die ergebe iS 2521 Optiker. TvW\ a 0 RT - T__ •LLEN " Y xl L, bei U-Mtn pter uni W« Löwengasse. erflintW itid) M°«> 'ch Süimtn tit Amme | Mt Ä «t: M fcta W t\t ju liiW K men, LoMck egenesE -Möglich mit r SÜnst'gen M lucht- Omrtm - 1,90 an die - verbeten. gonntnff^Li inberto^ lütweidai, 5^^—* \ ttilenr-Schah •Schale. Uht frei- — _ SG l.Dao>e> hhüte ^aram' iei eintlk Rx. 85 Dienstag den 14. April 1885 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. B«re«n - Schulstraß- T. Erscheint täglich mit «us-iahm- des Montag«. ^"ch*df-"Pust^bczög-n vierteljährüch ~ Amtlicher H ö ei t. Betreffend : Das Gesetz über die Erbschafts- und Schenkungssteuer vom 30. August 1884. Gießen, am 11 April 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach der in Nr. 3 des Großherzoglichen Regierungsblattes vom 30. März l. I. erschienenen Instruktion zur Ausführung obigen Gesetzes haben die Standesbeamten über die innerhalb eines Monats vorkommenden Sterbfälle eine Sterbfallsliste zu führen und dieselbe in den ersten zehn Tagen de« folgenden Monats an Großherzogliches Erbschastssteueramt einzusenden. Sie erhalten mit nächster Post je drei Formulare zu den fraglichen Listen- Weitere Formulare können in Zukunft durch uns bezogen werden. Dr. Boekmann-________ Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. " Gießen, am 11. April 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglicben Bürgermeistereien beziehungsweise die Localpolizeibeamten. Unter Bezugnahme auf § 368, pos. 2, des Reichsstrafgesetzes und resp. Art- 80 des Feldstrafgesetzes empfehlen wir Ihnen, in Ihren Gemeinden zur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffentlich aufzufordern, daß gegen Diejenigen, welche dieser Auf- sjorderung nicht längstens bis zum 20. k. Mts- entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzstellen Anzeige erhoben, sowie die Vertllgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. , r w ' r, ’ . „ Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, so daß die Säuberung bis zum 30. k. Mts. überall vollständig aus- geführt ist- Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368, Nr. 2 des Stras-Gesetz-Buchs zu erheben- Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern aus Gemeindekosten alsbald veranlassen. vr. Boekmann._______ Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 11. l. M., enthält: (Nr. 1597.) Gesetz, betreffend Abänderung der §§ 12, 16 und 19 des Gesetzes, betreffend die Erhebung der Tabaksteuer (Reichs-Gesetzbl. S. 245). Vom 5. April 1885. (Nr. 1598.) Gesetz, betreffend Postdampfschiffverbindungen mit überseeischen Ländern- Vom 6. April 1885. (Nr. 1599.) Allerhöchster Erlaß, betreffend die Aufnahme einer Anleihe auf Grund der Gesetze vom 16. Februar 1882. (Reichs-Gesetzbl. S. 39) und vom 16. März 1885. (Reichs-Gesetzbl. S. 74). Vom 30- März 1885. Gießen, am 13. April 1885. Großherzogliches Gichen. Dr. Boekmann. ______________________________________ Gießen, 13. April. Wenn man nicht ganz genau wüßte, daß in den englisch-russischen Verhandlungen über die afghanische Grenze vorerst lediglich eine platonische Frage, nämlich die Ausdehnung der Studienzone der Grenz-Commission, nach allen Regeln der diplomatischen Kunst abgehaspelt wird, so könnte man an dem guten Ausgang irre werden. Die englische Presse bestätigt die Meldung der „Kölnischen Zeitung", welcher wir in Nachstehendem entnehmen, daß die britische Regierung den sachlichen Inhalt der russischen Antwort für unannehmbar befunden und das Petersburger Cabinet von dieser Thatsache in Kennt- niß gesetzt hat. Selbst der „Standard", welcher als der geborene Vertreter des baumstarken Menschenverstandes der englischen Raffe jüngst des ewigen Kriegslärms müde den Ruffen gar artige Dinge gesagt hat, stolzirt heute wieder in Wehr und Waffen daher und meint, die Verhandlungen seien zwar nicht vollständig zusammengebrochen, aber die Beziehungen der beiden Negierungen hätten doch einen äußerst kritischen Punkt erreicht. Auch die englischen Minister gefallen sich diesmal nicht in jenen Beschwichtigungen, welche wie das Klappern zum diplomatischen Handwerk gehören. Sir Charles Dilke betonte vielmehr auf einem städtischen Festmahle in Edinburgh die großen Schwierigkeiten, welche die gegenwärtige Regierung zu überwinden habe, Schwierigkeiten, welche weder durch ihr Verschulden veranlaßt worden, noch durch Klugheit und Vorsicht vermieden werden konnten. Daß die Verhandlungen an einem tobten Punkt angelangt sind, erklärt sich zum Theil allerdings aus rein äußerlichen Verhältniffen. Vor Allem wartet man in London wohl mit Schmerzen aus den Bericht Lord Duffe- rin'S aus Rawul-Pindi. Der Emir von Afghanistan versteht sich offenbar auf seinen Vortheil und stellt um so höhere Preise, je mehr Werth die Engländer auf seine Freundschaft legen; da geht das Geschäft denn nicht so glatt ab, der größte Stein des Anstoßes aber liegt denn doch wohl anderswo. Das Selbstgefühl des englischen Volkes, welches in den letzten Jahren durch so manche trübe Kunde erschüttert wurde, lechzt nach einer soliden Nahrung. Wohin der Brite heute blickt, sieht er schwarze Wolken, im Sudan hat das heiße, mörderische Klima und der Leichtsinn in der militärischen Führung sich mächtiger erwiesen, als die kaltblütige Tapferkeit der englischen Soldaten, und in Europa hat England sich durch eine lange Reihe von Schnitzern die ehemaligen Freunde entfremdet. Da wankt zuletzt selbst das gesunde, auf breiter Grundlage sestge- jügte Selbstvertrauen dieser weltbeherrschenden Rasse und lugt nach neuen Hoffnungs-Sternen aus. Nun hat sich Gladstone noch immer in erster Linie als rin Taktiker erwiesen, der auf den Pulsschlag des Volkes, die Stimmungen und Strömungen der öffentlichen Meinung die weitgehendste Rücksicht nimmt, Gladstone hat allerdings den Strom, auf dem er zu schwimmen liebt, durch seine stammende Beredsamkeit wiederholt zu erregen gewußt; aber gerade in den letzten Jahren hat die Beobachtung meistens ergeben, daß Gladstone nicht schob, sondern geschoben wurde. Um dem verletzten Ehrgefühl des englischen Volkes ü>ie langentbehrte Befriedigung zu gewähren, mußte Gladstone in jüngster Zeit .eine ungewohnte Entschlossenheit entfalten. So ließ er in Indien und England gegen Rußland rüsten, um das durch die journalistische Kritik geschwächte Machtansehen Englands wieder herzustellen, so zeigt er in Egypten durch Unterdrückung eines vielgelesenen französischen Blattes den Franzosen die Zähne, um seiner alternden Volksthümlichkeit neues Blut zuzuführen. Das Alles vollführt der Mann, dessen Freundschaft für Rußland und Frankreich einst bis zum Mond hinanzureichen schien. Von diesem Standpunkte aus ist Gladstone's Halsstarrigkeit in den Verhandlungen mit Rußland wohl zu erklären, wenn auch nicht ganz zu rechtfertigen. Wo die Gewehre auf beiden Seiten geladen, die Bajonette aufgepflanzt sind, da kann gar leicht der Flintenschuß eines Uebereisrigen Unheil anrichten. Nach einer amtlichen russischen Meldung haben sich in oer Thal hinten weit im Turkmenenlande die Gewehre bereits entladen. Die Afghanen hatten im Juni oder Juli 1884 die von ackerbauenden Turkmenen bewohnte Oase Pendjeh am Murghab, wenige Kilometer oberhalb des Zusammenflusse- mit dem Kuschkfluffe besetzt, wie es scheint, gegen den Willen der Turkmenen. Die russisch-turkmenischen Truppen dagegen stehen in Ak Tepe am Gabelpunkt der beiden Flüsse. Die feindlichen Vorposten blickten sich also schon seit geraumer Zeit scharf in die Augen und das anscheinend keineswegs freundschaftliche Verhältniß der Afghanen zu ihren neuen Untertanen wird den Zündstoff noch vermehrt haben. Genug, es kam zu einem Zusammenstoß, der leicht verhäng- nißvolle Folgen haben könnte. Wen die schwere Verantwortlichkeit für den Bruch jenes Abkommens trifft, welches Russen wie Afghanen verpflichtete, Gewehr bei Fuß stehen zu bleiben, wird sich bei der weiten Entfernung des Schauplatzes der That schwer feststellen lassen. Klar ist nur, daß die Russen die Afghanen angegriffen haben, angeblich weil die Afghanen eine feindselige, herausfordernde Haltung annahmen. Nach dem Gefecht kehrten die Russen in ihre frühere Stellung zurück. Man kann ihnen also vorerst nicht nachsagen, daß sie den Zwischenfall angezettelt hätten, um sich der Oase Pendjeh zu bemächtigen. Die 50 Mann englisch-indischer Truppen, welche unter einem englischen Obersten die afghanische Besatzung in Pendjeh verstärkt hatten, haben dem Gefechte zuge- sehen und schließlich die Russen um Schutz gebeten, vermutlich gegen die Turkmenen der Oase Pendjeh, doch wurden sie von den fliehenden Afghanen mit zurückgerissen. Dieser Friedensbruch hat die Lage natürlich verdüstert und die weise Zurückhaltung der englischen Truppen ist Der einzige Lichtblick in dem unangenehmen Zwischenfall; denn sie gewährt England die Möglichk^t, die Schuld auf die Afghanen abzuwälzen. Das Schlimme ist nur, daß die Engländer sich zu diesem Ausweg nur sehr schwer entschließen werden. England hat sich zwar niemals bedingungslos verpflichtet, Afghanistan mit Gewalt gegen russische An- griffe zu schützen, aber es hat stets behauptet, daß es den Emir den Ruffen in die Arme treiben würde, wenn es nicht in voller Rüstung hinter ihm stehe. Die Diplomatie hat also diesmal eine harte Nuß zu knacken und wird alle ihre Hülssmittel ausbieten müssen, um das Aeußerste zu vermeiden. Großes Heil erwarten die Engländer von der geplanten Reise Lord Roseberry'S. Der „Standard" meint sogar, der große Hexenmeister in Berlin werde den Ruffen sagen, daß England im Rechte sei und daß der Czar sich hüten möge, die sried- vom 13 d. M.: Herr MusikdirectorKl obre eine Vetter, auf bereit oberster Sprosse ein dein I. und Unglücksfall. Ctn unserem Opernhause :Mci von Moduls „3okf und nur E» lichen Zirkel Deutschlands zu stören. Wir mißgönnen den Engländern dieses Btsmarck'Vertrauen nicht, aber so gern wir unfern britischen Vettern tn ihren Nöthen beispringen möchten und so sehr uns auch der Weltsriede am Herzen liegt, so glauben wir doch nicht, daß von deutscher Seite eine so ungerechtfer- tigte Sprache gegen Rußland geführt werden wird. früh verhaftet und nach der Citadelle abgesührt, weil ein Briefwechsel bezüglich» einer beabstchtiqten Flucht aufgefunden wurde. Die persischen Behörden beschlagnahmten sein Hans. s cd t e s. Man schreibt uns aus Frankfurt a M ereignete sich am Samstag Abend zwischen und seine Brüder" (in bcdauernswertder itiefc bei einem Gang über die Buhne an Apparat zur Erzeugung elektrischen Bogen Erschütterung herunter und traf den Un Asten. Teheran, 11. April. („Reuter-Meldung") Ejub Khan wurde heute Univerfität-- Chronik. Marburg, 10. April. Wie wir hören, soll für die durch den Abgang des Herrn Professors Bormann nach Wien erledigte Professur für alte beschichte '?en Professor stiesse in Breslau gewonnen fein; derselbe gehörte bereits früher der hiesigen Universität an. — Tie juristische Fakultät zu Greifswald hat den Präsidenten des Lber Landesgerichts in Stettin, O. Tümmel, in Anlaß seines 50jährigen Amtsjubiläums zum Toctor honoris oausa ernannt. — Ter außerordentliche Professor der philosophischen Fakultät in Halle, vr. Well hausen, der bekannte Orientalist, ist zum ordentlichen Professor der Uni versität Marburg ernannt worden. __ Frankreich. Paris, 11. April. Ferry sandte dem Herausgeber der „Times" folgendes Schreiben: „Mein Herr! In dem letzten Artikel der „Times" über den Verlauf der Verhandlungen, welche soeben zu dem Friedensschlüsse mit China geführt haben, theUen Sie mir eine Rolle zu, die ebenso meinem Charakter wie der wahren Thatsache zuwiderläuft. Es ist meine Pflicht, laut gegen die Be- Häuptlingen zu protestiren, welche soweit gehen, die hochgeachtete Person des Präsidenten der Republik mit hineinzuziehen. Sie sind sehr schlecht unterrichtet gewesen. Es ist falsch, daß ich die eingeleiteten Unterhandlungm geheim ge- halten und als Privateigenthum bewahrt habe. Ich habe sie in ihrer ganzen Ausdehnung, mit allen Details, wie ich sie wußte, dem Conseilspräsidenten und dem Minister des Auswärtigen mitgetheilt, als dieselben mir am 5. April, Nachmittags, zur Kenntniß gaben, daß sie ihre Aemter desinitio übernommen. Ich las ihnen das zwei Tage vorher von Billot unterzeichnete Protokoll vor. Die Depesche Hart'S, worin dieser Campbell anzeigte, daß ein kaiserliches Edict am 6. April in Peking erlassen, dem Protokoll gemäß die Ausführung des Vertrages von Tientsin und die Räumung von Tongking angeordnet habe, ist mir durch Campbell selbst am 7. April mitgetheilt worben, eine halbe Stunde vor Beginn der Kammersitzung, in welcher die Erklärung des neuen Mimste- riums verlesen werden sollte. Ich halte gerade noch Zeit, dem Präsidenten der Republik, dem Conseil4präsident-n im Palais Bourbon und dem Minister des Auswärtigen im Senate einige Augenblicke vor Beginn der Sitzungen telephonisch hiervon Kenntniß zu geben. Sie können in diesen so einfachen Thatsachen weder Kunstgriffe, noch absichtliches Verschweigen, noch auch die Verletzung der con- stitutionellen Regeln oder der gouvernementalen Gepflogenheiten finden- Ihre Anklage ist daher durchaus unbegründet. Sie werden daher die Loyalität Haden, dies anzuerkennen und diese Berichtigung zu veröffentlichen. Ihre zahlreichen Leser dürfen sich nicht einbilden, daß die französischen Staatsmänner die Politik unseres großen Landes wie eine Fuchsjagd oder wie eine Posse behandeln." — Rach einer Meldung der „Agence Havas" beschloß die Regierung die Formation zweier Divisionen für Tongking unter dem Oberbefehl Courcy's, die dritte Divifiou foll im Süden von Frankreich zum Abmarich bereit bleiben, sofern es nothwendig würde; die Regierung hofft indeß, die loyale Ausführung des Vertrags mit China werde den Abmarsch dieser Truppen nicht nothwendig machen. Amerika. Mexiko, 11. April. Eine Meldung des „Bureau Reuter" besagt Zwischen Guatemala und San Salvador sind Friedensunterdandlungen eingeleitet. Die diesseitige Regierung nahm gegenüber der jetzigen Regierung Guatemalas eine versöhnliche Haltung an, wird aber dem Plane einer Union der Staaten Central-Amerika- keine Unterstützung leihen. Ottawa, 11. April. Der kanadische Ministerresident in Battlesord ersuchte telegraphisch um Verstärkungen, da er vollkommen von den Indianern umgeben sei und weder Hülse noch Boten nach Fort Pitt senden könne. Er habe von dort Nachrichten über ein von den Indianern am Froq Lake ange- richtete- Blutbad erhalten. Fünf Männer (darunter 2 Priester) und eine Frau wurden ermordet, eine entkommene Person brachte die Nachricht nach Fort Pitt. England. London, 11. April. Ein Vertreter der „Pall Mall Gazette" hatte bei der Spannung, womit die Antwort Komarow's erwartet wird, den Ingenieur Lessar von der russischen Botschaft um bezügliche Auskunft gebeten. Nach dieser Auskunft würde die Antwort Komarow's frühestens in 12 Tagen ein* treffen können. — „Globe" meint, die Zeit bis zum Einlangen der Antwort sei für Rußland eine weitere Frist, um die Vorbereitungen zu eines Inv^löy^ Afghanistans zur Reife zu bringen und empfiehlt, Lord Dufferin anzuwei/ev, ! daß er ein Armee-CorpS nach Quetta sende, da die Zeit für bloße Rüstungen vorüber sei. Die Antwort Komarow's werde vermuthlich eine nicht befriedigende sein, die Regierung müsse deshalb die Zwischenzeit zur schnellen Concen- trirung einer großen Armee in Beludschistan benutzen. — Die „Pall Mall Gazette" hält die Aussichten für nicht fo trübe wie es scheine, hofft die Erhaltung des Friedens und bezeichnet als Sicherheit dafür den starken Druck, den die vereinigten finanziellen Interessen Europas zu Gunsten des Friedens aus- üben würden; die hauptsächlichste Sicherheit aber sei, daß der Emir von Afgha- nistan dem Durchmarsch der britischen Truppen durch Afghanistan widerstrebe. — Wie die „Daily News" erfährt, sind die neuesten Depeschen au- Petersburg beruhigender Natur und rechtfertigen die Annahme, daß der Frieden erhalten werde. Die Antwort der russischen Regierung auf die letzte Depesche Granville'S, betr. die Vorgänge bei Pendjeh, werde, da die Regierung Erklärungen von Komarow verlangte, nicht vor 14 Tagen erwartet. Inzwischen würden den Cabinetü-Beschlüssen gemäß die Rüstungen mit verstärkter Energie fortgesetzt. — Die „Times" meint, das Vorgehen Komarow's dürfe nicht als ein alleinstehendes Ereignis betrachtet werden, sondern -s müsse als Theil jener von Rußland in Mittelasien seit Jahren befolgten Politik angesehen werden. Von diesem Gesichtspunkte aus könne nicht bezweifelt werden, daß das Vorgehen Komarow's größere Ziele im Auge hatte, als die Verdrängung der Afghanen aus einer wichtigen Stellung. Der Erfolg des Besuches des Emirs in Rawul- Pindi bedurfte eines Contrastes. Wenn die Niedermetzelung der Kabulefer Truppen ungerächt bleiben sollte, werde ganz Asien trotz der großartigen Gast- freundschast Lord Dufferin's und trotz des militärischen Gepränges in Ruwal- Pindi glauben, daß Rußland stärker sei als England. — Der Lordmayor von London ist heute srüh gestorben. Außlavd. Petersburg, 11. April. Das „Journal de St. Pätersbourg" repto* bucirt „unter aller Reserve" Privat-Telegramme über die letzten Erklärungen der englischen Minister in Betreff der letzten Ereignisse in Central-Asien. Das Journal bemerkt dazu . Es fei unmöglich, Angesichts der großen Entfernung und de» Fehlens vfficüller Details die vorgebrachten Behauptungen richtig zu stellen. Unter diesen Umständen wäre es vorzuziehen gewesen, jedes Urtheil bis zum Erhalt genauerer Informationen zurückzuhalten. Die Thatsache, daß von Rußland Aufklärungen verlangt wurden, beweise, daß die Nothwendigkeit, infor- mirt zu werden, vorlag. Es sei nicht anzunehmen, daß Die russischen Generale, welche die Intentionen der Regierung kennen, ohne Motive gehandelt hätten. Der Zwischenfall müsse allerdings als unangenehm angesehen werden, da er auf den Gang der schwebenden Verhandlungen einwirken könne, welche noch immer Hoffnung aus einen friedlichen AuSgang gestatten. Bei der ungewissen Lage Angesichts der asiatischen Völkerschaften, welche keine Disciplin kennen und an Gewaltthätigkeiten gewöhnt find, sei eine Collision immer zu fürchten, sei weiser, zu warten, bis die Thatsachen und weitere Detail» bekannt sind. D e r w i O. K. IlhiglücfsfaU auf der Bühne, s lichtes befeftigi war, derselbe fiel durch die ------ glücklichen an .Hopf und Arm Aus mehreren tie'en Wunden schon bas Blut beroor und der Getroffene stürzte ohnmächtig auf der Bühne zusammen; der Ldcateraru wo sofort zur Stelle und feinen Bemühungen gelang cs erst nach längerer .le", oen. Bewußtlosen ins Leben zurück,urufin. Mitteln Trofchke wurde Hen nlabre alsdann, in seine Wohnung verbracht, wo er an den folgen bei Wunden — cs sollen groijfic Lokale». Gießen, 13. April. sTurnerifchesj Am gestrigen Sonntag wurve in der hiesigen städtischen Turnhalle die FrühjahrSbezirkSvonurneNtunde. untfi Leitung des 2. BezirkSturnwarts Gg. Balser von (ließen, abgehalten. (Geturnt rourbc. Jrci- und Ordnungsübungen Vi Stunde, Reck und Bock 2 Stunden. Aach fein Turnen wurde die Wahl der Bezirksturnwarte vorgenommen und gingen aus bn Wahl durch Einstimmigkeit hervor: Gg. Balser von (ließen 1. Bezirksturnwart, Albert Hartwig von Wetzlar 2. Bezirksturnwart. Anwesend waren 20 Vorturner aller Vereine, mit Ausnahme von Haufen. Gießen, 13. April. Am Samstag wurde in einem Hause der -keuenbäue vom VorplaU ein noch fast neuer Frauenmantel im Werthe von 30 JL entwendet Tw Diebin wurde in der Person eines hiesigen erst 15 Aahrc alten Mädchens ermittelt und zur Anzeige gebracht. Ter Mantel ist durch die Schutzmannschaft ivieder zur Stelle gebracht und der Eigenthümerin zurückgegeben worden. Ter Verein befsischer Lehrerinnen halt am 29. April seine erste orbfniUdw Öicneralversammlnng in Tarmstabt. Interessenten machen wir auf das diesbezügltchc Inserat in heutiger Nummer aufmerksam. Telegraphische Depeschen. Wolff » telegr. Sorrespondenz-Burea«. München, 12. April. Ter König hat, wie die „Alla. Ztg." meldet, daS Ent lassungsgesuch des Kriegsministers v. Maillinger unter huldvollster Anerkennung der von demselben geleisteten hervorragenden Dienste mit Rücksicht auf dessen vorgeschrittenes Alter und angegriffene (Gesundheit genehmigt und vom I. k. M. ab, bis wohin der Minister im Dienste verbleibt, den Osenerallieutenant und Eommandeur der 4. Division in Würzburg, v. Heinteth, zum Kriegsminister ernannt. Ter König bat gestern ein sehr huldvolles Handschreiben an den Minister v. Maillinger gerichtet. Petersburg, 12. April. Der „Regicrungsanzeiger" veröffentlicht folgenden, aus Dafch-Kepri vom 20. März batirten Bericht des Generals Komaroff an den Kriegs Minister: Am 13. d. M. näherte sich unsere Truppcnabtheilung von Dasch Krepi unserm Ufer deS KuschkflusseS, nahe bei der Brücke fand ich eine von den Afghanen besetzte Ver- schallzung. Um einem Zusammenstöße vorzubeugen, ließ ich meine Truppen eine von der Position der Afghanen 5 Werst entfernte Stellung einnehmen. Am 14. begannen die Besprechungen mit dem englischen (Kapitän Aale. Als die Afghanen die Utber zeugung gewannen, daß wir nicht die Absicht hatten, sie anzugreifen, begannen sie von Tag zu Tag mehr, sich unserem Lager zu nähern. Am 15. entsendeten sie gegen eine Compagnie unserer Truppen, die mit der Deckung einer Recognoscirung beauftragt waren, 3 Compagnien, sowie ein Geschütz und eine Abtheilung Kavallerie, ihre Kühn beit und ihr llebeimutb steigerte sich zusehends. Am 16. besetzten sie eine Höhe, welche die linke Seite unseres Lagers beherrschte, sie begannen daselbst Verschanzungen au?: zuwerfen und stellten einen Kavallerieposten im Rücken unserer Linie, sowie ein Piquet auf Gewehrschußweite von unserer Furth auf. Am 17. richtete ich an den Befehlshaber bev afghanischen Truppenabtheilnng die energische Aufforder'ung, daß er das linke liier des KuschkflusseS und bas rechte Ufer bes Murghab bis zu dessen Einmündung in den KiNchkfluß bis zum Abend zu räumen habe; ich erhielt die Antwort, daß ber afnhaniicbe Truppenbefehlshaber nach dem Rath ber Enalänber es ablehnen müsse, sich hinter den Kuschksluß zurückzuziehen. Ich sendete demselben darauf ein zweites, in freundschast lichen Formen gehaltenes Privatschreiben unter Wiederholung meiner Aufforderung. I Am 18. marschirte ich, um meinen Reklamationen Nachdruck zu geben, mit meiner I Truppenabtheilung gegen die Stellung ber Afghanen, ick rechnete auf einen friedlichen i Ausgang, aber das Feuer ber afghanischen Artillerie und ein Angriff ihrer Kavalier" nöthigten mich, bas von ihnen angebotene Gefecht anzunehmen, dessen Ergebnisie bekannt sind. — DaS „Journal be St. Petersburg" sagt unter Hinweis aus bic vorÜedende Depesche des Generals Komaroff, von einem Angriffe ber Russen könne banach dock nicht mehr die Rebe fein. llebrigenS habe auch die zweite Depesche LumSden's darüber feinen Zweifel mehr gelassen. Durch diese Depesche sei ber englische Capitän ?)ate aur daS Entschiebenste bementirt und General Komaroff in jeder Beziehung gerechtfertigt worben und es sei dies nicht blos durch den englischen Commissar allein geschehen, sondern auch durch (Mabftonc, der mit rübmenswerthem Eifer sich beeilt habe, die un freundlichen Worte zu berichtigen, die er im Anfang an die Adresse Rußlands ge richtet habe. Rawul-Pindi, 12. April. Ter Emir von Afghanistan ist heute srnh von btet wieder abgereist. Temselben wurde vor der Abreise das Großkreuz des Sternordens von Indien verliehen, worüber er sich hocherfreut zeigte. Aus dem Bahnhofe hielt der I Emir an die dort Dcrfammelten Cfreiere eine Ansprache, in welcher er erklärte, seine größte Freude während deS Besuches sei gewesen, die englischen Truppen zu leben Schließlich gab der Emir ber Hoffnung auf beständige Freundschaft zwischen 3nöini I und Afghanistan Ausdruck. . Konstantinopel, 12. April. Der Sultan empfing gestern den Betuch oc I Königs von Schweben und überreichte demselben dabei den Imtiazorden.__________ Keperloir öer vereinigien Ktaötttzeatrr;u Frankfurt a. M. )p'< Opernhaus. Mig non. Dienstag den 14. April: Hierauf: Bieber. 2718 (Frankfurt-Bebraer Bahn) 2706 Mai-Kawle A. Bramm. 2738 60 H, 90 sind in reichster Auswahl eingetroffen. 1937 im früher Heichelheim'fchen Laden. 2717? Fidelio. Don Juan. Schauspielhaus. Pitt und Fox. Der Hexenmeister. Bekanntmachung. Drei Keller unter dem neuen Schulhause an der Schillerstraße, welche bisher zum Lagern von Tabak benutzt werden und leihfällig werden, sollen Freitag den 17. d MtS., Vormittags IOV2 Uhr, aus dem Bürgermeisterei-Bureau ander- weit verliehen werden. Gießen, den 13. April 1885. Großh erzogt. Bürgermeisterei Gießen. 2700 30000 Mt. werden auf erste Hypothek zu leihen gesucht. Gcfl. schriftl. Angebote an die Exped. d- Bl- erdetem Dienstag den-14. April: ...... Mittwoch den 15. April: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Der Freischütz. Außer Abonnement. Für die in der Grube „Camphausen" Verunglückten gingen ferner bei uns ein: H. B. 1 X, K. Ohler 1 X, N. N. 3 X, Gesellschaft im Stern 3,50 X, Gerichts». Geh. H. 1 X, C. Lotz 3 X Lumina 12,50 X Jnsgesammt 1172,69 X Weitere Gaben nimmt die Cxped. d. Bl. gerne entgegen. 2727 Gründlicher Privatunterricht wird billigst ertheilt von einem Primaner. Wo? sagt die Exped- d. Bl- eröffnet habe. Indem ich verspreche, nur gute und preiswürdige Waare zu liefern, bitte ich um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll CaH Anselm jun. Fabrik Stolzenberg bei Salmünster Schulbücher und sämmtliche Schulutenfilien empfiehlt zu streng reellen Preisen I. P. Sann, Bismarckstraße, 2714 (nächste Nähe der Schulen). Dienstag den 14. April 1885, Nachmittags 2 Uhr, Süd-Anlage 18, 111. Stock, Fortsetzung der Versteigerung scr zum Nachlaß der verstorbenen Frau )ustizrath Klingelhöffer gehörigen Mobiliar- und sonstigen Gegenstände, namentlich: Sopha's, Tische, Stühle, Kleiderschränke. Brandkiste, Kommoden, Spiegel, gutes Bettwerk und Weißzeug, Küchen- geräthe, 2 Schreibpulle, 1 Waschmange, 1 Eß- und Kaffeeservice und sonstige E'aushaltungsgegenstände. 2707 Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Kirchliche Aiyeigen der rvrmgrl. Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Phi- lipperbrief Kap. 3, 1—11. Pfarrer Dr. Naumann. Grunberg, 11. April. (Fruchtpresse.) Weizen X 18.10. Korn X 1700 Gerste X 16.10, .Hsier X 15.30, Erbsen X 18.00, Linsen X OO.OÖ, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 4.50, Wicken 15.00. Sämmtliche Neuheiten in Damen-Klelderstoffen, wie Loden, Cheviots, Drap anglais, Mohairs, Teiles, Mouselines, Melangen, Crepes, Cachemires etc., für die Erühjahra-Saison sind in geschmackvoller und reicher Auswahl eingetroffen und offerire dieselben zu den billigsten Preisen. Für Confirmanden: halte ich mein Lager von schwarzen und weissen Cachemires zu bekannt billigen Preisen bestens empfohlen. Dir neurstrn Damrn-Amhsnge, Promenadrn-Vifites und Iaquets Äug. Daudt Neuenweg 38. Geschäfts-Empfehlung. Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich neben der von mir seither geführten Buchbinderei auch ein Laden-Geschäft in Papier und Schreibmaterialien Frühjahrs-Markt zu Aliendorf an der Lumda verbunden mit Prümirrung und Berloosung. Wegen des Ersatzgeschäftes für den Kreis Gießen kann der Markt am 22. und 23. April leider nicht abgehalten werden. Derselbe wird defihalb auf den S. und 6. Mai, wo am ersten Tage Prämiirung und am zweiten Tage Berloosung fiattfindet, verlegt. Mendorf a. d. Lumda, am 11. April 1885. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda. Keikgeöotenes. 2723 Seltersweg 81 ein doppeltes effernes Treppengeländer zu verkaufen; eine Gartenwiese zu verpachten. SS-»" M das (int; Nennung dn ^geschrittene? dis wohin btr 4. Division W Sestern ein folgenden, aus n, den ^rieg^ :Ärcpi unfern m besetzte Ver- ippm eine von 1 begannen nen die Ueber Sannen sie von 1 ste gegen eine ung beauftragt rie, ihre Kühn ne Höhe, well'! hanzungen aus- owie ein PfaW en Befehlshab» das linke Ufa lündung in den ; der asghaniilb! - sich hinter ta in freunbfaci r Ausiorden: en, mit mir einen friW ihrer Mrit n (ffgebch bv : bie voMM ne banaä) boi sben’s barübtt Mu Yale auf Mn gesM ilt habe, tuiiv jje RuMss ite ftiih von. des Steriro^ ahnhofe hielt» er erklärte)!-!'' nippen zu inzwischen W 1 den Besucht Den. ®Uöt{, Union v Eesord en 1 ?inbianetn tonne. Er I Öafe angn 'b eine 9 -fort Mt. Bekanntmachung. Die von der Stadtverordneten-Versammlung festgestellte Localbauordnung für die Stadt Gießen liegt 14 Tage auf dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen, während welcher Zeit Einwendungen bei Vermeidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Behörde anzubringen sind. Gießen, den 13. April 1885. 2732 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Mai-Wein per. Flasche 50 la. Export-Aepfelwein pr. M. 25 H, den Abgang te Geschichte W rüher der W identen deM n Amtsjubilal>°' «iw. yi ßr°M 611 llt Farbige und fchwarjseidene Grenadines STOF» 1.55 per bis Mk. 14.80 Pf. in 10 verschied. Qual, versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik- DSptzt von 6. Henneberg sKonigl. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto nach der Schweiz. 491 Mittwoch den 15. April: Donnerstag den 16. April geschlossen. Freitag den 17. April: Boccaccio. Samstag den 18. April: Ein vornehmer Schwiegersohn. Zum ersten Male: Die wilde Toni. Singspiel in 1 Akt von Neßmüller. Sonntag den 19. April: Feodora. Montag den 20. April: Madame Favart. 83er Deidesheimer „ 81er Ober-Ingelheimer „ MT» jO jorlurntt Parkettenfabrik, Eichenholzproduktion, Sägewerke empfiehlt für Neubauten und auf alte Fußböden eichene massive, sowie eingelegte Zu beziehen durch Herrn S. Katzenstein, Holchandlung in Gießen, bei welchem Originalmuster ausliegen und illustrirte Preislisten zu haben sind. - btt A >V nut' h*ti< Adern verletzt morden sein — krank darniederlicgt. Eine Untersuchung, die sofort in I Gegenwart des Intendanten eingeleitet wurde, wird Licht in die Angelegenheit bringen, durch wessen Schuld der Unglücksfall entstehen konnte. Glücklicherweise merkte das Publikum nichts von dem^ Vorfall und der Fortgang der Oper erlitt weiter keine, das Publikum beängstigende Störung. — Zum Bismarckjubiläum erläßt Dr. Windthorst folgende Bekanntmachung: „Zehn Mark, welche mir gestern auf telegraphische Anweisung aus Löhne in Westphalen eiagezahlt sind und in Betreff deren ich später von demselben Absender nachstehendes Telegramm erhielt: „Verehrer Ew. Excellenz bitten Sie, auf das Wohl des Reichskanzlers zum Frühschoppen ein Glas Sekt 311 trinken. Im Auftrage: Kuckuk", habe ich dem Fonds für den Neubau einer zweiten katholischen Kirche in Hannover über- iviefcn und bitte um Mehreres. Hannover, 1. April 1885. (gez.) Dr. Windthorst." — sDie ältesten Zahnärzte.^ In dem Museum von Cometo in Toskana, das die reiche Ausbeute des Gräberfeldes der Etruskerstadt Tarquinii enthält, entdeckte Öen von Marter in Rom einen Etr'uskerschädel mit eingesetzten falschen Zähnen; dieselben schienen aus den Zähnen irgend eines größeren Thicres geschnitten und wurden durch einen dünnen Goldstreifen an die anderen Schneidezähne befestigt. Das Grab, in welchem der Schädel gefunden wurde, reicht nach den Beigaben mindestens ins fünfte ober sechste Jahrhundert vor Christus zurück. Handel und Der^edr. Frankfurt, 11. April. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 2.70—3.30, Stroh X 2.20—2.70, Eier das Hundert X 4 50— 5.20, Butter 1. Qualität X 1.00, 2. Qualität X 1.20, Kartoffeln per Centner X 2.25—2.50, Kohlrabi 3-0 H pr. St-, Erbsen 100Kg. 22.00—30.00 Rothkraut pr. St. 20—30 Huhn X 1.50—2.00, 1 Ente X 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 H, Hahn X 1.90—2.50, Eans X 6—10.00, Welsche X 5.00-10.00. Für absolut reingehaltene Waare leiste jede Garantie. Bei Abnahme von mindestens sechs Flaschen liefere frei ins Haus; in Gebinden billiger. Für Wiederverkäufer und Wirthe Ausnahmepreise. Emil Schmoll, 2722(Frankfurter Hof). SommerhandschDhe. in Fil de cos, Til pers und Seide, in allen Farben und Längen, Glsrö- u. dänische Handschuhe von 2—6 Knops lang, in verschiedenen Preislagen empfiehlt Robert Haas, 2716 Seltersweg 18. Donnerstag den IG. April: Rigoletto. Freitag den 17. April geschlossen'. Samstag den 18. April: Sonntag den 19. April: Daus-Derkauf, eventuell Verpachtung. Ein Besitzthmn in der schönsten Gegend Oberhessens, in einem verkehrsreichen Landstädtchen mit ca. 2500 Einwohnern und Gymnasium, V2 Stunde von der Bahn entfernt, wo in nächster Zeit eine Secundär-Bahn gebaut I wird, ist wegzugshalber billig zu verkaufen oder auf längere Jahre zu verpachten. Dieses Anwesen eignet sich für jedes Geschäft, auch für eine größere Wirtschaft mit Hotel oder zum Fabrikbetriebe. Das Haus ist im besten Zustande und schönster und lebhaftester Geschäftslage der Stadt, besitzt 17 große geräumige Zimmer mit zwei großen neuen Läden sammt neuer Einrichtung, worin seit 6 Jahren ein Manufactur- und Colonialwaaren- Geschäft mit bestem Erfolg betrieben wurde. Große geräumige gute Keller, jowie sehr großen Hof, Scheune, Pferde- und Viehställe. Hinter dem Haus große Grabgärten mit Obstbäumen und 2600 Meter Grasgärten. Kauf- li ebhaber brauchen nur Vs Theil Anzahlung, der Rest kann gegen 4% stehen bLeiben. Kauf- oder Pachtliebhaber erhalten nähere Auskunft unter Offerten Z. L. 312 an die Expedition. 2731 Herein hessischerlehrerinnen zur Gründung einesHeims. S^inladuna zur Generalversammlung Mittwoch den 29. April 1883, Nachmittag- 3 Uhr, im oberen Saale des Rattchauses m Darmstadt. Gegenstände der Tagesordnung! 1) Vorlegung der Rechnung für 1884. 2) Rechenschaftsbericht. 3) Zusätze zu 8 12 der Statuten, betreffend die Vertretung der Lokalvereine im Vorstand durch Delegirte derselben, Zusatz zu $ 17, beantragt von den Lokalkomitä's in Offenbach und Gießen. Alle Mitglieder und Freunde des Vereins haben Zutritt. 2711 Der Vorstand. Veteranen-Verein. Versammlung Montag den 13. April er., Abends 8V2 im Frankfurter Hof. Die Mitglieder werden um zahlreiches Erscheinen und Mitbringen der Militär-Papiere behufs Eintragung in die Stammrolle gebeten. 2680 Der Vorstand Fr. E. Felisenfeld Universität - Buchhandlung' und Antiquariat empfiehlt ihr reichhaltiges Lager von 2698 Lchulbüchern, Klassikern, Allanlcn u. Wiirterbüchrrn in neuen und gebrauchten Exemplaren (letztere zu bedeutend ermäßigten Preisen). Gebrauchte Bücher, die noch gangbar und gut en halten sind, werden stets angekaust oder an Zahlungsstatt angenommen. Jabrikschreiner Strümpfe Socken und Beinlängen, Strickbaumwolle in weiß und farbig, empfiehlt in prima Qualitäten zu besonders billigen Preisen Robert Haas, 2715 Seltersweg 18. Aermiettzungen. 2703J Gut möbl. Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. Bahnhofstraße 61, 11. St. 2719 Ein rr- möblirtcs Zimmer, für 1—2 Schüler sehr geeignet, zu vermiethen. ____Wettergasse 5, Jl.j5t._ 2721 Ein gut möblirtcs Zimmer im „Rufs. Hof^ zu vermiethen.__________ 2713” Westanlage 26, zu ebener Erde, ein möblirtcs Zimmer zu vermiethen. _ 2725 Marktstraße 1 zwei ineinander- gehende möblirte Zimmer, zusammen oder getrennt, zu vernnethcn.__________________ 2726 Ein möblirtcs Zimmer zu ver- miethen._____________Bahn Hofstraße^62. 2729 Eine kleine Wohnung zu vermiethen.____ Mühlgasfe 21. 2730] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______Neustadt 1, Ecke der Bahnhofftr. 2736 Beletage und Parterrewohnung - Zimmer). wartcnftraßc 27. M94 Möbl. Zimmer zu vermieden. 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Mts. bei Goldarbeiter Herrn Earl Brück. ■< Wandert zu rillen HiSmarä Übtn gckchWch: zugehen gu' r.i’lent geworden. v ioDid scheint --bthätigkeit ven Die zahlre werden UM“ To-es-Anzcige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, daß unsere Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Catharina Elisabetha Spanier geb. Lonning, gestern Abend V210 Uhr nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Elise Bastert, geb. Spamer, Margaretba Euler, geb. Spamer, Louiö Bastert, Hermann Euler. Gießen, 12. April 1885. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Sterbehause, Neuenweg 33, aus statt. 2712 Ladenmädchen für ein Eo'onialwaaren- und Delicatesst-- Geschäft in Hanau gesucht. Eintritt fort ober auch später. Ein bereits in ähnlicher Stellung gc wesenes Mädckcn erhalt den Vorzug Offerten unter J 0. 5 befördert Erped. d- Bl-___l122- . . 13. $ 13. l | l^n. uAltn i •\ tlf i i ober 1.7* unb b II n-ZB l|. ”■!lüng l>! 2" Itbt fj 2737 (Jin durchaus anständiger und verlässiger Mann als Krankenwärter gesucht. Näheres zu erfragen in dem OK schäftS zimmer der Actien-Brauerei Gltgen 2699 Ein gut erzogenes Mädchen w-r^ tagsüber zu einem kleinen Kinde gefuai Selter sweg 26- Verloren von Steinbach nack Gießen ein Opern- glas. Abzugeben in der Erpcd. d. Bl. 2695 Ein Dienstmädchen gesucht. Seltersweg 1-