Sonntag den 22. März Drittes Blatt srr. 69 ISS» C6 Ed-rstr-k (i Erscheint mit Ausnahme Msntags. Btrea«: Schulfirahe 7 in ve., Frisem-Gei^ i ‘§wefl 43. | i» laWts, reilhks Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben r! 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder ftir einen solchen von seinem Vater, oder seiner & I. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Montag den 20. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung kt Mllitärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Keffelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda und Odenhausen; Dienstag den 21. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Queckborn, Reinhardshain, Mddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. II. Zu Gießen im Saale des alten Rathhauses. Mittwoch den 22. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Mendorf a. d. Lda., Alt-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen; Donnerstag den 23. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1883 und 1884); Freitag den 24. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1885) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Groß-Buseck, Hattenrod, Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar, Oppenrod und Reiskirchen; Samstag den 25. April, Vormittags von 73/4 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis, a d. Lda., Trohe und Wieseck. Bekanntmachung. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1885 findet an den nachgenannte» Tagen statt und zwar: utti) DSM M*n. ”*« unb k dru. ,er und rSaumsiilik verpachte rs fürBordeaux-Vck i ehrenmrlhe u. M .ende für iebenW * >ffe: GmllammMm- i Dfeis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlo-Hri. Durch die Post bezogen vierteljährUch 2 Mark 50 Pf. hre Loosungsscheine mitzubringen. 3I Wenn von einem iwuuarpmcnngen, uuei Tm «nm iviuAk wn ,........ ~--------- ,-üier Mutter, Zurückstellung in Anspruch genommen wird, j ist sür Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten vermine zu S» ÄÄ- «». N W d-. _ unter Ersatzg-schaftes - an die Ersatz-Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben fernen Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben stch, bei Meldung der gesetzlichen StmsML^Kn^^^,^'- . Dieieniaen dem Großherzoathum Hessen oder einem andern Staate des deutschen Reiches m^gehorigen --- a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren standrgen Wohnsitz — haben und sich Mcht m emem^ andern Theile des Großherzogthums Hesien oder einem andern Staate in einer der nachsteher^ unter ^ angegebenen Eigenschaften aufhalten, d) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und D obeTff ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eme sonstige .) Äw’SS -Im. W.,«***. Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten, und im Jahre 1865 geboren sind; Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1884 bezw. 1883 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen sijnmmer disvonibel aeblieben, d. b. nicht einberufen worden sind. , ,, . Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt oder Berechtigung zum einiahrig-sreiwilligen Montag den 27. April, Vormittags von 73/» Uhr an: Loosziehung (auch der in Grünberg Gemusterten). Hi. Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 28. April, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Mendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen und Hausen; Mittwoch den 29. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern und Lich; Donnerstag den 30. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Muschenheim, Münster, Rieder-Bessingen, Ronnenroth Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim und Röthges; Freitag den 1. Mai, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 2. Mai, Vormittag von 9 Uhr an: Loosziehung. Porzellan u. «arcintit übernommen du ttnlxÄm Ze- len. HochachüingtzM »Weldenhans. r Nttresten FaWk KiilkrstroMik m beehre ich mich ei- Waschen, Färben m iruesten Mustern w ieHofer Herstellung!^ $o Psg. M lbttt Vthrev-, fyv- u< MtoMt ens. s isse 4. au.& UllODurg-g o - M|nha88enn'0 21 hnung «NI ,r St«bt(ßfte* *11 e « länge« 3ftt ’e i i miethen 0W' h* W 4) Ä“®üSi4tiqer an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, 5. S9. Taubheit, MHSrigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugniffe des Arztes, sowie des Bürgermeisters^Geistlichen'Lehrers u. m. Das Vorhandensein von Epilepfie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwurdtgen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diezemgen, welche bei dem Aufrufe mcht anwesend gnd, r‘ H ÄtoÄÖKSSeäliaben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde^-stellungspflichtigen Mlli^^^^ - die vorübergehend auswärts sich aushaltenden schriftlich - auf Grund der ihnen bereitszugegangenen Stammrollen zu^der Musterung v°Mladen. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Genumden anw s. ) ! mnhrmb des Musterunas- daß die Letzteren -/- Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und remlich gekleidet erscheinen und wahrend des Musterungs- .««w-* so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeistern, bezw. eme Besch 6 9 Nestrasuna des Militär- Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß em Mllrtarpflrchtrger wegen gerrch ch dienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. g. W».. b«i t.„ 31. 3lp„, im ......... „ «.unb-., SamStag den 23. April im Saale des alten Rathhauses zu Gietzen uno W. SUfflS,b.. MunAS^R^'L Äüdmih.^d 1. «Uf. «W ch« n" -^hjb1n"dah.r°dbIenig-N^RcI^mflcn und Landw-hrmann-r. tu* di- IMM< *• ■*•*•*„£ -scheinen und idr^Gsluch- zu b-Mndnn Großen, den 22. Marz löbo. Bechtold, Regierungsrath. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 0 ungnVrwerthun9 tung* Humen, ] ,*S*-"* tilt? ! linitri11 L c* di- sie Personen, und 1882 sogar 68 16 23 35 46 Darmstadt, 20. März. Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin Karl erkrankten am 15. ds. unter katarrhalischen Erscheinungen, die sich am 16. ds. mit Fieber verbanden. Während dieselben in beiden Lungen bis gestern sort- dauerten, sind sie heute verschwunden; dagegen ist eine entzündliche Verdichtung in dem untern Lappen der linken Lunge ausgetreten. Respiration 42 in der Minute bei etwas schwachem unregelmäßigem Puls von 90 Schlägen. Temperatur 38,3. tm Jahre 1878 1879 1880 1881 dann fid die Zahl in 1883 wieder herab aus 41 und in 1884 sogar auf 13. Von den Orten des Landbezüks waren eS besonders folgenbc, in denen während deS verfloffmen Jahres Diphtherie üoifam: Allendorf a. d. L-, BcllerShe'm. Bettenhausen, Daubnngrn, Dorf Gtll, Groß-L'nden, Heuchelheim, Hungen, Lich, Lollar (oerhätte-iß- mäHtg sehr zahlreich), Muschenheim, Oppenrod, Rodh-im, Steinbach, Stetnhelm, Wiefick. Vereinzelte Fälle wurden gemeldet au6: Birklar, Inheiden. Langd, Lang- GönS, LangSdorf, Klem-Linden, Treis a. d. Lda., Villtngen. Auch in Bu khardtzfelden und Leihgcstern, wo früher die Krankheit häufig sich zeigte, traten nur ganz veretnzrlte Fälle auf. Am meisten verschont blieben die zum AmtSgertchtöbeztrk (Srüabcrg gehörenden Orte des Kreiseö. Keuchhusten suchte die Kinder heim in Beuern, Gießen , Groß - Buseck, Groß- Linden, Heuchelheim Lich, Lollar, Londorf, Staufenberg und Wiefick. doch tm Allgemeinen nicht in so starker Verbreitung. alS man sonst öfter8 beobachtet Unterleibstyphus kam in kleinen, rasch vorübergehenden Epidemien vor in Leihgestern und Watzenborn Steinberg und ereigneten fich in Folge davon in Leihgestern 2, in Wotzenborn-Stetvderg 3 Todesfälle. Vereinzelte Fälle traten noch auf in Burkhardsfelden, Daudrtngen, Gießen, Groß-Linden, Heuchelheim, Inheiden, Lauter, Rödgen. Ruhr ist unserer Wissens während deS oerfloffenen Jahres im Kreise gar nicht vorgekommen. Kindbettfieber hatte nur in Gießen, Groß-Linden und Wdfick je einmal den Tod zur Folge, eine epidemische Verbreitung dieser Krankheit Hal aber auch an diesen Orten nicht stattgefunden. Todesfälle gewaltsamer Art kamen tm Ganzen 53 vor und zwar durch Ver, unglückung 29, durch Selbstmord 20, durch Mord und tätliche Köiperverletzung 4 Unter den 29 UnglückSfällen finden fich 4, in denen Personen durch Bl'tz erfchlagen wurden, nämlich 3 auf dem Bergwerke in der Gemarkung Groß Linden, 1 inWstmerod. Ertrunken find 5 Personen, durch Herabstürzen in Bergwerken verloren 2 Menschen daS Leben, durch Sturz von einem Wagen ebenfalls 2, durch starke Brandwunden 2. in Folge Bruch« der Wirbelsäule starb ein Mann, ei» Knabe in Folge einer zufälligen Verwundung durch einen Senfenhteb. 5 Leichen Erwachsener wurden im freien Felde aufgefunden, 6 Leichen Erwachsener und eine KindeSleiche im Waffer. Unter den 20 Fällen von Selbstmord wurde derselbe 12mal durch Erhängen auSgeführt, 3mol durch Erschießen und je einmal durch Vergiftung mtt Arsenik, Vergiftung mit Schwefel- säure, Ertränken, Durchschneiden von Pulsadern, Durchschneiden der Luftröhre. Ermordet wurde ein neugeborenes Kind, ein Mann starb in Folge einer Verwundung durch einen Messerstich, wobei eine große Ader in der Brusthöhle durchstochen worden war und 2 Personen, welche starke Schläge auf den Kopf erhalten hatte», starbm an dadurch veranlaßter Gehirnerschütterung und Eiterbildung. WaS die Anzahl der Gestorbenen in der Stadt G eßen speclell betrfft, so ist zu erwähnen, daß dieselbe eine größere ist, als fie sonst in Städten von gleicher Einwohnerzahl gewöhnlich gefunden wird. ES erklärt sich dieS daraus, daß in den hiesigen Krankenanstalten eine Menge Personen von auswärts Hilfe.suchen und zwar geschieht Gesundheitszustand und Sterblichkeit im Kreise Gießen während des Jahres 1884. Im Jahre 1884 find im Kreise Gießen im Ganzen 1575 Personen gestorben, nur eine mehr, alS tm Jahre 1883. Da die Zahl der Einwohner des KretseS 70,000 beträgt, so kommen auf 1000 Lebende 22,5 Todesfälle, eine Zahl, die schon etwas höher Ist alS daS normale Mittelverhältvtß. Von diesen 1575 Todesfällen ereigneten sich bei Kindern tm ersten Lebensjahre 297, bet Kindern vom 2. blS zum 15. Lebensjahre 275, bei erwachsenen Personen 1003- Am zahlreichsten erfolgten die Sterbefälle im Monat Januar (160), darauf folgen März (159), Juni (156), Mai (147), April und Drc-mber (in jedem 138), Februar (121), September (118), Juli (115), Ociober (113), November (108) und schließlich al6 der günstigste Monat August (105). Die Anzahl der Todesfälle bei Kindern (vom 1. bis zum 15. Jahre) stand, nach den einzelnen Mo aalen oetrachtet, in keinem bestimmten Verhältntß zu d-r Zahl der gestorbenen Erwachsenen. Der für Kinder ungünstigste Monat war nämlich Juni mit 64 Todesfällen bet solchen, während tu diesem Monat nur 92 Erwachsene starben, dann folgt Ma> mit 60 (Erwachsene 87), Januar mit 51 (Erwachsene 109), Mä^z mtt 48 (Erwachsene 111), April ebenfalls mit 48 (Erwachsene 90), October mit 47 (Erwachsene 66), Decemdrr mit 47 (Erwachsene 91), August mtt 4v (Erwachsene nur 59), Februar mtt 45 (Erwachsene 76), September gleichfalls mit 45 (Erwachsene 73), Juli nochmals mit 45 (Erwachsene 70) und schließlich November mit nur 25 (Eiwachsene dagegen 83). Von den JasectionS- oder sogen, ansteckenden Krankheiten forderte die meisten Opfer Diphtherie, welcher 38 Kinder erlagen, während Croup (Halsbräune) in 22 Fällen alS Todesursache bezeichnet wurde. An Masern starb nur em Kmd, an Scharlach 13, an Keuchhusten 27 Kinder, dem Unterleibstyphus erlagen 13 P rsonen, an Rose starben 8 Personen, an Kindbettfieber 3 Frauen, an anderen Krankheiten deS Wochenbetts 7 Frauen. Von sonstigen, besonders häufig vorkommeuden Krankheiten erlagen der Lungenschwindsucht 208 Personen, eine fast gleich große Anzahl, nämlich 201, starb an entzündlichen, acuten Krankheiten der Atbmungsorgane, 37 Personen starben an Darm- catarrh und Brechdurchfall, an Schlagfluß deS Gehirns 35, an acutem Gelenkrheumatismus nur 2. Von anderen bekannten K-ankheiten starben inSgefammt 643 Personen, unbekannt blieb die Todesursache in 264 Fällen, in denen vor dem Tode eine ärztliche Beobachtung nicht stattgefundev hatte. WaS das Auftreten von epidemischen Krankheiten anbetrifft, so blieb der KreiS von einigen derselben, die in früheren Jahren, wenn auch nur voiübergehend erschienen waren, ganz verschont, so namentlich von Blattern und RückfalltyphuS. Auch Masern zeigten sich nicht in bedeutender Ausdehnung, sondern erschienen in den wenigen Orten, wo sie überhaupt auftraten, nur in beschränkter Zahl und mit sehr mildem Verlaufe. Im ganzen Kreise erlag denselben nur ein Kino in Holzheim. Röthrln kamen in ziemlicher Verbreitung nur in Ober-Horgern vor, wohin sie auS einigen nahegelegenen Orten deS Kreises Friedberg eingeschleppt wölben waren. In größerer Ausdehnung dagegen wurde Scharlach beobachtet, wenn es auch nicht gerade ooikam, wie dies sonst zuweilen geschieht, daß innerhalb einer kurzen Feist von einigen Wochen in ein und demselben Orte eine bedeutende Anzahl von K-ndern erkrankte. AuS der Stadt Gießen wurden in allen Monaten deS JahreS Scharlacherkrar.kungen von den Aerzten gemeldet und eS entfallen auch von den 13 Todesfällen durch Scharlach, die überhaupt im ganzen Kreise zu verzeichnen waren, allein 12 auf diese Stadt. Weiter wurden Erkrankungen dieser Art noch gemeldet auS Allendorf a. d. L., BerSrod, Daubrmgen. Eberstavt, Groß-Linden, Heuchelheim, ßeibgeftern, Lich, Conboif, Muschenheim und Villtngen, wo indetz diese Krankheit meist nur vereinzelt oder doch nur in gtrlnger Ver, brettung sich zeigte. Zahlreicher als an Scharlach waren die Erkrankungen an Rachen- bräune (Diphtherie). Auch von dieser wurde besonders die ht ffiut».-T hrtAjnni aa-^vnrn nrcyi meyr eme fo große und der Character per Ärdtiröeft im Allgemeinen nicht mehr em so gefährlicher, als in den letzt vorher- Sehenden Jahren. JRur im Monat Januar zeigte sich die Krankheit in der Stadt Gießen besonders bösartig, es wurdm damals 5 Personen aus einer Familie von ihr weggkraffi. Es ist gewiß von Jntenss?, die Zahl der Todesfälle zu vergleichen, wie fie in der Reihe von Jahren, fett welcher wir Aufzeichnungen darüber gemacht haben, durch diese Krankheit in Gießen veranlaßt wurden. Wir finden dann, daß vom Jahre 1878 an die Todesfälle fich fortwährend vermehrt und in den nächsten 4 Jahren um etwas mehr als daS Vierfache gestiegen waren. Es starben nämlich an Rachen- uud Halsbräune in Gießen dies vielfach von solchen Personen, die schwer, ja selbst schon rettnngSloS erkrankt oder von lebensgefährlichen Verletzungen betroffen, hierher kommen weil sie ihre fitzte Hoffnung auf die ärztliche Behandlung m den Kliniken gefitzt haben. Dkfe Kranken gehören auch nicht etwa nur dem Kreise G ehen an, sondern kommen auch auS andere» Kreisen d § Landes und namentlich auch aus den angrenzenden preuß scheu Lanaes- thetlen. Welchen E nfluß dieser E ntNtt Schwnkcavke. von auswärts in die hiesige» Anstalten auf die SierdlichkeitSziffer äußert, ist daraus ersichtlich, daß unter b« 414 P rsonen. welche während deS JahreS 1884 in Gießen gertorben sind, fich 105 ==. 25,2pC . O tsfremde befanden. Dürsten mir diese von der Gesammtfumm: abred)oe», so würde sich dadurch daS Slerdfichk-itSoerhällniß für die Stadt Gießen und somit auch für den ganzen KreiS wesentlich bester gestalten. Gießen, im März 1885. Grotzh. KreiS-GesrrndheitSamt Gieße«. Universität-- Chronik. — Profeffor Leopold v. Ranke in Berlin ist auS Anlaß deS 60jährige, Jubiläums als Piof'ffor an der dortigen Universität, welches der berühmte GeichichtS- toefcher am 31. d. M. begeht, die Erthrilung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Berit« zugedncht. — Für die Besetzung der Stelle eines Oberbibliothekars an der Koaigl. Landes- Unioerfiiäi zu Berlin find in Aussicht genommen der Oberbidfioth^kar der Straß, burger Universität, Professor Dr. Barrack, der Hauptvtbfiothrkar der Göttinger Universität, Proststor Dr. WllmanuS und der Director de« König!. Kupferst chkadlnttS m Berlin, Dr. L'vpmann. — Der Prof stör der Theologie, Consistorialrath Dr. Merkel in Rostock, hat einen Ruf nach (Äßtt'n gen erhalten und angenommen. — Der Universität Halle ist aus dem Nachlaß des alS Entomologe wohl» b kannten KreiSgertchtSrathS a. D- Kef erst ein in Erfurt besten gesummte Schmetterlingssammlung, sowie auch dkffen entomologische Bibliothek Übergeben. DaS Geschenk rep äfenttrt einen Werth von ca. 15,000 JL. Vermischte-. AuS Rheinhessen. (Die Bürgermeister wählen auf dem ganbej Bekanntlich interpell'rte jüngst in der hessischen Kammer der Abgeordnete Ohly die Regierung über die bei Bürgermeister wählen in einzelnen Landgemeinden, inSdcsond-re durch unerlaubtes Stimmenwerben vv'g kommenen schweren materiellen GJ'tzeSverfitzuvgen, und wie die St rnmenei w rbung gesch eht bei diesen Gelegenheiten, büifte wohl aPen Lesern hinreichend bekannt fein. Jeder bat eS wohl schon selbst zugesehen, wie eS bet bei Bürgermeisterwahlen hergeht, und daß da nicht wenig an Speisen und Getränken coi» fumtrt wird. W«r find tn der Lage, auS der jüngsten Zeit einige Illustrationen hierzu zu liefern, die man wohl kaum für glaublich halten sollte, die jedoch factisch vorgekommen sind. In einem O'te unserer Provinz wurden vor der Wad! von dem einen BürgermeisterS'Candidaten 3» Glück Wein zum Besten gegeben; der Gegenkandidat, der seinem Rivalen nicht nachstehen wollte, feuerte seine Wähler mit ebenfalls 3 Stück an. Rechnet man dazu noch, was nach der Wahl von dem Sieger noch seiner Partei gespendet wurde, so confumtrten die Bürger deS betreffender' Dorfe« für die große nid anstrengende Arbeit ihrer Stimmenabgabe, wie un8 glaubwürdig versichert wurde, 12 Siück Wein, d. i. 14,400 L ter (sage und schreibe vierzehntausend vierhundert Lster). Doch noch n cht genug dam-t! Für den Durst war wohl gesorgt, noch nicht aber für den Hunger. D-r glücklich gewählte Bürgermeister hatte einen Ochsen im Stalle, dieser mußte zur größeren Feier deS TaaeS sein Leben lösten; da aber einige fanden, „daß er etwa« mager sei" und man zum Mageren etwas Fett Haden muß, so wurde die Mager- kett noch durch ein fette© Schwein ausgeglichen. — In einem anderen Dorfe hatte aus veischirdenen Gründen die Bürgermeisterwahl dreimal wiederholt werden müsse», und nachdem glückl ch ein neuer Consul auS der Wahlurne heroorgegangen und die Freuden der Bürgermeisterwahl von den biederen Emwodaern dreimal durchkostet waren, mußte man auch für emen Beigeordneten sorgen. Zwar war eS eine schwere Arbeit, zum vierten Male fich den Strapatzen deS Wähl-'nS zu unterziehen, jedoch der in Aussicht gestellte Lohn war g-oßartig; zum v erten Male gingen die Männer an'S Werk, und eS gelang, der S>eg war erfochten. Die versprochenen Quantitäten wurden gegeben und die H lden des Tage« thaten sich gütlich nach dem schweren Kampfe, die« war n chi« Besonderes, bei dieser Wahl mußte etwa« Außergewöhttliche« gesch-hkn. Nachdem dte Männer befriedigt, kam die Reihe an ihre« Daseins bessere Hälften. Am solaenderi Tage wurden die Frauen zuerst mit Kaffee und Kuchen, später aber Mit süßem Wein, Fleisch und Wurst regaltrt, und soll da- zarte Geschlecht wa§ Co"sumfäh'gkkit anlangt, dcn Männern durchaus nichts nachgegeben haben, in aal; gelaff.ner F öhl'chk.tt aber waren fie denfilden bei Weitem voraus. — Der durch solche Consumtionen angerichtete finanzielle Schaden ist aber noch nicht einmal der bedeutendere, da die Bürgermeister resp. Beiaeordneten meistens wohlhabendere Leute sind und eine solche Ausgabe schon tragen können; von größerer Wichtigkeit ist der moralische Schaden, den die betnffenben Gemeinden erleiden, da auf d ese Weise oft Nicht Deifinige zu dem betreffenden Ehrenamte kommt, der der würdigste und geeignetste ist, sondern der am meisten draufgehen läßt. Außerdem wird dadurch Zank, Streit und Parteisucht, die ohnehin schon mehr aI6 nöthig vorhanden sind, nut noch vermehrt und vergrößert. Wir können aber nur wünschen, daß diesem Unfug endlich einmal durch M' l» s a gest uert wird. SchifsSuachrichten. Bremen, 18. März. (Per transatlantischen Telegraph^) Der Postdampf« America, Capt. G- Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. März von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehaltm in Baltimore anaefomm-n Die Harzer KLsefabrik, Eingetragene Genossenschaft zu Wernigerotzr hat sich durch Lieferung von nur ächtem und sanberem Fabrikat einen Weltruf erworben. — Wir können daher nicht umhin, unsere Leser zu bitten, sich durch einen Versuch von der Vorzüglichkeit dieser Waare zu überzeugen und machen auf daS sich in dieser Nummer befindliche Inserat besonders aufmerksam. 96 Das durch diese Firma beschäftigte Personal zahlt schon nahe an 150 Personen. LebensverstcberunssSk Lache. Sehr erfreulich ist es, daß das Verftändniß für die Versicherung des Lebens auch im deutschen Reiche sich immer mehr Bahn zu brechen scheint; beinahe sämmtliche Gesellschaften, welche bis jetzt ihren Versichcrungsstand vom verflossenen Jahre publicirten, konnten eine vermehrte Zunahme gegen frühere Jahre nachweisen. Auch im Jahre 1885 scheint die Benützung dieser Institute fortzuschreiten; so bat z B- die LebenSversscherirngS' und Ersparnitz-Bauk in Ltuttgart vom Januar und Februar wieder einen Zugang von ca. 800 Anträgen mit 41 /4 Millionen Mark zu verzeichnen. Tie Versicherung des Lebens kann nicht genug empfohlen werden. Kein Familienvater sollte säumen, sich bei irgend einem soliden Institut zu betheiligen. Ganz entschieden trägt die Versicherung zur Erhaltung der Gesundhest, insbesondere aber im Krankheitsfalle zur Genesung des Kranken bei, well die Sorge urn^das Wohl der Seinen, welche denselben so häufig quält, von ihm genommen ist- Stirbt der Versicherte, so tritt für die Hinterbliebenen unmittelbar nach dem Tode die Hülfe ein- So hatte z. B. die bereits erwähnte Bank im vergangenen Jahre 516 Todesfälle mit ü- wraus. - Der W noch nicht einmal bR 18 woblhabenbere W ßner WichtiM iß l« da auf biefe Seife« .ürdigste und geeigM adurch Zank, Streit B nur noch vermehrt tut i6 endlich einmal M .hi Der Postdanch Bremen, velcher " iehalten in BalttM drifat einen Keltm L,» « ,b m°-h-n l"f *5S"* *,*ä**'’l ipM" ®?r5e* WJ inWÄ zesundhkit, W juimen tu-. «M etj jgSPJ ontern st- S 'üä'Ä Oberhesßsche Eisenbahnen. Die Lieferung unseres Bedarfs an Äormularien für die Zeit vom 1. Avrrl 1885 bis dahin 1888 soll vergeben werden. Bedingungen und Muster liegen bei unserer Magazinsverwaltung zur Einsichtnahme aus. Angebote sind bis zum 28. b. Mts. versiegelt und mrt bezüglicher Aufschrift versehen hier einrureichen. 2Ub4 Gießen, den 19. März 188o- Grostherzogliche Direction. Oberhesßsche Eisenbahnen. Die Ausführung von rot. 60 qm Ba° foltpftaster 2. Sorte auf der Rampe rm Bahnhofe Gießen soll vergeben werden. f der Registratur m, Zimmer Nr- sind an den Unterzeichneten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 26. d. Mts., Abends 6 Uhr, einzusenden. „ Gießen, den 19. Marz 188o. Der Eisenbahnbaumeister. 2023 Stegmayer. Bekanntmachung. Die Holj Versteigerung vom 19. d MtS in der Großh. Ob erforderet Schiffenberg ist genehmigt. Empfangnahme der Abfuhrscheine auf Großh. Rentamt Gießen vom 31- März an. Ueberlieferung und erster Absuhrtag des Holzes am 1. April- Gießen, am 20. März 1885. Großh Oberförstern Schiffenberg. 2068 I. V-: Walther, Forst-Assessor. Holzversteigernng. In den Mitgebrauchswaldungen der 'Gemeinde Treis a/Lva- werden ver- • steigert: L Mittwoch den 25 März 1885, von Vormittags 9y2 Uhr an, in den Distrikten Neue Wald und Aspenstrauch 181,4 Rm. Buchen-Scheit, 91 Rm. Luchen-Knüppel, 390 Rm. Buchen- Ltamm- und 359 Rm. Buchen- und 20 Rm. Werden-Zopfreis. II. Donnerstag den 26. März 1885, von Vormittags 10 Uhr an, ■in den Distrikten Buchwald, Pfingst- lopf, Alteunter, Himberg, Heege und Dodenberg 4 Eichen-Stämme von 26—35 Ctm. Durchmesser, 3—6 Mtr. Länge und 1,44 Festm- Inhalt, 16 Nadel-Stämme von 15—26 Ctm. Durchmesser, 6—14 Mtr. Länge und 5 Festm. Inhalt, 14 Rm. Buchen-. 4 Rm. Nadel-, 12 Rm. Eichen- und 1 Rm. Aspen- Scheit, 3 Rm Buchen-, 46 Rm. Nadel- und 10 Rm. Eichen-Knüppel, 40 Rm. Buchen-, 120 Rm. Nadel- und 40 Rm. Eichen-Zopsreis, 930 Rm. Nadel-Stammreis u. 2 Rm Buch en-Stöcke. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage im Distrikt Neue - Wald bei Nr. 1, am zweiten Tage im Distrikt Buchwald, an der Straße nach Mainzlar. Treis a/Loa., den 20. März 1885. Äroßh- Bürgermeisterei Treis a/Lda. Benner. 2057 Regen- u. Sonnenschirme. Montag den 23 März, Nachmittags 2 Uhr, werden im Wiener Hof, Neuenweg 62, Horrmann'sche Besitzung, eine große Parthie mod. Regen- und Sonnenschirme, in Seide, Aanella und anderen Stoffen versteigert. 2037 Hosfm an«, Ortsgerichtsmann. Die Bedingungen sind m Großherzoglicher Directi 4, einzusehen. Angebote Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerungen in Gräflicher Oberförsterei Saubach. Zur Versteigerung kommen: I Freitag den 27. März d. I.. nach Zusammenkunft um 10 Uhr Vormittags am Eingänge in den Wendegrund von Villingen her, n vorgezeigt im Lenzesberg, Hubberg und Hirschroth: 12 Rm. Buchen-Scheitholz, 194 Rm. -Stammprügel, 1078 Rm. -Stammreiser in Schichten, 100 Rm. Eichen-Stammreiser, 39 Eichenstämme = 10,31 66m., 2 Hainbuchen = 0,34 66m., 1 Birke = 0,30 66m., 20 Fichtenstämme = 6,39 66m., 302 Fichtenstangen (Leiterbäume rc), Lesholz abtheilungsweise; 2) unvorgezeigt im Hölzchen: 2,5 Rm. Nadel-Prügel, 292 Rm. ' Buchen-Stammreiser in Schichten; im Backöfchen:J 3 Nadelstämme — 0,80 66m., II. Montag den 30. März d. I, nach Zusammenkunft um 9 Uhr Vormittags im Süßenkopf bei Holznummer 286, 1) voraezeigt im Süßenkopf und Hausplatz: 456 Rm. Buchen- Scheitholz, 276 Rm. -Prügel. 139 Rm. -Stöcke, 426 Rm. -Reiser, 2) unvorgezeigt im Ziegelhüttergraben: ca. 50 Rm. Buchen- Stock- und Reishoh; im Revier Thiergarten: Lesholz abthei- lungsweise. Laubach, den 13. März 1885. 2061 Gräfliche Forstverwaltung. Kemmericli’s Delicatefsen-Hand- lungen. Haupt-Depot bei Türk & Papst, Frankfurt a. M. J. G-.D. Bapst, Marktplatz, Colonial-u.Eisenwaarenhdlg. Grosses Lager in allen Arten Haus-u. Küchengeräthen, Oefen, i&4ind Herden. 102 Kohlen-Handlung en groa & en detail. ZE Organ derNatlonalliberalenPartei in Mittel-u.Zilddeutschtand. 1841] Schüler finden freundliche Aufaufgaben, in einer Beamtenfamilie. Näheres bei -er Exped- d. Bl Thütige Agenten f. Caffee u. Thee j —, an Private i. jed- Stadt u- Ortschaft sucht nähme, eventuell Nachhülfe bet ihren Schul- Emll Schmidt & Co., Hamburg. 300 Mk. c1 m w Fixum u. 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D i e Verwaltung kennt fein anderes Streben, als b i c Interessen der Versicherten durch Vorsicht bei der Aufnahme neuer Mitglieder behufs Erzielung möglichst geringer Sterblichkeit, durch mäßigen Verwaltungsaufwand und durch günstige und sichere Anlage der Fonds zu fördern und so die Prämien- lei st ungen der Mitglieder nach Möglichkeit zu vermindern. Alle tteberschüsse stießen ausschließlich nur den Versicherten in Form von Dividenden zu. Die Dividenden können bezogen werden: nach Plan A, wöbe.' jede Prämie Anspruch auf Dividende hat und wobei seit dem 30jährigen Bestehen der Bank durchschnittlich 37% als Dividende auf die lebenslängliche Prämie und an die abgekürzt Versicherten extra 18%% auf die Zusatz-Prämie vertbellt und hiedurch die ohnehin sehr niedrig bemessenen Prämien auf das gering st e Maß reducirt wurden. . Bei Dividenden bezug nach Plan B werden die Dividenden voraussichtlich um 3«/o der Prämie jährlich st eigen, so daß der Versicherte bet der 34 st en Jahres-Prämienzahlung von jeder ferneren Zahlungspflicht befreit wird unb von d a ab eine jährlich steigende Rente zu gewärtigen bat. D i e abgekürzt Versicherten erhalten hier die volle Dividende aus der Gesa mmt-Prämie also incl. der Zusatz-Prämie. 2065 Anträge nimmt entgegen: H. Flick, Westanlage 28. Wallthorstr. 44 t Wrtdi Wallthorstr. 44 übernimmt unter Zusicherung prompter Bedienung zu billigen Preisen die Anfertigung von Zeichnungen und Kostenanschlägen über Wohngebäude, Läden re., liefert Gut achten, statische Berechnungen von Baueonstruetionen u. dgl. Die besten Referenzen über ausgeführte Arbeiten stehen zu Diensten. 1255 2046 Ein Mädchen, welches kochen ' mn, gesucht. Stabt Mainz. Herren- u. Damen- Dtrohhüte >erben gewaschen, gefärbt unb faevmürtchei )76 C. L. 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