’n. bet Mert u81/18 Ntiiittrtot. WÜT' “8 Met näch,^ bends 8 Uhr go irennbl. eingeladen. echnung. ^rstanh^ -Vereins. eines Jünglings» hier in Gieren ^len, in den Formen. V'Vereinen gelten, Indem ich der mir W Leute, die hier 'gen, Donners» die „Herberge zur e zur Unterstützung. I eingeladen. Pfarrer. trasse 58. ib. Sdl"“®' *tbier 8H2. zu verpachte«. r Mäusburg wenden, 8107 ,n5 bei dem Der- ngebracht worden wir hiermit herzins wahrend der ' und besonders liebevoller Werse danken wir für *»"•5 I ter in Giß8S6fii S Mr. 265 Freitag den 13. November 18S5 ießmer Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. . . ., , .. - «x>A-*AAa. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mrt Ausnahme des MontagS. £ur$ bie P^st bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 41h» cii] er Amtlicher Hheil. Betreffend : Die Ernennung der Feuervisitatoren für den Kreis Gießen. Gießen, am 10. November 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Gobelnrod, Grunberg- Harbach, Keffelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Oueckborn, Reinhardshain, Nuddtngshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Wir haben an Stelle des seitherigen Feuervisitators Conrad Bock zu Grünberg, welcher im Hinblick auf sein vorgerücktes Alter und unter Anerkennung der von ihm während einer langen Reihe von Jahren mit Eifer und Treue geleisteten guten Dienste von uns dieser Funktionen enthoben worden ist, den Bezirksbauausseher Maringer zum Feuervisitator für die vorstehend genannten Gemeinden ernannt. Dr. Boekmann. _____ Politische Ueberficht. Gießen, 12. November. Nachdem die preußische Wahl-Campagne nunmehr zum definitiven Abschluß gelangt ist, zieht die bevorstehende Reichstags-Session die Aufmerksamkeit wieder in erhöhtem Maße aus sich. Zwei Fragen sind es namentlich, mit denen sich der Reichstag wohl bald nach seinem Zusammentritte zu befaffen haben wird, ja, die man als die Höhepunkte der Session bezeichnen kann: die Verlängerung des Socialistengesetzes und die Festsetzung der Friedens.Präsenzzisser des Reichsheeres. In Bezug aus letztere Frage heißt es — wenigstens wird in einem Theile der Preffe diese Behauptung ausgestellt — daß die Militär-Verwaltung beabsichtige, eine Vermehrung der Friedens-Präsenz des Reichsheeres anzustreben. Dieses Bestreben ist an und für sich durchaus berechtigt und den bezüglichen Bestimmungen der NeiLsoerfassung entsprechend, denn dieselben setzen die Friedens-Präsenzziffer auf 1 p§t. der Bevölkerung fest und da die Bevölkerung des deutschen Reiches seit 1881, in welchem Jahre die letzte Vermehrung des HeeresstandeS erfolgte, um ca. zwei Millionen Kopse zugenommen hat, so würde dies auch eine Erhöhung der Truppenstärke bedingen. Anderseits muß zugegeben werden, daß der Grund- satz der allgemeinen Wehrpflicht nur dann folgerichtig durchgesührt werden kann, wenn wirklich so viel Mannschaften zur Einstellung gelangen, als Dienstpflichtige vorhanden find. Es ist bei uns aber bisher nie möglich gewesen, alle Dienst, pflichtigen wirklich einzustellen und aus dieser Unmöglichkeit resultirte z. B. die militärische Ausbildung der Ersatzreserve 1. Klasse schon im Frieden. Die Gründe für diese Beschränkung sind vorwiegend finanzieller Natur; indeffen darf man überzeugt sein, daß unsere Militär-Verwaltung bei ihrem anerkannten Streben, die Ausgaben des Reiches für die Wehrkraft aus das Nothwendigste zu beschränken, auch fernerhin darauf bedacht sein wird, erforderliche MehrauS« gaben in möglichst engen Grenzen zu halten. Nun, olle diese speciellen Fragen werden bei der Berathung über die Friedens-Präsenzziffer des Heeres im Reichstage jedenfalls zur eingehendsten Erörterung gelangen, man darf aber wohl erwarten, daß das Parlament keinerlei Beschlüsse fasten wird, die geeignet wären, die Wehrkraft des Reiches auf Jahre hinaus in bedenklicher Weise zu schwächen. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß das Ordinarium des Militär-Etats pro 1886/87 mit einem Plus von 5% Mill. Jl. an fortdauernden und etwa 8 Mill. Jt. an einmaligen Ausgaben gegen das Vorjahr abschließt. Von dem- selben kommen 7 Mill. für Vervollständigung des Waffenbestandes als einmalige Ausgabe und 3 Mill. JL für Verpflegung in Betracht. Das Extra- ordinarium weist ein Plus von etwa 4J/2 Mill. gegen das Vorjahr auf und beträgt im Ganzen ca. 25 Mill. «X, die zum größeren Theile aus dem Festuvgsbausonds mit etwa 10% Mill. JL durch eine Anleihe und mit circa 2 Mill. aus den ordentlichen Reichs-Einnahmen eingebracht werden sollen. — Was nun die Verlängerung des Socialfftengchtzes anbelangt, welches be- kanntlich im Herbste nächsten Jahres abläust, so sieht man der Entscheidung des Reichstages hierüber mit besonderer Spannung entgegen. Das letzte Mal gaben im Reichstage bei der Abstimmung über die Vorlage, welche die Ver- längerung des Socialistengesetzes forderte, nur wenige Stimmen den Ausschlag für dieselbe und bei der eigenartigen Zusammensetzung des Reichstages schwankt diesmal die Entscheidung mehr als je. Darüber, ob das Gesetz in der That einen praktischen Nutzen hat, sind die Meinungen sehr getheilt. Wer indeffen dm Stand der Dinge reiflich prüft, der wird trotzdem, daß die socialdemokca- tische Bewegung von ihrer inneren Kraft noch nicht merkbar eingebüßt hat, dennoch finden, daß eine Aushebung des Socialistengesetzes von den bedenklichsten Cor.sequenzen sein müßte, denn es würde hiermit der zügellosen, fanatischen Agitalion mancher modernen Volksbeglücker, wiederum ThürZund Thor geöffnet werden und einer solchen Eventualität gegenüber würde ein die Außerkrast- schling des Socialistengesetzes bezweckender Beschluß des Reichstages nur tief zu beklagen sein. Prinz Albrecht, der Regent von Braunschweig, wird feinen Aufenthalt vorläufig wieder in Hannover nehmen, bis die nöthigen baulichen Veränderungen im braunschweigischen Residenzschloste erfolgt sind. Ueber die Abreise des Prinzen Albrecht von Braunschweig find indeffen noch keine festen Bestimmungen getroffen, dagegen ist seine Gemahlin am Montag Nachmittag über Berlin nach Camenz i. Schl, abgereist, um dort etwa eine Woche zu ver* wellen und dann nach Hannover überzufiedeln. Zur Angelegenheit der Neubesetzung des erzbischöflichen Stuh-es von Posen-Gnesen liegt eine bemerkenswerthe Notiz vor. Der „Kuiyer Poznanski" veröffentlicht eine Zuschrift des Kardinals, Grafen Ledochowski, in welcher derselbe seine volle Ucberzeugung ausspricht, daß er, Der Hirte, zu seiner verlastenen Heerde zurückkehren werde. Das genannte Blatt folgert hieraus, daß Graf Ledochowski an eine Resignation auf den erzbischöflichen Stuhl von Posen-Gnesen gar nicht denke. Sollte Graf Ledochowski wirklich in sein früheres Amt eingesetzt werden, so müßte entweder er sich in seinen Gesinnungen gewaltig geändert haben, oder aber die preußische Regierung zur vollständigen Nachgiebigkeit gegenüber den Forderungen der römischen Curie geneigt fein; beides jedoch ist schwer denkbar. — Aus Straßburg i. E. wird gemeldet, daß der neue Statthalter am Samstag auch den Coadjutor Stumps nebst dem Domkapitel empfing und auf die begrüßende Ansprache des Herrn Stumpf erwiderte, wiejgroßen Werth er, der Statthalter, darauf lege, die guten Beziehungen zu pflHm und zu erhalten, die zur Zeit seines Vorgängers zwischen der Staatsgewalt und der katholischen Kirche bestanden hätten. Fürst Hohenlohe betonte hiM^ei, daß er selbst der letzteren angehöre. ^Jn der niederländischen Arbeiterwelt machen sich gegenwärtig wieder agitatorische Einflüsse bemerkbar. Am Sonntag begaben sich in Amsterdam einige Hundert Arbeiter, von Socialdemokcatm zusammenberufen, in geschloffenem Zuge zum Bürgermeister nach dem Stadthause, um Arbeit zu verlangen. Hier wurde ihnen eröffnet, daß das Stadthaupt keine Deputationen empfange, die in dieser Weise kämen. Alsdann sandten die Arbeiter zwei Delegirte, die der Bürgermeister ebenfalls nicht empfing, und zwar mit Rücksicht auf die stattfindende Sitzung. Die vor dem Rathhause angesarnmelte Menschenmenge konnte nur durch die Polizei zerstreut werden. Da Tumulte befürchtet werden, so haben die Behörden die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die Frage Der Armeesprache kann in den in Wien versammelten Delegationen nicht zur Ruhe kommen. In der Generaldebatte, die in der Mon- tagsfitzung der österreichischen Delegation bezüglich des Kriegs- und Marine- Budgets stattfand, gab der Kriegsminister neuerliche Erklärungen über die Armeesprache. Gras Bylandt führte aus, daß für kleine Truppenkörper die Kenntniß der deutschen Sprache freilich nicht nothwendig sei, wohl aber in der Armee im Großen und als Verständigungsmittel im Kriege. Die gesammte Mannschaft brauche ja nicht deutsch zu verstehen, wohl aber der Eine und der Andere. Wie könnten sonst — fruq der Minister — Patrouillen sich verständigen und Meldungen machen? Diese wiederholten Erklärungen des Knegs- ministers sind ein entschiedener Beweis, daß die österreichische Regierung wenigstens nicht an der deutschen Armee- und Commando-Sprache gerüttelt wissen will, dieselbe ist ja in der That so ziemlich das einzige Band, welches die österreichisch-ungarische Armee als Ganzes noch zusammenhält. Je näher der Tag der englischen Parlamentswahlen — der 24. November — heranrückt, desto häufiger werden die Agitationsreisen besonders der Parteiführer. Jetzt hat Herr Gladstone eine derartige Reise nach Schottland angetreten — der Wahlkreis des früheren Premiers liegt in Schottland — um in Edinburgh mehrere Wahlreden zu halten. Schon unterwegs, in Chester, hat Mr. Gladstone einen kleinen Speech gehalten, in welchem er versicherte, er gehe weniger nach Schottland, um wiedergewählt zu werden, als- um die Lehre von der< Einigkeit in der liberalen Partei zu predigen. König Thibo von Birma hat auf das englische Ultimatum in unbefriedigender, zum Theil sogar feindseliger Weise geantwortet; die englischen Truppen werden daher ehemöglichst die birmanische Grenze überschreiten und sind vier Regimenter auf Dampfern bereits dem Jrrawaddy hinaufgegangen. |f Darmstadt, 11. November. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wohnte heute Vormittag 10 Uhr mit dem Erbgroßherzog und den Erbprin- zessinnen-Töchtern, sowie den gesummten übrigen Großh. Herrschaften der Einweihung der neuen evangelischen Martinskirche bei, welche von einem Privaten für den nordöstlichen Stadttheil, der nunmehr eine eigene kirchliche Gemeinde, die Martinsgemeinde, bildet, sammt Pfarrhaus und Dotation der Pfarrstelle gestiftet worden ist. Der Stifter hat etwa eine Viertel Million «X darangewendet. Die Kirche und das Pfarrhaus sind im frühgothifchen Styl erbaut und machen einen höchst malerischen Eindruck. Die Einweihung der Kirche verlief unter Anwesenheit der Geistlichkeit, der staatlichen und städtischen Behör- den, der Spitzen des Militärs und der Hofstaaten in durchaus proaramm- mäßiger Weise. — Heute Abend beabsichtigen die Großh. Herrschaften den Wohlthätig. keits-Bazar zu besuchen, welcher von dem Alice'Frauenoerein, Abtheilung für Waisenpflege, zum Besten der Waisen in den Räumen des hiesigen Saalbaues veranstaltet worden ist. In Verkaufsbuden mit Haushaltungs-Gegenständen aller Art, Galanterie-, Mercerie- und Spielwaaren werden dabei von Damen der guten Gesellschaft die Honneurs gemacht. Auch für Buffet und Musik ist Sorge getragen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. «Korrespondenz - Bur,an. Berlin, 11. November. Der Etat des Reichsschatzamtes enthält au Gcsammt- ausgaben 162,834,666 X, wovon 7,300,000 JL auf einmalige Ausgaben entfallen- es ist somit bei den Ausgaben gegen das Vorjahr ein Mehr von 54,883,444 vorhanden. Die Herausrahlungen an die Bundesstaaten sind um 53,565,000 at höher. Es wirb beantragt, den kaiserlichen Dispositionsfonds für Gnadenbewilligungen um anderthalb Millionen zu erhöhen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." führt in einem weiteren Artikel über das Urtheil des Landgerichts zu Halle in dem Diätenproceß gegen Hasenclever aus, daß die Klage des Fiskus nach dem preußischen Landrechte als eine sogenannte Condictio ob iniustam causam anzusehen sei. Das Urtheil verstoße, da der Art. 32 0er Verfassung die An- nohme von Entschädigungen verbiete, der Art. 2 aber bestimme, daß die Reichsgesetze den Laudesgesetzcn Vorgehen, gegen eine der fundamentalsten Bestimmungen der Reichsverfassung. Letztere sei nur auf Grund eines Compromisses, der den Art. 32 betraf, zu Stande gekommen; ein Abgeordneter, der Privatdiäten annehme, verletze diesen Eomf^omiß und breche die Verfassung. Berlin, 11. November. Es verlautet, die Errichtung eines deutschen General- Eonsulats in Kalkutta, eines Eonsulats in Bombay und eines Viceconsulats im Pyräus fei in Aussicht genommen. Sternberg, 11. November. Der mecklenburgische Landtag wurde heute eröffnet. Die Schweriner Propositionen betreffen eine ordentliche und eine außer- »rdentliche Kontribution, Revision der Justizgesetzgebung und die Kosten der Justizverwaltung. Wien, 11. November. Das „Fremdenblatt" bezeichnet die Nachrichten von dem bevorstehenden Rücktritt der Minister Pino und Falkenhayn, sowie die Gerüchte über eine bevorstehende Neugestaltung des Cabinets als müßige Erfindungen. — Die serbische Gesandtschaft erklärte, daß ihr absolut nichts bekannt sei von einer angeblichen Mittheilung des Königs von Serbien an die Eabinete, derselbe werde sich nächstens zur Ueberschreitung der Grenze genöthigt sehen. London, N. November. In Folge von Beratungen, welche im Kriegs- miniftertum ftattgefmiden haben, ist gestern beschlossen worden, die Genehmigung zur Errichtung von zehn neuen Bataillonen englischer Linien - Infanterie nachzufuchen. Motivirt wird der Beschluß mit der Vermehrung des britischen Heeres in Indien und mrt der Minderung des Truppenbestandcs in England durch die Sendung von Truppen nach Egypten. — Parnell hielt gestern in Liverpool eine Rede, in welcher er den Wunsch aussprach, Gladstone selbst möge bezüglich der Regierung Irlands den Wählern einen Plan unterbreiten, welcher die Reichseinheit nicht beeinträchtige. Madrid, 11. November. Es verlautet, die Einberufung der Cortes sei auf den 27. December in Aussicht genommen. — Der Sultan von Marocco ertheilte einem Spanier die Genehmigung^zur Errichtung einer Telegraphenleitung im Innern Maroccos. 1 Nisch, 11- November. Officiell wird Folgendes bekannt gegeben: DieEus vulganfcher Quelle stammenden Gerüchte über Grenzverletzungen sind unwahr Die serbische Regierung braucht nicht jetzt erst einen casus belli zu ersinnen, denn fi^ift durch das Verhalten Bulgariens seit lange in der Lage, jederzeit über genügende-Ws- ' liche Gründe für eine etwaige Kriegserklärung zu verfügen, wenn sie nur den Zeitpunkt für gekommen erachtet. Serbien führt eine Staatspolitik, während Bulgarien nur revolutionäre Politik treibt. * Sofia, 11. November. Meldung der „Agence Havas."s Am Montag Abend suchte eine etwa 300 Mann starke serbische Truppenabtheilung an der Grenze bei Trin etwa 25 bulgarische Soldaten einzuschließen, letzteren gelang es jedoch, sich zurückzuziehen, wobei sie von den Serben 1—2 Kilometer weit auf bulgarisches Gebiet verfolgt wurden. Lokale-. ][ Gießen, 12. November. Auf der Durchreise von Darmstadt nach Romrod wird Seme Königliche Hoheit der Großherzog heute Abend Va7 Uhr mittelst Extra- zug die hiesige Station passiren. — Wie wir soeben erfahren, hat das Ministerium dem Anträge der Stadt- verordneten-Versammlung auf Abänderung einiger Bestimmungen des Badereglcments Nicht entsprochen. Diese höchste Entscheidung wird von allen Freunden eines anständigen und reinlichen Bades mit Freuden begrüßt werden. Die Wirksamkeit des Alice-Vereins für Fraurnbitdung und Erwerb zu Gießen. Da der unterzeichnete Vorstand nur einmal, 1880, einen besonderen Bericht über oie Wirksamkeit der Alice-Schule veröffentlicht und den Mitgliedern des Vereins zu- gestellt hat, glaubt er im Interesse der guten Sache und um den Wünschen Vieler zu entsprechen, wieder einmal einen kurzen Ueberblick über den Stand der Schule geben zu sollen. ö .« • Ar Verein, im Frühjahr 1878 ins Leben gerufen, sieht nun auf eine fiebern lahnge Wirksamkeit zurück. Das in dem Bericht von 1880 mitgetheilte Programm wurde streng eingehalten. Als Zweck der am 2. October 1878 eröffneten Aliceschule wurde dann bezeichnet: 1) langen erwachsenen Mädchen eine möglichst weitgehende Ausbildung in roeib-- heben Handarbeiten, im Weißzeugnähen, Kleidermachen unb ganz besonders im Zuschnelden zu geben, 2) Handarbeitslehrerinnen für die Schulen auf dem Lande auszubilden unb ihnen praktische Anleitung für den Unterricht zu ertheilen, 3) für die geistige Weiterbildung der Schülerinnen durch Ertheilen von Unterricht, der zunächst Zeichnen, Rechnen und Buchführung umfassen soll, zu wirken (auch wird besonders Unterricht im Deutschen, Briefschreiben, Aufsatz erthellt). ' Besonders soll berücksichtigt werden, daß di- Schülerinnen gegen ein möglichst mäßiges Honorar die Schule besuchen können. Vorstehendes Programm wurde nur insofern erweitert, als Anfang 1884 noch ein Cursus für Putzmacherarbeiten eingerichtet wurde. Die Hoffnung auf das Bestehen und die nützliche Wirksamkeit des Vereins wurde in hohem Grade gerechtfertigt. Die Schule zählte im ersten Jahre ihres Be- ftefjenS 85 Schülerinnen, der Besuch wuchs von Jahr zu Jahr bis zu einer Höhe von 193 Schülerinnen in einem Jahr. Bis zum Anfang des jetzigen Cursus - denselben nicht mit eingerechnet — besuchten 1083 Schülerinnen die Schule, wovon sich 38 zu Arbeitslehrerinnen ausgebildet haben. Die Durchschnittssumme der jährlichen Schülerinnen beträgt 155, die sich jedoch schon auf 166 erhöht, wenn wir das erste Schuljahr außer Betracht lassen, was bei erner solchen Durchschnittsberechnung nur gerechtfertigt erscheint. Alle Eurse waren Hut besucht, am zahlreichsten die im Maschinennähen und Sticken. Solche Enolge hat die Schule in erster Linie bem Unterrichtstalent und dem hingehenden Fleiß ihrer Hauptlehrerinnen Fräulein Müller und Gerbode zu verdanken, wie auch gewiß das mit dazu beiträgt, daß der wissenschaftlichen Weiterbildung I der Schülerinnen durch die Lehrer Hug und Kalbfleisch in geeigneter Weise Rechnung getragen ist. w ö Auch hat gewiß zu dem außerordentlichen Erfolge beigetragen, daß sich nunmehr die Ueberzeugung Bahn gebrochen, die schule leiste sehr Tüchtiges, der Unterricht sei « Z??0 gebiegener, er leite stufcnmäßig an und erreiche möglichst hohe Erfolge. Die Arbeiten der Schülerinnen waren stets jährlich zweimal öffentlich ausgestellt unb wurden von den Besucherinnen als treffliche Leistungen anerkannt. Zum Gedeihen der Schule trug weiter bei, daß sie ausreichende Räumlichkeiten für den Unterricht bieten tonnte. Durch die Zuvorkommenheit des Stadtvorstandes sind uns dieselben überlassen unb aus Mitteln bes Vereins brei Arbeitssäle unb brei kleinere Nebenräume eingerichtet worben. Währenb beim Beginn ber Schule feine Nähmaschine vorhanben war, würbe im Zweiten Halbjahr die erste angeschafft, jetzt sind 8 Maschinen ausgestellt. Ebenso hat sich das Inventar an Schränken, Tischen, Stühlen sehr vergrößert. Hierdurch, wie durch bauliche Umänderung und Herstellung der Arbeitsräume sind dem Vereine sehr große Ausgaben erwachsen. , ..,, Dieselben konnten mit dem erhobenen Schulgeld nicht bestritten werden, ba dastelbe lehr niedrig gestellt ist, um unbemittelteren Schülerinnen zu ermöglichen, an dem Unterricht theilzunebmen; ein nicht kleiner Theil von Schülerinnen erhielt Freistellen von dem Vorstand der Schule und damit völlig kostenlosen Unterricht, -zur Bestreitung seiner großen Ausgaben erhielt der Verein sehr dankenswerthe staatliche Uiiterstutzungen, dann solche von dem Gesammt-Alice-Verein, der Sparkasse dahier und emmal von der zu Grünberg. Zur Gründung der Alice-Schule, resp. zur Ausbildung der Lehrkräfte hat der hiesige Volksbildungsverein Ende 1877 300 gegeben. Die Beiträge der Mitglieder des Vereins wurden bis jetzt zweimal erhoben. Wir müssen hier noch erwähnen, daß der Volksbildmigsverein, die Loge dahier und die Sparkasse in Grünberg auch insofern den Verein iinterstützten, baß sie Freistellen für Verricht gegründet haben. Die Sparkasse zu Grünberg unterstützt zur Beit 4 Schülerinnen, welche sich zu Arbeitslehrerinnen ausbilden, jede, mit 150 JL Au bem Verein weitere Anschaffungen zu ermöglichen, werben wir uns in Kürze an Die Bewohner der Stadt wenden unb sie um Beiträge zur Förberung bes guten zBcrfeS bitten. Den Betrag ber von den Mitgliebern früher dem Vereine zugewendeten Gabe werden wir in ber ersten Columne der cirfulirenben Liste eintragen. Der S 2 o er (Statuten ist bah in abgeändert, baß Jemanb burch jährlichen Beitrag von minbestens 1 «A ständiges Mitglied des Vereins wird. Indem sie denselben unterstützen, erleichtern sie ihm die Ausgabe, weiter seinen Zweck zu verfolgen, bei möglichst geringem Schulgeld einen möglichst gründlichen Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten ertheilen zu lassen. , . .Dieses Ziel hat bis jetzt die öffentliche Anerkennung und Beachtung gefunden und die Schule hat sich durch die große Zahl ihrer Schülerinnen bewährt. Hoffen wir, daß sie auch tn der Zukunft in gleichem Segen und Erfolg wie bisher weiter wirken wird. Gießen, im November 1885. Der Vorstand. Frau Haustein, Präsidentin. Frau Bramm. Frau Buchner. Frau Kauf. Fräulein Langer mann. Frau Weiffenbach. Der Berwaltungsrath. Büchner, Krcisschulinfpector, Vicepräsident. Baist, Rechtsanwalt. Bramm, Bürgermeister. H a n st e i n, Landtagsabgeordneter. Dr. Naumann, Pfarrer. Friedrich Sulau. Seit Kurzem macht eine neue Erscheinung auf dem Gebiete ber Recitation viel von sich reden. Die Presse ist voll des Lobes über die mustergiltige Art, wie Herr Eulau seinen Stoff behandelt. Alle betonen, daß in Herrn Eulau endlich wieder em Recitator sich prasentire, welcher, prädestinirt für seine Kunst, die Theilnahme für dse elbe wiederzuerwecken im Stande ist, welche durch fade, geschmacklose Leistungen so vieler unberufener Recitatoren vielfach verloren gegangen war. Herr (Sulau hat soeben tn Rheinland und Westfalen wahre Triumphe gefeiert. Die „Köln Ztg." widmet ihm einen eigenen Artikel, worin sie sagt: „Ein aufstrebender Meister des dichterischen Vortrags, Friedrich Eulau, vermittelte gestern einem zahlreichen Publikum im großen Saale der Lesegesellschaft Arthur Fitgers au- muthlge und liebenswürdig empfundene Dichtung „Der Meisterdieb", welche durch die Ankündigung einer Turnübung menschlicher List und menschlicher Gewandtheit unsere Neugier weckt, unser Interesse spannt und durch märchenhaft-phantastische Reize unsere Einbildungskraft schmeichelnd umfangen hält. Die Metsterdiebe bilden eine Zunft, welche nicht um gemeiner Beute willen, sondern rein ans ästhetischem Behagen an der Meisterschaft des witzigen Mausens den Pfarrer von der Kanzel 'und den Leichnam von der Bahre stiehlt. Ein leichtblütiger Jünger dieser Kunst, der blonde Hans, wird von dem Schicksal vor die Wahl gestellt, durch brei Proben seiner ergötzlichen Kunst bie Hanb einer Königstochter zu erringen ober eine Speise ber Raben zu werben; er soll bes Königs Leibroß, bes Königs liebstes Kleinob unb schließlich den König selbst stehlen. Die Verbindung des Recitators mit dem Dichter erhebt uns in eine idealisirte Märchenwelt. Wie der blonde Hans, so bestand auch Friedrich Eulau die Probe feiner Zunft. Es gab Augenblicke, in denen wir den Recitator über der Flucht der Gestalten, welche aus dem wechselnden Ton seines Organs hervorguollen vergaßen, m denen es uns war, als ob unsere Einbildungskraft in ruhigem Wirken ohne icden fremden Anstoß den weiten Raum bald mit lieblichen, bald mit bizarren Erscheinungen bevölkerte. Schmuck unb herzgewinnenb wuchs vor Allem der blonde Hans empor, scharf und bestimmt trat die zischelnde Bosheit des humpelnden Böse- grausigem Reigen umgaben uns ber Schlachtjungfrauen spukhafte Gestalten. Ob Friebrich Eulau auch über bie Wucht bes tragischen Pathos über die scherzenbe Beweglichkeit komischer Gestalten verfügt, vermochten wir natürlich aus dem Vortrage des Meisterdiebs nicht zu ermitteln, aber wenn man der Fama glauben darf, welche anfängt, den Ruhm des zukunftteichen Künstlers mit tausend Zungen zu verkünden, so läßt es der Recitator auch auf diesen Gebieten an sich nicht fehlen. Das Publikum im großen Saal der Lesegesellschaft aber bezeugte mit Einer Stimme, daß Friedrich Eulau es verstanden hatte, die Versammlung mächtig anzureaen und in die gehobenste Stimmung zu versetzen." UniverfitätS - Ehronik. Marburg. Mit bem Beginn bes gegenwärtigen Wintersemesters haben sich zwei Sohne bes Herrn Geh. Raths Professor Dr. Roser an hiesiger Universität als Docenten habilitirt unb zwar Herr Dr. Wilhelm Roser in der philosophischen ivafultot für Chemie unb Dr. Carl Roser in ber medicinischen Fakultät für Chirurgie. Vermischtes. . J8 rebel ar, 7. November. Der Bericht über bie entsetzliche Blutthat, welche zwei Schäfer tn ber Gegcnb zwischen Brebelar unb Marsberg laut Meldung der „Hess. Morgenztg." verübt haben sollten, stellt sich nach ber „Rh. Wests. Ztg." als stark übertrieben heraus. Derselben wirb nämlich geschrieben: „Schreiber bieses ronr am Tage ber Prüaelei in Brebelar unb hat aus zuverlässiger Quelle, auch aus bem Munde des behandelnden Arztes Dr. Bange erfahren: Zwei in Bredelar angestellte Schäfer gerathen nut ungefähr 20 Schäfern aus dem benachbarten Waldeck auf der "Mn Marsberger Markt in Streit. Es entwickelte sich eine Schlägerei, in welcher bie Waldecker stark mitgenommen werben. In Brebelar sind 8 bis 10 Leute durch Herr« Dr. Bange verbunden, 2 ober 3 derselben hatten Armbrüche erlitten, die übrigen mehr ober weniger erhebliche Kopfwunden davongetragen. Später hieß es noch, es seien auch noch einige Verwundete von dem Arzte in Adorf in Waldeck verbunden Das ist der ganze Vorfall, der gewiß von einer beklagenswerthen Rohheit Zeugnitz gibt. Von einer Mißhandlung von Greisen, Frauen und Kindern, Aus- laucrn im Walde rc. keine Spur." Oberursel, 8. November. Freitag Abend fand eine wahre Schlächterei auf ber in unserer Gemarkung belegenen sogenannten hohen Mark statt. Zwei Burschen Namens Lorenz Krik und I. A. Hedeler, welche heute sich in Frankfurt zum Militärdienst fiftiren sollten unb gestern zum Abschied Anverwandte auf der hohen Mark be* tijtflt/Ä als1 BgcbA heraiE Sa« die shn sSL-S krank bar* , hpin Leckage oo jlnerfennunf!ö Die an den Sic ZraMri und E gchandenen Pü! an nachdenannten Stelle versteigest Montag den 1( $ortnitta an ber Braße ' MchStein Nr. 2. Mittwoch den 18. Nachmittags ^3 V Gießen-Franksur Nr. 30 anfangend Gießen, den 11 Großh. Kreis! Wc Deck m Wellen sind zu -Holzsetzer, Gründ bis Samstag in werben. ^°rn, RIM l&*t. ■■ w billig -sS "4n. 9ilfe Senac *1, bglfi, ’ “’Äi Ä>« ^uns bicSr b,tten ehlcre «fegj °Bert. ßdMofa r,"b bemä;$ 1^Utttttn^rien' da WilerSn?^ ai •SäH* .. •* gegeben. 9 “"‘Ä mlmLT9te9ul™ fuitrageii. Der < 2 ^tttrag von mindestens Wbe, weiter seinen il'chst gründlichen Untn- ^^°chtung gesunden unen bewahrt. Hoffen °lg wie bisher weiter 'altungsrath. sschulintpeclor, Viceiwalt. emeister. ldtagsabgeordneter. , Pfarrer. 'iete der Recitation M 'tergiltige Art, wie Hen Eulau Mich M ist, -ie TMnahm jff fjmacfloft LeistuM? m Eulau hatfck :in sie sagt: „Ein aus- '. vermittelte gestern einem ,( Lrthnr Pilgers an- sierdird", welche durch nenschlicher Gewandtheit k mhast-phantastische Rch - Wsterdiebe bilden eine us ästhetischem Behagen , on der Kanzel 'und den ieser Kunst, der blonde 1 ei Proben seiner erch ne Speise der Raben;n nod und schließlich dm n Dichter erbebt uns ir ij) auch Friedrich M- den Recitator über M , Organs heroorquom ■ töft in ruhigem Wick ichen, bald mit brzam ■ ts vor Allem der bloü t des humpelnden W -xrs»* 1 zcünftlers mit tauim) n Gebieten an sich aber bezeugte mit W ; ung mächtig anzme^ . w 5^*6 »utn o«f -Äff* suchten, saßen Abends daselbst in der Wirthschaft der Actienspinnerei, betrugen sich ungeberdig, und als vom Wirth um 11 Uhr Feierabend geboten wurde, mußte L. Krick mit Gewalt herausgeschafft werden. Vor der Thür fing er aber an, mit seinem Messer um sich zu stechen und auf seinen Zuruf zog auch I. A. Hedeler sein Messer und Jbeibe drangen mit erhobener Waffe wieder in's Haus und stießen in blinder Wuth auf Alle los, die ihnen begegneten, und so wurden auch mehrere Fabrikarbeiter, die aus ihren Betten in Folge des Lärmens an die Thüre sprangen, ohne Weiteres von ihnen niedergestochen. Die beiden Rasenden wollten noch in den Schlafsaal eindringen, um daselbst gegen die friedlichen Arbeiten ihre Metzelei fortzusetzen, als ein Bursche sich ermannte und sie mit einer Latte zu Boden schlug, worauf sie gebunden und heute Morgen in das Gerichtsgefängniß zu Homburg abgeliefert wurden. Richt weniger als 6 Verwundete, darunter zwei lebensgefährlich Verwundete, liegen auf der hohen Mark krank darnieder. — Die Luxus-Spielkarten von Burger (Deutsch) und Döpler (Französisch) aus dem Verlage von T. O. Weigel in Leipzig, deren wir bereits im Vorjahre mit Anerkennung gedachten, sind in neuer Auflage erschienen. Dieselbe stellt sich uns abermals verfeinert und in ebenso origineller wie dauerhafter und geschmackvoller Ausstattung, das französische Spiel außerdem zum Whist erweitert, vor. Wir nehmen gern Veranlassung zu constatiren, daß der den Spielen zu Grunde liegende reformatorische Gedanke viele Gönner gefunden hat und empfehlen die in der That kunstvoll und prächtig ausgestatteten Spiele auf's Reue manchem rathlosen Geschenkgeber, nicht minder- aber mancher Geschenkgcberin und endlich allen Gesellschaftskreisen, denen Sinn für Kunst innewohnt, auf's Angelegentlichste. fandet und Verkehr. Limburg, 11. November. Rother Weizen X 14.20, weißer Weizen X 14.00 Korn X 11 05, Gerste X 9.80, Hafer X 6.45, Kartoffeln ä 100 Pfund X 0.00, Erbsen ä 100 Pfund X 00.00. Frankfurt, 11. November. Auf dem heutigen Markt kosten: Kartoffeln per Malter X 3.50—5.00, Eier das Hundert X 6.00—8.00, Butter per Pfund X 1.00 bis 1.20, Weißkraut per Stück 10—00 H, Rothkraut per Stück 15—25 H, Kohlrabi per Stück 3-00 H, Ochsenfleisch per Pfund 60-70 H, Kuh- u. Rindfleisch 50-60 Kalbfleisch 50—60 Schweinefleisch 70—75 H, Hammelfleisch 50—65 H, 1 Hahn X 0.70-1.50, 1 Huhn JL 1.00—2.00, 1 Ente JL 2.00—3.50, 1 Gans X 4.00—8.00, 1 Taube 40—60 H, Welsche JL 5-00—12.00. (TViä nunmehr 17 Jahre so beliebte, trotz aller Nachahmungen unüber- troffene Haarwasser von C. Retter, München (staatlich geprüft u- begutachtet), welch, statt Oel od. Pomade tägl. gebraucht bestens zu empfehlen ist vkft. zu 40 H u. X 1,10 I. H. Ffuhr, Sonnenstraße 25, Gießen. 526 Holzverfteigerung im Gießener Stadtwakb. Montag den 16. November 1885, von Vormittags 9 Uhr an, Men im Gießener Stadtwald in dem District Neuhege Schetth. Priigelh. Stockh Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Nadel 54 301 73,7 2839 versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb an der Germania. Gießen, den 9. November 1885. Vroßherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 8076 Versteigerung abgestandener Pappelbäume. Die an den Staatsstraßen Gießen— Frankfurt und Gießen—Hersfeld abgestandenen Pappelbäume sollen an nachbenannten Tagen an Ort und Stelle versteigert werden: Montag den 16. November l 3-, Vormittags 9 Uhr, an der Straße Gießen—Hersfeld, bei Abth.-Stein Nr. 28 anfangend und Mittwoch den 18. November l. Z., Nachmittags 733 Uhr, an der Straße Gießen—Frankfurt, bei Abth.-Stein Nr. 30 anfangend. Gießen, den 11. November 1885. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 8145 Ieikgeöotenes. Deckreiser in Wellen sind zu haben bei I. Balser, Holzsetzer, Grünbergerstraße, u. können bis Samstag in Empfang genommen werden. 8141 IZMUM in Ahorn, Nußbaum und Mahagoni, Laubsägebogen, Drillbohrer, Laubsägen. 8142 Emil Pistor. Wegen meiner speciellen Schirmfabrikation verkaufe von heute ab Benstnleuchter, Schwrden- holMnder, Leuchter u. s. w. zum Selbstkostenpreise. Ferner, da ich von jetzt ab nur ausschließlich mein eigenes Fabrikat in Schirmen führe, so verkaufe ich sämmt- licke noch aus anderen Fabriken bezogenen Schirme zu wesentlich ermäßigten Preisen. Eine günstige Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke einzukaufen. M. I