Rr. 299, Erstes Blatt. Mittwoch den 23. December 188» i eßen er Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. *"«<•«• - 64u(ftca6« 7. ®W mit M Montag». Amtlicher Iheik. Betreffend: Die Herstellung eines Sachregisters zum Großh. Regierungsblatt. Gießen, am 18. December 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen DMgermeiftereien des KretseS. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Juli l. I. (Anzeiger Nr. 161) empfehlen wir derjenigen Großh. Bürgermeisterei, welcher das fragliche Sachregister aus Versehen doppelt zugesandt worden ist, ein Exemplar an unsere Registratur zurück zu geben. ________________________________________________Dr. Boekmann._______________________________________ Bekanntmachung. Die Einträge in das Handelsregister des hiesigen Gerichts sollen im Jahre 1886 in der „Darmstädter Zeitung", in dem „Gießener Anzeiger" und in dem „Licher Anzeiger" veröffentlicht werden. Lich, den 19. December 1885. Großherzogliches Amtsgericht Lich. Langermann. 'M——WEM Deutschland. Darmstadt, 21. December. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben 'Allergnädigst geruht: Am 19. December den Gerichtsaffeffor Theodor Kolb in Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Seligenstadt, an dems. Tage den Gerichtsaffeffor Theodor Seeger in Gießen zum Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen, sowie den Gerichtsaffeffor Dr. Georg Best in Mainz zum Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Rheinheffen zu ernennen. Kesternich. Wien, 20. December. Wie die „Polit. Corresp." aus Konstantinopel erfahren haben will, drückte der Sultan wiederholt seinen Entschluß aus, die türkische Politik aus der gesammteuropäischen Grundlage zu erhalten, da er überzeugt sei, daß eine gedeihliche Lösung der Schwierigkeiten nur auf dieser Grundlage zu erzielen sei. Die türkische Diplomatie ist bemüht, aus Fortsetzung der Conserenz-Berathungen hinzuwirken, auch der veränderten Grundlage Rechnung zu tragen, welche die Möglichkeit einer Einigung aller Mächte biete. Der türkische Wunsch wäre, daß eine Vermittelung der Mächte dazu Anstoß gäbe. Das letzte Rundschreiben der Psorte weist auf, etwaige Unbotmäßigleit der Ost- Rumelioten gegen den osmanischen Bevollmächtigten hin, welche die Pforte zum Einmarsch zwingen würde, wozu die Truppen verfügbar seien, welchen bedauerlichen Fall aber die Pforte zu vermeiden wünsche. Pesth, 20. December. Der Unterrichtsminister Tresort, dem der österreichische Reichsraths-Abgeordnete Piquet eine von ihm über den Unterricht in den Mittelschulen gehaltene Rede brieflich mitgethellt hatte, constatirt in seiner Erwiderung die Thatsache, daß der Gymnasial-Unterricht auch im Westen nicht die Erfolge erziele, welche erwartet würden, und sagt, indem er hieraus die Mothwendigkeit von Reformen folgert: „Wollen wir aus Erfolge rechnen, so müssen die Kardinalpunkte des Bildungs- und Schulwesens, in erster Reihe die Reorganisation der Mittelschulen aus internationalem Wege, im Einverständniffe wenigstens mit den Nachbarstaaten, untersucht und einer verbesserten Einrichtung zugeführt werden. Die Freizügigkeit der Studirenden der Universitäten läßt -eine solche Behandlung der Mittelschulfrage zwischen Oesterreich und Deutschland nothwendig erscheinen." Telegraphische Depeschen. Wolff'» telegr. Correspondenz • Bureau. Berlin, 21. December. Die Feier des 90. Geburtstages Leopold Rauke's ist unter äußerst zahlreicher Betheiligung begangen worden. Se. K. und K. Hoheit der Kronprinz gralultrte persönlich. Se. Majestät der Kaiser übersandte mit einem huldvollen Handschreiben sein Portrait, Ihre Majestät die Kaiserin übersandte ein Glückwunschschreiben durch General Strnbberg. Die Minister gratulirten in einem von allen Mitgliedern unterzeichneten Schreiben. Namens der Akademie gratulirte Professor Auwers, Rector Kleinert für die Universität. Von auswärtigen Universitäten gratulirten Straßburg durch Professor Waizsäcker, Leipzig durch Maurenbrecher und Jena durch Professor Lorenz. Im Namen der Stadt Berlin gratulirte Oberbürgermeister Forckenbeck. Ranke sprach in längerer Rede den Dank für die ihm dargebrachten Huldigungen aus. Berlin, 21. December. Das Glückwunschschreiben des Kaisers an Ranke lautet: „Wenn ich Ihren heutigen Geburtstag, an dem Sie unter Gottes gesegnetem Beistand das neunzigste Jahr frisch und rüstig vollenden, dazu benutze, um Ihnen von neuem meine aufrichtige Theilnahme zu bezeugen, fühle ich mich dazu vor allem durch die Gesinnungen der Freundschaft gedrungen, welche ich Ihnen als Ihr König und Altersgenosse seit einer langen Reihe von Jahren widme. Weit länger, als es sonst die den Menschen fördernde Thätigkeit vergönnt, haben Sie auf dem Gebiete der Geschichtsschreibung mit unermüdlicher Forschungs- und Schaffenskraft und mit großem Erfolge gearbeitet und haben durch Ihre Werke sich selbst für alle Zeiten ein unvergäügliches Denkmal errichtet, lieber die Grenzen des Vaterlandes hinaus geht der Ruhm Ihres Namens und die deutsche Nation kann stolz darauf sein, einen solchen Mann der Wissenschaft den ihrigen zu nennen. Was mich besonders bewegt, ist die Erinnerung an die bewährte Treue und Hingebung, mit welcher Sie die Geschichte meiner Monarchie zum Gegenstände Ihrer eingehenden Forschung gemacht; Ihrer Forschung, Ihrem strengen, aber gerechten Urtheile ist es gelungen, sie für die Mit- und Nachwelt in das gebührende Licht zu stellen. Eingedenk solcher hervorragender Verdienste, durch welche Sie sich die dauernde Dankbarkeit meines Hauses erworben, ist es mir Bedürfniß, Ihnen zu Ihrem heutigen Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen, welche ich Ihnen besonders dadurch zu bethätigen hoffe, daß ich Ihnen beifolgend mein Bild verleihe. Möge.Ihnen dasselbe stets das Wohlwollen und die Anerkennung vergegenwärtigen, mit welchem Sie auch ferner auf Ihrem Lebenswege begleiten wird Ihr dankbarer König Wilhelm." — Das Schreiben des Staatsministeriums lautet: In dankbarem Hinblicke auf das, was Ew. Excellenz dem Vatcrlande und der Wissenschaft in treuer Hingebung an unser erlauchtes Herrscherhaus und in vorbildlicher? Erfüllung Ihres Berufes geleistet, sendet das Königliche Staatsministerium seine wärmsten Glück- und Segenswünsche. Möge es Ihnen nach Gottes Rathschlusse vergönnt sein, mit der Weisheit des höchsten Alters und der gestaltenden Kraft unversiegbarer Jugend die Aufgabe, welche Sie sich gestellt haben, zu vollenden, vor allem das Werk, worin Sie die Thaten der ersten Kaiser aus dem. sächsischen Stamme schilderten, sort- zvfüh.vtz, bis zur Wiederherstellung des deutschen Reiches und unter Führung unseres Kaisers und Königs. Leipzig, 21. December. In dem Patentstreit der Swan Company gegen die Edison-Gesellfchaft, in welchem es sich um Anfechtung der Priorität der Edison'schen Glühlampe handelt, zog die Swan Compagnie unmittelbar vor dem heutigen Termin beim Reichsgericht, nachdem der eingehende Bericht des Referenten, Reichsgerichtsrath Hambrock, dem Gerichtshof und den Parteien mitgetheilt war, ihre Berufung zurück, wodurch das vor fast zwei Jahren zu Gunsten der Edison-Gesellschaft gefällte Erkennt- niß des kaiserlichen Patentamts rechtskräftig geworden ist. Da hiernach für eine Entscheinung über die Edison'schen Gegenanträge keine Veranlassung vorlag, wurden diese fallen gelassen, worauf das Gericht die Kosten der Berufungsinstanz compensirte. Trotz dieses Ausganges erklärte die Swan Company, die beim Berliner Gericht anhängigen Civllprocesse fortzusetzen. Bremerhaven, 21. December. In der vergangenen Nacht brach on Bord des im neuen Hafen liegenden Norddeutschen Lloyddampfers „Hohenzo.llern" Feuer aus, welches bald gelöscht wurde. Gegen fünfzig Ballen Baumwolle sind'beschädigt. Bern. 21. December. Auch der Ständerath genehmigte einstimmig die lateinische Münzccmvention, sowie den Auslieferungsvertrag mit Monaco. Der Bundesrath erklärte, daß er sich über die Frage der Kündigung des Handelsvertrages mit Deutschland noch nicht definitiv aussprechen könne. Paris, 21. December. Die conseroativen Deputirten des Departements Tarne et Garonne, deren Wahl die Kammer für ungiltig erklärt hatten, wurden gestern wiedergewählt. London, 21. December. Die Morgenblätter veröffentlichen ein Schreiben Lord Hartington's an den Vorsitzenden seines WahlcomitS's, worin er erklärt, daß er (Hartington) dem Gladstone zugeschriebenen Homerule-Project gänzlich fern stehe und an seinen früher über die Politik Parnell's ausgesprochenen Ansichten festhalte. — Del „Times" zufolge beabsichtigt das Cabinet nicht, eine Vertagung des Parlaments bis zum Februar zu beantragen; es würde vielmehr nach der Verlesung der Thronrede und noch vor der Adreßdebatte ein Vertrauensvotum vom Unterhause verlangen. — Die „Saint Games Gazette" will gleichfalls wissen, das Cabinet werde sofort nach dem Zusammentritt des Parlaments ein Vertrauensvotum verlangen. Das Cabinet sei bereit, das System der administtatioen und localen Autonomie Irlands zu erweitern, keinenfalls aber dem Projecte eines irischen Parlaments zuzustimmen, gleichviel, welche Garantien geboten werden. Zürich, 21. December. Der Augenarzt Horner ist heute gestorben. Charkow, 21. December. Der Congreß der Montan-Industriellen nahm eine Resolution an, die Regierung um Erhöhung des Einfuhrzolles auf Steinkohlen in den baltischen Häfen bis zu 2 Goldkopeken und in den Schwarze Meer - Häfen bis zu 3*/2 Kopeke anzugehen. Potsdam, 22. December. [Privat-Depesche.j Prinz Wilhelm ist an beit Masern erkrankt. Belgrad, 22. December. Die Militär-Commission fertigte am Sonntag das. Schlußprotokoll, wonach bei gegenseitiger Räumung der besetzten Gebiete die Demarkationslinie zwei Kilometer von der Landesgrenze festgesetzt wird. Außer diesem soll eine neutrale Zone von vier Kilometer Breite längs der ganzen Grenze gezogen werden. Darmstadt, 22. December. [Privat - Depesche.j Ein Telegramm an Prinz Alexander ans Pirot vom 21. December, Abends, meldet Abschluß des Waffenstillstandes bis 1. März 1886. Die Serben räumen das bulgarische Gebiet bis zum 24. December, darauf die Bulgaren das serbische innerhalb drei Tagen. 8 p f a l e Gießen, 22. December. [13. Sitzung der Großh. Handelskammer vom 24. Novbr. 1885] Gegenwärtig waren die Herren E. Silbereisen, Katz, Klingspor. Kraatz, Schirmer. Es wurde der Termin zur Ergänzungswahl der Großh. Handelskammer vrc» 1885 bestimmt, der Wahlcommissär aus den Mitgliedern der Handelskammer erwähld und die zur Wahl znzuziehenden Urkundspersonen vsrgeschlagen. die Amtsperiode der Vertreter der Handelskammer in den Sitzungen des Bezirksersenbahnraths Köln, Hannover und Frankfurt a. M. mit Ende dieses Jahres ablauft, so wurde eine Neuwahl vorgenommen und Herr F. C. B. Koch als Vertreter und Herr A. Katz als dessen Stellvertreter einstimmig wiedergcwählt. m ,, Die kaufmännische Kranken- und Begräbnißkasse theilte der Kammer einen Bericht über ihre Entstehung und ihren seitherigen Wirkungskreis mit. Da nach S 2 des Krankenverhcherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 die Ausdehnung des Kassenzwangs aus Handlungsgehülfen und -Lehrlinge, auf Gehülfen und Lehrlinge in Apotheken durch Einführung statutarischer Bestimmungen von Seiten der Gemeindebehörden ermöglicht rst, so hatte sich, wie der Bericht hervorhebt, allgemein die Meinung gebildet, daß es für den jungen Kaufmannsstand zur Aufrechterhaltung und Hebung des Standes- bewußtseuls und der Achtung in seiner socialen Stellung notwendig sei, nicht erst den Kassenzwang an sich herantreten und sich dadurch dem unselbstständigen Arbeiter gleich- stellen zu lassen, sondern durch Gründung eigener freier Hülfskassen dem Zwange aus- ZUweichen, welcher schon vielfach zur Gründung kaufmännischer Krankenkassen geführt hatte, gab auch hier in Gießen den Anstoß zur Errichtung der kaufmännischen Kranken- und Begrabnrtzkasfe. Der Bericht geht hierauf auf die Zeit und die Art der Gründung, sowie auf die seitherige Entwickelung der Kasse näher ein. Wie schon im letzten Jahresbericht der Handelskammer angedeutet ist, erkennt dieselbe durchaus den Werth und Nutzen der Krankenversicherung für den jungen Kauf- mannsstand an und kann sich auch hinsichtlich der Erwägungen, welche zur Gründung del Kasse Anlaß gegeben habeii, nur mit den Ausführungen des eingegangenen Berichts einverstanden erklären. Es wurde daher beschlossen, in diesem Sinne den Bericht der Krankenkasse zu beantworten. Ein Ersuchen der Ncdaction des Centralblatts für Textilindustrie, betreffend Zrmlttlungen zum Zwecke einer statistischen Zusammenstellung über die Anzahl der Lebstuhle mr Jahre 1884, wurde durch Versendung eines Circulars an die in Betracht kommenden Geschäfte des Bezirks und Uebermittlung ausgefüllter Fragebogen an die Nedactlon erledigt. ö .... 22. December. Unter den bis jetzt stattgefundenen Weihnachtsseier- lichkeiten ist wegen lhres schonen Arrangements und Verlaufs diejenige des Kauf- mannlschen Vereins insbesondere hervorzuheben, welche am 19. d. At. in Stein's Garten unter starker Betheiligung stattgefunden hat. m ,, Eingeleitet durch einen feierlichen Choral und das schöne Weihnachtslied „Stille Rächt heilige Nacht gesungen von einem gemischten Quartett, prangte mit Beginn der letzten Accorde der herrlich strahlende und reich verzierte Weihnachtsbaum im Dunkel des Lraalev m allmallg steigender bengalischer Beleuchtung, eine aufsteigende Morgenrothe darstellend. An diese, schloß sich eine kurze Ansprache resp. Begrüßung seitens dcv Vorsitzenden, dem dle schonen Worte des Engelsgrußes „Friede auf Erden" zu Grunde lagen, worauf eben erwähntes Quartett das mächtig wirkende Lied „O du -selige, o du fröhliche Weihnachtszeit re." vortrug, zu dessen Schluß bei den Worten "Urc*^, ikeue dlcy, o Christenheit" der Weihnachsbaum in starkem bengalischem Lichte, als Sinnbild , der aufgegangenen Sonne, erschien. Diese Momente machten auf alle Anwesenden einen erhabenen, feierlichen Eindruck. Unter Abbrennung des Weihnachts- baumes fand hierauf eine allgemeine Verloosung statt, an welche sich ein Tänzchen Tei ^kUb messen die Gaben des Weihnachtsbaumes unter den Anwesenden herum- gerercht wurden. Bis zum Schlüsse herrschte eine schöne, gemüthliche Stimmung und ohne Zweifel wird diese schöne Feier für jeden Theilnehmer stets eine angenehme Erinnerung blerben. ö ’ Ließen, 22 December. Schwurgerichtsverhandlung am 21. l. Mts. gegen Elise Ulrich von Glauberg, zuletzt in Vilbel wegen Kindesmords. Dieselbe war beschuldigt: , daß sie Anfangs November 1885 zu Vilbel ihr uneheliches Kind in oder- gleich nach der Geburt vorsätzlich getödtet habe. Die Geschworenen erkannten die Angeklagte für schilldig und wurde dieselbe öemgeman rn eine Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten verurtheilt. Bervsischtes. ,J^,n December. Der durch den Spruch des Schwurgerichts zum Tode veruitheilte ^oppelmorder Herbst hat das Urtheil doch nicht so gleichmüthig hingenommen, wie es bei der Verkündigung desselben den Anschein hatte. Bis heute Morgen 2 Uhr ging der Verbrecher, als ob er über etwas nachgrübeln wollte, fort- wahrend ui seiner Zelle auf und ab, selbstverständlich unter der Bewachung eines Wärters, da bei dem Verbrecher immer noch die Absicht vorherrscht, sich der irdischen Gerechtigkeit durch einen Selbstmord zu entziehen. Stach halb 2 Uhr legte er sich halb angekleidet zu Bett war aber heute schon wieder früh auf, betrug sich aber dann, als ob nichts Besonderes oorgefallen sei. Noch als die Geschworenen in ihrem Berathungs- zunmei waren, wurde Herbst von einem Gerichtsbeamten gefragt, ob er Hoffnung JÄ ^im T°d- verurtheilt zu werden. Herbst bemerkt darauf, daß ihm der Ilrtheilsspruch, wie derselbe auch ausfalle, ganz gleichgiltig sei, er habe doch sein Xteben satt. - £ubl■ ^9. December. Das württembergische Trainbataillon erläßt einen Steckbrief gegen den 22 Jahre alten Secondelieurenant Ernst Kaufmann aus Dlrschenreuth Oberpfalz Bayern, wegen versuchten Todtschlags. Es heißt in dem- sclben. Kaufmann hat sich am 12. ds. Mts. in Trainofficiers-Uniform von hier ent- lernt. Karrfmann wolle auf Betreten verhaftet und unter sicherer Bedeckung hierher geliefert werden. ° ’ .... r, Heldenb er gen. Im benachbarten Windecken wurde am Sonntag der älteste Mann der Gemeinde beerdigt; derselbe erreichte das höchst seltene Alter von L4 Zähren und war noch in den letzten Jahren seines Lebens mit rüstiger Gesundheit gesegnet Nicht weniger als 6a Kinder, Enkel und Urenkel des Verblichenen, konnten ?? ac l£He ®^Te ^weisen, davon zahlte der älteste Sohn bereits 74, der älteste Enkelsohn 4b Jahre. 6nl-fpT "I» ? f?r Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.j Königliche Polizeidirectivn, Schutzmann auf Lebenszeit, Probezeit monatlich TUerö t0^tna^ besimtiver Anstellung 80 JL und den gesetzlichen Wohnungs- Steuerrevision, Expedient und Schreibgehilfe, auf Kün- Wochengeld. __ Leimstruth, Postagentur, Landbriesträger, auf vier- wochentliche Kündigung^ 480 Gehalt und 10 v*L Wohnungsgeldzuschuß. — Mar- 300^^algyMnasium, Schuldienei, auf Kündigung, neben freier Wohnung und Heizung 300 JL. — Weimar, Großh. Gensdarmene-Commando, Ordonanz-Gensdarm zum Lö bei genügender Leistung auf Lebenszeit, -es ^nkommen^ 120 fur Montirung, Pensionsberechtigung bis zu vier Fünftel Gingesandt. Der. Kirchen-Kalender für die in Gießen auf das Jahr 1 88 6 ist heute erschienen. Derselbe enthält als 5 ^abraana außer den gewöhnlichen Mittyeilungen über Gottesdienste, Pfarrer- und' Gemeinde- auEden^^^^r Schulwesen und mancherlei Vereine rc. eine Chronik der Gemeüide aus dem Jahre 1885, ferner behei-z,gcnswerthe Worte über Liturgie, kirchlichem Leben ber ^L°E"^brten, Sonntagsheiligung, Kampf wider die Trunksucht, und'^endttch Geschichte.der, hiesigen K l e i n k i n d e r - B e w a h r a n st a l t, die a n 1 Sanuau E6 rhr fünfzigjähriges Bestehen feiert, und eine Geschichte und Schilderung der von Todenwart'schen Armenstiftung, die nunmehr'^250 ^abre lana besteht ^^^ Enher kostet 30Pfg.; er soll in diesen Tagen in den Häusern angeboten werden,' rst abe^ auch bei den Pfarrern und den Kirchendienern zu haben. . i ?0-15,00, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer JL 16,00—17,00, fremde JL 16,d0—17,50, Hafer eff. hies. Jt. 13,50—13,75 fremder JL 13,50—14,50. Frankfurt, 21. Decbr. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trieben waren 491 Ochsen ca. 19 Bullen, ca. 442 .,rühe und Rinder, ca. 324 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. ^.66-69, 2. Qual. 56—62, Kühe und Ander 1. Qual.^ 57 58 2.^Qual,. 40-48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, halber 1. Quai. 60—62 H, 2. Qual. 50—52 $ per 1 Pfund Schlachtgewicht. amac mkh erw.exx ggMggWBBagaBamigMnMMgggBti^g ■ ...................... Allgemeiner Anzeiger. ObrrheMe Gisercha!j»en. | Vom 1. Januar k. I. ab werden Per- sonenzugbillets von Gießen nach Hersfeld, Wächtersbach und Hanau Ostbahnhof nicht mehr ausgegeben. Gießen, den 20. December 1885. Großherzogliche Direction. 9C88 Dienstag den 29. und Mittwoch den 39. December, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Herrn Philipp Walther, Lindenplatz 10 gut erhaltene Möbel, namentlich Kommode, Kleidcrschränke, Tische, Stühle. Sophas, Spiegel, Bettstellen, gute Federbetten, sonstige Möbel u- andere Haushaltungsgegenstände versteigert. Im Auftrag: 9093 Müller, Ortsgerichtsmann. Aeilgc'öotcnes. 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Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß im Jahre 1886 an nachverzeichneten Tagen Zuchtvieh-Märkte dahier abgehalten werden: 1 am 5. und 19. Januar, „ 2. „ 16 Februar, „ 2, 16. und 30. März, „ 13. April, „ 4. und 18. Mai, „ 1., 15. und 29. Juni, am 13. und 27. u 1 i • ft 31. „ 14. „ 28. if 12. „ 26. „ 9. „ 23. ft 7. „ 21. Darmstadt, den 16. December 1885. Großh. Bürgermeisterei Darmstadt. _____________________________________ O h l T). Für meine schon mehrmals prämiieten Juli, August, . September, Oktober, November, December. 9086 ™ Honighuchen = habe auch dieses Jahr wieder Herrn Ferd. Drehes, vom. 6g. Md. Weidig den Alleinverkauf übertragen. L. Runz, - Bäcker und Bienenzüchter in Ziegel Hausen 8247 bei Heidelberg. Normäl-Hemden^ Jacken, Hosen System Jäger, empfiehlt 8102 F. Teipel. Abonnements-Einladung auf die Berliner Gerichts-Zeitung. 1. Quartal 1886. 34. Jahrgang. 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Nachdem am vorigen Sonntag die Weihnachtsbefckeerung für die 201 Kinder unserer Anstalt in der städtischen Turnhalle, die von Angehörigen der Kinder und anderen Gästen dicht gedrängt angefüllt war, stattgesunden hat, ist es unsere angenehme Pflicht, allen Denen noch besonders zu danken, die uns zur Herrichtung unterer Bescheerung unterstützt haben. Dabei theilen wir zunächst mit, daß wir, außer dem Ertrag der Reci- tation des Herrn Oskar Zack, empfangen haben an Geld: durch Fräulein Bansa 70,50 durch Frau Bürgermeister Bramm 42 JL, durch Frau Dr. Brüel 36 «M., durch Frau Amtsrichter Gebhardt 43 Jl., durch Frau Pfarrer Köster 19 durch Fräulein Langermann 39 Jt, durch Frau Pfarrer Naumann 98,50 eX, durch Fräulein Wortmann 40 «X, durch die Schwestern unserer Anstalt 86,70 JL, außerdem gesammelt von den Mädchen ihrer Schulklassen durch Fräulein Koch 36,80 «X und durch Fräulein Müller 18,50 In Summa 550 JL Ferner erhielten wir durch alle vorgenannten Damen eine große Menge von Bekleidungsgegenständen, Kleiderstoffen, Confekt u. s. w. Herzlich danken wir für alle diese Gaben, die es uns ermöglichten, allen unseren Anstaltskindern eine große Freude und deren Eltern eine bedeutende Unterstützung und Wohlthat zu bereiten. Wir danken weiter noch den Herren Besitzer und Redacteur des „Gießener Anzeigers", die uns durch unentgeltliche Aufnahme aller unserer Annoncen für die Christbescheerung, sowie das ganze Jahr hindurch, eine sehr beträchtliche Unterstützung gewährten. Wir danken ferner Herrn Bürgermeister Bramm für die Ueberlaffung der Turnhalle und eines Christbaums zu unserer Feier; wir danken der Loge Ludwig zur Treue, dem Concertverein und dem Turnverein für die Ueberlaffung von Stühlen, Bänken und Tischen. Auch danken wir dem Polizeiamt und den Schutzmännern, die durch freundliche Handhabung der Ordnung zur Sicherheit des Publikums mitwirkten; endlich danken wir Allen, die durch ihre Betheiligung an unserer Feier ihr Interesse an dem Werk unserer Anstalt bekundet und dieselbe unterstützt haben. Nach all diesem Danken können wir nur bitten, daß die uns und unseren Anstaltskindern so reichlich erwiesene Liebe und Hilfe auch fernerhin unserer Anstalt möge erhalten bleiben. Gießen, den 21. December 1885. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. 8753 b s= - > IZ°7 •^coo Pelz- waaren eigenes Fabrikat von I. Krehschmer, Kürschner. rr » o ; . » 's s jlj I Jaquct-, Rock- u. Gchrock-Anzüge, sowie Hüte in großer Auswahl. Herrn. Marx, 7944 Marktplatz 9. 0. Heyer, Mechaniker, Neue Bäue Burckhardt'sches Haus empfiehlt sich zu Anlagen von 1820 (giert. Haus- und Hotel-Telegraphen, Schellen, Telephons etc. Plakat-Fahrplan aller auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für den Winterdienst 1885 ist in der Expedition dieses Blattes, sowie durch die Zeitungsträger zum Preise von 20 Pf. zu haben. H. Riibsamen Mäuaburg 16 Kürschner Mäusburg 16 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in allen Arten felbstverfertigter Pelzwaaren, von den billigsten bis zu den feinsten in bekannter Güte unter Garantie. 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Die heutige Nummer enthält 2 Blätter. 64“ Der „ der Seilaze „i Der - Noanenten, n Den ( auch im I- 2 Wir vollzählige Er Die unn den Strömungen das ist auch etfb und Festepochen Gang weiter un Weihnachten, Pf in dem Gange t pauie eintreten, Einfluß man sicj der Völker bestiv Weihnachten nm hat die parlamei tagung des Reic Arbeiten noch ke tag eine Plenars entwurs über du während am Sa die Unsallverstche faßt wurde. Bei den wein-Monop deutscher) Blätter für ihre StaatSgc M standen fein; nahmen nicht au1 ... ,Die socii für die Regiere socialdemokratischi wiebeiii Wünsch fluf Gesummt , „ Gerade i ’llte h°t der bt W des unter Wfoffä der t taentiome Act tu Preuß«,, » ^°llentiich mirk t°kM L 1 w d 5- p-cielleu erf*ä6fommtl io^le # 81*NiD Q,'.1 neue \ .■ Wfc if 9 Bohuu