Nr. is Donnerstag den 22 Januar 188» Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den .Ureis Gießen. tprei* vierteljährlich 2 SR art 20 Pf mit »rtn^rrM^n. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart ÜV Pj. Erscheint täfllid) mit «vouichme M Msntatzl. OlWMtt t «chulstraße 7. Aeußerungen des Ministers über die Sulusrage; derselbe meinte, die Unterznch- nunfl der auf die Sulusrage bezüglichen Conoenlion verzögere sich, da zwische« England und Deutschland Meinnngs-Verschiedenheite» wegen der Handels-Änye- legercheiten auf Borneo bestünden. EL scheint, daß die deutjchrn und die englischen Jntcriffen adiangen, sich überall zu kreuzen. Die französischen Gegenvorschläge zu den von England gemachten Vorschlägen behufs Lösung der egypttschen Finanzfrage sind nunmehr in London überreicht worden. Der Inhalt derselben läßt sich in folgend?« Punkten zusammenfassen: 1) Eine von allen Mächten garantirte Anleihe im Betrage von 9 Mill. Psd. Steil, zu 3'/r P^t. verzinslich, soll zur Deckung der schwebenden Schuld, zur Herstellung des Budget-Gleichgewichtes und zur Entschädigung der Opfer des Bombardements von Alexandrien dienen. 2) Die Coupons der unificirten Schuld sollen provisorisch mit einer Steuer von 5 yCt< belegt werden. 3) Die Deleguten Deutschlands und Rußlands sollen Sitz und Stimme in der Stagisschulden-Commission erhalten. 4) Die Daira- und DvmäneN'Verwaltung bleiben getrennt. Das Einkommen aus beiden soll nicht zusammengeworfen und an die Bank von England abgeführt werden. Im Uebriaen schließen sich die Gegenvorschläge den englischen Propositionen an und leisten ÄLbesondere der projectirten Einführung von Personalsteuern für Au», länder keinen Widerstand. Der in der südamerikanischen Föderativ.Republik Columbien ausgebrochene Bürgerkrieg nimmt für die Central-Regierung eine immer bedrohlichere Gestalt an. Der Aufstand erstreckt sich bereits auf ö Staaten und halten die Insurgenten Baramquilla besitzt, doch ist es den Regierungs- Truppen gelungen, die Stadt Cartbagena von den Insurgenten zurückzuerobern. Politische Ueberficht. Giefien, 21. Januar. Aus den Mittheilungen klerikaler Blätter aus Limburg über hi» Uacanz des dortigen bischöflichen Stuhles scheint, wie die „Rat.-^tg. meint, bervorzugchen, daß man behuss Vermeidung der durch dcn gesetzlichen Eio der Vislbuwsverwefer sich ergebenden Schwierigkeiten von der Wahl eines solchen absihen und alsbald die Einigung über die Person eines neuen Bischofs ver- suchen will. Ob Mcfdbe durch directe Verhandlung zwischen der Regierung und der Curie ober vermittelst der üblichen Vorschlagsliste des Dom-Captte!« erfolgen soll, darüber gehen die Angaben auseinander. Reben dem Domherrn Dr Keysir in Breslau werden als Candidaten jetzt auch die Herren Prälat Weylano in Wiesbaden und Sladtpfarrer Münzenberger in Frankfurt a. M. bezeichnet. Allerorten rüstet man sich zur Rcalisirung des Gedankens, dem Fürsten Bismarck zu dessen 70. Geburtstage ein nationale« Ehrengeschenk darziibrii gen. Sehr wünschentzwerth erscheint e« aber, daß hierbei möglichst einheitlich vorgcgangen wird, da nur hierdurch die angeregte Idee in einer der Ration würdigen Weise zur Ausführung gebracht werden kann und ist auch zu diesem Zwecke Die Bildung eine« CenttabCornitö« in Berlin erfolgt. Am Sonntag Nachmittag ist in der königlichen Familiengruft der Ludwigsburger Schloßkirche die feierliche Beisetzung der Leiche des Prinzen August von Württemberg erfolgt. Hassan Fehmi Pascha, der türkische Justizminister, der bekanntlich in London ein Abkommen der Pforte mit England bezüglich der egyptischen Frage erzielen soll, hat in Paris eine lange Unterredung mit dem Conseil- Präsidenten Feny gehabt, der man große Wichtigkeit beimißt. Eö soll Nch hierher um nicht« Geringere«, als um die Frage der Absetzung des Khedive Tewsik Pascha gehandelt haben; eß heißt, die Pforte befürworte die Candidatur Halim Pascha'« um den egyptischen Thron. Bon der Entthronung des gegen- madigen Dicelönigs von Egypten ist schon öfter« die Rede gewesen und die Beweise, die derselbe bislang von seiner Regierungskunst gegeben hat, würden eine solche Maßregel auch erklärlich erscheinen lasten. Für die Engländer, die Herren im Pharaonenlar.de, ist aber der energielose, unselbstständige Tewsik Pascha gerat); der geeignete Mann, den sie nicht ohne zwingende Umstände fallen lasten werden und es ist daher nicht sehr wahrscheinlich, daß der Ver- trauensmann des Sultan« — fall« sich seine Mission wirklich mit aus die Frage der Absetzung Tewsik Pascha « erstreckt — damit beim Londoner Cabinet Glück haben wird. Ob c« Hassan Fehmi Pascha dasür eher gelingen wird, die englische Regierung bezüglich der von der Türkei angeblich ausgestellten Forderung, türkische Truppen als Besatzung in Alexandrien zuzulassin, derselben günstig zu stimmen, ist ebenfalls noch sehr zweifelhaft. Die italienifd)e Depntirtenkammer hat am Samstag in wiederholter namentlicher Abstimmung hie Eisenbahn-Conventionen mit 162 gegen 73 Stimmen definitiv angenommen, was einen entscheidenden Erfolg des Cabi- nct Depretis in besten innerer Politik bedeutet. Der Versuch der von CriSpi, Ricotera u. s. w. geführten Opposition, der Regierung in dieser wichtigen Fruge Verlegenheiten zu bereiten, ist somit vollständig gescheitert und die Opposition wird sich daher ein andere« Feld für ihre Angriffe suchen müsten. Verschiedene Anzeichen beuten daraus hin, daß sie nunmehr Die Colonialpolitik des Cabinets DepretiS zu ihrem AngriffSobjcct machen will, aber auch hier dürsten die parlamentarischen Gegner Depretis' schwerlich viel Glück haben, zumal Die lebhafte Theilnahme, welche die italienische Bevölkerung der Affab-Expedition widmet, beweist, daß Herr Depretts gerade mit seiner Colonialpolitik das Land hinter sich hat. In der spanischen Deputirtenkammer ist vorige Woche die auswärtige Politik de« Cabinet« Canova« del Castillo sehr eingehend erörtert wurden. Hierbei gelangten namentlich die Frage der Erhebung der deutschen Gesandtschaft in Madrid und der spanischen Gesandtschaft in Berlin zu Bot- schäften und die Sulusrage zur DiScussion. Bezüglich ersterer Angelegenheit wies her Minister des Auswärtigen auf die Schwierigkeiten hin, welche sich durch die Haltung de« deutschen Reichstages Der Erhebung entgegenstellten — ein Beweis, mit welchem Interesse man auch in Madrid die Vorgänge im deutschen Reichstage verfolgt; fraglich bleibt es indessen, ob eine Etats-Forderung für die Umwandlung der deittfchen Gesandtschaft in Madrid in eine Botschaft vom Reichstage abgelehnt worden wäre. Recht bemerkenswerth erscheinen die Einla-ung zur Mahl des Vorstandes dcr israrl. ReUgionsgemeiude gi Gicsten. ,mrü hiermit tur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß, da die Dienstzeu des Vorstandsmitglied, Herrn Isaak Hanau abgelausen ifl »em* »<« Vorschriften der Wahlordnung vom 4. August 1871 die Wahl eine« Vorstandsmitglieds der israelitischen Rcligionsgemeinde;u Gießen Mittwoch deu 28. Januar l. I. IN dem Saale des allen NathhauseS dahier stattfinden soll. , , . . .. „ Sämmtliche nach S 2 der genannten Wahloronung Stimmberechtigte werden »ur Wahl nut dem Bemerken eingeloden, daß die Abstimmung 8.x* »üttan« von 9-12 und'Nachmittag« von 3 bi« 5 Uhr stattfinden wird und da» austretende Vorstandsmitglied wieder wahlbar ist. Gießen, den 16. Januar 1885. a, Der WahlcominHär: RÖmheld, Regleruqgsaccesstst. ___________________________________________________ Darmstadt, 18. Jar.uar. Auf Gründ der Allerhöchsten Verordnungen vom 6. Dccemaer 1884, dte Voroerettung für den Staatsdienst 'm Justiz- und Verwaltung«- fache und bezw. die Vorbereitung zum Staatsdienste In drm Ftnanzfach und dcn technischen Fächern betr., wurden die nachdt-eichneten Acc-ssisten zu Assessonn, bcza>. Ban- meistern ernannt:; ,r ,, 1) Zu RegterungS-Assessoren: Die RegteruuaSaccrssisten Christian Eckha-d, Ernst Braun, Eduard Wollau, Heinrich Jrle, Ludwig Nebel, August Hatkemar, Pkter WUrich. Giorg Hörle, W lh lm Best, Avam Franz Wick. rp 2) Zu Gerichts-Assessoren: Die GrrtchtSaccessisten Adolph M'tz Ludwig Bötticher, Ludwig Schudt, Dr. Karl Meise!, Theodor Kolb, Dr. Max Mryrr, Theodor Seeger, Karl Günther, Richard Stephan, Dr Eduard Löwe, Ludwig Gottwerth, Karl TaschS, W lhclm Bücking, Johanne« Wagner, Georg G ünewald, Ka,l Psannmüller, W'thelm Sander, Dr. Gg. Best, Gustav Wallenstein, Georg Dteffenbach, Otto Schwarz, Geo g Olt. Joseph Philipp Blllhardt, Georg Kolb, Heinrich Nec«, Rudolpb Prälortu«, Wilhelm Salzer, Em-l Schlapp. Karl Kolb, Franz ??ufe, Dr. Johann Nuß. Dr. Franz Vogel Karl Theobald, Gottlieb Clement, Rudolpb Keiber, R chard N Spel, Kail Welsch, Frch Kreitz, Vhil pp H'll. August Schmcckenbrcher, Heinrich Anschütz, Karl Warthoist, August Blum, Dr. Friedrich Buff, Heinrich Giller, Mox ü. Bi g'leden, Karl Schwe'Sgut, Eduard König, Dr. Ludw g Bruch, Fr'tz Brill, Ludw g F scher, Hermann Schlich, Julius Göring, Heinrich P-ter Wctnel Daniel Lorbacher. August Ruch, Dr. Georg Schmidt, Friedrich Bicrau. Hermann Jäger, Johann G-org Jrhle, Dno KUederger. 3) Zu Steuer - Assessoren: Die Finanzaccrssisten Heinrich Nicklas, Friedrich Schmitt. 4) Zu Forst,Assessoren: Die Forstacc-ssiflen Eduard Hallwachs, Friedrich Bücking, Eduard Douiweto, Ernst Emil Hoffmann. Heinrich Grün-wald, Philipp Wolther, Augustl Diefenbach, Christian Müller, August Lang, Franz Hofmann, Moritz EsU, Friedrich 3o.^>v, Her mann Kutsch, Johann Bop ist Schwarzmann, Karl Schneider, Ludwig Sp-ngler, Wilhelm Schaller«. 5) !Zu Baumeistern: Die Bauaccessisten Dr. Esmuud Hcffe, Wilhelm o. Ri.ffe., «rorg -^neiber, Moritz Reinhardt, Hermann Doudt, Gustav Neuling, Paul Lucius 'Friedrich Z mmer, Reinhard Klingelhöffer, G-org Schneller, Hetortch S'mon, Rudolph ^tevhan Otto Schmandt, Franz Frenay, Burckhardt Äaibtl, Friedrich J2ger, Rudolph Schm.dt. sowie der Maschineningenieur Friedrich Heß- . e . Berlin, 19. Januar. Das heute erichwne Weißbuch trägt den Titel. Deutsche Land-Reclamationen aus Ftdji und umfaßt 33 Aktenstücke vom 31. Octo» der 1874 bi» 16. September 1884. Daffelbe stellt eine zehnjährige außerft mühevolle Action der deutschen Diplomatie dar und ist um w^emerkenSwerlher, al« die englischer seit« angefochtenen Besitzansprüche deutscher Staatsangehöriger aus Fidji mit in erster Linie der Reich-regierung tu ihrer gejammten gegen, «artigen actinen Colonialpolitik Veranlaffunz gab. Der Ausgangspunkt ist die Besitzergreifung der Jidji-Jnseln durch England im Oetober 18i4 Im Ve olg deffelben wird bemerkt, daß Schuldsorderungen, die vor 18.1 eon rah.rt waren nicht einklagbar erklärt «erden, dte,er Termin wird spater aus 10. October ^Z74 vorgerückt; außerdem wurden Eigenthumstitel erworbener Ländereien einer besonderen Commission überwiesen, deren Prüfung sehr langsam vorschritt. Hieraus bezügliche im Weißbuch abgedruckte Land-Reclamationen und Petitionen geschädigter deutscher Eigenthümer bei der Reichsregierung bilden den Gegenstand fortgesetzter Beschwerden der deutschen Regierung in London. Berlin, 20. Januar. [9tetd)6tag.] In der heutigen Sitzung deS Reichstags wurde d-r mtt Griechenland abgeschlossene Hanv-lSo-rtrag in elfter und zweiter Lesung genehmigt, da der Vorschlag deS Abg. Brömel aus Verweisung an eine Commission wcht beliebt wurde. ES wurde anerkannt, daß btcfer Vertrag günstiger sei, alS der mit Spanten abgeschlossene. Der Hauptheil der Sitzung wurde durch die Berathung deS Martne-EtatS auS^ gefüllt, an dem die Commission nuc ganz unbedeutende Abstriche gemacht batte; etz wäre allo gar kein Material zur Diskussion weiter vorhanden gewesen, wenn sich n cht «elegenttlch deS Postens: Gehalt des Cbess der Admiralität, welcher Titel gewohnlich zur E'ö-ttrung aller in da« betreffende Reffort schlagenden Dttailftagen benutzt wird, eine Colonialpoltt k-Debatte tn optima forma entw ckelt hätte, an der sich freilich nicyi der L"-r Chef der Avmiral'tät, sondern die Abgeordneten v. Frankenftetu, v. Stauffen- berg, Hasencl'vrr, v. Helldors, Dr. Bötticher, Richter, Dr. Wtndthorst und Woermann ^^^^B'merkmSwerth hierbei waren die Reden der Centrumsführer und ist denselben um so größere Bedeutung betzulegen, alS gerade der Abg. v. Franckenftein, spectell in Finanzsachen, tn die Debatte dann etnzugre fen pfl'gt, wenn eS sich um Aeußerungen dreht aus die die Partei einen besonderen Nachdruck legen will. Colonialpoltttk, erklärten die Redner deS CentrumS. setze Colontten voraus; eine verständige, maßvolle, zielbewusste Colonisation wollen wir unterstützen, nicht uns aber blindlings, zumal auf die Autorität einiger Wenigen hin, in verantwortungsvoller Weise engagiren. Graf Stolberg beleuchtete das Verhältniß der Landwtrthschaft zur Colonial- wolitik und betonte die Fürsorge der conservatioen Partei für Landwtrthschaft und Arbeiterftand, wogegen -hm Abg. Richter erwiderte, daß seine Partei v-rmuthltch deß- halb für bte Erhöhung der Getreidezölle stimmen würde. D.m Abg. Wtndthorst, der von einer Colonialpolltik Woermann contra Meyer, rtfp Hamburg contra Bremen sprach, wie sich das Verhältniß tn der Commission gestaltet hab?, antwortete Abg. Wo.rmann, daß eine solche R.valstät zwischen Bremen und Hamburg nicht exstire. iri Auf eine Beschwerde des socialdemokraiischen Abgeordneten Meister, daß die Werftverwaltung in Wilhelmshaven Arbeiter entlassen habe, die beschuldigt, aber keineswegs überführt gewesen, soc aldemokcattsche Sttmmzttttl verthrilt zu haben, beruft frch v. Caprivi auf das Reglement, das ihm, resp. bem Werftdtrector, daS Recht gebe, .dieses Gift" von den Arbeitern fernzuhalten. Morgen steht der Börsensteuergesetzentwurf zur Berathung._____________________ Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 20. Januar. Der „Reichs-Sinz." meldet, Se. Maj. der Kaiser sei durch einen Erkältungszustand genöthigt, seit gestern das Bett zu hüten. Berlin, 20. Januar. Der dem Reichstag morgen zugehende Oechelhäuser'sche Börfensteuerantrag ist von den Nationalliberalen dahin abgcandert, daß die Besteuerung nicht von 1000, sondern von 5000 Mark ab beginnt und die Steuer auch bei Geschäften über 1000< 0 Mark steigt und zwar für je 100000 Mark um 2 Mark. Berlin- 20. Januar. Der Abg. v- Benda erhielt aus eine dem Reichskanzler überreichte, aus seinem Wahlkreise eingesandte Adresse ein Dankschreiben Bismarck's vom 7. d- M-, worin dieser Benda bittet, den Wählern für diese Beurkundung des Wohlwollens und des Vertrauens seinen verbindlichsten Dank auszusprechen. Die große Ja bl von Unterschriften sei ihm ein erfreuliches Zeichen für die fortschreitende Erkenntniß der Gefahr, welche für die Zukunft des Reiches in der Zersetzung der Volksvertretung durch die Fractionspolitik liege. Darin finde er die Ermuthigung, im Kampfe gegen die feindliche Coalition verneinender Geister auszuharren. Wien, 20. Januar. (Abgeordnetenhaus). Die Regierung bringt Vorlagen ein, betreffend die Einstellung der Wirksamkeit der Geschworenengerichte in Wiener-Neustadt, den Vertrag bezüglich unterseeischer Kabel, Aenderung der Reichsraths-Wa^ordnung in Niederösterreich, Abänderung der Bestimmungen über die Einlösung der Böhmischen Westbahn, Betriebsübernahme eoent. Einlösung der Prag-Duxer und Dux-Bodenbacher Eisenbahn, Erneuerung der Concessionsbedingungen der Ferdinand-Nordbahn. Abg. Nuß interpellirt wegen Unterstützung der Wahl Triest's als Kopfstation für die deutsche Dampserlim^ gQnuar. Das Journal „Paris" erklärt die gestrige Nachricht des Temps", daß der Kriegsminister einen Gesetzentwurf über die Mobilisirung im kleinen Maßstabe vorzulegen beabsichtige, für unbegründet. — Von Algier aus sind die Dampfer „Bearn" und „Provence" mit 2600 Mann für Tonkin in Sce gegangen. Köln, 20. Januar. Wegen sehr niedrigen Wasserstandes und wegen des Treibeises, welches sich bei 5 Grad Kälte gebildet hat, ist die Schifffahrt aus dem Rhein eingestellt. Die Schiffbrücke wird demnächst abgesahren. Mannheim, 20. Januar. Gutem Vernehmen nach ist sestgestellt worden, daß der gestern in Hockenheim verhaftete Schreinergeselle, an dessen inneren Handfläche sich eine etwa 8 Tage alte Schnittwunde befindet, sich vor 8 Tagen in Frankfurt ausgehalten habe. (Siehe Mannheim unter Verm.) — Wie die „Bad. Landeö-Ztg." wissen will, stimme das Signalement des in Hockenheim verhafteten Mannes mit dem von der Criminalpolizei in Frankfurt von dem vermeintlichen Mörder des Polizeirath Rumpff gegebenen überein. Außer auf den ihn verhaftenden Gensd'arm habe der Verhaftete auch auf zwei Bürger von Hockenheim geschossen. London, 20. Januar. Der Premier Gladstone kam Nachmittags von seinem Schlosse Hawarden nach London und präsidirte einem Cabinetsrathe, welchem alle Minister beiwohnten. London, 20. Janunr. „Times" kcittstrt wiederholt die französischen Gegenvorschläge und bezeichnet dieselben als absolut unvereinbar mit einer Englands würdigen Politik. Dieselben könnten augenscheinlich auch nicht derartig modificirt werden, um eine erträgliche Basis für die Unterhandlung zu bilden. Insbesondere be* rämpft dos Blatt die internationale Garantie, die Enquete und die Reutralisirung des Suezkanals und glaubt, die Regierung werde möglicherweise behufS rascherer Erledigung der Finanzfrage einen neuen Plan unterbreiten, wonach England allein die Garantie für die Neunmilltonen-Anletbe übernehme und die Domänen, und Daira- Einkünfte als Sicherheit sür die englische Anleihe nicht beanspruche. Diese Garantie, meint „Tim?S", würde natürlich bte Behelligung der übrigen Mächte an der Verwaltung Egyptens ausschlteßen und die Aushebung des L'quidatrons - Gesetzes zur Folge baden. London, 20. Januar. Ein Telegramm des Bureau Reuter aus Rom von gestern meldet, der italienische Botschafter in London habe vor etwa vierzehn Tagen an Lord Granville ein Schreiben gerichtet, worin er die guten Dienste Englands bei der egyptifchen Regierung behufs Abtretung Massauah's an Italien nachsuchte. Lord Granville entsprach diesem Ersuchen durch einen Brief an Barina, die egyptische Regierung jedoch lehnte das Verlangen Italiens ab, weil eine solche Abtretung im Widcr- Ipruch stände zu den Firmans des Sultans- Nom, 20. Januar. Die „Agenzia Stesani" erklärt, daß die Meldung Les „Reuter'schen Bureaus" über ein von dem italienischen Botschafter in London .on Lord Granville gerichtetes Schreiben, in welchem um die guten Dienste Englands bei der egyptischen Negierung in Betreff der Abtretung Massauah's an Italien nachgesucht werde, für unbegründet. Port Sayd, 20. Januar. In Folge heftigen Sturmes ist die Schifffahrt im Suezkanal eingestellt; alle Schiffe sind in Sicherheit. Petersburg, 20. Januar. Ein kaiserlicher Ukas ordnet an, daß wäh- renb der Abwesenheit R-utern'r, welcher sich einer Kur unterzieht, Graf Pähle» dem Minister-Comite präsidire. , . Odessa, 20. Januar. Die hiesige deutsche Colonie beschloß, bei der Jahresfeier der Wiedererrichtung des deutschen Reiches den 70. Geburtstag Bismarck's festlich zu begehen und dem Reichskanzler durch eine Deputation ein Ehrengeschenk zu überreichen. c t_ Berlin, 21. Januar. (Privat-Depesche). Se. Majestät der Kaffer hatten eine gute Nacht. Der Zustand des Kaisers ist bestem Vernehmen nach unbedenklich. ... Lokales. Gießen, 21. Januar. Die zum Besten der Kasse der Aftceschule geplante Reihe von Vorträgen ist gestern aufs Glücklichste burch ben Vortrag des Herrn Nealgymnafiar» lehrer Schwabe über da? deutsche Volkslied eingeleitet worden. Durch dte Gtsänpe OssianS angeregt, sammelte Herder „die Stimmen der Völker , herrliche Perlen der Volkspoesie der ganzen Ecde; Achim v. Arnim und Clemens Brentano ließen dann in „des Knaben Wunderhorn" daS deutsche Volkslied m cu fernen manoichfaltlgen Tönm erschallen. ., n . . . Die Fcethkiisl'eder der Schweizer und der Dithmarschen, die L-eder der Refor- motionszeit und des Bauernkriegs waren durch poUt sche und soctalr Zustände hervorgerufen und verbreiteten sich weithin. Wer hat bhfe- und Die anderen Volkslieder gemacht? Nur von den wenigsten weiß man's; tn der reiselustigen Zeit verbreiteten sie sich rasch von Mund zu Muvd und jeder Berufene dichtete dazu Redner unterschied vier Gruppen von Volksliedern, die aus der mythologischen Periode, wo daS Chiistenthum gegen die Reste d«s alten Heidenthums kämpft, wo die Erinnerung an die alten Götter in den Ntxm, Elfin und Zwergen wiederauflebt, bann die ßiebir aus der heiteren Welt deS patriarchalischen LebenS, die Lieder von Lfibeslust und Liebesleid und das religiöse Volkslied. AuS den drei ersten Gruppen gab Redner zahlreiche Proben von der poet.schen. Lebensanschauung des Hirten, vom Kampfe deS Sommers mit dem Winter, von den köstlichen Liedern deS Landstreichers, des Soldaten, deS Jägers und biß fahrenden Schülers. Am innigstm sind bte zahlreichen Liebeslieder. Mit großem Geschick und reicher Kennrmß deS vorliegenden Stoffs verstand cS Redner, den zahlreichen und gewählten Zuhöcnkceis durch seinen Vortrag zu fesselu und brdauern wir nur, von diesem weniger noch alß das nackte Gerippe geben -u können. UuiverfitätS- Chronik. Marburg, 19. Januar. W>e wir hören, hat Herr Profiffor v. LiSzt. dahier einen Ruf' nach Boan erhalten und soll denselben auch anzunehmin be* reit sein. - Vermischtes. Frankfurt o. M, 19. Januar. Daß am Morgen nach der Ermordung Dr. Rumpff'S in Offenbach auf dem Perron des Bahnhofs eine blutbefleckte Manschette vorgefunden wurde, was zu einer pol'zeilichen Hausfuchung (ohne Rcsultat) bet einem Offenbacher Socralbemokratcn Anlaß gegeben hat, ist bitam f. Wie man sich erinnert, haben bte Urheber der anarchistischen Morbthaten in Straßburg dre gewöhnliche Praxis Überl-gender Verbrecher befolgt, nicht am Hauptdahnhofe des Tbaio-Ies, sondern an einer Nebenftatton die Bahn zu nehmen. So mag Denn der Mo der Numpff's nach vollbrachter That durch sie öden Vorttndtstraßen gegangm sein und den Zug der Localbahn tn Sachsenhausen, der um 8Vr Uhr nach Off nbach adgeöt, ohne auffallendes Laufen bequem erreicht haben. Er konnte so in den fast dunklen. Waggons dleser Bahn unbehelligt nach Offenbach kommen, sich der blutigen Manschette entledigen und wiederum ohne sonderliche Eile den Bebraer Bahnhof in Offenbach erreichen, wo er erwa 10 Minuten nach 9 Uhr eingitroffin sein kann. Um 9 Uhr 31 Minuten geht ein Zug nach Gelnhausen von wo der Mörder in der Nacht rmck dem Rhönaebirge, wo der Telegraph ihn nicht suchte, gewandert oder im Dunkel des folgenden Morgens tn der Richtung auf Bebra, etwas später auch nach Gießen gefahren se:n kann, während ihn die Polizei in der er.tgegengefitztm Richtung suchte. Auch ist es möglich, daß der Mörder von Offenbach zur Station Mair,kur ging und den Schnellzug nach Bayern bestieg. Mannheim, 20. Januar. Ueber die Verhaftung eines bis jetzt noch Unbekannten im benachbarten Hockenheim bin ich in der Lage, Folgendes mitzu- theilen: Der Betreffende wurde von dem ihm begegnenden Gensdarmen nach seiner Legitimation gefragt, worauf der Angehaltene Papiere vorwies, die der Gensdarm sofort als unrichtig erkannte, und als er dies äußerte, entsprang der Fremde. Zwei in der Nähe stehende Bauern verfolgten denselben, welcher sich umwendete und zwei Schüsse mit einem Revolver auf die Bauern abgab. Inzwischen war der Gensdarm ^näher gekommen und der Flüchtling richtete auf diesen einen Schuß, doch verfehlten sämmt- liche Schüsse ihr Ziel. Der Gensdarm ergriff hieraus den sich auf’S Heftigste zur Wehr Setzenden, dem es indeß nicht mehr gelingen konnte, nochmals von seiner Waffe Gebrauch zu machen. Er wurde überwältigt und vorerst in das Amtsgericht nach Schwetzingen verbracht und sodann hierher transportirt. Der Verhaftete hat bei den bis jetzt mit ihm vorgenommenen Verhören verschiedene Namen genannt und ebenso über sein Geschäft die widersprechendsten Angaben gemacht; doch scheint man es, dem Aeußern des Fremden nach, überhaupt mit keinem Handwerker zu thun zu haben, wenigstens hat derselbe in letzter Zeit kein Handwerk betrieben. Man sand bei dem Verhafteten, der anständig gekleidet ist, den noch mit 3 Patronen geladenen Revolver, mehrere Patronen und etwa 12 at Geld. — Soeben wird mir mitgetheilt, daß das Signalement des Verhafteten, der photographirt wurde, auf einen von Frankfurt a/M. wegen des Mordes an Polizeirath Rumpfs Verfolgten paßt und auf telegraphische Requisition Polizeibeamte von dort hierher unterwegs seien. (Fr. Z.) •— Der kroatische Landtag war während der letzten Sitzuna der Schauplatz so wüster ©eenen, wie sie selbst dort seither ohne Gleichen waren. Gegen die Wahl der der Majorität angehörigen Abgeordneten Paukomcs war em Protest aus seinem Wahlkreise etngelaufcn. Der Wahlausschuß beantragte nach erfolgter Prüfung der Wahl Verification derselben, während die StarcsevicSianer Pavlov cS und Genossen einen Gegenantrag auf Wahl einer Untersuchungscommission einbrachten, zu dessen Begründung Pavlov'cs ansührte, daß Paukovics als Dircciionsrath der Zrrgger Sparkasse Ubr und Krtte gestohlen habe, die er dort für 100 fl versetzte. (Sensation.) PaukooicS ruft: Du lügst, Verläumder, wenn Du Muth hast, so trete vor Gericht. Pavlovics: Weder lüge noch verleumde ich. Zeugen werden eS beschwören. Mazzura: Die Commisston hat den Wahlact fildst nicht untersucht, sondern beruft sich auf das Wahlprotokoll. Betreffs d;S Vorwurfs daß PaukooicS 100 fl. gestohlen, ließ die Commission die Untersuchung durch den Angeschuldigten selbst führen. Auch ist Paukovics als Auditor - Hauptmann zu drei Monaten Arrest und Entlassung aus dem Armeeverband verurtheilt worden, weil, wie Redner aus den Proceßactcn ermittelt, Paukovics seine Wiener Gläubiger um 14,000 fl. geschädigt. Angesichts dessen sühlt sich Redner berechtigt, auszusprechen: Leute la Paukovics können seine Collegen nicht sein. Zstvkovics weift entschieden den Vorwurf zurück, hafc die Commission parteiisch vorgegangen sei und erklärte feierlichst, daß nicht eine Spur einer aus Eigennutz begangenen That zu finden gewesen fei. Die Zcugen, welche gegen Paukovics auftraten, waren moralisch tief gesunkene Personen. Staicsevics: Wenn Einer zum österreichischen öfficier nicht würdig gehalten wurde, bann darf er auch nicht unter den Abgeordneten der kroatischen Heldennation sitzen. (Stürmischer Widerspruch und JndignationSrufe rechts. Zsivio! links.) Paukov'cs vertheidigt sich in längerer Rede gegen die vorgebrachten Anschuldigungen und behauptet, daß Bakarcsics von seinen Collegen zuerst in betrunkenem Zustande dazu gebracht worben sei, die erhobene Anklage vorzubringen. (Stürmischer Widerspruch links.) Bakarcsics (zum Präsidenten): Wenn Sie ihn nicht zur Ordnung rufen, werde ich ihm eine Ohrfeige versetzen. (Großer Lärm. Es bilden sich im Saale Gruppen, die lebhaft gestikuliren. Die weitere Rede Paukovics wird fortwährend unterbrochen. Der Vicepräsident Gyurgyevics ruft zur Ordnung.) Mazzura sei ein gewöhnlicher Denuncrant und verdiene nicht den Titel Docior der Rechte. (Großer Lärm.) Ich ver- thetdigc meine Ehre. »schor d. gfljt onjunt^mtn bc I her ($rmo:buni chrcktkManschcite fultat) det einem nan sich crlnnext. wöhnlicht Praxi? -les, Fonbern an r Numpff's natb 1der Local- hne auffallende» iOnS bieitr Bohn tntkbißen und erreichen, wo er 31 Mtnuttn geht em Rhönqrbirye, gendeu Morgens n t-inn, t*enb (? mögl'ch, daß Schnellzug nach .§ jetzt noch Um ügendes mitzu, rmen nach seiner er Gensdam so- iremde- Zwei in : und zwei Schüsse Gensdarm näher verfehlten sämmt- ms's Heftigste wr 5 von seiner Waffe ! Amtsgericht nach jarfefe hat bet den nannt und ebenso eint man es, dem i thun zu haben, flan sand bei dem ilabenen Revolver, taetheilt, daß da? m Frankfurt a/M- aus telegraph'swe (Fr.Z-) der SchauM ° -gen dte Wabl der aus seinem Wahl Prüfung der Wahl inb Genossen «J» n zu dessen L" » «?'•" STS- , eg beschwör- ^4« " UÄ-6W* y:ss- ä»*5 in^rU(gtjnnif*' lW««auVfi OK 'Sw-Sich, 1 und «■u fesseln Mchyr geben * Dir hoffen, daß Hüt aufammenwlrtenb da« seltene Fest ,o einem schöveK Abschluß bringen- Bett. Bahnübergänge l „ r . , Au- dem Umnanoe, haß Die Ditonnten, in aller Ette schon am 5- ». SRtf. rintiD und Popov'cs sordrrn. Der Club der LtarcSeoicsianer ™b u? b kn «MtnfUnt «« MWIe da? Du.ll hbenfaU» flattflnben, obgldd) X bemd-e Genugihuung verweige.ie unter dem Vorwande, dsttncht satitzfactchntzsüh'g. Ein Ehrenrath wird über dte SattSfactiontzsähigkett Paoloo«cS enkich^ den. Gingefandr. Gießen, 21. Januar. 5)er bier sett zwei Wintern bestehende E «verein beabsichtigt, wie bekannt In der ,n... an e if ft ju ocrnnftQlt-n. ES M bn6 ..ft« Mal. ober d°4 f«.t I4nfler«r $auk w'eb.r bae ..st. Mal, d°b btm Padl.kuw .In bcrartl6.8 D»gnüz°n ge. boten “J’b- otßanb w|rb „„„ ü1n„ Se)te burdt@ndag.mrnl btt nortnffl dtrn Capell. K,a fcfffijtn RecimenlS, durch Beleuchtung der E>«bahn und dergleichen thun, was in k’n.n Elften fl'bt um da.F.ft ld)5n ju gestalten. Aber ,um>«<«"•« b.«^@ana«n müssen auch die Eiv-'lnen beitragen und die« können sie am besten Erreichen, wenn sie M6 luftige Treiben lebendiger gestalten, durch die von ihneni bei Oem ®®1 S Lawp on«; die glänzenden Linien, welche die oon> Hunderten von Schilt »uhläufern gehaltenen bunten Lamp'on« bilden, geben in ihren verschlingungund Durch kreuzung-n, In ihrem, Jrrl cht ähnlichem, Auf» und Abtanzen reizende Effecte^ Holz-Verfteiqerunll im Gießener Ätadtwald. Montag den 26. Januar 1885, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den DistrictenFaulerboden und Hoch- wart nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Schetth. Prüqelh. Slockh. Reish. Rnttr. Rmtr. Nintr- Wellen Buchen 303,9 188,2 217,2 5020 Erchen 117,5 111,6 104,4 1720 9 «peil 6 — — — B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 75 Eichenstämme mit 31,50 Festm. 2 Nadelstämme „ 1,06 „ Unter den Eichenstämmen befinden sich solche von 72, 67, 63, 62, 48, 45, 43 u- 41 Etm. Durchmeffer. Die Zusammenkunft ist am Lumpenmannsbrunnen. Gießen, den 19. Januar 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 460 A. Bramm. Frriläg drn 23. d. Mis., RachmittagS VjS Uhr, werden auf meinem Bureau öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 1 Parthie Wolle — Garn —, Mehrere Flaschen Rum, Cognac, Punschessenz, Rothwem, 1 Mille Eigarren, ca. 8 Pfund Thee, 1 Meidinger Füllofen, 1 eiserne Kinderbettstelle, 1 Kaffee-Maschine, 1 Winter nantel, 1 Regenmantel für Herren, sowie sonstige noch gut erhaltene Herren- unb Damenkleider. Die Bersteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 20. Januar 1885. Bühner, 499 Großh. Gerichtsvollzieher. Aeilgebolenes. Mutes Cello § ju verkaufen- Näheres in der Exp. d. Bl. Ballordcn, Cotillontouren, Tischkarten empfiehlt Ernst Balser, 502 MäuSburg. 398 Ein guter Wagen steht billig zu Dtrfaufen bei I. Schmitt II., Rödgen. Allgemeiner Anzeiger. ftuhljdli-DerJteigcrung in der / Königs. Preußischen Oberförstern Roftberg. Mittwoch den 28. Januar 1883, von Morgens 9 Uhr ab, im S-Hneider'schen Wirthslocalc zu Roßberg und zwar ans den Schntz- bezirken II Roßberg-West (Wermertshausen) und I Roßberg-Ost (Rogberg), Eisenberg -b>-, öainstruth -c> und e--, Traus -c-, Trist (am Sattenberge) -b-, Lichtenberg -b1 und Schlag — unmittelbar an der Straße bei den Förster- Wohnungen — : Eichen: 47 Schneide-, Bau und Nutzholzstämme = rot. 37 fm, 23 rm Nutzscheite II. Cl. in 2 und 3 m langm starken Nollen; Buchen und Hainbuchen: 22 Nutzholzstämme (vorzüglicher Qualität) II., 111, IV. und V. Cl. = rot. 28 fin, 78 rm Nutzschette U. Cl. (Felgenholz) und 18 rm starke Hainbuchcn-Rollen, zu Kaminen und zur Werkzeugsabrikation geeignet; Anderes Laubhvlz (Aspen, Erlen): 5 Nutzholzstämme IV. und V. Cl. = 2,2 fm und 13,5 rm starke Nutzholz-Nollen II. Cl.; Nadelholz (Fichten und nur wenig Kiefern): 44 Schneide-, Bau- und Nutzholzstämme II. und III. Cl. --- 55,83 fm, 490 dergleichen Stämme IV. und V. Cl. = 183,23 fm, 107 Nutzholzstangen I., II. und III. Cl. und 6 rm starke 3 m lange Nutzholz-Rollen. Vorzeigung des zur Versteigerung kommenden Holzes schon vor dem Termine erfolgt auf Verlangen durch die beiden hier wohnenden Königlichen Förster Breitzmann und Will. Forst haus bei Roßberg,'den 14. Januar 1885- (Post Ebsdorf.) Der Oberförster: Schulz. In Folge eines Gelegenheitskauses offerire eine große Parthie hochfeiner Bfflfil-M H KiiopIWI 203 396 fünft gratis ertheilt. A. Schwarzschild. 6 Neustadt 6. Moriz Stiebe! Söhne, Bankgeschäft in Frankfurt a. M. Börsenaufträge werden bestens und billigst effectuirt, jede Aus- in Ehevrkau.r,Wachette, ^ack, Kid elc. zu ganz außergewöhnlich billigen Preisen und mache besonders darauf ausnierksam, daß solche sämmtlich bester Oualität stnd. Von den IVassnuer Sta«U*!oo*pii vom Jahre 183/, deren An- und Verkauf überall gesetzlich erlaubt ist, existiren in allem nur noch l»000 Stück, denen 15000 Gewinne gegenüberstehen, welche in 3 jährlichen Ziehungen zur Verloosung kommen. - ino, ._aOK e> Gewinne: Mk. 85714.—, 51428.—, 34285.—, 1028.).- re. re. Niedrigster Gewinn: Mk. 82.29. Nächste Ziehung: 2. Februar 1885 re. Originalloose hierzu, solange Vorrath reicht, ä Mk. 164. -. Tie von uns jetzt bezogenen und bei der diesjährigen Ziehung nicht herausgekommenen Loose kauten wir bis Ende Februar ds. wahres ä Mk. 161- zurück- Die besten Öhrfeder-Corselts sowie alle anderen Qualitäten, Weite« und Fa^ons, Damen-Corsetten schon von 90 Pfg an. Besondere Weiten und Fa^ons, ertra nach Maß angefertigt, empfiehlt 501 A. Fnugiimüü^ Nur echt mit dieser Schutzmarke: HusteNicht Mlal|=(fitrart u. (karamellen*) v. L. H. Pietsch L Co., Breslau. Ew. Wohlgeboren theile ich hierdurch mit, daß Ihr ,^vuste Richst' in Thee genommen vortrefflich wirkt und ersuche Sie, mir davon noch Zwei 1, Flaschen baldigst senden zu wollen. Hoyerswerda, den 4. Ian. 1884. Brendel, Lehrer- Langjähriger Husten. Ihr „Huste-Nicht" hat sehr wohl- thueud auf meinen langjährigen Husten gewirkt; ich ersuche daher, mir eine ganze Flasche und vier Beutel Karamellen umgehend senden zu iuoUcii. Kupferhammer, Bezirk Brackvedc bei Bielefeld- Gustav Ostermann, Modellschreiner. 487 *) Gefrört k Flasche 1 - u. 1.« u. 2,so. Caramellen ß- Beutel 30 u. 50 — Zu haben in Gießen bei ^erd. DrebeS, vorm- Gg. Will). Werdig. Sehr schöne türk. Zweischen per Pfund 23 Pfg. bei Abnahme von 5 Pfund je 1 H billiger. Ferner mache auf meine sonstigen Colonialwaaren und Spirituosen aufmerksam. Eduard Euckert^ 397 Neuen Bäue 11.________ Btllwerk und billige Federn empfiehlt LourS Rothenberger, 13 ' Jtcucnroeg 22. Stuhlsiechtrohr empfiehlt bifligft 331 Louis Lony, Marktstraße 23. Kochkunst-Ausstellung, Berlin H Blockens holländischer Cacao einzige Goldene Medaille für Cacao. Blooker's Cacao bei Emil Jischbach. - Blooker's Cacao bei Carl Mwaab. 2 Liebfrauenbtrasae 2. 127 Dr. Patlison'n O i c h t w atte, bcftr? Heilmittel qea<*n (9id)t und 9thcuniflfi0men aller VI rt, al?: V^csichtS--, Brust-, inu Zahnschmerzen, Kohs-, Hand- unt a-.iimuIh Äl-eberreisien, Rucken- und Lendeniveiv Zn 'l'arfefm ui 1 W rnr halben ■« Cotiiion Neuemte Touren, Orden eto. in grösster Auswahl, lllustrirter Catalog gratis franco. 6. Kraemer, Frankfurt a m , lei 446 J. G. I>. Bapst. Bettfedern u. Daunen und Rosshaare in vorzügl- Qualitäten. Anfertigung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung. 225 S. Weimersheim Nachfolger. Heinrich Wallach in Gießen. i'-t-T diwf.ni jVndülcnamen emvfeb- ' >> >. wuuldld in Wohlgcsöbniack,hoher | ■ if 1,1 e;chier Vordoulichkeitund i e. Mi'irlichkvit uchnullater Zuboroi- S I lio (i r Aufgnas korhondonWiuisors " i-iß-lf-ich da8fr-.tigeGotränk)an- ik P’jr 2A_ %_ 2A=pfd--Dü3y fJ?iO3OO 150 75 Pfennige. s 5 HK §19 Wermieihungen. 497 Ein Logis auf 1. März zu ver- iniethen. Heiitrich Dtühler, Wolfstr. 16- 498 Scheune mit Pferdestall u. Remise vermiethet_________<5arl Wenzel. 493 Ein Familienlogis «Vorderhaus), bestehend aus 6 heizbaren Zimmern mit allem Zubehör, nebst Garteuantheil ist zu vermiethen und den ersten April 1885 zu i -ben im Körner'!,-' . < -n 409 Schlafstelle mit Kost zu vermiethen. ___Lindenplatz 7. 395 Mansarden-Wohnung (4 Zimmer, abgeschlossener Vorplatz ?c.) zu vermiethen und event. sofort beziehbar. 8. König Wwe., Asterwcg 40. 365 Im 11. Stock eine Wohnung von 5 Zimmern mit Zubehör pr. 15. April event. auch früher zu vermiethen. ___Earl Petri, Marktplatz. 318 Ein Familienlogis vermiethet __I. Häuser, Neuenweg 58. 262 Durch Wegzug des Herrn Lux ist der zweite Stock meines Hauses vom 1. April ab anderweit zu vermiethen- Jultuö Roth, Nord-Anlage, Weserstraße 1- 192 Eine Wohnung im zweiten Stock vier Zimmer und Zubehör, zu vermiethen vom 1. April an. ___Helm, BiSmarckst'.aßc. _ 124 Zu vermiethen auf 1- April eine schöne Wohnung von 6 Zimmern nebst allen Erfordernissen.____AUcestraße 25. 11 Durch die Uebcrsiedelung meiner Frau Schwägerin nach Darmstadt ist die Parterre-Wohnung meines Hauses, Grünbergerstraße 47: 5 Zimmer, 2 Kammern, Trocknenspeicher, 2 Keller und Garteuantheil, vom 1. Mai 1885 ab anderweit zu vermiethen. —Mittler, Postsecretar. 12 Ein kleines Familienlögis zu ver- wiethen. Asterweg 23. 68 Ein gut möbl. Zimmer zu vermiethen. ___ _ Mäusburg 15. 443 Ein schönes Familienlogis zu ver- miethen. Frankfurterstraße 82. ^agerhails sehr geräumig, zu vermiethen. llläheres bei der Exped- d. Bl._______339 32 Der seither von Herrn Wolf Katz bewohnte Laden mit LogiS ist pr- 1. April 1885 anderweitig zu vermiethen. L. Textor, im Darmstädter Haus. Fermischte Anzeigen. 404 Ein militairfreier, mit Dm* Fabrikation vollkommen vertranter junger Mann, welcher bereits seit 5 Jabren als Lagerist u. Expedient in einer hiesigen Cigarrenfabrik thätig und für dieselbe arvch gereist, sucht, gestützt auf beste Ernpfeb« lungen, per 1. April er. geeignete Stellung. Gest. Off. unter W B an die Cxped. d. Bl. erbeten. Das Flechter« v»n Strob- und Robrftühlen sowie das Anfertigen von allen Gattungen neuer Stühle wird prompt und reell ausgeführt von Philipp Henkel, Stuhlmacher, 486___________Sonnenstraße 14.________ 490 Gesucht: Ein gutes Logis von 4 Zimmern nebst Kammern, Küche, Keller u- s. w-, nicht allzuweit vom Mittelpunkt der Stadt gelegen Näheres in der Exped. d Bl. 491 Auf den 25. März ein braves kräftiges Mädchen gesucht- Näheres in der Exped- d- Bl. 495 Ein Kohleu-en-»ro§-Geschäft sucht für Gießen und Umgegend einen fleißigen und zuverlässigen gut empfohlenen Offerten unter K. 100 an die Exp. d. Bl- LelirllDgs-Gcsuci?. Für ein größeres Fabrik- gescdaft an hiesigem Platze wird ein mit entsprechenden Vorkenntnissen versehener junger Mann zu alsbaldigem Eintritt in die Lehre gesucht. Selbstgeschriebene Offerten wolle man in der Expedition dsS. Blattes unter 430 niederlegen.430 500 Fr. Wehker, Dieitflabt 30. x-x „ w von ausgekämmtem Haar werden a 1 ' i K schön und dauerhaft " angesertigt von *a aa w «BK M -w- »5 I *s IHM Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeulschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Älmerika tu 9 Tagen machen. Näheres bei dem General-rlgentcn L'L-s'. EtimiS B)ei,s«,how. a» und dessen Agenten 334 I. M. Schulhof, Gießen. ^iKrieger Verein Giclren.rIZ Samstag den 24, Januar 1885: Stiftungsfest im Saale