Rr. 61 Freitag den 13. Mrz 1SS0 Hießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint tLglich mit Ausnahme des HSTMiHt Gchulftraße 7. Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Brmgerlohn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pi. Politische Ueberflcht. Gieße«, 12. März. Die bedeutungsvolle Mission des Grasen Herbert Bis» marck nach London ist beendet und derselbe am Montag wieder nach Berlin -Mckgekehrt, um seinen Pflichten als Mitglied des deutschen Reichstages ferner» 'hm zu genügen. An dem Erfolge der diplomatischen Sendung, mit welcher der Reichskanzler seinen ältesten Sohn beauftragt hatte und als deren Zweck sich jetzt in der That die Herbeiführung einer Verständigung zwischen Deutschland üb England herausstellt, ist nicht im Geringsten mehr zu zweifeln, nachdem die bekannten, für Deutschland so entgegenkommend lautenden Erklärungen, welche der englische Minister des Auswärtigen im Oberhause abgegeben hat, die versöhnliche Stimmung des englischen Cabinets documentirt haben. Die Bereitwilligkeit des englischen Ministers, durch eine offene und verbindliche Erklärung den entstandenen Mißhelligkeiten und Mißverständnissen ein Ende zu bereiten, verdient die vollste Anerkennung und diese wird ihr nicht nur von den Berliner Blättern, sondern auch von der englischen Preffe zu Theil, welche durchgängig die entgegenkommenden Aeußerungen Lord Granvilles billigt. Letzteres ist ein Beweis, daß die öffentliche Meinung jenseits des Canals mit denselben vollkommen einverstanden ist, und so darf man sich der entschiedenen Hoffnung hingeben, daß dieser neueste deutsch-englische Zwischenfall seine für beide Theile befriedigende Lösung gesunden hat. An der Londoner Regierung wird es aber sein, künstig- hm „Mißverständnissen" mit Deutschland vorzubeugen und den besten Beweis für ihre loyale Haltung wird sie geben, wenn sie den colonial'politischen Bestre- bungen Deutschlands nicht mehr, wie bisher, allerhand kleinliche Hinderniffe in den Weg zu legen sucht. — Die ursprünglich laut gewordene Vermuthung, daß die Londoner Mission des Grafen Herbert Bismarck die afghanische Frage betreffe, wird von der „Rordd. Allg. Ztg." kategorisch dementirt; das osficiöse Blatt meint, die zwischen Rußland und England schwebenden Differenzen hätten sich keineswegs so zugespitzt, daß zu ihrer Beilegung die Vermittelung einer dritten Macht nöthig wäre. Run, in Petersburg hat man sich in den letzten Lagen in friedlichen Versicherungen und Betheuerungen dem Londoner Cabinet gegenüber geradezu erschöpft, aber trotzdem ist noch nicht Alles klar zwischen London und Petersburg. England hat soeben die Zurückziehung der jenseits der afghanischen Grenze befindlichen russischen Truppen verlangt, gerade aber die Frage, was unter der nordwestlichen Grenze Afghanistans zu verstehen sei. bildet den eigentlichen Differenzpunkt zwischen England und Rußland und zu dessen Beseitigung wird es am Ende doch noch der guten Dienste einer dritten Nacht bedürfen. Wie verlautet, hat der Kaiser den Reichskanzler wegen des glücklichen Erfolges der Mission des Grafen Herbert Bismarck in besonders cmszeichnender Weise beglückwünscht. Mit der am Samstag beendigten dritten Lesung des Etats hat der Reichstag wenigstens eine seiner größeren Aufgaben gelöst. Inge ffen bleibt noch viel zu thun, wenn der Reichstag bis zu Pfingsten nur halb- 'vsgs mit den noch übrigen Aufgaben fertig werden will und in richtiger Erkenntniß der Geschäftslage lehnte das Haus an dem genannten Tage einen Nertagungsantrag ab und trat in die zweite Berathung des von dem sreisinni- gen Abg, Ausseld zu der Zolltarif-Novelle gestellten Antrages und der hierzu ine bad. jnrnnfitt •inen tüchtigen Sortm * Leistungsfähigkeit t _ oit Sortirmeisterstelle ft. ihtrten sub A. 1704 an H He, Hü-elberg. Ein Kaufmann empfiehlt fnfir. ng und Führung von Geftr n einfacher, sowie doppelter k. unter strengster Verschwiegen! :g ;u erfragen bei der Exp.d> n. \oW rima-RefimMMSeiteM- «in lm in w w ,i z. W* von den Rationalliberalen beantragten Zusatzanträge ein. Die Anträge br- zwecken, gewisse gesetzliche Bestimmungen in die Zolltarif-Novelle aufzunehmen, durch welche die zu rigorosen Bestimmungen, die der Bundesrath zur Aussith. rung der Sperrgesetzes unter dem 20. Februar d. Js. erlaffen hat, im Interesse des Handels nach verschiedenen Richtungen zu mildern. Die Antragsteller gehen von der Meinung aus, daß dis in dar Sperrgesetz ausgenommen« sogenannte Windthorst'sche Clausel Seitens des Bundesrathes eine zu enge Auslegung erfahren habe. Diese Anstcht wird, wie die zweitägigen Verhandlungen der Reichstage» über diesen Gegenstand ergeben haben, von allen Seiten getheilt, selbst der Regierungs-Vertreter, preußischer Finanzminister v. Scholz, sah stch am Montag gezwungen, zu bekennen — wenn auch nur inbirect daß der Bundesrath besonders in einem von dem Abg. Meyer (Halle) gerügten Speeial- falle zu rigoros vorgegangen sei. Im klebrigen aber vertheidigte er die Hal« tung des Bundesrathes, ebenso wie der Staatssecretär im Reichsschatzamt, v. Burchard, welcher sich namentlich gegen die Angriffe, welche Abg. Richter gegen den Bundesrath gerichtet, wandte. Die Anträge wurden schließlich der Holzzoll-Commission überwiesen. Am Dienstag trat der Reichstag in die Be- rathung der Anträge Ackermann (Novelle zum Jnnungsgesetz), Junggreen (Zulassung des Dänischen al» Gerichtssprache in Nord-Schleswig) und Gril- lenberger-Bebel (Erlaß eines Arbeiter-Schutzgesetze») ein, nach deren am Mittwoch erfolgten Erledigung die zweite Lesung der Postdampfer-Vorlage auf der Tagesordnung steht- Dar preußische Abgeordnetenhaus beendigte am Montag die zweite Lesung des Etats und trat am Dienstag in die dritte Lesung der- iclbßn ein. In Oesterreich haben die Reden, welche der deutsch-bbhmische Abg. Dr. Kurtz, Abgeordneter für Tetscheu - Bodenbach, am 6. und 7. März im österreichischen Abgeordnetenhause anläßlich der Speeialberathung des Etat» bet Ministerium« de» Innern gehalten hat, allenthalben großes Aufsehen erregt. In denkbar schärfster Weise tritt der genannte Abgeordnete gegen die Haltung der Regierung de» Statthalter», Frhrn. v. Krau», namentlich gegenüber der deutschen Bevölkerung Nord-Böhmens auf. Von den durch die Regierung gedui- beten, ja von ihr begünstigten ezechischen Uebergriffen entrollte Dr. Kurtz ein Bild, welche», wenn es auch nur zur Hälste den thaisächlichen Berhaltmffen entspricht, die Klagen der Deutsch-Böhmen vollkommen rechtfertigen würve^ Pie Belege, weiche Dr. Kurtz für seine Behauptungen brachte, waren allerding» ,eyr schwerwiegender Art und sind nur ein Beweis mehr dafür, wie die Toaste iche Versöhnungspolitik ihre Anwendung gegenüber den Deutschen findet. __am Orientreife de» Kronprinzen Rudolf von Oesterreich und seiner Gemahlin nähert sich ihrem Höhepunkte, dem Besuche am griechischen Kömgshosund beim Beherrscher Montenegros. Von Damaskus, der Hauptstadt Syriens au», haben die hohen Reisenden die Fahrt nach Beyrut fortgesetzt, wo sie am Montag ein- getroffen sein dürsten. Von Beyrut au» erfolgt sofort die Ueberfahrt nach Athen, wo bereits alle Vorbereitungen zu einem glänzenden Empfange des kron- prinzlichcn Paares getroffen sind und auch in Cetlinje, der montencgrimfdjen Hauptstadt, wirb dasselbe die beste Ausnahme finden. In charakteristischer Weise hat die französische Presse fast ausnahmslos die Granville'schm Erklärungen aufgesaßt. Sie eommentirt kem wollen luller. Bekanntmachung. « . ,iwr hnf)ipr Horaenoinmenen Durchsuchung haben sich unten verzeichnete Gegenstände vorgesunden, über deren rechtmäßigen Erwerb r, . aus Gärten bezw. Gartenhäusern entwendet worben find. Die Gegenstände Sm ÄW# »nlblS. -* «vto«. W* d.E >- -ch- Ita *'-> M. W •« «=** “1STÄ2ÄS' 3 WWW* I d-«,i mil M* ««-!»-»e*.« ««* > S-«-, 1 , »ifemen Bauschiene 1 eiserne Stange, 1 Baumsäge, 1 Lachsäge, 1 Heckenscheere, 2 Feilen, 2 Hämmer, 1 Stemmeifen, ! Nagelbohrer, 1 Kneifzange, J Steigleiter, mehrere Schlösser, Riegel und sonstige Beschläge von Thüren, 1 alte Kaffeemühle, 1 Partie Bretter, Dielen, Stangen, Pfähle, Latten und Thüren von Gartenhäusern und Umzäumungeu herrührend. Gießen, den 12. März 1885. Großherzogliches Pol,zemmt Gießen. I. V.: Kra einer. __________ FemieWgen. Kn Familienlogis WW ZrsM sW-W -.. üirnmtr : m f Vtceftr^i end auy*f(iteii/ JÄjn; fd) kann Ky,tl Schüler ober junge Äaufc ite Pension. Näheres Jte cht 11,3. Stock._____________ besucht für eine ruhige Ke Mi ein Logis, 6-7 D ■bör, aufrrfalb der Stadl, ri unter M 874 an die 6 •in junger solider Mann fi als Commis gesucht. , eschnrbene Offerten unter s Betreffend- Den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Gießen, am 11. März 1885. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« di- Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises mit Ausnahme von G.eßen. Die in Folge eines Versehens an Sie zurückgeschickten Ueberwachungsbogen wolleEe binnen 3 Tagen k. H. wieder an uns etnfenben. u Dr. Bveiniann._____________—___________ ----------Betreffend: Die Berechnung der Vaeanzüberschüsse erledigter Schulstellen. Gießen, am 10. März 1885. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an di- Großherzoglichen Bürgermeistereien und Schulvorstände de» «reife«. Unter Hinweis auf unser Amtsblatt Nr- 1 vom 24. Januar 1878 beauftragen wir Sie, die von Ihnen gemeinschaftlich anfzustellendm Berechnungen de» Einkommens vacaüter Schulstellen für das Etatsjahr 1884/85 längstens bi» jum 10. April l. I. an uns emzusenden- Dr. Boekmann. ___________________________ , _______,—,------ in den verletzendsten Ausdrücken für England die Erklärungen Lord Grauville's und bezeichnet dieselben als eine Schmach für die englische Nation; offenbar sind diese Commentare al« der Ausfluß einer Verstimmung darüber zu betrachten, daß der Conflict zwischen Deutschland und England in befriedigender Weise beigelegt worden ist; man hatte in Frankreich wahrscheinlich auf eine tiefer gehende Verstimmung zwischen beiden Staaten gerechnet, vielleicht mit der geheimen Hoffnung, hierdurch einen engeren Anschluß Englands an Frankreich bewirkt zu sehen. Dagegen wird verstchert, daß die französische Regierung über die Wiederherstellung der guten Beziehungen zwischen Berlin und London lebhafte Befriedigung empfindet. Am Montag hat auch in der Schweiz die parlamentarische Thä- tigkeit ihren Anfang genommen. In den Ansprachen, welche die Präsidenten des Nationalrathes und des Ständerathes an die Abgeordneten richteten, wurde namentlich der gegen die Anarchisten ergriffenen Maßregeln gedacht und hierbei betont, daß die Schweiz politisch Verfolgten, niemals aber Verbrechern und Anarchisten, Zuflucht gewähren werde. Von dem in Lissabon tagenden Weltpost-Congreß ist außer dem Anschluß der Cap-Colonie an den Weltpost-Verein als ein weiteres erfreuliches Eceigniß zu melden, daß Bulgarien, Japan, Argentinien, Brasilien, Chile, Guatemala, Honduras und Urugay dem internationalen Uebereinkommen wegen Austausches von Postanweisungen beigetreten sind. Außerdem haben sich Venezuela dem Uebereinkommen bezüglich des Austausches von Werthbriesen und Griechenland dem Postpacket-Uebereinkommen angeschlossen. Das Cabinet Gladstone hat vom englischen Unterhause am Montag bezüglich seiner egyptischen Politik ein Vertrauensvotum erhalten. Dasselbe bestand darin, daß das Haus mit bedeutender Majorität — mit 173 gegen 56 Stimmen — den Nachtrags-Credit für die Expedition nach dem Sudan — einschließlich der Creditforderung für den Bau einer Eisenbahn von Suakim nach Berber — bewilligte und mit 88 gegen 23 Stimmen die Absendung indischer Truppen noch dem Sudan genehmigte. Größere Ereignisse werden j?doch aus dem sudanesischen Kriegsschauplatz wegen der beginnenden heißen Jahreszeit vorläufig nicht zu erwarten fein, wenn nicht die Sudanesen selbst solche herbei- sühren. Dieselben scheinen ihren nächsten Angriff aus Suaknn zu richten, in dessen Nähe sie 10,000 Mann concentrirt haben sollen. General Graham, der Oberbefehlshaber des englischen Expeditions-Corps nach dem Ost-Sudan, ist am Montag von Kairo nach Suakim abgereist. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correfpondenz-Bureau. Berlin, 11. März. DaS Abgeordnetenhaus erledigte heut- eine Reihe weiterer ErvzeletatS nach den Beschlüssen der zweiten Lesung und vertagte schließlich die wettere Berathung bis morgen 11 Uhr. — Im Laufe der Debatte erklärte der Minister Maybach, daß die Regierung die Nothwendlgkttt der Regelung der Vcnfluthlrage nicht verkenne, aber bet der Schwierigkeit der Frage ein vorsichtiges Vorgehen für geboten halte. Der Trennung des Remunerat'onSfondS von dem UnterstützungssondS für Bahnbeamte, sowie der Scheidung des Remunerationsfonds in einen solchen für höhere und untere Beamten stände nichts entgegen. Der Finanzminister gab die Zusage, daß der Stadt Altona die für den Fall deS Zollanschluff:S Hamburgs betreffs etuee Ertt- fchädtgung gemachten Versprechungen erfüllt werden würden. Berlin, 11. März. Bezüglich der englischen Meldungen, daß Deutsche auf britischem Gebiete die britische Flagge ntedergeholt hätten, bemnkt die „Nordd. Allg. Ztg.": „Hier liegen keine derartigen Meldungen vor. In amtlichen Kreisen glaubt man nicht, daß ein derartiges Vorgehen im Widerspruch mit dem völkerrechtlichen Herkommen gerade im gegenwärtigen Augenblick möglich war. Soviel bekannt ist, befindet sich Contceadmlral Knorr noch in jenen Gewässern und es ist nicht denkbar, das seitens dieses erfahrenen und besonnenen Offiziers die den fremden Flaggen schuldige Achtung nicht beobachtet wäre. In amtlichen Kreisen wird die Vermuthung ausgesprochen, daß eS sich um Vorgänge handle, welche nicht von Deutschen herrüh^en, auch nicht auf britischem Gebiet, sondern auf den angeblichen Acquisstionen des Polen RogozinSkt stattgefunden haben. RogozinSki'S Unternehmungen halten eine antideutsche Tendenz. In der Richtung dieser Tendenz könne es ja auch liegen, wenn man daS Aufziehen und Nteberziehen der englischen Flagge ad hoc unter geeigneter Jnsceniruug herbei- führe, um demnächst Eotrüstungstelcgramme nach England zu werfen, um dort gegen Deutschland, zu Hetzen." Die „Nordd. Allg. Zig." bemerkt weiter, daß die von RogozinSkt angeblich tm Namen der britischen Regierung gemachten Erwerbungen von letzterer bisher nicht übernommen seien, auch voraussichlfich nicht Übernommen werden sollen, weil dieselben von RogozinSkt ausschließlich in antideutscher Berechnung behufs Einengung der dortigen Erwerbung deutschen Territoriums acqutrtrt worden wären. München, 11. März. Heute Vormittag fand die Eröffnung der vom bayerischen AltenhumSveretn veranstalteten Ausstellung vorgeschichtlicher Gegenstände statt. Der Eröffnung wohnten der Cultusmtnister, Vertreter der Behörden und die Spitzen der wissenschaftlichen Corporattonen bei. Wien, 11. März. Abgeordnetenhaus. Der Unterrichtsminister führte gegenüber den gestrigen Ausführungen di.s Abg. Greuter auS, daß er dessen zifferwäßige Daten bezüglich der Confesston der Lchrkcäfte an der Univ-rsttät nicht controltren könne, weil bet der Ernennung nur auf Lehrtüchtigkeit, wissenschaftliche Begabung und Würdigtest gesehen werde, aber nicht auf die Confession. Das Verhalten der Hörer der Wiener Universität auS Anlaß der Anwesenheit des Kaisers bet der Eröffnung der Wiener Universität fet ein mustergültiges gewesen; dieselben hätten daS vom Staate und den Behörden von jeher in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt und nicht nur natürliche Ehrfurcht bethättgt, sondern auch aus jeder Aeußerung wahre Begeisterung für den Kaiser und die Dynastie erkennen lassen. Diese Ausführungen deS Ministers wurden von dem wiederholten Beifall der Ltnkm beßldtet Paris, 11. März. Eine Depesche der „Financial NewS" aus Rios meldet: Englische, französische und italienische Unterthanen hatten wegen der durch das chilenische Bombardement von Ptsagua ihnen zugefügten Schaden Entschädigungsansprüche geltend gemacht, mit deren Eatschetdung ein brasilianischer Schiedsrichter beauftragt war. Derselbe entschied gegen Chili und verließ in Folge der durch diese Entscheidung hervor- gerufenen Haltung der chilenischen Regierung Santjago. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Brasilien und Chili sind in Folge dessen suspendüt. London, 11. März. Die Königin hat den englischen Delegirten bet der Berliner Congo-Conferenz, Meade und Crowe, den Bathorden 3. Claffe verliehen. — Die „Times" glaubt, daß ein Zusammenstoß an der afghanischen Grenze, da die Russen neuerding« in der R.chtung von Herat weiter vorgegangen seien, nicht unwahrscheinlich sei; die Afghanen seien unter Rath und Beistand der Vertreter Englands auch vorbereitet, einer Invasion Widerstand zu leisten; LumSden sei angewiesen, unter Umständen die Vertheiotaung Afghanistans zu ocgan'siren. Der Emir von Afghanistan habe den Beistand der Engländer zur Verstärkung der Brfestigungen von Herat gegen einen möglichen Angriff förmlich nachgesucht. London, 11. März. DaS Reuter'jche Bureau meldet aus Kairo, daß die internationale Commission zur Regelung der SchifffahrtSfretheir des Suezkanals demnächst zusammentrM. — Im Unterhause fragte O'Connor an, ob die Nachricht von dem weiteren Vorrücken Rußlands an der afghanischen Grenze wahr sei. ChilderS antwortete, er habe keine Information. Rom, 11. März. Die „Asenzia Stefant" meldet: In Folge des Gerüchtes, der Mahdi beabsichtige, Emissäre in die Gegend von Massauah zu entsendens, erhielt Oberst Saletta in Massauah entsprechende Weisung und traf bereits seine Vorsichtsmaßregeln. — Der Sultan spendete für die Opfer des CyclonS in Catania und der Choleraepidemie fünftausend Francs. Bukarest, 11. März. Auf eine Interpellation Cogalniceanu's in Betreff Der Erklärung des ungarischen Hanbelsministers über die Zollerhöhung aus Rohstoffe und die Aufrechlhaltung des Verbotes der Zufuhr rumänischen Viehes erklärten Bratiano und Campineano, die Regierung werde mit dem Parlamente ihre Pflicht thun. Die Kammer nahm mit 78 gegen 10 Stimmen (9 Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung) eine Tagesordnung an, welche Vertrauen aus die Energie und den Patriotismus der Regierung ausfpricht. Hongkong, 11. März. Meldung der „Agence Havas": Die chinesische Stellung um Keelung ist nach fünftägigen Kämpfen genommen. Die Verluste her Franzosen betragen 40 Tobte 200 Verwundete. Vermischte-, Gießen, 11. März. Am 6. März, Morgens um V-2 Uhr, fand in den ausgedehnten Kohlenwerken deS Grafen Heinrich Larisch bei Karmin (Bezirk Fretßadt in Schlesien) eine Gcuben-Katastrophe statt, bit in ihrem Umfange außergewöhnlich, in ihren Einzelheiten und Folgen entsetzlich ist. Wir entnehmen den zahlreichen Depeschen des bestunterrichteten BlatteS, bet Wiener „Neuen freien Presse" folgende nunmehr amtlich festgestellte Thatsachm. Im östlichen Reviere deS genannten Steinkohlenbergwerkes erfolgte in einer Tiefe vsn ca. 160 Metern eine Explosion schlagender Wetter. Bon 128 Mann, die an der Stelle des Unglücks arbeiteten, konnten sich nur 18 retten, die übrigen 105 verunglückten. Die Explosion machte sich durch eine furchtbare Detonation im weitesten Umkreise bemerkbar; eine Menge heradstürzenden und nachstürzenden GesteimS verhinderte die sofort in Angriff genommenen RettungSarbritrn- Sogar die Bergung der Tobten schreitet nur langsam vorwärts, ja sie wird nach Aussage der Fachleute an 14 Tage in Anspruch nehmen. Die Verunglückten hinterlassen 43 W ttwen und 79 Waisen; der Jammer und daS Elend in dem armen Dorfe soll grenzenlos sein. Wir wollen hier die herzzrrrechenden Züge des Schmerzes und der Verzweiflung nicht wiedererzählen, die sich bei der Agnoscirung der dis jetzt zu Tage geförderten Todten ereigneten; solche Ausbrüche unsäglichen Leides lassen sich denken und fühlen — kaum aber beschreiben. Hoffen wir, daß dem Leid die Liebe auf dem Fuße folgt, daß rasche Hilfe die armen Hinterbliebenen unterstützt und versorgt; dies Gebot der Humanität teilt in erster Linie natürlich an den reichen Besitzer heran, der ba8 Leben in London dem Aufenthalt to dem armen Bergmanns-Distrikte vorzog. ES werden schon jetzt, besonders in den Wiener Blättern, Stimmen von Fachleuten und Autoritäten laut, die unS schließen lassen, daß bis j tzt leider noch nicht Alles geschehen ist, um baß Leben ber armen Bergleute nach bestem Können und nach btn Erfahrungen der Wissenschaft gegen solche Unglücksfälle zu schützen. Die Sicherung der Arbeiter in den Masfinwerckstätten unter der Erde soll und muß der Gegenstand fortwährender Aufmerksamkett der Wissenschaft und der Behörden sein; nur bit schärfste Controle über die Befolgung der bestehenden und zu schaffenden Vorschriften gibt diesen Vorschriften Werth. Und wie nach der Rtngtheaterkatastrophe in Wien der Schutz derer, die das Vergnügen suchen, Gegenstand bessernder Vorschläge und Grund neuer Einrichtung geworden ist, so soll daß Massenunglück bet Karwtn Regierungen und Volksvertretungen ein Sporn sein, unausgesetzt für die Sicherheit der armen Menschen zu sorgen, die in schwerer Arbeit der Erde ihre Schätze adriugen. Darmstadt, 11. März. (Militärdienstnachrichten) Prinz v. Battenberg, Durch!., Secondelieutenant vom 1. Garde-Regiment z. F, ä la suite des Regiments gestellt; Wolf, Unterarzt vom 1. Großh. Drag.-Regl. (Garbe-Drag. Regt.) Nr. 23, zum Assistenzarzt 2. Cl. befördert; Dr. Thilo, Oberstabsarzt 2. Cl. und Regts.- Arzt vom Rhein. Ulanen - Regiment Nr. 7 zum 4 Großh. Jnf.-Regt (Prinz Carl) Nr. 118 verfitzt; Dr. Duvinage, Assistenzarzt 1. Cl. vom 2. Großh. Jnf.-Regt. (Grotzherzog) Nr. 116, zum BezilkS - Commando des Referve-Landw.-Regts. (Berlin) Nr. 35 versetzt. Darmstadt, 8. März. Das „Franks. Jour." meldet: Die gestern unter dem Vorsitz des Herrn Oberbürgermeisters Ohly hier tagende Conferenz der Vertreter hessischer Städte sprach sich hinsichtlich der Communalsteuervorlage zunächst freilich mit nur schwacher Mehrheit dahin auS, daß den Städten mit Städteordnung innerhalb gewisser Grenzen eine vollständige Autonomie in Steuerangelegenheit gewährt werden möge, accrptirte weiter die Zuziehung der ganzen Kapitalrentensteuerkapttalien, während man sich damit einverstanden erklärte, daß die Etnrommensteuerkapitalim, wie seither, nur zur Hälfte zugezogen werden sollen; endlich sprach mau sich noch dahin aus, daß es anzustreben sei, die Einkommen unter 500 «M. auch von der Communalsteuer f«si- zugeben. Darmstadt, 9. Mä»z. Heute Morgen begaben sich Se. Königl. Hoheit der Großherzog per Wagen nach Gernsheim, um daselbst die neuentdeckte Römerstätte zu dksichtrgen. Allerhöchstdersrlbe wurde dort von Herrn Kofler empfangen, welcher die daselbst fiattßcfunbenen Ausgrabungen geleitet Halts. Zunächst begaben sich Se. Kgl. Hoheit nach der durch die ganze Niederlassung von Nord nach Süd ziehenden Hauptstraße, welche auf eine große Strecke freigelegt war und nun auf ihre Grundlage untersucht ward. Sie zeigte eine Dicke von 55 Ctm. und bestand in ihrem untersten Thrile aus aufrecht gestellten Kalksteinen, welche durch einen Mörtelgutz miteinander vrr- bunben waren; darauf folgte eine beinahe handbreite Schicht von Kalkmörtel und auf dieser ruhte ein Pflaster von platten Sandsteinen, welche ebenfalls mit Kalkmörtel verbunden und überdeckt waren. Recht« und links von der Straße waren Gebäudereste freigelegt, von denen das eine einen gut erhaltenen Estrich aus Mörtel und Sandstein- brocken zttgte. Im Verfolg der Straße wurde eine an derselben liegende Bodenerhebung besichtigt, unter welcher man einen Mauer- oder Thorabschluß vermuthet und eine 2Vr Meter dicke Mauer und einen daran befindlichen Schmelzofen aufgedeckt hatte. Der Weg führte über reich mit TrÜmmerresten von Mauern und Gefäßen bedeckten Acker bis zu dem dicht bei Rohrheim befindlichen Winkelbachgraben, wo auf der Flur „am steinernen Hau8" schon vor einigen Jahren von Herrn Kofler Reste von Hyps- eausten waren gefunden warben. Se. Kgl. Hoheit nahmen den Eindruck mit, daß bei Gernsheim eine der größeren Römerstätten am Rhein und nach Mainz wohl die größte in Hessen zu suchen sei. Die Gesammtlävge der Ausdehnung beträgt, wenn die Angaben der Ackerbesitzer nicht trügen, mindestens 1600 Meter und die Breite ist auf cit> 700 Meter zu schätzen. Se. Königl. Hoheit besichtigten außerdem noch in der Wohnung des Mühleo- besitzerS Jean Roth verschiedene auf dessen Grundstück gefundene Gegenstände und geruhten dort einen von dem Hausbesitzer gastfreundlich off ehrten Imbiß entgegenzunehmen. Auf der Rückfahrt nach Darmstadt besuchten Se. Königl. Hoheit noch die im Gernsheimer Wald längs der Plackenschneise ziehende und nach Gernsheim führende Römerstraße, welche an einzelnen Stellen im Felde von Herrn Kofler freigelegt worden war, und kehrten dann Über Bickenbach nach Darmstadt zurück. (D. Z) Mainz, 8. März. Am SamStag Nachmittag fiel unterhalb der Eisenbahn- brücke ein Schiffer aus Oppenheim an seinem vor Anker litgenden Schiff in den Rhein und ertrank. Die Leiche konnte noch nicht geländet werden. — In der Nahe des RheinthorS wurde gestern Vormittag die Leiche eines Soldaten vom 27. Artillerie- Regiment geländet. Der Soldat war seit dem 10. Decemder v. I. aus der Kaserne verschwunden. Stuttgart, 9. März. (Allgemeiner Deutscher VersicherungSoerein.^ Im Monat Februar 1885 wurden 578 Schadenfälle angemeldet und zwar 421 äußere Verletzungen und 157 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 5 den sofortigen Tod und 38 eine gänzliche ober theilwtise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat Februar 23. Neuaufgenommen in den Verein wurden in diesem Monate 3214 Personen. Alle vor dem 1. December 1884 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvalidtiütsfälle sind bi« auf die von 22 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 1760 uub Wrrksd'L. Limburg, 11. März. Rother Weizen «X 15.90, weißer. Weizen Jü 15.6o, Korn cX 1210, Gerste JL 10.75, Hafer JL 7.70, Kartoffeln a 100 Pfund i- F-, * la 8uite bis Negtim • (Sarde-Drag.-Regt.) Siu nffabsarzt 2, Gl. und Riß M6- Aaf-'Kest (Prtnz W xl. um 2. Großy- Woe-Laadv.-Regts. leibet: DU tzchnn unter 6s ;enbe Consrrenz btr $L?l^ < 1 B. Bau-, Werk- und Nutzholz- dl Eichenstämme mit 25,44 Festm-, 66 Eichenderbstangen mit 3,51 Festm., .1 Nadelstamm mit 0,57 Festm. Die Zusammenkunft ist am Kornberg. Bemerkt wird, daß das Stammholz Mrst zur Versteigerung kommt. Wieseck, am 11. März 1885. Großh- Bürgermeisterei Wieseck- ______Sommerlad. 1759 Hohverfleigerung in der Oberforsterei Krofdorf. Mittwoch, 18. März, 9 Uhr, zu Salzböden bei Wirth Weißbrod, Schutzbczirk Wißmar, Distr. Lindenschied 72 ab6, Buchen: 127,5 rm Scheit, 3 rm Knüppel, 177 rm Reiser; Schutzbezirk Salzböden, Distr. Schlohberg 71 ab, Eichen r 3 Baustämme mit 2,74 fm f. I., 2 rm Klafter Nutzholz, 17 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 6 rm Reiser; Buchen r 205 rm Scheit, 35 rm Knüppel, 287 rm Reiser; Dvstr. Gehren 59b, Eichen: 16 Baustämme mit 8,10 fm k. I., 5 rm Klafter ^utzbolz, 6 rm Scheit, 5 rm Knüppel, 52 rm Reiser: Buchen: 35 rm Reiser- Krofdorf, den 12. März 1885. 1761 Müller, König!. Oberförster- Brennholz- Versteigerung. Donnerstag den 19. März sollen im Licher Stadtwalde, Distrikte „Wurzelschlag" und „Dachsbau" nach- Verzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 6 Rm. Buchen-Scheitholz, 374 „ „ Knüppelholz, 18 „ Eichen-Knüppelholz, 5450 Buchen-Wellen (1. Qualität), 1630 Eichen-Wellen, 180 Rm. Buchen-Stöcke, Weidig’s Hardt. Von heute ab hell- und -nntelfurbiges Kiosterbräu ■■■ in ausgezeichneter Qualität aus der Brauerei des Herrn Ant. Klostermann hier im Zapf. 1692 Holzversteigerung in der Fürstlichen Bberförsterei Hohensolms. Montag den 16. d. M. oll in den Distrikten „GichelS- >crg" und „Scheuernwald" nachstehendes Brennholz versteigert werden: 56 Rm. Buchen-Scheitholz, 160 „ Buchen-, Eichen- u. Tannen- Prügelholz, 173 „ dergleichen Stockholz, 8000 Wellen dergleichen Reisholz u. 2300 „ Buchen-Forstreiser I El. Alsdann wird Dienstag den 17. d. M. n denselben Distrikten nach- iehendes Bau-, Werk- u. Rutz- -olz versteigert: 5 Elchen - Schnittstämme I. und II. Classe mit 9,43 Festm., 154 Eichen-Stämme II. u. III. Classe mit 65,78 Festmeter, zu Bau-, Wagner- u. Grubenholz geeignet, 1 Vuchen-Stamm mit 1,45 Festm-, 296 Fichten- und Lärchen-Baustämme mit 110,48 Festm., 48 Stück Eichen-, Eschen- u. Birken- Stangen, für Wagner, 153 Stück Fichten-Stangen, zu Sparren geeignet. 1690 Die Zusammenkunft und der Anfang der Versteigerung ist jedeSmal Morgens 9 Uhr in dem Distrikt „Cichelsberg" zunächst dem Teiche. Hohensolms, am 7. März 1885. Fürstliche Oberförsterei Hohensobms. Dörmer, Revierförster. Holzversteigerung in der fürstl. OberförstereiLich. Im District „Hard", V4 Stunde von hiesiger Bahnstation, sollen versteigert werden: Montag den 16. März Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen 226 265 149 3820 Eichen 14 90 92 1830 Erlen — 30 12 260 Dienstag den 17 März 25 Eichenstämme I. Classe, von 40 bis 75 Ctm. Durchmesser, mit 26,85 Fstm, 69 Eichenstämme II. und III. Classe mit 19,50 Fstm., 8 Linden- und Pappelstämme mit 3,38 Fstm., 4 Buchenstämme mit 2,72 Fstm., 18 Fichtenstämme mit 13,08 Fstm., 5 Kiefern- und Lärchenstämme mit 5,12 Fstm. und 64 Eichenstaugen mit 6,27 Fstm. Inhalt. Zusammenkunft jedesmal Morgens 9 Uhr beim Hof Kolnhausen. Lich, den 6. März 1885. 1613 Wimmenauer, Forstrath. Frritsg den 13. Msr^, Nachmittags 2 Uhr, Fortsetzung der Versteigerung der zum Nachlaß des Herrn Pmzellau- malers E. Gebhardt gehörigen Waaren, und zwar: Größere und kleine feinge- malte Kaffeeservice, Suppenterrinen, Schüffeln, Platten, Teller, Taffen, Milch- und Kaffeekannen, Waschgarnl- tureit und sonst alle ungebrauchten Porzellansachen, Wasserflaschen, Wasser- und Weingläser, eine größere Anzahl Biergläser, mit und ohne Henkel, Einmach- und Blumenglaser und vieles^ ^^Gießen, den 12. März 1885. Großh. Ortsgericht. 1610 Lüdeking. Slrckrwikbkln empfiehlt 167L Friedrich Georg. Seltersweg. urijjinfeii iM Kreuzplatz 1- 1783 im großen Saal des Gymnasiums. 1697 Uetrefselld Turnverein 1769 an die Gi Bahnhofstraße 12. 1773 -er Tischler re 1772 versendet gratis und franco 1695 Betnfirnd 1762 Die trauernden Hinterbliebenen Neuen Bäue 17. 1352 wieder frisch eingetroffen. 1698 Cigarrenfabrik. 1676 Mustern, empfiehlt 1775 Ernst Blödner» Gr- 1746 Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ffpr t be Für die vielfachen Beweise herzlicher Thellnahme an dem schmerzlichen Verluste unserer lieben unvergeßlichen Gattin, Mutter und Schwiegermutter Aechter Emmenthaier Schweizerkäse 1641 Von heute an wohne Caplaneigasse 12. Wwe. Sturm, Leichenfrau. 1757 Ein Lagerraum für Knochen, unweit der Stadt, womöglich in der Nähe der Bahn, wird gesucht- Offerten einzureichen bei der Exped- d- Bl. Datz im A Kennckhnchme, Beo Eintrittskarten ä 1 Jl. in der Ferber'schen Buchhandlung und der Rudolph'schen Musikalienhandlung. Der Borstand. Irische Schellfische frische Bratbückinge, lebende Karpfen und lebende Schleien bei C. G. Klcinhenin, Mchdem in GeweMeuergesetz als neben bem M feuert betreff* fireittmt fänbe faberwtgen ein wir Sie zur Beachtung ra:frrr Nachdem du ^sellschaft in Zürich gebracht. ’ ließen, a ,Y Wir nimm W hierüber berichte Die älteren Mitglieder mache ich auf das Turnen der Männerriege, welches Samstags von 8^— 9^ Uhr Abends stattsindet, aufmerksam.Der Turnwart. Betreffen Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause (Wolkengafse 1t) aus statt. 1779 MNglicder-Vkrsammlung der Central-Kranke«- u. Sterbe-Kasse Sittern 41 ar ö inen ftan gen unö Rosetten empfiehlt billigst Ernst Blödner, Da» mKch Hm M KeÄÄ" 1 Lade« Selterswog 25 ist wegen Geschäfts- Verlegung vom 1. April d. IS. ab zu vermiethen. _______Otto Schaaf. 1643 Ein Lagerraum pr. 1. April zu vermiethen. Carl Berg. Alice-Verein. Letzter Bortrag: „Richard Wagner" von dem Herrn Director des Realgymnasiums Nodnagel Heute, Freitag den. 13. März 1885, Abends 7 Uhr, l$8arie Wilker sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank. Gießen, den 12. März 1885. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten statt besonderer Anzeige hierdurch die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unseren unvergeßlichen Gatten, Vater, Sohn, Bruder und Onkel Carl Wunder, Wagnermeister, gestern Abend 9 Uhr im Alter von 29 Jahren nach langem schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Thellnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 12. März 1885. 1629 Einen Lehrling sucht E. Euler, Schmiedemeister. 1547 Ein Schüler kann Kost u- Logiserhalten Ludwigsplatz 4, parterre. Vermischte Anzeigen. 1771 Einen gut empfohlenen angehenden Commis für den Magazintcr- Posten auf 1. April, und einen mit guten Schulzeugnissen versehenen Lehrling auf Ostern suchen ftauftmänn & Cie. Amerikaniscbe Landkarte« Flaschenbier. Dortmunder Actieutner aus dem hiesigen „Wiener Hof" pr. Flasche 25 Aschaffenburger- und Textor Bier bMgst in vorzügl. Qualitäten empfiehlt Carl Schulze II, 1486 Ein möbl- Zimmer sofort in vn miethen.Westanlage 15 1. 1708 2 Bettstellen mit Sprungfedermatratzen, 1 doppeltes Stehpult, 1 Kinderwagen, Alles gut erhalten, wegzugshalber billig abzugeben Bleichstraße 4. Wachstuch-Teppiche und Läufer. Wachstuche ^Mertuche empfiehlt 1774 Ernst Blödner, Bahnhofstraße 12. Äü «rinn?"™* FSÖjs l1c ®wcoln’s l’tl> 0 DMp:irfit o-.. Qftio*:» Lehrling mit den nöthigen Vorkenntniffen für ein Detail- u. Engrotzgefcbaft hier gesucht. 1544 Selbstgeschriebene Offerten unter B durch die Gxped. d. BlatteS. Lehrmädchen werden in ein hiesiges Putzgeschäft gesucht. 954 Zu erfragen in der Exped. d. Bl• __ Für diesen Sommer wird in der Nähe des Justizpalastes ein Logrs von 7 bis 9 Zimmern nebst Zubehör, event. in 2 Stockwerken, zu miethen gesucht. Schriftliche Offerten nebst Preisangabe besorgt unter A. *• die Expedition. 1 1470] Fein möbl. Zimmer m. Cabinet zu vermiethen. Schulstraße 9- 1362 Ein Familienlogis alsbald zu vermiethen bei W. Brück, Flügelsgasse. 1684 Zwei möblirte Zimmer zu oer- miethen-Ostanlage 9. unü höchst scherzhaftl WollFs Cravaiten- Fontainen-Nadel (gesc-tzl. geschützt.) Noutii-to eleganteste Muster; auch Vereinnabzei- ehen, Wappen etc gefertigt. — Ohne Cravatte Mk .2,60. — Mit seidenerCravatte Mk.3,25. Auch für Daruen als Brocbe. Äusser viel Spa^s erregend auf Bällen u.in Gesellschaft, dient diese Neuheit zur Zierde, als Hefraicheur und Blnmenbeuprenger etc Gegen Einsendung d. Betrages direct vom Erfinder Henry Wolff, Dresden, Waiistr, 5a. ßeschreibnnggrat. Wieder -erkänf.Rabatt. 1781 Fh. Bauer, Altdeutsche Weinstube, Bahnhofstraße. Ich suche zu Ostern einen mit den Notlügen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann als Lehrling. Carl Weidig Wwe., Gesucht ein Mädchen für Küche und Hausarbeit. Näheres bei der Exp. d. Bl- 1487 1754 Ein tüchtiges Dienstmädchen mit nur guten Zeugnissen auf sofort oder 25. März zu miethen gesucht- Westanlage 11. Theodor Reiner, Hamburg, Klosterthor 5. 1683] Tüchtige Mädchen für Küche und Hausarbeiten finden gute Stellen durch Frau Hüttenberger, Westanlage 15. FlechtenkraiikeS^Ä fanden, werden unter Garantie gründlich geheilt. Ma» versäume daher nicht, meine von mir zit beziehende Schrift, Preis