n im Utlb Sw oblirte 2:m ~ Neigen. irdia ^Maht. Mam ^bganüspuUle her ^iinshohe neleoen llc. ^richtunc,. auj- nS*/unbiielllr «Mitum beftens. Aner 1 oO. $er. am Bahnhof, ^ean Mer-ard. Mädchen aus guter ,u‘ ^khreibeu erfaß: einem Colonial- oder In der Erp. b. Bl. ° 19. M: iWesIpUil )n der Lahnbrucke. er Borstand. V- Jet-Kettr gestern lchen Badeanstall lie- en Belohnung abzu- . »rf in */> ' 20 eigns • 16 gl >les:: 4 Weund Hausarbeit. Erped- dL. und Blei sten'Preise >nnfN Zufall» Tei, Neven SauejL HtE-l, Zarnenstiefel iS Rothenberger, Neuemveg^^—— isch, Englisch, ST5”. latuw «”• n wü OM ßO6 3.-^ Aug« 'ZN. brauner Hund msen- Neustadl 49. offer sucht Hin ff, Siidanlage. igen Erde zum 'M- en. I. Lchmückn. itt gute erste , Näheres bei .erger, Lindenplah. MenZeügMe!^ auf sofort für Eng- e Hinreise, guter Lohn, s zum nächsten Mitt- r schriftlich bei Herrn a machen Nr. 16» Erstes Blatt. Sonntag den 19. Juli 188K Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint mit >«$ WtenUg*. «fritre*« : Schul'stratze 7. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Kraemer. •tdi viertel fährlich 2 Mork 20 Pf mit Brinqertvtz» Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 W. 1 Shawl, 1 Schürze. zugelaufen: 1 Stallhase. Gießen, am 18. Juli 1885. Gefunden : 2 Portemonnaies mit Inhalt, 4 Taschentücher, 1 Cigarrenspitze, 1 Henkelkorb, 1 Lebertasche mit Inhalt, 1 Lorgnette, 1 Buch, Deutschland. Koblenz, 16. Juli. Die Kaiser!. Majestäten unternahmen heute Abend von 7 bis 8 Uhr noch eine gemeinschaftliche Spazierfahrt; um 9 Uhr 30 Min. verlieb Se. Maj. der Kaiser Koblenz, um sich mittelst Ertrazuges direct nach Konstanz zu begeben. Hesterreich. Wien, 14. Juli. In der jüngsten Zeit ist von einzelnen jugendlichen Heißspornen an der Wiener Universität der Versuch gemacht worden, dem Deutschen Schulverein", der bedeutendsten und wichtigsten Errungenschaft, welche das deutsche Volk in Oesterreich bis jetzt zu verzeichnen hat, wenigstens zum Theil eine judenfeindliche Färbung zu geben. Die „akademische Ortsgruppe des Deutschen SckulvereinS" in Wien faßte nämlich in einer Vollversammlung den Beschluß, keine Juden als Mitglieder auszunehmen, und erregte durch denselben großes Aussehen und Mißbilligung. Man muß dabei berücksichtige«, daß, wie die Rechnungen und Einnahme-Bestätigungen des Deutschen Schulvereins klar Nachweisen, das jüdische Element, besonders in Nieder-Oesterreich, nicht Unerhebliches leistet. Der Vorstand des Deutschen Schulvereins wurde, als der Beschluß der akademischen Ortsgruppe bekannt wurde, angegriffen, weil er nicht gegen denselben sofort eingeschritten sei. Heute hat nun auch Dr. Weitlof, der Präsident des Deutschen Schulvereins, im Namen des Ausschuffes die Erklärung abgegeben, daß sie, sobald die akademische Ortsgruppe nach den Ferien wieder vollständig versammelt sein werde, den Versuch machen würden, dieselbe zur Zurücknahme ihres Beschluffes wegen der Ausschließung d-r Juden zu veranlassen, und daß man, so lange dies nicht geschehen sei, diese akademische Ortsgruppe nicht als einen Zweigverein des Deutschen Schulvereins ansehen werde, in dem Platz sein müsse für Juden wie Judenfeinde. Damit ist die Angelegenheit soweit beigelegt, als es zur Stunde anging. Wie nothwendig und bedeutungsvoll die Thätigkeit und Unterstützung des Deutschen Schulvereins ist , beweist u. A. die traurige Leidensgeschichte einer deutschen Schule in Königgrätz, über welche die heutige „Deutsche Zeitung" einen ausführlichen Bericht enthält. Ohne das Entgegenkommen des Militär-Commandos in Königgrätz, welches für die deutsche Schule eines der militärischen Gebäude zur Verfügung stellte, und ohne bte Unterstützung des Schulvereins wäre es den maßlosen czechischen Treibereien gewiß •gelungen, der einzigen deuschen Schule in Königgrätz, die aus einer Privatschule Oervorgegangen, den Garaus zu machen. Denn was sowohl von Seiten der Gemeindebehörden, als auch von dem k. k. Bezirks-Schulinspector gegen die Fortdauer und Entwickelung dieser Schule geschehen, spottet jedweder Beschreibung, und man darf die ernste Erwartung aussprechen, daß sowohl das Unterrichts« Ministerium, als auch das Ministerium des Innern sich mit der Auffassung, welche die Czechen in Königgrätz über die Gleichberechtigung beider Nationen zu hegen scheinen, etwas eingehender beschäftigen werde. Telegraphische Depeschen. Wolsf'S telegr. Eorrefpondtnr-Bureau. Konstanz, 17. Juli. Seine Maj. der Kaiser, Allerhöchstwelcher die Reise von Koblenz hierher obne Unterbrechung zurückgelegt, ist heute Morgen 8 Uhr im besten Wohlsein hier eiugetroffen. Ihre Kgl. Hoheiten der Großherzog und die Frau Groy- herzogin erwarteten Se. Majestät am Bahnhofe und geleiteten Allerhöchstdenselben zum Dampfschine, mittelst dessen die Fahrt nach der Mainau angetreten wurde, wo die Herrschaften um 9 Uhr landeten. . — Se. Majestät der Kaiser, Allerhöchstwelcher mittelst Extrazugs von Koblenz Punkt 8 Uhr hier eintraf, wurde am Bahnhöfe außer von dem Großherzoglichen Paare von den Spitzen der Behörden empfangen. Vom Bahnhof bis zum Hafen bildete die gesammte Schuljugend Spalier und eine vieltausendköpfige Menge begrüßte den Kaiser mit endlosen Hochrufen. Auf dem Oberdeck des reichbewimpelten Dampfbootes stehend, fuhr Se. Majestät unter den abermaligen Ovationen der zahllosen Menschenmenge um ■8V2 Uhr nach der Mainau ab. Berlin, 17. Juli. Der „Reichs - Anzeiger" veröffentlicht das Lehrer- pensionsgesetz. t . Wien, 17. Juli, Nachdem die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Nordbahn beendet sind, beschloß die Direction der Nordbahn, in der zweiten Hälfte des Monats August eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen, welcher ein Antrag auf Annahme des vom Reichsrathe abgeänderten Uebereinkommens vor- aelegt wird. , ,, Bern, 17. Juli. Der Bundesrath beschloß, zu dem Eongrefie, welcher anläßlich der Feier der 50jähriaen Eröffnung der belgischen Eiseiibahnen in Brüssel am 8. August zur Prüfung und Verbesserung der im Bau begriffenen und im Betrieb befindlichen Eisenbahnen Zusammentritt, eine Vertretung abzuordnen. Paris, 17. Juli. Wie es heißt, wird der Senat die Budgetberathung am 27. ds. Bits, beginnen. Die Kammern würden somit nicht vor Anfang August aus- einandergehen können. Die Zeitungen folgern hieraus, daß die allgemeinen Wahlen nicht vor Ende September stattsinden werden. Lokale-. Gießen, 18. Juli. lStadtverordnetensitzung vom Donnerstag den 16. Juli, Nachmittags 4 Uhr.j Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, von Setten der Stadtverordneten die Herren: Baist, Georgi, Gr u ne berg, Haust ein, Hornberger, Kauf, L'üdeking, Ad. Noll, L. Petri II., Scheel, Schopbach, Simon und Vogt. . ; Der erste Punkt der Tagesordnung, Vergebung einer Pfründe aus der Löber'schen Stiftung, wurde, da 3 Eingaben Vorlagen, für welche die Abstimmung Stimmengleichheit ergab, auf eine demnächltige Sitzung verschoben, da nur emei der Petenten berücksichtigt werden kann. . , , , f . Die Vergebung der Hast'schen Stistungszinsen wurde durch geherme Abstimmung an 10 der vorgeschlagenen bedürftigen Leute beschlossen. Der neue Brunnen der Quellwasserleitung in der Neustadt wird anstatt an bem Pistor'schcn Garten, gegenüber an Oswald's Garten, Ecke der Nordanlage, zu errichten genehmigt. t . _ ,. < & Bur Erbauung eines Schlachthauses werden die Bedingungen und Kostenvoranschläge genehmigt und beschlossen, die Arbeiten in Submission zu vergeben und die Submissionsausschreiben alsbald vorzunehmen. Desgl. zur Erbauung einer Turnhalle bei der neuen Schule an der Westanlage. (Ist bereits geschehen.) Eine beider Betonirung des Stadtringgrabens an der vr. Schuler scheu Besitzung durch den Einsturz eines Theils des Eanals nothwendig gewordene Vrleoei- herstellung im Taglohn wird genehmigt. „ . ... Ebenso werden die etwa 100 Jtl betragenden Kosten zur Beseitigung der 10)00-- lichen Ausdünstungen aus dem Scho or grab en auf eine Eingabe des Kiel-o- gesundheitsamtes hin, zur Genehmigung vorgelegt und von der Versammlung gut- geOetBem^ ber Ostanlage, hier die Baufluchtlinie gegenüber den Kauf'- schen Häusern, wird nach einem vorgelegten Plane genehmigt. n , .. c Die Anlegung neuer Schießplätze. Die Anlage soll parallel ntt den bestehenden Schießständen und dem Anneröderweg geschehen. Auch sollen m dem Pachtvertrag die Vorschläge Großh. Oberförsterei Gießen Ausnahme finden. Die Gradeleguiig der Wies eck hinter der Gassabrik auswärts soll, da in diesem Jahre die Pachten der anliegenden städtischen Grundstücke zu Ende gehen und dadurch etwaige Unannehmlichkeiten mit Pä^chtern wegsallen, vorgenommen werden salls sonstige Anlieger nicht zu weitgehende Forderungen stellen: auch dieser Antrag eihalb die Zustimmung der Versammlung. — General Conrey telegraphirte gestern, daß er sich nach Haiphong zu einer Besprechung mit den Divisionsgeneralen begebe und bei der Rückkehr nach Hue werde er die Häfen Anams besichtigen. r . . Rom, 17. Juli. Ter Papst empfing Erzbischof Melchers in besonderer Jubicn^^^ Yl. Juli. Unterhaus. Unterstaatssecretär Bourke erklärte, die Regierung werde ihr Möglichstes chun, um die baldige Emission der cgyptischen Anleihe herbeizusühren. Die Unterhandlungen seien noch im Gange. Hicks-Beach theilte nut, in Betreff Afghanistans seien keine weiteren ^tachrichten eingegangen. Bei dem Em pfange der Deputation der Londoner Eity unter Führung des Lordmayors äusser e der erste Lord der Admiralität, Hamilton, die englische Regierung beabsichtige, die Marine durch eine Elassificirung der Panzerschiffe und Anschaffung von mehr Torpedos zu verbessern. t t. .... . — Oberhaus. Harrowby theilte mit, dass die Regierung nut der Prüfung bet, Vertheidigungszuftandes der Küste und der Handelshäfen Englands beschäftigt sei. Er hoffe, bald eine darauf bezügliche Erklärung abgeben zu können. Die localen Be- ftrebungen würde sie durch Torpedoboote und Kanonenboote unterstützen, ^er Zustand der Flotte sei ebenfalls Gegenstand sorgfältiger Erwägungen, um Verbesierungen berbeizuführen. Die Regierung hoffe, durch solche Maßnahmeii den Frieden bestens zu sichern. Die Regierungs-Vorlage, wonach der Verkauf von Pachtgutern an Pächter in Irland dadurch erleichtert werden soll, daß der Staat den Pächtern den gesainmten Kaufschilling gegen 4 Procent Zinsen vorstrcckt, wurde in erster Lesung London, 17. Jul!. „Daily Telegraph" zufolge hat fein wirklicher Vorstoss der Russen in der Nähe von Zulsikar stattgefunden imb ist der Paß selbst von Russen nicht besetzt. Die Berichte über die numerische Stärke der russischen Truppen bei Zul- fikgr seien übertrieben. Die englische Negierung habe sich von der russischen Ncgwriing Erklär erbeten uif ervorgeboben, daß jede Vermehrung der russischen streit- fräste in dieser R'iZtikn^mmöglich als freundschaftliches Dorgeheii betrachtet ,verden könne. — Die meisten heutigen Morgenblätter fassen die Lage ruhiger ans und meinen, es sei keine ernste Ursache für eine Kriegsbefürchtung vorhanden. Die „Times" hofft, der Umstand daß England die Schwierigkeiten, welche Rußland in der Beilegung des afghanischen Grenzstreites in den Weg stelle, lebhaft fühle, werde einen ernüchternden Ginfluß auf die Diplomaten und militärischen Staatsmänner Rußlands ausuben. England sei verpflichtet, durch alle in seiner Macht stehenden Mittel für den Emir zur Sicherheit von Herat die Erfüllung der Zusage zu erlangen, welche Rußland machte, als Gladstone's Kabinet offen die Vorbereitungen für die Eventualität eines Kfie- 13lJ Petersburg, 17. Juli. Das „Journal de St. Petersbonrg" stellt gegenüber den irrthümlichen Auffassungen über Zulficar die Thatsachen fest, indem es sagt. Wenn wir lins an die Karte des Capitäns Peacock halten, so i)t Zulficar das Zwischen Herirud und dem Fuße des Gebirges liegende Thal. 3)1011 sollte annehmen, daß gerade dieses der Punkt sei, in welchem sich England dem Emir gegenüber engagnt habe; Rußland wenigstens verstand in dieser Weise die Bezeichnung von Zulficar, als es im Princip zustimmte, diese Position dem Emir zu überlassen; es konnte aber Nicht glauben, daß England sich Afghaiiistail gegenüber auch in Bezug aus me Tefileen engagirt habe, welche sich von bem in Frage stehenden Punkte in der Richtuiig nach Osten erstrecken und noch den Gegenstand von Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen bilden. ■ Die Verpachtung eines Stückes Wieseckböschung von 56 ü&lafter wirb tu dem üblichen Pachtpreise genehmigt. , Die Gesuche der .Herren Archilect Ludwig Huhn und Fmanzrath vr. Muhl um Erlaubnis zur Anlegung von Ableitungsrohren nach der Wreseck werden ebenfalls genehmigt. Desgleichen die für Planirarbeit auf dem Friedhöfe entstandenen Kosten von 480^ Reparaturen in der Thürmerwohnung und in der Octroierhebestatte am Neustädter Thor (nicht Neuenweger Thor, wie die Tagesordnung lautete) erforderlichen Kosten, im Gesammtbetrage von 130—140 JL, werden bewilligt. Das Gesuch des katholischen Kirchenvorstandes um Errichtung elne s N eben- aebäudes neben der Liebigstraße wird nach dem vorgelegten Plane genehmigt Dein Gesuch des Kaufmanns Herrn W. Senling um Erlaubmß zur Anlegung eines Eement-Trottoirs vor seinem Hause und Anbringung zweier Rmge wird die Genehmigungl^^heUt. 18g4/g- üor0eje()encn Pflasterarbeiten in der Liebigstraße bis zum Bahnübergang und in der Rodheimerstraße werden, da die gegenwärtigen Forderungen zu hoch sind, für nächstes Jahr verschoben. ,.r. . .Herr Louis Vogt, Neuenweg, ermd)t um Feststellung der Straßenfluchtlime bei seinem Hause. Bei dieser Gelegenheit wird ein Plan der Straßenfluchtlinie für den 'Neuenweg von Großh. Kreisbauamlc vorgelegt. Derselbe weicht von demzemgen der Stadt sehr ab, findet aber, da er alle Reclamationen der Anwohner bis auf eine ausschließt, die Zustimmung der Versammlung. . , , Von Großh. Kreisamt Gießen gelangt der von der Versammlung bereits be- ratbenc Entwurf einer Feuerlöschordnung und ein Entwurf des Großh. Polizeiamts zur Vorlage. Es soll berichtet werden, daß der Stadtoorstand an 1 einem Entwurf keine Aenderung beabsichtige. Schluß der öffentlichen Sitzung 6Vs Uhr. Gießen, 18. Juli. [3um Dresdener Turnfest.) Nach einer vorläufigen Zusammenstellung werden gelegentlich des 6. deutschen Turnfestes theilnehmen: Freiübungen: 7600, Wettturnen: 559, allgemeines Kürturnen: 1821, Kurturnen der Geübtesten: 594, Turnspiele: 1282, Turnfahrten: 2104, Musterriegen: 277, Zahl der Musterriegenturner: 2875, Festtheilnehmer im Ganzen ca. 15 000. Alle diejenigen, welche nicht rechtzeitig um Quartier gebeten, erhalten solches noch nachträglich bei ihrer Ankunft in Dresden in dem Moritzstraße 19 (L>chonburg- iches Palais, Dresden-Altstadt) errichteten Eentralbureau und ist solches geöffnet von Donnerstag den 16. Juli er., Vormittags 9 Uhr, bis Donnerstag den 23. Juli er., Abends 7 Uhr. In diesem Bureau wird alle auf das Fest Bezug habende Auskunft ertheilt, wie auch eine Anzahl Adreßbücher und Stadtpläne, sowie Fahrordnungen sämmtlicher öffentlicher Verkehrsmittel der Stadt und Fahrpläne der in Dresden em- münbenben Eisenbahnen, Verzeichnisse ber Besuchsstunben ber öffentlichen Museen und Sammlungen und sonstigen Sehenswürdigkeiten der Stadt zur Einsichtnahme bereit gehalten we^en^^ Juli. Das am Donnerstag den 16. d. Mts. stattgehabte 3 Abonnement-Eoneert unserer Militär-Capelle im „Wiener Hof" erfreute sich einer ungemein regen Theilnahme. Richt nur daß der Garten ein reich belebtes buntes Bild bot, sondern auch Aufmerksamkeit und Dankbarkeit des Publikums folgten überall den Orchester-Vorträgen. f r o. . Wenn wir uns nun den letzteren zuwenden, so sprechen wir tu erster Lime unsere Freude dahin aus, daß Herr Capellmeister Krautze stets bemüht ist, für Richard Wagner eine Lanze zu brechen und wenn auch jene großen Erzeugnisse des berühmten deutschen Meisters mehr oder minder nicht für Militärmufik geeignet find, so ist es doch hoch anzuerkennen, daß Herr Krautze die in ihrer Art undankbare Ausgabe unternimmt, jene schwierigen Sachen zu studiren und sie mit Geschmack und Aceuratesse wiederzugeben, wie dies am Donnerstag bei der Rienzi-Ouverture und dem Rhcingolb-Finale ber Fall war. Das Albumblatt von Strauß „Mein schönes Wien" ist uns neu. Es ist demselben eine schmeichelnde Melodie innewohnend, die im Gavotten-Nhytmus nach echt Strauß'schcr Manier herumtänzelt, aber einer viel zu großen Länge unterworfen ist. .OerlefS Potpourri „Sangesfrühling" kam uns vor wie ei-l Liederbuch, aus welchem einige Lieder Mendclssohn's gespielt wurden; mit einem V otpourri hatte es sicherlich die wenigste Achnlichkeit. Der letzte Theil des Programms führte eine Novität des Herrn Capellmeisters Krautze vor, eine Quadrille, Namens „Ballsträutzchen", welche sehr großen Beifall fand. , — Am verflossenen Donnerstag wurde von einem unbekannten Jungen m einem hiesigen Geschäft ein noch ganz wenig gebrauchtes Pflugschar, welches offenbar kurz vorher gestohlen worden war, zum Verkauf angeboten. Der Junge ging, als er nach einem Schutzmann fragen hörte, durch und ließ das gestohlene Object in dem betr. Geschäft zurück. Heute Morgen gelang eS der Polizei, den Dieb ui ber Person eines hiesigen 13jährigen Jungen zu ermitteln unb festzustellen, baß tiefer bas Schar au einem im Felbe am Nobberg stehenben Pfluge abgeschraubt uub an sich genommen hatte. Der Eigenthümer bes betr. Schars ist noch unbekannt. — Heute Morgen würbe ein Backsteinmacher im Alter von 14 Jahren in ber Schwarzlach bahier verhaftet, welcher einem seiner Mitarbeiter bie Taschenuhr entwendet hatte. Der junge Dieb heißt Johannes Sanbrock unb ist aus Ober-Erlenbach, Kreis Rothenburg. Vermischtes Stockheim, 16. Juli. In ber auf ben 30. Juli anberaumten Generalversammlung ber Stockheimer Aeticn-Zuckersabrik wirb ber Geschäftsbericht für 1884/85 ben Actionären mitgetheilt werben. Wie ber „Büb. Allg. Anz." versichert, schließt bie abgelaufene Campagne zwar mit einem Verlust ab. bie Fabrik ist aber nunmehr aus dem Aergsten heraus unb steht ungefährbet ba, sodaß man für bie nächste Betriebs- Campagne eine Mehreinnahme von 220,000 bi§ 250,000 JL erwartet. Die Betheiligung am Geschäftsunternehmen erstreckte sich bisher auf 86 Ortschaften ber Umgebung, barunter auch solche in ben Kreisen Gießen, Gelnhausen, Hanau, Marburg. Die größte bem Rübenbau gewibmete Fläche befanb sich in ber Gemarkung Linbheim, in welcher 172 Morgen Lanb mit Zuckerrüben bestellt waren. Die Rübenernten schwankten beträchtlich sowohl in quantitativer, wie qualitativer Hinsicht; hervorragenb nach Menge unb Güte war sie in Linbheim, Hof Eich, Hühnerhof, Altenstabt, Altwiebermus, Marienborn, Eichen ausgefallen. Es blieb nicht aus, baß bie für Rüben noch nicht genügenb vorbereiteten Grunbstücke unb bie im Rübenbau noch unerfahrenen Lanb- wirthe mangelhafte Erträge hatten. Nachbcrn minmehr in ben meisten Gemarkungen des Umkreises Beispiele unb Erfahrungen zu sammeln gewesen, werben künftig bie Durchschnittsernten unb bamit bie Reinerträge aus bem Zuckerrübenbau hoffentlich auf die zu erioartenbe Höhe gelangen. VanbtagSabgeorbneter Schaum zu Herrenhaag hat wegen anberer Arbeiten ben Vorsitz im Aufsichtsrath nicbergelegt, ber Stellvertreter des Vorsitzenben, Bürgermeister Mai in Stockheim, führt einstweilen bie Geschäfte im Aufsichtsrath. Mainz, 16. Juli. In einem Keller ber Actienbraucrei entstaub heute Morgen ein Branb, inbem bas ziemlich massenhafte in bem Pichraum vorhanbene Pech sich entzünbete. Da das ganze Personal zur Bewältigung bes Feuers schleunigst Hanb anlegte, war bassclbe in verhältnißmäßig kurzer Zeit vorzugsweise durch Extincteur gelöscht. — sGestorben.s Das Diensttnäbchen, welches am Mittwoch in einem Hause ber Gonsenheimer Hohl in Folge seiner eigenen Unvorsichtigkeit bas Opfer einer Petroleum-Explosion würbe, ist gestern bereits an ben erhaltenen Branbmunben gestorben. Aßma uns Hansen, 15. Juli. Die Vorarbeiten ber neuen Zahnrab-Bahn- Linie Aßmannshaiisen-Jagbschloß finb nun so weit gebiehen, baß mit dem Legen der Geleise begonnen werben kann. lieber bie Spenben für bie verunglückten Bergleute in Camphausen, für bie ja auch bei uns so ansehnliche Beträge eingegangen, ist jetzt officieUcr Rechenschaftsbericht erschienen. Wir entnehmen bemi'elben Folgenbes: Es gingen bis zum 7. Juli er. insgesammt JL 187 749.82 ein; bavon würben an bie Hinterbliebenen bereits JL 41 618.26_ bezahlt, so daß noch eine Summe von JL 146131.56 vorhanden ist. Von dieser Denselben. Dem Oeconom Lubwig Euler cm Sohn, Cubwig Heinrich Karl, geboren ben 14. Juni. x o Ä . Den 15. Juli. Dem Schuhmacher ^ustus Mischer eine Tochter, Eva Katharine, geboren ben 20. Februar. Beerdigte. Den 11. Juli. Conrab Hucke, Kaufmann, lebiger Sohn bes zu Schmalkalben verstorbenen Privatsecretärs Philipp H"cke, alt 18 Jahre, gestorben ben 10. Juli. Den 12. Juli. Charlotte Schürz, geb. Döll, Witttve bcs verstorbenen Bleichers Lubwig^Schürz, alt 87 Jahre, gestorben ben 10. Juli. Den 17. Juli. Wilhelm Karl Heinrich Krailing, Finanzaspirant, lebiger Lrohn des Schreinermeisters Ferbinanb Krailing, gestorben ben 14. Juli. __ SÄ •«Ä'iSS Herrn A SkoN bereits Z5?°nn der äuftQüh?0^ iS* L^«ü- tz^SL- "7«dm"L flammen. S R.LL ®t®’r "?"» di. t. W «en ©adjuerfränbigen 15 «>°»bhaft nadgc: wnmen jätten unb “at Md di! Einfuhr dm kfien, dich fanb 116 nolljrombigti Zm w io viel verliere, so muth schenkte er dem glücklich mit dem Ge- 1 oer Besitzvemeluung 1 gar schlauer Alann, )e den Rath, die Ziege sicher pfändbares Ob- eint der Beamte, wohl e Ziege vorhanden sei. ach der Heimkehr habe mlie. — Wenig er- ege, Ltadtrath, Stadt- auleüung der Kasernen- : halten eines Hundes, rf monatlich, nach län- - Marburg, Stadtrath, th, Hilfssteuer-Ausseher, ete Sutter per , Käse pr. 6t-W, )tn per Paar dis JL Enter , Kuh- und Rindfleisch X Kalbfleisch 48-50 A i, Zwiebeln per Centner ach der Lch'veiz schrckeii, a« die Sendungen mchl i begleitet sind. Tamil ichfolgende schwer;enschc >wm muß der Gattung lltz die Sendungen dem Mills inuü «uBerbt» 1 zilhi die Hlte M t Veto kann, ©ui untettan, to™? . i-Ichieh! btto ntchi, I» ;tr65(iibun8 cnthalime" ad, Gieße«- e. ieeett und MM« «Ki-r, Minna, «-d-m 1 Juliuch». «eto'i Friedrich, »*“" * ao*hn,S*‘”to '■« ein e*< £ub1 ie Tochter, , ß Äll Schnralkalde' * yfi ** >*****■ Allgemeiner Anzeiger. Ausverkauf von Geschäftsbüchern aller Art zu den billigsten Preisen. 5H2 Eduard Spier Wwe. Eine Hand-Dreschmaschine mit Schüttler noch gut, ist vertheilungs- halber zu verkaufen bei Jobs. Seipp 5258 in Rödgen» CcffcntlidK Impfung. Bei der nächsten Mittwvch den 22. Juli d. I., Nachmittags g Ubr stattfindenden Nachschau im alten Rathhaus wird auch die unentgeltliche Impfung der bis jetzt noch nicht erschienenen Kinder vorgenommen. Gießen, den 18. Juli 1885. . Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. o283 A. Bram m._ LteinkohlemLieferung. 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