feit iiien '•«n. ■ und Cra. ilieii- i 8815 A-'SL» WT sb ssx ML (K» . «•<" binetten' Küche nebst lermiethen. ^Jranjurterftrj3- isardenstube zu ver- MaMrchK, ttiUStock zu m- Lchühenstraß^- -lock meines Hauses, eher u.Wass« ustw-«E»^ -Hismt^llemZu- la^KaplansE!!^- gsf Hungen. irrn Prof. l)r. Pasch k meines Hauses, be- .ern, Badezimmer re-, 86 ab anderweit zu Philipp Lenz. w 401 immer, geräumter von Herrn Geil- lyck zu vermiethen. on SMous'-AfUent . dewoW aewesene zu vemietben und Liebigstraße 63. IFein kleines Logis A Hoß. Nr. 293 Erstes Blatt. Mittwoch den 16. December 1885 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. BttrdiX«: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-. Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pt. Deutschland. Darmstadt, 14. December. Se. Königl. Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigft geruht: Am 9. December den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Alsfeld, Ludwig Ebel, zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgerichte Wald-Michelbach, an dems. Tage den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Seligenstadt, Hugo Tasche, zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Alsfeld, den Gerichtsasseffor Ludwig Schubt in Gießen (inzwischen verstorben) zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Seligenstadt und den Gerichtsassessor Dr. Karl Meisel in Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Groß-Gerau zu ernennen. Braunschweig, 12. December. Seitens der Staatsbehörden ift jetzt die Aufforderung an den Herzog von Cumberland ergangen, den Betrag von etwa 500,000 jl. als Erbschaftssteuer für das Privatvermögen des verstorbenen Herzogs zu zahlen. Wenn sich der Herzog von Cumberland weigert, was selbstverständlich ist, so wird zunächst Beschlag auf das sog. Bevern'sche Kapital (100,000 Thaler Gold) gelegt, dessen vom Landtage genehmigte Auszahlung bekanntlich bis zur Regelung der Erbschaftssteuer verschoben wurde. Unter dieser Bedingung hatte 'der Landtag die Auszahlung genehmigt. Auch hat der Staat noch weitere Deckungsmittel in Hand. Krankreich, Paris, 13. December. Die Nachwahlen zur Deputirtenkammer, welche heute stattfanden, sind in der größten Ruhe verlaufen, das Ergebniß steht noch nicht fest. Es gelten Stichwahlen für wahrscheinlich. — Im Departement Ain wur^e der Republikaner Morellet mit 602 Stimmen zum Senator gewWt; sein Gegen-Candidat, der Director des „Credit Lyonnais", Germain, erhielt 277 Stimmen. — Für das Departement Eure-et-Loire wurde der republikanische Candidat zum Senator gewählt. Italien. Rom. 14. December. In der Sixtinischen Kapelle sand heute auf Anordnung des Papstes ein Trauergottesdienst für den verstorbenen König Alfons von Spanien statt, welchen der frühere Nuntius von Madrid, Kardinal Bianchi, celtbrirte. Der Bischof von Oviedo hielt die Trauerrede. Der Papst wohnte der Feier, in einem Thronseffel sitzend, bei und ertheilte zum Schluß die Absolution. Unter den zahlreichen Anwesenden befand sich auch der österreichische Botschafter Graf Paar mit Gemahlin, der preußische Gesandte Dr. von Schlözer u. A. Reichstag. E. R. Berlin, 14. December. Vor sehr schwach besetztem Hause wurde heute die Verathuug des Etats des Reichsamts des Innern fortgesetzt. Beim Kapitel: Gesundheitsamt spricht Abg. Dr. Langerhans (dfr.) den Wunsch nach einem Reichs- gesetz über obligatorische Leichenschau aus, die auch in Bezug auf die rechtzeitige Er- kenntnitz begangener Verbrechen nothwendig sei. Die Ausführung ist überall, auch in schwach bevölkerten Gegenden möglich. Geh. Negierungsrath Köhler: Die Ausführung würde sogar sehr schwierig sein, es ist besser auf ein Gesetz zu verzichten, von dessen Unansführbarleit man schon von vornherein überzeugt ist. Abg. Dr. Lingens ((Str.) befürwortet eine größere Initiative des Reichsgesund- hcitsamtes in Bezug auf die Anlage von Friedhöfen. Bei Kirchhofsanlagen müßten alle sanitären Bedürfnisse erfüllt werden, wie es in Sachsen und Bayern bereits geschehen. Des Weiteren verlangte Redner, daß Alles, was durch Gährungsprozeß aus der Traube hervorgeht, auch „Wein" benannt werden dürfe. Geh. Reg.-Rath Köhler: Das Reichsgesundheitsamt kann nicht über die Einzelstaaten zu Gericht sitzen, denen diese Friedhofsfrage untersteht. Bezüglich der Wein- Bezeichnung gehe das Verlangen zu weit, dann müßten Essig, Rosinenwein und einige Farbeflüssigkeiten auch als Wein gelten. Abg. Dr. Greve (dfr.) vertheidigt die Aerzte gegen den neulichen Vorwurf des Staatssekretärs v. Bötticher der Koalition. Jeder beschäftigte Arzt übt etwa den vierten Theil seiner Praxis unentgeltlich aus. Sollen denn nun bei den Krankenkasscn- mitgliedern billige Aerzte und vertrauenswürdige thätig sein? Die preußische Negierung würde doch heute bei Aufstellung von Taxen für die Krankenkasse nicht auf die alte preußische Medicinalordnung zurückgreifen wollen. Gerade die Aerzte haben zu allererst die Krankenkassen verstanden und gefördert, die Vorwürfe treffen sie ungerecht. Ein ärztlicher technischer Beirath für die Leitung des Reichsgesundheitsamts sei übrigens wünschenswerth. t Staatssekretär v. Bötticher: Ich habe nur gegen die Aerzte gesprochen, die eine Konvention gegen die Krankenkassen eingegangen sind und gerade die Thätigkeit vieler Aerzte anerkannt, der mir gemachte Vorwurf ist daher ganz unbegründet. Der verlangte ärztliche technische Bcirath ist bisher nicht nöthig gewesen; die seitherige Einrichtung hat sich sehr gut bewährt. Abg. Geiser (Scdm.) fordert eine ausgiebigere Organisation des Reichsgesundheitsamtes. Es müßten zahlreiche Aemter in Deutschland zur Ueberwachung des öffentlichen Gesundheitswesens, besonders bei der ärmeren Bevölkerung, eingerichtet werden. Dazu genügt freilich nicht die lächerlich kleine Summe, die bis jetzt dafür ausgeworfen ist. Abgg. Zeitz und Ulrich (beide nat.-lib.) verlangen eine einheitliche Gesetzgebung für die Bierproduction. In Süddeutschland sind Surrogate verboten, in Norddeutschland nicht. Bei einer Gleichartigkeit würde Norddeutschland nur gewinnen, zumal von den mehr als 10000 deutschen Brauern nur 1923 Surrogate gebrauchen. Geh. Reg.-Rath Köhler. Die vorgebrachten Klagen sollen baldige Berücksichtigung finden. Es spielen allerdings volkswirthschaftliche Bedenken hierbei eine Rolle. Die Verhältnisse Bayerns und Preußens sind nicht gleichmäßig zu behandeln, auch der finanzielle Effekt ist zu berücksichtigen. Abg. Dr. Langerhans (dfr.) wundert sich über die heute kundgcgebene Abneigung der Negierung gegen ein Leichenschau-Gesetz, wiewohl der Erlaß eines solchen vor mehreren Jahren zugesagt sei. Abg. Dr. Bürklin (nat.-lib.) Als Wein soll nur das gelten, was in alkoholischer Gährung aus der Traube gewonnen wird. Verbesserungen durch Zucker »erden allerdings nicht zu verbieten sein, aber dann handelt cs sich eben nicht mehr um „Wein". Abg. Dr. Greve (dfr.) dankt dem Staatssekretär v. Bötticher für die heute den Aerzten gegebene Ehrenerklärung und übergiebt zwei stattliche Bände mit Petitionen bezüglich der Einführung der Feuerbestattung. Beim Kapitel: „ Reichs-Versich erungs-Amt" berichtigt Abg. Gamp (Rcichspartei) einen Theil seiner neulich über die Kosten der Unfalloersicherungsgesellschaften angegebenen Zahlen und bemängelt die zu weitgehenden Publikationsneigungen einiger Berufsgenossenschaften, wodurch unnöthig große Kosten entstehen. Die Publikation im Reichsanzeiger bei möglichster Kürze genügt. Abg. Dr. Barth (dfr.). Herr Abg. Gamp meint trotz der Verringerung seiner Zahlen, daß die Unfallverstcherungsgesellschaften theurer seien, als die Berufsgenossenschaften. Ganz recht, denn bei den privaten Gesellschaften steckt noch ein Theil großer Arbeit in den Kosten, der bei den Berufsgenossenschaften kostenfrei gemacht werden soll. Abg. Schrader (dfr.) fragt an, ob es richtig ist, daß in den Einzelstaaten Landesversicherungsämter eingeführt werden sollen. Staatssekretär v. Bötticher. Eine solche Absicht besteht, soviel ich weiß, in Bayern und Sachsen. Eine daraufhin erfolgende Budgetverminderung des Reichs- oersicherungsamtes ist jedoch nicht zu erwarten; die Arbeiten dieses Amtes sind groß. Abg. Schrader (dfr.) wünscht, daß das Reichsversicherungsamt in so hohen Graden bleiben möge wie bisher, damit es nicht das Schicksal des Reichseisenbahn- amtes zu theilen brauche. Beini Titel: „Commissionsspesen zur Entscheidung von Beschwerden auf Grund des Socialistengesetzes" bringt Abg. Kräcker (Soc.-Dem.) die polizeiliche Schließung der Genossenschafts-Druckerei in Breslau zur Sprache, die auf Grund des Socialistengesetzes nicht zu rechtfertigen sei. Die Consequenz dieses Gesetzes könne auch dahin führen, daß die Regierung plötzlich alle socialdemokratischen Ehen auflöst. (Heiterkeit.) Ich will die Aeußerungen der Breslauer Bürgerschaft über die Schließung der Druckerei in Hinblick auf einen Ordnungsruf nicht wiedergeben. Abg. Dr. Haenel (dfr.) constatirt, daß die freisinnige Partei diese Ansicht der Breslauer Bürgerschaft voll und ganz theilt. Beim Kapitel: „Statistik der öffentlichen Armenpflege" betont Abg. Kalle (natlib.) die Nothwendigkeit einer rationellen Regelung der lokalen Armenpflege, die jetzt noch allzu oft die Arbeitsscheu befördere. , Abg. v. Ow (Reichspartei) führt das Uebel des jetzigen Armenpflegewesens auf die Schäden des Unterstützungswohnsitzes zurück und behält sich den Beweis hierfür, sowie die Stellung eines Antrags vor. Abg. Dirichlet (dfr.) bestreitet die Berechtigung dieses unsubstanziirten Angriffs. Damit ist die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern erledigt. — Nächste Sitzung morgen. Telegraphische Depeschen. Wolff's teLegr. Correspondenz-B«rra«. Hamburg, 14. December. Wie der „Hamb. Börsenhalle" aus Sidney vom heutigen Tage gemeldet wird, ist der nach Neu - Guinea bestimmte neue Dampfer der Neu - Guinea - Gesellschaft „Papua" in der Torres - Straße auf dem Osprey-Riff verunglückt. Berlin, 14. December. Nach hier eingcgangener Meldung ist die ganze Mannschaft des am Osprey-Riff verunglückten Danipfers „Papua" gerettet. Wien, 14. December. Meldung der „Polit. Corresp.": Die Regierungen von England und Frankreich haben ihre militärischen Attacho's in Wien gleichfalls angewiesen, sich zum Anschlüsse an die nach dem Kriegsschauplatz zu entsendende Militär- Commission bereit zu halten. Tie Commission tritt heute Nachmittag zu einer Besprechung zusammen und wird sich wahrscheinlich morgen nach dem Kriegsschauplätze begeben. Prag, 14. December. Die Stadtocrordnetenwahl endete in Folge äußerst eifriger Betheiligung der czechischen wie der deutschen Partei damit, daß auf die Altstadt im ersten Wahlkörper vier engere Wahlen zwischen deutschen und altczechischen (Kandidaten nothwendig wurden, sonst drangen überall die Altczechen durch. Paris, 14. December. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die Rechte wegen der Uugiltigkcitserklärung verschiedener conservativer Wahlen bei der Präsidentenwahl im Congresse sich der Abstimmung enthalten und sogar den Saal verlassen werde. — Die zur Vorberathung des Antrages auf weitere Erhöhung der Getreide- und Viehzölle eingesetzte Commission wählte Meline als Vorsitzenden. — Der Berichterstatter der Commission für Madagaskar hat seinen Bericht vollendet. Derselbe befürwortet die Genehmigung von drei Millionen. — Die landwirthschaftliche Gruppe sprach sich für Aufrechterhaltung des Verbots der Einfuhr von gesalzenem Fleisch aus Amerika^im Interesse der Gesundheit und der Landwirthschaft aus. — Die Resultate der hiesigen Stichwahlen sind nun fast vollständig. Dieselben ändern nichts in dem bereits gemeldeten Stimmenvcrhältniß. Die Candidaten der radikalen Republikaner erhielten 134 000, dtt Liste Deroul-rde 102 000 und Ranc 92 000; dann folgen die Conservativen mit 83 000 Stimmen. Paris, 14. December. Der Radicale Gaussorques ist im Departement Gard zum Devutirten gewählt worden. London, 14. December. In amtlichen Kreisen verlautet, das Ministerium, werde in der gegenwärtigen Zusammensetzung vor dem Parlament erscheinen und die erste Gelegenheit benutzen, zu sehen, ob es das Vertrauen des Unterhauses besitzt. Plymouth, 14. December. Gestern früh brach in dem am dichtesten bewohnten Stadttheile Feuer aus, das sich so rasch verbreitete, daß zwölf Personen verbrannten. Eine Person wurde beim Herausspringen aus einem Fenster getödtet und zwei andere werden vermißt. ,r, Madrid, 14. December. Die Königin empfing gestern die marokkanlsche Gesandtschaft. Der Führer derselben betonte, Spanien sei durch den Handel der natürliche Vermittler Marokkos mit den übrigen Staaten. Tie Königin erwiderte, Spanien werde keine Gelegenheit versäumen, die Freundschaftsbande mit Marokko fester zu knüpfen und werde der Politik des Königs Alfons treu bleiben. — General Domingucz hat die Uebernahme des Pariser Botschafterpostens abgelehnt. Madras, 14. December. König Thibau von Birma ist hier angekommen, um, wie es heißt, hier zu bleiben. Sofia, 14. December. Man nimmt an, die Regierung werde den Vorschlägen der internationalen Militär-Commission nur zustimmen, wenn die Mächte zuvor Serbien verpflichten, den Bezirk Widdin zu räumen. Man hofft, die Mission Madjid's werde zu einer Verständigung führen. Das Gerücht von einem serbisch-bulgarischen Zusammenstöße ist unbegründet. Sofia, 14. December. Meldung der „Agence Havas".^ Der österreichische Vorschlag, welchem, wie es heißt, die übrigen Großmächte zustimmten und wonach die Militärattaches der Mächte in Wien die Bedingungen des Waffenstillstandes lediglich vom technischen Gesichtspunkte aus regeln sollen, wird hier sehr lebhaft besprochen. Die Absicht, eine Grenze zu ziehen, welche die serbische Armee im Gebiete von Widdin beließe, wird diesseits nicht günstig beurtheilt und es wird dagegen geltend gemacht, daß auf dem Gebiete zwischen der Grenze und Widdin kein irgendwie ernstes Gefecht, sondern nur Scharmützel stattgefunden haben, daß die daselbst gelegenen Dörfer nicht einmal von serbischer Seite besetzt seien und daß die Feindesiinie, welche die Verbindung zwischen Widdin und den meisten Dörfern dieses Districtes unterbreche, bei Kuschowa beginne und bei Wilbol endige und in Wirklichkeit nur eine Art Vorhang bilde, hinter welchem weiter keine serbischen Streitkräfte wären. Diesseits wird gehofft, die Commission werde diesen Umständen Rechnung tragen, andernfalls sei anzunehmen, daß die Bulgaren selbst, wenn sie auf dem Gebiete von Pirot einen locali- sirten Waffenstillstand annehmen, im Donaugebiet den Krieg bis zum Aeußersten fortführen würden. In dieser Beziehung wird geltend gemacht, daß die Bulgaren durch ein solches Vorgehen nicht aus dem Rahmen der österreichischen Einwirkung heraustrcten würden, welche bezweckte, die Verfolgung der serbischen Armee über Pirol hinaus, nicht aber Operationen zu verhindern L welche die Bulgaren auf dem eigenen Gebiete anszuführen haben müßten, um die Serben über die Grenze zurück- zuweisen. Belgrad, 14. December. Garaschanin erklärte, die serbische Regierung sei bereit, die Entscheidungen der internationalen Militärcommission in den serbisch-bulgarischen Waffenstillstands-Verhandlungen ohne jede Rücksicht auf die politische Lage der serbischen Regierung zu acceptiren, betrachte jedoch diese Erklärung als nichtbestehend, wenn die bulgarische Regierung nicht gleichfalls sich den Entscheidungen der Militärcommission füge. Konstantinopel, 14. December. Es wird bestimmt versichert, daß, falls ein feindseliges Auftreten Griechenlands gegen die Pforte wahrscheinlich würde, englische und französische Flottenabtheilungen sich nach dem Pyräus begeben würden, um eine Action Griechenlands zur See zu verhindern. Kairo, 14. December. Meldung des Reuter'schen Bureaus.j Am Samstag griffen 3000 Aufständische das zwei Meilen nördlich von Kosheh gelegene Mograkeh an, wurden aber von der aus 200 Egyptern unter Führung eines britischen Offi- ciers bestehenden Besatzung mit beträchtlichem Verluste zurückgeworfen. — Das Gerücht, daß wegen der bedenklichen Lage die Räumung Wady Halfa's möglich sei, ist durchaus unbegründet, vielmehr ist von einer Wiederbesetzung Dongola's die Rede. Athen, 15. December. Wie verlautet, hat die Negierung in England zwei Panzerschiffe angekauft. Lokal--. Gießen, 15. December. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 17. December 1885, Nachmittags 4 Uhr. 1. Das Feuerlöschwesen. 2. Die Quellwasserleitung. 3. Die Verwerthung der Fäcalstoffe. 4. Die Unterbringung der polizeilichen Gefangenen. 5. Die Aufstellung eines Brunnens auf dem Seltersberg. G. Die Einfassung des Stadtbachs in eine Steinsohle. 7. Den Fluthgraben im Teufelslustgärtchen. 8. Abgabe von Wurzelschößlingen aus den städtischen Baumpflanzungen. 9. Gesuch des Ludwig Christoph Rübsamen um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes. 10. Uebertragung der Armenpraxis an das akademische Hospital. 11. Die vorläufige Unterbringung der im akademischen Hospital geisteskrank gewordenen Personen. 12. Ablösung der Beitragspflicht der Civilgememeindc Gießen zu den Bedürfnissen der evangelischen Kirche daselbst. 13. Bestandliste des Realgymnasiums und der Realschule. 14. Die Einfriedigung der städtischen Anlagen. 15. Kostendecreturen. Gießen, 15. December. Schwurgerichtsverhandlu ng am 14. l. Mts. gegen Andreas Schrimpf von Herbstein wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Derselbe war angeklagt: daß er in der Nacht vom 27. zum 28. September l. I. zu Herbstein den August Kübel, Sohn des Wirths August Kübel von da, mittelst eines gefährlichen Werkzeugs, nämlich eines Messers, vorsätzlich an der Gesundheit beschädigt und hierdurch den Tod desselben verursacht habe. Die Geschworenen bejahten die ihnen vorgelegte Schuldfrage, nahmen jedoch mildernde Umstände an und wurde Schrimpf demgemäß in eine Gefängnißstrafe von zwei Jahren und in die Kosten oerurtheilt. Gießen, 15. December. Aus Berlin theilt uns unser R-Correspondent mit, daß die Budgetcommission des Reichstages in ihrer gestrigen Sitzung weitere 450 000 JL zum Bau des Casernements in Gießen bewilligte. — sTurnerisches.j In der gestern Abend im „Deutschen Hof" abgehaltenen Generalversammlung des Männerturnvereins Gießen wurde der seitherige geschäftsführende Ausschuß aufgelöst und laut Satzungen ein Vorstand von 11 Mitgliedern erwählt. Die Hebungen werden an wöchentlich 2 Abenden, Montag und Donnerstag, von 8—10 Uhr, in der Turnhalle des Gymnasiums abgehalten. Gießen, 15. December. Durch das Zerspringen eines zum Glühen in die Esse gelegten Stück.Eisens wurden gestern Mittag in einer hiesigen Maschinenfabrik drei Arbeiter leicht verletzt, trotzdem die Detonation eine sehr^heftige war. Vermischtes. Darmstadt, 12. December.^ sDie deutschen Aerzte in Sofias Dr. med. Habicht meldet in einer Karte von toofia aus unter dem 5. d. Mts.: Wir sind nach interessanter, aber sehr beschwerlicher Fahrt von Rustschuk aus glücklich hier ange- kommen. Fünf Tage lang waren wir von allem Verkehr mit der Außenwelt abgeschlossen, von Morgens bis Abends im Wagen, einmal von Morgens G Uhr bis Nachts 4 Uhr. Dabei war es recht kalt und hier in Sofia ist ebenfalls alles gefroren. Verwundete, besonders schwere, ziemlich viele und Hilfe sehr, sehr nöthig. Wir werden tüchtig angreifen müssen. Ob wir weiter nach dem Kriegsschauplatz, etwa nach Pirot gehen, ist noch ungewiß, wahrscheinlicher, daß wir hier bleiben. Mainz, 10. December. fLandesgewerbeausstellung.j Im Gewerbevereinshause fand gestern Abend eine gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für die Landesgewerbeausstellung statt. Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Herr Commerzienrath Louis Rculeaux, begrüßte die Erschienenen und sprach seinen Dank dafür aus, daß sie durch ihre Zusage sich der ihnen übertragenen Mühewaltung unterziehen wollen und somit ihr Interesse an dem großen Unternehmen bezeugten. Es folgten einige Mittheilungen in Bezug auf die innere Organisation der Ausschüsse, über Ergänzungen und Verschiebungen innerhalb derselben. Als Vertreter der Presse in den constituirten Preßausschuß wurden noch die Herren Redacteure Jacoby und Winkler ausgenommen. Der Vorsitzende berichtete sodann über die Thätigkeit, welche der Vorstand des Gewerbevereins bis jetzt bereits entfaltet habe. Die Verhandlungen mit der Stadt Mainz in der Platzfrage seien zu einem allseitig befriedigenden Resultat gelaugt; das Terrain zwischen dem Fischthor und dem kurfürstlichen Schlosse lasse eine reiche Entfaltung der Ausstellung zu und mache das Vorhandensein der städtischen Halle die kostspielige Erbauung von Wirthschaftsräumcn überflüssig. An Anmeldungen für die Ausstellung sind bis jetzt 50 erfolgt, darunter solche, welche große Terrainflächen beanspruchen. Es folgte dann eine Erörterung über Ausstellungen, speciell über die Mainzer Ausstellung der letzten Deeennien. Betreffs der Landesausstellung müffe der Gewerbeverein, da derselbe große Verluste nicht erleiden könne, mit großer Vorsicht vorgehen. Den Garantiefonds beabsichtige man in zwei Classen einzutheilen und zwar so, daß die zweite Classe erst dann heranzuziehen sei, wenn die gezeichneten Beträge der ersten Classe erschöpft seien. Diese erste Classe umfasse die Summen, welche von Corporationen und reichen Privaten beigesteuert würden; dazu gehörten die von der Stadt Mainz bewilligte Summe von 20 000 Jü, von der Hess. Ludwigseisenbahn von 15 000 Gr»« Iei Chris 'M am 16. in Oswald'^ Neue s Verlag v. Mor Das Bicyele-i Komisches Ci Das Kamerui Schultze u. M Schmetterling Japan. Go-Ba Der Kampf di Grosses Ritte Geographisch Naturgeschicl ■Si9tor. Portn ^eiehr. Raths Briefinarken-i Marken Das Wettreni Katze und M Da8 Studente . Vorrathig jn 1D Giessen Prüfet, t wählet offerirpn teB CT* Wr P pr- ( 8930 Cckh ^stelluna^Ibene ÄS «33** s'kndtt h beKer ^rtenhglle" ' bem'fc “et‘* Seiber ÄM -mm j?Jinb( lhm beide Sc fortgeschch ?uller würbe das * E?e Verletzung i Were? l^rke, k W zumeist ^ie tzAtitehungs- n; Durch die ge- ach abgehoben und verbundene Giebel- 'e sprossen geknickt ud Balken, Bretter, mehr war alsbald . Mißlich noch bet' haben zahlreiche war der 24jährige zu Prust damit be- 4 Uhr 55 Minuten Da stieg ihm der den Schienen flöge te^ einen Hebebaum Steinen, um dem Wn. Zum Glück ic Passagiere kamen und der hiesigen indmß seiner Lhat t 59jal)rige Hausner oierziMchen läge aus den Kopf c wollte Mieheu, uar eich W reich Lun. 6r ging zu Zahre 1869 verließ •0 fl. nach Amerika. (Fr. Ztg.) creichenmgen, welche gehört die berühmte annte Dr. A. Weiß- >r des österreichisch- ie von dem Bankier ehr 25jährigen Aus- ,amit ist die Wiener 195 ächten Türken- jon Ungarn, 43 von mmlung, welche Ml niten, orientalischen hl, vertreten. Euur mmlung bestimmt. 5 ii Armee-Gorpsck BrmI-r-AMnt-»' Offner, 800 ir Großherzogl-Hes ' elt, Gcjangenmrter, zu 1100 **. — He) am Großherzag • ^glich 2 X __. guäet ySS* 'LN nrf -i DrrP-std°mftr L MM «® Tw* *' ss B«u u Schnitthuh. Circa 300 Festm. Fichten-Bau- und Schnittholz können aus der Hand abgegeben werden. 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