Iktz nb KnaienMchee W issen, '»«gaffe. ®. 0. ichungm. enlogi^: 3 Zimmer ich miethen im DamWer Haus. ^Zimmer, pr. 1. Av- Heß, Teuselslustg. rc-Wohnung, 8 Zimimr ib allen Bequemlichkeit^ &♦ Lecker, Südanlage?. , neu hergerichtet, zu vcr- oin, Gartenstr-27, II. Et. iiig, 4 Zimmer, zu vcr- Wilhelmstraße 3. Zimmer zu vermiethm. 1, Ecke der BahnhoM te Zimmer, sswie Pseü!- >en. Gartenstrcche A. alste der PartewM Lugust oder 1. September, irre Stock, bestehend «s Kabinetten nebst Zubehör, | BHSÜ11 immer, k <\wx vMietbec. 6L cd'on möblick Zimeuu SeüeMjL- ^ZWchlEn Wettergape o1L tu N*1 > ” TarVst^^- Nr» 116 Donnerstag den 21. Mai 1685 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. «*--»' Schulst--^« 7. Erscheint tSg.ich mit des Montags. gb?™^* Ljlh-Nch D!it Genehmigung G^oßh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. April 1885 zu Nr. M. I. 9743 wird auf Antrag des Gemeinderaths. von Utphe folgendes Schäferei-Statut für die Gemeinde Mphe lonst die Strafe haftbar. § 8. Der Pferch wird in der Regel in Perioden von 3 zu 3 Wochen zu behalten und kann also nicht zum Bundesraths-Bevollmächtigten ernannt werden. f Die Erklärungen des Fürsten Bismarck über Die Abänderung des deutsch-spanischen Handelsvertrages und die Beschlüsse des deutschen Reichstages über die Erhöhung des Roggenzolles scheinen namentlich in den leitenden Kreisen Ungarns eine üble Stimmung hervorgerusen zu haben. Derselben giebt der „Pesther Lloyd" in sehr auffälliger Weise Ausdruck und läßt in seinen Ausführungen deutlich Durchblicken, daß Durch Die jetzige deutsche Zollpolitik das Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich gefährdet werden könne. Wenn Deutschland, meint der „Pesther Lloyd", in der bisherigen Weise fort* fahren sollte, nicht nur in politischen, sondern auch in wirthschastlichen Fragen nur seine eigenen Interessen immer und überall in den Vordergrund zu stellen, so könne in Oesterreich-Ungarn leicht eine Strömung die Oberhand gewinnen, welcher die leitenden Staatsmänner in Wien und Pesth folgen müßten, wie sie Es werden daher die Kosten für Hirtenlohn, für Anschaffung und Unterhaltung der Schäfereigeräthschaften, für Salz :c., kurz alle Ausgaben für die Schäferei, insoweit nicht besondere Ausgaben bestimmt oder herkömmlich sind, aus der Gemeindekaffe bestritten. Dagegen fließt aber auch der Erlös aus der Schäferei, insbesondere aus dem Pferch, in die Gemeindekasse. § 2. Die Stückzahl der in die Heerde zu treibenden, erwachsenen Schüfe wird auf 400 festgesetzt. Außerdem dürfen noch die von den Mutterschafen, die gehalten, werden, in demselben Jahre geborenen Lämmer. von den Eigenthümern mit zur Heerde erlassen: § 1. Die Schäferei in der Gemeinde Utphe ist eine Gemeinde-Schäferei. zogen wird, zunächst dem Pferchsteigerer zukommen zu lassen. Rur wenn dieser keinen geeigneten Platz hat, ist der Hirt berechtigt, einen andern tauglichen Ort zu wählen. So lange der Pferch noch nicht versteigert ist, hat der Mittagspferch den Gemeindewiesen zuzukommen. § 10. Die Schäferei steht unter Aufsicht des Ortsvorstandes, welchem die Annahme, Entlassung und Lohnbestimmung des Hirten obliegt. Der Orts- vorstand setzt weiter eine besondere Commission ein, bestehend aus dem Bürgermeister und zwei für ein Jahr nach Artikel 50 der Gemeinde-Ordnung zu wählenden Gemeinderathsmitgliedern. Dieser Commission steht zu: 1) Zu bestimmen, zu welcher Zeit der Austrieb der Heerde zu erfolgen hat; 2) anzuordnen, wann die Schafe wegen der schlimmen Witterung in die Ställe zu verbringen sind; 3) festzusetzen, wann das Pferchen im Herbst endigen soll; 4) den Schafhirten zu beaufsichtigen, ihm Weisungen zu ertheilen und ihn nöthigenfalls durch Abzüge am Lohn zu strafen; 5) genaue Verzeichnisse über den Stand der Heerde zu führen und diesen monatlich mit der wirklich vorhandenen Zahl zu vergleichen; 6) über Reclamationen gegen die Listen der Berechtigten, sowie sonstige Beschwerden in Betreff der Schäferei, vorbehältlich des Recurses an Großh. Kreisamt, zu entscheiden, welch letzterem, mit Ausschluß des gerichtlichen Verfahrens, das schließliche Erkenntniß zusteht; 7) das Salzen der Schafe persönlich zu überwachen; 8) dem Schäfer Listen über die zum Schaftrieb Berechtigten und die denselben zustehende Anzahl Schafe mitzutheilen; 9) die Handhabung der Statuten zu überwachen, Übertretungen derselben zur Anzeige zu bringen und überhaupt das Jntereffe der Schäferei in jeder Hinsicht zu wahren. § 11. Die Schafhirten haben die Weisungen der Commission zu befolgen und sind deren Disciplinarstrafgewalt unterworfen. Sie haben insbesondere: 1) Der Commission Anzeige zu machen, wenn ein überhaupt nicht Berechtigter Schafe zur Heerde treibt oder ein Berechtigter mehr Schafe beitreibt als er darf. Die Hirten haben daher wöchentlich den Bestand der Heerden mit den ihnen von der Commission mitgetheilten Listen der Berechtigten zu vergleichen. 2) Tie Schafe gehörig zu beaufsichtigen und den bett. Eigenthümern von den Erkrankungen und sonstigen wichtigen Ereignissen, welche die Schafe betreffen, unverweilt Kenntniß zu geben; 3) alle Weidefrevel, Feldbeschädigungen und sonstige Übertretungen der Gesetze zu vermeiden, für welche sie persönlich haftbar sind. Bei Schaden, welcher durch nächtlichen Ausbruch der Schafheerde entsteht, haftet der Schäfer im Selbstverschuldungsfall bis zum Betrage von 50 «X, im Nichtverschuldungsfall bis zu 20 für das Mehr die Gemeinde. 4) Die Schäfereigeräthschaften sorgfältig zu behandeln, sie vor Schaden zu bewahren und der Commission Anzeige zu machen, wenn neue Anschaffungen oder Reparaturen nöthig sind; 5) überhaupt das Jntereffe der Heerde und der Gemeinde in jeder Hinsicht zu wahren. § 12. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses Statuts werden mit Polizeistrasen bis zu 5 «X bestraft. , § 13. Dieses Statut tritt mit seiner Verkündigung im Kreisblatt in Kraft. Politische Ueberficht. Gießen, 20. Mai. Mit dem Schlüsse des Reichstages ist die parlamentarische Stille in Berlin eine nahezu vollstänDige geworden. Rur Der Bundesrath tagt noch weiter, Da er noch verschiedene Arbeiten, u. A., was die endgültige Beschluß- saffung über die Börsensteuer, über das Zuckervergütungs-Gesetz, die Rübenzuckersteuer u. s. w. anbetrifft, zu erledigen hat, und ist es sehr fraglich, ob er diese Arbeiten noch vor Pfingsten insgesammt zu Ende führen wird. Uebrigens ist jetzt die Stelle eines preußischen Bevollmächtigten zum Bunoesrathe durch die Ernennung des bisherigen Unterstaatssecretärs im auswärtigen Amte, v. Busch, zum Gesandten in Bukarest vacant geworden; die Wiederbesetzung derselben soll indessen unmittelbar bevorstehen. Der Nachfolger des Herrn v. Busch im auswärtigen Amte, Gras Herbert Bismarck, wünscht sein Neichstags-Manoat getrieben werden. § 3. Zu der Heerde darf ein jeder in der Gemeinde Utphe wohnende Ortsbürger, sowie die Wittwen derselben ein Schaf im Voraus stellen. Der alsdann noch verbleibende Rest bis zu 400 Stück wird auf das Steuerkapital der genannten Ortsbürger und deren Wittwen in den vier Gemarkungen Utphe, Trais-Horloff, Inheiden und Feldheim ausgeschlagen. § 4. Zu Anfang jeden Jahres wird das Verzeichniß der Schafe, welche die Ortsbürger und deren Wittwen im Voraus treiben dürfen, von der Großh. Bürgermeisterei aufgestellt und der Ausschlag der übrigen Schafe von Großh. Steuereommissariat vollzogen resp. revidirt. Hierauf werden beide Verzeich- niffe nach vorausgegangener ortsüblicher Bekanntmachung acht Tage lang auf der Bürgermeisterei zur Vorbringung etwaiger Reclamationen bei Meidung späterer Nichtberücksichtigung offen gelegt. § 5. Jeder kann den nach dem Ausschlage Großh. Steuercommiffariats ihm zustehenden Schastrieb einem andern hierzu in der Gemeinde Berechtigten über- laffen, muß dies aber bei Meidung der Nichtberücksichtigung unter Benennung des durch Die Übertragung Berechtigten auf der Bürgermeisterei anzeigen. Wer jedoch vor Beginn des Pferchens sein Recht übertragen will, muß dies bis zum 1. Februar jeden Jahres auf der Bürgermeisterei anzeigen, widrigenfalls er, wenn er bei Beginn des Pferchens selbst keine Schafe zur Heerde getrieben hat, sein Recht hierauf für das betr. Jahr verliert. Die Großh. Bürgermeisterei hat gegen Ende Januar jeden Jahres durch ortsübliche Bekanntmachung aufzufordern, etwa beabsichtigte Uebertragungen oder Nichtausübungen der den Einwohnern nach den Registern zustehenden Schafberechtigungen längstens bis zum 1. März bei ihr anzuzeigen. § 6. Wer sein Recht, Schafe zu halten, einem Andern überträgt oder nicht ausübt, ist verpflichtet, sein beweidbares Gelände in gleicher Weise, wie es von den übrigen Schafhaltern geschieht, beweiben zu lassen. § 7. Das sämmtliche abgeerntete oder nicht bestellte, sowie das sonst noch zur Beweidung von dessen Eigenthümern eingeräumte Gelände der Gemarkungen Utphe, Trais-Horloff, Inheiden und Feldheim dient, soweit dasselbe durch die seitherigen Bestimmungen gesetzlich geregelt ist, zur Weide. Jedoch kann Niemand hierdurch in der freien Benutzung und Bepflanzung seiner Grundstücke, selbst der Brache, gehindert werden. Der Pferch darf nur auf solchen Aeckern aufgeschlagen werden, auf welche der Schäfer mit der Heerde, ohne Schaden anzurichten, aus- und eintreiben kann. Sobald das Feld bestellt ist, ist das Pferchen auf Aeckern, welche nur durch Dungwege zugänglich sind, untersagt. Der Zuwiderhandelnde ist für allen dadurch entstandenen Schaden und an die Grundbesitzer versteigert- § 9. Die Mittagsställe hat der Hirt bei Vermeidung einer Strafe von 2 -X. für jeden Fall, welche an seinem Lohne zu Gunsten der Gemeindekasse abge- Gießen, den 13. Mai 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Aorist auch für ihre Person denken möchten, wollten sie nicht einfach von dieser Strömung fortgeschmemmt werden. Dieser Artikel des genannten ungarischen Blattes, das bekanntlich zu der ungarischen Regierung in engster Fühlung steht, hat an leitender Stelle in Wien einen sehr peinlichen Eindruck gemacht und ist man daselbst eifrigst bemüht, den Ausjührungen des „Pesther Lloyd" jede offi- ciöse Inspiration abzusprechen. Man wird sich indessen schließlich in Ungarn wie in Oesterreich beruhigen und einsehen, daß dem deutsch-österreichischen Bünd- mffe aus der von einem Theil für nothwendig erachteten zollpolitijchen Maßregel keine ernstliche Gefahr erwachsen kann. Die äußerste Linke der französischen Deputirtenkammer hat mit ihrem Anträge, eine allgemeine Amnestie für alle politisch Verurtheilten zu gewähren, entschieden Fiasco gemacht, denn derselbe wurde am Samstag mit mehr als 100 Stimmen Majorität abgelehnt. Der Vertreter der Regierung hatte sich bestimmt gegen den Antrag der Radikalen ausgesprochen und es bedeutet demnach die Ablehnung desielben einen nicht zu unterschätzenden parlamentarischen Triumph des Cabinets Freycinet-Brisson, da die Abstimmung über den Amnestie-Vertrag gewiflermaßen als ein Fühler zu betrachten war, ob die republikanische Majorität der Kammer geneigt sei, das neue Ministerium zu unterstützen. Die radikalen Organe speien natürlich Feuer und Flamme gegen die Regierung und daß dieselbe hat erklären laffen, es stehe den Verurtheilten die Gnade des Präsidenten in Aussicht, ruft nur den Spott der radikalen Preffe heraus. Den Männern der äußersten Linken muß es freilich sehr unangenehm sein, daß das Cabinet Brisson durchaus nicht nach ihrer Pfeife tanzen will, indessen, vorläufig wollen eben die radikalen Bäume selbst in Frankreich noch nicht in den Himmel wachsen. Zwischen Petersburg und London weht wieder ein etwas kühlerer Wind. Wenigstens sind neuerdings Differenzen aujgetaucht, welche eine definitive Verständigung verzögern. Rußland erhebt Einwendungen gegen das vorbehaltlich der Genehmigung des Petersburger Cabinets in London entworfene Abkommen, aber die „Daily News" vertrösten die Freunde des Friedens mit der Versicherung, daß diese Einwendungen das Wesen des Abkommens nicht berühren. Die osficielle russische Aeußerung auf die jüngsten englischen Vorschläge ist zwar bis zur Stunde noch immer nicht in London eingetroffen, aber Mr. Thornton, der englische Botschafter in Petersburg, hat durch einen außerdent- lichen Cabinets-Courier seiner Regierung den Inhalt der russischen Antwort bereits gemeldet. Jedenfalls sind die zwischen Rußland und England wegen der afghanischen Frage obwaltenden Differenzen nicht bedrohlicher Natur und wiffen denn auch die „Daily News" zu melden, daß dieselben nur untergeordneter Natur seien und in keiner Weise die Wahrscheinlichkeit einer befriedigenden Lösung afficirten. Die von Mr. Gladstone dem englischen Unterhause angekündigte Vorlegung des diplomatischen Schriftwechsels zwischen den Cabineten von London und Petersburg wegen der afghanischen Frage ist nun erfolgt. Die bezüglichen Depeschen, deren letzte vom 4. April er. datirt, tragen zur Klärung der Situation gerade nicht viel bei. Hervorzuheben ist aus ihnen hauptsächlich nur eine vom 13. März datirte Depesche Lord Granville's, in welcher die vom russischen Botschafter v. Staal unter dem 16. Januar vorgeschlagene Grenzlinie abgelehnt, jedoch die Bereitwilligkeit Englands ertheilt wird, daß die von deU beiden Regierungen vorgeschlagenen Grenzlinien als die Grenzen der Zone acceptirt würden, auf welche sich die Arbeiten der Grenzregulirungs- Commission zu beschränken hätten. In der schon erwähnten Depesche vom 4. April giebt Lord Granville seiner Enttäuschung darüber Ausdruck, daß die englischen Vorschläge abgelehnt worden seien, ohne daß Rußland neue Gegenvorschläge gemacht habe und erklärt es zugleich für unmöglich für England, auf einer Basis zu verhandeln, welcher der Boden der Gleichheit beider Mächte fehle. Inzwischen haben eben die Verhandlungen derartige Fortschritte gemacht, daß selbst die noch schwebenden Differenzen eine endgültige Verständigung nicht hindern werden. Von der spanischen Deputirtenkammer brachte noch in voriger Woche der Minister des Auswärtigen einen Gesetzentwurf zur Verlesung, durch welchen er ermächtigt wird, die Abänderung des deutsch-spanifchen Handelsvertrages in Bezug auf den Roggenzoll zu ratificiren. Deutschland. Berlin, 17. Mai. Die ersten amtlichen Nachrichten über den Tod Nachtigal's sind, wie der „Post" mitgetheilt wird, gestern hier eingetroffen. Der Commandant der „Möwe", Corvetten-Capitän Hofmann, schreibt: „Am 11. April verließ Nachtigal, bereits schwer an der Malaria erkrankt, Kamerun. Schon vor der Ankunft auf der Rhede von Lagos nahm die Krankheit eine ungünstige Wendung, deshalb genehmigte Admiral Knorr, welcher ebenfalls vor Lagos anlangte, daß die „Möwe" sogleich die Reise fortsetzte, um die hohe See zu gewinnen. Das Wetter war gleichmäßig schön und trocken, man konnte deshalb den Kranken unter einem luftigen Zelt auf Deck lagern, gleichwohl verschlimmerte sich fein Zustand. Am 19. April erkannte er selbst die Gewißheit seines nahen Todes und bictirte seinen letzten Willen. Am nächsten Morgen früh 4Vs Uhr verschied er im Beisein des Commandanten und des Arztes, das Fahrzeug befand sich gerade 100 Seemeilen von Kap Palmas entfernt, deshalb beschloß der Commandant, die Leiche nicht in das Meer zu versenken, sondern ihr die letzte Ruhestätte auf Kap Palmas zu geben. Dort sand am Nachmittag des 21. April die Beerdigung statt unter Betheiligung der Osficiere und Mannschaften." Irankreich. s$ariS, 18. Mai. Die Deputirtenkammer begann die Berathung des Gesetzentwurfes, betr. die Colonial-Armee; der Kriegsminister veranschlagt die Kosten für dieselbe auf 8 Millionen. Die Berathung wird morgen fortgesetzt. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz - Burea«. Berlin, 19. Mai. Der Kaiser wohnte der heutigen Truppcubesichtigung nicht bei, da er durch leichte Erkältung und Heiserkeit an's Zimmer gefesselt ist. — Der Kaiser empfing '.Nachmittags den Besuch des Kronprinzen und nahm später mehrere Vorträge entgegen. Tecklenburg, 19. Mai. Amtliches Ergebnis; der Neichstagswahl. Von 11,843 abgegebenen Stimmen erhielt Fabrikant Timmerinann (Eeutrum) 10,982. London, 19. Mai. Unterhaus. Bartlet fragt an, ob die Regierung der inter- ^lationalen Eontrole am Suezeanal beigestimmt habe. Fitzmaurice erklärt, während die 3732 ' "j« Unterhandlungen schweben, sei es unmöglich, betreffend des Verfahrens der Eonferen; eine Erklärung abzugeben, hofft aber, datz die Verweigerung einer Antwort nicht als Zustimmung zu irgend welchen Schlüssen, die aus dem Wortlaute der Frage gefolgert werden könnten, angesehen werde. Im Fortgänge der Sitzung wurde die Bill, betreffend die Pachtgüter der Kleinbauern in Schottland, berathen und in erster Lesung angenommen. Der Lord- Advocat für Schottland, Balfour, hob bei der Berathung hervor, daß durch die Bill eine größere Sicherheit des Pachtverhältnisses herbeigeführt, die Feststellung billiger Pachtpreise gefördert und für die von den Pächtern am Pachtobjecte vorgenommenen Verbesserungen eine freigebigere Entschädigung gewährt werde, als dies nach dem Pachtgesetze vom Jahre 1883 möglich gewesen sei. Behufs etwaiger Vergrößerung der Pachtgüter sollen Staatsvorschüsse zu 3Vz Procent verzinslich, gewährt werden, die Vorschüsse dürfen aber den 5jährigen Pachtzins der Vergrößerung nicht übersteigen. — Die Abreise von Lord Roseberry nach Berlin zu einem Besuche des Grafen Herbert Bismarck erfolgt am Donnerstag. — Die „Pall-Mall-Gazette" bezeichnet die Nachricht, daß Rußland verlangt habe, einen Agenten in Kabul zu haben, sowie das Gerücht, daß Schwierigkeiten in den Unterhandlungen mit Rußland eingetreten seien, als unbegründet. — Dem „Standard" zufolge bezöge sich die Schwierigkeit bei den Verhandlungen über die afghanische Grenze auf den Besitz von Zulfikar, indem der Emir von Afghanistan verlange, daß Zulfikar zu Afghanistan gehören solle, während die mili- tärischen Autoritäten Rußlands ein Verbleiben der Position von Zulfikar bei Rußland wünschten. Es verlaute ferner, daß die russische Regierung die Anwesenheit englischer Officiere in Herat beanstande, dagegen die Zulassung eines russischen politischen Agenten in Kabul verlange. — Aus Dongola wird gemeldet: Die Räumung des Sudans durch die englischen Truppen beginnt im Laufe dieser Woche. Neapel, 19. Mai. Gestern spät Abends fand eine stärkere Eruption des Vesuvs auf der Seite nach Pompeji zu statt. Suakim, 19. Mai. General Wolseley reifte heute früh mit seinem Stabe ab. General Greaves übernahm gestern Hierselbst das Kommando. Berlin, 20. Mai. sPrivat-Depesche.) Im Schloß Monbijou, woselbst sich das Hohenzollern-Museum befindet, brach vergangene Nacht gegen 1 Uhr ein größeres Feuer aus, welcher den Dachstuhl in Asche legte. Die Kunstschätze sind sämmtlich gerettet und nur theilweise durch Wasser beschädigt. Universität- - Chronik. —- Zur Besetzung der Frerich'schen Professur an der Universität Berlin hat die medicinische Fakultät dem Ministerium vorgeschlagen: An erster Stelle Geh. Rath Prof. Gerhardt-Würzburg, an zweiter Prof. Leube-Tübingen, an dritter Profi Senator-Berlin. — Die Rostocker Universität hat seit ihrem Bestehen noch niemals eine solche Frequenz gehabt, wie jetzt, indem bei ihr über 300 Studenten immatriku- lirt sind. — Die Budapester Universität beging am Mittwoch den 13. Mai die 250. Jahreswende ihrer Gründung und die 105. Jahreswende ihrer Reorganisation in feierlicher Weise. — In Göttingen starb am Mittwoch der Geh. Obermedicinalrath Professor Dr. Henle, 76 Jahre alt. Lokale-. G. Gießen, 20. Mai. sSterblichkcit in Gießen.) Die Sterblichkeit war während der Woche vom 10. bis 16. Mai eine geringe, es ereigneten sich im Ganzen nur 5 Todesfälle und zwar nur bei erwachsenen Personen. Todesursache war: Lungenschwindsucht zweimal, Lungenödem, Gehirnentzündung je einmal. Außerdem starb ein von auswärts hierher gebrachter junger Mensch, der durch Sturz von einem Gerüste schwere Verletzungen erlitten hatte. A Gießen, 20. Mai. Auch der zweite dramatische Abend von Fräulein Pläh n war ebenso genußreich als leider mangelhaft besucht. Den Glanzpunkt bildeten einige Scenen aus Halms Griseldis, die mit vollendeter Meisterschaft vorgetragen wurden und in denen das wunderbare Organ unb die ausgezeichnete Technik der Künstlerin zur vollsten Entfaltung zu gelangen vermochten. Recht anziehend waren einige tiefempfundene Gedichte der Königin von Rumänien und reicher Beifall, welcher dem Vortrage einiger humoristischer Stücke zu Theil wurde, zeigte, daß auch die heitere Seite des Lebens oiesem Talente ebenso leicht erreichbar ist, als^der dralnatische Ernst und die tragische Leidenschaft. Hoffen wir, daß die letzte e>oir6c besseren Besuch erhält als die 2 ersten und daß Fräulein Plähn damit eine wirkungsvollere Anerkennung ihrer Bestrebungen und Leistungen zu Theil werde, als allein der Beifall der kleinen Zuhörerschaft und der ihr gestern überreichte Kranz. Vermischte-. Mainz, 16. Mai. Die Tagesordnung für die am 13. Juni, Nachmittags 3 Uhr, hier stattfindende Delegirtenversammlung des allgemeinen Hessischen Feuerwehrtages ist nunmehr wie folgt festgestellt: 1) Begrüßung. 2) Bericht über die Thätig- keit des Landesausschusfts; Referent Justus (Darmstadt). 3) Rechnungsablage der Verbandsunterstützungskasse; Referent Vogel (Darmstadt). 4) Antrag Darmstadt: Jede dem hessischen Verbände angehörige Feuerwehr muß gleichzeitig dessen Unterstützungskasse beitreten. Referent Fischer (Darmstadt). 5) Bericht über den gegenwärtigen Stand des Feuerlöschwesens der Stadt Mainz; Berichterstatter Branddirector Pricken (Mainz). 6) Besprechung über Rauchapparate, unter Vorzeigung eines für die Mainzer Feuerwehr angeschafften Apparates. 7) Ist das Anbringen von Schlauchhaspeln auf Spritzen zu empfehlend 8) Welche Art von Helmen, Filz, Metall ober Leder verdienen den größten Vorzug? 9) Eignen sich Uniformsröcke oder Blouscn besser für den wirklichen Dienst der Feuerwehr? 10) Wie muß eine Allem entsprechende Steigerlaterne sein? 11) Bis zu welcher Entfernung hat eine freiwillige Feuerwehr bei einem ausbrechenden Brande auf Anrufen Hülfe zu leisten oder kann eine solche alsbald beim Erblicken einer Feuerröthe oder sonstiger Anzeichen eines größeren Feuerschadens mit Geräthen abrücken? 12) Vorzeigen einer Normalschlauchverbindung (System StorzN bezw. Vortrag darüber, und 13) Wahl derjenigen Feuerwehr, welche den nächsten Feucrwehrtag abhalten wird. Marburg, 18. Mai. Im Dorfe Lohra unseres Kreises verunglückte am Samstag Mittag die 70 Jahre alte Elisabeth Schleenbecker dadurch, daß ihr beim Feueranmachen, wahrscheinlich durch Unvorsichtigkeit, die Kleider in Brand geriethen. Da dieselbe zu schwach war, um sich selbst zu helfen, so lief sie auf die Straße hinaus und stand dort bald in Hellen Flammen, bis es herbeigeeilten Nachbarn gelang, dieselben zu löschen. Die Schleenbecker ist am ganzen Körper stark verbrannt und wird an deren Aufkommen gezweifelt. — sDas Alter des Glases.) Das älteste Beispiel reinen Glases, welches irgend ein Merkmal des Datums seines Ursprungs trägt, ist ein kleiner Löwenkopf, der den Namen eines egyptischen Königs aus der 11. Dynastie trägt und in der Slabe- Eollection des britischen Museums zu finden ist. Es folgt hieraus, daß zu einer Zeir, die mehr als 2000 Jahre vor Ehristi Geburt liegt, nicht nur Glas gemacht, sondern auch schon mit einer Geschicklichkeit verarbeitet wurde, welche beweist, daß zu dieser Zeit diese Industrie nicht mehr neu sein konnte. Die Erfindung, die Töpferwaaren mit einem glasartigen Ueberzuge zu versehen, d. h. sie zu glasiren, ist so alt, daß unter den Fragmenten, welche Einzeichmingeii der egyptischen Monarchie aufweisen, sich die Stammliste von vielleicht der ersten jener Dynastien findet. Von späteren Gegenständen aus Glas sind noch zahlreiche Beispiele vorhanden wie z. B. ein Stammbaum, der in Theben gefunden wurde und den Namen der Königin Hatasoo oder Hashep von der 18. Dynastie trägt. Aus derselben Periode existiren noch Vasen, Krüge und viele Fragmente. -- Es unterliegt keinem Zweifel, daß die von Plinius herrührende Mittheilung, nach der die Erfindung des Glases bei! Phöniciern zuzuschreiben wäre, nur insoweit zutrifft, als diese unternehmenden Jtaur leute gläserne Gegenstände von Egypten nach anderen Ländern verkauften. Dr. e>a)uc mann fand Glasscheiben bei den Ausgrabungen von Mykenae, obgleich Homer ferner derartigen, ihm bekannten Substanz Erwähnung thut. Daß die gegenwärtige Glas- bläserei sehr alt ist, beweisen bildliche Darstellungen an den Wänden des Grabmal. Ä trage » 5411 % o-pein w e gaic HF A erst cwc.0 Möict M einen 8 «6er iiienn ~u, v" tzV “ Knabe: . ■*'_ ßimer 6tme C *it »id M- KtinkrlclitmBe ,,,if ju 11 «wenden u"d hrmiditen Kalk anc W kech Wchrd« ° « Liferftot der Mi reu K Brennen m enu beiii sein zerthellten,Zu richtung soll bei Wellen iülvohl die HochopE >!!ebenproducte ^betrachu (toncntS die Hälfte der - sEin Unglw bev Provinzialhanptstai pnrtie. Wit der ßenu bie Schelde herabkomn Vj Ihrer ans den Rr User und verharr! au< bei dessen Abschieds^ Thieres Ohr „abgener MH zuruck". - Da vorbereitet auf das, r /ja nie. Im zweiten einen weihen Saum, hat sich gelöst und dr über sie hin und ruf weiter: „Willst Du Mahnung und fügt ist ganz in der Roll Endlich, als er gerai - betrügst Du jetzt „Ha, wie Du rasest/' Mig unb begonnen Wafe: „So lehr’ ic M/komms, hinter Publikums, damit docl i der letzten Scene auf' überließ die Rolle de einem anderen, da ba1 ! >st, wer darunter lieg! gastirende Lohengriu' mch nächtens überfall die vermeintliche Leich P>ld in Lachen aus, Met sich ans und la ts't, der arme Kerl m m*, ind -'aturlrch erreichte nu > - sBacante ( M Amtsbezirk des K sLi'ff'neisteraspirc ' 5leld), 5 Schaffn Ha JL diätarische 3 äs»« worben. den 19.5, Bekannt A Freitag k£ ! l. 3. ru j «bt >--- ? D Bß-' ’frtllS btt 6.,. Srnn. 7 tis b(t«,. ’ntincn Vr ^N- ;$SS !-äS **ä*?«. ”5ei*teNtt PS.-S Kür -SLLS .limcimheit englische 13111 Politiken ^enttn 2ub(Ui§ durch die fll{; ■c Eruption des VesM mit seinem Stabe ab. i'ijou, woselbst sich ilhr ein größeres Feuer lammtlich gerettet uub Universität Berlin Hai an erster Stelle Geb. Gingen, an dritter Praj. bcn noch niemals eine Studenten immatriüu ooch den 13. Mai die ihrer Reorganisation in mcdicinalrath Professoi Tie Sterblichkeit wo; v eigneten sich im Ganz« | chesursache war: Lungen | al. Außerdem starb ein ! kurz von einem GM 1 jlbenb son Fräulkir ?en Glanzpunkt bildete itxftoM W-W a'Mveichnetc Wiif m Recht anziehnL men ib reicher Beifall,» eigte, daß auch dieM [§ der dramatische W Soiree besseren M sine wirkungsvollen M : als allem der W i 13. 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Immenhausen, Bürgermeisteramt, ^Stadtdiener, baar 256 ^L, statt früher gelieferten Holzes 24 J£, statt früher- gelieferter Stiefeln 15 X, eine Wiese, veranschlagt mit einem Pachtzins von 15 X, alle zwei Jahre eine neue Uniform, veranschlagt zu jährlich 45 X, also zusammen 355 X. Schlüchtern, Amtsgericht, Lohnschreiber, 5—8 4 pro Seite. Schwarzenfels, Amtsgericht, 2 Eanzleigehülfen, 5—8 4 für eine Seite. , Siegen, Postamt, Packetträger, 750 X Gehalt und 144 X Wohnungsgeldzuschuß jährlich. Weimar, Stadtsteuer- und Forstgeldereinnahme, ' Diener, 250 X Jahreslohn und circa 300 X Erinnerungsgebühren. — Eine Velociped-Tour um die Welt beabsichtigt ein gewisser Mr. Thomas Stevens zu machen. Derselbe hat bereits den ersten Theil seiner Aufgabe hinter sich, indem er den Weg von San Francisco nach Boston quer über den nordamerikanischen Continent in dreiundfünfzig Tagen zurückgelegt hat. Am 9. April ist er von, Boston nach Liverpool in See gegangen, von welcher Stadt er am 1. Mai seine Reise fortsetzte. Er ging mit Bicycle nach Liverpool, nach Dover zu Schiff über den Canal und will dann mit Bicycle nach Paris, durch Deutschland, Oesterreich, Ungarn und die Türkei bis nach Konstantinopel fahren. Dann will er über Kleinasien nach Persien gehen, ungefähr im November in Teheran eintreffen und dort den Winter zubringen. Im nächsten Frühling soll dann China in seiner ganzen Breite von ihm durchfahren iverden, womit seine Weltumseglung, abgesehen von dem Katzensprung zu Schiff von Canton nach San Francisco, beendet wäre. — (Zimmer-Beleuchtung mit — Leberwurst.] Als Curiosum theilt dem „Leipz. Tagebl." ein dortiger Leser Folgendes mit: „Derselbe kaufte in einem Geschäft in der ^straße ein Stück Leberwurft, die ihm daheim aber durch Geruch, Geschmack und Aussehen so wenig einladend erschien, daß er sie nicht aß, wohl aber einer näheren Untersuchung werth hielt. Diese ergab, daß die Wurst zu mehr als 60pCt. aus geringem Talg (Darmfett) bestand; non wirklicher Leber fand sich nur eine verschwindende Spur (etwa 10—12pCt.). Der Rest schien aus Kartoffelmehl, Schwerspath und dergl. zu bestehen. Auf den hohen Fettgehalt speculirend, zog der betrogene Käufer als erfinderischer Kopf einen Docht durch die Wurst und zündete sie an. Der Versuch gab einen überraschenden Erfolg, die ganze Wurst verbrannte — allerdings unter Entwickelung eines infernalischen Geruches — mit hellleuchtender Flamme, nur einen geringfügigen Rest zurücklassend." Sollten etwa die Leipziger Metzger ihre Wurst für den Export nach — Rußland fabriciren? — sHeiße Pflanzenblüthen.si Daß jeder Mensch vermöge des beständigen Ver- brennungsprocesses in seinem Innern sein gutes Quantum Wärme und Kohlensäure producirt, ist sattsam bekannt; daß aber auch die Pflanzen vermöge des Verbrennungs- processes in jeder lebenden Zelle Wärme erzeugen, ist bisher lveniger beachtet worden. Der Hallenser Professor Kraus hat nun die Wärmesteigerung in einigen Pflanzen während ihrer Blüthezeit und Honigmonate genauer untersucht. Man darf übrigens diesen Verbrennungsproceß nicht mit der Pflanzenathmung im Sonnenlichte verwechseln. Unter Einwirkung des Tageslichts nimmt bekanntlich die Pflanze Kohlensäure mit der Luft auf, zerlegt dieselbe, consumirt den Kohlenstoff und haucht den Sauerstoff wieder aus. Im Dunkeln dagegen athmet die Pflanze wie der Mensch, das heißt, sie athmet Sauerstoff ein, benutzt denselben zur inneren Heizung und athmet wie jeder Heizapparat Kohlensäure aus. Aber nicht blos bei Nacht, sondern auch am Tage liefern gewisse Pflanzentheile, nämlich Früchte, Wurzeln und Blüthen, Kohlensäure in die Atmosphäre. Das Resultat dieses Verbrennungsprocesses muß Wärme sein, doch ließen bisher unsere Instrumente nur in seltenen Fällen eine Messung der Temperatursteigerung zu. Bekannt ist die Wärmezunahme in den Blüthen des Kürbis, der Victoria regia und namentlich der Aroibeen. In der tubenförmigcn Blüthe der Aroidea ergab das Thermometer eine Temperatursteigerung von 10 Grad Celsius, und an der herzblätterigen Aroidea auf Jsle de France stellte sich ein Temperaturüberfluß von sogar 30 Grad heraus. Stach den durch Dr. Gregor Kraus am Arum Italicum angestellten Untersuchungen ergab sich zunächst, daß die Temperatursteigerung erst mit dem Aufrollen des Blüthenftaubes und niemals vorher begann. Die Wärme stieg drei bis vier Stunden lang bis zu dem Maximum von 44,7 Grad Celsius, verharrte auf dieser Hohe 1—2 Stunden und begann dann allmählich zu sinken. Als größter Wärmeüberschuß wurden 27 Grad Celsius erzielt. Sieben der hohen Ziffer der Wärme- steigeruilg fällt das Ergebniß der Untersuchung auf, daß die Wärmeentwickelung parallel geht mit den Anfängen der Entfaltung des Blüthenftandes und daß nach dem elften Stadium der Blüthenentfaltung keine zweite Wärmeperiode eintritt. —x . -| prakt. u. Specialarzt für Haut-, Frauen - u. Ge- ll-p I •vPY’l^r* n schlechtskrankheiten (Syphilis)etc. Frankfurt a.M. o ■ VA UAlOvAij Stiftstr. 22, fr. Assist. Prof. Bicord’s. Auaw. briefl. A Halbverdeckte Wagen, Abbildung'gratis" ' P *288% j. Gr. Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. Main. Beni Hassan's aus der 12. egyptischen Dynastie; ein noch viel älteres Bild, das jedenfalls die Glasbläserei darstellen soll, findet sich unter den halbverwischten Wand- acmäldcn in einer Kammer des Grabmals von Thy zu Sakhara, das äus der Zeit der 5. Dynastie, d. h. einer so frühen Zeit herrührt, daß es trotz der eifrigsten Nachforschungen vieler Egyptologen nicht möglich ist, die Jahreszahl genau festzusetzei h^-che Erzählung von der vergeblichen Mühe eines Lehrers in einem sächsischen Dorfe, einem 6jährigen Stnaben das Verständniß der Addition klar zu machen, enthält folgenden Dialog. Lehrer: „Wenn Du einen Strumpf an einem Bein hast und dann noch den andern anziehst, wie viel hast Du nachher Strümpfe an?" — Schüler: „Ich trage gar keene Schdrimbe nid)." — Lehrer: „Aber wenn Dein Vater ein Schwein im Stalle hat und kauft noch eins dazu, wie viel Schweine hat er dann?" — Knabe: „Mer fiddern gar keene Schweine." — Lehrer: „Oder wenn Du erst eine Jacke hast und Deine Großmutter schenkt Dir zu Weihnachten noch eine, mie viel Jacken hast Du dann ?" — Knabe: „Die schengkt mir keene." — Lehrer. Aber wenn Du einen Apfel hast und Deine Mutter schenkt Dir noch einen, wie viel kapsel hast Du dann?" — Knabe: „Unsere Aebbel sind merschtendeels sauer. Ich krieg Leibschmerzen. Ich maag keene." — Lehrer: „Ein armes Bettelkind bekommt ddh Dir ein Stückchen Brod, aber es hat schon eins in der Tasche, wie viel hat es dann?" — Knabe: „Mei Brod eß ich alleene." — Muer Cement.j Unsere Gasfabriken werden immer mehr und mehr zu chemischen Fabriken umgestaltet. Die Stcbenproducte werden schließlich die Hauptsache rud das Gas Nebenproduct (?!) So hat nach dem „Engineering" in letzter Zeit % Nansomc einen Cement aus Hochofenschlacken und Kalk hergestelll, welcher in lünerer Zeit viel größere Festigkeit erhält als die beste Arbeit aus Portland-Cement. Er hat in der letzten Zeit versucht, den gebrauchten Kalk der Gasanstalten als frischen Kalk zu verwenden und zu diesem Zweck dem Gemisch aus Schlacke und solchem gebrauchten Kalk eine bestimmte Menge von Kohle und Koaks zugesetzt, um durch Erhitzen im Brennofen die Sulfate zu Sulfiden zu rebneiren. Die letzteren sind dann durch Wasserdampf vollständig zersetzt worden, wobei unter Entweichung von Schwefelwasserstoff der Kalk rein zurückbleibt. Um das Mahlen desselben zu vermeiden, hat cr das Brennen in einer rotirenden Retorte vorgenommen; das Genüsch blieb so in s>em fein zertheilten Zustande, wie es vorher geivesen war. Die Fabrikations-Ein- iichtung soll bei Weitem billiger fein als die des Portland-Cements und da bis heute sowohl'die Hochofenschlacke als auch der in den Gasanstalten gebrauchte Kalk als Nebenproducte betrachtet werden, sollen die Herstellungskostendes neuen Ransome- Cements die Hälfte der des Portland-Cements betragen. — sEin Unglück kommt selten allein.) Vor etwa zehn Jahren führte man in der Provinzialhauptstadt B. den Lohengrin auf. Irgend ein Gast gab die Titel- Partie Mit der Lenkung des Schwanes loci gelang es ihm recht schlecht, denn als das die Schelde herabkoimnende Fahrzeug in der Mitte der Bühne angelangt ist ivirft sich bas Thier auf den Rücken, zieht den Gralritter mit in die Luft gestreckten Beinen ans Ufer und verharrt auch in dieser Lage, trotz allen Streichelns des Lohengrin. Selbst bei dessen Abschiedsgesange: „Nun sei bedankt, mein lieber Schwan , blieb ihm des >l)ieres Ohr „abgeneigt"*, und wie es gekommen war, so schwamm es „durch die weite Änth zurück" — Das Publikum war dadurch in eine heitere Stimmung gebracht und vorbereitet auf das, was sich noch ferner ereignen soll, denn allein kommt ein Unglück ja nie Im zweiten Akte bemerkt Telramund unten an Ortrud's dunklem Kleide cinen weißen Saum, der immer breiter wird. Ein llntergeroanb des Fraulem H. K,nt sich gelöst und droht, ihr unbewußt herabzufalleu. Er breitet seinen Mantel weit über sie hin und ruft ihr leise zu: „Ihr Unterrod!" Sie versteht es nicht und singt weiter: „Willst Du mir droh'n? Mir, einem Weibe, droh'n?" Er wiederholt ferne Mahnung und fügt hinzu: „Können Sie ihn nicht mit einer Hand festhalten? Sie ist ganz in der Rolle und fährt fort: „Was gäbst Du darum, cs zu erfahren?" - Endlich, als er gerade zu fingen hat: „O, Weib, das in der Nacht ich oor nur sah betrügst Du jetzt mich noch, dann weh' Dir, weh'!" fällt der Rock zur Erde. — Ha wie Du rasest!" antwortete sie ihm, tritt gemüthlich während der ferneren Worte: "siuhig und besonnen!" aus dem Kleidungsstücke heraus und trägt es nut der weiteren Phrase- „So lehr' ich Dick) der Rache süße Wonnen" — begleitet vom Gekicher des »luditorimns, hinter die Coulissen. — Aber noch eine Ueberraschung harrte des Publikums, damit doch jeder Act seine besondere habe. Telramunds Leiche wurde m i>er letzten Scene auf der schwarz verhüllten Bahre auf die Bühne getragen. Herr R. überließ die Rolle des tobten Telramund, wie die meisten seiner Collegen, neidlos einem anderen, da das Bahrtuch meist nicht aufgeschlagen wird und es daher einerlei ist wer darunter liegt. Diesmal war es ein Theaterarbeiter in Hemdsärmeln. Der aaftirende Lohengrin* aber ist „scharfer Spieler". Er ruft aus: „Da dieser Mann I mich nächtens überfallen — sagt, ob ich ihn mit Recht erschlug?' Und damit deckt er die vermeintliche Leiche auf. Das Publikum bricht über das fick) ihm bietende komische Bild in Lachen aus, der falsche Telramund, von der ihm neuen Nuance verwirrt, richtet sich auf und lacht mit, wohl nur aus Verlegenheit. Da steigert sich die Heiterkeit, der arme Kerl merkt, daß er eine Dummheit begangen hat und will der Situation ein Ende machen, indem er von der Bahre springt und eiligst m die Coulisse lauft. Natürlich erreichte nun die Lustigkeit ihren Höhepunkt. -- sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armce-Corps.) Nm Amtsbezirk des Königlichen Eisenbahn-Betriebsamts Kassel, Directionsbezirk Erfurt, 5 Rangirmeisteraspiranten, je 75 X monatlich, steigend. Daselbst (Directionsbezirk Elberfeld), 5 Schaffner, bezw. Aspiranten für den Fahrdienst, während der Probezeit ec 65 X diätarische Remuneration monatlich, bei erfolgter Anstellung 780 X wahres- Allgemeiner Anzeiger. GberUßsche WOahmu. Für den Verkehr Köln (l.)-Oberhesfen ist der Nachtrag l. zum Vieh- rc. Tarn und der Nachtrag H. zum Gütertarif, mit Gültigkeit vom 15. d- Mts. ab, eingeführt worden. Weber den Inhalt dieser Nachtrage er- theilen sämmtliche Güterexpeditionen Aus- ^Gießen, den 19. Mai 1885. 3837 Großherzogliche Direktion. Bekanntmachung. Die Freitag den IS. l. M. im Distr. Eibschenhain abgehaltene Holzversteigerung ist ge- nebmigt. Die Abfuhrscheme können vom 1. Juni l. I. ab bei der Frei- herrl. Rentei zu Londorf in Ein- pfang genommen werden. Papiermühle, am 18. Mai 1885. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Ebel. 3836 Mein Garten am Krofdorfer Weg, sowie ein neuer Metzgerwagen wegzugshalber zu verkaufen. Car» Burkhardt, .3732 Neustadt. Ziehung Casseler Pferde- und Ziehung » Juni , 3. iss». Equipagen -Verloosung. DEM" Hauptgewinne im Werthe von X 10,000, 6000, 5000, 4000, 3500, 3000, 2500 rc. zus. 1060 werthvotte Gewinne. Verkauf der Loose ä 3 Mk., 11 Loose Mk. 30, durch den Unterzeichneten, sowie durch dessen Verkaufsstellen. In Gießen: Jul. Wallach, C. Lehrmund. In Gladenbach: G. Schneider. ,, ... 3840 Herrn. Mende, Cassel, Generaldebit. Moritz Gregori & Sohn Hlluptvertretung für Gießen und Oberheffen der Velocipedenfabrik Heb. Hleyer in Frankfurt a. M. Ständiges Lager s. in Zwei- und Dreirädern zu Fabrikpreisen nach deutschen und englischen Original-Preiscouranten. Abzahlung nach Vereinbarung; gegen Caffe Rabatt. Glocken, Laternen re. stets auf Lager. Jedem Käufer steht eine Lehrmaschine gratis zur Verfügung. Reparaturen werden prompt und billigst besorgt. 3760 Cr'ULtSXl Mittagstisch zu 50 unb 80 Pf. empfiehlt 3839 Ich. H. Kießewach, Stadt Cassel. Msi-Dowle. Mai-Wein per. Flasche 50 la. Export-Aepfelwein pr. Fl. 25 83er Deidesheimer „ „ 60 81er Ober-Ingelheimer „ „ 90 Für absolut reingehaltene Waare leiste jede Garantie. Bei Abnahme von mindestens sechs Flaschen liefere frei ins Haus; in Gebinden billiger. Für Wiederverkäufer und Wirthe Ausnahmepreise. SEmit Schwall* 2722 (Frankfurter Hof). 3820] Vorzügliche rothe, rauhschalige Kartoffeln verkauft Gg. Unverzagt, Kaplansgasse. ItaM der Stadl. Giessen für 1885 Eremplare desselben sind ä 3 Mark in der Expedition des „Gisßensr Anzeiger" zu haben. Wrrüöertroffenes AaöriKaL zum Stärken der Wäsche. EMIL FISCHBACH » GIESSEN. CD S Ö* JS CD CÖ s es c SD do s o N — Theodor Haubach II. Bahnhofstraße 40. Generalvertretung für Gießen und Umgebung der Velocipeden-Fabrik und Niederlage von Heinr. Kleyer in Frankfurt a. M. 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Das Schwimmen der Damen findet in den Wochentagen von Morgens 6—10 Uhr unter Aufsicht statt. Das Baden der kleinen Mädchen im Kinderbad wird stets überwacht und geleitet, ebenso das Schwimmen der Mädchen im Bassin. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uhr und Nachmittags von 3—7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 6—12 Uhr. In tiefen Stunden wird gute und strenge Aufsicht geführt, so daß die verehrl. Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Ich lade zum Abonnement ganz ergebenst ein und bemerke, daß alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefälligen Einzeichnung offen liegt, zu erfahren ist. ________________________Turn- und Schwimm-Lehrer. Am 2. findet bei mir Gutbesetzte Tanzmusik statt, wozu ich ergebenst einlade. 3833 _____________________dir. Duill, Wieseck. 3843 Gesucht wird auf Johanni ein 3845 Für einen jungen Mann, 14 Jahr braves, fleißiges Mädchen, das in Haus- alt, wird eine passende Stelle als Lchr- arbeit und Küche erfahren ist. ling oder eine Bureaustelle gesucht- Südanlage 16, III. Stock. Näheres in der Exped- d- Bl. Jahres fest des evang. Kettungshauses ru Arnsburg bei Pfingstdienstag 26. Mai 1885, um 2 Uhr. Festprediger: Herr Pfarrer Ziemendorff, Wiesbaden. Herr Pfarrer Werner, Darmstadt- Zu zahlreichem Besuche lädt alle Freunde herzlich ein 3829 Der Vorstand. NB. Für die Bewirthung der Gäste wird durch die neueröffnete Restauration des Herrn Iutzi zu Arnsburg gesorgt werden.____________ Danksagung. Verwandten und Freunden sagen wir für die Theilnahme bei der Beerdigung unseres Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters Herrn Christian Jughard sowie für die Bluinenspenden unseren herzlichsten Dank. 3838 Die tmeroden Hinterbliebenen. Wermietfiungen. 3835 Ein Familienlogis, 3 Zimmer m- Zubehör, und ein kl- Familienlogis zu vermiethen. Wilh. Nagel, Brandgasse. 498 Scheune mit Pferdestall u. Remise mrmiethet___Carl Wenzel. 2857] Laden mit Wohnung zu oer- miethen. Gg. Schornber, Seltersweg. Wermischte Anzeigen. 3832 Ein angehender Kellner gesucht- Restauration Weber, Liebigstraße. 8 V 1 b A I n r 9 Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika machen. Näheres bei dem General-Agenten Cbr. Emil Derschow, Offenbach a. M.? und dessen Agenten b34 I. M. Schulhof, Gießen. Mene Stelle. Die Stelle eines 11* Dieners an Grotzh. Veterinär - Anstalt ist bis 1. August d. I. neu zu besetzen. Mit dieser Stelle sind 600 «X jährliche Remuneration, gegen 50 «X unständige Bezüge, freie Wohnung u. Heizung u. Beleuchtung derselben verbunden. Gesunde, kräftige, womöglich verheirathete Männer, die mit Pferden :c- umzugehen verstehen, werden hiermit aufgefordert, sich längstens bis zum 15. Juni unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei Unterzeichnetem in dessen Privatwohnung (Bleichstraße) Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr zu melden. Militäranwärter können bevorzugt werden- Gießen, den 15. Mai 1885. Die Direction der Großh- Veterinäranstalt. Prof- Or. Pflug. 3830 Schatz- Marke 1727 695 Geld^ Goars jü 16 16 20 16 9 4 Möbeltransport Heinr. Weidenhaas Giessen Wallthorstrasse 13. 3831 Ein kräftiger Arbeiter wird juf sofort gesucht in der Schneidmühle bei PH. Karl Euler, Hammstraße 18-0 15-0 39-00 75-0) 55-00 21-4» Verpackung von Glas, Porzellan:C wird ebenfalls unter Garantie übernomm'r und halte ich mich bei eintretendem »e- Msdicinal- Tokayer. Durch directe Verbindung mit dem Wein* gutsbesitzer Ern Stein inErdö-Benye beiTokay (Ungarn), Besitzer der 7 Weinberge HOSZÜ, Baksa, Bencsik, Dioküt, Omlas, Fekete u Veres, bin ich in der angenehmen Lage, chemisch analysirten, garantirt echten fäedicinal -Tokayer Wein zu Engrospreisen in Original- Flaschen, mit Schutzmarke versehen, auch im Detail abzugeben. darf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll H. Weidenhau^ 2O-Francs-Stücke . . . do. in Vr . Englische Souvereigns Russische Imperiales . . Dueaten ...... Dollars in Gold . . . 3844 Einen Hausburschen sucht die _____Pelikan-Apotheke. 3842 Einem hochgeehrten Publikum empfiehlt sich als Kochfrau, sowie auch zum Kleider- und WLscheausbeffern W. Rückert, wohnhaft bei Herrn G. Gerhardt, Lindenplatz zu Gießen. 3841 Ein V4 Land am Nahrungsberg zu verpachten. Näheres bei D. Schwall, Schloßgasse. Derselbe eignet sich nicht nur als Stärkungsmittel für Reconvalescenten, Kinder und Greise, sondern auch als Morgen- und Dessertwelm Bestätigung der grössten Universitats- Ohemiker Deutschlands, als auch Certificat des Magistrat von Erdö-Benye, liegen bei dem Unterzeichneten zur gefl. Einsicht aus EmiS Fischbach. Giessen- IMS' Stellenfuchende jeden Vt' rufs vlacirt schnell Reuter's Bure«« in Dresden, Neitbahnstr- 25. 3-3j Rcdaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Rümmer enthält 1 Blatt und 1 Beilage. Mit Bezug" früheren Kreises Grv Wnniffe wegen N Gießen» ar Betreff Wir finden hin aber die nachträ abgabe emgehl machen und weifen < zu bedeuten- Zur Wahla Wahlbewegung, we gleichsam zu einer ; die bür* Waffe leichte CandidMgej ragenben Mutig e unö flürmte mchtoo. des einheitlichen Sta wert nimmt unausha die Verfaffung ist ch Kamps der National der verhängnißvolle jener erste Streit ai ausbeschworen, so Tieg und Niederlag Das war, wenn w: Heute jedoch ist es rch. und in dem ' im der Versaffunk aus dem Spiele. treffend von de -N jetzt«, - j| M Mi von jhne> W von 14 2) '.ä4i vU $ in S!o*Nä a ct‘" dürs,?n L 2 d» Den? iS “'s* s.Ä ./Ezug mancher »e* » «°rhai Ä* B Nmt «IT ,h|* Sljj * in