11*11 -bechssen, Nassau 111M igeführt ftnb, wirb w Mund leistungsfähig: ein sehr gangbaren ooifion $um Mitsübu fetten beliebe man unter H. (419* l- Amur, mit oW? schon Milte ZL _ ; Selterswez i. een itn Gurte», n „g u Gurte» mA beit md veep» iihrung dW , mann, M in GießeiuM irdetben. 5 Wt * e«°m UbiSliu, gehidu J" der Exped. d. U williges braves MLrt ) Hausarbeit gesued!, ' _____ SeltersM solides Buffetrnat>lhin,r Küche und öou? h Süttmberger,M Itigc Arbeiter ficki :i An-r. (rttlfi rrdeknecht und AM A«g. LchlessiM t braves tüchtiges tinl velches gute ZeuMl-i usarbeit gesucht. i der Exped- d- Bl- Re. 138. Donnerstag den 18. Juni 1883 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. - Schu!ft5°ß-7. Erscheint «»glich mit Ausnahme de- M°itt-gS. ^-jihrttch lll'iriWITWIKWViWWWWWrMtmrWW«iIailJ.UIWXII Politische Ueberstcht. Gießen, 17. Juni. Der Gesundheitszustand Kaiser Wilhelms hat sich nach mancherlei Schwankungen in der letzten Woche doch so gehoben, daß der Monarch mred-er seinen gewohnten Beschäftigungen obliegen kann, nur die Besichtigung der Grrde-Negimenter mußte er diesmal ganz dem Kronprinzen überlassen. Kaiser Wilhelm hat durch den Tod seines Neffen, des Prinzen Friedrich Karl, einen seiner ersten Heerführer verloren und das Volk trauert mit dem Kaiserhause um den Entschlafenen. Wenn der Bundesrath nicht noch Sitzungen hielte, würde auf dem Gebiete der inneren Politik nahezu absoluter Stillstand eingetreten sein. Meistens sind es auch nur Verwaltungs-Angelegenheiten, mit denen sich der Bundes- ralh in letzter Zeit beschäftigte und von der Berathung über die noch schwebende Lrrirnfchweigische Erbfolgesrage ist etwas Neues aus dem Bundesrathe noch nicht in die Öeffentlichkeit gedrungen. Ueber den Conflict Deutschlands mit dem Sultan von Zaizibar dringen jetzt recht seltsame Nachrichten in die Öeffentlichkeit. Nach der einen soll England, resp. der englische Consul in Zanzibar Den ganzen EoGict durch Aufhetzung des Sultans gegen Deutschland verursacht haben. Nach einer andern Mittheilung soll es indessen gar nicht wahr sein, daß die Soldaten des Sultans von Zanzibar das Gebiet der „Deutsch - Ostasrikanischen Gesilllschast" besetzt hätten, sondern Emwohner von Zanzibar hätten nur einen, Einern Mitglieds dieser Gesellschaft gehörigen Garten zerstört. Hoffentlich bringen an Ort und Stelle geführte Untersuchungen bald Licht in diese Widersprüche. Die Socialdemokraten wollen ihren zwischen den verschiedenen Parl:eirichtunzen ausgebrochenen Streit auf dem nächsten Socialisten-Congreß Wichten. Es wird sich dann zeigen, ob die „Unversöhnlichen" unter Bebel und Kollmar, oder die „Gemäßigten" unter Hasenclever und Frohme die Oberhand -'üeKten. Am Montage sind in Berlin die Vertreter der Innungen des deutschen Handwerkes zu einem Jnnungstage zujammengetreten, um die der- Wig-e. Nothlage des Handwerkerstandes und die Mittel zur Abhülfe derselben zu ckraihen. Es ist nicht zu verkennen, daß ein kräftiger Ausbau des JnnungS- ^e|em§ manchen Hebel für die Besserung der Lage des Handwerkerstandes ab- ^bem könnte, doch dürsten die Innungen deshalb keine Zwangs-Institute werden, Adern ihr corporatives Streben nur auf Hebung der Handwerker-Ausbildung •Mb Befreiung des Handwerkes von dem lähmenden Drucke der Groß-Industrie Ächten. In diesem Sinne wünschen wir dem Jnnungstage in Berlin Erfolg. Nachdem in Oesterreich die Reichsraths-Wahlen beendigt finb, haben auch die Regierungsparteien alsbald ihr Programm proklamirt und Mangen danach hauptsächlich Wahlresormen, Wirthschaftsreformen und Gesetze Hr die Erhaltung der einzelnen Nationalitäten in Oesterreich. Wenn die Lhchen, Polen, Slovenen und Klerikalen sich dabei aber auch erinnern wollen, daß es in Oesterreich auch noch eine deutsche Nationalität giebt, die auch An- smch auf Schutz ihrer Stellung hat! Die günstige Lösung, welche einige wichtige Fragen in Frankreich $|imben haben, wie jene des Listenscruünismus und des Friedens mit China, Abm neuerdings die öffentliche Discussion auf den Zeitpunkt der allgemeinen Wahlen gelenkt. Vielfach ist die Ansicht verbreitet, den günstigen Eindruck, mlhsn insbesondere der Abschluß des Friedens mit China hervorgerufen hat, .zu benutzen und die Wahlperiode so viel als möglich abzukürzen, das heißt, die Wahlen früher als ursprünglich beabsichtigt wurde, vorzunehmen. Nach einer Mheüung des XIX. Siöcle hätte der Conseils-Präsident, Herr Brisson, gegen Mhrere Mitglieder der Majorität geäußert, daß es eigentlich nur zwei mögliche Mn gebe, nämlich den 16. August und den 27. September. Nach dem Ge- ch über das Listenscrutinium müßten die Wahlen zwischen dem 14. August .mb dem 14. October erfolgen. Aus London liegt die osficielle Meldung jetzt vor, daß Lord Salisbury i '!! Bildung des neuen Cabinets angenommen hat und mit den Häuptern der Tsiy-Partei darüber unterhandelt, welche Derselben noch in das neue Cabinet ^treten sollen. Lord Salisbury soll die Bildung des Cabinets übrigens mit Vorbehalte angenommen haben, daß die Mehrheit des Unterhauses in den mjtigen schwebenden Fragen bis zu den im November stattfindenden Neu- mjlen die neue Regierung unterstütze. Danach würde zunächst im Gange der -»chischen Politik nicht viel geändert werden. In den Beziehungen Englands zu Rußland wegen der afgha- - luiitjetn Frage dürfte sich durch den englischen Cabinetswechsel nicht viel ändern. MePendjeh-Affaire ist so gut wie geregelt und das neue englische Cabinet wird -faul) (ein, wenn es mit Achselzucken darüber Hinwegkommen kann, was Gladstone -imprincipe mit Rußland über die Regulirung der afghanischen Grenze verein- 4 bchi «hat. Die russischen Blätter theilen diese Ansicht, da das neue Ministerium • »chws zu thun hat, um Englands Heer und Flotte in einen besseren Stand zu 1 und etwas für die Vertheidigung Indiens zu thun. Die auswärtige Politik des rtalienischen Cabinets ist schon \ lait (tüngerer Zeit in einer nichts weniger als angenehmen Lage. Als Herr I Widm sich bereit finden ließ, Geld, Kriegsschiffe und Mannschaften an die eErpHion nach Dem Rothen Meere zu senden, handelte er unter Voraussetzun- öRiiiber deren Hinfälligkeit jetzt wohl weder innerhalb noch außerhalb Italiens iirgent) eine Meinungs-Verschiedenheit bestehen dürfte. Wie Herr Mancini zu wiederholten Malen eingestanden hat, sollte die von ihm an der Seite Englands und im engsten freundschaftlichen Einverständnisse mit dieser Macht unter* nomme „Parallel-Action" zur Förderung hervorragend nationaler Ziele des Staates dienen; er suchte den Schlüssel zu der italienischen Machtstellung am Mittelmeere im Rothen Meere, und ließ fich auf die Occupation der dortigen Küstenplätze — Maffanah, Affab u. s. w. — nur em, weil er sich überzeugt hielt, daß Italiens Beihülfe den Engländern in ihrer damaligen bedrängten Lage unentbehrlich sei, England sonach auch nicht umhin können werde, Italien den ausbedungenen oder noch auszubedingenden Preis zu zahlen. Aber England hat inzwischen den Sudan im Sttche gelassen und wird dies auch mit Italien thun. Die spanische Regierung ergreift mit pstichtmäßigem Ernste alle Maßregeln, um dem Fortschreiten der Cholera Einhalt zu thun. Einstweilen hält sich denn auch die Krankheit noch in relativ bescheidenen Grenzen unir schlimmer als der birecte Schaden, den sie anstiftet, ist die Panik der Bevölkerung, welche in dem fluchtartigen Abfluß der bemittelteren Gesellschaftsklassen, sowie in dem planlosen Verhalten des großen Haufens zu Tage tritt. Es ist daher vollkommen gerechtfertigt, wenn die Behörden ein scharfes Augenmerk auf die Presse richten und nicht dulden, daß sich letztere zum Sprachrohr in's Ungeheuerliche übertreibender Gerüchte macht. Danustadt, 16. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 16. Juni dem Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Alsfeld, Karl Bornemann, in Anerkennung seiner 50jährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Luoewigs-Ordens zu verleihen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correfpondenz* Bureau. Berlin, 16. Ium. Nach dem soeben publicirten Erkenntniß in dem Procest gegen Baecker wepen Beleidigung des Hofpredigers Stöcker wird Baecker unter Annahme mildernder Umstande zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt; gleichzeitig werden demselben die Gerichtskosten auferlegt. Wien, 16. Juni. Die heutigen Morgenblätter widmen dem Prinzen Friedrich Carl von Preußen warme Nachrufe. Das „Fremdenblatt" sagt: Anser Kaiserhaus, welches in herzlicher Freundschaft dem Hause Hohenzollern verbunden ist, und Oesterreich-Ungarn, das sich in auftichtiger Sympathie mit dem großen Nachbarreiche vereint weiß, nehmen den innigsten Antheil an diesem Trauer^alle, der heute Berlin und Deutschland bewegt. Der Gegner von 1866 ist uns längst zum Freunde und Bundesgenossen geworden, mit ehrlicher Bewunderung war das österreichische Volk schon bei dem großen deutsch - französischen Ringen den Ruhmesthaten der deutschen Heerführer gefolgt und heute haben sich Die Glieder beider Armeen, der deutschen und der österreichisch-ungarischen, gerne daran gewöhnt, sich als Waffenbrüder und Freunde für alle Zukunft zu betrachten. London, 16. Juni. Beinahe sämmtliche Morgenblätter widmen dem ver-- storbenen Prinzen Friedrich Carl von Preußen ehrende ^)tekrologe und Leitartikel, welche hervorheben, einen wie großen Verlust Deutschland durch das Ableben des Prinzen erlitten habe. — Die „St. James Gazette" sagt, es sei bis jetzt noch kein Fortschritt in deu Bildung eines conservativen Cabinets gemacht; es sei sogar noch nicht einmal ausgemacht, daß die Conservativen die Negierung sogleich und bedingungslos übernehmen werden. Es seien von den jungen Mitgliedern der conservativen Partei zu große Schwierigkeiten erhoben worden; daher sei es sehr wahrscheinlich, daß man noch einmal auf die Liberalen zurückgreifen werde, um die Bildung eines Ministeriums an Stelle des Gladstone'schen Cabinets zu bewerkstelligen. In einer Ausgabe meldet die „St. James Gazette" dagegen, daß in Folge einer heute stattgehabten Conferenz der Führer der conservativen Partei sich die Schwierigkeiten, welche sich der Cabinetsbildung entgegenstellten, gemindert hätten. — Die Königin verließ Balmoral Nachmittags, um sich nach Windsor zu begeben. Die Conferenz Salisbury's mit den Führern der Conservativen dauern der» ganzen 3tachmittag fort. Von unterrichteter Seite verlautet, daß Northcote eingewilligd hat, einen.Sitz im Oberhause anzunehmen. In diesem Falle würde Hicks-Beach die Führung der Conservativen im Unterhause übernehmen. Rom, 16. Juni. Der König hat dem Kaiser' Wilhelm anläßlich des AblebenK des Prinzen Friedrich Carl sein tiefempfundenes Beileid ausgedrückt. — In der Kammer erklärt bei Berathung des. Budgets des Auswärtiger Mancini, die Lage sei seit dem dem Ministerium am 8. Mai ertheilten Vertrauensvotum unverändert. Die inzwischen eingetretenen Ereignisse bestätigten die Ansichten der Regierung. Die damals angekündigte Expedition sei in der Ausführung begriffen. Eecchi. befinde sich an den Mündungen des Juba, Capitän Bove am Congo; beide hätten Handels- und Freundschaftsverträge mit den betreffenden Häuptlingen abgeschlossen. Die Regierung werde sich in weitere Actionen am Rothen Meere nicht einlassen, ohne das Parlament zu befragen; aber man dürfe die Truppen nicht zurückziehen. Wenn die Kammer zeige, daß sie kein Vertrauen zur Regierung habe, werde er ihr Urtheil als alter Parlamentarier und Patriot respectiren. Bertani iäußerste Linke) und Cairoli (dtamens der Pentarchisten) erklärten, sie würden gegen die auswärtige .Politik der- Regierung stimmen. Depretis erklärt sich ^iainens des ganzen Cabinets mit der auswärtigen Politik Mancini's solidarisch. Schließlich wird mit 147 gegen 126 Stimmen die vorn Ministerium aceeptirte Tagesordnung angenommen, welche besagt, daß die Kammer von den Erklärungen des Ministers Act nimmt. Lokales. G. Gießen, 17. Juni. sSterblichkeit in Gießens 8Die Sterblichkeit war während der Woche vom 7. bis 13. Juni wiederum eine geringere, es ereigneten sich im Ganzen nur 6 Todesfälle, davon 5 bei Erwachsenen. Von diesen starben 2 Personen an Lungenschwindsucht, eine an Krebs, eine an Rückenmarksleiden und ein Mann erhängte sich im Gefängniß. Ein Kind im 2. Lebensjahre erlag einer Bronchienentzündung. Gießen, 17. Juni. [6. Concert des Gießener Concert-Vereins.) Am 3L Februar d. I. wurde zu Ehren des 200jährigen Geburtsjahres Händels Judas Makkabäus aufgeführt. Auch zu Sebastian Bachs Andenken (er ist geboren im März 1685) soll, und zwar am 24. Juni, eine musikalische Feier stattfinden, soweit dies die Kräfte und Mittel des Vereins erlauben. Die Leistungen des Akademischen Gesangvereins werden dabei unterstützt durch Herrn Musikdirector Kayser aus Hagen, dessen vortreffliches Orgelspiel wir schon einigemal zu hören Gelegenheit hatten und der in der letzten Zeit, nach England eingeladen, daselbst mehrere Wochen lang mit dem größten Erfolg gastirte. — Einen besonderen Anziehungspunkt wird Frau Amalie Joachim ausüben, die wir zum ersten Male hier in Gießen hören werden. Vermischtes. —e. Offenbach, 13. Juni. [8. Verbandschießen.j Die Bauten für das 8. Verbandschießen sind der Hauptsache nach vollendet. Was noch zu thun übrig bleibt, betrifft die innere Einrichtung, sowie die festliche Ausschmückung der Fest- und Bierhallen. Die Unternehmer, die laut Contract für jeden Tag über den festgesetzten Termin eine hohe Strafe zu zahlen haben, dürften befriedigt auf das bisher Geleistete blicken. Diele Hände haben sich während der letzten Wochen emsig geregt und müssen sich noch regen, aber es unterliegt keinem Zweifel, daß bis zum Tage des Probebanketts (21. Juni) Alles fix und fertig ist und nicht, wie es sonst nur zu häufig passirt, selbst beim Einzug des Festzuges noch hier und da gehämmert wird. Die Kränze und Guirlanden werden selbstredend erst wenige Tage vor dem Beginn des Festes angebracht, da sie sonst bis zum Haupttage verwelkt sein würden. — Von Montag den 15. Juni ab werden an folgenden Stellen Listen zur Anmeldung zum Probebankett aufliegen: H. Schildger, L. Güth, I. P. Strauß, Gasthof zur Stadt Easfel und Restaurant Hartwig. Zum Probebankett haben sich, wie uns von gut unterrichteter Seite mitgetheilt wird, zahlreiche auswärtiae Schützen (so von Mainz, Frankfurt, Hanau re.) angemeldet und das ist natürlich, Denn es sollen nicht nur die Küche und die Getränke versucht, sondern auch die ganze Schießeinrichtung einer Prüfung unterzogen werden. Es werden am 21. Juni alle Secretäre re. in Thätigkeit sein, kurz sich ein Bild entrollen, wie wenn das Schießen bereits begonnen hätte. — Die Anmeldungen zu Festkarten, Wohnungen und zum Festbankett (28. Juni) laufen mit jedem Tage zahlreicher ein, ebenso die Preise und Ehrengaben. Wir geben nachstehend das Verzeichnis der letztern, soweit es uns bekannt geworden: Pfälzischer Bund 2 Gaben (6 silberne Löffeln, 6 silberne Gabeln, 6 silberne Messer in Etuis), Werth je 175 Mark. Schützengesellschaft Neustadt a. H. 1 Gabe, Werth 100 Mark. Stadt Offenbach 1 Gabe (1 Tisch und 6 Stühle), Werth 500 Mark. Hch. Knecht von St. Gallen 1 Gabe (1 Büchsflinte). Schützengesellschaft Bingen 1 Gabe (1 Kiste Wein), Werth 100 Mark. Carl Gräff in Bingen 2 Gaben (Cigarren, Cigarretten und Tabak). Werth je 100 Mark. Offenbacher Bicyele-Club 1 Gabe. Offenbacher Schützenverein 3 Gaben, Werth je 250 Mark. Badischer Landesschützen- verein 1 Gabe, Werth 200 Mark. Offenbacher Fechtclub 1 Gabe (1 Bowle), Werth 100 Mark, ^chützengesellschaft Bruchsal 1 Gabe (6 silberne Löffel), Werth 60 Mark. Schützengesellschaft Speyer 1 Gabe (1 Regulator mit Schlagwerk). Schützengesellschaft Mannheim 2 Gaben, Werth je 125 Mark. Deutscher ^chützenbund 1 Gabe (300 Mark baar in Etuis). Schützengesellschaft Groß-Gerau 1 Gabe (1 silberner Becher), Werth 70 Mark. Schützengesellschaft Sprendlingen (Rheinhessen) 1 Gabe (1 Regulator). Werth 42 Mark. Schützengesellschaft Mainz 1 Gabe (1 silbernes Trinkhorn), Werth 225 Mark. Schützengesellschaft Ludwigshafen 1 Gabe (1 Remontoir), Werth 120 Mark. Offenbacher Metzger-Innung 1 Gabe, Werth 145 Mark. Offenbacher Bäcker-Innung, 1 Gabe, Werth 125 Mark. Schützengesellschaft Hanau 1 Gabe. Schützenverein Frankfurt 4 Gaben, Werth je 50 Mark. Berlin, 15. Juni. Der wegen Mordes und schweren Raubes, begangen am 30. September 1884 gegen die verehelichte Bauer Büttner 'zu Buhlsdorf, zum Tode verurtheilte Arbeiter Franz Maschunat aus Kleinkalkeningken ist heute früh in Moabit enthauptet worden. — Der Gemeindevorstand in Weimar erläßt folgende sehr zeitgemäße Bekanntmachung: „In Veranlassung vielfach erhobener Beschwerden mache ich hiermit nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam, daß das Musicieren und namentlich das Klavierspielen innerhalb der Gebäude bei offenen Fenstern untersagt ist und daß Zuwiderhandelnde auf Grund des § 59 der Straßen-Ordnung in Strafe genommen werden." Lyon, 8. Juni. Am Mittwoch stand vor einem Cafö ein stattlicher Pbaöton mit zwei prächtigen Rappen bespannt, die ein anscheinend dem Handwerkerstand angehöriger Mann wohlgefällig streichelte. Ein eleganter, hochgewachsener Mann trat aus dem Cafö, schritt auf das Gefährt zu und begann mit dem Fremden ein Zwiegespräch. Letzterer ließ die Worte fallen: „Sind es nicht Herrn Gresillons Pferde?" Der Dandy schrak zusammen, faßte sich aber schnell. „Nein, es sind meine, Mr. Waltons, Pferde," entgegnete er brüsk und wollte sich schnell auf den Kutschersitz zwingen. Aber der Bewunderer seiner Pferde hinderte ihn daran mit sanfter Gewalt, winkte einem in der Nähe stehenden Bummler, der mit einem Male seine Lazzaroni-Positur in eine straffe, militärische Haltung verwandelte und nahm mit diesem den Elegant fest. Auf diese Weise wurde einer der gefährlichsten und verwegensten Verbrecher Frankreichs zur Haft gebracht. Gresillon überbot den Mörder Marchandon in Compiegne an Größe der von ihm unternommenen Einbrüche und Diebstähle bei Weitem, obgleich er feine Hände nie mit Blut befleckte. Ganz Südfrankreich, von Bayonne bis Nizza, von Perpignan bis Bordeaux war das Feld seiner Thätigkeit und es gibt dort kaum eine größere Gemeinde, in der nicht eine Kirche — denn Gresillon war auch Atheist und plünderte Gotteshäuser mit Vorliebe — eine Bank oder ein reicher Privatmann ober auch die Gemeindekasse von ihm einmal geplündert worden wäre. Die Summe der von ihm vollzogenen „Transactionen" — er hatte übrigens acht bis zehn Untergebene, die auch bereits gefaßt sind — mag wohl weit die Million überschritten haben, man hat bereits Diebstähle, in denen mehr als sechshunderttausend Francs „Umsatz" gemacht wurde, diesem modernen Cartouche nachgewiesen. Dieser Spitzbube besitzt neben seiner Kühnheit ein außerordentlich gefälliges Wesen, er ist der vollkommenste Gentlemen. Er lebte ruhig in Lyon als Mr. Walton, ließ seine Pferde, auf die er, wie aus dem eben Erzählten ersichtlich ist, sehr stolz war, an den Rennen theilnehmen und gewann viele Preise als Sportsman. Er verkehrte in den besten Kreisen der großen reiche» Industriestadt an der Saone und viele Familien sind durch seine Verbattunq fan? compromittirt, so daß sie es vorzogen, für einige Zeit Lyon zu verlassen. Gresillon war schon einmal in der Gewalt der Justiz gewesen, war in Corsika internirt worden und von dort im Jahre 1883 mit der Kasse entsprungen. — Eine Entsührungsgeschichte, welche einer Fabel gleicht und dennoch wahr in bildet im Augenblicke das Gespräch der Pariser. L., welcher in der Umgebung von Pans wohnt, begab sich kürzlich Abends auf seinen Heimweg, als auf dem Boulevard JourdanLs vier Individuen auf ihn stürzten, ihn zu Boden warfen und zu knebeln versuchten. Der eine der Strolche sagte zu seinem Genossen: „Der Wagen ftebt bereit beeilen wir uns!" L., ehemaliger Soldat, vcrtheidigte sich kräftig und verwundete den einen Angreifer am Kopfe. Polizei-Agenten kamen herbei und bemächtigten nch der Individuen, welche auf das Commiffariat geführt wurden. Dieselben erUärren, von einer Madame de G., Boulevard Conti wohnend, gedungen und bezahlt zu s-.in,' um L. zu entführen, selbst mit „Gewalt, wenn es nothwendig erscheinen sollte", und ihn sodann in ihr Haus zu bringen. L. erzählte, daß er vor einigen Jahren Madame H gekannt habe; dieselbe habe in Erfahrung gebracht, daß er sich demnächst verheirathm werde und ihm Brief um Brief geschickt, mit der Drohung, ihn zu iödren, wenn er eine Andere als sie zum Altar führe. Im letzten dieser Briefe erklärte sie ihm auch daß sie ihn zu entführen wissen werde. Der.Polizei-Commissar inhaftirte die vier wackeren Gesellen, um sie der gerichtlichen Bestrafung zuzuführen; dieselben verweigerten aber ihr Nationale bekanntzugeben. Die so romantische Madame G. wird vielleicht im Gefängnisse von ihrer allzu heißen Liebe geheilt werden." — sDas rasche Abstellen von Maschinen.) Um im Gange stehende Maschinerien plötzlich anhalten zu können, ist nach dem „New-Aorker Techniker" in dem Dominion Bolt Works zu Toronto, Canada, ein ebenso sinnreiches als auch nachahmungswurdigcö Arrangement eingeführt. Ein Drahtseil ist um den Stiel des Drosseloemils der Dampfmaschine gewunden und hat ein Gewicht, welches an einem Fallhebel hängt. Durch einen elektrischen Strom kann der Letztere ausgerückt werden, so daß das Gewicht fällt und mit dem Drahte das Drosselventil schließt, in Folge dessen die Maschine ;un> Stillstände kommt. Contactknöpfe für die elektrische Leitung sind an verschiedenen Stellen der Fabrik eingerichtet und Jedermann zugänglich gemacht. Durch einen leichten Druck auf einen derselben wird die ganze Maschinerie zum Stillstände gebracht, was besonders bei Unglücksfällen, wenn Jemand von der Maschinerie erfaßt wird, sehr wünschenswerth ist. Eingesandt. Gießen, 17. Juni. Wie großartig und unverfroren der Hamburger Kaffeehandel in neuerer Zeit betrieben wird, beweist ein Circulair, welches ein solches Kaffeehaus an die Herren verschickt, deren Concursanzeige es in den Zeitungen findet. Dem Betreffenden wird darin das Bedauern über seinen Unglücksfall geäußert und zugleich durch Uebernahmc der Agentur neue glänzende Existenz in Aussicht gestellt;*) er soll beim Verkauf von Postpacketen lOpCt. Provision erhalten, im Falle der Einsendung von 720 Austrägen pro Jahr (täglich 2) 800 JL festen Gehalt beziehen und ihm dabei noch gestattet sein, den Kunden lieber preise zu machen. Wie billig und gut unter solchen Umständen bei solchen Provisionen, Uebcr- preifen und sonstigen Unkosten das Publikum da kauft, kann sich jeder selbst berechnen, aber viele wollen es ja nicht besser. *) Uns hat ein derartiges Circular einer Hamburger Firma (I. Stiller & (So.) Vorgelegen. D. Red. Handel und Berkedr. — (Entscheidung des Reichsgerichts.) Die widerrechtliche Bezeichnung von Maaren mit einem geschützten Waarenzeichen, oder das Inverkehrbringen solcher widerrechtlich bezeichneter Maaren macht nach einem Urtheil des Reichsgerichts, II. Zivilsenats, vom 13. Februar d. I., den Thäter schon dann strafbar und schadenersak- pflichtig, wenn er zwar nicht ganz bestimmt weiß, daß das nachgeahmte Zeichen getot ist, wohl aber nach den ihm bekannten Umständen mit Wahrscheinlichkeit das Bestehen des Schutzes annehmen konnte. Das „wissentliche" Inverkehrbringen und FcilMm von Maaren, welche mit einem nach Maßgabe des Markenschutzgesctzes zu schätzenden Waarenzeichen widerrechtlich bezeichnet sind, wird in § 14 des Gesetzes nicht nur mit Strafe bedroht, sondern es ist auch die Rechtsfolge der Entschädigungspflicht daran geknüpft. Hiernach ist ohne Weiteres klar, daß der Begriff „wissentlich" fein anderer sein kann, je nachdem es sich um die Strafe oder um die Ersatzpflicht handelt. Vielmehr steht nach dem Gesetze die Ersatzpflicht ganz unter den gleichen Voraussetzungen wie die Strafe; und damit erledigt sich für die gegenwärtige Sache alles das, was die Beklagten über den Unterschied zwischen strafrechtlichem und civilrechtlichem Tolus gesagt haben. Das Ober-Landesgericht stellt tatsächlich fest, daß die Beklagten seit 15 Jahren Maaren von den Klägern mit dem Zeichen des Bockkopfes geliefert erhalten haben, daß sie wußten, diese Marke gelte schon seit 20 Jahren in den betheiliglen Handelskreisen als Kennzeichen der Maaren der Kläger, daß sie seit 1878 von der deutschen Schutzberechtigung der Kläger Kenntniß erlangten und daß ihnen nicht entgangen sei, sie könnten durch Feilhalten von mit den täuschend ähnlichen Marken • und b bezeichneten Maaren sehr wohl das Schutzrecht der Kläger verletzen. irx /"'< 1 prakt n. SpeciaJarzt für Baut-, Frauen - u. 6« II T\ I S(^ 11. schlechtskrankheiten (Syphilis) etc. Frankfurt a. M. ■ V/AAuJvy aj stiftetr. 22, fr. Assist. 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Stiller U D.U 6(t ruft uni 12 Or ®*' ^sN«*, ^rechtliche Bezeichn^! werkehrbnngm solcher. >e§ Reichsgerichts, II. & strafbar und schade mcheahmte Leichen;: strscheinlichkeit bträj tchrbrd A- Ächutzgesetzes zn W l des GeM rönun EnffchadigungOM if .wislmLch" Erschchcht HM s dm Mm A«M ine S-ch- « und ävilrechtM - fest, daß die W. ä Wpftä Ä* daß sie fett IM m md daß A-» W mschmd M**' V. /Kir fim rran*" „ Pferde- und Magen- etc. Dersteigerung. Dienstag den 23. d. Mts., Vormittags V211 Uhr. sollen im Großherzoglichen Hofmarstalle d ahier 1 Reitpferd (Damenpferd) und 2 Fahrpferde, sowie Wagen, Pferdegeschirre, Sättel 2C. 2c. öffentlich versteigert werden. 4487 Darmstadt, den 15. Juni 1885. Großh. Hofmarstall-Amt. Frhr. vonNordeck zur Rabenau. Heugrasversteigerung Samstag d. 20. Juni, Morgens 9 Uhr Dom den Wiesen der Herren Georg Christian Spruck Erben, I. H. Busch Erben, L. Labroisse Erben, Daniel Ebel Erben, Medicinalrath Dr. Kehrer, Dr. Melchior, Dr. Vogt, Christian Jnghard, Friedrich Schwan, August Weidig Wwe., Carl Löber Erben, vvm den Meinigen und noch verschiedenen anderen- Der Anfang wird am Neuenweger Thor und Nachmittags 2 Uhr auf der Stefans- mirf gemacht. «Gießen, den 15. Juni 1885. 4450_____________________Müller. Mittwoch den 24. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Jm- M'bilicn des Wilhelm Wenzel Flur XLVII/185 1250 Mtr. Hofraithe am kleinen Steinweg, rechts, XHV1I/186 2450 Mtr. Acker daselbst, XXLVII/187 4969 „ XLVII/188 5737 „ XLVII/189 1462 „ XLV11/190 669 „ XLVII/191 669 „ XLVII/192 669 ...... xrvii/219’/io 331 Mtr. Weg daselbst mcustbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Juni 1885. Großh. Ortsgericht. 4147_________________Mütter. Donnerstag den 18. Juni, Mittags 2 Uhr, mich in dem Ed. Roll'scheu Hause, Remstädt 49, eine Parthie Mehl, ca. 25 Sack, sowie 1 Pferd, mehren Schweine, wobei ein Äucht- schwein mit Ferkeln, 17 Schafe, Brodwagen, sonstige Wagen und Oecconomiegeräthe, Bäckerholz 2c. versteigert. F. Hoffmann, 4393 Konkursverwalter. Samstag den 20. Juni, Vormittags 11 Uhr, soll aus dahiesigem Ortsgericht die Hof- raille des Edmund Schramm dahier Flur 1/166 62 Mtr. Hofraithe in der Wolkengasse meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13. Juni 1885. Großherzoglrches Ortsgericht. 1421 Müller. Jeikgeöotenes. 4508 Ziegenmilch, sowie Stachel- vtere« zum Einmachen sind zu haben. ________________________Sandgasse 64. Kaffee tob und gebrannt, fste. Sorten, durch Mstigen Einkauf zu billigen Preisen bei m_________C. 6. Kleinhenn, Für wenig Geld eine stete Quelle der Freude am Schönen Inetan unsere Photographiedruck - Reproduktionen der Schönsten Bilder der Dresdener Gallerie, des Berliner Museums, 6&U.erie moderner Meister. 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Juli 1819 bis Ende des Jahres 1884 , bearbeitet von . Friedrich Pfaff, Rechtsanwalt in Darmstadt. Nebst zwei, die milden Stiftungen und die Erfindungs-Patente betreffenden Special- Registern. 20 Bogen mit 160 Seiten 4°. Subskriptionspreis L Mark. (Vom 1. September tritt ein höherer Ladenpreis ein.) ,.rc seit dem letzten allgemeinen Register zu dem Großh. Hess. Regierungsblatt u a sind und seit dieser Zeit auf allen Gebieten der staatlichen Gesetzgebung sich wiederum em bedeutendes Material aufgehäuft hat, dürfte die Be- ensipr^chen neuen Index einem von allen Interessenten empfundenen Bedürfmß Astern, Balsaminen, etc. empfiehlt 4530 _________Karl Berger. „Bernhardinerhund, zwei- jährig, intelligent, wachsam, ist preiswürdig zu verkaufen. Wo? sagtd Exp.d. Bl- [4528 isnsz* Morgenschuhe in großer Auswahl eingetroffen, zu festen Preisen empfiehlt L. Süss, 4526___________Marktstraße 9. 4525 Alle Sorten Pflanzen, auch Dickwurzhstanzen verkauft _________Emil Beil, Hammstraße 8. 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Ueberft und bei ^duchissen in 3* Bekamt Äbet Bei Lauterbatj **» Snnerti 7 »tbetls yx* '“’Ä" Würg,BK sZr