1885 Samstag den 21. Februar Nr. 11 lgen i Prell vierteliLhrtich 2 Mars 20 Pf. nnt vrinqcrtohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags ^Urea« : Tchnlftraße 7. rauen zu 0 ic ausmMtcr iiMm. ährigen 0 0 y y 0 hl —1. Darmstadt, 19 Februar. IZwe'te Kammer der Lavdstände.j ES dürfte ooa Interesse sein, zu erfahren, daß die Regierung Im Budget eine Altersversorgung für die KreiSamtS- und SteuercowmtssarlatS - Gehülfen durch widerruf! che Anst^Uuug derselben in Vorschlag gebracht hat. Für eine derartige Anstellung glaubte die Großh. Regierung eine lOjährtgr Dienstzeit bet den betr. Aemtern, während welcher flch der x--- ~ ~ - ' ' r*'—t-i-K— —— machen befleißigt sich der osficiöse französische Telegraph über ein in der Rähe von Shanghai angeblich stattgesundenes Treffen zwischen der sranzöflschen und der chinesischen Flotte einer merkwürdigen Zurückhaltung. Zn welcher Weise nun die französische Heeresleitung in Tongking den ohne Zweifel bedeutenden Erfolg von Langson au-zubeuten gedenkt, ist noch nicht bekannt; wie es scheint, will man aber den Chinesen fortgesetzt energisch auf den Leib rucken, da die Franzosen nach der Einnahme von Langson wieder 3 Kilometer vorgerückt sind und somit hart an der chinesischen Grenze stehen. Mit einem schier wunderbaren Eifer ist man in Petersburg bemüht, die Gerüchte über den Vormarsch der Russen aus Herat zu dementiren. ES mag sein, daß man es in diesen Gerüchten nur mit Börsen-Manöocrn zu thun hat, aber das „Trau, schau, wem!" können sich die Engländer in Central- Asien Rußland gegenüber nur gesagt sein lassen. Beharrlich erweitert der russisch; Koloß die Grenzen der centralasiatischen Besitzungen nach Indien hin und es wäre gar nicht jo unwahrscheinlich, daß sich Rußland die gegenwärtigen Verlegenheiten Englands im Sudan zu nutze machte und sich Herats, dieser alten Eingangspforte nach Indien, bemächtigte; England wenigstens könnte in diesem Augenblicke feinem Rebenbuhler in Central-Asien schwerlich mehr als einen papiernen Protest entgegensiellen. In diesen Tagen ist die Dritte italienische Expedition nach dem Rothen Meere abgegangen, womit die Truppensendungen Italiens nach dem Rothen Meere ihr' vorläufiges Ende erreicht haben. Wie sich nun die Action Italiens in den von ihm occupirten Gebieten weiter entwickeln wird, muß abgewartet werden, namentlich, was die Stellung des römischen Cabinets gegenüber der Pforte anbelangt. Herr Mancini selbst scheint keine Lust zu spüren, über die italienisch-türkischen Verhandlungen wegen der Besetzung Masso- vahs durch die Italiener Aufklärung zu geben. Aus eine bezügliche Interpellation in der Dienstags-Sitzung der italienischen Deputirtenkammer antwortete Mancini in durchaus ausweichender Weise, was nur die Annahme bestätigt, daß sich die italienische Regierung bei ihrer Action am Rothen Meere nicht vorzeitig in die Karten sehen lassen will. . kaOPis nut \x wollenen Berlin, 19. Februar. [Drifttnalbedcbt.] Die Holzzoll-Commtssion begann gestern Abend die DiScussion mit einer Generaldebatte, die tn den weiteren Sitzungen fortgesetzt werden wird. So wie dle Sachen zur Zett liegen, ist eine Majorität für die beantragte Erhöhung von 3 Stimmen (12 zu 9) vorhanden, indessen schließt das nicht aus, daß dies Verhältmß besonder« durch die Stellung der CentrumSmttglieder noch eine Wandlung eriährt- , u m . Von nationalliberoler Sette wurde darauf htngewiesen, daß Memel und Danzig, schon im Jnterrsse der Arbeiter, dte Einführung höherer Zölle erwünschten, da die Holzverardeitung die Errichtung neuer industrieller EtablijiementS tm Gefolge yaoen würden. Allerdings wurde dieser Ansicht lebhaft widersprochen. Der Kommissar der preußischen Regierung, Landforstmeister.Donner^erklärte, daß Preußen für da« laufende Zahr aus den Forsten einen Überschuß von £ habe, der zumeist auS den Mehreinnahmen bei Holz benflfrre; ein Schutzzoll nöthig, weil die Neltoetnnahmen mit den Bruttoeinnahmen nW g'J n Schritt hielten. Würde der Reinertrag kapttalisirt, so betrage der' Werth,^inclusive de4 HolzbeftandeS pro Hectar, 250 JC. pro Hcctar und daS fei zu ""bed ut - Die Gegner der Vorlage machten demgegenüber geltend daß früher- al« der Werth des staatlichen Waldbesitzes noch ein geringerer gesehenl fei, von daran gedacht sei, nun deshalb einen Schutzzoll ZU fordern. NM zu unterschätzen fet übrigens das Culturinteresfe deS Landes an dem Waldbesitz des Staate.. Berlin 19 Februar fRckchStag.1 Zuerst verbandelte der Reichstag heute daS sTercatFrt in bdtkr ßefuna - Dte Sbwefenheit jeglicher Vertretung drr RetchSregterung veranlaßte den Abg. Richter, die- Dragunci des 1 ^ean- rragen. Da sich die Majorität b'ersür entschied, fo war der Psäsident gerade dab.t, daS Resullat der Abstimmung zu verkünden, als der StaotSsecretär v. Burchard er- f»len' B» gft ÄÄ »Ä beantragt woraen. das 3ntraftrd.n b« SpemTür aor bem I gebruat -bg-scht-ü-n-A-f-nm,«--r,ri«- dessen besteht Abg. o. Kardors aus d.r w zwerter Lesung angenommenen Bestimmunr. Politische Uebersicht. Gießen, 20. Februar. Seit länger al« einer Woche steckt nunmehr her Reichstag in den zolldebatten und fast scheint eS, als ob auch die jetzige darüber hingegen soll. Die eigentliche Entscheidung in dem von der RclchSregierung eröffneten zoll- politischen Feldzüge ist indessen mit der vom Reichstage am Montag angenom* menen Erhöhung des Zolles auf Weizen und Roggen bereits gefallen und was die übrigen Zollerhöhungen, vornehmlich die noch Der commiflarischen Berathung unterliegenden Holzzölle. anbelangt, so ist es säst zweifellos, daß die schutzzöll- Herrsche Mehrheit oeS Reichstages auch diesen zustimmen wird. — Am Dienstag beschäftigte sich her Reichstag in der Hauptsache mit dem von der sreiconserva- tiven Fraktion eingebrachten Entwürfe eines Sperrgesetzeü, welches den ReichS- km.fler ermächtigt, die Getreide- u. s. w. Zölle sofort nach Bewilligung in zweiter Lesung in Kraft treten zu lassen. Die General-Discussion hierüber ergab, daß inan sich auf allen Seiten über die Rothwendigkeit eines solchen Gesetze« klSr war, aber eine MemungS-Verschiedenheit zeigte sich bezüglich der Frage, ob und inwieweit den vor dem 1. Februar d. Js. abgeschlossenen LieferungS'Verträgen eine besondere Berücksichtigung enizuraumen sei. Vom Abg. Windthorst war beantragt worden, daß für Verträge, die noch vor dem 1. Februar hbge* schlössen seien, noch der bisherige Zolltarif zu gelten habe, welcher Atztrag schließlich in der sich an die General-Discussion sofort anschließenden zmerttn Lesung des Sperrgesetzes mit der Modification, daß für den 1. Februar der 15. Januar zu setzen fei, einstimmig angenommen wurde. Das Sperrgefetz wurde sodann im Ganzen nach einer sehr lebhaften, an persönlichen Auseinandersetzungen reichen Debatte zwischen den Abgg. Bebel, Richter, Hartwig (Dresden), Ackermann und Singer genehmigt. Am Mittwoch setzte das Haus die Berathung über die Zolltarif-Novelle, speciell über den Antrag Brömel, die Roggenzollerhöhung erst nach Ablauf des deutsch-spanischen Han- delsvertrages in Kraft treten zu lassen, fort. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Postsparkassen-Vorlage ist als gescheitert zu betrachten. In ihrer DienStagS-Litzung hat die betr. Commission $ 1 der Vorlage und somit letztere überhaupt abgelehnt, dagegen einen Antrag der Deutschfreisinnigen angenommen, die Regierung aufzufordern, einen verbesserten anderweitigen Entwurf einzubringen. Dazu wird es indessen in der gegenwärtigen Session schwerlich mehr kommen. Die Genesung des erkrankten russischen Botschafters in Berlin, de« Fürsten Orlow, macdt erfreuliche Fortschritte und wird er Petersburger Mitteilungen zufolge in Bälde seinen Berliner Posten wieder übernehmen können. Die Haltlosigkeit der Gerüchte über die angeblich bevorstehende Demission des Fürsten Orlow ergiebt sich hieraus von selbst. Die Abstimmung des österreichischen Abgeordnetenhauses über die Gebühren-Novelle und der hierbei zu Tage getretene Riß in Der slavisch- feuhalen Majorität des Abgeordnetenhauses wird in der österreichischen Tages- prtffe noch lebhaft discutirt. Bekanntlich ist die genannte Vorlage an eme Commission verwiesen worden, was mit dem Scheitern derselben ziemlich gleichbedeutend ist, und diese« negative Resultat wurde dadurch ermöglicht, daß die klerikalen Abgeordneten aus den Alpenländern mit der Verweisung der Vorlage an eine Commission stimmten. In deutschliberalen Kreisen hat man aus diesem momentanen Erfolge sofort die Schlußfolgerung gezogen, daß nunmehr der „eiferne Ring" der Reichsraths-Majorität gesprengt fei, da sich die klerikalen Deutschen aus den Alpenländern chren liberalen StammeSgenossen zugesellt hätten. Indessen dürste man auf deutfchliberaler Seite wohl baldigst von dieser optimistischen Auffassung zurückkommendie Deutschklerikalen haben eben gegen das Gebührengesetz gestimmt, weil sie die bäuerische Wählerschaft in Hinblick auf die bevorstehenden ReichsrathS-Neuwahlen nicht gegen sich aufbringen wollten, aber hieraus auf ein ferneres Zusammengehen der Klerikalen mit den Deutsch- liberalen zu schließen, wäre geradezu unsinnig; beide Parteien haben eben nur gemeinsam, daß sie Deutsche sind. In der von Graf Taaffe zusammenge- schweißten österreichischen Parlaments-Majorität hat es schon manchmal gekracht, Ichließlich ist aber Das Gleichgewicht Der Partei-Interessen immer wieder herge- flellt worden und der Kaiserstaat Dürfte auch noch für fernere Zeiten unter dem Zeichen der flavisch-klerikalen Verbrüderung stehen. Die Sieges Nachricht von Langfon hat in den Pariser Regierungs- lkreisen begreiflicher Weise eine sehr gehobene Stimmung heroorgerufen und um diese Stimmung auf ihren Gipfelpunkt zu bringen, bedarf es nur noch eines See-Sieges des Admirals Courbet. Letzterer ist, wie bekannt, mit feiner Hauptmacht auf der Suche nach der chinesischen Flotte, um ihr den Garaus zu machen; bi« jetzt scheint die« ihm aber noch nicht recht gelungen zu sein, wenigstens ä! S'S- *$ G. M«"'' Regierung eine lOjährlgr Dienstzeit bet den vetr. Aemtern, wayreno i Gchülfe zur vollen Zusrledenhesi feiner Vorgesetzten gehalten, zur Bedingung zu sollen. Dem Finanzausschuß erschien j.doch die Voraussetzung einer nur lOJi . D enstzelt zu niedrig bemessen, da derartige Gehülfen meist schon in noch jugendlichem Alter ihre Beschäftigung beginnen, und will, da er im Allgemeinen nicht gegen eine solche staatliche Versorgung ist, eine 15jährige Dienstzeit festgesetzt w.ssm. Er beantragt übrigens, die Zahl der anzustellenden KreiSamtSgehülfen auf 14 und die der St uer- commissariatSgrhülien auf 20 festzufetzen Der Höchftbetrag des penfionSfähigen Einkommens der SteuercommistariatS- gehülfen soll 1200 JC. betragen, während bei den KreiSamtSgrhülsen ein JahreSgehslt von 900-1800 X bie PenfionSgrundlage bilden wird. |)W J/F unter kur °b°° S'"" 0ufiger.leitete- etc- <5^ nn Berli"S Ci"47' fiOZr" Bekanntmachung. c»n öeniäB^eit be« S 9 bes Gesetze« vom 13. Februar 1875 über die Naluralleiftuugeu für die bewaffnete Macht im Frieden werden hiermit nach stehende DurchschnittSmarttpreise von den Monaten December 1884 und Januar 1885 verönentlich! 9 Hafer Jt 14— refp. 15.40, Heu JL 5.25 resp. -X ->, Stroh X X— per 100 Kilogramm. Gieben, am 18. Februar 1885. Grobher;ogllche« KreiSaml Gießen. Dr. Boekmann. _________ Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Iler. »Acker a W-S 8^96«. * 1 n Bedii'E jU itö JU v-rp°WE ei bet W* b' ; Ä per 15. Januar, well bie Einführung der Getreidezoll-Erhöhung schon zeitig genug vor diesem Termin bekannt gewesen war. Nach Annahme einiger redacüonellen Aenderungrn wurde der vationalliberale Antrag abgelehnt, ebenso ein Antrag deS Abg. Woermann, vor dem 1. Februar ab- grschiosiene LieferungZverttäge auf Mais sperrfrei zu lassen, und zwar mit 140 gegen 130 Stimmen. Em Antrag des Abg. Richter auf Sperrfreiheit für RapS, Rübsaat und Oel sand keine Majorität. Bei der Brrathung deS Zollsatzes für Raps und Rübsaat, die bisher 0,30 X Zoll zahlten, nun aber nach der Regierungsvorlage einen Zoll von 1 X und nach der Abänderung der wirthschaftlichen D-retnigung von 3 X unterliegen sollen, wurde von den Abgeordneten Schrader, Buhl und Struckmann auf das Unzweckmäßige und Schädigende dieser Erhöhung htngewtes>'n und die Verweisung an eine Commission zur Vorberaihung beantragt; das Haus entschied sich für eine solche nach langen Debatten mit 135 gegen 134 Stimmen. Für Mats betrug der bisherige Zollsatz 0,50 X, die Reichsregierung will es bei diesem belassen, während die Vereinigung 1 X verlangt. Die Debatte hierüber war eine schr lebhafte und führten zu beweaten Erörterungen der beiden sich gegenüber- gehenden Zollparteten. Nachdem die Zölle auf Roggen und Weizen entschieden sind, zeigt es sich, daß für die anderen Artikel die Waage immer nur um wenige Stimmen schwanken wird. So war es auch hier, denn die beantragte Erhöhung auf XX wurde mit 152 gegen 144 Stimmen abgelehnt. Bezüglich Malz besteht die Absicht der Regierung, den Zoll von X 1.20 auf 3 X ju erhöhen, während die Anträge aus dem Hause nur die Verdoppelung deS Zollsatzes bis zu X 2.40 austreben. Auch hierüber scheint sich eine lebhafte Verhandlung zu entwickeln, die jedoch bis morgen vertagt wurde. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz-Burcau. Berlin, 19. Februar. Der Minister des Königlichen Hauses, Graf D. Schleinitz, ist heute Nachmittag nach langem schwerem Krankenlager gestorben. — Dem „Reichs-Anz" zusolge sind die Gerüchte über bevorstehende Reisen der kronprinzlichen Herrschaften nach dem Auslande gänzlich unbegründet. — Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt, daß das ungarische Blatt „Nemzet" kürzlich von einer Unterredung eines in Berlin wellenden ungarischen Grasen mit dem Fürsten Bismarck gesprochen habe, in welcher der letztere geäußert haben sollte, daß für die Orientpolitik Oesterreich'UngarnS, die Eroberung Syriens das natürlichste Verlangen sei. Ferner sollte Fürst Bismarck gesagt haben, daß Rom dem Papste wiedergegeben werden müsse. Beide Aeußerungen werden von der „Nordd. Allg. Ztg." für märchenhafte Erfindungen erklärt, welche von vornherein von Niemand ernsthaft ausgefaßt werden dürsten und könnten. — In der heutigen Sitzung der Commission der Conferenz wurde die Schlußacte weiter berathen. Die nächste Sitzung ist unbestimmt. — Die hiesigen Stadtverordneten beriethen heute den Anttag Hermes und Genossen, betr. eine Petition gegen die Erhöhung der Getreidezölle. Die Versammlung beschloß mit 58 gegen 35 Stimmen die von Kuerten beantragte motivirte Tagesordnung. — Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung die Zollbehandlung des in Spanien und den übrigen meistbegünstigten Ländern producirten Roggens und den Handels- und Schifffahrts-Vertrag mit der südaftikanischen Republik den betr. Ausschüssen überwiesen- Essen, 19. Februar. Wie die „Rheinisch-Westf. Ztg." aus Herne mit» theilt, sind gestern Abend 8 Uhr auf der Zeche Shamrock in einem Bremsberge im Flötz 4, durch einen Brand, deffen Entstehung bisher noch nicht aufgeklärt worden ist, 7 Mann um's Leben gekommen. Der Betrieb der Grube ist nicht gestört. Die Zugänge zu der Unfallstätte sind abgemauert. Limburg, 19. Februar. Der Domherr Roos ist heute zum Bischof von Limburg erwählt worden. London, 19. Februar. Dem „Reuter'schen Bureau" zusolge würde sich die Königin Victoria demnächst zu einem kurzen Ausenthalte nach Darmstadt und dann nach Aix-Les-Bains begeben. Paris, 19. Februar. Die Regierung hat beschloflen, den von der Tarifcommission gestern angenommenen Gesetzentwurf, wonach an die Stelle der vorgeschlagenen Zollzuschläge eine Herabsetzung der Grundsteuer und eine Erhöhung der Abgaben für Alkohol von 156 auf 250 Frcs. treten soll, als unausführbar abzulehnen. Seitens der Commission ist Raoul Duval zum Berichterstatter ernannt worden. — Ein Telegramm des Admirals Courbet meldet, der Angriff auf die chinesischen Kriegsschiffe Seitens der französischen Torpedo-Boote habe am 15. d. Mts., um 4 Uhr Morgens, stattgefunden. London, 19. Februar. Das Parlament ist heute ohne Thronrede zusammengetreten, da es sich nur um die Fortsetzung der im vorigen Herbste begonnenen Session handelt. Im Unterhause kündigte Northcote den folgenden Antrag an: Die Politik der Regierung in Egypten und im Sudan habe große Menschenverluste unb schwere Kosten ohne ein segensreiches Resultat zur Folge gehabt und mache es im Interesse des britischen Reichs und der egyptischen Bevölkerung zu einer gebieterischen Nothwendigkeit, entschlossene Maßregeln zu ergreifen, um die specielle, der Regierung jetzt aufgelegte Verantwortlichkeit zu erfüllen und eine gute und stabile Verwaltung für Egypten und für jene Theile des Sudan, die für die Sicherheit Egyptens nothwendig seien, zu sichern. Croß zeigte an, daß er am nächsten Montag die Absendung indischer Truppen nach dem Sudan beantragen werde. — Lord Granville wird heute im Oberhause und der Premier Gladstone im Unterhause Erklärungen über die egyptische Angelegenheit abgeben. London, 19. Februar. Oberhaus. Granville hofft auf eine baldige Vorlage über die Lösung der egyptischen Finanzfrage, welche vortheilhast für Egypten sei und Englands Zusage und dessen Ehre entspreche. Das Arrangement bedürfe vor Ausführung der Sanction des Parlaments. Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der militärischen Schwierigkeiten sei in Folge des VerrathS leider unerfüllt geblieben. Die Politik für den Sudan sei unverändert und nur durch die Ereignisse unterbrochen worden; ein Rückzug sei unmöglich. Wolselry sei vollste Freiheit hinsichtlich der Maßregln und d^r Zeit des Angriffs auf Khartum gelassen; er wird wahrscheinlich den Herdft vorziehen, ist aber beauftragt, des Mahdi's Macht zu brechen. — Unterhaus. Trevelyan antwortet, drei Schiffsladungen mit Schafen aus Bremen und Hamburg hätten jede ein mit der Maul- und Klauenseuche behaftetes Stück Vieh au Bord gehabt; es fei die Einfuhr von dort untersagt worden. Die Einfuhr aus Deutschland wäre bisher erlaubt gewesen, weil eine gute Sicherheit gegen die Einschleppung von Seuchen bestand, da die deutsche Regierung die strengen Maßregeln gegen die Verhinderung von Seuchen so streng durchgeführt, daß fett 1883 kein einziger iLMchenfall unter der auS Deutschland importirten halben Million Schafen vorge- lommen sei; die deutsche Regierung sei jetzt informirt von dem Vieheinfuhrverbot, für die anderen deutschen Häsen habe man von dem Verbote vorläufig abgesehen. — Hartingioa erklärt, der Rückzug der englischen Truppen werde bis Gakdul, wahrscheinlich bis Remawi fortgrsetzt. — Fitzmaurice theilte mit, Hasian begleite Wolseley als Civilcomm.'sssr; dazu sei er vom Khtdlve ernannt, cr übe die Autorität über die Mudirs und die Civilbehörden im Sudan aus. — Gladstone theilte m't, unter den Regierungsvorlagen befinde sich auch eine betreffs der Föderation der australischen Koloriten Lokales. Gießen, 20. Februar. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben dem Herr« Sparkasserechner Kehr in Anerkennung feiner mehr als fünfzigjährigen Dienstzeit an hiesiger Sparkasse das Ritterkreuz deS PhilrppSordcns allergnädtgst zu verleihen geruht und wurde dem Herrn Kehr die betreffende Ordensdecorotion gestern Morgen durch Herrn Provinztaldirector Dr. Boekmann Überreicht. Gießen, 20. Februar. Dem Verwaltungsbericht der Großh. BÜrgermeisteret Gießen für das EtatSjahr 1883/84 entnehmen wir weiter Folgendes: D«e städtischen Unterrichtsan ft alten wurden im Zähre 1883/84 besucht von insgesammt 2484 Schülern im Sommer 1883 und 2422 Schülern tm Winter 1883/84, welche sich in 9 Klaffen der Realschule 1. Ordnung, 7 Klassen der Realschule 2. Ordnung, 3 Klassen der Vorschule zur Realschule, 7 Klassen dec höheren Mädchenschule, 5 Klassen der erweiterten Volksschule für Mädchen, 5 Klaffen der Vorschule für die höhere und erweiterte Mädchenschule, 9 refp. 10 Klaffen der Stadtkuabenschnle und 11 refp. 12 Klaffen der Stadtmädchenschule befanden. Die obligatorische Fortbildungsschule wurde im Winter 1883/84 von 197 Schülern besucht, welche in 8 Klassen unterrichtet wurden. Die Leseabende des Volksbildungsvereins wurden im Winter 1883/84 an 29 Wochentagen von 8 bis 10 Uhr im Ganzen von 1205 Personen besucht, so daß an jedem Abend durchschnittlich 41 bis 42 — meist dieselben — anwesend waren, welche inSgesammt 1895 Bücher aus der Bibliothek deS Vereins entliehen. Außerdem wurde die Bibliothek auch von anderen Personen, meist Gesellen und Lehrlingen, sehr stark in Anspruch genommen, indem während des JahreS 1883/84 (1. April 1883 blS dahin 1884) 5589 Bücher an 4139 Personen ausgeUehen wurden. Fleißiger Besuch, wenngleich etwas geringer als im Winter 1882/83, wurde auch in den Wintermonatev — Oc-ober 1883 btS April 1884 — dem „Feierabend" zu Thetl. Die Frequenz betrug durchschnittlich 55 Personen (Lehrlinge) an jedem Sonntage, während im Ganzen 136 Lehrlinge denselben besuchten. Die Zahl der in die Kletnkinderschule aufgenommenen Kinder im Alter von 2Vr bts 6 Jahren betrug im Sommer 1883 — 198, im Winter 1883/84 — 210 Kinder. Der Besuch der Industrieschule (Aliceverein für Frauenbildung und Erwerb) und der Handwerkerschule hat auch tm Jahre 1883/84 wieder zugenommen. Für die Armenpflege wurde im Rechnungsjahre 1883/84 aufgewendet: 1) von der Armenkasse 21064 45 X; 2) von der Plock'schen Stiftung 4099 85 X, in welcher Summe jedoch ein Zuschuß von 3300 X zur Armenkasse enthalten ist; 3) Zuschuß auS der Stadlkasse 22 300 X, so daß der Gesammtaufwand für die öffentliche Armenpflege 4416430 X beträgt. Die Gesammtzahl der Familien unb einzelstehenden Personen, welche ständige Unterstützung erhielten, betrug 297. Hierunter befinden sich 170, welche auf Grund des Gesetzes über den UnterftützungSwohnfitz ihren Unterstützungswohnfitz dahier erworben haben. Ebenso erheblich ist die Zahl der vorübergehend mit Geld, Kleidern, Brennmaterial, Lebensmitteln u. s w. unterstützten dahter wohnenden Familien unb etujeb stehenden Personen, resp. derjenigen, welche auf Grund deS von der Armendeputation mit der Landes-Universität abgeschlossenen Vertrages unentgeltliche Aufnahme in dem akademischen Hospital fanden und solcher, welchen das Schulgeld erlassen wurde, beziehungsweise Deren Kindern die erforderlichen Schulbücher auf Kosten der Armenkaffe angeschafft wurden. Außerdem wurden 31 Kinder auf Kosten der Armenkasse in Prwat- pflege gegeben, darunter 21, deren Eltern resp. Mütter dahier nicht heimothS- berechtigt waren. Im Bürgerhospital befanden sich 27 Personen — 15 Männer und 12 Frauen. Für 5 in das LandeShospital Hofheim und für 3 in die Landes-Irrenanstalt Heppenheim aufgenommene Personen hatte die Armenkasse das Pfleggeld zu entrichten und zwar bei 3 auf Grund des Gesetzes über den Unterstützungswohnsttz. Ferner waren 2 Kinder — je 1 Knabe — in den Rettungsanftalten Hänlein und Jugenheim unb 1 Kind — Mädchen — in der Blindenanstalt in Friedberg auf Kosten der Armenkasse untergebracht. Für letzteres trägt der Staat die Hälfte der Pflegekosten. In Gemäßheit deS $ 28 des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz mußten 138 männliche ortsfremde Personen out 3600 VerpflegungStagen und 26 weibliche ortsfremde Personen mit 891 VerpflegungStagen — die ersteren zum weitaus größten Theil Handwerksburschm — im Lause des JahreS 1883 in das akademische Hospital eingewiesen unb 25 männliche Personen mit 234 VerpfleZungslagen wegen Platzmangel in die Herberge zur Heimath, von welcher aus sie ambulatorisch behandelt wurden, ausgenommen werden und weitere 50 dergleichen Personen wurden mit Geld, Kleidungsstücken und in sonstiger Weise unterstützt. Außerdem wurde von dem Polizeiamt 1 weibliche Person mit 36 Verpflegungsiagen in die Klinik eingewiesen. DaS Vermögen der Armenkasse hat sich im Etatsjahre 1883/84 auf 351039.71 X, dasjenige der Plock'schen Stiftung auf 10157143 X erhöht. M t Beginn deS Jahres 1883 trat der aus Dem Frauenoerein für Ärmen- und Krankenpflege entstandene allgemeine Verein für Armen- und Krankenpflege in Wirksamkeit, welcher unter Hinzuziehung von Herren und mit neuer Organ sation dieselben Zwecke verfolgt, denen die Thätigkeit des FrauenvereinS fett 30 Jahren gewidmet war. Anfangs Juli 1883 wurde im Hospitalgebäude mit Genehmigung des Stadt- Vorstandes eine Kinderkrippe eingerichtet, in welche eheliche Kinder vom Säuglingsalter bis zum dritten Lebensjahre TagS über gegen geringes Entgelt in Aussicht genommen unb verpflegt werden. Es wird hierdurch unbemittelten arbeitsamen Eltern möglich gemacht, ihrem täglichen Verdienste nachzugehen. ®U6eit, 20. Februar. Das in der Nacht vom 18. zum 19. d. zu Lich auS- gebrocheue Feuer entstand in der Scheuer des Hermann Heller. 5 Scheuern unb 4 Ställe find gänzlich abgebrannt, während ein HauS stark beschädigt wurde. Es ist dies feit einem halben Jahre der 6. Brand unb liegt Brandstiftung unzweifelhaft vor, doch fehlen nähere Anhaltspunkte, um sich der Brandstifter zu bemächtigen. Uuiverfitäts- Chronik. — Wie auS Berlin gemelbet wird, wurden in der letzten Sitzung der Budget-Commission deS Abgeordnetenhauses die Zuschüsse für b’e Universitäten Berlin, Halle, Kiel, Göttingen, Marburg und Bonn, sowie für die Akademie tn Münster unb für das Lyceum in Braunsberg, nach zum Theil sehr lebhaften Debatten, insbesondere über die Errich tung einer ordentlichen Ersatzprof e ff ur in der juristischen Fakultät in Marburg, sowie über Schaffung eines Lehrstuhls für Hygieine unb eines hygieinifchen Museums in Berlin, unverändert nach den Ansätzen des StatS angenommen. Die an den Herrn Cultusminister in der VwisectionSfrage seitens der medicinischeu Fakultäten erstatteten Berichte haben denselben tn der Uebeneugung bestärkt, daß auf unseren Lanbesuniversitäten bei Anwendung unb Ausführung der Versuche um lebenden Thiere nach maßvollen unb billigenswerthen Grundsätzen verfahren wird unb baß habet neben den Interessen der wiss-nschaftlichen Forschung unb des akademischen Lehramts auch die Anforderungen der Humanität gebührende Beachtung gefunden haben. Um in dieser Richtung auch für bte Zukunft allen Zweifeln vorzubeugen, erachtet der Minister eS für sachdienlich, die der bisherigen Praxis zu Grunde liegenden Gesichtspunkte durch eine allgemeine Anordnung gegen die Möglichkeit von individuellen Abweichungen ficherzustellen, und ordnet zu diesem Zwecke Folgendes an: 1) Versuche am lebenden Thiere dürfen nur zu ernsten ForschungS- ober wichtigen Unternchtszwecken vorgenommen werben. 2) In den Vorl-fungen find Thierverfuche nur in dem Maße statthaft, als dies zum vollen Verständnifse heg Vortragenden notfr wendig ist. 3) Die operativen Vorbereitungen zu den VoU'sungsversuchen sind der Regel nock vor Beginn der eigentlichen Demonstration unb in Abwesenheit der Zuhörer zu bewerkstelligen. 4) Thierverfuche dürfen nur von den Professoren und Docenten oder unter deren Verantwortlichkeit auSgesübrt werden. 5) Versuche, welche ohne Beeinträchtigung deS Resultats an niederen Thieren gemacht werden können, dürfen nur an diesen unb nicht an höheren Thieren vollzogen werden. 6) In ollen Fällen, tn welchen eS mit dem Zwecke des Versuches nicht schlechterdings unvereinbar ist, müffen die Thiere vor dem Versuche durch Anästhetika vollständig und in nachhaltiger Weise be- täudt werden. S--Ä»!.» fliirDt1,1 ~___ St«»6' 'S b« ew 3 Ät> Sei Meres Wirlelunittbaüooae" tesS SS Äs,; KrtMÄi Mrlfft I« Wn . 2® Mt frönte 3 rS«'8t, «nutet' 5 e!tr«ii 1150 ' Mir », ‘Ä* Konimsve lieber das Vermöge donüMen Mengef bergrr Vergwerksver am 13. Februar 18 W Uhr, das Mi öffnet. Der Backorsichr selb in Gießen wird Verwalter ernannt Konkurssockningen 10. Mürz 1885 bei anzuinelden. SswirdzurBeW M/ckesMdMÄel über die Wellung eines IchuffesundeintrelendenZ Ü WO btt Roiteorbnu WWt aiff den itz. l E M PtMng bei ^ordetUM anj 91011108 btn 16. . k Vormittags ”r unteneid wrmm aifeaumt. Jfa Prionen, gehöre fe "der ztir flonl wird n „7 W leitet, gujf. h ton hem B tSM** »US Qpr r iSi'i > d. I d.r t VtAnü« ®! S^'FS id) dm d- lÄMJ!1UcbW"^ -n in WJikftttti der gj unb »8® «crH*! * SfeS &t&9 tzM i<« ftiiw «i *“ ;n «K Iß, «feil' Räife** Sie66' ®at8etmtffttI,l T-rs Htr®i’W«Ä ' $inlet 1883/84 „„ --SL wäw ««.»urb m »Stterabtob6 >u 000 an ItbemSonRtaac, umn Kinder Im All» tm Winter 1883/84 = lenbilbnna und Erwerb! Mommtn. W aufgewendet' htt Summe jedoch ein Arfammtaufwand für öle rsmu, m!chr staudl-e <0, welche auf Grund des uvgSwohufid dahier er- !t Geld, Kleidern, Lremu )en Kamillen und eht|tb on der Armeudeputatioii tliche Aufnahme In dem igeld erlassen wurde, br- if Kosten der Armenkasse der Armenkasse m Prival- dahier nicht hnmathi- omn - 15 Minner mb bk 8anbtS?3rrenanM ! Mggeld ju tntttdm tzungöwohnsttz. ^txntr ianUln unb W* z auf Kchrnder Amrr> er Mtzekosten. iüMSswohnsih wutzin .tcßtn und 26 weiblich» CiK mm weitaus größter bas akademische HosM tztaaen wegen Platzmavgci irisch behandelt wurd» irden mit Geld, Kleidung ”Mn d-° itngcmteftn- gtetiiai« «n '1.43 * tN‘; Srnu'iWWli f*r ®rSlc' £ uni K-mk-»«ß-«i M firner Organ !* L,eilNM-°'U ssaftg Lrss ietoibi«! JÄiM* rtftunu umweittt» CVQliOn beT’4!ai^ — Der Fackelzug. kn fast alle L.rbivdungen anb Vereine unb viele keinem Verband« o. gtbougcn Stuctrenbe« dem UnionfuLkSrtchter Brockhosf tu Bonn bracht o, b/,6 Uhr: Fastenandacht. Mittwoch, Freitag unb Samstag sind Quatemberfafttage Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8» Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 611 Uhr. 1—■■■■ WM «I HU UM ■111——— Allgemeiner Anzeiger. Konkursverfabreu. lieber das Vermögen der zu Gießen domizilirten Actiengcsellschast „Vogelsberger Bergwerköverein" wird heute, nm 13. Februar 1885, Nachmittags fünf Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Bankvorsteher A von Zungen- seid in (stießen wird zum KonkurS- neriualtcv ernannt. KonkurSsordcrungen sind bi$ zum 10. März 1885 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Befchlußfastung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines GtänbigerauS- schustes und eintretenden Falls über die in S 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Montag den IG. März 1885, Vormittags 9 Uhr unb zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag den 16. März 1885, Vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den (stemeinschuldner zu verabfolgen ! oder zu leisten, auch die Llerpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache i und von den Forderungen, für welch» ; sie aus der Sache abgesonderte Be- - iriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter dis zum 10. März 1885 Anzeige zu machen. Gießen, am 13. Februar 1885. Das Großherzogliche Amtsgericht F. d. A. Neid hart, 1200 ___________Gerichtsschreiber. Samstag öen 21. ü. Mts., Nachmittags 2 Ubr, I in der Flctt'fcdeiiHolraithe babier, sollen -egen Baarzahlttng versteigert werben: 1 Wagen, eichene unb tannene Bohlen, Schreincrwerkreuge, Tische. Stühle, Schranke. 3 Secretäre, Polsrermöbel. baruniei 2 ganze Garnituren 1 Easfaschrank, 1 Regulator, 2 Nähmaschinen, Bilder, Spiegel x. Hießen, den 18. Februar 1885. tilget, 1150 Gr. Gerichtsvollzieher. Samstag den 28. Februar, Nachmittags 2 Uhr, I soll auf da diesigem Crt^ge l iebt die Hof- raitbe des Ludwig Hosch r^lnr 1 /öl 31 Meter Hofraithe in der Sonne meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22. Januar 1885. Großbcrzoglichcs Ortsgericht. j >21 Müller. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 23. Februar 1885, von Vormittags 9 Ubr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Hangelstein, Abtheilung 1 und 2, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Lcheith. Prügelh. Stockh Reish. Rmtr. Rmtr. Nmtr. Wellen Buchen 96 188 64 3345 Eichen 27 34 24 900 Linden — 4 — — B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 18 Eichenstämme mit 23,18 Festm., bis zu 79 Ctm. Durchmesser — für Glaser und Schreiner geeignet —, 1 Buchenstamm mit 1,26 Festm. Die Zusammenkunft ist auf dem Vicinalweg nach Daubringen, in der 8tähe des Steinbruchs. Gießen, den 17. Februar 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1133 A. 23 ramm. Holzversteigerung. Dienstag den 24. unb Mittwoch den 25. Februar l. I., jedesmal Vormittags um 10 Uhr anfangend, kommt in dem (5lee- berger Markwald, District Fuchskopf 3a u 5 b, nachstehendes Gehölz, an dem Vicinalweg ooii Hodenrod nach Espa lagernd, zur VeiFteigerung: 343 Stück rothtannene Stamme von 204 Feftmeter, 183 „ rothtannene Derbholzstangen, 8 Rm. Nadelholz-Knüppel, 115 , „ Stockholz. 3h dem District Fuchskopf 3a u. 4: 80 Rm. Buchen-Knüppcl, 54 „ , Stockbolz, 3000 Stück „ Wellen. Bemerkt wird, daß unter dem Stammholz sich Stämme von 21 Meter Länge und bis zu 2*/i Fesimeter Fnhalt besinden. Am ersten Tage koutmt das Stammholz, den zweiten Tag das Brennholz zum Aufgebot, und die Zusammenkunft an den beiden Tagen ist bei Nr. 1 bes Stammholzes. Elceberg, ben 13. Februar 1885 Der Bürgermeister. W9O__Keil. .Samstag brn 4. April, Nachmittags 2 Uhr, !2Ucn<-au^ vahiesigcin Ortsgerichl bte O^rundNucke dec- Slonta* Bcppler II. babier »ytur XXX73O 1339 Nieter Acker in ben Nödern, - 1 162—163 831 Meter Acker auf der Hohleiche. „ XXXU 155—156 969 Meter Acker am Altenf-ld meistbietend versteigert werben- Gießen, den 20. Februar 1885. Großherzogliches Drtsgerichr 1209* Müller. I erstetfjfcreinfj von Dich, Schiff und Geschirr nedg einer Brennerei. Mtttwoll, den 25. Februar d. I., »ormitlagd 10 Uhr anfangend, lasse tat wegen Einschränkung meines Geschäftsbetriebs: 4 Pferde, darunter 2 schwere Wagenpferde, 12 Stück Rindvieh, darunter einige Prima-Zttchtrinder und 6 Kühe, 1 Faselochs, 1 schweren Müllerwagen, 1 cconomiewagen, mehrere Pflüae, Eggen und sonstige Ackergerathschasten, 1 Paar Ernte-Leitern und 1 Kartoffelkasten, circa 40 Ohmfaß, 2 Gesindebetten, mehrere gebrauchte Oefen, eine vollständige Brennerei (Cchwarz'schcr Apparat mit Butten non je circa 550 Liter), eine Parthie Dlist öffentlich meistbietend in meinem Gehöft versteigern. Kettermühle, den 15. Februar 1685. 1212__Kritz Wetz. Holzbersteigerung. Jrn Gräfl. SolmS-Laubach'schen Revier Feld heim kommen Montag den 23. d. Mts. zur Versteigerung: Scheit- Prügel« Stock- Neiserholz B.E. B. E. B.E. B. E. Raummeter 22 159 35 434 ferner 24 Eichen, von 4- 11 Mir. L., 33—56 Ctm. Durchm. — 25,12 Cbm., 2322 Fichtenstangen, 3—9 Mtr. L., 3—9 Ctm.Durchm.—16,18 Cbm. Letztere eignen sich vorzugsweise zu Latten, Baum- und Bohnenstangen 2c. Die Versteigerung beginnt 9Vz Uhr am Fußpfad von Bellersheim nach Hungen. Arnsburg, den 20. Februar 1885. 1204_______________Henckel. Montag Öen 23. Zcbruar, Nachmittags 1 Uhr, werden im Rathhaus in Wiefeck öffenttich versteigert: 1124 Klftr. 26 Grasgarten, die Bilsengärten, 38 Grabgarten, der Wasserfall, 368 Wiese, bei der Wiesecker Mühle, ferner Gemarkung Gießen: 429 Acker unter dem Wiesecker Weg, 262 Äcker a. d. Marb. Straße (Kalten Grund). Heinr. Boelzel II. Z-eisgeöotenes. Uhrfeder-Corsetts anerkannt tadelloser Sitz, sowie alle ] anderen Arten Damen- u. Kinder- corsettS, von den billigsten bis zu den hochfeinsten, empsiehlt in großer Auswahl Robert Haas, 1205 Seltersweg 18. Getrocknete Pfirsich (ein sehr seines (Sompot) per Pfund 1 Mark empfiehlt Carl Schwaab’s 858 Delicateffenhandlung. Zwiebeln per Pfund 7 bei 20 Pfund ä Pfund 6 „ „ 100 „ ä „ |5 „ in fester haltbarer Waare offerirt N47__________S. Elsoffer. A uf'zitfje (Fahrstühle) für Lagerhäuser, Fabriken, Krankenhäuser und Privatgebäude, für Hand- und Maschinenbetrieb, bewährter Conftruction, mit Sicherheitsbremse, deutsches Reichspatent. Jlluftrirte Eata- loge auf Verlangen. Wicsche & Echarlfe, 846 Frankfurt a M. la. amerik. Apfelspalten, acscd. Edelbirnen, Fränk. Brünellen, la. türk. Pflaumen, Bordeaux-Pflaumen, sowie la. Eierbavdnudel. Echt ital. Maccaroni, ^ran;. HartgrieS, Julienne, Amerik. .'Hafergrütze, Knorrs Suppcnmehle, als ffrbsen-, Linsen-, Bohnen- Gersten- und Hasermehl enrpsiehlt als frisch eingetroffen zu billigsten Preisen 697 Ferd. Drehes, norm. 6 g. Wilh. Wei big. Bettfedern & Fiaumen erstere von Jl. 2.50 an in vorzüglichen Qualitäten. Anfertigung von vollständigen Betten in streng reeller Ausführung. Jo«. Mark, 530 Schulstraße. Avis für Damen I Spengler Marx miethen. an, von an, 5 Haarnadeln 25 1207 Nachmittags statt. 1122 1211 Kehrer Schaaf und Irau. Carl Scfcewaab. 656 1210 Die trauernden Hinterbliebenen. Egly (Brandplatz 9) richten- 1096 Redatttoa: A. Scherrdg. — Druck unb Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Dietsch) in Gießen- Sophaschoner Taschentücher Weißer Piquö, pr- Mir- Pelz-Piqu^, per Mtr. „ Piqnö-Kattun, per Mtr- zu Für die vielfachen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schmerzlichen Verluste unseres lieben Söhnchens Ebe 'N uhke ntt dm - 11''Wft Danksüstlpiq. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme an dein schmerzlichen Verluste unserer lieben Tochter und Schwester Dorothea Keller ‘ sowie für die zahlreiche Blumenspende und für die trostreichen Worte Großer g I Ausverkauf' X in 8 | ManuFactur- u. Knrzwaaren I X von X 8 H. Marx aus Wetzlar ft 780 Möblirtes Zimmer auf sofort zu vermiethen. G. Todt, Neuenweg 17. 359 Vier gut möblirte Zimmer, ineinandergehend oder getrennt, pr. sofort zu vermietben. _ C. Stückrath, Wallthorftraße 21. 938 Möblirte Zimmer, sowie Pferdestall, zu vermiethen. Gartenstr. 29. 444 Ein Familienlogis mit allem Zu- 6el) ö rz u v e rm. _ Ja c o b Dörr, Milh l gaffe. 1145 Ein freundliches Logis, bis zum 1. April beziehbar, zu vermiethen bei M. Langsdorf, Maurermeister. 244 Der Möller'sche Laden mit LogiS, event. auch das ganze Haus, Sonnenftraste 23, ist per 1. April zu vermiethen. Näheres bei Ij. Faihr, Sonnenstratze 25. 958 Ein Laden in bester Lage der Stadt ist zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl._________ 32 Der seither von Herrn W o ff Katz beioolmte Laden mit Logis ift pr. 1. April 1885 anderweitig zu vermiethen. L. Textor, im Darmstadter Haus. 1195 Ich suche ein geräumiges Lokal für Unterrichts- zwecke. ________Hübet. 1198 Am 12. d. M., zwischen 6 und 7 Uhr, wurde auf dem Wege von Reiskirchen nach Groß-Buseck ein wasserleinenes Wagentuch, mit der Aufschrift „Carl Engel in Groß- Buseck", verloren. Abzugeben bei C. Gagel in Groß-Buseck. ______________ 1154 Ein braves Mädchen wird gesucht von Ed. Klinket. Viito. in gesunder Sage, mit nicht zn kleinem Garten und modernem Comfort, 10 bis 12 Wohnräumen, Mansarden und Keller zu miethen, eventuell zn kaufen gesucht. Offerten unter M. 6314 befördert Rudolf Moste, Köln. ______1203 1196 Ein in der Küche durchaus erfahrenes Mädchen pr. 25. März gesucht. _ Näheres bei Frau Fritz Sony. 1160 E. j. Kaufm. m. 5—6 Taus. JL, d. sich selbstständig machen will, kann eine glänz. Versorg, nachgew. werden. Off. u. N. 6. 35 g. d. Exp. d. Bl- 1201 Kleine Werkstatt und Magazin, euentl. auch Wohnung, nahe dem Bahnhof, sofort gesucht. Gefl. Anträge mit Preis unter „I. an die Exped. d. Bl. 776 Zu vermiethen: 6 Zimmer, bei 6tage, Gartcnstraße, auf 1. Mai- ____Gaquoin. 1032 Eine Stube nebst Küche und Kammer zu vermiethen. Neuenweg 7. 654 Ein freundl. möbl. Zimmer mit Cabinet billig zu vermiethen bei Frau Warrer Uhrig, Wolkengasse 11, H. St. 864 Ein möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.___Alicenstraße 22. 1025 Ein Stübchen mit Bett zu verm. Grünbergerstraße, Schmoll'sche Bleiche-