188« Samstag den 14. März Nr. 62 nzerger Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Amts- und Erscheint tätlich mit Ausnahme des Montag S V«re«mr Gchulstraße 7. Ihnen zur Kenntnißnahme und Bemeffung mit Dr. Boekmann. nicht hieMer berichtet haben. Dr. Boekmann. >n heute an wohin laueigasse 12. Wwe. Sturm, Mfrnfrau. Gießen, 13. März. Hochgespannte Hoffnungen und Erwartungen knüpften sich an den Regie- rnngsantntt des neuen Präsidenten der Vereinigen Staaten von Nordamerika, Grover Cleveland, der in seiner Antrittsrede am 4. März in großen Zügen die Grundsätze klargelegt hat, welche für seine vierjährige Amtsführung maßgebend sein werden. Der Beifall, welcher seine Worte aus dem Kapitol zu Washington begleitete, hat nicht nur in der ganzen Union, sondern auch in den übrigen Staaten der civilisirten Welt ein lebhaftes Echo gefunden. Cleveland hat sich dadurch nicht nur die allgemeinen Sympathien im Auslande erworben, sondern zugleich die Anerkennung, daß er sich durch seine Rede des Vertrauens seiner Wähler würdig gezeigt und auch bewiesen habe, daß er der hohen und schwierigen Ausgabe gewachsen sei, welche sein neues Amt ihm auserlegt. Von manchen Seiten ist behauptet worden, die Antrittsrede Cleveland's erinnere in vielen Beziehungen an Lincoln. Wir finden dies ganz natürlich. Im Wesen und Charakter beider Männer finden sich viele Berührungspunkte und auch die Art der Wahl weist eine schlagende Aehnlichkeit auf. Beide Präsidenten gingen erst nach schweren Kämpfen als Sieger aus den Wahlurnen hervor und verdankten ihre Majorität dem Abfall eines einflußreichen Theils der bisher am Ruder gewesenen Gegenpartei. Für den Demokraten Cleveland stimmten viele Republikaner, welche ihr PartevJnlerefse dem Wohle des Vaterlandes zum Opfer brachten. In dem Erfolge des GegemCandidaten Blaine iahen sie nur eine weitere Fortsetzung dec unter den Republikanern eingerissenen Korruption und befürchteten zugleich durch ihn Verwickelungen mit dem AuS- [ttnoe. Deshalb zogen sie ihm den Demokraten Cleoeland vor, der als Mann und Politiker Energie und Rechtschaffenheil des Charakters gezeigt hatte. Und wie Lincoln's Regierung trotz des SecessionSkriegeS sich sehr segensreich erwies, sw verspricht auch Cleveland, falls er seinem Programme treu bleibt, eine Zierde dec Reihe der amerikanischen Präsidenten zu werden. Freilich wiffen wir sehr gut, daß eine Antrittsrede noch keine Garantie für den praktischen Erfolg der Bestrebungen des neuen Präsidenten bietet. Allein der Drei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerlshS Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pj. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. _____ gebracht. Gießen, am 12. März 1885. «"«tat. Geist, welchen diese Rede athmet, die Stimmung, welche in dem amerikanischen Volke die herrschende ist, die Bürgschaft, welche in der Vergangenheit Cleveland s liegt, machen den Eindruck, als ob der 4. März 1885 ebenso wie Dasselbe Datum des Jahres 1861 den Grenz- und Markstein einer neuen Epoche in der Geschichte der Vereinigten Staaten bilden werde. Es läßt sich indessen zugleich ein großer Unterschied, ein entschiedener Gegensatz des Charakters m dem Ausgangspunkte der beiden Zeitabschnitte nicht verkennen. Während der Regie- rungsantritt Lincoln'« das Signal zum Ausbruch des Bürgerkrieges wurde, ladet Cleveland durch seine Antrittsrede alle wahren Patrioten ein, sich um sein friedliches Banner zu schaaren und aus dem Wege der Reformen die L>lele zu erstreben, welche in der Wohlfahrt der großen Republik aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens ihren gemeinsamen Brennpunkt finden. Im Anfang seiner Rede erklärt Cleveland, daß er sich ganz dem Dienste des Vaterlandes weihe, an dessen Spitze ihn die freie Wahl MNbürgtt berufen habe zugleich preist er die Stärke und Sicherheit der Volksregierung. Dann mahnt er dringend, freudig und ehrlich Me Sondervorurtheile und zeg- liches Mißtrauen aufzugeben. Die amerikanische Verfassung sei adatzErgebniß eines Geistes der Freundschaft und der gegenseitigen Zug-stmdmffe, was sich m den Hallen der nationalen Gesetzgebung stets bewahren solle. '"^Jrtereffen und locale Vortheile müßten vor dem allgemeinen Wohl! n den Lmtergrmid treten. Er selbst bleibe auch als Präsident amerikanischer Burger rote jeder Andere. Auf die Verwaltung des Staates übergehend, betont er Einfachheit und weise Sparsamkeit und die Beschränkung der öffentlichen Ausgaben aus die thatsächlichen Bedürfnisse der Regierung, wie es besonders für eine Republik angemessen sei. Mr hip ankeren Beziehungen hält Cleveland fest an der erprobten Politik der U^abhänqiykest d"« Friedens, de? Reutralstät, was die geographische L-ge der UnL sehr begünstige. Es sei dies die Politik Monroe's, Washingtons, 'Id i,!) W'1 Bekanntmachung. Nachdem durch Entschließung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 6. März l. I. der ^Eidgenössischen TraWportverßcheruiigS- Gesellschaft Zürich die Erlaubniß^zum Geschäftsbetriebe im Großherzogthum Hessen ertheilt worden ist, so wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntmß Betreffend: Den Gewerbebetrieb im Umherziehen; hier die Gewerbspatente. Gießen, am 11. März 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogliche« Bürgermeistereien des Kreises (mit Ausnahme von Gießen) und an die Gendarmerie des Kreises. Das nachstehend abgedruckte Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 2. d. M. zu Nr. M- I- 4957 theilen nur •ätssfe£ MM sS-Ä ——--M»bt 57j Laden '«'aa ™ k«serra»» pr. 1. K $«« Bi,« lniMe Anzeigen, inrn gut empsohlenrn angek- den Magazine n 1. April, und einen mitgw * versehenen Lehrling - hen Sauffmann 4Ä, ikHoisehe LäHllkartw 'aü's unb franco M Iner, Hamborg, Klosterthse ichtige Mädchen für M cbelten finden gute ©teilt ^üttrudtr-rr,WrstcmlGH Betreffend: Wie oben. 8- Darmstadt, anr ll^März 1885. DaS Großhcrzoalichc Ministmum des Innern und der Justiz an frie Großherzoglichen KreiSümter. Das im Abdruck nachstehende Ausschreiben des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen (Abtheilung für Steuerwesen) theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme, Bemeffung und sachgemäßen Bedeutung der Grobherzoglichen Bürgermeistereien und des AufstchtSpersonals mit. Rautenbustz- Betreffend: Wie oben. , Darmstadt, am 23. Februar 1885. Das Großherzogliche Ministerium der Finanzen, Abtheilung für ^teuetweftn, a» die Großherzoglichen Steuercommiffariatc. Naibdem in Folae der Bestimmungen des Gesetzes vom 1. Juli 1883, betreffend Abänderung der Gewerbeordnung , die Inländer, bzw. die nach dem Gewerbsteuergesetz als solche zu behandelnden Personen, welche ihr Gewerbe im Umherziehen betreiben, mit ihren Gehülsen bei Ausübung des Gewere r e^b"sn dem M steuerlichen Zwecken ausgefertigten Gewerbspatent bzw. der Patentabschri t auch einen W a n d er gern e r besch bk-trelfenden Kreisamt ausaestellt wird mit sich zu führen haben, ferner in Bezug aus die vom Ankauf oder Feitbreten im Umherzrehen ausgeschlossenen Gegen WMVWLWL nL cs 'sür nothwendig erachtet, für die betreffenden Gewerbspatente ein neues Formular drucken zu lassen, wovon air Sie zur Beachtung in Kenntmß setzen. Müller. ____________________________________ Hiemenz. Betreffend: Die Verminderung der Sperlinge. Gießen, am 9. März 188o. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Baegeemeisteeeien des «reise». Wir erinnern Sie an die Erledigung des Schlußsatzes unseres Ausschreibens vom 8. December v. I. - Anzeiger Nr. 290 '"soweit Sie noch । i aum bit, W ulmv M'm - antie gründlich M- M daher nicht, meine M M i Schrift, Preis 1, zu W i. M Äk Ireitag?^13. ft U Abends: | lelzelsufii Ph, Bauer, , — einen mit den & Stiern *tn * rsEZ 2^55^ MlißS Frieden, Handel und ehrliche Freundschaft mit allen Nationen, ! Antrag- be§ E-ntrums, der d-n B-rh-ndlung-n z« Grund- g-l-gt, wurden folge-b- Avi {üfiv'onho SHih-ihinffd ttiif FniriPt' \ vOVflfltOPgetl • ....._ , ___ ___2-. ik»« den von der demselben bestimmten Organen subventtonirtm Unternehmungen " „Die in die Fahrt einzustellenden Dampfer dürfen in ihrer Covfiruction und Einrichtung, namentlich in Bezug auf Personenbeförderung und Sicherheit, den auf denselben Linien laufenden Postdampfern anderer Nationen nicht nachstehend „Alle in die Fahrt einzustellendcn Dampfer müssen vorher durch von der Regierung zu ernennende Sachverständige als den Anforderungen genügend anerkannt werden.* „Für ungerechfertigt- Verzögerungen bei der Fahrtausführung werden entsprechende Abzüge von der Subventionssumme gemacht." „Die Dampfer führen die deutsche Postflagge und befördern die ReichSpost und die bayerische und württembergische Poft nebst den Beglestern ohne besondere Jefferfon S: L . _ . zu Verwickelungen führende Bündnisse mit keiner. Die Herstellung eines sicheren und festen Arbeitslohnes will der neue ! Präsident sich besonders angelegen sein lassen, unnöthige Steuern und ein über- : mäßiges Anhausen von Ueberschüssen im Staatsschätze vermeiden. Die Staatsdomänen sollen gegen Ausbeutung und ungesetzliche Besitznahme gesichert werden. Durch Erziehung und Civilisation möchte er die Indianer zu guten Bürgern heranbilden. Gegen die Vielweiberei spricht Cleveland sich ebenso energisch aus, wie gegen die Einwanderung der knechtischen Chinesen, welche keine amerikanischen Bürger werden wollen. Die Civildienst-Resorm, einer der Punkte von weitgehendster Bedeutung und Tragweite, wird in ihrer ganzen Schärfe aufrecht erhalten; nicht Parteiservilität, sondern Verdienst und Tüchtigkeit sollen bei der Verleihung eines Amtes entscheiden. Die Sclavenfrage ist sür ihn endgültig erledigt, indem die Freigelassenen amerikanische Bürger mit allen Pflichten und Rechten derselben seien und bleiben. Zum Schluß flehet Cleveland zu Gott um seinen Segen und seine Hülfe bei dieser Arbeit. Das heißt denn doch wohl ohne Parteilichkeit und Menschensurcht klar und deutlich sprechen. Inzwischen hat die Bildung seines Cabmets gezeigt, daß es dem neuen Präsidenten mit der Durchführung seiner ausgesprochenen Grund- sätze voller Ernst ist; wir finden in demselben nur tarnen von bestem Klange, ihre Träger sind jämmtlich Männer von erprobter Tüchtigkeit, bei deren Wahl nicht lediglich Parteirückfichten den Ausschlag gegeben haben, wie eß in der letzten Zeit stets der Fall gewesen ist. Gerade deshalb haben viele Parteigenossen Cleveland's und natürlich auch die Anhänger Blaine's ihre äußerste Unzufriedenheit mit dem Programme und Verfahren des neuen Präsidenten laut und vernehmlich ausgesprochen. Die nächste Zukunst muß nun schon die Entscheidung darüber bringen, ob alle diese Vorgänge eine Zersetzung der beiden großen alten Parteien herbeisühren werden; aller Wahrscheinl'.chkeit nach würde sich dann eine neue große Partei aus den besseren Elementen der Demokraten und Republikaner biloen. Zu einem solchen Resultat könnte man den Vereinigten Staaten nur Glück wünschen, weil damit die Durchführung der Elweland'schen Reformen gesichert wäre und sich für die Zukunst der transatlantischen Republik die besten Aussichten eröffneten. _____ genommen wurde: , , . „Die Unternehmer der Hauptlinien sind verpflichtet, bet der Hin- und Rückfahrt holländische und belgische Häfen anzulaufen." Die specielle Rominirung von Rotterdam und Antwerpen, für die sich besonders Abg. Woermann und gegen die sich Abg. Richter erklärte, wurde abgelehnt. Bezüglich des Baues der Dampfer lag ein Antrag der socialdemokratischen Partei vor. daß die Dampfer neu sein und auS deutschem Material hergestellt werden sollen; außerdem soll der Bau derselben bei gleichen Herstellungskosten uud gleicher Leistungsfähigkeit deutschen Werften übertragen werden. „ , t Hierzu irklärte der Herr Reichskanzler, daß eS wohl nicht rathsam sei, de« Bogen allzu stramm zu spannen; wie der soctaldemokrattsche Redner Has en clever, der den Bau neuer Schiffe alS conditio sine quo non für daß Zustandekommen des Gesetzes hinstellte. Wenn man den Unternehmer verpflichten will, nur neue Schiffe einzustellen, so würde vielleicht gar nichts daraus werden und der Gesichtspunkt der socialdemokratischen Partei, daß durch bett Bau der Dampfer die Arbeiter Beschäftigung inden, sich überhaupt nicht realtstren lassen. Der Paragraph wurde darauf in dieser Fassung angenommen: „In diese Linien einzustellende neue Dampfer müssen auf deutschen Werften gebaut sein." Damit wurde die Berathung bis morgen vertagt. $ 4, der nach Bemerkungen der ammacher, Meyer (Bremen), Darmstadt, 9. März. Eine bet der zweiten Kammer etngereichte Interpellation deS Avgeordneteu Ohly, betreffend die Wahl der Bürgermeister m den Laudgemetuden, hat folgenden Wortlaut: „Durch Verhandlungen der Gerichte und der zuständigen Verwaltungsorgane find Tharsachen bekannt geworden, welche darauf hiudeuten, daß bet den In den Jahren 1883—84 stattgehabten Neuwahlen der Bürgermeister in den Landgemeinden tu einzelnen dieser Gemeinden nicht nur formelle Un- reaelmäßigketten, sondern auch schwere materielle GesetzesoerUtzungev, insbesondere unerlaubtes Stimmenwerben, durch Versprechen und Gewähren von Vortheilen ver- schtedeuer Art, namentlich durch Verabreichen von Speisen und Getränken re. vor- aekommen sind. In einzelnen Fällen sollen sich die Beträge, welche zu solchen uner- laubtev Zwecken von den Candidaten oder von deren Anhängern aufgewendet worden find auf Tausende beziffern. Der Unterzeichnete richtet an Großherzogliche Staats- regterung folgende Anfragen: 1) Sind über die angedeuteten Vorgänge in den drei Provinzen deS Landes amtliche Ermittelungen angestellt worden und, bejahenden Falles, welches Ergebn.ß haben dtefelbea geliefert? 2) Was ist oder was wird von Setten Großh. Staatsregierung geschehen, um gleichen oder ähnlichen Vorkommn ssen in Zukunft vorzubevgen? . L . , _ .x Mainz, 12. März. Ber der heutigen Landtagswahl stimm: en von .7712 Wahlberechtigten 3074. Die Soeialdemokraten siegten mit 1242 Stimmen gegen 1077 Ultramontane und 755 Nationalliberale. (Fr. Ztg.) Achen, «fr MiariMSprüfun PMvzScoNMlfsar für SWtcttu würben i: Mittags 1 Ubr, bann son ’M bis V28 Uhr. 1 wurden für bestmen et erteilen. Von den best studiten, 1 will auf die Siehe«, 13. Mi hing sm 11. März war zählt. Seit Gründung an die Centralstelle in 3 wurden wtoergewfylt Ml bitten im 3 MM tnuMea Nation Der SaMdttag beträg Die unft^Wec MhAN. hdfiLLvn.Prv W, M Wut* Professor. I. hanste der Gotzsat StMvrrori anwalt. Di. Schil Bankdirect Ein Antrag des Zentrums, lautend: „Dem Reichskanzler oder den steht die Einsicht in die Bücher offen" * ®Lailf dagegen fl«PÄ M-oh, Ki»k,L ton U, .’<*«, £ ’sir jm Bezahlung." „Die regelmäßigen Fahrten müssen spätestens 12 Monate noch Abschluß der Verträge beginnen." „Erwachsen den Unternehmern auS dem Betriebe dauernd größere Gewinne, so kann die Regierung den Unternehmern größere Leistungen, z. B. in Bezug auf schnellere und vermehrte Fahrten, auferlegen, oder die Subventionssumme kürzrn. wurde abgelebnt- Eine längere Debatte entspann sich um Abgeordneten v. Helldorff, Härle, Stiller, H-------- . ~ . Rinteleu uud der StaatSsecretäre Dr. Stephan und v. Bötticher wie folgt an- - i® ifi "e L-V ibeiltflen W wollen, Wu . . r1' Darmsto Äk,e ln « Mw« jum Sej} ottolrmtien n(r Sffl mlÄ Welt hir Fnh.fi 3?ret A-m-s-n “mem her Ä’>,! pKL» SjsSh sSrsr »ftW- S>a, 0» »«S.R S&sÄ Berlin, 11. März. (Reichstags Im Reichstage stand heute der Antrag de8 dänischen, resp. nordschleswigfchen Abg. Junggreen in zweiter Lesung zur Berathung, wonach in den zum Reiche gehörigen Landesthetlen, in denen eine nichtdeulsche Sprache die Volkssprache ist, die Gesetze und Verordnungen in der betreffenden Volkssprache veröffentlicht, die Rechtsverhandlungen auf Verlangen des Angeklagten ebenfalls tn der betreffenden Volkssprache geführt werden sollen. r m A Vor leeren Bänken motivirl Abg. Junggreen seinen aussichtslosen Antrag, der schon seit Jahren zu dem eisernen Fonds des Reichstags gehört. Bereits in erster Lesung war dagegen geltend gemacht, daß derselbe, soweit er sich auf die Verwaltungs- sprache beziehe, nicht tn die Comprtenz der Retchkgefitzgebung falle. Der Antragsteller hatte daher diese Forderung fallen lassen. Nach kurzer Debatte, in der sich die Abgeordneten Gottburgsen und Francke (Beide Schleswiger), sowie Abg. Lenzmann gegen den Antrag ausgesprochen hatten und Abg. Rinteleu (Ctr.) diese Angelegenheit beiBerathung des.Polenantrags zu erledigen vorschlug, zog Abg. Junggreen seinen Antrag zurück. Der von den Abgeordneten Grtlleuberger und Bebel eingebrachte Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, wurde nach einer zweistündigen Mottvtrung seitens deS erstgenannten Abgeordneten und darauf erfolgenden Entgegnung des conservativrn Abgeordneten Hartmann an eine Commission verwiesen. Abg. Grillenberger führte auS, daß der Antrag nur eine Etappe zu dem Ziele darstelle, das seine Partei überhaupt erreichen wolle. In dem Anträge sei nichts enthalten, was als Utopie oder unerreichbar bezeichnet werden könnte; die Einführung eines gesetzlich geregelten Arbeitstags sei nothweudig und ja auch dem Reichskanzler erwünscht, der ja Vorschläge hierzu von den Abgeordneten verlangt habe. Sonst weiß zwar der Kanzler immer, so z. B. beim Sociaftstengesetz wie man es machen müsse, und hier hören wir nur Ausflüchte und Ausreden, damit nichts gethan zu werden braucht. Für uns Socialdemokraten dreht es sich nicht allein um die staatliche Regelung der Arbeitszeit, sondern auch um die staatliche Beschränkung derselben, denn die Vaga- bunben, wie gestern schon Herr v. Kleist-Retzow ausgeführt, d. h. die beschäftigungslosen Arbeiter, mehren sich tn erschreckender Weise. So lange Sie daran nicht heran- treten, um Wandel zu schaffen, wird kein deutscher Arbeiter glauben, daß diese Bestrebungen und Versprechungen ernsthaft sind. Der Redner beleuchtet dann die gegen den Maximalocbeitstag gemachten Einwände und polemtfirt gegen den deutsch-freisinnigen Standpunkt, nach dem ein Normal- arbettsmensch eine Unmöglichkeit sei. Minister v. Puttkammer habe zwar die Forderungen dieses Antrags als unausführbar und utopisch bezeichnet, aber er hoffe, daß derselbe Gesetzeskraft erlange, wenn man den Arbeitern eben helfen wolle. Abg. Hartmann betonte, daß es gerade die Conservativen gewesen seien, die sich zuerst auf den Boden der Kaiser!. Botschaft gestellt hätten; jede Anregung, dieses Ziel näher zu führen, würde seine Partei mit Freuden begrüßen. Der Antrag enthalte manches Brauchbare, das zwar nicht olles neu sei, Vieles aber auch, an dessen Realifirung beim besten Willen nicht gedacht werden kann. Der Schwerpunkt der Vorschläge liege in der Organisation des RetchS-Etftnbahnamts, der ArbettSkammern und Schiedsgerichte. Nächste Sitzung morgen. Postdampfervorlage. Berlin, 12. März. ^Reichstag) Im Reichstage stand die Postdampfer-Subventionsvorlage auf der Tagesordnung; der Herr Reichskanzler, der dazu erwartet wurde, erschien erst in später Stunde und betheiligte sich nur mit einer kurzen Be, merkung an der Debatte. Diese brachte keine neuen bemerkenswerthen Gesichtspunkte hervor, wir können uns deßhalb darauf beschränken, diejenigen Paragraphen, wie sie unter Verwerfung anderer aus den Verhandlungen hervorgingen, nachstehend zu skizztren. Der Schwerpunkt des Gesetzes liegt überhaupt erst in den Debatten der nächsten Tage, da einige Paragraphen der dem Entwürfe betgegebenen „Anlage" erst, wie tn einer längeren Geschäftsordnungsdebatte festgestellt wurde, nach Erledigung anderer späterer Bestimmungen dlskuttrt werden sollen. Angenommen von dem Telegraphische Depeschen. Wolffs lelegr. Correspondenz - Burea«. Berlin, 12. März. In der heutigen Sitzung des Bundesraths wurde der Gesetzentwurf über die Steuervergütung für Zucker und der Gesetzentwurf wegen Abänderung und Ergänzung des Gerichtsverfassungs-Gesetzes und der Strasproceßordnung den zuständigen Ausschüssen überwiesen. — Der „Reichs-Anz." meldet, die deutsche und englische Regierung sei übereingekommen, durch eine in Kapstadt znsammentretende gemischte Commission die Ansprüche auf Privateigenthum und Nutzungsrechte prüfen zu lassen, welche die englischen Untertanen in dem unter deutschem Schutze stehenden Gebiet zwi. scheu der Mündung des Orangefluffes und dem Kap Trio Einschließlich der Walfischbay und deutscher Untertanen in der Walfischbay, sowie den Inseln bei Angra Pequena erworben zu haben behaupten. Zum deutschen Commissionsmitglied ist General-Consul Biber ernannt. Oldenburg, 12. März. Reichstagswahl. Bis jetzt sind für Propping (D.-Freis.) 5279, Fortmann (Nat,»Lib.) 3497, Schwarz (Soc.) 183 Stimmen abgegeben. Aus einer Anzahl von Wahlbezirken fehlt das Resultat noch. Wien, 12. März. Ein Communiqu6 des „Fremdenbl." erklärt die von einem Pesther Correspondenten an ein auswärtiges Blatt gemachten Mittheilungen über die gegenwärtige Stellung der ungarischen Regierung zur bosnischen Frage sür jedweder Grundlage entbehrend. Paris, 14. März. Die intransigenten Zeitungen protestiren dagegen, daß die am Dienstag verhafteten Socialisten über die Grenze gebracht roerbeit sollen. Eine solche Maßregel komme einer Auslieferung gleich. — Es wurde Befehl ertheilt, kürzlich Ausgewiesene, welche über die Nordgrenze Frankreich wieder beträten, zu verhaften. London, 12. März. Der „Times" zufolge wurde zwischen Herber! Bismarck und Granville eine Vereinbarung getroffen, wonach der District zw? schen der Baptisten - Colonie Victoria und Rio del Rey an Deutschland abge' treten wird. Victoria bleibt britisch. Deutschland verpflichtet sich, die Regim im Westen Rio del ReyS unbehelligt zu lassen und mögliche Concessionen in beit britischen Verträgen mit den Negerstämmen im Negerdistrict nicht für M auszubeuten. — Der „Standard" erfährt, das Cabinet trete heute zusammen, um err- gegangene wichtige Depeschen von der russischen Regierung in BerathuH zu ziehen. — Die „Times" publicirt eine Zuschrift des hiesigen argentinischen Gt- sandten, welche das Gerücht über ein Trutzbündniß zwischen Brasilien und Argentinien gegen Chili als völlig unwahr bezeichnet. — „Reuters Bureau" meldet: In dem heute stattgesundenen Cabineft- rathe wurde beschlossen, die in der afghanischen Frage eingenommene Stellurg sestzuhalten. Rom, 12. März. Im Senate ist eine Interpellation angemeldet um die leitende Idee der Operationen im Rothen Meere und der zu ihrer Durchs führung ergriffenen Maßregeln. Die Discussion hierüber soll am 21. d. Mil. stattfinden. Catania, 12. März. Heute Morgen geschah in Zafferana am Aetna ein heftiges, lange andauerndes Erdbeben ohne Schaden anzurichten. Paris, 12. März. Eine Depcfctze Bn^re's aus Hanoi von gestern mdbel: Der Feind, oen wir bei Tuyenquan und Haoinac schlugen, zahlte wentgsteid 20,000 Mann. Er zieht sich auf Waldwegen tn der Richtung von Thuanquan zurtia Der Feind machte bei dem Kampf am 2. d. M- von Minen einen geschickten Gebrauv Die Explosion einer ganzen Minengruppe vor der Schanze brachte den Sturm re Ttrailleurs von Algier zum Scheitern. Wir haben später noch eine Anzahl andere M«nm aufgefunden. Die Verluste der tonakrngesischen Truppen am 2. bs. betrug^ 2 Franzosen und 16 Eingeborene tobt ein Offizier und 29 Eingeborene verwundet- M beiden Tagen, am 2. und 3. ds. wurden unS im Ganzen 463 Mann außrr GefE gesetzt. Nach Meldungen Negrters verloren die Chinesen >n dem Gefecht vom 2/. eine große Menge Munition, Kriegsmaterial und Proviant- _ 8 Pari», 12. MSr,. Ein Telegramm des AdmlralS L-spi-S au« Kelung 8. d. Mts. meldet, der Oberst DucheSne habe am 4. d. MtS. mit 1300 Mann 1444 Abbildungen auf Wunsch gratis. lufführungen schloß sich ein Ball. zu dem besondere Einladungen , und der die Theilnehmenden btß zu früher Morgenstunde zu- Mts. aöenöunterfjaflung im Cafe Leib Der Vorstand. Anfang 8 Uhr. wozu ergebenst einladet ergangen waren fammeohtelt. Anwesenden zu erfreuen hatte. An die Aufführungen schloß sich ein Ball rum Selbstfahren, Bock zum Abnehmen, gleicher Spur, elegante, saubere und solide Arbeit, empfiehlt billigst J. Qi-. Kumpf, Frankfurt a Kl, Eiserne Hand- Oswalds Garten. Carroussel -Vetustigung Kirchliche Muzeigerr der Stadt Gietzev. Evangelische Gemeinde. G o t t e s d i e n st. „ Sonntag Lätare, 15. März. Vormittags 9y2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den 16. März, Abends 8 Uhr, m der Klemkmderschule, Bibelstunde, Philipperbrief, Kap. 2, 12-18. Pfarrer vr. Naumann. Mittwoch, 18. Mär;, Abends 6 Uhr, m der Kirche, 5. Passionsandacht, Pfarr^ Schloss er. d^ 22. März, als dem Geburtstag unseres Kaisers, wird zur kirchlichen Feier desselben ein befonberer 9eftg011e§b tenft gebalten roeTben, der um halb elf Uhr Vormittags beginnen soll. Der gewöhnliche Hauptgottesdrenst wird deshalb an diesem Tage ausnahmsweise schon um neun Uhr anfangen. Am Sonntag, den 22. März, findet Beichte und heiliges Abendmahl im ber 2Bo(be üom 15. bi§ 21. w Pfarrer Dingeldey. Für Cosifirmandeö. empfehle in reichhaltigster und gediegenster Auswahl zu billigsten Preisen: Knabenhemden ... von J-L 2,— pr. St. an, Madchenhemden . . „ „ 1-30 „ „ „ Beinkleider 1— „ „ „ Röcke, Taschentücher, Corsetten und Rüschen rc. won den einfachsten bis zu den hochelegantesten. 11813 Mark) Schulstr. 5, Wäsche- und Weihwaarengeschäft. 1804b He Krämer. Liederkranz. Die auf Sonntag den 15. März anberaumte Abendunterhaltung fällt Dagegen 1814 Samstag den 21. März: FhHuna’ti der Chinesen ang?gttsfm. Nach einer Reihe glänzender Gefechte, welche Taae^dauerten, seien d e CH ne 'n auS allm früher innegchabten Stellungen vertrieben S aeaen lamrui zaröckg-wo-t-n «ord-n, auf der Flucht tSttm st- 2 KaWnm, ?akkr^Le Flinten und Fahnen unb eine große Menge Munition MÜckgelassen. Die ßravzosen hätten ungeführ 2O0Todke und Verwundtte gehabt. Der Gesundheitszustand sei März. Der Gemeinderath von Antwerpen hatte den König zu -x^ao-Angeleg-nhett beglückwünscht. Das daraus erfolgte Dankschreiben des ^öniaLweistauf die Notbwendtgkrtt bin, dem Handel neue Absatzwege zu eröffnen L hebt hervor, Belgien könne seine Dankbarkeit für Alles, was es den Mächten verdanke nicht besser betätigen, als indem es einem Werke von fo allgemeinem Interesse aIIc I^^März. Ashlcy antwortet Gorst, die Regierung habe keine Jn- fnrmatlon Über die beabsichtigte Verwsltuna der Nordküste Neu-Guineas durch eine v^tvote deutsche Gesellschaft ähnlich der »Nordborneo-Compagnte". Auf die Frage M. ob eia solches Arrangement Deutschland, irgendwelche größeren souv-rSnen mex.»e in Neu'GuMea geben würde, als Großbritannien in Borneo besitzt, erklärt Ä ®rolbrttannten beanspruche keine souveränen Rechte in Borneo. Auf die InVrage ®orn’3, ob das Recht einer solchen prtoaten Gesellschaft, bte 3atWbfctf»n über S Unterthanen auSjufibsn, VON der Regierung anerkannt werden würde, erklärt Een die» fet eine hypothetische Frage, die nicht beantwortet werden ttnne ohne «mnw'tß von den Bedingungen, unte? welchen die Eck-llschaft die Ausübung ber Juris- Metten beanspruchen werde. UrriverfitätS - Chronik. „ ms Rector der Universität Greifswald für das Studienjahr 1885-86 ift Professor Dr. med. Schirmer gewählt worden. Der RectoratSwcchscl findet am. 15. Mat^stattt Boysen, bisher CuftoS an der Göttinger Universitäts-Bibliothek, ist als Unter-B'vliöthekar an die Universitäts-Bibliothek M a r b u r g versetzt. , In Lindau ist der qu. Professor an der Universität Gelangen, Dr. phü mh Ötscher nach langem Leiden, 78 Jahre alt. gestorben. — Der Festausschuß der Friedrich-WsthelmS-Universität in mit dar die Studentenschaft in Berlin beschlossen hat, am 1 Avril für bm größten Staats- fflcun der Welt, Fürsten Bismarck, anläßlich seines 70jasrtgen Geburtstage- und ölljöhrigen Amtsjubtläums einen solmnen Fackelzug zu veranstalten. Sie fordert olle Universitäten Deutschlands auf. durch Deputirte rc^sichzahlretchandemFackelzugbe thetttgen zu wollen, mit der ferneren Bitte, baldmöglichst dem Festausschuß In Berlin die Zahl der Teilnehmer anzuzeigen. Maschinenbauer-Verein. Samstag den 14 Mär; 1885: Stiftungsfest mit Tanzunterhaltung. im Cafe Leib- Anfang 8 Uhr Abends. Der Vorstand. Eintrittskarten bei Herrn Felsing, Neuenweg. 182 hkll. »Sttttatt. ung bis Bundesraths rout läer M der Gesetzentm und h erwlchu. unb eng!Ue MM |ii tretende gemixte teniffioi :echie Men fit lafieti, it# Schutze Mi Rap Tm MM w VaMuy, somit»JO Zum deulM &>■► - M jetzt find ßr PM -chM,M)18SM° iiblt 616 R-Iult»! «4 s Zlkmdenbi." eriliitte® « U-tt gmchen * Aschen R-gi-rmg im ßeilungen ^®rS8 K * ■* iSÄ SS*»* del M die U l°° < n Negerdlstritt w «»**’“* d< w* J T, ■*21 .'K fÄÄ »rugj’« 5 - »i»81 Katholische Gemeinde. 4. Fastensomttag. (Laetare.) Von 7 Uhr an Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. V2IO Ufir: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Sakramentalische Andacht. Freitag um V26 Uhr: Fastenandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 520 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 615 Uhr. ... >ss 1,1 »i °”8tn”b|to86er! || Sä Di oft folgt virpfllchtet, bet ber Hfv, Qciulaafen.8 UrS ännjerpen, für ble sich |lr ^^ter crllirtt, W^rsocialbemokraifstzti vustilluvgtzkostea unb ! S fei.ba taÄ^ner Hasrnclev« 1 JJj. das Znstlmbekotnmev bi Pulten will, nur neut Schis rbm unb bet GchchtSpuvkf bt * MeStbettet BesW,^ 1 angenommen: Dampfer möffen auf beutstz it. Lokale-. Gießen, 13. März. Am Montag fand in dem hiesigen Gymnasium die mündliche MLlurttälSprüfung statt. 25 Oberprimaner unterzogen sich derselben. Als PMangscommffsar fungtrte diesmal Herr Gymnastaldirectoc Dr. Schiller. Die Äbrturienten wurden in 2 Adtheflungen geprüft; derselben von MmgenS 7 bis MUags 1 Ubr, daun nochmals von V23 bis ^4 Uhr Nachmittags; d^e 10 übrigen som Vr4 bis V28 Uhr. Erst um 8 Uhr wurde daS Resultat verkündigt. 23 Abiturtenlen wunden für bestanden erklärt, 2 konnte die Prüfungscommisfion das Reifezeugn ß nicht ertlheUen. Von den bestandenen wollen 10 Medicin, 6 Jura, 5 Theologie, 1 Philologie sivdiren, 1 will auf die Marine gehm. 13 März. sDeutscher Schulvereiu^ In der Genrraloersamm- lmg am 1?^März wurd/ Bericht erstattet, wonach der Verein jctzt 122 Mitglieder MU. Seit Gründung des Vereins in 1882 wurden 530 zur geeigneten Verwendung an9 bte Centralstelle in Berlin eingesendet. Die bisherigen Mitglieder deS Vorstandes winrden^wtedttgewäh^t ^^xeffe der guten Sache, der Vertheidtgung und Erhaltung unserer deutschen Nattonalttüt an der Ostgrenze, um zahlreiche Beitrittserklärungen. 3®leeännteritiänete6n ^ComllS-Mitglieder find bereit, Anmeldungen entgegen, Pmhmen, n^ P„sess°r, Vorsitzender. Ricker, Buchhändler Rechner. V Baist. Rechtsanwalt Bramm, Bürgermeister. Büchner, KreiS- schulinspeltor. L. Bücking, Rentner. Dr. Gareis, Kanzler.und Professor. L. Georgi, Fabrikant. Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt. I. Haustein, Fabrikant. Dr. Harnack, Professor. A. Heß, Dtrector der Gassabrik und Beigeordneter. M. Homberger, Fabrikant und Stadtverordneter. W. Keller, Beigeordneter. Dr. Muhl, Rechtsanwalt. Dr. Oncken, Professor. A. Scheyda, Rcdacteur. Dr. Schiller, Gymnasialdirector und Professor. G. Wortmann, Bankdirector._______________ Vermischte-. —1 Darmstadt. 12. März. Gestern Abend fand in den Räumen des Saal- baiueS die in hiesigen Kreisen mit großer Spannung erwartete dramatisch-musikalische Aufführung zum Besten armer Lehrerwittwen des GroßherzogthumS von Sliudirenden der technischen Hochschule, arrangtrt vom Akademischen Vereine, statt. S-e. Königl- Hoheit der Großherzog, sowie Prinz Heinrich Großh. Hoheit, beehrten daS Fist mit Ihrer Anwesenheit und war der Andrang deS Publtkums ein ganz enormer, so daß auch dieses Jahr wiederum eine reichliche Unterstützung von bedürftigen Lehrers- vtttwen zu erhoffen steht. Die Aufführungen selbst verliefen in schönster Weise. Neben dem jugendlichen Violinvirtuosen Alfred Heß auS Frankfurt, der die „Ballade und Polonaise" von V ieuxtemps, sodann einen „Mazurka" von Wievtawsky mit Meisterschaft zum Vortrag brachte, hatte die Großh. Hoffängerin Frl. Wooge und der hiesige Dilletanten-Jn- ffmmental-Berein dem Feste ihre Mitwirkung angedeihen lassen. Den Schluß bildete das von Siudirenden der Hochschule in Scene gesetzte Mqmtte'sche Schönbarlspiel „Reinecke FuchS". welches sich deS ungetheilten Beifalls der Darmstadt, 9. Marz. ^Zweikampf.^I Zwei junge Bürschchen im ungefähren Alter von 17 Jahren, von w.lchen der eine Spengler, der andere Scribent auf einem hiesigen Bureau ist, gertetheu dieser Tage, angeblich wegen einer Schönen, in Conflict, der nach Ansicht der wahi-schemlich durch schlechte Romanltteratur im Kopfe verdrehten Jünglinge nur durch „Blut" gesühnt werden konnte. Der Eine stellte nun zwei Terzerole zur Versüßung und am Sonntag Vormittag soll in einem benachbarten Walde nach allen Regeln ein Zweikampf stattgefunden haben, bet dem zwei gletch- ultertge Buben als Sccundanten fuvgirtrn, während ein bekannter Barbier als Pauk- doctor zugezogen war. Die beiden Kampfhähne sollen wirklich Schroischüssr aufeinander abgegeben und der eine tm Grstcht, der andere an der Seite, allerdings nicht sehr erhebliche, Verletzungen davongetragen haben. Der „Ehre" war damit Genüge geschehen. Andern Tags soll der im Gesicht Verletzte seinem ihn über die Ursache der Verletzung befragenden Principal geantwortet haben, daß er sich dieselbe bet Explosion einer Sptrttuslampe zugezogru habe. Mainz, 8. März. Als gestern Nachmittag die Faftenpredigt im Dome zu Ende war, drängten sich zwei Individuen, ein gewisser B. von Bretzenheim und I. von Mainz, an ble Kanzel heran, und als der Kanzelredner, P. Alphons, die Treppe der Kanzel heruvtertrat, eilten die beiden auf den Pater zu und tUfen ihm daS Wort „Spitzbube" zu. Heber diese Frechheit waren die Umstehenden ganz empört; doch alS sie die Jnsultanten fassen wollten, waren sie bereits im Gedränge verschwunden. Von da begaben sick die Beiden in etne hiesige Wtrlhschast unb schimpften dorten derart über „die Pfaffm, denen man die Hälse abschnetden müsse", daß ber Wirth sich veranlaßt sah, die beiden Individuen vor die Thüre zu weisen. Mainz, 7. Mä z. Der Mainzer Carnevaloerein hat nunmehr seinen Rechnungsabschluß von der letzten Saison ferttaaestellt. Die diesjährigen Einnahmen haben zusammen 55,775 Jt (gegen 62,000 im Vorjahre) betragen und die Ausgaben haben sich auf 54,100 belaufen. Alzey, 9 März. E n Bauersmann verkaufte dieser Tage einem hiesigen Handelsmanne 10 Säcke Wetzen unb als brtde mit dem Preise, 18 per 100 Kg., einig waren, verlangte der Bauersmann auch den Zuschlag von 3 JL Zoll ausbezahlt. - — (Vacante Stellen für Mtlitäranwärter im Bereiche des 11. Armee-Corps.) Diez, Bürgermeisteramt, Rathsschretber, 1200 Gehalt. Orantenstetn, Commando des Cadettenhauses, Nachtwachtcr und Saalwäiter, Bewerber muß verhetrathet sein, ba er als Saalwarter bet der Reinigung der Räume rc. der Unterstützung bedarf, 660 jMa Gchatt, f eie Wohnung, Feuerung und L cht. Schmalkalden, Stadtbehörde, 3. Polfztt-Sergear t, 900 JL Gehalt unb 54 X Un formsvergütung. Wetzlar, Bürgermeisteramt, Tvurmwüchter, 294 X Gchalt, 129 X Entschädigung für Brennmatertal, 27 X für Beleuchtungswatertal, zusammen 450 X und freie Wohnung. * Expräsident Arthur wird die Muße, die ihm seine Rückkehr in das Prteat- leben gewählt, dazu benützen, um in den Stand der Ehe zu treten. Gegenwärtig läßt sich her ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten ein prachtvolles Wohnhaus in New-Park bauen. — Der Aufenthalt ber Württemberger Ausstellung der Firma Specht u. Vierer aus Roomsburg tm hiesigen „Hotel Einhorn" ist bis Montag verlängert, was den Damen angenehm sein wird, denn die Besucherinnen spenden derselben alles Lob und waren entzückt über Schönheit und Auswahl. Die Decoratton des großen Saales durch diverse Musterstüg-l macht einen recht guten Eindruck und da tn unseren Nachbarstädten ble Firma für sehr solid bekannt ist, fo wird sich dieselbe auch hier als solche beweisen. Bekanntmachung. Die Wittwe und die Erben des Georg Erdmann von Ruttershausen haben Looszettel gefertigt, in welchen folgende Grundstücks daftger Gemarkung vorkommen: Flur II Nr. 472, verkauft von Georg Todts Wittwe, Flur IV Nr. 157, verkauft von Heinrich Krafts Eheleuten, Flur IV Nr- 174, verkauft von Georg Erkels Eheleuten uno Flur IV Nr. 359, verkauft von Georg Klinkel- Do die vorgelegten Quittungen nicht beglaubigt sind, werden Alle, welche noch Ansprüche haben sollten, ausge- sordert, solche binnen 6 Wochen hier anzumelden, als sonst die Zahlung als geschehen angesehen und Löschung der beschränkten Einträge verfügt werden sollen- Gießen, den 7. März 1885. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Langsdorfs.1791 Holzversteigerung Im Niederkleener Gemeindewald (Zusammenkunft auf dem Holzweg vor dem Wald) sollen Montag den 23. d M., Vormittags von 9 Uhr ab, versteigert werden: Eichen: 59 Stämme — 25,47 fm, 74 rm Nutzholz, 12 rm Scheit-, 58 rm Knüppel-, 18 rm Stockholz, 257 rm Reiser. Buchen: 117 rm Knüppel-, 64,5 rm Stockholz, 249 rm Reiser. Nadelholz: 39 rm Knüppel, 146 rm Reiser. Gemischt: 12 rm Knüppel, 482 rm Reiser- Gr. Rechtenbach, 11- März 1885. 1805 Das Bürgermeisteramt. Flotte Nagler finden Arbeit bei 1797 JL BarnÄ68e Loh-Verkauf- n ff ft n ff ff 6) ff ff n ff ff werden. 4) 5) ff ff n ft ff ff ff ff ff ff ff ff if ff 5,0 4,6 4,0 5,2 3,5 5,2 5,0 4,8 4,0 55 45 135 Ehringshausen Katzenfurt Kölschhausen 150 250 90 80 90 200 9 Uhr, an mich einreichen. t Ehringshausen (Deutz-Gießener Bahn), den 10 Marz 188o. 1806 Der Bürgermeister: Aechlin. 7) . , , . . 8) Niedergirmes 9) Niederlemp 10) Werdorf soll im Submissionswege versteigert L . Kaufliebhaber wollen ihre Offerten gehörig verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch den 23. d. M., BormrttagS 1) Aßlar 2) Berghausen 3) Dillheim Dreisbach „Himberg", „Hasenbergöse 9 e", „Himbergßbirken", „Faulkops", „Hintere Arbach , „Wäldchen", „Ruheiche", „Streitenberg" Die Eichenlohrinde der Gemeinden circa 60 Ctr., taxirt zu 4,8, Distr. „Kochsborn", Goldgrube u. Dillberg , Holzverfteigerung. Montag den 16» d. M sollen in dem hiesigen Stadtwald, District Neuerwald 203 Eichenstämme von 16 bis 46 Ctm. Durchm., 6 Nadelstämme von 30 bis 40 Ctm. Durchm-, 29 Birkenstämme von 22 bis 30 Ctm. Durchm. von Vormittag 9 Uhr an versteigert werden. Das Eichenholz ist zu Werk- und Bauholz sehr geeignet. Grünberg, den 11. März 1885. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Pracht. 1823 Hausverkauf. Samstag den 21. März, Abends 8 Uhr, lasse ich meine Hofraithe in Salzböden, Kr. Wetzlar, bestehend aus einem zweistöckigen Wohnhaus nebst Scheuer und Stallung, in schöner Lage und gut besind- lichem Zustand, in der Schadeck'schen Wirtschaft zu Salzböden öffentlich meistbietend versteigern. 1'96 Klein-Linden, den 17. März 1885. Friedrich Wilhelm Reuschling. Holzverfteigerung. Im Münchholzhausens r Ge- meiudewald sollen versteigert werden: I. Samstag den 21. d. M», Vormittags von 9 Uhr ab, beginnend „im Birkentriesch" 40 Eichenstämme — 19,53 fm, 91 Nadelstämme — 15,43 fm, und 72 ebensolcher Stangen I/HI. Classe, und 12,50 rm Eichen- u. 6 rm Kiefern- Nutzholz; II- Dienstag den 241. d. M., von Vormittags 9 Uhr ab, beginnend „im Birkentriesch" Eicken: 24 rm Scheit-, 15 rm Knüppel-, 18 rm Stockholz, 41 rm Resser. Bucken: 13 rin Knüppel-, 22 rm Stockholz, 360 rm Reiser. Nadelholz: 2 rm Scheit-, 31 rm Knüppel-, 11 rm Stockholz, 210 rm Reiser. Gemischt: 4 rm Scheck-, 4 rm Knüppel-, 1 rm Stockholz, 578 rm Reiser. Gr. Rechtenbach, 11. März 1885. 1804 Das Bürgermeisteramt. Holz-Versteigerung. Mittwoch den 1K. VMrz L Js», Vormittags 10 Uhr, kommt in dem (älee berger Gemeindewald, District Mohrs: wald, nachstehendes Holz zur öffentlicher Versteigerung: j - 184 Eichenstämme mit 168,62 Festm., 89 Rm. Eichen-Scheit- und Knüppelholz, 300 Stück Ausbuschreisig. Cleeberg, den 7. März 1885. Der Bürgermeister. 1808____________________Keil. Versteigerung. Donnerstag den 19* März, von Vormittags 10 Uhr an, werden in der Wohnung des verstorbenen Jacob Haus III. zu Bielm bei Rodheim wegen Erbvertheilung folgende Gegenstände: 3 Pferde,. 2 Kühe, 1 Rind, 1 zweispänniger Wagern 2 einspännige Wagen, Heu, Stroh und sonstige Hans- und Wirthichaftsgeräche gegen Baarzahlung versteigert.^ Bieber, den 12. März 1885. Der Vormund. 1812 L. Peusch. Jeikgeöotenes. Eine große Partie zurückgesetzte Schnürstiefel verkaufe, um damit zu räumen, zu folgenden enorm billigen Preisen: für Kinder ä Jl. 1.20, für Mädchen ä 2.25, letztere passend bis zum Alter von 16 Jahren. 18!^ _____Elsoffer* ”1802 1 Dopha, 6 gepolsterte Ttühke billig zu verkaufen. n : I. Rothenberger, Ltndenplatz 8. Friedrich Lc® G I e i i e n. 391 Specialität: OtoflTee. - Die Ausstelluna unserer Musterstückc und Orininalvrvben °°n Leinen-Gardine« und Witsch- eigene« Fabrikates im Saale des Hotel Einhorn wird di-n durch unwiderruflich bis Montag Abend verlängert und täglich von Morgens bis Abends 7 Uhr, auch ^ochaUungsvoll""^ geöffnet. 1810 Specht & Bierer. Fsbriksttonsgkschsst, Ravensburg b. Bodenser, Württrmberz Rheiasalm, W-serfalm, Cabliau. Zander, Heckte, Schollen, Backfische, grüne Heringe, Schellfische, Bratbücklinge, ff. Kieler Sprotten, Mesfina-Apfelsinen, in der 1818 Hamburger Mschhandlung. Wermiethungen. 1794 Ein kleines schönes Mansarden- Loais an ruhige Leute zu vermiethen. PH. Strack, Bahnhofstraße. 1793 Ein Logis zu vermiethen bei ________Schreiner Heß, Käplansgasse. 18<7 Möblirtes Zimmer u. Cabinetz auf Wunsch auch mit Pension, sofort zu vermiethen. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. 1811 Zwei ineinandergehende Zimmer Pr. 1. April zu vermiethen. Anton Petri. Vermischte Anzeigen. 1803 Ein gewandter Geschäftsmann sucht die Vertretung einer Cigarrenfabrik oder Engros-Handlung für Alsfeld und Ilmgegend gegen Provision. Auskunft in der Exped. d. Bl-__________ ? Redaction: Freireligiöse Erbauung. Sonntag den 13. März er., Vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Gustav Kahlert zu Krofdorf. Vortrag von Herrn Prediger Seng er aus Frankfurt a. M., wozu Freunde und Gesinnungsgenossen ergebens! einladet [1790] Der Vorstand. CTHeyerj Mechaniker, Neue Bäue Brrrckhardt'scheS HauS empfiehlt sich zu Anlagen von 1820 Elect. Haus- und Hotel-Telegraphen, Schellen^ Telephons etc. MrM-Welljchast. General - Versammlung Donnerstag den 19 Marx, Abends 8V2 Ahr, im Restaurant Schnell. Tagesordnung: Bericht, Rechnungsablage und Vorstandswahl. 1822 Der Vorstand. Sonntag den 15. Mär® : Carnevaliflische Abendunterhaltung ____im Cafe Zisib._________________ Gesellschaft „Casino“ Wieseck. Sonntag den 15. März 1885: 1815 Ein Mädchen von 17 Zahm sucht für Morgens Stelle zur Besorg-vg von Ausgängen oder im Hanshatt- Näheres Schloßgasse 11._____________ Sämmtliche Pfarrwittweii hier werden gebeten, stch Sonntatk den IS., Abends 6 Uhr, bei Fk. Dekan Kertsch (Neuenweg, „Wiener Hof", 2. Stock) zur Besprech««- einer für ste wichtigen Angelegcir- heit einzrrfinderr. 1792__Einige Psarrwittwen. _ 1795 Einen geehrten Publikum jtt gefl. Nachricht, daß ich mich als Leichenfrau bestens empfohlen halte, und verspreche ich alles pünktlich und billigst zu besorgen- Hochachtungsvoll ______Frau Lind, Gr Mühlgasse 2\ Zum Betriebe meines Geschah suche ich einen geeigneten Bauplstz oder ein bebautes Grundstück. <£• Backofen, Photograph. Offerten beliebe man in der Exped. d. Bl. abzugeben. l1?^ Gesucht 19 ein intelligenter und zuverlässiger Mai., der sich als Vorarbeiter und Aufseher qualificirt. Gute Zeugnisse verlangt. Auskunft erheilt die Exped. d. Bl- tWjUMiiMM||| Fmum »WHIMMU! IIMM" " Geld - Eour-. Theatralische Abendunterhaltung. Anfang 8 Uhr» 1799 1819 Em braves Dienstmädchen wird | 1807 Einen guten Arbeiter sucht zu miethen gesucht. Seltersweg 1. 1 I. Benner, Schuhmachermftr. 20-Francs-Stücke . . . do. in i/2 . Englische Souvereigns Russische Imperiales . . Ducaten ...... Dollars in Gold . . . 16 16 20 16 9 4 20-06 18-00 44-<6 76-00 56-00 21-00! A. Schcyda. — Druck und Verlag der Brüh!'scheu Druckerei (Fr. Ebr. Pietsch) in Gießen. Di- heutige Nummer enthält 1 Blatt und 1 »«'läge Dn M Der Ndl Konmten, weich Dm MH mch im II. Mr Wi »Mige Crem Gesund' Hundeblechmarken. Gießen, Berlin, 13.1 der QonwftffSiibiw tot fihetfilflten Mli öle/ Mn nai D Soclalbttnolralrti tiitf. afrikanischen Linien, w8 M15 Jche brwiAtzi Mtz. v. hrsid sie sitz ßt Witt AWl. Di dem RM? tdntn Dl hoffte Mechtesin ji Mist Bttzma sims gegen seine G Politik nicht In so ti genehmigt, so würt soffen, durch die q, heute ablehnend ve gingen, vor Ihren oder nicht. Die Ci f« reichen Bergbc Wto, dort befinde E'chen reichen Leute das würde den Natt ÄIch in Handelss ^tnr Stückchen über Er und Kaffee ba Acres Bkfißcs in K M'g nehmenüber Völkersrühling, Wika * bin ta" 3 106 SttaÄ*1'1 1 brnd (K HündeklMw tan! nbt#. ? gewinnen deßhalh ßenl'.t,.be genug |jf Ä. i ^W,'dGnÄ SW? ä Q| Ach Di« <