Anzeigen. ™9*8»i66t» i l^t. Näheres L ^artenstroße 13. rmnü W reparirt und teenfcoriL straße 9. es Mädchen, wel- icenjchule besuchen he und billige Auf- | rersjamilie. »er E^. d. U. löhnen Töchterschule wurde am Freitag hm verloren. (Segen | t Alicenstraße 26. Itagsti Pfg. an. Eeldmann, v fr 22. 7256 ! hmacber i gen von Knie 1 Wie M ui« । L« m m^ch-- r, Schastenmcher. tgasse Nr. 19. niges Dereinslocal Jn der (frp. b-jL ehrling Kenntnissen, ium>' i ein hiesiges größeres Wrininß. I , s8£tioß' 8 «eiP^^jQQOÖ Der S Gomiker. ■ouPKtS'Q httit gratis un» g mco. 8 Namationeu g e Dorttage g reis i g Nr. 2^6 Erstes Blatt. Donnerstag den 22 Oktober L8SL meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Brei- vierteljähriüh 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pt. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Bureau: Schulftraße7. Gießen, am 17. October 1885. Betreffend: Das Unfallversicherungsgesetz, hier: die Töpferei-Berufsgenossenschaft. Graphitschmelztiegelsabrikanten Hafner (Häfner) Betreffend: Die Ausführung des Reglements über das bei Wildfchadensklagen einzuhaltende Verfahren. Kaminmacher Kannenbäcker Steingutsabrikanten Steingutmaler Fayencefabrikanten Majolikafabrikanten Majolikamaler Kitt- und Brennanstalten Porzellanbrenner Porzellandreher Porzellansabrikanten Porzellankitter Gruppe IV. d. I. Porzellanfabrikation und »Veredelung. Porzellanknopfmacher Porzellanmaler Betriebe für Puppenköpfe aus Porzellan Nachdem der Großherzogliche Oberförster der Obersörsterei Nidda Hallwachs auf Grund des Reglements vom 14. Juli 1854 über das bei Wildschadensklagen einzuhaltende Verfahren, sowie des Artikels 48, N. 1 des Gesetzes vom 12. Juli 1874, betr. die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und der Provinzen, zum Techniker in Wildschadensangelegenheiten für den 9. Wildschadensbezirk (Hungen) des Kreises Gießen ernannt und als solcher verpflichtet worden ist, so wird dieß hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 17. October 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Berlin, 20. October. (General-Synode.) Prosessor Förster-Halle berichtete über die vorliegenden Anträge, betr. die Sonntagsruhe. Die General- Synode nahm den Vorschlag an, den Oberkirchenrath zu ersuchen, darauf hinzu- wirken, daß durch einheitliche Gesetzgebung und Anordnung der Verwaltungsbehörden die Sonntagsordnung mehr ols bisher durchgeführt werde. Die General-Superintendenten mögen zut Weckung und Belebung des Sonntags- Nachdem die dem Schafmeister Paul Mootz und Genoffen zu Großen-Buseck gehörigen Schafe wegen Räudeverdachts unter Stallsperre gestellt worden sind, so wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 17. October 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ________________ Krugbäcker Betrieb für Kunstthonwaaren Ofenfabrikanten " 7.Pfeiffenbäcker ' Schmelztiegelfabrflanten Schwarzhafner Siderolithwaarenfabrikanten Deutschland. Darmstadt, 20. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 11. October den provisorischen Lehrer an dem Schullehrer-Seminar , M Friedberg Otto Schüler zum Lehrer an dieser Anstalt zu ernennen. Gruppe IV* c* 2. Massebereitung für glasierte und verglaste Thonwaaren. Maffebereiter für glasirte und verglaste Thonwaaren. Gruppe IV. c« 3. Kaolingräberei und -schlämmerei, auch Maffenmühlen. Feldspatbrüche ; Maffemühlen Kaolingruben I Porzellanerdegräber Kaolinschlümmerei i Gruppe IV. c« 4. Quarz- und Glasurmühlen. Glasurmühlen. Quarzmüller. Wackenmüller. AuS Gruppe IV. d. I Emaillirwerke für Thonwaaren. AuS Gruppe IV. d. 2. Töpferei, Verfertigung von feinen Thonwaaren, Steinzeug, Terralith und Siderolithwaaren. Steinkrugbäcker Gruppe IV. d. 3. Steinzeugfabrikanten Terrakotteufabrikanten (soweit sie nicht Verfertiger von Bauornamenten sind) Terralithfabrikanten Thonpfeiffenfabrikanten Thonwaarenfabrikanten Töpfer Fayencesabrikaüon und -Veredelung. Steingutdreher Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach § 1 Absatz 4 des Unfallversicherungs-Gesetzes vom 6. Juli 1884 gelten bekanntlich als Fabriken im Sinne dieses Gesetzes insbesondere diejenigen Betriebs in welchen die Bearbeitung oder Verarbeitung von Gegenständen gewerbsmäßig ausgeführt wird und in welchen zu diesem Zwecke mindestens zehn Arbeiter regelmäßig beschäftigt werden. — Welche Betriebe außerdem als Fabriken im Sinne des Nnfallversicherungs'Gesetzes anzusehen sind, entscheidet nach Absatz 5 des erwähnten § 1 das Reichs-Versicherungsamt. Die Auffassung der letzteren Behörde betreffs der fraglichen Gesetzesstelle ist neuerdings dahin klargestellt worden, daß je nach der Entscheidung des Reichs-Versicherungsamts auch Betriebe mit weniger als zehn regelmäßig beschäftigten Arbeitern als versicherungspflichtig anzusehen sind. Da viele der- 1 eiligen kleineren Betriebe, welche sich mit Herstellung von Oefen und Thongefäßen befaffen, in Folge Mißverständnisses des betr. Theiles des § 1, bisher noch nicht angemeldet sind, deren Arbeiter aber mit dem Inkrafttreten des Gesetzes bei eintretenden Unfällen von der Töpserei-Berufsgenossenschaft auch ohne vorangegangene Anmeldung des Betriebes zu entschädigen sind, ist es selbstverständlich für die Sectionsvorstände von besonderer Wichtigkeit, baldmöglichst in den Besitz einer vollständigen Ausstellung aller einschlagenden Betriebe zu gelangen. Einem von dem Vorsitzenden des Vorstandes der 7. Section der Töpferei-Berussgenossenschaft hierher gerichteten Ersuchen entsprechend, beauftragen wir Sie daher, diejenigen in Ihren Gemeinden befindlichen Betriebe, welche zu den unten ausgeführten zur Töpferei-Berufsgenossenschaft gehörenden Industriezweigen gehören und ihre Anmeldung zu dieser noch nicht bewirkt haben, zu veranlaffen, solche binnen einer Woche entweder durch Sie oder bei uns einzureichen. Aus der Anmeldung muß ersichtlich sein: 1) der Gegenstand und die Art des Betriebes, 2) die Zahl der darin beschäftigten Arbeiter. Sie wollen den Befolg dieser Auflage innerhalb acht Tagen berichtlich anzeigen, hierbei die Betriebe, an welche Sie Aufforderungen haben ergehen lassen, wenn möglich unter Vorlage der Anmeldungen angeben, beziehungsweise kurz berichten, wenn fich keine der in Betracht kommenden Betriebe in Ihren Gemeinden befinden. Df- Boekmann. Die Töpferei-Berufsgenoffenschaft umfaßt laut der Reichs.Beruf»-(Gewerbe-)Statistik folgende Industriezweige: -Betresfend: Wie obem 7 - Gießen, 17. Oktober 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien Hungen, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Rorrneuroth, Obbornhofen, Rabertshausen, Rodherm, RbthgeS, Sternherm, Tra,S-Horloff, Utphe und Billingen. (9. Wildschadenbezirk Hungen.) Wir beauftragen Sie, die vorstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise in Ihren Gemeinden zu publiciren. Dr. Boekmann. sinn es einen Hirtenbrief an die Gemeinden richten. — Das Gesetz über die Abänderung der Gemeinde- und Synodal-Ordnung wurde in zweiter Lesung erledigt. — Ueber bett Gesetzentwurf, betr. das Pfarrwahlrecht, berichtete Schultze- Magdeburg. Die 1 bis 11 wurden unwesentlich abgeändert und nach den Vorschlägen der Commission angenommen. Die weitere Verhandlung wird bis morgen vertagt. Krankreich. Paris, 20. October. Dem „Paris" zufolge erklärte Allain-Targö im heutigen Ministerrathe, in gewissen Departements seien die Conservativm vermöge solcher Wahlmanöver gewählt, welche die Ungiftigkeits-Erklärung der Wahlen nach sich ziehen könnten. Campenon verlas eine Depesche Courcy's, worin er mittheilt. daß ihm von neuen Maffakres in Anam nichts bekannt sei; es handle sich wahrscheinlich um ältere Vorgänge. Der Correspondent des „Temps" in Tongking schätzt die Zahl der seit Anfang des Sommers an der Cholera Geworbenen aus 3000; er meldet, die Epidemie fordere noch zahlreiche Opfer und hemme die Pacificirung des Landes. Die aus Frankreich gesandten Verstärkungen seien kaum ausreichend, um die entstandenen Lücken auszufüllen. — Dem „National" zufolge tritt der Congreß am 21. December zusammen. Jukgarien. Sofia, 20. October. Ueber die beabsichtigt gewesene Mission Grekow's an den König von Serbien wird hier bekannt gegeben, Fürst Alexander habe dem Könige Milan angezeigt, daß Grekow sich mit einem Briese des Fürsten zum Könige nach Nisch begeben werde. Der König Milan habe daraus geantwortet, er bedauere, die Mission Grekow's ablehnen zu müssen. In dem Briese des Fürsten Alexander habe es geheißen: Die bulgarische Bevölkerung beunruhige sich über die aus Serbien eintreffenden Nachrichten. Sie könne nicht den Gerüchten Glauben schenken, welche darauf abzielten, die Bande der Freundschaft zwischen den beiden Bruderländern zu zerreißen. Der Fürst wende sich an den König mit der Bitte, ihn zu ermächtigen, diese beunruhigenden Gerüchte zu zerstreuen. Die Ereignisse in Rumelien und die Vereinigung beider Bulgarien hätten keine feindliche Tendenz gegen Serbien. Grekow habe den Auftrag, den Empfindungen der Freundschaft Bulgariens für Serbien den wärmsten Ausdruck zu geben. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr» Eorresporrdem - Brrrearr. Berlin, 20. October. Der Botschafter Courcel ist Nachmittags nach Friedrichsruhe abgereist. München, 20. October. Die Abgeordnetenkammer nahm das Militärpensions- gesctz in namenllicher Abstiminung einstimmig an. Der Kriegsminister zog die Vorlage, betreffend den Neubau einer Jnfanterickaserne in Bamberg, zurück und behielt sich eine entsprechende neue Vorlage vor. Er constatirte, daß von 3300 nachträglich in Deutschland bewilligten Kriegspensionsgesucheir 1060 auf Bayern entfallen. Braunschweig, 20. October. In dem heute dem Landtage vorgelegten Schreiben des Staatsministeriums vom 25. August, durch welches dem Herzog von Eulnberland der bekannte Bundesrathsbeschluß, sowie der Landtagsbeschluß vom 30. Juni mitgetheilt wird, heißt es: Das Staatsministerium werde bei seinen weiteren Maßregeln bezüglich der Thronfolgefrage streng auf dem ihm durch das Keg-KWchafts- gesetz angewiesenen Standpunkte beharren; es müsse die Frage, ob und welche Maßnahmen von dem Herzoge von Cumberland nunmehr zu ergreifen seien, dessen Ermessen umsomehr überlassen, als er bereits im Protestschreiben vom 2. November 1884 erklärte, er werde erwägen, was lveiter zu geschehen habe. Braunschweig, 20. October. Landtag. Der Staatsminister Graf Görtz- Wrisberg schlägt im Warnen des Regentschaftsraths den Prinzen Albrecht von Preußen zum Regenten vor. Bremen, 20. October. In der heutigen Sitzung von Dclegirten der zur nordeuropäischen Eonferenz gehörenden transatlantischen Dampfschifffahrts-Compagnien wurde eine Erhöhung des Zwischendeckpreises um 10 Jü, beginnend mit dem 1. November, beschlossen. Außerdem wurden wichtige Feststellungen bezüglich einer gemeinschaftlichen Regelung des Passagegeschäftes getroffen. Wien, 20. October. Der Generalintendant Baron Hofmann, welcher gestern au einem Nierenleiden erkrankte, wurde Nachmittags mit den Sterbesacramenten versehen. Der Kaiser ließ Abends Erkundigungen über sein Befinden einholen. — Die „Polit. Eorresp." meldet aus Athen: Die Regierung übersandte den Eabineten in Beantwortung des letzten abmahnenden Schrittes der Mächte eine Mittheilung, worin es heißt: Die Union von Bulgarien und Ostrumelien würde den Status quo auf der Balkanhalbinsel und das darauf beruhende Gleichgewicht der Kräfte zerstören und die griechische und nichtbulgarische Bevölkerung Ostrumeliens der Gefahr der Vernichtung aussetzen. Griechenland wünsche aufrichtig den Frieden. Man könne aber nicht von ihm verlangen, daß es solchen, seine vitalsten Interessen berührenden Ereignissen gegenüber theilnahmlos bleibe. Rom, 20. October. Gestern zählte man in der Provinz Palermo 32, davon in der Stadl 21 Eholeratodte. Paris, 20. October. Die Kammer wird am 10. November zur Prüfung der Mandate einberufen. Grevy hat die Demission der Minister Legrand und Herve- Mangon. sowie der Unterstaatssecretäre Herault und Roussenau, welche nicht zu Depu- tirten wiedergewählt wurden, angenommen; dieselben bleiben jedoch bis zur Ernennung ihrer Nachfolger im Amte. London, 20. October. Die „Times" will wissen, Lord Salisbury habe die Theilnahme Englands an der Eonferenz über die rumelische Angelegenheit von gewissen Porbehaltcn abhängig gemacht. — Die Expedition gegen Birma soll aus 8000 Mann bestehen. Der britische Comrnissär zu Rangun ist angewiesen, kategorisch eine Antwort auf das englische Ultimatum binnen 4 Tagen vom Empfang desselben zu verlangen. Athen, 20. October. sHavas-Meldung.^ Der Cultusminister demissionirte. Es laufen Gerüchte von der Umbildung des Ministeriums. Bukarest, 20. Oktober. Die rumänische Negierung verbot die Pferde-Ausfuhr nach Bulgarien. Konstantinopel, 20. October. Die Botschafter traten gestern zusammen, um die Antwort an die Pforte zu besprechen. — Dem Vernehmen nach beschlossen die Botschafter, ihren Regierungen zu empfehlen, in Athen und Belgrad ebenso wie in Sofia vorzugehen. — Drummond Wolff reist am 22. ds. Mts. ab. Es heißt, der Sultan werde die Ernennung eines Eommissars für Egypten sanctioniren. — Lord Salisbury erläuterte in einer Depesche an White seine Rede zu Newport und fügte hinzu, er habe nach Athen und Belgrad energische Vorstellungen gegen jeden feindlichen Act seitens Serbiens und Griechenlands gerichtet. Lokale-. O. Gießen, 21. October. I Sterblichkeit in Gicßen.j Die Sterblichkeit war wahreich der Woche vom 11. bis 17. October eine geringe. Es waren im Ganzen nur 4 Todesfälle zu verzeichnen, davon 2 bei Kindern, 2 bei Erwachsenen. Die Kinder waren beide noch nicht ein Jahr alt und starb das eine derselben an Darmcatarrh, ras andere an Lungenschwindsucht. Von den erwachsenen Personen starb eine an Alasenentzundurrg, die andere an Altersschwäche. Gießen, 21. Octobcr. sErnst Bohlig.^ lieber diesen Wanderthurnlehrer und Kraftturner, der in den letzten Tagen in Hanau, Offenbach und Mainz mit ungeheurem Erfolge aufgetreten ist, bringen wir, um unseren Lesern das Material zur Bildung eines umfassenden Urtheils an die Hand zu geben, nachfolgendes Attest von medicinischer Seite: „Herrn Bohlig, dessen turnerische Leistungen ich Gelegenheit hatte zu sehen, bezeuge ich gern, daß er namentlich in Kraftübungen mit schweren Hanteln ganz außerordentliches auszuführen vermag. Dabei verfährt Herr Bohlig in vollständig methodischer Weise, so daß ich der Meinung bin, seine Art des Hantelturnens könne als Muster für derartige Uebungen hingestellt werden. Ich habe ähnliche Leistungen bis jetzt noch nicht gesehen. Berlin, den 15. September 1884. Prof. Dr. Waldeyer, Dircctor der Kgl. Anatomie in Berlin. Wir verfehlen nicht, zugleich auch unsererseits darauf hinzuweisen, daß wir in Herrn Bohlig keinen Eirkusathleten vor uns haben, vielmehr einen wissenschaftlich gebildeten Mann, insbesondere einen theoretisch geschulten Turner, welcher seinem Vortrage dadurch einen höheren Werth verleiht, daß er dem Wort die That folgen läßt, und dessen Demonstrationen sich von denen der Cirkusherkulesse dadurch unterscheiden, daß sie uns wissenschaftlich erklärt werden, nnb dargelegt wird, wie Jeder wenn auch nicht gleiches, so doch ähnliches zu leisten sich in den Stand setzen kann. — Wir wünschen Herrn Bohlig recht viele Zuhörer. Vermischtes. Darmstadt, 17. October. Der „Köln. Ztg." wird geschrieben: Das in neuerer Zeit mehrfach hervorgetretene Bestreben, die Kunstdenkmäler einzelner Länder durch gute* Darstellungen in Wort und Bild dem Publikum zugänglich zu machen, hat auch im Großherzogthum Hessen die Herausgabe eines Werkes gezeitigt, welches demnächst zu erscheinen beginnt., Hessen umfaßt in seinen drei Provinzen Starkenburg, Ober- l dessen und Rheinhessen zahlreiche Kunstdenkmäler von hoher culturhistorischer Be- heutung; wir erinnern hier nur an die Dome zu Mainz und Worms, die Katharineu- kirche zu Oppenheim, das römisch-germanische Museum in Mainz, die Großherzogliche Gemäldegallerie zu Darmstadt, die Waffensammlung zu Erbach, die zahlreichen Burgen an, der Bergstraße u. s. w. Diese Kunstdenkmäler sollen nun von tüchtigen literarischen Kräften beschrieben, und in entsprechenden Abbildungen dem Auge vorgesührr werden. Das Hauptverdienst der Anregung eines solchen Unternehmens wird dem früheren Ministerpräsidenten von Hessen, Freiherrn v. Starck, ztigescbrieben, welcher bereits vor sechs Jahren die erste Veranlassung zur Herausgabe' dieses literarisch-künstlerischen Unternehmens gegeben haben und auch jetzt die Haupttriebfedcr des Ganzen sein soll. Das Werk wird den Titel führen: „Kunstdenkmäler im Großherzogthum Hessen; Jnventarisirung und beschreibende Darstellung der Werke der Architectur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes bis zum Schlüsse des 18. Jahrhunderts, hcraus- gegeben durch eine im Auftrage Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. zu diesem Zwecke bestellte Commission." Das ganze Werk wird in einzelnen Ab- theilnngen erscheinen, welche abgeschlossene Kreise der verschiedenen Provinzen behandeln sollen.. Der erste Band wird sich mit dem Kreise Offenbach beschäftigen und seinen Gegenstand in 16 Druckbogen in Lexikon-Octav mit 71 Illustrationen im Text und 11 Tafeln in Lichtdruck behandeln. Bearbeiter desselben ist Hofrath Dr. Schäfer, Professor der Kunstgeschichte an der technischen Hochschule zu Darmstadt. Als weitere Mitarbeiter des Werkes werden genannt die Professoren Marx und Wagner, sowie Redacteur Würmer in Darmstadt, Dompräbendat Schneider in Mainz und Geh. Baurath v. Ritgen in Gießen. Es handelt sich also, wie man sieht, um ein großes Unternehmen von nicht geringem Umfange, denn es sollen die im ganzen hessischen Staatsgebiet vorhandenen Denkmäler der Architectur, Plastik, Malerei und oes edlem Kunstgewerbes, soweit dieselben in kunst- und culturgeschichtlicher Beziehung von Werth find, in Beschreibung und bildlicher Darstellung zu einem übersichtlichen Ganzen vereinigt werden und zwar von den älteften Kunstanfängen an bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Die Jnventarisirung der Kunstdenkmäler ist in der Anleitung, welche die für das Werk eingesetzte Commission dafür ausgegeben hat, in folgender Reihenfolge ungeordnet morden: a. früheste Alterthümer, erste Ansätze der Kunst; b. römische und germanische Denkmäler (einschließlich der Kunst der Merowingerzeit); c. Denkmäler ' der Karolinger-Aera, der romanischen und gothischen Stilepoche, sowie der Renaissance । einschließlich des Barockstils, des Rococco und des sogenannten Zopfes bis zum Beginn der, classicirenden Reactionszeit, umfassend die Werke der Architectur, Plastik, Malerei einschließlich der Miniaturen, die Erzeugnisse der kirchlichen uiib profanen Kunstindustrie, wie Holzschnitzerei, Elfenbeinplastik, Glasmalerei, Emailmalerei, Mosaik, Geräthe und Gefäße in Edelmetall, Broncegüsse, Schmiedearbeiten, textile Knnst- erzcugnisse u. s. w.; d. Denkmäler der Jngenieurkunst: Befestigungen, Aquäducte, Straßen- und Brückenbauten; e. Angaben nicht mehr cxistirender Baudenkmäler von Bedeutung und f. Literatur der Monumente und kunstarchäologische Karte des Groß- herzogthums Hessen. Was die Illustrationen betrifft, zu welchen hauptsächlich der Holzschnitt, sowie der Lichtdruck verwandt werden sollen, so sind als solche vornehmlich in Aussicht genommen: perspectivische Außen- und Innenansichten, Grundrisse, Aufrisse, Durchschnitte von Baudenkmälern, wichtige Einzelheiten constructiver und decora- tiver Art, Aufnahmen von plastischen, malerischen, kunstgewerblichen Leistungen, Inschriften, Steinmetzzeichen, Hausmarken, Monogramme, Gießerzeichen an Glocken und anderen Gußwerken u. s. w. Im Ganzen und Großen handelt es sich demnach um ein Werk, welches in allen Kreisen, die sich für Denkmäler der Kunst intereffiren, gewiß mit der ihm gebührenden Aufmerksamkeit aufgenommen werden wird. Darmstadt, 17. Oetober. (Epidemische Krankheiten im Großherzogthum Hessen.j In den Monaten Juli bis September des laufenden Jahres waren die Gesundheitsverhältnisse im Großherzogthum überhaupt günstige und wenn auch die Sterbefälle durch die fast ausschließlich das Säuglingsalter gefährdenden Krankheiten der Verdauungsorgane sowohl im Juli als audi im August einen das Mittel übersteigenden Betrag erreichten, ferner Lungenschwindsucht und akute entzündliche Erkrankungen der Athmungsorgane eine für die Jahreszeit erheblichere Mortalität brachten, so war doch die Verbreitung von epidemischen Krankheiten eine außerordentlich mäßige und wird zudem der Verlauf der vorgekommenen Epidemien als ein leichter bezeichnet; 1 das Vorkommen gefährlicher Formen derselben wurde kaum beobachtet. Zu den verbreiteteren Krankheiten gehörten Masern, welche schon mit Beginn des Jahres in mehreren Kreisen des Großherzogthums epidemisch aufgetreten waren und besonders in Orten der Kreise Mainz, Bingen, Darmstadt, Büdingen uni) Fried- ] berg zu stärkeren Epidemien sich entwickelt hatten. In den Sommermonaten herrschten Masern in der Provinz Starkenburg, territorial sehr verbreitet im Kreise Offenbach, namentlich in den Orten am Main von Offenbach bis Seligenstadt auswärts, int t übrigen in der Provinz nur hin und wieder, wie in Kelsterbach, Beerfelden und Heppen- j heim a. d. B. In der Provinz Oberhessen herrschten Masern in der Stadt Gießen und in vielen ^Nachbarorten, im Kreise Alsfeld nur in Deckenbach und Homberg a. d. O. Ebenso wie im vorcmsgegangenen Quartal kamen dieselben noch in mehreren . Orten der Kreise Friedberg und Büdingen und hier in Friedberg, Schwalheim, Ober- Mörlen, Meder-Rosbach, Reichelsheim, Rockenberg und Stammheim, in Altenstadt, | Rodenbach und Oberau vor. Während in der Provinz Rheinhessen der Kreis Singen nunmehr von Masern ganz verschont blieb, traten dieselben im nördlichen Theile der Kreise Alzey und Oppenheim in Nieder-Saulheim, Psaffen-Schwabenheim, Wöllstein und Volxheim auf, gelangten in der Stadt Mainz, nachdem dort von Monat März ab nur einzelne Fälle beobachtet worden waren, vom Juli ab zu stärkerer Verbreitung unb erschienen in Stadecken, Rieder-Olm, Sorgenloch, Budenheim und Ebershenn. J Ueberall wird die Mortalität in Folge der Masern als eine geringe bezeichnet. Scharlach kam in Starkenburg nur in Klein-Steinheim, Kreis Offenbach, als Epidenlie vor und trat im Juli in Darmstadt vorübergehend in gehäufteren Fällen auf: in Oberhessen hatten Lauterbach mit einigen Nachbarorten und Büdingen mäßige und leichte Epidemien; in Rheinhessen herrschte Scharlach epidemisch in Gau-Algesheim und Gimbsheim, in beiden Orten mit höherer Sterblichkeit, ferner in Eich und Dienheim, und trat frequenter auf in Mainz, Eastel, Nierstein und Eichloch. Rachenbräune wuvde nur in Gedern in Oberhessen häufiger beobachtet; von einer bedeutenden Verbreitung dieser Krankheit wurde, abgesehen von den Fällen, in welchen dieselbe zu Scharlach sich gesellte, nichts bekannt. Keuchhusten war im Ganzen nicht sehr verbreitet; derselbe herrschte in | Starkenburg in Darmstadt-Bessungen, in mehreren Orten des Kreises Erbach und in Heppenheim a. d. B., in Oberhessen in einzelnen Gemeinden der Kreise Friedberg k-"> Millb« greift . »rtr«9«V'inn »'S ;jnb Sorins. Mainz, 2 MnlÄn des c Skn mm enM M her linket MUiibe des ■ Mwurden. T)ie Wadin ckn Seiten slrön srtzcll. Turch die Änch an ai nur. Halle man h' rtort Earl vor bei Tic zur Zs M ju Tage geh nun ohne MM Miiain war oer Währung seine! Ilm 3,Ui)r btni Gesanglich g jdmfjt Halle. - ZmE M Miüdn Uni ial aus Obrrhrss berauben sich 4 ■ 1868 bis 1884 ei in deutscher, 1 n Schulbildung. Alun z en ganze hiesige Eil ansehnlichen Ba' seines Nachbars welchen er beim bochbeladenen X1 Seil war aber Halle sich von bot, von lobt war. T Seine nnroefer »ug, noch fonj ivnhrjfiioinmcn tynlfyt nmbntt - M wlgaibc Millhei! Wiiii eine respec Landsberger Alle Herr, Halle schon uiib die Kapelle halt eine Rede fi Stiels, auf dein 'l.Mislc Halle jh nichr erfahren. Geisel, ob der ( JMbe jedoch unti Mwechselung au Möbel-J . Mont llnt Dienst, nirX. • kachln Aden un Wo *»,8 16,'n steigert: .MM ^°"ke,tneh L?er,chied 'Mene Gl Dechen r unb , ^aue Np» Kii »ftz'-A--: 11 gnA uii: > *JftS ! ”in»' 'MturnA^S Sttlin M^’ÄS >ii S '.fll,'mW »butl Tol8tn läjt SS*’«: *£*n Z i ?X*-Ä 'ÄS rmStOß^er V- I die Katharine, . I .M« I ^zahlreichenBuraen I tl,#iflen literarischen i ^Mühtt werden dem früheren welcher bereits vor '^^'künstlerischen es Ganzen sein soll. V iherzogthunl Hessen- ! Wtctur, Plastik, I Punderts, heraus- l Mzogs Ludwig iv. J® in einzelnen Ab- I Provinzen behandeln ( schattigen und seinen ! üonen im Tert und V )chath Dr. ZGfer, . ^nstadt. Als weitere V- f und Wagner, sowie i linzundGeb.Paurch 1 M ein großes Unter- i zm hessischen Staats- | und des edlem Kunst- : ehung von Werth sind, । chen Ganzen vereinigt : Gnde des 18. Jaiir- Nnleitmig, welche die iolgcnbei' flcHjcnjolßt nft; b. römische und yit); c. Vtnfniälci: | • Wie der Renaissance yses dis ynw itzegE | nvx, Pchü, Malerei f rnd rosanen Kunst- ,[ mailmalerei, Mosaik, ! beiten, terlile Kunst- ! istigungen, Aquäduete, [ )er Saudenkniäler v°ii । iische Karte des Grvr- \) chen hauptsächlich äx I als solche vornehmlich len, Grundrisse, Aut- * astructiver und decora- tcben Leistungen, 3"- I eichen an Glocken und [t eo sich demnach uni der Kunst iuteressiren, 1 Verden wird. im GroßherzogthM dm Zch--s »S “ - und wenn auch ou jihrbcnbtn - Sn d°s ; , qjiortalitit oraÄtrn, , Ki-HM kennet, :Ä-1S "’w-'S' i ® ■8*UtA « 1801 hnunbS«® S«rfe stabt MM i in btt . ögntbttf I ielttu noÄ 1 r*n| tT8r Nll'msM | ®W* g ei6 W m narb*” jgjjM | bart »«"Srdfuni ; M jl iHib Lauterbach. Derselbe war stärker verbreitet in Rheinhessen im Kreise Alzey, trat hin und wieder auf im Kreise WormS und außerdem in Mainz, Bingen und Ockenheim. Von Abdominaltyphus wurden Hausepidemien bekannt aus Mainz, Mom- bach und Langen, vorübergehend gehäuftere Fälle aus Offenbach; eine erheblichere, einen Häusercomplex betreffende Verbreitung dieser Krankheit wurde beobachtet in Ober- Roden (Kreis Dieburg). ~ w R u h r kam in der Stadt Gießen in mehreren Fällen vor. Milzbrand, eine unter dem Viehstande der Provinz Oberhessen, namentlich der Kreise Friedberg und Büdingen stationäre Seuche, wurde wiederholt auf Menschen übertragen nnb in der Form des Milzbrand-Carbunkcls in drei Fällen, wovon 2 in Echzell und 1 in Harheim, tödtlich. Blattern, Flecktyphus und Nückfallsieber wurden nicht beobachtet. Durch eine geringe Frequenz epidemischer Krankheiten zeichneten sich sämmtliche Kreise der Provinz Starkenburg, mit Ausnahme des Kreises Offenbach aus, in Oberhessen die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten und in Rheinhessen die Kreise Oppenheim und Worms. Mainz, 20. October. (Fund.) Die Nachforschungen nach den noch fehlenden Gliedmaßen des erniordeten Mothe, welche in den letzten Tagen eifrig fortgesetzt wurden, haben nun endlich doch zu dem gewünschten Resultate geführt, indem sowohl der Kopf als der linke Schenkel des Ermordeten heute Nachmittag gegen 1 Uhr aus der Abortgrube des Wirthshauses „Zum Tannenbaum" in der 'Sackgasse ans Licht gefördert wurden. ^Die Nachricht von dein Funde durchlief binnen Kurzem die Stadt und von allen Seiten strömten Neugierige in Schaaren herbei, um womöglich die Stücke zu sehen. Durch die Sackgasse war kaum mehr durchzukommen. Auch an anderen Stellen, an denen Herbst zur kritischen Zeit gesehen worden war, hatte man heute Vormittag Nachforschungen angestellt, so in bcii Baracken am Fort Earl vor dem Neuthor, doch ohne Erfolg. Die zur Zeit noch nicht anfgcfundencn Arme des Wothe werden hoffentlich auch noch zu Tage gefördert; als Beweismaterial für die Untersuchung wäre dies iudeß nun ohne Belang. Soviel ist schon jetzt gewiß: Der verstümmelt aufgcfundene Leichnam war der des Wothe und daß Herbst sein Mörder, resp. der Gehilfe bei der Ausführung seines Mordes, darüber wird wohl Niemand im Zweifel sein. Um 3 Uhr wurde Herbst zur Besichtigung der erwähnten Körpertheile aus dein Gefängniß geholt nnb nach dem Friedhof gefahren, wohin man' den Fund geschafft hatte. — Im Ersatzjahr 1884—85 wurden bei der Großh. Hessischen (25.) Division 2504 hessische Unterthanen eingestellt, und zwar 1075 aus der Provinz Starkenburg, 7a4 aus Oberhessen und 675 aus Rheinhessen. Unter den eingestellten Mannschaften befanden sich 4 ohne Schulbildung. — Unter den insgesammt während der Jahre 1868 bis 1884 eingestellten 46,524 Rekruten befanden sich 46,383 mit Schulbildung in deutscher, 1 mit Schulbildung in fremder Sprache und 140 — 0,30 Procent ohne Schulbildung. Münzenberg, 17. October. Ein tragischer Todesfall erschreckte vorgestern die ganze hiesige Einwohnerschaft. Der hiesige Landwirth Eonrad Koch I., Besitzer eines ansehnlichen Bauerngutes, ein fleißiger, strebsamer Mann, war damit beschäftigt, aus seines Nachbars, des Großh. Bürgermeisters Jäger Occonomiehof einen Haufen Stroh, welchen er beim Maschinendrusch dorthin gesetzt hatte, zu entfernen und wollte einen bcichbeladenen Wagen mit sog. Heuseilen binden, zog oben ausstehend kräftig an, das Seil war aber an dem vorderen Ende des Leiterbaumes nicht genügend befestigt und hatte sich von demselben losgelöst, wodurch der kräftige Mann, weil das Seil keinen Halt bot, von dem hohen Wagen kopfüber auf das Pflaster stürzte und augenblicklich tobt war. Der Schädel war vollständig zerschmettert und die Wirbelsäule gebrochen. Seine anwesenden Kinder und herbeigecilten Nachbarsleute haben weder einen Athcm- zug, noch sonst welche Bewegung irgend eines Körperthciles bei dem Verunglückten wahrgeuommen, es war also sofortiger Tod eingetretcn. Möge dieser Unglücksfall zur Vorsicht mahnen. (W. B.) — Was bei Todtenbesiattuugen in großen Städten vorkommen kann, das zeigt folgende Mittheilung der „Berl. Ztg.": Am 14. dss. Mts., Nachmittags 2 Uhr, umstand eine respectable Trauerversammlung in der Leichenhalle des Georgen-Kirchhofs, Landsberger Allee, die Leiche des Buchdruckercibcsitzers N. Der Prediger, ein alter Herr, hatte schon eine Weile gesprochen, als die Wittme, Frau N., entsetzt aufsprang und die Kapelle mit den Worten verließ: „Das ist nicht mein Mann, der Prediger hält eine Rede für eine Frau!" Der Herr entschuldigte sich unter Vorzeigung eines Zettels, auf dem Frau N., 48 Jahre alt, hinterläßt 8 Kinder, geschrieben stand. Die Aermstc hatte ihre eigene Leichenrede gehört. Wer den Zettel geschrieben, habe ich nicht erfahren. Die unglückliche Frau war nun bis zum letzten Augenblicke noch im Zweifel, ob der Sarg überhaupt die Leiche ihres Mannes enthalte. Die Oeffnung wurde jedoch unter dem Hinweis, daß mit Kreide der Name 9L darauf stand und eine Verwechselung ausgeschlossen sei, nicht für nöthig gehalten. Theater. Gießen, 21. October 1885. 2bie wir bereits gestern mclbetcn, tritt Frau Charlotte Lange nochmals an unserem Lttadttheater auf und ist es nicht uninteressant zu erfahren, daß die heute so hoch gefeierte Künstlerin mit der zu ihrem hiesigen Gastspiele auscrsehcnen Rolle am 15. -.ctober 1877 in Hamburg die weltbedeutenden Bretter erstmals betreten hat. Dic Hamburger Kritik äußerte sich über diesen ersten thearralischen Versuch in jeder Beziehung aunftig und prophezeite der begabten Anfängerin schnelles Vorwärtsschreiten. Diese Prophezeiung ist in jeder Beziehung eingetroffen, denn nach der vcrhältnißmäßig kurzen Buymnthatlgkeit hat der Name unseres beliebten Gastes an allen hervorragenden deutschen Bühnen bedeutenden Ruf, wie ganz besonders auch das außerordentlich an- Ipruchsvollc Frankfurter Publikum der tüchtigen, genialen Künstlerin stets die vollsten Sympathien entgegenbringt. Literarische«. . , ~ Grundsätze und Bedingungen der Grtheilung der Doctorwürde bei allen Facultäten der Universitäten des Deutschen Reichs nebst einem Anhänge, enthaltend die Promotions-Ordnungen der übrigen Universitäten mit deutscher Unterrichtssprache: Basel, Bern, Zürich — Dorpat — Czernowitz, Graz, Innsbruck, und Wien. Rach amtlichen Quellen zusammengestellt und herausgegeben von Dr. Max Baumgart. Zweite reoidirte und vermehrte Auflage. Berlin 1885. $ ’ "F/cker's Verlag (G. Schenck). 21 Bogen. 8" geh. Preis 3 A Die vorliegende jrueite Auflage der Promotionsordnungcn au den Uuiversitäten des Deutschen Reiches verdient zchon aus dem Grunde eine besondere Beachtung, weil darin die einschlägigen Observanzen der übrigen Universitäten mit deutscher Unterrichtssprache gleichfalls Aufnahme gefunden haben. Nach dieser Hinsicht constatirt der Herausgeber in der Vorrede, daß von den Schweizer Universitäten eine jede für die einzelnen Facultäten besondere Promotionsnormen hat, während die russische Universität Dorpat für drei Facultäten ein einheitliches und nur für die medicinische ein besonderes Promotionsreglement besitzt. Was schließlich die österreichischen Universitäten anbelangt, so sind an ihnen durch Verordnung des Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 15. April 1872 bezüglich der Erlangung des Doetorats für die einzelnen Facultäten besondere, aber allen Universitäten der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder gemeinsame Rigorosenordnungen geschaffen worden. Dieser Uuiformirung der Promotionsbestimmungen gegenüber erinnert Baumgart au einen Erlaß des Cultus- ministers Falk vom 19. Mai 1876, worin dieser mit aller Entschiedenheit es ablehnt, preußischerseits eine Vereinbarung mit anderen uichtpreußischen Regierungen oder Universitäten über das Prornolionswesen herbeizuführer«. — Tas Buch, dessen erste Auflage schon nach Ablauf eines Jahres vollständig vergriffen war, iuteresfirt in dieser erweiterten Gestalt noch andere Kreise, als speciell die Toctorauden, indem es u. A. ru mancherlei Vergleichen zwischen den deutschen Universitäten und den nicht- deutschen Hochschulen mit deutscher Unterrichtssprache Gelegenheit bietet. Ganz besonders waren dem Herausgeber auch viele Professoren dankbar, denen seit Erscheinen des Werkes die Beantwortung einer Atenge lästiger Anfragen erspart blieb. Zrrr geft. BeschturrK. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsercheikung über Inserate rc. können w'.e nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort be^->r.e'K ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzur^cken sind, ist die Erp bütim w keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbrie^e sind — soweit keim' - aeaeniMHaen Abmachungen getroffen wurden — in der Ervedition abrukwten Für die Hinterbliebenen der mit S. M. Schiff Augusta Verunglückten gingen ferner bei uns ein: Professor Wilbrand 3 «A Zusammen 5 A Weitere Gaben nimmt die Exped. d. Bl. gerne entgegen. Briefkasten. Herren S. u. R. Die Winterschonzeit für Fische beginnt mit dem 15. October und endigt mit dem 14. Decernber eines jeden Jahres, beide Tage eiugeschlossen. Der Winter sch 0 uz eit ist unterworfen im Gebiete der Lahn: a) die Lahn selbst in der Gemarkung Friedelhausen, b) alle Zuflüsse der Lahn von der rechten Seite derselben und c) der obere Lauf der Ohm bis zur Papierfabrik bei Rieder-Ohmen und sämmtliche Zuflüsse der Ohm. — Die Frühjahrschonzeit beginnt mit dein 10. April und ciioigt mit dem 9. Juni eines jeden Jahres, beide Tage eingeschlossen. Im Gebiete der Lahn unterliegen dieser Schonzeit: a) die Lahn selbst, und^ zwar von der nördlichen Grenze der Gemarkung Ruttershausen abwärts, mit ihren Seitenarmen und Altwassern bis zur Landesgrenze; b) alle innerhalb des Großberzogthums auf der linken Seite der Lahn mündenden Zuflüsse; c) die Ohm von der Papiermühle bei Nieder-Ohmen abwärts; d) die Gleenbach mit ihren Zuflüssen. — Herr S. hat also Recht mit seiner Ansicht, daß eben gefischt werden darf. Möbel-Versteigerung. Montag den 26. und Dienstag den 27. d. M., Nachmittags 2 Ubr, werden im W 0 rtinann' schen Hause, Asterweg 16, nachbenannte Gegenstände versteigert: 2 Sopha's, mehrere kleine und große Tische, Stühle, Bettwerk, Bettladen, ‘ Schränke, mehrere Stehpulte, Bureautisch, verschiedenes Hausgeräthe, feine geschliffene Gläser, steinerne Einmachtöpfe, Flaschen, ein fast neuer Fahrstuhl und ein kleiner Caffen- fchrank. * Im Auftrag: Müller. Aeil'geöotenes. Sauerkrautsaft in großer Auswahl, werden billigst abgegeben bei 7189 __Earl Heil. Schloßgasse. 85er Neue Salzheringe 85er" versende in schönster Waare das Postfaß mit Inhalt 40—50 Stück garantirt franco Postnachnahme für 3 A 7561 L. Brotzen, Greifswald a/Ostfee. Steiuguttöpse zum Einmachen empfiehlt in großer Auswahl und in allen Größen billigst 7466 Moritz Semmler* Allgemeiner Anzeiger. Hamburger Fischhaut von A. Koch. Heute Mittwoch u. folgende Tage. Täglich frische Sendung: Schellfische, S ck 0 ll e n, Pfd. 30 H, Backfiscde, Pfd. 25 Hechte, Pfd. 75 H. 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Eisverein. Die Mitglieder werden ersucht, die Karten für 1885/86 bei Herrn Balser auf der Mäusburg gegen Erlegung des Jahresbeitrags in Empfang zu nehmen, und zwar bis zum 29. October. Bis zu diesem Termin nicht abgeholte Karten wird der Diener des Vereins den Mitgliedern in's Haus tragen gegen eine Vergütung von 10 Pf. pro Karte. Wir bringen hierbei in Erinnerung, daß durch Beschluß der letzten Generalversammlung der Beitrag für eine Person aus «X 1 ermäßigt, zugleich aber ein Eintrittsgeld von «X 1 festgesetzt wurde, welches von Neueintretenden zu erheben ist; ferner, daß ein Mitglied, welches die Annahme der Jahreskarte verweigert, ohne sich statutengemäß abgemeldet zu haben, bei seinem späteren ev. Wiedereintritt ebenfalls das Eintrittsgeld zu zahlen hat. 7583 Der Vorstand. Concert-Werein. General-Versammlung Donnerstag den SÄ October, Abends S Uhr» im .,Cafe Ebel“. Tagesordnung: 1) Bericht über das vorherige Vereinsjahr. 2) Nechnungsablage. 3) Vorstandswahl. 7582 Der Borstand de- Coneert-Verein-. Bürger-Club. Die auf -er Karte vorgesehene erste Unter- Baaltimg im Wintersemester findet kommenden Samstag den 24. October im Saate des „Hotel Einhoro66 statt. — Anfang 8 Uhr Abends. 7573 Der Vorstand. Schellfische feinste Waare, beute, morgen u. Freitag große Sendungen zu billigem Preis bei 7580 C. Gr. Kleinhenn. Kerrniethungen. 7450 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.^ Löwengasse_24.- 7239] Möblirtes Zimmer. Settersweg 67. 7551 Ein möblirtes Stübchen zu ver- miethen. Flügelsgasse 9. 7550 Ein Familienlogis zu ver- miethen. Settersweg 2l. 7553] Möbl. Zimmer zu vermiethen. Asterweg 40. 7557 Zwei kleine Familienlogis zu vermiethen. Neustadt 11. 7368 Ein hübsches möblirtes Zimmer außerhalb des Eorridors zn vermiethen. Weftanlage 26, 3. St. "7549 Ein sein möblirtes Zimmer, mit oder ohne Cabinet, für einen oder zwei Herren, zu vcrmiethen. Neuenweg 22. 7559 ~ Ein Studentenzimmer Ludwigs- straße 57; 75 X pr. Sem. — 9tachfrage im 11. Stock-_________________________________ 754b Ein Familienlogis zu vermiethen und per 1. November zu beziehen Ludwigstraße 55. "7564 Nahe der Aula 2 iueinander- gehende gut möblirte Zimmer, auch getrennt,^ zu, vermiethen. Liebigstraße 63. "75791 Möbl. Zimmer zu vermiethen- Kreuzplatz 11. "7567 2 ineinander gehende möblirte Zimmer an einen oder zwei Herren zu vermiethen. Kirchcnplatz 10. " 7569] Möblirte Zimmer, mit oder ohne Eabinet zu vermiethen. Bahnhofstr. 22. "7571 Ein sein möblirtes Zimmer mit Schlafstube zu vermiethen bei W. Barthel- Grünbergerstraße 36. 7574 Ein schönes kl. Logis zu ver- | miethen. Näheres in der Exped d. Bl. 7584 Ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. Frankfurterstraße 11, part., neben dem Hessischen Hof. Vermischte Anzeigen. 7555 Eine Viehmagd zum Eintritt auf Weihnachten gesucht. Von wem ? sagt die Expedition d. Bl. 7558 Für sofort wird für 2 cvent. 1 Gymnasiasten gute Pension gesucht. Gest. Offerten unter Nr. 7558 an die Exped. d. Bl. Ich nehme hiermit die Beleidigung gegen Herrn Lehrer Sander als unbegründet zurück. 7566 LaunSbach. Georg; Plaff 7562 Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleidermachen in und außer dem Hause. Bestellungen werden entgegen genommen Bleichstroße 12. 7578 Zwischen Klein- und Großem Linden eine Peitsche gesunden. Abzuholen in der Gensdarm.-Caserne, Gießen. 7570 Ein älteres Mädchen, welches im Nähen und Flicken bewandert ist, sucht Beschäftigung. 40 .5, pr. Tag. Auskunft ertheilt Frau Tränkner, W ol ken gasse^ 13 7581 Ich suche zum sofortigen Eintritt einen Lehrling. Kost und Wohnung im Hans. Auswärtige bevorzugt. F. C. H e n z e r l i n g , Colonial- u. Färbwaarenhandlnng. 7563 Ein Student sucht einen reellen und reichlichen Mittagstisch in bürger- licher Familie, ev- mit Zinimer. Launsbach. Georg Pfaff. Heinr. Pfaff. 7565 Die Beleidigung gegen die Herren Joh. PH. Müller, Joh. Phil. Psaff, Georg Vechthold u. G g. Schiefer- ste iu nehmen wir hiermit als unbegründet zurück. Giessener Zitherclub. i(W ohlthätigkeitsverein.) Sonntag den 25. Octoder, Abends 8 Uhr: mmi mit TANZ im Saale des „Hotel Einhorn“. Entree für Nichtmitglieder 1 Mk. — Karten und Programme an der Casse. Der Vorstand. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Karten gestattet.7575 H. NESTLE'S KINDERMEHL iS jähriger Erfolg. 21 Auszeichnungen, worunter 8 Ehrandiplsme und 8 Gold. Medaillen. Fabrik-Marke Zahlreiche ÄEUCJÄÄSSE der ersten medicinischen Autoritäten. Vollständiges für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, desshalb auch bei mifiKenBefideaa als Nahrungsmittel bestens empfohlen. Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift den Erfinders Henri Verkauf in allen Apotheken und Drogen-Handlungen. 178 7556 Ein Mann zur Wartung Vich's gesucht. 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