Nt Gert Slk ebl Bathk rche em Wolf Fel* ®erHn, des Het ir au8 Hagen * ereins. M. e Orgel, :: it“ etc. y ■-X •jj c ^Weihnächte- it H Orgel esus bin“ aus fc d Solostimmen |J M: )he in der Rickert ihandlung zn haben» . . 3 dl Kirche Mnittags Ä- ftnft u. M 10 F lL) Juni 1886: inqer-Gesellschaft öoer l Bass:W.V . Gipner und I r Pianist und 11- ^Kinder W 'neuem W* Ue Soiree in »j* oen al®«#'31” Ichuh Nr. 137. Mittwoch den 17. Juni 1888 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Berten t Schulstr-ß- 7. Srlckemt Ueli» mit «»«n*6mt »e« Montag». 2 Mari -o Pf. mit SJrfogrf«jn ” Durch die Poft bezogen rrerteliährltrb 2 Mark 50 Pt. Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. Von auswärts wird eine Anzahl Bullen der reinen Vogelsberger Rindviehrasse in diesem Jahre, sowie auch für die Folge jährlich regelmäßig zu kaufen gesucht. Indem ich bitte, etwaige Anmeldungen binnen 8 Tagen an mich gelangen zu lassen, mache ich wiederholt darauf aufmerksam, daß in der jetzigen für die Landwirthschaft in mancher Hinsicht ungünstigen Zeit die Züchtung der reinen Vogelsberger Rindviehraffe bei der immer mehr steigenden Nachfrage nach schönen Thieren dieses Viehschlages einen erheblichen Gewinn zu geben verspricht Insbesondere empfiehlt es sich, zu diesem Zwecke dem Vereine zur Züchtung der reinen Vogelsberger Rindviehraffe beizutreten, über welchen der Unterzeichnete zu jeder Auskunft gerne bereit ist. Zugleich erbiete ich mich, die Gesuche sowohl zum Ankäufe, als auch zum Verkaufe von Thieren der genannten Raffe für die Folge ständig kostenfrei zu vermitteln und ich ersuche die Herren Bürgermeister, mich gefälligst hierin zu unterstützen. Gießen, den 15. Juni 1885. Der Vorstand des Zuchtvereins. Rover. Politische Ueberfkcht. Gießen, 16. Juni. Der Kaiser hat Samstag den 20. Juni als den Tag seiner Abreise nach Ems in Aussicht genommen. Vorher gedenkt der Monarch noch den bisherigen amerikanischen Gesandten, Herrn Kaffon, und deffen Nachfolger, Herrn Penbleton, zu empfangen, um aus ihren Händen deffen Abberufungs-, dezw. Ernennungs-Schreiben entgegenzunehmen; auch der neuernannte russische Botschafter Gras Schuwaloff wird voraussichtlich noch vor der Abreise des Kaisers seine feierliche Auffahrt halten. An den Feierlichkeiten anläßlich der Vermählung des Erbgroßherzogs von Baden mit der Prinzessin Hilda von Nassau, welche gleich nach den diesjährigen großen Herbstmanöoern bei dem 14. Armee-Corps auf Schloß Hohenburg bei Lenggries in Bayern am 20. September stattfindet, werden voraussichtlich weder der Kaiser noch die Kaiserin theilnehmen. Unter Vorgang derjenigen von Mannheim haben sich mehrere rheinische Handelskammern an den Reichskanzler mit der Bitte gewandt, Rotterdam oder doch Antwerpen, keinesfalls aber Vlissingen als Anlege-Station für die deutschen Postdampfer zu wählen. Andernfalls werde nach wie vor der Handels- und SchiffsahrtS'Verkehr der Rheinlande, Westfalens und Südweft- Deutschlands (Baden, Württemberg, Elsaß-Lothringen, Bayern, Heffen) über englische Häfen gehen müssen. In der Strafsache gegen die Führer der, bei der unberechtigten Fischerei an der Nordseeküste durch den Aviso „Pommerania" in Hast genommenen beiden englischen Fischkuttern „Scheme" aus Darmouth und „Pet" aus London scheint vorläufig noch die Entscheidung auszustehen, von welchem Gericht das Uctheil gesprochen werden soll. Art. 36 des am 6. Mai 1882 im Haag geschloffenen internationalen Vertrags zum Zweck der polizeilichen Regelung der Fischerei in der Nordsee enthält folgende Bestimmung: Wenn Fischer eines Berlragsstaates gegen Fischer einer andern Nationalität Thätlichkeiten verübt ober denselben absichtlich Beschädigungen oder Verluste zugefügt Haden, so sollen immer die Gerichte desjenigen Landes, welchem die Fahrzeuge des Schuldigen angeboren, für die Entscheidung zuständig sein. Dieselbe Regel findet Anwendung auf die Vergehen und Uebertretungen, welche in diesem Vertrage vorgesehen nnd." Demnach wäre die englische Gerichtsbarkeit in diesem Falle zuständig. Da jedoch die im vorigen Jahre stattgefundenen Verhandlungen über den Anfall eines Geesternünder Proviant-Bootes Seitens englischer Fischer von Seiten der Engländer sehr in die Länge gezogen wurden, so ist wohl anzunehmen, daß man nach den gemachten Erfahrungen ein anderes Verfahren einleiten wird. Für einen der Schiffsführer ist durch Vermittlung des englischen Consuls in Brake eine Caution in der Höhe von 13,000 JL angeboten. Für die Zuständigkeit des Glichen Strafgerichts spricht das Strafgesetzbuch. Nach der Bestimmung dessen nämlich werden Ausländer, welche in deutschen Küstengewäffern unbefugt ßhien, mit Geldstrafen bis zu 600 «X oder Gesängniß bis zu 6 Monaten ießrast. Neben der Geld- und Gefängnißstrafe ist auf Einziehung der Fang- «Mhe, welche der Thäter bei dem unbefugten Fischen bei fich geführt hat, in- Zeichen der in dem Fahrzeug enthaltenen Fische zu erkennen, ohne Unterschied, nb die Fanggeräthe und Fische dem Verurtheilten gehören oder nicht. Demnach Mrde die Strafe auf 1200 «X für beide Fahrzeuge festzusetzen sein. Die Netze amb Fanggeräthe sind auf 6000 JL veranschlagt, hierzu kommen die Kosten des Erfahrens und der Zeitverlust, den die Schiffe und Mannschaften erleiden, Oatz die englischen Fischerei-Gesellschaften ihren Schiffen jedenfalls mehr Vor- 'M anempsehlen werden. Die chinesische Gesandtschaft in Berlin hat, nachdem nunmehr her Friedensoertrag Chinas mit Frankreich endlich unterzeichnet ist, den Auftrag erlitt, Vorbereitungen zum Auslaufen der beiden im Kieler Hafen liegenden He fischen Panzer-Corvetten „Ting Inen" und „Chen Auen", sowie der noch lij der Werft des „Vulcan" liegenden Corvette „Tsi Auen", welche sämmtlich in Deutschland erbaut wurden, zu treffen. Die zur Besatzung der letzteren nöthi- »P Mannschaften werden in Stettin angemustert, während die für die beiden *.ren Corvetten erforderliche Schiffsbesatzung in Hamburg angeworben wird. Die diesjährigen Manöver der Torpedo-Boote-Flottille «etbim den Schwerpunkt der gelammten Sommer-Uebungen der deutschen Kriegs- MNine bilden. Sämmtliche Torpedo-Divisionen treten am 1. August in Kiel M eimm gemeinsamen Verbände zusammen und manövriren unter Führung des Torpedoschiffes „Blücher" als Flaggschiff in der Nordsee bis England und in der Ostsee bis nach Memel hinauf. Die Minister-Conferenz der thüringischen Staaten, welche am 11. und 12. Juni in Eisenach stattfand, hat eine vollständige Einigung bezüglich der Gewährung gegenseitiger Rechtshülfe bei Zwangsvollstreckungen in Verwaltungssachen erzielt. DieReichsrathSwahlen in Oesterreich sind nunmehr bis auf einige Nachwahlen beendet. 252 Abgeordnete find gewählt, von denen 132 den Deutschliberalen und die anderen den übrigen, meist regierungsfreundlichen Parteien angehören. Aus der englischen Cabinetskrisis ist zu melden, daß die Königin nach einigem Zögern die Entlassung des CabinetS Gladstone angenommen und den Lord Salisbury zu sich nach Schloß Balmoral berufen hat, um die Bildung eines neuen CabinetS vorzunehmen. Daraus ergiebt sich indeffen noch nicht mit absoluter Sicherheit, daß Lord Salisbury auch das neue Cabinet übernimmt., — Daß in allen schwebenden Angelegenheiten der auswärtigen Politik, bei denen England bethelligt ist, durch die Cabinetskrise ein Stillstand eingetreten ist, ersieht man am deutlichsten aus der Pariser Meldung, laut welcher die Sub'Commission für den Suez-Kanal sich anschickt, unverrichteter Sache aus* einanderzugehen. Auch macht man sich in Petersburg darauf gefaßt, die afghanischen Unterhandlungen mit einem andern englischen Ministerium und voraussichtlich auch unter andern Bedingungen fortführen zu müffen. Rußland würde bei dem Rücktritte Gladstones wenig gewinnen, wogegen man in Deutschland glaubt, ein Tory-Minisierium werde der deutschen Colonial-Politik gegenüber gefügiger fein, als dies mit dem Ministerium Gladstone's der Fall war. Der Abschluß desFriedens zwischen Frankreich und China ist von den Franzosen mit all' der Genugthunng zur Kenntniß genommen worden, welche dem vorherigen Grade des Mißvergnügens entspricht, womit die franz. Nation Zeuge des monatetangen Hinschleppens der unerquicklichen Tongking- Affaire gewesen war. Um die Bedingungen des Friedensschlusses, die Tongking und Anam Frankreich zuweisen, aber China keine Kriegskosten auferlegen, kümmert man sich in Laienkreisen weniger; es genügt, daß die Lage in Asien für Frankreich wieder in ihr normales Gleis zurückgekehrt ist. — Die französischen Deputirtenkammern beschäftigten fich vorzugsweise in den letzten Sitzungen mit den Colonial-Fragen und den Crediten für die Expedition auf Madagaskar, welche ohne Zwischenfälle genehmigt wurden. Belangreiche politische Mittheilungen liegen aus Rußland nicht vor. Es wird nur gemeldet, daß der Kaiser Alexander im Herbst den großen Manövern in Ruff. Polen beiwohnen und bei dieser Gelegenheit wahrscheinlich dem Kaiser von Oesterreich einen Besuch machen wird. Eine entsetzliche Nachricht kommt aus der in Russisch- Polen am Riemen gelegenen Stadt Grodno. Diese schöne Handels- und Industriestadt, welche gegen 40,000 Einwohner zählt, ist fast vollständig von einer Feuersbrunst verwüstet worden. Drei Viertel der Staot sind vernichtet, die schönsten Straßen, viele Kirchen und die Regierungsgebäude sind zerstört. Der Schaden wird nunmehr auf 10 Millionen Rubel geschätzt. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Grodno ist am Riemen gelegen, welcher hier ein prächtiges Thal mit hohen Rändern bildet, und an der Petersburg- Warschauer Eisenbahn, besaß ein altes und ein neues Schloß, fünf russisch- griechisch- , fünf katholische und eine lutherische Kirche, zwei Synagogen, zwei griechische und zwei katholische Klöster, eine medicinische Akademie mit botanischem Garten, eine Cadettenschule, zwei Gymnasien, eine Bibliothek, ein Theater, mehrere Fabriken für Tuch, Baumwolle, Seide, Gewehre, Bierbrauereien, Lichtfabriken, Töpfereien und eine Tabaksabrik, sowie Handel mit Getreide, Bauholz und Flachs. Die Sachlage auf der Insel Kreta hat, wie es aus Konstantinopel berichtet wird, ihren schlimmen Charakter verloren. Die widerstrebenden Elemente, welche von keiner Seite unterstützt werden, feien zu der Einsicht gekommen, daß an eine Action momentan umsoweniger zu denken fei, als der Militär-Commandant Edhem Pascha gemäß den ihm zugekommenen Instructionen zum eventuellen energischen Einschreiten ermächtigt wurde. Ein Theil Der Bevölkerung beginnt fich sogar mit dem neuen Gouverneur Savas Pascha zu befreunden, nachdem derselbe wiederholt erklärt habe, daß er von der Pforte beauftragt fei, allen gerechten Beschwerden der Bevölkerung Rechnung zu tragen. 1. Darmstadt, 15. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben । Allergnädigst geruht: Am 6. d. Mts. den Revisor 2. Klasse bei den Oberhessischen Eisenbahnen Georg Zinßer zum Revisor 1. Klaffe zu ernennen; an dems. Tage den Finanzaspiranten Heinrich Hellwig aus Ober-Roden zum Hauptsteueramls-Nssistenten 2. Klasse mit der Maßgabe zu ernennen, daß derselbe mittelst commiffarischen Auftrags an das vereinsländische Hauptzollamt Hamburg abgeordnet wird; . an dems. Tage den Hauptsteueramtsdiener bei dem Hauptsteueramte Mainz, Karl Franz Rauck, mit Wirkung vom 1. Juli d. I». an, in den Ruhestand zu versetzen. , t Ä , Berlin, 16. Juni. Der Tod de« Prinzen Friedrich Karl wird von sämmtlichen Abendblättern als ein Verlust für das kaiserliche Haus und die deutsche Armee gewürdigt. Ein Theil der Blätter ist mit Trauerrand erschre- uen, die öffentlichen Gebäude Berlins haben Halbmast geflaggt. Der Prinz ist seit gestern früh, wo ihn der Schlaganfall traf, nicht mehr zum Bewußtsein ge- kommen und ruhig und schmerzlos in den Armen seines Sohnes Friedrich Leopold und im Beisein seiner Gemahlin, sowie des Kronprinzen und der Kronprinzessin verschieden. Mit Rücksicht auf den Todessall hat der Kaiser seine aus Donnerstag festgesetzte Abreise nach Ems wieder verschoben, er will aber morgen nach Schloß Babelsberg übersiedeln. Telegraphische Depeschen. Wolff s teuer. Eorresponden, - Bureau. »erlitt, 15. Juni. Der Kaiser empfing um 12 Uhr den Prinzen Friedrich Vcopolb, den Sohn des verstorbenen Prinzen Friedrich Earl und um l'/e Uhr den Kronprinzen. , . . , ., „ 1 . — Der Hof legte anläßlich des Ablebens des Prinzen Friedrich Carl eme vierwöchentliche Trauer an. , „ , , „ „ . „ ... , m . Berlin, 15. Juni. Der heutigen Leichenfeierlichkeit in Glienicke für den Prmzen Friedrich Carl wohnten die Gemahlin des Entschlafenen, der Kronprinz, Prinz Friedrich Leopold, der Hofmarfchall, die Adjutanten und die Hausdienerschaft bei. Em einfacher offener eichener Sarg war .im Arbeitszimmer aufgebahrt, darin die Leiche, mit dem rothen Attilla der Ziethenhusaren bekleidet. Hofprediger Rogge hielt die Leichenrede. Darauf erfolgte die Ueberführung des Sarges in die Dorfkirche von GUemcke. Der Kronprinz, Prinz Friedrich Leopold, der Hofmarfchall, die Adjutanten und der Hofstaat folgten zu Fuß. Um 7 Uhr folgte die Trauerfeierlichkeit in der Kirche welcher außer den oben Genannten auch die Kronprinzessin mir ihren Töchtern, die Prinzessin Wilhelm, Prinz Günther von Schleswig-Holstein, der Stadtcommandant und andere Officiere beiwohnten. Hofprediger Rogge sprach ein längeres Gebet, worauf die Einsegnung der Leiche geschah. Den Schluß machte ein Gesang. Die militärische Leichenfeier findet in den nächsten Tagen in der Garnisonskirche zu Potsdam statt. München, 15. Juni. Der Münchener „Allg. Ztg." wird aus Kisstngen gemeldet, daß die Minister Lutz und Crailsheim daselbst am Donnerstag eintreffen werden, um den Fürsten Bismarck zu begrüßen. Bern, 15. Juni. Der in Luzern wegen Kmdermord zum Tode verurtheilte Mattmann (erstes Todesurtheil seit Wiederzulassung der Todesstrafe in der Schweiz) ist vom Großen Rath mit 95 gegen 35 Stimmen zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. Paris, 15. Juni. Admiral Courbet ist gestorben. — Deputirtenkammer. Der Marineminister Galiber theilte mit, daß der Tod des Admirals Courbet am 11. dss. Mts. an Bord des „Bayard" erfolgt sei. Auf Antrag des Ministers wurde die Sitzung zum Zeichen der Trauer aufgehoben — Nach weiteren Nachrichten starb Courbet am Gallensteber auf Makung (Fischerinseln). „ , ' ■ . . gonfcon, 15. Juni. Im Oberhause beantragt Cranbroock im Warnen von Salisbury die Vertagung des Hauses bis Freitag; Salisbury hoffe dann Mittheilung machen zu können. Granville willigt in die Vertagung, die darauf erfolgte. — Im Unterhause beantragt Gladstone eine Vertagung bis Freitag, sobald die, heutigen Geschäfte erledigt seien; der Antrag wird angenommen. Gladstone beantragt hierauf die Berathung des Amendements des Oberhauses zur, Wahlbezirksbill. Wolst beantragt die Vertagung der Debatte, weil keine Präcendenz für solches Verfahren vorliege, ido keine verantwortliche Regierung im Amte sei. Horst unterstützt Wolffs Antrag. Dilke erklärt, Salisbury wünsche die Berathung, was Northcote bestätigt. Churchill unterstützt Wolff's Antrag, der mit 333 gegen 35 Stimmen verworfen wird. Hicks Beach und Sclater Boot stimmten mit der Minorität, während Northcote mit der Majorität stimmte.' c Ä t c Das Haus nahm mit kleinen Modulationen das Amendement des Oberhauses zur Wahlbezirksaill an und in 3. Lesung die Bill über die Gewährung von Jahres- gelderu an die Prinzessin Beatrice. Prinz Friedrich Cari von Preußen- -b Während der deutsche Kaiser von einem nicht unbedenklichen Leiden soeben genesen ist, hat das kaiserliche Haus den Verlust eines seiner jüngeren Glieder erlitten. Nach kurzem Unwohlsein ist Prinz Friedrich Carl in Folge eines Schlaganfalles am Montag Vormittag in seinem Schloß zu Klein-Glienicke gestorben. In den besten Mannes- jahren ist er aus der Welt geschieden und dem greisen Kaiser bleibt das Loos nicht erspart, wie so viele Jüngere seines Namens, auch diesen von ihm stets geliebten uni) verehrten Neffen betrauern zu müssen. c c Prinz Friedrich Carl, der einzige Sohn des Prinzen Carl, des Bruders unseres Kaisers, war am 20. März 1828 geboren. Wie in Preußen hergebracht, wurde er als Prinz des Königlichen Hauses Soldat und war und blieb es mit Leib und Seele. Vorzüglich ausgebildet — zu seinen Lehrern hatte auch der Major von Roon, der bedeutende Geograph und spätere Kriegsminister gehört — bezog er 1846 die Universität Bonn, die er nach zwei Jahren verließ,(um in das Heer einzutreteii. Zum Dienst in Waffen berief ihn alsbald der Krieg in Schleswig, den er als Hauptmann im Gefolge Wrangel'S mitmachte. Eine echte Neitematur machte er durch die Kühnheit, mit der er sich persönlich am Kampfe beteiligte, allgemeines Aufsehen und Jedermann erkannte an, daß dem kaum Zwanzigjährigen das Majorspateiit, daS er aus dem Feldzuge heimbrachte, nach Verdienst verliehen worden sei. Im Jahre 1849 finden wir ihn im nJ5Vj0 * * :.-ter wehren erschienen sind, einen freundlichen Willkomm 5U. bereiten, -u fli -t Kreisamt und Gouvernement haben sich an dem Feste ornciell bctpeilig ihr Interesse an den idealen, uneigennützigen Beftrebungen befumer. . 10 Uhr versammelte sich die Mainzer freiwillige Feuerwehr mit ihren t 1 • i Stadthallc, wobei Oberbürgermeister Dr. Dumont die Festrede namentlich die Pflicht des Staates betonte, die sämmtlichen ^eucrwehrmaiinfd'a Landes gegen die ihnen bei Hebungen und Bränden Anstoßenden <^ch 2. 3. 4. 5. Ilter feeSM * w| Nk § febrifÄ* 'LS-M Ä^U? LM *.Ä5^ dieser U- >, (g Iriii',e^n Maries neuetbino^ J?BrletR ö°n Olfe Ääh landenhat. ß. »verordnetm-Sihung c Ionen im Falle bti fe alten pro 1885/86, 86. idtmldungen abgehsL sback. assung der städtischen x Mädchmschule. um Bauerlaubniß. stressend GeländeanSien I um Erlaubnis jur t r Anlegung eines Eingn um 6rlau6ni6 jui : ^ox'Dtxu^ mW üaubniß zur AM E iW’’i( ihre", J E< *.Ä» M Ms, bat lf.S*A olf-SWw«!-E mmiung aus dem cw allen ihren ThelleE ramThiwl «WE l6S-tzl°r,»L irwdMt-'°E . i)ie Bauleute- M»«■ ttM- *»t£? Äil- -urMU^ >tr "SW M d» “ 0 ton ® !*i n 1" ff'in W‘!i ”®”Ä hi bi»^ ' tnb*^ -trachtet und. -aeru en^r-r , I uiü) ®ul , i, unbftWJ Ä ; dmE'd« E SS?SL ebn^WD^ ruM Ms t, bk- oer I i ' Invalidität und zeitweilige Erwerbsunfähigkeit zu versichern. Leider seien aber seine darauf gerichteten Bemühungen bis jetzt nur insoweit von Erfolg gekrönt gewesen, daß die Landesbrandkasse einen gewissen Procentsatz der Brandversicherungsbeiträge für reit- iveilige Unterstützungen zugewiesen erhalten hätte, während das weitergehcnoe Lanoes- geßetz bis dahin noch Project sei. — Vor der Halle waren die sämmtlichen Geräth- schaften der hiesigen Feuerwehr zur Besichtigung ausgestellt. Die neuen Saug- und Truckspritzen von Jauck in Dresden und die fahrbaren mechanischen Leitern von Magirus in Ulm waren Hanptgegeustände der Betrachtung. An die Versammlung schloß sich ein Ererciren der hiesigen Feuerwehr nach Berliner System auf dem ^>chloß- plmtze an, welches aus Uebungen mit den Spritzen, Haken- und freistehenden Leitern, foldie an einem eigens für das Fest errichteten Steigthurme bestand und von großem Beifall der Interessenten, sowie des zahlreich anwesenden Publikums begleitet war. — Bei dem um 2 Uhr in der Stadthalle abgehaltenen Festessen toastirte ,Oberbürgermeister Dr. Dumont auf die hessischen Feuerwehren; Branddirector Pricken (Mainz) auf die Gäste; Feller (Lollar) auf die Mainzer Feuerwehr; Müller-Rentz (Frankfurt) auf den vaterländischen Sinn und die uneigennützige Opferfreude der Feuerwehren; Branddirector Scheuer (Wiesbaden) auf den Mainzer Stadtvorstand und dessen Oberbürgermeister. — In dem Festzuge, der sich gegen 5 Uhr durch die Hauptstraßen bei- Stadt bewegte, waren einige 70 Feuerwehrabtheilungen mit etwa 12 Musikchören, sowie 5 hiesige ^urn- und Gesangvereine vertreten. Von den auswärtigen Wehren erregten die Offenbacher durch ihre große Anzahl, stramme Haltung und kleidsame Tracht das meiste Aufsehen. — Das Fest beschließt heute Abend ein Ball in der Sradthalle, dem sich morgen eine Parthie nach Rüdesheim und dem Niederwalddenk- m®I anschließt. Frankfurt a. M., 15. Juni, 6 UhrNachm. (Ein furchtbares Unwetter.) (Fin Unwetter, wie es seit Menschengedenken hier und in der Umgegend sich nicht er- eid nct, ging soeben über unsere Stadt und die^GemarkUng. Wie weit seine Ausdehnung sich überhaupt bemißt, konnte bis zur Stunde, wo ich dies schreibe — 6 Uhr Nichmittags — natürlich nicht festgestellt werden. . Es war einige Minuten nach 5 Uhr, als ich das Telephon verlretz. durch welches ich einen täglichen Depeschen-Verkehr mit der „Neuen badischen Landeszeitung" in Mannheim erledige. Während sonst der Apparat ausgezeichnet functionirt, war mir heute während des einstündigen Gespräches ein rasselndes Geräusch aufgefallen, das tni-s dem Fernsprechapparat in kurzen Intervallen ertönte. Zugleich hoben die electrischen Klingeln, die unsere Redaction mit der Setzerei verbinden, aus und begannen von selbst zu klingeln. Diese Umstände ließen auf eine ungemein heftige Erregung der Electricität schließen. — Windstöße fegten bald darauf über die Straßen, trieben Wolken Staubes ocr sich her und hüllten mit diesem Alles in ein undurchsichtiges graues Gemenge. B«ld aber sollte dasselbe» zerstieben vor einem furchtbaren Hagelwetter, das hernieder- pmsscltc und von Minute zu Minute an Stärke zunahm. Alles flüchtete in die nächsten Häuser und Läden, denn schon begannen unter dem wuchtigen Aufschlag der eierdicken Hagelkörner die Dachziegeln zu bersten und auf die Straßen zu poltern. Es sollen, soweit bis jetzt von hier und aus der nächsten Umgebung die Meldungen eingetroffen jtn.b, Unfälle aller Art vorgekommen sein. In der Stadt selbst bedeckten die Hagelkörner, die durchschnittlich 15 Gramm wogen, an manchen Stellen fußhoch die Straßen. Der Schaden ist ein unermeßlicher. Die Felder und Gärten in der ganzen Unigegend fin.b wie von vielen Tausenden Rosseshufen zerstampft, vernichtet mit ihnen die Hoffnungen, die sich auf den erwarteten reichen Erntesegen gegründet. Die Bestürzung, zumal in den Kreisen der eifrig den Feld- und Gartenbau treibenden Sachsenhäuser, ist unbeschreiblich. Viele Pferde, die nicht schnell genug ausgeschirrt werden konnten, iviurden durch die Schmerzen, die ihnen der Hagelschlag verursachte, wie toll und räumten mit sammt dem Wagen in blinder Flucht davon. , Die Leitungsdrahte des Telegraphen und das Telephon sind an manchen stellen gerissen. Vom Lande erwartet nmn noch traurigere Meldungen. Ging dort der Hagelschlag mit solcher Wucht und so lange andauernd nieder, wie in der Stadt, so ist die Frucht verloren bis aus den lebten Halm. Die großen Kirschenanlagen bieten ein entsetzliches Bild der Zerstörung. Kärcht eine einzige Frucht ist an den Bäumen hängen geblieben Jetzt scheint die Sonne wieder hell vom blauen Himmel und so ist Gelegenheit geboten, sich durch einen Gang ins Freie von den Verwüstungen zu überzeugen, die bas ungefähr 7—8 Minuten währende Unwetter angerichtet hat. Fürwahr, eme traurige Illustration dessen, daß nichts besteht, daß alles eitel, vergänglich! Otto Fr. Koch. Hagen. (Vorn Kaffeeklatsch in's Zuchthaus.) Die hiesige Strafkammer hat m ei Schwestern aus Schwelm zu je 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt, weil sie sich in eri chwerender Weise der Verleitung zum Meineide schuldig gemacht hatten. Dieselben hatten häufig Kaffeevisiten gegeben und bei dieser Gelegenheit gegen einzelne Personen einen Hagel von Verleumdungen und Klatschereien los,gelassen. Dieserhalb verklagt, hatten sie durch allerhand Versprechungen und Verdächtigungen Zeugen gedungen, welche ihre unwahren Aussagungen bestätigen sollten, ja, in einzelnen Fällen hatten sie sogar die Personen mißhandelt, welche ein falsches Zeugnis; nicht abgeben wollten. Der Gerichtshof nahm deßhalb Veranlassung, auf das Unerhörte des Vorkommnisses aufmerksam zu machen und die Zeugen, welche sich in der Voruntersuchung vielfach widersprochen hatten, auf die Heiligkeit des Eides aufmerksam zu machen, da sie andernfalls eine ähnliche Strafe treffen würde. Schiffsnachrichten. Bremen, 15. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer America, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. Mai von Bremen abgegangen war, ist am 11. Juni wohlbehalten in Baltimore angekommen. Bremen, 15. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Ems, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. Juni, von Bremen und am 4. Juni von Southampton abgegangen war, ist am 13. Juni^ 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 15. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. Mai von Bremen und am 2. Juni von Southampton abgegangen war, ist am 13. Juni, 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Handel und Verkehr. Gießen, den 16. Juni. Auf dem heuUgen Markt kostete' Butter per Pfund X 0.75—0 90, Hühnereier pr. St. 5—0 H, Enteneier St. 5—6 Gänseeier 00—00 Käse pr. Stück 4—9 Käsematte 2—3 H, Erbsen pr. Liter 24 <4, Linsen 32 Tauben per Paar 0,60—0,80 H, Hühner per Stück X 0.85—1.30, Hahnen pr. Stück X 0.80—1.50, Enten per Stück X 1-80—2.20, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 -H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 50—60 4, Hammelfleisch 64—70 4. Kalbfleisch 50—54 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—4-50, Milch per Liter 12—16 Zwiebeln ver Ceniner X 9.00—10.00, Kirschen per Pfund X 0.35—0.40. Frankfurt, 15. Juni. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 18,75—19,00, fremder X 18,50—19,00, Roggen eff. hies. X 15,50—15,50, fremder X 15,25 — 15,75, Gerste effectio hiesige und Wetterauer X 17,00—18,00, fremde X 18,00—19,00, Hafer eff. hies. X 15,25—15,50 fremder X 15,50—16,00. — Rüböl, eff. ohne Faß öies. in Partbien von 50 Ctr. X 29,00. Branntwein eff. ohne Faß X 39. Frankfurt, 15. Juni. Der heutige Viebmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 414 Ochsen, ca. 14 Bullen, ca. 323 Kühe und Rinder, ca. 225 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X. 64—65, 2. Qual.. X 55—58, Kühe und Rinder 1. Qual. X 54—58, 2. Qual. X 48—51, Kälber 1. Qual. X 56—60, 2. Quall X 45—50 per 100 Pfund Schlachtgewicht. Farbige seidene Snrah, Satin merveilleux, Atlasse, Damaste, Seidenripse und Taffete Mk. 2.20 per Dieter bis Mk. 12.25 versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik-Depot von 6. Henneberg (König!. Hoflieferant) In Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 -H Porto nach der Schweiz. 1256 Wer reisen will oder Landparthieen machen, versäume nicht, sich mit W. Engeljohann's Tinkalin zu versehen. Es entfernt im Augenblick jeden Zahnschmerz, der so oft die Freude an der Natur beeinträchtigt. Nur echt zu beziehen ä Schachtel 1 X u. 10 4 Porto von dem Erfinder W. Engeljohann, Berlin, Lindenstr. 20. 4478 Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 16. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17V20, Luft im Schatten 16°. L. Cshr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. Bekanntmachung. Zufolge des Reichs-Gesetzes über bett Markenschutz vom 30. November 1874 sind seit Anfang Juli 1875 eine Anzahl von Warenzeichen bei unserem Register zur Anmeldung gelangt, insbesondere von Interessenten aus der Tabakfabrikation. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Betheiligten, daß mit Ablauf von zehn Jahren der dadurch erlangte Schutz erllischt, sofern nicht vorher Antrag auf Erneuerung gestellt wird; wir gelten anheim, bezügliche Anträge bei rmserer Gerichtsschreiberei zu stellen. Gießen, den 11. Juni 1885. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Müller. 4499 Heugras- Versteigerung. Donnerstag den 18.1. M , to Vormittags um 10 Uhr, soll bas Heugras von den Gemeinde- Diesen zu Trohe an Ort u. Stelle mieiftbietend versteigert werden. Trohe, am 16. Juni 1885. Großh. Bürgermeisterei Trohe. Schwarz. 4493 Pfuhlfäffcr siekls vorräthig bei 4« L. Mühlhausen. Allgemeiner Anzeiger. Heugras- Versteigerung. Donnerstag den 18 Juni, Vormittags gegen 11 Uhr, sollen unmittelbar nach der Versteigerung der Fürstlichen Wiesen ca. 6 Morgen Heugras der Weber'schen Ziegelwiese meistbietend versteigert werden. Lich, den 15. Juni 1885 4485_______Weber, Apotheker. Pferde- und Wagen- etc. Kerfleigerung. Dienstag den 23. d. Mts., Vormittags V2H Uhr, sollen im Großherzoglichen Hofmarstalle dahier 1 Reitpferd (Damenpferd) und 2 Fahrpferde, sowie Wagen, Pferdegeschirre, Sättel ic. 2C. öffentlich versteigert werden. 4487 Darmstadt, den 15. Juni 1885. Großh. Hofmarstall-Amt. Frhr. vonRordeck zurRabenau. Heugras- Versteigerung. Freitag den 19. Juni d. I., Vormittags von 8 Uhr an, soll das Heugras von den Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist in der Leimenkaute am Weg nach Großen-Bufeck. Alten-Buseck, am 15. Juni 1885. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Wagenbach. 4500 Ieilgeöotmes. Apfelsinen wieder frische Sendung schönster Exemplare eingetroffen bei 4501 C. G*. Kleinhenn. Gute Martosseln s billigst zu verkaufen. Frankfurterstraße 75. Rcstaursiion tum Kloster Arnsburg. Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich auf vielseitiges Verlangen von jetzt ab meine Gäste auf vorherige Bestellung vom Bahnhof Lich per Wagen abholen und auch wieder zurückbringen lasse. 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Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung gestatte ich mir, die gedachte, im Jahre 1828 gegründete Gesellschaft zum Abschluß von LebenS-, Au-steuer-, Sparkaffen- und Renten-Derficherungen bestens zu empfehlen, indem ich mich zugleich bereit erkläre, jede gewünschte nähere Auskunft zu ertheilen- Gießen, im Juni 1885. Karl Kormann, Hauptagent der Deutschen Lebens'Verstcherungs-Gesellschast 4474 in Lübeck. 3. Quartal 1885. Man abonnirt bei allen Post-Aemtern Deutschlands, Oesterreichs, der Schweiz rc. für 2 Mark 50 Pf. für das Vierteljahr, in Berlin bei allen Zeitungs • Spediteuren für 2 Mark 40 Pf. vierteljährlich, für 80 Pf. monatlich einschließlich des Bringer« lohus. Wer sein Recht nicht kennt, hat den Schaden zu tragen! Wer sich vor solchem Schaden an Ehre und Vermögen bewahren will, abonnire auf die ^Berliner Gerichts- Zeitung", die, von den hervorragendsten Berliner Juristen redigirt, bei ihrem niedrigen Abonnementspreis, bei ihrem reichhaltigen belehrenden und unterhaltenden Inhalte in keinem deutschen Haushalte fehlen sollte. In volksthümlicher und pikanter Darstellungsweise berichtet das Blatt über alle interessanten Criminal- und Civilprocesse des Jn- und Auslandes, namentlich der Berliner Gerichtshöfe; unterzieht es die neuen Reichsund Landesgesetze leicht faßlicher, eingehenden Erörterung, und erklärt es alle beachtens- werthen, neuesten Entscheidungen des Reichsgerichts, Kammergerichts und Ober- verwaltungsgerichts, deren Kenntniß in den weitesten Kreisen, namentlich allen Fabrikanten, Kaufleuten, Haus- und Gutsbesitzern rc., selbstverständlich allen Juristen unentbehrlich ist. Diese Ausführlichkeit von jedermann durchaus nöthiger, sehr leichtver- ständlich dargestellter Belehrung in Verbindung mit dem reichhaltigen, allen Abonnenten in schwierigen Rechtsfragen kostenfreien Rath ertheilenden Briefkasten, das anerkannt höchst gediegene Feuilleton, welches stets die neuesten, besten Romane sowie belehrende und humoristische Artikel unserer ersten Schriftsteller enthält, führen der „Berliner Gerichts-Zeitung" unausgesetzt eine große Anzahl neuer Abonnenten zu, so daß sich dieselbe mit vollstem Rechte zu den gelesensten verbreitetsten Blättern Deutschlands rechnen darf. — Außer dem vorher Angeführten bringt die Zeitung den Lesern eine Fülle von Unterhaltung durch eine umfassende Chronik der Berliner Tages-Ereignisse, -vermischte Nachrichten von nah und fern, unparteiische Kritiken über Berliner Kunst- rmd Theater-Novitäten, eine ganz eigenartige, höchst pikante politische Rundschau (in§ 8er Feder eines bet* beliebtesten Berliner Publizisten, welche die Leser über alle wichtigen politischen Ereignisse orientirt, endlich Reichstags- und Landtags-Berichte rc. rc. Allen neuen Abonnenten der Berliner Gerichts-Zeitung wird auf Wunsch der Theil der un- neinciu interessanten Novelle von Rudolf Menger, ,,Gräfin Loreley1», soweit die Novelle bereits zum Abdruck gelangt ist, vollständig und ganz kostenfrei nachge liefert.__ 33. Jahrgang. Die Berliner Gerichts-Zeitung, in Berlin wie im ganzen übrigen Deutschland Vorzugs« weise in den gut fituirten Kreisen der Be« amten, Gutsbefitzer, Kaufleute rc., verbreitet, ist bei ihrer sehr großen Auflage für Inserate, deren Preis mit 35 Pf. für die 4gespaltene Zeile sehr niedrig gestellt ist, von ganz be« deutender Wirksamkeit. Abonnements-Einladung auf die Berliner Gerichts-Zeitung Plakat-Fahrplan aller auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für das Sommerhalbjahr 1885 ist in der Expedition ds. Bl. sowie durch die Zeitungsträger 20 zu beziehen. ■< Ernst u. Scher;. Ernst u. Schert WIENER HOF (Garten-Etablissement.) Heute, Dienstag den ML Juni 188& : III. Soiree von Willi, (wipner’s Concert-Sänger-Gesellschaft. Tenor: E. Staubesand, II. Tenor: Th. Kröger, L Bass: W. Gipner, II. Bass: 0 Küster. Gesangshumoristen: W. Gipner und M. Frank. Character- und Instrumentalhumorist: W. Wolff, Pianist und II. Tenor: 0. Exner und W. Brückner. Anfang S Uhr. Entree 30 JPf. Minder 93 Pf. Mittwoch öen 17. Juni: IV. Soiree mit neuem Programm. _ EMF, Bei Regenwetter findet die Soiröe im Saale des Cafe Leib statt. 4473 Turnverein Gießen. Die Liste zur Einzeichnung zu dem am 12. und 13. Juli er. in Lich stattfindenden Gauturrrfefle liegt von heute an in der Turnhalle offen. 4497 Der Borstand. IWänner-Bade-Verein. Die Anstalt ist eröffnet. Der Abonnementspreis beträgt pr. Saison 3 Mk. Söhne von Mitgliedern zahlen, wenn sie sich in dem Knabenhaus aus- und ankleiden, unter 14 Jahren Nichts. 3482 Eingezäuntes Bassin für Nichtschwimmer. Der Borstand. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unseres lieben Gatten und Vaters Joseph Wlaimberger, für die reiche Blumenspende und die trostvollen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann, sowie der Feuerwehr und den Mitbürgern für die Begleitung zur letzten Ruhestätte sagen wir unseren herzlichen Dank. , 4476 Die tieftraueraden Hinterbliebenen. 4480 Ein guter Fahrknecht wird gesucht^Kloster Arnsburger Mühle.^ 4100 Eine Wohnung von 3 bis 4 Zimmern nebst Zubehör wird von einer kleinen ruhigen Familie zu mäßigem Preise zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter Chiffre A. &OO bes. die Erp, d. Bl. 4483 Die Beleidigung gegen Herrn Jean Häuser nehme ich hiermit als unwahr zurück.__Bertha Lang. 4484 Ein tüchtiger Hufschmied wird auf sofort gesucht von Franz Rauch, Beschlagsschmied des Königl. Gestüts __________in Dillenburg.________ 4490 Ein tüchtiger Schloffergeselle findet dauernde Beschäftigung bei Just. Kreiling, Auf der Bach Nr. 4. 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