1886 Samstag den 21. März Nr. 68 unsere E^'che'.nt täglich mit Nusnk^ne des MontagK. Ufer. B he 11 i Ulir, 2019 Brei- vierteljährlich 2 Mark 20 Vf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 20. März. Die Reise des Prinzen von Wales nach Berlin ist ein Sreig- nitz, welchem man allseitig eine weittragende volitische Bedeutung unterschiebt, wenngleich die Geburtstagsfeier Kaiser Wilhelms den äußern Anlaß zu dieser Reise bildet. In Deutschland wie in England betrachtet man übereinstimmend den Besuch des englischen Thronfolgers am deutschen Kaiserhofe als ein bedeutsames Zeichen dafür, daß das Versöhnungswerk zwischen den beiden Nationen nunmehr zum glücklichen Abschlüsse gebracht ist und daß auch die letzten „Miß- Verständnisse" jetzt beseitigt find. Nach den wiederholten bündigen Versicherungen der leitenden englischen Staatsmänner im Parlamente, denen zufolge England aus die Erhaltung der Freundschaft mit dem deutschen Reiche den größten Werth legt, kann der Besuch des Prinzen von Wales in der deutschen Reichshauptstadt in der That nur als ein hochbeachtenswerthes Symptom für die vollständige Wiederherstellung der früheren guten Beziehungen zwischen den beiden Mächten betrachtet werden und darf man sich der bestimmten Hoffnung hin'geben, daß, falls sich noch fernere colomal-politische Auseinandersetzungen zwischen ihnen nothwendig machen sollten, stch dieselben nur in der freundschaftlichsten Form vollziehen werden. Daß es sich bei dem Berliner Besuche des englischen Thronfolgers auch um die braunschweigische Erbsolgesrage handeln sollte, wie man verschiedentlich vermuthet, ist besonders nach den jüngsten Erklärungen des Fürsten Bismarck im Reichstage nicht wohl anzunehmen. „Das Gewicht der deutschen Dynastien und insbesondere unserer kaiserlichen Dynastie wird unter allen Umständen jederzeit auf Seiten der nationalen Jntereffen und niemals auf der Seite der fürstlichen Verwandtschaften in die Waage fallen." Dieser Satz des Reichskanzlers dürfte jedenfalls auch in London verstanden worden fern und es liegt darum kein Grund zu der Annahme vor, daß man englischerseits versuchen sollte,' durch den Besuch des Prinzen von Wales in Berlin das „Gewicht der fürstlichen Verwandtschaften" zu Gunsten des Herzogs von Cumberland in die Waagschale zu werfen. Mit dem Abschluß der zweiten Berathung der Postdampfer- Lorlage im Reichstage hat die parlamentarische Saison allem Anschein nach ihren Höhepunkt überschritten, da die anderen Gesetzentwürfe, deren Erledigung in dieser Session noch beabsichtigt ist, schwerlich mehr ein so allgemeines und tiefgehendes Interesse erwecken werden, als dies gerade bei der Postdampser- Vorlage der Fall war. Bezüglich letzterer kann es nur mit Genugthuung erfüllen, daß das Plenum des Reichstages aus dem Wrack, zu welchem die Vorlage durch die Commissions-Beschlüsse zusammengeschrumpst war, wenigstens ein Halbwegs passables Fahrzeug gemacht hat. Die Genehmigung der beiden Hauptlinien nach Ostasien und Australien und der Zweiglinien nach Alexandrien und den Südsee-Jnseln ermöglicht es der Reichsregierung, die so kräftig begonnene coloniale Politik auf der nöthigen Grundlage weiter zu führen, wenngleich die Ablehnung der afrikanischen Linie die Regierung zwingt, in anderer Weise die nothwendige Verbindung zwischen den deutschen Colonieen in Westasrika und dem Mutterlande herzustellen. Die Gruppirung der Fraktionen bei den entscheidenden Abstimmungen in der Montagssitzung des Reichstages brachte keine sonderlichen Ueberraschungen; geschlossen für die australische und die afrikanische Linie stimmten die beiden conservativen Fraktionen und die Nationalliberalen, einige Elsässer und Abgeordnete, die keiner Fraktion angehören; ebenso geschloffen dagegen stimmten die Freisinnigen — mit alleiniger Ausnahme des Abg. Grafen Hacke — und die Socialdemokraten. Durch das Eintreten von 17 Centrums- Mitgliedern, meist Süddeutsche, für die australische Linie wurde dieselbe gerettet; bei der Abstimmung über die afrikanische Linie theilte sich aber diese Gruppe, in Folge dessen letztgenannte Linie mit 9 Stimmen Mehrheit abgelehnt wurde; eine Reparirung dieses Beschlusses in dritter Lesung steht kaum zu erwarten. Die Idee einer Zoll-Union zwischen Deutschland und Oesterreich ist durch Die bekannten Auslassungen des Fürsten Bismarck in der Reichstagssitzung vom 14. März über diesen Gegenstand wieder einmal an das Tageslicht gezogen worden. Fürst Bismarck erklärte offen, daß er an der Idee eines deutsch'österreichischen Zollbündniffes, durch welches die in der deutsch- österreichischen Allianz bestehende Lücke ausgefüllt und hiermit zugleich die Folgen des Bruderkrieges von 1866 zu einem harmonischen Abschlüsse gebracht würden, festhalte; Fürst Bismarck wies aber auch auf die Schwierigkeiten hin, welche der praktischen Durchführung dieses Gedankens entgegenstehen, wenngleich er sich hierbei nur in allgemeinen Andeutungen erging. Daß diese Schwierigkeiten weniger auf deutscher, als auf österreichischer Seite liegen, bedarf wohl kaum erst einer besonderen Versicherung, sie liegen hier in der Föderalisirung Oesterreichs, in der Zurückdrängung des Deutschthums und so lange im Donaustaate die Slaven die leitende Rolle spielen, wird an die Verwirklichung eines pragmatischen deutschchsterreichischen Vertrages nicht zu denken sein. Im französischen Parlamente nähert sich die zollpolitische Action des Cabinets Ferry ihrem Ende. Am Dienstag hat die Deputirtenkammer die Vorlage betreffs der erhöhten Eingangszölle auf Vieh, nachdem die von der Regierung bei den einzelnen Positionen vorgeschlagenen Erhöhungen im Wesentlichen genehmigt worden warm, im Ganzen mit 281 gegen 194 Stimmen angenommen. Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß Die Vorlage auch die Zustimmung des Senats finden wird und das gegenwärtige französische Ministerium wird somit einen neuen Triumph in seiner inneren Politik zu ver- >ichnen haben. Nach Erledigung der Zolltarif-Novelle wird dann der große 55*5' Berlin, 19. März. (Reichstags Die gestern begonnene Berathung wurde vor außerordentlich spärlich besetztem Hause heute mit der Position „Bau- und Nutzholz fortgesetzt.^ erklärten sich die Abg. v. Gramatzkt (cons.), v. Wendt (Ctt.) dagegen die Abg. Dtrichlet, v. Benda, Stolle und Rickert. In den gegnerischen Auslassungen wurde geltend gemacht, daß die Waldreme und der Holzpreis in den letzten Jahren keineswegs zurückgegangen seien, was auch deutlich aus dem Bericht des preußischen landwtrthschaftltchen Mimsters naHuweise« ist. Wolle der Staat den großen Waldbesitzern eine angemessene ste gende Rente zu- sichern, dann müsse dies auch für die Arbettskräfte geschehen. Der steigende HolzpretS würde für die Waldbesitzer keineswegs von dauerndem Nutzen sein, weil dann oer Consum des Eisens, wie dies schon in den letzten Jahren zu bemerken war, zunimmt. Von Vorth-rl für den kleineren Grundbesitzer sind die höheren Zölle, wie man be- bauptete, deswegen nicht, weil vielleicht nur 10pCt. kleinere Besitzer sind.unddiesen wiederum neun Zehntel gar nicht im Stande sind, auch nur em Stück Nutzholz aus Recht auf Rente verlangen, sondern nur einen Schutz,Se0en bte IXeberHut&un0 jn« ausländischen Hölzern, Sie Holzhändler, die aber ebennicht Konsumenten seien, bildeten den Kern der Gegner; ausländische Holz-rfinden!tzt,w,eauchjedenallSin der Zukunst, ihren Absatz vornehmlich in Deutschland und so wird da« Aus and. um sich den deutschen Markt zu sichern, stch entschließen müssen, die Zölle selbst ,u tragen, Buc(tl8 aob daß die Bruttoerträge, des Walde« allerdings gestiegen seien, aber nicht die Nettoerträge, Es sollen jetzt Sätze, die übrigens vor drei Jahren mit einer nur geringen Majorität abgelehnt waren, normirt werden, von denen man annehmen kann, daß dadurch und danach der Handel in Ruhe kommen wird. b zunächst die Regierungsvorlage durch einstimmiger Votum beseistgt dEch die U-schäg- der Commisston mit 155 gegen 144 Stimme Mi [’tjijir, <6/4?, 6 tagten 3elß ten M * iw«* llkum w e DM Heute, Gießener Anzeiger Amts- und Ailzeigeblatt für den Kreis Gießen. men Schlafstelle en MlMeA, es Geschäft wird ein ire gesucht. Md. d. Bl. 011(6 die, nM nirgends Heilun; fanden, wett-" tdlich geheilt-^ K , meine von ntiryi reis A 1, zu IM -fiamhirg V_Wra5e Ä. -eil in ein >ajar. Äü« Handarbeit. tich2M°ttb0Ps. Jährlich erichrloeo: Nummern mitMobi« ind Handarbeiten, ent- g> u p p 11 m e n t e m N Fitca tOÜ Schnitts iUHand kann danachem uschni'd-n u. «W- Januar lBo ab. ,3eib_loUl£lL^ Stttrtat:: Schulstraße 7, Kamp! um das Listenscrutinmm beginnen, welche Frage die monarchistische und die radikale Opposition in der Deputirtenkammer zu dem Versuch benutzen will, dem Cabinet Ferry abermals ein Bein zu stellen; hoffentlich wird sich das Ca- binet auch in diesem Falle seiner Gegner erwehren. — Die Schwierigkeiten der Franzosen in Ostasien sind neuerDings durch einen in Cochinchina und Carn- bodscha ausgebrochenen Aufstano vermehrt worden. Zwar melden Berichte aus Saigun, daß in Cochinchina Ruhe herrsche und daß die Lage in Cambodscha eine befriedigende sei, aber diese Berichte klingen zu optimistisch, um Glauben finden zu können, zumal schon vor einiger Zeit aufständische Bewegungen aus den hinterasiatischen Besitzungen der Franzosen gemeldet wurdm. In Central-Amerika scheint vollständiger Bürgerkrieg zu herrschen. Ein solcher wird wenigstens in der Föderativ-Republik Columbia, zu welcher auch die Landenge von Panama gehört, schon seit einiger Zeit geführt und haben die Insurgenten am Montag einen Angriff auf die Stadt Panama gemacht. Weiter sind zwischen den Republiken San Salvador und Guatemala kriegerische Verwickelungen entstanden, da ersteres sich den Absichten Guatemalas, aus den centralamerikanischen Staaten eine Bundes-Republik zu machen, nicht gefügig erweist. Auf Seiten Guatemalas steht nur Honduras, auf Seiten San Salvadors befinden sich dagegen Nicaragua, Costa Rica und Mexiko, so daß blutige Umwälzungen in ganz Central-Amerika drohen. Nordamerika hat vorsichtshalber bereits einige Kriegsschiffe nach den centralamerikanischen Gewässern beordert. Darmstadt, 19. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: Am 11. März den Kreisarzt des Kreis-Gesundheitsamtes Offenbach, Geh. Medicinalrath Dr. Heinrich Köhler, auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner langjährigen, mit Treue und Eifer geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. k. Mts. an, in den Ruhestand zu versetzen. Darmstadt, 19. März. Dte z wette Kammer der Stände tritt am Montag den 23. März, Vormittags 9 Uhr, wieder zusammen. Auf der Tagesordnung der Sitzung sieht: 1) Dte Wahl eines Laudtagsabgeordueten für den 3 Wahlbezirk der Provinz -yLrhesten (Butzbach—Bad-Nauhe!m); 2) dte Vorlage Großherzogl. MtutstntuwS der Finanzen, den Entwurf des Ftnanzgefetzes für dte Etatsjahre 188o—86, 1886—87 rmd 1887—88 betreffend, zugleich über den Hauptvoranschlag der Staatseinnahmen für dte Ftnanzperiode 1885-88 und zwar Hauptabthetlung HI, „directe Steuern" (Kap. 4): 3) die Vorlage Großh. Mmtfteriums des Innern und der Justiz, die Verwendung des beider Erweiterung des Provtnzialarresthauses zu Gteßen ersparten Betrage« von 5500 flK die nothwendige Modtltarausstaituug der neuen Anbautm betreffend; 4) dte Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, den Gesetzentwurf, die Kosten des Unterhalts der Sträflinge im Landeszuchthaus und tu den Gefängnissen betreffend; 5) dte Vorlage Großh. Mm'sterlums des Innern und der Justiz, Bestreitung der Kosten für dte ftattgehabte Anschaffung von Mobilien für dte Taubstummenanstalt zu Bensheim im Betrage von rund 915 Jü aus den bet dem Neubau für diese Anstalt erzielten Ersparnissen betreffend; 6) dte Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, dte Verwendung von 4930 aus laufenden Ersparnissen des Landes- hosvttals Hofheim zur Anschaffung eines Destnfectionsapparat« betreffend; 7) die Vorlage Großherzogl. Ministeriums des Innern und «per Justiz, den Gesetzentwurf, dte Abänderung der Art. 45-50 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 bctrefftnb.^Hn!, 19 Der Senioren-Convent des Reichstages hat heute beschlossen, die Osterferien eintreten zu lassen, sobald die zweite Lesung der Holzzölle und die dritte der Darnpser-Vorlage erledigt sein wird; das dürfte spätestens nächsten Dienstag der Fall sein. , St. Johann, 19. März. Beim Abräumen sand man heute in der Grube einen Grubenkarren, auf dem Die Worte standen: „Es ist jetzt halb acht. Wenn bald Hülse kommt, können wir noch gerettet werden. (Name des Steigers"). Gestern um 12 Uhr kam man an jener Stelle an und fand alle daselbst beschäftigt gewesenen Arbeiter tobt. In namentlicher Abstimmung abgelehnt. Dagegen fanden nachstehende Bestimmungen die Majorität de« Hauses mit 165 gegen 132 Stimmen und erhielten die betreff ent) en Paragraphen folgende Formultrung: Bau- und Nutzholz, roh oder lediglich in der Querrtchtuvg mit der Axt oder Säge bearbeitet oder bewaldrechtet. mit oder ohne Rinde, eichene Faßdauben: 100 Kgr. 0,20 JL oder 1 Fstm. 1,20 ferner: "Bau- und Nutzholz, in der Richtung der LängSaxe beschlagen oder auf anderem Wege als durch Bewaldrechtung vorgearbeitet oder zerkleinert, Faßdauben, welche nicht unter die vorige Position fallen, ungeschälte Korbweiden und Reifenstäbe, Naben, Felgen und Speichen: 100 Kgr. 0,40 v4L oder 1 Fstm. 2,40 JL Die Berathung über Bretter und Kanthölzer findet morgen statt. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. (Korrespondenz-Bureau. Berlin, 19. März. Der Prinz von Wales, Prinz Albert Victor und der Herzog von Edinburgh sind heute Abend um 10 Uhr 40 Min. hier einge- Iroffen. Dieselben wurden vom Kronprinzenpaar und den Mitgliedern der englischen Botschaft am Central-Bahnhos empfangen und stiegen im kronprinzlichen Palais ab. Kiel, 19. März. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden trafen heute früh auf dem Dampfer „Skirner" hier ein und setzten ohne Aufenthalt die Reise nach Berlin fort. Saarbrücken, 19. März. Von den in der Grube „Camphausen" Verunglückten waren bis heute Nachmittag 3 Uhr 137 tobt und 51 lebend zu Tage gefördert. Die übrigen noch in der Grube befindlichen Verunglückten sind tobt und können der starken Verschüttungen wegen nur langsam zu Tage gefördert werden. London, 19. März. Unterhaus. Gladstone zeigte an, die Osterferien würden vom 31. März bis 9. April dauern, sofern nicht kbie Berathung des egyptischen Finanz-Abkommens eine Veränderung nothwendig mache. Er halte es nicht für wünschensmerth, dem Verlangen Northcote's, die Berathung bis nach den Osterferien zu vertagen, stattzugeben, weil der Zustand der egyptischen Finanzen eine Verzögerung unräthlich mache; er werde darüber morgen bestimmtere Antwort geben.. — Heute fand in der Westminster-Abtei die Trauung des Botschafters Malet mit Lady Ruffel statt. Die Prinzessin von Wales mit ihren Töchtern, der Botschafter Graf Münster und viele Mitglieder der Aristokratie wohnten derselben bei. — „Daily Telegraph" meldet in einem Telegramm aus Suakim von heute, die englischen Truppen seien heute Morgen in der Richtung von Hasheen vorgerückt. Rom, 19. März. Die „Agenzia Stesani" meldet: Italien sprach sich für die Zulassung Spaniens und Hollands in der Pariser Suezkanal - Conserenz aus. Suakim, 19. März. Wie das „Bureau Reuter" meldet, rückten die Engländer nach leichtem Scharmützel in Hasheen ein. Der Feind zog sich zurück. Nach vorgenommener Recognoscirung kehrten die Engländer in's Lager zurück. Der Feind besetzte die von den Engländern geräumten Positionen wieder. General Graham befahl, seine ganze Truppenmacht solle, ein Bataillon ausgenommen, morgen früh G Uhr außerhalb des Lagers sein. Petersburg, 19. März. DaS „Journal de St. PeterSbourg" sagt, aus den letzten Erklärungen der englischen Regierung in dem Parlament gehe deutlich hervor, daß beide Regierungen in Verhandlungen stehen behufS Feststellung einer zweckmäßigen und gerechten Grenze ihrer Machtsphäre in Centralasten mit dem gegenseittgen Wunsche, daß e8 hierdurch gelingen werde, den Frieden und die Ruhe in diesen Gebieten und die fluten Beziehungen beider Mächte zu befestigen. Es sei geboten gewesen, zu verhüten, daß Verwickelungen und locale Confltcte zwischen den augenblicklich sehr nahe an einander stehenden Parteien den Verhandlungen hindernd in den Weg treten. Die englische Regierung habe diese Nothwendigkeit betont und die russische Regierung habe sich ihrerseits nicht geweigert, die erforderlichen Befehle zu erlassen. Indem ein jeder der beiden Thetle so in den augenblicklich eingenommenen Stellungen bleibe und ein jedes wettere Vorgehen unterlasse, bleibe freier Raum für die Verhandlungen, welche zwischen den beiden Cabineten fortdauerten. Madrid, 19. März. Der Gouverneur der spanischen Colonie Alhumenas. welcher mit einer Eskorte nach Benneburriaga gegangen war, um ein von den Mauren gestohlenes Fahrzeug zurückzufordern, wurde von denselben mißhandelt und verwundet. — Anläßlich dieses Vorfalls erklärte da« Ministerium in der gestrigen Sitzung der Deputtrtenkammer, eS werde Genugthuung für diese Beschimpfung fordern; eS werde aber auch den Gouverneur von Alhumenas zurückberufen, weil er seinen Posten verlassen habe, um mit den Eingeborenen zu verhandeln. Newport, 18. März. Eine Depesche aus Mexiko meldet, daß 15,000 Mann mexikanische Truppen den Befehl erhalten haben, nach der mexikanischen Grenze ab- zugehen. Nach einer Meldung auS Panama bedrohen die Aufständischen die Stadt mit einem neuen Angriff. Die Aufständischen in Kolon Haden mehrere Magazine ge- ylflnbert und drohen, die Stadt in Brand zu stecken. Lokales. Gießen, 20. März. Am vorigen SamStag, den 14. März, als am Namenstage der hochsellgen Großherzogin Mathilde, fand hierselbst eine Vorstandssitzung und Generalversammlung der Mat Hilden-Stiftung für Obcrheffen unter dem Vorsitz des Herrn Provmztaldirectors vr. Boek mann statt. In den Hauptstädten der beiden anderen Provinzen unseres Hessenlandes ist wohl gleichfalls btefelbe Generalversammlung abgehalten worden. ES galt auch in diesem Jahre daS Andenken der verewigten Großherzogin ehrend zu erneuern. Nach den Intentionen bet der im Jahre 1862 erfolgten Gründung der Mathilden-Stistung sollten auS den Mitteln dieser Stiftung einerseits wohlthätige Stiftungen und gemeinnütz'ge Anstalten, besonder« solche, die sich der Fürsorge der verewigten Großherzogin zu erfreuen hatten, Beiträge erhalten, andererseits sollten solche Familien oder einzelne Personen, welche in Folge außerordentlicher UnglÜckSfälle der allgemeinen Hülfe und Theilnahme bedürftig sind, ohne Unterschied deS religiösen Bekenntnisse, unterstützt werden. Damals trat durch das ganze Land hin eine große Anzahl von Mitgliedern durch Zeichnung eines beliebigen lährlichen Beitrags der Mathilden-Sttftung bet. Diese theille sich nach den Provinzen x in bret Abtheilungen, die sich seitdem ihre besonderen Vorstände mit je 15 Mitgliedern in Darmstadt, Mainz und Gießen wählten und ihr Vermögen gesondert verwalten. DaS ganze Wirken dieser Stiftung ist seit vielen Jahren wenig in bte Oeffentltchkttt getreten und dadurch ist es gekommen daß allmählich sehr viele alte Mitglieder m>i ihren Beiträgen wegfielen und ein kaum nennenSwerther Ersatz derselbm stattfand. Wissen doch viele Leute, die Herz und Mittel reichlich für eine solche Stiftung besitzen 5?r,.ntc^t8.DOn ihrem Bestehen und Wirken. Und doch hat diese St slung auf bem' Gebiete öffentlicher Wohlthätigkeit eine große Bedeutung. Sie besitzt in Oberhessen verettS ein Kapitalvermögen von über 22 000 unb in ben beiben anderen Provinzen ist Jj "khr als doppelt so groß. Am 14. März b. I. wurden in der Versammlung 3U Gießen 1040 jl an 13 Kleinkinderbewahranstalten, an 3 andere Anstalten (Kinder- fripue, Krankenverein, Alicen-Frauenverein) unb an 2 Kinbergärtnerinnen vertheilt, währenb, wie alljährlich, einige hunbert Mark dem Kapital zugelegt wurden; bte vonberen Provinzen konnten in noch viel höherem Maße Wohlthätigkeit üben. Um dieses schönen Zweckes willen unb um baS Andenken einer wohlthättgen Fürstin in Ehren zu halten, sollte die Betheiligung an der Mathilden-Stistung wieder eine recht allgemeine werden. Wir möchten durch diese Zeilen hierzu eine Anregung geben. Wer einen Jahresbeitrag zahlt, erwirbt sich zugleich auch baS volle Stimm- und Wahlrecht in den Generalversammlungen, die regelmäßig jedes Jahr am Mathlldentag abgehalten werden. Vielleicht werben nach unserem Vorgang auch au« ben anderen Provinzen nähere Mittheilungen gemacht. In Overhess-n ist Herr Provinzialbirector vr. Boekmann zu Gießen Präsident der (Stiftung, der jederzeit gerne Beitrittserklärungen neuer Mitgl eher entgegennimmt. Die Beiträge find an den Stiftungsrechner Herrn KreisamtSgehülfen Döring zu Gießen zu zahlen. Recht zweckmäßig wäre es wohl auch, wenn die drei Vorstände etwa durch besondere Vertrauensmänner in den größeren Orten unseres LanbeS zum Beitritt anregen ließen. Unb wenn zur Förderung dieses Vorgehens vorerst noch weitere Mtttheilungen über die Mathilden- Stistung gemacht würo n, wenn besonders auch die anderen in Hefien erscheinenden Blätter der Sache sich annehmen wollten, so wäre dies sehr dankenswerih. Mögen denn recht viele sich anregen lassen, daS genannte wohlthätige Werk zu fördern. Gießen, 20. März. SchwurgerichtSverhandlung am 19. März gegen PosthilfSboten Ludwig Schäfer von Watzenborn wegen Verbrechens im Amte. Schäfer war angeklagt: 1- daß er als Beamter Gelder, nämlich 127,80 und 30 H Frankaturgedühr, welche er am 23. December 1884 von Posthülssstelle Verwalter Schöck zu Garbenteich in amtlicher Eigenschaft zum Zwecke der Ablieferung an Land- britfträger Euler von Grüninqen empfangen hatte, sich rechtswidrig zuqeeignet und in Beziehung auf diese Unterschlagung baß zur Eintragung und Eovtrole der Einnahmen bestimmte Postannahmebuch durch Vetävderung befl Tag» der Einlieferung (23. in 29. December) verfälscht habe; 2. daß er weiter als Beamter durch zwei selbstständige Handlungen folgende Geldbeträge: a. den für Postwerthzeichen amtlich vereinnahmten Bettag von 7,40 b. 30,30 welche er am 29. December 1884 von dem PosthiltS- stelle-Verwalter Schöck zu Garbenteich in amtlicher Eigenschaft empfangen hatte, fick rechtswidrig zugeeignet habe. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten unter Annahme mildernder Umstände für schuldig unb wurde derselbe demgemäß in eine Gefängnißstrafe von 8 Monaten, abzüglich 2 Wochen Untersuchungshaft, verurtheilt. Gießen, 20. März. (Musik.) Kann es wohl ein genügsamere« Publikum geben, al« unser ,Gießener? Nein! Wir glauben diesen AuSspruch mit Sicherheit verantworten zu können; denn in einer Zeit, wo rein gar nichts von der Kunst gesehen, noch gehört wird, und wo selbst der nahende Frühling nicht al« Entschuldigung dienen kann, da seine Liebenswürdigkeit doch vor der Hand nur al« Heuchelet betrachtet werden darf, eine so jämmerliche Bethetstgung bei einem in jeder Hinsicht interessanten Con- certe, daS beweist ohne Zweifel da« genügsamste Interesse, welche« jemals in einer Stadt der Kunst entgegengebracht worden ist. Wir bedauern wirklich den Künstler von vornherein, in dessen Phantasie der unselige Gedanke auftaucht, auf eigene« Rifico in unseren Mauern zu concertiren; denn da« höchste Glück, das ihm zu Theil wird, ist ein mit „Hangen und Bangen in schwebender Pein" hervorgeholter Achtungserfolg. So war es am Donnerstag. — Der Concerl - Abend des Herrn Pianisten Sckuler au« Frankfurt a. M. gestaltete sich trotz der Lethargie, welche bte Mlt- wirkenden beim Anblick be« leeren Saale« befallen mußte, zu einem recht genußreichen unb bet Concertgeber trug burch feine gediegene Leistungen in erster Linie dazu bet, da« kleine Publikum zu enthufiaSmiren. Seine Claviervorttäge, retch an durchgeistigter Auffassung und mit erstaunlicher Virtuosität zu Gehör gebracht, ließen ben vortteff, lichen Interpreten Chopin'«, Schubert'« unb ß'jt’fi erkennen, wenn er auch zuweilen dem Flügel In bet Kraft zu viel zumuthete. Gleichzetttg fanden wir Gelegenheit, in Herrn Schuler einen begabten Componisten fm modernen romantischen Style zu würdigen, da feine zu Gehör gebrachte Fantasie, Mazurka op. 5, als ein fein gearbeitetes und interessante« Opu« gelten darf. Herr Brun erweckte durch seine Violinvorträge die besten Sympathien und bewies in der Cavattne von Raff, daß er neben einer beachtenSwerihen Technik auch die Mittel besitzt, gefühlvoll zu spielen. Die Vleuxtemp'sche Polonaise hätten wir im Tempo allerdings gern weniger fordrt gewünscht. Fräulein M. Buff errang al« geschulte Sängerin reichen Beifall, in welchem wir besonders bei dem BrahmS'schen Liede: „Vergebliche« Stäubchen" mit eivstimmien. Letztere« wußte sie mit bem anmuthigsten Humor auSzustatten unb baourch bte Hörer zu einem stürmischen Applaus zu veranlassen. —a— Vermischtes. Darmstadt, 17.März. DleLandeSbaugewerkschuleDarmstadt beging amSamStag die Schlußfeier ihre« 9. JahreScurses. Zu dieser Feier hatten sich ber Vertreter ber Regierung, Ministerialraih Lotheis en, Professoren her technischen Hochschule, die Eltern ber Schüler unb eine große Anzahl von Interessenten ber Anstatt eingefunden. Der Dirigent ber Anstalt, Herr Geh. Rath Fink, begrüßte bte Anwesenden mit einer kurzen Ansprache, worauf bte mündliche Prüfung in ben einzelnen Lehrfächern statt- fanb. Dieselbe erstreckte sich auf Physik unb Mechanik (Jng. Wagner), Statik ber Bauconstructtonen (Ingenieur Esselborn), Buchhaltung unb Wechsellevre (HandelS- l hrrr Peter«), Materiallenkunbe (Dr. Wieberholb) und ließ bte Beantwortung ber Fragen Seitens ber Schüler In keiner Weise etwa« zu wünschen übrig. Nachdem der Vertreter der Regierung seine Anerkennung dem Dirigenten der Anstalt ausgesprochen, schloß Letzterer die Prüfung mit Worten de« Danke« für da« Interesse und die Unterstützung welche bte Großh. Regierung ber Anstalt in jeder Weise angedeihen lasse. An die Schüler richtete derselbe bte Ermahnung, ba« hier Gelernte In ber Praxi« zu verwerthen zum Nutzen beS Hanbwerkerstanbe« und Sorge dafür zu tragen, daß da« Gelernte ihnen nicht verloren gehe. Seit neuerer Zeit fei ber Ruf zur Gründung von besonderen Fachschulen erhoben worden. Wenn eine Schule den Ansprüchen einer Fachschule gerecht werde, so sei e« bte Baugewerkschule, in welcher ber Bauhandwerker in allen für ihn nutzbringenden Fächern unterrichtet werde. Für besondere Gewerbe seien Fachschulen wünschenSwerth und auch bet einzelnen Gewerben etngefübrt, z B- für Uhrmacher, Töpfer und Weber, er könne sich aber nicht Fachschulen für Bauhand* werker, z. B- für Maurer, Zimmerleute, Schreiner rc. denken, denn der Unterricht in diesen Fächern gehöre in die Werkstatt, dort müsse sich der Handwerker bte noth- wenbigen technischen Fertigkeiten aneignen. Zum Schluß bat er ble Schüler, ein gute« Andenken der Anstatt zu bewahren. Hierauf wurde von den Erschienenen die Ausstellung von Zeichnungen besichtigt unb ging ba« Urtheil einstimmig bahln, baß in ber kurzen Zett von 4 Monaten ganz Vorzügliche« geleistet worben ist. Im kunstgewerblichen unb Fachzetchnen finb zunächst bte Leistungen, welche unter ber vorzüglichen Leitung be« Lehrer« Professor Hermann Müller entstanden sind, heroorzuheben, welche auch bieseSmal ben Glanzpunkt ber Ausstellung btlben. Hieran reihen sich bte Arbeiten ber Schüler be« Lehrer« für Bau- und Ingenieur-Fach, Herrn Ingenieur Esselborn, welcher in Schattenconstruction, Perspective, Planzeichnen unb graphischer Statik ganz Ausgezeichnetes zur Ausstellung gebracht hat. Auch bte Arbeiten ber Schüler be« Herrn Architekten Kullmann unb Herrn Ingenieur Wagner, ersterer über darstellende Geometrie, Ornamenten und Fachzeichnen, letzterer über Maschinenzeichnen, sind al« vorzüglich zu nennen und läßt die Durchbildung der Detailzeichnungen erkennen, daß auch die Theorie ihre guten Früchte getragen. Die Arbeiten im Modelltren (Lehrer Herr Bildhauer Foelix) zeichnen sich durch Vollendung der Form unb gewandte Handhabung des Modellirstichel« selten« der Schüler au« unb gereicht e« ber Anstatt zur Ehre, daß sie diesen wichtigen Zweig bet Formenbildung in ihren Lehrplan ausgenommen hat. Neu ist ber an ber Anstatt eingeführte Unterricht in ber Runbschrist nach der Methode de« Lehrer« Herrn Göttmann. Die Leistungen eine« 12stündigen Cursu«. welche aufgelegt find, sind geradezu überraschend unb Ist dieser Unterricht an andern Schulen de« Lande« zur Einführung sehr zu empfehlen weil hierdurch da« oft so zeitraubende Schriftenmalen bet Zeichnungen In Wegfall komm!. Die Anstalt kann zufrieden mit den erzielten Resultaten sein unb wünschen wir derselben ein ferneres Blühen unb Gedeihen. Nicht unerwähnt mag sein, baß am Abend eine Schlußfeier stattfanb, bet welcher sich Geh. Rath Fink. Baurath Busch, sowie sämmtliche an der Anstatt wirkenden Lehrer mit ben Schülern noch zum gemeinsamen Zusammensein vereinigten unb auch hier konnte das schönste Einvernehmen zwischen Lehrern unb Schülern conftattrt werben. 17 10 1 s o°r Hf * ^11 scyv' f d,e bewillig S'ägs unter ■Äs “ uir MN« »' chnniog dn $M»t w »die b« Ohn ■ Unb der meM (halt blefe« MM W über Nacht I codi btefelbe dünne 2 vrlchn man nicht wi Ite zarte«, iacherart gxün, von einer um nie rin keimender Bi irische Kraft scheint t ßlwachsen sei, tonnte unb tzückrr geworden HvmnMumen! Au bd)t Jedes einzelne worden, al« wenn d des ffußbodtnS angel und Frische. D>e fd lodert worden und Wnjlcln herauf mit wiazlgeS Ding, litt u der grünen NlSiter t Sofa. - Zbtr waS will ctifa lltlntn Eriken/ Äjltin In ein neuel »enppe, es mögen dies l'Ll hol eS In die Ard! Schönheit von Farben! •■iflun8 bienen ei betrachtet werden t ivtenssavten Con- >e« irnili in einer iauvtvoranschlags für 1885—88 eine erfreuliche Erledigung, aber in der Oeffentltchkeit kaum Erwähnung gefunden hat, ist die Ausdehnung des Instituts der Landes'Waisevr Anstalt auch auf uneheliche und mit körperlichen Gebrechen behaftete Kinder. Ursprünglich nur für christliche und ehelich geborene, sowie mit Gebrechen nicht behaftete Waisen bestimmt, hatte man schon vor längerer Zett jene erstere Einschränkung fallen gelassen und auch jüdischen K.ndern Ausnahme gewährt. Jene weiter beseitigten Einschränkungen wurden in der zweiten Kammer während deS vorigen Landtags angeregt und von der Regierung in dem Staatsvoranschlag durch Einstellung einer erheblichen Mehrforderung, die bewilligt wurde, entsprechend berücksichtigt. — (Frühlingsanfang ] Schneeglöckchen und Veilchen künden dos Herannahen des Frühlings und tm Waldthal erscheint die erste blaue Anemone. Die ersten Ausflügler durchstreifen die Wälder und belauschen das Erwachen der Natur, das erste Knokpen des Erlenstrauchwerks und der Birke. Und in das Gemach bricht der erste FrühlmgSsonnenstrahl - ein halbes Dutzend mühsam überwinterter Zimmerpflänzletn mit seinem Kusie belebend — voll und ganz herein. Keine Gardine, kein Vorhang darf dem Eindringling den Wög verstellen. Er hält sich eine kleine Weile in dem engen Raume zwischen dem Doppelfenster auf, um ein freundliches Zwiegespräch mit einem staubigen Aeranienstock zu pflegen, und steht plötzlich mitten tm Zimmer, voll und groß, bi ndend in goldiger Herrlichkeit erfüllt er dm Raum. Nun ist es tm Augenblick in allen Winkeln lebendig geworden. Aus allen Winkeln und von allen Ecken und Enden eilt es herbei, um den Strahl zu begrüßen, ihm Reverenzen und womöglich gemeinsame Sache mst ihm zu machen. Wo nur all das Jauchzen Herkommen mag, daS da von den Schränken und unter dem Tisch beroor, von dem Teppich am Boden, vom Bücherständer, von den Bildern und Nippsachen und Figuren sich in Bewegung setzt. . . . Man hat doch all diese tausend und abertausend kleinen bac>llenartigen Wesen früher nicht bemerkt, war doch Alles so säuberlich abgestaubt und ausgeklopft worden, als wenn ein Preis tm Abstauben zu gewinnen gewesen wäre. Ist denn die ganze Arbeit umsonst gewesen? . . . Aber seltsam, die tausend tutntn Geister und auf und ab und hin und her huschenden Wesen geniren gar nicht, sie machen das Gemach nur munterer und verstörkcn die Verwuthung, daß ein neuer Lebensadern tm Anzuge, der mit der muffigen Wrnteiluft oufturäumen entschlossen ist. Man spürt auch nichts mehr von der Ofenwärme tm Z'wmer. Der Strahl, der so unerwartet heretvgebrochen ist, hat wahrhaftig die Kraft, zu erwärmen; man spürt eine eigenthümltch wohlthätige Durchwärmung der Haut und der Glieder, die ganz verschieden ist von der dünnen Wärme, welche der Ofen gibt, die sofort veiflüchtrt. wenn man die Nase zur THÜre htnauS- steckr. Und der menschl che Körper nicht allein spürt die Annehmlichkeit und intensive Kraft dieses neuen Elements. Haben sich nickt dort die verkümmerten, verstaubten Pflanzen über Nacht gehoben, sind sie nicht größer und schöner geworden? Ist das noch dieselbe dünne Z mmer-Akazie, die gestern unbeachtet tm Winkel stand und von welcher man nicht wußke, ob man sie heute oder morgen in den Hof werfen sollte? Die zarten, fächerartig n Zweige neigen sich gegen das Licht, sie find durchsichtig grün, von einer unauSiprechiichen Zartheit und Schönheit der Farbe und Form. Etwas wie ein keimender Blüthenftengel rankt sich aus dem Gezweige empor und eine neue, irische Kraft sckeint über den ganzen Stamm gekommen zu fein. Daß er thatsäcklich gewachsen sei, könnte man nicht beschwören; aber schwören könnte man, daß eS schöner und stäiker geworden. Wie lieblich er anzuschauen ist zwischen den beiden unbeholfenen Gummibäumen! Auch dikse tauchen mit wahrer Wollust hinein in daS junge Sonnenlicht. Jedes einzelne der großen lappigen Blätter ist heute Morgen so kräftig geputzt worden, alS wenn das Stubenmädchen auf denselben Vorübungen für daS Scheuern des Fußbodens angestellt hätte, und nun glänzen sie im Sonnenlicht vor Sauberkeit und Frische. Die schwere dunkle Erde in dem geräumigen Topf ist ein wenig gelockert worden und dort steigt wahrhaftig auS dem weichen HumuS ein neues Pflänzlein herauf mit einem grünen Blättchen auf schmiegsamem Stengel; ein einzelnes winziges Ding. keck und verwegen, welches sich vergebens noch Genossen im Schatten der grünen Blätter umschaut und doch äußerst behaglich sühlen mag in dem warmen Boden. — Aber wa8 will dieses Blattwerk und dieser armselige Keim sagen neben den beiden kleinen Eriken I Der Sonnenstrahl hat genügt, nm die beiden blüihenreichen Pflänzlein in em neues bezauberndes Gewand zu kleiden. Es mag dasselbe dünne Gerippe, es mögen dieselben zarten Blüthenkelche von gestern sein, aber das Sonnenlicht hat es in die Arbeit genommen und förmlich verjüngt. Wer hätte gestern solche Schönheit von Farbenkraft an den rosig angehauchten Blüthen bemerkt? Und wie lieblich Laub und Blume zusammenstimmen, so daß man schwören kann, kein gottbegnadeter Künstler vermag in seiner bestm Laune Anrnnthigeres zu schaffen. Zwei kleine Monatsrosen machen sich noch in einem Blumenkorb bemerklich, und sie haben sich den Winter über ebenso wacker gehalten, rote die bescheidene Enka. Die eine hat Wochen hindurch mit Geburtswehen zu thurr gehabt, sie konnte ein kleines, dünnes Knöspchen nicht zur Entfaltung bringen. Jetzt ist die schmerzliche Arbeit jählings, in wunderbarer kurzer Zeit qethon worden; wie, wann, wodurch, woher? — kein Menschenauge hat <8 gesehen! Und nicht allein ist der harte Kelch gesprengt worden, auch das weiß und rosige Blattwerk kommt zum Vorschein und ein leiser wohliger Duft geht von dem winzigen Stocke aus. Die unscheinbare MonatSrose hat gewttz niemals den Ehrgeiz gehabt, von einem Dichter besungen zu werden, aber nicht anders hat sich bei ihr der poetische Proceß vollzogen, als jener war, der den Dichter zu den lieblichen und sinnigen Versen begeisterte: Und horch, eS klingt, wie still aus süßen Keimen Der Rose Kelck in tiefer Nacht sich webt. Literarisches. — An der nationalen Feier zum siebenzigsten Geburtstage und fünfzigjährigen Dienstjubiläum deS Fürsten BiSmarck hat auch das VI (Mär,-) Heft der illustrirten Monatsschrift ^Univetfum* (Redacteure JeSko von Puttkamer und Theodor Seemann, Verlag von Wilhelm Hoffmann in Dresden) sich in hervorragender Weise betheiligt. Es bringt ein künstlerisch ausgeführtes, sinniges Gedenkblatt zu dem Ehrentage deS großen deutschen Kanzlers mit einer von patriotischem Feuer durchglühten Widmung der Brüder Adolf und Karl Müller, daS die Erinnerung an die gewaltigen Thaten von 1870-1871, die Einigung Deutschlands und die dadurch begründete gebietende Weltstellung in unS wachruft. DaS Heft zeichnet sich aber auch noch in anderer Weise durch ein tief empfundenes Gedicht Rudolf Kulemann'S zu dem schönen Bilde der hochverehrten Königin Luise, der Trägerin des nationalen deutsch-n Gedankens in schwerer Zeit und eines echten Frauengemüths aus. — Ferner enthält das Heft: „In der Geduld«, Novelle von Julius Duboc; ein höchst inter- kffavtes und wichtige Fragen berührendes Essay: „Cultur und Thier" von den Brüdern Adolf und Karl Müller; „Boleslav Markevitch" von Ewald. Paul; deS „Dampfrosses Lenker" von G. van Muyden; der „HerrMajor" von A. v. Winterfeld; „Amerikanische Politiker", ein Culturbild aus den Vereinigten Staaten von A. C. Wiesner; „Theater unter Sternenhimmel" von G. de Beaulieu und Gedichte von Julius Sturm, Paul Fritsche, Frida Schanz und Hermann Becker jun. Im zweiten Theile endet das Efflly von Dr. Alfred Friedmann, „Gottfried Kivkel's Schwanengesang Tanagra", daran schließt sich die Allgemeine Rundschau, Besprechung zu unseren Kunstbeilagen, W-li-Telephon und den Schluß bildet ein schönes Albumblatt: Spinn, Spinn, Composition von Hugo Jüngst. — Von den trefflichen Lichtdruckbeilagen erwähnen wir noch außer den bereits genannten eine Originalaufnahme „Kölner Dom", ein Brustbild des rheinischen Dichters von „Otto der Schütz" Gottfried Kinkel und „Nordisch-germanische Götter" von Carl Ehrenberg. - DaS „Universum" bestrebt sich gewissenhaft, gehoben durch die Anerkennung der besten Stimmen in der in- und ausländischen Presse, dem ihm von allen wahrhaft Gebildeten zugewandten Jntereffe nach allen Seiten tn Wort und Bild — Poesie und Kunst — gerecht zu werden. »uni Selbstfahren, Bock zum Abnehmen, gleicher Spur, elegante, saubere und solide Arbeit, empfiehlt billigst J. G-. Rumpf, Frankfurt a. M, Eiserne Hand. Abbildungen auf Wunsch gratis. 1444 Kirchliche Anzeigen der Stadt Greffen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Judica, 22. März. Vormittags ausnahmsweise 9 Uhr: Pfarrer Dr. Nauman n. Vormittags 10y2 Uhr: Festgottesdienst zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers; Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Nachmittagsgottesdienst. Kinderkirche: fällt aus. Montag, den 23. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Bibelstunde^ Philipperbrief, Kap. 2, 19—30. Pfarrer Dr. Nau m a u n. Mittwoch, 25. März, Abends 6 Uhr, in der Kirche, 6. Passionsandacht, Pfarrer Schlosser- Am Sonntag Palmarum, 29- März, feiern wir unfern Landes-Buß- und Bettag. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 22. bis 28. März besorgt Pfarrer Dr. 9^ au mann. Katholische Gemeinde. Passions-Sonntag. (Judica.) Von 6 Uhr an: Beichte. Um 8 Uhr: Militär-Gottesdienst. Feier des hohen Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. Um 1,210 Uhr: Hochamt, Predigt und Te Deum. Um 2 Uhr: Passionsandacht. Am Donnnerstag von 3 Uhr an: Beichte. Am Freitag (Schmerzensfreitag) nm Uhr: Predigt und Andacht. Am Samstag von 1 Uhr an: Beichte. Nächsten Sonntag Collecte für bedürftige Erstcommnnikanten. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 545 Uhr, Samstag Morgen 8™ Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 7 Uhr. uf ruf I Eine entsetzliche Katastrophe hat in der Saargegend zahlreiche Opfer gefordert. Fast 500 Wittwen und Waisen betrauern den Verlust ihrer Ernährer. Zu den: Schmerz gesellen sich die Sorge und das Elend. Da gilt es helfen und je schneller die Hilfe zur Stelle ist, um so größer wird ihr Segen sein. Wir wenden uns deshalb an das Mitgefühl und den Wohl- thätigkeitssinn unserer Leser mit der Bitte, die noch immer von Erfolg gewesen ist: Nehmt Euch der Unglücklichen an, spendet für sie Jeder nach seinen Kräften! Redaktion und Expedition des „Gießener Anzeiger". Die Expedition des „Gießener Anzeiger" erklärt sich zur Annahme von Gaben für die Hinterbliebenen der Opfer der Cawphaufen-Grube bereit. Für Confirmanden empfiehlt Hemden, Kragen, Manschetten, Shltpse, Glace'S 20. 20. zu billigsten Preisen 2030 H. Kübsamen. Aechte Frankl Würstchen empfiehlt 2045 L Kalkho£ Ein kl. Sprungheerd (transportabel) und ein Buffet mit Bier- Ausschank-Apparat nebst Kühler zu verkaufen. Näh. i. d. Exp. 2026 Allgemeiner Anzeiger. Oesfentliche Anerkennung. Nachdem wir inzwischen Gelegenheit hatten, auch die Dauerhaftigkeit unserer Fahne zu erproben, sprechen wir der wohllöblichen Bonner Fahnenfabrik (Hof-Fahnenfabrik) in Bonn öffentlich unsere vollste Anerkennung für die solide Anfertigung aus. Die Fahne, welche bereits im Juli 1884 ihre Weihe empfing, hat überall Bewunderung erregt und wurde als die schönste Fahne hiesiger Gegend allseitig anerkannt. Heftrich-Idstein, den 12. März 1885. 2032 Der Vorstand des Männer-Gesangvereins „Concordia". Kunft-Prefl-Hese. Nach Berliner Vorschrift zubereitet, für gut anerkannt, empfiehlt in kleinen Quantitäten, wie im Pfund 2040 Martin Lenz. Für Saat la« Saathafer, Wicken und Erbsen billigst bei L. Süss 2031 Bahnhofstraße 60. Vorhangstoffe empfehle in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen, Reste unter Einkaufspreisen. 2042 _______I. CH Retter Normat-Hemden und Hosen (nach System Prof. Dr. I ä g e r) für Damen und Herren empfiehlt 2029_______H. Rübsamen. 2048 Einige Malker Frühkartoffeln (Schneeflocken) und 20 Ctr. Kornftroh (Handdrusch) zu haben bei Heinr. Schomber, Nodheimerstr- 56* klirre Karrte MLft zu verkaufen. 1350 Jakob Dörr, Gr- Mühlgaffe. 2023 Schulst'^ u ff 2022 375 2034 Die Gerichtsschreiberei Großh. Amts- 2036 Horn. 2043 Nur auf kurze Zeit: Jleu! Reu! Schiffs - Caroussel findet die Eröffnun g statt 2033 2046 Ein Mädchen, welches kochm kann, gesucht. Stadt Mainz. 2041 Bonn a. Rhein 2038 Der Vorstand, Anfang 8 Uhr. 2047 ff if und Holz Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Reuter II. uild Familie. 2027 Ein Dienstmädchen zum 25. ds- oder 1. April gesucht Sonnenstraße 25, gerichts Lich. Will. distrikten Burg, Petersgrund Langenbuchen, nachverzeichnetes Versteigerung: Rm. Buchen-Scheitholz, I. V.: Keiber. Der Eisenbahnbaumeister. Stegmayer. ent- bis ver- Bekanntmachung. Die Lieferung von 8 Rarrrn- meteru Buchen-Scheitholz — guter Qualität — und 130 Gentnern Steinkohlen für das hiesige Haftlokal soll an den Wenigst- 2025 Eine kleine stille Familie such! ein Logis von 4—5 Zimmern mit Zubehör, parterre oder im ersten Stock, mit Garten. Offerten mit Preisangabe bitt? I man in der Expedition dieses Blattes äd-. zugeben. ___ ___ fordernden vergeben werden. Schriftliche Offerten sind, mit sprechender Aufschrift versehen, zum 1. April d. I. dahier schlossen einzureichen. Lich, den 19. März 1885. enthaltend. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr in dem Zimmerffchen Hof dahier. Winnerod, am 18. März 1885. 2035 Sänger, Förster- Versteigerung. Montag den 23. März 1885, Nachmittags 3 Uhr, ,verden im hiesigen Pfandlokale, Seltersweg 11: 3 Kleiderschränke, 3 Kommoden, 1 Consolschränkchen, 1 Kommode mit Aufsatz, 1 Waschtisch, 3 Wanduhren, 1 Dutzd. silberne Theelöffel, 1 Comptoirstuhl, 1 Reisedecke, 1 Stuhl, 1 ovaler Spiegel, gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, 20 März 1885. Der Pfandmeister. 3t, et ist e>" T flete GebmMg!^ Milt sch in dik it j) UkeS darüber, endlich e ter Majestät und W ich vereint und der im ta Deutschen ein M Lugenden ist. Wie ein leuchtend M in der deutschen Ge btt Wer von Mund sem Mäßigung und g: grG Pisten selbst de M die Mion erwarb s faib achhen hals, daß der StaatsW, den Gr kunst und den leider : ureußlsch-deuWn Arm Mnnern, die vMänd Wilhelm sein Werk, die Am Abende seine? dahin, das errungene A sichern und wie es Velvets und Seidensammete in allen Farben, für Kleiderbesatz, empfiehlt 1299 A. Fangmann Zum ersten JHale hier! FreidePs Dampf- Der Eisenbahnbaumeifter. Ste g m a y e r. zur 90 250 124 44 135 42 500 600 M asch i ne n Stricker ei von Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen- Die heutig« Nummer enthält 1 Blatt und 1 Beilage 20-Francs-Stücke . . . do. in V2 . Englische Souoereigns Russische Imperiales . . Ducaten ...... Dollars, in Gold . . . Regen- u. Sonnenschirme. Montag den 23. März, Nachmittags 2 Uhr, werden im Wiener Hof, Neuenweg 6L, / Horrmann'sche Besitzung, eine große Parihie mod. Regen- und Sonnenschirme, in Seide, Zanella und anderen Stoffen versteigert. 2037 Hoffmann, Ortsgerichtsmann. AerheMe EisenbchM. Die Lieferung von 600 cbm Lahnkies auf den Lagerplatz bei Wärterhaus Nr. 1 der Linie Gelnhausen soll vergeben werden. Die Bedingungen sind auf der Registratur Großherzoglicher Direction, Zimmer Nr. 4, ein;usehen. Angebote find an den Unterzeichneten, mit entsprechender Auffchrift versehen, bis zum 25. d. Mts., Abends 6 Uhr, einzusenden. Gießen, den 19. März 1885. OberhMche Eisenbahnen. Die Ausführung von rot. 60 qm Basaltpfosten 2. Sorte auf der Rampe tut Bahnhofe Gießen soll vergeben werden. Die Bedingungen sind auf der Registratur Großherzoglicher Direction, Zimmer Nr. 4, einzusehen. Angebote sind an den Unterzeichneten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 26. d. Mts., Abends 6 Uhr, einzusenden. Gießen, den 19. März 1885. Ladung. Jacob Nibch, Schuhmacher, geboren am 30. Januar 1857 zu Oberlemp, Kreis Wetzlar, zuletzt wohnhaft zu Grünberg, Kreis Gießen, dermalen mit unbekanntem Aufenthalt, wird beschuldigt, als Ersatz-Reservist 1. Klaffe ausgewandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, Nebertretung gegen § 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Mittwoch d. 20. Mai 1885, Vormittags 8 Uhr, vor das Großherzogl. Schöffengericht zu Grünberg zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach § 472 der Strafprozeßordnung von dem Großherzogl. Bezirkscommaudo zu Gießen ausgestellten Erklärung ver- urtheilt werden. Alsfeld, den 12. März 1885. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Liederkranz. Heute, Samstag den 21. Mär? rr. Abendunterhaltung im Cafe Leib Heute und Morgen: G-xosse Sendung ■ Pfd lebendfrischer Schellfische, Pfd. 25 Pfg., Gabeljau, Hechte, Zander, Schollen, Pfd. 30 Pfg., Backfische, Pfd. 25 Pfg., Sardinen, Rollmöpse, 3 Sluck 20 Pfg., Fast 2 Mark, Prima Sprotten, Kiste 1,50 Mark, Pfd. 50 Pfg. in der Hamburger Jischhandlung 2049 von A. Koch. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme bei dem Verluste unserer lieben Gattin, Mutter und Tochter, sowie für die reichlichen Blumenspenden sagen wir hierdurch innigsten Dank. Carl Pietsch II. 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