Bert »Priels ‘*l* Baeh'i ehe ™ Wolf Felchtis ßerlin, des H® r a*u8 Hagen U ireins. J „Weihnachts- Orgel. sus hin“ aus l Solostimmen x? a «7 sä« -- v- «f q.0: s .s o-Se UMC ja*» - -/ c •. cn is? he in der Rick erW Handlung zu haben Ä . . 3 4 Kirche unittaga 1 150. TV’ - Juni 1885: W nger-GßSßllsß^ft jj Jftsl ilhumonst- « 'S w. Brückner. ü Kindtt 2® Pf C ini Abschieds-SoirH Nr. Kl. Erstes Blatt. Samstag den 20. Juni L88S ichener An Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. eiger Wtrtdrtl t Schukftraße 7. *so^3eMswÄiMMKFM^T«at»eaäBi W U9Ii» mit Au.n.hme M M-nt-g». XSÄJS ÄÄ rrr^,ir-',Ta«we!BTOnfi7BHi&acfflwgiawgBMEiaw3Wi ri MWMwwm-ngwariTa ■ ■ wagsa>aMeftWMg«Mnwi mirnriarr riwnau»M«ia«Mg8»n—MM Einladung rum Abonnement "^r auf den Gießener Anzeiger, flmts= unö Anzeigeblatt für Den -Kreis fließen. Der „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewobnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. wr Beilage „Gießener Familienblatter" welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der AbonnemevtSpreis für den Anzeiger, frei in s Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; für auswärtige 'Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, 2 Mark ercl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im III. Quartal 1885 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern könne». Die Expedition. Amtlicher HHeik, Gießen, am 20. Juni 1885. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr otzh ermöglich en Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der Einsendung der Verzeichnisse der von Ihnen ausgestellten Bedeckscheine binnen 8 Tagen entgegen. Dr. Boekmann- __________________________ ________ Gefunden: 1 Taschenmesser, 1 Schulbuch, 1 Strumpfband, 1 Arbeitsbeutel, 1 Handkoffer, 1 Schürze. Gießen, den 20. Juni 1885. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________I. V.: Kraemer. ■ Berlin, 18. Juni. Ein Unfall, der gestern Abend den Wagen des Kronprinzen betroffen hat, hätte leicht die allerschlimmsten Folgen haben können. Der Kronprinz hatte den König von Sachsen in einem Galawagen vom Bahn- Hose abgeholt, um ihn in's königl. Schloß zu führen. Der Kutscher verlor aber, Die die „ft. Z." berichtet, schon vor der Durchfahrt de« Brandenburger Thores »ie Macht über die aufgeregten Pferde; er konnte nicht einmal in das für die .Hos-Equipagen vorbehaitene Mittelportal einbiegen, sondern mußte durch eine« der Seitenportale fahren und stieß hierbei gegen einen Prellstein an; dadurch ging die Deichsel des Wagens aus der Oese, und das Nachschleifen oerselben scheute die Pferde dermaßen, daß sie in der schärfsten Gangart die Linden herabraflen. Glücklicherweise blieben der Kronprinz und der König von Sachsen ruhig auf töten Plätzen, während durch das Hin- und Herschlendern des Wagens einer der Lakaien vom Trittbrette herabgeschleudert wurde. Erst jenseits der Wil- helmstraße gelang es einem Manne, dem rechten Pferde in die Zügel zu fallen und es so aufzuhalten, daß es stolperte. Der Wagen erhielt bei dieser Gelegenheit einen derartigen Ruck, daß er auf das Trottoir übersprang und saft unmittelbar vor den Häusern zum Stehen kam. Erst jetzt stiegen der Kronprinz und der König von Sachsen aus und setzten nach kurzem Aufenthalt die Fahrt zum Schloß in einem nachfolgenden Wagen des Adjutanten fort. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 19. Juni. Die Abreise des Kaisers nach Ems ist auf Sonntag Abend festgesetzt. ^ute Abend 6 Uhr 35 Min. von Dresden auf dem Anhalter Bahn- Li ofe eintreffende Leiche Manteuffel's wird in dem königlichen Empfangssalon aufgebahrt. 8um Empfange wird das gesammte Officiercorps der Garnison tm Parade- a uuia mit Ordensband anwesend sein. Eine Escadron des 1. Gardedragoner-Regiments Fuß mit dem Trompetercorps verbleibt auf dem Bahnhofe bis zur Weiterbeförderung hier Leiche auf der Verbindungsbahn. — Zum feierlichen Empfang der Leiche Manteuffel's waren die Generalität ; Berlins und Potsdams, die obersten Hofchargen und das Officiercorps der hiesigen Garnison auf dem Perron vor den Königszimmern des Anhalter Bahnhofs versammelt; außerdem Deputationen verschiedener Regimenter, die Militärbevollmächtigten der deutschen'und fremden Staaten. Das Königszimmer des Bahnhofs war at§ chapelle aadente umgewandelt, inmitten des Zimmers stand eine schwarz verhüllte Estrade. Die Einaänac waren mit Doppelposten besetzt. Vor dem Einlaufen des Zuges erschienen d»rr Kronprinz und Prinz Wilhelm. Von militärischem Salut begrüßt lief der Zug em ' Während der blumenbekränzte Sarg herausgehoben wurde, wandte sich der Kron- vmm den Hinterbliebenen des Statthalters zu. Unter Vorantritt zweier Adjutanten iMirde dann der Sarg in das Königszimmer getragen; dem Sarge folgte der Kron- inim mit der Tochter des Verewigten, hierauf die Lohne und Verwandten depelben, tüht-^d di- Musik die Choräle: „Jesus meine Zuversicht" und „Christus der tft -mein Leben" spielte. Der Kronprinz legte dann einen Lorbccrkranz auf den Sarg und her Kaiser lieft einen mit einem goldenen W und der Kaiserkrone geschmückten 'Wanz niederlegeu. Nach dem Abspielen der Choräle verließ der Kronprinz mit dem Minzen Wilhelm den Bahnhof. Unter Salut der unter Gewehr oerblt-benen Wache mild unter -Borantritt her Adjutanten erfolgte dann bte Ueberfuhrung der Lerche nach bk cm Schlesischen Bahnhof. — Die „Nordd. Allg. Ztg." enthält eine Betrachtung über die durch die Eholera in Spanien erzeugte Lage und die damit verbundene wirtschaftliche Panik, in welcher es heißt- Je allgemeiner die Niedergeschlagenheit ist, welche sich der Nation bemächtigt zu haben scheint, in desto hellerem Lichte erglänzt die Handlungsweise des spanischen Königspaares, welches keinen Augenblick gezögert hat, der Bevölkerung das Beispiel muthigen Ausharrens auf dem gefährdeten Posten und besonnenen Verhaltens inmitten der dräuenden Widerwärtigkeiten zu geben. Die „N. A Z." hebt weiter Hervor, wie der König schon im letzten Jahre angesichts des durch Cholera, Erdbeben und Ueber- schwemmung verbreiteten Unheils persönlich auf dem Schauplatze der Gefahr erschien, mit Rath und That einschreitend und sich als treuen Freund des Volkes in den Saßen der Noth bewährend. So sei auch jetzt sein und seiner Gemahlin Entschluß, die Hauptstadt während der Dauer der Epidemie nicht zu verlassen angesichts der nationalen Heimsuchung, unter deren Joche die große Menge nur zu leicht erliegt, wenn ihr fern moralischer Anhalt geboten wird, von höchster idealer Tragweite. Der Entschluß zeuge von jener Erhabenheit der Auffassung königlicher Berufspflichten, welche den Begnst des monarchischen Staates hoch emporhebt über landläufige politische Doktrinen, die noch obendrein nur zu oft von der Parteien Gunst und Haß verwirrt zu werden pflegen Spanien werde, hinblickend auf die selbstvergessene Hingabe seines Herrscherpaares an die Noth des Landes, alle künftigen Heimsuchungen leichter ertragen. Bern, 19. Juni. Der Nationalrath hat mit 71 gegen 31 Stimmen das vom Ständerath beschlossene Postulat, die Bestimmungen der Militärorganisaton über den vorbereitenden Militärunterricht im Jünglingsalter nicht auszufrchren, abgelehnt. ( , ,, ,, , . Brünn, 19. Juni. Einer dreigliedrigen Arbeiter - Deputation , welche der dem Statthalter die Einwirkung der Regierung erbat, daß die Fabrikanten den zehnstündigen Arbeitstag bewilligen, erklärte der Statthalter, die Regierung könne dies als Worin nicht unterstützen. Er rieth den Arbeitern, sich mit den Fabrikanten gütlich auseinanderzusetzen und warnte vor den Folgen eines längeren Strikes und etwaiger London, 19. Juni. Heute früh find noch li Leichen der bei dem Grubenunglück in Cliftcmhall Verunglückten gefunden. Es ist keine Hoffnung vorhanden, die noch in der Grube Verschütteten zu retten. Die Gesammtzahl der Umgekommenen beträgt nach den neuesten Ermittelungen mindestens 140. Rom, 19. Juni. Der König empfing heute Vormittag Mmghetn, heute Nachmittag Cairoli und besprach mit denselben die Situation. _ Der König empfängt heute Abend Nicotera und den ehemaligen Prastdenten der Kammer, Farini, um mit denselben die militärische Situation zu besprechen. Es heißt, der König werde auch Eialdini empfangen. Madrid, 19. Juni. Gestern sind hier 5 Erkrankungen und 1 Todesfall an Cholera vorgekommen. London, 19. Juni. Oberhaus. Salisbury theilt mit, die Unterhandlungen wegen des neuen Cabinets seien noch nicht so weit gediehen, daß von irgend einer Seite eine Erklärung abgegeben werden könne, er wünsche daher Vertagung des Ha m es bis Dienstag; ebenso beantrage er, die Erwägung der Amendements zur Wahlbezirrs- bill ebenfalls bis Dienstag zu vertagen. Sobald die Annahme der Bill erfolgt lei, wäre die Parlamentsauslösung vor November unmöglich. Eine solche constitutlonellc Neuernng wie die Wahlbezirksbill dürfe nicht vorgenommen werden zu einer Seit, tuo- keine verantwortliche Regierung im Amte sei. Kimberley bekämpfte den Antrag, denelbe wurde jedoch mit 124 gegen 56 Stimmen angenommen. Darauf wird das Oberhaus bis Dienstag vertagt. z,, , ,, „ . — Unterhaus Gladstone beantragt Vertagung bis Dienstag. Labouchdre fragt an, ob es wahr sei, daß die Cabinetsbildung noch nicht erfolgt sei, weil Salisbury bte verlangte liberale Unterstützung nicht erhalten habe, Gladstone antwortet, Salisbury Habe gewisse Eröffnungen gemacht und Forderungen gestellt; sollten die Unterhandlungen ein Resultat herbeiführen, so werde das Resultat und alles darauf bezügliche Wesentliche veröffentlicht werden, womit Salisbury einverstanden ist. Darauf wird das Unterhaus bis Dienstag vertagt. — Ernste Schwierigkeiten in den Verhandlungen des neuen Eabinets nüt den zurückgetretenen Mitgliedern dauern fort. Lokales. Gießen, 20. Juni. sSitzung der Stadtverordneten vom 18? Juni.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herr Beigeordneter Heß, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Barst, Gail, Georgi, Dr. Gutfleisch, Haustein, Hoch, Homberger, Lüdeking, Ad. Noll, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wortmann. Der in einer früheren Sitzung gefaßte Beschluß, in die zu erbauenden Isolir- häuscr im Falle Auftretens der Cholera auch cholerakranke Soldaten der hiesigen Garnison aufzunehmen, wird auf diesfallsige von Großh. Militärbehörde gestellte Anfrage dahin ausgedehnt, daß eintretenden Falls auch die Frauen und Kinder von Militärpersonen in dem Chvleralazareth Aufnahme finden sollen. — Die Verlegung der Schießstände betr. wird, nachdem von Seiten der Militärbehörde die Nothwendig- keit dieser Maßregel dargethan worden, beschlossen, neue Schießstände im Waldplane einzeichnen zu lassen. — Herrn Oeconom Noll, welcher infolge Einziehung eines von der Stadt gepachteten Grundstückes zum Casernenbau an dem Einernten dieses Grundstückes verhindert ist, wird eine Entschädigung von 24 JL bewilligt. — In die Commission für die Beschaffung des Brennmaterials für die städtischen Anstalten werden die Herren B a i st, H o ch und V o g t wiedergewählt. — Für die städtische Turnanstalt sollen 6 neue Eocosmatten angeschafft werden. — Dem Ersuchen Kaiserl. Postamts Gießen um die Genehmigung zur Anbringung eines zweiten Drahtes an der Telegraphen- Leitung Schulstraße-Brandplatz-Brandgasse-Afterweg-Gartfeld wird stattgegeben. — Der Wirthschaftsplan für die Stadtwaldungen pro 1886 wird gutgeheißen und von der darin festgesetzten Schlagmenge von 9970 Festmetern Kcnntniß genommen. Für Wald- cultur- und Waldwegebauarbciten, sind 5000 JL vorgesehen. — Die im Rechnungsjahr 1885/86 abgehaltenen Holzoersteigerungen, in welchen ein Gesammterlös von 61716.18 «X und gegen den Taxpreis ein Mehrerlös von 9629.63 erzielt wurde, werden genehmigt. — Gegen die Ortsarmenverbände Herborn und Mudersbach, welche die Kosten für Verpflegung je eines ihrer Gemeindeangehörigen nicht zurückerstatten wollen, soll Klage angestrengt werden. — Dem Gesuch des Turnlehrervereins Gießen um Ueber- lassung der städtischen Turnhalle zu Turnübungen an Montag- und Donnerstag- Abenden wird stattgegeben. — Das Gehalt für den an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Herrn Lehrer Ebeling angestellten Schulverwalter wird, da Großh. Ministerium die Uebernahme der Kosten auf die Staatskasse abgelehnt, auf die Stadtkasse übertragen. — Die Festsetzung der Baufluchtlinien für den Neuenweg hat eine Anzahl Einwohner dieser Straße veranlaßt, hiergegen Einwendungen zu erheben. Es wird beschlossen, bezüglich des die Festsetzung der Baufluchtlinie veranlaßt habenden Ge'uches des Herrn Metzgermeisters Vogt auf Einhaltung der Linie zu verzichten, wenn sich die geplante Bauveränderung an seinem Hause nicht über den 2. Stock ausdehnt, dasselbe soll bezüglich der anderen Seite des WeuenroegS geschehen, woselbst Bauveränderungen vor der Hand nicht zu erwarten sein dürften. — Nach den mit Herrn Kaufmann Bernhard gepflogenen Verhandlungen wegen Geländeaustausches an seinem Neubau in der Ostanlage sollte dem Gesuchsteller für je 2 Klafter seines Geländes 1 Klafter städtischen Geländes osferirt werden; da jedoch ein städtischer Graben in Betracht kommt, so sollte ihm hierfür Klafter gegen Klafter gegeben werden, im Uebrigen sollte es bei der Festsetzung von 2 gegen 1 Klafter verbleiben. Das hierauf gestellte Gesuch des Herrn Bernhardt um Austausch des ganzen Geländes Klafter gegen Klafter wird mcht genehmigt. — Herr Weißbindermeister Louis Petri III. hat um die Erlaubniß zur Erbauung einer Böschungsmauer am Schoorgraben in der Nord- Anlage und Asterweg und um Ueberlassung von Gelände für diesen Zweck nachgesucht. Die Erlaubniß wird ertheilt unter der Bedingung, daß die Mauer 1 Meter von der Grabenaxe entfernt bleibt; für das Gelände wird mit Rücksicht auf den gemeinnützigen Zweck, als welcher die Aufführung einer Mauer angesehen werden kann, der Preis von 5 JL pro Meter festgesetzt. — Dem Gesuch der Herren Brauereibesitzer Gebrüder Röhr le um Erlaubniß zur Anlegung eines Einganges zu ihrer Besitzung wird widerruflich Genehmigung ertheilt;, dasselbe geschieht mit dem Gesuch des Herrn Rentner Ferdinand Gail bezüglich seines Gesuches um Erlaubniß zur Anlegung einer Rohrleitung nach der Wieseck. Desgl. findet das Gesuch des Herrn Stationsassistenten Martin Lenz um Erlaubniß zur Herstellung einer Einfahrt Genehmigung. - Von der Bürgschaftsleistung des Herrn Conrad Atzbach, welchem die Erlaubniß zur Förderung von Sand auf einem städtischen Grundstücke in der Nähe der Schießstände der ^chutzengesellschaft gestattet worden, nimmt die Versammlung Kenntniß. ließen, 20. Juni. Die für Dienstag den 16. d. Mts. anberaumt gewesene constltmrende General-Versammlung der Kaufmännischen Kranken- und Slerbekasse (e. H.) zu Gießen mußte wegen zu geringer Betheiligung verschoben werden. Dieselbe wurde gestern Abend im „Frankfurter Hof" abgehalten. Von der Tages-Ordnung wollen wir vorerst nur Punkt 2, Vorstandswahl, erwähnen, wonach die statutenmäßig vorgeschriebenen 7 Vorstandsmitglieder, sowie 3 Revisoren gewählt wurden. Auf die übrigen Theile der Tagesordnung werdeii wir in einem ausführlichen Bencht in den nächsten Tagen zurückkommen. Nachdem die Kasse nunmehr definitiv gegründet ist, wollen wir hoffen, daß dtefenigen Herren, welche sich noch nicht angemeldet haben, dies in aller Kürze thun werden; ferner mochten wir aber auch noch einmal des Inhalts der Schlußrede des Vorsttzenden Herrn Koser erwähnen, daß nur durch ein einiges Zusammenwirken und reges Interesse an der Sache die Kasse bestehen und sich erweitern kann und daß man ferner dem Vorstände die Arbeit nicht allein aufbürde, sondern denselben in seinem gewiß schwierigen und zeitraubenden Amte nach Möglichkeit unterstützen möchte. Uuwerfität»- Chronik. . . . ~ Der Professor der Mathematik am Polytechnikum ,« Aachen, Dr. H. Stahl, Oüt einen Rus als ordentlicher Professor an die Universität Tübingen erhalten und angenommen. O — /An Universität Würzburg habilittrte sich Dr. med. Arnim Adolf Landwehr als Prwatdoeent. . ~ der berühmten Universitäts-Bibliothek zu Parma, die, 80,000 Bände, darunter die seltensten Jneunablen und die ältesten Druckwerke- Italiens enthält, wurden oOOO Bande gestohlen. Der Biblioiheks-Secretär Cav. Passini wurde in Haft genommen. v ' , — In Bayreuth verschied am 11. Juni Professor Dr. med. et phil. Frei- ^deutlicher Professor der Physik an der Universität Greifswald. In letzter Zelt leidend , war er fett Schluß des Wintersemesters beurlaubt und nach Bayreuth zu seiner Heilung ubergesiedelt. ' Ißicn, 14 Ium. In der hiesigen Depositenbank ist eine größere Defraudation ".t worden. Der provisorische Vorstand der Wechselabtheilung hat 54,000 Gulden unterschlagen und Nicht blos diesen der Bank Deruntreuten Betrag auf geradezu sinnlose Weise im kleinen Lotto verspielt, sondern auch außerdem das Vermögen seiner Frau und andere hohe Summen dieser Leidenschaft geopfert- insgesammt dürste die von Harres verspielte öuinme die Höhe von 150,000 Gulden übersteigen Karres wurde Samstag Abends verhaftet und mit ihm zugleich der Inhaber eines Börsen- Commtssions-Geschaftes, Paul Hübery, sowie der Handelsagent Karl Solterer in Hast genoinmen, da sie beschuldigt sind, an den verbrecherischen Manipulationen des Harres theflgenommen zu haben. r. ” ®in ^nfaches und wohlfeiles Mittel, welches die Fliegen nicht nur aus den -^jjnraumen vertreibt, sondern sie überhaupt abhält, uns mit ihrem Besuche zu beehren welches ferner weder unseren Riech- noch unseren Athmungsorganen lästig wird, im Gegentheil, wegen der schonen Form der Blätter und des saftigen frischen Grüns von Jedermann gern tm Zimmer gesehen werden wird, ist die Ricinuspflanze. Man stelle an fedes Fenster nur eine solche Pflanze und man wird über den Erfolg staunen. Das Oel, welches aus dem harnen gewonnen wird, befindet sich auch fein zertheilt in den Zellen der Blatter und des Stengels, von wo ans cs sich der Lust im Bereiche der Pflanze mittheilt. Keine Fliege durchdringt diesen Zauberkreis, wenn nicht, mn scbnrN aus dem Zimmer in die freie Luft zu gelangen. Natürlich gilt das Gesagte nur von größeren und stärkeren Pflanzen, inbeß des billigeren Preises wegen kann man Ück Zenker davon zulegen, indem wenige Pflanzen so lebensfähig sind und so rasch wach en w/e gerade Ricinus. Besonderer Pflege bedarf er nicht, nur sei man darauf bedacht die Stocke jebe§ Jahr umzufetzen, weil sie in Folge ihres außerordentlich raschen Wachsthums der Erde sehr bald die Nährstoffe entzogen haben. Eigentlich mutt es uns Würger nehmen, dieses Mittel so selten bei uns angewendet zu sehen. In Süd Italien, Sud-Frankreich und Griechenland kennt es in den meisten Gegenden der einfachste Bauer, wendet es an und, wie der Augenschein zeigt, mit dem größten Erfola Berlin, Ium. Der „Post" zufolge hat eine Operation, die in ärztliche Kreisen das allergrößte Aufsehen macht und geradezu als ein chirurgisches Kunststück bezeichnet wird, vor Kurzem Professor v. Bergmann in der Königlichen Klinik in der Ziegelstraße an einem Knaben ausgeführt. Derselbe hatte Knochenfraß (Carles) im Oberarm, wobei ein ganz bedeutender Theil des Oberarmknochens herausgesägt werden mußte. Gleichzeitig hatte Professor v. Bergmann einem kleinen Mädchen, welches über- fahren worden war, ein Bein zu amputiren; v. Bergmann nahm nun ein Stück Ober schenkeltnochen aus diesem amputirten Bein heraus und füllte damit die Lücke des Oberarmes bei dem kranken Knaben aus. Diese geniale Operation führte zu einer überaus glücklichen Verheilung des Oberarmes, so daß der Knabe den Arm vorzüa- lich wieder wird gebrauchen können und auch einen regelmäßig geformten Oberarm erhalten hat. — Der Feuermann F. Döhme in Triebes nahm am Mittwoch Morgen nachdem er wegen zu späten Heimkommens mit seiner Frau Streit gehabt hatte seine 3 Kinder und ging fort, um nie wieder Heimzukommen. Das 6jährige Mädchen band er mit Weldenruthen mit dem 4jährigen Knaben zusammen und warf sie in den nahe gelegenen Teich, worauf er mit dem jüngsten Kinde im Arme selbst nachsprang. Alle Vier konnten nur als Leichen herausgezoaen werden. L K — Eine neue Erfindung des besonders auf dem Gebiete der Heizungstechnik bekannten Friedrich Siemens in Dresden. Es handelt sich hierbei um ein Verfahren Mas ebenso zu gießen, wie es mit Metallen geschieht, dem Glase also ohne Dazwischentreten der Bläser gleich die gewünschte Form zu geben. Das Gußglas soll alle Eigen: schaffen des von. Fr. Siemens gleichfalls erfundenen, bereits sehr verbreiteten Preß: Hartglases besitzen, das heißt etwa so hart und widerstandsfähig sein als Diamant und achtmal mehr aushalten als gewöhnliches Glas. Das Verfahren weicht insofern von dem Metallgießverfahren ab, als die nicht aus Sand, sondern aus pulverisirtem Porcellan bestehende Form erhitzt und gleich darauf abgekühlt wird. Anscheinend handelt es sich hier also um eine verbesserte Methode der Herstellung von Preßhartglab Dieses wird bekanntlich dadurch gewonnen, daß man eine glühend gemachte Masse gewöhnlichen Glases in eine aus Metallplatten bestehende Presse bringt und dadurch zugleich plötzlich abkühlt, also in letzterer Beziehung wie beim Härten von Stahl verfahrt. Der Grad der dadurch erzielten Härtung hängt von dem Wärmeleitungs- vermögen der Metallplatten der Presse ab. Bestehen sie aus Tupfer, d. h. aus einem sehr guten Wärmeleiter, so erfolgt die Abkühlung rascher und es wird das Glas härter- verwendet man aber z. B. Eisen, so entsteht das sogenannte halbgehärtete Glas, welches indessen immerhin dreimal härter ist als gewöhnliches. Preßglas und Gußglas verdienen schon deshalb die größte Beachtung, weil diese Producte mit der Zeit nicht blos das gewöhnliche Glas verdrängen, sondern auch Eisen und Stahl eine empfindliche Concurrenz bereiten könnten. Es steht Gußglas schon jetzt, obwohl die fabrikmäßige Herstellung kaum begonnen hat, nicht höher im Preise als Gußeisen und man darf erwarten, daß die Siemens'sche Fabrik mit den Preisen noch weiter herabgehen werde Daß aber Glas, sobald es eine gleiche Festigkeit hat als Eisen oder gar Stahl, vor letzterem i« vielen Fällen den Vorzug verdient, steht außer Frage. Unschätzbar ist namentlich der Umstand, daß es gegen athmosphiirische Einwirkungen unempfindlich ist, also mcht rostet; und es erscheint demnacb die Annahme nicht ausgeschlossen, daß cs dereinst, wenn nicht die Bahnschienen, so doch wenigstens die hölzernen oder metaüenen Bahnschwellen ersetzen werde. Der Erfinder faßt aber daneben Spiegel- und Fensterglas, Bauornamente, Fliesen, Flaschen für den Feldgebrauch, sowie überhaupt zahlreiche Gegenstände ins Auge, iu deren Herstellung man bisher Glas dessen Zerbrechlichkeit wegen nicht verwenden durfte, obwohl sich dieses Material zu den betreffenden Zwecken vorzüglich eignet. — Vom Müsterle und Muster erzählt der „Schw. M." folgende niedliche Geschichte: Eine ziemlich häßliche schöne las in genanntem Blatt einen Heirathsantrag und trat mit dem Heirathscandidaten, welcher in Pforzheim wohnte, in schriftliche Verbindung und schließlich wurde eine Zusammenkunft auf dem dortigen Bahnhof beschlossen. Sie schickte ihm als Erkennungszeichen ein „Müsterle" von dem Kleid, welches sie trage und kam Morgens mit dem ersten ßuge an; sie wartete alle ^üge ab, aber vergebens. Zuletzt fuhr sie bitter enttäuscht wieder nach Hause. 'Am anderen Tage las sie in der Zeitung: ,,s' Müsterle hott' m'e scho' g'falle, aber s Muster net." Literarische-. ** Richard Wagners Frauengestalten. Ein Vortrag von Ella Mensch. Preis 50 Pfg. (Der Reinertrag der ersten Auflage ist zum Besten des hessischen Lehrermnen-Heims bestimmt). Darmstadt, L. C., Wittich'sche Hofbuchdruckerei. Dieser in Darmstadt gehaltene und auf Veranlassung des „Vereins für ein hessisches Lehrerinnen-Heim" gedruckte Vortrag giebt in fesselnder und eleganter Rede eure feinfühlige Charakteristik der Frauen in R. Wagners Musikdramen von der Irene im „Rienzi" an bis zur Brünhilde in der „Nibelungen-Tetralogie". Wer sich für dieses Thema interessirt, oder wer für jenen wohlthätigen Zweck eine kleine Gabe beisteuern will, sei auf dieses Schriftcheir aufmerksam gemacht. Auszug aus dr« Kirchmdüchrr« der Stadt Metzen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 14. Juni. Martin Theodor Julius Dörr, Schlossermeister zu Gießen und Auguste Juliane Wehrum, Tochter des verstorbenen Schuhmachers Heinrich Carl Wehrum zu Gießen. , Getaufte. Den 14. Juni. Dem Rangirer Friedrich Bachmann eine Tochter, Katharine Marie Elise, geboren den 20. März. Denselben. Dem Dienftmann Heinrich Johannes Münker ein Sohn, Heinrich Johannes, geboren den 20. Mai. Denselben. Dem Schlosser Heinrich Schmidt eine Tochter, Ida Katharine Caroline, geboren den 14.^Mai. Denselben. Dem Schuhmachermeister Heinrich Seidewand eine Tochter, Elisa: bethe Georgine, geboren den 23. Mai. Denselben. Dem Zugführer Georg Friedrich Brückel ein Sohn, Carl Albert Ferdinand, geboren den 17. April. Denselben. Dem Perrondiener Carl Winnecker ein Sohn, Heinrich Kaspar, geboren den 26. März. Denselben. Dem Schneider Nikolaus Biesdorf eine Tochter, Johanna, geboren den 29. Mai. Denselben. Dem Kaufmann Wflhelm Haustein eine Tochter, Emma Wllhelminc Luise Theodore, geboren den 16. Mai. Denselben. Eine außereheliche Tochter, Marie Elisabcthe Elise Johanna, geboren den 22. Mai. » Beerdigte. Den 14. Juni. Joseph Mannberger, Weißbinder und Lackirer, alt 48 Jahre, starb den 11. Juni. Den 16. Juni. Carl Albert Schulz, Bataillons-Büchsenmacher, alt 37 Jahre, starb dm 14. Juni. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser IG1/»0, Luft im Schatten 151/2O. L. Chr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. L?[» («4 *»». L^orbenS^: ÜÄ “'ifttn Ä «li Kt*, KrsK LPZL ?nNd)en ÄB^ LrK 11 W "«chlmiz z ifertV" W* Stelr,um Wl Wt M« °lI«°hi>eD,L -WMUML L** «brnwW M to «15 Sine MM wattig ,°»5 pull* N * AU« 1*™« »mPrÄ» Wend gemachte N'. T£he bringt und bufe m -Härten von StG- von dem WämeleitUp pupfer. d. h.aus m d es wird das Glas Wi halbgehärtete Glas, M eßglas und Gußglas r ide mit der Zeit nichts S Stahl eine empfiiüL , obwohl die fabckch s Gußeism und man L“ 1 weiter herabgehen < sen oder gar Stahl, w r Frage. UnschW e lirkungm unempfbtbliir icht ausgeschlossen, baj; e hölzernen odermckL ben tyieg& und Fch fpwie überhaupt fabln as dessen Zerbrechlib iknbdx^mW^ V folgende nMA Platt einen HeiratMü im wohnte, in W uf dem dortigen Msterle" von dm W m; sie wartete alle H wieder nach Hack - ■ m'e scho' g'falle, ck« Wni»®| wm Seit« des M md-z **K minder und eleganter.- iclungen-Tetralog'^ -, hllhätigen Zlveck ein - Statt NW. 1 d11 t*ad)«8 «O sh M11* 1 16®«' J b ;ttt* O ,wäno e»11 ft'1* a ein " ®*' ,W Handel und Verkehr. 29- Juni Auf dem heutigen Markt kostete: Butter ver Pfund ^0.7o-c-90, Hühnereiern Srck. 9-11 Enteneier St- 5-6 H, Gänseeier 00-00 Euse pr. Stuck 4--9^KLsematte 2—6 Erbsen pr. Liter 20 Linsen 28 ßnn P7^aO/L?'o0-^'8l Hühner per Stück .x 0.90—1.30, Hahnen pr. ©tüd Stück x 1.50-2.20, Ochsenfleisch per Pfund 68-00 ^-1)0 Schweinefleisch 50—60 Hammelfleisch 64-70 Kalbfleisch 50—54 Kartoffeln per 100 .Kilo JL 3.50—4.20, Milch per Liter 12—16 I Giebeln per Centner X 9.00-10.00, Kirschen per Pfund JL. 0-20-0.25. Plakat-Fahrplan aßet auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für bas Sommerhalbjahr 1885 ist in der Erp-dition ds. Bi. sowie durch die Zeitungsträger L 20 H zu beziehen. Die Seugras- versteigerung VOM 18. und 19. Juni von den Do- manialwiesen ist genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Gr. Rentamt Gießen vom 27. d. M. an abgeholt werden. Gießen, den 20. Juni 1885. Großherzogl. Oberförsterei Gießen. _____________Block._________4602 Vergebung von Maurerarbeit Zur Erbauung russ. Schornsteine arf dem Hofgut Schiffenberg soll die erforderliche Maurerarbeit im Betrage VM 627 v4t vergeben werden. Darauf bezügliche Offerten sind bis zum 24. Juni L I., Vormittags 11 Uhr, bei uns schriftlich einzureichen, wo in- mäschen Plan, Voranschlag und Be- diingungen eingesehen werden tonnen. Gießen, den 20. Juni 1885. Großh. Kreisbauamt Gießen. _______ Walter.______4616 'Das HeugraS von der cameral- fimalischen Sorauwiese wird Mittwoch den 24. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr bei Wirth Walter zu Daubr in gen verweigert. Treis a/L., den 19. Juni 1885. Großh. Oberförsterei Treis a/L. A mendt. 4586 Heugras- Versteigerung. Mittwoch den 24. d. M. soll das Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen, und zwar von denjenigen bei Wies eck Vormittags um 9 Uhr im Dorfeldffchen Garten, unb von denjenigen bei Badenburg Nachmittags um 5 Uhr auf der Baden- burg versteigert werden. Wieseck, am 20. Juni 1885. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. _______Sommerlad. 4604 Mittwoch den 24. Juni, Vormittags 11 Uhr, mrld in der Flett'schen Hofraithe, Wa.llthorstraße 28, ein gutös leichtes Wagenpferd, sowie ein Pferde- gesschirr gegen Baarzahlung ver- seigert. Meßen. F. Hoffmann, M3 Concursverwalter. Jeikgeöotenes. Alle Sorten trockene Farben, imiie Oelfarben, fertig zum An- iäch, schnell und hart trocknend, kacke, Oel- und Weingeist- krniffe Pinsel, Leim u. f. w. vpsiiehlt billigst L. Krombach __Neustadt 27. Salzgurken fdlwinb feinschmeckend, offenrt in größeren U. flseineren Gebinden billigst Reinhold Bechstedt, _________ Langensalza-_______ Sp'ezsrei- u. Farbwaoren- Ladeneinrichtung aiÄlaufen. Zu erfragen in der Exxed. Ds. Mtts. 4588 Allgemeiner Anzeiger. Den Restbestand meiner consectionirten Wäsche, sowie Sommer- unb Winter-Unterwäsche verkaufe, um rasch damit zu räumen, zu auffallend billigen Preisen. 4612 M. Kann, Weißwaarcnqeschäft. 53 Man abonnirl bei allen Post-Aemtern Deutschlands, Oesterreichs, der Schweiz rc. für 2 Mark 50 Pf. für das Vierteljahr, in Berlin bei allen Zeitungs • Spediteuren für 2 Mark 40 Pf. vierteljährlich, für 80 Pf. monatlich einschließlich des Bringer» lohns. Abonnements-Einladung auf die Berliner Gerichts-Zeitung. 3. Quartal 1885. 33. Jahrgang. Die Berliner Gerichts-Zeitung, in Berlin wie im ganzen übrigen Deutschland vorzugsweise in den gut situirten Kreisen der Beamten, Gutsbesitzer, Kaufleute rc. verbreitet, ist bei ihrer sehr großen Auflage für Inserate, deren Preis mit 35 Pf. für die 4gespaltene Zeile sehr niedrig gestellt ist, von ganz bedeutender Wirksamkeit. siin Recht nicht kennt, hat den Schaden zu tragen! Wer sich vor solchem Schaden an Ehre und Vermögen bewahren will, abonnire auf die »Berliner Gerichts- Zeitung-, die, von den hervorragendsten Berliner Juristen redigirt, bei ihrem niedrigen Abonnementspreis, bei ihrem reichhaltigen belehrenden und unterhaltenden Inhalte in keinem deutschen Haushalte fehlen sollte. In volksthümlichcr und pikanter Darstellungsweise berichtet das Blatt über alle interessanten Criminal- und Civilprocesse des Jn- und Auslandes, namentlich der Berliner Gerichtshöfe; unterzieht es die neuen Reichs- und Landesgesetze leicht faßlicher, eingehenden Erörterung, und erklärt es alle beachtens- werthen, neuesten Entscheidungen des Reichsgerichts, Kammergerichts und Ober- verwaltungsgenchts, deren Kenntniß in den weitesten Kreisen, namentlich allen Fabri- kanten Kaufleuten, Haus- und Gutsbesitzern rc., selbstverständlich allen Juristen unentbehrlich ist. Diese Ausführlichkeit von jedermann durchaus nöthiger, sehr leichtver- standlich dargestellter Belehrung in Verbindung mit dem reichhaltigen, allen Abonnenten m schwierigen Rechtsfragen kostenfreien Rath ertheilenden Briefkasten, das anerkannt höchst gediegene Feuilleton, welches stets die neuesten, besten Romane sowie belehrende und humoristische Arttkel unserer ersten Schriftsteller enthält, führen der „Berliner Gerichts-Zeitung" unausgesetzt eine große Anzahl neuer Abonnenten zu, so daß sich dieselbe mit vollstem Rechte zu den aelesensten. verbreitetsten Blättern Deutschlands rechnen darf. — Außer dem vorher Angeführten bringt die Zeitung den Lesern eine guUc pon Unterhaltung durch eine umfassende Chronik der Berliner Tages-Ereignisse, vermischte Nachrichten von nah und fern, unparteiische Kritiken über Berliner Kunst- und Theater-Rovitaten, eine ganz eigenartige, höchst pikante politische Rundschau aus r-Jr./cr Sne? .r, beliebtesten Berliner Publizisten, welche die Leser über alle wichtigen politischen Ereignisse onentirt, endlich Reichstags- und Landtags-Berichte rc. rc. Allen neuen Abonnenten der Berliner Gerichts-Zeitung wird auf Wunsch der Theil der ungemein interessanten Novelle von Rudolf Menget», „Gräfin Loreley“, soweit die Novelle bereits zum Abdruck gelangt ist, vollständig und ganz kostenfrei prümiirt: Cassel, "Wien, Büdingen mehrfach bewährt gegen Feuer u. Diebesgefahr JWICTItE- AtoanikflMh . d. Bl.4589 Wermischte Anzeigen. 4584 Auf eine sehr gute, mehr als doppelte Sicherheit gewährende 1- Hypothek, bestehend aus werthvollen Gebäuden und Grundstücken, wird ein Capital von 32000 «X, womöglich auch 33—34000 X gesucht. Näheres bei der Exp- d- Bl- 4oöl Einen tüchugen Arveiter auf dauernde Beschäftigung sucht Ch. Ph. Euler, Ludwigstraße 14. bac?5 4618 Ein zweireihiges Korallenteil' chen mit goldenem Medaillon verloren. Gegen Belohnung abzugeben Frankfurter- stratze 36, II. Stock. , 4615 Eine ältere Person wird bei hohem Lohn pr. sofort gesucht für die Pflege eines Kindes, zum Austragen ec. Näheres zu erfragen in der Exped. d-A ein geprüfter zuverlässiger Heizer. Volkmann, Heuchelheimer Mühle- 4600 Ein seit mehreren Jahren be- schäftiger Wärter empfiehlt sich für Krankenpflege und Wartung- Näheres in der Exped- d. Bl. 4580 Ein'braves Mädchen für Küche und Hausarbeit auf Michaelis oder früher gesucht. Frau H. Adami, Südanlage 19^ 962 Ankauf von Lumpen, Knochen, Eisen, Messing, Werg, Akten, Geschäftsbüchern zc. zum Einstampfen- Neuenweg 22 Montag « Uhr: Uebung. Nach derselben Berichterstattung den 12. Hess- Feuerwehrtag.---— Es bietet wohl kaum eine politische Zeitung ihren Lesern in so reichem Maße eine anregende Lektüre, zu einem so billigen Abonnementspreise, als das B- T-" das sich durch seine Reichhaltigkeit, Vielseitigkeit und sorgfältige Auswahl seines Inhalts, einen festen Stamm von 70,000 Abonnenten zu erwerben gewußt hat unb somit die bei Weitem gelesenste und verbreitetste Zeitung Deutschlands geworden ist. _____ Mthgksuch. Per September w- e. freunbl. Laden m- 2 Schaufenstern, an lebh. Geschäftslage Gießens auf längere Jahre zu miethen gesucht. -Offerten sub M. 8. 8 postlagernd Frankfurt a. M. erbeten- 4620 Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthalt 3 Die Nr. 37 enthalt: Souverän- Roman von A. v- d. w- (Fortsetzung). — In tausend AengsttN- Bild von P Krieger- - Wer war her Mörder ? Von August Niemann- --Fluder fröhlichen Fähnnchszert- Von H. U Mit Illustration von R- Knote - - Testament des Großen Kurfürsten. Rogge. Mit Illustration nach d-^ Bilde non A. Gennerich und den P°rN°>^ der beiden Gemahlinnen des Großen K fürsten- - Außenbords. Von Pfarrer Heims. - Am San '> Die Ableitung des NamenS Cholera- Die Nackikomnien der Cimbern. — rath- — In unserer Spielecke- . Mit zwei illustrirten Beilagen, furchtbarer Streik. "neueftc-5 lichem Gebiete. - Kapttan Boytons ncuen-^ Schwimm-Kunststuck. — Umschau tn Landen •------------------ Sehr. RöhHe, früher Pöschel’s Bierhalle. Sonntag den 21. Juni: flroßes Mmd-Concerl ausgesührtvon der Capelle des 2. Grotzh. Hess. Jns.-Regts. Nr. 116, unter Leitung des Capellmeisters Herrn C. Krautze. Anfang präcis 8 Uhr. Entree 30 I*fg. 4613 JP. 1Tmtneli Restaurateur. Uerliner Kagcblatt. nebst seinen werthvollen Separat-Beiblättern: Jllustr. Witzblatt „ULK“, bettetr. Sonnlagsblatt „Deutsche Lesehalle", „Mittheftungen über Landwirth- scha ft, G a r teu b a u und H a u s w i r t h s ch a t t". Eine weitere Bereicherung des Inhalts hat das „B- T>" erfahren, indem es letzt auch Montags mit der feuillet Beilage „Der Zeitgeist" erscheint. Diese Zeitschrift enthalt einen hr-r- vorragenden Theil der Aussätze des „Deutschen kanntlich der Mitarbeiterschaft der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller erfreut. Das tägliche Feuilleton des „B-.T." bringt die Romane und Novellen unserer ersten Autoren; im bevorstehenden Ouartal erscheint tn demselben. «Quartett", Berliner Roman von Fritz Mauthner, .Die Geschichte der stillen Mühle", oon Hermann Sudermann. Außerdem erscheint im .Zeitgeist" die neueste Novelle „Himmlische u. irdische Mebe" °°n Paul Heyse. Thätige Agenten gegen hohe Provision von einem Wein» producent in Rheinhessen gesucht, zum Verkauf seiner Weine an Private u- Wirthe. Off. unt- B. 467 bef- Rudolf Moste, Darmstadt. „ __^_v Eine gut erhaltene ftitbei wird zu kaufen gesucht. Gefl- Off. unter F. 50 an die Exp. d. Bl. 4621 4614 Eine silberne Remontoir-Uvr, Nr. 4915, auf dem Heuchelheimer Sanger- fest verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung aus der Exped- d. Bl- abzugeben. T619 Meine Wohnung befindet fich Neuenweg 62, Wiener Hof- Louis Feldhaus, Lohnkellnu^ . v. i a Restauration mm Kloster Arnsburg. Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich auf vielseitiges Ve^ langen von jetzt ab meine Gäste auf vorherige Bestellung vom Bahnhof Lch per Wagen abholen und auch wieder zurückbrmgen laste. Der Preis ist für größere Gesellschaften entsprechend billiger, im Wgememen niedrig nornurt- Indem ich um recht zahlreichen Zuspruch bitte, empfehle ich intd) 4477 Hochachtungsvoll Sr» ePltls»» MrieMMM Giessen Montag den 22. Juni, Abends von 8 Ahr ab: MonaKoersammlung. *” Gremüthliche Vereinigung auf der „Germania". Abend-Unterhaltung unter gefl. Mitwirkung des Gießener Aitherclub (Wohlthätigkeitsverein). Die Mitglieder werden eriucht, sich mit Fainilie recht zahlreich einzufinden. Bei allen Wunsch VostanstsUkn e> Mark 23 Pf. Prodenummer d Deutschen Reiches gratis u. franco. für das Vierteljahr Juli, August, September. Unter Berücksichtigung des überaus reichen und gediegenen Inhalts die billigste Zeitung Deutschlands^ Wiener Hof. Heute Sonnabend den 20. Juni: Vorletzte, Morgen, Sonntag den 21. Juni: Unwiderruflich Abschieds-Soiree WermiellMgen. 4596 Eine Wohnung von 3 bis 4 Zimmern mit Zubehör für sofort ober später zu vermiethen. Hamufttratze Z/. 45971"Laden mit Wohnung zu vermieden. Ferner eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör im ersten «Lftvck. W. Ferber, Buchhändler, Kirchenplatz. ^4591] — Logis an ruhige Leute per 15- August zu vermiethen- Grünbergerstraße 40.^ 45921 Logis, 6 Zimmer, Badezimmer, schöner Garten pr. sofort zu vermiethen. Carl Slohr I, Ludwigsplatz 4593 Ein Familienlogis zu vermiethen. Grünbergerftraße 41. ^4601 Ein Logis vermiethet Ludwig Schmitt, Glaser. 4598 Zwei möblirte ober unmöblirte Zimmer zu vermiethen- Ecke Alice- u. Ludwigsstr- Nr^ov^ 4607 Die Belletage in meinem Hause, Ecke der Alieen- und Ludwigstraße, sowie ein Logis im 3. Stock daselbst zu vermiethen. Koch, Bauunternehmer. , von Willi. Gipner’s Coacert-Sänger-Gesellschaft. Anfang: 8 Uhr. — Entree: 50 Pfg., Kinder 25 Pfg. Mr Bei Regenwettcr finden diese beiden Letzten Soireen im Saale deS „Casv Leib" statt- _______________ Turnverein. Adm-rsch n-ch «i-stck Punkt 2 Tunch.1,. bfww 'SW <3*5$# JjjZ Werlag von Y. Schukh & ßo. Straßburg i. ß. tt ( a Bi Ä! —r | 3; o GO Man abonniert in allen Buchhandlungen aus