Donnerstag den 20. August 1865 Rr. 192. ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Wrtnqertofcn i Schulftraße 7. cßrnt mit S^nt^me deS «snta-S $cft biogen viertel'Lbrlich 2 SRnrt 1-- -i—imwiirawi iKj i-iJii-^raPTmumn -hiti«„ imji .ut. iiMffmTiominiTTrTririr?------ -.—rr—r n -Tria1 ?-TrT-r-^-r_nw -rrj—~—■~--n-—r : -x—- --- Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Dem unterzeichneten Kreisärzte ist ein mehrwöchentlicher Urlaub bewillig und während dieser Zeit die Stellvertretung dem Großh. Kreisasststenzarzt Dr. Drescher zu Grünberg übertragen worden. Derselbe wird jeden Mittwoch. Nachmittags von 2—5 Uhr, hier in Gießen (Ludwigsstraße 14) -u mündlicher Auskunftsertheilung u. s. w. anwesend sein. Schriftliche Eingaben sind nach wie vor an Großh. Kreis-Gesundheitsamt Gießen zu richten. Gießen, den 19. August 1885. Großh- Kreis-Gesundheitsamt Gießen. Dr. Glasor. Politische Ueberficht. ' Gießen, 19. August. Das Erscheinen des deutschen Geschwaders vor Zanzibar bat seinen Eindruck auf den zanzibarischen Herrscher nicht verfehlt. Bargasch Ben Said ist den Forderungen der deutschen Regierung in vollstem Umfange gerecht geworden, ohne daß ein Tropfen Blut geflossen wäre und dieser schnelle und durchschlagende Erfolg wird nicht nur allen Deutschen in Ostafrika, sondern überhaupt dem Prestige des deutschen Namens aus dem ganzen Erdball zu Gute kommen. Jetzt haben sich auch die Eingeborenen an den westlichen Gestaden des Indischen Oceans davon überzeugen muffen, daß das mächtige central- europäische Kaiserreich wohl im Stande ist, seine Angehörigen auch an den entferntesten Punkten der Erde zu schützen. Der Sultan von Zanzibar, zu dem die Muhamedaner Ostafrikas als zu ihrem geistlichen Oberhaupte emporzuschauen gewohnt sind, hat sich den berechtigten Forderungen der deutschen Reichsregierung ohne Weiteres unterworfen und der Eindruck dieser Thatsache wird über die Gestade von Zanzibar weit hinausreichen; sie beweist, daß sich Deutschland nunmehr zum ersten Male als Weltmacht im Indischen Ocean etablirt hat. Die Genugthuung, die den beleidigten Interessen Deutschlands in Ostasrika zu Theil geworden ist, wird noch durch die Meldung vervollständigt, daß das Cabinet Salisbury seinen bisherigen Vertreter beim Sultan von Zam zibar, Sir John Kirke, auf deffen Einfluß hauptsächlich die deutschfeindliche Haltung des Sultans zurückzuführen ist, abberufen hat, und zwar ohne daß von deutscher Seite ein diesbezügliches Verlangen gestellt worden wäre. Nachdem die Zanzibar-Frage ihre schnelle und befriedigende Lösung gefunden, darf man wohl bald der Auflösung des ostafrikanischen Geschwader-Verbandes entgegensehen. Wie verlautet, sollen „Prinz Adalbert", „Stosch" und „Elisabeth" direct nach Kiel, resp. Wilhelmshafen zurückkehren; der „Gneisenau" dagegen soll bis aus Weiteres an der ostafrikanischen Küste stationirt bleiben; wahrscheinlich werden schon im nächsten Etat die Mittel für eine ständige Station an der ostasrikanischen Küste gefordert werden. In Berliner amtlichen Kreisen wird nicht angenommen, daß die angebliche — bis jetzt übrigens noch nicht bestätigte — Entsendung zweier spanischer Kanonenboote nach den von Deutschland in Besitz genommenen Karolinen- Inseln zu Weiterungen mit Spanien führen werde. Dem alten, aber von jeher nur auf dem Papiere stehenden Ansprüche Spaniens aus diese Inselgruppe des Stillen Oceans ist, eben weil ihm niemals eine wirkliche Besitzergreifung gefolgt ist, wiederholt Seitens Deutschlands und auch anderer Mächte ausdrücklich die Anerkennung verweigert worden. Deutschland aber hatte zur Entfaltung seiner Flagge daselbst ein Recht vermöge der Thatsache, daß sich aus diesen Inseln Zweig-Niederlassungen der im Stillen Ocean Handel und Plantage-Wirthschaft treibenden deutschen Firmen — daneben auch einiger englischen — befinden, denen das deutsche Reich seinen Schutz zu gewähren hat. In Prag hat am Samstag die feierliche Inthronisation des neuen Fürst - Enbischofs Grasen Schönborn stattgefunden. Die Deutschen nahmen an der Feier nicht Theil, um so mehr aber die Czechen und dies kann auch nicht Wunder nehmen, gelten doch die Neigungen des höchsten Kirchenfürsten entschieden der czechischen Partei, trotz der deutschen Abstammung des neuen Fürsten-Erzbischofs. Die czechischen Blätter begrüßten denn auch den Tag mit Jubel-Artikeln, der Bürgermeister von Prag begrüßte den Erzbischof mit einer Ansprache, die derselbe beantwortete — beides natürlich im czechischen Idiom. Graf Schönborn schien gänzlich vergessen zu haben, daß auch Deutsche seinem Hirtenstabe anvertraut sind, ja, daß seine Kirchenprovinz sich auch aus deutsches Reichsgebiet erstreckt, er scheint sich nur als czechischer Erzbischof zu betrachten. Am weitesten trieb indessen diese Fiction der Prager Bürgermeister Dr. Czerny, welcher, einem von den Czechen-Blättern ausgegebenen Schlagworte zufolge, den Erzbischof als Primas von Böhmen, als Hüter der Wenzelskrone und als den Mann feierte, welcher „in dem geheiligten Augenblicke, wenn der durchlauchtigste Herrscher auf sein Haupt die Königskrone setzt und in geheiligte Verbindung mit seinem Volke tritt, durch den kirchlichen Segen dieser Verbindung die Weihe giebt und dem erhabenen Herrscher den Eid abzunehmen hat, welcher den Krönungsakt besiegelt." Es scheint nach dieser Rede nicht bloS, daß man sich in Prag Hoffnung macht, Gras Schönborn werde bald in die Lage kommen, bei der böhmischen Königskrönung zu celebriren, sondern es wird mit dieser in Gegenwart des Statthalters gehaltenen Rede die Frage der Krönung Kaiser Franz Josefs zum König von Böhmen auch neuerdings auf die Tagesordnung gefetzt- Um so begreiflicher ist es, daß die Deutschen sich von dieser czechisch-nationalen Kirchenseier fern hielten. Die am Sonntag stattgesundene Enthüllung des dem General Chancy in Le Mans gesetzten Denkmals hat zu keinerlei Zwischenfällen geführt. Kriegsminister Campenon hielt die officielle Reoe, die aber ziemlich kurz gefaßt war. Er hob in derselben hervor, daß Chancy niemals die Hoffnung auf die Bestimmung des Vaterlandes aufgegeben habe und dieses Vertrauen auch der Armee einzuflößen wußte, in welche er Männer von allen politischen Meinungen aufnahm. Die Regierung dürfe das Andenken an diesen Mann niemals in Vergessenheit gerathen lassen. In den Tagen der Gefahr müsse das Land auf Die Mitwirkung Mer rechnen. — Das Fehlen aller chauvinistischen Anklänge in der Rede des Ministers wird die Patrioten par excellence vom Schlage Paul Deroulede's freilich wenig befriedigen. Die Cholera-Epidemie in Marseille beginnt einen ernsteren Charakter anzunehmen; während noch am Freitag die Zahl der Cholera-Todesfälle nur 20 betrug, stieg sie am folgenden Tage auf 34; auch in Spanien wüthel die Seuche mit unverminderter Heftigkeit fort. Von der türkischen Regierung ist daher die zehntägige Quarantäne für die Provenienzen aus spanischen und französischen Häsen des Mittelländischen Meeres zu einer zwölftägigen verlängert worden; in den Dardanellen unterliegen diese Provenienzen einer strengen Visitation. Nach einer Meldung aus Kairo soll die englische Regierung nicht abgeneigt sein, dem Jmtiatlv-Projecte des Khedive, die Ausrüstung einer egyptischen Expedition zum Zwecke der Wiederbesetzung der Provinz Dongola ihre Zustimmung zu ertheilen. Sobald die klimatischen Verhältnisse es gestatten, würde dann ein zumeist aus schwarzen egyptischen Truppen bestehendes Corps unter dem Commando des tapferen ehemaligen Mudirs von Dongola, Mustapha Aawer Pascha, die gegenwärtige egyptische Südgrenze überschreiten, um die genannte Provinz zu besetzen. Man erwartet, daß diese Wieoerbesetzung sich vielleicht ohne Kampf vollziehen werde, nachdem Mustapha Dawer unter den Stämmen der Provinz zahlreiche Freunde zählt und die allgemeine Stimmung im Sudan, den letzten Berichten zufolge, dem Frieden sich immer geneigter zeigt. Thatsächlich seien schon jetzt egyptische Emissäre thätig, um ein günstiges Terrain für die projectirte Expedition vorzubereiten. Was den Entsatz von Kassala anbelangt, so erfährt man hierüber noch immer nur Unbestimmtes. Der abyssi- nische General Ras Alula soll allerdings mit einer bedeutenden Truppenmacht — man spricht von 25,000 Mann — etwa 20 Meilen vor Kassala angelangt sein; dies wurde indessen schon vor zwei Wochen gemeldet, seitdem sind keinerlei Nachrichten von neuen Bewegungen des genannten Generals eingegangen. Es scheint demnach, daß derselbe noch immer in dem von ihm zuletzt bezogenen Lager weilt, wohl, um die letzten definitiven Weisungen des Königs von Abysst- nien abzuwarten. Die Besetzung eines Häsens auf Korea durch die Russen bestätigt sich und wird dies in England abermaliges Mißtrauen gegen Rußland Hervorrufen. Vorläufig bleibt aber abzuwarten, was die koreanische Regierung hierzu sagen wird. Vielleicht handelt es sich russischerseits nur um die Errichtung einer Kohlensiation und das ist ja noch lange nicht gleichbedeutend mit einer Annexion. Darmstadt, 17. August. Die Nr. VIII des „Amtsblattes" des Großh. Oberconsistoriums enthält ein Ausschreiben, betreffend die kirchlichen Nachrichten aus dem Jahre 1884. Dasselbe bemerkt in der Einleitung: Die kirchlichen Nachrichten für das abgelausene Jahr 1884, die wir Ihnen hierbei mittheilen, zeigen, daß auch in diesem Zeiträume sich unsere Landeskirche eines im Wesentlichen ungestörten Bestandes und regelmäßiger Entwickelung erfreuen durste. Wir ergreifen darum die Gelegenheit, Ihre Aufmerksamkeit auf einige Gegenstände zu richten, die nicht eigentlich im Mittelpunkte unseres gemeinsamen Arbeitsgebietes, sondern an der Peripherie zu liegen scheinen, dagegen für einen gedeihlichen Fortgang Des kirchlichen Lebens und dessen Einwirkung auf das Volk nicht ohne Belang sind. Durch die im Gefolge der neueren Gesetzgebung eingetretene Grenzberichtigung zwischen Kirche und Staat sind einige schriftliche Arbeiten, die den Geistlichen früher oblagen, in Wegfall gekommen. Um so wünschenswerther und nothwendiger ist es, daß die denselben verbliebenen und neu erwachsenen Arbeiten zur localen und allgemeinen kirchlichen Statistik (bie Führung der Kirchenbücher und die statistischen Tabellen), die Geschäfte bei der kirchlichen Vermögensverwaltung, Die protokollarischen Auszeichnungen über die gefammte Thätigkeit der kirchlichen Körperschaften mit der größten Pünktlichkeit, mit der Gewissenhaftigkeit eines auch im Kleinsten treuen Haushalters ausgesührt merken. Ist die darin sich vollziehende Beurkundung der äußeren Sellen des kirch- lichen Innenlebens für Gegenwart und Zukunft von einem oft nicht zu ermessenden Werth, so vertreten nebenbei auch diese scheinbar nur äußeren Geschäfte die Stelle einer heilsamen Zucht zur Ordnung und Pünktlichkeit. Ohne diese aber scheint uns eine wirksame und eingreifende Seelsorge nicht möglich zu sein, deren Geheimniß zum Theil in der Umsicht und Uebersicht bestehen wird, mit der ein Geistlicher die sämmtlichen großen, kleineren und kleinsten Elemente beherrscht, welche einen bestimmten Thatbestand hervorgerufen haben. Zu dieser namentlich den jungen Geistlichen zur Pflicht zu machenden Sorgfalt für alles Aeußere gehört auch die Aufmerksamkeit auf das gesammte Inventar der Pfarreien, nicht blos das ihrer Gebäude, Besttzthümer und Vasa Sacra, deren würdige Instandhaltung und rechtzeitige Erneuerung wir sehr empfehlen muffen, sondern anch ihrer Akten. Es befinden sich in Archiven, Registraturen und Aktenschränken der Pfarrelen zweifellos noch viele geschichtlich werthvolle und der Durchforschung würdige Papiere. Wir muffen zu dieser Durchforschung ermuntern. Eine aus authentisches und in der erreichbaren Vollständigkeit gesammeltes Material sich gründende Kirchengeschichte unseres Landes fehlt bekanntlich noch. Sie wird nur möglich fein, nachdem die unerläßliche Vorarbeit der Ausbeutung aller einzelner Gemeinde- und Pfarr- Archive vorgenommen ist und wir möchten gerne dazu in den kleinsten Kreisen anregen, weil wir gewiß sind, daß, wenn erst einmal der Eifer für die Erforschung der Vergangenheit erwacht ist, es dann auch an denjenigen nicht fehlen wird, die das Einzelne und Zerstreute zu einem Gefammtdilde zu vereinigen wissen. (Schluß folgt.) Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Brrrearr. Babelsberg, 18. August. Bei Ihren Majestäten dem Kaiser uiid der Kaiserin sand heute Nachmittag 4 Uhr zur Feier des Geburtstages des Kaisers Franz Joseph von Oesterreich ein Galadiner statt, an welchem Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz, die hier anwesenden Prinzen des königlichen Hauses und andere Fürstlichkeiten, die Mitglieder der österreichisch-ungarischen Botschaft, der Staatsminister Graf Hatzfeld, der Oberceremonienmeister Graf Eulenburg und mehrere Generale theilnahmen. Die Tafelmusik wurde voin Musikcorps des ersten Garderegiments zu Fuß ausgeführt. Potsdam, 18. August. Die feierliche Enthüllung des Denkmals Friedrich Wilhelms I. hat heute in programmmäßiger Weise stattgefunden. Uin^ll Uhr erschienen Se. Majestät der Kaiser, Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz und Se. K. Hoheit Prinz Alexander, mit großer Suite zu Fuß vom Stadtschlosse her, Ihre Majestät die Kaiserin mit der Palastdame Gräfin Oriolla im offenen Wagen, bei dem Denkmal. Die Truppen standen im Paradeanzuge ohne Gepäck, die Infanterie in Compagnie- front-Colonnen, die Cavallerie in Eskadron-Colonnen, die ganze Parade unter dem Befehl des Generallieutenants v. Schlichting, Commandeurs der I. Garde-Jnfanterie- Division. Se. Majestät richtete eine auf die Feier bezügliche Ansprache an die Truppen und gab sodann Befehl, Gewehr zu präsentiren. Während die Truppen präsentirten, fiel hierauf die Hülle. Se. Majestät besichtigte darauf das Denkmal, während Ihre Majestät dasselbe vom Wagen aus in Augenschein nahm. Dem Bildhauer Hilgers sprach der Kaiser seine Anerkennung über die Ausführung des Denkmals aus. Hierauf folgte der Parademarsch, bei welchem Se. K. Hoheit Prinz Wilhelm sein Bataillon den Majestäten vorführte. Se. Majestät der Kaiser verblieb während der ganzen Feierlichkeit stehend. Der Kaiser begab sich um 11 Uhr 50 Min. zu Fuß, die Kaiserin zu Wagen nach dem Stadtschlosse, um daselbst die Kinder Seiner K. Hoheit des Prinzen Wilhelm und der Herzogin Amalie von Schleswig-Holstein zu begrüßen, worauf die Majestäten nach Babelsberg fuhren. Zu der Feierlichkeit waren comniandirt die gesammte Generalität, sowie sämmtliche Regiments-Commandeure aus Berlin und die in gleicher Stellung befindlichen Stabsoffiziere, außerdem von jedem selbstständigen Truppentheile in Berlin 3 Offiziere. Ferner wohnten der Feier bei die Minister Friedberg, Lucius und Maybach, der russische Militärbevollmächtigte Fürst Dolgorucki, Regierungspräsident v. Reefe, Oberhofbaurath Persius und Andere. Berlin, 18. August. Heute Vormittag hielt die technische, Nachmittags die Tarif-Commission der internationalen Telegraphen-Conferenz eine längere Sitzung. Die durch mehrere Zeitungen gehende Nachricht, daß die Vorschläge Deutschlands aussichtslos seien, entspricht der Sachlage nicht. — sieben den betheiligten Kreisen der Neichstelegraphen-Verwaltung wetteifern auch die zur internationalen Telegraphen-Conferenz in keinen unmittelbaren Beziehungen siebenden königlichen nnd städtischen Behörden , sowie Privat - Gesellschaften, um den Conferenzmitgliedern den Aufenthalt in Berlin zu einem angenehmen zu gestalten. So hat, wie wir vernehmen, die Intendantur der Königlichen Schauspiele den Dele- girten Freibillets zum Besuche der Königlichen Theater zur Verfügung gestellt; im Weiteren hat der Magistrat der Residenz Berlin die Delegirten zu einer Fahrt nach Potsdam und Wannsee eingeladen und von der Direktion des Aquariums ist den Conferenzmitgliedern freier Eintritt gewährt. Stettin, 18. August. In der heutigen Sitzung des Vereins deutscher Ingenieure, in welcher man sich ausschließlich mit inneren Vereinsangelegenheiten beschäftigte, wurde die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen und Gärtner (Buckau) zum ersten, Professor Bach (Stuttgart) zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Zum Vorort für die nächste Versammlung wurde Coblenz bestimmt. Pie Präsenzliste der Versammlung weist 280 Theilnehmer auf. Wiesbaden, 18. August. Bei der gestern im 1. nassauischen Wahlkreise (Homburg) stattgehabten anderweiten Wahl eines Reichstagsabgeordneten ist nach den bisherigen summarischen Ermittelungen der Candidat der Deutsch-Freisinnigen, Körner, mit ca. 7000 Stimmen gewählt worden; ca. 3500 Stimmen fielen auf den socialistischen Kandidaten Fleischmann. Hamburg, 18. August. Der hier zusammengetretene Congreß für die Reform und Codification des Völkerrechts wurde heute Mittag durch den Bürgermeister Weber Namens des Senats begrüßt. Sir Travers Twiß dankte int Namen der Versammlung, worauf Dr. Liveking die diesjährigen Aufgaben des Congresses darlegte. Zu Vicepräsidenten wurden gewühlt H. H. Meyer (Bremen), Richter Prabody (New- Nork), Sir Travers Twiß (London), Dr. Wendt (London) und Dr. Wolffson (Hamburg). Hamburg, 18. August. sCongreß für Reform der Codification des Völkerrechts.! Bei Wiederbeginn der Verhandlungen theilte der Vorsitzende mit, daß jedem Mitgliede gestattet sei, in seiner Sprache zu reden, jedoch dürfe jeder nur einmal über die zur Diskussion stehenden Gegenstände sprechen. Zunächst wurde $ 1 des Hamburger Vorschlags berathen, wonach es gesetzlich unzulässig sein soll, dem Connossement irgend welche Klausel der Vereinbarung einzufügen, wodurch die Verpflichtung der Schiffseigenthümer, das Schiss gehörig auszurüsten, zu bemannen, zu ver-proviantiren, seetüchtig und fähig zu machen, die beabsichtigte Reise zu vollführen oder die Haftpflicht der Rheder für Fehler oder Fahrlässigkeit der Angestellten bezüglich aller Angelegenheiten des gewöhnlichen Reisevcrlaufs, als da sind: Stauung, richtige Ladungs- ablieferung rc., irgendwie verringert, abgeschivächt oder umgangen (avoided) wird, und wonach alle Bedingungen der Klausel, welche dem entgegenstehen, null und nichtig und von keinerlei rechtlicher Gültigkeit sein sollen. Der Paragraph war in einzelne Punkte zerlegt und wurde im Wesentlichen mit großer Majorität angenommen. Wien, 18. August. Der „Politischen Corrcspondenz" zufolge wird der Großfürst Wladimir, Bruder des Kaisers Alexander, gleichfalls nach Kreinsier kommen. — Das „Fremdenblatt" sagt: „Die Wiener Sänger kehren mit Ehren reich beladen heim. Die Hauptstadt Oesterreichs wird den ihren Söhnen in Berlin zu Theil gewordenen Empfang als ein Unterpfand der freundschaftlichen Gefühle der beiden Residenzen gegen einander stets in angenehmer Erinnerung behalten." Wien, 18. August. Anläßlich des Geburtsfestes des Kaisers fand heute eine große Parade auf der Schmelz statt. Derselben wohnten die Erzherzöge Albrecht und Wilhelm, der deutsche Botschafter Prinz Reuß, die Militäratrache's der fremden Mächte, der Chef des Generalstabs und die Generalität bei. Feldzeugmeister Bauer com- inandirte die Parade, Feldbischof Gruscha celebrirte ein Hochamt. Im Stefansdom celebrirte Fürsterzbischof Ganglbauer ein feierliches Hochamt, welchem die Minister Graf Taaffe, Baron Kallay, Graf Welsersheim, Freiherr v. Orczy, Graf Szoegueni, die Spitzen der Behörden, die Hofchargen und viele andere Würdenträger beiwohnten. Aus allen Thcilen Oesterreichs und Ungarns laufen Berichte über die festliche Begehung des Tages Hierselbst ein. Paris, 18. August. Nach eingegangener Nachricht aus Toulon starb daselbst eine Person an der Cholera. — Die Journale melden, daß der Botschafter in Konstantinopel, Noailles, erst nach der Erledigung der Mission Drummont-Wolss's seinen Urlaub nach Frankreich antreten wird. Marseille, 18. August. Die Zahl der heute an der Cholera Gestorbenen beträgt 27. Konstantinopel, 18. August. Der Sanitätsratb beschloß für Pasfagierschisse aus Varna eine achtundoierzigstündige, für Schisse 'aus Küstendje, Sulina und Odessa eine vierundzwanzigstündige Observation. UniverfitätS - Chronik. — Die Leitung der inneren medicinischen Klinik zu Erlangen wird nach Weggang des Professors Dr. Leube vorläufig Professor Dr. Pentzoldt übertragen werden. Lokale». 0. Gießen, 19. August. sSterblichkeit in Gießm.j Die Sterblichkeit war wahrend der Woche vom 9. bis 15. August eine geringere, als in der vorhergehenden Woche, es ereigneten sich im Ganzen 9 Todesfälle. Hauptsächlich wurden wieder Kinder betroffen, deren 6 starben, nämlich 2 an Masern, 2 an Lungenentzündung, 1 an Gehirnentzündung, 1 an Lungenschwindsucht. Von 3 erwachsenen Personen starb eine an Lungenschwindsucht, eine an Altersschwäche und ein junger Mann ertrank beim Baden in der Lahn. Gießen, 19. August. Gestern Abend feierte der hiesige Kriegerverein den Jahrestag der Schlacht bei Gravelotte. Der Vorsitzende des Vereins drückte seine Freude darüber aus, so viel alte Krieger, welche mitgefochten, nach 15 Jahren so fröhlich beisammen zu sehen und sprach den Wunsch aus, daß nach weiteren 15 Jabren keine Lücke in dem frohen Kreise sein möge. Der weitere Verlauf der Feier zeigte, daß den alten Kriegern der echte Soldatenhumor noch nicht abhanden gekommen ist: lustige und fröhliche Soldatenlieder gaben hiervon Kunde. Zu später, resp. früher Stunde trennten sich die alten Krieger, eine bessere Lagerstätte, als vor 15 Jahren aufsuchend. Die Sedanfeier wird der Kriegerverein wie jedes Jahr begehen. vermischtes. Friedberg. In den letzten Tagen wurde zweimal versucht, im Hause des Gerichtsvollziehers König Feuer anzulegen. Beide Male wurde es so rechtzeitig entdeckt, daß der entstehende Brand gelöscht werden konnte. Der ganzen Sachlage nach kann das Feuer nur von Jemand angelegt worden sein, der im Hause sebr bekannt ist. (£). A.) — Aus Groß-Gerau schreibt das dortige Kreisblatt: Im Großen und Ganzen ist die Ernte jetzt eingebracht. Wenn etwas zu wünschen übrig bliebe, so wäre es eine Besserung der Fruchtpreise. Es soll im Fruchtgeschäfte gegenwärtig überhaupt ziemlich stille sein und das ist Manchem nicht gerade angenehm. Nach Vollendung der Erntearbeiten wird den Rüben- und Krautfeldern erhöhte Aufmerksamkeit zuge- wcndet. Bekanntlich ist in unserer Gegend der Anbau von Kraut alljährlich ein sebr umfangreicher und wird die Sauerkrautfabrikation für den Handel schwunghaft betrieben. Das „Mainzer Sauerkraut" wird gleich den „Mainzer Handkäfen" weniger in Mainz selbst als in Groß-Gerau und Umgebung, namentlich in Naubeini und Trebur hergestellt. In günstigen Jahren gehen große Summen für Sauerkraut eiu. Das Vorjahr war der Sauerkrautfabrikation weniger günstig, das Kraut gerieth nicht ganz nach Wunsch, die Raupen thaten dem Kraut empfindlichen Schaden. In diesem Jahre dürfte das Resultat sich etwas günstiger gestalten und die Producenten zufrieden gestellt werden. Kassel, 14. August. Ein Doppelselbstmord zweier Schwestern in unserer Vorstadt Wehlheiden beschäftigt die Gemüther in hohem Grade. Ueber die unselige That erfahren wir folgendes Nähere: Die Geschwister Bertha und Elisabeth Haines waren früher als Zofen in Diensten der Fürstin von Hanau, sic erhielten reichliche Pension und ersparten sich bei ihrem genügsamen Leben eine hübsche Summe Geld, man spricht von 12 000 Thaler. Seit einiger Zeit bemerkte man an den beiden über 50 Jabre alten Mädchen Spuren geistiger Gestörtheit. Vorgestern Mittag schnitten sie sich beide mit einem Federmesser die Pulsadern auf, um gemeinsam zu sterben. Als man das Schlafzimmer erbrach, schwammen die Schwestern förmlich im Blute. Trotzdem sofort ärztliche Hilfe zur Stelle, ist die ältere Schwester alsbald verstorben und die jüngere Schwester wird wohl kaum am Leben bleiben. Heidelberg, 16. August. Die Arbeiten für die große Festhalle für das Universitätsjubiläum sind ausgeschrieben. Dieselben haben am 1. Mai k. I. zu beginnen und sollen am 1. Juli großentheils beendigt sein. Diese (hölzerne) Halle soll 130 Meter lang, 62 Meter breit und 20 Dieter hoch werden. Sie sott 5000 Insassen fassen und es wird in ihr hauptsächlich der vorgesehene große allgemeine Commers abgehalten. Berlin, 14. August. Der Liebesroman eines Japaners, der theilS in Berlin, theils im fernen Japan spielt, könnte einem Romancier ein ebenso anziehendes wie originelles Sujet liefern. Aus dem ostasiatischen Lande kam vor einer Reihe von Jahren der )L>ohn emeS in seiner Heimath sehr hochgestellten Mannes nach Europa. Der junge, intelligente Japaner war als Soldat und Ingenieur bereits zu einer höheren Stellung gelangt und sollte nun der diplomatischen (Saniere sich zuwenden. Seit drei Jahren weilt der Sohn Japans in unserer Mitte und hier hat ihn Gott Amor in einen argen (Sonfhct gebracht. Es senkten die dunklen Augen des interessanten Fremd- lings sich etwas zu tief in die blauen Augen eines deutschen Mädchens, eines Frl. v. L. und bald sanden sich die Herzen der beiden jungen Leute in glühender Liebe. Der Japaner meinte es treu, und so schrieb er denn kurz und bündig an seinen Vater, er habe eine sunge Deutsche von vortrefflichen Eigenschaften liebgewonnen, er wolle sich mit ihr fur'S Leben vereinen und bitte nur noch um den väterlichen Segen. Als der Vater dies Schreiben erhielt, entbrannte er in Hellem Zorn. Wenngleich die jugen Dame ebenfalls von Adel ist und einer angesehenen Familie entflammt, so erschien dem alten, starrköpfigen Manne, der niemals über die Grenzen seines Heimathslandcs hinausgekommen, dennoch eine derartige Verbindung als eine Sünde. Ter Vater intriguirte nun gegen seinen eigenen Sohn und es verging nicht lange Zeit, da erhielt 1 bei junge Offizier und Diplomat von der japanischen Regierung den stricken Befehl, nach ferner Heimath zurückzukehren; im Falle des Ungehorsams würde deS Kaisers ganzer Zorn rhn treffen. Zugleich lief eine Antwort des Vaters ein, die ihn ebenfalls vor eine bedenkliche Alternative stellte. Aber die Liebe, die eine so harte Probe erlitt gab ihm Kraft und Muth; von feiner Braut wollte er nicht lassen, mochte da kommen," was es auch sei; mit kurzem Entschlüsse quittirte er seine Stellung als Major und Attachö und wandte sich hier in Berlin dem kaufmännischen Fache zu. Durch seine Intelligenz und Ausdauer gelang es ihm bald, alle Schwierigkeiten zu überwinden und seit Kurzem fungirt er als Buchhalter in einem hiesigen, großen und bekannten etablincmcnt, m welchem auch sein künftiger Schwager als ^Correspondent thätig ist. Die Hinderniste find voraussichtlich nun vollständig beseitigt und so wird der liebende Japaner demnächst mit seiner holden Braut vor einem deutschen Standesbeamten erscheinen. ~ ^Kostspieliger Spaß.j Vor dem Gothaer Schöffengericht stand dieser Tage ?. "Ugeklagter ein Bankbeamter, welcher in das Rad eines daherrollenden Velocipeds seinen Slock gesteckt hatte, so daß das Vehikel und sein Reiter zu Falle kamen. Der Ungeklagte wurde zu 30 JC. Geldstrafe und zur Tragung sämmtlicher Gerichts- und Reparaturkosten ^verurtherlt. Der Spaßmacher hat für seinen Spaß demnach zu * 150X oO Strafe, 30 M. Gerichtskosten und 90 JL Reparaturkosten, zusammen. KAM sLÄ "”b ,r ®trt eü sgb l'erfolgtr abgeferhg - naufe iurüi und au! sie schon durchs ^rrteDonebeimb mußte, Gedanke, sie gnst'N 2b!" Ter junge M Tarne M Lenzer h" diese Lcene beinem u gebettelt! Sie * n nie ein Bettler au8? nobel aitzieh'n, bannte Offiziere, entlassene Be tntidM sich ber Mge iem Kommissariat alle Vfctioii hoffentlich mer Aemyork, 14. Freitag von Bremen l wirb ein junger Mani auf hoher See" nach liefert meiden soll. John Vofimann angei mit sich führt, als Z mehrmals an ben Ka ahnen. )n einem ir des Zahlmeisters Str geichlaien mar. No vollständig wieder w lud) über den Kops in bas Wen nied plünderte er die Ta ein Schubfach öffne welche dem Zahlmei Beute begab sich ban Qefteütm Mad)tet, machte ibn daraus au mami argumentirte, wurde» laut, der M bas Benehmen des Pa den angeblichen Morde Men mit den Dian jjjer durch geeignete! -t Pater ibentificirt und verantworten. , Ueber Bel W«tl berbieü Jarde-^chlvabron wir hin«. ■ötmbrudje und jonfti sonde des Wei Attgetnnden. Die m Wwrjent Kte»p bti W Herr M« ^'lbiiden um ben z o.s ' W in der Tb Äu^ASwei spritzte H .-m^ne Safe Iwtü, ö011 lte QU f Br Hlllt per zn P r Waggon Ws? 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Lglonbt« n(\$e $tr tbat-l 56*/ba -üi-» *&n Besch ZxrL ?Ls iten )U )t Menden wat nach Mitternacht — ba waren plötzlich bie Brautleute verschwunben Das bet anderen Hochzeitsfeierlichkeiten häufiger vorkomrnenbe unb nicht sehr erstaun- liche Ereignitz machte ben Wirth boch sehr stutzig, beim jetzt erst fiel bem Unglücklichen ein, datz er weder Rainen noch Adresse des jungen Ehepaares kenne. Erft klopfte er kife bei den Hochzeitsgästen an, von denen ihm aber keiner Auskunft zu geben wußte, ober vielleicht Auskunft geben wollte. „Wer zahlt bie Zeche", rief ber Wirth. „Wir nit - schallt es im Chorus zurück unb einige ber munteren Gäste stürzen sich auch bereits auf die Garderobiere, um ihre lleberfleibcr zu erhalten. Während die Arme, welche sich gegen bie Ausfolgung der Garberobe ohne Bezahlung der Aufbewahrimg^- Gebuhr heftig sträubte, mißhandelt wurde, sperrte der Wirth die beiden Ausgänge ab worauf im Saale ein fürchterlicher Skandal anhob. Die Gäste zertrümmerten Glaser und Flaschen, rissen die Luster vom Plafond, zertraten das Tischzeug unb erzwangen ftd) ben Ausgang; nur zwei vermochten ber Wirth unb sein Hausknecht zurückziihalten, die sie an das Eommissariat ablieferten. Das waren bie beiden Fleischhauergehilfen Leopold Frommer und Max Kerschbaum. Wenn man ihnen glauben wollte, kamen sie da hinein, mie Pontius ins Credo, sie hatten im Vorübergehen Musik gehört, luftige Leute drinnen gesehen unb waren in Steininger's Wirthshaus hineingegangen, bork Bier zu trinken. Von ber ganzen Gesellschaft, beteuerten sie, kannten sie keine Seele. Emer bcr Beibcn ist auf bem Commissariate zurückgebalten worben, boch hat man wenig Hoffnung, von ihm noch viel Aufschlüsse zu erhalten. Die Untersuchung über ben höchst merfroürbigen Vorfall ist im Gange. Eingesandt. Gießen, 19. August. An unserem Bahnhöfe treibt sich täglich eine Rotte verdorbener, von ihren Eltern schlecht ober gar nicht beaufsichtigter Schuljungen ganze Tage hmgernb herum, das reifenbe Publikum aufs Unangenehmste, durch Zubringlichkeiten um Besorgung des Hanbgepäcks, beläftigenb, um ben so sich verschafften Verdienst zu allerhand Naschereien rc. zu verwenden. Vor einigen Tagen übergab ein Lehrer aus einem benachbarten Orte einem dieser halbwüchsigen Schlingel einen Schließkorb mit Kleidern im Werthe von ca. 60—70 JL, um denselben nach bem betreffenben Orte zu bringen. Ju der Marburger Straße gesellte sich bem Jungen ein Frember zu, fragte ihn nach dem Bestimmungsorte des Schließkorbes unb bot ihm bie Besorgung besselben für 10 Pfg. an, welchen Vorschlag der Junge annahm und sich in die Stadt zurückbegab. Der Schließkorb ist bis jetzt nicht in ber Wohnung bes Eigenthümers angelangt, würbe aber gestern Vormittag erbrochen unb seines Inhaltes vollständig beraubt, im Walde zwischen Wieseck und Altenbuseck aufgefunben. . Der Gauner soll ein Mensch von ca. 40 Jahren, mit schwarzem Vollbart, von mittlerer Statur fein; er trug blauen Kittel, dunkle Hose, Mütze unb Stock, konnte aber bis jetzt noch nicht ermittelt werben. Es bürste dieser Vorfall für unsere Polizei ein Wink sein, ben Jungen am Bahnhofe ihr Hanbwerk ganz und gar zu legen; wofür sind denn die Dienstmänner da? prukt. n. Specialarzt für Haut-, Frauen- □. Go- ££ hcIilechtukrankbeiten (Syphilis)etc. Frankfurt a. M o Stiftatr. 22, fr. Assist. Prof. Ricord’e. Aus«. brieA. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 19. August, zwischen 11 unb 12 Uhr Mittags. Wasser 13«, Luft im Schatten 13*. L. Ehr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. Zur gefi. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen AuskmffWerchMwg über Inserate rc. Kimen e'ur nur bann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwart betgelegk ist. lieber Jnserare bezüglich deren Offerten emzureicken sind, ist die w keinerlei Auskunttsertheilungen bringt. Offertenbricie sind — soweit teint dMmmte» Abmachnnaen murhen — in be^ firrnebifion ah>nhM»r Allgemeiner Anzeiger. Bester und biiiigstrr Brand für Heerde und Besen! Braunkohlen Briketts der Grube Friedrich Marke G<0>F 5953 offerirt per Waggon zum Fabrik-Preise Fr. Hast in Gießen, Bahnhofstraße 56. Bei Abnahme von 26 Ctr. und rechtzeitiger Zahlung werden diese Briketts frei vor das Haus per Ctr. 72 $ von allen Kohlenhändlern geliefert werden. 5963 Eine noch saft neue 2 schläfrige I 5949) Schülern der unteren Klassen Bettstelle mit doppelter Matratze zu ver- wird Nachhülfeunterricht ertheilt- kaufen- Teufelslustgärtchen 26. | Wo? sagt die Exped- d. 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II jährig, sowie 3 starke fast neue Wagen nebst Geschirr zusammen oder getrennt^ zu den günstigsten Bedingungen zu verkaufen. Heinrich Simon, 5955 Neuenweg 32. Bauarbeiten. Die zur Herstellung eines vierten Eingangs zur ev. Stadtkirche zu Gießen erforderlichen Bauarbeiten sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Dieselben sind veranschlagt: |5962] Maurerarbeit zu 217 «A Steinhauerarbeit Zimmerarbeit Schreinerarbeit 299 // n „ 67 „ 195 „ Schlosserarbeit „ 125 „ Weißbinderarbeit „ 90 „ Plan, Voranschlag und Bedingungen liegen in der Wohnung des ev. Kirchendieners Knoll, Krrchenplatz Nr. 18 dahier, zur Einsicht offen, woselbst auch die in Prozenten des Voranschlags auszudrückenden, mit entsprechender Aufschrift zu versehenden Submissionen bis zum 2Z1. August 1. Js., Vormittags 1t Uhr, verschlossen und srankirt einzureichen sind- Gießen, den 19. August 1885. Der evangelische Kirchenvorstand. Bekanntmachung. Samstag den 22. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll der baufällige Gießhallenbau der Fürstlichen Eisenhütte bei Aßlar, dicht an der Wetzlar-Dillenburger Straße, ausschließlich des vorfindlichen Ersens, dem Verkauf aus den Abbruch ausgesetzt werden- Das Gebäude wird von 1 Uhr an vorgezeigt. Die Verkaufsbedingungen können gleichzeitig oder auch vorher aus unserer Amtsstube eingesehen werden. Ehringshausen, d. 18. August 1885. Fürstliches Rentamt. I. A-: 5951 Carl Rathschlag- Holzversteigcrung. Künftigen Montag den 24. d. MtS., Mittags um 1 Uhr an- sangend, soll eine große Quantität Hainbuchen-, Birken- und ASpen Stamm- und Stangenholz (erstere Sorten namentlich zu Wagnerholz geeignet) auf dem hiesigen Marktplatz — unterhalb des Friedhofs lagernd — versteigert werden. Lich, am 18. August 1885 Großherzogliche^Bürgermeisterei Lich. Auf Veranlassung mehrerer Landwirthe beziehe ich Echten Probsteier Saatroggen (birect aus der Probstei, plombirt), _____ sowie Reinen ShirrifEs Square ECead "Weizen und Nassauer Roth weizen. Bitte Landwirthe um baldigste Aufgabe ihres Bedarfs. 5909 ________B, Marxsolm^ Frankfurt a. Nl. Die Eröffnunq meiner Wirthschaft in meinem nenerbauten Hause an der Nodheimer-Straßc (an der Lahnbrücke) zeige ich hiermit ergeben ft an. 5879_______Christiaei ESmiEmefoi LS. Warme Bäder täglich geöffnet von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr, Sonntag- bis 1 Uhr Mittags. Sämmtliche Badextracte, -Salze und Mutterlaugen sind in, der Bade-Anstalt zu civilen Preisen zu haben, und werden auch außer derselben abgegeben. Alleinverkauf deS Werler Mutterlaugen - Badesalzes. Abonnements werden jederzeit angenommen. 4742 ________________ Andreaa Euler. Herzogi. Baugewerkschule Holzminden, I g damit verbunden Maschinen-, Mühlenbau- u. Müllerschule. I Winters. 8. Sov. Vorunt. 6. Oct. Peudonat. Dir.: 6. lUarmiM. 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Staatsmann bei man jetzt ersährt jchrn Getreibezöll Handlungen gebt! reichisch-ungaris Gedanken nahe zu nähern nnb trnfilid) ein ben man hierbei nam> Wen, daß, wer Zollkrieg gegen sei da« rein politische aus das Gebiet de sür sich, anderseits besonders in dem Zedensalls hat d Reichskanzler den auch in handelspc jetzt in Varzin w X Im Weitere Wen PoliK B "Wunginto *9t fein; m haben mög ^Elwiesen werden ... 3m Sufi d-- Wiaft Mt rl( ««Mi ?«»be ber m; tin den 5 Ä dm SÄ?* Wnb bij gf "X-Ää KL-