1376 L r M: Schnchdampfern des :ifd)rn Lloyd Mn die Reisr n nach AyreM Tagen | MW^SWVM?' fei bttn l-Agentr« LE, ku r ^rchenplatz, Gietzk sgt, Reichelsheim^ Ehrling mit den * m sucht ftmMr t DoM *s%*» , »erben in ein SK jU*£jS irpian* m «öl« 4«, S«*, P, i**.11 SST* 3!,‘ 8" 495 1233, z», S-°«, i2S| J 4Sl9=(iii$*C' /*<*■ >, 7«. WK Hti/ y til 6^- Ugto» ll29/ r/ » c--'V py, n4' 11”- i°'<29 fO# W®^B tW ® >/ 70 Dienstag den 24 März 188A Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. t Schulstraße 7. Erscheint tLgttch mit SnSnchme des «yntag». Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlvhn Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pk. Deutschland. Darmstadt, 22^Marz. Jhre Großh. Hoheit ' die Frau Privresfin Karl, Mutter Sr. Konrgl. Hoheit unseres Grost- herroaS, ist gestern ihrem kurzen, aber schweren Leiden erlegen. Hochdieselbe, Elisabeth Marie Karoline Victor,a, Tochter d«S verstorbenen Prinzen Wilhelm von Preußen, war den 18. Juni 1815 geboren und Wittwe seit dem 20. März 1877. AuS dem Großherzogthum Heffen, 19. März. Die Abgg. v Rabenau, Schröder und Möhn haben bei der zweiten Kammer einen Antrag aus Herabsetzung des Stempels bei Immobilien Uebergängen und bei Errichtung von Hypotheken eingebracht. Zur Unterstützung dieses Antrages circulirt in landwirthschaftllchen Kreisen eine Petition an den Landtag, die m den beiden Forderungen gipfelt: 1) Kaufbriefe, welche bäuerlichen Grundbesitz betreffen, oder weiche eine Zusammenlegung (in zwei verschiedenen Gemarkungen) bezwecken, erleiden eine Herabsetzung der Stempelgebühr um drei Viertheie. 2) Tauschverträge > welche eine Zusammenlegung oder eine anderweite Verbesserung bäuerlichen Grundbesitzes bezwecken, seien kostenfrei. Mainz, 21. März. Bei der heutigen Landtagswahl waren von 122 Wahlmännern 103 erschienen. welche Jost (Mainz) und Ulrich (Offenbach), beide Socialdemokraten, mit 90 resp. 89 Stimmen wählten. (Fr. Ztg.) Berlin, 21. März. Das spanische Hülfs-Comttö hielt heute feine Schlußsitzung ab. Der Schatzmeister berichtete, daß aus Deutschland nahezu eine halbe Million Mark aufgebracht worden seien. Der Botschasts-Secretär Dupny de Lüme sprach den Dank des Königs und der spanischen Ration aus, Worauf der Präsident erwiderte, Deutschland habe den Anlaß wahrgenommen, Spanien seine Sympathie zu bezeugen. _ — Der König von Sachsen und Prinz Georg von Sachsen, die um 1 Uhr 20 Min. hier eingetroffen sind und am Bahnhof vom Kronprinzen empfangen worden waren, statteten alsbald dem Kaiser und der Kaiserin Besuche ab. Um 4 Uhr fand im kaiserlichen Palast ein Diner von 200 Gedecken statt, wozu die Mitglieder des Königshauses und fämmtliche hier anwesende fürstlichen Gäste mit Gefolge und Gefandten theilnahmen. . . — Das Abgeordnetenhaus nahm heute bei der ersten Lesung einstimmig den Gesetzentwurf, betr. die Versorgung der Hinterbliebenen des in Frankfurt a. M. ermordeten Polizeiraths Rumpff, an- Saarbrücken, 22. März. Die Gesammtzahl der Todten in der Grube Camphausen" beträgt 175, die der Hinterbliebenen 141 Wittwen mit 416 Kindern 51 Bergleute wurden gerettet, davon sind nachträglich 4 gestorben. 8 Tobte konnten noch nicht aus der Grube geschafft werden. Die Grube wird erst nach einigen Wochen wieder betriebsfähig sein. Das Eingreifen der Privatwohlthätigkeit ist vielfach dringend geboten. An der Grube ist ein großer Andrang des Publikums, doch bleibt dieselbe geschloffen. Die Arbeiten zur Bergung der Leichen sind permanent im Gange. (Fr. Ztg.) St. Johann, 21. März. Amtlicherseits wird mitgetheilt, daß auf Schacht „Camphausen" kein weiterer Unfall vorgekommen ist. Die heute darüber aufgetauchten Gerüchte sind vollständig aus der Luft gegriffen. Aesterreich. TemeSwar, 21. März. Aus dem hiesigen Postamte sxplodirten sechs von Mannheim hier eingegangene Säckchen; ein Postbeamter wurde schwer verletzt, in den Posträumlichkeiten wurde ein nicht unerheblicher Schaden angerichtet. Eattaro, 21. März. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Oesterreich find gestern hier eingetroffen, und heute in Begleitung des Erzherzogs Johann, des Statthalters von Dalmatien und des österreichischen Minister- residenten MUinkovich in einer montenegrinischen Hos-Equipage nach Cettinje abgereist. Dänemark. Kopenhagen, 21. März. In der Antwort des Königs aus die Adressen der beiden Kammern heißt es: „Wir sehen es als ein Unglück an, wenn der Reichstag keine Einigung hinsichtlich des Budgets erzielt, erblicken aber in unserem Ministerium kein Hinderniß einer solchen Einigung. Wir können unser verfaffungsmäßiges Recht nicht ausgeben, indem wir aus dasselbe verzichten, am die Annahme des "Budgets zu erreichen. Wir ersuchen ernsthaft und dringend beide Kammern, die noch verbleibende Zeit zu benutzen, um eine Einigung herzustellen und versichern, daß unsere Liebe und Treue zum Grundgesetze nicht q-rinqer ist als diejenige des Folkethings, und daß es unser fester Wille ist, die grundgesetzmäßige Freiheit und Machtvertheilung zu wahren." Krankreich. Paris, 21 März. Dem Journal „Paris" zufolge erhielt das Ge- fchwader im Stillen Ocean Befehl, zum Schutze der französischen Staatsange- hörigen nach Aspinwall (Panama) sich zu begeben. ßngkand. London, 21. März. Das „Bureau Reuter" meldet aus Wellington mn heute; Die Legislatur von Samoa nahm das Gesetz Zwecks Annexion der Samoa-Inseln durch Neuseeland an. Die Regierung Neuseelands erhielt eine Abschrift des Gesetzes. London, 21. März. Unterhaus. Lord Hartington verliest cm Telegramm Graham's an Wolseley vom 20. ds., wonach das Resultat der heutigen Operation die Errichtung einer starken Stellung ist, welche das Hasheenthal beherrscht und unsere rechte Flanke, sowie die Verbindungslinie in den bevorstehenden Operationen gegen Tamai schützt. — Ein Telegramm Graham's aus Hasheen vom 20. ds. meldet: Nachdem die Truppen heute Morgen 6 Uhr das Lager von Suakim verlassen, besetzten sie die Spitzen mehrerer Hügel. Als sich der Feind vor der Front entfaltete, befahl Graham, eine bedeutendere, vom Feinde besetzte, isolirt stehende Anhöhe zu nehmen, was vollkommen gelang. Der Feind, welcher 4000 Mann stark war, zog sich in der Richtung nach Tamai zurück; außerdem fanden noch einige andere Scharmützel statt. Inzwischen errichteten die Truppen in Zareba Verschanzungen. Ein Bataillon mit 6 Geschützen bleibt in Zareba zurück, die übrigen Truppen sind sämmtlich nach Hasheen zurückgekehrt und gehen nach Suakim. Die Verluste der Engländer sind 9 Tobte und 38 Verwundete. Der Verlust des Feindes ist unbekannt, jedoch beträchtlich. Italien. Rom, 21. März. Im Senate begründen Caffacciolo und Viteleschi ihre Interpellationen über die Politik des Cabinets der auswärtigen Politik. Mancini erklärt, er werde am Montag antworten. Der Senat drückte den Soldaten in Afrika seine Sympathie aus. Spanien. Madrid, 21. März. Im Senate erklärte heute der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Spanien sei trotz des großen Jntereffes am Suez- kanal zur Theilnahme an der Pariser Suezkanal-Conferenz noch nicht eingelaoen. Sollte eine Einladung erfolgen, so werde es Vertreter mit einem Programm der Verständigung und Des Friedens entsenden. Aelgien. Brüssel, 21 März. Beim Empfange des Gemeinderathes von Brüssel welcher eine Adresse bezüglich des Congo-Staates überreichte, drückte der König die Hoffnung aus, daß Brüssel der Hauptsitz für Alles bleiben werde, was den neuen Staat angehe; derselbe werde von Belgien keine neuen Opfer fordern, da er hinreichende Hülfsquellen habe; er hoffe, Belgien werde von den neuen Absatzwegen Vortheil haben, kein belgischer Bürger, der sich an dem neuen Werke betheilige, werde seine Nationalität verlieren. Montenegro. Eetttnje, 21. März. Das österreichische Kronprinzenpaar ist Nach- mittags nm 4 Uhr hier eingetroffen; vorn Fürsten Nikita mit den Ministern und Würdenträgern an der Landesgrenze empfangen, wurde Das Paar tn vierspännigem Galawagen hierher geleitet, die Fürstin tarn entgegengefahren. Am Eingänge der Stadt war eine Ehrenpforte errichtet. Eine Deputation der Bürgerschaft überreichte Salz und Brod. Der Kronprinz und der Fürst begaben sich, enthusiastisch begrübt, zu Fuß nach dem Palais und machten später einen Rundgang durch die Stadt. Abends findet ein Diner und Beleuchtung der Stadt und der Höhen statt. Serbien. Belgrad, 21. März. Ein königlicher Befehl ordnet die Errichtung fünf neuer Bataillone als selbstständiges Garderegiment an. Aegypten. Suakim, 21. März. Das „Bureau Reuter" meldet: Alle englischen Truppen, ausgenommen die Garderegimenter, sollen morgen bei Tagesanbruch ausrücken, um die 7 bis 8 Meilen vom Lager entfernt befindlichen Zarebas zu zerstören und allda Besatzungen zurückzulaffen. Die übrigen Truppen kehren in's Lager zurück. Hasheen wurde in vergangener Nacht vom Feinde nicht angegriffen ; heute früh beschossen die englischen Truppen im Lager auf den benachbarten Hügeln den angesammelten Feind mit einigen Granatschüssen. Die gestrigen Verluste der Engländer betrugen 21 Tobte und 42 Verwundete. Amerika. New - Aork, 21. März. Eine Depesche aus San Juan in Nicaragua meldet: Nachrichten aus dem Innern zufolge haben sich die.Truppen von Nsta- ragua und San Salvador an der Grenze von Honduras coricentritt. Em demnächstiger Angriff ist sehr wahrscheinlich. In Honduras ist em Aufstand ausgebrochen. s— W* 3“®”n@efe6entroutfUfebetreffeab bie Ergänzung eines Paragraphen d-S Relchs- deamteug-sch.S, wonach ein B.amter für Handlungen, die er vor seiner Anstellung im ReichSdtenste begangen hat. nur dann diSc'plmarifch zur Rechenschaft gezogen werden . kann, wenn jene Handlungen die Entfernung aus bern Amte begründen, wurde in zweiter Lesung angenommen gegen die Stimmen der Socialdemokratin, die e.ncr Ver- stürkung der Discipl nargewatt nicht zustimmen zu wollen erklärten. Ein weiterer Gegenstand der TageSodnung betraf die RechnungScblegvng über den ReichShauShatts-Etat für 1880 - 81 ES wann seitens des Rechnungshofes einige Ausgaben pro 1880—81 der Militär-Verwaltung beanstandet worden, die zwar durch eine Königliche Cabinetsordre genehmigt, aber in Gemäßheit bcstehendcr Grsrtze nicht gemacht werden konnteu. Seitens des KriegSmintsterS Bronsart ü. Schellendor f und der ihm secun- birenben Abgeordneten v. Hellborf und o. Maltzahn würbe die Anschauung oer» treten, daß eine solche nachträgliche Genehmigung nicht erforderlich sei; der König habe in Folge deS ihm zustehenden GnadenrechiS die Berechtigung, solche Ausgaben zu justi- ficiren, die damit auch dann rechtmäßig geworden seien. Dieser Anschauung, die fich mit den Bestimmungen der Verfassung keineswegs vereinbaren läßt, traten die Abgeordneten Meyer und Rickert, namentlich aber der Abg. Hänel tn einer eingehenden staatsrechtlichen Deduktion über den Unterschied der Kaiserlichen und Königlichen Gewalt in Bezug auf daS deutsche Reich entgegen; die Bereitwilligkeit derselben, die Genehmigung nachträglich auszusprechen, obwohl ein solches Verlangen seitens der Reichsregierung nicht beantragt worden war, stieß wiederholt auf den Widerspruch des Ministers, der immer auf'S Neue die Rechte Sr. Maj. deS Kaisers in den Vordergrund stellt. Die Resolution, daß die Einholung dieser nachträglichen Genehmigung erforderlich sei, gelangte indessen gegen die Stimmen der Deutsch - Conservativm zur Annahme. Am Montag wird die Postdampfer-Suboentionsvorlage in 3. Lesung verhandelt, danach die Berathung be8 Zolltarifs fortgesetzt. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 22. März. Die Geburtstagsfeier des Kaisers wurde heute Morgen mit einer Reveille von der Schloßkapelle eingeleitet. Die Stadt ist in allen Tdeilen reich mit Fahnen geschmückt, namentlich im Centtum. @ne dichtgedrängte Volksmenge »ogt von früh ab vor dem Kaiserlichen Pala's auf und ab. Da« Denkmal Friedrich deS Großen vor dem Kaiserlichen Palais ist auf das Prachtvollste geschmückt. Um 93/< Uhr begann die Auffahrt brr Mitglieder des Königlichen Hauses und der hier anwesenden fürstlichen Gäste. Um 10 Ubr fand der Gottesdienst im Dome statt, welchem die Kaiserin, die Mitglieder deS Königlichen Hauses und die fürstlichen Gäste beiwohnten. In ben Hoflogen und den Diplomatenlogen waren alle Plätze dicht besetzt. Der Kaiser wohnte dem Gottesdienste nicht bei. — Der Kaiser empfing heute wegen einer leichten Erkältung nur bk Gratulation der Königlichen Familie und der fremden Fürstlichkeiten. München, 22. März. Der König hat an Se. Majestät den Kaiser ein Glückwunschschreiben gerichtet. Zur Feier des Geburtstages des Kaisers haben alle öffentlichen und viele Prioatgedäude Flaggenschmuck angelegt. Für heute Abend sind von verschiedenen Gesellschaften und Vereinen Festlichkeiten veranstaltet. Aus vielen großen und kleinen bayrischen Städten liegen Kundgebungen üoer gleiche Veranstaltungen vor. Leipzig, 22. März. Nachdem bereits gestern zur Vorfeier des Geburtstages Sr. Majestät oes Kaisers In sämmtUchen Schulen und Lehranstalten Festacte statt- gesunden hatten, ertönte heute früh durch die im reichsten Farbenschmuck prangende Stadt eine Reveille, ausgeführt von sämmtlichen Mllitär-Mufikcoips. Im Krystall- palaft wird zu heute Nachmittag eine Festtafel veranstaltet, an welcher sich die Spitzen sämmtlicher Behörden betheiligen werden. Abends finden Festoorstellungen tn Den Theatern, sowie glänzende Illumination der öffentlichen Gebäude und Plätze statt. Außerdem wird in vielen Lokalen für den Abend eine patriotische Feier vorbereitet. Karlsruhe, 22. März. Der Geburtstag Sr. Majestät deS Kaisers ist hier durch Festgotteödienfte, Truppenparade und Festbankete feierlich begangen worben. Bei dem Festmahle im Museum brachte der Staatsminister Turban den Toast auf den Kaiser. aus. Die Stadt bat festlichen Flagenschmuck angelegt. Wien, 22. März. Anläßlich des Geburisfestes Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm fand gestern ein Festdanket der hier lebenden deutschen Reichsangehörigen statt. Der deutsche Botschafter toastete auf ben Kaiser von Oesterreich, worauf der Präsident deS Festcomiiäs den Toast auf Se. Majestät ben Kaiser Wilhelm ausbrachte. Der deutsche Botschafter sagte in seinem Toast: „Bei bem festlichen Anlasse, der unS heute vereinigt, bitte ich daS erste GlaS zu leeren auf den erlauchten Monarchen, unter dessen sicherem und mächtigen Schutz Sie, meine Herren deutschen Reichsanaehörlgen, in Oesterreichs Landen daS Gastrecht genießen. Lasten Sie uns dieser Pflicht in Ehrerbietung Nachkommen für den treuen Freund unseres geliebten Kaisers: ES lebe bet Kaiser von Oesterreich!" — Kaiser Franz Josef hat bem Kaiser Wilhelm ein herzl ches Glückwunschschreiben zugehen lasten, ebenso erfolgten fpectdle Glückwünsche der Erzherzöge. — Die „Neue fr. Presse- erörtert anläßlich des Geburtstags des Kaisers Wilhelm die Lage Europas und sagt, bet Geburtstag des deutschen Ka's-rS könne ohne düsteren Hintergrund und ohne bange Ausblicke tn die nächste Zukunft gefeiert werden. DaS Werk seines Kanzlers erweise sich alS dauerhaft. Das österreichisch-dcutfche Freund- schaftSbündniß stehe fest. Die Anwesenheit deS Prinzen von Wales und des Herzogs von Genua in Berlin habe eine symbolische Bedeutung. Indem die fremben Fürsten dem deutschen Kaiser ihre Glückwünsche darbtingen, huloigen sie im Namen ihrer Dynastien und Länder dem Gedanken deS europäischen Friedens und erkennen den Werth deS starken Bündnisses an, welches Deutschland und Oesterreich vereine. — AuS dem gleichen Anlässe gibt daS „Tageblatt" den Empfindungen der Ehrfurcht für ben greifen Monarchen Ausdruck, welcher eine seltene Fülle deS Glücks und der Macht in stch vereinige und es als Aufgabe seines Alters betrachte, ben Frieden Europas zu beschützen. Der Friede in Europa sei ein SegenSzeichen seines 88. Geburtstages. Petersburg, 22. März. Die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm begingen die deutschen Reichsangehörigen deS Vereins „Palme" bereis gestern Abend durch ein Festessen in ihrem VereinShause. Ein weiteres Festdiner deutscher ReichSangehöriger findet heute Nachmittag im Hotel Demuth statt. Rom, 22. März. Der König und die M tglieder der Königlichen Familie haben an ben Kaiser Wilhelm auS Veranlassung oes Geburtstags Glückwunschtelegramme gerichtet. In ber Kapelle der deutschen Botschaft fand heute Vormittag ein FestgotteSdienst statt. Der deutsche Botschafter veranstaltet heute ein größeres Diner, zu welchem zahlreiche hier weilende deutsche Reichsangehörige Einladungen erhalten haben. — Suakirv, 22. März. (Telegramm des „Reuter'jchen Bureaus.") Heute früh sind mehrere Regimenter Infanterie, von mehreren Abtheilungen der Kavallerie und Artillerie, sowie von einem Detachement des Genie-Corps begleitet, in zwei Carrös formtet, m der Richtung gegen Tamai abmarschirt, um dort Zarebas herzustellen, welche durch ein Regiment Infanterie besetzt werden sollen. Die übrigen Truppen sollen nach dem Lager zurückkehren. Die Aufständischen, die sich in großer Zahl auf den Hügeln bei Hasheen angesammelt hatten, suchten den Vormarsch der englischen Truppen sofort, als sie denselben bemerkten, zu unterbrechen, wurden aber durch das von der Besatzung der Zareba bei Hasheen, sowie von den Schiffen aus gegen sie gerichtete Geschützfeuer' in Schach gehalten und erlitten beträchtliche Verluste. Das Grubenunglück tu Camphausen. Von Saarbrücken führt bie Nebenbahn nach Neunkirchen bei Station Camp- bausen — Grubenschacht — vorüber; auf diesem Wege gelangt man dorthin tn etwa 9 Minuten. Ich benutzte die andere über Dudweiler — 5 Minuten Fahrzeit — nach Neunkirchen führende Bahn. Von Dudweiler liegt Camphausen nordwestlich; der Weg dorthin, durch Felder, geht etwa 20 Minuten bergauf; auf der Höhe zieht sich ein langer Wald hin, von dort geht e8 südwestlich 5 Minuten lang ziemlich steil bergab, bann kommt man zum Camphausenschacht. Nicht fern davon, eine Viertelstunde WegS, ließt die Höhe NeuhauS, von welcher auS man die dunkle Linie der Vogesen erblickt. Camphausen ist eine bergmännische Mustcranlage; dort sind die neuesten Maschinen. großartige, fn Thätigkett. Sic hat die gewaltige Tiefe von nahezu 600 Meter; die Stollen, stockwerkweise Übereinander, sind mit @ijen statt mu Holz D.-rbaut; alle 80 Cm. steht noch ein mit einem eisernen Rma umgüneter starker E chenpiahl als Stütze gegen das Gchang. Unmittelbar in der Nähe führt in Tiefe von gegen 20 M die Bahn vorüber. Camphcusen besteht auS zwei anemand-r gelegenen Förderschächten nnb einem Wttterschacht mit riesigem Ventilator, der die Lust herauSsaugt. Wenn der eine Fahrstuhl htnabgeht, kommt der andere aus der Tiefe herauf; jedes Drahtseil hat ein Gewicht von über 3000 Kg; die Drahtseile laufen auf zwei großen, über dem Schacht befindlichen Rädern; von dort geht btt Verbindung nach bem nahen, die Kraft erzeugenden Maschinevhause; gewaltige Maschinen wirken, die maschinelle Anlage ist großartig. Rechts davon, nordöstlich, ist das BadehauS. Die Hauptmaste der Bergleute, 116 Mann (nach andern 119) mit 3 Nachtsteigern (Kirsch, Bost und Gläser), war am 17. März, AbendS 10 Ubr, eingefahren und hatte sich in die Stollen oerthetlt; der bei Wettern größte Thetl der Bergleute begab sich fn daS „Westfeld-, nach der Richtung Saarbrücken hin, die kleinere Menge bezog daS „Ostfeld-, nach Dudweiler zu. Bald noch 12 Uhr erfolgte die Katastrophe. Mehrere Detonationen erfolgten, selbst in dem etwas höher gelegenen, sehr massiven Maschinenbaus«: verspürte man sehr die Erderschütterung. Im selben Augenblick schlug an der etnm Schachtöffnung eine hohe Flamme empor; der starke Bohlenbelag wurde großentheilS hinauSgeworfen und ber gerade oben befindliche Förderkord fo zerstört, daß er gänzlich unbrauchbar wurde. Dieser Umstand verhinderte Die wettere Benutzung der „Schale-, die Anbringung einer andern würde zu viel Zeit erfordert Haden. Sogleich nach der Katastrophe waren sich die auf der Oberfläche Befindlichen die Größe des geschehenen Unglücks bewußt, die benachbarten Gruben wurden sofort attarmirt und so schnell wie möglich erschienen von dort Steiger. DaS RettungSwerk würbe sofort versucht, eher die der auSschlagenden Flamme vachströmenden „Schwaden- verhinderten stundenlang ein kräftiges Eingreifen. Der Schacht war nicht „zusammengestürzt-, nur ber unterste Theil desselben war mit Trümmern bedeckt, man konnte demzufolge nicht biS auf die Sohle gelangen. Glücklich die 16 Mann, welche in dem obersten Stollen beschäftigt gewesen waren, sie waren gegen 7 Uhr Morgens die ersten oben, alle gesund, wenn auch von der Katastrophe erschüttert, sie Haden drei Stöße verspürt und alS die Luft d'ck wurde, entfernten sie sich schleunigst aus dem Stollen und eilten ber Schachtöffnung zu. Der unversehrt gebliebene Förderkorb wurde in Function gesetzt; der Berginspector Dr. Sättig war einer de- ersten, die hinunterfubren, nm zu retten. Todesmuthig, tn herrlicher kameradschaftlicher Liebe drängten sich oben die Bergleute zur Fahrt in die Tiefe, nur je 15 Mann durften auf die Schale. Auch der Vorsitzende der Königlichen Bergwerksbirect on, Herr Eilert, begab sich tn die Tiefe. Die Stollen waten von Gasen angefüllt; der Berginspector kam beinahe ohnmächtig wieder herauf; die Bergleute lösten sich bti jeder Ntederfahrt ab, und immer dann von Neuem drängten sich die Braven herzu, um bte Kameraden zu retten. Bet ber großen Tiefe befi Schachts kam nur alle 15 Minuten ber Förderkord wieder herauf; er ent, hielt die abzulöfenden Bergleute und — drei Tobte oder „Kranke-. AIS der Tag da war, füllte sich ber große Raum zwischen bem Maschinenhause und bem Schacht mit ben Freunden und Angehörigen der in der Tiefe befindlichen verunglückten Bergleute. Kopf an Kopf standen sie dort; still, aber voller Seelenfchmerz; wie viele weinten! Wieder kommt die Schale herauf. Die „Kranken" werden auf einer mit Decken belegten Tragbahre in daS Badehaus gebracht; sie, bte ganz von Sinnen sind, keinen Laut von sich geben, regungslos liegen, werden In ein mit kaltem Wasser gefülltes Becken gebracht, ein Strahl Wasser fällt auf ihren Kopf, sie ächzen nun; einige Minuten hält man sie im Wasser unb reibt sie mit einer Bürste, bann deckt man sie mit wollenen Decken zu; draußen halten eigenS construirte Wagen, auf denen sie nach dem nahen Bergmanns-Lazareth Sulzbach überführt werben. Einige ber heraufgebrachten Kranken vermögen noch zu gehen, zwei Kameraden stützen einen solchen kräftig und führen ihn nach dem Babehause. Alle Kranke find thetlnahrnSloS, ihr Blick ist ein stierer. Die lobten werden tn ben noch freien großen Raum des MaschivenhauseS gebracht in welchem später die Maschinen für den anjulegenben zweiten Schacht aufgestellt werden. In einer Reihe legt man sie nebeneinander. O, der Anblick! Die braunen Kleider sind mürbe wie Zunder; bte Flamme der Explosion hat fürchterlich gewirkt. Fast alle Leichen sind oben verhüllt, nur einige wenige liegen mit offenem Oberkörper und Gesicht da. Die Wärme im Schacht tst eine erhebliche; bte Bergleute arbeiten deßhalb in ben tieferen Stollen mit nacktem Oberkörper. So liegen nur einige ber Leichen halbnackt da. Die Brust ist schwarz, das Antlitz schwarz, wie das eincS Mohren; bte Brust zeigt große Stellen rohen Fleisches. Einige Leichen halten die Hände tn verschiedenen Stellungen erhoben, als wenn ber Tod btefe Armen bet ber Arbeit, bei der Armhaltung überrascht hat. Eine Leiche war noch warm unb bennoch mußten bie beschäftigten Aerzte ben Tod feststellen. Es tst 5 Uhr Nachmittags. Im Maschinenhause liegen 21 Tobte; mit Inbegriff ber 16 zuerst Geretteten bat man 38 lebende — ober noch lebende — Bergleute ander Tiefe ber auf geholt. Vor ber Schachtöffnung bröngten sich Frauen unb Bergleute, um nach ben heraufgebrachttn Kranken ober Tobten zu sehen; der Jammer, wenn eine Familie ihren Vater ober Bruder erkannte! Die Explosion war von fürchterlicher Kraft; die Stollen waren großentheil- oerfchüttet, die eisernen Stützen geknickt; da unten sah e8 schrecklich aus. Man stand davon ab, weitere Tobte nach oben zu bringen; man suchte von 3Vz Uhr ab nur noch nach den Lebenden. Die auffahrenden, von der Arbeit stch erholenden Bergleute berichteten Entsetzliches; in einem Stollen lagen 50 dis 60 Tobte auf einem Haufen! Als die rettenden Bergleute die Stollen betraten, hörten sie die „kranken- Kameraden rufen: „Kommt, Brüder hott uns!" Die meisten Kranken fand man jedoch in Betäubung daliegen. ES ist möglich, daß sich noch einige der von der Katastrophe überraschten Bergleute weit in einen Stollen geflüchtet haben; werden sie aber dort gute Luft vorgefunden haben? Die big jetzt, 6 Uhr Abends, noch nicht lebend aufgefundenen Bergleute hält man alle für tobt — 171 Mann! 66 ist alle Hoffnung aufgegeben; die Gase haben zu fürchterlich gewirrt. Wie daS grausige Unglück entstanden? Man nimmt an, daß stch in einem alten, nicht mehr benutzten Stollen Kohlenstaub entzündet hat; der Stollen durfte nicht mehr betreten werden. Die meisten ber Verunglückten wohnten in den nahen BergmannSorten Herrensohn und Fischbach; aus letzterem Orte waren die meisten. Viele Familien dort und tn Dudweiler sind sehr schwer heimgesucht worben; lagen boch tn dem Maschinenhause vier Brüder tobt! Ein Bergmann hat zwei Söhne und zwet Schwiegersöhne verloren; viele der verunglückten Verhetratheten hinterlassen 4, 5, 6 und 7 Kinder. Der Jammer tst groß. Ich fragte einen still dastehenden Alten: „S'nd die Steiger tobt?- Er antwortete tn Resignation: „Ja, zwei Steiger und mein Sohn (der dritte Steiger); ich möchte gern hinunter und würbe ihn schon finden, aber man läßt mich nicht hin-' Heute Abend und Nacht wird man bte übrigen Tobten heraufschaffen; einige recognoscirte Tobte würben bereits von ben Angehörigen abgeholt. Noch mancher ber Geretteten werben leider nachträglich bem Tode verfallen; sie find vom Geschick zu furchtbar angepaeft worben. So mancher brave, verdienstvolle Bergknappe ist hinüber; Paffrath auB Dudweiler hat bte Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht; In gerechtem Stolz trug er einst feine Orden — am Abend fuhr man ibn als Leiche zu seiner Familie in Dudweiler. Und noch so mancher ehemalige tapfere Krieger hat einen jähen Tod gesunden „tief unter der Erde-. (Köln. Zgt.) Lokales. Gießen, 23. März. Zur Feier von Kaisers Geburtstag hatten gestern die öffentlichen, sowie sehr viele PrivotiGebLube festlichen Fahnenschmuck angelegt. Die militärischen Feierlichkeiten erlitten durch bie eingetretene Trauer um baS Ableben der hochseligen Mutter deS GroßherzogS insofern Abbruch, als ber sonst Übliche Zapfenstreich, bte TagS-Reoeille unb große Daradc in Wegfall kamen. DaS offictelle F>.fteffen fanb tm Saale beS GesellschaftS-VereinS statt. Gießen, 23. März. SchwurgerichtSoerhanblung am 2l. März gegen Heinr ich Schmidt II. von Steindach wegen Urkundenfälschung unb Betrugs. Derselbe war angeklagt: daß er am 5. Februar 1884 durch ein und dieselbe Handlung in rechtswidriger Absicht eine Prioaturkunde, welche zum Beweis von Rechten nnb Rechtsverhältnissen von Erheblichkeit fft, wie eine inländische öffentliche Urkund-, nämlich die den Akten betltigfnbe Bürgschaften künde vom 5. Februar 1884 und den unter derselben befindlichen BeglaudigungSorrmerk deS Großh. OriS- aerichtSvorsteherS in Albach verfälscht und von btefen Urfunben bem Rechner deS Vorschuß-Vereins zu LangSdorf gegenüber zum Zwecke ber Täuschung Gebrauch gemacht, auch das Vtrmögen des Vorschuß-Vereins dadurch beschädigt sK ey I”111 $1' TV MnatLli u .6t dcrld-Alt-'M' ü .i fei äsS” SÄ'f Srttiren, 2!. Tr-4 (lOllt' b' * 'n M Arme Bremen, 2L an, w R* 5. von Bremev 10 Uhr MorgevS M Auf« Auguste Ja, I)Qt das Ausgebot lageschems der Ss 32734 über 80 tragt. Der Zn! wird ausgesordert, inine Dienstag, 9 Borw. M unteyeiWe Ä mpnelben wXegeyegenialü der Urkunde erfolgt. Stehen, den 9.9 '-'mherMeö H Mül Dieostaa di ’*i im „Wer" Cchkith. Raum buchen 77 ( Wn - j Kesern 12 3 . Ntt: 4 ®Nämw S* 9 SM, 41^ ' JJ( 11 Mim« u. & 14 13** H Uhr Kerkaus. 21? 223 A 2100 geprüft werden. 2122 Müller. 2101 ii if Reiser rm Raummeter 108 re. 12 Uhr auf der 8 ff ff 2114 2130 Vigelius. 2110 2118 2102 Buchen Eichen Kiefern 4 37 gymnasialen der Ferien täglich von 2 6 2198/886, 2041/885, 2042/885, 2573/881, 7 16 ii n D 1290 162 // I! ff Buche Eiche Nadelholz Erle, Aspe 98 17 34 Geißler, Gerichtsvollzieher. Wellen 1800 480 2630 Flur ff Nr. 284, 1019/286, 285, 1084/367,1083/367,450 452, 462, 463, 451, Stöcke rm 26 15 4 28 1444 Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. habe, baß er bei dem Rechner des Vorschuß-Vereins zu Langsdorf durch Vorspiegelung falscher Thmsacheri einen Jrrthum erregte und zwar Alles dies in der Absicht, sich einen rechtswidrigen BrrwögenSvorthell zu verschaffen. Die Geschworenen erkanntrn den Angeklagten — unter Annahme mildernder Umstände — fü schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Gcfävgnißstrase von 1 Jahr und 6 Monaten, abzüglich 2 Monaten Untersuchangshaft, verarthellt. Die gegen Marte Berg von Rodenbach wegen Brandstiftung aut Montag den 23. L M. anberauMte Schwurgertchtssitzung fällt wegrn elngetretever Krankheit derselben aus; dagegen wird de auf Dienstag den 24. L M gegen Heinrich Bender von Fnebberg wegen Brandstiftung anberaumte Sitzung schon am 23. l. M. am Schwurgericht verhandelt. - Bet der heute Morgen abgehaltenen Versteigerung des Wcnzrl'schen Gartens bltcb Herr M. I. Rühl hier mit 150,000 X, tncl. Inventar, Höchstbtetender. Knüppel rm 36 22 2 8 Für die in der Grube „Camphausen" Verunglückten gingen ferner bei uns ein: R. N. 3 X, Prof. Schürer 10 X, Pr. P. 3 X, letztes Geld 11 H, LandgertchtS-Rath Kullmann 5 X, Carl und Wilhelm 5 X, Dr. Rosenberg 10 X Oberstlieutenant z. D. Spohr 5 X, E. S- 5 X, gesammelt bei eia«r Abend-Unterhaltung des Gesangvereins Liederkranz 20.21 X, Carl Schulze I. 3 X. Frl. G. 1 X, gesammelt in der Wirthschaft von Meißner 1 X, vom runden T sch tm Caf6 Leib 21 X, S. B. 1 X, I. B S. 2X, gesammelt von der ArbettergeseUschaft bet Wirth Hoffmann in Krofdorf 6,20 X. R. N. 1,50 X, mittleres Zimmer im Cas6 Ebel 3 ^L, H. Wallach 3 X, R. Pröschold 1X, von 2 Schwägern m t dem Motto: „Besser den Armen als den Reichen 10 X“ Summa 120,02 X — Jndgffammt 207,52 X Weitere Gaben nimmt dte Exoed. b- Bl. gerne entgegen. Bekanntmachung. Am 31. März 1888, Vormittags 9 Uhr, werden die nachverzeichneten zur Con- cursmasse der Eheleute Peter We'mer von Ehringshausen gehörigen Grundstücke vor dem unterzeichneten Gericht zwangsweise versteigert. Gemarkung Ehringshausen. Bekanntmachung. Betr.: Concurs über das Vermögen der Actiengesellschaft„Vogels- berger Bergwerksverein" Die Gläubiger-Versammlung vom 16. März 1885 hat beschlossen, daß im Termin Montag, den 13. April 1885 Vormittags 9 Uhr die im § 120 der K.-O. angesehenen Gegenstände zur Verhandlung und Beschlußfassung ausgesetzt sein sollen; etwaige weitereForderungsanmeldungen sollen gleichzeitig in diesen: Termin Gießen, den 20. März 1885. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Müller. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Ebel. das Pfund mit Zwei Mark. Prima Waare x 2,50. Zu haben bei Ludwig Klauber in Reirern in Böhmen- Führung der Directionsgeschäfte beauftragt. Derselbe ist in Angelegenheiten im Conferenzzimmer des Gymnasiums während täglich von 11—12 Uhr, nach Wiederbeginn des Unterrichts 3—4 Uhr zu sprechen. Großherzogliche Direetion. Prof. Dr. H. Schiller. Nur Zwei Mark. Ich versende zollfrei und franco gegen Nachnahme (nicht unter 10 Pfund) ganz neue Kaub-- u. mottenfreie böbmisehe Gänsefedern Rohseidene Bastkleider (ganze Seide) Mk 15. 89 Pf. pr- kompl. Robe, sowie schwerere Qualitäten versendet bei Abnahme von mindestens zwei Roben zollfrei in's Haus das Seiden- Fabrik-Depot von G. Herrrrederg (Königl. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto nach der Schweiz. 14:6 GchiffSnachrichten. Bremen, 21. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Ems, Capt. Cdr. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. März von Bremen und am 12. März von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten iu Newyork angekommeu. Bremen, 21. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfcr Oder, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. März von Bremen und am 10. März von Southampton abgegaugen war, ist heule 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. 96 18 4 Holzversteigermrg in der Freiherrllchen Oberförfterei Rabenau. Es werden versteigert: Freitag den 27. März l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, aus den Distrikten Steinberg, Rinnwege, Katzengeheeg, Sickler- geheeg und Hainstruth: 53 Eichen-Stämme v. 17—42emDchm.u.5—11 m Länge mit 17,59 ebm Inhalt Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 DietrichSwiese am RüddingShäuser-Feld statt. „3-6 „ 7-13 „6-8 Aufgebot Auguste Jäger von Londorf hat das Aufgebot des Sparkassen-Ein- lagescheins der Sparkasse Gießen, Nr. 32734 über 80 JL Einlage, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens im Ter- rnine DienStag, 9. Juni 1885, Dorm. 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, gegenfalls Kraftloserklärung der Urkunde erfolgt. Gießen, den 9. März 1885. Broßherzogliches Amtsgericht Gießen. Bemerkt wird, daß die im Distrikt Steinberg, Abth. 4, lagernden Eichen-Stämme, sowie die im Distrikt Katzengeheeg lagernden Nadel-Reisstangen bei der Versteigerung nicht vorgezeigt werden, vielmehr im Distrikt Hainstruth zum Ausgebot kommen. Steigliebhaber wollen sich daher wegen vorheriger Einsicht derselben an den Freiherr!. Forst- wart Rabenau zu Londorf wenden. Papiermühle, am 21. März 1885. Sonntag den 29. März wird in der Stadtkirche MtkathMscher Gottesdienst gehalten werden. Wagnerholz geeignet, mit 4,81 Festm., Buchenstämme mit 1,60 Festm., Kiefern- u. Fichtenstämme, mit 15,33 Festm., Buchenstangen mit 1,43 Fstm. u. Fichtenstangen mit 16,32 Fstm. Inhalt, darunter 1200 Bohnenstangen. „ tf ft ii ti ir Holzversteigerung in der fürltt. Mrförsterei Lich. DienStag den 31. März sollen im „Höler" versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Kroßheyogl. Gymnasium in Gießen. Für die Dauer der Beurlaubung des unterzeichneten Directors (23. März bis 3. Mai) ist von Großh. Ministerium Herr Professor Köhler mit der Holzversteigermg. Montag den 30. und DienStag den 31. März I. I. kommen in den Distrikten Sohlwald, Ochsenstall und Steinweg zur Versteigerung : Buchen: 543 Rm. Scheite, 138 Rm. Knüppel, 848 Rm-, Neisholz, 241 Rm. Stöcke; Eichen und Nadel: 16 Rm. Scheite, 90 Rm. Knüppel, 308 Rm. Neisholz, 66 Rm. Stöcke. Zusammenkunft jedesmal Morgens um 9 Uhr, am 30. März im Distrikt Sohlwald, nahe der Kreisstraße von Geilshausen nach Beuern, am 31. März im Distrikt Steinweg, am Pflanzgarten. Grünberg, am 20. März 1885. Großh. Oberförsterei Grünberg. 3,02 „ 4,97 „ 2,00 „ Ferner: 56 Eichenstämme und Stangen, zu Vermischte-. Darmstadt, 20. März. sMilttärdienttnachrtchten.) Kroll, Unterofficler vom Großh. Frld-Art.tRgi. Nr. 25 zum Port.-Fähnrtch beföroert; v. Herff, Sec.-L'eut. von demf. Regt, in das Schl-s. Feld-Art. Rgt. Nr. 6 versetzt; Wagner, Hauptmann und Cowp.-Cbef vom 3. Großh- Jnf.-Regts. (LeibMgt.) Nr. 117, als Major mit Pension und der Regtmevisumsorm dec Abschied bewilligt; Winter, Major z. D-, zuletzt aggreg. dem 2. Großh. Jnf.Mgt. (Großherzog) Nr. 116 die Erlaubniß zum Tragen der Uniform be8 genannten Regiments erthellt; Fischer, Pr.-Lic.ut. von der Landw.-Cav. des 2. Bat. (Worms) 4. Großh. Landw. Rgts. Nc. 118 der Abschied bewilligt ; Wendt I., Rechrmngsroth, Proviantmstr. in Königsberg, nach Darmstadt; Scherfs, Prov'antmstr. in Darmstadt, nach Erfurt versetzt. »L i'1” Aeikgeöotenes. Uhrfeder-Corsetts anerkannt tadelloser Sitz, sowie alle andern Arten Damen- u. Kind er - corsettS von den billigsten bis zu den hochfeinsten empfiehlt in großer Auswahl Hobest Haas, 1205, Seltersweg 18. Wohnhaus mit Dampfschneidmühle, Stall, Hofraum und Hausgarten, sowie Scheune, Stall und Schreinerwerkstätte 2571/878, 2001/877, 2083/876, 2002/877, 2574/884, 882, 1505, 2212/858, 2572/880,997 1865/1090, 2291/1090, 1926/782, 1927/782, 1928/782. Ehringshausen, 21. März 1885. 2108 Königliches Amtsgericht. öNu 6Qo W a s W »»t- M( s"8'6'»! 6 Sti »fort attttm,« unb8.“ 5»- 3d-m oberften l'f’rtbte erften «Mm u» ein,, “utbs fn Kmivm ti, )tnunt«fu6ren, »tat * M fnbiezm,, im »rtnaSe ohmW. und Immer bann von rtten. Bei der grM wieder herauf; er mb • Als her Tag ba nnb dem Sckrncht mii verunglückten Bergleul^ :tii wie viele meinten! li einer mit Decken bi, on Sinnen find, keim kaltem Wasser gefW n nun; einige Mlkwlm kl man sie mit mllm len sie nach dem naben raufgebrachten Krack kräftig und führen h tick Ist ein stierer, ih sinenhauses gebraK In -acht aufgestellt * Die braunen Mr 11(5 ßtM ssast alt i dberförper unh Uute arbeiten befäalb nr einige der Leichw atz Mtz t>it tro W Mvdr w- W der Adelt, Wfcr dennoch mußten M 21 Tobte; mlt Jnbtss bende - Bergleute oti Frauen und BerglÄ, der Jammer, wenn ein len waren Men« M aus- Man stai >n 31/? Uhr ab nur M erholenden Bergleute J ,hte auf einem Haus " le "kranken'Kamm^ Fanö man Doch kn ? n der Katastrophe üi erben sie ober dort j» ss-s Schwregrisoh i7«’ 8 b bie,S6& Steigs ?.$**£ O r man Grünberg, 21. März. (Fruchtpreise.) Weizen X 18.10, Korn X 17.00 Gerste X 16.20, Hafer X 15.30, Erbsen X 17.40, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 24.50, Kartoffeln X 4.10, Wicken 00.00. Frankfurt, 21. März. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 2.75—3.00, Stroh X 1.80—2.10, Eier das Hundert X 4.80—7.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Centner X 2.00—2.25, Kohlrabi 3-0 H pr. St., Erbsen 100 Ka. 22.00-30-00 ^L, Rothkraut pr. St. 20-30 Huhn Xl 1.50—2.00, 1 Ente X 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 Hahn 1.90—2.50, Gans X 6—10.00, Welsche X 5.00-10.00. Mittwoch den 25. ö. Mls, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraihe dahier 2 Betten, 1 Kommode, 4 Kleiderschränke, 2 runde Tische, 1 photographisches Instrument, 1 Consol mit Glasschrank, 1 Pianino, 3 Glasschränke, 1 Küchenschrank, 1 Waschtisch und sonstiges Mobiliar meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. März 1885. Die Zujammenkunft findet Morgens 9 Uhr auf der alten Gießener Straße am „Schindkovs" statt, wo mit dem Stamm- und Stangenholz der Anfang gemacht wird. Brennholz kommt erst von 11 Uhr an in der „Koppelweide" Mi Verkauf. Lich, am 23. März 1885. 2112 Wimmenauer, Forstrath. Mittwoch den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in der Flett'schen Hofraithe dahier, sollen gegen Baar versteigert werden: 1 Handkarren, diverses Schreinerwerkzeug, 1 Cassaschrank, 1 goldene Ubrkette, sodann 1 Garnitur Polstermöbel, 2 Spiegel-, 3 Kleider-, 2 Küchenschränte, 3 Sovha's, 2 Secre- täre, 1 Pianino, 2 Commoden, 1 Bett, Spiegel, Bilder rc. Gießen, den 22. März 1885. 5 Buchen- „ „ 38—49 „ 5 Kiefern- „ „ 30—40 „ 259 Nadel-Reisstngn. „ 3—6 „ Ferner Brennholz: Scheiter rm Für die kommenden Feiertage offerire ohne Zoll 2128 D. Süss, Bahnhofstraße 60. lOooooaoaaQQOQDoao oooüooo oaacaaocaDg og n y Nlüthrnmehl, pr. Pfund 19 Pfg, 00 „ 17 „ in 25 Pfund-Säckchen- Bei 200 Pfund billiger. U ÖD । .g 3 m o y Elegante feinere Herren-Anzüge, JÖL 11 <1 M Vll’ £1 Frühjahrs-Ueberzieher, sowie Z§: Goiilirniaudeii-Anzüge verkauft sehr billig Hermann Katz, früher Heichelhelm’sches Geschäft. §^x?nnmocDZOOE □ jodo - Goaaooo ooooaoooooo i-8 g8 O O 88 P o m a m ci 8 Vorbereitungs-Institut;u Gießen. Planmässige und gründliche Vorbereitung für alle Arten Militär-, specielle Finanz- und Geometer-Examina, für den kaufmännischen Beruf, sowie behufs Aufnahme in Gymnasien. 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Deßhald kann man bei den sich mastenhaft mehrenden Mitteln hu Haarleidende nicht genug auf das seit Jahren bewährte, von allen Autoritäten em TWS’WSSS Sari Kctkrldje laarro* München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht, namllch Eon servirung und Kräftigung des Haares, Reinigung aller Koprbaiitubeln, al8 ©(tappen x- Herstellung eineS weichen glänzenden Haares u"b festen L-chcftels. - Zu haben um 40 und JC. 1.10 bei C. Merkel, Marktstraße 1b, Gießen- -11' 31. «Stityba. - Druck na» Verlag her Vrvbl'-ck^ Drucke« (Tfr^a.br. Bi «ü-S-n. «... Die heutige Stammet enthalt 1 Blatt on6 1 »»»ag«. 2120 Ein junges Mädchen sucht in feinerem Geschäft Stelle als Verkäuferin und Buchhalterin. Die besten Referenzen stehen zu Diensten. Offerten »ab A. B. 100 an bie Exped- d- Bl- Für Schneider. 3tt>cl gute Arbeiter sucht 2135 I. Becker, Bahnhofstraße 8. Der Dazar. Zlluflrtrlr Samen-Bettung. anoebenb auf alten Gebieten b ee Mode und Handarbeit. Drei« vierteljährlich 2 Mark 60 Pf. 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