’M» 'h> a. Dr. Hl! TPtK d. pfeti e^nn auf 91JS 15 ' "°bei k n tS- *7? »°° in »«ckgekauft. äSienSmä^nnj 7 ff Mai* W die Exp. b, j|, lbe TchenkammchH en Marklstraße ^l? von 4 Zimmern irr einer kl. Mn IM ouse gesucht. Öfferta « Erp- d. Bl. e*, oe§ tüchtiges Dich 'M Zeugnisse besitz!, elt gesucht. Exped. b. Bl- sucht Ä m gegen hohen W mb Hausarbeit gut ft gute Zeugnisse * ritt alsbald Näbnii ungs-Bnreau von Frv IU8 W'LMMDM i Karl G...S MLwil^chr zui Wu-ckeste. S Am Freunrim o »i" pfe! Dlf- °*SW -«P-S #p „ gM-M M ' ?z »rätnea ^75 gerb^ SS^jrrf' von r ,6r8i6e. bti ; Glas, MM ;VSS ZSs irt an AU'; k k •* Nr. 184 Samstag den 13. Juni 1888 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. vch-'ftr.ß. 7 ftffrhrt taolio» mit d.s WoUfl». ^ch'^öskW-n ^sljihrNch Amtlicher Iheil. Nr. 19 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 6. Juni, enthält: (Nr. 1668.) Gesetz über die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung. Vom 28. Mai 1883» Gießen, am 12. Juni 1885. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. __________________________l>r. Boekmann.__________ Lehrer-Conferenz des Conserenz-Bezirks GLeße»: Mittwoch den 17. Juni, Morgens 10 Uhr, zu Gießen. Gießen, den 11. Juni 1885._______________________________Büchner, Kreisschulinspector._______________ Gießen, 12. Juni. Das Ministerium Gladstone hat seine Entlastung bei der Königin beantragt; dies ist das bedeutungsvolle Resultat, welches die letzte Abstimmung int englischen Unterhause herbeigeführt hat. Die Entscheidung ist unvermuthet rofcher eingetreten, als allgemein erwartet wurde. Freilich war es schon lange kein Geheimniß mehr, daß besonders wegen der Milderung der irischen Zwangsgesetze sich eine bedenkliche Meinungs-Verschiedenheit im Schooße des Ministeriums Seitens der radikalen Mitglieder destelben geltend gemacht hatte, wodurch eine emste Krisis unvermeidlich schien. Allein man kannte Gladstone's Meisterschaft in drr Herbeiführung von Compromissen und deshalb begegnete auch hier die schließliche Beilegung der ministeriellen Zerwürfniffe keinen allzugroßen Zweifeln. Außerdem übten die noch im Laufe dieses Jahres bevorstehenden Neuwahlen nach dem unter langen und schweren Kämpfen erst jüngst zu Stande gekommene« Nesormgesetze auf das Ministerium einen gewissen Zwang zur Einigung -LS, damit die Chancen dieser Neuwahlen nicht durch einen vorzeitigen Rücktritt oder eine Parlaments-Auflösung gefährdet würden. Besondere Berücksichtigung verdiente auch der Umstand, daß das Ministerium im Stande gewesen war, wLhrend der letzten Jahre eine lange Reihe von Angriffen siegreich zurückzuschlagen, welche wegen seiner schwankenden Haltung und eklatanten Mißerfolge in der änderen Politik von der Opposition gegen dasselbe gerichtet worden waren. Mr die Anhänger. Gladstone's hatten aber stets die bedeutenden Resultate der inneren Politik den Ausschlag zu Gunsten desselben gegeben. Um so überraschender war es, daß dieses selbe Cabinet jetzt in einer inneren Angelegenheit der Politik auf einem Gebiete, wo es bisher stets mit durchschlagendem Erfolge ziklbewußt und entschlossen gehandelt hatte, eine Niederlage erlitten hat, welche sein Entlaffungsgesuch verursachte. Es handelte sich in der letzten Sitzung des Unterhauses darum, die Art und Weise festzustellen, wie die Aufbringung des auch von der Opposition einstimmig bewilligten Credits von 220 Mill. JL auf die Steuerzahler vertheilt werden sollte. Der Schatzkanzler hatte zu dem Zweck immerhin beträchtliche Erhöhungen der Bier- und Branntweinsteuer vorgeschlagen, welche derselbe später jedoch in Folge der starken Opposition gegen die- seiden etwas ermäßigt hatte.' Bei der zweiten Berathung der betr. Einnahme- Budget-Bill brachte nun das conservative Unterhaus-Mitglieo Hicks-Beach einen Antrag ein, welcher diese Erhöhung der Bier- und Branntweinsteuer als unbillig verwarf, weil der Wein nicht in gleicher Weise mit einem höheren Steuerbetrage belastet werde und ebenso eine Heranziehung des Realbesitzes beanstandet worden fei, bis zur Durchführung einer Erleichterung der localen Steuer. Der vom Schatzkanzler vorgeschlagene Weg zur Deckung der außergewöhnlich hohen Anleihe hatte offenbar feinen Schwerpunkt darin, daß ein großer Theil derselben durch mbirecte Steuern aufgebracht werden sollte, namentlich durch die arbeitenden Mafien, damit nicht die Einkommensteuer in zu empfindlicher Weise dadurch belastet werde, was einen ungünstigen Einfluß aus die Neuwahlen hätte aus- üben können. Gerade aus diesem Grunde hatte sich die Opposition der geplanten Erhöhung der Bier- und Branntweinsteuer als eines sehr geeigneten Agitations- iiinuU bemächtigt, um sowohl die großen Wählerrnaffen, welche sonst dem Radi- üliämus zuzuneigen pflegen, als auch besonders die vereinigten Bier- und Ipirituosen-Producenten gegen die beabsichtigte Steuererhöhung in Harnisch zu bringen. Zur Besänftigung dieser Agitation hatte der Schatzkanzler schon die . erwähnte Herabsetzung dieser Steuern beantragt, und die Regierung, sowie die liberale Partei hätte sich die zu Tage tretende überaus heftige Opposition zur Warnung dienen lassen sollen. Anstatt dessen erklärte Gladstone das Amende- mmt von Hicks-Beach für ungewöhnlich, da die ernste Gefahr, zu deren Besei- timng das Haus die Anleihe bewilligt habe, noch nicht enogültig vorüber märe, trenn auch der Gang der Verhandlungen gegründete Hoffnung auf ihre sried- lihL Beseitigung gewähre. Daher müsse er aus der Entscheidung über den Antrag Hicks-Beach eine Cabinetsfrage machen, damit die Opposition, wenn sie , auch die Folgen auf ihre Schultern nehmen müsse. Hieraus wurde die Eilmahme-Bubget-Bill in zweiter Lesung mit 264 gegen 252 Stimmen abgelebt. Auf Antrag Gladstone's vertagte sich nun das Haus sofort bis zum Dienstag, an welchem der Premier dann in der für einen solchen Fall her- iWimlichen Weise im Unterhause erklärte, das Cabinet habe es für feine Pflicht gehalten, in Folge der gestrigen Abstimmung der Königin eine Mittheilung zu unterbreiten, über deren Natur er sich vorläufig nicht äußern könne; es müßten mehrere Tage verstreichen, ehe das Resultat dieser Mittheilung dem Par- lainvmt bekannt gegeben werden könnte. Inzwischen vertagten sich beide Häuser bis zum Freitag. Da die Königin augenblicklich in Salmoral weilt, so war der Rücktritt des Ministeriums und die Mdung des neuen Cabinets nicht fifoat möglich. Für die etwaige fernere Gestaltung der Regierung wird ein Präcioenzsall aus dem Jahre 1873 angeführt, wo sich Gladstone in einer ähnlichen Lage wie jetzt befand und durch die Weigerung der Nebernahme des Ministeriums von Seiten des Führers der Conservativen, Disraeli, noch ein Jahr bis zu den Neuwahlen im Amte blieb. Eine gleiche Weigerung Lord Salisbury'S ist nicht wahrscheinlich, und so dürste derselbe bald zum Ersatz Gladstone's berufen werden. Wesentlicher Einfluß auf die Weiterführung der Verhandlungen mit Rußland dürfte sich hieraus nicht ergeben. Allmälig scheint sich also doch wegen der Mißerfolge Gladstone's in der äußeren Politik ein Umschlag in der öffentlichen Meinung geltend zu machen, wenn auch die augenblickliche parlamentarische Niederlage durch die Parnelliten und das Fehlen von 77 liberalen Vertretern herbeigesührt wurde. Der Sturz Gladstone's durch eine Frage von untergeordneter Bedeutung, noch dazu im Finanzfache, worin er sich stets als Meister bekundet, könnte von Manchem für ein Beweis des Gegentheils angesehen werden; allein hierdurch lasse man sich nicht täuschen. Es ist eine wohlberechnete, diplomatische Taktik der Engländer, daß sie gerade durch ein solches Verfahren dem Auslande gegenüber ihre erlittenen schweren Niederlagen zu verdecken suchen, wofür die Geschichte zahlreiche Beispiele liefert. So gelangt denn durch eine nach Außen hin ganz unverfänglich aussehende Ursache ein neues Ministerium an's Ruder, das völlig freie Hand hat, um die auswärtigen Beziehungen wieder in das rechte Geleise zu bringen. IerttsHland. Darmstadt, 11. Juni. Ernannt wurden: Am 6. Juni der Professor Hermann Müller aus Darmstadt zum Lehrer an der Baugewerkschule zu Darmstadt; an bemf. Tage der Ingenieur Gottlieb Wagner aus Billings zum Secretariats-Assistenten bei der Centralstelle für die Gewerbe und den Landes- Gewerbverein. — Nur der Umstand, daß einem Beschluß der Stände entsprechend, nunmehr die Landes-Waisenanstalt auch die unehelichen und mit körperlichen Gebrechen behafteten Waisen aufnimmt, verhindert, daß in dem Budget unserer Armen der Ansatz für Pflege und Erziehung verwahrloster Kinder nicht abermals erhöht werden mußte, ermöglicht sogar, da eine größere Anzahl der hier in Betracht kommenden Waisen an die Landes-Waisenanstalt überzugehen hat, den vorjährigen Ansatz von 10,000 auf 8500 «X herabzusetzen. (N. H. V.) Hesterreich. Pesth, 11. Juni. Der Cultusminister Trefort richtete einen Erlaß an die Schulinspectoren, betreffs unnachsichtlicher Durchführung des Gesetzes über den obligatorischen Unterricht in magyarischer Sprache in den Volksschulen, nachdem alle Termine abgelaufen. Diese drakonischen Bestimmungen vernichten zahlreiche Lehrer-Existenzen. (Fr. Ztg.) England. London, 11. Juni. Die „Pall Mall Gazette" schreibt: Da Salisbury sehr wenig geneigt sei, die Regierung in dem gegenwärtigen Augenblick zu übernehmen, so werde die Königin Gladstone ersuchen, von der Demission Abstand zu nehmen; man glaube jedoch nicht, daß Gladstone darin willigen werde. Im Ablehnungsfälle komme es nicht in Frage, ein liberales Ministerium mit einem anderen Chef zu bilden, die Königin werde alsdann Salisbury berufen, welcher einwilligen werde, ein Ministerium zu bilden, wenn er der Unterstützung der liberalen Führer sicher fei, die ihrerseits zu erklären haben werden, daß es ihnen unmöglich sei, die Regierung des Landes fortzuführen. Die „Pall Mall Gazette" fügt hinzu, Gladstone werde sich vom öffentlichen Leben zurückziehen, sobald feine Entlassung angenommen fei. In einem Leitartikel appeüirt dasselbe Blatt an die loyale Unterstützung aller Parteien für ein conservatives Cabinet in allen Fragen, in welchen vitale Interessen des Reichs auf dem Spiele stehen; in der Zanzibar-Frage z. B. dürfe eine factiöfe Opposition die conservative Verwaltung nicht unmöglich machen. — „Evening Standard" veröffentlicht ein Telegramm seines Correspon- benten in Aberbeen, welcher ihn ermächtigt, osficiell zu erklären, die Königin werde nicht vor dem 20. Juni nach Windsor zurückkehren, es sei also unrichtig, daß die Königin die Rückkehr nach London beschleunigen werbe. Gladstone werde am Samstag in Balmoral von der Königin in Audienz empfangen werden. — Neuerdings verlautet gerüchtweise, daß Gladstone sein DemisstonSgesuL zurücknehmen und als Premierminister an der Spitze des Cabinets verbleiben werde, dessen Programm jede beschränkende Negresstv-Gesetzgebung für Irland ausschlöffe. — Dem „Bureau Reuter" wird aus Dongola unterm 10. ds. gemeldet, daß über 11,000 Flüchtlinge aus Khartum und Berber eingetroffen sind; hie* selben sagen, daß der Mahdi den egyptffchen Gesungenen erlaubt habe, abzu- reisen. Senaar halte sich gut und sei wohl verprooiantirt. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondnrz- Bureau. Berlin, 11. Juni. Das Börsensteuergesetz ist heute amtlich publicirt worden. — Der Bundesrath beschloß, den Anträgen auf Einführung der Doppelmünzwährung keine Folge zu geben. — Die durch die Blätter laufende Mittheilung, der Reichskanzler habe die Geheimeräthe Schwabach, Zwicker rc. vor der Kissinger Reise zu Erörterungen in der Währungsfrage empfangen, ist unbegründet. Kisstngen, 11. Juni. Die Fürstin Bismarck ist Abends 7^ Uhr, begleitet von Dr. Schwenninger, hier eingetroffen. Eisenach, 11. Juni. Heute und morgen findet hier eine Minister-Conferenz der thüringischen Staaten behufs Vereinbarung einer gegenseitigen Rechtshülfe in Verwaltungssachen statt. Paris, 11. Juni. Der Marineminister erhielt keine weitere Nachricht über den Aviso „Reuard". Man fürchtet, daß derselbe verloren ist. — Nachrichten aus Thiers (Departement Puy de Dörne) zufolge wurden bei einem Einsturz der Treppe des Justizpalaftes 24 Personen getödtet und 164 verwundet, darunter 14 schwer. — Der ehemalige Minister und Senator, General Ehabaudlatour, ist gestorben. — Der Treppeneinsturz im Gerichtsgebäude zu Thiers wurde durch zu großen Andrang des Publikums verursacht. London, 11. Juni. Lord Hartington sollte gestern Abend nach Balmoral zur Königin reisen, allein in Folge eines Telegramms von Balmoral unterblieb die Reise, woraus gefolgert wird, die Königin werde unverzüglich nach Windsor zurückkehren. Vorher war gemeldet worden, daß die Königin wahrscheinlich erst Ende nächster Woche nach Windsor zurückkehren wird. — Wie die „Times" meldet, hat die Königin die Demission des Cabinets nicht bedingungslos angenommen. — Der „Standard" glaubt, die Königin werde eventuell in erster Reihe Northcote mit der Bildung des neuen Cabinets betrauen; Salisbury soll damit einverstanden sein, daß Northcote an der Spitze der conservativen Regierung stehe. — Gestern Nachmittag fand ein großes Meeting der Conservativen beider Häuser statt. Die Berathung war eine geheime. — Fast alle Abgeordneten, welche bei der Abstimmung am Montag abwesend waren, haben ihren Wählern Entschuldigungsschreiben gesandt, in welchen sie Unwohlsein als Ursache ihrer Abwesenheit bezeichnen; einige erklären, von der Wichtigkeit der Abstimmung keine Kenntniß gehabt zu haben. Newyork, 11. Juni. Einige Besitzer von Eisenwerken in den westlichen Staaten nahmen die Lohnforderungen der Arbeiter an. — Die Zahl der in die Vereinigten Staaten Eingewanderten betrug im Monat Mai 66,971. Rom, 11. Juni. Die Kammer nahm den ersten Artikel des Gesetzentwurfs, betreffend die Verantwortlichkeit der Arbeitgeber für Unfälle bei der Arbeit mit 119 gegen 116 Stimmen an. Der Ackerbauminister und der Justizminister hatten die Vertrauensfrage gestellt. Petersburg, 11. Juni. Gestern früh brach in Grobne eine große Feuersbrunst aus, die erst heute sistirt wurde. Drciviertel der Stadt ist vernichtet. Die schönsten Straßen, viele Kirchen und das Regierungsgebäude sind zerstört. Der Schaden wird auf 2 Millionen Rubel geschätzt. Ein Menschenleben ist nicht zu beklagen. Port-Taid, 11. Juni. (Telegramm des Reuter'schen Bureaus.s In der Nähe von Kantara ist ein großes Baggerschiff von dem Dampfer „Melville" mitten im Suezcanal in den Grund gefahren; die Passage des Canals dürfte in Folge dessen für einige Zeit wesentlich erschwert oder gänzlich gestört sein. Lokales. Oietze«, 12. Juni. Ueber die kommenden Sonntag und folgende Tage im „Wiener Hof" concertirende W. Gipner'sche Concert-Sänger-Gesellschaft entnehmen wir dem „Hamb. Fremden-Blatt" Nachstehendes: Wer sich in zweifacher Hinsicht, an künstlerischen Genüssen wie am Publikum selbst amüsiren will, muß die Soiräen der W. Gipner'schen Concertsänger-Gesellschaft besuchen, welche nunmehr bereits die Zahl 174 erreicht haben und deren Zugkraft nicht nur eine noch immer ungeschwächte, vielmehr sich auf gleich großer Hohe haltende ist, so daß das geräumige Etablissement all- abendlich bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Auf der einen Seite künstlerisch vollendete Vorträge renommirter Künstler, auf der anderen ein außerordentlich dankbares Publikum, das jede Nummer des sehr abwechslungsreichen Programms mit stürmischem Beifall aufnimmt und namentlich bei den Vorträgen des brillanten Charakterkomikers Otto Fürst in nicht enden wollenden Jubel ausbricht. Seine „Adele", sein „Graf von und zu Dattenboom" und das „Cliquot-Lied" erregen nach 174maligem Vortrag noch denselben colossalen Applaus wie das erste Mal. Der Glanzpunkt der Gesellschaft liegt ferner in den Quartettgesängen. Der 2.Bassist Herr Küster besitzt eine Stimme von schönem Wohllaut, die auch in den Solovorträgen bestens zur Geltung kommt. Der 2. Tenorist Herr Cordt verfügt gleichfalls über einen außerordentlich sympathischen Gesang. Die Leistungen der Herren Staube sand und Gipner, welch' Letzterer auch in komischen Vorträgen Beifall erzielt, ist bereits anerkennend gedacht worden. Der Tanzkomiker Herr Lüschow erregt durch seine komischen Vorträge ebenfalls anhaltende Heiterkeit. Anerkennend sei auch des trefflichen Pianisten uno 2. Tenoristen der Gesellschaft, O. Exner, gedacht, dessen Composition „Am Ufer der Alster ist mein Paradies" allabendlich unter stürmischem Beifall von Herrn Staube sand -gesungen wird. Gießen, 12. Juni. sTurnerische s.j Gelegentlich des 14. Gauturnfestes am 12. und 13. Juli er. in Lich findet am Samstag den 11. Juli er., Nachmittags 3 Uhr, in der Vereinsturnhalle zu Lich der 47. Gauturntag statt und ist die einstweilige Tagesordnung hierfür: Bericht über den 46. Kreisturntag und Usgau. Bestimmung der Gauturnfahrt der nordöstlich gelegenen Vereine nach dem Hainig bei Lauterbach. Wahl des Festortes pro 1886. Die Anstellung eines besoldeten, für die Hebung des deutschen Turnwcseiis ausschließlich thätigen Geschäftsführers (deurscher Turnanwalt), nach dem im deutschen Genossenschaftswesen bestehenden bewährten Vorbild. Entwurf eines Fragebogens zur Einrichtung einer Gaustatistik. Bei allen innerhalb des Gaues Hessen stattfindenden Wettturnen gehören der stellvertretende Gauturnwart und die Bezirksobmänner als selbstverständlich zum Preisgericht und bedürfen keiner Vollmacht ihres Vereins. Die Entsendung des Gauturmvarts zum 6. deutschen Turnfest nach Dresden und Bewilligung einer entsprechenden Vergütung aus der Gaukasse. Die Neugestaltung des Musterriegenturnens bei Gaufesten. — Rach Schluß des Turntags wird in selbigem Lokal, Abends 6 Uhr, die Sitzung des Preisgerichts abgehaltcn. Die Kampfrichter müssen mit Vollmacht versehen sein. Die Anmeldung der Preisturner hat bis zum 5. Juli beim Gauvcrtreter zu geschehen, dagegen die zum 9Nusterriegenturnen beim Gauturnwart. Die erste Anmeldeliste, welche doppelt auszufertigen ist, hat zu enthalten die Namen des Vereins, des Vorturners, der Geräthe und wird 4 Wochen vorher eingeschickt. Die zweite Anmeldeliste, welche 14 Tage vorher eingcschickt wird, muß in drei völlig gleichlautenden Exemplaren eingesandt werden und müssen enthalten die Namen des Vereins, des Vorturners, der Geräthe, sowie Namen jedes einzelnen Turners, nebst Verzeichniß jeder einzelnen Hebung des gewählten Uebungsstoffes in orrecter Turnsprache. Vermischte». Lich, 11. Juni. Das siebente Kirchengesangfest des evangelischen Kirchengesangvereins für Hessen hat einen glänzenden Verlauf genommen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, der mit dem Ergroßherzoge, den Prinzessinnen Irene und Alix, einer Einladung unseres Fürsten folgend, zur Tbeilnahme an dem Feste erschienen war, wurde bei dem Empfange am Bahnhof und bei der Fahrt in das fürstliche Schloß enthusiastisch begrüßt. Lich war mit Fichtenbäumchen und zahlreichen Fahnen festlich geschmückt. Der Zudrang zur Kirche bei dem Festgottesdienste überstieg alle Erwartungen; aus nah und fern waren die Festbesucher herbeigeströmt. Der Gottesdienst, bei welchem Pfarrer v. Seydemitz von Frankfurt die begeisterte, zu Herzen dringende Predigt hielt, während Dekan Clemm von hier die verbindenden Bibelfeste vorlas und 10 oberhessische Kirchengesangvereine mit beiläufig 360 Sängern und Sängerinnen die Chöre vortrugen, war von großartiger, wahrhaft ergreifender Wirkung Ministerialsecretär Ewald von Darmstadt dirigirte mit fester Energie den gewaltigen Chor, der seiner Leitung mit staunenswerther Sicherheit folgte. Nach dem Gottes dienste ließen Se. König!. Hoheit der Großherzog die Vorstände und die Dirigenten der Vereine sich im Schlosse vorstellen und geruhte, dankende Worte der Anerkemm^ an sie zu richten. Die Wirkung des Festes für die weitere Entwickelung der Kirchengesangvereinssache in Oberhessen kann nur segensreich sein., _ (D. Z.) Darmstadt, 10. Juni. Das nunmehr definitiv festgestellte Festprogramm für die Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Gartenbauvereius lautet: Mittwoch den 17. Juni, Abends 7 Uhr, gesellige Zusammenkunft im Gartensaale des Hotels zum „Darmstädter Hof" zur Begrüßung der Herren Preisrichter, Vertreter der verbündeten Vereine und sonstiger Ehrengäste. Donnerstag den 18. Juni, Vormittags 11 Uhr, feierliche Eröffnung und Besichtigung der Ausstellung durch Se. Königl. Hoheit den Großherzog und höchste Herrschaften. Von 11 bis 1 Uhr Festconccrt in der Ausstellung. Nachnlittag von 4 bis 6 Uhr Concert ebendaselbst. Abends 7 Uhr Festessen im Gartensaale zum „Darmstädter Hof". Freitag, den 18. Juni, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr Concert in der Ausstellung. Von 5 Uhr an Congreß des SBemn§ Deutscher Rotenfreunde im Saalbau. Abends 8 Uhr großes Gartenfest im Saalbau für die Mitglieder des Gartenbauvereins und deren Familien, sowie für die Herren Ehrengäste und Mitglieder verbündeter Vereine. Samstag den 20. Juni, Vormittags Besichtigung „ber Stadt, Hofgärten u. s. w. Nachmittags von 4 bis 6 Uhr Concert jn der te-- stellung. Nachmittags 3 Uhr Ausflug der Ehrengäste nach Jugenheim. Sonntag den 21. Juni, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr Gartcn-Concert in der Ausstellung, Montag den 22. und Dienstag den 23. Juni. Für diese Tage werden weitere Unterhaltungen in Aussicht genommen und durch die Zeitungen bekannt gegeben. Frankfurt a. M., 9. Mai. Ein drastisches Mittel gegen Hausdicbe wauou in den letzten Tagen ein hiesiger Apotheker an. Schon seit Monaten bemerkte derulve einen über alle Maßen starken Rückgang feiner Spirituosen und konnte sich den enormen Absatz gar nicht erklären. Er kam auf den Einfall, einmal mehrere ,rustmen mit einem starken und sofort wirkenden Brech- nnb Abführungsmittel zu füllen, uno siehe da, in wenigen Stunden waren zwei Diebe, bei ihm in Diensten stehend, tw- deckt. Dieselben gestanden auch ihren Diebstahl ein und wurden in Folge dessen sofort entlassen. ... Frankfurt a. M., 10. Juni. Ein hiesiger junger Rechtsanwalt hatte o 1< — ivie der „Gen.-Anz." erzählt — in den Kopf gesetzt, der Vertheidiger dcs r>e-,i > des muthmaßlichen Mörders des Polizeiraths Rumpfs, zu werden und schickte zunächt seine Visitenkarte mit einer Empfehlung in das Klavperf c Id - G es a n g um, welchem LieSke internirt ist. Diese Karte gelangte selbstverständlich in die .yaiwe o Gefängnißinspectors, welcher sie sofort der Staatsanwaltschaft übersandte und oi setzte den Ehrenrath der Rechtsanwälte von dem Vorgehen des Anwalts in Kennun». Trotz biefes ersten mißlungenen Versuches ließ sich der junge Anwalt nicht abbai , persönlich bis zu Lieske vorzudringen und demselben seine Verlheidigungsoorschlage i unterbreiten. Er soll dies auf -bie folgende recht schlaue Weise bewersttelligt ua • Mit Hilfe eines bekannten Reporters lancirte er vor etwa vierzehn -ragen 111 . hiesigen Blätter eine Notiz, derzufolge er zum Offizial-Vertheidiger^des Lic-Ae erna worden sei. Auf Grund dieser Notiz begab er sich nm folgenden £age in bau Kiapp seld-Gefängniß und verlangte zu seinem Clienten Julius Liebte geführt zu we • Seinem Wunsche wurde ohne Weiteres willfahrt und in der Zelle ließ jicn ber von dem Mörder nun eine Vollmacht unterschreiben,- in welcher er ersucht nmv, Vertheidigung zu übernehmen, lieber dieses seltsame Vorgeben, welches» m den» der hiesigen Anwälte das peinlichste Aufsehen erregt, wird der Ehrenrath bei < anwälte demnächst sein Urtheil zu fällen haben. — Wir geben diese.Mltrheuungc i in allein Vorbehalt, wenn wir auch hinzufügen können, daß bereits die zcugenelbucu nehmung mehrerer Personen in der „ehrengerichtlichen llntersuchungsmaw gegr angedeuleten Rechtsanwalt stattgefunden hat. , , Mainz, 9. Juni. Die von ber Slabt in und bei Mombach behuf (. t Untersuchungen gemachten Bohrungen sollen bis jetzt kein günstiges Rczuua 3 haben. Wenn auch einzelne Bohrlöcher Helles und reines Wasier lieferten, andere theils kalk-, theils eisenhaltiges gebracht. — Die ,r)'trma Holzim . hat die Canalisirung des Rheines von Mannheim nach Straßburg überno . - ytm Kosten hierfür sind auf 7 Millionen v* veranschlagt. -- em -'.u . morgen ab ihre Schulsäle um 7 Uhr öffnen und werden des Nachmi: g-' -. geschlossen bleiben. — Ein höchst sonderbarer Fund, der aut em Veibr , Univerfitäts - Chrouik. Marburg, 7. Juni. Das nunmehr erschienene Verzeichniß der Stndireuden an der hiesigen Universität für das Sommersemester 1885 gibt die Zahl derselben an wie folgt: Im Wintersemester 1884—85 waren immatriEulirt 708. 'Rach Abzug von 207 Abgegangenen sind verblieben 501; dazu Zugang im neuen Semester: 339. Ge- sammtzahl der immatrikulirten Studirenden: 840. Außerdem werden mit Genehmig: ung des Rectors die Vorlesungen noch von 16 Nichtiinmatrikulirten besucht, so daß an denselben überhaupt 856 Studirende theilnehmen. — Tie einzelnen Fakultäten weisen folgende Zahlen auf: Theologische Fakultät 176 (davon 150 Preußen, 26 Nichtpreußen), juristische Fakultät 74 (64 Preußen, 10 Nichtpreußen), medicinische Fakultät 247 (204 Preußen, 43 Nichtpreußen), philosophische Fakultät 343 (278 Preußen, 65 Nichtpreußen). Jena, 8. Juni. Wie wir vernehmen, ist Herr Dr. Gustav Steinmann, Privatdocent in Straßburg, als außerordentlicher Professor für Mineralogie und Geologie an die hiesige Universität berufen worden. — Dem außerordentlichen Professor in der medicinischen Fakultät der Universität Berlin, vr. Gurtl, ist der Character „Geheimer Medicinalrath" verlieben worden. — Geheimer Regierungsrath Professor Dr. G. Waiz in Berlin ist zum stimmfähigen Ritter des Ordens pour le mörite für Wissenschaft und Künste ernannt worden. — Professor Napier in Göttingen, Docent der englischen Philologie, wird -nunmehr wohl dem Rufe an die Universität Oxford Folge leisten. Dieser Ruf ist wirklich ein „glänzender", denn das Gehalt beträgt jährlich 18,000 Jt für — 42 Vorlesungen im Jahre, und ist selbst für Oxford ein bedeutender; die sechsmonatliche jährliche Vacanz kann dort inmitten handschriftlicher Schätze ohne Gleichen für die Wissenschaft voll verwerthet werden. Nachdem diese ausgezeichnete Lehrkraft der Georgia Augusta und damit überhaupt den Universitäten Deutschlands entzogen worden, darf auf die Gewinnung eines gleich qualificirten Nachfolgers für erstere nicht gerechnet werden, weil ein so bedeutender Vertreter der englischen Philologie in Deutschland überhaupt nicht, in England ebensowenig vorhanden ist. Professor Wagner, der Nachfolger des Professors Wappaeus auf dem Lehrstuhle für Geographie in Göttingen, Verfasser des besten Lehrbuchs der Geographie aus der Neuzeit/ hat einen Ruf nach Wien erhalten, doch hofft man, den verdienten Gelehrten für Göttingen zu erhalten. Leipzig, 7. Juni. Wie heute die Juristenfakultät unserer Universität bekannt gibt, ist am 3. Juni zu Weesen in der Schweiz der außerordentliche Professor ber Rechte an der Universität Leipzig, Dr. jar. Rudolf Wagner, seiner schweren Krankheit erlegen. Göttingen. Professor Schwarsow, welcher sich um die Hebung des Kunst- ftudinms an der Georgia Augusta große Verdienste erworben hat, hat einen Ruf nach Aachen erhalten. 0 Ss6 ä 'buffe «»'s £ Jeu«*«1 kdnWirW« ilcidl wo ®E rechs in btt, nachdem er I« lebend iDurße Michließung Dieselbe ist dl dein lÄaufhor Basel lechtilt haben, oiicm ÄlM schlug um. T folgenden Beri in ein Hoch dl »ermißt bis je soeben mit Au (Fin Kinderivch W Loot von fließt, ohne gr Mieden: •, in Bestürzung den Ahcin he Pseiler der E er tränten elf kannten gere dieselbe darf Schisser anet gangen wurl W- u Montag wird von d bach'schen bürg u. Go(r bat §eu uni sleigert. Di Moritz 9 wie. Ansdurc 4377 1 von den Gel Stelle verste! |u Launsbach - Kinzcnbact ii Dorlar * üiarbenhei " Dutenhose ^veitag - im Ar ünsch M. ” B-Lb-j 29 4,borf-1 4393 M der ; sr-k Wn, 2ß a J W SLH SSStz in Berlin Ki litu$^* 8*te »*ll^ ®I* iur bitgh : WW dir (si 1 ech«»m »orten, fr ;t*t nW«!, Jtlologte in MMS auf benift rhrbuchs der ®eiw. ’fft man, den verdiitz serer Universität bÄc ordentliche Profch, - seiner schweren fc i die Hebung deZ fc hat, hat einen Rus r 5 evangelischen stich imen. Seine Köiich Prinzessinnen Irem ü e an dem Feste eritv t in das fürstliche EL ahlreicheit Fahnen W ienste überstieg alltt eigeströmt. Der fe- )ie begeisterte, zu U e verbindenden Lib!ü' iufig 360 Sängern: haft ergreifender M • Energie den gewch ]t(. M dem | ibc und die Dirn Worte Mckn rMräetmg der M (ML Mte FestproMst 15 tautet: W* rtcnsanle des W- Vertreter der E Mi, Vormittags U j Se. Mnigl.H°j lconceriinderAusM 7 Uhr Feste,seE Mittags 'M E -SLItz rSL- M M M fi sich ^r \ ß MW btib jLnratt1 . .6,,ro < sM- ZÄSss SZZ läßt, ift am 30. v. M. auf dein hiesigen Friedhöfe gemacht worden. Man fand nämlich daselbst, in ein Kinderhemd eingewickelt, einen bereits in Verwesung übergegangencn Arm von einem neugeborenen Kinde. Derselbe war anscheinend mit einem scharfen Instrumente vom Rumpfe getrennt. Die Zeichnung war zwar aus dein Hemde entfernt, doch schien dieselbe A. K. 6 gewesen zu sein. Die Polizei fahndet auf den Urheber, resp.^die Urheberin des hier offenbar vorliegenden Verbrechens. — Die Löschprobe mit Siegfr. Bauer's Feuer-Annihilator, welche heute Vormittag auf dem Uebnugs- platze der Feuerwehr im Beisein eines zahlreichen Publikums und vieler Sachverständiger stattfand, hatte den günstigsten Verlauf. Ein ziemlich großer Holzstoß, welcher in Brand gesetzt worden war, wurde durch den Feuer-Annihilator in der kurzen Zeit von ca. 50 Secunden vollständig gelöscht. Der genannte Löschapparat stellt eine kleine Spritze dar, die außerdem auch für den Haus- und Gartengebrauch Verwendung finden konn^ der Apparat ist äußerst practisch construirt und kann demselben fortwährend von dcr Feuerlöschmasse zugegossen werden. Die Ansicht der Fachleute ging dahin, daß -er Feuer-Annihilator wohl ein ebenso praktischer Apparat wie der Extincteur sei, doch in der Wirkung seien sich beide ziemlich gleich, dcr Annihilator sei zwar in Fabriken, Werkstätten und Zimmern bei der Entstehung eines Brandes ein sehr brauchbarer Apparat, sobald aber das Feuer gewisse Dimensionen überschritten, sei der Apparat, gleich dem Extincteur, völlig wirkungslos. — Vom dritten Stock des Militärlaza- reihs in der Altmünstergasse ist heute Morgen ein kranker Soldat herabgesprungen, nachdem er sich vorher all seiner Kleider erledigt hatte. Schwer verletzt, aber noch lebend wurde er vom Platze getragen. — Der Mainzer Turngesellschaft sind mittelst Entschließung des Großherzogs vom 21. Mai l. I. Eorporationsrechte verliehen worden. Dieselbe ist dadurch in die Lage versetzt, den seither in Miethe gehabten Turnplatz vor be in Gauthor in Eigenthum zu erwerben. Basel, 8. Juni. Am Sonntag Abend V, Uhr prallte, wie wir schon kurz mit- gcrheilt haben, ein Schiff mit fünfzehn Insassen, Mitgliedern des Rheinclubs, die von einem Ausflug nach Rheinfelden zurückkehrten, an ein Joch der alten Rheinbrücke und schlug um. Die „R. Zur. Z." erhält von einem Eorrespondenten über den Unglücksfall folgenden Bericht: Ein Kahn mit etwa zwölf Personen, worunter auch Kinder, stieß an ein Joch der alten Brücke an und die meisten Insassen fielen ins Wasser. Man vermißt bis jetzt zwölf Personen, die ohne Zweifel ertrunken sind. Andere Kähne sind weben mit Aufsuchen der Leichen beschäftigt, doch, wie es scheint, bis jetzt ohne Erfolg. Ein Kinderwägclchen mit Kind ist gerettet. Das Unglück ist um so unbegreiflicher, als das Boot von der Schifffahrt Kundigen geleitet worden ist und der Rhein ganz ruhig fließt, ohne große Wafsermasse. — Der „Strb. Post" wird über den Unfall von hier geschrieben: „Durch ein plötzlich eingetretenes grausiges Ereigniß wurden wir heute hi Bestürzung versetzt. Ein sogenannter Doppelkahn, der, mit siebzehn Personen besetzt, fall Rhein herunterfuhr, prallte, von der Strömung entführt, gegen den zweitletzten Pfeiler dcr Brücke, wodurch die Insassen ins Wasser geschleudert wurden. Von diesen ertranken elf, darunter — wie ich höre — sieben weibliche Personen und nur sechs konnten gerettet werden. Die Schuld liegt an der ungeschickten Leitung des Kahns; dieselbe darf, laut behördlicher Vorschriften, nur tüchtigen, von der Behörde als Schiffer anerkannten Persönlichkeiten anvertraut werden, was, wie ich höre, hier um- gangen wurde." — sTas tiefste Bohrloch der (yrbc.J Wie dic Zeitschrift „Stahl und Eisen" meldet, ist das tiefste Bohrloch dcr Erde nach einem Vortrage von Mohs im Magdeburger Bezirksverein des Vereins deutscher Ingenieure von der preußischen Bergverwaltung im allgemeinen Landesinteresse zur möglichen Erschließung von Steinkohlen bei beni. Dorfe Schladebach nahe der Station Kötschau an dcr Bahn von Eorbctha nach Leipzig nicdergebracht worden. Die Gesammttiefe dieses Bohrlochs, das mit hohler Tiamantbohrkrone und Wasserspülung niedcrgestoßen worden ist, beträgt 1390 Meter, seine untere Weite 48 Mm. und dieselbe zu Tage 280 Mm. Im Ganzen sind 3% Jahre an demselben geaebeitct worden, der Kostenaufwand betrug etwas über 100 000 X Die Temperatur in dem unteren Theile des Bohrloches ist auf 48 Grad E. fcstgcstellt worden. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 12. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittaas. Wasser 16°, Luft im Schatten 15°. L. Ehr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gieße». Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 2. Sonntag nach Trinitatis, 14. Juni. Vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Dr. Naumann l e. Nachmittags 20- Uhr: Pfarrer Din gelbe y. Krnderkrrche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. , f?atrc$lSmu§le§re für die Realschüler, Vormittags 11 Uhr, in der Klein- kmderschule, Pfarrer Ov. Naumann. 4 Jaetn- Nachmittags 2 Uhr findet in dcr Kirche zu Leihgestern das Jahresfest des ® u ft a " =21 b °1 f § = S t i f t u n a statt. F-stpr-dig-r: Pfarrer A^Mtag, den 21. Juni, findet die Feier des heiligen Abendmahls statt, die Beichte am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr. )l9 Dr. " bCr 280(66 °om U' 20. Juni besorgt Pfarrer Katholische Gemeinde. m , 3. Sonntag nach Pfingsten. . V°n 8 Ubr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Com- mumon. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. Um 2 Uhr: Andacht. ° y Gottesdienst in der Lynaaoae. SamsZg Ab-nd°s" Uhr! ^st-g Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag t Uhr. Allgemeiner Anzeiger. Heu- u. Grummetgras- Kersteigerung. Montag den IS. Juni L I. wird von den Gräff. Solms-Laubach'schen Wiesen, Gemark. Arnsburg u. Colnhausen, circa 144 Morgen, da s Heu und Grummet öffentlich ver- steigert. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr, mit der GotteSacker- wäese. Arnsburg, den 10, Juni 1885. 4377__Henckel. Das Gras von den Gem.-Wiesen wird an Ort und Stelle versteigert: zu Launsbach Donnerstag d. 18. d., 2 Uhr, „ Kinzenbach Freitag d. 19. d-, 2 Uhr, „ Dorlar Samstag d. 20. d , 8 Uhr, „ Garbenheim Samstag d. 20. d-, 2 Uhr, „ Dutenhofen Montag d- 22. d, 8 Uhr, Erofdorf, den 11. Juni 1885. 4381__Das Bürgermeisteramt. Holzverkauf. Freitag d. 19. d., um 4 Uhr Nachm-, werden im Gem.-Hause in Kinzenbach *202 rm Lohschälholz aus d. Gem.-Walde verkauft. Erofdorf, den 11. Juni 1885. 4382__Das Bürgermeisteramt. Strastenbau Donnerstag den 18. d., Morgens 10 Uhr, sollen die Arbeiten und Lieferungen zur Straßenherstcllung in Garben heim dahier vergeben werden, ver- m schlagt: Pflasteraufbruch 167,19 X, Pffasterarbeiten 517,38 X, Pflastcr-Basalt- steine 600 X, Pflastersand 257,50 X, Laisaltkleinschlag 442 95 X, Sand 27,50X, Drckarbeit 29,05 X Crofdorf, den 11. Juni 1885. 4383______ Das Bürgermeisteramt. Donmrstsg den 18. Juni, Mittags 2 Uhr, mhb in dem Ed. Noll'scheu Hause, Neustadt 49, eine Parthie Mehl, ca.. 25 Sack, sowie 1 Pferd, meh- rese Schweine, wobei ein Zucht- schwein mit Ferkeln, 17 Schafe, Mrodwagen, sonstige Wagen und vLconomiegerathe, Bäckerholz rc. versteigert. F. Hoffmann, 43i93 Konkursverwalter. Mhgerblousen Mischecht, billigst bei 4098 Llsiris Rothenberger, Nellenweg 22. Seltrrswkg 71. ni. Finger Skltrrsweg 71. Billigste Bezugsquelle für 2923 Putz- & Modewauren. Große Auswahl in garnirten Damen-Hüten von 5 «X. an. ___«naben- und Ntädchen-Hüte staunend billig. p. ,.Lur kosmetischen, hygieinischen Pflege des Teints, zur Reinigung von Hautschärfeu, Besettlgung von Ausschlägen, Jucken, Hautflechten. Kopf- und Bart- tchuppen, zur Zertbeuung von Geschwülsten, überhaupt zur Erlangung eines schönen sammetarttgen, weißen Teints ist unübertroffen die seit 22 Jahren mit größtem Erfolg eingefuhrte_____ 0 4376 IM Glycerin-Schwefelmilch-Seife au§ der königl. bahr. Hof-Parfümerie - Fabrik von Wunderlich, pramiirt Nürnberg 1882. 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