten für Competenz der Provinzial-Eonsistorien auch im Falle der Irrlehre plaidirt. Die übrigen Paragraphen wurden nach unerheblicher Debatte genehmigt, dazu der Antrag, wonach in besonders dringenden Fällen der Oberkirchenrath befugt sein soll, ohne Zuziehung des Generalsynodalvorstandes die Einleitung des Verfahrens zu verfügen. Die Synode nahm ferner den Antrag Mieten an, betreffend den Kampf gegen Wanderbettelei, sowie den Antrag Bodelschwingh, den Oberkirchenrath zu ersuchen, bei deni Kriegsministerium die Erlaubniß zu erwirken, daß einjährig-freiwillige evangelische Theologen nach halbjährigem Dienst bei der Waffe das zweite Halbjahr auf ihren Wunsch als Lazareth- gehilfcn dienen dürfen, soweit der Dienst es gestattet. Kamenz, 23. Oktober. Der Staatsminister Görz trifft Mittags hier ein und conferirt alsdann mit dem Prinzen Albrecht. Die Deputation des Landtags, die Abends 73/4 Uhr erwartet wird, begibt sich nach dem Schlosse, wo sie übernachtet. Morgen Vormittag erfolgt der Empfang der Deputation durch den Prinzen ohne besondere Feierlichkeit. . ,, r. . Karlsruhe, 23. Oktober. Bei den heutigen Landtagswahlen find von 30 Wahlen 22 nationalliberal, 5 klerikal, 1 demokratisch ausgefallen, 2 sind noch ungewiß. Rom, 23. Oktober. Iu der Provinz Palermo wurden gestern 30 Eholera- todesfälle gemeldet, davon in der Stadt 17. ± Paris, 23. Oktober. Die Münzkonferenz setzte ihre Berathungen fort. Der belgische Delegirte Plomez nimmt nicht daran Theil, hatte aber Vormittags zuerst mit dem französischen, darauf mit dem italienischen Delegirten eine Privatbesprechung. Man will zunächst das Einvernehmen der Conferenzmächte Herstellen und hofft auf den späteren Beitritt Belgiens. t 3 ~ .c. ™ , Kopenhagen, 23. Oktober. Der Präsident des Folkethmg, Berg, sprach ebenfalls sein tiefes Bedauern und seinen Abscheu über das Attentat gegen Estrup aus, dem das ganze Haus zustimmte. London, 23. Oktober. Die „Times" sagt, da Frankreich und Italien gegen die Herstellung des status quo in Rumelien keinen Einspruch erheben würden, so werde auch England nichts dagegen einwenden, doch würde es ungerecht und unzweckmäßig sein, die bulgarischen Provinzen nach ihrer freiwilligen Vereinigung wieder zwangsweise zu trennen. Petersburg, 23. Oktober. Das „Journal de St. Petersbourg" dementirt eine Wiener Depesche des „Temps", wonach die beiden nordischen Kaisermächte sich über eine territoriale Compensation für Serbien geeinigt hätten. — Das offi- ciöse Petersburger Black fügt hinzu, die Mächte hätten sich über eine Action auf der Basis des status quo geeinigt, wodurch jede derartige Compensation ausgeschlossen sei. w Konstantinopel, 23. Oktober. Nachdem die Mehrzahl der Mächte dem Vorschlag der Pforte in Betreff des Zusammentritts einer Konferenz zur Berathung der bulgarischen Frage zugestimmt hat, beginnt die Conferenz voraussichtlich am 26. Oktober Hierselbst ihre Arbeiten. . , Bukarest, 23. Oktober. Dem Vernehmen nach beabsichtigte das Ministerium die Handelsverträge zwischen Rumänien und den anderen Staaten nicht zu verlängern, sondern zu den betreffenden Ablaufsterminen zu kündigen. Der zunächst ablaufenoe Handelsvertrag ist derjenige mit Rußland. Athen, 23. Oktober. Eröffnung der Kammer. Die Botschaft des Königs conftatirt, daß der Berliner Vertrag, indem er ein gewißes Gleichgewicht auf der Balkanhalbinsel herstellt, bis zu einem bestimmten Grade die hellenizchen ^uteresteu gesichert habe. Griechenland achtete den Vertrag, bie runKhfdfe Jteüoluhon oompro- mittire aber durch die Zerstörung des Status quo bte Lage 0 r lechenlands, welches gezwungen sei, zur Wahrung der hellenischen Interessen militärische Otaßregeln zu ergreifen. Die Botschaft hofft, die Friedensliebe der Machte werde die Ordnung der T\nge Herstellen, welche dem Orient den' Frieden sichert, kündigt die Einbringung des Budgets und Ereditvorlagen an und betont die Ucberzeugung, die Kammer werde angesichts der kritischen Umstände den Hoffnungen der Natron entsprechen und die Mittel bewilligen, die notwendig seien, um die große und schwierige Ausgabe zu. erfüllen. Die Deputirten nahmen die Botschaft mit begeisterter Zustimmung auf. — Eine ungeheure Menschenmenge begrüßte den König, als er die Kammer verließ. Athen, 23, October. (Meldung der „Ag. Havas"). Gestern überreichten die hiesigen Gesandten dem Minister des Auswärtigen eine schriftliche identische Mittheilung, worin sie Griechenland auffordern, die Folgen von Schritten zu ermessen, welche geeignet seien, die friedliche Aufgabe der Mächte zu erschweren und worin sie Griechenland verantwortlich machen, falls es weitere Wirren Hervorrufen sollte. totales» *>* Gießen, 24. October 1885. Am Sonntag den 1. November d. I. wird nun auch unser Eoncertverein die diesjähtige Saison eröffnen und stellt uns ein Künstlertrio in Aussicht, welches sowohl durch seine Leistungsfähigkeit, wie durch seine verschiedenartige Altersstufe ein ungewöhnliches Interesse in Anspruch nehmen dürfte. Herr Max Schratten Holz (nicht Josef, wie wir s. Z. irrthümlich berichteten) aus London und seine beiden jugendlichen Söhne werden sich in dem Concert zum ersten- male dem Gießener Publikum vorstcllen. Der Name des Herrn Max Schrattenholz ist in allen musikalischen Kreisen auf's Beste accreditirt, da ihm seine Thätigkeit als Professor des Clavierspiels und der Theorie am Straßburger Conscrvatorium, sowie als Dirigent des Soller'schen Vereins in Erfurt manchen Lorbeer eingetragen hat. Als früherer Zögling des Eölner Con- servatoriums und Schüler von F. Breuning und F. v. Hiller hat er sich mit Recht einen ersten Ruf unter den hervorragendsten Pianisten erworben, welcher neben dem genialen Earl Hevmann, der durch ein tragisches Schicksal der schönen Kunst zu früh. entrissen wurde, aus jener Anstalt hervorgingen. Seine beiden Söhne, gegenwärtig im Alter von 13 und 14 Jahren stehend, traten bereits in Deutschland und Holland mit Erfolg auf. Sie erregten nicht nur das lebhafteste Interesse des Publikums, sondern fanden auch die beifälligsten Auszeichnungen bedeutender Musikheroen, wie Manuel Garcia, den berühmten Gesangsmeister, Piatti, den illustren Londoner Violocellisten, F. v. Hiller und Franz Liszt. Auch die Kritik der Fachblätter sprach die Ueberzeugung aus, daß die Leistungen der beiden jungen Streichinstrumentalisten — der ältere ist Geiger, der jüngere Violoncellist von denjenigen erwachsener Künstler nicht zu unterscheiden seien und daß die jugendlichen Virtuosen in den größten Eoncerten mit Ehren bestehen könnten. (Fortsetzung folgt.) Gießen, 24. October. sTurnlehrer Bohlig über den Nutzen des Turnens.j Wie es unmöglich ist, auch nur annähernd erschöpfend wiederzugeben, über welcherlei Punkte sich der vorgestrige Vortrag des Herrn Ernst Bohlig verbreitete, so dürfte es auch nicht angezeigt erscheinen, sich eng an den äußeren Verlauf der umfangreichen Auseinandersetzungen anzuschließen, da Herr Bohlig durch die Erklärung seiner Demonstrationen vielfach in die Lage kam, von seinem Grundthema auf die benachbarten Gebiete (der Gesundheitslehre, Anatomie) abzustreifen. Es sei der Berichterstattung darum erlaubt, kurz über den Hauptgedanken des Vortrags zu referiren, dem Herr Bohlig am deutlichsten Ausdruck gab durch die Worte: „Ich bin Agitator für die Turnsache, der leider noch so viele fernstehen. Ich will diese zu gewinnen suchen dadurch, daß ich denselben an mir selbst nachweise, wie weit, zu welcher Kraft, Eleganz, Energie und Gesundheit man es durch schulgerechtes Turnen bringen kann." Ten ersten Gedanken, es werde leider noch zu wenig geturnt, wies B. auf Grund feiner Erfahrungen nach und fand als Ursachen dieses Uebelstandes etwa Folgendes: Von der Schule, welche endlich nach heißem mühevollem Kampfe das Turnen unter die obligatorischen Fächer eingereiht habe, sei dennoch nicht zu sagen, daß sie die Turnstunden als gleichberechtigt mit den anderen Unterrichtsstunden ansehe, wenigstens nicht allgemein, denn es gäbe noch eine große Anzahl von Schulmännern, denen bis jetzt das Verständniß für die Turnerei und deren Bedeutung immer noch nicht aufgegangen sei. Viel besser verwandle man manche unnütze Lehrstunde in eine Turnstunde. Auch die Eltern müßten darauf sehen, daß sie in ihren Söhnen kräftige Männer, in ihren Töchtern gesunde Mütter der Station heranzögen; insbesondere den letzteren sei das Turnen vielleicht noch nöthiger als den Knaben; zudem sei man hier in der Lage, doppelten Nutzen zu stiften, wenn man diejenigen Kinder, die musikalisch gar nicht beanlagt seien, anstatt sie und die Nachbarschaft mit der Katzenmusik eines mißhandelten Elaviers zu plagen, mit der allerdings zum „guten Tone" gehörigen Elavicrstunde verschone und sie vernünftige Turnübungen machen lasfe. Werde nun schon in der Schule das Turnen stiefmütterlich behandelt, so gehe es demselben nach der Schulzeit noch schlimmer. Davon legten beredtes Zeugniß die Turnvereine ab, welche an den wenigen Orten, wo überhaupt solche schon bestünden, meist eine gegen die Einwohnerzahl des Ortes verschwindende Mitgliederzahl und einen noch immer minderen Besuch der Turnstunden zu verzeichnen hätten. Vor allem hielten die sogenannten besseren Kreise das Turnen nicht für fashionabel, Viele stünden demselben auch aus Unkenntniß oder Faulheit fern. Hier müsse unbedingt Wandel ge- ichaffen werden, denn jeder Jüngling und jeder Mann habe die Pflicht, sich durch Turnen zu stärken und zu stählen, weil er die Pflicht der Wehrhaftigkeit dem Vaterlande gegenüber (das Bischen Turnen während der Militärzeit reiche nicht auf die Dauer) habe, weil er verpflichtet sei, sich seiner Familie, für welche er sorgen müsse, zu erhalten. Das Turnen mache widerstandsfähig gegen das frühe Altern. Dem zweiten Gedanken seines Themas genügte Herr Bohlig, indem er durch seine Productionen und sein ganzes Auftreten zeigte, was ihm das Turnen genutzt habe. Wir beschränken uns darauf, zu konftatiren, daß die Berichte, welche wir über Herrn Bohlig's frühere Leistungen gelesen haben, in keiner Weise zu viel sagten, wenn sie Herrn Bohlig als unübertroffen, vielleicht unübertreffbar schilderten. Nach Schluß des Vortrages wurde Herr Bohlig von verschiedenen Seiten nach seiner Lebensweise interpellirt, worüber er auch bereitwilligst Auskunft gab. Der Grundton seiner Bemerkungen war: Mäßigkeit in Allem, besonders im Schlafen und Trinken. Wir können nicht umhin, dem hiesigen Turnvereine unseren Dank dafür auszusprechen, daß er uns diesen seltenen Mann zu sehen Gelegenheit gab. Möge Bohligs Auftreten auch in unserer Stadt der Turnsache neue Freunde erworben, alte in ihrer Anhänglichkeit bestärkt haben. —l. Vermischte-. Straßburg, 23. October. In der heutigen Verhandlung der Tabakmanufac- tur bezüglich der „schwarzen Hand" stützte der Vertreter der Manufactur sein Recht darauf, daß neben dem Markenschutzgesetz der Artikel 1382 des Code civil bestehe, durch welchen nach französischer Jurisprudenz der illoyalen Concurrenz, wie sie in der Handlungsweise der Beklagten sich documentire, mit Erfolg entgegengetreten werden kann. Die Vertreter der Firma Schaller u. Bergmann begründeten das Recht derselben mit dem formellen Recht des Markenschutzgesetzes und bestritten, gestützt auf ein Urtheil des Reichsgerichts, neben dem Markenschutzgesetz die Anwendbarkeit des obenerwähnten Artikels. Die Publication des Urtheils findet in 8 Tagen statt. (Fr. Ztg.) (Antwerpener Ausstellung.) Noch wenige Tage und die Weltausstellung wird geschloffen. Die Jury hat ihre Schuldigkeit gethan, mancher Aussteller wird stolz auf seinen Erfolg sein, Mancher betrübt über die unnöthigen Geldkosten und doch keinen Erfolg. Ganz besonders gut bei der Prämiirung ist die Fleisch-Extract Eompagnie Kemmerich, welche einen großen, eleganten Pavillon ausgestellt hatte, weggekommen, indem ihr die Jury nicht nur die G-old en e Medaille, sondern auch das Ehrendiplom verlieh. Eine derartige Auszeichnung ist wenigen Ausstellern geworden, die Eompagnie Kemmerich darf stolz auf ihre Erfolge sein. Die vorzüglichen Produkte wie Fleisch-Extract, Pepton, flüssige Bouillon, haben sich in kurzer Zeit der Beliebtheit des Publikums zu erfreuen und sind die beiden Extracte Liebig und Kemmerich in ganz Europa am meisten begehrt. Der Compagnie Kemmerich, welche nur von Deutschen gegründet wurde und das Recht hat, wie schon die Gartenlaube sagte, eine deutsche Eompagnie genannt zu werden, wünschen wir fernerhin gleiche Erfolge Theater. Gießen, 23. October 1885. Frau Charlotte Lange vom Stadttheater in Frankfurt trat heute zum zweiten 2md letzten Male, wie der Zettel sagte, bei uns auf. Wir bedauern dies entschieden, denn sie hat doch manchen Umschwung in das Gießener Theaterleben gebracht und auch die Mitglieder selbst hat sie angcfeuert zu regerem Eifer, hingerissen zu wärmerem Ausdruck und emporgehoben zu manchem schönen Erfolg. Ihre Maria Stuart war eine wirkliche Musterleistung. Die Künstlerin, voller Hoheit und königlicher Würde, vergegenwärtigte alle Gefühlsstimmungen in vollendeter Weise, ihr wohlklingendes Organ von der herzlichsten Weichheit bis zur ganzen Heldengröße stand im besten Einklang mit der Wiedergabe ihrer Rolle. Mit einem Worte, es giebl wenige Darstellerinnen dieser von Friedrich Schiller so lebenswahr gezeichneten Königin, die sich mit Frau Lange messen können. Nächst der gefeierten Gästin gefiel uns Mathilde Schlüter (HannaKennedy) am besten. Die Dame hatte sich recht gut in ihre Nolle hineingedacht und wurde derselben auch vollständig gerecht. Cornelia Rheinberger verzeichnete manchen glücklichen Treffer, aber im Großen und Ganzen ist eine Elisabeth nicht für sie geeignet; besonders wenn eine Maria Stuart wie Frau Lange ihr gegenübersteht. Max Willrodt-Schröder konnte sich als Mortimer gehörig loslasfen unb das that er auch; seine Leistung nahm zwar einen ganz leidlichen Aiffang; dann fing er aber an, alles zu überhasten und spielte die Scene mit Maria Stuart im 3. Act mit einer gewissen Wildheit, die mehr verdarb als gutmachte. Der junge Mann hat Talent, aber die erste schauspielerische Bedingung: „Ruhe" fehlt ihm noch. Alfred Halm (Leicester) befriedigte meistens. Hermann Flachs land war als Baron von Burgleih etwas zu gutmüthig und halte auch zu wenig vom Staatsmann. Im Allgemeinen ließ das Ensemble wenig zu wünschen übrig. — a— — Neber den „Trompeter von Säkkingen", aufgeführt am Königstädtischen Theater zu Berlin, schreibt „Das kleine Journal": Das Königstädtische Theater hat nunmehr auch seinen „Trompeter von Säkkingen" und man kann auch mit diesem Werke sich zufrieden geben. Ein begabter Schriftsteller, Julius Keller, hat mit nur geringer Anlehnung an Scheffel ein wirksames und gesundes Volksstück geschaffen unb gezeigt, daß er auch selbstständig schaffen kann, ohne sein Licht unter den Scheffel stellen zu müssen. In dem ganzen Stücke pulsirt warmes Leben und eine, dem Cha- racter des Stückes angepaßte Sprache läßt die günstige Wirkung noch verstärkt hervortreten. Die Musik ist nicht ohne Anwuth und der Totaleindruck ein sehr günstiger. Deil Leistungen der Damen Conrad, Hüftel und Carlsen und der Herren Anzinger, Neutert und Thimm kann man die Anerkennung nicht vorenthalten, daß sie mit Eifer und Fleiß ihre Aufgaben lösen. Literarische-. „Die von uns kürzlich (refp. in Nr. 246) empfohlenen Bücher: Kaiser Wilhelm und feine Paladine und Graf von Moltke sind im Verlage der Renger'schen Buchhandlung in Leipzig erschienen." Harrdri und Verkehr. Gießen, 24. October. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund JL 0.95—1.00, Hühnereier 2 Stck. 13—15 Enteneier St. 0—0 H, Käse pr. St. 5—8 X Käsematte 2—3 H, Erbsen pr. Liter 20 X Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,45 bis 0,60 H, Hühner per Stück «X 0.90—1.00, Hahnen pr. Stück JL 0.45—0.80, Enten per Stück «X 1.40—1.70, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 H, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 56—64 X Kalbfleisch 48—50 X Kartoffeln per 100 Kilo X 3.00—4.00, Milch per Liter 12—16 X Zwiebeln per Centner JL 3.00—4.00. Weißkraut pr. St. 3—8 X Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. October: 20. Der Sergeant im 2. Großh. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Heinrich Kaiser mit Eva Karoline Nau, Tochter des Mühlenbauers Heinrich. Nau in Kleinkarben. Eheschließungen. October: 21. Der practische Arzt Dr. Emil Hermann Friedrich Wilhelm Alker in Rodheim v. d. Höhe mit Juliane Karoline Melior, Tochter des verstorbenen Rentners- August Melior zu Gießen. 24. Der Instrumentenmacher Richard Anton Gustav Geyer in Alsfeld mit Amanda Gebauer, Tochter des Instrumentenmachers Georg Dietrich Gebauer in Gießen. Geborene. October: 12. Dem Möbelhändler Karl Reiber ein Sohn, Fritz Georg. 12. Dem Rollfuhrunternehmer Ludwig Adam ein Sohn, Paul Emil. 13. Dem Schlosser Daniel Kleinke ein ^>ohn. 14. Dem Dienstknecht Philipp Hillgärtner eine Tochter, Elisabethe Johanna. 16. Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm August Kurz eine Tochter.. 16. Dem Feldwebel Heinrich Wenzel ein Sohn. 19. Dem Conditor Heinrich Lind eine Tochter. Gestorbene. October: 18. Der Großh. Bezirksstrafgerichts-Director i. P. Johann Heinrich Stein, 80 Jahre alt. 19. Der Großh. Pfarrer i. P. Emil Daudt, 79 Jahre alt. 21. Der Zimmermeister Friedrich Graf, 66 Jahre alt. 22. Elisabethe Kern, geb. Claus,. 65 Jahre alt, Wittwe des Landwirths Heinrich Karl Kern in Rieder-Florstadt, 22. Heinrich, IVz Jahre alt, Sohn des Landwirths Heinrich Arnold in Braunfels. Auszug aus dm Kirchmbächeru der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 21. October. Dr. Emil Friedrich Wilhelm Hermann Alker, praktischer Arzt zu Rodheim vor der Höhe und Juliane Caroline Melior, Tochter des verstorbenen Rentners August Melior zu Gießen. Getaufte. Den 18. October. Dem Hilfslademeister August Thierbach ein Sohn, Wilhelm, geboren den 1. August. Denselben. Dem Kaufmann Edmund Wetter ein Sohn, Wilhelm Carl Johann Rudolf, geboren den 23. September. Denselben. Dem Glasermeister Georg Luh II. ein Sohn, Heinrich, geboren den den 30. August. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Krug ein Sohn, Andreas, geboren den 24. September. Denselben. Dem Schlossermeister Carl Mit eine Tochter, Bertha Marie, geboren den 25. September. Denselben. Dem Schlossermeister Carl Schmidt ein Sohn, Wilhelm Friedrich Carl, geboren den 28. August. Denselben Dem Schmied Ludwig Schneider eine Tochter, Auguste Margarethe, geboren den 4. September. Den 22. October. Dem Bäckermeister Georg Spieß eine Tochter, Antonie Marie, geboren den 5. September. Beerdigte. Den 20. October. Johann Heinrich Stein, Bezirksstrafgerichts-Director i. P., alt 80 Jahre, starb den 18. October. Den 23. October. Friedrich Graf, Zimmermann, alt 66 Jahre, starb den 21. October. Für die Hinterbliebenen der mit S. M. Schiff Augusta Verunglückten gingen ferner bei uns ein: Von Fr. Pfr. Kißner 2 X Zusammen 32 X Weitere Gaben nimmt die Exped. d. Bl. gerne entgegen. AB der Lai dedärsiige»; Qur Beive D- . gi?/- & von vier ’ Darmstad ®roßi Z da dltzl b( Desrg Wilhel stau m 1 Primi ge k Ehefrau b; ring II Ang wegen - jat das Gr. Schi am 2. October tonnt: Die Angeil leidigung ii 12 JL, die bmglichiei zu verbüße des Versa nothwendi klägerin t auch das: Urteil eil Mjer" uei auf falten. Die Mchtigkei llcheilssormel n die Wreckbark scheinigt. Gießen, ‘ben 2 Nei Gerichtsschreiber Amt t'gener Zuch 7695 Lebensver &&'■ -"unter tzrtre Alle Uebe «ÄS Birsich, ^Mltellt. Ntt Ö üat; ««5 t^ür Pri lusÄcbc -na ' Elchen 21 'rig. -a— -SzStz • ÄS unter denHK U"d eme, dein Ä: uv? verstärk her- tck cm sehr günstiger. ^?en Anzinger, en- M He mit tziser «Äsd Mr iu wentg Mm ‘4ct: Mr Wilhklm « Rmger'Ichm Buch: e: Butter per Wund i. Käse pr. St. 5-8^, j en per Paar 0,45 bis «M 0.45—0.80, Enten ! Kuh- und Rindfleisch 1 Kalbsteisch 48-50^ ! Zwiebeln per Gentner 1 büttmtS Ww. jiment (Großherzogs Mendauns heinüL) Diedrich Wilhelm Alker i -verstorbenen Rentners rd Anton Gustav Geyer achers Georg Dietrich Fritz Georg. 12. Dem Dem Schlosser Daniel me Tochter, Elisabetbe t Kurz eine Tochter, ditor Heinrich Lmd eine iit Gießen । e. ‘Ä|*ä rnold in Brmmsels. nrt offfer, praktische! *«*«*“! [• Wilhelm Earl Johan" ■*•*•*** «« 31*“ t -in- * Farbige seidene Faille Francaise, Surab, Satin merveiHeux, Atlaffe, Damaste, Ripse und Taffete Mark 2.20 Pf. per Meter bis Mk. 12.25 Pf. -ers ” in einzelnen Roben und Stücken zollfrei in's Haus das Seibenfabrik-Depöt 6. Henneberg (K. u- K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 7657 .......................... huhu welche am Tage der Aufgabe erscheinen sollen, k 68® e bitten wir bis längstens Vormittags 10 Uhr V ’ an uns gelangen zu lassen. Im Interesse der r-chtzeitigen Fertigstellung unseres Blattes sind wir zu dieser wiederholten Bekanntgabe genöthigt. Die Expedition des „Gießener Anzeigers". Allgemeiner Anzeiger. Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung in Darmstadt ist an einen bedürftigen elternlosen Studiosen der Rechtswissenschaft aus Starkenburg oder Oberhessen ein Unterstützungslegat von jährlich 500 JL von uns zu vergeben. Zur Bewerbung, mit Nachweis über die Qualification, wird hiermit §rist von vier Wochen gesetzt. Darmstadt, am 14. October 1885. Großherzogliche Civildiener-Wittwenkasse-Commission. Draudt. 7665 Dr. Lembke. In der Privat- klagesache der Georg Wilhelm Mootz Ehefrau in Groß-Buseck, Privatklägerin, gegen die Ehefrau des Philipp Döring III. von da, Angeklagte, wegen Beleidigung, hat das Gr. Schöffengericht zu Gießen am 2. October 1885 für Recht erkannt : Die Angeklagte wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 12 «A die im Falle der Uneinbringlichkeit mit 3 Tagen Hast zu verbüßen sind, und in die Kosten des Verfahrens einschließlich der nothwendigenAuslagenderPrivat- klägerin verurtheilt, der Letzteren auch das Recht zugesprochen, das Urtheil einmal im „Gießener Anzeiger" veröffentlichen zu lassen auf Kosten der Angeklagten. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gießen, den 22. October 1885. N e i d h a r t, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. 7652 Ieilgevotenes. Acchte Normal-Hemden und Hosen sowie alle Arten Unterjacken, .Hosen und .Hemden empfiehlt sehr billig 7654 2lufl. Haubach. Lebende Hummer Frische Seefische SÄ' ! --Uster" Delikatessen u. Südfrüchte Caviar u. (So»fernen Preisliste gratis u. franco Versand a.Private.Hotels, Casinos z.Engros-Preisen. versenden Emil Schmidt & Co. Hamburg. Einen großen Posten Ballfchuhe empfiehlt zu staunend billigen Preisen JL. Süss, 7663 Marktstraße 9. Frankfurter Hof. Vorzug!. Traubenmost Kitzinger Bier aus der Actienbrauerei Kitz in gen (vormals Th. Ehemann) (direct bezogen) im Zapf. 7704 Emil Schmält. 3000 höchst. Rosen eigener Zucht, empfiehlt billigst ,« Karl Berger. Lebensversicherungs- & Ersparniss-Bank in Stuttgart. Bersicherungsstand pro Ende September.......Mk. 235,000,000. Neue Ausnahmen bis „ „ 2985 mit . . Bankfonds ........ ca. „ 52,000,000. Darunter Extra-Reserve über . ... „ 9,000,000. Alle Ueberschüsse fallen unverkürzt an die Versicherten zurück. Jede Prämie hat Anspruch aus Dividende; im Jahre 1885 kommen v4L 1,703,484 zur Verrechnung bezw. Auszahlung. Nach Dividenden Plan A werden in diesem Jahr auf bte einfache Todesfall- pramie 35pCt. an die lebenslänglich, und durchschnittlich ca. 38—58pCt. an bie alternativ Versicherten unb nach Divibenben Plan v eine jährlich um 3pCt. ber Prämie steigenbe Divibenbe zurückoergütet. Die Tarifprämien srnb vorweg sehr niebrig gestellt. ,, , Bei Zahlungsversäumniß ist Inkraftsetzung zulässig, anbernfalls wirb, schon nach Zahlung einer Jahresprämie Rückersatz wie im Falle ber Künbigung gewahrt. Außer Versicherungen auf ben Tobesfall werden auch Aussteuer-Versicherungen, welche die Militär-Dienst-Versicherung vollständig ersetzen, mit Zuschreibung aller bei dieser Versicherungs-Kategorie sich ergebenden Ueberschüsse abgeschlossen. « Pr.,p,k>, ,md >. 2S, Tanz Unterricht in Gießen. Unterzeichneter beabsichtigt im Saale des Herrn Rühl (Bramm'sche Wirthschaft) Tanzunterricht zu ertheilen und ladet zur Betheiligung an demselben ergebenst ein. Der Unterricht beginnt DienStag, den 2. Rovbr., für Kinder V/2 Uhr, für Erwachsene Abends 8 Uhr. Eine Liste cirkulirt durch Herrn Ehr. Lemp, Dienstmann. Für Privat« Unterricht in Familien halte ich mich bestens empfohlen und beliebe man diesbezügliche Anmeldungen an Herrn Ehr. Lemp, Teufelslustgärtchen 21, abzugeben. Hochachtungsvoll 7672 Ferde Teilte, Tanzlehrer. Frische Krammetsvögel ringetroffen bei Heinr. Klotz. 7691 Buchen- und Tannen - Scheitholz ist abzugeben bei £ 6726 K Jmig, Klcin-Lmden. 7701 Ein angehender Kellner gesuchr. Deutscher Hof. öiill-Slolli1 imil Nilin Ballsloffen & Blumen Ich erlaube mir die verebrlichen Damen auf die in meinem Schaufenster ausgestellten, soeben ganz neu erschienenen 7674 Ein tüchtiger Barbiergehülfe wird sofort gesucht von Franz Brann, Marburg. Obstbäume, Acpfel, Birnen, Zwetschen ic., empfiehlt 7696 Karl Berger. worunter fich eine Blumen Garnitur für 60 Pfg. befindet, aufmerksam zu machen. 7683 Ph. Ellinger, Nestaurntion PH Schwinn. Heute, Samstag den 24. October, Abends 8 Uhr: (Eoncert und TJorJlcffung des berühmten Blasconcertino- und Zithervirtuosen Herrn A. Reichhardt im stey rischen Nation al kostüm, nebst zwei Collegen der Bauchrednerkunst, humoristisch ausgesührt. 7679 Lony’s Bierkeller. Sonntag den 25 October, Nachmittags 4 Uhr und Abends 8 Uhr: 2 Coneerte und Vorstellung des berühmten Blasconcertino- und Zithervirtuosen Herrn A. Reichhardt im steyrischen Nationalcostüm, nebst zwei Collegen der Bauchrednerkunst, hmnoristisch ausgesührt. 7698 Entree 25 Pfennig. "xgfegZ NACHRUF gewidmet dem so früh dahingeschiedenen Iriiulein Auguste Kahlert in Krofdorf. Sie auch sie ist tobt ? Hier kann das Schöne nicht weiten! Rasch wie die Luft im Herbst entweht die lieblichen Blätter Leicht vom trauernden Ast — Wie das Abendroth selber ermattet Vor dem gewaltigen Sturm! Ach so bist auch Du geschieden und so weint Dir manches Herz! Und hinauf zu Deinem Frieden sehnt sich tief des Vaters Schmerz. Tröste den verlaffnen Vater, denn die Freunde könnend nicht. Schmeicheln von Wellen benetzt die schönste der zartesten Blumen. Blau das Vergißmeinnicht blüht, so rein wie der Himmel des Maies, Sanfte, so blühtest auch Du. Und die leichten Wogen schwellen und der zarte Stengel bricht — Und, gesunken in die Welle.., stirbt das Huldvergißmeinnicht. Ach so mußtest Du vergehen, Zarte, jenseits zu erblühen! So auch bist Du heimgegangen durch des Grabes stille Nacht. Wo im sel'gen, reinen Prangen ewig jung der Frühling lacht. Ja Liebe kann nimmer verglüh'n! Sie steigt wie die Geister in's Hohe, Vater umarme ihr Pfand. Lang kann sie nicht von Dir ziehen vor den ew'gen Gottes-Thron! Dort, wo alle Thränen fliehen, findet Liebe ew'gen Lohn. Wird zu bang dem armen Herzen, o so schau voll Glaubenssinn Mit der Sehnsucht heil'gen Schmerzen nach dem Land des Friedens hin. 7666 L< Eine der ältesten und re- nommirtesten Brennereien Rordhausen'S wünscht hier einen tüchtigen Vertreter. Besprechung hierüberSonn- tag Bormittag im , 7677 Prinz Carl. merksam bedienen. Violin-Unterricht 7647 Bei Ensemblestunden können auch Schüler 7678 anderer Lehrer theilnehmen. Der Vorstand. 7699 Brandgasse 5 miethen 7694 7655 Vermählt e 7705 Gießen, 24. October 1885. Franz Bauer, Bahnhofstr. Nr. 8, III. den wöchentlich stattfindenden Leipzig—Giessen den 22. October 1885. Die Beerdigung findet Montag Nachmittag 3'/r Uhr von der Klinik aus statt. 7687 Ein Hausburfche gesucht. Steins Garten. Richard Weber Apotheker, Anna Weber geb. G ütlner 7685 Eine kleine Wohnung, 3 Zimmer, 1 Küche, Bodenkammer, Keller rc- Stein s Garten. 7686] Zimmer, möblirt u. unmöblirt, zu vermiethen- Steins Garten. Anfertigung nach Maß. Grosse Auswahl der verschiedensten Dessins. I JBfUtagstisch zu 50 und 85 Pfg. Restaurätion ju jeder Tageszeit. Freiwillige Gälische Feuerwehr. Die Mitglieder werden hiermit ausgesordert, sich an der Montag, Nachmittag 2 Uhr, stattfindenden Beerdigung des Herrn l?erd. Gail zahlreich zu betheiligen. Zusammenkunft (in Uniform) Nachmittags 1 Uhr im „Löwen". auf dem ittisch rat. Hof. 7671 J. Haus. Rrdactüm: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Ebr. Vie tick) in Gießen Die heutige Nummer enthalt 4 Blätter. WirthscSiafts-EröffimMjK. Dem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Nachricht, daß ich in meinem neuerbauten Hause „morgen" eine Wirthfchaft er- Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten anstatt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß unsere liebe Gattin und Mutter Helene Büttner geb. Walther, heute Morgen 4 Uhr sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Geschäfts-Empfehlung. Einem geehrten Publikum zeige ich hiermit ergebeust an, daß ich die Wirthfchaft zum kühlen Grund käuflich erworben und mit dem heutigen Tage eröffnet habe. Meine werthen Gäste werde mit vorzüglichen Speisen und Getränken auf- 7668 Ein Familienlogis zu vermiethen. _J$. Orbig, Bahnhofstraße 30. 7693] Zimmer nebst Eabinet, fein möblirt, sofort beziehbar. Heinrich Ruckstuhl I., Zimmermstr-, verlängerter Asterweg. 7702 Ein Logis zu vermiethen. Kaplans gasse 10. 7670 Ein Familienlogis zn ver- Der Herbfic land hat in dreier 2 früh in ernwniW feine erlauchte Geuiah noch einige Wochen zr in Süddeutschland du Michkeiten in Karls Derlei Anilrengungen in Baden-Baden, ledig geräuschvolle Feitlichkei nunmehr für dieses 3 die gewohnten Zagdau herbstes von Berlin o Heuer schwerlich verzic! Unter den 2 dieser Woche die in I scheidung voran. nicht gut anders em gische LandesversaM am Mittwoch den ? Braunschweig gewäh men; enckndet, un können füglich die T sarnen Act im Land MittwochS-StzMg f ftimmung ben fyiitjt iNig protfaimik i gefaßt, wie er wichtig sammlung nie gefaßt i Hinzen Krast verleih, seiner Bewohner in gl Mhen sei. - Du reichem Uaggensch djeWahl des Prinzer Volkes geschah, kann ritterlichen Prinzen ai des Landes, an dessen Wenen Regentenwahl Herzogs von Curnberla * geworden und mo ™ Papierenen ^rotej Jnipru^c mit ^eniio Mjürfij Aibrch WWte Regen! wird w?üm Nerungi» ?QÖe der Regent $rb "" °>°hl »ich! beMj ! tttoos g(r. J im SttaS'11 bet ® Ws ,-r bie 6i K« df, R «n Nietes „eh r), t Montag: Cafe L e i b. Stadt-Theater in Giessen. Sonntag den 25. Oktober 1885 Ausstattungsstück! Mit vollständig neuen Kostümen. Dee Trompeter von Säkkingen. Romantisches Gemälde mit Gesang in 7 Bildern von E. Hildebrandt. Musik von Brunner. Der Billet-Berkauf findet von Vormittags 10 Uhr ab an der Theaterkasse (im Casä Leib) statt. Montag den 26. Oktober Hasernann's Töchter. Lustspiel in 4 Akten von A. L'Arronge. Die Direction. 7646 I uy. Albold. 7692 Einen Lehrling sucht I. Schneider, Spengler. 7653 Für ein braves Mädchen wird Stelle in einem Laden oder in einer Familie gesucht. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Wermietfiungen. 7656 Eine Wohnung, best. aus zwei Zimmern, Küche u. Keller, zu vermiethen. Wo?_sagt die Exped- d. Bl. ”7680] Möbl. Zimmer zu vermiethen. ________Grünbergerstraße 36, parterre. ' 7681 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen. _ Jacob Wagner, Grünbergerstraße. 7682 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Wetzsteingasse 18. 7684 Ein unmöblirtes Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. Näheres bei __PH. Stier, Schulstratze. 7697 Ein kleines Logis zu vermiethen. G. Möhl, Metzger. 7689 Ein kleines Logis zu vermiethen. ________________________Lindengasse 14. 7667 Laden mit Logis, sowie ein kl. Logis zu vermietben bei PH. Pfeiffer, Marktstraße. 7673 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen^ Westanlage 13. "" 7016 Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen. W. Katz, Marktplatz !•_ 7669 Ein kleines Logis zu vermiethen. i Steinstraße 57. offnen werde. Beuern, den 24. October 1885. __J. Fuhr. Sonntag den 2S Oetober Tanz-Musik Wermischte Anzeigen. Für Hrrrrnklkidrrmacher. Ein tüchtiger Arbeiter sucht Arbeit auf klein Stuck. 7661 Näheres in der Erp, d. Bl-__________ Nicht |u übersehen! Reparaturen und Reinigen von Herrenkleidern, sowie Arbeit nach Maaß werden schnek, billig und bestens besorgt bei I. Ehrhard, 7662 Schneidermstr., Wallthorstr 13. 7688 Ein braves Mädchen, welches nähen kann, zn 2 Kindern gesucht von Frau Hauptmann CuUmann. ’WlBS» oder grauen, die sich einen lohnenden Verdienst durch den Verkauf couranter Artikel verschaffen wollen mögen schriftliche Offerten unter K. 10 in der Exped. d- Bl. niedcrlegem 7675 Behufs Cinftthrung einer leicht verkäuftichen Oualitätocigarre ohne Concurrenz, Packung gesetzlich geschützt, fiidit eine beteilten&e m. Häusern in Verbindung zu treten, die eventuell den engros- & üktait-Verkaus vermitteln. Prima Referenzen erforderlich. -Offerten sub j. r. 6967 befördert Rudolf Moste, Berlin SW. Meinen Ausverkauf in fertigen Herren- Knaben-Kleidern bringe hiermit in gefällige Erinnerung und dauert derselbe fort, bis ein für mich passender Geschäftsverkauf eintritt. Es ist daher mein Lager stets mit dem Neuesten in großer Auswahl assortirt, welche ich mit dem kleinsten Nutzen verkaufe. Restbestände vorhergehender Saison verkaufe zu und unter dem Selbstkostenpreis, billiger als vielfach vorkommende, auf Täuschung beruhende Auszeichnungen marktschreierischer PreiS-Courants. Bei Bedarf empfehle ich mich hiermit bestens. M. Weiner.