nehm te Anzeigen. welches in erlernen wünscht, wir -t-m, Blnchstrch j. M-We 2072 mneril-ksRiich! ttje Logelsverß ■^ßungen. ,0%e .ZimmerU 59 i Wr le* l * 3£äeßir^twl£l^ g UAte pr. 1. Aprj? V^dttApotheke Zungen sucht hl die Ui 8mll Bell, Sdjrm, >rm. PH. Kreiling MMÄt. yj ü//r, in ben ! dm Reichö-WM GW) ui der Mr .rvßhLVÄM A Zn Auftrag ri II., Sieben. ,ule in Ha«» tederzeil liebevolle s ■ Äe «** ist d»Ä di-Ars» 0, Davldeonn^ r, lieber Theil- iüeren Gatten> rer des iele »den und D „er WV t Choral * Ijx. tzA. Zweites Blatt Sonntag den 22. März LASS Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. zerger ■------------------------— “ ‘ ~~ 7L k _ , . . DreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloha. IFFxirtAn I Schulftraße 7. Erscheint täfcHA mtt Anßnnhme des Montags. $Urcb die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. Wochen - Ueberflcht. GieHen, 21. März. Ein freudiges Ereigniß vermittelt diesmal den Uebergang von der zu Ende gegangenen Woche zur neuen Woche — der Geburtstag des Kaisers. Längst ist der 22. März dem deutschen Volke zu einem Fest- und Ehrentage geworden und als solchen begeht es ihn auch diesmal; alle Parteien finden in der Liebe zu dem greisen Monarchen, der an diesem Sonntage sein achtundachtzigstes Lebensjahr vollendet, einen gemeinsamen Berührungspunkt, vor dem Bilde des ehrwürdigen Herrschers schweigt mit Recht der unselige Parteizwist, der unser gesammtes öffentliches Leben zu vergiften droht. Die außerordentlichen Erfolge, welche die Regierung Kaiser Wilhelms. nach jeder Dichtung hin auszuweisen hat, wie nicht minder seine persönlichen Eigenschaften rechtfertigen es in vollstem Maße, daß das deutsche Volk mit Stolz und Bewunderung auf seinen Kaiser blickt und es ist nur natürlich, daß dessen Geburtstag immer wieder den äußeren Anlaß bildet, um ihn der Liebe und Verehrung seines Volkes zu versichern. Aber auch das Ausland benutzt diese Gelegenheit, um Kaiser Wilhelm seine Hochachtung zu bezeugen und hierbei zugleich das Vertrauen auszudrücken, welches man allerwärts der Friedenspolitik der Kaiserlichen Regierung entgegenträgt. In dieser Hinsicht erscheint namentlich der Besuch des Prinzen von Wales und seiner fürstlichen Begleiter in Berlin bedeutsani. Der englische Thronfolger überbringt dem deutschen Kaiser zu dessen Eintritt in ein neues Lebensjahr die Glückwünsche seines Hauses und wenngleich das vom Kaiser erreichte ehrwürdige Alter und die so nahe Verwandtschaft zwischen den Höfen von Berlin und London allein schon genügen würden, diesen Besuch zu rechtfertigen, so erscheint derselbe doch ouch noch in einem besonderen politischen Lichte. Der Besuch schließt in offenkundiger Weise die Reihe der diplomatischen Mißverständnisse ab, die seit Jahresfrist zwischen Deutschland und England wegen der colonialen Fragen ebgewaltet haben und daß der Geburtstag Kaiser Wilhelms den äußeren Anlaß zu dieser Documentirung der wieder hergestellten guten Beziehungen zwischen den beiden Nationen bildet, kann bei der Feier des 22. März nur mit hoher Genugthuung ersüllen. Das parlamentarische Wochen-Ereigniß war die am Montag seitens des Reichstags in zweiter Lesung erfolgte Annahme der Postdampfer-Vorlage, "welche nur um die afrikanische Linie gekürzt worden ist. Hiermit ist die Periode der erregten und nach mehr als einer Seite hin hochinteressanten Auseinandersetzungen im Reichstage über die colonial-politischen Bestrebungen der Regierung zu einem vorläufigen Abschluß gelangt und nehmen den Reichstag augenblicklich wieder Gegenstände der inneren Politik in Anspruch. Die am Dienstag wieder aufgenommene fernere Berathung der Zolltarif-Novelle ergab die Ablehnung aller Anträge, welche theils alle Gemüse, theils nur verschiedene Sorten mit einem Zoll belegt wissen wollten und verblieb es bei dem Vorschlag der Negierung, wonach Gemüse zollfrei sind. Am Dienstag trat der Reichstag in die zweite Lesung der Holzzoll- Vorlage ein. Eine eingehende Debatte knüpfte sich sofort an die Anträge, welche bezüglich der ausländischen Hölzer die bisherigen Zollsätze beibehalten wollen. Die Vertheidiger dieser Anträge suchten darzuthun, daß die dreifache Erhöhung dieser Zölle in keiner Weise gerechtfertigt sei, denn dieselben könnten ihrer Natur nach weder den deutschen Wald schützen, noch seien sie finanziell von Bedeutung; andererseits schädigten sie aber nothwendig das deutsche Kunsts gewerbe in seiner Concurrenzfähigkeit. Dem gegenüber wurde für die Zollerhöhung geltend gemacht, daß dieselbe bei ihrer Geringfügigkeit für die betreffenden Industrien um so weniger nachtheilig wirken können, als die betreffenden Hölzer an sich einen sehr hohen Werth hätten, auch die wünschens- werthe Uebersichtlichkeit des Zolltarifs rechtfertige die Annahme der Vorlage. Es erfolgte sodann die Abstimmung über die von der linken Seite des Hauses gestellten Anträge, die mit kleinen Mehrheiten angenommen wurden, so daß es den Liberalen gelungen ist, für einige Specialitäten ausländischen Holzes, welche für industrielle Zwecke wichtig sind (Buchsbaum, Cedern, Mahagoni, Kokos) die Zollerhöhung abzuwenden. Zu den von der Commission bezüglich des Bau- und Nutzholzes gemachten Vorschlägen lagen eine große Reihe von Abänderungsanträgen vor, wodurch sich die fernere Berathung der Holzzölle zu einer ziemlich complicirten Verhandlung gestaltete. Die Reihe der Grubenkatastrophen ist in dieser Woche durch ein erschütterndes Ereigniß vermehrt worden. Im Kohlenschachte Camphausen des Saarbrückener Revieres erfolgte in der Nacht vom 17. zum 18. März eine Explosion, durch welche der Schacht einstürzte, wobei gegen 200 Bergleute verschüttet wurden. Die Rettungsarbeiten sind der vielen Brüche wegen sehr erschwerend und von traurigem Erfolg gewesen. Die colonial-politischen Unternehmungen Deutschlands in Afrika haben wiederum eine Erweiterung erfahren. Wie die „Hamburgische Börsenhalle" aus London erfährt, sind von einem in Lagos, der am Guineabusen gelegenen wichtigsten Handelsstadt Westafrikas, etablirten Hamburger Hause, große Landstriche östlich und nördlich von Lagos erworben worden. In Oesterreich wird die parlamentarische Situation noch immer durch die sich aus einer Woche in die andere schleppende Budget- oebatte im Abgeordnetenhause beherrscht, doch hat dieselbe in den letzten Tagen keine so interessanten und bedeutenden Momente mehr gebracht, wie zu ihrem Anfang. Die Reichshauptstadt Wien wurde durch die Gemeinderathswcchlerr in Anspruch genommen, bei denen sich die liberale Bürgerpartei, die sogenannten „Hof-Demokraten" und die Antisemiten gegenüberstanden. Der Ausgang der Wahlen läßt sich noch nicht übersehen, doch scheinen die „Hof-Demokraten" einige Erfolge errungen zu haben. — Ein Ereigniß von nicht zu unterschätzender politischer Tragweite war der Besuch des österreichischen kronprinzlichen Paares am griechischen Königshose. Wenngleich mit dem Ausfluge des Kronprinzen Rudolf und seiner Gemahlin nach Klein-Asien und Griechenland bestimmte politische Zwecke kaum verknüpft gewesen sind, so wird der Aufenthalt der hohen Reisenden in Athen dennoch politische Wirkungen haben, die in einer Annäherung zwischen dem österreichischen Kaiserstaale und dem Reiche der Hellenen, dem aus der Balkan-Halbinsel sicher noch eine große Zukunft beoorstehl, sich äußern werden. Hof und Volk in Athen haben darin gewetteifert, den österreichischen Kaisersohn und seine Gemahlin mit Sympathie-Beweisen zu überschütten und in Wien wird man hiervon sicherlich mit hoher Befriedigung Act nehmen. Die jüngsten Wasfen-Erfolge der Franzosen in Ostasien scheinen in den Pekinger Regierungskreisen denn doch nicht ohne Eindruck geblieben zu sein, wenigstens sind in den letzten Tagen wiederum Gerüchte ausgetaucht, welche von der Geneigtheit der chinesischen Regierung, mit Frankreich zu einer Verständigung zu gelangen, wissen wollten. Unwahrscheinlich klingt jedoch die von einem als osficiös geltenden französischen Blatte, dem „Paris", gebrachte Nachricht, daß Deutschland dem Cabinet Ferry seine guten Dienste zur Herbeiführung dieser Verständigung angeboten habe, während anderweitige Meldungen, denen zufolge Rußland und Nordamerika ihre Vermittelung angeboren hätten, etwas glaubwürdiger klingen. Jedenfalls wäre Frankreich eine Verständigung mit China zumal in dem gegenwärtigen Moment, wo die Schwierigkeiten der Franzosen in Ostasien sich durch die neuerlichen Unruhen in Cochinchina und Cambodscha vermehrt haben, höchst willkommen. Die Action Italiens am Rothen Meere ist am Dienstag und Mittwoch in der italienischen Deputirtenkammer zum soundsovielten Male Gegenstand von Erörterungen gewesen. Am erstgenannten Tage gab der Minister veü Auswärtigen, Mancini, über die Politik Italiens am Rothen Meere eine lange Erklärung ab, in der er zugestand, daß die italienische Action am Rothen Meere dadurch, daß England die Mitwirkung Italiens im Sudan dankend abgelehnt habe, halb und halb in's Stocken gekommen sei. Auffällig erscheint in der Rede Mancini's die starke Betonung des Bündnisses Italiens mit Deutschland und Oesterreich, was daraus hindeutet, daß man in Rom Den hohen Werth eines guten Einverständnisses mit den europäischen Centralmächten wohl zu würdigen weiß. Die afghanische Grenzfrage beschäftigt zwar die englischen Staatsmänner noch immer in hervorragendem Maße, offenbar hat sie aber ihren gefahrdrohenden Charakter verloren, nachdem England erklärt hat, es wolle nicht weiter auf seiner Forderung, daß die russische Regierung ihre Truppen aus dem streitigen Territorium zurückziehen solle, bestehen. Nur sollen die Russen nicht weiter nach Herat zu vorrücken und dieses Zugeständniß wird man russischerseits vorläufig auch machen; für später wird sich dann schon irgend ein Vorwand finden, der es den Russen gestattet, den jetzt unterbrochenen Vormarsch aus Herat wieder auszunehmen. — In der egyptischen Finanzfrage ist nunmehr unter den Mächten ein vollständiges Einverständniß erzielt worden und haben ihre Vertreter in London die bett. Convention unterzeichnet. Die Unruhen, welche ganz Central-Amerika durchzucken, halten an und Dürften vielleicht noch eine Intervention Nordamerikas herbeisühren. Darmstadt, 18. März. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Secttsn für Justizverwaltung, hat an die Gerichte, insbesondere die Amtsgerichte, und an die Hypothrkenämter folgendes, Erhebungen über die Lage der LandwtrthfchafL betreffende Ausschretben erlaßen: , ,,, „ , _ t o Um über die gegenwärtige Lage der Lavdwirthschaft im Gebiete deS Großherzog- thumS, insbesondere die Zu- und Abnahme deS landwirthschastlichen Schuldenstandes und die sonstigen Tatsachen, deren Kenntntß zu einer richtigen Beurthetlimg jener Lage und zur Auffindung der Mittel und Wege zu ihrer Besserung erforderlich ist. möglichste Klarheit zu erlangen, Haden wir dem Wunsche der Stände des GroßherzogthumS entsprechend beschlossen, neben den Maßnahmen, welche bereits zu gleichem Zweckei tm Geschäftskreise der inneren Verwaltung getroffen worden find, auch noch statistische Erhebunam im Geschäftskreise der Justizverwaltung etnesthetlS über die Zwangsver- äußerung von Liegenschaften, anderntherls über deu aus dem Grundbesitze Muhenden, in den öffentlichen Büchern eingetragenen Schuldenstand anzuordnen und besttmmen demgemäß daS Folgende: « a. Statistik bezüglich der Veräußerung von Lieg-uschaste n. 1) Bei Abschluß deS Vollstreckungsverfahrens (nach endgttttgemZuschlag beziehungsweise nach endgtltiger Genehmigung einer im Wege deS ConcurseS oder der Zwangsvollstreckung erfolgten Veräußerung von Liegenschaften), bevor °er Eintrag in das MutatioaSverzeichniß veranlaßt wird, hat der mit dem betreffenden ^oncurse oder der betreffenden Zwangsvollstreckung befaßte Amtsrichter ^ne Mlkarte nach dem im Muster betgefügten Formular L. St. la. an der Hand der gleichfalls detgefügten In- struclfon Zgh,karten sind mit sortlausendm Nummern zu versehen, zu sammeln und unmittelbar nach dem 1-^rtl, 1. Juli, 1., Oktober und 1. Januar kurzer Hand an die Centtalstells für.Landes-Statistik zu.sieden. 3) Bezüglich der seit dem 1. Januar 1885 berettS vorgekommenen Fälle ist die Ausfüllung der Zählkarten mtt Hilfe der Akten und geeigneter Ermittelungen noch snchträgl'ch zu -°llzt-hnr b£, gaHe au« dem Jahre 1884 -och n-chträallch solche kart - aus,ufüll-n und (fortlaufend nummethl) bf« zum 15 6ept mbet b” 3. an ble Gentcaipeae für L-mdeS-StatM einjnfenben. B Statistik bezüglich de? auf dem Grundbesitze ruhenden, iu den öffentlichen Büchern eingetragenen Schuldenstandes. 1) Um den auf dem Grundbesitz ruhenden, in den öffentlichen Büchern einge- trageneu Schuldenstand, insbesondre besten EalstehungSursachen und besten Hu- und Abnahme bet land, und forstwtrthschaftltchem, städtischem und gewerbtich-m Grund- befitz, thunltchst zu ermitteln, find nach Gemeinden gesonderte und je auf den Zettraum eines Kalenderjahres berechnete Tabellen zu führen und biS zum 15. Januar deS auf daS Tabellevjahr folgenden Jahres kurzer Hand an die Ceutralstelle für LandeS- Statistik zu senden. 2) Die Führung der Tabellen erfolgt in den Provinzen Starkenburg und Ober- Hessen nach den beigefügten Musterformularten St L. 2, 3, 4. 5, 6, 7 durch die AmtS- gertchte, in der Provinz Rheinhessen (in welcher auf die Feststellung der Abnahme deS fraglichen Schuldenstandes wegen der Unsicherheit deS Ergebnisses und wegen des Mißverhältnisse« zwischen dem Werthe dieses Ergebn'ffeS und der zu seiner Herstellung erforderlichen Arbeit verzichtet werden muß) nach den beigefügten Musterformularen 8, 9, 10 durch die Hypothekenbewahrer (nach Maßgabe deS bet den bezeichneten Behörden der drei Provinzen vorhandenen Materials und nöthigenfallS mit Hilfe geeigneter Ermittelung). 3) Jeder zum Eintrag in eine der Tabellen sich eignende E'nzelfall ist sofort (d. h. gleichzeitig mit der betrrffcnden Eintragung oder Löschung im öffentl'cheu Buche beziehungsweise mit deren Anordnung) iu die entsprechende Tabelle etnzutragen. Die Einträge der seit dem 1. Januar 1885 vorgekommeneu Fälle sind für die JahreS-Tabellen deS laufenden Kalenderjahres nachzuholen. C. Gemeinschaftliche Bestimmungen. 1) Die vorstehenden Bestimmungen sind btS auf Weitere« auch für dle auf das Jahr 1885 folgenden Kalenderjahre zu befolgen. 2) Die Bezeichnung des Flächengchalts erfolgt in Hectar und Ar nach Anlettung der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 20. November 1877 (RetchScenttalblatt S- 565). Ueberschteßende Quadratmeter find, wenn sie 50 oder mehr betragen, für 1 Ar ru rechnen, andernfalls Mcht zu berücksichtigen. ES find also betspiclwetse zu bezeichnen: 99 Ar 49 lH Meter = . . . . 0,99 99 Ar 51 OMtter = . ... 1 Hectar 99 Ar 49 QMeter — . 1,99 9 Ar 47 lH Meter = . . . . 0,09 1 Hectar 9 Ar —.....1,09 1 Hectar 9 Ar 50 IDMeter — . 110 1 Hectar 9 Ar 49 m Meter — . 1,09 3) Die Vorschrift deS $ 4 der Instruction für die Großh. Amtsgerichte, daS oypothekeuwefen betreffend, vom 1. December 1861, nach welcher in den Plovinzen Starkenburg und Oberhestm dem jährlich zu erstattenden Bericht über die Revision der Hypothekeubücher Uebersichten über die im letzten Geschäftsjahr errichteten und gelöschten Hypotheken bctzuschließen sind, bleibt nach wie vor in Kraft. 4) Die Gebrauchsformulare L. St. la. und 2-10 sind von der Hosbuchdruckeret von Ernst Bekker dah'er unmittelbar zu beziehen. Die erste Lieferung wird ohne Bestellung durch uns bewirkt. Die wetteren Lieferungen sind unter Bezeichnung der Größe des Bedarfs (Zahl der Bogen oder halben Bogen mit oder ohne Titelblatt) zu bestellen. J Die Anweisung der Kosten für die Gebrauchsformulare erfolgt durch unS, und ist in dieser Beziehung daS in unserem Autzschre'den vom 27. October 1879, die Herstellung von Formularien betreffend, bezeichnete Verfahren einzuhalten. vermischtes. an ff ur t a. M., 17. März. Der in der Heddernheimer Mordaffalre verhaftete F. Falkenhan ist, wie gemeldet wird, am Samstag wieder in Freiheit gesetzt worden, nachdem er eine Caution von 5000 JL hinterlegt hatte. In dieser Sache find tu der letzten Zeit eine Menge Zeugen aus Heddernheim. Praunheim und anderen Orten vernommen worden. Bei einer vorgenommenen Confrontation wurde von dem Bruder deS ermordeten Engemann auch dessen bei der Affaire verletzter Hund vorgeführt, der indeß gegen k.tne der vorgestellten Persönlichkeiten vorgegar.gen ist, sondern, die einzelnen Personen beschnüffelnd, sich ganz ruhig verhalten hot. Kassel, 16. März. Nachdem der vom Schwurger cht wegen Todtschlags zu 5 Jahren Gefänguiß verurtheilte Commiö Albrecht am vergangenen Frettag einen Selbstmordversuch, der verhindert wurde, gemacht hatte, ist es demselben in vergangener Nacht doch noch gelungen, seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen. — Mit Bezug auf ihr Verdict in der Anklatzesache gegen die Polin Ludowika Hofmann auS Posen wegen des auf das Lebendes Arttlleriehouptmanns Paul Windeck unternommenen Revolverattentats haben die Geschworenen nachträglich eine Immediateingabe an den Kaiser zu richten beschlossen, in welcher die Verurtheilte der landesherrlichen Gnade empfohlen werden soll. Neureichenau (bayer.-österr. Grenze), 13. März, tzln förmlich-« Gttecht sand »orgestern tn den fürstlich Echwarzenberg'sch^n Waldungen zurachst deS Plöckev, sik-oer SeeS »wischen dem österre-chiichen Forst- und Greujwachpersonale und einer sechs Mann starken Wlldererbande statt, wobei mindestens 50 Schüsse auS den gegen, fettigen Deckungen gewechselt wurden und Forftadjunct Fischer von Neuthel leicht, em Oberaussehcr und ein Gendarm schwer verwundet wurden, bitz dle Wilderer schließlich über die bay-rische Grenze flüchteten. Deren Spuren führten biS in die Nähe von Schimmelbach, und da sich Bluttropfen längs de« von ihnen eingtschlaameu Weges zeigten, so ist anzunehmev, daß auch einer oder der andere der Wilderer verletzt ist. — (Professor Dr. von Frerichs -j-.j Zu den bedeutenden Verlusten, welche die medttinuche Welt gerade in jüngster Zett erlitten, hat sich nun der deSj uigeu Meisters gesellt, welch.« die Berliner Klinik als ihren Nestor verehrte. Professor Frerichs ist am Samstag den 14- d. Mls. in Berlin einem Schlaganfall erlegen. Derselbe war am 24. März 1819 zu Aurich in Ostfriesland geboren. Er studirte in Göttingen und erwarb bereits nach 2«/sjährigem Studium (1840) die Doctorwürde wettere Jahre arbeitete er in der Klinik Schönlein'S zu Berlin. Ehe er sich dann 1843 in Göttingen alS practifcher Arzt »iederlteß, widmete er sich noch einem Special, studium der Ehemie unter Wöhler; der chemischen Zusammensetzung der Knochen galt auch seine erste größere Arbeit. Trotzdem seine Praxis schnell aufblühte, unterbrach er tu den nächsten Jahren dieselbe wiederholt; zur Erweiterung seines W ssenS und Könnens arbeitete er längere Zelt in Wien unter Skoda und Rokitansky und ebersso in Par>S unter hervorragenden Klinikern und Physiologe« und sah sich 1848 von seinem wissenschaftlichen Esser bestimmt, seine Klientel dem Bruder Georg zu über- wessen, wahrend er selbst sich als Pnoatdocent und Asststent am physiologischen Institut zu Göttingen habtlitirte. Frerichs verwarf alles subjectioe Construtren auf dem Felde der Medicin; nur durch inductioeS Verfahren mit Benutzung der Behelfe, welche die patho, log sche Anatomie, die Chemie und die Physiologie an die Hand geben, könne an Stelle vagen KrankheitSsystematik eine sichere pathologische Erkenntniß treten. Ji Liebig S, Poggevdorf's und Wöhlert's ,Handwörterbuch der Chemie« rühren Denn auch die meisten physiologisch-chemischen Artikel von F. her, welcher dazumal gerade im Begriffe stand, sich völlig der Chemie zu widme«, alS die dauernde Erkrankung Rudoss Wagner s, dessen Vorlesungen er übernahm, ihn der Medicin erhielt. Die Früchte dieser erweiterten Thätigkeit waren viele zu Wagncr'S „Handwörterbuch der Physiologie* gelieferte physiologisch-anatomische Themrn, wohin auch feine epochemachende Arbeit über Verdauung gehört. Immer bestrebt, daS Bereich seines Wissens zu erweitern zog er auch die pathologische Anatomie in dasselbe, indem er sämmtliche klinischen Obductionen übernahm. Freudig ergriff er die Gelegenheit, die menschenfreundliche Mission deS Arzte« bei der damals unter den Bewohnern de« Harzgebirge« auSge- brochenen Cboleraepidemie, wie auch später auf dem Schlachtfelde. wohin er de« preußischen Truppen im Kriege gegen Dänemark gefolgt war, zu bethätigen, und einmal Kliniker geworden, kehrte er den Chirurgen beraus und übernahm im verlauf! des preußifch-dänischen FeldzugeS die Lazaretbe in Rendsburg. Nach seiner im Jahre 1851 auf Stromeyer's Anregung erfolgten Berufung alS Professor und Letter der medicinischen Klinik in Kiel erschien die berühmte Monographie „Die Br'gth'sche Nieren- kravkbeit und deren Behandlung.« Unmittelbar darauf erfolgte seine Berufung von Kiel nach BreSlau, wo er zum ordentlichen Profissor der Pathologie und Therapie und zum Director der medicinischen Klinik ernannt wurde. Hier machte er fich zunächst durch die kühne Neuerung sehr verdient, daß er cS durchsetzte, daß bie biS dahin tn lateinischer Sprache üblichen Vorträge an der medicinischen Klinik fortan tn deutscher Sprache abgebalten wurden, ferner durch die Reform deS klinischen Unterricht« über, Haupt, durch die Einrichtung von chemischen und mikroskopischen Laboratorien, durch seine umfassende Thätigkeit bei den auf bie Ueberschwemmungen von 1854 folgenden Wechselfieberep'demien. AlS iw Jahre 1859 Schönlein starb, erkannte man sogleich einen ebenbürtigen Nachfolger für denselben tn FrerichS. Bald nach seinem Einzüge in Berlin erschien sein Hauptwerk.' „Klinik der Leberkrarkheiten", daS auf dem speciellen, der Forschung schwer zugänglrchrn Gebiete daS ausführlichste in der wedicini- fchen Literatur ist und vorn Pariser Institute mit dem Monthyon'schen Preis gekrönt wurde. Außer ins Französische wurde dieses Werk ins Englische, ins Russische und Italienische übersetzt. In gleicher Weise erregte fein (m Avril v.J. erschienenes große« Werk „über die Zuckerkrankheit- Aufsehen. Mit der franzöfischen Uebersetzuvg desselven war er in letzterer Zeit eifrig beschäftigt. Die Krankheit, welcher der große Arzt zum Opfer fiel, war eine Blutüberfüllung des Gehirns, welche am Mittwoch Abend einen Gebttnschlag verursachte und feinen Tod am SamStag Morgen zur Folge hatte. Seine groß n Verdienste hatte der deutsche Kaiser durch die Verleihung deS erblichen Adel«, charakters anerkannt- (F. Z) — [@fne PreiSaufgabe.j In dem auf dem Balle zum Besten der Berliner Bühnenangehöriaen ausgegebenen Autographen-Album stellt Herr Kadelburg folgende PreiSaufgabe: Während meiner Laufbahn habe ich an 3481 Abenden 3481 Damen 3481 Mal meine Liebe gestanden und fand 3481 Mal Erhörung. Angenommen nun, ich hätte diese 3481 Damen wirklich gehetrathct — wie groß müßte mein Vermögen fein, um die Balltoiletten meiner Frau bezahlen zu können ?■ KMstkinr. Dienstag, den 31. d. MtS, Nachmittags 2 Uhr, läßt die Gemeinde Groß-Linden den ihr gehörenden Kalksteinbruch: Flur VI. Nr.1.---1381 Qm Steinbruch auf dem Osternfeld, Gemarkung Groß- Linden, erb- und eigenthünuich auf hiesigem Rathhause versteigern. Groß-Linden, am 13. März 1885. Großh. OrtSgericht Groß-Linden. Leun. 1844 Aeilgeöotenes. Seldstgeferligtc latkirtc Möbel aller Art sind stets vorröthig und zu billigen Preisen zu haben bei 2o8 Carl Steller, Schillerstrabe 9. Emser Pastillen (ächt in plombirten Schachteln) ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung. Magenschwäche und Verdauungsstörung Emser Victoriaquelle. Vorräthig in Giessen bei Emil Fischbach und Heinr. Wallach 252 König Wilhelms - Felsenquelle in Ems. Ein Leonberger Hund wachsam, billig zu verkaufen. 1998 Näheres in der Erped. d. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Zur Saifon bringe mein in größter Auswahl mit allen Neuheiten assortirtes Lager in fertigen Herren-, Confirmanden u Knabenkl-idern in Erinnerung. 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Evang. Kirchengesang™ Giessen. IteiiiiisiiilMiiw am 26. März. Nachmittags präcis 5'/2 Uhr, in der Stadtkirche. Zugleich zur Feier des 300jährigen Jubiläums von Heinrich Schütz, geboren am 11. Oktober 1585, f 1672: Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, Pssfionsmufik für Soli und Chor von Heinrich Schütz, unter Mitwirkung der Herren O» Dlezel aus Zürich (Tenor), A. Müller aus Frankfurt a. M. (Baß) und Cantor Simon aus Wetzlar (Orgel). Eintritt unentgeldlich. Reservirte Plätze für die Mitglieder auf dem Chor und im vorderen Thell des Schiffs. Die inaktiven Mitglieder werden gebeten, ihre Karten bei Herrn Buchhändler Ferber in Empfang zu nehmen. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten können beim Eingang in die Kirche in die Büchsen eingelegt werden. Die Aufführung dauert eine Stunde. 1928 Bürger-Club. Donnerstag den 26. März, Abends 8 Uhr, Ordentliche Generalversammlung im Cafo E b e k. Tagesordnung: 1) Rechnungs-Ablage. 2) Budget-Bcrathung. 3) Staluten-Aenderung. 4) Vorstandswahl. 5) Diverses- 1968____Der Vorstand.___ Jugendfreund» Dem geehrten Publikum zu wiederholter gefl. Nachricht, daß sich unsere Sammelsteste bei dem Vorstandsmitgliede Herrn Gustav Gerhardt am Lindenplatz befindet, woselbst auch Karten für neu eintretende Mitglieder zu haben sind. Der Vorstand. 1752 Möblirtes Zimmer mit Gtbinet mit oder ohne Pension. Schillerftraße Ä.'. _ 1827] Möblirte Zimmer zu vermielben. Edcrftraße 6. 'Kenmschte Anzeigen. 1837 Am Selterswcg Nr. 81 ist ei« Logis von 4 Stuben mit Küche, Mansarde, Keller, Remise zu vermiethen und in ter Zeit vom 1. Mai dis IJuni zu beziehen. Ferner 190 Kl. Acker und Bauwüück auf der Rodhohl zu verpachten Möbeltransport Helnr. Weidenhaun Gleesen WallüiorwiraNse 13. Verpackung von GlaS, Porzellan :c. wird ebenfalls unter Garantie übernommen und halte ich mich bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 695 H. Weidenhaas. 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Z» M MM dl kl MarMifN, Hubert, Lumda und 5 Dienstag *1 xrjenigen derGemÄ Stangenrob, StockhM il/Zu W Mittwoch d ter MitaryWgen Tersrod mit Winner Donnerstag i