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Juni 1885 wird hierdurch das nachstehende, von der unterzeichneten Behörde unterm 15. Juni 1881 für den Kreis Gießen auf die Dauer von sechs Monaten erlaffene Polizeireglement: § 1. Bon jedem Falle einer Erkrankung an einer typhusartigen Krankheit (Unterleibstyphus, RückfalltyphuS, Flecktyphus) hat der behandelnde Arzt, sowie Jeder, welcher nach Besichtigung eines Kranken auf die Heilung deffelben bezügliche Rathschläge ertheilt hat, unverzüglich und zwar unter Angabe des Namens, des Alters und der Wohnung bes Erkrankten an das einschlägige Kreisämt schriftliche Anzeige zu erstatten. § 2. Unterlassung der nach § 1 vorgeschriebenen Anzeige wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet. Bestrafung tritt dann nicht ein- wenn jene Anzeige zwar nicht von dem Verpflichteten, so doch von anderer Seite unverzüglich erstattet worden ist, aufs die Dauer von sechs Monaten erneuert- Gießen, am 9. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Beka nnimaHung. Der Oberhessische Bienenzüchterverein beabsichtigt, in Verbindung mit der am 6. August l. I. in Gießen stattfindenden Generalversammlung seiner Mitglieder eine Verloosung von Bienenvölkern, Bienenprodueten und Bienenzuchtgeräthen vorzunehmen. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 2000 Loose ä 50 ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberheffen gestattet worden. Gießen, den 18. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________________________________Dr. Boekmann.__ Bekanntmachung. Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz durch Entschließung vom 13. l. M. dem Bayerischen Gewerbe-Museum zu Nürnberg die Erlaubniß ertheilt hat, die Loose einer gelegentlich der in diesem Jahre daselbst stattfindenden internationalen Ausstellung von Arbeiten Ms edlen Metallen und» Legirungen zu veranstaltenden Verloosung von Ausstellungsgegenständen innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben, so wird dies hierdurch mit dem ArMen zur öffenttichen Kenntniß gebracht, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungs-Plan 250,000 Loose ä 1 «4 ausgegeben Milden dürfen- Gießen, am 18. Juni 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Wochen - Ueberficht, Gießen, 20. Juni. Der Woche prägt das kurz hintereinander erfolgte Hinscheiden zweier der bewährtesten deutschen Heerführer und Paladine unsers greisen Kaisers eine lfeftrnste Bedeutung auf. Noch in der Vollkraft seiner Mannesjahre ist am Mittag auf seinem Jagdschlösse Klein-Glienicke Prinz Friedrich Karl von Preußen, der Neffe des erlauchten Schirmherrns des deutschen Reiches, ganz unerwartet aus dem Leben geschieden, und nach zwei Tagen ist ihm ebenso rasch im Tode ein anderer hochangesehener Heerführer, hochbetagt gefolgt, Terneral'Feldmarschall Freiherr von Manteuffel, welchen am Mittwoch früh m Lungenschlag zu Karlsbad dahingerafft hat. Trauernd steht die ganze deulsche Nation im Geiste um die Bahren dieser beiden Männer, von denen der eins dem erlauchten Herrschergeschlechte der Hohenzollern angehörte und einen bei ritterlichsten Helden deffelben repräsentirte, während der andere als einer der Vertrauten des Kaisers gelten konnte und .die begeisterte Hingabe an seinen Beruf, das echt militärische Empfinden, sein königstreuer Sinn, sein warmes Henz für die Macht und Größe des deutsches Vaterlandes sicherten dem Frhrn. vorn Manteuffel auch in vollem Maße das unerschütterliche Vertrauen seines Wrlichen Herrn. — Dem Kaiser ist die Trauerkunde von dem Ableben des zeldmarschalls von Manteuffel sofort telegraphisch übermittelt worden und es ^scheint begreiflich, daß dieselbe den greisen Monarchen ausis Neue tief erschüttert hat, da in ihm noch der Schmerz über das plötzliche Hinscheiden des Prinzen Friedrich Karl nachwirkt. Hoffentlich wirkt diese starke seelische Er- Wterung nicht auch nachtheilig aus das kaum wiederhergestellte körperliche normale Befinden des hohen Herrn und dürften die Aerzte dem Kaiser vor Anitritt der Emser Badereise noch ein paar Ruhetage in-der Abgeschiedenheit w Neu-Babelsberg anempfehlen. Die eigentliche Trauerseier für den Prinzen Friedrich ita.rl hat am Donnerstag Vormittag in der Garnisonskirche zu Potsdam fattgefunben. Fast sämmtliche Mitglieder des Kaiserhauses, viele regierende dm.liche Fürsten, u. A. der König von Sachsen, die Großherzöge von Baden, Hessen und Oldenburg u. s. w., sowie sonstige in- und ausländische Fürstlich- lelt:en wohnten der ernsten Feier bet. — Der Kaiser hat mittelst Cabinetsordre anläßlich des Ablebens des Prinzen Friedrich Karl für die Offieiere der Armee mse dreiwöchige Trauer angeordnet. Von Begebenheiten auf dem Gebiete der inneren Politik : ijl in dieser Woche fast nichts zu verzeichnen und auch die Lösung der braunschw. Thnonsolgesrage, beinahe der einzigen Frage, welche noch das Interesse unserer Mitischen Kreise erregt — hat im Bundesrathe noch keinen Schritt nach vor- Mts gethan. Dagegen ist in den ersten Tagen der Woche die Entscheidung in einer andern Affaire gefallen, welche fast mehr als die braunschweigische Angelegenheit das allgemeine Interesse in Anspruch nahm, im Proceß Stöcker contra „Freie Zeitung." Herr Bäcker, der Redacteur der genannten Zeitung, ist wegen Beleidigung des Hofpredigers und Reichstags-Abgeordneten Dr. Stöcker zu 3 Wochen Gefängniß und außerdem zur Tragung der Gerichtskosten verurthellt worden. Der ganze Verlauf des merkwüdigen Proeeffes stellt sich aber als eine moralische Niederlage des Herrn Dr. Stöcker und der von ihm vertretenen Partei dar und es ist keine Frage, daß das Ansehen des Hauptvorkämpfers der christlich-socialen Partei durch den nun beendigen Proceß keineswegs eine Stärkung erfahren hat. Die Gerüchte von einer in diesem Jahre wiederum bevorstehenden Drei-Kaiser-Zusammenkunft erhalten sich. Als Ort der Zusammen- künst wird immer bestimmter das Schloß Reichstadt in Böhmen bezeichnet, historisch bekannt als Residenz des Herzogs von Reichstadt, des Sohnes Napoleon L und durch die Begegnung des Kaisers Franz Joses mit Kaiser Alexander II. Es heißt, daß Kaiser Franz Joses und Kronpnnz Rudolf nach den Manövem in der Pilsener Gegend Anfangs September sich nach Reichstadt begeben würden, wo man zu derselben Zeit die Kaiser von Deutschland und Rußland erwartet. An einer Wiederholung der Drei - Kaiser - Begegnung vom vorigen Jahre dürfte allerdings kaum zu zweifeln sein, aber über Zeit und Ort werden wohl erst nähere Mittheilungen aus authentischer Quelle abzuwarten fein. In Bezug aus die hervorzuhebenden Begebenheiten im Auslande kann sich der Wochen-Berichterstatter diesmal kurz fassen. Was Oesterreich-Ungarn anbelangt, so ist hier lediglich ein in Brünn am Dienstag Abend stattgefundener Arbeiter-Exceß zu registriren. Wegen Differenzen mit mehreren Fabrikherren über die Arbeitszeit Überfielen Arbeiter verschiedene Fabrikgebäude, um dieselben zu demoliren. Das Mllitär mußte einschreiten und mit blanker Waffe die Ordnung wieder Herstellen. Zahlreiche Verhaftungen sind erfolgt und auch mehrfache Verwundungen kamen vor. Dem italienischen Ministerium Depretis ist durch die am Mittwoch mit 163 gegen 159 Stimmen erfolgte Annahme des Budgets des Aeußem, Seitens der Deputirtenkammer die Zustimmung des Parlaments zu der colonialen Politik des Cabinets ertheilt worden. Freilich, die Majorität für die Regierung beträgt nur 4 Stimmen und dies beweist, oaß bei nächster Gelegenheit die coloniale Politik der Herren Depretis und Mancini Seitens der Volksvertretung ebenso gut verurthellt werden kann,zals sie bisher im Allgemeinen sich der Billigung der Kammer zu erfreuen gehabt hat. Nach vielem Hin- und Herlaviren scheint endlich dem Marquis Salisbury die Bildung des neuen englischen Cabinets gelungen zu fein. Wenigstens meldet eine Londoner Depesche, daß Salisbury sich am Mittwoch Nach- Handelt. Ein Entwurf darüber sollte der zweiten Kammer -oen, der Abg. Osann habe aber das Versprechen gegeben, über das Feuerlöschwesen gel der Stände unterbreitet roeri mittag «ach Windsor begeben hat, um der Königin die Liste der neuen Minister zu unterbreiten. Darüber, ob das neue Eabinet nur aus Anhängern der con- servativen Partei zusammengesetzt ist, liegen bis zur Stunde noch keine authentischen Mittheilungen vor. Der große Strike der Eisenarbeiter in den Bezirken der nordamerikanischen Eisen-Industrie neigt sich seinem Ende zu. In verschiedenen Fabriken haben die Arbeiter bereits die Arbeit wieder ausgenommen ; im Uebrigen ermattet man mit Bestimmtheit einen Ausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf Grund einer von ersteren zugestandenen theilweisen Lohn- Erhöhung. Univerfltäts - Chronik. — Professor von Liszt in Marburg hat einen Ruf an die Universität Bonn abgelehnt. — Der Stadtrath von Freiburg hat der Universität ein Fest gegeben, weil der Besuch der Universität sich auf über 1000 Studenten (1152) gehoben hat. Man war im vorigen Jahre allseitig übereingekommen, wenn dieses Ziel erreicht sei, dasselbe durch ein Fest zu feiern und der Stadtrath hat sein Wort in glänzender Weise gelöst. — Der außerordentliche Professor an der Universität Leipzig, Dr. phil. Friedrich Delitzsch, ist zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt worden. — Geheimerath Professor vr. v. Nußbaum in München ist von der amerikanischen Ehirurgen - Gesellschaft zu Washington zum Ehrenmitgliede ernannt worden. — Professor Dr. Bollinger in München wurde von der Akademie Royal© de Med6cine zu Brüssel zum auswärtigen correspondirenden Mitgliede gewählt. — Der bisherige Ministerresident der Vereinigten Staaten in Bern, Mr. I. Cramer, hat einen Ruf an die Akademie in Boston als Professor der systematischen Theologie erhalten und gedenkt denselben anzunehmen. Tinkalin. Das Erkennen der Naturkräfte, hervorgerufen durch die in der Neuzeit mit größter Energie betriebenen chemischen und mikroskopischen Forschungen, ist nicht zum geringsten Theile dem körperlichen Wohlbefinden der Menschheit zu Gute gekommen. Auch W. 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Der Vorsitzende der Delegirtm-Versammlung, Herr Branddirector Justus-Darmstadt eröffnete die Versammlung, indem er vorerst dem Herrn Provinzialdirector Küchler das Wort er- theilte. Redner begrüßte die Versammlung im Namen der Großherzoglichen Staatsregierung und hob hervor, daß die Aufgabe der Feuerwehren von so humaner und edler Natur sei, daß die Staatsregierung dieselbe mit aller Energie unterstützen werde, umsomehr, da die Aufgaben der Feuerwehren mit den Absichten und Interessen der Großherzoglichen Regierung zusammenfielen; was seine persönliche Stellung anWange, so werde er alles thun, um die Bestrebungen der Feuerwehren zu unterstützen, und er wünsche ihnen daher Glück und Segen für alle Zukunft. Herr Justus-Darmstadt dankte hierauf dem Redner für die warmen Worte, mit welchen derselbe die Versammlung im Namen der Regierung begrüßt habe, ebenso dankte er im Namen seiner Kameraden für die Aufnahme in der Stadt Mainz; im Weiteren erstattete er hierauf Bericht über die Thätigkeit des Landesausschusses. Derselbe habe in seiner Sitzung vom 9. November v. I. beschlossen, an die Großherzogliche Regierung eine Eingabe zu richten, mit der Bitte, den seitherigen Beitrag für die Landesunterstützmigskasse von 500 v4t zu erhöhen oder für den ganzen Umfang des Großherzogthums eine Lotterie zu gestatten, damit der Reservefonds der Kasse entsprechend erhöht werden könne. In den letzten Tagen sei nun auf diese Eingabe dem Landesausschuß die Mittheilung geworden, daß der Betrag von 500 JL für die Kasse abermals bewilligt worden sei, mithin eine eigentliche Antwort auf die Eingabe noch nicht erfolgt wäre, auf eingezogene persönliche Erkundigungen könne er übrigens mittheilen, daß gegenwärtig Verhandlungen schwebten, um einen Fond für diese Kasse zu gründen; ehe diese Verhandlungen abgeschlossen, würde eine Rückantwort auf die fragliche Eingabe nicht erfolgen. Ein weiterer Beschluß des Landesausschusses habe sich um den Erlaß eines Gesetzes doch damals gegründet worden, damit der verunglückte Feuerwehrmann im Falle der Roth eine Stütze habe, die Kasse könne aber sich nicht entwickeln' und gedeihen wen* nicht sämmtliche Wehren an derselben sich betheiligten. Schmitt-Hechtsheim will bide Frage auch auf den Provinzialoersammlungen angeregt wissen, damit sich immer mehr Feuerwehren an dieser Kasse betheiligen. Der Vertreter der Wormser Feuerwehr bemerkt, daß sie nicht der Kasse beitreten würden, ihre Verhältnisse seien derart geregelt daß keine weiteren Unterstützungen nothwendig feien, und dann würde ja auch die Landesbrandoersicherungsanstalt bei Unglücksfällen, wie dies bereits in Worms sorge- kommen, ihre Unterstützung nicht versagen; dieser Punkt der Tagesordnung sei ein lehr wichtiger, derselbe sei sehr wohl zu überlegen, denn wenn derselbe die Zustimmunz der Majorität fände, sei dies gleichbedeutend mit dem Ausschluß der Wormser Feuerwehr aus dem hessischen Verbände. Herr Pricken (Mainz) ist derUeberzeugung, da« die Kape in ihrem Bestände nicht lebensfähig sei und glaubt auch nicht, daß'die'e Bestrebungen die Kaffe in die Höhe bringen würden. Es müsse dahin zu wirten fein daß die Landesbrandkasse die Versicherung sämmllicher Feuerwehrleute übernehme, eine solche Kasse könne leisten, was eine andere Kasse zu leisten nicht im Stande wäre und habe Herr Oberbürgermeister Dr. Dumont seinerzeit einen dahin gehenden Antrag gestellt. Er glaube, daß man dem Anträge von Darmstadt nicht Folge geben tonne wenn es geschähe, würde auch Mainz aus der Kasse ausscheiden. Gießen spricht fidj im Sinne des Antrags aus. Weller (Mairn) spricht sich ebenfalls gegen den Zwang aus, welcher durch den Antrag ausgeübt werden solle. Noch noch einigen Debatten wird der Antrag Darmstadt mit großer Majorität abgelehnt. Höchst interessant waren nun die Besprechungen über Rauchapparate, unter Vorzeigung eines für die Mainzer Feuerwehr angeschafften Apparates. Herr Branddirector Pricken hat hier in ausführlicher Weise die in dieser Beziehung bekannten Vorrichtungen erklärt. Die beste Vorrichtung, um sich in brennenden Gebäulichkeiten, besonders aber in Kellern, vor dem zu starken Rauch zu schützen, besteht in einer Art Maske, welche einen Theil des Gesichts verdeckt, indem die Nase durch einen Apparat geschlossen wird, so daß der Feuerwehrmann gezwungen ist, durch den Mund zu athmen. Ein 15 Meter langer Schlauch, der noch verlängert werden kann, ist mit einem Mundstück versehen, welches der Feuerwehrmann forsivährend im Munde behält, so daß das Athmen des Mannes durch den Schlauch stattfindet. Die von einem Feuerwehrrnanne mit dem Apparat oorgeführten Demonstrationen fanden allgemeinen Beifall. Von Darmstadt wurde bemerkt, daß ein großer nasser Schwamm, mit Gummischnur fest gegen das Gesicht gedrückt, ebenfalls auf einige Zeit, wirkungsvoll den Rauch abhalte. Die Frage, ist das Anbringen von Schlauchhaspeln auf Spritzen zu empfehlen? wurde von dem Vorsitzenden der Mainzer Feuerwehr entschieden bejaht, da sich diese Methode bis jetzt als sehr praktisch erwiesen habe. Feller aus Lollar stimmt den Ausführungen des Vorredners bei. Der Vertreter von Worms bezeichnet diese Frage als eine wichtige, enthalte sich aber eines bestimmten Uttheils, da sich hervorragende Feuerwehrmänner gegen dieses System ausgesprochen hätten. Bei den weiteren Fragen, welche Art doii Helmen, Filz, Metall oder Leder, den größten Vorzug verdienten und ob sich Uniformsröcke oder Blousen besser für den praktischen Dienst der Feuerwehr eignen, wurde dahin entschieden, daß der Lederhelm entschieden vor dem Metallhelm den Vorzug verdiene, ebenso sei die wollene Blouse, weil sie die Freiheit der Bewegung nicht hindere, dem Uniformsrocke vorzuziehen.. Die Frage, wie muß eine Allem entsprechende Steigerlaterne sein, wurde dahin entschieden, daß bis jetzt eine fehlerfreie Steigerlaterne nicht bestehe, doch verdiene eine Laterne, welche mit einem Stearinlichte versehen sei und von dem Feuerwehr manne in der Hand getragen werden könne, den Vorzug. Der nächste Punkt der Tagesordnung: Bis zu welcher Entfernung hat dne freiwillige Feuerwehr bei einem ausbrechenden Brande Hülfe zu leisten, wurde dahin erledigt, daß beschlossen wurde, es jeder einzelnen Feuerwehr nach eigenem Ermessen zu überlassen, einer bedrängten Gemeinde Hülfe zu leisten, wenn darüber nicht besondere Verordmmgen bestünden. Betreffs einer Normalschlauchverbindun^wurden von Branddirector Jnstns-Dannstad: die Schlauchverkuppelungen (System Storz) als das beste bis jetzt bestehende anerkannt und zur Anschaffung auf's Wärmste empfohlen; diese Kuppelungen haben feine Gewinde und ist ein falsches Aneinanderhalten vollständig ausgeschlossen. Der Verschluß ist so geschützt, daß Undichtigkeiten nicht vorkommen können. Der letzte Punk: der Tagesordnung betraf die Wahl des Ortes, in welchem der nächste Feuerwebrlag abgehalten werden soll, da sich hierzu nur Büdingen in Oberhessen gemeldet, so ivirö beschlossen, das Fest in zwei Jahren daselbst abzuhalten. (D. Z.) den Antrag über den Erlaß eines solchen Gesetzes zu seinem eigenen Anträge zu machen und würde darüber wahrscheinlich schon in der nächsten Sitzungsperiode der Kammer berathen werden. Herr Vogel-Darmstadt gab hierauf der Versammlung Kenntniß von der Rechnungsablage der Verbandsunterstützungskasse. Dem Berichte entnehmen wir, daß der Kasse 93 Feuerwehren mit 5760 Mitgliedern angehören, davon entfallen auf Starkenburg 47 Feuerwehren mit 2916 Mitgliedern, auf Oberhessen 21 Feuerwehren mit 1490 Mitgliedern und auf Rheinhessen 25 Feuerwehren mit 1354 Mitgliedern. Aus dem Berichte war weiter ersichtlich, daß seit dem 3jährigen Bestehen der Kasse bereits viele Unterstützungen an verunglückte Feuerwehrleute ausbezahlt worden sind. Es kommt nun der Antrag Darmstadt: „Jede dem hessischen Verbände angehörige Feuerwehr muß gleichzeitig dessen Unterstützungskasse beitreten" zur Berathung. Referent über diesen Antrag, Herr Fischer-Darmstadt, begründete denselben damit, daß noch eine ganze Anzahl Feuerwehren der Kasse nicht beigetreten seien und sei die Kasse Aeilgeöotenes. 1 Sommerwägelchen, sowie mehrere gut erhaltene Fenster Marburgerstr. 13 zu verkaufen. 3612 4:552] Echte, runde, gelbe Bberndorser Dickwurzpflanzen sowie alle Sotten Gemüsepflanzen, piguirte Sellerie- und Lauch- pflanzeu empfiehlt Gottl. Helfenbein, Marburgerstraße 82. Kaffe© in Packelen ä 9y2 Pfund netto, Ä8i/4,9i/4, 10i/4, lH/4) 12i/4, 13i/4, 14 M u. 8. w., versendet gegen Nachnahme franco Emil Elschbach 1916 in Giessen. Astern, Balsaminen, etc. empfiehlt 4530 Karl Berger. 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Wegen Aufgabe meines Ladengeschäftes verkaufe ich, um möglichst rasch zu räumen, sämmtliche $emtu und Knaben-Klnver unter Selbstkostenpreis. Sonntag den 21. Juni er« findet in der Restauration des Herrn Äarl Dorfeld die Feier des 22jähr. Stiftungsfestes verbunden mit Preis- u. Schauturnen statt. Hierzu ladet ergebenst ein 4536 Der Vorstand. Bei obiger Festlichkeit halte ein Glas la. Aetien-Gxportbier, sowie gute Speisen bestens empfohlen. Karl Dorfeld. Deutsche Lebens-Versicherungs-Gesellschaft in Lübeck. Gegründet 1828. Vermögen Ende 1884: A 31,126,821.92 Die Vertretung unserer Gesellschaft für Lang-GönS und Umgegend ist dem Herrn Johannes "Weil VII. in Jang-Göns übertragen worden. Lübeck, im Juni 1885. Die Deutsche Lebens-Dersicherungs-Gesellschaft in Lübeck. Der Director: Beruh. Sydow. Die Modenwelt. Jllustrirte Zeitung für Toilette und Landarbeiten. Alle 14 Ta^ eine Nummer. Pr«5 vierteljährlich.Al£r = 75 Kr. ISHrUh erscheinen: 24 Nummern mit Toiletten u. Handarbeiten, enthaltet gegen 20(0 Abbildungen mit Beschreibung, welche das ganze Gebiet hr Garderobe und Leibwäsche für Samen, Mädchen und Knaben, wie für das zarte c Kindesalter umfassen, ebenso die Lei!-- wäsche für Herren und die Bett- uro Tischwäsche re-, wie die Handarbeiten n ihrem ganzen Umfange. 12 Beilagen mit etwa 200 Schnittmustem für alle Gegenstände der Garderobe uw etwa 400 Muster-Vorzeichnunaen irr Weiß- und Buntstickerei, Namrm- Chiffren rc. Abonnements werden jederzeit angenommii ; bei allen Buchhandlungen und Po!- anstalten. — Probe-Nummern gratis u w franko durch die Expedition, Berlin • Potsdamer-Straße 38; Wien 1, öper» gasse 3.____________! Zopfe! werden für eine Mk. angefertigt. Perrücken, Toupes und Scheit» nach Maß bei Georg Petri Wwe., Fnseur-Ge,chci Seltersweg 43. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung gestatte ich mir, die gedachte, im Jahre 1828 gegründete Gesellschaft zum Abschluß von Lebens-, Aussteuer-, Sparkassen- und Renten-Verficherungen bestens zu empfehlen, indem ich mich zugleich bereit erkläre, jede gewünschte nähere Auskunft zu ertheilen- Lang-Göns. Johannes Weil VII. 4503 Ein Familienlogis zu vermiethen. Caplansgasfe 18. ~ 4527 In meinem Hinterhaus ist pr. 10. Juli ein Logis zu vermiethen S. Elsoffs 4486] Gut möblirtes Zimmer zu oer= miethen. Alicestraße 19, parterre. 3331] Familienlogis: 3 Zimmer und Küche rc., zu vermiethen im Darmstädter Haus. Das seither von Herrn Bahnmeister Sircoulomb bewohnte Logis ist, per 15. Juli beziehbar zu vermiethen. 4424 Frankfurterstraße 75. 2719 Ein fr. möblirtes Zimmer, für 1-2 Schüler sehr geeignet, zu vermitthen. Wettergasse 5, ll. St.