ISS» Sonntag den 16 August Erstes Blatt srr. 189 Erscheint mit M WlMt «chukOeaße 7. «Ist ptlgarbt August Ihr Abends. <°bleii tic Sintft Telegraphische Depeschen. Wolff - telegr. Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 14. August. Commodore Paschen meldet: Der Sultan von Zanzibar halt die Schutzherrschaft Sr. Majestät des Kaisers über alle von Deutschen in Besitz genommenen Gebiete einschließlich des Festlandgebiets Witu ohne Bedingung aner- tannt. Die Truppen und Beamten von Zanzibar haben sich aus den genannten Gebieten zurückgezogen. Da ein Zusammenstoß in Witu als nahe bevorstehend ge- •td# »ierteljLhrlich 2 Mart 20 Pf. mit vrin-erl«chR Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 56 Pt. MUltg 5758 Platz 30 Pfg. Univerfitäts - Chronik. Warmbrunn, 13. August. Der ordentliche Professor an dec Universität Leipzig, Geh. Rath vr. Georg Curtius, ist gestern in Hermsdorf im Alter von 65 Jahren gestorben. Darmstadt, 12. August. Das Grobherzogliche Regierungsblatt (Beilage Rr. 21) enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Schutzmann Karl Zimmer und dem Colporteur Karl Theodor Hedwig zu Darmstadt in Anerkennung der von denselben am 3. April d. Js. beim Brande im Hause Ludwig»- straße Nr. 8 daselbst mit Muth und Entschlossenheit vollbrachten Rettung der 73jährigen Wittwe Karoline Baltz vom Tode de» Ersticken» eine Geldprämie zu bewilligen geruht. ... r 2. Oeffentliche Anerkennung ausopsernder Handlungen: Nachdem Se. Königl. Hoheit der Grobherzog mittelst Allerhöchster Ent- schlietzung vom 31. März 1880 dem Einjährig-Freiwilligen Musketier Johann Franz Knubmann von der 2. Compagnie de» 4. Großh. Jnsanterie-Regl- ment« (Prinz Carl) Nr. 118 au« Weisenau, Kreit Main,, für die von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr vollbrachte Errettung be« Maurergesellen eAeorg Philipp Trost au« Weisenau vom Tode de« Ertrinken«, ■ mittels! Allerhöchster Entschließung vom 23. Juli 1880 dem Seconde'Lieutenant Karl Rissenmeyer vom 4. Großh. Jnsanterie - Regiment (Prinz Carl) Nr. 118 au« Marienwerder, im Königreich Preußen, für die von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr vollbrachte Errettung de« Füsilier« August Zitzer vom Tode des Ertrinken», — mittelst Allerhöchster Entschließung vom 11. August 1880 dem Gefreiten August Lettermann von der Leib.Compagme der 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde) Regiments Nr. 115 aus Ludwigshütte, im Königreich Preußen, für die von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr vollbrachte Er. tettung de« Adolf Jaup aus Darmstadt vom Tode der Ertrinken«, — mittelst Allerhöchster Entschließung vom 21. Juli 1882 dem Gefreiten Jean Friedrich Schneider vom 2. Großh. Infanterie.Regiment (Großherzog) Nr. 116 au« Offenbach a. M- für die von ihm mit Muth und eigener Lebenrgefahr voll, brachte Errettung von drei Personen vom Tode de« Ertrinkens, — mittelst Allerhöchster Entschließung vom 23. Juli 1884 dem Premier-Lieutenant Bin- sack und dem Seconde-Lieutenant Fink vom 4. Großh. Infanterie.Regiment (Prinz Carl) Nr. 118, — mittelst Allerhöchster Entschließung vom 8. Juli 1885 dem Gefreiten Heinrich Heußner von der Stamm-Mannschaft be« 1. Bataillon« be« 3. Großb. Lanbwehr-Regimentr Nr. 117 aus Raffel, im Königreich Preußen, für bie von ihm mit Muth unb eigener Lebensgefahr vollbrachte Errettung be« Kanonier« Olt von ber 5. Batterie bes Großh. gelb - Artillerie- Regiment« Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corp«) vom Tobe ber Ertrinken«, — ba« Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" zu verleihen, — mittelst Allerhöchster Entschließung vom 23. Juli 1884 dem Unterofficier Wilhelm Boller in ber 7. Compagnie be« 4. Großh. Infanterie- Regiment« (Prinz Carl) Nr. 118 wegen entschlossenen Benehmen« bei Errettung eine« Menschen vom Tobe be« Ertrinken«, — mittelst Allerhöchster Entschließung vom 16. August 1884 bem Seconde-Lieutenant Pampe vom 2. Großh. Infanterieregiment (Großherzog) Nr. 116 wegen entschlossenen Benehmen« bei Errettung be« Füsilier« Jung der 9. Compagnie desselben Regiment« vom Tode de« Ertrinken«, — eine Belobigung zu erteilen geruht haben, so wird die« hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. 3. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That: Se. Königl. Hoheit bet Großherzog haben bem Schuhmachermeister Hein- rich Bräuning III. zu Flensungen, in Anerkennung ber von betreiben am 2 Februar l. I«. mit Muth unb Entschlossenheit, unter eigener Lebensgefahr vollbrachten Rettung be« 9jährigen Ernst Erb von ba vom Tobe bes Ertrinken«, ba« Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für Rettung von Menschen, leben" zu verleihen geruht. ~ 4. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben bem Dienstknecht Ph. Spaar aus Reiskirchen, zur Zeit in Gießen, in Anerkennung ber von demselben am 9. Juni b. Js. mit Mutb unb Entschlossenheit, unter eigener Lebensgefahr voll, brachten Rettung bes Kutscher« Melchior Schneibet au« Wiesect und ber Dienst- tttagb Karoline Weber au« Nidda, beide zur Zeit gleichfalls in Gießen, vom Tobe be« Ertrinkens, ba« Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" zu verleihen unb zugleich eine Gelbprämie zu oer- willigen geruht. (Schluß folgt.) Lokale«. ©iefjen, 15. August. Nufere Polizei entwickelte heute wiederum (zum dritten Malet eine recht daukenswerihe Energie im Befchlagnehmen non unreifem und ver- borbenem Obst auf bem Wochenmarkte. Sieben Körbe voll würben weggenommen unb bie Verkäufer zur Strafe angezeigt. Lehr bach, 15. August. Gestern Vormittag 11 Vr Uhr brach in dem benachbarten Appenrob Feuer aus, welches die Hälfte bes Ortes innerhalb 3 Stunben rn Schutt unb Asche legte. Wohl waren balb bie Spritzen unb Löschmannschaften ber Umgegend, auch bie freiwillige Feuerwehr Hombergs am Platze, aber Wasiermangel unb cm äußerst heftiger Sübwestwinb hinberten ein forberlrcheS Eingreifen. Ware bas Feuer am Sübwestenbe bes Dorfes ausgebrochen, es wäre nicht em einziges Gebaube sieben geblieben. 23 Hofraithen liegen in Asche nebst ber Kirche. Auch bas Schulhaus und bie Bürgermeisterei sinb niebergebraniit. Versichert sinb alle Abgebrannten, mit Uus^ nähme von zweien. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. hule Ä'US, 5663 meldet war, so ist bereits gestern ber Befehl bes Sultans an alle seine Behörben ergangen, Frieben zu halten. 3 Berlin, 14. August. Der Wiener Männergefangoereln ist Mittags hier em getroffen, unb von Mitgliebern ber österreichischen Botschaft unb bes Konsultats, von Deputationen bes Magistrats, ber Stabtverorbneten, bes Oesterreichisch-Ungarischen Vereins, von ben hiesigen Gesangvereinen imb Liebertafeln in corpore auf dem Bahn- Hofe empfangeu und jubelnd begrüßt worden. Namens der Wiener dankte Witter Olschauer auf die Willkommengrüße. . Leipzig 14 August. Gestern starb nach schwerem Leiden der Burgermeifter a. D., von 1867 bis 1884 Mitglied detz Reichstags, Dr. Stephani, im Alter von 68 Jahren^ . ,, Kopenhagen, 14. August. Nach hier emgegangener Meldung ist am 12 ds Mts. in Gmunden die Verlobung des Prinzen Waldemar von Dänemark mit der Prinzessin Marie von Orleans, Tochter des Herzogs von Chartres proclannrt Pari», 14. August. Einem Telegramm der „Agence Havas" aus Madrid zufolge wäre seitens Deulfchlands eine Insel der Karolinengruppe besetzt worden.. Die spanische Regierung habe beschlossen, dieserhalb bei der deutschen Negierung vorstellig zu werden. Von Manilla seien am 12. dss. Mts. zwei spanische Kriegsfchlsie nach den Karolinen abgegangen, um dort die spanischen Interessen wahrzunehmen. — Die „Agence Hava" theilt mit, der Kriegsminister habe gestern Eourcy Instructionen betreffs der Organisation des Protectorats über Annam zugehen lassen. Dasselbe toerde analog demjenigen über Tunis eingerichtet. -4 Die „Liberte meldet, in Hanoi und mehreren Orten am rothen Fluffe seien CholerafLSe vorgekommen. r. c . f , _c..„ . Marseille, 13. August. Heute sind zwanzig Cholera - Todesfälle gemeldet morben^^^^ 14 N^gust. Im Unterhause erklärte Churchil, die afghanische Grenz- kommisfion habe chre Arbeiten noch nicht vollendet; es bestehe nicht die Absicht, dieselbe zurückzuziehen. Gourley's Bemerkung, daß die Differenzen wegen Zulstcars trivial feien, könne er nicht beipflichten; bie Regierung sei nicht ohne Hoffnung auf eine bal- bige Lösung ber noch unentschiedenen Punkte. „ r ... London, 14. August. Die letzte Session bes gegenwärtigen Parlaments ist geschloff^. In der Thronrebe spricht bie Königin bas Bebauern über bas Mißlingen der Karthum-Expedition aus unb hebt bie Tapferkeit ber an berfelbcn betheiligr gewesenen Truppen hervor. Der Tob bes Mahbi werbe bie Königin wahrscheinlich m ben Stanb setzen, ihre burch bie Ereignisse gegenüber bem Herrscher und Volke von Egypten auferlegten Pflichten mit weniger Schwierigkeiten zu erfüllen. Die Königin werbe nicht nachlassen in ihren Anstrengungen, bie Regierung und guteCnmuiiß m Egypten auf feste Grunblagen zu fteUen. Die Beziehungen zu anderen Machten eien freundschaftlich, die Verhandlungen mit Rußland in Betreff der Grenzen bes Gebiets des Emirs von Afghanistan, des Bunbesgenoffen der Königin dauern fort und noch hoffe die Königin, daß die Verhandlungen bald zu einer befriedigenden Losimg fuhren werden. Die Regierung lhue die nothwendigen Schritte, um die Nordwestgrenze Indiens in einen angemessenen Vertheidigungszuftand zu versetzen, ohne welchen die Wohlthat und Ruhe der indischen Unterthanen von Zeit zu Zeit einer Unterbrechung und Störung ausgesetzt seien. Der Rest der Thronrede betrifft innere Angelegenheiten ohne allgemeines Interesse. Die Mission Sir H. Drummond wird nicht erwähnt. Mailand, 14. August. Ihre K. und K. Hoheit die Frau Kronprinzessin Victoria ist mit ihren Töchtern gestern mittelst eines Extradampfers in Baveno am Lago Mag- giore eingetroffen. , . ,. . Madrid, 14. August. Nach Mittheilungen aus Sevilla hat die gesammte Municipalität ihre Entlassung gegeben. Der Präfekt hat die Quarantäne - Bestimmung aufgehoben. Aus den öffentlichen Plätzen fanden Ansammlungen der Bevölkerung statt, welche die Aufrechterhaltung der gegen die Cholera getroffenen Bestlinmungen Petersburg, 14. August. Aus Anlaß ber Bestätigung bes Erzbischofs Makarius als Katholikos aller Armenier wirb berfelbe burch kaiserlichen Erlaß bes bisherigen Amtes als Vorstanb ber Nachitschewantcher Armenisch - Gregorianischen Eparchie enthoben.^* , 2(uflutt. Der amtliche Moniteur bezeichnet bie Melbung ber ■^nbep Rumaine" über eine Anleihe von 155 Millionen, welche bie Regierung im Auslande aufzunehmen beabsichtigte, sowie über angebliche Reisen mehrerer Minister betreffs einer solchen Anleihe als Ersinbung. «-fand«»: 2 Portemonnaie'« mit Inhalt, 1 neusilberner Pfeifenbeschlag, 1 Regenschirm (stehen geblieben m einem Laden), 1 Stuck Kattun, I «etteben mit einer Denkmünze, 1 Schreibzeugkasten, 1 seidene« Arbeitstäschchen mit Inhalt, mehrere Schlüssel und Hundeblechmarken. Gießen, am 15. August 1885. Grobherzogliches Polizeramt Gießen. Fresenius. w [wem G^, 1 Her Nachhülsiun/n' maiik und btn nm heilt. Exped- d- Bl. < ner gesucht für p inkleider. ZnteresseM n schrifllich an die 0[; angen lassen- . r Varsche kann fofon kel, Kohlenhandlunsi.^ >r Juntzr als Kellner ,t neiuckt. Mheres bn zmer, Mf* 3_ f, (2'615 3 3immer, 19 Wic.)pirl-E1: irSgatt u»ür 0.30 Bl____ rplan. on Gießen »ach: 4», 5»*, 6”, 8«*, ü“. W. * 5» 8**, 4"' 4SO( y (bis ° 5, 7» •ji», . Kieken von-' 111 @ , y !«•,« O PS* 11“ 1 u' '■ *'' ■ t) 7sl K U 5 Cs war ein grausiger Anblick. Flammen himmelhoch, Rauchwolken kilometerweit, Menschen und Vieh in den Wiesen und im Felde. Das wmigste Mobiliar ift gerettet, kein Menschenleben zu beklagen. Vermißt werden 3 Stück Rindvieh, die sich aber in dem nahen Walde wiederftnden dürften. Der anstoßende Wiesengrund glich einem buntbewegten Auswandererlager, weinende und klagende Frauen und Kinder, schwergebeugte Männer mit rauchgeschwärzten.Gesichtern, daneben krachendes, stürzendes Gebälk, Flammenwände, zischende hochaufschießende Feuersäulen. Wo einige Stunden vorher ca. SO Familien glücklich gewohnt, der reichen Ernte sich erfreuend, ungetrübten Herzens dem Winter entgegengeschaut, da starren bleichen Antlitzes Mann, Weib und Kind in die Trümmer des traulichen Heims, 'obdachlos auf die Liebe und Barmherzigkeit ihrer Mitmenschen angewiesen, jetzt bangen Herzens dem nahenden Herbste und Winter entgegensetzend. Die Stätten, von gar manchen unter dem Schweiße des Angesichtes in harter Arbeit und schwerem Ringen erbaut, mit dem Segen Gottes erfüllt, die Stätten von so viel häuslichem Glück sind nun rauher Stürme wüstes Bette der nahenden Zeit, lieber die Entstehung verlautet, daß die Schuld wie vor 3 Jahren beim letzten Brande so auch diesmal einem Kinde zuzuschreiben ist. Die gütige Vorsehung möge Alle vor ähnlichem Unglück und Jammer bewahren. 'Rachschrift. Erfreulich ist es, wie die ganze Umgegend sich regt und wetteifert, um die erste Roth zu lindern. Da werden Nahrungsmittel, Geld ?c. zusammengetragen, Futtermittel beschafft, Häuser und Ställe thun sich auf für Menschen und Vieh, selbst die Aermsten stehen nicht zurück. Helfet auch ihr, die ihr dies leset in weiterer Ferne, es thut Noth! Gott /ohne es euch! Pfarrer Dr. Hanfpit in Lehrbach, Pfarrer Dieffenbach in Maulbach und Bürgermeister Stroh in Lehrbach sind zur Empfangnahme freiwilliger Gaben bereit. Auch die Exped. d. Bl. ist gerne bereit, milde Gaben für die Abgebrannten in Empfang zu nehmen. Mainz, 13. August. Am 8. d. M. fand dahier unter dem Vorsitze des Herrn Pistor aus Worms die erste Generalversammlung der Section IV (Großherzogthum Hessen) der Lederindustrie-Berufsgenossenschaft statt. Zu Mitgliedern des Sections- vorstandes wurden folgende Herren gewählt: Eommerzienrath St. E. Michel-Mainz, Ernst Pistor-Worms, Eommerzienrath Preetorius-Mainz, Nicola NeinhartMonnS, Herrn. Landsberg, in Firma Ed. Posen u. Co.-Offenbach a. Dl., Fr. Wilh. Spicharz, in Firma PH. Jac. Spicharz-Offenbach a. M.; zu deren Ersatzmännern die^ Herren G. Grüder-Friedberg, Gust. Müller-Bensheim, Hch. Nau-Pfungstadt, Louis Schlosser- Worms, Beruh. Lehmann, in Firma Herm. Lehmann-Offenbach, Hch. Müller, in Firma H. Müller n. Co.-Offenback. Zu Beisitzern des Schiedsgerichtes und deren Stellvertretern wurden gewählt die Herren Earl Michel-Mainz zum ersten Beisitzer, Gg. Neinhart-Worms zum ersten, Rudolf Ihne-Mainz zum zweiten Stellvertreter desselben, Jos. Feistmann, in Firma Mayer u. Feistmann-Offenbach, zum zweiten Beisitzer, Eugen Lipp-Worms zum ersten und Herr Jul. Aulmann, in Firma Weintraud u. Eo.-Offenbach,.zum zweiten Stellvertreter desselben. Die Wahl der Vertrauensmänner ergab folgendes Resultat: 1. Für die Kreise Worms, Alzey und die Provinz Starkenburg, excl. Kreis Offenbach: Vertrauensmann Jac. Decker, in Firma Ph. Decker-Worms; Stellvertreter Hans Müller, in Firma G. Müller-Bensheim. 2. Für die Kreise Oppenheim, Mainz und Bingen: Vertrauensmann Beruh. Saalwächter, Betriebsleiter im Hause Mayer, Michel, Deninger-Mainz; Stellvertreter Ferdinand Rosen, Betriebsleiter im Hanse E. Bettelhäuser-Mainz. 3. Für Kreis Offenbach und die Provinz Oberhessen: Vertrauensmann Louis Stroh, in Firma Manry u. Eo.-Offenbach; Stellvertreter Wilh. Dillenberger, in Firma E. u. W. Tillenberger-Offenbach. Es wurde ein Etat für einen Zeitraum von 12 Monaten festgesetzt, der in den Ausgaben mit 2700 JL abschließt. In der hierauf folgenden ersten Sitzung des Sections-Vorstandes wurde zum Vorsitzenden Herr Eommerzienrath Preetorius-Mainz, zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden Herr Ernst Pistor-Worms und zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Herr Herm. Landsberg-Offenbach a. M. gewählt. ][ D armstadt, 14. August. Einem glaubhaften Augenzeugen ans Wessel verdanken wir die folgenden Mittheilungen: Es sind bereits mehrere Jahre her, daß wir hier in Wessel alljährlich etwa zweimal den Besuch eines merkwürdigen Originals aus Tyrol haben. Es ist der Sproß einer gräflichen Familie, der, wett er ein Mädchen aus den niederen Volksschichten als Gattin heimführte, sich mit seinen hohen Anverwandten überworfen hat. Das Zerwürfniß hat den Helden dieser kleinen Geschichte heimathlos gemacht. Denn seit seiner Verheirathung zieht er mit seiner Frau unftät in aller Herren Ländern umher. Als Transportmittels bedient er sich hierbei eines Wagens, ähnlich denjenigen, welche unsere sogenannten Meßfremden benutzen. Nur ist derselbe im Innern als Wohn- und Schlafraum eleganter eingerichtet und mit zwei Pferden bespannt, die vor jeder feinen Equipage gehen könnten. Der Herr- Graf und die Frau Gräfin — letztere behängt gern ihre stattliche Gestalt in augenfälliger Weise mit Seidenstoffen und goldenen Schmuckgegenständen — sind gegen die Ortseingesessenen, bei denen sie ihre ambulante Wohnung Halt machen lassen, sehr zuthunlich und freundschaftlich, wie denn der gräfliche Reisende, obwohl er immer Höchsteigenhändig die Wartung seiner Pferde besorgt, in den Wirthshäusern zur Re- galirung seiner ländlichen Freunde mit Speise und Trank gerne etwas Erkleckliches draufgehen läßt. Die Mittel zu solcher Freigebigkeit gewährt ihm die immer noch recht ansehnliche Geldunterstützung, welche ihm seine vornehmen Verwandten zugehen lassen. Dieselbe wird ihm monatlich ausgezahlt. Bei einer gewissen Kategorie unserer Landleute ist der Besuch aus Tyrol eine höchst angenehme Erscheinung. Denn die fahrenden Leute sind kaum eingekehrt, so entwickelt sich auch schon in dem Wirthshause, in welchem zunächst die gräfliche Wohnung aufgeschlagen wird, ein permanentes Eß- unb Trinkgelage, dessen Kosten sämmtlich der Fremde trägt. Er nennt sich selbst K unrad und daher kommt denn die volksthümliche Bezeichnung solcher Gelage: „Es ist ein Kunradsleben". Wenn das Kunradsleben ein paar Tage gedauert hat, schirrt der Fremde die Pferde vor seinem Wagen an und verlegt sein fahrbares Domicil an einen anderen Ort, wo es ihm mit feiner besseren Hälfte wohlgefällt. Homburg, 5. August, lieber ein Schwefelsäure-Attentat berichtet der ^Taunus- bote": Heute Nacht zwischen 12 und 1 Uhr wollte sich ein hiesiger junger Mann nach seiner in der Löwengasse belesenen Wohnung begeben, als ihm in der Hälfte der Straße ein Frauenzimmer entgegentrat und ihm, ohne ein Wort zu sprechen, aus einem Gefäß eine Flüssigkeit gegen das Gesicht schüttete. In Folge einer raschen Wendung kam die Flüssigkeit nicht in das Gesicht, sondern nur auf die Kleider, den Hut 2C., was ein Glück zu nennen, denn die Flüssigkeit stellte sich als Schwefelsäure heraus, welche die Kleider total verbrannte und unbrauchbar machte. Der junge Mann hätte leicht um sein Sehvermögen kommen können. Das Frauenzimmer, welches erkannt worden sein soll, flüchtete durch die Orangeriegasse, wo sie auch von dem Nacht- posten gesehen worden ist. Das Motiv soll — verschmähte Liebe sein. Untersuchung -ist bereite im Gange. Berlin, 7. August. Die Enthüllungen der „Pall Mall Gazette" dürften auch bei uns noch polizeiliche Recherche zur Folge haben. Wie die „Post" hört, sind der Erimiualbehörde Mittheilungen ^gegangen, nach welchen die in ihrem Wirken von dem genannten englischen Blatte so^charakteristisch gezeichneten englischen Agenten auch ihre Wirksamkeit bis in unsere Stadt ausgedehnt haben und hier Agenten und Agentinnen besolden, welche ihnen junge unerfahrene deutsche Mädchen zuführen. Damit dürfte die Erneuerung einer zuerst 1882 von der Londoner Polizeibehörde an den hiesigen Bahnhöfen affichirten Bekanntmachung zusammenhängen. Die Anschläge lauten: „Wenn Mädchen, welche nach London gekommen sind, um häuslichen Dienst oder sonstige Beschäftigung zu erlangen, irgend in Schwierigkeiten gerathen und Auskunft über englische Gesetzvorschriften bedürfen, so erhalten sie solche, sowie etwa erforderlichen Beistand auf persönlichen oder schriftlichen Antrag in jedem Polizeiamt (Police Station) oder im Bureau des Eriminal Investigation Departement, Great Scatland Bard, oder auf dem kaiserlich deutschen General-Eonsulat, 5. Blomfield Street, London Wall E. C., an jedem Wochentage in den Stunden zwischen 11 Uhr Morgens und 1 Uhr Nachmittags. Great Scotland Bard, 10. Januar 1882. E. I. W. Henderson, Eommissioner of Police of the Metropolcs." — Von den Vorträgen auf dem Karlsruher Anthropologen - Congresse dürsten zwei besonderer Erwähnung verdienen. Den ersten derselben hielt Professor Albrecht, der durch seine Anschauungen über Ursprung und Weiterbildung des Menschen bekannte Brüsseler Anatom. An der Hand interessanter Präparate und Funde, unter denen ein vorgeschichtlicher menschlicher Unterkiefer mit 6 Schneidezähnen, suchte Redner zu entwickeln, daß der Mensch Rückschläge nicht nur auf die Affen, sondern auch auf Halbaffen und Jnsectenfresser aufzuweisen habe und nicht etwa eine höhere, aus dem Affen entwickelte Form, sondern nichts Anderes als die niederste Affenform selbst vorstelle. Daß er es geistig so weit gebracht, danke er lediglich dem Entschlüsse seiner Vorfahren, einen Staat zu bilden, und was seine körperliche Zukunft betreffe, so werde dieselbe u. A. charakterisirt sein durch Abnahme der Zahl der Nippen, der Bruft- und Lendenwirbel, sowie durch Fehlen des Weisheitszahnes. Der Vorsitzende suchte nach Beendigung oes immerhin sehr interessanten Vortrags den weitgehenden Schlußfolgerungen des Redners entgegenzutreten, ausführend, daß gerade im Gegentheil die steigende geistige Entwickelung des Menschen auch eine höhere Ausbildung des Körpers zur Folge haben werde. Im Anschlüsse an diese Erörterungen legte er Zeichnungen, Abgüsse und Präparate von Schädeln großer 'DZänncr, wie Beethoven, Raphael, die Gehörknöchelchen von Robert Schumann n. dgl. vor. Der zweite der genannten Vorträge, von Virchow gehalten, betraf den berühmten Goldfund von Pictroassa und dessen vom Hof-Juwelier Paul Telge in Berlin musterhaft ausgeführte Nachbildung. Der Schatz wurde beim Bau einer Brücke im nördlichen Rumänien auf einem Felsvorsprung der Karpathen gefunden, Anfangs für Kupfer gehalten und theilweise verzettelt. Als man auf ihn aufmerksam wurde, gelang e§ noch, ungefähr 8/< (Zentner Gold zusammenzubringen, die Edelsteine waren aber größtenteils ausgebrochen. Die Formen, in denen hie einzelnen Stücke des Schatzes ausgeführt sind, erinnern an den hellenisch barbarischen Stil der Funde von Kertsch und eine Nunen-Jnschrift spricht für gothischen Ursprung, in der Krim aber berührte sich das Gothenthum mit den klassisch-barbarischen Völkern. Zweimal das' Opfer von Diebstählen, wurde der Schatz theilweise sehr übel zugerichtet. Es gelang jedoch, nicht nur das Meiste desselben wieder zu erlangen, sondern auch die Stücke sehr gut wiederherzustellen. Letztere Arbeit hat im Auftrage des Königs von Rumänien Hof-Juwelier Telge unter Zuhilfenahme von Zeichnungen ausgeführt, die sich im Besitze Virchow's befanden und den Schah in seiner ursprünglichen unbeschädigten Form darstellten. Die herrlichen Telge'schen Nachbildungen der einzelnen Stücke des Schatzes lagen der Versammlung vor. Paris, 10. August. Heute früh wurde dasTodesurtheil an Marchandon, dein Mörder der Frau Eornek, und wenige Minuten vorher auch an einem andern Raubmörder, einem gewissen Gaspard, vor dem Gefängniß La Woquette durch den Scharfrichter Deibler vollzogen. Erst vorgestern waren die beiden Begnadigungsgesuche verworfen worden, was nicht hinderte, daß die gewöhnliche Kundschaft der Hinrichtungen sich schon heute Nacht auf dem Nichtplatze einfand. Gaspard schritt mit einer gewissen Festigkeit, obgleich leichenfahl im Gesicht, zum Todesapparat. Von Marchandon hingegen wird berichtet, daß er feige wie immer, von dem Augenblicke an, da er zum letzten Gange geweckt wurde, das Bewußtsein einbüßte, sich stieren Blicks ankleiden ließ und wie eine Gliederpuppe zur Guillotine fast geschoben werden mußte. Das liebenswürdige Publikum sah sich nach seiner Maitresse, der berüchtigten Jeanne Blin um, mit der Absicht, sie zu lynchen, mußte aber unverrichteter Dinge den Platz räumen. — fDas Erwachen in der Todtenkammer.j Eine Wiener Lokalcorrespondenz erzählt folgende kaum glaubliche Geschichte: „Der elfjährige Färberssohn Heinrich Wallner wurde vor Kurzem der Obhut einer Xante in Penzing übergeben. Seine Eltern, welche vor Kurzem in Rudolfsheim gewohnt hatten, mußten einer Bedienftung wegen nach Grafendorf bei St. Pölten übersiedeln. Im Hause der Verwandten fand der Knabe Zeit, sich halbe Tage lang im Freien aufsichtslos herumzutreiben. Vir einigen Tagen fiel er von einem Baume und wurde äußerlich unverletzt, jedoch im bewußtlosen Zustande, in das Nochusspital nach Penzing gebracht. Nach längerer ärztlicher Behandlung verschlimmerte sich der Zustand des Knaben unb vor etlichen Tagen wurde im Spital der Tod des Kranken conftatirt. Die Eltern in Grafendorf, auf telegraphischem Wege in Kenntniß gesetzt, trafen sofort des andern Morgens in Penzing ein, um die nöthigen Vorkehrungen zum Leichenbegängnisse ihres Kindes zu treffen. Man führte die Tiefbetrübten in die Todtenkammer, woselbst nach vollzogener' Todtenschau die Leiche des Kindes über Nacht aufbewahrt worden war. Schrecken und Erstaunen bemächtigte sich der Eintretenden, als sie die vermeintliche Leiche nicht auf ihrem ursprünglichen Platze, sondern in einem Winkel der Leichenkammer zusammengekauert fanden. Der Knabe war nicht tobt, fonbern lag nur in tiefem Schlafe. Nach einigem Rütteln schlug ber tobtgeglaubtc Patient bie Augen auf unb erzählte weinend, baß er in ber Nacht erwacht sei unb zu schreien angefangen habe, weil ihm vorgekommen sei, in einem Keller eingesperrt zu sein. Die Tücher, welche ihn einhüllten, habe er von sich geworfen unb sei vor Müdigkeit in einem Winkel eingeschlafen. Tie Eltern nahmen ihren roiebergefunbenen Heinrich mit sich nach Hause unb hoffen burch sorgfältige Pflege bie Wiebergenesung ihres Kinbes herbeizuführen." — Der Kreuznacher „Gen.-Anz." enthält folgenbes Inserat: 14 junge Mädchen, aus Kreuznach unb bessen Umgebung, bie sich verabrebet haben, keine Kißchen ober Tournüre mehr zu tragen, weil sie sich nicht länger verunstalten wollen, bitten alle gleichgesinnten jungen Damen, boch biefer Vereinigung beizutreten unb bie häßlichen Kißchen abzuschaffen. Die Vereinigung trägt den einfachen Namen „Hinne fescht" unb werben Beitrittsanmelbungen unter biefer Ehiffre unter Discretion entgegengenommen. Auch können Damen jeben Alters beitreten. — Grant's Geburtshaus im Dörfchen Point Pleasant am Ohio, im Ohioer County Clermont, ein Häuschen von nur einem Stockwerk, ist fast noch in bcmfclben Zustanbc wie vor 63 Jahren unb gehört jetzt einem Farmer Namens Michael Hersch. Letzterer hat seit Grant's Tob brei Anerbietungen betreffs bes Verkaufs des kleinen Hauses erhalten. Das eine Anerbieten geht von einigen Bürgern des County Clermont selbst aus; bas zweite kommt vom Union Club in Philadelphia, welcher bas Häuschen im herrlichen Fairmonnt-Park in Philabelphia als Volkseigcnthum auffteüen will; bas britte Anerbieten kommt von einem Bürger in Cincinnati, welcher bas Geburtshaus Grants bem dortigen Elm-Park zugedacht hat. — [@in amerikanischer Humorist über bie beutsche Sprache.s Marc Twain, ber berühmte amerikanische Humorist, macht sich über bie beutsche Sprache luftig. Der launige Artikel ist — wie Alles, was Marc Twain schreibt — reich an Uebertreibungen, enthält aber viel Wahres. Der Humorist schreibt unter Anberem: „Eine begabte Persönlichkeit kann bie englische Sprache ganz wohl in 30 Stunben, bie französische in 30 Tagen erlernen, aber bas Deutsche wirb man im besten Falle erst in 30 Jahren bewältigen. Entrüstungsvoll fragt er, wie ein logischer Mensch sich in einer Sprache zurechtfinden soll, in welcher man einem Mäbchen bas sächliche unb einer Rübe da4 weibliche Geschlecht zutheile? In ber es bie Frau, bie Gattin, ober bas Weib heiße? So zornig er über bie haarsträudenbe „Systemlosigkeit" ber beutschen Sprache im Allgemeinen ist, bie Vertheilung ber Geschlechter empört ihn ganz besonders. Er klagt: „Der Baum ist männlich, seine Knospen weiblich unb seine Blätter sächlich» Das Pserb ist geschlechtslos, ber Hunb männlich, die Katze weiblich. Der Körper einc4 Menschen ist männlich, aber wie wunderlich theilen sich die Partien desselben in Geschlechter ein! Der Nacken, die Ellenbogen, die Finger, Nägel und Füße sind männlich, während ber Kopf, unbekümmert um bie Person, bie ihn trägt, je nach ber gewählten Bezeichnung gleichfalls männlich ober (bas Haupt) auch sächlich ist. Die Hände, die Hüften, bie Lippen, Zehen unb Schultern, bie Nase unb bie Brust sind weidlich, während die Beine unb Knie, bie Augen unb Ohren, bas Kinn, bas Herz unb das Gewissen sächlich ftnb. Weiterhin jammert er über bie Enbungen unb in Wuth versetzt ihn bie Abtrennung bes Partikels vorn Zeitwort unb bie Anbringung bes Ersteren am Schlüsse bes parenthesengeschmückten Satzes. Ein Beispiel biefer Art construirt er so köstlich, baß es wohl bie Rückübertragung in das angebliche Original verdient. „Ta die Koffer gepackt waren, reiste er, nachdem er Mutter und Schwester nochmals geküßt und sein angebetetes Gretchen, daS, in einfachen weißen Mousselin gekleidet, eine einzige Rose in den Fleckten seines braunen Haares, obgleich noch von der Erregung und dem Entsetzen des vorhergehenden Abends bewegt und voll Sehnsucht sein armes schmerzendes Köpfchen nochmals an die Brust des Mannes zu legen, den es mehr als fein Leben liebte, unsicheren Schrittes die Treppe herabgeschwankt war, an bie Brust gepreßt halte, ab." Auch von den zusammengesetzten Hauptwörtern bietet Twain den Engländern geradezu erschütternde Beispiele, so unter Anderen: Kinderbewahranstalten, Freundschaftsbezeigungen, Dilettantenaufdringlichkeiten, Atterthumswissenschaften, UnabhängigkeitS- erflärungen, Waffenstillstandsunterhandlungen n. s. w. — sDic Hauptsache.^ Frau: „Ich weiß nicht, was ich kochen soll. Mann: „Frage doch das Kochbuch." — Frau: „Ach, da steht immer: Man nimmt, man nimmt, aber wo man's hernirnntt, nicht." Christines Haubach II 5879 in 5898 diton d- Bl.- 5871 Dem Wirth Karl Rühl ein Sohn, Wilhelm Heinrich, Dem Hilfsschutzmann Georg Weber eine Tochter, Emilie, Dem Heizer Johannes Wagner eine Tochter, Johanna geboren geboren Maria, Denselben, den 17. Juli. Denselben, den 20. Juli. Denselben. Baden-Baden. Die Erneuerung der Loose zur 2. (Haffe hat bis zum 9. September zu erfolgen. Auch sind Karrftoose zu haben bei 5870 Julius Wallach. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 15. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 14Va9, Luft im Schatten lö1/»0. L. Ehr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. — Die Tournüre verursachte dieser Tage einer zierlichen jungen Dame in Nürnberg eine sehr peinliche Seene. Die Rückenzierde der genannten jungen Dame loste sich aus ihren „Banden" und zum sprachlosen Erstaunen der Spaziergänger kugelte — ein Muff auf die Erde, der unzweifelhaft nicht mehr neueren Datums war, wie die zahlreichen Mottenherbergeii in demselben bewiesen. Rach diesem Mißgeschicke eines ihrer disereteften Geheimnisse lief die Dame, als sei der böse Geist in iic gefahren, rasenden Laufs von der „Unglücksstätte", verfolgt von dem höhnischen Gelächter der Menge. Dienstmänuer, die sich der fraglichen Dame dankbar erweisen wollten und hinter ihr her liefen, um das verlorene Eigenthum der Betrübten wieder zuzustellen, fanden trotz ihres lauten Rufens nur taube Ohren. Die Undankbare! _ , „ _ p . — Tie Veruntreuungen, welche der frühere ^parfanen - Director Voß in Verden an der- dortigen Amtssparkasse verübt hat, find jetzt durch den vereidigten Buchhalter Wagner aus Bremen festgeftellt, sie belaufen sich auf 2,760,000 JL. Den Empfang der neuesten Regenmäntel außergewöhnlich großer Auswahl zeigen ergebenst an Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde, «etaufte. Den 9. August. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Sehrt ein Sohn, Johann Louis, geboren den 20. Juni. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Mootz ein Sohn, Heinrich Wilhelm Christoph, geboren den 29. Juli. Denselben. Dem Maschinenbauer Franz Bruno eine Tochter, Emma Emilie Bertha, geboren den 13. Juli. geboren den 9. Juli. Denselben. Dem Hilfsheizer Friedrich Niedernhöfer eine Tochter, Friederike Wilhelmine, geboren den 15. Juni. Denselben. Dem Arbeiter Johann Wagner VIII. ein Sohn, Wilhelm, geboren den 25. Februar. Denselben. Dem Amtsrichter Wilhelm Müller eine Tochter, Helene Wilhelmine, geboren den 31. Januar. Ten 10. August. Dem Cigarrenhändler Heinrich Emil Schäfer ein Sohn, Siegfried, geboren den 8. Juli. Beerdigte. Den 9. August. Wilhelm Krämer, Lackierer, alt 28 Jahre, starb den 7. August. Den 14. August. Konrad Becker, Musketier, alt 24 Jahre, starb den 12. August. Die Eröffmlnq meiner Wirthschaft in meinem neuerbauten Hanse an der Nodheimer-Straße tan der Bahnbrücke) zeige ich hiermit ergebenst an. Meyerhoff Goslar Marktstraße 4. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Aufgebote. August: 8. Arbeiter Heinrich Ohitl) in Sichertshausen mit Anna Margarethe Amend in Treis a. d. Lda. 8. Kaufmann Heinrich Boller mit Johanna Josefine Luise Henriette Roll, Tochter des verstorbenen Gästwirths Ludwig Roll zu Gießen. 10. Kaufmann Franz Gustav Wagner zu Asch in Böhmen mit Anna Georgine Katharine Christine Alker, Tochter des Zimmermcisters Johannes Alker zu Gießen. 11. schreiner Christian Wilhelm Kümmel mit Amalie Elisabeth Rösser, Tochter des Bahnarbeiters Andreas Rösser zu Marburg. 12. Hauptsteueramts-Assistent Jaeob Ludwig Melchior zu Gießen mit Anna Riarie Hiemcnz, Tochter des verstorbenen Gerbermeisters Karl Hiemenz II. zu Dieburg. Eheschließungen. August: 14. Metzger Gustav August Kreuder mit Emma Georgine Kohlermann, Tochter des verstorbenen Küfermeisters Wilhelm Kohlermann zu Gießen. 14. Bäcker Johannes Hahn mit Karoline Erb, Tochter des Schuhmacherrneisters Johannes Erb zu Gießen. Tüchtiger Agent von einer leistungsfähigen Zuckerwaaren- unb Lebkuchensabrik gesucht. Offerten unter Nr. 5871 an die Expe- Zur gefl. Beachtung. Vielfach an mich gerichteten Wünschen zu entsprechen, beabsichtige ich, vom 15. September einen Cursus im Zuschneider, und Anfertigen von Darnerr- Garderobe einzurichten. Der Cursus soll sich auf die Dauer von 5 Monaten mit wöchentlich 20 Stunden Unterricht erstrecken. Durch meine langjährigen Erfahrungen in diesem Fache glaube ich meine mich besuchenden Schülerinnen gründlich ausbilden zu können und sehe ich gefl. Anmeldungen gerne entgegen, wie ick auch zu jeder gewünschten Auskunft bereit bin. Mein seitheriges Geschäft im Anfertigen von Damen - Garderobe er- seidet durch Vorstehenves durchaus keine Veränderungen und bitte ich meine werthen Kunden, mich mit dem seither so reichlich bedachten Vertrauen auch für die Folge beehren zu wollen. Hochachtend 5890 E. Käss, Sonneullraße 12. Plakat-Fahrplan aller auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für das Sommerhalbjahr 1885 ist in der Expedition ds. Bl. sowie durch Lie Zeitungsträger a 20 zu beziehen. Geborene. August: 2. Dem Schreiner Wilhelm Wack ein Sohn. 4. Dem Metzgermeister Johann Margraf ein Sohn. 4. Dem Maurer Valentin Karl Heidelbach ein Sohn, Christoph Karl. 4. Dem Bremser Ernst Heilmann ein Sohn, Heinrich Georg. 4. Dem Hülfsführer Karl Wehn eine Tochter. 5. Dem Hülfsladerneifter Johannes Kuhl Zwillingssöhne, Emil und Gustav. 5. Dem Schreiner Johannes Euler ein Sohn, Emil. 6. Dem Schuhmacher Jaeob Heidt eine.Tochter. 8. Dem Hülfsführer Johannes Seth ein Sohn, Ernst. 8. Dem Heizer Philipp Manck ein Sohn, Wilhelm. 9. Dem Buchbinder und Schrejbmaterialienhändler Julius Hoos ein Sohn. 9. Dem Schneider Heinrich Wagner ein Sohn, Karl Adolf. 9. Dem Weißbinder Konrad Hock eine Tochter, Elisabethe. 10. Dem Hautboist Gottlieb Richter eine Tochter, Friederike. 10. Dem Badecmstaltbesitzer Georg Franz III. eine Tochter. Gestorbene. August: 7. Lackirer Wilhelm Krämer, 29 Jahre alt. 8. Karl Balthasar, 9 Monate alt, Sohn des Taglöhners Konrad Wehner. 10. Karl, 1 Jahr alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Spaar. 10. Friedrich Jaeob, 1 Jahr alt, Sohn des Feldwebels im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Heinrich Bruchhäuser. 10. Taglöhner Johannes Buß, 75 Jahre alt. 11. August, 1 Jahr alt, Sohn des Bäckers Karl Heidt. 11. Marie, 6 Jahre alt, Tochter des Kaufmanns Konrad Josef Keller. 12. Der Musketier im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Konrad Becker, 24 Jahre alt. 13. Emma Minna, 8 Monate alt, Tochter d^s Kaufmanns Konrad Josef Keller. Handel und Verkehr. Gießen, den 15. August. Auf dem heutigen Martt kostete: Butter per Prat": 14 junge »ev jen, leine Kißchen m alten wo(kn bitten » itretm «d bie rtJJ amen „S'M- ® :etwn cntgegengenonimen. it am Cbio, * tt faft na» in beinfeM hle'frnn|5f'i4,r jtunben, otf i I ito t«e' h”"tilitr Siübt. ■’ dlich- “"Ls ®eib b»'! der IwWfäfa. J ihn gßtttt M ivclbüch- L t.-^en111 e * aeluudvUx'^ , jiinn, MM --SO AS# SA Aerhksßslhe Gsenbahuen. Zum Main - Neckar—Oberhessischeu Gütertarif gelangt mit dem 1. September er. der Nachtrag I, welcher Änderungen der Vorbemerkungen zum Kilometerzeiger enthält, zur Einführung. Nähere Auskunft ertheilen die Verbands-Güterexpeditionen. Gießen, den 11. August 1885. 5864 _______Großherzogliche Direktion._______ Obtthksßsche Eisenbahnen. Nächsten Dienstag -en 18. d. M., Vormittags 9 Uhr,„ werden diverse Emballagestücke, als: Fässer, Kisten, Säcke rc., auf dem Hofe des Eentralgebäudes, gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. August 1885 5877 Die Ha«pt-Magazinsverwaltun Vergebung von Bauarbeiten. Die nachstehenden, zum Umbau deS Schulhauses in Reiskirchen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, und zwar: veranfchl. zu 1. Grab- und Maurerarbeiten 1506,69 «X 2. Steinhauerarbeiten 81,04 „ 3. Zimmerarbeiten 1017,04 „ 4. Dachdeckerarbeiten 110,93 „ 5. Spenglerarbeiten 72,75 „ 6. Schlosserarbeiten 217,60 „ 7. Glaserarbeiten 341,95 „ 8. Schreinerarbeiten 1964,46 „ 9. Weißbinderarbeiten 1122,71 n 10. Eisenlieferung 324,77 „ sollen SawStag den 22. August, Nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathhaufe zu Reiskirchen im Wege schriftlicher Submission vergeben werden. Kostenvoranschlag, Plan und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen zur Einsicht offen. Gießen, am 13. August 1885. I. A.: Der Kreisingenieur. 5872 Gnauth. Dienstag den 18 l. Mts., Nachmittags von 1 Uhr an, in dem Hause Selterswg 9t r. 2 dahier im HL Stocke werden gegen Baarzahlung öffentlich versteigert: 1 Tafelclavier. 1 Secretär, 1 Pen- dule, 2 vollst. Betten, 3 Sopha's, 3 Nähmaschinen, Commoden, Eonsol's, Kleiderschränke, 1 Weißzeugschrank, Tische, Stühle, Spiegel, Bilder und andere Haus- sowie Küchengeräth- schaften. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 15. August 1885. Engel, 5900 Gerichtsvollzieher. Keilgebotenes. Neue und g» brauchte Wagen zu verkaufen, als: Landauer, Halbverdeck, Breaks, Doka, Glaskaleschen, Metzger- u. Bäckerwagen, Oekonomiewagen, Sackische Pstüge, Jauche-Pumpen rc- rc. 5869 Friedberg. H. Ph. Romeiser. Täglich treffen ein: Lebendsrische Lachs, „ Sleinbutt, „ Seezungen, „ Hechte, „ Schollen, „ Schellfische. Reue Holländer u. Matjeshäringe, ff. ger. Rheinlachs, prima Sardellen, neue Sardinen, neue Rollmöpse, Aal in Geloe bei A. Koch, 5903 Hamburger Mschhandtung. 5863 Eine schöne englische Dogge (männlich) ist zu verkaufen- Näheres im Hotel Prinz Carl- Turnverein Giessen. Ordentliche Hauptversammlung Mittwoch den 19, August er., Abends 8V2 Uhr in der Restauration Schnell. Tagesordnung: 1) Bericht über Verein, Gau, Kreis rc. 2) Diesjähriges Stiftungsfest. 5874 Der Vorstand. Freisinnige Zeitnngslescr welche die Einführung der „Freisinnigen Zeitung“ begründet von Eugen Richter, unterstützen wollen durch ein Abonnement pro September — bei der Post für 1 Mark, (elfter Nachtrag Nr. 1886a im Postkatalog) — werden behufs Uebersendung von Probenummern freundlich ersucht, ihre Adresse durch Postkarte der Expedition der „Freisinnigen Zeitung", Berlin W., Französischestr-11/12 baldmöglichst mitzutheilen. 5889 Wer Sprache« kennt, ist resch zu iteetwft. I® Das Meisterschafts - System zur praktischen und naturgemäßen Grlernung der cn^liidjcn, franMschL», italienischen, spanischen u. russischen | Geschäfts- und Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von 1Dr. Richard Ä. Rosenthal. Englisch — Französisch — Spanisch complet in je 15 Lectionen H ä 1 JL — Italienisch und Russisch complet in je 20 Lectionen ä 1 | Schlüssel dazu ä 1 JL 50 Probebriefe aller 5 Sprachen ä 50 H portofrei. 'WLZ Leipzig. RosenthaPsche Verlagsbuchhandlung^ iiULumiMi—Mi—iwiHiiiiBi» IHMII in iiiinm— ii iiimiin11 ii iiur rirmirr Central-Kranken- und Sterbekasie der Schuhmacher und verwandten Brrufsgenosien. General-Versammlung sämmtlicher Mitglieder Dienstag den 18. d. M., Abends 8 Uhr, in Gramms Saal (Neustadt 55). Tagesordnung: 1) Regelung von Kassen-Angelegenheiten. 2) Berichterstattung von der General-Versammlung in Cassel durch Herrn Fr. Brühen-Frankfurt- 5891 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe Gattin, Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Susanne Plank geb. Fsulstich heute Nacht 1 Uhr nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebene«. Gießen, den 15. August 1885. Die Beerdigung findet Sonntag den 16. August, Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Wolkengasse, aus statt. 5881 Möbeltransport Heinr. Weidenhaas G-iessen Wallthorstrasse 13. Vervackung von GlaS, Porzellan rc. wird ebenfalls unter Garantie übernommen und halte ich mich bei eintretendem Bedarf bestens empfohlen. Hochachtungsvoll 695 H. WeidenhauS. 5878 Eine Ladenthcke zu verkaufen. Seltersweg 30. Der O o n * u m von Andel s Ueberseeischem Pulver nimmt einen nahezu großartigen Umfang an. Das kleinste Stäubchen lobtet sicher alle lästigen und schädlichen Jnsccten, worüber vielfache Zeugnisse vorliegen. 5867 Echt zu haben nur allein bei Fritz Flimm in Gießen. 5893 Rachhülse in den Elementarfächern wird während der Ferien ertheilt. Löwengasse 2. Wermietyungen. 5873 Sandgasse 46 ein kleines Logis zu vermiezhen.______________A Hotz. 5899 Ein möblirtes Zimmer zu ver- mielben._________________Alicenstraße 22. 5875] Kl. Logis, mit oder ohne Bett, zu vermiethen.____________Tiefenweg 8. 5904 Ein kleines Logis für eine ruhige Familie zu vermietben- LudwigSplatz 4. 5894 Ein kleines Familienlogis zu ver- niictben.___Bahnhofstraße 32. 5892 Der untere Stock m. Hinterhauses ist zu vermiethen. __________W. Ferber, Lindenplatz 5. _ 5882 Ein möbl. Zimmer, mit od. ohne Kost, zu vermiethen._____Lindenplatz 7. 5884 Ein großer geräumiger Keller zu vermietben_________Schillerstraße 13. oM7 Das von Frau Gertig bewohnte Logis ist bis 6. November zu vermiethen. ___________PH. Weller, Wolkengasse.__ 5868 Der untere Stock zu vermietben. __Grünbergerftraße _40. 5885 Wegzugshalber ist daS von mir bewohnte Logis, Bleichstratze 15, per 1. September zu vermiethen. L. Mrhnildt Wwr. 5*25 Eine kleine Wohnung zu ver- miethen. Neuenweg 48. Derinischte Anzeigen. 5860 Per Februar oder April k. I. wird in guter Geschäftslage ein geräumiges Ladeuloeal mit 2 Schaufenstern und kleiner Wohnung zu miethen gesucht. Adr. unter a. 8 504 an Haasenstein & Vogler, Frankfurt a M. 5901 Einen kräftigen Lehrling sucht Emil Euler, Schmiedmeffter. 5895 Ein Kindermädchen sucht Frau Plank, Kaplansgasse 2. Gesucht hübsche Wohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör in einem anstäud. Hause. Offerten mit Preisangabe unter S. 100 an die Exped. d. Bl. 5861 5862 Eine Dame aus f. Fam, tüchtig, im Haush., der engl. u. franz. Sprache mächtig, mus., sucht Stelle als Rcpr-, Gesellsch. od. z. Erz. muttert. Kinder. Vorz. Ref. Off. unl- 6. H. an die Ex- ped. d. Bl- 5888 Ein braves, gewandtes Hausmädchen, das im Besitze guter Zeugnisse ist, wird auf Michaeli von Frau Fulda, Ostanlage Nr. 6, gesucht._________________ Nachhilfestunden 5886 werden ertheilt. Näheres Neustadt 55. 5896 Gesucht für eine kleine Familie eine Wohnung von 3—4 Zimmern In gesunder Lage, beziehbar bis 1, Oktober er. Offerten mit Preisangabe nimmt die Exped- d. Bl. an.____ 5902 Eine Familienwobnung von ungefähr 7 Zimmern (womöglich mit Garten- antheil) wird möglichst bald zu beziehen gesucht. Gefl. schriftl. Anerbieten nimmt die Exped. d. Bl- entgegen. 5880] Tüchtige Schreiner sucht __Chr^Weitz. 5883 Die Taschentücher, welche am Mittwoch den 12. d. vom Wind binweg- geweht sind, bittet man beim Bleicher Herrn Schmall abzugeben.__ 5897 Für zwei Gymnasialschüler der unteren Classcn ist Nachhilfe während der Ferien erwünscht und bittet man darauf Reflectirende um gefl. Mittheilung an die Exped- d. Bl- unter Chiffre W. 734. • Partblen • sowie ganze Läger Waaren, einerlei, was für ArtiJ^pl, werden stets gegen Cassa gekauft. 5866 Offerten besorgt die Exped. d. Bl. 5859 Ein j. M-, der ft 8 Jahr- in ein. lebh. Manufactur-Herren-Gardcrobc u. Maaßgesch als Verk. u. Buchh. thütig ist, sucht veränderungsh. per 1. October 1885 oder I. Januar 1886 nettes Engagement Gefl- Off. erbittet man unter M o n t a g Abend 8 Uhr: Uebung der SpritzenmannschaN» zugeben. Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schett Druckerei lFr. Ehr. Pietsch] in Gießen. Die heutige Rümmer enthält 2 Blätter und 1 Brilage. M! Erh-bwg W wie »eit eine c Die ooi MMcknz er und H eingeladen. Großhei Großherzogthm Äreiäamtem, bei nerben und von ergebene Ersuche auch die Vorstiü rieten Untersucht Fragen abgegeb> Darn Der B bärtigen, l stattet hat, bi taijtuiwn. bit biiben Staai inbeffen wird ma bei Oesteren etöi Mt dchrachen u 'dem Arsten Bitz der Mammentu tetatanter Weise Reiche und der Haltung bei eun Varziner tzntrer Diesjährigen der Gast bes ' Samstag auch denz unb diese ne spricht alle« land unb OH M einem 'amnienkunst i; J” Äremfier, nu deni Leiter der Sufamme Oie Berm daß 6 muß, Sjüüx bie Ä tütb t ,a»bs j^S deg 10 [‘.N