*| 8 >e Fvrderun-tt rstorbenen Hr» °»rt Thon Herrn irth's 9t0* beodor Geil cktstraßebiSM mber an;umtl ®9oec@o ?aS5i KM ichst Jn ^scheihtvA te Vi »^"krnder »WiÄ __M s Bureau einer Mrtn iturinFrankftrt-R. ige Lcuie mit gut« tdjub ' sich her Slfftturanf i müßen, als ir/n/ge den LüstmM « n Jahre ad tio» untz statt. he Offerten fönm tt-. en. Dieselben ftubniitt e Ceck.-AnnoncenW. ube & Co. in Kisnl> ichten. rsw Beschäftigung bei bel, Scklossereigeschäjl, Marburg. I von Lumpen, M® Werg, Akten, Geschah ^instamicn. Neuenwegs irplan. turn ©tefjen m* I 430, 5«’, 6», 8M, ll1. 91’, 12‘, gro (bis W. ^1 ’ 5» 8»*, W 12i| 4m 9S (M 9 730, [so. 5, 730- 5 1210, 410' ' 410,8'°. 1 6 939$, 1* ' 1 01*. 4», 10- ^1*** fit» 215 Mittwoch den 16. September 1885 Kießener Anzeiger Aults- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint tAgli* mit ÄetM^me des «o-nlck-». Collegium hat den aus seinem Amte scheidenden ersten Bürgermeister, Dr. Czerny, einstimmig miedergewählt, doch beharrt derselbe bei seiner Demission. Das Collegium soll in Folge dessen den Bürgermeister«Stellvertreter Walisch, einen fanatischen Czechen, zum Nachfolger Dr. Czerny!« in Aussicht genommen haben; für das Prager Deutschthum werden also auch unter einem neuen Stadtoberhaupte keine besseren Tage anbrechen. In Frankreich roenM sich das öffentliche Interesse, nachdem es durch den deutsch'spanischen Zwischenfall einen Augenblick von der Wahlbewegung abgelenkt worden war, derselben wieder in ungeteiltem Matze zu. Die Rede, welche der Ministerpräsident Brisson letzthin im zehnten Pariser Arrondissement gehalten und in der er ein so gemäßigtes Wahlprogramm her Regierung niedergelegt hat, bildet noch immer den Mitelpuntt der journalistischen Erörterungen Über die Wahlen. Die radikalen Blätter äußern sich sehr unzufrieden über diese Kundgebung des Ministerpräsidenten, da ste den radikalen Elementen keinerlei Zugeständnisse macht und auch die monarchistischen Organe greifen Brisson heftig an, dagegen findet sie den vollen Beifall der gemäßigt-republikanischen und der opportunistischen Presse. Der „Tempr" meint, Brisson habe als Republikaner, Patriot und Regierungsmann gesprochen, und die „Röpubl. franyaise" hebt den ausgezeichneten Geist hervor, von dem die ganze Rede durchweht gewesen sei. So hängt Denn der republikanische Wahlhimmel wieder einmal voller Geigen. In An am geht es wieder unruhig zu. In den Provinzen Quinhoa und Tourane haben neue zahlreiche Massacre- stattgesunden und sind vom General Courcy energische militärische Operationen eingeleitet worden. Er hat sich vom Pariser Cabinet die Genehmigung erbeten, int Nothsalle den jungen König von Anam adzusetzen und ist ihm volle ActionSfreiheit bewilligt worden. Der deutsche Gesandte in Madrid, Graf Solms, ist bei dem am Freitag anläßlich des Namenstages der Prinzessin von Asturien im könig« • -lchen Palais stattgesundenen Empfange vom König Alfonso aus das Herzlichste gegrüßt worden. Man darf hierin ein sicheres Zeichen dafür erblicken, daß an wenigstens in Den leitenden spanischen Kreiftn keinerlei Groll mehr gegen am finden- _ , nr Mit der Königinhoser Affaire scheint in Böhmen eine neue Aera <;echischer Gewaltthätigkeiten gegen die Deutschen begonnen zu haben. Aus verschiedenen Theilen des Landes wird von weiteren brutalen Angriffen czechischer Fanatiker auf ihre deutschen Mitbürger berichtet, unter denen besonders ein in der Gegend von Reichenberg erfolgter Ueberfall einer Anzahl junger Männer deutscher Nationalität durch Czechen neue Entrüstung unter der deutsch-böhmifchen Bevölkerung erregt hat. Diese Vorgänge in Böhmen sind in der That geeignet, der am 22. September erfolgenden Eröffnung des österreichischen Reichsrathes ein eigenthümliches Relief zu verleihen. - Das Prager Stadtverordneten- Politische Ueberficht. Gießen, 15. September. •ttii vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit »ringe. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 außergewöhnlich glänzend und zahlreich, bifttnguirun Persönlichkeiten ragt zunächst die ritterliche Erscheinung bes deut, scheu Kronprimen beroor, an welchen sich dessen beide Söhne, Prinz Wilhelm, dec künftige Erbe de« deutschen Kaiferthrones, und Prinz Heinrich, der künftige ’Homiral der deutschen Flotte, anreihen. Außerdem befinden sich in der Begier- tung de» Kaiser» von Fürstlichkeiten noch Prinz Albrecht von Preußen und Prinz Arnuls von Bayern, welch' letzterer auch bereits den Manöoern de» 3 Armee-Carp» und de» Garde-Corps beigewohnt hat. Dem militärischen Ge< folge de» allerhöchsten Kriegsherrn verleiht f&ner die Anwesenheit de» General- Feldmaischalls Grasen Moltke, d"s preußischen Kriegimimster« Bronsart von Schellendors und de» General-Quarliermeister» der Armee, Generallieutenants Grasen v. Wa'dersee, einen besonderen Man,. In Karlsruhe, welches dem Kaiser bei seiner Anlunst einen glänzenden Empfang bereitet halte, sand am Freitag vor demselben die Parade de« 14. (badischen) Armee. Corps statt, drs in gelungenster Weile verlief. Der Grobherzog, sowie die Prinzen Wilhelm und Karl von Baden führten ihre Regimenter dem Kaiser persönlich vor. Mit der Parade de» 14. Armee Corp» find die Manöver desselben eingeleitet worden, doch wird der Kaiser denselben nur wenige Tage beiwohnen und sich alsdann zu -den Manöoern de» württembergischen Armee-CorpS nach Stuttgart begeh n. lieber die parlamentarischen Dispositionen für die kommende Winterselsion de« Reichstage» und de« neu zu wählenden preußische,, Abgeord- nelenhaufes lautet noch wenig Bestimmte». Nur soviel soll feststehen, daß der Reichstag im November und noch vor dem preußischen Landtage einberufen w-rden wird, bis zu diesem Zeitpunkt hofft man, daß der Bundesrath, dessen » treffende Ausschüsse sich gegenwärtig mit der Berathung de« Börsensteuer. Gesetzentwurses beschäftigen, die nölhigen parlamentarischen Vorarbeiten erledigtJ haben wird. Was den Termin für die preußischen Landtag»wohlen anbelangt, so sollen die Ur wählen zum preußischen Abgeorlnetenhause am 6. Novem- bet, die Abgeordnetenwahlen am 12. November stattfinden. — Eine Frage, welche geraume Zeit hindurch die innere deutsche Politik säst vollständig beherrschte, dann aber wieder etwas in den Hintergrund trat, wird in den nächsten Wochen die öffentliche Meinung jedenfalls wieder lebhaft beschäftigen — die braunschweigische Regentschaftsfrage. Am kommenden 18. October, dem Tage, an welchem vor einem Jahre bec letzte Herzog von Braunschweig au« dem Leben schied, läuft das Regentschastsgesetz ab und hiermit erlöschen die Functionen des für Braunschweig eingesetzten Regentschaflsrathes. Bekanntlich sollte dann ein Regent, der aus der Mitte der nicht regierenden Mitglieder der deutschen Fürstenhäuser zu wählen sei, an die Spitze des verwaisten Landes treten und dasselbe bis zur definitiven Einsetzung einer neuen Herrschersamilie regieren. Allgemein bezeichnete man auch schon den deutschen Botschafter in Wien, Prinzen Reuß, al« den künftigen Regenten Braunschweig», da wurde, wie erinnerlich, vor einiger Zeit von Berlin aus eine osficiöse Notiz in die Ocffent» lichtest lancirt, welche zu Aller Ueberraschung besagte, daß hinsichtlich der Regent- schaftssrage vorläufig noch keine Entscheidung zu erwarten sei und daß auch alle Mittheilungen über die Person des künftigen Regenten von Braunschweig auf willkürlichen Combinationen beruhten. In der That ist auch hierüber bis jetzt von zuständiger Seile nichts weiter bekannt geworden, obwohl kaum noch 5 Wochen zwischen heule und dem Tage liegen, an welchem das Regentschastsgesetz abläuft; man könnte danach fast auf die Bermuthung kommen, als ob eine Verlängerung de» Regenlschaftsgesetzes beabsichtigt fei, aber eine Fortdauer des gegenwärtigen provisorischen Zustandes dürste bei der braunschweigischen Bevölkerung wohl schwerlich auf große Sympathieen zu rechnen haben. Im deutsch-spanischen Streit hat jetzt der vom Fürsten BrSrnarck an den deutschen Gesandten in Madrid gerichteten Erlaß vom 31. August ollge- meine Kenntniß erlangt. Die öffentliche Meinung ist hierdurch allerorten in den Stand gesetzt worden, sich über das völlig correcle Vorgehen Deutschlands bei Besetzung der Insel Iap ein zuverlässige» Unheil zu bilden und die deutsche Regierung kann nun da» Weitere getrost abwarten. Weitere Nachrichten zur Karolinen-Frage tagen bis Ende voriger Woche nicht vor und auch die Meldung, das spanische Ministerium habe sich in seinem letzten CabinetSrathe für Annahme des deutschen Vorschlages, betr. die Einsetzung eines Schiedsgericht», entschieden, bedarf noch der osficiellen Bestätigung. Zu verkennen ist aber nicht, daß sich auch jenseits der Pyrenäen eine ruhigere Auffassung de» Streitfalles geltend macht und so wird derselbe hoffenllich ohne eine dauernde Schädigung der gelammten Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien seine volle Erledi- Die unmittelbare Umgebung und das Gefolge des Kaiser» bei den Manöverreisen de» hohen Herrn in Süddeutschland ist diesmal Unter den den Kaiser begleitenden Telegraphische Depeschen. Wolff's Ulest. Lorresponden, - Botea«. Berlin, 14. September. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht den Allerhöchsten Erlaß, der die zweite ordentliche Generalsynode der neun älteren Provinzen auf Den — Dem Vernehmen nach ist die Note der spanischen Regierung heute hier eingetroffen und Nachmittags durch den Botschafter Benomar dem auswärtigen Amte überreizt ; Gonfertni hielt heute abermals eine Plenarsitzung, in welcher die zweite Lesung des Reglement-Entwurfs zu Ende geführt löl£roe. -t« .Bedingungen, an welche Brasilien seine Ermäßigung der ^^graphe^buhren ^eknupst hatte, wurden angenommen. Eine längere mrd vorläufig noch resultatlose Debatte verursachten die Transittarife Indiens und die Termmaltarrfe der ^urker, doch hoftt man in der für morgen anberaumten Sitzung auch hleruber zu einer Verf.andlgung ru gelangen. Der Geschäftsführung des internationalen Bureaus wurde unter einstimmiger Anerkennung der Dienste desselben und mit ^-ankesvotum für die schweizerische Verwaltung Techarge ertheilt. Karlsruhe, 14 Septemder. Der Kaiser wohnte dem heutigen Eorpsmanover bei Palmbach und Stupferich bei, welches, vom schönsten Wetter begünstigt, äußerst glänzend verlies. Bei der Durchfahrt durch Durlach wurde der Stauer enrhusia,lisch begrüßt. ettrWH Schukstraße 7. veeBÄseee*» Deutschland hegt. t Das Schicksal Louis Riel's, des gefangenen und zum Tode ver- urteilten Führers bcr canadifchen Insurgenten, ist nun besiegelt. Der Gerichtshof in Manitoba hat die Appellation Riel's verworfen und soll dessen Hinrich- tung am 18. September erfolgen.__ 14. September. Se. Königl. Hoheit der Grobherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 12. d. Mts. den Major » la suite der Artillerie Prinz Ludwig von Battenberg, Durchlaucht, zum Oberstlieutenant ä la suite der Artillerie zu befördern geruht. ][ Darmstadt, 14. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wird am nächsten Mittwoch hier im Schlosse noch einmal Audienzen ertheilen, was für einige Zeit zum letzten Male geschehen dürste. Der hohe Herr wird nämlich einer Einladung des Grasen zu Ecbach-Erbach Folge leisten und mit diesem Ende der Woche nach der Bukowina reisen, woselbst der Graf ausge- dehnte Jagdgründe besitzt. Dieser Jagdausflug wird etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen. . . Der Aufenthalt der Prinzessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, im väterlichen Heim ist dem Vernehmen nach auf etwa 2 Jahre bemessen. Für so lange hat sich nämlich der Prinz-Gemahl Urlaub aus der englichen Marine genommen. Das junge Paar wohnt augenblicklich in JagD- schloß WolsSgarten, und es hat der Grobherzog gelegentlich des Allerhöchsten Geburtssestes feinen Schwiegersohn zum Oberstlieutenant ä la suite der Artillerie beti)rb$8erlin, 13. September. Innerhalb der Staatseifenbahn-Verwaltung ist Merhöchst bestimmt worden, bei Abfassung der Berichte auf eine leicht ver- stündliche, klare Darstellung Bedacht zu nehmen und somit lange uno verwrck-Ite Satzbildungen zu oetmeibeti; eine kurze, einfache, entsprechende Ausdrucksweise fei umsomehr anzustreben, als die dringliche Natur Der Geschäfte unnötigen Zeitaufwand bei dem Lesen verbietet, auch wenn gleichbedeutende deutsche Aus- drücke vorhanden sind, Fremdwörter auszuschließen.________________________ 8. Gros 2.50, 3.—, 3.50, 4.— j im Va Dtzd. 1 billiger 6231 tegenmäntel Mark 5785 -s ■*? 3. 4. 5. 6. 7. ")lr> 44 1181 man Lcha 45 1675 46 1862 IV IV Für die Abgebrannten iy Appenrod gingen ferner bei uns ein: X. V).3.50 X Jnsgesammt 71.75 X Weitere Gaben werden von der Exped. d. Bl. gerne entgegengenommen. Abgabe von Bauplätzen an der Grünbergerstraße. Ausbau der Ludwigstraße. Den Weg nach der Wobnung des Geometer Körner. Gesuch des Hermann Heß um Erlaubniß zur Veränderung einer Gosse. Gesuch des Maurermeisters Christian Haubach I. um Erlaubnis zur Anlegung einer Stauschleuße. Gesuch des Maurermeisters Wilhelm Steinbach um Bauerlaubniß. 6510 Ein tüchtiges Dienstmädchen, welches die Hausarbeit versteht, gegen -fluten Lohn gesucht. Kirchenplatz 11, III. ÜlUT IV UniversttätS- Chronik. — Die Berliner Universität hat für den Preis aus der Grimmstiftung für die Preis-Periode von 1885 bis 1887 die folgende kunstgeschichtliche Aufgabe gestellt: „Vasari's beide Ausgaben von 1550 bis 1568 sind durchgehends zu vergleichen und die sich für die Kunstgeschichte und Vasari's Sprache ergebenden Beobachtungen zusammenzufassen. Auch Vasari's übrige Schriften und seine Briefe sind dabei in Betracht zu ziehen." Handel und Verkehr Gießen, 15. September. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Piund X 0.95—1-00, Hühnereier pr. Stck. 6—0 H, Enteneier St. 7-0 H, Käse pr. St. 5—8 Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 20 Linsen 32 -H, Tauben per Paar 0,40 bis 0,55 Hühner ver Stück X 0.90—1.50, Hahnen pr. Stück X 0.40—0.80, Emen per Stück X 1.20—1.50, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 64—70 Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—5.00, Milch per Liter 12—16 Zwiebeln per Gentner X 5.00—6.00. Herren-, Damen- u. Kinderwäsche. 71 Seltersweg. Ph. Ellingen* Seltersweg 71. Herren-Hemden mit dreifach leinenem Einsatz, Prima Stoff Lokale-. Gießen, 15. September. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Dsnverstag den 17. September 1885, Nachmittags 4 Uhr. 1. Die Erbauung eines Steighaufes. 2. Die Badeanstalten in der Lahn. Wohnungs ’ Veränderung Meinen werthen Kunden und einem verehrt. Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich von heute ab mein Schuhmachergeschält in das Haus Neuenweg 62, „Wiener Hof'", verlegt habe und halte mich auch fernerhin bestens empfohlen. ____ Ph. Kinkel Wwe. Das Reichsgericht hat kürzlich in Ansehung der Haftpflicht der Eisenbahnen bei Körperverletzungen eine sehr bemerkenswerte Entscheidung gefällt, welche dein reifenden Publikum die Rothwendigkeit einer besonderen Versicherung gegen Reiseunfälle recht nahe zu Gemuthe führt. Nach dieser Entscheidung gewährt nämlich nicht jede durch die Verletzung beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit, sondern nur die Beeinträchtigung der Erwerbsthätigseit einen Schadenersatzanspruch an die Eisenbahn-Verwaltung. Hat beispielsweise die Verletzung ein dauerndes körperliches Gebrechen zur Folge, welches den Verletzten in der Fortsetzung seines wissenschaftlichen, kaufmännischen oder amtlichen Lebensberufes nicht stört und auch nicht später zu stören geeignet ist, oder wird von einem solchen Unfall ein Rentner betroffen, der gar kein Gewerbe betreibt, fo begründet die Verletzung, auch wenn sie den Verletzten zum Krüppel gemacht hat, keinen Anspruch auf eine Entschädigungsrente. Diese Entscheidung des Reichsgerichts mag den gesetzlichen Bestimmungen über die Haftpflicht der Eisenbahnen vollkommen entsprechen, kann aber das Publikum, welches der Eisenbahn feine gefunden Glieder alivertraut, ganz und gar nicht befriedigen, denn nach dieser Entscheidung wird die Eisenbahnoerwaltung in vielen, wenn nicht in den meisten Fällen nicht genöthigt sein, einer Ersatzforderung nachzugeben. Um dieser Eventualität zu entgehen, gibt es blos ein Mittel, die Versicherung gegen Unfälle bei einer soliden Versicherungs-Gesellschaft. Hier hindert weder den Beamten oder Gelehrten noch den Rentner Jemand, eine Entschädigung für den Fall eines Unfalles zu stipuliren, gleichviel, ob seine Erwerbsfähigkeit durch denselben tangirt wird oder nicht. Stuttgart, 8. Septbr. ^Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Vereins Im Monat August 1885 wurden 675 Schadenfälle angemeldet und zwar 513 äußere Verletzungen und 162 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 7 den sofortigen. Tod uiii) 43 eine gänzliche oder theilweisc Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben in diesem Monate 22. Neu ausgenommen in den Verein wurden im Monat Juli 1317 Personen. Alle vor dem 1. Mai 1885 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Invaliditätsfälle sind bis auf die von 25 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 6579 I 1 I 2 I 3 I 4 J5I6J8J Pfcrdekr r ■ vlbü| 800 1 100011500 t 1000 I 2:M I 27001 3000 1 36001 Ausführung aller Reparaturen an Gasmotoren. An- u. Verkauf gebr. Gasmotoren, sowie Umtausch derselben. Leihweises Abtreten v. Gasmotoren auf Monate und Jahre. General-Vertreter: C. Kley er, Civil-Ingenieur n. Patent-Anwalt, Sachsenhausen-Frankfurt a. M„ Schulstr. 37. — Der Kaiser, welcher im besten Wohlsein vom Manöver zurückkehrte, besuchte nach dem Diner mit den Großherzoglichen Herrschaften und den übrigen Fürstlichkeiten die Schauspiel-Vorstellung und verweilte bis zum Schlüsse. Am Sonntag empfing der Kaiser den Prälaten Doll und den Präsidenten des Oberkirchenraths, Stößer. Rom, 14. September. Vom 10. August bis 12. September zählte man in Italien 146 Ehtlerakranke und 86 Choleratodte. Am 13. d. M. kamen in Palermo 1 Erkrankung und 4 Todesfälle vor, in der Provinz Parma 17 Erkrankungen und 5 Todesfälle. Paris, 14. September. „Temps" meldet die Vertagung der egyptifchen Notabelnverfammlung, hervorgerufen durch die Opposition, welche die Versammlung gegen die Gesetzentwürfe des Arbeitsministers erhob, der eine Reihe Pläne vorgelegt hatte, deren Ausführung im Allgemeinen englisch - indischen Unternehmern über- ttagen war. — Nach einem Telegramm aus Hu« von heute früh ist Ehannong zum König von Anam eingesetzt. Während er heute in das Palais einzog, wurde ein Salut von 21 Kanonenschüssen abgegeben und die anamitische Fahne gehisst. Die Krönung findet am 19. September statt. — Unter der anamitischen Bevölkerung fordert die Eholera zahlreiche Opfer. Toulon, 14. September. Seit Sonntag ist kein neuer Todesfall an der Eholera vorgekommen. Die Kaufläden werden wieder geöffnet, die Einwohner kehren zurück. Kopenhagen, 14. September. Der Prinz von Wales ist auf der Nacht „Os- borne" Mittags in Helsingör eingetroffen und nach Fredensborg weitergereist. Kepertoir der vereinigten Stadtthcnter?u Frankfurt a. M. Opernhaus» Dienstag den 15. September: Herodias. Mittwoch den 16. September: Tie weiße Dame. Hierauf: Ein Carnevals- Fe»st. Außer Abonnement. Donnerstag den 17. September: Die Afrikanerin. (Vasco de (?ama: Herr Sigelli als Gast.) Freitag den 18. September: Tell. Außer Abonnement. Samstag den 19. September: La km 6. Sonntag den 20. September: Der Prophet. Montag den 21. September: Gasparone. Außer Abonnement. Schauspielhaus. Dienstag den 15. September: Die Schauspielerin. Freund Fritz. Mittwoch den 16. September: Arria und Messalina. Donnerstag den 17. September geschlossen. Freitag den 18. September: Neu einstudirt: Unsere Freunde. (Louis Caussade: Herr Anton Roll als Gast.) Samstag den 19. September: Die Leibrente. Sonntag den 20. September: Probepfeil. Montag den 21. September: Unsere Freunde. in allen Größen, neuester Fa?ons, von Mk. 6.— an, ,w F. Holberg, _________Kirchenplatz^ 6594 Em tüchtiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht. I Näheres m der Exped- d- Bl- -sÄX Ä-8 ' äQfor! und i ä 660 X» 1 ** jiiw.,n „ Ort u jW"' fliiattl«' 01*4 •*6jni Die Berichte für den Congrefl, deutscher Armenpfleger in Bremen- Zur Vorbereitung auf den am 16. und 17. September in Bremen stattfindenden sechsten Eongreß deutscher Armenpfleger sind eine Reihe umfangreicher, inhaltsvoller Berichte für die Mitglieder deS Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohllhätig- keit veröffentlicht worden. Die Berichte betreffen ältere Befchäftigungsgegenstände des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit und solche, welche erst auf dem diesjährigen (Songreffe neu zur Verhandlung kommen sollen. Zu den Berichten und Arbeiten der ersteren Kategorie gehört ein Bericht von Dr. Böhmert (Dresden) über die weiteren Ergebnifse der seitens des Deutschen Vereins unternommenen individuellen Armenstatistik für 1883, ferner ein Bericht des Gerichtsassessors Dr. Münsterberg (Berlin) über den Stand der Jndividual-Armenstatistik mit Beziehung auf die seitens des Reichs veranlaßte Erhebung für das Kalenderjahr 1885, ein Bericht des Stadtraths Röstel (Landsberg a. d. W.) zur Statistik der deutschen Feriencolonien und Kinder- Heilstätten in Sool- und Seebädern, ein Bericht des Dr. Berthold (Berlin) über die Arbeitercolonien im Deutschen Reiche und ihre Ergebnisse, ferner zwei ergänzende Berichte des Oberbürgermeister Ohly (Darmstadt) und des ^tadtsyndikus Eberty (Berlin), betreffend die Fürsorge für verwahrloste Kinder und jugendliche Personen, welchen noch keine llcbertretung der Strafgesetze zur Last fällt, und endlich ein Bericht des Pfarrers Schlosser (Gießen) über Fürsorge für arme aufsichtslose Kinder in Krippen, lieber einen ebenfalls schon früher behandelten Gegenstand, „die Thätigkeit der Frauen in der öffentlichen Armenpflege", ist mit besonderer Beziehung auf den Vaterländischen Frauenverein vom Staatsanwalt Ehuchul (Kassel) berichtet worden. Die Reform der ländlichen Armenpflege wird eingehend mit scharfer Charakteri- sirung der Organisation, der Leistungen und Mängel der ländlichen Armenpflege und der Wege der Reform von dem früheren Bezirkspräsidenten von Metz, Freiherrn von Reitzenstein (Freiburg i. B.), behandelt, während der Landesdirector von Pommern, Freiherr von der Goltz (Stettin), eine „Disposition zu einem Programm für die Reform der ländlichen Armenpflege" vorlegt. Die mit der ländlichen Armenpflege nahe zufammenhängende Frage der „Errichtung von Kreis- und Bezirksarmenhäufern" wird von zwei Berichterstattern, dem Oberamtmann Huzel (Schw. Hall) und dem Landratk Ziller (Meiningen) besprochen. L Endlich hat die ganz neu ausgestellte Frage „Arbeitsnachweis als Mittel voM beugender Armenpflege", welche vielleicht den Schwerpunkt der Verhandlungen diM Bremer Eongresses bilden wird, zwei in der Armenpflege erfahrene Männer, dW Leiter der Elberfelder Armenverwaltung, Beigeordneter Ernst (Elberfeld) und den Polizeirath Jagielski (Königsberg) auf den Plan gerufen und zwei interessante Berichte veranlaßt, welche die Forderung „Arbeit statt Almosen", gewiß immer populärer machen werden. Die im Vorstehenden aufgezählten Berichte enthalten die Früchte einer regen Denkarbeit und reichen Erfahrung, wie sie in solcher Fülle und Vielseitigkeit wohl von keinem deutschen Eongresse den Mitgliedern geboten werden. Möge über den Verhandlungen in Bremen ein günstiger Stern walten und weitreichende Anregung zu gemeinnützigem Schaffen von dort aussttömen. Mgebc M $* neues Si Mhlt <*« Gasmotoren System Körting-Lieckfeld. Geringster Gas- und Oelverbrauch. Geringste Raum-Inanspruchnahme. 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September, Nachmittags 2 Uhr, wird im fisealischen Garten zu Ulten-Buseck die diesjährige Aepsel-, Birnen- und Zwetschen-Ernte meistbietend versteigert. Gießen, den 15. September 18ed. Großh. Obersörsterei Gießen. Block._________6604 Aas Gemeinde-Obst soll an Ort u. Stelle versteigert werden: Donnerstag den 17. ds- um 3 Uhr AU Vetzberg, Freitag den 18. ds um 2 Uhr zn Launsbach, Samstag den 10- ds- um 2 Uhr Alt Crofdors-Gleiberg, Montag den 21. ds- um 8 Uhr ni Dorlar, um 12 Uhr zu Dutenhofen, um 3 Ubr zu Garbenheim, Dienstag den 22. ds um 9 Uhr .u Atz back, um 2 Uhr zu Kinzenbach. Crofdorf, den 14. September 1885. 6578 Das Bürgermeisteramt. Frcitaq den 18. d. M, Nachmittags 3 Uhr, lallen die den Erben des Georg Heinrich Hont) gehörigen Grundstücke: Flur Nr. IV 44 1181 Mtr. Acker am Wtes- marcr Weg, über dem Schwalbachilchen Acker, IV 45 1675 Mtr. Acker daselbst, IV 46 1862 „ IV 47 981 „ VII 46 1300 Mtr Acker auf dem Läusertsroder 2Lea, VII 46a 1300 Mtr. Acker daselbst, vii 47 1300 „ vn 5 t 5723 „ XV 277 2950 Mtr. Acker, auf die kleine Weide, XXIV 259 1931 Mtr. Acker vor dem Steinbrunnen, auf den Stümpferweg, XXIV 259a 1925 Mtr. Acker daselbst, XXVIII 45 1300 Mtr. Acker, am Altenfeld, auf das Bruck, XXXX 324 363 Mtr. Acker, auf dem Sand, XXXX 325 638 Mtr. Acker daselbst, XXXXI 15d 5063 Mtr Acker auf der Wart, auf den Wartweg, XXXXII 128 5056 Mtr. Acker in der Lichtenau, an der Steinkaute, gegen die Hohl, auf hiesigem Ortsgericht meistbietend versteigert werden. Gießen, den 14. September 1885. Großh. Ortsgericht. 6577________________Löveling. Mittwoch den 16. September, Nachmittags 2 Uhr, werden in der F l et t' schen Hofraithe dahier Sopha's, Kommoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Betten, 1 Bettlade, 1 Regulator, Spiegel, Bilder, 1 Pferd, 1 .Kuh und 1 Stoßkarren gegen Baarzahlung versteigert. Gcitzler, 6560 Gerichtsvollzieher. Keilgeöoienes. 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A - q W- ■■«.5 unb be?'!?*! 75 HnthnN^0®' Ulitna l,fin unb l’ift1 Esen Gründlicher Unterricht im Französischen und Eng- liscden totrb biUiast ertheilt. Näh. in der Vxped. 6576 "^6580 Eirsgeb- anständigem Mädchen, , „ WSÄ«M''7 "7' Missionsfest zu Lang-Gons. Wenn eine größere Anzahl von Besuchern des am nächsten Freitag zu (3 Stterf® cn) sucht ew tüch- Lang-Göns stattfindenden Missionsfestes sich hie,: findch dann ist Aussicht vor- ita.? Mädchen w?l Händen, daß an den Güterzug, der gegen 8-/, Uhr Vormittags von hie “8<6 solides ^avchen. wet J grantfurt abgeht, ein 'Personenwagen bis Lang-Gons angehangt cheS Küche und Haushalt Herrn Dekan Dr. Strack zu Lang-Göns bitte ich Sen känn^ Nahere^in dcr darum diejenigen, welche am nächsten Freitag die genannte Fahrgelegenheit L^en ranm ^cayerc» m oct mi$ bk§ baldigst wissen zu lassen. '— ---—=------I Gießen, 15. September 1885. Wohnungsvcränderung. Von heute an wohne ich bei Frau 2 ü l ch Witlwc, Selterswegl4. Martin Müller, 6584 Dienstmann. 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