WL »fas täfi 6ti ’ÄTÄi. fei mge- 7385 > en anqesertigt. ** und SO,Hfl __ _ *06 IMtt, r, 41. b - u b — a ß) * «st g^§Ä cd « x> • §ug E>ac7 v a '■ H Bo CfO-* 6§§ i • ° Maaß Garantie des guter, jter Zeit geliefert, vistcr Räuber, I teuemveg 17. ds de franpais (conve-1 en gramroaire) seit । idinnt. indes ä I'expedition (hl ttrlw 6T LWettergaiie • Ansicht z Beirand, K'MMdnn, Tritt) wQTbcu, Mänteln uv MU mäßigen Prchn Auguste Friede. knfilzhüte an nach den neutsto ;lt innerhalb 8 Tagt' le, Kianen, cn, Gewölbe, kewentbeton, J ührt durch t Stein, WetM .„troaow^L-- Aeschach " tft|lge£str, @«l!1 »rihi'?* 10' , ol iorg1 MalL-l fprtö IP roirkl^ «SÄ? Nr. 20 Dienstag den 20 October L88S Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Bureau: Schulstraße 7. ®rf$etnt täglich mit Ausnahme des Montags. Dur^d^e^Post^bezogen vinteljährttch Amtlicher Hheil. Gießen, am 12. October 1885. Betreffend: Die Benutzung transportabeler Dampfmaschinen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogliche« Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. In der letzten Zeit sind wiederholt Polizeianzeigen erstattet worden, well bei Aufstellung transportabeler Dampfmaschinen die erforderlichen Entfernungen von Gebäuden und feuerfangenden Gegenständen nicht eingehalten worden sind. Wir nehmen daher Veranlassung, Sie darauf aufmerksam zu machen daß nach § 10 der Verordnung vom 4. August 1857 (Reg.-Bl. Nr. 25) betreffend die Anlage und den Gebrauch von Dampfkesseln bei Aufstellung transportabeler Dampfmaschinen in jedem speciellen Falle die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen ist, damit die Maschinen nur in solchen Entfernungen von Gebäuden oder öffentlichen Wegen aufgestellt werden, welche mit Rücksicht auf die Sicherheit zulässig erscheinen. Bei der Ertheilung der Erlaubniß zur Ausstellung der Maschinen ist nun insbesondere darauf zu sehen, daß die in der Verfügung Großherzoglichen Ministerium des Innern vom 17. November 1863, betreffend die Feuergefährlichkeit der beweglichen Dampfdreschmaschinen — mitgetheilt rn unserem Ausschreiben vom 28. November 1863, Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr- 96 — gegebenen Vorschriften eingehalten werden. Aus denselben heben wir die Bestiminung in pos. 1 hervor, wonach die Dampfdreschmaschinen, wenn sie in Betrieb gesetzt werden sollen, von Gebäuden und feuerfangenden Gegenständen, von Waldungen und öffentlichen Wegen thunlichst entfernt aufzustellen sind, und zwar mindestens 25 Fuß von jenen Gegenständen, wenn die Heizung mit Coaks oder Steinkohlen geschieht, und mindestens 100 Fuß, wenn die Heizung mit Holz, Braunkohlen oder Torf geschieht. Dr. Boekmann. Betreff: Fouragelieferungen. Bekanntmachung. Einem Ersuchen Königl. Proviantamtes in Bockenheim entsprechend bringen wir hierdurch zur Kenntniß der interessirten Kreisangehörigen, daß die Hafer- und Roggenstroh-Ankäuse für das dortige Magazin beginnen. c c t w . Bezüglich des Hafer's ist die Einsendung von Proben erforderlich und sind bie Offerten mit Preissorderung pro Centner unter Angabe der Lieferzeit beizusügen; bezüglich des Roggenstroh's bedarf es nur der Angabe der Forderung pro 105 Pfd. und des Lieferungstermins, wobei vorausgesetzt wird, daß das Stroh in Bezug auf seine Qualität tadellos ist. Gießen, am 17. October 1885. Grsßherzogliches K^cisamt Gießen. Dr. Boekmann. Deutschland. Darmstadt, 19. October. (Telegramm.) Der Secretär der Universitäts-Bibliothek in Würzburg, Hermann Haupt, wurde zum Bibliothekar der Universität Gießen ernannt. Geheimerath Walther-Darmstadt pensio- nirt, an seiner Statt Hofbibliothekar Maurer zum Director der Hofbibliothek ernannt- Berlin, 17. October. In der heutigen Sitzung der General-Synode erstattete v. Kleist-Retzow Namens der Versassungs-Commission über den Beschluß der Pommer'schen Provinzial-Synode, betreffend den § 6 der General- Synodalordnung, Bericht. Nachdem im Laufe der Debatte der Präsident des OberkirchenratheS, Dr. Hermes, die Erklärung abgegeben hatte, daß der Ober- kirchenrath eine Behörde des Königs sei und daß die Obliegenheiten, die ihm damit überkommen seien, ihm die Pflichten auferlegen, Alles zu thun, was Se. Majestät als Träger des Kirchenregimenls von ihm erwarte, wurde folgender von Kleist-Retzow empfohlene Beschluß fast einstimmig angenommen: „In Erwägung, daß nach der heutigen Erklärung des Königl. Commiffars anzunehmen ist, daß der Oberkirchenrath auch künftighin die Beschlüsse der General-Synode zur Kenntniß des Königs bringen wird, geht die General-Synode über den Antrag der Pommer'schen General-Synode zur Tagesordnung über. Sodann iolgle die Berathung über zwei Vorlagen des OberkirchenratheS, betreffend Aenderungen der §§ 11 unb 14 des Entwurfs eines Kirchengesetzes über Abänderungen des Kirchenregiments und Synodalordnung vom 10. Septbr. 1873; beide Vorlagen wurden in der vorgeschlagenen Fassung genehmigt." — Den Schluß der Tagesordnung bildet ein Bericht der Verfassungs-Commission über den Beschluß der Pommer'schen Provinzial-Synode, durch welchen zu § 31 Nc. 10 der Kirchengemeinde- und Synodalordnung folgender Zusatz beantragt wird: „Bei Bewilligung für Schulen, welche eine Abbürdung der gesetzlichen, der Schulgemeinde obliegenden Unterhaltungspflicht in sich schließen, bedarf es überdies der Genehmigung des Consistoriums." Auch dieser Antrag wird nach längerer Discussion angenommen. Potsdam, 17. October. Ihre Kaiser!, und Königl. Hoheiten der Kronprinz und die Frau Kronprinzessin sind mit ihren König!. Hoheiten den Prinzessinnen und Gefolge im besten Wohlsein um 10 Uhr 8 Min. auf Station Wildpark eingetroffen und haben sich zu Fuß nach dem Neuen Palais begeben. Zur Begrüßung auf dem Bahnhofe waren Ihre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin Wilhelm, Se. Königl. Hoheit Prinz Heinrich und Herzog Günther zu Schleswig-Holstein anwesend. Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm war in Folge einer unerheblichen Verletzung bei der gestrigen Parforce-Jagd durch einen herabhängenden Zweig am Erscheinen verhindert. München, 17. October. Der Redacteur der „Neuesten Nachrichten", Boshardt, ist aus der vom Amtsrichter wegen Zeugnißverweigerung gegen ihn verhängten Hast heute Nachmittag entlassen worden. Heflerreich. Wien, 17. October. Die „Presse" meldet: Das Ministerium des Aeußern berief die österreichisch-ungarische Zoll - Conferenz für den 22. October ein, um die Instructionen für die Handelsvertrags-Verhandlungen mit der Türkei festzustellen. Meran, 17. October. Meran ist von Hochwasser nicht betroffen. Der Wagenverkehr von Landeck und Brixen ist ungestört und offen. Die Unterbrechung der Südbahn bei Waidbruck und Brixen dürste voraussichtlich bald gehoben sein. — Der Eisenbahn-Verkehr zwischen Innsbruck und Botzen wird morgen wieder ausgenommen. Aus der Strecke Botzen - Meran ist der Verkehr von Botzen bis Vilpian im Gange. Die Weiterbeförderung von Vilpian bis Meran erfolgt durch Wagen, wofür ausreichend vorgesorgt worden ist. Krankreich. Paris, 17. October. Ein Telegramm des Missionärs Martin aus Saigun an den „Univers" über Christenverfolgungen in Anam meldet: Der Missionär Chatelet, 10 eingeborene Priester und gegen 7000 Christen wurden massakrirt. Paris, 17. October. Die Handelskammer von Tunis erklärt alle Nachrichten von choleraartigen Erkrankungen und Todesfällen in Tunis für vollständig unwahr. England. London, 17. October. Ein Telegramm des „Neuter'schen Bureaus" aus Candia (Kreta) vom 16. d. Mts. erklärt alle Gerüchte über eine insur- rectionelle Bewegung auf der Insel für völlig unbegründet. — Es ist ein Blaubuch über Zulu-Land uud die Lucia-Bay erschienen. Dasselbe enthält auch die Verhandlungen mit Einwald und umfaßt die Zeit vom 8. December 1884 bis zum 14. Juli 1885. Italien. Rom, 17. October. Gestern kamen in der Provinz Palermo 77 Erkrankungen an Cholera und 44 Todesfälle vor, davon in der Stadt 54 Erkrankungen und 10 Todesfälle. In den Provinzen Ferrara, Massa, Parma, Reggio, Emilia, Rovigo und Venedig kamen 9 Erkrankungen und 4 Todesfälle vor. Spanien. Madrid, 17. October. Während die ministerielle Presse Spaniens aus ihrer Verstimmung über die neueste deutsche Note kein Hehl macht, weil sie offenbar die thörichte Erwartung hegte, daß Deutschland ohne Weiteres die spanischen Ansprüche anerkennen würde, wiegt man sich anderseits in Vertrauensseligkeit und erlaubt sich sogar offen auszusprechen, Fürst Bismarck habe die | Vermittelung des Papstes nur deshalb vorgeschlagen, um aus diese Weise um so leichter dem casiilianischen Stolze das gebieterisch geforderte Opfer bringen zu können; die Klügsten endlich sehen die Schwäche der spanischen Beweisgründe ein, und da der Papst trotz seiner erklärlichen Sympathieen für dos katholische Spanien nur nach Recht und Billigkeit entscheiden wird, so empfehlen sie, die Verhandlungen auf directem Wege sortzusetzen. Der letztere Standpunkt ist der natürlichste und erklärlichste; da aber die spanische Regierung unter Verständi« gung in diesem Falle die vollständige Verzichtleistung Deutschlands aus seine Ansprüche zu verstehen scheint, so wird schließlich nur die Vermittelung des Papstes übrig bleiben. Rußland. Kronstadt, 17. October. Die Korvette „Vitiaz" und die Fregatte „Olaf" fuhren heute der königlichen Dacht „Dershawa" entgegen. „Vitiaz" hat den Marineminister Schestakow an Bord, welcher unterwegs die baltische Flotte inspiciren wird. ZLulgarien. Sofia, 17. October. (Havas-Telegramm.) Die Regierung stimmte dem ihr von den Mächten ertheilten Ralhe im Principe zu und beschloß ferner, in Erwägung der Haltung Serbiens den größten Theil der bulgarischen Truppen aus Ost-Rumelien zurückzuziehen und nur so lange eine schwache Garnison zu- rückzulasien, bis die Mächte über bas Schicksal Ost-Rumeliens definitiv sich ausgesprochen haben werden, Türkei. Konstantinopel, 17. October. Dem Vernehmen nach setzte Drummond Wolff seine Abreise nach Egyvten aus Montag fest. — Der Adjutant des Sultans überbringt demnächst dem Khedive den demselben verliehenen Jmtiaz-Orden nach Kairo. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. Rom, 18. October. In der Provinz Palermo sind gestern 42 Personen, davon in der Stadt Palermo 30 Personen an der Cholera gestorben. Kopenhagen, 18. October. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland nebst Kindern sind heute Nachmittag auf der Dacht „Dershawa" nach Petersburg abgcreist. Gleichzeitig begaben sich die Königin, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemarck, sowie die Prinzessin von Wales mit ihren Kindern auf dem „Danebrog" nach Lübeck. A b t - § e i e r. Gießen, 18. October 1885. Das in Leipzig erscheinende „Musikalische Wochenblatt" sagt anläßlich des zweiten Concerts zum Besten des Abt-Denkmal-Fonds in Braunschweig unter anderem Folgendes: Wer war denn Abt? und was hat er gewirkt und geschaffen? Daß sein langes Wirken für das Braunschweiger Musikleben segensreich, daß er menschlich gut gewesen sei, wird nicht behauptet, sonst ließe sich darüber wohl ein Wörtchen reden. Der Aufruf behauptet aber, er sei ein „gottbegnadeter Sänger melodienreicher und tief zu Herzen gehender Volksweisen", ein „Schöpfer herrlicher Männerchöre", er sei der „Meister des deutschen Liedes" gewesen. Und nun fängt das genannte Blatt an, sich in hämischen Bemerkungen und albernen Vergleichen zu ergehen, daß es eine wahre Schande — pardon — eine wahre Lust ist! Wenn das bewußte Blatt nicht weiß, iver Abt gewesen, so wundert uns das nicht, denn ein so eingefleischter Wagnerianer, wie der Herausgeber desselben, kennt natürlich einen Volkscomponisten nicht und der Spruch „Leben und leben lassen" scheint ihm auch fremd zu sein, sonst würde er sich nicht darüber moquiren, daß die Braunschweiger ihrem Liebling ein Denkmal setzen. Wir schätzen Richard Wagner auch hoch, aber eine solche Schwärmerei, wie das „Musikalische Wochenblatt" sie zu Tage fördert, scheint uns denn doch lächerlich. Du lieber Gott, das Volk will doch auch singen, folglich müssen auch volks- thümliche Lieder vorhanden sein und wir glauben sicher, daß Abt den Ton für solche recht gut getroffen hat und deshalb ebenso gut ein Denkmal verdient, wie viele andere. Der Schreiber des Artikels in dem qu. Blatte sollte sich schämen, einen Todten noch im Grabe zu beschimpfen. Wir haben nun auch unsere Abt-Feier gehabt und zwar zum Besten eines Grab-Denkmals in Wiesbaden und wenn dieselbe auch keine allgemeine war (die Vereine sind bei uns nicht zu bewegen, einmal zusammen aufzutreten), so ist cs um so höher anzuerkennen, daß Herr Franz Bauer das Wagniß unternommen hat, auf eigene Faust die Sache zum Austrag zu bringen. Die eigentliche Feier ward durch Festouvcrtüre, Prolog und ein anschließendes Lied „lieber den Sternen" von Abt abgehalten. Der Prolog mies auf die Verdienste des Componisten um das Volkslied hin und stellte allegorisch die Entstehung des Liedes dar, und das anschließende Lied gab dem Ganzen eine besondere Weihe. Darauf folgte das Concert, welches von eifrigstem Studium das beste Zeugniß ablegte. Eine gewisse Aengstlichkeit, welche Anfangs den Chor beeinflußte, schwand bald und so leisteten die Chöre recht beachtenswerthes. Besonders hervorhebcnswerth waren „Blümchen auf der Haide" von Abt, „Der Schmetterling" von Solle und „Still ruht der See" von Pfeil. Das Publikum war äußerst zahlreich erschienen und der Beifall ein recht reger. In dem von Herrn Lithograph Loos mit vieler Sauberkeit ausgestatteten und mit dem Portrait Abt's geschmückten Programm ist den Besuchern ein hübsches Er- innerungsblatt zu Theil geworden. Das wohlgelungene Bild des Componisten, welches über dem Podium, von Lorbeer umrahmt, aufgehängt war, ist eine Zeichnung des Herrn W. Victor Hierselbst. — a— UniverfitätS - Chronik. — Professor Dr. W. Dittenberger zu Halle hat die ihm angebotene Professur in Straßburg ausgeschlagen. t - D-r bisherige Prioatdocent vr. P. Joers zu Bonn ist als ordentlicher Professor des Pandektenrechts nach Kiel berufen morden, Dr. Joers, ein noch in ganz jugendlichem Lebensalter stehender Gelehrter, gehört erst seit drei Jahren dem akademischen Lehrfache an. — Der ordentliche Professor in der medicinischen Fakultät der Universität zu Königsberg, Dr. Raunyn, ist zum Medicinalrath und Mitgliede des Medicinal- Collegiums der Provinz Ostpreußen ernannt morden. Vermischtes. Darmstadt. sGründung eines hessischen Zweigvereins gegen Mißbrauch geistiger Getränke.) In Frankfurt a. M. in der Restauration „zur Rosenau" (Reuterweg, in der Nähe der neuen Oper) soll Mittwoch den 21. October, Nachmittags um 3 Uhr, die definitive Constituirung eines hessischen Zweigvereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke vorgenommen werden. Diejenigen, welche bereits ihre Mitgliedschaft erklärt und Alle, welche sich für diese so hochwichtige Sache interessiren, sind zur Be- themgusg emgeladen. Die Einladung geht von den nachbenannten Herren aus' Geb Medicinalrath Or. Eigenbrodt, Pfarrer Fuchs (Beerfelden), Pfarrer Grosch (Castel) Pralat Dr. Habicht, Ministerialsecretär Dr. Linß, Rechtsanwalt Lucius (Mainz) Pro- vmzmldlrector v. Marquard, Kaufmann C. F. Nohl (Bessungen), Oberbürgermeister- Ohly, Dr. rned. Pfannmüller (Marienschloß), Spenglermeister Rockel, Pfarrer Schlosser (Gießen), Amtsrichter Wahl (Alsfeld), Buchhändler Waitz, Fabrikant H. Wecker (Offenbach). Dcr Geschäftsführer des Gesammtvereins, Herr A. Lammers aus Bremen, hat seine Betheiligung zrlgesagt. Es soll ein Statut festgesetzt und die Wahl des Vorstandes vorgenommen iverden. An dem gleichen Tage findet in Frankfurt unter dem Vorsitze des Vereins-Vice- prasidenten, Geh. Sanitütsrath Dr. Märklin in Wiesbaden, eine Berathung des Vorstandes des Gesammtsvereins über die von Seiten des Vereins zunächst zu entfaltende Thätigkeit statt. Die letztere ist durch die Generalversammlung, welche am 28. Mai in Dresden tagte, vorgezeichnet. Es handelt sich nämlich vorerst darum, die Eingabe an den Bundesrath und Reichstag wegen einer grürrdlichen Schankrechtsreform, die ungeachtet des von der Petitions-Commission zeitig erstatteten, sehr günstigen Berichts des Abg. Struckmann (Hildesheim) nicht mehr zur Berathung kam, zu wiederholen. Ferner sollen Schritte zur Erhöhung der Branntweinsteuer, zur Strafbarmachung der Trunkenheit und zur Unschädlichmachung gemeingefährlicher Säufer geschehen. Außerdem will die Generalversammlung alle großen Arbeitgeber, vorab die Staats- und Stadtverwaltungen darum angegangen haben, daß sie ihren Arbeitern die Entwöhnung vom Schnaps während der Arbeit erleichtern, und endlich soll gesucht werden, auch die Frauen zu thätigen Theilnahme an der Vereinsarbcit zu gewinnen. Wiesbaden, 13.October. Im 92. Lebensjahre ist gestern der letzte Waterloo- Veteran in unferer Stadt, Herr Oberstlieutenant Müller, gestorben. Als Herzoglich nassauischer Officier hat derselbe im dänischen Feldzuge am 5. April 1849 mit feiner Sechspsünderbatterie das dänische Kriegsschiff „Christian VIII." in Brand geschossen, so daß es in die Luft flog, und sodann das dänische Kriegsschiff „Gefion" durch Zerstörung des Steuerruders kampfunfähig gemacht. Der Herzog Adolf von Nassau, der damals in Holstein eine Infanterie-Division commandirte, hat Herrn Müller für diese glanzende Waffenthat einen Ehrensäbel in vergoldeter Scheide verliehen. Cassel. sVerurtheilung wegen Fälschung der Wahllisten.^ Der Bürgermeister Rlebelrng aus Wahnhausen an der Fulda hatte das Wahlprotokoll geführt und für Die zu seiner Partei gehörigen Wahlmänner zu wirken gesucht. Um die Wahl eines Gegrrers, des Ackermannes August Heckmann, zu hintertreiben, schrieb er den Namen des Schreiners August Heckmann in die Wahlliste ein, während die Wähler ersteren gewählt wissen wollten. Auf diese Weise erhielt die Partei des Riebeling zwar die Mehrheit, die Wahl wurde aber kassirt. Gegen Riebeling wurde Anklage erhoben und derselbe am 9. dss. Mts. von der hiesigen Strafkammer zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. TT, aufregende Scene spielte sich kürzlich in dem Bärenzwinger des Zoologischen Gartens zu Leipzig ab. Aus unermittelter Ursache — Vielleicht um einen hingemorfenen Brocken Brotes — entspann sich zwischen den beiden, den linken Seitenflügel des Zwingers bewohnenden braunen Bären ein erbitterter Kampf, welcher damit endete, daß der männliche Bär seine etwas jüngere und schwächere Gefährtin, nachdem er dieselbe zu wiederholten Malen durch das im Zwinger befindliche Wasserbassin geschleift, durch Hiebe und Bisse in einer Weise zurichtete, daß das verletzte Thier binnen wenigen Minuten dem Tode verfallen war. Um ihre Leiden abzukürzen, sah sich Director Pinkert veranlaßt, dem Leben der Bärin durch einen wohlgezielten Schutz ein $nbe zu machen, auch auf die Gefahr hin, den noch fortwährend mit dem Zerfleischen des verendenden Thieres beschäftigten männlichen Bären zugleich zu treffen. Mit Mühe gelang es, das letztgenannte, im höchsten Grade aufgeregte Thier von der Leiche seiner Gefährtin zu trennen und letztere aus dem Zwinger zil entfernen. Natürlich versammelte der blutige Kampf eine große Zuschauermenge um den Zwinger; leider war eine Schlichtung des Kampfes in keiner Weise möglich und das Ende ebenso tragisch, wie seiner Zeit dasjenige des berühmten Eisbärenkampfes im Kölner Zoologischen Garten. Frankfurt a. M., 15. October. sDie verhängnißvolle Tournüre.j Heute pasfirte einem Frauenzimmer auf der Zeil die Unannehmlichkeit, daß ihr der mächtige Cul de Paris herabrutschte, so daß sie es hinter sich her schleppen mußte. Es gab unter dem Publikum ob dieses Ereignisses eine allgemeine Heiterkeit, welche die Betreffende mit Resignation unter steter Nachschleppung ihres Anhängsels ertrug. Berlin, 15. October. Wieder ein Schüler-Selbstmord.j Dem vor kurzer Zeit gemeldeten Selbstmord eines Obertertianers des Friedrich - Werder'schen Gymnasiums ist der eines Untertertianers der Dorotheenstädtischen Realschule gefolgt. Der 16jährige Sohn des Brauereibesitzers P. hatte sich, da er die völlige Reise nach Obertertia nicht erreicht hatte, nach Schluß der Ferien einem Nachexamen zu unterziehen. Dieses fiel für ihn ungünstig aus, und aus Verzweiflung hierüber hat der Knabe sich mit einem Revolver in der Nacht vom Montag zum Dienstag erschossen. Großenlüder, 12. October. Gestern Morgen um V-4 Uhr brach hier Feuer aus, aber mit solcher Gewalt, daß zwei Scheunen sofort in lichterlohem Branoe standen. Bei einigen Scheunen will man, dem „Fuldaer Tageblatt" zufolge, Schüsse gehört haben und stellt die Vermuthung auf, daß mit Pulver ?c. die Immobilien angesteckt worden seien. Im Ganzen sind von V-4 bis gegen 6 Uhr sieben Scheunen und zwei kleine Wohnhäuser abgebrannt. Das Vieh ist, mit Ausnahme von einigen Schweinen, alles gerettet. Vom Futter konnte nichts gerettet werden. Die Betheiligten, darunter drei größere Bauern, sind mit Ausnahme eines einzigen versichert: letzterer ist vor einigen Tagen aus der alten Versicherung ausgetreten und wollte in eine andere Versicherung treten — und nun das Unglück! Die Erbitterung hier ist groß. Die Feuerwehren von Salzschlirf, Oberbimbach, Hainzell, Kleinlüder zc. waren alsbald zur Stelle B-i Sturm wäre das ganze Dorf abgebrannt. Es ist dies innerhalb Jahresftist nun bereits der vierte Brand! Und merkwürdig, von keinem weiß man bis zur Stunde seine Entstehungsursache! r — Nachahmenswerth erscheint das Beispiel der Damen in Kulm, welche ihren Muth den Geschmacklosigkeiten der Mode gegenüber bei folgender Gelegenheit bewiesen. Ein dortiger Geschäftsmann hatte von einem auswärtigen Geschästshause ein großes Packet mit Krinolinen erhalten; als er nun dieselben an seinem Schaufenster angebracht^ hatte, erschienen sofort mehrere vornehme Damen in dein Laden und baten den Geschäftsmann, die widerlichen und abscheulichen „Krinolinen" zu entfernen, da hier doch keine anständige, deutsch denkende und fühlende Dame diese jämmerlichste aller jetzigen französischen Moden nachahmen würde. Daraufhin sind in Wirklichkeit die „Krinolinen" von deni Geschäftsmanne auch sosorr entfernt und dem Hersteller mit dem Bemerken zurückgeschickt worden, daß dafür in Kulm keine Verwendung sei. .. ^,Das Berliner Polizeipräsidium erläßt die folgende für das allgemeine Jn- teresie wichtige Bekanntmachung, betr. die Anwendung giftiger Farben: Obwohles durch ^^ Fortschritte der Chemie gelungen ist, Arsenik- und andere gifthaltige Farben durch unschädliche Farben vollkommen zu ersetzen, so werden jene noch immer häufig fo Derroenbet, bafj dadurch Beschädigung der menschlichen Gesundheit und selbst der Tob h^beigefuhrt wird. Dies ist vorzugsweise der Fall beim Bewohnen von Simmern Deren Wände mit Arsenikfarbe bemalt ober mit arsenikhaltigen Tapeten beklebt ober in benen arsenikhaltige Rouleanx und Fenstervorsetzer vorhanden sind, bei Benutzung bcrartiger Drahtglocken zum Bedecken von Speisen, beim Tragen von Kleidungsstücken künstlichen Blumen und Blättern, auf denen die Arsenikfarben oft so locker aEenen' daß sie fick) beim Gebrauch ablösen, beim Genuß von Zucker- und anderen Eßwaaren' welche nut Arsenikfarben bemalt sind; beim Gebrauch derartigen Spielzeugs u s m' daraus entstehenden Vergiftungen geben sich nicht immer durch die bekannteren plötzlich auftretenden heftigen, oft schnell den Tod herbeiführenden Krankheitserscheiir- ungen zu erkennen, sondern oft auch — wie namentlich bei dem Bewohnen arsenik- Zimmer durch ein lange dauerndes, spät erst tödtlich endendes Sicchthum Das Polizeipräsidium erachtet es für Pflicht, das Publikum wiederholt an die Ge' sahren, welche der Genuß und anderweitige Gebrauch von Gegenständen, die mit ©iftfarben gefärbt sind, für Leben und Gesundheit mit sich führen, zu erinnern Sabnfan en und Händler aber bezüglich des Anfertigens und der Feilhaltung der- art^ger^ Gegenstände aus die Bestimmungen der SS 324—326 des Strafgesetzbuches hin- r " sLiebig über Thee- und Kaffeegenuß.) Bei der hcrannahenden Winter- aison finden wir den folgenden Artikel in der „D. R.-B." wieder sehr zeitgemäß Briefen" behandelt Justus v. Liebig auch die animalische und vege- tabilische Nahrung, sowie die Wirkung derselben in Beziehung auf die körperlichen und geistigen Functionen des Menschen und kommt dabei unter Anderem auch auf den. I6ee W ^aiibtrnil M-, *"?*»*! fertigen, /81« J Siir bet Snihnct b« des geMeltcil. können.-ben'N bat, um feiner eien. 6"“1 in ein« St* den Selten des gefreit und u J15 Thee und Üt Oil der M M Getränke nut de non dem Mair und) in dem rhe Getränk, welches und so gering au jo kann dieselbe c folgenden Anchh tzisenoryd W MaiMnoM V,w i(Kt 0,101 Gr. G sichtlich, welche gr arme und Bleichsi auch vielleicht der lichen MrungSr bei uns vorkonun - Die l Anordnungen bei ober sich denselbe über geivisserinas beklagensivertbes Ilmenau befand der Plattform i in das Innere' kam aber Wei Lewegnng gese' auf dem Perro so unglücklich ■ bingingen. D s> Kindern. 2 Interne her t tynwltiiiig um - [Mine kürzlich, wie ame Mchied genomm mich nicht Moni einander nicht, u mein Gehalt für würde ich mehr sonst würde er Begängnisse und! W bleiben. . - DieE in Solingen g Handwerker", für As das Neueste W ganz treffen geben, werden, w LCn'?ie ^ichze Ijjre bieten dünt P Einsender Musse am letz von M bei den ^ten Duarlc Ne. Ein so , &n w Spar tii»- 8>W«B -Stanii s Aus den *n pro 18t ca. -7i f Und ei iü dapiern ^^eri "cNie^t L'K “tunt, di- ßj’ ^ai fie9 .,er' vorab die *?ari ;i[ das Ende ebenso im Kölner Zoologi- Tournüre] .heute ist ihr der mächtige i niufite. Es gab ir, weißt die Ae- ertrug. Dem vor kurzer berder'ichen Gm- i)ule geivlgt. Der e Reize nack Oder- nen zu unterbieten, hat der Knabe sich hoffen. hr brach hier Feuer M Brande standen. Ige, Schöffe gehört nmobilien angesteckt Scheunen und zwei i einigen Schweinen, ethelligten, darunter tzterer ist vor einigen andere Versicherung Die Feuerwehren tlb zur Stelle Ba ihresftist nun bereits is zur Stunde feine Kulm, welche ihren Gelegenheitbewiesen. Mhause em grokcs ° Schaufenster * und baten de' entfernen, da 1) er > jämmerlichste apr • in ®tn*t ,rt unb d-m H - Mm feine M- fe-js® bei Benutzung i anderen p • n jKinf; 'N?"., teil'11 <9t*”??'eriiiii«l,i ys*** sehr ii]iö veflP niina^^sjchen ^d diekölpKs^ herein flUW Thee und den Kaffee und deren Wirkungen auf den Lebensproceß zu sprechen. Bei dem großen Einflüsse, welche diese Nahrungs- und Genußmittel einestheils aus unseren Körper, anderntheils auf unseren Haushalt ausüben, indem ja bekannilich der Kaffee zu unseren täglichen und somit unentbehrlichen Nahrungsmitteln gehört, und auch der Thee, dem seine nützlichen und angenehmen Eigenschaften bei uns Geltung verschaffen, immer mehr Eingang in unseren Familien findet, dürfte es nicht uninteressant sein, wenn wir in Kürze die Ansicht des großen Chemikers über diese Getränke und ihre Wirkungen mittheilen. Wenn man in Erwägung zieht, sagt Liebig, daß in Europa und Amerika über 80 Millionen Pfund Thee und im Zollverein über 60 Millionen Pfund Kaffee jährlich verbraucht werden, daß in England und Amerika der Thee einen Bestandtheil der täglichen Lcbensordnung des geringsten Mannes, sowie des reichsten Grundadels ausmacht, daß in Deutschland das Volk auf dem Lande und in den Städten um so hartnäckiger am Kaffeegenuß hängt, je mehr die Armuih die Fülle der Auswahl der Lebensmittel beschränkr, und daß der allerschmalste Tagelohn immer noch in einen Bruchthcil für Kaffee und in einen anderen für Brot und Kartoffel gespalten wird — im Angesichte solcher Thatsachen läßt sich schwerlich die Behauptung rechtfertigen, es sei der Genuß von Kaffee und Thee eine Sache der bloßen Angewöhnung. Wir halten es im Gegentheil für höchst wahrscheinlich, um nicht zu sagen gewiß, daß der Jnstinct der Menschen in dem Gefühl gewisser Lücken oder gewisser Bedürfnisse des gesteigerten Lebens in unserer Zeit, welche durch Quantität nicht befriedigt werden können, eben in diesen Erzeugnissen des Pflanzenlebens das wahre Mittel aufgefunden hat, um seiner täglichen Nahrung die erforderliche und vermißte Beschaffenheit zu geben. Eine jede Substanz, insofern sie Antheil an den Lcbensprocessen nimmt, wirkt in einer gewissen Weise auf unser Nervensystem, auf die sinnlichen Neigungen und den Willen des Menschen ein. Es gibt keine Getränke, welche in ihrer Zusammengesetztheit und in gewissen Bcstandtheilen mehr Aehnlichkeit mit Fleischbrühen haben, als Thee und Kaffee, und es ist sehr wahrscheinlich, daß ihr Gebrauch als Bestandtheil der Nahrung auf der erregenden und belebenden Wirkung beruht, welche diese Getränke mit der Fleischbrühe gemein haben. Das Getränk Thee unterscheidet sich von dem Getränk Kaffee durch seinen Eisen- und Mangangehalt. Wir genießen demnach in dem Thee (von manchen Theesorten, insbesondere Pecco und Souchong) ein Getränk, welches den wirkenden Bestandtheil der wirksamsten Mineralquellen enthält und so gering auch die Menge Eisen sein mag, die man täglich darin zu sich nimmt, so kann dieselbe auf die vitalen Vorgänge nicht ohne Einfluß sein. Nach der darauf folgenden Analyse enthalten die Aschcnbestandtheile des Theeaufgusses (Souchongthee) Eisenoxyd 3,29, Manganoxyd 0,71, des Kaffeeabsudes (Javakaffee) Eisenoxyd 0,25, Manganoxyd 0,00 und ist weiter bemerkt, daß ein Theeaufguß von 70 Gramm Pecco- thee 0,104 Gr. Eisenoxyd und 0.20 Gr. Manganoxyd enthielt. Hiernach ist leicht ersichtlich, welche günstige Wirkung der tägliche Genuß von Thee, namentlich für Blutarme und Bleichsüchtige haben muß, da er dem Blute Eisen zuführt, und dürfte daraus auch vielleicht der Umstand zu erklären sein, daß in England, wo der Thee zu den täglichen Nahrungsmitteln gehört, die Bleichsucht der jungen Mädchen weit seltener als bei uns vorkommt. — Die leidige Gepflogenheit eines Theiles unseres reisenden Publikums, den Anordnungen ber Eisenbahnverwaltung und deren Beamten keine Folgen zu leisten oder sich denselben sogar zu widersetzen, wozu sich viele Reisende der Eisenbahn gegenüber gewissermaßen für berechtigt halten, hat am Samstag auf Bahnhof Plaue ein beklagenswerthes Opfer gefordert. Kurz vor Abfahrt des Nachmittagszuges nach Ilmenau befand sich ein Mitreisender, beschäftigungsloser Kellner von dort, noch auf der Plattform eines Wagens 4. Elasse, was einen Schaffner veranlaßte, den Mann in das Innere des Wagens zu verweisen. Er ging auch bis zur Eingangsthür zurück, kam aber sogleich, nachdem inzwischen der Schaffner sich entfernt und der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte, mit hoch erhobenem Bierseidel wieder- vor, um seinen zahlreich auf dem Perron anwesenden Begleitern noch einmal zuzutrinken. Hierbei stürzte er so unglücklich von der Plattform zwischen den Wagen, daß die Räder mitten über ihn hingingen. Der Verunglückte, der sofort getödtet wurde, hinterläßt eine Familie von st Kindern. Dieser Unglücksfall lehrt auf's Reue, wie sehr das reisende Publikum im Interesse der eigenen Sicherheit handelt, wenn es die Anordnungen der Eisenbahn- Verwaltung und deren Beamten anstandslos befolgt. — sAmerikanisch.j Ein Prediger in einem kleinen Orte in Michigan hat kürzlich, wie amerikanische Blätter schreiben, in folgenden Worten von seiner Gemeinde Abschied genommen: „Meine Vielgeliebten! Unsere Trennung von einander schmerzt mich nicht besonders und zwar aus drei Gründen: Ihr liebt mich nicht, Ihr liebt einander nicht, und der Herr liebt Euch nicht. Wenn Ihr mich liebtet, würdet Ihr mein Gehalt für die letzten zwei Jahre bezahlt haben. Ihr liebt einander nicht, sonst würde ich mehr Trauungen zu vollziehen gehabt haben, und der Herr liebt Euch nicht, sonst würde er noch mehr von Euch zu sich rufen, und ich würde mehr Leichenbegängnisse und Trauer-Gottesdienste gehabt haben." Die Gemeinde nöthigt ihn nicht, zu bleiben. — Die Sucht, Feste zu feiern, welche unserer Zeit eigen ist, characterisirt der in Solingen geplante „Conimers aller ehemaligen als Handwerksburschen gereister Handwerker", für den man dort lebhaft Stimmung zu machen sucht. Das ist jedenfalls das Neueste auf dem Gebiete des Commerswesens. Der Berliner „Ulk" bemerkt dazu ganz treffend: „Um dem Commers einen möglichst burschikosen Character zu geben, werden, wie wir hören, mit demselben größere Fechtübungen Hand in Hand gehen, die gleichzeitig den Festtheilnehmern eine angenehme Reminiscenz an ihre Wander- jahre bieten dürften."___________________ Eingesandt. Gießen, 19. October. Einsender dieses hat mit Bedauern bemerkt, daß die Einleger zur Pfennig- Sparkasse am letzten Samstag wieder nicht einlegen konnten. Die Herren, welche sich der Annahme von Einlagen früher unterzogen, dachten, da die Uebernahme der Pfennig- Sparkasse bei dem Vorstande der Sparkasse schon lange angeregt war, daß bei Ablauf des letzten Quartals die Sparkasse soforr das Geld der Einleger in Empfang nehmen würde. Ein so nützliches Institut, welches die Kinder und durch diese selbst viele Eltern zum Sparen bewegt, so daß dieselben bei vorkommenden unvorhergesehenen Fällen nicht auf anderer Leute Mildthätigkeit angewiesen sind, sondern sich selbst helfen können, sollte man nicht fallen lassen und so bedarf es hoffentlich nur dieser Anregung und Bitte au die betreffenden Herren der Sparkasse, daß sie den Einlegern der Pfennig- Sparkasse bis Samstag ihr Geld abnehmen, indem sonst doch einige vom Sparen abkommen möchten. c. V. Schiffsnachrichten. or Bremen, 17. October. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer ^Unenta, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am öu. September oon Bremen abgegangen war, ist am 15. October wohlbehalten in Batunore angekommen. Bremen, 17. October. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer «V Bohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am r^"ooer von Bremen und am 1. October von Southampton abgegangen war, heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekonimen. Handel unk Verkrhr. o T? • cß eurt««1 7500 Wolkengasse 26 rnöbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Kitzler. 7509 Nahe der Aula ein gut möblirtes- Zimmer zu vermiethen. Ecke der Bleich- u Ludwigstr. 26, 3. St. 7486 Zwei ineinander gehende schön möbl. Zimmer, für 2 Herren eingerichtet,, zu vermiethen, auf Wunsch volle Pension. Geisel, Grünbergersttaße 15, pari.__ 7491] Gut möblirtes Zimmer zu vcr- Ieilgeöotenes. Kieler Sprotte», Kieler Bücklinge, Pomnier'scbe Gänsebrüste feinsten Elb-Caviar, ächt russischen Eaviar, nene Berliner Rollmöpse, „ Ruff. Kron-Sardinen Ausschnitt von Wurst- und Fleischwaaren, in großer Auswahl und frischen Sendungen eingetroffen bei 7503 C. fi. Rleinliepa. Pelz-Barrets sür Damen und Kinder, bis zu den hochfeinen neuen Formen. Besatz in verschiedenen Breiten und Fellsorten. Georg Schultheis, Kürschner, Marktstraße Nr. 3. 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