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Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pt. Amtlicher T 8 eit. 1 8ei6 a®ee^UnfcCn * 1 1 ^cr' 1 ^aar Handschuhe, 1 schwarzer Strickbeutel, 1 Originalloos, 1 Federhalter, 1 Laterne, 1 Hundehalsband, Gießen, am 19. December 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Aeutschtand. Darmstadt, 18. December. Zur Theilnahme an der heutigen Hof- zagd, welche im Kranichsteiner Park auf Schwarzwild flattfinbet, sind gestern Abend die Fürsten zu Solms - Lich, Menburg - Bilstein und Menburg- Büdingen hier eingetroffen und im Neuen Palais als Gäste Sr. Königl. Hoheit Les Grobherzogs abgestiegen. An der Jagd nehmen Theil: Se. Königl. Hoheit der Großherzog, Ihre -Großh. Hoheiten die Prinzen Heinrich und Alexander, Se. Durch!, der Prinz Ludwig von Battenberg. Heute Vormittag ist noch Se. Königl. Hoheit der Herzog von Braganza angekommen und im Schloß abgestiegen. Se. Erl. der Gras zu Erbach-Erbach hat sich von Station Rosenhshe aus zur Jagd begeben. Das Frühstück wird von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog und den Hohen Gästen im Jagdschloß Krantchstein eingenommen. Berlin, 18. December. Das „Bert. Tagebl." meldet: Magistrat und Stadtverordnete Berlins beschloffen, anläßlich des RegierungS-Judiläums des Kaisers 300,000 Jl. zur baulichen Erweiterung und Ausstattung der Kaiser- Wilhelm- und Augusta-Stistung zu bewilligen. — Die von Geestemünde nach Stettin bestimmte, mit Petroleum beladene Schoonerbrigg „Fortuna", Kapitän Voß, ist heute Morgen auf der Rhede in Brand gerathen und wurde von Schleppdampfern nach der gegenüberliegenden Seite geschleppt. Wegen des starken Nebels ist nichts zu sehen; es heißt, die Brigg fei zum Sinken gebracht. Hesterreich. Wien, 18. December. Gegenüber einer Behauptung des Konstantinopeler Correspondenten der „Nowoje Wremja", wonach der österreichische Botschafter Calice die Pforte zum Einmärsche in Ost-Rumelien gedrängt habe, während der russische und der deutsche Botschafter die Pforte abzuhalten suchten, ist das „Fremdenbl." von competenter Seite ermächtigt zu erklären, daß die tendenziöse Darstellung über eine von dem Vorgehen des deutschen und des russischen College» abweichende Haltung des österreichisch.ungarischen Vertreters in Konstantinopel vollkommen unbegründet ist. Agram, 18. December. Im Proceß wegen der Vorgänge in der Land- tagssitzung vom 6. October wurden die Abgg. Starcsevics und Grzanics der öffentlichen Gewaltthätigkeit schuldig erkannt und beide zu dreimonatlichem Kerker verurtheilt, Starksevics außerdem des Doctorgrades und der Ausübung der Advocatur verlustig erklärt. Der Abg. Kumicnics wurde sreigesprochen. Der Staatsanwalt und beide Angeklagte haben appellirt. Italien. Rom, 18. December. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und der Regierung von Columbien sind suspendirt. Der italienische Geschäftsträger in Bogota reist nach Rom ab. Die Regierung von Columbien hatte wegen eines Zwischenfalls mit dem Dampfer „Flavio Gioja" verlangt, daß Italien sich einem Schiedsrichterspruch unterwerfe, was aber abgelehnt wurde. Telegraphische Depeschen. Wolff'- telegr. Eorresponderrz - Brrrearr. Berlin, 18. December. Heute findet beim Kronprinzen, morgen beim Kaiser Diner statt, wozu sämmtliche Botschafter geladen sind. Kopenhagen, 18. December. Im Folkething brachte die Regierung eine Vorlage ein, nach welcher zum Grundgesetz eirt Zusatz gemacht werden soll, für den Fall, daß eine Einigung beider Kammern über das Budget nicht herbeigeführt werden kann. Für diesen Fall wird ein besonderer Modus der Abstimmung vorgeschlagen. - Der vorgeschlagene Zusatzartikel zum Grundgesetz bestimmt, daß wenn bei der Budgetberothvng der Reichstag sich nicht einigt, ein Ausschuß von 10 Mitgliedern Hes Landsthings und 10 Mitgliedern des Folkethings gewählt wird, der sofort zusammen- iritt und über alle Punkte der Budgetvorlage, über welche die Kammern uneinig geblieben sind, beräth und durch Abstimmung entscheidet. Die Abstimmung soll punktweise mittelst verschlossener Stimmzettel erfolgen. Den Abstimmungen des Ausschusses ist Gesetzeskraft beigelegt. Kopenhagen, 18. December. Auf einem Banket hier versanunelter Delegirten der Rechten aus dem ganzen Lande, welchem 400 Personen beiwohnten, beantwortete der Premierminister Estrup den Toast auf das Ministerium. Er hoffe, so sagte ] Estrup, das Vertrauen zwischen dem Ministerium und der Rechten werde auch künftig I fortdauern, denn wie aus einer von der Rechten angenommenen Resolution hervor- -gehe, verfolge dieselbe denselben Zweck wie das Ministerium, alle Parteien zum Zu- imrnnen arbeiten an vielen Gesetzen, die so lange schon der Erledigung harrten, zu bestimmen. Daß das Ministerium die ihm von der Opposition aufgezwungenen außerordentlichen Gewalten mit Mäßigung handhabe, werde die Rechte nur billigen. Das -erstrebte hohe Ziel werde erreicht werden. Estrup schloß mit einem Hoch auf die Rechte, welche dem Minister stürmischen Beifall zollte. — Im Folkething brachte die Regierung eine Vorlage, betreffend die Bewilligung einer zinsenfreien Staatsanleihe von 1 Million für die Eommunen zur Herstellung communaler Arbeiten, ein, ferner sollen die Gemeinden bevollmächtigt werden, aus Gemeindemitteln die Rothleidenden direct zu unterstützen. Die Regierung verlangt die Bewilligung von ca. 2 Millionen zur Ausführung von öffentlichen Arbeiten. Madrid, 18. December. Wie verlautet, ist eine Veränderung in der Besetzung der diplomatischen Posten im Auslande bis nach Auflösung der Cortes verschoben worden. — Die Pockenkrankheit tritt hier sehr heftig auf, heute starben daran achtzehn Personen. Sofia, 18. December. Madjid Pascha ist hier angekommen. Athen, 18. December. Die Kammer genehmigte die Aufnahme einer Anleihe von 100 Millionen. Lokales. Gießen, 19. December. (Stadtverordnetensitzung am 17. December.) In der heutigen, fast wieder vollzählig besetzten Sitzung wurde die Berathung über das Feuerlöschwesen, nachdem verschiedene Vorschläge über Errichtung einer Pflichtfeuerwehr verlesen, ausgesetzt, da die Regelung dieser Angelegenheit von Seiten der Regierung im nächsten Landtage zur Vorlage kommen soll und vorher geplante Einrichtungen alsdann wieder umgcändert werden müßten. — Die Offerte des Ingenieurs Herrn Rosenfeld betreffs Nivellement zum Anschluß eines neu aufgefundenen Quellengebietes zu unserer Quellwasserleitung wird gut geheißen und das ganze Angebot für 600 x als außerordentlich billig anerkannt. — Behufs Verwerthung der Fäcalstoffe wir** 1 von Berlin eingetroffenes Angebot verlesen und als annehmbar befunden, Beschluß- ab 2 vorerst wegen des Vertrags mit Oeconom Helfrich ausgesetzt. — Da polt- zeilicherseits die Aufstellung eines Brunnen der Quellwasserleitung in der Nordanlage Anstoß erregt, so wird der Baudeputation Auftrag zur Bestimmung eines anderen Platzes.— Für das kommende Jahr sollen weitere 400 Meter des Stadtbaches resp Schoorgrabens in eine Steinsohle gelegt und die Kosten dafür in das Budget eingestellt werden. — Zufolge eingelaufener Beschwerde über den Zustand des Flu th- grabens im Teufelslustgärtchen, soll den bestehenden Mißständen alsbald Abhülfe geschafft werden. — Die Abgabe von Wurzelschößlingen aus städtischen Baum Pflanzungen, da diese für die Pflanzung selbst nur von Vortheil sein können, soll unter Aufsicht des Stadtgärtners zu dem Preise von X 1,50 p. 100 St gegenüber einem Angebot von nur 50 gestattet worden. — Das Gebot des Herrn L.C.Rübsamen für städtisches Gelände a m Rod berge nur 8 H p. Quadratmeter anstatt der festgesetzten 16 H zu entrichten, wird einstimmig abgelehnt. — Der mit bem Academischen H ospital abgeschlossene Verttag behufs Uebernahnie der Armenpraxis wird im Allgemeinen genehmigt und soll mit dem 1. April 1886 in Wirksamkeit treten. Es ist schon vorgekommen, daß hier zufällig oder in Arbeit stehende Personen erkrankten und auf Kosten der unterstützungspflichtigen Heimathsbehörde im hiesigen acad. Hospital verpflegt, in Geisteskrankheit verfielen, die die Unterbringung in eine Anstalt erforderlich machte, bis dahin aber die Stadt für Unterbringung aufkommen sollte; es wird jedoch festgestellt, daß die Stadt in keiner Weise, sondern nur der betreffende Ortsarmenverband für hierdurch entstehende Kosten aufzukommen habe. Die Ablösung der Beitragspflicht der Civilgemeinde Gießen zu den Bedürfnissen der evangelischen Kirchengemeinde verlangt die Abführung einer Summe von 119,233 X an dieselbe, welche durch eine Anleihe gedeckt werden soll. Der Besuch der gesammten Realschule im Winterhalbjahr betrug: a) Realgymnasium 266 Schüler, b) Realschule 187 c) Vorschulen 158 „ im Ganzen 611 Schüler. Die von Herrn Stadtbaumeister ©tief zur Einfriedigung vorgeschlagene städtische Anlage in der Westanlage soll vorher besichtigt werden. Zuletzt werden noch verschiedene Kostendecreturen genehmigt. Gießen, 19. December. Schwurgerichtsoerhandlung am 18. l. Mts., gegen Gemeinde-Einnehmer Wilhelm Kliebe von Allendorf a. d. Lda. wegen Verbrechen im Amte und wegen Untreue. Derselbe war angeklagt: I. daß er als Rechner der Gemeinde Allendorf in den Jahren 1880, 1881, 1882, 1883, 1884 und 1885 Gelder im Betrage von 599 3 welche er in amtlicher Eigenschaft empfangen hatte, sich rechtswidrig zugeeignet und in Beziehung auf diese Unterschlagungen in jedem der bezeichneten Jahre die zur Eintragung und Controle der Einnahmen und Ausgaben bestimmten Rechnungen, Register und Bücher unrichtig geführt und unrichtige Abschlüsse vorgelegt habe; II. daß er als Rechner, bezw. Bevollmächtigter der Gemeinde Allendorf a. d. Lda über Forderungen der Gemeinde im Betrage von 370 X und 34 20 H absichtlich zum Nachtheile der auftraggebenden Gemeinde verfügt habe; III. daß er am 2. October 1884 als Rechner der Gemeinde Allendorf, als Beamter, den Betrag von 250 Jü aus der Kasse der Gemeinde, welche er in Gewahrsam hatte, sich rechtswidrig zugeeignet habe. Die Geschworenen erkannten den Angeklagten für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Gefängnißstrafe von vier Jahren oerurtheilt, ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Gießen, 18. December. sHerberge zur Heimath.j Durch die Nähe der Feiertage verzögerte sich die Einsammlung der Einzeichnungslisten etwas. Der damit gemachte Anfang ist im Ganzen recht erfreulich. Es sind bis jetzt etwas über 16,000 starb den 13. December. Denselben. Ludwig Schudt, Großh. Amtsrichter, alt 35 Jahre, starb den 13. December. Denselben. Ludwig Lenz, Küfer, alt 37 Jahre, starb den 12. December. Den 16. December. Heinrich Ludwig Röse, Universitäts-Tanz- und Fechtlehrer, alt 57 Jahre, starb den 14. Decemder. AllgLmeiner Anzeiger. Jl. We in er, Ccke der Wetter- und Marktstraste, empfiehlt das Neueste in Winter ps&tetots, sowie Schlafröcke und Kaisermäntel m größter Auswahl zu äußerst billigen Preisen. 8864 8989 ~ Ein Bursche für Oeconomie u. 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M. stattfindenden Abendunterhaltung in Stein's Garten findet eine Ghristbefcheerung statt. — Die Geschenke müssen bis zum 2. Feiertage Mittags bei Herrn 300,000 Gewinnen von 1,600,000,-800,000,-400,000,-200,000,-80,000, 40,000,-20,000,-8000 deutsche Reichsmark etc. eine Totalsumme von ca. 53 Millionen Mark in Gold bildend, die voll in klingender Münze unter grösster Discretion an die glücklichen Gewinner an deren Wohnort ausbezahlt werden. Von den vorerwähnten 500 Ziehungen findet Ludwigs in der Frühe vor unb dem Keutem sieht im Vordcrgl Miere - so m des Tages in eim Immen und bego nach ihrer in der Gründen überfiel Brtig, der vor esc, seinen etwas) Men und mW in der Nahe befind!' sein Zimmer verl ein Unterarzt bei ein Wüthender n höher gelegenen , unglückliches Ox v. Schlutterbach gegend getroffen sich Lieutenant K verfolgten densell der Hinteren Sch einem anderen £ Haus eindrangen Weite. Sichere - Hinteren Schlosst fich von dort mit geben habe, wose Stuttga Bataillons erklär so schwer mißhar ganze Vorfall al ist besser. Chemni M hiesigen, ans durch allerlei Ue Achte der Sold Mte, dinch's i unglückselige blutig kam. eine Einl. «tta, Mailm 1 Million 1C. X w heutigen Statt ^hwindsüi i"”« mir i Saaen "W fii, 2 «le« _ offeri««» uni LrskUschaft „Hkilkrkril." Am 2. Weihnachtsfeiertage: Abendunterhaltung mit Christbescheemng 9034 im Hotel Einhorn 9032 Der Borstand. unwiderruflich an den in den Original - Obligationen angegebenen Daten statt. Letztere enthalten übrigens, in drei Sprachen, alle nöthigen Aufklärungen. Man kann ohne jede Ueberlreibung behaupten, dass die Obligationen der italienischen Anleihen die vortheilliaftesteii, wegen der vielen Gewinn-Chancen; die sinnreichsten, hinsichtlich des Verloosungs-Systcms; die einzigen in der Weit, die eine kolossale Anzahl Gewinne haben. Jedem Abnehmer von Obligationen wird Eine Prämie von mindestens 56 Mark, die möglicherweise ein Maximum von 1,600,000 Mark erreichen kann, garantirt. Die verauslagten Summen sind übrigens unter keinen Umständen verloren, sie werden zurückerstattet, da jedem Inhaber die Rückzahlung von 232