'* N Erstes Blatt. Sonntag den 20. September Nr. 219 ISS» tSnttee» t SchulKraße 7. Erscheint tL^Uch mit Wk ÄenUgl. «■ Gießen, am 19. September 1885. uul 11 “VI v^iuvi iuui Kiuiiy ycja*inucir. ÖCDUltll •uiö Vereine bildeten Spalier auf den Strafen, durch welche die Allerhöchsten Herr- ^aften, von der versammelten Menge enthusiastisch begrüßt, fuhren. Der Großherzog ■ ■ X k« A / XX e A H lt.1t* > A t tt .X A I» .1 ** /"i »• (1T) A t A l ♦ A i k A r* i U .1 f .1 e ♦ 3 • > — V- r < V • f w die Großherzogin gaben Sr. Majestät das Geleit. Zur Verabschiedung auf dem Äabnhofe hatten sich die Generalität, das Ministerium und die Spitzen der städtischen Nchörden eingefunden. Telegraphische Depeschen. Wolff's tclegr. Korrespondenz «Bureau. Lokale-. Gießen, 19. September. Oeftentliche Sitzungen des Provinzialausschusses der Provinz Oberhefsen finden statt und kommt zur Verhandlung: Dienstag den 29. l. M.: 1. Klage des Ortsarmenverbandes Bisses gegeik den Ortsarmenverband Dauern- beim für Hof-Schleifeld wegen Unterstützung des M. Polzer. 2. Unterstützung der Wachtmeister Wilhelm Schneider Wittwe dahier. 3. Abtretung von Grundeigenthum der Jo Hs. Pauls Wittwe zu Groß-Eichen für den Bergbaubetrieb der Grube Luse. 4. Beschwerde des Jo Hs. Bellinger und Genossen von Rirseld gegen den Beschluß des Gemeinderathes, die Gemeindehutweiden bett'. Mittwoch den 30. l. M.: 5. Die Zutheilung der Gemeinde Rimlos zur Schulgemeinde Lauterbach. Gießen, 19. September. sStadtoerordnetensitzung vom 17. September, Nachmittags 4 Uhr.j In der stark besetzten Versammlung waren erschienen: Herr Bürgermeister Bramm, Herr Beigeordneter Keller, sowie die Herren Stadtverordneten Baist, Gail, Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Hanstein, Hornberger, Kauf, Lüdeking, Ad.Noll, Aug.Noll, Petri, Sckeel, Schopbach, Simon Bogt und Wortmann. Als 1. Punkt der Tagesordnung wurde über die Erbauung eines Steig- bau ses in Verhandlung getteten, wobei der nach Beschluß der Sitzung vom 20. August, durch den Stadtbaumeister entworfene Plan vorgelegt wurde: die in demselben ,;u Grunde gelegten Dimensionen sind jedoch nicht zweckentsprechend und wird daher diese Angelegenheit zu einer eingehenderen Prüfung an die Commission für Feuerlöschwesen, zurückoerwiesen. Arankreich. Pari-, 18. September. Der Marineminister erhielt eine Depesche des Admirals Miot aus Tamatave vom 12. d. Mts., welche lautet: Miot unternahm am 10. d. Mts. gewaltsam eine Recognoscirung, um Näheres über die Arbeiten der Hamas in ihren Positionen bei Farafat zu erfahren und führte dir Recognoscirungs-Colonne gegen Esmas. Auf der rechten Flanke des Feindes stellte er oie Anwesenheit starker, hinter vier regelrechten anscheinend gut con- struirten Befestigung-welke verschanzter Abtheilungen fest und verlor bei dem (Srfecht 31 Verwundete (darunter 4 Osficiere) uno 2 Tobte. England. London, 18. September. Gladstone erließ heute von Hawarden ein D ahlmanisest. Er avpellirt darin an das Land, ihm das seit 1830 geschenkte Vertrauen zu erneuern. Es sei ihm augenscheinlich unmöglich, an der Arbeit des neuen Parlaments denselben Antheil zu nehmen, welcher ihm im letzten Parlamente zugesallen sei, glaube aber dennoch, sich dem Urtheile nicht entziehen 3u dürfen, welches zu fällen das Land im Begriffe sei. Aus die auswärtigen Angelegenheiten übergehend, vertheidigt Gladstone die Politik seines Cabinets bezüglich Montenegros, Griechenlands, Afghanistans, Indiens, Süd-Afrikas und Egyptens. Hinsichtlich Egyptens spricht Gladstone nach einem Hinweis auf die Rtpelung der Finanzen Egyptens und die Räumung des Sudan die lebhafte Hoffnung auf em völliges Zurückziehen der Engländer aus Egypten aus, sobald solches mit Ehren möglich sei. Gladstone bekennt sich als entschiedener Gegner ter Annexion Egyptens und des englischen Protektorats oder auch nur einer ter (fingerten englischen Occupation und tritt auch dem Gedanken irgendwelcher Eiieschädigung für die von England getragenen Opfer der Anstrengungen entgegen. Die englische Politik beruhe aus einem Jrrlhum, das Beste sei, derselben schnell ein Ende zu setzen. England sei, bis es Egypten verlaffe, Erniedrigungen hun- teiterlei Art ausgesetzt und durch die Rechte anderer Nationen gehindert, welche er als internationale Rechte respectiren muffe. Sobald England der undankbaren Aufgabe enthoben sei, werde es seine bewundernswerthe Stellung völliger Unabhängigkeit und heilsamen Einfluffes wieder einnehmen. Gladstone hofft, tiefer Einfluß werde stets der cordialen Anerkennung der internationalen Gleich- ieil unterworfen sein und bei jeder legitimen Gelegenheit zur Stütze kleiner Staaten, der ausblühenden Freiheiten des Orients und im Allgemeinen zu Gunsten einer billigen Freiheit, des Friedens und des öffentlichen Rechts aus- 06t werden. Am Schluß des Manifestes wendet er sich den inneren Ange- legenheilen zu. Gladstone weist darin aus die Nothwendigkeit einer Reform der Boden-Gesetze hin, ferner der gerechteren Vertheilung der Steuern, Reform tir Pairskammer, Entwickelung der Vermaltungs-Decentralisation; bezüglich Alands erklärt Gladstone, er sei gerne bereit, demselben wie allen Theilen ta Königreichs jede mit der Oberhoheit der Krone und der Einheit des Reiches And der Autorität des Parlaments verträgliche Autonomie zu gewähren. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______ Fresenius. _____ Karlsruhe, 18. September. Der Kaiser, der Kronprinz und die Prinzen firwttn um 11 Uhr nach Stuttgart ab. Die Stadt war festlich geschmückt. Schulen Preis oiettelfilhrlich 2 Matt 26 Pf mit »ringcrfofai Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Matt 56 r;—13. DM U8flue, füTJhtTp «IP an kroßen wolle j1CRroschürC Chem' L«ndw..Bat.il|UD5l. “»nn m Vilshofen, Bayer iranco, beziehen. Hießmer Anzeiger Amts- und Anzeigrblatt für den Kreis Gießen. — Der Großherzog und die Großherzogin von Baden, sowie das schwedische Kirn prinzenpaar reisen heute Nacht nach Hohenburg zur Vermählung des Erb- tzleßherzogs. Stuttgart, 18. September. Der Empfang des Kaisers war überaus herzlich. H.innttliche Prinzen des württembergischcn Hauses waren am Bahnhofe anwesend. Ar „Staatsanzeiger" sagt: „Die pattiorischc Begeisterung geht durch die gesammte tliirvohnerschaft. Tausende und,Abertausende strömen herbei, ihren Kaiser zu schauen, indessen starker Hand Deutschlands Ehrenschild makellos ruht, der im.Krieg und ficden des Vaterlands Macht und Größe mannhaft und erfolgreich gewahrt, in freier Zeil Deutschlands Heere zu unvergleichlichen liegen geführt, das Deutsche Bikich als Hort des Friedens glanzvoll auferweckt hat. Alle Herzen schlagen einrnütbig Unterschied dem 88jährigen Helden entgegen. Begeistert grüßt ihn Schwabens Agend, Heil Kaiser, hochwillkommen im Schwabenland!" Stuttgart, 18. September. Der Kaiser ist um 1 Uhr im besten Wohlsein hilf eingetroffen. Auf dem Wege bildeten die Geistlichkeit, städtische Beamten, zahl- JW Eoi'porationen, die Feuerwehren, Kriegervereine, Schützengilde, Turnvereine und Ä:igergesellschasten Spalier. Auf dem Schloßhofe war eine Kompagnie des 120. Re- M tuts aufgestellt. Ihn 5 Uhr findet ein Familicndiner, Abends um halb 9 Uhr ein Wi Fackelzug unter Betheckigung der gesummten Bevölkerung statt. Berlin, 18. September. Die Mittheilung der „Times" vom 13. d. M., be- ftrtnb die angebliche Erklärung des egyptischen Vertreters auf der Telegraphen-Eon- sowie die Aeußerung des Vertreters der Eastern-Eompanv wird von unter; ridjteter öette für unrichtig erklärt mit dem Bemerken, daß ein Vertreter der Easlcnr- Eompany das Wort nahm bezüglich des Vorschlags Egyptens, seine Terminaltare für ben Landweg um 50 pEt. zu redueiren, für den Kabelweg aber um 300 pEt. zu er- hohen. Bezüglich des Vorschlags Egyptens, sich unter Umständen dem europäischen System anzuschließen, enthielt sich der Vertreter der Eastern-Eompany jeder Bemerkung Dte von der Times" demselben in den Mund gelegten Worte sind gar nicht gesprochni worden und die Erzäl-lung, was vorgekommen sein soll, ist ein Phantasiegebilde. Der ganze Zwischenfall ereignete sich übrigens nicht in der Plenarsitzung, sondern in der Eommlsnonssitzung. — Ein Erlaß des Ministers des Innern vom 11. d. M. ordnet an, mit den Vorbereitungen für die Neuwahlen 3um Landtag linoerzüglich vorzugehen, da beab- fiwttgt wird, unmittelbar nach dem Ablauf der Legislaturperiode die ^ttuwablen vor' zunehinen. Die definitive Festsetzung des Wabltermms bleibt Vorbehalten. “ Der Bundesrath stimmte dem Anträge Preußens wegen Verlängerung des klemen Belagerungszustandes für Berlin auf 1 Jahr zu, fetzte aber die Verhandlung über einen analogen Antrag Hamburgs aus. Mannheim, 18. September. In dem Proceß gegen die Firma Poltz und Lichtenberger in Ludwigshafen, welche im Laufe des Monats März eine Anzahl Säckchen mit Sprengstoff unter der Declaration „Waldsamen" nach Temesvar sendete, wo ein Theil derselben im Postlocale explodirte und mehrere Postbeamte verletzte, sind Friedrich Lichtenberger und Voltz wegen fahrlässiger Körperverletzung zu je 200 x Earl Lichtenberger zu 100 JL Geldstrafe oerurtheitt worden. Wien, 18. September. Die sicilianischcn Provenienzen ans Triest und Fiume werden einer lOtägigen Observations-Reserve unterworfen. Bern, 18. September. Literarischer Eongretz. In dem Eonventionsentwurs ist ein internationales Bureau mit dem Sitz in Bern vorgesehen. Auch Amerikaner und Engländer erklärten den Entwurf für annehmbar. " Bern, 18. September. Das Schlubvrotokoll betreffs der internationalen Konvention zum Schutze des litercknschen und lünstlerischen Eigentbums wurve yeuir »o» den noch anwesenden Delegirten unterzeichnet und der Bundesrath ersucht, die Beitrittserklärung möglichst vieler Staaten innerhalb des Jahres einznholen. Die beitretenden Staaten bilden eine bezügliche Union. — Der Bundesrath dehnte angesichts der Ausbreitung der Eholera in Oberitalien die für die französische Grenze getroffenen cholerapolizeilichen Maßregeln auf die italienische Grenze aus und verbot die Einfuhr und Durchfuhr von Hadem, gebrauchtem Bettzeug, ungewaschenen Kleidern (ausgenommen Gepäck von Reisenden). Rom, 18. September. Nach dem Eholcrabulletin wurden gestern in der Stadt Palermo 132 Erkrankungen und 60 Todesfälle, in der Umgebung 1 Erkrankungs- und 1 Todesfall, in der Provinz Parma 5 Erkrankungen und 4 Todesfälle conftatirt. Petersburg, 18. September. Die zwischen Deutschland und Rußland am 18. September abgeschlossene Uebereinkunft, betreffend die gegenseitige Anerkennimg und Inschutznahme der Rechte der Actiengesellschaften ist veröffentlicht worden und tritt am 30. August neuen Stils in Kraft. Kopenhagen, 18. September. Der Reichstag wurde auf den 5. October einberufen. — Die Grundsteinlegung der englischen Kirche findet morgen Mittag um 12 Uhr durch den Prinzen von Wales statt. An der Feier sollen theilnehmen das Königshaus, die fürstlichen Gäste, das Ministerium, das diplamatische Eorps und die Behörden. Die Besatzung der 2)acht „Osborne" bildet die Ehrenwache. Petersburg, 18. September. Die „Deutsche St. Petersburger Ztg." schreibt: Der Gesundheitszuftand des Ministers des Innern, Tolstoi, ist ein so günstiger, daß Tolstoi auf seinem Gute im Rjäsan'schen täglich wenigstens 6 stunden arbeiten kann. Besondere Aufmerksamkeit wende Tolstoi den Gouvernements und Kreisinstitutionen zu, und er hgbe behufs eingehender Erörterung eines diesbezüglichen, von der sogen. Kochanow'schen Konimission ausgearbeiteten Entwurfs verschiedene Sachverständige zu sich geladen. Wie verlautet, werde dieser Entwurf demnächst dem Reichsrathe unterbreitet werden. — Bezüglich des vor längerer Zeit in Warschau zwischen dem deutschen Generalkonsul Rechen berg und dem Kanzleivenveser des Oberpolizeimeisters Müller vorgekommenen Zwischenfalls schreibt der „Regierungs-Anzeiger": Die Angelegenheit sei durch abgegebene Erklärungen völlig ausgeglichen. ,, , G-fund-n: 2 SttoMte 2 ^cnfleröortaflen, 2 Safdjentü^er, t Spazier-Stöckchen, 1 Gummi-Puppe, mebrere Stempelmarken, 13 JL haare» Gelb, 1 Portemonnaie ohne Inhalt, 1 Halstuch, 1 Kmderspielzeug Zugeflogen: 1 Canarienvogel. nkrMhcitkn Ä’ Schwächlings selbst ui den verzw.» rofp. flratl§. F.y.Baun ■asel-Binningen (Schweiz, ’fflkmta ch Maass r Garantie des giilui Nfter 3eit geliefert. f/tuiUct Krer Herrn E, vstad IV. in vorzügliche aschine!i,W- IauchcpuM ischnkiSer ctc. ) ist derselbe befugt, 3<- ir mich entgegen zu nch rträge abzuschlietzen. im September 1885. C. LÜbeim, Mchimfabn^ . den Schulen gute Pech: 'allein, auch Mibe- »ausmadchcn, h- h od. iof. zu m- gesucht- WMZ * ®‘8T* ,2 •trete, en. 1 6125 an » miage 21 Gießen. Eheschließungen. sucht 6721 Auszug aus den Standesamtsregisteru des Standesamts Giehe«. Ausgebote. September: 12. Schuhmacher Balth. Wacker mit Dorothea Hammel, Tochter des Schmiede Wilh. Hammel in Gießen. 15. Bürstenbinder Heinrich Kuhl mit Marie Noll, Tochter des verstorbenen Sandgießers Georg Konrad in Hirzenhain. 16. Hilfsheizcr an der Main-Weser-Bahn Georg Heinrich Menke mit Margarethe Mank, Tochter des Heizers an der Main-Weser-Bahn Philipp Mank zu Gießen. 16. Braubursche Jacob Heinrich Ott mit Luise Erb, Tochter des Taglöhuers Johs. Erb II. in Beuern. 17. Kaufmann Johann Ludwig Hartmann von Grünberg mit Elisabcthe Schlabach, geb. Schweiker, Wittwe des Kaufmanns Rudolf Schlabach in Auszug aus deu Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 12. September. Gruft Adam August Tingeldey, Pfarrer zu Gießen im) Elisabeth Thesen Wilson, Tochter des Bergrvcrksdirectors Peter Wilson zu Gießen. Denselben. Ernst Heinrich Schäfer, Krcisamtsgehilfe zu Gießen und EhriM Wilhelmine Kurz, Tochter des Bremsers Johann Wilhelm Kurz zu Gießen. Den 16. September. Friedrich Jäger, Schuhmacher zu Gießen und Man' Caroline Dorothea Henriette Feldhaus, Tochter des verstorbenen Tapeziers Geor; Feldhaus zu Gießen. Denselben. Franz Gustav Wagner, Kaufmann zu Asch in Böhmen und Annr Georgine Katharine Christine Alker, Tochter des Zimmermeisters Johannes Alker fr- Gießen. Den 17. September. Ernst Lotz, Möbelhändler zu Gießen und Marie Emu- Katharine Henriette Schmidt, Tochter des Rentners Adolf L-chnridt zu Gießen. Den 18. September. Carl Friedrich Gustav Christian Kornvörfer, Tachdeck". zu Gießen und Marie Theresia Storck, Tochter des verstorbenen Taglöhners Frort- Storck zu Gießen. Getaufte. Den 13. September. Dem Hilfsführer Johannes Seth ein Sohn, Ernst, gcbor r den 8. August. Denselben. Tein Fuhrmann Heinrich Kempf eine Tochter, Emilie Elrsaoer.', geboren den 15. August. vtrlms t Samm uni j Die Kastanil der Ltaatsstra fielt, dec Aho ön wlchen und 10 Baumen ii H an der St sollen loos W vergeben ■ Angebote fint ^l>°»erstag ff Ul H fttei lieber die kürzlich erlassene PolizebDerordnung. bett, die Badeanstalten in i der Latin wird wegen »erichiedener darin enthaltener Besnmmungen Beschluß aesatzl, bei Großh. Ministerium norstellig zu werden, daß der bett. Verordnung, wie sie in der Sitzung vom G. Äugust (s. Anzeiger Nr. 183) lettgesetzt worden rst, höhere ^^^^Au^Äntrag"der Baudeputation sollen demnächst 3 Bauplätze aus der linken Seite der Grünberger Sttaße oberhalb des Hauses Nr. 47 zur Versteigerung aus Ausbau dn Ludwigsttabe, hier Antrag des Herrn Weibbindermeisters W. S eipp, zur Herstellung von Trottoir und Pflasterung vor seinem daselbst erbauten Hauie, wird unter der Bedingung, da« er den üblichen «ostenbeltrag leistet, genehmigt. Zufolge eingelausener Beschwerde wegen der vielfachen Verunreinigung des Weges nach dem Korner'schen Hause, Neustadt 71i, wird, nachdem das M,te,gen,hums- recht der Stadt an fragl. Weg gewahrt erscheint d,e Absendung des an Grotzh. Pol ze,- anit Gießen entworseneii Schreibens beschlosten, welches die Abgeltung der Verunreinigung I *um ^Gesuch des Herrn Hermann Heß um Erlaubnis zur Veränderung einer Gosse, sowie demjenigen des Maurermeisters Herrn Christ r an -Ha ubach I. um Erlaubniß zur Anlegung einer Stauschleuße am Klingelbach wird unter den üblichen Bedingungen und auf Widerruf stattgegcben. _, . , , _ ... Das Baugesuch des Maurermeisters Herrn Wilhelm Steinbach, Errichtung eines Wohnhauses in der Ludwigstraße, wird ausgesetzt, bis das Resultat über Die angebahnte Verständigung zwischen den betheiligten Grundbesitzern vorliegt. Schluß der östentlichen Sitzung 5Vs Uhr. V Gießen, 18.September. (Fritz Reuter-VorlesungJ Fräulein Marie | Louise Schneider wählte am Freitag Abend 2 Capitel aus „Hanne Nute', jenem i charactervollen Werke des plattdeutschen allbeliebten Dichters. Die Aula der Realschule war ganz ansehnlich gefüllt, em Zeichen, daß auch bei uns dem mecklenburgischen Volksdichter ein namhaftes Interesse entgegengebracht wird, und warum sollte es auch nicht der Fall sein'/ Die natürlichen, so recht aus dem Leben gegriffenen Reuter'schen Erzeugnisse, reich an humoristischen und ernsten Effecten, finden überall, im Worben wie im Süden, eine freundliche Aufnahme, sie müssen jeood) wahr und getreu wiedergegeben werden; aber diese Wahrheit ist einer Vortragenden nur dann möglich, wenn sie den Dialect in jeder Weise beherrscht. . Bei Fräulein Schneider fehlte jedoch dieses wirkliche Aufgehen tu der Qsfldje, sie hatte ihr mecklenburger Plattdütsch recht lobenswerth studirt, war aber nicht vollständig darin zu Hause und fiel dadurch zuweilen aus der Rolle; aus bieiem Grunde vermochte sie uns auch nicht für ihren Vortrag zu erwärmen.. Daß sie schließlich ein Capitel aus Wolff's „Rattenfänger von Hameln las, gereichte ihr keineswegs zum Vortheil; benn eine Dichtung wie bieie beansprucht vor allen Dingen ein ausgiebiges mobulationsfähiges Organ. Wir wollen nicht sagen, daß die Vortragende keine angenehme Stimme besitzt, aber die Kraft fehlt derselben und besonders die echte Färbung, welche bei derartigen Vorträgen unbedingt nöthlg ist. Warum wählte sie auch gerade das Capitel vom Nattenfang, das undankbarste der ganzen Dichtung; wer das Werk nicht kennt, wird bei Fräulein Schneider's Vortrag kaum einen Begriff von den Schönheiten desselben bekommen haben und das bedauern wir aufrichtig. — Alle vorhergehenden Jahre haben uns mehr oder weniger großartige Feste von Turn-, Schützen- oder Sängervereinen gebracht. In diesem Jahre ist Gießen bescheidener gewesen: wir haben bisher noch gar kein öffentliches Fest gefeiert. — Umsomehr ist eine rege Betheiligung für die uns bevorstehenden beiden Feste, daß dreißigste Stiftungsfest der freiwilligen Gail'schen Feuerwehr und für das Fest der Philologen zu erwarten. Wird dieses wohl nur gewisse Kreise intereffiren, so dürfte jenes, als lediglich lokaler Art, alle Kreise der Einwohnerschaft in hohem Grade beschäftigen. Ist ja doch gerade die Feuerwehr eine Einrichtung, von deren geringerer ober besserer Beschaffenheit zum Theil bie Ruhe unb bas Sicherheitsgefühl ber Einwohncr- schast abhängt. — Obgleich nun die freiw. Gail'sche Feuerwehr nur einen Theil dieser Einrichtung repräsentirt, ziveifeln wir dennoch nicht, daß sich recht viele Kreise an dieseni spezifisch lokalen Feste betheiligen. — Ohne aus derSchule zu plaudern — mir hülfen ju beileibe nicht zugestehen, daß und eine Sfsielcllc Mittheilung geworden wäre — dürfen wir es hier weiter erzählen, daß dem jetzt dreißigjährigen Verein durch ein altes Mitglied eine besondere Anerkennung bevorsteht: die Schenkung eines Vereins- banners. Wir wissen, daß dasselbe nicht in üblicher Weise von einem Kleckser verbrochen worben isst, scmbern baß ein Künstler — ein Gießener Kinb — biescs Zeichen gemalt hat. Daß natürlich Tagreveille, Zug, Hauptübung nicht fehlen bürfen, ist um so selbstverstänblicher, als am Morgen bes Festtages — bcs 27. September — ein Dcle- girtentag bes Provinzial-Feuerwehrverbanbes ftnttfinbcn wirb. Nun, Mitbürger, Fahnen gewaschen, Guirlanden geflochten unb — wir wissen ja, wie Jhr's immer gemacht habt — alle Häuser recht reichlich geschmückt! — d— Handel und Verkehr. — Der auf ber Generalversammlung bes Vereins beutsche^ Eisenbahn-Verwaltungen zii Bubapest vom 24.-26. August b.J. gefaßte Beschluß: „Die combinir- baren Runbreise-Billets werben währcnb bes ganzen Jahres ausgcgeben. Tie Ausgabe berselben erfolgt unter ber Voraussetzung, baß die Summe ber Entfernungen sämmtlicher Couponstrecken minbestens 600 Kilometer beträgt. Die Giltigkeitsbauer tiefer Billets beträgt 45 Tage, bei Wunbreifeii von über 2000 Kilometern 60 Tage" hat bis auf zwei bie Zustimmung sämmtlicher am Verein betheiligten Verwaltungen erhalten. Ter Beschluß ist somit von ber geschäftsführenbcn Tirecüon des Vereins für perfect erklärt und gelangt sofort zur Aussührung. Die Ausgabe combinirbarer Rundreise-Billcts wird also nicht mit Ablauf dieses Monats geschlossen, sondern dauert ununterbrochen fort. Gießen, 19. September. Auf dem heutigen Markt kostete- Butter per Pfund X 0.90—0.98, Hühnereier pr- Stck. 6—0 Enteneier St. 7—0 Käse pr. St. 5—8 4, Käfematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 32 Tauben per Paar 0,40 bis 0 55 X Hühner per Stück X 0.90—1.50, Hahnen pr. Stück X 0.40—0.80, Emen per Stück X 1.20—1.50, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 50—60 3t, Hammelfleffch 64—70 Kalbfleisch 48—SS Kartoffeln per 100 Kilo X 3.50—5.00, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Centner X 4.00-6.00. 38. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte. E. C. Straßburg, 18. September. In der Metropole der Reichslande versammeln sich heute die deutschen Nattrr- sorschcr und Aerzte zu ihrer 58. Jahressitzung. Aus allen deutschen Landen, weit über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus, aus Oesterreich, aus der Schweiz, aus Rußland, ja selbst aus den Ver. Staaten Nordamerika's sind die Männer der ' Wissenschaft und Heilkunde nach unsrer allen ehrwürdigen Stadt gekoniinen, um neben dcni Austausch neuer wissenschaftlicher Entbeckungen bie Geselligkeit zu pflegen uiid in persönlichen anregenden Verkehr zu treten. Unsere Stadt weiß die große Ehre, die ihr durch die Wahl als Festort zu Theil geworden ist, voll zu schätzen und die Bürgerschaft unserer Stadt heißt ihre illuftren Gäste herzlich willkommen! Seit Wochen und Monaten war das hiesige Comitä mit den Vorbereitungen beschäftigt, und wir können schon heute mit Befriedigung gestehen, daß es sich seiner Aufgabe gewachsen zeigte. Als gcftcrii jeder Bahnzug die Gäste in vollen Schaarcn herbeiführte, war es eine Freude zu sehen, mit welcher Schnelligkeit das im Central- bahnhof stationirte WohnungS - Comite die Hunderte von Wolmungsgesuchen erledigte. Kurz nach sieben Uhr am gestrigen Abend fand im „Civil-Casino" am Stnrmcckstadcn die Begrüßung der bereits eingctrosfenen Gäste, unter denen wir auch Herrn Prof. Dr. Virchow bemerkten, statt. Die eleganten Räume des Casino waren bald von einer distinguirten aus Damen und Herren bestehenden Gesellschast angcsüllt. Die Begrüßung war keine officielle, sondern man halte sich zu zwangloser Unterhaltung zusammengefundcn, und bald hatte unter den Gästen eine sröhliche Stimmung Platz gegriffen. Es ivar schon spät am Abend, als die letzten der Gäste den Heimweg antralen. Die 1. Allgemeine Silfung wurde beute Vormittag im Universitätsgebäude eröffnet. Der^ weile, mit Tannen und frischem Grün ansgeschmückle Lichthof, in welchem die Sitzung stattfand, vermachte kaum das glänzende Auditorium zu fassen. Es war V2IO Uhr geworden, als die Versammlung zur Ordnung gerufen wurde. Der 1. Geschäftsführer, Herr Professor A. Kußmaul, begrüßt in längerer Rede die Gäste und heißt sie im schönen Elsaß, in der Königin unter den Städten des Oberrheins, in Straßburg, willkommen. Seit 63 Jahren seien, wenn nicht die Politik oder Epidemien dazwischen getreten, die deutschen Natursorscher und Aerzte zu einer alljährlichen Versammlung, zu collegialischer Verbrüderung zusammengetreten und heuer habe umn unser schönes Land, in welchem ein tüchtiges Volk alemannischen Stammes ivobne, gewählt. Ferne sei es, so führte Redner pathetisch aus, politische Geister hcraus- rubeschwören und kaum vernarbte Wunden aufzureißen. Ist es doch Sache der Naturforscher, Geister zu bannen, und Ausgabe der Aerzte, Wunden zu heilen! Redner giebt sodann in fließender Sprache eine Geschichte des Elsaß und Straßburgs, das an seiner Universität, die im 17. und 18. Jahrhundert eine Pflanzstätte deutschen Geistes gewesen, immer in allen Drangsalen der Seit festgehallen. Nachdem Redner die Geschichte der Universität la wie der Medizin in Straßburg in meisterhafter Weise geschildert, schließt er ungefähr mit folgenden Worten: Eine neue Hochschule hat unser Volk errichtet, in ihr soll die alte auserstehen. Der glorreiche Warne, den sie trägt, bürgt für ihre Zukunsl. Groß und reich ist der Bau, in dessen lichten Räumen ich Sie begrüße, erstanden, ein Tempel der Wissenschaft, der wie eine flammende Burg in »ergeben. So bitt nur Einsicht St. Rechtenba M Das l Stlann Unter Bezug HrsMzoglichei in dem Konkur manns Phili, beraumten Schll kamit, daß bie ■ a3 4 )Ur M zu berüchichtl'gen tragen 6330^ 1 plan liegt aus b der hieben Ami fiepen, ben Der 6662 September: 16. Schuhmacher Friedrich Jäger mit Marie Karolinc Dorothea Henriette Feldhaus, Tochter des verstorbenen TapezicrS Georg Feldhaus in Gießen. 16. Kaufmann Franz Gustav Wagner von Asch mit Anna Georgine Katharine Christinc Alker, Tochter des Zimmermeifters Johs. Alker in Gießen. 16. Kaufmann Fran; Christoph Ernst Friedrich Johann Karl Petri mit Theodore Elisabeth Lonv, Tochter deS verstorbenen Wirths Theodor Lony in Gießen. 16. Möbelhändler Ernst Lotz mit Marie Emilie Katharine Henriette Schmidt, Tochter des Rentners Adolf Schniidt ir Gießen. 18. Dachdecker Karl Friedrich Gustav Christian Korndörser mit Maric Theresia Storck, Tochter des verstorbenen Taglöhners Franz Storck von Amorbach. «eborene. September: 9. Dem Barbier Balth. Melior eine Tochter. 10. Dem Schneider meister Johann Heinrich Leib ein Sohn. 11. Dem Schlosser Franz Rathenow eir Sohn, Karl Wilhelm Max. 13. Dem Schreinermeister Heinrich Karl Demuth eine Tochter, Marie Wilhelmine Karolstre. Gestorbene. September: 11. Schreiner Philipp Steinmetz, 38 Jahre all. 12. Nachlwächlc: Johann Baum, 70 Jahre alt, von Lanzenhain. 14. Mechanikus Christian Liebrick 66 Jahre all. 15. Schreiner Karl Lampus, 34 Jahre alt. 15. Kaufmann Friedrict Gregori, 34 Jahre alt. -Lb » jubento W, dch Uni e ^ürflerfd)ait^!leali* Nd)lOg cinitim®'1*5 ^fiSPS* N,rilt^f5 * f Äfe M l,«,,i,=.jreibui8 zu ti™ nn enaif nur „ fe'“"' Wnen AusjA Mit™ btg Am, jjJj “9 hir jcKfjloiio,. fyt ,b w'd «m Abmd S ® ®*fatnl „Rheii '* «bient, dq; i ichlmchk ift. Ii( Wnfd)inurf. » beutfe (JiftnßQ^ «Schluß: „Die coE- -s ausgcgeben. Tie fe Summe der Gntiermin:: ßßt. Die Giltigkeiks^.. 2000 Kilometern 60 Icv1 t betheiligten Berwaltuira ibtn Tirection des &r® Die Ausgabe combiund^ i gcschlosstn, sondern hflur t kostete' Butter per Vrl -(M, Käse pr. St. 5-^ tauben per Paar 0,tt k tüd A 0.40-0.80, fc 4/ M- und ttinbiv 4, Äal > 4, &Mthtptrfcatt stanbtäatnti W. Dorothea Hammel. Ir: icr Heinrich Kuhl mit Rr znrad tltöll in ich Menke mit Mrp-i Philipp Plank ;u ochter des Taglöhners > irtmann von ®rünb«fij rnanns Rudolf Sdjlabadi verstorbene" s’fs’i*' täten rntri"fl1 ., i . Iinb ytV zuE^^ Olt ? >3?S =•* 6]! Erlist' & t Karie jtarolint io«* Georg SeldhauS m * GiorgioeK-th-«^^ lenen. 16. >,» w*S«- .tev in Dem *£S‘5 t Aff 12. Rachtv KÄS? . Stadt ®W* i n d e. Denselben. Dem Bahnarbeirer Konrad Nau ein Sohn, Georg Ferdinand Konrad, geboren den 4. August. _ Denselben. Dem Bahnarbeitcr Johannes Lemp ein Lohn, Carl Cmil, geborm den 14. Juli. Denselben. Dem Taglöhner Ludwig Mandler ein Lohn, Friedrich, geboren den 30. August. Denselben. Dem Hilfs-Lademcister Johannes Kuhl Zwtllingssöhne, Emil und Gustav, geboren den 5. August. Den 14. September. Dem Schreiner Johann Euler ein Sohn, Emil, geboren den 5. August. _ . . Den 17. September. Dem Schrribmaterialien-.^andler Fritz Kühn ein Sohn, Friedrich, geboren den 13. Mai. Beerdigte. Den 13. September. Eduard Thorwart, Rechtsanwalt zu Gießen, ein Wittwer, alt 79 Jahre, starb den 10. September. Den 14. September. Philipp Lteinmetz, Schreiner zu Gießen, alt 38 Jahre, starb den 14. September. Den 16. September. Christian Lieblich, Mechaniker zu Gießen, alt 66 Jahre, starb den 14. September. Den 17. September. Carl Lampus, Schreiner zu Gießen, alt 34 Jahre, starb den 15. September Brodpreise vom 20. September bis 4. October 1885. der Bäcker H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 Psd.) Weißbrod . . . .54 1 " (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 24 2 w (4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 48 1 " (2 Psd.) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 Psd. i Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 „ (6 Psd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei Jobs. Lein, K. Haas, L. Keil 63 Gießen, den 19. September 1 der Brodverkäufer 4 1 Kgr. (2 Psd.) Weißbrod .... 27 2 „ (4 , ) 54 1 w (2 w ) Lchwarzbrod 1. Sorte 24 2 9 (4 Pfd.» Schwarzbrod 1. Sorte 48 bei I. Blitz (Kornbrod) 42 3 w (6 Pfd ) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 w (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 w (4 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 ■ (6 , ) Schwarzbrod 2. Sorte 63 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. D.r chauffeemäßige Ausbau eines Verbindungsweges von Lützellinden rach Großen-Linden innerhalb ersterer Gemarkung, 518 Mtr. lang, rnd veranschlagt zu 2472 Mk., ist cu? schriftlich einzureichende Forder- ringen, welche bis spätestens den 14. f. Mts. hierhin einzureichen finb und dann veröffentlicht werden, zu vergeben. Kostenanschlag 2c. liegen hier zur Einsicht offen. Gr. Rechtenbach, 18. Septbr 1885. 6697 Das Bürgermeister-Amt. Verkauf von Kastanien, Saamcn v. Waldbäumett und Wallnüsten. Die Kastanien von den Alleebäumen der Staatsstraßen im Baubezirk Gießen, der Ahorn- und Eschensaamen an solchen und die Wallnüffe von ca. 10 Bäumen in der Nähe von Butzbach an der Staatsstraße Lich—Butzbach sollen loosweise im Submissionswege vergeben werden. Angebote sind bis Donnerstag den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, schriftlich auf unserem Bureau einzureichen, woselbst auch die Bedingungen vorher eingesehen werden können. Gießen, den 18. September 1885. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 6689 Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf den von Grsßherzoglichem Amtsgerichte Gießen in dem Konkursverfahren des Kaufmanns Philipp Nau daselbst an- bsraumten Schlußtermin mache ich bekannt, daß die Restmasse mit 283 Jl. 53 H zur Vertheilung komint. Die z» berücksichtigenden Forderungen bc» tragen 6330 16 Vertheilungö- plan liegt aus der Gerichtsschreiberei des hiesigen Amtsgerichts offen. Gießen, den 17. September 1885. Der Konkursverwalter. 6 662 K. Klees. 2—3 gute Stcinfdjlägcr sucbt Gerhardt Schwalb, 6721 Lollar. Arbeitsversteigerung. DienStag den 22. d. MtS., des Mittags um 1 lUjr, soll auf dem Rathhaus zu Garbenteich zur Versteigerung kommen: Maurerarbeit, veranschl. zu 5,65 JL Weißbinderarbeit, „ „ 177,85 „ Garbenteich, am 17. Septbr. 1885. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. 6688 Ieilgeöotenes. Maschinen-Treibriemen, Näh- und Binderiemen, Gle- vator-Becher, Riemenverbinder, Schrauben u. Locheisen. 6699 JLouis Wittich II. Das Grummetgras von über 2 Morgen Wiesen an meiner Privatwohnung, Ostanlage, ist billig zu verkaufen. 6707 Adolph Noll. Das Grummetgras von mehreren Wiesen ist billig zu verkaufen bei 6710 LouiS Lotz, Bahnhofstraße. J« Andel’s neu entdeckte« überseeisches Pulver tödtet Wanzen, Flöhe, Schwaben, Schaaben, Russen. Fliegen, Ameisen, Asseln, Vogelmilben, überhaupt alle Insecten ■ mit einer nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sicherheit derart, । dass von der vorhandenen Insektenbrut gar keine Spur übrig bleibt. Echt und billig zu haben in Prag in J. ANDELS Droguerie, 13 „zum schwarzen Hund“, Hussg. 13. In Giessen bei 3589 Herrn Frledr. Seibel. Strümpfe, Socken, Beinlängen, eigenes Fabrikat, empfiehlt in großer Auswahl Fr. Teipel. NB. Extra Anfertigung resp. Anstricken schnell und billig. 6695 Montag den 21. und Dienstag den 22. September, Nachmittags 2 Uhr, werden im Gail'schen Hause, Neustadt 32, 3. Stock, die zum Nachlaß des Herrn Rechtsanwalt Thorwart gehörigen Gegenstände, namentlich: 1 schöner Spiegelschrank, Wascheonsol mit Marmor- Aussatz, 1 sehr gutes Tafelclavier, Sopha'S, Tische, 1 großer runder und 1 ovaler Tisch, Stühle, Kleiderschränke, Kommoden, Bettstellen mit Sprungfeder- Einlagen, Roßhaarmatratzen, sehr gute Federbetten, 1 großer Küchenschrank (für Wirthe geeignet), Küchen- geräthe, Weißzeug, Vorhänge und Rouleaux, 1 Pen- oule (sehr fein), Scheibenbüchse, Jagdutenfilien und sonstige Gegenstände, versteigert. Gießen, den 16. September 1885. Großherzogliches Ortsgericht. Lüdeking. 6671 Gesehäfts Empfehlung. Unterzeichneter empfiehlt sich in Anfertigung von Pumpen jeder Art: Straßenpumpen, glatt u. verziert, Hofpumpen, Küchenpumpen, Gartenpumpen, Gartenspritzen, Baupumpen, Kettenpumpen, Druckpumpen mit Spritz- schlauch, Stoffpumpen, cinfad) und doppelt wirkende jiaug- und Druckpumpen für jede vorkommende Brunnentiese. Streng realle Arbeit! Billigste Preise! 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Ziehungspläne versende kostenfrei. Listen nach der Ziehung. Gefl. Aufträgen sehe entgegen. «1. A. Baer, Bankgeschäft, Frankfurt a. M. Bnrgergesellschast. Sonntag den 20. September *): Abendunterhaltnng im Cafe Seid. 66™ Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. *) Nicht wie gestern irrthümlich gemeldet am 11. October. Stadt. Handels-Schule (Pensionat) In Marktbreit a. M. — »le Absolutorlalzeugnleee berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. — Gute Verpflegung und strenge Beaufsichtigung im Pensionate des Unterzeichneten. — Sämmtliche 18 Schüler des diesjährigen obersten Kurses erhielten das Reifezeugniss. Beginn des Schuljahres am 1. October. J Damm 6195 Vorstand der städt. Handelsschule. Grosse Lotterie zu Darmstadt veranstaltet vom Kunstverein daselbst. 1OOO G-ewinne 42 650 Mark i. W. Erster Hauptgewinn Zehntausend Mark in Gold- und Silbergegenständen. Ein Originaltons 2 M. 10 Pf. incl. 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Qftanlage 31, sowie Licher Stratzc). W. Npehr. Wiener Hof. Sonnlag den 20. Seplember Grosses Concert ausgeführt von der Capelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116, unter Leitung des Großh Musikdirektors Herrn C. Krauße. Anfang Uhr« — Entree 30 Pf. 6G80 Freiwillige Gail’sche Feuerwehr. Sonntag den 27. September Feier des 30. Stiftungsfestes. Morgens 7 von 8—12 IVa Nachm. 3 3V2 Abends 8 Programm. Uhr: Reveille. „ Empfang der Gäste am Bahnhof. „ Im Saale des Cafe Leib: Provinzialtag des Ober- hessifchen Feuerwehr-Verbandes. „ Ueberreichung einer von einem Mitglieds dem Corps gewidmeten Standarte im Standquartier (Cafe Leib). „ Uebung in Osmald's Garten. Ausstellung des Festzugs daselbst. Ausflug nach einem noch näher zu bestimmenden Orte. „ Banket im Leib'scheu Saale. Bntree zum Bankett 30 Dfg. Die Einwohnerschaft wird gebeten, am genannten Tage durch Beflaggen der Häuser ver Stadt ein festliches Ansehen zu geben. 669i Der Vorstand. 6687 Ein Herrcnhut gefunden- Abzuholen Kleine Mühlgasse 7. 6685" Zwei Mädchen, welche die Industrieschule besuchen wollen, finden freundliche Aufnahme. Brandplatz 7. 6700 Für Schüler gute Pension frei- Näheres Bleichstraße 5. Lauffrau qefud>t. 6682 Weidengasse 8. 6708 Ein Mädchen, welches im Flicken, Fein-Stopfen, Maschinennähen tüchtig ist, juckt in und außer dem Halise Arbeit. Zn erfragen Wallihorstraße 1. Central-Kranken- u. Sterbckasse der Schuhmacher. Versammlung sämmtl. Mitglieder Dienstag den SS. September, Abends 8V2 Uhr, im „Kühlen Grund '. Tagesordnung: Statuten-Ausgabe- Verschiedenes. 6679__________________________Der Vor*tan