1885 Sonntag den 15 März Nr. 63 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Vttveaur Schulstraße 7. brnct auf baS „ans« Hau«. Buch von d-n Tribünen moni-n ^^. -- HSndkklatfch-u, so daß bet Präsident bei einer Wiederholung die fvwmg. -»au S«ld' Erstes Blatt *^M.'** --«nert*«n® Mnal-S - 20 j6 !> 0 tiÄ: Hau« in. ™ $ "tz.S 3 Pferde,. 2 Kühe, 1 Rind, 1 MilpiMM W-giih t einspämiige Sßagen, &u< Stroh iitib fonfligt h unb MMstrgniih, Barzahlung verweigert, ibn, ben 12. Mär, IW. Der Vox« L. Peusä I * -Jl W ' ' 6 m1 M. - u " m ii hinter der Aufregung des Hauses gingen die erst Redners, Abg. Gras Behr, her bte SUnhäae einer «atM ffluftrirte, »-twwn^e^ Aba. Winbthorst vermochte für seine Rede die Ausmerksamkeit des H 1 b ,u gewinnen. ®r bezweif-lt. daß Deutschland, inmitten neidischer(Nachbarn Men» deßhalb gsvöchtgt, eine schwere Rüstung zu tragen, an Mannschaften und G N genug ist. um überseeische Colonien zu v-rthEgen. Weri bürgt«M «« England, dessen Bez ehungen m uns ja noch kürzlich „in bell.» Flammen 0 immer auf dem alten guten Fuße st-b-n und etwaige DF-r-nje«in «t fo W « hanbtfo, w e es geschehen ch. — Wo liegen omn die Schwierigretten: ,ur^ v Und F'ar.kceich? Nur in den Colonien! Eine weise Colontalpol'.t k werde au« om C.ntrumÄttt werden. Mag der Kanzler ruhig an die Natton aoo-Mr.v, ab mir rrrht ödhßn haben bte Wühler würden dankbar sein, daß man stD oanuu, L kda? °oh?n d^Rels- Ä und was st- kostet. ,Di- C-ntmmspa ei ist für eine gesunde, d-ftändlze. bedächttg- Colonialpol ttf ebenso begeistert, wie iwerjp X werden uns aber nicht durch billige Redensarten h'N"Wn lassen. HarMgtift. Üb-r ben stch der Reichskanzler b-kiagi, ist von ihm selbst geschan hat groß? Parteien gehabt und ste verbraucht, ndem er sie 6c68“el"a"bctMeUmattetet ihr Regierung hat habet b*e Leitung verloren, sie wartet ^un ab was die o bruaev. - Die Hauptsache her Wirren ist aber der CuUmka^ Fürst Bismarck allem ist; so lange er stch nicht entschsteßt, diesen auszugev niemals solch ein „Elan" tm Volke entstehen, wie 1870. Morgen wird die Debatte fortgesetzt. erhalten. m „Reuter'schen Bureau-.") Das Kriegsdepartement bat Befehl ertheilt, daß die Arsenale in Bombay und Bengalen Mumtron aller fcw S« 8=- »««»!« 1“ Armeen Cmvs aetroffen werden, jedes in einer Stärke von 2ö,UUU Mann jn fanterie, 8000 Mann Kavallerie und 90 Kanonen. Von der Admiralität wird » W6moutice e*», sei vereinbart daß die Unterredungen zwischen Granville und Herbert Bismarck einen vertraulichen Charakter haben, die Resultate, welche sich aus denselben ergeben hätten ^würden in ähnlicher Weise ausgezeichnet unb dem Parlamente ° ± isHnjtrio frant? ferner qh ob öuf dör mestüfriEünifchen (Son* fe°ren7die Mächte Mreingekommm seien, ihre guten Dienste bei den Territorial- Mächten an der Küste aufzuwenden, um günstige Bedingungen sur den ENstt M's innere m erlangen und ob daraus hinsichtlich Zanzibars sich ergebe, daß von ftemdm Mächttn ln das Innere eingesührte Maaren zollfrei zugelasim würdm während britische Maaren noch dem vertragsmäßigen Sprocenttgen Zoll untertteacn ^Nbmaurice erwiderte, daß die Mächte übereingekommen seien, ihre guten Dienste aukuwenden, um günstige Bedingungen für Transitwaaren zu erlangen der bri Me Handel sei durch die Meistbegünstigungs-Klausel in dem Vertrage' mit Zanzibar von 1839 völlig geschützt. - Gladstone erklärt, mittelst divloma iicker Corresvondenz sei ein Abkommen mit Rußland getroffen, °°hm- achend" daß vorläufig weder die Ruffen noch die Afghanen weiter vorruckem geyeno, vas voriaung ^legramm des Generals Brräre de lJsle aus Ät von gestern meldet, di- Chinesen hätten, als fi- chnEndungen durch di- Franzosen jenseits Langson bedroht sahen, Thatke geräumt und ferm über die Grenze nach China rurückgegangen. Cambodscha voll- — Der Gouverneur von Cochinchina telegraphirt, aß Anführer kommen ruhig sei. Die Banden Sivothe'S feien zerstreut, sein erster einiuy ^"^Stürmischer, ftcb immer wiederholender Beifall folgte ^Esen mit erhobmer Stimme gsiprochrnen Worten; eine minutenlange terbreÄtßrten* Bravorufe und hrcd auf das oatue Laus. Auch von ben ^rtbünen erio n -oj 13. *» Di- »** Wft**gjS£Ä für ihre Veranstaltungen zu Gunsten der Vsrunglu en ***-D>- >»«-- •s,’,ÄäX5 * Hongkong, 13- l 9 sg(ef als Kriegs-Contrebande ««-'« •**“* - - ’Ä.«., ,3 XnrtatUTr,’s-'wg.n11 ?S^a übergeben werden, falls die Russen weiter vorrucken. E" über England verächtttch sich äußernden Artikel, wogegen der englische Gesandte bei der persischen Berti«, 13. MS,. I d-r Domoi---Sub°miioo°o°iiage^bei °uß-r°r^niIich^st Subvention für fö °«°nn.«'Sut bet TA dt- -s-aMW-T-M 1,760,000 auf 15 Jahre bewilligen will. . Reoiciunosvorloge, Abg. Rintelen die Bott»lLge bei C-ninims. Von der °°^-nC°!on'oiv°ltt^h^ wü°b-n hoffte Dölkerfrieden sicher nicht entwickeln. Widerstand dcS Ceu- ».°S°,!LkLN'NÄ.L«sL.S'.-:,L'L äs* “ mwssst »sKite « roffen, durch die gLsawmelten Erfahrungen auch Dtti i LopbL.tz gepolstert,M tu vertatrfen. «othenherger/ »W - Frledrieh Le» Gielt»». ü )ecialität:Cflflfe. aalt dck Hiitl MIM *- xMkk, *5 i»®Lr lice-Schule für Frauenbildung und Erwerb. Qltnt SRi'htrfm hi>r nut «4« h.» 1 O S anrtvn,ntÄ 1823 Der Borstand gemacht worben find. Die Arbeitgeber find hiernach gehalten, das Verbleiben ihrer Arbeiter in den Hilfskassen streng zu controliren. Das Kuratorium: gez. o. Wurmb, Regierungspräsident in Wiesbaden- i "Än< Lokales. Gießen, 14. März. Verzeichntß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen vom 1. Quartal 1885. 1. Montag den 16.März, Vormittags 9Uhr: Angeklagter Heinrich Döll II. von StiedersOhmen wegen Körperverletzung mit tödtltchem Erfolg. StaatsanwaltS- -efchSste: 1. Staatsanwalt Zimmermann, Staatsanwalt Jockel, Gerichts-Assessor Seegejr. Vertheidiger: Rechtsanwalt Batst. 2. DtenStag den 17. März, Vormittags 8Vs Uhr: Angeklagter Heinrich Heister von Haingründau wegen Meineids. StaatSanwaltSgeschäfte: Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Gutsletsch. 3. Mittwoch den 18. März, Vormittags 8*/r Uhr: Angiklagter Christian Klein von Heisters wegen Meineids und Betrugs. StaatsanwaltsHeschäftt: Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Or DiUmar. 4. Donnerstag den 19. März, Vormittags 8VrUhrr Angeklagter: Pollhilfsbote Ludwig Schäfer von Watzenborn wegen Verbrechen im Amte. Staatsanwalts- geschäfte: Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Rechtsanwalt 0r. Schwarz. 5. Freitag den 20. März, Vormittags 8se Marie, geboren den 31. December 1884 Denselben. Dem Schneider Albert Wiskow ein Sohn, Albert Arnold Wilhelm Emil Karl, geboren den 29. Januar. Denselben. Dem Fuhrmann Johann Georg Wild eine Tochter, Wilhelmine Phtlippme, geboren den 10. Januar. Denselben. Dem Kaufmann Eberhard Metzger ein Sohn, Eberhard Marti« Friedrich Caspar, geboren den 28. Januar. Beerdigte. Den 8. März. Elisabeth Lyncker, Dienstmädchen in Hungen, alt 29 Jahre, gestorben den 5 März. Den 9. März. Wilhelm Nagel, Schlofsermeister, alt 70 Jahre, gestorben ben 7. März. Den 10. März. Karl Noll, Schlossermeister, alt 34 Jahre, gestorben ben 8. März. Den 11. März. Marie Wtlker, geb. Klös, Ehefrau des StaatSanwaltSgehilfea Karl Wilker, alt 58 Jahre, gestorben den 8. März. Den 12. März. August Reuntng, Rechnungsrath, alt 69 Jahre, gestorben ben 9. März. Den 13. März. Christiane Röber, geb. Senner, Wittwe bc6 verstorbenen Kauf- tnannB Georg Röber, alt 78 Jahre, gestorben ben 11 Marz. 9 Uhr beginnenden Prüfung der Schülerinnen, welche den Cursns zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen besucht haben, werden die Eltern, Freunde und Gönner der Anstalt freundlichst eingeladen. Die Arbeiten der Schülerinnen sind am Mittwoch den 18 und Donnerstag den 19. März, von Morgens 9’/2—121/2 und Nachmittags von 2'/-—5Vz Uhr, in dem Vereinslccale ans dem Asterweg ausgestellt. Die Curse des Sommerhalbjahrs beginnen am 13 April 1885. Anmeldungen nimmt entgegen 1828 Vermischte-. * Ein eigenthüml'ches Natnrerelgniß wirb aus bem Stom-Creek-Thale bei Neu-Philadelphia berichtet. Doet stand an einem etwas steilen Abhange ein sehr dicht bewachsener Wald. AlS es jüngst stark fror und gleichzeitig regnete, behängte sich Zweig um Zweig und Baum um Baum mit E.s, btS zuletzt Baumzweiae und Eis io wett der Wald ging, eine solide, selbst dem Regen undurchdringliche Masse bildete' die mit jedem Regentropfen größer und größer und endlich für die Bäume zu schwer' wurde. Wie auf Commando beugte sich der ganze Baumschlag thalabwäits und stürzte in sich selbst zusammen. Der etwa 40 Acker Land umfassende Wald war innerhalb weniger Augenblick»! olS solcher vom Erdboden verschwunden. Jugendfreund, Dem geehrten Publikum zu wiederholter gefl. Nachricht, daß sich unsere Sammelstelle bei dem Vorstandsmitglieds Herrn Gustav Gerhardt am Lindenplatz befindet, woselbst auch Karten für neu eintretende Mitglieder zu haben sind. Der Vorstand. Handel und Vergebe. Gießen, den 14. März. Auf dem heutigen Markt kosic^ Butter per Pfund 0.85-0.90, Hühnereier pr. St- 5—0 H, Enteneier St- 5—6 Gänseeier 11—12 Ä Käse pr. Stück 4—10 Käsematte 3—0 H, Erbsen pr- Liter 20 Linsen 28 A Tauben per Paar 0,90—1,00 Hühner per Stück X 1.20—1.50, Hahnen pr. Stück JL 1.20—2.00, Enten per Stück 2.00—2.40, Gänse per Pfund 00—00 Welsche JL 00.00—00.00, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 4, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 64—70 Kalbfleisch 48—50 Kartoffeln per 100 Kilo Jü 3.50—500, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Centner JL 5.00-0.00, Weißkraut pr. Stück 0-0 H. tzierung Beschwerde erhob. Die Zeitung hat sich in Folge dessen entschuldigen müssen. Loudon, 13. März. Bei der Debatte über die Nachtragscredite für den diplomatischen Dienst erklärte Gorst, England sollte kein Opfer scheuen, um die Sympathien Deutschlands zu gewinnen- Unterstaatssecretär Ashley desavouirt das Auftreten Meades in Berlin, zu dem er nicht autorisirt gewesen sei. Der Premier Gladstone sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Depesche des Reichskanzlers Fürsten Bismarck vom 5. Mai v- I. der Regierung nicht mitgetheilt worden sei- Sie hätte jedenfalls die freundschaftliche Aufmerksamkeit gefunden, die sie verdiene- Was Deutschland betreffe, so wünsche er (Gladstone) in ferner Zuneigung für dieses Land hinter Niemanden zurückzustehen; er könne sich aber der Behauptung Onslow's nicht anschließen, daß es eiteles Bemühen fär England wäre, seine Stellung in Europa und den übrigen Theilen der Welt ohne Deutschlands Freundschaft zu behaupten- Er sei nicht bereit zu sagen, daß die Freundschaft irgend eines Landes für England nöthig fei oder nöthig gewesen fei (Beifall), aber abgesehen davon, wolle er erklären, daß er hinter Keinem in der Werthschätzung dieser Freundschaft zurückstehe (Beifall). Er glaube, ein Schriftwechsel über die Colomsntionspläne Deutschlands würde nie stattgefunden haben, wenn Fürst Bismarck nicht wirklich geglaubt hätte, daß seine Depesche vom 5. Mai v. I. der englischen Regierung mitgetheilt worden sei. Was das Colonisirungsproject Deutschlands angehe, so gäbe es nur zwei Beschränkungen, welche die Regierung demselben auferlegt zu sehen wünsche, erstens nämlich, daß Deutschland dem Völkerrecht insoweit entspreche, daß seine Colonisirungen nicht einen nominellen und illusorischen Character hätten, sondern bona fide erfolgen, und zweitens, daß Deutschland den Gesetzen der Gerechtigkeit und Menschlichkeit entspreche und die Colonisirung mit der gehörigen Rücksicht auf die Rechte und Interessen der Eingeborenen geleitet werde. Ferner sei England verpflichtet, darauf zu sehen, daß vernünftigen Forderungen unserer Colonien billige Gerechtigkeit gewährt werde- Deutschland habe zu prüfen, bis zu welchem Grade es fein Interesse sei, eine colonisirende Macht zu werden. Was England angehe, so dürste es Deutschland hierbei nicht mit scheelem Auge begegnen- Man dürfe nicht die Besetzung des einen oder anderen Punktes in krämerhaftem Geiste besprechen, um mit scheelem Auge das zu betrachten, was nicht England zufiele. Er sei der Ansicht, daß sowohl politisch als auch principiett kein schwererer Fehler seitens Englands gemacht werden könne, als solche Laune vorherrschen zu lassen. Werde Deutschland eine colonisirende Macht, so rufe er ihm Gottes Segen für seine Bestrebungen zu, er werde Englands Bundesfreund und Genosse sein zum Segen der Menschheit- „Ich begrüße seinen Eintritt in diese Thätiakeit und werde es erfreulich finden, daß es unser Genosse in ber Verbreitung des Lichtes und der Civilisation in weniger civilisirten Gegenden wird. Es wird bei diesem Werke unsere herzlichsten und besten Wünsche und jede Ermuthigung finden, die in unserer Macht steht." (Lebhafter Beifall.) Mndwirthschaftsfchute )u Weitburg a. ö. Mn. Oeffentliche Prüfung zum Schluß des Winter-Semesters 31. März. Beginn des neuen Schuljahres 16. April. Die Abgangszeugnisse der Anstalt berechtigen zugleich zum einjährig-freiwilligen Militärdienst. Anmeldungen bis zum 12. Avril an Matzat in Weilburg, welcher auch Programme (kostenfrei) versendet und wertere Auskunft ertheilt. I8arnunst. Personen, die mit Brust-Catarrh, Husten und Halsweh behaftet sind, sollten in ihrem eigenen Interesse stets ausdrücklich das Lo eflund'sch e Malz- Extra ct und die ächten Malz-Extact-Bonbons von Ed. Loeflund in Stuttgart verlangen, es sind das die beliebtesten und wirksamsten und in jeder Apotheke in Original-Pack ung zu haben- 1824 3n öfemüW'J i'i bie'%nb Ävandet Wr »s'S bÄeMt ves AWs Pekari «WM ' Ar Postfrei 5tret „ W elnu MW »Ä» , mr, VIII der Ala WMgungsmasse fit nicht in eiMM Wenden eyernen mir m dichte Bleo iur Beförderung m IV. 1) Die Bestimme Anlage v tum $ 1 ihinter dit ZW IX de „ iehe unter Nr. XXX 2) In Nr-XXXV : dm Worten „Holmahn „iorou die durch Vern teumrWanden, Harz Stoffen mit lockeren t hergestellten Maaren^ 1) In Nr. XXXI d S 48 ist hinter den N derartige Gegenstände" „lwegen gebrauch Absatz 3)". 2) Am Schluß berfe. als Absatz 3 folgende S nehmen: .Hekauchte Put itfttn, bidjt oestch Giften ober Transport jugelafier, Gießen, den 13. März Dütttton der bifrnbahn DvMttStag, de W B-MtzS 9 H ■ das Ewjch 1885 -Wmfi mßeigttt i dkS । di-wW M * Reich« m * ®rri^teti wn N” unb d wftWiifinl . „ f* bin 14. $ Bürgern . Hchverl M-LL "Gigm ' ®cm A «6,-51*' ■1,-1 $ I- 30 3 ' 8 rmSSy 1/3. ' 20 Zum Besuche der am Mittwoch den 18 d. Mts, Morgens : J30rtQ. l|ei: 13; C ßeainnp.nhpn hör vMofA» h^M f'vitrVitfi iur jum Und D 11 LMU Eingesandt. Gießen, 14. März. Arn vorigen Mittwoch führte Herr Lehrer Lehr in Gegenwart einiger Mitglied« beß hiesigen Turnlehrer-VeretnS das Turnztel ber oberen Klftsen ber höheren Töchterschule mit ca. 32 Schülerinnen vor. Zuerst wurde Umrethen des RethenkörperS ausgeführt. mrt Rechts-, LtnkS-, Vor- und Hinterrethen und Nebenreth-n mit Schottisch, Hüpfen, sodann Ordnungsübungen mit Wtegenfchritt, Wtegenhüpfen, Schwenkhüpfea, Kreuzhüpfen, weiter noch Schwenkhüpfretgen, Canäretgen rc. Die Ausführungen waren sehr präctS und machten den angenehmsten Eindruck auf die Zuschauer. Man konnte sich hier wieder überzeugen, wie gerade beim Mädchentumen das Schone mit den- Nützlichen verbunden werden kann ES ist keine geistlose Spielerei, sondern ein geistige- Erfassen von Uebungen, die darauf berechnet sind, durch Bewegung die körperliche Aus, btlbung in barmontscher Weise zu befördern. Schade, baß bte Musik zu ben fleißig etngeübten Reigen nicht auf einem Klavier gemacht werden kann, cs stört unb macht keinen angenehmen Eindruck, wenn der Lehrer bte Violine bazu spielt. Vielleicht läßt eS sich ja bet ber Turnschau, worauf wir bte Eltern unb Schülerinnen und Freunde des Turnens ganz besonders aufmerksam machen, ermöglichen. Herr Lehr wird h'er, wie tn früheren Jahren, die verschiedenen Arten unb Stufen beS Mädchenturnens vorführen. Dem Vernehmen nach ist für die Turnschau des Realgymnasiums eine Musikkapelle bestellt. __________________________ — Zu denjenigen Geschäftsbrauchs, welche auf bte Bezeichnung „Kunst" Anspruch machen können, ötrbtent auch baß Marmor- irnd Steinmetz - Geschäft des Herrn Emil Kalbfleisch, an ber Grünbergerftraße hier, mit vollem Rechte gezählt zu werden. In einem eigens dafür neuerbauten Locale führt genannte Firma ihre Erzeugnisse tn geschmackoollem Arrangement bem Beschauer vor Augen unb ist btefdbe zugleich durch ein reichhaltiges Lager in ben Stand gesetzt, bte weitgehenbstm Ansprüche befriedigen zu können. 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Wegen Herstellungsarbeiten am Stadtringgraben bleibt dessen nördlicher Wasserzufluß nächsten Montag und Dienstag abgesperrt. Gießen, den 14. März 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________A. Bramm._______________ 1834 Bekanntmachung. Die Realschulgelder pro IV. Quartal 1884/85 — Janur, Februar und März — können innerhalb 14 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten an den Unterzeichneten bezahlt werden. Gießen, den 14. März 1885. Der Realschulkafferechner: 1856__EnderS, Stadtrentmeister._______ Kleinkindcr-Vervahranstalt. Von nächster Woche an werden die Beiträge für unsere Anstalt pro 1. Vierteljahr d. I., mit denen zugleich der Gesammt-Jahres-Beitrag gezahlt werden kann, erhoben werden durch unsere Vereins-Dienerin Elise Werner. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden der Anstalt mittheilen, richten wir an dieselben die herzliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freund- lichste Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für mehr als 200 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen und sind zu ihrer Unterhaltung zumeist auf Liebesgaben angewiesen. Gießen, den 13. März 1885., Der Vorstand der Kleinkittder-Bewahranstalt. ____________________Dr. Naumann, Pfarrer._____________________ Das Adressbuch der Stadl Giessen für* 1885 ist nunmehr erschienen und wird den geschätzten Subskribenten nfis Haus geliefert. Eremplare desselben siud ä 3 Mark in der Expedition des „Grsßensr Anzeiger" zu haben. Suskiaei bei Neustaedtel, Rg.-Bz. Liegnitz, den 25. März 1884. Herrn H P. Beysqhlag, Augsburg. Nachdem ich seit 8—9 Jahren Ihre Augsburger Universal-Glycerin-Seife in Gebrauch habe, kann ich nicht umhin, Ihnen wegen der Vorzüge Ihres Fabrikates meine Anerkennung auszusprechen. Seitdem 'ich diese Seife kenne, habe ich andere nicht mehr benutzt, und finde ich, dass dieselbe wegen ihrer Milde beim Gebrauch allen anderen Seifen vorzuziehen ist. 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Ruckstuhl I., 1862 Zimmermeister. b. 18 drv ftu Ä'3 :ä*S-s rSpS ^turnen bo8 sar ) Lr9nc Mdti ta, <5 “ '“H »es NealgWnüstllms tk Tteimneh > ©n'ffiäh j n 6(» Dllte IM S? J®1 dlugen und ist b* wckschevdstkn Achch W? Ust. w. geben relilij nen oachkenntvib und können x IW Husten und Halsweh behch öch dasLoeflund'scheMal ons von Ed. Loeslund c und wirksamsten und in jch L ebt Wrtt W Mtter per PiL i- ö-6 4 &änfeciet 11-12 j pr. Liter 20 Linsen 28 J 11.20—1.50, Hahnen pr. W Der Pinnd 00-00 M tuh- und Rindfleisch 56—Al i rcüMfch 48-50 4 MO -16 Zwieöe/n per gente btt Stadl W». i e t n b t. Bäcker dahier und MMch ?necht^Mm und MMh Martin Smenb tn CliwW. meister in Gteßm und SAck SagnrrmetfterS Jdtitld) M* I (f0 tob* «*"ls üjMlbtr eine Ml«. ®»* dm rot». Wm« j, goto, Slb'-t »niolb ®* । Bilb dne MA liir dnCM nt« to 81129 * ^ 70 3**^ . „t 34 3* " hule .... u»*. «*; '... r„ *** SbttheMe Siftnbabmn. In Gemäßheit der vom Bundesrath in seiner Sitzung vom 12. Februar auf Grund des Art. 45 der Reichsverfassung gefaßten Beschlüsse treten in den Bestimmungen des S 48 des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands und der Anlage D jU diesem Paragraphen folgende Erlangungen und Abänderungen mit dem 1. April d. I. in Kraft: Die Bestimmung im § 48 unter B 2 erhält als Absatz 3 folgenden Zusatz: Als geldwertbe Papiere im Sinne des Absatzes 1 sind nicht anzusehen: gestempelte Postkarten, Postanwei- iungsformulare, Briefumschläge und Streifbänder,Postfreimarken,Stempel- boaen und Stempelmarken, sowie ähnliche amtliche Werthzeichen. II. In der Bestimmung im $ 48 unter B 3 sind hinter „Kunstgegenstände" die Worte „auch Antiquitäten" einzuschalten. In Nr. VIII der Anlage D zum § 48 ist als Absatz 2 folgende Bestimmung auf: zimehmen: Gebrauchte eisen-oder manganhaltige Gasreinigungsmasse wird — sofern sie nicht in eisernen Wagen mit festschließenden eisernen Deckeln (sogen. Sargwagen) zur Aufgabe gelangt — nur in dichte Blechbehälter verpackt zur Beförderung übernommen. IV. i) Die Bestimmung unter Nr. IX der Anlage D zum § 48 ist zu streichen und hinter die Zister IX der Vermerk zu setzen „siehe unter Nr. XXXV". 2) In Nr. XXXV a. a. O. ist hinter den Worten „Holzspähne rc." einzuschalten : „s-wie die durch Vermischung von Petro- leu.mrückständen, Harzen und dergleichen Stoffen mit lockeren brennbaren Körpern hergeftellten Waaren". v. 1) In Nr. XXXI der Anlage D rum S 48 ist hinter den Worten „und andere derartige Gegenstände" einzuschalten: ,,(wegen gebrauchter Putzwolle vergl. Absatz 3)". 2) Am Schluß derselben Nr. XXXI ist als Absatz 3 folgende Bestimmung aufzu- nchmen: „Gebrauchte Putzwolle wird nur in festen, dicht verschlossenen Fässern, Kisten oder sonstigen Gefäßen zum Transport zugelassen/' Gießen, den 13. März 1885. 1836 Großh. Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen. Donnerstag, den 19.1. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen für das Etatsjahr 1885/86 im alten Rallhhause versteigert werden: das Kleinmachen des Brennholzes für die städtischen Gebäude, das Reinigen der Oefen, das Errichten von Schutzgeländern in der Lahn und die Aufräumung von Fluthgräben in der Gemarkung. Gießen, den 14. März 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1878 Holzverkauf. Samstag den 21. d. M., v. 8 Uhr vd, wird im Locale der Wirthin Schneider in Dorlar aus d. Gem. - Waldbezirken Dollar versteigert: J- ans Himberg, Königsstuhl, rechter Lahnsette: Men: 19 Stämme 3,4. El. — 10,36 fm 6 rm Scheit, 3 Stöcke, 136 Reiser; ' Buchen: 20 rm Scheit, 13 Schtkpl., 14 rm Stöcke, 628 rm Reiser; Achten: 2 Stämme 3/4. Cl. — 1,37 fm 20 rm Rester; sodann 566 rm gemischte Reiser, 62 rm Ginster und 12 rm Haide. H. Spitzenberg, Jommersberg, linker tahn feite: kichen: 40 Stämme 3/4. Cl. — 8,43 fm, 10 rm Pfahlholz, 20 rm Derbholz, 164 rm Reiser; Arten: 6 rm Nutzholz, 2 rm Kppl.; liefern: 26 Stämme 3/4. El. — 5,43 fm, 55 Stangen 1/3. El. — 2,94 fm, 8 rm Nutzholz, 20 rm Derbholz, 150 rm Reiser; Gemischte Reiser; 1351 rm; Dörner 130 rm. Stamm- und Nutzholz kommt zunächst liim. Ausgebot. C rofdorf, den 13. März 1885. 1840 Der Bürgermeister: Colnot- Gesucht 1800 (in intelligenter und zuverlässiger Mann, K sich als Vorarbeiter imb Aufseher mLificirt- Gute Zeugnisse verlangt. Auskunft erheilt die Exped- d. Bl. Obstbäume. Circa 2000 höchst. Zwetfchen, Aepfel und Birnen sind zu verkaufen in der Handelsqärtnerei von 1868 ___________Carl Berger. Vandwirthsch. Focalverein Gießen. Sitzung Mittwoch den 18. März, Nachmittags 5 Uhr, im Cafe Schnell. 1877 Der Borstand. 1882 Einen Haufen Mist zu verkaufen. Karl Hüttenberger. 1873 Sonntag den 15. März, Abends 8 Uhr 1845 Herz Schulhof Gieß en, den 15. März 1885. billige Preise. 1851 _ sage ich hierdurch innigsten Dank. 1859 ^„BangewerMnle. I11 hau ißotenth. blllin. Hon. 75**L.Ratbk 1876 Wohnung von 3—4 Zimmern, Küche :c. vr. 24. 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