1868 Dienstag den 17. November N*. 268 Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. RIEHL I Zahlreiche iUGiVmE ersten medicinischen Autoritäten. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerloha. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst ?en Her Gelegenheit in 7840 ^v^ebamnlt, ießmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen. Gießen, 16. November. Das Profict des deutschen Colonial-Vereins, die südlichen, in gemäßigter oone liegenden Provinzen Süd«Brasiliens mit deutschen Ackerbauern zu coloni- siren, findet, wie wir vernehmen, auch in Süd- und Mittel-Deutschland immer mehr'Anklang, namentlich in den Kreisen des landwirthschaftlichen Mittelstandes. ES soll in nächster Zeit eine Versammlung von Pächtern, Jnspectoren und Bauern, welche über ein kleines Kapital verfügen, welches hier zur Gründung eines neuen Hausstandes nicht ausreicht, in einer Stadt Mittel-DeutschlandS stattfinden, um ein gemeinsames Vorgehen in der Colonisation von Süd-Brasilien in Erwägung zu ziehen. Wie bekannt ist, leben in Süd Brasilien derzeit etwa 200 000'deutsche Colonisten, und zwar durchschnittlich in behäbigen Verhält- nissen Es find namentlich viele Süd- und Mittel-Deutsche darunter, welche schon vor mehreren Jahrzehnten aus Deutschland ausgewandert find. Um eine deutsche Besiedelung der sehr fruchtbaren und gesunden Landstriche möglichst zu erleichtern, wird das neu gegründete Comitö der deutschen Gesellschaft für Sud- Amerika in den nächsten Tagen zur Zeichnung auf ein Actien-Kapital von vor- läufig einer Million JL in 1000 Aclien zu je 1000 auffordern. Es soll ein größerer Landkomplex angekauft werden, welcher in kleinere Colome-Loose vertheilt werden soll. Es sollen Wege angelegt und, wenn nöthig, Eisenbahnen gebaut werden. — Da die Colonisten in Süd-Brastlien im Gegensätze zu den deutschen Auswanderern nach den Vereinigten Staaten ihrem Deutschthum Jahr- zehnte lang treu geblieben sind, so hat unsere deutsche Industrie und unser Handel ein großes Jntereffe an dem Gelingen des groß angelegten Colonisa- tions-Profectes.^auf Monako, welche schon viele Tausende ruinirt fiat, scheint jetzt auch das letzte Stündlein geschlagen zu Haden. Wie man hört, fiat die Petitions-Commission des französischen Senats die Spielbank-Frage bereits auf die Tagesordnung gesetzt. Ein neuerlicher Anstoß zur Aufhebung der Spielbank ging von der russischen Regierung aus, weil em bekanntes Mit- alied des russischen Kaiserhauses vor einigen Monaten dort ungeheure Summen verloren haben soll. In England bildete sich eine eigene Gesellschaft zu dem Zwecke gegen das Fortbestehen der Spielhölle mit allen Mitteln zu agüiren. Daß die deutschen Regierungen eine Aufhebung aller Spielhöllen sehr gerne sehen würden, muß als selbstverständlich angesehen werden. wirklich ” ,, Deutschland. Darmstadt, 12. November. Se. Durch!, der Prinz Franz Joseph von Battenberg, seilher Seconbe.ßieuteuant in dem ersten König!. Preuß. Garde- Reqiment z. F., ist mit Zustimmung Sr. Mas. der Kaiser« gestern in die bul- «arische Armee eingetreten, da er sich verpflichtet hielt, bei der jetzigen ernsten Lage der Verh-ilinisse in Bulgarien seinen Bruder, den Fürsten Alexander, nicht zu perlasien Der Prinz hatte schon im Sommer einen längeren Urlaub genommen den Fürsten bei dessen Rückkehr aus Deutschland nach Bulgarien begleitet und ist bald nach der Ankunst gleich seinem Bruder von den dortigen poiiiischen Ereignissen sehr überrascht worden. (Darmst. Ztg.) Berlin. 14- November. Se. Maj. der Kaiser war durch einen Erkaltung«,ustand mit starker Heiserkeit verhindert, an den Hosjagden in Letzlingen Tbeil zu nehmen, und ist auch zur Zeit noch genöthigt, da« Zimmer zu hüten- Karlsruhe, 14. November. Der Grohhsrzog und die Großherzogin -sind heute Abend nach Amsterdam abgereist zum Besuch ihrer daselbst erkrankten Tochter, der Kronprinzessin von Schweden. — Die Kammer wählte in’« Präsidium Lamey, Friedrich und Lender. Hesterreich. Wien, 14. November. Der „Politischen Korrespondenz" wird aus Nisch gemeldet: Garaschanin hat die Vertreter Serbiens im Sluslande telegraphnch beauftragt, den Mächten anzuzeigen, daß der König, in Folge des eigenmächtigen Uebersalles der bulaariichen Truppen auf die von der serbischen Morawa-Dioision Bulgarien gegenüber aut serbischem Gebiet eingenommenen Stellungen, das Obercommando über die -lrmee üb rnommen habe: ferner das an den Geschäftsträger Rhangabe zur Mittheilung an den bulgarischen Minister des Auswärtigen, Zanow, gerichtete Telegramm bekannt zu neben welches besagt, daß, nachdem die bulgarischen Truppen am 13. November, 71/. uhr Morgens, die Stellungen angegriffen, welche ein Bataillon des 1. serbischen Infanterie-Regiments auf serbischem Gebiet in der Umgebung von Llass,na besetzt aedalten die serbische Regierung diesen unbegründeten Angriff als. Kriegserklärung nnfirfit nnb die Konsequenzen hiervon annehmend, sich als tm Kriegszustände Mit affin fcflÄ am 14. November, 6 Uhr Morgens, befindlich erachtet Eine voraesüntt vcrstndete Cirkularnote Garaschanin's, welche das Havastelegramm betresiend die B bandlÜna von 300 Serben als Räuber wörtlich c tot, erklärt °sfic,°ll, mdem s e bmürd ae Erklärung als aus officieller bulgarischer Quelle entstammend bezeichnet "rstens baj mit keinem Punkte des bulgarischen Gebietes sich serbische Truppen -gtsilhk. ibchttis, m lv" tn unb Cässttke»- Ulk,. wriiildk!» alltegenstS"^ *,7 in feinet tr, Hahnen rc, m i inpstehlt sich CarlSey^, ‘01. .orleid^ Bulgarien. Sofia, 14. November. (Nachmittags 2* 1/» Uhr. Meldung der „Ag. Hav.) Der Fürst wird hellte Abend hier erwartet. Derselbe telegraphrrte vor seiner Abreise nach Philippopel an den Sultan, die Serben seien m das Gebiet des Furstenthums eingefallen und er habe den bulgarischen Truppen besohlen, diesen Angriff. ruruckzu- weisen. Zugleich fragte der Fürst ben Sultan, welches feine Absichten al§ ©njernn hinsichtlich der Verteidigung der Integrität des osmanischen Reiches feien, ^.ic Truppen marschirten heute früh mit dem Rufe „Vorwärts gegen Serbien nach dev Grenze. Morgen werden in Eilmärschen Truppen aus Rumellen hier euttrefM. Bis zu dieser Stunde ist keine Nachricht eingelaufen, daß die gerben außer bei Tyribrod die Grenze überschritten haben. In der Richtung auf Kustendil findet zwischen den. beiderseitigen Vorposten ein lebhaftes Gewehrfeuer statt aber die Serben accentuirterr weder hier, nöch bei Trn, noch in der Richtung auf Wlddln ihre Ostenftvbewegung. — 3 Uhr Nachmittags. Die Serben griffen die Position Bauvkidol vor Zaribrod lebhaft Tfl bc§ Fürsten Alexander sagt: „Unsere serbischen Brüder erklären uns den^Krieg, anstatt uns zu helfen; fie rooUen uerniditen Muth! Soldaten! Vertheidigt eure Frauen und euren heimathlichen Herd. Verfolgt:. befinden; zweitens, daß die bulgarischen Trilppen wiederholt die serbischen Vorpostew angegriffen; drittens,' daß die serbische Regierung einen derartigen Ueberfall trotz des besten Willens, den Frieden zu erhalten, als casus belli betrachten werde. Seit Versendung dieser Note erfolgte der in obiger Erklärung eonstatlrte bulgarische Angriff, Garaschanin ist Nachts nach Belgrad abgereist. , . 3 m , . ... c - Wien, 14. November. Die ungarische Delegation hat das Budget für das Ministerium des Auswärtigen angenommen. Auf eine Anfrage des Delegirten Falk wurde seitens der Regierung erklärt, nach einer vom österreichisch-ungarischen Vertreter in Nisch eingetroffenen Nachricht fei die ferbifche Kriegserklärung gestern nach Sofia, abgegangen, da die Serben von den Bulgaren an der Grenze angegriffen worden feten. Diese Thatsache sei auch von dem hiesigen Vertreter Serbiens bestätigt worden und es sei daher wahrscheinlich, daß die serbischen Truppen die bulgarische Grenze bereits, überschritten hätten. Aus eine Anfrage des Delegirten Esernatony wurde von Seiten der Regierung erwidert, Italien bewahre Oesterreich - Ungarn gegenüber nach wie vov eine eorreete Haltung, das Freundschaftsverhältniß mit Italien bestehe ganz ungetrübt fort, die Annahme, daß sich Italien in irgend einer Frage von Oesterreich-Ungarn getrennt habe, entbehre jeder Begründung. „ . 3 , — Die Polit. Corresp." veröffentlicht den Wortlaut der Kriegsproclamation des Königs Milan. In derselben heißt es: Zur Wahrung der Interessen des Landes habe er alle nothwendigen, durch die Verletzung seitens Bulgariens herausgeforderten Maßregeln ergriffen, um deutlich zu zeigen, daß Serbien sich gegenüber der Storung des Gleichgewichts der Balkanvölker nicht gleichgiltig. verhalten könne, namentlich wenn dies ausschließlich zum Vortheile des Staates geschehe, welcher sich Serbien lederzeit als schlechter Nachbar erwiesen habe. Der König weist auf die ungerechtfertigten Zollmaßregeln Bulgariens gegen Serbien hin, ferner auf die gewaltthätige rechtswidrige ^Aneignung von Bregowa und die öffentliche Aufmunterung gerichtlich verurteilter- 'Landetzverräther in deren rebellischen Unternehmungen. Dies alles habe der König ertragen, geleitet von dem Wunsche, Beweise der Geduld zii geben, wie es einem Staate zieme, welcher seine Freiheit mit dem eigenen Blute erkaufte, durch die Sympathien Europas gedieh und auf jedem Schritte seiner Entwickelung die fremden Rechte bewahrte und wie sein eigenes achtete. Die geflissentliche Mißhandlung serbischer Unter- thanen in Bulgarien jedoch, die Grenzsperre, die Anhäufung undisciplinirter Frer- willigenmaffen an der Grenze, der bewaffnete Angriff auf die Grenzbevolkerung und sogar auf die serbische Armee, dies alles bilde eine absichtliche Herausforderung, welche der König weder im Namen der heiligsten Interessen des Landes, noch der Wurde des serbischen Volkes und der Ehre der serbischen Waffen zu ertragen vermöge. Die Proklamation schließt: „Dies sind die Gründe, derentwegen ich den Zustand öffentlicher Feindschaft, welchen die bulgarische Regierung herbeigefuhrt, eintreten lasse, und meiner treuen und tapferen Arniee anbefohlen habe, die Grenze des Fiirstenthums zn überschreiten. Die gerechte Sache Serbiens beruht nun auf der Entscheidung dev Waffen, der Tapferkeit der Armee und dem Schutze des allmächtigen Gottes. Indem ich dies meinem theuren Volke kundgebe, rechne ich in diesen ernsten Zeiten auf seme Vaterlandsliebe und seine Ergebenheit für die heilige Sache Serbiens." Arankreich. Paris, 16. November. Hinsichtlich der am Montag zu verlesenden Erklärung der Regierung verlautet, daß die Räumung von Tongking und Madagaskar abgelehnt, ein Finanzdeficit constatirt und auf die Nothwendigkeit hm- gewiefen wird, neue Mittel zur Herstellung eines wirklichen finanziellen Gleichgewichts anzuschaffm. Das Parlament wird ersucht, für Erledigung der laufenden Geschäfte die erforderlichen Gesetz-Vorlagen zu erledigen. Betreffs der Amnestie soll noch keine endgiltige Entscheidung getroffen sein. Rußland. Petersburg, 14. October. Der Emir von Buchhara ist gestorben; sein Nachfolger ist fein Sohn Seid Abdul Ahad. — Entgegen den von anderen Zeitungen gebrachten Nachrichten erfährt die deutsche „St. Petersb. Ztg.", daß die bei dem Ministerium des Innern unter dem Präsidium des Geh. Raths v. Plewe eingesetzte Commission sich mit der Feststellung der Grundbesitz-Rechte für alle Ausländer in Rußland zu beschäftigen habe. <*« »i,w$ .unter" Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz durch Entschließung vom 4. l. M. bcerJ^ei^ 'öiif Gegenseitigkeit) in Mannheim die nachgesuchte Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen aus Widerruf ertheilt hat, so wird b e. , durch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, am 13. November 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ___________________ _ m,i Mw?" a * FlÄi- 'ier 23 er 18 ** herben geliefert «I Heil, «Wh. lct|tta6' 18, Am ' ba6 ch w beute an leine Kinder. Intwöbi.en, leicht und ei Magenlriden jede Büchse die ie. ung*n. 1<Ö Bureait r Schulstraße 7. T>en Feind, welcher uns feige und verrätherisch angreift, bis zur völligen Vernichtung! Möge Gott uns helfen und den Sieg verleihen! — Nachmittags 5 Uhr. fTelegramm der Agence Havas.j Die Serben sind -auch in der Richtung auf Trn zum Angriff vorgegangen und besetzten ohne Kampf die bulgarischen Dörfer Miloslavsi, Seleni, Grad und Swonsi. Aus Trn wird telegraphirt, daß man daselbst Kanonendonner höre. Es wird hier für wenig wahrscheinlich gehalten, daß es vor morgen oder Montag zu einem ernsten Kampf kommen werde. Die bulgarischen Truppen erwarten den Angriff des Feindes in Stellungen diesseits der Grenzlinie, welche bis zu 20 Kilometer von derselben entfernt sind. — Abends 9 Uhr. Die Nachrichten von der Grenze reichen bis 5 Uhr Abends. Der Hauptangriff der Serben erfolgte im Laufe des Tages gegen Zaribrod. Man vermuthet, daß auf dieser Seite ein Gefecht mit den Vorposten stattgefunden habe, -über welches noch genaue Nachrichten fehlen, da die telegraphische Verbindung mit diesem Orte wahrscheinlich bei dem Einrücken der Serben zerstört ist. Es lag nicht in der Absicht der Bulgaren, diese Gegend, welche strategisch nicht von Bedeutung ist, zu vertheidigen. Das Gros der bulgarischen Streikräfte befindet sich gegen Dragoman vorgeschoben, dessen Defilö gut zu vertheidigen ist und wo voraussichtlich morgen und Montag der Kampfplatz liegen wird. Der Fürst wird um Mitternacht abreisen und voraussichtlich morgen früh in dem Hauptquartier eintreffen, für welches der Aufenthaltsort jedoch noch nicht bestimmt ist. Heute Abend wurde die Proclamation des Fürsten an das Volk durch Anschlag veröffentlicht. Der Kriegsminister war den ganzen Tag hindurch beschäftigt, die Absendung von Verstärkungen und Proviant für die an der Grenze aufgestellten Truppencorps möglichst zu beschleunigen. Sofia, 14. November. Die Serben rückten heute früh mit einem Bataillon, drei Schwadronen und 15 Geschützen in bulgarisches Gebiet ein und setzten ihren Marsch in der Richtung auf Plaeinitza fort. — Die bulgarische Regierung erhielt von neuen Akten der Feindseligkeit seitens der Serben Kenntniß. Bei Jswor wurde ein bulgarischer Wachman und bei Kustendil ein Unterpräfect, der zu Pferd eine Rundreise machte, von in dem Hinterhalt liegenden Serben getödtet. Philippopel, 14. November. Der Fürst Alexander wohnte dem in der Kathedrale abgehaltenen Gottesdienste bei und verlas darauf die Proclamation, welche die seitens Serbiens erfolgte Kriegserklärung ankündigt und unter Anrufung der Hilfe des Allmächtigen für Bulgariens gute Sache alle waffenfähigen Einwohner auffordert, für die Freiheit und Ehre des Vaterlandes zu kämpfen. Der Fürst ist darauf sofort nach Sofia abgereist. Servien. Nisch, 13. November. Sicherem Vernehmen nach läßt die serbische Regierung durch ihre Agenten den fremden Regierungen mittheilen, daß auch die erneuten Behauptungen der bulgarischen Regierung wegen serbischen Grenzüberschreitungen der Begründung entbehren. Die serbische Regierung wäre gezwungen worden, die bulgarischen Feindseligkeiten mit der Kriegserklärung zu erwidern. Nisch, 14. November. Die serbischen Truppen überschritten Nachts 1 Uhr die Grenze bei Zaribrod, Klissura, Bregova und Ton Blafina. Wie hier gerüchtweise verlautet, sollen die Bulgaren zunächst überall zurückgewichen sein und soll es erst bei Blasina aus der Straße nach Kustendil zu einem Zusammenstoß gekommen sein. Belgrad, 14. November. Bei Trn-Blasina und auf der Straße nach Küstendil sanden scharfe Gefechte statt, wobei es eine Anzahl Todter und Verwundeter gab. Die Bulgaren sollen überall zurückweichen. Ein großer Theil der serbischen Armee befindet sich bereits auf bulgarischem Boden. — Der mobilifirte, im Felde befindliche, Truppenbestand an Linie, erster und zweiter Reserve ohne das zweite Ausgebot beträgt: 75 Bataillone mit 1065 SD t freier en und 78,255 Mann Infanterie; 25 Eskadrons mit 191 Osfl- cieren, 4758 Mann Kavallerie und mit 4859 Pferden; 40 Feldbatterien mit 240 Geschützen, 248 Offrcieren, 6820 Mann Artillerie und mit 6390 Pferden, insgesammt mit Genie, Train und den Sanitäts-Truppen 107,436 Mann. Das Ministerium ist vollständig von Nisch hierher zurückgekehrt. Türkei. Konstantinopel, 14. November. Der serbische Gesandte Gruic noti- freirte der Morte, daß Serbien in Folge der Proklamationen der Vulgaren und ihres Angriffs aus die serbische Armee in Blasstna Bulgarien den Krieg erklärt habe. Der Ministerrath trat sofort zusammen. । — Die Minister traten, nachdem der Pforte die Nachricht von der Kriegserklärung Serbiens an Bulgarien zugegangen war, alsbald zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Der Großvezier Kiamil Pascha hatte eine längere Unterredung mit dem deutschen Botschafter v. Radowitz. Hierauf begaben sich die Minister nach dem Mdiz-Kiosk. Wen. Rangun, 14. November. (Meldung des „Reuter'schcn Bureaus/) Die englische Regierung richtete eine Proklamation an die birmanische Bevölkerung, worin sie versichert, daß Niemand in Handels-Privilegien und der Ausübung der Religion beeinträchtigt werden würde; der Buddhismus werde die Religion des Landes bleiben; alle birmanischen Osfrciere und Beamten sollten provisorisch auf ihren Posten verbleiben, vorausgesetzt, daß sie auch fernerhin ihre Pflichten treu erfüllen. Die Einwohner werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Ermordung und Mißhandlung englischer Soldaten aus das Strengste bestraft wird. Die Proklamation schließt mit der Erklärung, daß König Thtbau das Land nicht mehr regieren werde. Amerika. Galveston, 14. November. Nach näheren Ermittelungen sind die durch die Feuersbrunst angerichteten Zerstörungen nicht ganz so bedeutend, wie sie bei der ersten Aufregung, ehe der Schaden ganz zu übersehen war, gemeldet wurden. 52 Häuserkomplexe mit 300 hölzernen Häusern sind niedergebrannt und 500 Familien obdachlos. Abgesehen von einigen kleineren Magazinen waren alle zerstörten Häuser Wohngebäude. Galveston, 14. November. Der durch den stattgehabten Brand verursachte Schaden wird auf 2 Mill. Dollars geschätzt, wovon der größte Theil bei ausländischen Gesellschaften versichert ist. Telegraphische Depeschen. Wolfi'S telegr. Gorrefporrderrz - Drrrearr. Berlin, 15. November. Der Kronprinz und der Prinz Heinrich machten, von der Hofjagd kommend, dem Kaiser gestern Abend 8V2 Uhr einen Besuch. Die Aerzte sind mit dem Befinden des Kaisers zufrieden. Berlin, 15. November. Der Stellvertreter des Reichskanzlers, Staatsminister, Staatssekretär des Innern, v. Boetticher, erläßt folgende Bekannntmachung: Mit ^Bezugnahme auf die in Nr. 29 des Reichs - Gesetzblattes verkündete Kaiserliche Verordnung v. 27. v. Mts., durch welche der Reichstag berufen ist, am 19. November Lieses Jahres in Berlin zusammenzutreten, wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Eröffnung des Reichstags an diesem Tage um 2 Uhr Nachmittags im Sitzungssaale des Reichstagsgebäudes, Leipzigerstraße Nr. 4, stattfinden wird. Die weiteren Mittheilungen über die Eröffnungssitzung erfolgen in dem Bureau des Reichstags am 18. November in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends und am 19. November Vormittags von 9 Uhr ab. In diesem Bureau werden auch die Einlaßkarten für Ztlschauer ausgegeben werden. Wien, 15. November. Das „Fremdenblatt" schreibt anläßlich der serbischen Kriegserklärung: „Vielleicht wäre König Milan's Lage leichter gewesen, wenn die Conferenz schon zu greifbaren Resultaten über den Status quo ante gekommen wäre. Die Mächte werden auf die ituit geschaffene Situation Rücksicht nehmen. So traurig die Rückwirkung dieses Ereignisses auf Oesterreichs Handel werden kann, so liegt doch in der Eintracht der Mächte die beruhigende Bürgschaft gegen die Störung des allgemeinen Friedens." Paris, 15. November. Dein „Voltaire" zufolge mären im gestrigen Minister- rathe über die Amnestiefrage Meinungsverschiedenheiten hervorgetreten. Brisson, Allain- Targö und die Majorität des Kabinets wollten den Fürsten Krapotkin sowie Louise Michel und 2 Anarchisten aus Lyon begnadigt wissen. Die Minister Sarnen, Goblct, Demole und Freycinet sowie der Präsident Grevy seien für eine Amnestie und gingen dabei von der Ansicht aus, daß die Konzentrirung aller Republikaner durch Amnestie erleichtert werden würde. Gestern Abend ging das Gerücht, der Ministerpräsident Brisson und der Minister des Innern Allain-Targö seien entschlossen, zu demissioniren. Paris, 15. November. Der „Temps" erklärt es für unbegründet, daß der Minister des Auswärtigen, Freycinet, sich in der Amnestiefrage im Gegensätze zu dem Ministerpräsidenten Brisson befinde. Freycinet habe nur verlangt, daß diese Frage von einer definitiven Entscheidung noch weiter erörtert würde. Petersburg, 15. November. Der Kaiser empfing gestern in Gatschina in feierlicher Audienz den Botschafter Großbritanniens, Morier, welcher sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Ferner wurde der als Erzieher des Prinzen von Buchara, Seid Mir Mansur, hier eingetroffene Mirza Nasrulla Tesksaba empfangen. — Die maßgebenderen Blätter verurtheilten die Kriegserklärung Serbiens an Bulgarien als ein brudermörderischcs und abenteuerliches Unternehmen. Die „Nowoje Wremja" sieht dieselbe als eine Verletzung des Berliner Vertrags an, welche sogar das auf die Herstellung der Union gerichtete Vorgehen des Fürsten von Bulgarien übertreffe. „Nowosti" und die deutsche „St. Petersburger Zeitung" meinen, Rußland könne es unmöglich ruhig mitansehen, wie das von ihnt befreite Bulgarien und das stammverwandte Serbien sich zerfleischen. Die deutsche „St. Petersb. Ztg." hebt hierbei hervor, wie schnöde Serbien seine wiederholten Versprechungen, sich bis zu einem Beschluß der Conferenz ruhig verhalten zu wollen, gebrochen habe. Die russische „St. Petersb. Zig-" fleht die Kriegserklärung als ein Product der Pläne Lord Salisbury's an und fügt hinzu, daß man in Sofia wohl schon deir Unterschied zwischen der Freundschaft des russischen Befreiers und der platonischen Sympathie des britischen Cabinets eingesehen habe. — Das „Journal de St. Petersbourg" spricht sein Bedauern darüber aus, daß Serbien, welches Rußland seine Unabhängigkeit verdanke, den Krieg an Bulgarien erklärt hat, welches seinerseits Rußland seine Autonomie zu verdanken hatte, ohne daß sich die serbische Regierung dabei um die Bestimmung des Pariser Vertrags bekümmert habe, nach welcher vor jeder Kriegserklärung eine Vermittelung anzurufen sei. Die Jncorrectheil des Verfahrens werde dadurch noch gesteigert, daß Serbien den Krieg dem in einem Vasallenverhältniß stehenden Fürsten erklärt habe, der nicht einmal das Recht über Krieg und Frieden habe, so daß man sich in der Thal fragen müsse, ob das Ziel des Krieges sei, den Souverän zu bekämpfen oder einen rebellischen Vasallen zur Beobachtung der Verpflichtungen zurückzuführen, die ihm durch sein Vasallenverhältniß auferlegt werden. Es handle sich hier um einen noch nicht dagewesenen unerhörten Vorgang, welcher zeige, wie recht Rußland gehabt habe, darauf zu bestehen, daß der Status quo wieder hergestellt werde. Die zu diesem Zwecke durch die Initiative Rußlands zusammenberufene Conferenz habe unter ^dem Einfluß der diplomatischen Action Englands sich damit beschäftigt, die Griechen, Serben und Bulgaren an einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Türkei zu verhindern. Man habe quf diese Weise die Action der Türkei gehemmt und dem König Milan Gelegenheit, gegeben, zu erklären, daß er handeln muffe, da die Conferenz nicht vorwärts komme. Man könne nicht missen, was die Conferenz jetzt thnn werde; aber trotz allen Schmerzes über den brudcrmörderischen Kampf könne Rußland doch nicht in die Fußtapfen eines jeden Balkanstaates treten. Gestern mar die Wiederherstellung des status quo noch möglich; wird sie es morgen noch sein? Was Griechenland und die Pforte thun werde, könne man nicht voraussagen. Der Artikel schließt: Es ist schmerzlich, zw sagen, daß mit etwas mehr Gradheit und einem etwas weniger scharf ausgeprägten Verlangen nach angeblichen diplomatischen Erfolgen dieser ruchlose Kampf leicht hätte beschworen werden können. Belgrad, 15. November. Die Negierung hat eine Note an die Mächte gerichtet, in welcher es heißt, Serbien müsse, durch die revolutionäre Politik Bulgariens gezwungen, die Waffen ergreifen, im Vertrauen auf die Gerechtigkeit der Mächte gebe Serbien in den Kampf. — Nach hier eingegangenen Nachrichten von der Armee ist Tzaribrod nach mehrstündigem Kampfe genommen worden, die Verluste sind gering; 50 Bulgaren sind gefangen genommen. In den Defileen bei Trin und in der Richtung auf Küstendil leisten die Bulgaren energischen Widerstand, dieselben gehen jedoch überall langsam zurück. Bukarest, 15. Novbr. Der „Monitoul official" veröffentlicht die Einberufung der Kammern zum 27. d. M. Univerfität- - Chronik. — Der bekannte Kliniker Professor Dr. O. Fraentzel, dirigirender Arzt an der Berliner Charite, ist an einem Schlaganfalle nicht unbedenksich erkrankt. — Der bisherige Observator an der Universitäts - Sternwarte > zu Straßburg i. E., Dr. Schur, ist zum ordentlichen Professor in der Göttinger philosophischen Fakultät ernannt worden. Lokale-« Gießen, 16. November. Der Eisverein hält heute Abend 6 Uhr im Cafi Ebel seine Generalversammlung und am selben Tage kehrt auch der Winter bei uns ein, denn diese Nacht ist das Thermometer an exponirten Stellen unter —3° gesunken, Da der Eisverein vollständig für den Winter gerüstet ist, auch heute schon überschwemmen wird, so können wir vielleicht schon in drei Tagen das Vergnügen des Schlittschuh! laufs genießen. Mögen deshalb alle, welche noch nicht Mitglieder des Vereins sind, sich bei Herrn Balser auf der Mäusburg schleunigst anmelden. Gießen, 16. November. Am Freitag Abend und am Samstag Abend fanden in einem Hause der Bahnhofstraße wie auch in einem solchen vor dem Wallthol Zimmerbrände statt. Vorsicht bei dem Umgehen mit Licht dürfte gerade jetzt bei del kälteren Witterung mehr als je geboten sein. — Ein Transport Zigeuner (7 Wagen voll) wurde heute Morgen durch dir Schutzleute aus dem Weichbilde der Stadt verbracht. Verrutschtes. Staufenberg, 16. Nov. Heute Morgen gegen 4 Uhr brach in der Hofraitht des Weißbinders Bier Feuer aus, welches so rasch um sich griff, baß die Insassen des Hauses fast Nichts retten konnten. Der Hauseigenthüiiler und ein Miethsmann sind versichert; dagegen der andere Miethsmann, ein noch nicht lange verheiratheter Hüttenarbeiter, welcher wegen seinem Fleiß und seiner Zuvorkommenheit hier allseitir beliebt ist, rettete Nichts als das nackte Leben. Die langjährigen Früchte seines sowie des Fleißes seiner Frau waren in einem Augenblick ein Raub der Flammen. Als ein großes Glück ist es noch anzusehen, daß das Feuer trotz der sehr mißlichen Lage der betreffenden Hofraithe auf seinen Herd beschränkt blieb. 1 Grünberg Ä'«°n r 1.$lor«e OutW Es i|i Wcht Gemarkung der Gemarkung ■ßuj den Namen: Notterdam, griebrid) Kei unb Georg !ken in den Grundbü Gemarkungen en ein unveräußerli M der Familie ein KemM commiß, zu erri Etwaige Eins binnen 3 Monat Nach frucht! Friß wird oh Einbrüche die werden, daß \ miliensideicomn zichung nichts ÄckeneiM Hattet. (Siegelt, beit Großh Am ________Stc Dienstag, d Nachmi werden aus 8 eine große Par Weihna, geeignete Gege angesangenen u feine Lederwaa gurren-Etuis, weise fc £ Kinderkorsetten einige seine £)i 1 An einem \ Eher zu beflir ebendaselbst fei Möbel zur - Mündig Wank, 2 White, 1 W 8236 rückzuführen, die ihm h । hier um einen noch ck L ufiland gehabt habe, te rie zu diesem Zwecke tei be unter dem EWjer 'rifdjen, (Serben ritt i nerbinbern. M^! Völlig Wlilaii ©elegn* \ ,z nicht uonuär/5 komme ; aber trotz allen Schmer;!! l cht inbie eine-;»g iunft bc§ status quo m6 g lanb und die Pforte lljr chl; tzö ist schmerzlich, p weniger scharf auögcvröM ruchlose 5ampf leicht M > M au die M-chi^ urionäre Politik Bulgarin: Gerechtigkeit der Mächte gc. iten£ln9^Bien^ * Qn.roeltir0? I L» Rubland fij ^ulgcrtcn und dos flamt ^b. Ztg." HM hierbei M ?u hinein?c bobe. Die russische,?■ ■rJ «ne ^ord Salisbu^ '*1CP fischen der FreM kme des britischen ßabintr; '9. Ipncht sein Bedang weit verdanke, den B ie Autonomie zu verback e Bestimmung des Pch- rklärung eine $amittdiirj. ^durch noch gesteigert, k; enben Fürsten erklärt hak, ' dasi man sich in der Hr f n ;u bekämpfen ober ein.? ' 'irb”9^ ®’bu«jsja , I *«•« SÄH"*K ll6t ii- om WrtaLu SIr°W 'götHne-rPb** r gtm« '"M" sind gering; 50 Bulgare und in der W efelben gehen ledoch mm riffatlW di- ** SxSS»' >1 HÄ'Äw Srt®tS Schiff-Nachrichten. Bremen, 14. November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Nürnberg, Capt. 21. Jäger, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. October von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 14. November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Main, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 1. November von Bremen und am 3. November von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Nemyork angekommen. Bremen, 14; November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Eider, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Brenpm, welcher am 4? November von Bremen und am 5. November von Southampton abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. fandet ureb Bevketzr. Grünberg, 14. November. (Fruchtpreise.) Weizen JL 16.50, Korn JL 14.00, Gerste 13.00, Hafer JL 12.80, Erbsen JL 15.00, Linsen JL 30.60, Lein JL 22.00, Samen v*L 00.00, Kartoffeln JL 3.10, Wicken 00.00. Kirchliche Antigen der evsnßrl. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Joh- Kap. 17, von Vers 20 an, Pfarrer Dr. Naumann- Repertoir der vereinigten Itadttheater ;u Frankfurt a. M. Opernha«-. Dienstag den 17. November: Gastspiel des Kammersängers Herrn Nachbaur. Fidelio. (Florestan: Herr Nachbaur.) Mittwoch den 18. November: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Trompeter von Säkkingen. Außer Abonnement. Donnerstag den 19. November: Gastspiel des Kammersängers Herrn Nachbaur. Oberon. (Huon: Herr Nachbaur.) Freitag den 20. November geschlossen. Samstag den 21. November: Silvana. Sonntag den 22. November: Gastspiel des Kammersängers Herrn Nachbaur. Neu einstudirt: Fra Diavolo. (Diaoolo: Herr Nachbaur.) Schauspielhaus. Dienstag den 17. November: Zum ersten Male: Denise. Schauspiel in 4 Akten von Alex. Dumas Sohn. Mittwoch den 18. November: Zum ersten Male wiederholt: Denise. Donnerstag den 19. November geschlossen. Freitag den 20. November: Arria und Messalina. Samstag den 21. November: Durch's Ohr. Hierauf: Monsieur Hercules. Sonntag den 22. November: Denise. GeffentW Aufforderung. Es ist beabsichtigt, aus 116 in der Gemarkung Gießen, und aus 7 in dec Gemarkung Wieseck gelegenen, auf den Namen: Karl Kempfs zu Notterdam, bezw. Otto und Friedrich Kempff zu Gießen und Georg Kempff zu Hamburg in den Grundbüchern der genannten Gemarkungen eingetragenen Parcellen ein unveräußerliches und untheübares Gut der Familie Kempfs zu Gießen, ein Kempf f'sches Familien - Fidei- commiß, zu errichten. Etwaige Einsprüche hiergegen sind binnen 3 Monaten dahier vorzubringen. Nach fruchtlosem Ablaufe dieser Frist wird ohne Rücksicht aus solche Einsprüche die Beurkundung ertheilt werden, daß der Errichtung des Fa- wilienfideicommisses in rechtlicher Beziehung nichts im Wege stehe. Acteneinsicht ist den Betheiligten gestattet. Gießen, den 12. November 1885. Großh Amtsgericht Gießen. Stammler. 8227 Dienstag, d. 24t. November, Nachmittag- 2 Uhr, werden auf Lony'- Bierkeüer eine große Parthie zu Weihnachtsgeschenken geeignete Gegenstände, bestehend in angefangenen und fertigen Stickereien, feine Lederwaaren, Portemonnais, Cigarren - Etuis, Notizbücher 2C, theil- weise für Stickereien eingerichtet, Kinderkorsetten, -Hütchen rc., sowie einige feine Oeldruckbildrr versteigert. F. Hoffmann, Ortsgerichtsmann. An einem der nachfolgenden, noch näher zu bestimmenden Tage fonmten ebendaselbst seine geschnitzte und andere Möbel zur Versteigerung._______8221 Mittwoch den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraihe dahier 1 vollständiges Bett, 1 Sopha, 1 Con- solschrank, 2 Kommoden, 4 Kleider- schränke, 1 Klavier, 1 Secretär, 1 vollständiges Meyer's Conversations- lexikon, 1 Stoßkarren, 1 Spiegel, 4 Bilder meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. November 1885. Geißler, 8236 Gerichtsvollzieher- yersieiger^o- Dienstag den 1*7. November, und folgende Tage, 7960 Mittags 2 Uhr, lassen die Erben des verstorbenen Rentners W. Dietz in den Neuen Bäuen die zu dessen Nachlaß gehörigen Möbel und Hau-Haltungs- Gegenstände versteigern, als: Betten, Sopha's, Tische, Stühle, Kommoden, Uhren, Bilder, Kleidungsstücke, Gartengeräthe re. & 8250 Gänsefett empfiehlt Cafe Ebel. Allgemeiner Anzeiger. Für meine schon mehrmals prämiirten = UtomgtarcheEi — habe auch dieses Jahr wieder Herrn Ferd. Dre be®, vorn. Cg. yyilh. Weidig den Alleinverkauf übertragen. Li. Buns, 8247 x 7961 Wallthorstraße 21. 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Kronprinzen] Ferd. Drebes- Louis Frohnhäuser. C. F. Henzerling. Carl Hoffmann. L. Kalkhof. H. Kinkel, Conditor. H. F- Nassauer. Otto Schaaf. Carl Schwaab. W. Zurbuch. empfehlen in Originalpackung in G 1 e » Q e ii G. Kleinhenn. 7782 Ein Schuhmacherlehrling kann eintreten_ bei Louis Opper, Altenbuseck. 8169 "Ein tüchtiges Dienstmädchen, welches kochen kann, sucbt auf Weihnachten Frau L. Zimmer, Kreuz. 8197 Zwischen dem Histel Prinz Carl unb der Stadtpost ein 50-Markschcin verloren. Geaen gute Belohnung abzugeben in der Exped. d. Bl. Um stille Theilnahme bitten Corpsdiener Fourier und Mmilie. Gießen, am 16. November 1885. Die Beerdigung findet Mittwoch den 18. November, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause (Marktstraße 8) aus statt. jfcStollwercksche 6> QO Gießen, den 14. November 1885. 8210 _ Todes-Anzeige. Heute Morgen 4 Uhr entschlief nach langem schweren Leiden unsere geliebte Tochter und Schwester Louise Schachclub. Local: Stein s Garten. Spielabende: Dienstag und Freitag. Anmeldungen schriftl. 64,11 Heute wieder große Sendung: 1500 Pfund lebendfrische Schellfische M 2» M Hechte, Pfund 70 Pf., Kieler Bücklinge, Sprotten, ger. Aale, Aal in Gelee, Sardellen, Rollmöpse, Neuer Ruff Caviar, Holland. Bollhäringe, prima Waare, Stück 4 i- 5 4 100 Stück vtt 3,75 in der Hamburger Mschhandlung von A« Hoch, 8240 Betammmachnng. Die diesjährige ordentliche Generalversammking des GesellscMsvereins findet nächsten Samstag den 21. November, Abends 6 Uhr in dem Gesellschaftshause statt, wozu in Gemäßheit der Bestimmungen in § 38 der Statuten die verehrlichen ordentlichen Mitgliever hiermit ergebenst eingeladen werden. Gießen, den 15. November 1885. Der I. Gesellschastsdlreetor. 8216 Ein Logis im 2. Stock zu ver- miethen. Schützenstraße 17. _ 8238] Laden mit Logis in der Marktstraße zu vermiethen. Näheres in der Exped. d Bl. , 8230 In der Wilhelmstraße Nr. 10, parterre, ist ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen- _____________ 8232] Logis und ein Zimmer zu ver- miethen. Neuenweg 2. 7783] Parterre-Logis (Hochparterre, zu vermiethen. Gartenstraße 2/. 7973 Der seither von Herrn F. Burk bewohnte dritte Stock m. Hauses, Aster- wcg 29 (6 Zimmer, 2 Kammern, 2 Keller), ist vom 1. December an zu vermiethen. Dr. Haupt. 7546 Ein Familienlögis zu vermiethen und per 1. November zu beziehen. Ludwigstraße 55. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen Gatten und Vaters SaeHipp sowie allen Bekannten und Freunden, die ihn zur letzten Ruhe geleiteten, sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. 8239 Die trauernden Hinterbliebenen. Der Kais M-smd-«ö Nipniq b« d" WUlftlchkll hcklirh von W SMeölenbiirg-E PeijönlichkeitlN, ® bürg, ®L'Qi \ unb ÄroMlt ö' Der Neid lag, Dank der lchien Wochen en Der ReichShautzhc feien. Die Sum Die jortbauernben Minmtausgabe worunter ein 53,565,000 vH. Mehrbedarf der decken, um wel erhöhen. - Vo1 trilte vorn Bun finden mrd, fi verficheiMg aul Au'-udung bet ■ Vorlage über setzeö bezüglich eriajjeiun toi t'junM/ii bolb ]i bigtiil unter Sei unb Portugals \\ Diebaye beiuerkmömerthe bayensch.ruW einer scharfen v. Crailsheim, ü unb stützte er fa ^Mguog berat deuüchrn Reiche 2ie Einzelstaaten preutzlsch-tussisch ec, datz bet Gei Berlin aus, jon ■ Rihn Eitzunq des Ijnis römischen Pwpi dre bayerische § versteht man hü Wschaft zur den Heiden, Ar w. Der Mn ga °is ein A Gerung JWta Gestt 5^8 öie- S'^Nfai •Üt?.; Sy -ä* """ j N n n b.tti Sthl ? °°r>gri KJ*? Hie» ir, !8QI R, Ift Dienstag den 18. Dovember, Abends Uhr: Monats Versamttüung im Vereinslokal. Yenmschte Anzeigen. 8235 Zur Ueberwachung der Schularbeiten von drei Kindern sucht man einen Studenten (Philologe oder einen gut empfohlenen Primaner gegen Logis, Heizung, Licht und Kaffee. Zu erfragen in der Exped- d- Bl. 4 kräftige Ardettcr gesucht von der Brauerei 8231 Gebrüder Nöhrle, Gießen. Von unserer Obligations-Anleihe vom Jahre 1884 wurden bei der diesjährigen Ausloosung zur Rückzahlung gezogen: h 500 Mk. Nr. 84, 99, 126, 127, 133, 280, 379. ä 200 Mk. Nr. 433, 538, 541, 564. •fHitfjHtifgs ■ Verein» Nachdem am vorigen Donnerstag Abend ein Jünglingsverein begründet worden ist, wollen die Mitglieder desselben zunächst am Mittwoch, den 18 November d. I., Abends 8'A Uhr, in der „Herberge zur Heimath' sich versammeln, um die weitere Einrichtung des Vereins zu besprechen. jungen Leute, welche die Lehrlingsjahre hinter sich haben und dem JungUngs- Verein sich anschließen wollen, werden zu der genannten Versammlung freundlichst eingeladen. , t r , ,, ,, ~ Ich bemerke hierbei, daß der „Feierabend für Lehrlinge am Sonntag, den 22. November, wieder eröffnet werden soll. 8148_____ 8174 Täglich frische, ächte italienische MarozieEL (Kastaniew geröstet sowie roh billig zu haben auf dem Marktplatz. B>c Bernardo. Sonnen- i II Sonnen- strasse 25 " • 11111 strasse 25 empfiehlt (paffend als Weihnachtsgeschenke) in großer Auswahl und billigsten Preisen ehte Parthie angefangener und musterfertiger Schuhe und Hosenträger; in Silberstramin: alle leichte Arbeiten für Kinder in Silberstramin, ia ^arnirt^DamemHüie. Durch den großen Umsatz in Putz- u Modewaaren, hauptsächlich TOO stets Cd. 100 Stück fertig gestellt sind, ist es mir möglich, billiger wie jede Concurrenz verkaufen zu können, und empfehle ich eine große Auswahl m garnirteu!Dnmen-Hüten non 3 Mk. an bis zu dem elegantesten pariser Original-»lodellhut. Sammete, Jedem, Plüsche, Spitzen, Hutformen. ' MsverLÜr. Heute Abend 6 Uhr Generalversammlung im Cas« Cbet. Arbeiter gesucht zum Reinigen der Bahn und Anschnallen der Schlittschuhe. Schleunige Meldung bei Herrn Director Bansa am Wallthor. Anmeldungen neuer Mitglieder ausschließlich bei Herrn Balser auf der Mäusburg. ___________b24?._ Zur gefl. Beachtung. Hierdurch zur gefl. Nachricht, daß ich in einem ersten Frankfurter Geschäfte das flFrisireifc erlernt habe und empfehle ich mich hiermit den geehrten Damen für Aufträge im Frisiren in und außer dem Haufe bestens. 8241 JVIinma Hilgärtaier, Friseuse, Marktstraße 3, im Hause des Herrn Gg. Schultheis, 2, Stock. 7463] Zimmer u. Küche per sofort zu vermiethen. O. Freund Wwe., Neustadt 33, III 5498 Mehrere möblirte Zimmer zu vermiethen. Gartenstraße 29. —7239] Möblirtes Zimmer. _______________Seltersweg 67. ”"7549 Ein fein möblirtes Zimmer, inst oder ohne Eabinet, für einen oder zwei Herren, zu vermiethen. Neuenweg _22;__ " 7282]' Freundlich möblirte Zimmer zu vermiethen. Frankfurterstraße 40 Hl. 3804 Fein möbl. Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. _ Schulstraße 9^ 7421 Ein schöner Eckladen mit Logis zu vermiethen. 9täh. in der Exp. d. Bl. d. Hessisch - Rheinischen Bergbau - Vereins. Reingehaltene eomplette Exemplare von Nr. 261 des „Gießener Anzeiger" werden von der Expedition zurück- gekauft.__ 8228 Gesucht ein Mann, der die nasse Abreibung versteht. Off, a. d. Exp. d. Bl. 7991 Ein Schüler oder Schülerin findet fr. Pension. Steinstraße 55. 8164 Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleidermachen. Wiener Hof, bei Herrn Seibel. Blasenkrankheiten (auch Vettn., Stein rc.), Geschlechts- kr., Schwäche, Impotenz, Frauen- krankh. rc., selbst in den verzw. Fällen, heilt sicher in kurzer Zeit. — Prosp. gratis. — F. C. Bauer, Specialarzt, Basel- Binningen (Schweiz).7880 verkaufen rin neues Gebäude in Eberstadt, vor- rüalick zur Errichtung einer Cigarren- ^abrik geeignet, ist Umstände halber bal- diast zu verkaufen. o254 ö Joh. Eberh. Buß Wwe. _____in Eberstadt._______ Thee neuester Ernte, Ehocoladen und Cacaopulver, la. Slrac, Rum und Cognac, Original-Waare, Punsch-Essenzen aller Art der 8244 C G. Kleinhenn. 8214 Stets frische Hasen, pr, St. 3 X, u. 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